# Market Rotation, AI Capex Cycles, and Core-Satellite Portfolio Strategy

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-07-16

## Transcript

Einige von euch, die uns hier zuhören, dürften ihr Depot nach dem klassischen Core-Satellite-Prinzip aufgebaut haben.
Das heißt, ein solider, breit gestreuter ETF bildet den Kern, also den passiven Core.
Und drumherum, da kreisen Satelliten, Einzelaktien, Rohstoffe oder Krypto, um zusätzliche Renditechancen zu nutzen.
Das Problem dabei ist nur, oft holt man sich damit am Ende doch vor allem zusätzliches Marktrisiko ins Portfolio, aber keine Rendite, die wirklich unabhängig vom Gesamtmarkt läuft.
Wer aber nach Satelliten sucht, die idealerweise eine marktunabhängige Rendite bringen, also das, was wir in der Theorie als echtes Alpha bezeichnen, sollte unseren heutigen Werbepartner Wikifolio kennen, der dafür einen ganz interessanten Ansatz entwickelt hat.
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Ihr kriegt da echte Track Records und könnt damit nachvollziehen, wer es schafft, langfristig marktunabhängige Rendite zu liefern.
Also echtes Alpha.
Und genau diese Strategie könnt ihr euch dann ganz einfach als Satellit ins Portfolio holen.
Heißt, zusätzliche Diversifikation und eine Renditequelle, die nicht am Gesamtmarkt hängt, investierbar wird so einfach wie eine Aktie oder ein ETF als börsengehandeltes besichertes Zertifikat mit einer eigenen Isin.
Am besten schaut ihr euch die mehr als 10.000 investierbaren Strategien jetzt selbst einfach mal an und checkt, ob eine davon zu eurem Depot passt.
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Und zum Schluss, das war keine Anlageberatung, sondern eine bezahlte Werbung von unserem Partner Wikifolio.
Jedes Investment in Wertpapiere ist immer mit Risiken verbunden.
Die vergangene Performance ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.
Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über das ASML-Paradoxon, die PayPal-Fantasie.
Und die unterschätzte Apple Rally.
Im Thema des Tages geht es um die Antwort auf die Frage, kann ein Atommüllstaatsfonds auch Rente?
Und in der Triple E-ID präsentieren wir euch eine aufschlussreiche Lieblings-ETF-Liste.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Wir begrüßen euch Holger Zschäpitz und Nando Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Donnerstag, der 16.
Juli und wir wünschen euch einen sennigen Tag.
Also, dass ihr in euch möglichst ruht.
Also, sen, davon kommt der sennige Tag.
Denn nur so lässt sich diese nervige Rotation an den Märkten aushalten.
Kein Ohrbaum heute versprochen, auch kein Fußball heute, weil viele gesagt haben, wir wollen das nochmal, dieses Live-Erlebnis haben morgen, weil viele schon früh ins Bett gehen.
Also auch kein Spoiler.
Damit alle sennig in sich ruhend starten können.
Sennig, das versteht kein Mensch.
Achso, ich habe es versucht zu erklären.
Das hat der Chibitz sich ausgedacht.
So ist es, der sennige Start.
Du hast deinen Start gedichtet, der war überhaupt nicht zu verstehen.
Der war nämlich aus der Reihe, aus dem Rhythmus.
So weiter.
Aber die Wall Street, die schloss fester, eigentlich gar nicht so schlecht, aber unter der Oberfläche war es mal wieder so eine...
brutaler Rotationsstab, sodass jeder, der auf sein Handy guckt, eine andere Realitätbörse erlebt, gerade je nachdem, was er hat.
Der S&P 500, der gewann 0,4 Prozent.
Und das Lustige war, der breite Nasdaq-Index, der hat so um die, ich glaube, 6.000 Werte, der gewann 0,6 Prozent.
Während der Nasdaq 100, der verlor 0,3 Prozent.
Daran kann man schon erkennen, wenn der Nasdaq und der Nasdaq 100 so weit auseinanderklaffen, dass da richtig was in Bewegung gekommen ist.
Ja, interessant.
Der Grund für die generell dann doch ganz gute Stimmung waren US-Erzeugerpreise, die sich abgekühlt haben, die weiter Druck von der FED nehmen.
Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen fiel auf rund 4,55 Prozent.
Der Dollar gab auch nach und der Wix, der Angstindex, sank auf 15,7.
Das eigentliche Thema war aber, Max7 schlägt Semis, also die Halbleiter.
Hyperscaler und Apple wurden gekauft, Halbleiter und KI-Hardware wurden dagegen verkauft.
Rotation ist das Stichwort.
Ja, und das war dann doch überraschend, denn der wichtigste Ausrüster der Chip-Industrie, nämlich ASML, der meldete ziemlich starke Zahlen, hob die Jahresprognose deutlich an und klang optimistisch.
Normalerweise wäre das der Treibstoff für den gesamten Halbleitersektor gewesen.
Aber vielleicht mal der Reihe nach.
ASML.
kam im zweiten Quartal auf 9,33 Milliarden Euro Umsatz.
Es lag rund 5 Prozent über dem Konsens und plus 21 Prozent über dem Vorjahr.
Und die Bruttomarge, die war mit vielen 50 Prozent über der erwarteten 52 Prozent Bruttomarge.
Und der Gewinn je Aktie, der lag mit 7,58 Euro rund 11 Prozent überwarte.
Und das ist bei so einer großen...
Aktie, die ja wirklich von ganz, ganz vielen Analysten beobachtet wird, schon bemerkenswert, wenn die so weit übertreffen, die Schätzung.
Ja, und der Ausweg, der war noch krasser.
Die Jahresprognose 2026 wurde von 36 bis 40 Milliarden Euro auf 43 bis 45 Milliarden Euro angehoben und gleichzeitig soll die Bruttomarge auf 55 bis 57 Prozent steigen.
Das ist nichts anderes als ein neuer Wachstumspfad, der da verkündet wurde.
ASML profitiert, weil KI halt mehr Advanced Logic, mehr DRAM, mehr HBM und mehr komplexe Fertigungsschritte braucht.
Mehr Komplexität heißt mehr Lithographie-Intensität.
ASML ist damit die Mautstation der KI-Halbleiterbild.
Tja, so kann man das formulieren.
Und die Aktie, die gewann auch vorübergehend 7,9 Prozent, drehte dann aber doch ins Minus und ging schließlich 0,4 Prozent schwächer aus dem Markt.
Und es hat so ein bisschen den Anschein, als ob bei diesen Chip oder KI-Zulieferern irgendwie...
nichts mehr läuft, obwohl die Zahlen gut waren.
Wir hatten ASML jetzt, wir hatten Samsung zuletzt, wir hatten Micron, starke Zahlen, aber kaum Kursfreude.
Micron notiert mittlerweile 28 Prozent unter diesem Allzeithoch, nachdem sie ja diese pulverisierenden Zahlen vor kurzem erst Bekannte gegeben hatten.
Also man sieht, bei sehr guten Zahlen passiert nichts oder geht sogar leicht runter.
Und wenn ein Unternehmen enttäuscht, so wie IBM das ja...
gemacht hat, dann wird wirklich brutalst verkauft.
Und das steigere ich mal, obwohl brutal ist, glaube ich, schon.
Das kann man, glaube ich, gar nicht steigern.
Aber es ist ein Warnsignal und der Markt glaubt möglicherweise, dass bei diesen ganzen KI-Zulieferern erst mal so ein Höchststand erreicht ist, so ein Top gesehen ist.
Und die Frage ist, ist es jetzt nochmal vorübergehend in so ein Ding?
Oder ist es möglicherweise, war es das jetzt mit dem Hoch in dem Zyklus?
Und ja, die Frage werden wir leider nicht beantworten können euch.
Ja, der Boom ist halt auch teuer und alles braucht Milliarden und dann gibt es halt, weiß ich, gibt es eine Firma wie Anthropic, die denkt laut über IPO-Gespräche nach oder Samsung könnte dem Beispiel von SK Hynix mit einem ADR-Listing folgen oder Hyperscaler wie Google oder Meta könnten Kapital weiter aufnehmen.
In China kommen der Chip-Anbieter CXMT oder womöglich die Psyke an den Markt.
Der Markt muss halt nicht nur KI-Produkte lieben, sondern auch immer mehr KI-Aktien und KI-Schulden absorbieren.
Und das wird halt schwieriger.
Und diese Milliarden, die muss auch irgendwo herkommen.
Wenn neue Aktienanleihen nicht mehr gierig gekauft werden, bekommt der CapEx-Boom halt ein Problem und damit die Zulieferer.
Und insbesondere, da haben wir es, die Halbleiter.
Und die Gewinner, die saßen an anderer Stelle gestern.
Apple und die großen Hyperscaler wurden gekauft.
Wir haben es ja eben schon kurz an.
Und Apple gewann gut 4% und markierte ein neues Allzeithoch.
Wahnsinn, bei 328 Dollar.
Man denkt sich so, woher kommt es eigentlich?
Ja, vor allen Dingen Apple, die sind fast 5 Milliarden, 5 Billionen jetzt wert.
Also die haben sich wirklich, ich habe mal geguckt, die haben 20, 25% seit Jahresanfang, jetzt ist es dann doch ein Plus.
Also diese Rallye hat irgendwie keiner richtig gemerkt.
Die sind, glaube ich, noch 300 Milliarden hinter Nvidia.
Ihr seht, da ist wieder viel auch an der Spitze los.
Aber auch andere.
Hyperscaler haben gut funktioniert.
Sogar Nvidia hat leicht gewonnen, aber die größeren Hyperscaler-Gewinner waren Amazon, Alphabet, Meta und Microsoft.
Und von den Mac 7 hat alleine Tesla gestern nicht gewonnen.
Und die profitierten so ein bisschen von der Flucht in die Plattform.
Da gibt es eine neue Logik.
Wenn KI-Infrastruktur teurer wird, dann gewinnen jene, die die Kundenbeziehung, die Cloud, die Daten und die Preissetzungsmacht besitzen.
Und die Hardware-Lieferanten, die wiederum kriegen eher auf Mütze, weil eben...
dann auch weniger bestellt wird, weil es einfach zu teuer ist.
Schauen wir uns mal PayPal an.
Die gewann nämlich 17% auf 55,52 Dollar.
Der Zahlungsdienstleister ist nämlich plötzlich wieder eine Übernahmestory.
Stripe und Advant sollen mehr als 50 Milliarden Dollar bieten.
Das wären so rund 60 Dollar je Aktie.
Aber das Ganze soll über einen Leveraged Buyout durchgezogen werden.
Sprich, PayPal würde horrenden Schulden aufgebrummt.
Aber wie gesagt, Aktie trotzdem deutlich im Plus.
Konkurrentblock, der gewann ebenfalls mehr als 2% und notierte auf dem höchsten Stand seit Februar 2025.
Was mich gewundert hat, dass die Anleihen von PayPal nicht heftiger reagiert haben.
Wenn die jetzt Schulden aufgebrummt bekommen, kommen die in eine ganz andere Risikoklasse und werden dann möglicherweise Junk.
Also wenn du Übernahme mal eben mit 50 Milliarden machst und dann davon den PayPal drüber hebst.
Naja, wollen wir das sehen?
Auf jeden Fall, PayPal war schon häufiger ein Übernahmekandidat, ob das jetzt passiert.
Und wir Deutsche verstehen ja nie, warum die Aktie nicht läuft, weil wir alle PayPal lieben.
Aber ich glaube, in dem Rest der Welt nutzen nicht so viele Leute PayPal.
Ich glaube, das war das Geheimnis, warum die Aktie nicht so gut gelaufen ist.
Auch die Berichtssaison hat Rückenwind geliefert, zumindest selektiv.
Die Banken glänzten weiter.
Morgen Stanley meldete starke Zahlen.
Aber da war ja der Vortagesplus schon 3%.
Deswegen hat sie gestern nur nochmal 0,4% draufgepackt.
Da war schon ein guter Teil der Rallye drin.
Aber wer so richtig abgeliefert und auch richtig an der Börse abgeliefert hat, das war ein BlackRock.
Die gewannen knapp 7%.
Und der Anlageverwalter, der erobert wirklich die Welt.
Die gemanagten Assets, die betrugen 15,3%.
Und damit erstmals mehr als 15 Billionen in der Geschichte von BlackRock, angetrieben durch Zufluss in Höhe von 192 Milliarden Dollar im zweiten Quartal.
Und wenn man erstes und zweites gerade zusammenrechnet, 321 Milliarden US-Dollar.
Jetzt fragt ihr euch, aber es sind doch viel mehr Assets geworden.
Na klar, wenn die Märkte noch ein bisschen was liefern, die Assets können ja steigen, weil mehr Zuflüsse oder weil die Märkte eben steigen, dann hat man ja auch automatisch höhere Assets.
Und allein die ETFs verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 178 Milliarden US-Dollar.
Also sind wahrscheinlich viele von euch auch dabei.
Und der Umsatz von BlackRock, der stieg um 31 Prozent und auch das Ergebnis, die Aktie übertraf die Erwartungen bei weitem.
Und was man jetzt feststellt, Größe wird halt zum ultimativen Wettbewerbsvorteil.
Das ist so ein Skalending, das ist so ein Mode, den glaube ich wenige mitmachen können bei der Größe.
Ja, das stimmt.
Das ist wirklich ein dominanter Gigant.
Wahnsinn.
In Europa hingegen überwog die Vorsicht, der DAX verlor 0,6% und fiel unter 25.000 Punkte.
Ich glaube es waren am Ende 24.999 Punkte.
BASF wurde trotz besserer operativer Zahlen verkauft.
Die Aktie verlor 3%, weil der freie Cashflow enttäuschte und der Ausblick nicht für neue Fantasie reichte.
Autos waren dagegen gefragt.
Volkswagen plus 3,5%, BMW plus 3%, Mercedes plus 2,6%.
Und die Aktien profitierten offenbar von Umschichtungen in klassische Industrien.
Mal gucken, wie nachhaltig das ist.
Und im Luxussegment sorgte Richemont mit einem überraschend starken Umsatzplus für Erleichterungen und zog die ganze Branche mit nach oben.
Richemont selbst gewann 6,7 Prozent, Kering 3,6, LVMH 2,7, Hermes plus 2,4, Burberry 2,4.
Dann gibt es ja zwei Luxus-ETFs, mittlerweile gibt es zwei.
Es gab früher nur einen, nämlich den von Amundi Global Luxury, der gewann 2,5 Prozent.
Und der Boreas S&P Absolute Luxury ETF, der gewann sogar 3 Prozent.
Ich finde das ja eine mega spannende Branche, Holger.
Wir müssen da echt mal eine Samstagsfolge zu machen.
Ich mache jetzt immer kurze spontane Umfrage.
Wollt ihr was zu Luxus hören?
Luxusaktien, Luxusbranche in der Samstagsfolge oder nicht?
Bitte abstimmen.
Es gibt zwei ETFs immerhin jetzt.
Es ist 100% mehr als noch vor kurzem.
Es gibt wahnsinnig viele Aktien.
Das ist super spannend und alle kennen die Marken und die Dynamiken in dem Markt sind auch spannend.
Also sag doch gerne mal eure Meinung.
Und sag du doch lieber Holger mal.
Die Termine, aber in dieser Woche wird es nicht mehr passieren.
Da haben wir schon jemanden.
Aber da haben wir eine richtig, eine richtig coole Frau haben wir.
Das können wir schon mal verraten hier.
So als Spoiler.
Und dann werden wir morgen noch ein bisschen mehr verraten.
Das ist wirklich der Luxus.
Ja, das ist wirklich Luxus.
Also nicht, dass es eine Frau ist, sondern dass wir eine coole Socke haben.
Dass wir so einen guten Gast haben.
Ja, genau.
Wir haben heute US-Einzelhandelsumsätze, dann die Industrieproduktion aus UK und die Handelsbilanz auch danach.
Und dann haben wir den zweiten wichtigen...
Halbleiter-Termin, nämlich TSMC berichtet Quartals.
Mal sehen, wie die ausfallen und was das dann wieder für die Branche macht.
Ob da vielleicht mal ein bisschen mehr passiert.
Und nachbörslich haben wir noch, was auch nicht so unspannend ist, Netflix.
Die wollen jetzt sogar lineares Fernsehen machen.
Das finde ich ganz witzig.
Dann gibt es noch Zahlen von ABB, von Abbott, G Aerospace, Intuitive Surgical, United Health, Alcoa und United Airlines.
Und es kommen noch Produktionsberichte von BHP.
Das Thema des Tages.
Heute sprechen wir über den Staatsfonds, der gar nicht Staatsfonds heißen will, aber plötzlich Deutschlands wichtigste Rentenbewerbung abgegeben hat.
Jetzt wird er fragen, hä, was meint der?
Es geht um den Kenfo, den Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung.
Also den Topf, mit dem Deutschland den Atommüll bezahlen will.
Und dieser Fonds hat gerade Zahlen vorgelegt, die man in Berlin sehr genau lesen dürfte.
2025 hat der Kenfo 6,2 Prozent Rendite erzielt.
Im ersten Halbjahr 2026 kamen trotz Irankrieg und Marktturbulenzen nochmal 7,9 Prozent dazu.
Klingt ja ganz ordentlich, aber jetzt sagen natürlich die Kenner unter euch 7,9 Prozent.
Allein der MSCI World, der hat jetzt 12,2 Prozent gemacht, ganz zu schweigen vom Nestle 100, der auf Eurobasis gut 22 Prozent erwirtschaftet hat.
Stimmt auch dieser Hinweis, aber der Kenfo ist kein riskantes Zockerdepot.
Der Fonds muss halt jedes Jahr Geld auszahlen.
2025 waren es 823 Millionen Euro für die Entsorgungskosten, du hast es gesagt.
Seit Gründung sind es insgesamt 5,3 Milliarden Euro und trotzdem.
liegt das Anlagevermögen heute bei rund 28 Milliarden Euro.
Und gestartet war man vor neun Jahren mit 24,1 Milliarden Euro von den Atomkonzernen.
Da könnte man fast wieder den Wiedereinstieg in die Atomkraft mitfinanzieren, wenn es so weitergeht mit dem Kenfo.
Aber kleiner Spaß am Rande.
Jetzt werden viele wahrscheinlich nicht aus ihrer Sinnhaltung rauskommen, worüber redet der Mann?
Das ist der entscheidende Punkt.
Der Fonds, der zahlt aus, wächst aber trotzdem.
Und das ist ja was Wunderbares.
Das ist ja auch so ein Auszahlding, was sich viele in der Rente wünschen.
Und der Kenfo, der beziffert den seit Gründung geschaffenen Mehrwert für den Bund inzwischen auf 8,8 Milliarden Euro.
Und damit sind wir wieder bei der großen politischen Frage, kann dieser Atommüllfonds, der mal mit dem Geld der großen Versorger gestaltet wurde, könnte der möglicherweise auch Rente?
Die Manager des Kenfo haben sich gestern ziemlich offen dafür beworben, künftig die neue Kapitalrente zu verwalten.
Also jeden Teil der gesetzlichen Rente, der ab 2028 am Kapitalmarkt angelegt werden soll.
Und die Kenfo-Chefin Anja Mikus sagte sinngemäß, wir haben die Strukturen, wir haben die Kompetenz, der Staat muss das Rad nicht neu erfinden und so ganz unplausibel ist das nicht.
Schauen wir uns vielleicht mal das Portfolio an.
Ende 2025 lag der Kenfo bei rund 41% Aktien, 39% Anleihen, 15% nicht börsennotierten Anlagen, sowas wie Private Equity oder Infrastruktur oder Immobilien, plus 5% Cash.
Breit, global, professionell gemanagt.
Und 2025 kamen die größten Beiträge, wenn man mal die Aktienbeiträge anguckt, von Schwellenländer-Aktien mit plus 20,9.
Dann kamen Aktien-Industrieländer mit plus 10,1.
Und dann war auch schon eine Anleihekomponente mit Werttreiben, nämlich Schwellenländer-Anleihe mit plus 9,3.
Belastet hat allein 2025 der starke Dollar.
Das Stiftungsergebnis stieg um 66 Prozent auf 679 Millionen Euro und die Erträge, die lagen bei 693 Millionen Euro und die Aufwendung nur bei 14,7 Millionen Euro.
Das ist für eine staatliche Struktur erstaunlich schlank und so zeigt der Kenfo dann auch Kapitalmarkt, das geht auch mit öffentlichem Geld, auch mit Nachhaltigkeitskriterien und mit langen Verpflichtungen.
Aber aus der Kenfo-Bilanz folgt...
Dennoch nicht automatisch.
Gebt denen jetzt die Rente und alles wird gut.
Der Kenfo, das gehört auch zur Wahrheit, hatte beispielsweise 2022 ein Minus von 12,2 Prozent.
Und das war fast genauso schlecht wie der MSCI World.
Wenn man eben streut, da würde man ja annehmen, wenn man schon nicht die Performance nach oben hat, dass es wenigstens auch nach unten nicht so stark geht.
Außerdem wäre die Kapitalrente auch viel größer.
Rund 35 Milliarden Euro würden ja pro Jahr in den Fonds fließen, wenn dann diese 2% aus der Bruttolohnsumme von jedem da abgezogen und in diesen Fonds gesteckt wäre.
Und das wäre dann schnell, wenn diese 35 Milliarden Jahr für Jahr dazukommen und dann eben auch die Kapitalgewinne ein dreistelliger Milliardenfonds.
Und das wäre eben auch ein vielfaches Deskenfo, der eben aktuell, wir haben es eben erwähnt, 28 Milliarden Euro verwaltet.
Und nicht zu vergessen, eine Rentenanlage braucht auch ein anderes Risikoprofil.
Der Kenfo hat keine neuen Einzahlungen mehr, sondern jährliche Abflüsse.
Deshalb ist er konservativ, weil bei einer Kapitalrente gäbe es ja laufende Beiträge und sehr lange Anlagehorizonte.
Mikos kann sich da sogar eine Aktienquote von bis zu 90 Prozent vorstellen.
Was aus Sicht der Kapitalmarkttheorie durchaus Sinn ergibt, wer 30 oder 40 Jahre Spart und jeden Monat einzahlt, kann Schwankungen halt besser aushalten, als ein Fonds, der laufend Rechnung bezahlen muss.
Aber dafür braucht es ein...
eine eiserne Regel.
Die Politik, die darf nicht reinfunken.
Ja, und das ist wirklich gar Ganz, ganz wichtig.
Kein Deutschlandfonds für Lieblingsprojekte, kein Wir retten mal die Branche, kein Förderauftragte, die Hintertür.
Der Fonds muss wirklich investieren dürfen wie ein professioneller Langfristinvestor.
Das hatten wir auch mit Jörg Rocher in der Samstagsfolge mal besprochen.
Das war ihm auch sehr wichtig, dass da wirklich professionell angelegt wird und nicht irgendwelche politischen Lieblingsprojekte.
Und genau deshalb ist eben Governance auch das eigentliche Thema, nicht nur die Rendite.
Und der Kenfo, der ist auch...
In Hinsicht darauf interessant, weil er zeigt, ein öffentlicher Fonds kann funktionieren, wenn Mandat, Freiheit und Kontrolle sauber voneinander getrennt sind.
Halten wir mal fest, der Kenfo ist keine Wunderwaffe, aber er ist der beste Beweis, dass Deutschland mehr Kapitalmarkt wagen kann.
Wir haben nicht zu wenig Geld, wir legen es nur oft falsch an zu.
Umlage fixiert, zu staatsgläubig, ihr wisst das, und zu risikoängstlich.
Und wenn ein Fonds für Atommüll mit Kapitalmarkt 8,8 Milliarden Euro Mehrwert schaffen kann, dann muss man sich zumindest die Frage stellen, warum nutzen wir dieses Prinzip nicht auch viel stärker für die Rente?
Wenn Tomaten Obst sind, ist Ketchup dann ein Smoothie?
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Ausgenommen sind Änderungen von Steuern und Abgaben.
Die AAA-Idee des Tages.
Unsere Triple-E-Idee des Tages beginnt heute mit einer richtig guten Nachricht.
Die Deutschen werden als Anleger offenbar Erwachsene, Erfahrene.
Und wenn man sich anschaut, welche ETFs sie im ersten Halbjahr am häufigsten gekauft und bespart haben, dann sieht man nicht nur den üblichen MSR World, man sieht so ein richtiges Depot-Konzept.
Und unser Mithost, der Eckart, der hat mal wieder im großen Stile...
Er hat große Banken und Broker nach den ETF-Favoriten ihrer Kunden gefragt, nämlich Consors, ING, MaxBlue, S-Broker, Scalable, Smart Broker und Trade Republic.
Und das Ergebnis zeigt, die Basis bleibt der Weltindex, aber drumherum bauen sich viele Anleger inzwischen Satelliten.
Also Core Satellite, wie es im Lehrbuch steht, der Kern, das sind MSCI World, FTSE, All World oder auch der S&P 500 und das hat sich ja auch gelohnt, der iShares Core MSCI World und der X-Trackers MSCI World beispielsweise lagen auf 12 Monatssicht bei rund 24% im Plus und auch der S&P 500 kam in etwa auf diese Größenordnung.
Aber wir wissen ja, der MSCI World ist eben nicht so weltumspannend, wie viele denken.
Im iShares Core MSCI World stecken aktuell rund 72, 73 Prozent USA.
Deshalb ist es spannend, dass viele von euch offenbar gegensteuern.
Mit der Favoritenliste, da taucht immer häufiger ACVI oder All World ETFs auf.
Also Produkte, wo auch Schwellenländer mit drin sind.
Der Spider MSCI All Country World hat nur 63% Amerika-Anteil und der Scalable MSCI AC World X-Trackers sogar nur 62%.
Der iShares Core MSCI Emerging Markets EMI ist ebenfalls unter den Favoriten.
Die Idee dahinter ist auch plausibel.
Wer den MSCI World als Industrieländerbasis hat, rundet mit Schwellenländern ab.
Aber Achtung, auch dieser ETF ist kein gleichmäßig verteilter Weltlagen.
Wir sagen es immer, wieder TSMC, Samsung und SK Hynix haben ein Riesengewicht von mehr als 40 Prozent, stecken da also in Informationstechnologie.
Also selbst die Abrundung ist wieder ziemlich techlastig.
Apropos techlastig.
Damit sind wir bei den eigentlichen Rendite-Kicks.
Denn wenn wir nach Rendite-Listen stehen, ganz oben in der Lieblinger-Rangliste keine Welt-IT-IT, sondern Themen-ETFs.
Nummer 1 ist der One-Ex-Semikontakter mit 148% plus in 12 Monaten.
Nummer 2 der Amundi MSCI-Semikontakter mit rund 110%.
Das ist der Speicher-Chip und KI-Hunger, der Hyperscaler in ETF-Form.
Wir haben es ein bisschen in den Märkten, das ist ja gerade ein bisschen stockt.
EMD, Micron, Broadcom, TSMC, ASML, Nvidia, die gesamte Infrastruktur.
Die deutschen Anleger spielen diesen Boom offenbar nicht nur über Einzeltitel, sondern über Branche-ETFs.
Und das ist auch klüger, als alles auf eine Aktie setzen.
Es bleibt aber trotzdem ein konzentriertes Risiko.
Wenn die KI-Investitionswelle abkühlt, können diese ETFs halt schon brutal korrigieren.
Und dann gibt es noch Space.
Der One X Space Innovators hat es ebenfalls in die Favoritenliste geschafft mit rund 92 Prozent plus.
Darin stecken Firmen wie Viasat, AST, Space Mobile, Rocket Lab, Planet Labs und Ecostar.
Und der Börsengang von SpaceX hat der ganzen Branche neue Fantasie gegeben.
Die Überaktion ist übrigens gestern unter 135 gefallen.
Ich hätte es nicht gedacht, dass es so schnell geht, Sommerfeld.
Ich schon, ich schon.
Aber wie gesagt, Halbleiter, Space, das sind die Favoriten und dann wird es auch rohstoffiger und das finde ich überraschend.
Kupfer und Silber gehören auch zu den Favoriten, was die ETFs angeht.
Beispiel ist der Global X Copper Miners, der brachte etwa 76% Rendite und die Logik dahinter, ja Elektrifizierung, Stromnetze, KI-Rechenzentren, Energiewende, alles Brauchmetalle.
Und dazu kommt auch noch der VanEck Uranium und Nuclear Technologies mit gut 24% plus.
Politisch fremdelt Deutschland mit der Atomkraft im Depot, scheinen viele Anleger aber weniger Berührungsängste zu haben.
Aber was ist jetzt das Learning aus diesen Lieblingslisten?
Es ist nicht, kauft jetzt alles, was gerade heiß ist.
Die richtige Botschaft lautet, ein Depot jenseits des klassischen Welt-ETFs kann sinnvoll sein, wenn die Basis stimmt.
Erst der breite Kern, dann gezielte Beimischung, also nicht 100% Space, weil da gerade der Hype tobt.
Ja und Themen ETFs, so ehrlich muss man auch sagen, kommen oft erst dann in Mode, wenn ein Trend schon weit gelaufen ist.
Das war bei erneuerbaren Energien so beispielsweise.
Wir erinnern uns alle noch an den iShares Global Clean Energy, legendär.
Ist dann aber hart abgestürzt.
Wasserstoff war so ein ähnliches Beispiel.
Ja, das stimmt.
Richtig, auch ein großer Trend.
Ja, wer auf dem Euphorie hochkauft, der braucht einfach starke Nerven.
Deswegen müsst ihr euch bewusst sein.
Deshalb gehören solche Produkte eher in die Satellitenschublade.
5% hier, 5% da, je nach Risikoprofil.
Das ist nicht das Fundament.
Und die Lieblings-ETFs der Deutschen, die zeigen einen brauchbaren Bauplan.
Basis ist ein globaler ETF.
wie MSCI All Country World oder Fuzzi All World.
Abrundung, vielleicht Emerging Markets oder ein All Country Produkt, hatten wir ja schon.
Und wenn man weniger USA klumpen will, Rendite-Satelliten.
Halbleiter KI, Space, Kupfer, Silber oder Uran, aber eben dosiert.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an aaa-at-welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und wir merken immer wieder, Versicherungsthemen kommen in der Triple-E-Community ziemlich gut an.
Unser Risiko-Leben-Exkurs fand ein großes Echo.
Und ehrlich gesagt, durchweg positives Echo.
Manuel beispielsweise bedankt sich für die Zitate Warnung bezüglich Ablebensversicherung.
Und Tobias schreibt, auf meinem Grabstein steht mal Danke, da ich neben einem guten Risikomanagement, BU, Risiko, Lebensversicherung, Pflegesusatz, einen guten finanziellen Airbag für mich und meine Familie habe.
Das wird ein teurer Grabstein, wenn so viel draufsteht.
Und Sandro meinte noch.
Das hilft sicherlich einigen, auch wenn es nur ein kleiner Denkanstoß ist.
Danke euch.
Und Nico fasst es so sehr treffend zusammen.
Grundsätzlich kommen diese Themen, Lebensrisiken, vor Vermögensaufbau.
BU gehört auch dazu.
Da stirbt man ja nicht immer sofort.
Da hätte ich eine andere Meinung.
Aber das können wir irgendwann anders mal diskutieren, ob eine BU unbedingt dazugehört oder nicht dazugehört.
Da würde ich sagen, da muss Vermögensaufbau und BU sind in einer Kategorie und da wird nichts priorisiert vorne oder hinten.
Ich bin pro BU, ganz klar.
Ich habe nichts gegen BU, aber ich würde nicht sagen, BU ist eine der Versicherungen, die du noch anlegen musst, bevor du die ersten Euro sparst.
Das würde ich nicht machen.
Da ist eher Haftpflicht eine Sache, die du unbedingt haben musst, aber nicht eine BU.
Weiß ich nicht, weil gerade eine BU ist ja sehr früh sehr günstig und die wird dann sehr schnell deutlich teurer.
Ja, aber BUs sind immer sehr vage gefasst und du weißt nicht, was du noch können musst und sonst was.
Die Berufsbilder ändern sich komplett.
Du weißt gar nicht mehr, was du versicherst, weil dein Beruf gar nicht mehr sicher ist.
Das stimmt.
Ist ein gutes Thema.
Also Versicherung ist ein Thema und jetzt können wir die nächste Umfrage machen.
Wollt ihr nicht nur Luxus oder auch mal Versicherung?
Nein, wir machen, jetzt machen wir erstmal die Luxusumfrage.
Genau.
Und die Antwort auf die Luxus-Infrage, die gibt es dann natürlich von euch hier bei uns.
Und das wollt ihr alles wissen.
Deshalb abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Und wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
