# Market Volatility, Supply Chain Risks, and Banking Shifts

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-07-15

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über den historischen IBM-Crash, Pleiteangst bei Lucid und machen einen Wall-Street-Banken-Exkurs.
Im Thema des Tages geht es um den Dürre-Krisen-Indikator und in der Tübel-E-Idee sprechen wir ausnahmsweise eine klare Empfehlung aus.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Holger Zschäpitz und Nando Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Mittwoch, der 15.
Juli und wir wünschen euch einen famosen Start in den Tag und vamos España.
falsche und schlechte Wortspiel, muss der einfach mal sein.
Für alle Fans des spanischen Fußballs dürfte der heutige Tag tatsächlich grandios beginnen nach diesem unglaublich dominanten Sieg gegen Frankreich.
Unglaublich überraschend, aber unglaublich dominant.
Nein!
Das ist mein Weltmeister-Tipp, Spanien.
Das spricht ja dafür, wie überraschend das ist.
Aber sehr, sehr, sehr verdient.
Das kann man wirklich nicht anders sagen.
Das können selbst Experten wie ich nicht anders urteilen.
Was soll ich dir was sagen, Sommerfeld?
Es könnte sogar sein, dass ich dich sogar noch einhole beim Weltmeister.
Du bist so weit abgeruht.
im Spiel, dass mittlerweile wenige Punkte uns nur noch trennen, hat mein Sohn heute angemerkt.
Insofern schaffe ich es noch, den großen Sommerfeld, den großen Fußball-Gott Sommerfeld einzuholen.
Also mein Torschützen-König und mein Weltmeister-Tipp tatsächlich ja seit gestern Abend Geschichte sind.
Aber jetzt kommen wir zurück zu Vamos, beziehungsweise Vamos, denn Vamos war auch die Stimmung an der Wall Street gestern.
Aber ehrlich gesagt, diese Dauer-Rotation nervt mich ziemlich.
ziemlich, täglich grüßt die Rotation, würde ich mal sagen.
Genau.
I got you, babe.
Das wäre die richtige Musik dazu.
Dann kommen wir zum Nahost.
Da ruderte Trump von seiner 20% Schutzgeldgebühr in der Straße von Hormuz wieder zurück, nach Druck von den Anrainer Golfstaaten.
Wunder, Wunder.
Und Trump meinte, die Gebühr würde durch Investments der Golfstaaten in den USA wieder ausgeglichen.
Also es wird halt irgendwie umgeleitet.
Und der Ölpreis, der fiel daraufhin wieder leicht.
Aber am Abend erneuert dann Trump seine alte Drohung.
Er werde im Iran Kraftwerke und Brücken bombardieren.
Und das ließ den Preis dann wieder leicht steigen.
Also auch da geht es hin und her, hü und trott.
Jetzt habe ich echt einen Ohrwurm, aber egal.
Ich will mich noch die ganze Nacht begleiten.
Auch bei den Sektoren wurde wieder rotiert.
Stichwort täglich grüßt die Rotation.
Positive US-Inflationszahlen brachten wieder Schwung in den Tech-Sektor.
Die Teuerung ist im Juni nämlich weniger stark gestiegen als befürchtet.
Die Headline-Rate legte 3,5 Prozent zum Vorjahr zu nach 4,2 Prozent im Mai und erwarteten 3,8 Prozent.
Also deutlich tiefer.
Und die Kernrate ohne Lebensmittel und Energie, die stieg nur um 2,6 Prozent statt erwarteter 2,8 Prozent.
Entsprechend stiegen die Kurse an der Nestec.
Nestec 100 gewann 1,1 Prozent, der S&P 500 gewann knapp 0,4 Prozent und unser DAX, Süße, 0,1 Prozent im Plus.
Jetzt mal auf.
Und die gute Inflationsrate, die waren auch so eine Erleichterung und nahmen die Angst, dass die FED bereits im Juli die Leitzinsen anheben könnte.
Und jetzt wird nur noch eine Zinserhöhung in diesem Jahr eingepreist.
Und es gab auch noch eine Anhörung vom neuen Fed-Chef Worsch vor dem Kongress.
Und die brachte wenig Neuerkennung.
Es wird einfach mal den zentralen Satz hier euch mitteilen.
Und dann wisst ihr, dass es jetzt nicht besonders erkenntnisreich war.
Er sagt, wenn wir die richtige Politik verfolgen, und das werden wir, wird der Inflationsschub der letzten fünf Jahre der Vergangenheit angehören.
Na dann.
Hört, hört.
Ja.
Das Thema des Tages aber war gestern die historische Absturz der IBM-Aktie.
Und wir sind immer schnell mal zur Hand mit historisch und legendär und so weiter, aber diesmal ist es wirklich historisch.
Mehr als 25% ging es in die Tiefe und historisch bedeutet, die Aktie fiel so stark wie seit mindestens 58 Jahren nicht mehr.
58 Jahre, die meisten Aktien gibt es natürlich gar nicht so lange.
Das ist historisch und Auslöser waren vorläufige Quartalszahlen, die unter den Erwartungen lagen.
jetzt aber gar nicht so krass schlimm.
Der Umsatz lag bei 17,2 Milliarden Dollar statt der erwarteten 17,9.
Besonders schwach war allerdings die Infrastruktursparte mit Mainframes, die um 7% nachkappt.
Ja, RBM erklärt das mit Kunden, die wegen KI-Engpässen immer Geld in Chips und Server stecken und die finalen Zahlen, die kommen dann nächste Woche.
Man muss dazu aber auch sagen, die Aktie war zuletzt stark gestiegen und notiert nach dem Absturzen und wieder auf dem Niveau von Mitte Mai.
Allerdings vom Allzeithoch ist sie auch gut ein Drittel gefallen.
Und nicht allein IBM schockt mit Umsatzwanderung.
Es gab auch eine von HCA Healthcare und Pentair, die haben auch negative Vorabmeldungen gemacht.
Pentair erwartet im zweiten Quartal nun 17 Prozent weniger Umsatz statt des eigentlich erwarteten Wachstums.
Und Hauptgrund sind hohe Lagerbestände in der Pustel.
Poolbranche und jetzt haben in drei Branchen Unternehmen mit negativen Verabmeldungen irgendwie die Leute geschockt.
Und das ist so ein bisschen brisant, weil man sich jetzt fragt, was ist denn jetzt mit dieser gesamten Berichtssaison los?
Wird die jetzt enttäuschen?
Wird sie nicht enttäuschen?
Gleichzeitig haben die Banken ein ganz anderes Signal gesendet.
Sie sehen nämlich die gesamtwirtschaftliche Lage weiterhin sehr positiv, was auch für eine hohe Kreditqualität spricht.
Also die Quartalsaison für Q2, die dürfte in den kommenden Wochen ganz spannend werden.
Uiuiui, hohe Lagerbestände in der Poolbranche.
Das ist der neueste Krisenindikator.
Was das so schon wieder bedeutet.
Wir werden es weiterverfolgen.
Bleiben wir mal bei den Banken.
JP Morgan Chase legte um 2,5 Prozent zu, nachdem die Bank den höchsten Quartalsgewinn ihrer Geschichte gemeldet hat.
Da haben wir es wieder historische Zahlen.
Besonders stark war auch Goldman Sachs.
Die Aktie sprang sogar um 9 Prozent nach oben, weil das Geschäft mit Aktienhandel und Sales im zweiten Quartal die Erwartungen übertraf.
Ihr seht also, es gibt eindeutige Gewinne des SpaceX-Börsengangs, die Banken, die das Unternehmen an die Börse gebracht haben.
Deren Bilanzen sehen sehr, sehr gut aus.
Das stimmt, aber nicht alle Bankaktien konnten von diesem positiven Kapitalmarktumfeld profitieren.
Citigroup und Wells Fargo, die gaben nach ihren Zahlen nach, obwohl die eigentlich auch über Erwartungen lagen.
Aber die beiden Institute sehen zunehmende Konkurrenz um Kundeneinlagen, also wenn es um Zinsprodukte geht und haben eben daher ihre Prognose für das Zinsergebnis nicht angehoben.
Anders als JP Morgan, die das getan haben.
Und Bank of America, die gewann nach gutem Ergebnis 1,9%.
SpaceX übrigens, die sind gestern ab 136,08 gefallen.
Also wir kommen wirklich diesen 135 immer näher.
Und ihr dürft gespannt sein, ob die Aktien noch unter den...
Ausgabepreis von 135 fallen wird.
Ich könnte mir ja vorstellen, dass da irgendwie so eine, zumindest erstmal eine Barriere ist.
Ich glaube immer noch, dass sie unter 100 fällt, aber ich glaube, diese 135, die wird erst mal halten.
Also wäre eine Vermutung, ich weiß es nicht.
In vier Tagen kaufe ich wieder nach.
So viel kann ich schon sagen.
Kommen wir zu einem echten Sorgenkind.
Wir kommen zu Lucid.
Die Aktie ist an der Wall Street gestern dramatisch abgestürzt.
Nach einem Bericht über einen möglichen Börsenrückzug oder sogar Gläubigerschutz nach Chapter 11 brachen die Papiere teilweise um 57 Prozent ein.
Der Handel wurde mehrfach ausgesetzt.
Der Elektroautobauer, der wies die Spekulationen dann allerdings umgehend zurück.
Die Behauptungen seien, Zitat, völlig falsch.
Es gäbe genug Liquidität, um den Betrieb bis weit ins kommende Jahr zu finanzieren.
Ein Sonderausschuss für Insolvenz oder Delisting-Szenarien existiere nicht.
Und das hat dann zumindest ein bisschen geholfen.
Am Ende lag das Minus nur noch bei 16 Prozent.
Und trotzdem an der Börse ist die Aktie inzwischen ein absolutes Trauerspiel.
Minus 98 Prozent in den vergangenen fünf Jahren.
Aber Sommerfeld, hast du nicht zuletzt erzählt, dass du bald einen Lucid testen wirst?
Ja, ich teste tatsächlich jetzt in diesen Tagen den Lucid Gravity.
Das ist quasi das zweite große, wichtige Auto von dem.
Und?
Ein super gutes Auto.
Ich meine, die Autos sind auch wirklich wahnsinnig teuer.
Haben wir ja schon öfter mal gesagt, dass es halt eine Nische ist, aus der sie irgendwie nicht wirklich relevant rauskommen mit höheren Schickzahlen.
Obwohl, dieser Lucid Gravity, da gibt es ja diese Kooperation mit Uber.
Das soll quasi das Uber...
Robo-Taxi der Oberklasse werden.
Und Uber will irgendwie zehntausende Fahrzeuge abnehmen, aber halt erst in ein paar Jahren.
Und wir wissen nicht genau, ob es dazu noch kommen wird.
Hoffen wir mal, dass sie so lange durchhalten, wenn du denn so begeistert bist von dem Fahrzeug.
Und dann gab es noch eine drastische Senkung der Jahresziele.
Bei Evotec und die hat die Aktie brutal abstürzen lassen.
Die Papiere des Hamburger Biotech-Unternehmens brachen zeitweise um 31 Prozent ein und fielen auf den tiefsten Stand seit 2016, seit zehn Jahren.
Und am Ende war es immerhin noch ein Minus von 24 Prozent Grundwahn, eben eine harte Prognosesenkung und schwache vorläufige Quartalszahlen.
Evotec rechnet im laufenden Jahr nur noch mit einem Umsatz von 570 bis 610 Millionen Euro.
Euro und bislang waren es 700 bis 780 Millionen Euro anvisiert.
Und warum das verzögerte Meilensteinzahlung hieß es vom Unternehmen?
Was auch immer das heißt.
Wenn sie dann später noch kommen, wäre das ja, aber die Aktie sieht auch richtig schlimm aus, ehrlich gesagt.
Also die läuft gar nicht seit Jahren.
Besser sieht es für Delivery Hero aus.
Es sieht mich alles danach aus, dass Uber den Essenslieferdienst aus Berlin übernimmt.
Delivery Hero bestätigte gestern, Zitat, fortgeschrittene Verhandlungen mit Uber Technologies im Hinblick auf ein mögliches öffentliches Übernahmeangebot.
Bloomberg hatte berichtet, Uber wolle sich noch in dieser Woche mit Delivery Hero einigen.
Dem Bericht zufolge will Uber deutlich mehr als die 36 Euro je Aktie bieten, zu denen die Aktie am Dienstag anfangs.
an der Börse gehandelt wurde.
Kein Wunder, dass sie dann später höher gehandelt wurde, wenn man offenbar deutlich mehr bietet.
Nämlich fast 6% höher bei 39,10 Euro.
Und die Aktie des Unternehmens ist jetzt schon wieder mehr als 11 Milliarden Euro wert.
Gut, das ist doch ein guter Grund, mal Termine hier zu machen.
Da gibt es makromäßig US-Erzeugerpreise nach den normalen Konsumentenpreisen.
Ist das immer ganz spannend, weil es ein bisschen vorlaufender Indikator ist.
Dann das chinesische Bruttoinlandsprodukt.
Mal sehen, ob die ihre Ziele geschafft haben.
Ich finde es immer faszinierend, dass sie schon nach so kurzer Zeit, wenn das Quartal zu Ende ist, das ganze Land vermessen haben.
Dann gibt es das FED.
Beige Book und Zahlen von ASML.
Das ist natürlich sehr wichtig für die Halbleiterbranche und der wichtigste Einzeltermin für Europas Tech-Sektor.
Und dann gibt es noch Zahlen von BlackRock, BNY Mellon, Morgan Stanley, Johnson & Johnson und nachbörsig berichten unter anderem United Airlines und JB Hunt.
Und Rio Tinto bringt Produktionszahlen und Richemont, die melden Umsätze.
Das ist dann wichtig für das Luxussegment.
Das Thema des Tages.
Heute müssen wir im Thema des Tages einen neuen Börsendikator vorstellen, den Pegelstand des Rheins.
Genauer, den Pegel in Kaup, Köln, Duisburg und Huligshafen.
Das klingt jetzt erstmal nach lokalen Nachrichten, Niedrigwasser, ein paar Schiffe, ein heißer Sommer, aber Irrtum, die Dürre ist kein reines Wetterthema mehr.
Sie ist ein Kostenfaktor, sie bringt Lieferkettenprobleme und hat auch Auswirkungen auf den Energiepreis und damit ist sie auch für die Börse relevant.
Was ihr wissen müsst, der Rhein ist die Herzschlagader vieler Chemie- und Industriekonzerne.
Wenn hier etwas verstopft ist, dann schlägt sich das auch in den Bilanzen von BASF, Covestro, Shell oder ThyssenKrupp nie.
Denn bei Niedrigwasser ist die Produktion, der Transport oder auch die Kostenstruktur beeinträchtigt.
ThyssenKrupp Steel Europe beispielsweise musste in Duisburg die Hochofenproduktion bereits etwas drosseln, weil konzerneigene Schubschiffe bei den niedrigen Pegeln nicht auslaufen können.
Die Dürre bringt zunächst die Logistik durcheinander und dann stellen sich halt so Fragen, wie kommt mein Rohstoff rechtzeitig an und was kostet es, wenn ich ihn mit zwei Schiffen statt mit einem transportieren muss.
Bei BASF heißt es zwar, die Versorgung sei beherrschbar, die Kunden würden beliefert, aber die Schiffe können halt nicht mehr voll beladen werden.
Also müssen mehr Schiffe fahren, darunter spezielle Niedrigwasserschiffe.
Covestro spricht...
Ebenfalls von zusätzlichen Kosten durch logistische Anpassung.
Und das ist so ein bisschen die neue Definition von Inflation.
Nicht nur der Ölpreis steigt, sondern der Rheinpegel fällt.
Und auch das hat inflationäre Auswirkungen.
Die Wetterdaten, die geben auch wenig Anlass zur Entwarnung.
Durchschnittliche europäische Temperaturen sollen bis Ende Juli bei 22 Grad liegen etwa 2 Prozent über dem Zehnjahresschnitt.
Und gleichzeitig bleibt der Regen aus.
Die Niederschläge liegen europaweit rund 13 Prozent.
Unter dem Zehnjahresschnitt.
Und in Nordwesteuropa ist die Lage besonders brisant, die...
Die Kühlgradtage, das ist ein Maß für Klimaanlagen und Kühlbedarf, die liegen laut Bloomberg 79% über dem 10-Jahresschnitt.
Das heißt, es ist nicht nur trocken, es ist auch stromhungrig heiß.
Und dazu kommt die Dürre, drückt die Wasserkraft.
Norwegische Wasserkraft liegt bei 12,6 Gigawatt.
Das sind 5% unter dem 10-Jahresschnitt.
Und die Schweizer Wasserkraft liegt bei 5,4 Gigawatt, sogar 29% unter.
Und gleichzeitig sind die Windgeschwindigkeiten europaweit 17 Prozent unter Durchschnitt.
Uiuiuiui.
Ja, ja.
Und das ist eben das perfekte Börsenwetter für Nervosität.
Mehr Stromnachfrage, weniger Wasserkraft, weniger Wind, wärmere Flüsse, eingeschränkte Schifffahrt.
Immerhin wird derzeit mehr Strom aus Sonnenkraft gewonnen.
Die Wolkendecke ist europaweit 13 Prozent unter dem Zehnjahresschnitt.
Aber das hilft eben auch dem Rheinwasser nicht, wenn so ein bisschen die Spitzen vielleicht durch Solar wieder abgepuffert werden.
Die Pegelzahl.
die Anleger kennen müssen, die kommt insbesondere aus Kaup.
Und das ist so ein bisschen der Engpass am Mittelrhein.
Und wenn es dort eng wird, dann wird es für die deutsche Industrie teurer.
Die Wolkendecke ist europaweit 13 Prozent unter 10 Jahre schnell.
Das ist auch ein Satz, den muss man sehen.
Da gucken die Leute halt drauf.
Das ist halt wirklich so ein Börsianer-Deutsch mittlerweile.
Also ich gucke so an den Himmel und denke so, die Wolkendecke ist aber heute eher so 11 Prozent Unterschnitt.
Nein.
Konzentrieren wir uns mal wieder auf Kaub.
Bei Kaub fiel der Rhein nämlich zuletzt in Richtung extrem niedriger Wasserstände.
Der Wasserstand ist da auf rund 44 Zentimeter gefallen.
Das ist der niedrigste Stand seit vier Jahren.
Die Investmentbanker von Barclays sagen, dass Anleger den Rhein auf dem Radar haben sollten.
Die rote Linie wäre in längerer Zeit rum.
bei rund 40 Zentimetern oder darunter in Kaub.
Die kennen Kaub auch.
Ja.
Und darunter wird es nämlich kritisch und Deutsche Bank Research kennt das nämlich auch.
Die sagen nämlich, bei etwa 40 Zentimeter oder weniger wird Güterschifffahrt für gewöhnlich eingestellt.
Und bei sehr niedrigen Pegeln kann ein typisches Containerschiff an der Engstelle nur noch mit weniger als einem Fünftel Auslastung oder eben dann irgendwann überhaupt nicht mehr fahren.
Tja, das ist echt nicht mehr viel.
Wie gesagt, im Fokus stehen BASF, Covestro, Evonik, Lanxess oder Konzerne wie Wacker.
Bloomberg Intelligence schreibt, dass bis zu 10 Prozent der europäischen Chemiestransporte...
In Deutschland sind es rund 28 Prozent der Transporte.
BASF Ludwigshafen kommt sogar rund 40 Prozent der eingehenden Rohstoffe per Schiff.
Und jetzt ist halt die Frage, welches Szenario wiederholt sich.
2018 war so ein Warnschuss.
Für damals beziffert Barglis die Belastung für BASF von rund 250 Millionen Euro.
Gewinneinbuße für K plus S auf rund 70 Millionen und für Evonik auf rund 35 Millionen Euro.
Und der Unterschied heute, die Unternehmen sind besser vorbereitet mit Frühwarnsystemen, Lagern, Spezialschiffen und alternativen Routen.
2022 war laut Barclays ein erfolgreicher Stresstest.
Was heißt das jetzt?
Das heißt nicht in Panik verfallen, aber...
Preis macht wird halt wichtig.
Wer Zusatzkosten weitergeben kann, überlebt besser.
Wer ohnehin unter Margendruck steht, bekommt ein weiteres Problem.
Und es geht ja nicht nur um Chemie.
Shell beispielsweise transportiert an den Standorten Godorf und Wesseling normalerweise rund ein Drittel der Produktmenge über den Wasserweg.
Bei Niedrigwasser braucht es mehr Schiffsbewegungen oder Alternativen wie Kesselwaage, LKW oder Pipelines.
Ja, und das kann dann irgendwann auch an der Zapfsäule ankommen.
Ich gebe zu, die heutige Triple-E-Idee des Tages ist ungewöhnlich.
Sie hat nichts mit Aktien zu tun, nichts mit ETFs.
Ja, obwohl am Ende dann doch ein bisschen, aber auf jeden Fall auch nichts mit Zinsen oder auch nichts mit Nvidia oder Micron oder ASML.
Aber die Idee gehört trotzdem hierher.
Sehr zwingend sogar, finde ich.
Es geht um einen Missstand, der Millionen Familien betrifft und der erstaunlich leicht zu beheben wäre.
Nämlich fehlender Schutz für den Todesfall.
Eine Sommerfeldsche-Jahrhundert-Idee, würde ich mal sagen.
Und ich ahne, was du uns heute mitgebracht hast.
So was wie eine Risikolebensversicherung möglicherweise.
Das ist völlig richtig.
Und wenn ich dir so zuhöre, höre ich raus, du hast auch keine, ne?
Ich verstehe, ich habe keine, meine Frau hat keine, aber wir haben zumindest in unserer normalen Lebenspolize, wo wir irgendwie fürs Alter ansparen, da ist so ein bisschen was drin von Risikoleben.
Aber sonst muss ich gestehen.
Habe ich gedacht, ich brauche sowas womöglich gar nicht.
Ja, deshalb ist es ja auch unsere tüppelige Idee heute.
Wir betreiben ja auch finanzielle Aufklärung und eine Risiko-Lebensversicherung gehört zu den wenigen Versicherungen, bei denen sich Experten weitgehend einig sind.
In bestimmten Lebenssituationen ist sie fast unverzichtbar, sagen da viele.
In anderen hingegen völlig überflüssig.
Und die entscheidende Frage lautet nämlich, hängt jemand finanziell von deinem Einkommen ab?
Also nicht jeder braucht das, sondern...
Wer hängt an meinem Einkommen?
Das ist die Frage.
Genau.
Und wichtig ist das vor allem in drei Fällen.
Für Familien mit Kindern, bei denen ein Gehalt wegfallen würde, bei Paaren mit Immobilienkredit, weil der Kredit nach dem Tod eines Partners ja nicht mit stirbt.
Und für Alleinverdienerhaushalte, bei denen das gesamte Familieneinkommen an einer Person hängt.
Und wann ist es überflüssig?
Naja, für Singles ohne Unterhaltsverpflichtung, für Doppelverdienerpaare ohne Kinder und ohne große Schulden und für Menschen mit genug Vermögen, um die Hinterbliebenen abzusichern.
Dann braucht es natürlich kein zusätzliches Produkt.
Eigentlich, die Regeln sind eigentlich einfach oder die Ideen, wann man das braucht, wann man es nicht braucht.
Und trotzdem scheinen es viele nicht zu machen.
Genau, viele scheinen das gar nicht so zu wissen.
Und das hat mich gestern wirklich richtig negativ überrascht, fast schon geschockt, denn der Branchenverband GDV, der hat ermittelt, dass dieser Schutz vor dem Finanzgausel, nenne ich es mal, in mehr als 20 Millionen Haushalten fehlt.
Und für den Fall, dass ein Partner oder ein Elternteil stirbt, haben eben 20 Millionen Haushalte nicht vorgesorgt.
Jedes Jahr verlieren mehr als 100.000 Menschen in Deutschland einen Partner oder Elternteil, von dessen Einkommen sie halt abhängig waren.
50.000 Kinder.
Aber gibt es nicht sowas wie Witwen- und Waisenrente?
Klar gibt es, aber die ersetzt ja nur einen Teil.
Die große Witwenrente, so heißt die, beträgt 55 Prozent der Rente des Verstorbenen.
Eigenes Einkommen wird aber angerechnet und bei jüngeren Verstorbenen mit kurzer Beitragszeit fällt sie oft deutlich niedriger aus.
Unter dem Strich ersetzt die gesetzliche Absicherung typischerweise nur ein Bruchteil des Nettoeinkommens häufig nicht mal 30 Prozent, so schätzt man.
Also das ist wieder mal die alte Denke.
irgendwie wird der Staat schon helfen, ist ja nicht besonders sinnvoll, oder?
Richtig.
Und was viele auch nicht wissen, das Produkt ist ja selbst überhaupt gar nicht teuer.
Ein gesunder 35-jähriger Nichtraucher bekommt 300.000 Euro Todesfallschutz über 25 Jahre, oft schon so für 15 bis 25 Euro im Monat.
Und jetzt stellt sich natürlich die Frage, Was wäre denn eine sinnvolle Summe?
Und hier gibt es eine Faustregel, 3- bis 5-faches Brutto-Jahreseinkommen plus offene Kredite.
Bei Immobilien mindestens die Restschuld.
Also wer 60.000 Euro brutto verdient, der landet schnell bei rund 180.000 bis 300.000 Euro.
Und wenn noch ein Hauskredit läuft, dann kommt das eben noch oben drauf.
Die Versicherungssumme kann aber im Laufe der Zeit auch reduziert werden.
Das ist oft sinnvoll, wenn es beispielsweise um den Kredit geht.
Die Versicherungssumme sinkt dann parallel zur Restschuld.
Das spart Beitrag.
Bei Paaren gibt es außerdem den Überkreuztrick.
Also jeder versichert das Leben des anderen.
Dadurch fällt die Auszahlung nicht in den Nachlass.
Und das kann vor allem bei unverheirateten Paaren wichtig sein, weil deren Erbschaftssteuerfreibetrag nur 20.000 Euro beträgt.
Das ist eine clevere Idee.
Und dann gibt es noch einen wichtiger Hinweis.
Todesfallschutz und Geldanlage niemals vermischen.
Also keine Kapitallebensverdächtigung, so wie ich das habe.
Wobei ich habe das ja eher so als berufsständisches Ding.
Ich musste das ja mit meinem Tarifvertrag unterschreiben, sonst hätte ich es auch nie gemacht, weil das wirklich...
Keine gute Idee ist, also keine teuren Fonds gebordene Polize als vermeintliche Komplettlösung.
Alle unabhängigen Experten waren genau davor, weil das ist nämlich intransparent, teuer, unflexibel und oft schlecht für die Rendite.
Und für den Todesfall nimmt man die reine Risiko-Lebenslösung und für Vermögensaufbau lieber ein separates Basis-Investment.
Und was das sein könnte, das wisst ihr als Triple-E-Hörerin bzw.
Hörer ja sehr genau.
Also Todesfallschutz.
billig einkaufen und die gesparte Sparrate, die kommt in den ETF-Sparplan.
Also auch von mir nochmal die dringende Bitte, prüft das.
Nicht irgendwann, sondern jetzt, weil es eben nicht darum geht, ob man sterben will, das wollen die wenigsten, sondern darum, ob Menschen finanziell von mir abhängen.
Das hier heute ist keine Rendite-Idee, sondern eine Schutz-Idee.
Und wer diesen Schutz braucht und nicht hat, lebt mit einem Risiko, das viel zu groß ist, gemessen daran, wie günstig dieser Schutz sich doch absichern lässt.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an aaa.welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und einige von euch werden gestern Abend nicht schlecht gestaut haben, als sie in ihrem Triple-E-Feed plötzlich den Schwester-Podcast, der von Herrn Schäfens gehört haben.
Was war denn da los, lieber Holger?
Das war jetzt keine Promoaktion, sondern schlicht und versehen.
Ich bin ja hier gerade im Rheinland unterwegs und der Podcast war erst fertig, als ich aus der...
Yayo-Kurzama-Ausstellung gekommen bin und da habe ich nach all den Punkten und Pimmeln, die da zu sehen waren, wahrscheinlich die Feeds verwechselt.
Ich saß dann da im Vorraum des Museums Ludwig und saß da und habe dann einfach in den falschen Feeds reingemacht und dann habe ich Das schnell wieder gelöscht und habe dabei auch noch die alte Pip-Klöckner-Folge bei Dreyfner & Jbets gelöscht.
Das kommt auch wieder zurück morgen.
Ich versprochen, wer also den DevLaw Jbets hören will, diesmal mit Frank Thelen nach Pip-Klöckner, das ist auch genau die richtige Abfolge, dann gibt es einen kurzen Frank-Thelen-Einschub, weil ich bei dem ja aufgenommen habe, weil ich ja hier auf der Baustelle wohne und tagsüber hier gebaut wird.
Der kann das bei DevLaw Jbets hören und hier gibt es wirklich nur AAA.
Und dann gibt es auch noch Mario und der wollte wissen, wo er denn den Hedgefonds JP Morgan Global Equity Plus kaufen bzw.
handeln kann.
Das haben wir in der EEE, glaube ich, erwähnt und das ist beim Fintech Now.
Wer nochmal genau wissen, wer ist da für Vor- und Nachteile und was das kostet, der muss einfach nochmal in die gestrige Folge hören und überhaupt lohnt es sich immer in unserer Folgen zu hören und deswegen heißt es, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Ja, wir hören uns dann morgen wieder, falls Holger nicht wieder irgendwas kaputt macht, ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
