# Market Shifts: AI Infrastructure, Luxury Growth, and Payment Consolidation

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-07-16

## Transcript

Wem gehört eigentlich Hello Kitty?
Wird PayPal bald von der Börse gekauft?
Wie kommt BlackRock auf ein verwaltetes Vermögen von 15.000 Milliarden Dollar?
Was geht bei ASML?
Wieso entwickelt sich Ethereum gerade so gut?
Das alles und vieles mehr klären wir jetzt.
Mein Name ist Noah Leidinger.
Heute ist Donnerstag, der 16.
Juli und das ist Ohne Aktien wird schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital, der einzige Broker, den deine Familie zum Traden braucht.
Bei Scalable Capital gibt es nämlich auch Kinderdepots.
Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
In den letzten Monaten hat man sich ja öfter gefragt, woher eigentlich das ganze Geld kommt, das in den Börsengang von SpaceX, in den von Eski-Heinix oder auch in die Kapitalerhöhung von Alphabet geflossen ist.
Eine kleine Antwort darauf gab es gestern bei den neuen Quartalszahlen von BlackRock.
Insgesamt muss man sagen, dass deren Business wirklich unfassbar boomt und sie haben jetzt das erste Mal ever über 15.000 Milliarden Dollar an verwaltetem Vermögen.
Das entspricht dem Wert aller börsennotierten Firmen in Deutschland mal 5000.
Getrieben wurde diese Vermögensentwicklung natürlich auch vom Aktienmarkt, weil der sich positiv entwickelt hat, dadurch steigt das Vermögen, aber eben auch dadurch, dass Kunden immer mehr Geld in die Produkte von BlackRock pumpen.
Alleine im letzten Quartal haben Kunden unterm Strich 192 Milliarden Dollar in BlackRock-Produkte gesteckt.
Aber was eben spannend war und was zum Teil auch erklärt, zumindest zu einem kleinen Teil, woher die Gelder für die ganzen Themen kommen, wie eben den SpaceX IPO, aus Cash-Management-Produkten, also so Themen wie Geldmarkt-ETFs, sind alleine im letzten Quartal 7 Milliarden abgeflossen.
Krass fand ich außerdem, dass institutionelle Kunden, also Profi-Investoren, unterm Strich mehr Geld in die Produkte von BlackRock gepumpt haben.
Sie haben aber im letzten Quartal um die 44 Milliarden Dollar in aktiv gemanagte Produkte gepumpt.
und dafür sogar 41 Milliarden aus passiven Produkten rausgeholt.
Für BlackRock ist es natürlich super, weil sie da höhere Gebühren haben und generell muss man eben sagen, dass ihr Business wirklich boomt.
Entsprechend ist auch die Aktie gestern um die 7% gestiegen.
Eine andere Firma, bei der das Business boomt, ist ASML.
Der Chipmaschinenhersteller rechnet jetzt dieses Jahr mit 43 bis 45 Milliarden Dollar Umsatz.
Die Prognose davor waren gerade mal 36 bis 40 Milliarden.
Also vom Tiefpunkt bis zum Höhepunkt haben sie die Prognose jetzt einfach mal um circa 10 Milliarden angehoben.
Dazu ist die Nachfrage so hoch und so nachhaltend hoch, dass sie nächstes Jahr die Kapazität für die Produktion der High-End-Maschinen um 30% steigern werden und sie meinten auch, dass sie für 2027 schon fast ausgebucht sind, was bei den Maschinen von ASML, wo ja eine einzige über 100 Millionen Dollar kostet, schon sehr ungewöhnlich ist.
Aber weil eben immer mehr Chip-Hersteller auch über Jahre ausgebucht sind, haben sie auch mehr Selbstbewusstsein, auch langfristig zu planen und langfristig zu investieren.
Ein großer Wachstumstreiber sind dann natürlich die Speicher-Chip-Hersteller.
ASML meinte, dass der Umsatz mit denen dieses Jahr um 75% steigen soll.
Und eine gute Nachricht war auch noch, dass Intel wohl sogar die allerneuesten Maschinen von ASML bestellt.
Die kosten pro Maschine entspannte 400 Millionen Dollar.
Und es gab in letzter Zeit auch ein paar kritische Stimmen, zum Beispiel von TSMC, also dem größten Chip-Produzenten der Welt, dass die eigentlich zu teuer sind und sich nicht wirklich lohnen.
Intel sieht das aber scheinbar anders.
Die einzige schlechte Nachricht für ASML war gestern, dass die Aktie dieses Jahr schon 65% zugelegt hat.
Die Erwartungen waren also einfach extrem hoch und entsprechend hat die Aktie gestern nicht weiter zugelegt.
Dazu kommt, dass gestern mal wieder so ein Sektor-Rotationstag war, wo Investoren also gut gelaufene Aktien vor allem aus dem Chipmarkt verkauft haben und dafür eher in die stabileren Aktien gegangen sind.
Deutlich besser sah es gestern beim Luxusgiganten Richmo aus.
Die Aktie ist um die 7% gestiegen.
In den letzten 12 Monaten sind es schon 30 Prozent und der Grund ist wirklich krasses Wachstum.
Der Umsatz ist letztes Quartal ohne Währungseffekte 20 Prozent gewachsen und damit einfach doppelt so schnell wie erwartet.
Besonders viel Wachstum gab es in Japan und Amerika.
Produktseitig war Schmuck der Wachstumstreiber, also Marken wie Cartier.
Und man sieht ja schon jetzt seit einigen Monaten, dass Schmuck einfach deutlich besser performt als Uhren oder Handtaschen.
Das erklärt auch die stärkere Performance von Richemont, die eben stark am Schmuck hängen, im Vergleich zu zum Beispiel LWM Asch.
Und übrigens meinte ein Analyst auch noch, dass der ganze KI-Reichtum auch die Umsätze von Richemont treibt.
Und wenn wir schon bei KI-Reichtum sind, müssen wir auch noch über die Zahlen von Morgan Stanley sprechen.
Die Aktie hat darauf gestern nicht stark reagiert, aber die Zahlen waren trotzdem sehr, sehr gut.
Allein in der Vermögensverwaltung haben Kunden im letzten Quartal der Bank um die 148 Milliarden Dollar an neuem Vermögen anvertraut.
Und das Krasse ist, dass 74 Milliarden davon alleine durch Menschen kamen, die bei den ganzen Börsengängen reich geworden sind.
Also vor allem bei dem von SpaceX, aber zum Beispiel auch beim Börsengang vom KI-Chip-Hersteller Cerebris.
Eine Firma, bei der es demnächst vielleicht auch ein paar mehr Millionäre geben könnte, ist AeroTest Systems.
Die bauen auch Maschinen für die Halblätterindustrie, sind mit 3 Milliarden Dollar Börsenwert fairerweise noch sehr klein.
Aber die Aktie hat gestern nach starken Zahlen zwischenzeitlich sogar über 40% zugelegt.
Das wollte ich hier nicht unerwähnt lassen.
Genauso wenig unerwähnt lassen wollte ich das neueste Interview von Warren Buffett bei CNBC, wo er vor allem zwei spannende Dinge gesagt hat.
Erstens meinte er, dass es sehr schwierig ist, in einem aktuellen Börsenumfeld gut bewertete Aktien zu finden, wenn alle anderen Investoren lieber zocken.
Zweitens hatte man in letzter Zeit ja fast das Gefühl, dass der neue CEO von Berkshire Hathaway, also Greg Abel, doch ein bisschen anders investiert als Buffett.
allem wegen seinem sehr großen Investment in Alphabet.
Jetzt meinte Buffett aber, dass er die Idee für das Investment hatte.
Man muss aber auch sagen, dass seine Sicht dann nicht nur bullisch ist.
Er ist schon besorgt, dass Alphabet in dem KI-Rennen mit den ganzen anderen Firmen einfach zu viel Geld in neue Rechenzentren pumpen muss.
Gleichzeitig glaubt er, dass Alphabet eine bessere Chance hat, in den nächsten Jahren ein Gewinner zu sein, als 90 oder 95 Prozent der anderen Firmen an der Börse.
Aber er meinte eben auch, dass es trotzdem vier, fünf andere Firmen in seinem Portfolio gibt, die er eben besser findet.
Und zum Abschluss hat eine andere große Firma in seinem Portfolio gestern die Aktie von Alibaba um die fünf Prozent nach oben gepusht, weil rausgekommen ist, dass die KI-Modelle von Alibaba in Apple Intelligence in China eingebaut werden.
Es gibt so Firmen, da fragt man sich, wie sie in über fünf Jahren noch nie im Podcast erwähnt worden sind und eine davon hat heute Christoph dabei.
Hello Kitty ist immer noch eine der beliebtesten Marken der Welt.
Lego bringt Anfang 2027 laut Gerüchten die ersten eigenen Hello Kitty Sets, Warner Bros.
hat für Sommer 28 den ersten großen Hollywood-Kinofilm angekündigt und im Oktober kommt noch ein neues Videospiel.
Hello Kitty soll je nach Schätzungen seit den 70ern um die 80 Milliarden Dollar umgesetzt haben und damit mehr als Mickey Mouse oder Star Wars.
Und das Spannende ist, dass die Firma dahinter an der Börse ist, nämlich Sanrio aus Tokio.
Sie kassiert bei jedem Projekt Lizenzgebühren.
Wer also Hello Kitty auf T-Shirts, Taschen oder eben Klemmbausteine drucken will, zahlt an Sanrio.
Dieses Lizenzgeschäft ist der profitabelste Teil der Firma, weil es kein Kapital braucht.
Dazu kommen noch zwei weitere Standbeine.
Eigene Läden und Produkte, also der klassische Geschenkeartikelkram, mit dem alles angefangen hat.
Und zwei eigene Freizeitparks in Japan, die zuletzt Rekorde bei Besuchern und Ausgaben pro Kopf gemeldet haben.
Insgesamt kommt Sanrio so auf umgerechnet gut eine Milliarde Euro Umsatz.
Aber Sanrio ist mehr als nur Hello Kitty.
Die Firma hat über 450 eigene Figuren erfunden und schickt jedes Jahr neue ins Rennen.
Gerade bei jungen Leuten laufen Charaktere wie Kuromi und Cinema Roll besser als Kitty selbst.
Seit 1986 lässt Sanrio die Fans über die beliebteste Figur abstimmen.
Das jährliche Ranking ist in Japan ein riesiges Fan-Event und gleichzeitig kostenlose Marktforschung.
Nebenbei hält Sanrio auch die Snoopy-Lizenz für Japan.
Gegründet wurde Sanrio übrigens 1960.
Hello Kitty ist 1974 dazugekommen.
Der Gründer war 60 Jahre lang Chef und hat erst 2020 mit über 90 an sein Enkel übergeben.
Der gehörte damals mit 31 Jahren zu den jüngsten CEOs eines großen japanischen Börsenunternehmens.
Der Enkel hat die Firma dann umgebaut.
Er setzt auf mehrere starke Figuren statt fast nur Hello Kitty auf Digitaldeals und die Expansion in Asien.
Seitdem hat sich der Umsatz mehr als verdoppelt.
Für dieses Jahr wird das dritte Rekordjahr in Folge erwartet.
Jetzt kommt das große Aber.
Die Aktie ist seit dem Hoch 2025 rund 30 Prozent gefallen.
Ein Grund dürfte sein, dass Sanrio vorher eine der besten Aktien Japans überhaupt war.
Zwischen 2021 und 2025 hat sich die Aktie in der Spitze mehr als verzehnfacht.
Seitdem wurde aber viel Geld in KI- und Halbleiterwerte umgeschichtet.
Ein weiterer Grund für den Rücksetzer.
Ein Manager hat über die US-Tochter rund 1,5 Millionen Euro an unrechtmäßiger Vergütung kassiert.
Deswegen kamen die Jahreszahlen verspätet.
Der Manager musste Ende mal gehen und der CEO hat sich öffentlich entschuldigt.
Nach dem Rücksetzer ist die Firma noch 8 Milliarden Euro wert.
Das ist das 22-fache vom erwarteten Gewinn.
Im Schnitt der letzten fünf Jahre war es das 44-fache, weil die Aktie eben so stark performt hat.
Dazu gibt es rund 1,5 Prozent Dividendenrendite.
Sanrio hat aber auch hohe Ziele.
Der Konzern will dauerhaft seinen Gewinn zweistellig steigern.
Schafft er das nicht, droht Enttäuschungspotenzial.
Bevor wir gleich auf die große Nachricht in der Finanztechnologie-Welt schauen, die gestern rausgekommen ist, nochmal ein kurzes Update, was so in den letzten Tagen in der Kryptowelt los war.
So richtig viel Neues ist da nicht passiert, außer dass sich der Bitcoin ein bisschen stabilisiert hat und dass der Trend weitergeht, dass immer mehr ehemalige Bitcoin-Mainer anfangen, ihre Rechenzentren an KI-Firmen zu vermieten.
Diese Woche hat das zum Beispiel Clean Spark gemacht und kriegt dafür über einige Jahre insgesamt mehr als 6 Milliarden Dollar.
Dann bleibt das große Thema natürlich weiter Prediction Markets, die ursprünglich auch aus der Kryptowelt kommen, aber immer breiter werden.
Und das absurdeste Beispiel dafür gab es Ende letzter Woche.
Und zwar gab es einen Antrag in den USA für den Subversive All-Season Sports ETF.
Das ist kein Scheiß, ein Sportwetten ETF, der jederzeit auf 40 bis 80 verschiedene Events wettet.
Ob das überhaupt irgendeine Chance hat, genehmigt zu werden von der Börsenaufsicht, ist noch unklar.
Aber es zeigt, wie absurd die Welt rund um Prediction Markets und vor allem Sportwetten gerade wird.
Und es zeigt auch den generellen Trend, dass gerade in der Hülle von ETFs sehr viel gezockt wird.
Das sieht man ja besonders krass bei gehebelten Einzelaktien-ETFs, wie es sehr viele rund um SK Hynix oder Samsung gibt.
Das letzte große Thema der Kryptowelt ist die neue Blockchain von Robinhood.
Die haben sie vor zwei Wochen gestartet und die offizielle Story ist, dass das eine Blockchain für tokenisierte Aktien ist, also quasi Aktien, die man direkt auf der Blockchain handeln kann.
In der Realität ist der Markt für solche tokenisierten Aktien aber noch super klein.
Die neue Blockchain ist trotzdem mega erfolgreich.
Allein in den ersten Tagen gab es dann Handelsvolumen von über 3 Milliarden Dollar, aber eben nicht mit tokenisierten Aktien, sondern natürlich vor allem mit Meme-Coins.
Trotzdem ist es bisher ein krasser Erfolg für Robinhood und auch mal eine gute Nachricht für Ethereum, auf der Chain baut nämlich die Blockchain von Robinhood auf.
Und das erklärt zum Teil auch, wieso IFA in den letzten Tagen eben deutlich besser gelaufen ist als zum Beispiel der Bitcoin.
Jetzt aber zum spannendsten Thema in der Finanztechnologie-Welt, das ist nicht bei Robinhood passiert und streng genommen auch nicht im Kryptobereich.
Aber zumindest bei zwei Firmen, die auch Kryptoprodukte haben, nämlich bei PayPal und Stripe.
Und zwar kam gestern raus, dass Stripe zusammen mit dem Private Equity Investor Advent eine Übernahme von PayPal machen will, zu einer Bewertung von um die 50 Milliarden Dollar.
Für eine Firma wie PayPal, die um die 5 Milliarden Dollar Gewinn im Jahr macht und de facto schuldenfrei ist, wirkt das erstmal super günstig.
Aber die meisten kennen ja wahrscheinlich auch den Aktienkurs von PayPal und der Börsenwert lag vor dem Angebot bei unter 40 Milliarden.
Entsprechend hat die Aktie gestern nach dem Angebot auch über 10% zugelegt.
Dazu kommt, dass die Pläne noch sehr früh sind und es wohl noch keine richtigen Verhandlungen gab.
Der Übernahmepreis könnte also noch weiter steigen.
Gleichzeitig gibt es natürlich auch das Risiko, dass Kartellbehörden den Deal blockieren.
Denn es gibt zwar viele Firmen im Paymentmarkt, aber Stripe ist schon einer der dominanten Player und hätte so nochmal viel mehr Zugang zu Endkunden.
Bisher sind sie ja sehr stark auf Firmenkunden fokussiert, für die sie die Zahlungen abwickeln.
Genau deswegen könnte aber eben so eine Übernahme auch Sinn machen.
Dazu kann Stripe einen Konkurrenten vom Markt kaufen, das zu einer super günstigen Bewertung, die sich sogar lohnen kann, wenn man es als reines Finanzinvestment sieht.
Und dazu ist Stripe gerade selbst von privaten Investoren mit 160 Milliarden Dollar bewertet worden.
Wenn sie sich dann wie geplant den Kaufpreis mit Advent 50-50 teilen, zahlen sie für die Übernahme vielleicht 25 oder 30 Milliarden, also nicht mal 20 Prozent der eigenen Bewertung.
Von der ganzen Sache an der Börse profitieren kann man eigentlich nur so richtig mit der PayPal-Aktie, wenn man eben glaubt, dass Stripe für den Deal vielleicht noch mehr zahlen würde und auch daran glaubt, dass die Behörden das zulassen.
Aber das ist schon eher Spekulation als ein Investment.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdam bei OMR.
Lasst uns gerne eine Bewertung da, wenn euch der Podcast gefällt und folgt uns vor allem.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin, alles Gute, adios.
