# Strategic Clarity Over Chronic Pressure

**Podcast:** LEITWOLF Podcast - Leadership, Führung & Management
**Published:** 2026-07-16

## Transcript

Höchstleistung entsteht nicht durch permanente Spitzenlast.
Höchstleistung entsteht durch mehr Klarheit.
Permanenter Feuerwehrmodus zerstört nach und nach das Urteilsvermögen, die Kreativität, die Zusammenarbeit und im schlimmsten Fall die Gesundheit.
Das darf nicht passieren.
Hallo und ganz herzlich willkommen im heutigen Leitwolf-Podcast.
Deinem Podcast für Führen mit Wirkung.
Und Wirkung entfalten wird immer schwieriger in der heutigen Welt.
Gute Absicht haben wir alle, aber wir werden als Führungskraft nicht bezahlt für unsere gute Absicht, sondern für unsere Wirkung.
Und deswegen von Zeit zu Zeit mal reflektiere deine Wirkung.
Versuche ich auch immer mal wieder.
Oft klappt es, manchmal gibt es Potenzial für mehr.
Heute geht es um ein Thema, das immer mehr von unseren Kunden beschäftigt, und zwar oft.
Das Thema heißt, effizient, ohne Stress, wie du Leistung förderst, ohne dein Team zu überlasten.
Dabei klar sein, eine gewisse Last ist notwendig, aber eben keine Überlast.
Meine Beobachtung ist, wir haben Stress schon so normalisiert, als wäre es geradezu eine Führungsstrategie.
Das ist er nicht.
Und die Unternehmen, die erkannt haben, wie man mit Stress richtig umgeht, die werden dauerhaft diejenigen übertreffen, die das nicht erkannt haben.
Können Führungskräfte leistungsstarke Organisationen aufbauen, ohne permanent Druck zu erzeugen und ohne permanent Stress zu erhöhen?
Ich glaube ja.
Aber nur wenn Sie darüber nachdenken, was Leistung wirklich antreibt.
Denn wir müssen schon eine gewisse Balance hinkriegen zwischen dem Druck, der nicht ganz vermeidbar ist, und der Leistung, die wir auf der anderen Seite wollen, und der Motivation und der Gesundheit, die wir erhalten müssen für jeden unserer Mitarbeiter.
Lass mich zum Anfang dieses Podcasts einige Beobachtungen teilen.
Einerseits ist nachhaltige Leistung eben nicht das Ergebnis von immer mehr Druck.
Denn Spitzenbelastung lässt sich über eine lange Zeit kaum aufrechterhalten.
Spitzenbelastung kann man aushalten in Spitzen und für eine gewisse Zeit.
Aber Höchstleistung entsteht nicht durch permanente Spitzenlast.
Höchstleistung entsteht durch mehr Klarheit.
Teams leisten selten deshalb zu wenig, weil sie zu wenig arbeiten.
So ist jedenfalls meine Beobachtung.
Sie leisten dann zu wenig, es kommt dann zu wenig raus, wenn Prioritäten miteinander konkurrieren, ohne geklärt zu werden, wenn Entscheidungen immer wieder verzögert werden und wenn Erwartungen in Wirklichkeit für immer unklar bleiben, dann haben Teams keine Chance, Hochleistung zu bringen.
Schon gar nicht.
wenn sie obendrein auch noch in Megastress sind.
Noch heute Morgen war ich mit meinem Kooperationspartner Jan, Jan van Riet, zusammen bei einem Softwareunternehmen.
Ein sehr wertvolles Gespräch mit sehr wertvollen, motivierten, tollen Mitarbeitern dieses Unternehmens, die wirklich den Führungskräften und Mitarbeitenden dort helfen wollen.
Und dort hat das Top-Management eine klare Strategie und auch klare KPIs.
Was ist also das Problem?
Wird sich auch das Top-Management wahrscheinlich fragen.
Die Organisation ist verunsichert.
Unklar ist nicht das Was, sondern das Wie.
In den Townhalls kommt rüber, wo das Top-Management hin will, welche Richtung es gehen will und auch, was die wichtigsten Kennzahlen sind, um Erfolg zu messen.
Aber alle darunter, schon die erste Führungsebene und die ganze Organisation kratzen sich mehr oder weniger am Kopf und fragen sich ja und...
Wie soll das gehen?
Also da ist Unklarheit über den Weg.
Eine andere Beobachtung.
Stress an sich ist nicht unbedingt der Feind, sondern chronischer, unkontrollierter Stress ist es.
Kurze Phasen hoher Intensität lassen Menschen zu, halten Menschen aus, lassen Menschen sogar wachsen.
Aber permanenter Feuerwehrmodus zerstört nach und nach das Urteilsvermögen, die Kreativität.
Die Zusammenarbeit und im schlimmsten Fall die Gesundheit.
Das darf nicht passieren.
Das ist so eine weitere Beobachtung, die ich mache in den letzten Monaten unserer Arbeit mit vielen Kunden.
Und eine weitere, die ich gerne mit dir teilen möchte, das Verhalten von Führungskräften bestimmt das emotionale Klima im Team.
Führungskräfte, die unter Druck selber ruhig bleiben, schaffen Ruhe und Vertrauen.
die unter Druck einfach nur Stress verbreiten und Dringlichkeit ohne Orientierung weiterleiten, entzeugen Stress und Angst statt Leistung.
Deswegen ist eine deiner und meiner Aufgaben, insbesondere unter hohem Druck, auch wenn das die höchste Kunst des Führens ist, gerade unter hohem Druck Ruhe zu verbreiten, Klarheit zu verbreiten und Stress rauszunehmen.
Denn Menschen spiegeln menschliches Verhalten.
Und wenn wir als Führungskräfte Ruhe senden, dann verbreitet sich diese Ruhe und kommt zu uns zurück.
Was können Führungskräfte nun tun, um Leistung zu erhöhen, ohne Stress zu überhöhen?
Tipp 1.
Steuere über Ziele statt über Aktivitäten.
Viel zu viele Zielvereinbarungen enthalten viele Verben, Und wenige Ergebnisse.
Warum ist das so?
Ich glaube, das ist so, weil es einfacher ist.
Es ist einfacher, Aktivitäten zu beschreiben, als Ziele zu definieren.
Beim Aktivitätenbeschreiben beschreibst du einfach nur, was du tust.
Du beschreibst Routinen, du musst auch nichts entscheiden.
Du beschreibst irgendetwas, was du ohnehin häufig tust.
Oder es beschreibt deine Chefin für dich, wenn sie oder er die Ziele für dich definiert.
Besser ist, wenn du die selbst definierst und nach oben vorschlägst.
Aber häufig beobachte ich Zieldefinitionen mit Verben, mit Aktivitäten.
Und zwar auch noch ganz vielen davon.
Kein Wunder, dass die Leute gestresst sind, weil die werden gesteuert und steuern sich selbst über Aktivität.
Hauptsache ich bin busy.
Kein Wunder, dass dann Stress entsteht.
Es ist halt einfach, Aktivitäten aufzuschreiben.
schwieriger Ziele zu definieren.
Weil um ein Ziel zu definieren, musst du zu 100 anderen Zielen Nein sagen.
Du musst dich auf eines konzentrieren.
Du musst dich zu einem bekennen.
Und dazu musst du Nein sagen zu allen anderen Optionen.
Du musst dich entscheiden.
Und entscheiden ist schwierig und ist unbequem.
Und trotzdem so wichtig.
Denn wenn wir zulassen, dass Zielbeschreibungen vor Werben so strotzen, dann glauben die Mitarbeitenden, das Ziel sei aktiv zu sein, das Ziel sei viel zu machen, das Ziel sei busy zu sein.
Und das steuert sie unweigerlich in Stress mit wenig Ergebnis.
Viel Stress und wenig Leistung.
Auch eine Beobachtung, wenn Ziele da stehen, stehen sie dort in großer Zahl und undifferenziert, unpriorisiert.
Solltest du auch nicht zulassen.
Steuere du über wenige Ziele, wenige klar priorisierte Ziele.
Konzentriere dich kompromisslos auf die wenigen Ergebnisse, die entscheidend sind, die 80% vom Gesamtergebnis abdecken, nicht 100.
Aber wenn es dir gelingt, 80% der Ergebnisse einer Stelle in drei Zielen zusammenzufassen, dann hilfst du deinen Leuten oder dir selbst und dir selbst ganz enorm.
Diese Woche?
haben mein Team und ich, also wir waren zu fünft, zwei Tage verbracht mit der ersten Hälfte von einer 200-Mann-starken Führungskräftegruppe eines globalen Unternehmens.
Vor fünf Jahren dominierten in dieser Firma in den Management-Meetings vor allem noch Themen, Aktivitäten.
Heute, fünf Jahre später, stehen klare Ziele im Mittelpunkt.
Und das wirkt befreiend auf diese Leute.
Wir haben das gelernt von jemandem, der schon 20 Jahre im Unternehmen dabei ist und vorgestern die Hand hob und dem Plenum sagte, ja, also ganz ehrlich, wir haben erst vor fünf Jahren hier angefangen, überhaupt mal über Themen zu reden.
Und damals hat das Top-Management gesagt, schaut, hier stehen die Firmenziele drauf, es liegen Kopien da hinten in der Ecke, wer möchte, nimmt sich eine mit.
Immerhin hat man dann mal angefangen, auf Firmen-Ebene Ziele zu definieren.
Man hat sich damals noch nicht die Mühe gemacht, Ziele herunterzubrechen.
bis zum jüngsten Mitarbeiter und der jüngsten Mitarbeiterin, aber immerhin ein Anfang wahrgemacht.
Und jetzt ist diese Firma auf ihrer kulturellen und Führungsreise auf dem Weg, aus Themen Ziele zu machen.
Dazu wurden wir eingeladen, mitzuhelfen.
Wir haben Trainings entwickelt, wir haben Schulungsunterlagen konzipiert, Online-Trainings gehalten und eben diese erste von zwei großen Live-Veranstaltungen mit konzipiert und mit durchgeführt und dort wieder gelernt, wie befreiend das ist.
Wenn Menschen plötzlich Ziele haben, statt einfach nur Aktivitäten.
Ja, deswegen Tipp an dich, Tipp Nummer eins, steuere über Ziele, statt über Aktivitäten.
Und in die gleiche Richtung geht ein Zitat, das ich jetzt gleich mal mit dir teilen möchte.
Das ist von, nicht dieser Woche, sondern von der letzten Woche, von einem großen amerikanischen Konsumgüterhersteller, der weltweit operiert.
Die Firma heißt Procter & Gamble.
Dort waren meine Kooperationspartnerinnen Sascha Dornbusch, Laure Busquet und ich letzte Woche im Einsatz und haben mit 80 Führungskräften ein eintägiges Leadership-Event durchgeführt.
Unter anderem haben wir Leuten Tipps gegeben, wie sie mit immer mehr Druck, mehr Ergebnisdruck, mehr Zeitdruck besser umgehen können.
Und hier ist eine Rückmeldung.
Zitat von Matthäus Enrique Maronese-Brum von Procter & Gamble.
Er schreibt uns über LinkedIn.
Zitat Ende.
Wenn du das jetzt hörst, lieber Matthäus, Enrique, danke dir für dieses schöne Feedback auch im Namen von Lor und Sascha.
Es war eine Freude, mit euch allen zu arbeiten.
Und es zeigt aber auch, was diese Werkzeuge und jetzt du, liebe Hörerin, lieber Hörer, deine Arbeit als Führungskraft bewirken können.
Wir können Unsicherheit als Führungskräfte nicht beseitigen, aber wir können mehr Klarheit schaffen.
Und das hilft den Leuten enorm.
Und genau das.
Sollten wir tun, wann immer es möglich ist, es hilft unseren Mitarbeitern, bessere Leistungen mit weniger Stress zu erzielen.
Das ist Tipp Nummer 1.
Also steuere durch Ziele und nicht durch Aktivitäten.
Zweitens, ersetze Kontrolle durch Eigenverantwortung.
Definiere klare Ergebnisse und gib den Menschen anschließend die Freiheit und die Verantwortung, diese Ergebnisse zu erreichen.
Vereinbare mit ihnen, was du willst, welches Ergebnis du willst.
in welcher Qualität du es willst und bis zu welchem Tag.
Und dann lass sie den Weg definieren.
Warum?
Naja, weil sie nun mal die Fachexperten sind, nicht du.
Deswegen sollen sie auch bitte selbst entscheiden, auf welchem Weg sie dieses Ergebnis erreichen.
Und außerdem ist es viel motivierender für die Leute, wenn sie Eigenverantwortung für die Lösung tragen, als einfach nur etwas exekutieren sollen, was du dir ausgedacht hast.
Die Leute sind motivierter, die Leute entwickeln eigene Ideen, sie sind produktiver und sie wachsen.
Dadurch, dass du Kontrolle ersetzt durch Eigenverantwortung.
Das ist der zweite Tipp.
Und mein dritter Tipp.
Schütze und manage Energie genauso konsequent, wie du Ergebnisse steuerst.
Schütze Energie genauso konsequent, wie du Ergebnisse steuerst.
Die besten Teams arbeiten eben nicht das ganze Jahr mit Höchstgeschwindigkeit.
Nicht 24-7 das ganze Jahr mit vollem Fokus.
Sie wissen genau, wann Sie sprinten und wann Sie sich erholen und wann Sie reflektieren müssen.
Und zum Schluss noch ein Tipp, den ich aus eigener tiefster Überzeugung mit dir teile, weil ich mich bemühe, danach zu leben.
Schlafe ausreichend viel.
Schlafe ausreichend gut.
Ich steuere das mit einem System hier am Finger und auf meiner App, beobachte mich selbst, Und es wirkt.
Also sorge für die richtige Menge und die richtige Qualität an Schlaf.
Und zweitens erledige anspruchsvolle Aufgaben frühzeitig.
Schwierige Aufgaben zuerst, nicht zuletzt.
Wenn du die schweren, energiefressenden Dinge als erstes machst, dann erledigt sich Stress meistens sehr schnell und alles andere wird deutlich leichter.
Vielleicht noch ein dritter Tipp in eigener Sache, wann immer ich konsequent bin, wie heute Morgen.
Heute ist Freitag, ich nehme an einem Freitag auf.
Heute Morgen habe ich den Tag begonnen mit einer Reflexion.
Wie lief die Woche?
Was war gut?
Was kann ich verbessern?
Mit einem Blick in die nächste Woche.
Wie kann ich vier Stunden Arbeit aus der nächsten Woche eliminieren?
Und es ist mir gelungen.
Ich habe fünf Stunden aus der kommenden Woche freigeschaufelt und werde dort jetzt mehr Raum haben, die verbleibenden Dinge besser zu tun.
Und ich weiß schon jetzt.
dass meine nächste Woche produktiver wird, als wenn ich das nicht getan hätte.
Also zusammenfassend drei Tipps für dich.
Steuere über Ziele statt über Aktivität.
Ersetze Kontrolle durch Eigenverantwortung.
Und schütze Energie genauso konsequent, wie du Ergebnisse steuerst.
Die besten Teams arbeiten eben nicht das ganze Jahr mit Höchstgeschwindigkeit.
Zum Abschluss noch eine Frage an dich, eine kleine Umfrage.
Ganz einfache Umfrage, koste dich zehn Sekunden.
Mach bitte mit.
Richten sich deine eigenen...
Höchstleistung und geringer Stress sind keine Gegenseite.
Die kann man wunderbar verheiraten.
Nachhaltige Höchstleistung entsteht durch klare Prioritäten, Menschen, denen du vertraust und Führungskräfte, die Klarheit statt Chaos schaffen.
Sei du mit dabei.
Viel Erfolg in deiner Umsetzung.
Danke dir und bis bald.
