# Hermès Strategy, Valuation, and Luxury Market Resilience

**Podcast:** Aktien fürs Leben
**Published:** 2026-07-15

## Transcript

Bevor es losgeht, ein wichtiger Hinweis.
Dieser Podcast ist keine Anlageberatung oder Empfehlung.
Alle Angaben sind ohne Gewehr.
Diese stellen keinen Ersatz für eine professionelle und individuelle Beratung dar.
Werteentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Wertentwicklung.
Hallo und herzlich willkommen.
Mir sitzt gegenüber Tobias Kramer in einem gut gekühlten Studio.
Entsprechend gut gelaunt bin ich auch.
Und entsprechend gut gelaunt und sehr gut angezogen, was schon so ein bisschen zum Thema unserer heutigen Folge führt.
Wie immer gilt, wenn Tobias im Studio ist, ein Unternehmen, eine Aktie, Open End.
Mal gucken, wie lang es heute wird.
Beim letzten Mal dachte ich ja, ja, eine Stunde, das wird reichen.
Easy peasy.
Und dann war es, glaube ich, eine Stunde 40 am Ende.
Also vielleicht kriegen wir es ja heute mal ein bisschen früher hin.
Es ist ein wunderschöner lauer Sommerabend.
Und wir haben ein Unternehmen dabei, was vielleicht gut in die Jahreszeit passt.
Zumindest für mich gilt das.
Es geht um Style, es geht um Lebensgefühl, um den Inbegriff von Luxus, Eleganz, Exklusivität und eine Marke, die irgendwie für ein ganzes Land steht, um Produkte, die man sich wirklich leisten wollen muss und die sich vielleicht jeder Rationalität entziehen.
Und es geht auch um eine Farbe.
die auch für dieses Unternehmen steht.
Weil wenn man diese Farbe einblendet, ich glaube, es gibt dieses Grün von Rolex.
Wenn man dieses Grün sieht, dann ist es immer so mit der goldgelben Schrift drauf.
Dann ist man sofort bei der Marke und da kann man draufschreiben, was man will.
Aber wenn man dieses Orange sieht, dann weiß man, wir reden über das französische Unternehmen im Luxusbereich.
Genau, nämlich über Hermès.
Als Sammelobjekte gewinnen die Produkte auch noch an Wert und deswegen geht es vielleicht in dieser Folge nicht nur um die Aktie, sondern es geht auch um die Produkte tatsächlich.
Wenn man weiß, was heute so Handtaschen von Hermes kosten und was dafür bezahlt wird, auch auf dem Zweitmarkt, dann kann man sich tatsächlich die Frage stellen, ob man lieber die Tasche kauft oder die Aktie.
Ja, ich muss da sofort an eine Freundin denken.
Grüße an Nicole.
die mir als letzte von einer Reihe von verschiedenen Frauen dann immer mal so zuschickt, wenn dann irgendwie wieder ein Artikel erschienen ist, dass die Tasche, über die wir natürlich heute auch noch reden, die Tasche von Hermes, die 1984 in einer spektakulären Situation entstandene Birkin Bag, benannt nach der Schauspielerin Jane Birkin, dass die ja von der Wertentwicklung sich besser entwickle als viele Aktienindizes.
Dabei bleiben einige Sachen unberücksichtigt.
die diese Sendung aber noch deutlich verlängern würden, wenn wir das auch noch mit reinnehmen würden.
Von daher sollten wir wahrscheinlich wie üblich einfach damit anfangen, dass wir da auch sagen, wir kommen auf jeden Fall auf die Birkinback im Laufe dieser Ausgabe, aber wir fangen wie üblich ganz vorne an.
Tobias, wenn du das so erzählst, meinst du, du kriegst diese Hinweise, diese freundlichen Hinweise auf die Werteentwicklung der Handtaschen?
Einfach nur so als so eine Art besserwisserischen Hinweis, guck mal hier, man muss nicht nur Aktien kaufen oder ist das eher so der dezente Hinweis, falls du noch nichts weißt, was ich mir zu Weihnachten wünsche, dann denk doch mal darüber nach.
Also erstmal ist das eine Freundin, nicht meine Freundin.
Jetzt bringe ich dich in Verdenk.
Die würde auch wissen, die beiden sind sehr, sehr gut miteinander befreundet.
Ich kenne sie überhaupt nur über meine Freundin.
Also von daher alles gut, aber nein.
Es geht schon eher um die Battle, was ist das bessere Investment?
Es geht mal so um den Hinweis, guck mal, was ich hier gefunden habe und die Geschichte ist natürlich auch so, ja, das liest sich im ersten Moment dann immer ganz gut, aber da sind natürlich wie bei allen Gebrauchsgütern, da können wir mit Autos auch weitermachen.
Okay, jetzt reden wir doch ein bisschen darüber.
So, eine Birkin Bag, eine Handtasche überhaupt, ist ja ein Lederprodukt.
Die musst du in einer bestimmten Art und Weise lagern, damit sie einen vernünftigen Zustand behält.
Du musst sie auf eine bestimmte Art und Weise pflegen, damit das Leder nicht auf einmal spröde wird oder trocken oder sonst was.
Also du musst dich darum kümmern.
Das ist bei einem Auto nicht anders, das ist bei einer Uhr im Zweifelsfall auch nicht anders, wo, wenn man dann die Rolex beispielsweise das erste Mal zum Service es gibt nach so sechs Jahren.
Meine ist ja erstmal verloren gegangen, aber wenn man dann 600, 800 oder 1000 Euro dann dafür zahlt, dass die jetzt wieder sechs bis acht oder zehn Jahre dann läuft, dann muss man eben auch daran denken, das sind andere Kosten.
Diese Kosten hat man mit einer Hermess-Aktie definitiv nicht.
Und das sind eben die Abstriche, die man bei so einen Gütern machen muss.
Auf der anderen Seite muss man eben auch sagen, und das ist bei einer Uhr beispielsweise so, Wenn man die am Handgelenk trägt, die sieht man permanent.
Man kann sich daran beispielsweise erinnern, wofür sie steht, wofür man sich damals mit dieser Uhr belohnt hat.
Beim Auto, wenn ich an einen anderen Freund von mir denke, der Porsche Classic mit aufgebaut hat, was der für Autos da hilft, wiederherzustellen und was der bei seinen Besitzern auslöst und wie diese Leute dann mit diesem Auto ...
da muss man wirklich sagen, Automobilen fahren und damit eben auch das Leben genießen.
Ich stelle es ja selber gerade fest, als jemand, der sich gerade ein Cabrio gekauft hat, allerdings komplett in einer anderen Preiserange als ein Porsche Classic Cabrio.
Und genauso ist es auch bei einer Birkinback.
Das ist dann eben auch ein Lebensgefühl, wenn man mit der oder wenn man in der seine Sachen durchgegeben hat.
die Straßen zu laufen.
Oder einfach, weil ich dann denke, mein Gott, dann kommt da ein Kratzer ans Leder und wäre ich noch ängstlicher als mit einer teuren Uhr am Handgelenk, dass da irgendwas drankommt.
Also sehe ich in der Tat genauso.
Das Schlimmste da sind Autos, weil da geht es einfach so schnell und da tritt dann irgendjemand gegen oder geht mit dem Schlüssel lang.
Und wenn du dann so einen schönen, neu gemachten ...
3,56er hast, der einen komplett neuen Lack hat und dann kommt irgendein Lackaffe an dem Auto vorbei und meint, da irgendwas kaputt machen zu können, dann reden wir hier über Dimensionen von ein, zwei Birkins, die das mitunter auch dann erforderlich macht, dann auszugeben, um den wieder hinzukriegen.
Aber es sind eben Folgekosten und das muss man sich bei so Sachen immer ins Gedächtnis rufen.
Das betrifft ja auch Kunst, da ist es auch so.
Da gibt es zwar eine ominöse Wertentwicklung, aber die ist dann auch immer sehr, sehr ausgewählt und es ist eben nicht so einfach, in diese alternativen Investmentprodukte reinzukommen und es ist vor allen Dingen nicht so richtig einfach, aus ihnen wieder profitabel herauszukommen.
Und das sieht man ja auch an dem einen oder anderen Instagram-Channel, der Uhren oder Handtaschen und andere leicht transportierbare Luxusgüter dann bewegt, wo man eben auch mitunter bei der einen oder anderen Rolex inzwischen eben auch in der Situation ist, dass man sie unter dem Neupreis wiederbekommt.
Und das war jahrelang eben nicht möglich.
Also wir bleiben bei der Aktie, auch wenn wir...
Und wir bleiben vor allen Dingen bei Hermes und gehen jetzt mal weg von dieser anderen Schweizer Ikone.
Und wir geben aber zu, dass wir durchaus ein Faible haben für diese Marke und diese Produkte, weil die schon sehr, sehr schön und sehr, sehr...
faszinierend sind in ihrer Exklusivität und in ihrem Dasein, so wie die so.
Ja, und es macht auch Spaß, sich dort Produkte zu kaufen, sich diese Produkte zu gönnen und dann mit diesen Produkten möglicherweise auch mal das eine oder andere zu verbinden.
Also bei uns ist es Weihnachten, wo wir uns in der Regel jedes Jahr einen Schal schenken zusammen.
Das haben wir ein paar Jahre lang mit LVMH gemacht, ein Unternehmen, was wir hier schon besprochen haben und was auch in dieser Ausgabe noch das mindestens eine Mal uns über den Weg laufen wird.
Und irgendwann fand ich es zu merkwürdig in diesen LVMH-Stores.
Ich habe gesagt, jetzt müssen wir wohl ein Level draufpacken und dann sind wir zur MS gegangen.
Und ja, das waren da auch insgesamt immer recht angenehme Erlebnisse.
Natürlich ist es auch da so, dass man mitunter, wie bei LVMH auch, Oder wie bei in dem Fall dann eben Louis Vuitton auch, die eine oder andere persönliche Merkwürdigkeit erlebt, die dann auch mit und damit den Handtaschen zu tun haben.
Wo wir eben auch schon diverse Male dann auch Frauen erlebt haben, die nicht so richtig verstanden haben, dass sie sich jetzt keine Birkin Bag einfach so kaufen können.
Und ich dachte, wenn man sich mit solchen Taschen beschäftigt, dann weiß man das, dass man nicht einfach kommen kann und sagen kann, ich möchte die jetzt bitte haben.
Und dass auch Hinweise auf den eigenen Göttergatten nicht dazu führen, dass Dinge schneller gehen, sondern ja.
Da kommen wir gleich nochmal drauf, Tobias.
Ja.
Wir fangen an mit dem Unternehmer.
Der Unternehmer.
Der Firmengründer von Hermes hieß erstmal Dietrich Hermes.
Und wurde geboren am 10.
Januar 1801 als siebtes Kind eines Kneipenwirtes namens Dietrich Hermes.
Und wir wissen nicht, ob aus dieser Familie auch ein ähnlich lautendes...
Logistikunternehmen entstanden ist, was die einen oder anderen Pakete in einer anderen schablichen Gestaltung...
Das stimmt, der hatte ja noch sechs Geschwister.
Man weiß nicht, was da passiert ist.
Also jedenfalls Dietrich Hermes, und zwar Junior jetzt, erblickte am 10.
Januar 1801 das Licht der Welt und zwar in Krefeld.
Und jetzt könnte man sagen, ach guck mal an, Hermes, das ist ja dann...
Quasi, Hermès, ein deutsches Unternehmen?
Nein, ist es nicht.
Tobias wies mich darauf auch gerade nochmal sehr ausdrücklich hin.
Nämlich Krefeld war zu jener Zeit, 1801, gerade an die Franzosen gefallen und sozusagen französisches Staatsgebiet durch den Frieden von Lüniville und Teil des napoleonischen Kaiserreichs geworden.
Und der Standesbeamte in Krefeld machte dann also, als der Vater Dietrich Hermes die Geburt seines Sohnes anzeigen wollte und sagen wollte, dass der Sohn natürlich gefälligst heißt wie er selbst, machte der Standesbeamte daraus aber ein Thierry in der Geburtsurkunde, weil man war ja jetzt in Frankreich.
Und so war Dietrich Thierry Hermes also französischer Staatsbürger von Anfang an.
Hermes.
Im Grunde genommen, auch wenn es immer wieder so Diskussionen gibt, ob es nicht eigentlich doch vielleicht eine deutsche Firma ist.
Nein, es war von Anfang an eigentlich eine französische Firma.
Ja, und das Ganze fand in einer Zeit stand, also die Geburt und auch die ersten zwei Lebensjahrzehnte von Thierry, die nicht so richtig angenehm waren.
In Europa waren die napoleonischen Kriege und dann die Folgen.
Das hieß Krankheit, das hieß Hunger und diese beiden Sachen löschten quasi die gesamte Familie.
Und mit 20 Jahren ist er dann der einzig überlebende Hermès Einvollweiser.
Und er entscheidet sich, nach Paris zu gehen, beziehungsweise nach Frankreich zu gehen.
Er hatte schon in Krefeld begonnen, eine Ausbildung zum Sattler.
Und 1821 zieht er dann also nach Paris und nennt sich fortan auch konsequent nur noch Thierry.
Und er lernt dort auch seine Frau kennen.
Eine gebürtige Düsseldorferin, das passt ja irgendwie, dass sich so ein Krefelder und eine Düsseldorferin in Paris über den Weg laufen.
Christine Petronil-Pierat, ich hoffe, ich habe das jetzt einigermaßen richtig ausgesprochen.
Auch dort merkt man schon die starken französischen Bezüge.
Und die beiden leben dann erstmal in Paris eine ganze Weile, ziehen dann aber 1829 nach Pont-au-de-Mer.
Und das ist zu dem Zeitpunkt, so ein bisschen außerhalb von Paris, das Zentrum der französischen, ja man kann damals natürlich nicht sagen Industrie, Lederwarenindustrie, aber es ist das Zentrum des französischen Lederwarenhandwerks, würde ich mal sagen.
Und Thierry möchte dahin, um seine Fähigkeiten und Handwerkskünste im Sattlergeschäft noch zu verfeinern.
Genau, dieses ganze Ausbildungsthema geht ja lange.
Also der ist quasi von 1821.
Bis zur Gründung 1837 dann immer in verschiedenen Beschäftigungen und lernt dann eben in Werkstätten, wo es um Pferdegeschirre geht oder Sattlereien, wie dieses Kunsthandwerk dann geht und lernt eben auch die Kundschaft dann kennen.
Denn solche Sachen, insbesondere wenn sie ein bisschen aufwendiger hergestellt werden, die kann sich vor allen Dingen der Adel leisten.
der kommt des Öfteren in diese Gegend.
Das stimmt.
Und das Schöne finde ich jetzt, man merkt schon wirklich so ein bisschen den kaufmännischen Instinkt bei Thierry, weil 1837 entscheidet er sich dann, sich selbstständig zu machen, ein eigenes Geschäft aufzumachen.
Und er geht nicht irgendwo hin in Paris und guckt mal, dass er irgendwo günstig was bekommt, ein kleines Ladenlokal und eine Werkstatt, sondern er geht wirklich mitten rein und schon ziemlich nah.
an das Zentrum der französischen Elite.
Ich würde mal sagen, so Luftlinie ein Kilometer, anderthalb vom Élysée-Palast und sozusagen den Palästen des französischen Adels entfernt.
Nahe der Kirche Madeleine, heute ganz berühmter Kreisverkehr oder so eine sehr große Kreuzung da mit der Oper auch noch.
Dort also ...
eröffnet er ein kleines Geschäft, in dem er fortan exklusive, sehr hochwertige, du hast es gesagt, Sattel Und was man so alles fürs Pferd noch braucht an Zubehör, diese Riemen.
Da sind wir beide wahrscheinlich nicht so richtig sattelfest.
Da sind wir nicht so richtig sattelfest, das stimmt.
Aber all das, was man eben braucht für Pferde und Kutschen, das bietet er dort künftig an.
Und was ich ganz lustig finde, 1837 in Paris gab es 80.000 Pferde.
Noch, muss man ja sagen, das weiß er zu dem Zeitpunkt nicht.
Wir wissen das.
Das Geschäft gibt es noch etwa 50, 60 Jahre mit den Pferden und dann wird sich das fundamental wandeln.
Das spielt natürlich auch bei Hermes jetzt demnächst eine große Rolle.
Aber zu dem Zeitpunkt ist das auf jeden Fall noch ein substanzieller Markt.
Bevor es aber zu der Entwicklung kommt, kommt auch noch eine Entwicklung, die technologischer Natur ist, die auch Pferde schon so ein bisschen zurecht drängt, insbesondere bei längeren Strecken.
Die Eisenbahn kommt auf und damit kommt auch die Frage auf, wie...
Nehme ich eigentlich das Zeug mit, was ich dann auch auf den anderen Schlössern, die mir da so gehören und wo ich dann irgendwann auch mit den Kutschen hingefahren werde, aber wo ich vor allen Dingen längere Distanzen auch mit der Eisenbahn überbrücken kann, wie kann ich die transportieren?
Und da kommt dieses Handwerk, diese Handwerkskunst eben auch schon zum Tragen und man fängt an, sein eigenes Angebot zu erweitern.
Genau, zwischendrin.
Gibt es noch eine Weltausstellung in Paris?
Das war damals ja immer ganz wichtig, in denen dann Produkte prämiert wurden.
Und da errang er 1867 tatsächlich seine erste offizielle Auszeichnung.
Das war eine Silbermedaille bei der Weltausstellung.
Und das hatte für damalige Unternehmen oder man kann jetzt vielleicht noch gar nicht Unternehmen, aber so betriebel sagen, eine immense Bedeutung, dort einmal so ausgezeichnet zu werden.
Zu dem Zeitpunkt, da war er 66, hatte er die Leitung seiner Werkstatt schon an seinen Sohn Charles Emilia übertragen.
Und das war, glaube ich, auch ganz wichtig, weil in dem Zuge haben sie sich damals auch schon überlegt, okay, wir haben jetzt diese Auszeichnungen von der Weltausstellung, wir haben im Grunde genommen schon jetzt den Ruf, wir machen die schönsten, die feinsten Sättel und das schönste Zaumzeug.
Wir gehen noch ein Stückchen näher an die französische Elite ran und sie haben ihr ursprüngliches Ladengeschäft dort an der Madeleine aufgegeben und sind nochmal einen Kilometer weiter gezogen in die berühmte Rue du Faubourg Saint-Honoré.
Das ist die Straße, in der...
Bis heute und gerade heute, aber damals eben offensichtlich auch schon, sich alle Luxusunternehmen, Luxusbetriebe, alle Handwerksbetriebe, die irgendwie mit dem Französischen Hof und dem Französischen Hochradl zu tun hatten, angesiedelt haben.
Da war man dann wirklich direkt am Élysée-Palast und an den Mächtigen und Reichen.
Genau, da ist man in Paris und...
Das ist dann eben auch so ein strategischer Schritt, wo Hermes vom reinen Zulieferer zu einem Geschäft mit dem eigenen Verkauf wird und aus dem reinen Werkstattbetrieb wird ein Laden, in dem die Kundschaft auch direkt bedient und direkt versorgt wird.
Und da kommen wir eben genau auch zu diesem Thema, dass da die Kenntnisse, die man sich vorher schon so ein bisschen in, sagen wir mal, in Werkstattarbeit erworben hat, dass die ab den 1890er Jahren dann eben richtig zutage treten.
Vor allen Dingen in den ersten Jahren durch Eisenbahnreisende.
Die Autos brauchen noch so 10, 15 Jahre, bis die dann auch die Kofferfragen beantworten müssen.
Aber in der Tat ist es so, hochpreisige Koffer, Ledertaschen, die kommen hinzu und verdrängen eben die vorhin schon angesprochene Kutsche.
Ich stelle mir das so vor, wie das damals wohl war.
Ich meine, Koffer hat man ja wahrscheinlich auch in der Kutsche gehabt, oder?
Wenn man da irgendwie oder irgendwie so, also du hast ja nicht deinen Krempel da einfach reingeworfen, wenn du als französischer König in so eine Kutsche gestiegen bist.
Also müssen sie schon vorher irgendwie was gehabt haben, aber jetzt brauchte man halt mehr.
Man musste das tragen wahrscheinlich.
So Züge, das war irgendwie immer so ein Hin und Her mit Einsteigen und Aussteigen und das musste dann eben alles ordentlich verpackt sein.
Und da sind wir jetzt in der zweiten Generation von Hermes, aber es geht ja weiter.
Und Charles-Emile, der tritt eben ab 1902 seinen Rückzug an und stirbt dann erst 1916.
Aber seine beiden Söhne, Adolf und Emil Maurice, die übernehmen von 1902 bis 1919.
Und in dieser Zeit ist es dann eben so, dass es auch mal so ein bisschen unterschiedliche Betrachtungsweisen gibt.
Adolf gilt als vorsichtig und er ist vor allen Dingen skeptisch gegenüber dieser neuen Entwicklung dem Automobil.
Emil Maurice hingegen, der ist ehrgeizig, der ist weltgewandt, der ist jünger und wird im weiteren Verlauf dann auch das Geschäft übernehmen.
Das geschieht 1919 und 1922 kauft er den Bruder heraus.
Adolf scheidet aus, weil er immer noch, auch 20 Jahre nach den ersten Zweifeln, die ihn da begleitet haben, immer noch an der Zukunft des Automobils zweifelt.
Zweierlei.
Zum einen, Emil Maurice macht eine Reise und das war damals noch ein bisschen beschwerlicher, also vor allem, wenn man nach Russland gereist ist.
Aber bei dieser Russlandreise gewinnt ja einen neuen Kunden hinzu, nämlich den russischen Zarenhof.
Und 1914 ist die Situation bei Hermes so, dass 70, 80 Sattler...
im Unternehmen beschäftigt werden.
Und Emil Maurice war nicht nur in Richtung Osten unterwegs, sondern er trat auch den Weg nach Westen an und machte während des Zweiten Weltkriegs eine Reise in die USA.
Er wollte da unter anderem sich um Lederbeschaffung für die französische Kavalerie kümmern und lernt dabei die industrielle Massenfertigung kennen.
Ford hat ja da schon seine Werke gebaut und er hat da ein paar Sachen entdeckt, wie möglicherweise auch Produktionen, dann von seinen Produkten besser zu gestalten sind.
Er lernte aber vor allem auch noch was Neues kennen, den Reißverschluss.
Denn von dieser Reise bringt er dieses neuartige Hilfsmittel, Utensil ist auch schön, mit und sichert sich vor allen Dingen für Frankreich die Exklusivrechte für Leder und Mode, sodass in Frankreich der Reißverschluss bald Fermeitur Hermès heißt.
Ah, okay, guck mal, das wusste ich auch noch nicht.
Was ich ja faszinierend finde, ist, dass das ja die Zeit ist oder ein bisschen kurz danach, wo sich, glaube ich, dann die Familie auch fast so in zwei zwei gespaltet.
Du hast ja schon angesprochen, der Adolf, der wird im Grunde genommen rausgekauft.
Emil Maurice führt das Unternehmen alleine und dann übernimmt 1951 sein Schwiegersohn Robert Dumas Hermès die Unternehmensführung.
ein ganz neuer Zweig im Grunde genommen in diese Familie.
Man wundert sich immer so, es heißt immer ein Familienunternehmen, aber die Familienmitglieder heute, die da das Sagen haben, heißen ja in der Regel gar nicht mehr Hermes, sondern die heißen alle Dümmer.
Naja, aber Familie ist ja trotzdem, denn Emil Maurice hatte eben keine Söhne, sondern er hatte vier Töchter und dann gab es dann eben auf einmal drei Schwiegersöhne und Hubert Dümmer.
Genau, und Robert Dumas, der übernimmt also die Firma 1951, wie gesagt, und 1978 übergibt er dann die Firma an seinen Sohn.
Und das ist, glaube ich, diese Zeit von Anfang der 50er Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, dann bis in die 70er, 80er Jahre hinein, die prägende Zeit für Hermès, wo sich dieses Unternehmen von einem Exklusiven...
durchaus auch bekannten französischen Manufakturbetrieb, der Lederwaren herstellt, Taschen herstellt, exklusive Koffer herstellt, der sich zu einem wirklichen Konzern entwickelt für Luxusprodukte aller Art.
Das finde ich so faszinierend, dass ja unter der Marke Hermes heute nicht nur Taschen und Sättel verkauft werden und Lederwaren verkauft werden, auch nicht nur Seidentücher, wie du sie schon erwähnt hast, sondern auch Inneneinrichtungsgegenstände, Parfum.
Man kriegt ja im Grunde genommen fast alles bei Hermes, wenn man es sich leisten kann.
Man muss da schon sehr liquide sein.
Ja, ja, man muss tatsächlich liquide sein, aber es gibt ja Menschen.
Ein kleines Deckchen für 2000 Euro kaufen zu können.
Aber es gibt ja genügend Menschen auf der Welt, die sehr liquide sind.
Und ich stelle mir da wirklich immer entweder gleich so diese riesen Penthäuser jetzt am Persischen Golf vor, wo irgendwelche Scheichs wohnen in so riesigen Lofts oder so 300 Quadratmeter Altbauwohnungen in Paris im sechsten Arrondissement mit Blick auf den Eiffelturm, wo man weiß, alles hier von Hermès, unfassbar teuer, im Zweifelsfall sogar das Sofa.
Ja, unerreichbar letztlich.
Aber diese Zeit, Anfang der 50er Jahre bis in die 70er, 80er Jahre hinein, ist die Zeit, wo das Sortiment dieser Firma massiv erweitert wird, unter der Führung von Robert Dumas und seinem Sohn.
Genau.
Ich glaube aber, es sind zwei Entwicklungen.
Nämlich zum einen, als Robert dieses Unternehmen dann übernommen hat, gab es vor allem diesen Ausbau an Produkten.
Also dazu gehört zum Beispiel die Kelly-Bag.
Die damals aber noch gar nicht so hieß, sondern die wurde in den 30er Jahren entwickelt und war dann einfach eine Tasche.
Nun waren die 30er Jahre nicht so geprägt, dass die erste Frage, die man sich in der Regel gestellt hat, oh, kaufe ich mir mal eine Handtasche.
Das war nicht die Fragestellung.
Weder in Frankreich noch in Resteuropa, da haben die Leute sich um andere Sachen gekümmert.
Das hat sich auch in die 40er Jahre reingezogen.
Aber in den 50er Jahren waren eben viele Sachen dieses Luxusunternehmens schon vorhanden.
Dazu gehört im Übrigen auch die Gestaltung von den Seidenkarries.
Auch die fällt in diese Zeit.
Auch in diese Zeit fällt die orangene Box, die ja auch noch eine besondere anekdotische Situation mit sich bringt.
Denn das Orange ist ja nicht irgendwie so zustande gekommen, weil die die Farbe so toll fanden.
Sondern weil sie nichts anderes hatten.
Sondern weil gar nichts anderes da war.
Aber was ich ja auch total faszinierend finde, wenn du sagst, da war nichts anderes da, aber dann war ausgerechnet so, orangene Kartonpappe da.
Naja, also wenn man sich da auch wieder vor Augen fühlt, was war das für eine Zeit?
Und bei bestimmten Sachen hat man eher Wert darauf gelegt, dass man nicht so entdeckt wurde.
Also Camouflage war da wahrscheinlich ein wesentlich angebrachterer Look als irgendwas in einem schreienden Orange, was man...
Du meinst, das war liegen geblieben?
Ja, also irgendwie die Farbe war ja ausreichend da.
Man hatte keinen Gebrauch dafür.
Die Farbe war ausreichend da und von daher...
war das dann eben, dass man aus der Not eine Tugend gemacht hat und er diese Sachen dann eben benutzt hat.
Und diese orange Box als Erkennungszeichen fällt eben auch in die Zeit.
Und das war alles quasi ab den 30ern bis Anfang der 50er.
Und Anfang der 50er Jahre hat das Ganze dann dadurch, dass es der Weltbevölkerung insgesamt anfing, deutlich besser zu gehen.
In Europa, in Deutschland gab es dieses Wirtschaftswunder.
Das hat noch nicht dafür gesorgt, dass man sich schöne Handtaschen gekauft hat.
Aber in Frankreich, wo man das Leben auf eine andere Art und Weise gerne genießt, war es dann eben so.
Und es kamen dann auch wieder Leute nach Paris, die sich genau in dieser Rue Faubourg umgeschaut haben, dort Produkte gekauft haben.
Und ja, dazu gehörte dann auch die ein oder andere Schauspielerin, die Frankreich überhaupt auch so ganz schön fand.
Tobias, du hast es gerade gesagt, du hast die Kelly Bag schon erwähnt.
Man muss jetzt einmal nochmal sagen, die Kelly Bag hieß ursprünglich Sack a Depeche, also Sack für Unterlagen, entworfen von Robert Dumas 1935 und damals war das halt irgendwie eine, wie auch immer, angesehene Tasche von Hermès.
Und diese Tasche trug dann die Frau, die Frankreich sowieso angehimmelt hat zu dieser Zeit, nämlich die Schauspielerin Grace Kelly, in einem Film von Alfred Hitchcock.
Da trug sie diese Tasche und sie war, glaube ich, auch auf dem Cover eines berühmten Modemagazins.
Das Live-Magazin?
Das hat...
Irgendwie in der Eleganz, glaube ich, die diese Frau ausgestrahlt hat.
Das war ja so ein bisschen ehrlicherweise vor meiner Zeit.
Ich bin zwar großer Alfred Hitchcock Fan und finde diese alten Filme alle großartig.
Die Begeisterung für Grace Kelly hat sich mir jetzt aber nie so ganz erschlossen.
Ich glaube, weil sie dann auch sehr, sehr früh tragisch gestorben ist und so weiter und so fort.
Das hat natürlich ihren Heldenstatus in Frankreich auch nochmal vergrößert.
Jedenfalls damals trug sie diese Tasche auf dem Cover und in dem Film.
Und das hat dieser Tasche dann zum Durchbruch verholfen.
Sie trug sie auch immer sehr deutlich.
Sie trug sie vor allem bei bestimmten Fotografien.
Das war wie Product Placement.
Wenn sie vor den Fotografen stand, hat sie in einer bestimmten Phase ihres Lebens die Tasche immer so vor den Körper gehalten.
Weiß man, ob sie dafür einen Vertrag hatte?
Keiner hat sich was dabei gedacht.
Bis dann später rauskam, dass sie das am Anfang deswegen gemacht hat, um die Schwangerschaft nicht sichtbar werden zu lassen.
Im Film natürlich nicht, da hat sie die einfach so gehabt, also sie hat die schon ganz gerne getragen, aber es gab dann eben auch dieses Foto und das war wohl dann so, dass sie zu diesem Zeitpunkt schon schwanger war und der aufmerksame Beobachter etwas hätte entdecken können, aber nicht dann, wenn sie sich eine Tasche...
Aber es war dann also nicht so, wir hatten ja vor drei oder vier Folgen in diesem Podcast Adidas und zu der Zeit, Adidasler, der Unternehmensgründer, hatte ja irgendwie ein sehr, sehr gutes Gespür dafür.
für seine Produkte, für seine Schuhe und so weiter und so fort, dann tatsächlich berühmte Ikonen zu finden, die mit seinen Produkten auf dem Platz stehen.
Ist ja aktueller Anlass jetzt gerade auch wieder.
Das steckte nicht dahinter, meinst du, bei Grace Kelly und der Kelly Bag?
Na guck mal, wir haben uns jetzt beide auf das Unternehmen vorbereitet und keiner von uns über irgendwas gestolpert, dass Hermes aktives Product Placement gemacht hat, sondern Hermes hat eben einfach gesagt, wir machen die besten Produkte der Welt.
Die kann sich nicht jeder leisten, aber Grace Kelly konnte es sich leisten und sie hat ja damals als Schauspielerin gutes Geld verdient.
Die Frauenverträge in Hollywood Studios, die waren jetzt nicht so, dass man das mit den Gehältern von heute in Ansatzweise auch kaufkraftbereinigend vergleichen kann.
Aber sie hatte dann eben auch, nennen wir es mal die eine oder andere Bekanntschaft, die dann vielleicht auch eine Aufmerksamkeit ihr zukommen lassen wollte.
Und Fürst Renier war sicherlich für die ein oder andere Aufmerksamkeit, ihr gegenüber zu haben.
Das stimmt.
Das war die Zeit, als, ich habe es ja vorhin schon mal gesagt, Hermès nicht nur Taschen produziert hat, sondern sein Sortiment sukzessive erweitert hat.
Auch das war ja sozusagen ein sehr weitsichtiger Gedanke von Robert Dumas.
Unter anderem damals das erste Parfum, was auf den Markt kam, unter der Marke Hermès.
Oh, der Mess gibt es heute auch noch.
Ist dann in vielen Variationen noch irgendwie weiterentwickelt worden.
Und heute gibt es ja ein riesen Produktspektrum an Parfums und Duftwässerchen von Hermès.
Terri Hermès zum Beispiel.
Genau.
Ich muss einmal kurz sagen, dass Tobias mich jetzt die ganze Zeit schon so angegrinst hat, weil er, glaube ich, genau dazu was sagen wollte.
Aber bitte.
Nein, das ist wirklich praktisch.
Also das ist wirklich praktisch.
Einmal deswegen, weil es eine große Flasche gibt, der Gewinn liegt ja im Einkauf.
Wo man dann bezogen darauf, was die 50er oder die 100ml Packung kostet, wirklich richtig Geld sparen kann.
Und das zweite ist, was die ganz toll machen, was jetzt ein bisschen mehr auf meine Reisegewohnheiten gepolt ist, die haben in der Tat dann eine 50ml Flasche, die wieder befüllbar ist.
Und das ist extrem praktisch, weil die kann ich immer wieder auffüllen, kann aber auch größere Mengen kaufen, weil dieser Auffüllkanister...
Der hat, glaube ich, so 150 Milliliter.
Wie, du hast dann auch noch so einen Auffüllkanister.
Naja, Kanister ist jetzt, da rasten die aus, wenn sie das hören.
Das ist ein, also ich glaube, das ist eine Glassflasche.
Sieht auch ganz hübsch aus.
Aber es ist wirklich sehr, sehr, sehr praktisch.
Weil man dann eben das Parfum, was man so beim Reisegepäck dann beispielsweise hat.
Wo man ja ungern eine 100ml Packung mitnimmt.
Zumal im Handgepäck früher.
Früher ging es ja, heute ist es grof.
Jetzt geht es ja wieder, oder?
Es gibt ja unterschiedliche Versionen von einigen.
Auf jeden Fall ist es praktisch 50 oder gerne auch mal 20ml nur dabei zu haben, weil es reicht auch eine ganze Weile.
Weil es ist ja dann auch ohne Parfum und das hält dann auch ein bisschen länger.
Ich bin bei Hermès, bei den Parfums und dem Duftwasser hier nicht so drin, gebe ich offen zu, weil es irgendwie nicht so meine Duftnote ist.
Drinnen bin ich auch nicht, ich habe nur eins.
Ja, aber immerhin.
Also du kennst jetzt die gesamte Produktpalette, zumindest was die Abfüllgrößen angeht.
Das hätte ich jetzt hier so nicht beisteuern können.
Ja, aber ganz oft, wenn ich da irgendwie auf einem Flughafen so durchlaufe und immer so die Preise sehe bei diesen 15ern, denke ich mir immer, wer kauft denn sowas?
Ja, ich im Zweifelsfall, weil ich das nicht weiß.
Ja, das merkt man dann mal, bei diesem Podcast lernt jeder was.
Absolut, absolut, absolut.
Und ich sorge dann im Zweifelsfall, gut, ich kaufe mir jetzt kein Duftwasser von Hermes, aber im Zweifelsfall sind es Kunden wie ich, die diese Produkte kaufen, von denen du dann profitierst, wenn du die Aktie hast.
Ja, also es gibt ja im Bundesgebiet glücklicherweise die ein oder andere Parfümerie, die dann eben auch die größeren Packungen bereithält.
Und ich bin mir sehr, sehr sicher, das ist das nicht nur von Hermes, sondern auch von anderen.
und von anderen Parfons gibt.
Diese Nachfüllgeschichte.
Und das ist eben wirklich etwas, was sehr, sehr, sehr praktisch ist, weil man mit kleinen Größen unterwegs ist und weiß, dass man trotzdem den günstigen Preis der Großen bezahlt hat.
Apropos günstiger Preis, da wollte ich noch eine Sache zu einschieben, die wir bei der Kellybag so ein bisschen nachmachen müssen.
Die war damals schon echt teuer.
Die hat in den 50er Jahren 900 Dollar gekostet.
Also 900 Dollar ist jetzt auch etwas, wo ich heute sage, Das ist auch schon mal Geld, aber gibt man wahrscheinlich mal für das ein oder andere aus.
Aber die hat in den 50ern 900 Dollar gekostet.
Ich bin mir ziemlich sicher, habe aber nicht nachgeguckt, dass man in den 50er Jahren das ein oder andere Auto auch noch zu diesem Preis kaufen konnte.
Das ist heute im Übrigen auch noch so, denn der Startpreis 2026 für die Kelly 20, das ist die, die am Boden eine 20 Zentimeter Breite hat, der beträgt heute etwa 8000 Euro.
Also da geht es los.
Das hängt dann natürlich auch vom Leder ab.
Da geht es auch noch deutlich drüber hinaus.
In diesen 50er, 60er, 70er Jahren kommen also dazu, wir haben es gesagt, das Parfum, Decken, Klamotten.
Klamotten gab es auch schon vorher, aber sie werden dann eben noch viel stärker ausgerollt.
Die Tücher gab es auch vorher schon, werden aber auch dann stärker produziert und ausgerollt.
Ja, glaube ich, gibt es so neue Muster bei Hermes.
Also, meinst du wegen der Carries?
Ja, genau, diese Carries bist du raus.
Okay, du bist eher bei den Charles.
Ich bin nur bei den Charles.
Ich kaufe ja Krawatten im Zweifelsfall.
Also nicht viele Krawatten, aber wenn es Krawatten sind, dann finde ich, müssen sie von Hermes sein.
Nur mal zum Mitschreiben, Herr Pache.
kauft also Krawatten von MS.
Kostet das Stück, im Moment habe ich nachgeguckt, kostet das Stück auch so 255 Euro.
Ja, behalt es für dich bitte.
Da ich beim Essen so dermaßen ungeschickt bin, dass ich sehr, sehr gerne die Krawatten unter 50 Euro kaufe, aus Gründen.
Abgesehen davon, dass man sie gar nicht mehr so richtig braucht.
Ich würde im Leben nicht auf 250 Euro für eine Krawatte setzen.
Also ich habe drei oder vier Krawatten und ich finde einfach, Hermes macht die schönsten Krawatten.
Also ich trage sie ganz, ganz selten auf Veranstaltungen oder so.
Aber wenn ich irgendwie eine Krawatte tragen muss, dann soll es wirklich eine...
Top-Krawatte sein.
Okay, das ist ja nachvollziehbar.
Und deswegen habe ich das irgendwann mal für mich so beschlossen, dass ich dann, um vielleicht auch den Schmerz zu spüren, sage, okay, dann kaufe ich mir eine Krawatte und schäme mich dann auch nicht dafür.
Wenn ich mir vorstelle, dass ich auf so eine 255 Euro Krawatte klecke, boah, da kriege ich schon beim dran denken schlechte Laune.
Ist mir noch nie passiert.
Gott sei Dank.
Also könnte auch passieren, aber ist mir noch nicht passiert.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass mir das passiert.
Aber ich glaube, du trägst auch häufiger Krawatten, kann das sein?
Häufiger?
Nee, glaube ich nicht.
Aber in den letzten Jahren, man trägt ja praktisch wirklich gar keine Krawatten mehr.
Also es ist eigentlich fast schade.
Ja, ich merke dann auch immer wieder, es gibt eben auch so bestimmte Situationen, wo es dann auch Spaß macht, auch im Anzug unterwegs zu sein, wo ich auch merke, dass ich mich darin wohlfühle.
Bis auf meinen Stuhl im Büro, aber das würde jetzt wirklich zu weit führen, wo es ein bisschen rutschiger ist, da ist mir eine Jeans dann immer lieber.
Aber in der Tat, also klamottenmäßig hat sich ja da schon ein bisschen was verändert und dann ist es in der Tat auch gelegentlich schön, wenn man auf Veranstaltungen geht, wo man dann dazu veranlasst wird, sich mal wieder ein bisschen stärker darauf zu konzentrieren, mal sich in Schade zu schmeißen.
Ja, genau.
Uhren.
Uhren gab es auch schon vorher, aber in den 70er, 80er Jahren baut man dann noch das Uhrengeschäft massiv auf.
Mode gab es vorher, aber eine Prêt-à-Porter-Linie, also das, was man so von der Stange kauft.
Bei Hermes auch nicht ganz günstig, gibt es seit Mitte der 70er Jahre.
Und so wird, wie gesagt, das Sortiment erweitert.
Und was ich lustig finde, 1978 gründet man tatsächlich dann, nachdem man vorher, glaube ich, die Uhren so mehr oder weniger eingekauft und so ein bisschen modelliert hat unter seiner Ägide.
1978 gründet man im schweizerischen Biel, wo ja auch der ein oder andere Uhrenkonzern seinen Sitz hat.
da können wir auch mal drüber reden, by the way, gründet man also La Montre Hermès, eine eigene Tochter für Uhren und entwickelt die, und da kommen wir nachher auch noch mal drauf, zu einem ganz eigenen Geschäft.
Hinzu kam auch noch ab 1922 der Ledergürtel, der dann ja auch mit dieser berühmten Haarschließe dann zumindest mal so ein bisschen dafür gesorgt hat, dass die Marke präsenter war, das ist vielleicht noch was.
Und wir sind ja jetzt schon ...
weiter fortgeschritten.
Wir sind in den 50ern und auch in den Folgejahrzehnten gewesen, wo die dann auch als Kelly-Bag bezeichnete Tasche mehr Gewicht bei der Wahrnehmung von Hermes fand.
Aber ich greife jetzt ein bisschen vor auf ein Jahr, wo wir noch gar nicht waren, nämlich auf 1988.
Das ist deswegen interessant, weil ich zu dem Jahr eine Umsatzzahl habe, nämlich 55%.
55% war 1988 der Umsatzanteil von Seide.
Lederwaren machten zu diesem Zeitpunkt nicht mal 10% aus.
Und wenn man das aus einer heutigen Perspektive sich verdeutlicht und klar macht, dann ist das heute umgekehrt.
Heute hat Leder einen Anteil von etwa 45% und Seide und Textil.
sind nicht mal mehr bei 10, sondern bei 7%.
Ich sollte mal wieder eine Krawatte kaufen.
Also das gesamte Geschäft hat sich komplett gedreht.
Und das ist eben deswegen beeindruckt, weil das muss man natürlich auch begleiten.
Das stellt Ermess ja auch an der einen oder anderen Stelle vor Probleme.
Denn diese Taschen, die werden ja immer noch auch mit einem ganz besonderen Stich manuell hergestellt.
Und jede Tasche sagt man so, also habe ich aus der Recherche mitgenommen, ist so mindestens 20 Stunden in den Händen einer Person.
Also wenn ihr in die Situation kommt, dass ihr bei Hermès eine Tasche kaufen könnt, was auch durch Vorleistungen erst mal offenbar aufgebaut werden muss.
Dann ist es offenbar so, dass man eine Karte des Arbeiters, der Arbeiterin im Karton vorfindet.
die diese Tasche zusammengenäht hat aus den verschiedenen Teilen.
Ich glaube, bei der Tasche, die wir jetzt besprechen, sind so 38 Teile.
Aber es kann falsch sein.
Die Liebhaber mögen mir das verzeihen.
Aber wir sind jetzt in der Tat kurz vor der Situation 1988, dass diese ganze Entwicklung, die auf einem Flug 1984 begann, noch nicht losgegangen war.
Aber 1984 treffen sich zwei Personen in einem Flugzeug.
Und wieder hat das was mit Kindern zu tun, denn die Schauspielerin war mit einem Weidenkorb unterwegs und in dem war eine ganze Menge an Baby-Utensilien und der ist eben umgekippt oder hat nicht richtig da in das obere Fach reingepasst und die war ein bisschen stinkig, was ich total verstehen kann in so einer Situation.
Da bist du mit dem Kind unterwegs, dann passt es irgendwie nicht rein und nichts klappt, dann fällt das Ding um, verteilt sich im Gang.
Also du sprichst jetzt von Jane Birkin.
Ich spreche von Jane Birkin.
Der berühmten Schauspielerin.
Und die hatte ja schon eine ordentliche Buchungsklasse gebucht.
Also die saß ja nicht hinten in Reihe 37 oder so, sondern ganz vorne.
Lustigerweise eben direkt neben Jean-Jean-Louis Dumas, dem damaligen Vorstandsvorsitzenden von Hermes, der sich das Drama anschaute und natürlich wahrscheinlich auch Birkin erkannt hat und gesagt hat.
Da müssen wir irgendwas zusammen machen, oder?
Und dann haben sie losgelegt.
Und dann hat er angefangen, ihr ein bisschen zuzuhören.
Und hat in der Tat während des Fluges angefangen, eine Skizze zu machen.
Hat ihr das auch gezeigt.
Und ist dann eben aus diesem Flug raus mit dieser Skizze.
Hatte eine Tasche mit zwei Henkeln.
Also sie war im Gegensatz zur Kelly damit eben schulterbar und auch ein Stück funktionaler.
Also die Griffe von der Kelly-Bag sind eben kürzer.
Die von der Birkin sind länger.
Ja, dann ging es eben los, dass diese Tasche auf den Markt kam.
Aber das ging sehr, sehr langsam los.
Die ersten fünf Jahre, der Flug hat 1984 stattgefunden.
1988 war diese Umsatzverteilung.
Über 50 Prozent Seide, keine 10 Prozent bei Lederwaren.
Also es waren 9 Prozent.
Und jetzt kommen wir ans Ende der 80er Jahre.
Wo ja auch nochmal so eine kulturelle Entwicklung aufkommt.
Auch Frauen, die selbstständiger werden, die sich selber auch Dinge gönnen und solche Taschen auch nicht mehr nur in Anführungsstrichen als Geschenk bekommen, sondern sich selber damit belohnen und dann eben in der Tat zu der praktischeren Tasche für den Alltagsgebrauch greifen und nicht so für die Schöne.
Die Kelly ist wahrscheinlich ein bisschen schöner, aber die Birkin ist einfach richtig praktisch, richtig alltagstauglich.
Um da auch mal ganz kurz die Preise in den Raum zu stellen, was sie damals gekostet hat, weiß ich nicht.
Aber der Startpreis für die Birkin 25, also die ist gleich mal ein Stück breiter, geht dann auch weiter nach oben, geht auf die 30, geht auf die 35.
Ich meine auch, dass es eine 40 gibt, aber da können die Experten ja in den Kommentaren noch was reinschreiben.
Der Startpreis für die Birkin 25 ist in jedem Fall so knapp unter 10.000 Euro bei...
So ist es zu lesen, 9600 Euro.
Aber man muss da eben auch immer mal die Spielarten sehen.
Das ist eben die Einstiegsgröße.
Und es gibt dann eben auch reguläre, etwas exotischere Retail-Spitzenpreise.
Und da gibt es eine Birkin 25 mit einem Krokodilleder, die dann eben 42.000 Euro kostet.
Und naja, dann gibt es natürlich auch, wenn so eine Tasche es mal geschafft hat, ikonisch zu werden, dann gibt es natürlich auch schwachmatische Entwicklungen.
Und naja, Jane Birkins Original Birkin, die wurde 2025 für 10,1 Millionen US-Dollar verkauft.
Hat sie tatsächlich die erste bekommen dann?
Sie hat, also ob es die erste war, steht die dummerweise nicht in meinen Unterlagen, aber sie hat eine der ersten in jedem Fall gehabt.
Auch als Dankeschön.
Ich bin mir sicher, dass da auch eine sehr, sehr schöne Karte mit dabei war.
Ja, aber es ist eine tolle Geschichte.
Wir haben in dieser Sendung aber auch mal über ein anderes Unternehmen gesprochen, weil es jetzt nicht im Luxusbereich so zu Hause ist.
Wir haben über Nike gesprochen.
Wir haben über einen Vertrag eines sehr bekannten Sportlers gesprochen.
Wenn man sich überlegt, dass Jane Birkin auf die interessante Idee gekommen wäre, zu sagen, sag mal, da muss ja jetzt aber was für mich drin sein, wenn wir ja schon so eine Tasche haben.
die dann mit dem Namen und so weiter dann eben auch verkauft wird, dann wäre es doch ganz schön, davon etwas zu haben.
Und das ist auch deswegen so, weil das Wall Street Journal schätzte in 2020, dass es rund 120.000 produzierte Birkin und Kellys gibt.
Und darüber hinaus dann Bernstein Research schätzte, dass es rund 150.000 sind mit diesen Taschen.
kommen nach Schätzungen dieser beiden Unternehmen etwa ein Viertel des gesamten Konzernumsatzes zustande.
Und wenn wir an der Stelle mal etwas vorgreifen, dann reden wir im Jahr 2025 darüber, dass MS 16 Milliarden Euro Umsatz gemacht hat.
Ein Viertel davon sind 4 Milliarden.
Wenn das Ganze jetzt vergleichbar wäre mit dem Deal, den Michael Jordans Mutter gemacht hat.
Und man unterstellt, dass die Kelly zumindest die Hälfte dieses Absatzes, dann wären es zwei Milliarden, zehn Prozent davon sind 200 Millionen.
Also man wünscht Jane Birkin eigentlich irgendwie im Nachhinein, dass Mutter Jordan doch nochmal in irgendeiner Form für sie die geführt hätte.
Das hat eben nicht stattgefunden.
Das hätte das Leben mit Sicherheit auch etwas angenehmer gemacht.
Also den richtig großen Durchbruch, das war mir nicht so klar, weil ich Sex and the City nie so intensiv geguckt habe.
Das war auch so ein bisschen vor meiner Zeit.
Sensationelle Szene.
Ja, also dort hatte die Birkin dann ja tatsächlich ihren Durchbruch und dort wurde diese Tasche dann zum Kultobjekt für, glaube ich, eine ganze Generation.
Genau, also Samantha, eine Protagonistin dieser Viererklicke, die...
sexuell etwas stärker, aktiver und wechselfreudiger und experimentierfreudiger war als alle anderen, die wollte unbedingt diese Tasche haben.
Und nun war es so, dass in der Serie dann Lucy Liu einen Cameo-Auftritt hatte und quasi die Klientin von Samantha in einer Situation gespielt hat.
Und Samantha dann zu Hermes gegangen ist und darüber gesprochen hat, dass ihre Klientin ja möglicherweise auch diese Tasche tragen würde, damit man die dann sieht.
Und dann sieht man die auf dem roten Teppich und hat darüber, diese Tasche bekommen und hat sich am Folgetag mit Lucy Liu in der Rolle ihrer Klientin zu einem Frühstück oder Brunch, was die Damen da eben regelmäßig gemacht haben, getroffen.
Und Lucy Liu war richtig stinkig, pissig in dieser Situation der schauspielerischen Darstellung und hat Samantha eben in dieser Szene angezählt, was sich denn einbildet mit ihrem Namen und hat dann aber gesagt, ach so.
Dann ist die Tasche ja für mich, hat die Tasche genommen und hat das Restaurant verlassen.
Und Samantha saß da und hat dann das F-Wort diverse Male relativ wütend und wutschnaubend wiederholt.
Und das ist die einzige Szene mit der Tasche?
Das kann ich mir gar nicht vorstellen.
Die muss doch irgendwie laufen.
Also wenn es noch andere Szenen mit der Birkinback in dieser Serie gibt, und ich habe sie gesehen, dann würde ich mich sehr wundern.
Weil diese Szene ist in der Tat...
Aus meiner Sicht war es nur diese eine Folge und dann Samantha's...
Und das hat dazu geführt, dass eben diese Tasche wirklich eines der begehrtesten Modeobjekte war für viele, viele Jahre.
Und das braucht ja nicht viel.
Das muss man sich ja immer wieder klar machen.
Wenn du ein Produkt hast, was so einen Produktionsaufwand hat und du im Grunde so sagst, wir produzieren da, keine Ahnung, 10.000 Taschen.
Und dann gehen die so, und auf einmal gibt es Leute, die sehen diese Tasche, finden die cool, hören dann auch noch ein bisschen was zu der Story mit Jane Birkin, die hat ja auch einen gewissen Coolness-Faktor, die Story, und sagen dann, ey, die will ich haben.
Und dann reicht ja ein leichter Nachfrageüberhang.
Und dann wird es knapp.
Und dann dauert es auf einmal Jahre, wenn man sie bestellt hat, bis man sie tatsächlich bekommt.
Wenn man sie überhaupt bestellen darf.
Wenn man sie bestellen darf, genau.
Ich habe bei Ermessen nicht mal die Frage bisher gestellt, ob du es bestellen dürftest.
Was eigentlich notwendig ist, dass ich eine bestellen darf.
Weil ich bin da immer mit der Regierung.
Wenn ich diese Frage einmal stelle, dann werde ich dieses Thema nie wieder los.
Das geht dann nicht mehr weg.
Und von daher stelle ich diese Frage dann nicht.
Ich würde sie im Zweifelsfall auch wirklich über den Sekundärmarkt kaufen.
Bei jemandem, der sich damit auskennt und wo ich eine Gewährleistung habe, dass ich auch eine echte Tasche kaufe, dann muss man eben auch sagen, wahrscheinlich sind drei Viertel aller Birkin Bags, die man so sieht, aus Leder und vielleicht auch mit nachgemachten Einzelteilen, aber es sind keine MS.
Birkin Bags, sondern es sind auf irgendwelchen anderen Produktionswegen zusammengesetzte Taschen.
Meistens kann man das auch sehr, sehr schnell sehen.
Aber es gibt eben auch sehr, sehr gut gemachte Nachahmungen, nennen wir es mal freundlich.
Aber das war auf jeden Fall sozusagen die Geburtsstunde eines Kultobjekts.
Und das macht natürlich so ein Kultobjekt aus, diese Knappheit, die du gerade erwähnt hast.
Und das ist das Erfolgsgeheimnis von ermess bis heute, glaube ich, dass du eben an viele Objekte gar nicht so einfach rankommst.
Du kannst nicht einfach in den Laden gehen und sagen, ich will das jetzt und hier sind 20.000 Euro, ich kann es auch bezahlen.
Das hilft dir im Zweifelsfall gar nicht weiter, sondern du musst dich wirklich in eine lange Schlange stellen.
Du musst erst mal 17 andere Sachen kaufen, bevor du dich überhaupt qualifizierst, dafür eine Tasche bestellen zu dürfen.
Das hat ganz viel...
viel dieser Marke eben ausgemacht in den vergangenen Jahren.
Und ich glaube, wir kommen ja nachher noch auf die Aktie und wie das Unternehmen heute darstellt, das unterscheidet Hermès oder stellt es nochmal heraus in diesem breiten Feld der Luxuskonzerne.
LVMH haben wir schon angesprochen, Kering, Gucci, Richemont, Cartier, Montclair, was es da noch so alles in dieser Branche gibt.
Aber keine...
Dieser Marken hat es, glaube ich, so vermocht, seine Produkte durch Knappheit zu einem Kultobjekt zu machen, wie es Hermès geschafft hat.
Ja, ich finde auch, dass sowas wie Montclair in einem Atemzug mit einer Hermès...
Aber sie selbst sehen sich da.
Ja, ja, dann sind sie ähnlich verblendet wie einige Typen, die ihre Jacken tragen.
Fand ich aber interessant.
Nach Hermès hat Montclair die höchste Gewinnmarge unter den Luxuskonzernen.
Aber das nur am Rande.
Vielleicht auch ein gutes Stichwort Gewinnmarge, weil wenn man jetzt so ein boomendes Geschäft hat und man ist bis in die 80er Jahre hinein ein relativ autark geführtes Familienunternehmen, dann kann man sich natürlich irgendwann auch mal die Frage stellen, macht man irgendwas besser mit Expansion, der Möglichkeit, die eigene Marke noch in alle Herren Länder zu tragen, wenn man an die Börse geht.
Und Anfang der 90er Jahre entscheidet sich also die Familie Hermès-Dumas, den Weg an die Börse anzutreten und platziert 1993 20 Prozent der Anteile an Hermès an der Pariser Börse zu einem Ausgabepreis von damals 300 Franc.
Ich musste jetzt in Vorbereitung mich nochmal kurz in diese ganze Wechselkurssystematik hineindenken.
300 Franc.
100 Mark?
Ja, genau.
Sehr schnell.
Ich habe ungefähr drei Sekunden länger dafür gebracht.
Ich musste einmal überlegen, okay, was war noch mal Franc zu Mark?
Ungefähr eins zu drei.
Drei sensationelle Campingurlaube in den 80er und Anfang der 90er Jahre, wo der Kurs quasi eingebrannt war.
Ja, genau.
Ich habe sogar mal eine Zeit lang in Paris gelebt und auch da gab es noch Franc.
Deswegen fiel es mir dann auch relativ schnell wieder ein, fand ich.
Und das sind dann eben knapp 46 Euro oder um die 46 Euro.
damals gewesen, nach heutiger Berechnung.
Zu diesem Preis ging die Aktie damals also an die Pariser Börse und entwickelte sich dort auch ganz ordentlich sofort.
Ja, das kann total sein.
Meine Daten reichen dummerweise nur bis zum Jahr 2003 zurück.
Mehr habe ich da in den Sachen jetzt erstmal nicht gefunden.
Du weißt es nochmal ein bisschen genauer.
Ich bin auch genau an diese Schranke 2003 gestoßen.
Und das Ding ist ja, dass es zwei Aktiensplits gegeben hat in der Geschichte von Hermès.
Und der eine fand...
schon drei Jahre oder vier Jahre nach dem Börsengang statt, nämlich 1997, wie ich festgestellt habe.
Und dann habe ich gedacht, okay, jetzt müssen wir schon nochmal richtig rauskriegen, wie die Kurse sich damals entwickelt haben.
Das eine war ein 3 zu 1 Split, ne?
Das war beides Male 3 zu 1.
Also zweimal?
Zweimal, genau.
Also aus einer Aktie, die ich hatte, wurden neun Aktien.
Richtig, genau.
Und den ersten Aktiensplitz gab es also schon vier Jahre nach dem Börsengang im Verhältnis 1 zu 3.
Aus einer Aktie wurden drei.
Und der Kurs muss damals 1997, und das habe ich echt mir mühsam recherchiert und dann auch nochmal nachgerechnet, bei etwa 3000 Fr.
schon gelegen haben.
Also hat sich innerhalb von vier Jahren ungefähr verzehnfacht.
Und damals hat man dann eben diesen ersten Aktiensplit gemacht.
Der Kurs hat sich folglich gedrittelt auf etwa 1000 Fr.
Also gut.
330 Mark oder nach heutigen Euro 165 Euro.
Das war im Grunde genommen die erfolgreiche erste Phase.
Und naja, unternehmerisch ging es ja in der Zeit immer weiter.
Also man hat weiter Birkin Bags verkauft und Kelly Bags verkauft und man hat Uhren verkauft und man hat Parfum produziert und verkauft.
Und man hat noch Seidentücher produziert und Krawatten und so weiter.
Und das Geschäft expandierte und expandierte.
Und es kamen ja auch immer wieder neue Märkte hinzu.
Das war ja auch schön mit dem Fall der Mauer.
Da konnte man sich ja alles Mögliche noch erschließen.
Und so expandierte man, expandierte man, wurde immer größer.
Und im Juni 2006 kam dann der Aktiensplit, den du auch in deinen Daten findest.
Im Verhältnis 1 zu 3.
Das Interessante ist, dass damals die Aktie sich bis dahin noch gar nicht so viel weiterentwickelt hatte.
Trotzdem hat man sich offensichtlich entschieden, nochmal die Aktie zu splitten und machte dann erstmal weiter mit einem etwa Aktienkurs von um die 60 Euro, habe ich ausgerechnet.
Aber du hast recht, aus einer Aktie wurden neun Aktien und wenn man das zurückrechnet, wurden aus ungefähr 50 Euro, also knapp 50 Euro, die 300 Francs von 1993, habe ich jetzt also neun Aktien im Wert von um die 60 Euro.
Also ungefähr 540, ein bisschen mehr waren es noch, 560, 570 Euro in Summe.
Schon eine ganz schöne Entwicklung innerhalb von etwa 13 Jahren seit dem Börsengang.
Genau.
Und im 2001, da setzt dann auch mein System dann irgendwann mal ein.
Und da sind wir in der Tat auch weiterhin.
2001 war jetzt nicht so das Börsenjahr, es wurde dann in Folge ja auch nicht unbedingt besser.
Aus dem Jahr 2001 ging MS mit knapp 60 Euro raus, aus dem Jahr 2002 ging sie mit knapp 44 raus.
Und damals hat das Unternehmen einen Umsatz gemacht von etwa 1,25 Milliarden Euro.
Das mal zum Status quo in der damaligen Zeit.
Das war so die Situation, als das neue Jahrtausend begonnen hat, als Sex and the City überall lief, als wirklich dann auch nochmal ein Wahnsinns-Boost reinkam in das Geschäft.
Und das sieht man in den nächsten Jahren dann auch sehr, sehr schön, wie der Umsatz in 2005 auf 1,4 Milliarden steigt, in 2010 auf 2,4, in 2015 auf 4,8.
Und in 2020 auf 6,3.
Das alles einhergehend mit einer damals noch relativ moderat steigenden Nettomarge.
Also die betrug in 2005 17%, die betrug in 2010 18%, in 2015 dann 20% und in 2020 dann 21%.
Also das war okay, das ging schön nach oben.
Aber wenn man sich jetzt...
Insbesondere auch nochmal vergegenwärtigt, was von 2020 6,4 Milliarden Umsatz bis 2025 passiert ist.
Also der nächste 5-Jahres-Rhythmus ist der Umsatz da auf 16 Milliarden gestiegen und die Marge ist nicht in Trippelschritten weitergelaufen.
Und ich rede ja sehr gerne von der Nettomarge, also das ganze Nachsteuern und so.
Da ist eben dann die Nettomarge von 21,7 Prozent in 2020.
Gut, war auch ein schwieriges Jahr, wie wir alle wissen.
Auf 28 Prozent gestiegen.
Also die Marge hat sich einfach mal um etwa 40 Prozent erhöht.
Das ist sehr, sehr ordentlich.
Und der Gewinn hat sich dann auch ordentlich entwickelt.
Von 1,4 in 2020 auf 4,5 Milliarden in 2025.
Ich würde gerne noch auf eine Geschichte.
zurückkommen.
Die spielt im Jahr 2010.
Du hast es eingangs erwähnt und die müssen wir natürlich jetzt einlösen, diese Geschichte.
Denn wir sind ja in der Situation, dass dieses Unternehmen sehr erfolgreich wurde und es gibt ja da jemanden in Frankreich, dem entgeht sowas auch nicht.
Wenn es da Unternehmen gibt, die sehr erfolgreich sind.
Zumal in seinem eigenen Geschäft.
Die eine Preissetzungsmacht haben, die ein knappes Gut haben und Wo man sich denkt nach dem Motto, naja, wenn ich komme, dann werden die mich ja irgendwann auch willkommen heißen, auch wenn sie sich im ersten Moment vielleicht nicht so richtig spontan darüber freuen.
Und Bernard Arnault sollte sich irren.
Richtig, also Bernard Arnault und seine von ihm kontrollierte LVMH-Gruppe gab am 23.
Oktober 2010 bekannt, das ist ja schon eigentlich ein...
So etwas einfach, das erinnert mich ja an ganz aktuelle Vorgänge, wenn ich jetzt an ein armes, gebeuteltes Geldhaus in Frankfurt denke, aber das lassen wir jetzt mal beiseite.
Auf jeden Fall gab man dort bekannt bei LVMH, dass man 14,2 Prozent an Hermes erworben habe bereits an der Börse, dass man durchaus gewillt sei, noch weiter aufzustocken, um in die Mehrheit eines Aktienpakets bei Hermes zu kommen.
Was zu dem Zeitpunkt ja eigentlich total illusorisch war, weil die Familie...
von Hermès, die allerdings, oder Duma, die allerdings eben in verschiedene Zweige auch so ein bisschen aufgesplittet war, die hielt ja die Mehrheit an Hermès weiterhin, irgendwas so um die 70 Prozent oder so.
Aber man konnte sich, glaube ich, nicht sicher sein, ob nicht der ein oder andere Familienteil wohl seine Anteile verkaufen wollen würde.
Und so war die Aufregung erstmal riesengroß.
Und damals gab es...
Einen CEO, das war, glaube ich, sogar der erste familienfremde CEO von Hermes.
Patrick Thomas hieß der.
Und der hat sich damals vor sein Unternehmen gestellt und das berühmte Zitat geliefert, auf das du gerade, Tobias, schon angespielt hast.
Wenn man eine schöne Frau verführen will, sollte man vielleicht nicht damit beginnen, sie von hinten zu vergewaltigen.
Das war für die feine, distinguierte Pariser Gesellschaft so ziemlich die maximal mögliche Eskalation.
Die Aufregung war riesengroß.
Und ja, es herrschte tatsächlich zwischen diesen beiden Marken Hermès und Louis Vuitton so etwas wie ein Kriegszustand.
Das muss so gewesen sein.
Und was wir dann auch nochmal erwähnen dürfen an der Stelle, wenn sich jemand...
20 Prozent der Anteile sichert und das dann im Oktober bekannt gibt, dann hat es ja Einfluss auf etwas, was grundsätzlich begrenzt ist.
Nämlich die Aktien.
Die sind ja auch begrenzt und die können im Gegensatz zu Ermesstaschen auch nicht produziert werden, sondern da müsste es einen Gesellschafterbeschluss geben.
Und die Situation 2010 war eben so, dass die Aktie von April 2009 Da war ja in der Welt auch das eine oder andere los, wenn man sich da mal historisch zurückerinnert, um die 100 Euro notierte und bis Juli 2010 im Grunde genommen auch auf diesem Niveau weiter notierte.
Da stieg die Aktie dann so auf 110.
Und in der Folgezeit hat offensichtlich dann nochmal ein bisschen was an Zukäufen stattgefunden.
Die Aktie stieg dann in der Spitze, das dürfte ja auch der Tag der Bekanntmachung gewesen sein, auf in der Spitze 170.
Und worauf Arnaud gesetzt hat, ist, dass immer mal wieder ein paar Familienmitglieder sagen, sie verkaufen.
Er hatte 20 Prozent, die Familie hatte irgendwas im Bereich von über 70, ich meine sogar über 75 zu dem Zeitpunkt noch.
Von daher war klar, der Markt ist wahnsinnig eng und der Kurs wurde ja dann auch bis Ende 2011 auf ein Niveau angehoben von 260 Euro.
Und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch da noch die Stimmungslage so war, dass...
der sich dachte, naja, irgendwann werden da ja wohl ein paar Leute mit ihren Aktien ankommen.
Aber es lief schon früher ein bisschen anders ab.
Nämlich im Jahr 2011 sind ein paar Leute der Familie etwas enger zusammengerückt.
Ja genau, es war so unter dem Druck von Bernard Arnault und diesem feindlichen Übernahmeversuch, sollte ich besser sagen, haben sich die unterschiedlichen Stämme der Familie Hermès dann zusammengeschlossen.
weil es, wie du ja gesagt hast, sozusagen so die Befürchtung gab, dass da Einzelne ausbrechen könnten und Arnaud im Grunde genommen ihre Anteile andienen könnten und so ein bisschen Kasse machen könnten.
Und die haben dann mit Erlaubnis der französischen Börsenaufsicht, die extra so eine Sonderregel erlassen hat, haben die eine Holding gegründet unter dem etwas prosaischen Namen H51, in der sie ihre Familienanteile, und das mussten natürlich dann, über 50 Prozent sein, damit es auch wirklich Arnaud abhalten kann, eine Übernahme zu versuchen.
Diese 50 Prozent oder etwas mehr als 50 Prozent hat man in dieser Holding gebündelt, um Hermes einigermaßen dauerhaft vor einer Übernahme zu schützen.
Genau, das war eine Konstruktion, die schon außergewöhnlich war.
Du hast es eben gesagt, es gab diese Sonderlocke mit dem französischen Staat.
In deinen Unterlagen stand das sehr, sehr schön drin, dass damit verhindert werden sollte, dass man dazu aufgefordert wird und dazu verpflichtet ist, ein restliches Übernahmeangebot.
Auch noch zu machen, was ein bisschen doof gewesen wäre, weil die Aktien wurden ja gerade von Anon nach oben gekauft und wenn man zu diesem Preis hätte kaufen müssen, blöd, wirklich blöd in so einer Situation.
Von daher war man da so.
Angewiesen, dass der französische Staat da signalisiert nach dem Motto, wir wollen dieses Familienunternehmen schon als solches auch helfen, zusammenzuhalten.
Und dann gab es eben diese 50,2 Prozent, die man französisch-kaufmännisch auf 51 Prozent aufgerundet hat, auf H51.
Mittlerweile sind ja ein paar Jahre vergangen seit 2011.
Ist sogar noch was dazugekommen.
Und in 2021 haben die sich wieder zusammengesetzt und haben gesagt.
Wir kümmern uns mal nicht darum, dass dieser Vertrag eigentlich noch zehn Jahre läuft, sondern wir wollen wirklich eine in die Zukunft und über eine Generation hinweg gerichtete Sicherheit schaffen.
Und man hat im Jahr 2021 diesen in 2031 eigentlich auslaufenden Vertrag bis 2041 verlängert.
Und dazu in der Tat jetzt nicht mehr nur 50,2, sondern 54 Prozent zusammengebracht.
Hat trotzdem darauf verzichtet, diese Firma jetzt umzubenennen.
Heißt immer noch H51.
Ist eigentlich auch ein schöner Name, denn er sagt vor allen Dingen eins.
Wir haben die Mehrheit, gegen uns kommst du nichts an.
Und wenn du irgendwas willst, ist es ja schön.
Aber eigentlich wollen wir dir eins mit auf den Weg geben.
Keiner kann uns was.
Aber Bernard Arnault hält immer noch 8,5 Prozent.
Und das ist ja irgendwie so ein bisschen so eine lauer Stellung.
Also so richtig aufgeben will er offensichtlich nicht.
Vielleicht ist es auch einfach für ihn eine attraktive Finanzbeteiligung.
Ist ja gut, ist ja kein Fehler, kommen wir ja jetzt gleich drauf.
Hat ja einen günstigen Kurs offensichtlich.
Um die 100 eingestiegen.
Jetzt im Bereich von 1600 Euro ist die Aktie wert.
War allerdings auch schon mal deutlich, deutlich, deutlich höher.
Ich finde, das ist ein sehr gutes Stichwort, um auf die Aktie zu kommen.
Tobias, du hast den aktuellen Kurs von 1600 Euro ungefähr schon angesprochen.
Ich würde gerne noch mal kurz eine Bilanz ziehen, bevor wir jetzt auf das aktuelle Geschehen rund um Hermes und die Aktie und wie steht das Unternehmen eigentlich so da eingehen.
1993 hat die Börse gegangen zum Kurs von 300 Franc.
Wir haben gesagt, irgendwie so um die 45, 50 Euro kostete das alles nach den heutigen Kursen.
Und heute steht die Aktie bei 1600.
Zwischendrin gab es zwei Aktiensplits, jeweils im Verhältnis 1 zu 3.
Da komme ich auf eine etwa knapp 300-fachung des Kurses.
War nicht so schlecht.
War nicht so schlecht.
Knapp 19 Prozent per Anno hast du ausgerechnet.
Ist das jährliche Rendite?
Das Lustige war und das Lustige ist, Vor kurzem war sie ja quasi noch so im Bereich einer fast versechshundertfachen.
Ja genau, da wollte ich nämlich jetzt gerade darauf zu sprechen kommen, dass wir waren ja schon vor etwas mehr als einem Jahr, Anfang 2025 glaube ich bei 2700 Euro für diese Aktie um den Dreh und jetzt steht sie aktuell bei 1600, kommen gleich sicher auf die Ursachen oder die vermuteten Ursachen dazu.
Aber das ist ja schon eine sehr beeindruckende, also wenn man 1993 das Glück hatte.
Zu der Familie zu gehören?
Nein, nein, nicht zu der Familie zu gehören, sondern den Riecher hatte, sich für 300 Fr.
so eine Aktie ins Depot zu kaufen, kann man sich sehr glücklich schätzen.
Dann ist jetzt wieder die Frage, hätte man lieber damals irgendwie so eine Birkenbag gekauft oder ...
Die Aktie.
Ich wäre bei der Aktie.
Ja, ich glaube, die Frage stellt sich dann nicht mehr.
Also bei allem Respekt vor einer Birkinback, wenn es nicht die von Jane Birkin gewesen wäre, dann sieht es natürlich ein bisschen anders aus.
Aber ich kann mir nicht vorstellen, habe es aber in der Tat auch nicht recherchiert, dass da die Entwicklung der Handtasche derartig mithalten kann.
Das Interessante finde ich immer wieder bei diesen Eingaben, wenn wir uns mit einer...
fast für 300-fachung, mit einer fast für 600-fachung beschäftigen, dass das dann über die Zeit, diese 33 Jahre, die der Börsengang her ist, eigentlich gar nicht so viel ist, was es bei der annualisierten Rendite ausmacht.
Denn die beträgt eben im einen Fall, in dem ich in dem aktuellen Fall bezogen auf den Startschuss 1993, 19 Prozent per heute und war vor ein paar Monaten eben noch ...
Bei 21, das klingt immer so harmlos.
Und das macht immer wieder klar, wie leicht man diesen Zinseszinseffekt dann unterschätzt.
Und das war eben so die Situation, dass es schon ein bisschen zum Schmunzeln war.
Aber die Aktie in der Tat jetzt in ungemütlicheres Fahrwasser gekommen ist.
Und im Tief bisher im Laufe dieses Jahres bei 1529 notiert hat schon mal.
Das ist so die Schwankungsbreite.
Und ja, jetzt im Moment eben bei 1600 angekommen ist.
Zu den Gründen, da können wir jetzt irgendwie viel Mut maßen, finde ich.
Also natürlich war Corona erstmal irgendwie schwierig, dann aber haben die Leute ja gerade in der Corona-Zeit viel Geld ausgegeben für alle möglichen schönen Dinge, um sich das Leben ein bisschen angenehmer zu machen.
Es kam der Russland-Ukraine-Krieg dazu, jetzt zuletzt noch der neue Konflikt im Nahen Osten oder im Mittleren Osten, der Krieg am Persischen Golf.
All diese Rücksätze hat es gegeben, Krise in China im Geschäft, Konjunkturkrise.
Du guckst mich so zweifelnd an, ich komme gleich drauf.
Handelskrieg in den USA, das sind ja alles die Argumente, die genannt werden.
Du findest ja alles schon, was dafür spricht, was bei dieser Aktie dazu führt, dass irgendwas nicht mehr so weitergeht.
Ja, nein, aber worauf ich hinaus will, wenn ich mir jetzt die Geschäftszahlen von Hermes angucke.
die Umsatzentwicklung, die Gewinnentwicklung, du hast es ja vorhin schon alles erwähnt, dann sehe ich nichts von diesen Krisen.
Oder zumindest nicht sehr, sehr viel.
Und deswegen verstehe ich die Entwicklung dieses Aktienkurses nicht.
Also wir geheimnissen da total viel rein und sagen um Gottes Willen, jetzt ist der Krieg im Nahen Osten und die Scheichs da unten werden sich jetzt irgendwie ihre schönen Handtaschen nicht mehr kaufen können.
Und tatsächlich laufen die Geschäfte aber von Hermes.
Sie laufen ja sogar im ersten Quartal 2026.
Sie laufen vielleicht nicht mehr ganz so grandios und wir sehen die Kratzer bei anderen Luxuskonzernen, bei LVMH, bei Kering sehen wir es sowieso und bei, so sehen wir überall.
Bei Hermes sehe ich diese Kriege und Krisen und Einbrüche und Rückschläge und Rücksetzer so in den Geschäftszahlen überhaupt nicht.
Und deswegen wundert mich dieser krasse Rückgang des Aktienkurses so.
Also da, das klingt jetzt ein bisschen nach Klugscheißer-Modus, was kommt, aber der wundert mich an der Stelle überhaupt nicht.
Der war überfällig.
Diese Aktie war so derartig priced for perfection wie eigentlich nichts anderes.
Ich habe nicht ansatzweise verstanden, wer im Jahr 2020 zum Beispiel auf die Idee kommen konnte, zu einem Aktienkurs, der bedeutend unter dem jetzigen liegt, von 880, auf die Idee zu kommen zu einem Endjahres KGV.
von 66 dieses Unternehmen zu kaufen.
Ich habe es bei 1500 nicht verstanden, bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 63 im 21.
Und auch im Jahr 22.
Als der Kurs bei 1500 in etwa war, war das KGV immer noch bei 43 und stieg dann in 24 wieder auf 51 und in 25 auf 48.
Es ist durch nichts aus meiner Sicht zu rechtfertigen, dass diese Luxusanbieter zu derartig abstrusen Multiples gehandelt werden, wobei man eine Sache wirklich sagen muss.
Ich bin ja dann zurückgegangen und habe mir das Ganze mal bis zum Jahr 2000 angeguckt.
Das niedrigste KGV, was ich für eine Ermessaktie bis 2001 zurückgehend gerecht gefunden habe, war eben mal im Jahr 2002, bitte da an die wirtschaftliche Gesamtsituation der Welt zurückdenken, eine 22, das war einmalig, denn das zweitniedrigste KGV war im Bereich 25 und 26, in 2003 und 2004 nämlich.
Und außerhalb dieser drei Jahre notierte das KGV auf Jahresendbasis immer jenseits von 30.
Also ja, dieses Unternehmen ist historisch gesehen immer sehr teuer.
Wir haben die Geschichte über Hermes auch mit Arnaud gehört und diese knappe Anzahl von Stücken, die es ja gibt.
Aber wenn ich mir die Frage stelle, möchte ich ein tolles Unternehmen kaufen, dann kaufe ich es eben nicht zu einem, sorry, aus meiner Sicht schwachmatischen Preis.
Und ein 50er KGV für einen Luxusanbieter mit einem Wachstum, was dann eben zwar vorhanden ist, aber eben nicht auf Dauer so fortschreibbar ist, wenn wir jetzt eben auch berücksichtigen, dass für die Produktion dieser Handtaschen ja auch eine ganze Menge Leute erforderlich sind, die man nicht mal eben so einstellen kann.
Tobias, das ist ja trotzdem ein total interessantes Phänomen, da würde ich jetzt gerne dann kurz mal bleiben.
In den Geschäftszahlen hat sich eigentlich gar nicht so wahnsinnig viel getan, zumindest nicht negativ, sondern das Wachstum geht anders als bei den anderen Luxuskonzernen so einigermaßen.
Aber auch der Gewinn pro Aktie.
Dieses Unternehmen war es, ich habe ja die Zahlen vorhin so ein bisschen mal vorgetragen.
Und wenn du dir 23, 24, 25 und 26 anguckst, dann reden wir über einen Gewinn pro Aktie von.
42,50, 45, 44,30, 44,50.
So, da ist gar nichts.
Da ist Wachstum quasi zero.
Und da muss man einfach mal sagen, dafür bezahlt man kein 50er KGV, dafür bezahlt man kein 40er KGV.
Verstanden, aber die Leute haben es ja trotzdem lange genug gemacht.
Und dann irgendwann kriegen sie kalte Füße.
Ich will darauf hinaus.
Warum kriegen die dann auf einmal kalte Füße?
Klar, diese Makrodaten, die ich irgendwie, diese Makrogründe habe ich gerade alle genannt.
Kriege, Krisen, Konjunkturabschwächungen in China, USA, Strafzölle etc.
Und dann siehst du es aber gar nicht in den Geschäftszahlen und die Leute kriegen trotzdem kalte Füße.
Ist das dann so, glaubst du, dass...
das wie so ein psychologisches Moment ist, ah, jetzt auf einmal traue ich dieser Aktie nicht mehr und dann gehe ich da raus, obwohl die Geschäftszahlen einfach weiter gut laufen und du auf der Basis bisher da drin warst oder sogar vielleicht auch noch kurzfristig eingestiegen bist.
Das ist ja genau der Effekt.
Also ich meine, du kaufst ein Unternehmen, was so ein hohes Multiple hat.
Einfach deswegen, weil du zum einen weißt, okay.
Es gibt da jetzt nicht besonders viele Aktien, also die wird wahrscheinlich auch weiterhin relativ teuer bleiben.
Da glaube ich auch dran, dass die relativ zum Gesamtmarkt immer eine Prämie haben wird.
Ob das jetzt gerechtfertigt ist, muss ja jeder für sich selber entscheiden.
Aus meiner Sicht in der Höhe auf gar keinen Fall.
Dann muss man eben eine Kaufentscheidung treffen oder auch mal eine Verkaufsentscheidung treffen und jeder, der eine Verkaufsentscheidung jenes von 2500 Euro getroffen hat, dem kann man dazu eigentlich nur gratulieren und sagen, ja hast du richtig gemacht und vielleicht gibt es eben irgendwann die Situation, dieses Unternehmen, wenn wir immer wieder an unsere erste Folge denken, great company at a fair price.
So was ist ein fairer Preis für ein solches Unternehmen mit einer ikonischen...
mit auch dem ein oder anderen Wachstumspotenzial, was noch ungehoben ist.
Denn wir haben jetzt ja schon mal zum Ausdruck gebracht, dass es dieses Unternehmen schon mal geschafft hat, sich komplett zu drehen.
Von Seite auf Leder.
Und wenn wir uns mal die LVMH-Geschichte anschauen, was die in den letzten Jahren so gemacht haben, die haben sich an der einen oder anderen Stelle nicht komplett gedreht.
Aber die haben sich zumindest brutal erweitert und diese Tiffany-Übernahme.
Damit sind sie im Schmuckbereich nochmal in einem ganz anderen Markt wesentlich intensiver, wesentlich vehementer eingetreten, nützen da eben ihr Playbook.
Und die Frage, die bei einer Hermes jetzt mittelfristig irgendwie zu stellen ist und zu stellen sein wird, ist, ob dieses Unternehmen eben auch intrinsisch, denn auf Übernahmen steht man ja nicht so, die wollen das selber machen.
Und daran musste ich vorhin so denken, als du dieses Uhrenthema angesprochen hast.
Gerade auch deswegen, weil ich mir vor zwei Jahren eben eine MS Uhr gekauft habe, weil der Verkäufer sehr, sehr gut erkannt hat, dass das wahrscheinlich ein Match sein könnte zwischen der Uhr und mir.
Das war wirklich sehr, sehr gut.
Und das ist eben schon auch eine Situation, wo ich damals in dem Gespräch mitgenommen habe, dass MS auch vorhat, in diesem Bereich stärker zu werden.
von dem ich eben auch glaube, dass er wirklich Wachstumspotenzial hat.
Denn wer zu dem Taschenklientel gehört, dem ist wahrscheinlich auch einigermaßen leicht, eine Uhr für die Hälfte des Preises einer Birkin zu verkaufen.
Und in so einem Zuge kann man die Preise auch für die Uhren versuchen, langsam nach oben zu ziehen und mehr Uhren und mehr Schmuck auch zu verkaufen und versuchen, in diesem Markt stärker Fuß zu fassen.
Das eine oder andere gibt es da ja schon.
Du hattest, glaube ich, von Manschettenknöpfen gesprochen.
Habe ich nicht gesprochen, aber habe ich tatsächlich.
Ja, hast recht.
Habe ich vorher erwähnt, dass ich zu meiner Hochzeit, das wäre mir jetzt, hätte ich darauf verzichtet, nachdem du mich schon für meine MS-Krawatten irgendwie so hier an die Wand gestellt hast.
Nee, ich stelle da gar keinen an die Wand.
Ich stelle gar keinen an die Wand.
Ich sage nur, ich würde auf Grundlage meiner Unfähigkeit Nahrungsmittel...
nicht nur sehr einseitig zu verteilen, sondern mitunter auch eine gewisse Streuung dazu haben, mir keine Krawatte für 255 Euro kaufen.
Wenn du dich da so viel besser im Griff hast als ich und dir da keine Missgeschicke passieren, dann verstehe ich total den qualitativen Ansatz, dass du sagst, ich habe fünf Krawatten und da möchte ich eben, dass ich richtig tolle Krawatten habe.
Verstehe ich total.
Siehst du?
So, und aus dem Grund habe ich tatsächlich mir auch mal Manschettenknöpfe bei MS.
Und du hast ja vor allen Dingen auch gesagt, du bist durch andere Läden gegangen und die haben eben keine gefallen.
Und wenn man dann sagt, man möchte für seine Hochzeit einen Tag, den man in Erinnerung behalten will, einen Tag, der hoffentlich ein Leben lang als ein schöner Tag in Erinnerung bleibt, da möchte man was Besonderes haben, dann verstehe ich das auch total.
Auf der anderen Seite gibt es ja auch Leute, die zwei- oder dreimal heiraten.
Dann sinken die Durchschnittskosten quasi schon wieder für die Manschettenknöpfe.
Das stimmt.
Muss man der zweiten und der dritten Frau dann nicht sagen.
Ja, genau.
So, jetzt sind wir aber so ein bisschen abgeglitten vom Thema.
Du willst raus darauf Mode und Accessoires.
Vielleicht hast du recht, ich finde es sehr spekulativ, ehrlich gesagt, zu glauben, dass da jetzt die Zukunft dieses Unternehmens liegt.
Na, was heißt Zukunft?
Die nächste Wachstumsgeschichte kann daherkommen.
Ja, stimmt.
Weil du wirst nicht so einfach die nächsten 300.000, also du wirst nicht so einfach auf 300.000 Kellys und Birkins wachsen können.
Darfst du schon, verbietet dir ja keiner.
Ja gut, aber du musst ja irgendwie diese Preise rechtfertigen.
Also die Dinger müssen ja knapp bleiben.
Und wenn der weltweite Wohlstand sich so entwickelt, dass das eben alles so ist, dann mag das ja auch so sein, dass das in irgendeiner Form funktioniert.
Also so viele, so viel sind 300.000 Taschen ja nun auch nicht.
Schon, wenn sie irgendwie im Bereich durchschnittlich 15.000 kosten, ist es eben schon ein bisschen ungünstig.
Aber gut, da geht ja ein.
Dieser Markt, dieser Luxusmarkt, der ist ja groß und so weiter.
Aber wenn du an bestehende Kunden, wie gesagt, vielleicht nicht in der Lage bist, diese komischen überteuerten Decken für 2.000 Euro zu verkaufen, sondern stattdessen oder komische Schuhe.
Sondern sagst dann zum Motto, hier, wir haben ein richtig schönes Accessoire im Schmuckbereich, im Uhrenbereich, für das wir jetzt mal 5, 10, 15.000 nehmen.
Da kannst du den Umsatz natürlich in der Tat sehr, sehr leicht.
Nach oben hieven.
Ich habe ja die Ehre, einmal im Jahr zur Uhrenmesse nach Genf zu fahren, um mir dort die neuesten...
Ich neide dich sehr drum.
Ja, und das ist auch wirklich toll.
Und einer der tollsten Stände ist tatsächlich jedes Jahr der von Hermes.
Auch immer im Vorhinein schon ganz schnell ausgebucht.
Dieses Jahr war ich tatsächlich mal da und habe da einen der begehrten Plätze für die Präsentation der neuen Uhren bekommen.
Und die sind auch wirklich toll, die Uhren.
Muss ich dir total recht geben.
Die hatten so ganz viele skelettierte Modelle jetzt, wo du sozusagen von oben und unten quasi durch die Uhr durchgucken kannst, durch das Uhrwerk.
Und dann diesem ...
bei der Arbeit zuschauen kannst, in ganz spektakulären Unifarben, also wirklich diese Hermes-Farben, die so ganz kräftig sind und Orangen, Gelben, Waldgrün war das, glaube ich.
Die sehen wirklich toll aus und ich habe mich dann aber trotzdem gefragt, also da sind dann ganz viele Japaner, Chinesen bei dieser Uhrenmesse und riesen Gedrängel, diese Uhren dann irgendwie mal anzuprobieren.
Über was reden wir hier an Geld bei dieser wunderschönen...
Ich kann es dir nicht sagen.
Es war so schwierig, mit den Leuten von Hermes da ins Gespräch zu kommen, weil die so belagert waren, dass ich diese Frage, die man typischerweise immer auf den Ständen stellt, nicht stellen konnte, weil sie wirklich so belagert war.
Aber ich habe mich dann schon gefragt, wird es Hermes schaffen, und du hast es ja angesprochen, wenn ich mir jetzt den Umsatz der Uhrensparte angucke, und das ist ja nur ein Bruchteil dessen, was...
aktuell noch Lederstoffe Mode ausmacht, wird es Hermes schaffen, sich tatsächlich als eine Luxusuhrenmarke, sind sie ja schon, aber so in der Breite zu positionieren, wie das klassische Uhrenhersteller ja schon lange getan haben und ja auch so ein bisschen das Feld arrondiert haben.
Ja, da hat ja jeder so seine Claims abgesteckt.
Und ob Hermes da noch so reinkommt, habe ich mich gefragt.
Kann sein.
Finde ich eine gute These.
die man jetzt tatsächlich sich mal für die nächsten zwei bis fünf Jahre mal so hinlegen kann, um das zu überprüfen, was wir jetzt hier so rausgehauen haben als These für diese Aktie und das Unternehmen, bin ich selber gespannt.
Also weiß ich nicht, würde ich jetzt keine Prognose abgeben wollen.
Was wir in jedem Fall sehen, sind das die Schätzungen, nachdem die letzten drei Jahre jetzt wie aufgehört eben nicht so doll waren und im Übrigen dann auch mit einem Margenrück.
Ich habe ja vorhin nur 2020 und 2025 genannt.
Ich habe ja vorhin, weil wir da ja noch nicht bei der Aktie waren, unterschlagen, dass das Ganze in 2023 schon auch eine Marge von 32 Prozent gestiegen war.
Also was seit 2023 passiert ist, ist schon etwas Spezielles.
Der Umsatz ist zwar weiter gestiegen, aber die Marge ist gefallen, sodass der Gewinn...
der nach allem so übrig geblieben ist, und das war ja auch in dem Gewinn pro Aktie zu erkennen, eben stagniert ist.
Und das ist etwas, wo der Gewinn auch deutlich schwächer vom Wachstum dann war als das Umsatzwachstum.
Und das soll sich wieder ändern, auch aus der Analystenperspektive.
Das Fünfjahreswachstum 25 bis 30, auf Basis der aktuell vorliegenden Schätzung, ist eben so, dass der Umsatz um 7,8 Prozent pro Jahr zulegen soll.
Ich rede dann also davon, dass der Umsatz von Hermes im Jahr 2030 bei 23,3 Milliarden Euro liegen soll.
Und der Gewinn pro Aktie soll ausgehend von den in 2025 erreichten 683, die prognostisch in 26 noch unterboten werden, aber bis 2030 dann doch auf 971 steigen, was dann einer Gewinnsteigerung von 10 Prozent pro Jahr entspricht.
Und das wäre zumindest wieder so etwas, wo man sagen kann, na gut, jetzt ist die Aktie ein ganzes Stück zurückgekommen.
10% pro Jahr ist dann auch etwas, was sich bemerkbar macht.
Wenn man diese 1600 jetzt mal damit in Verbindung setzt, dass in 2030 ein Gewinn von 71 Euro da sein soll, dann reden wir hier über ein 2030er KGV.
Nicht ein 2026er KGV, sondern ein 2030er KGV im Bereich von 23, 24.
Und wenn man an ein solches ikonisches Luxusunternehmen mit dieser Alleinstellung glaubt und auch daran glaubt, dass diese Umsatzsteigerung zu bewerkstelligen ist, dann kann man auch davon sprechen, dass das zumindest im Moment im Bereich Ich sage noch nicht, dass es so ist.
Ich habe noch ein etwas niedriges Einstiegsszenario, dass es zumindest mal ein fairer Preis ist.
Es ist noch kein guter Preis und es ist auch noch kein Schnäppchen, aber es ist ein guter Preis.
Und der gute Preis, um das mal abzuschließen, da gucke ich dann lieber auf 26 und sage, von da aus rechne man in die Zukunft.
Da wäre ich dann bereit, 30er KGV zu akzeptieren.
Und das würde dann zu einem Kurs führen.
wo man aus meiner Sicht eben auch mal eine Order in den Markt legen kann im Bereich von 1350 Euro.
Ja, vielleicht hast du ja Ende des Monats Gelegenheit dazu.
Dann kommen die Halbjahreszahlen von Hermes.
Vielleicht steht sie da auch wieder bei 2000.
Das stimmt.
Wenn du Pech hast, dann steht sie wieder bei 2000.
Aber dafür müssten die Geschäfte wahrscheinlich schon sehr, sehr, sehr gut laufen.
Und das ist ja wiederum richtig.
Ganz perfekt sind die Rahmenbedingungen auf der Welt ja nun nicht.
Dass man jetzt annehmen würde, dass die Geschäfte so durch die Decke gehen, würde mich zumindest sehr überraschen.
Genau, es ist eben wirklich die Frage, ob von den Leuten, die in den letzten Jahren dann immer gesagt haben, sie würden total gerne so eine Tasche mal haben, ob die die dann auch nehmen oder ob die, weil sie feststellen, dass die Nachfrage auch an dem Sekundärmarkt, wo sich einige dann ja sehr gerne daran orientieren, dass die gar nicht mehr so massiv steigend sind und vielleicht auch mal ein bisschen stärker zurückkommen, sich eher von der Kaufsabsicht trennen, weil sie gar nicht die Absicht hatten, die wirklich zu tragen und auch das Lebensgefühl, was ein solches Luxusgut vermittelt, zu genießen, sondern weil es im Grunde genommen auf dem Flip dieser Tasche hinausgelaufen wäre.
Und dann kann es auch anders aussehen.
So ganz grundsätzlich glaube ich, dass es Hermes sehr, sehr gut gelingen kann.
Zum einen weiterhin diese Anzahl von Taschen, zu denen dann ja auch jedes Jahr um 6 bis 8 Prozent steigenden Preisen zu veräußern.
Ich habe hier gerade über eine Gewinnsteigerungsschätzung von 10 Prozent gesprochen.
Das heißt, da ist gar nicht mehr so viel nötig, um das zu schaffen.
Also das sind dann schon nur wenige Uhren, die da eigentlich nur verkauft werden müssen.
könnte ich mir zumindest vorstellen, dass da die Anstrengungen hingehen, um dort einfach die nächste Wachstumskurve hinzukriegen.
Tobias, jetzt ist es doch wieder ein bisschen länger geworden.
Ein Hauch.
Ganz wenig über eine Stunde.
Lass doch einfach mal so verbleiben.
Wir fahren jetzt alle in den Urlaub, machen uns eine schöne Zeit.
Und wenn uns ganz langweilig ist am Strand, dann kann man sich ja mal Ende Juli, ich glaube am 29.
Juli, die Halbjahres- und Quartalszahlen von MS anschauen.
Und wenn wir uns nach der Sommerpause hier irgendwann im Herbst widersprechen zu etwas kühleren Temperaturen, können wir nochmal ganz kurz rekapitulieren, wie unsere Markterwartungen hier zu sind.
Wir sollten das ja sowieso machen.
Wir reden ja hier davon, dass wir Aktien fürs Leben besprechen.
Und dazu gehört dann eben auch, dass wir uns die Unternehmen, die wir schon besprochen haben, das sind ja ein paar, dann eben auch nochmal vornehmen.
Heute war es unsere insgesamt 13.
Folge.
Wir haben heute das zwölfte Unternehmen besprochen und das schreit ja quasi auch nach einer Rückschau, wie es da eigentlich bei den Unternehmen aussieht und was auf ganz aktueller Basis eigentlich da zu erwarten ist für die nähere oder fernere Zukunft.
Ich erinnere zum Abschluss nochmal daran, dass wir angefangen haben mit Berkshire Hathaway.
fortgesetzt haben mit LVMH.
Dann kamen Coca-Cola und Apple.
Dann sind wir endlich mal nach Deutschland gegangen und haben über die Münchner Rück gesprochen, die dieses Jahr ein ganzes Stück billiger geworden ist.
Das gehört eben auch zum Leben dazu.
Wir hatten Nike, SAP, Novo Nordisk, Amazon, Adidas und Netflix und haben das Dutzend heute vollgemacht mit Hermes.
Ich hoffe, Sie hatten viel Spaß dabei.
Mir hat es große Freude bereitet, wie immer.
Vielen Dank, dass du da warst, Tobias.
Sehr gerne.
Und jetzt wünschen wir euch und Ihnen allen, die Sie uns die Treue halten, wunderschöne Sommerwochen.
Kommen Sie gut durch den Sommer, nicht zu heiß, aber auch nicht zu kühl und bleiben Sie uns gewogen.
Alles Gute aus Berlin.
Bis dann.
Tschüss.
