# Market Rotation, Retail Power, and Japan's Equity Renaissance

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-07-17

## Transcript

Holger, wir nehmen diesen Podcast ja quasi immer nachts auf.
Also sehr, sehr spät und sehr, sehr spät kommen wir auch ins Bett und viel Schlaf ist da natürlich nicht drin.
Und umso wichtiger ist es ja, dass diese wenigen Stunden, die wir haben, dass die richtig gut sind.
Genau das war auch mein Problem.
Und deshalb habe ich den Pod von Aidsleep getestet.
Das ist ein smarter Bezug, der auf jede vorhandene Matratze passt und die Temperatur im Bett automatisch reguliert.
Der Körper muss nämlich abkühlen, um in den Tiefschlaf zu kommen.
Und was hat sich verändert?
Offengespräch eine ganze Menge.
Ich schlafe schneller ein, wache nachts seltener auf und habe vor allen Dingen deutlich mehr Tiefschlaf und auch REM-Schlaf als früher.
Und das deckt sich übrigens mit den Messungen, die Aidsleep selbst gemacht hat.
Bis zu 44% schnelleres Einschlafen, bis zu 34% mehr Tiefschlaf und bis zu 60% mehr REM-Schlaf.
Individuelle Ergebnisse, die können natürlich abweichen.
Mit meinem Code.
Alles auf Aktien auf aidsleep.com-alles-faktien bekommt ihr übrigens bis zu 350 Euro Rabatt auf den POD 5.
Was kann er denn jetzt so konkret, der POD 5?
Naja, er wärmt und kühlt jede Bettseite separat und der Autopilot lernt als KI Nacht für Nacht dazu.
Und vor allem trackt der Schlaf- und Gesundheitswerte ganz ohne Wearable.
Und ihr kennt mich ja, ich liebe ja den Wettbewerb.
Und deshalb gibt es bei uns zu Hause jetzt jeden Morgen mit meiner Frau so einen Schlafwettbewerb.
Die Werte zeigen, wer erholsamer geschlafen hat.
Und wer gewinnt, der bekommt das Schlafgrönlein des Tages.
Und lass mich raten, du gewinnst natürlich immer.
Nee, aber sagen wir es mal so, es diszipliniert mich, regelmäßiger schlafen zu gehen.
Aber zurück zum Wichtigsten.
Ihr habt...
30 Tage Zeit, den Pott zu Hause auszuprobieren und ihr könnt ihn zurückgeben, falls ihr euch nicht überzeugt.
Aber ich bin mir sicher, dass er das tut.
Also, code allesaufaktien auf aidsleep.com allesaufaktien in einem Wort bis zu 350 Euro Rabatt auf den Pott 5.
Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über die Folgen der TSMC-Zahlen, Ernüchterung bei Netflix und den finalen Arteimoment.
Im Thema des Tages geht es um die neuen Machthaber an der Wall Street.
Und der EE-Idee stellen wir euch die Chancen eines erwachenden Marktes vor.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Wir begrüßen euch Holger Zschäpitz und Nando Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Freitag, der 17.
Juli.
Wir wünschen euch einen spannenden Start in den Tag.
Und nachdem wir uns zuletzt hier immer über die ewige Rotation beschwert haben, müssen wir heute einfach mal feststellen, der gestrige Börsentag, der war wirklich richtig interessant.
Netflix, TSMC, SpaceX, alles spannende Namen, spannende Storys.
Also das war ein guter Tag.
Nee, das war kein guter Tag.
Drei Storys, dreimal dicke Minusseid.
Also insofern, du hast es ja schon am Wochenanfang gemeint, das wird eine gute Woche.
Aber das ist es wahrlich nicht.
Und wir gucken uns mal die nüchternen Fakten an.
Der S&P 500, der verloren übersehen 0,5 Prozent.
Der Nasdaq 100 rutscht sogar 1,6 Prozent ab.
Doch unter der Oberfläche, da spielte sich keine klassische Risikoflucht ab.
Der Gleichgewicht der S&P 500, der stieg rund ein Prozent.
Und dann sieht man eben, dass es kein breiter Ausverkauf war, sondern eben wieder die klassische Rotation, die uns hier jeden Tag so nervt, auch wenn die Geschichten vielleicht um die Rotation ganz spannend sein mögen.
Raus aus KI, Chips und Data Center, Fantasie, reinen Healthcare, Konsum, Immobilien, Transport und Value.
Aber wie gesagt, zumindest der Sommerfeld ist davon heute nicht genervt.
Du kannst dich doch auch mal, sei doch einfach mal...
Positiv.
Wir sind einfach nicht genervt heute von Basta.
Wir reden natürlich trotzdem darüber und Ausleser für die KI-Flaute, wir haben es schon angedeutet, TSMC.
Die Zahlen waren hier eigentlich ziemlich stark, aber eben nicht stark genug für die inzwischen extremen Erwartungen.
Aber schauen wir mal im Einzelnen rauf.
Der Ausblick wurde deutlich angehoben für dieses Jahr.
Der Umsatz soll nun in US-Dollar leicht über 40% wachsen.
Zuvor waren nur von 30% die Rede.
Besonders stark auch Kunden geben laut Management Nachfragesignale bis 2029, 2030 und das zeigt ja auch, dass KI kein kurzfristiger Investitionszyklus ist, sondern eine neue strukturelle Industrie entsteht.
Doch das alles reichte nicht und über die Gründe werden wir auch gleich noch mehr im Thema des Tages hören.
Die Aktie von TSMC, die verlor gut 2%.
Der Halbleiterindex Sox, der ist gleich bei im Zuge 4,3% abgestürzt.
Bei TSMC störten sich die Investoren vor allem an höherem Investitionsausblick und den etwas weicheren Margensignal.
TSMC kann seine Investitionen in den USA nochmal um 100 Milliarden Dollar zu erweitern.
Und damit sollen insgesamt...
265 Milliarden Dollar in Übersee investiert werden.
Und du erinnerst dich noch an Intel, an diese Saga, da ging es mal um 20 bis 30 Milliarden und man sieht, die machen mal eben so Faktor 10.
Ach so, der Magdeburg meinst du?
Ja, na klar.
Ich dachte, das war sogar noch weniger, ehrlich gesagt.
Es ging nur um die Subventionenwahlen, glaube ich.
Und dann hat das ja auch nicht geklappt.
Aber man sieht, was da passiert.
Aber diese hohen Summen, 265 Milliarden bei TSMC, du hast es gerade gesagt, das ist ja genau die große Sorge am Markt.
Der KI-Boom, der verschlingt immer mehr Kapital, aber die Frage nach den Renditen wird halt parallel lauter.
Und wenn selbst TSMC mit so...
guten Zahlen verkauft wird, dann ist das ein echtes Warnsignal für die wichtigste Führungsgruppe des Marktes.
Und es gab in der KI-Erzählung gestern noch weitere Risse.
Bei Google verzögert sich nämlich offenbar das nächste große Gemini-Modell.
Und die Alphabet-Aktie verlor heftige 4,4 Prozent.
Und Oracle wiederum, die stehen ja sinnbildlich für die Sorge, dass sich die großen Infrastrukturversprechen nur mit immer neuen Schulden oder Kapitalerhöhungen finanzieren lassen.
Die Aktie, die krachte 6,2 Prozent runter und SpaceX die gestern erstmals unter ihrem IPO-Preis schlossen, also unter 135 Dollar, wird der neue Börsensteuer, der schwache Börsensteuer, inzwischen als Testfall dafür gelesen, wie viel Appetit Investoren überhaupt noch auf die nächste Welle KI-näher Börsengänge haben.
Bei SpaceX war es noch eine andere Story, die die Aktie im Minus hielt.
Nämlich es war so ein bisschen...
schaute so ein bisschen voller Furcht und Anspannung auf den Start von Starship, der heute Nacht, beziehungsweise wir sind jetzt ungefähr halb zwei ist es, von einer halben Stunde sollte der Start stattfinden und das war quasi das erste Mal, dass ein Start stattfand, während die Aktie ja börsennotiert ist.
Und so ist es eine gewisse Anspannung.
Es ist alles noch viel, viel spannender.
Da haben wir es wieder mit dem Spannender.
Und dann kam es leider auch so, dass nämlich der Start abgebrochen wurde, beziehungsweise der Countdown lief runter.
Und dann wurde aber, ging es nicht los, tatsächlich wurde dann die Zündung abgebrochen.
Man weiß jetzt noch nicht genau warum.
Auf jeden Fall, die Rakete ist aber immerhin nicht.
explodiert.
Ich meine, 124 Meter hoch, keine Ahnung, 8000 Tonnen oder was das Ding schwer ist.
Das wäre richtig schlecht gewesen.
Aber auch das sorgte jetzt nachbörslich dafür, dass die Aktie nochmal verloren hat und die wird dann tatsächlich dann heute auch im Minus wahrscheinlich starten.
Also das bringt sozusagen nochmal zusätzliche Spannung rein, dass SpaceX jetzt an der Börse ist und jede Nacht, wenn jetzt hier irgendwelche Raketen starten, lieber Holger, wird es auch bei Triple E nochmal spannender mit SpaceX.
3,8% ging es rund um das ganze Elend mal zu quantifizieren.
126,12 notiert zu.
Und wenn du sie demnächst im Sparblatt kaufst, kannst du sie vielleicht noch günstiger kaufen.
Aber Space-Aktien sind insgesamt die großen Verlierer gestern gewesen.
Der One X Space Innovators ETF, der verlor 6,4%.
Größter Verlierer AST Space Mobile 17% minus Rocket Lab minus 12.
Planet Labs minus 11.
Und Intuitive Machines minus 9,5 und alle anderen auch teilweise hohe einstellige Minuszeichen.
Ja, dieser Trend ist erstmal gebrochen.
Das kann man, glaube ich, sagen.
Jetzt wären wir aber mal wieder irdisch.
Hier auf der Erde war nämlich auffällig, was gleichzeitig stieg.
Während KI-Tech ja so stark verlor.
Abbott zum Beispiel sprang nach Zahlen um 11 Prozent und zog den ganzen Mid-Tech-Sektor mit nach oben.
United Health, die Aktie legte nach Ergebnissen und angehobener Prognose um gut 1 Prozent zu.
Und der Transportdienstleister JB Hunt überzeugte mit einem deutlichen Gewinnplus und belebte die Hoffnung auf eine Erholung im Transportsektor.
Und die Aktie gewann 8 Prozent.
Und dazu kamen dann noch Gewinne bei regionalen Banken, REITs, Versicherungen, Konsumwerten und stabilen Konsumtiteln.
Ja, das ist halt die eigentliche Botschaft des Tages.
Der Markt fällt nicht auseinander, er sucht nur eine Art Neuführung, würde ich es mal nennen.
Und vielleicht hat er die Neuführung auch bei Biotech oder ist es vielleicht Pharma?
Ich weiß nicht, wie man das Unternehmen nennen würde, welcher Branche man es zuordnet.
Der Atai Beckley, das ist ja die einzige Atai Life Science von Christian Angermeier.
Die gewannen gestern 33,4% auf 7,15 Dollar.
Grund war Ela Lilly, die wollen nämlich Atai Beckley für bis zu 3,8 Milliarden Dollar kaufen und damit eben Psychedelika endgültig zu einem Big Pharma Thema machen.
Gezahlt werden 6,75 Dollar je Aktie in Cash plus bis zu 2,50 Dollar je Aktie über erfolgsabhängige Meilensteinrechte.
Und Jefferies werte den Deal als starkes Signal für die gesamte Branche.
Zu euphorisch sollte man vielleicht nicht werden.
Atai war ja 2021 zu 15 Dollar an die Börse gegangen.
Und da ist ja nicht mal die Hälfte jetzt wieder davon da, trotz des kräftigen Anstiegs.
Und auch andere Psychedelika-Aktien haben nicht wirklich gestern gewonnen.
Compass Pathway, da ist der Gang am Ende ja auch mit beteiligt, fast 7 Prozent im Minus.
Und Definium Therapeutics 3,4 Prozent runter.
Komisch, das verstehe ich nicht, ehrlich gesagt.
Verständliche war schon ein bisschen das nachbörsliche Minus von Netflix.
Sie kam nämlich nachbörslich mit Zahlen.
Die Aktie verlor 8%.
Die Zahlen waren jetzt gar nicht dramatisch schlecht, aber sie waren halt auch kein Befreiungsschlag.
Der Umsatz von 12,6 Milliarden Dollar und der Gewinn pro Aktie von 80 Cent lag ungefähr im Raben.
Aber der Ausblick für das dritte Quartal, der war etwas schwächer.
Und der freie Cashflow enttäuschte auch.
Und besonders sensibel, die Streaming-Minuten stiegen im ersten Halbjahr nur um 2%.
Und Netflix will künftig weniger häufig über Engagement berichten.
Und das ist genau die Art von Transparenzrückzug, die Investoren in einem nervösen Markt nicht lieben.
Und mir fällt gerade auf, also meine Streaming-Netflix-Minuten waren im ersten Halbjahr.
Deutlich.
Die sind zurückgegangen sogar, würde ich behaupten.
Du kannst ja deine Streaming-Minuten jetzt immer veröffentlichen und dann können die Leute, vielleicht bist du ja der klassische Netflix-Zuschauer, dann können die von dir auf das große Ganze schließen.
Bei mir fällt immer so, ich weiß nicht, als China irgendwie die Jugendarbeitslosigkeit so stark gestiegen ist, haben sie einfach gesagt, veröffentlichen wir nicht mehr.
Das fällt mir immer zu dem Thema, das veröffentlichen wir besser nicht mehr und das ist nie ein gutes Zeichen.
Aber in Europa, da war das Bild, so ein gemischtes Bild, ähnlich.
Der DAX, der verlor 0,3 Prozent auf 420.
915 Punkte der Eurostoxx.
50, der gewann dagegen 0,3%.
Auch hier standen KI-nahe Werte unter Druck.
Infineon verlor 3,8%.
ABB trotz starker Zahlen 5,9%.
Schneider Electric und Siemens Energy gaben ebenfalls nach.
ASML dagegen erholten sich 3,2%.
Nach diesen Wahnsinnsdaten und dem Minus ja noch am Vortag immerhin 3,2%.
Delivery Hero profitiert nur begrenzt von dem Übernahmeangebot von Uber, Novo Nordes legte nach der EU-Zulassung für die VEGOVI als Pille zu.
Machst du Termine noch?
Ja, ganz schnell.
Aber makro haben wir die US-Baubeginn, dann haben wir die US-Industrieproduktion, Eurozone, Inflation und Michigan-Konsumklima.
Und bei den Unternehmen haben wir Zahlen zu Burberry, Saab, Travelers und Yara.
Besonders interessant, Burberry ist ja quasi so der Luxus-China-Indikator und Saab-Rüstungswert ist natürlich interessant.
Und Yara als Chemie-Düngemittelwert auch spannend.
Das Thema des Tages.
Vergesst BlackRock, vergesst die FED und vergesst vor allem auch Hedgefonds.
Wenn wir heute wissen wollen, wer die Kurs an der Wall Street bewegt, dann müssen wir auf eine ganz andere Gruppe schauen, nämlich die Kleinanleger, die sogenannten Retail-Investoren und Retail-Trader.
Und die sind gerade für diese chaotischen Märkte mit diesen ganzen Rotationen mitverantwortlich.
Und deshalb müssen wir den Kleinanlegern auch das Thema des Tages widmen.
Ja, denn was die wenigsten wissen, die Kleinanleger sind gar nicht mehr so klein.
Der Finanzdienst Bloomberg hat es ganz treffend formuliert.
Die sind vom Rand ins absolute Zentrum der Macht gerückt und Goldman nennt sie inzwischen.
Price-Setter, Theme-Maker und Flow-Driver, also Preißsetzer, Themenmacher und Kapitalstrom in einem.
Ja, Retail steht laut Goldman von 30 Prozent des täglichen US-Aktienvolumens und im Mai wurde der alte Meme-Stock-Rekord aus dem Jahr 2021 um 10 Prozent übertroffen und im Juni, da kam schon wieder ein Rekord.
Und früher war ja die Erzählung so, die...
Profis machen den Markt und dann laufen die kleinen Anleger das Dumb Money hinterher.
Aber zuletzt war es genau umgekehrt so.
Die institutionellen Investoren, die waren eher skeptisch und unterinvestiert und auch untergehebelt.
Und warteten auf Rücksetzer.
Aber die Retail-Kundschaft, die kauften den Dip, ritten das Momentum und nahmen Hebel und zwangen damit die Profis der Rallye hinterherzulaufen.
Die Bedeutung sieht man zum Beispiel auch daran, JP Morgan beschäftigt inzwischen ein ganzes Analystenteam, das halt diese Retail-Ströme misst.
Der wöchentliche Retail-Radar ist quasi die Wetterkarte für Robinhood, Reddit, Neobroker und Optionszocker.
Die Wall Street analysiert die Kleinanleger heute so, wie sie früher.
Hedgefonds analysiert hat.
Und in den vergangenen Radaren sieht man so ein bisschen das Muster, was sich da gerade abspielt und kann auch einschätzen, warum es genau das passiert, was gerade passiert.
Erst gab es ja fette Zuflüsse in Technologie-ETFs, dann Nvidia, Micron, Zendisk, SpaceX.
Mitte Juni war SpaceX sogar die Top-Retail-Aktie mit über 1,3 Milliarden Dollar Käufen in einer Woche.
Und schon am 8.
Juli hieß es dann im JP Morgan Retail-Radar Splitted Dip as Momentum Cools, also so ein bisschen, dass Retail nicht mehr alles wie wild kaufte, sondern nur noch den Dips von einigen Aktien, also von gezielten Aktien kaufte, beispielsweise SpaceX, Nvidia und Sendis, wobei andere Aktien in der Schwäche eben nicht mehr gekauft wurden, also Applied Materials, Western Digital, KLA, Marvell und Larm Research nicht.
Das ist also keine blinde Horde mehr, die jeden Dip kaufte, sondern eine Art Schwarmintelligenz oder vielleicht besser Schwarmmechanik.
Goldberg sagt, Retail wirkt bei Themen, bei Memes, Einzelaktien, Momentum, IPOs wie SpaceX, so ein Tagescalls gehebelten ETFs und natürlich Prediction Markets.
Und dazu kommt, Retail hält geschätzt 12 Billionen.
Dollar in selbstverwalteten Brokerage-Konten.
Das ist jetzt immer Amerika, da ist Deutschland nicht dabei und auch nicht andere Weltregionen, sondern wirklich Amerika.
Und das ist etwa 10% des US-Unternehmens-Aktienmarkts.
Und die kleinen Liga sind insgesamt so ein bisschen der Moby Dick des Marktes, wie so ein gewaltiger Wahl, schwer zu steuern, schwer vorherzusagen.
Aber wenn er sich bewegt, dann bewegt sich das Ganze mehr, also die Märkte eben wie Moby Dick, wie wie in der Geschichte.
Ja und dennoch sehen wir gerade, wie fragil diese Macht ist.
Also SpaceX ist ja das Lehrbuchbeispiel.
IPO-Preis 135 Dollar, Rekord-Retail-Zuteilung von 20 Prozent statt der üblichen 5 Prozent.
In den ersten drei Handelstagen rund 50 Prozent Kursplus auf über 225 Dollar.
Aber jetzt steht die Aktie bei 131, also sogar leicht unter IPO-Preis, wir haben es gesagt.
Genau, oder nachbörsig 126 jetzt.
Aber das zeigt auch, Retail kann.
Einen Börsengang elektrisieren, aber keinen Hype dauerhaft gegen Deleveraging verteidigen.
Viele Kleinanleger haben auf Pump mitgemacht oder haben gehebelte ETFs gekauft und nun werden viele dieser Positionen wieder aufgelöst.
JP Morgan sagt, die Enthebelungsphase, die im Juni begonnen hat, die läuft weiter.
Bei den gehebelten Memory-ETFs etwa ist das verwaltete Vermögen seit dem Hoch um 34% geschrumpft, bei allen gehebelten Aktien-ETFs um 13%.
Das erklärt auch die schwachen Halbleiterwerte, trotz guter ASML oder TSMC-Zahlen.
Die Zahlen können gut sein, aber wenn alle die gleiche Story mit Hebel spielen, also KI, Chips, Memory und Space, dann reicht Volatilität, um die Mechanik zu drehen.
Und Goldmann ergänzt, unter der Oberfläche ist es brutal.
Der Wichs sieht mit 15, also dieser Angstindex, mit 15 harmlos aus.
Aber Einzelaktien, Sektoren und Themen, die schwanken heftig.
Software- und Halbleiter-ETFs hatten dieses Jahr schon 34 Tagesbewegungen von mindestens 4%.
Das ist mehr als das Dreifache des bisherigen Jahresrekords.
Und der dreifach gehebelte Sox L, das ist so ein ETF aus Amerika, der hatte seit Juni.
18 Bewegungen von mehr als 10 Prozent.
Das ist eben kein ruhiger Markt.
Das ist eben ein ruhiger Index über einem Vulkan, wenn man sich den Gesamtmarkt anguckt.
Und dieser Vulkan, der heißt Momentum.
Und Goldman schreibt, Momentum stecke inzwischen in fast jedem Portfolio.
Ja, Bluebeck stellt die dazu entscheidende Frage, was passiert, wenn der Markt mal nicht v-förmig fällt und wieder hochschießt?
Das ist der große Stresstest.
Viele Anleger kennen ja seit 2022 fast nur Dip, kurze Panik, schnelle Erholung.
Die Retail-Macht wurde noch nicht durch einen langen, zähen Marktschock getestet.
Dann wird aus By the Dip plötzlich, ich kaufe jeden Tag etwas tiefer.
Das kennen wir zwischen 2000 und 2003 war das so, so ein Salami-Crash.
Dann wird erst nachgekauft und irgendwann...
ist dann auch das Cash weg und dann kommen irgendwann die Margin Calls, also weil man eben auf Kredit gekauft hat und diese Beleihungen nicht mehr ausreichen, also die Aktien, die man dahinter liegt hat, dann kommen die eben und dann werden Calls auch nicht mehr gerollt, dann schrumpfen gehebelte ETFs und aus dem stärksten Käufer wird dann eben auch ein zusätzlicher Verkäufer.
Ich mache das ungern, aber wir spielen jetzt mal die Blasentheorie von Goldman durch.
Erst kommt da die echte technologische Revolution, dann steigende Gewinne, dann mehr CapEx, dann geben Anleger die Barwertdisziplin auf, dann müssen Skeptiker hinterher kaufen und dann steigen die Kurse weit über historische Normen.
Dann wiederum kommen IPOs und Kapitalerhöhungen und dann verlangsamen sich Zuflüsse und darauf folgen dann...
Das Szenario, dass Firmen schaffen einfach die Erwartungen nicht mehr.
Und irgendwann gibt es dann nur noch Bärenmarkt-Rallys mit niedrigeren Hochs und niedrigeren Tiefs.
Wie gesagt, das ist jetzt das absolute Bubble-Szenario.
Ich wollte natürlich jetzt wissen, wo stehen wir in diesem Bubble-Szenario, weil es klingt ja fast schon so, oh ja, die Zuflüsse verlangt sich, also wir jetzt schon drin wären, aber da sagt JP Morgan, nee, nee.
Die schätzen Mitte Juli bereits 550 Milliarden Dollar Aktienzuflüsse und sieht auch aufs Jahr annualisiert über eine Billion Zuflüsse von eben dieser Retail Crowd.
Aber kurzfristig dominiert eben dieses Deleveraging.
Das heißt, langfristig ist Retail Rückenwind.
Kurzfristig kann das aber, weil eben zu viele in diesen gehebelten Dingern drin sind, Brandbeschleuniger auch nach unten sein.
Wir machen mal eine neue Börsenregel draus und die lautet, Retail ist nicht mehr Meme, sondern Marktmechanik, solange der Markt v-förmig bleibt.
Stabilisiert Retail, verstärkt Momentum und elektrisiert IPOs.
Aber wenn der Markt aber länger fällt, dann wird Retail selbst zum Stresstest.
Derzeit suchen viele Anleger nach Alternativen zu großen Börsenhypes, KI-Halbleiter, Uran, Space.
Wir haben es gesagt, alles spannend, aber vieles wirkt heiß gelaufen.
Haben wir ja in den Märkten auch gerade drüber gesprochen.
Und so glauben wir, jetzt lohnt sich der Blick auf einen Markt, den viele seit Jahrzehnten abgeschrieben hatten, nämlich Japan.
Klingt ja nach verloren Jahrzehnten, Deflation, alternder Gesellschaft und Nikkei-Trauma.
Stimmt ja auch nach der Blase Ende der 80er Jahre, verlor der Nikkei rund 80 Prozent.
Danach kam Stagnation und Deflation.
Japan war der Markt, den man im Weltportfolio nun wirklich nicht brauchte, der erst störte.
Und jetzt passiert was, das man fast einen Erwachen nennen kann.
Die japanische Wirtschaft wurde von einem tiefgreifenden Wandel erfasst.
Unternehmen, die jahrzehntelang riesige Barreserben horteten und ihre Aktionäre vernachlässigten, richten ihre Kapitalpolitik plötzlich konsequent am Unternehmenswert aus.
Und das hat den Aktienmarkt in Tokio aus einem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf gerissen.
Gleichzeitig wird auch die Gesamtwirtschaft von einer neuen Dynamik erfasst.
Und was mir auch auffällt, Japan ist...
Voll das Trendland.
Viele wollen da hinfahren, wollen da Urlaub machen und Tourismus.
Also Wahnsinn, deswegen sieht man das.
Und 2023 hat die Börse in Tokio niedrig bewährte Unternehmen aufgefordert, konkrete Pläne zur Wertsteigerung vorzulegen.
Finde ich auch mal ganz lustig.
Und seit 2025 kontrolliert die Finanzaufsicht die Umsetzung.
Das ist kein Marketing mehr, sondern regulatorischer Druck.
Das ist jetzt einfach mal.
Eine Strategie.
Ja und der Markt reagiert.
Der Nikkei hat 2024 nach 34 Jahren sein altes Rekordhoch erreicht.
Da haben wir auch schon darüber berichtet natürlich.
Inzwischen steht er bei rund 70.000 Punkten und in zwölf Monaten war das fast ein Plus von 75 Prozent.
Mehr als bei jedem anderen wichtigen Kursindex einer großen Industrienation.
Und jetzt denkt ihr natürlich, ist das nicht wieder so ein Hype, vor dem wir fliehen wollten?
Das ist in der Tat eine berechtigte Frage.
Unsere Antwort, es sieht nach mehr als einem temporären Hype aus.
Japan hat strukturelle Treiber, wie etwa das Ende der Deflation.
Seit 2022 gibt es wieder spürbare Inflation.
Dadurch verliert gehortetes Cash real an Wert.
Außerdem die Löhne steigen, die Konsumentenstimmung verbessert sich auch auffällig.
Der Arbeitskräftemangel zwingt Unternehmen zu Investitionen.
Und zu guter Letzt, die Regierung setzt auf KI-Halbleiter-Robotik.
Quanteninformatik und Cybersicherheit.
Was wir aber nicht vergessen dürfen, ist den schwachen Yen.
Der macht Exporteure wettbewerbsfähiger und stützt die Gewinne.
Gleichwohl ist die Währung halt auch ein Risiko.
Sollte die Notenbank die Zinsen stärker erhöhen, könnte Kapital aus dem Ausland zurückfließen, der Yen aufwerten und Exporteure belasten.
Für europäische Anleger würde eine stärkere Währung aber zumindest ein Teil davon ausgleichen.
Und wie investiert man jetzt am besten, wenn man erste Japan-Investment-Erfahrungen machen will?
Natürlich über ETFs.
Doch obacht, so einfach ist es nicht.
Denn wer jetzt denkt, einfach den Nikkei kaufen, der irrt.
Der Nikkei 225 ist zuletzt viel stärker gelaufen als Topics und MSCI Japan.
Seit Jahresbeginn stand beim Nikkei etwa 35% plus, bei Topics und MSCI Japan aber nur rund 18%.
Der Grund, der Nikkei...
Der zählt der Aktienkurs nicht in Yen, nicht die Marktkapitalisierung und dadurch dominieren einige hochpreisige KI.
Und Halbleiterwerte.
Da haben wir es wieder.
Also ist der Nikkei die konzentriertere, heißere Japan-Wette.
Und wer bewusst auf diesen Tech- und KI-Schub setzen will, der kann sich den Beispielsweise den iShares Nikkei 225 anschauen.
Die sauberere Lösung für die Japan-Beimischung sind aber breitere Produkte der X-Trackers MSCI Japan oder der Amundi Japan Topics.
Und weil sie den Markt einfach breiter abbilden und nicht nur die jüngsten Gewinner.
Und grundsätzlich gilt, Japan sollte nicht die neue All-In-Wette werden, aber als Beimischung jenseits von USA, KI und den üblichen Megatrends ist es plötzlich wieder interessant.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an aaa.welt.eu oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Ich muss schon sagen, das funktioniert richtig gut mit diesen Umfragen, zumal wir die ja wirklich immer ganz spontan raushauen hier.
Wir hatten ja gestern gefragt, ob wir das Thema Luxus mal hier in der Samstagsfolge größer bereden sollen und aufgreifen und analysieren und ihr habt in Massen reagiert.
Und das Ergebnis, das ist...
Ziemlich eindeutig, da lässt gar keine Fragen mehr offen, denn ihr wollt Luxus, unbedingt.
Und Steve schreibt, das fand ich sehr spannend, wenn schon nicht im Schrank, dann doch wenigstens im Depot.
Und Michael hat besonders nett gevotet, ein Luxus-Podcast klingt gut, auch wenn es schon Luxus ist.
euch jeden Morgen ab 5 Uhr hören zu können.
Das für Luxus ist Premium, würde ich mal sagen.
Toll!
Also das haben wir verstanden.
In jedem Fall, wir werden liefern, versprochen.
Zuerst geht es aber morgen erstmal in der Samstagsfolge um ein anderes Thema.
Eines, das vielen von euch auch sehr am Herzen liegt, nämlich die finanzielle Freiheit.
Was das überhaupt ist, wann sie beginnt und wie man sie natürlich erlangt.
Das sind alles Fragen, die Julia Stötzel beantwortet.
kann und sie kann noch viel mehr, denn allein ihre spannende Vita ist eine Triple-E-Folge wert.
Klingt vielversprechend, finde ich auch.
Also abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Julia, den Sommerfeld und mich hört ihr dann morgen ab 5 Uhr bei VEAT und überall, wo es Podcasts gibt.
