# Strategic Diversification and Media Ownership in Sports Business

**Podcast:** Asset Class
**Published:** 2026-07-14

## Transcript

Ich bin Typ kontrollierter Offensive.
Auf dem Weg nach Hause mal eben Porsche gekauft.
Kannst du auch ganz offen sagen, ich verdiene viel mehr Geld, als ich als Spieler verdiente.
Da sitzt dann Thorsten Frings, das ist ein Tim Wiese, ein Per Mertesacker, Mesut Özil.
Ich manchmal, wenn das sehe, das ist nur Krise, Krise, Krise und da steigt gewissermaßen gefühlt alles.
Diese Mischung aus Talent und harter Arbeit, die braucht am Ende jeder.
Die folgenden Inhalte sind keine Anlageberatung.
Kapitalanlagen bergen Risiken.
Du entscheidest, in was du investierst.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Acid Class, deinem Podcast über Wachstum und Werte.
Ich bin Christian Weröl und heute habe ich für dich einen Gast, der richtig kickt.
Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
Er hat über 200 Spiele in der 1.
und 2.
Fußball-Bundesliga gemacht, hostet gemeinsam mit seinem Bruder, der übrigens auch ziemlich gut kicken kann, den Podcast einfach mal luppen.
Er ist TV-Experte.
bei RTL und Teamhead beim Hallenfußballspektakel Icon League.
Also alles drin, Fußball, Business, Entertainment, vor allem aber Talent, Taktik und das Gespür fürs richtige Timing.
All das, was man also auch an der Börse braucht.
Und über all das reden wir heute mit Felix Groß.
Ich freue mich, dass du da bist.
Ja, ich freue mich auch.
Vielen Dank für den tollen Eröffnungstext.
Da habe ich erst mal gemerkt, was ich alles mache.
Manchmal, wenn mich jemand fragt, was machst du eigentlich?
muss ich auch erstmal belegen, was ich eigentlich alles mache.
Ja, ich musste erstmal gucken, dass die das alles irgendwie aggregiert kriegen.
Ja, aber ich fand es gut.
Habe ich wieder über mich was gelernt jetzt.
Ja, also für so einen frenetischen Fußballfan wie mich ist das heute natürlich so ein bisschen wie Pokalfinale.
Und von meinem Sohn.
Natürlich erst recht.
Er hätte heute am liebsten die Schule geschwänzt, um dabei zu sein.
Gibt es nicht hitzefrei?
Ja, hitzefrei schon, aber eigentlich immer erst ab 12.40 Uhr und dann sind wir schon durch.
Also der ist neun und hat wie hunderttausende Jungs in diesem Alter eben diesen Traum, Fußballprofi zu werden.
Dieser Traum geht ja für ganz, ganz, ganz wenige nur in Erfüllung.
Und du hast ihn ja...
tatsächlich gelebt.
Wann hast du gemerkt, dass das tatsächlich funktioniert?
Dass du einer von den ganz wenigen bist, die das tatsächlich schaffen können?
Ich weiß gar nicht, ob es diesen einen Moment gab, wo man das dann auch wirklich realisiert, weil das ja immer so im Fußball ist, der nächste Tag kommt, du musst dann nächsten Tag wieder Leistung bringen.
Aber natürlich hat man als kleiner Junge schon gemerkt, oh, ich kann das so ein bisschen besser als die anderen.
Es läuft ganz gut.
Das haben wir damals getan.
Schießt alles so ein bisschen kurz und klein, macht viele Tore, gewinnt viele Spiele.
Und dann denkt man, okay, das macht ja Spaß und das löst ja eine Begeisterung aus.
Wenn man erfolgreich ist, hat man Spaß.
Und so sind wir durch die Jugendmannschaften marschiert eigentlich und haben, und das ist ja das Gute, in dem Alter, gar keine Gedanken gehabt.
Also natürlich den Traum, man hat dem nachgeeifert, man hat die Spiele im Fernsehen gesehen, man war auch mal im Stadion zwischendurch.
Da will ich irgendwann hin.
Ziel ist da das falsche Wort.
Das war schon ein Traum, aber der war irgendwie immer weit weg trotzdem.
Und trotzdem kam man dem immer einen Schritt näher, je älter man wurde.
Und hat immer gedacht, okay, wir gewinnen immer noch Spiele, wir schießen immer noch Tor, wir sind immer noch ein bisschen besser als die anderen.
Also es war nicht einfach so dieses Ziel, sondern es war eigentlich der Prozess.
Ihr hattet Spaß dran, ihr habt gesagt, so gut wie wir es können, machen wir es einfach.
Und dann immer der nächste Schritt.
Ja, so im Nachhinein betrachtet.
War es irgendwie normal, dass wir es geschafft haben?
Weil wir immer erfolgreich waren in der Jugend.
Und natürlich ist es nicht normal, weil du hast es gesagt, die wenigsten schaffen das.
Aber für uns stand das dann irgendwann auch außer Frage, dass wir das schaffen.
Und ich glaube, das ist eine gute Einstellung in dem Moment.
Im Nachhinein vielleicht ein bisschen leichtsinnig, aber ich glaube, dieses Selbstvertrauen und diese Gedanken brauchst du dann auch, um dich durchzusetzen, weil du merkst dann, je älter du wirst, es wird nicht leichter.
Also die Widerstände werden immer größer und die Hürden.
Und das war dann ein Prozess auch, weil diese Übergang zu schaffen in diesen Männerbereich, in diesen Seniorenbereich, wo du merkst, es wird dann schon härter und die Widerstände kommen, die wir vorher nicht hatten.
Weil vorher war das irgendwie leicht.
Das war so mit 17, 18.
Ja, genau.
Und vorher war das irgendwie immer leicht und auf einmal wurde es schwerer.
Und das war dann, glaube ich, die Hürde, dass wir die übernommen haben oder übersprungen haben und es geschafft haben, dann auch diese Widerstände zu überstehen, war dann der Punkt, wo wir gesagt haben, okay, jetzt haben wir es geschafft, ohne sich darauf auszuruhen.
Und vorher, so diese Phase 13, 14, 15, Pubertät, wo man vielleicht sich auch für Mädchen interessiert, sieht, dass Freunde, mit denen man vielleicht früher in der Schule war, jetzt irgendwie so das Leben...
genießen und viel Freizeit haben, in ihrer Freizeit irgendwie was Tolles unternehmen.
Man selbst steht immer auf dem Fußballplatz.
War das für euch so ein Ding, dass ihr da auch diese Frustmomente gehabt habt, dass ihr gesagt habt, müssen wir das jetzt wirklich und so viel trainieren oder können wir nicht auch einfach das so ganz normal durchziehen?
Auch das erst im Nachhinein, wo ich dachte, man hätte auch schon andere Sachen machen können.
Aber wir haben in dem Moment gar nicht über sowas nachgedacht.
Voller Tunnel.
Ja, es war schon, unser Vater hat extrem aufgeachtet.
Also für den war das schon klar, nichts hier links und rechts, sondern nur Fußball.
Es war teilweise so, dass er zum Spursport gekommen ist und gesagt hat, die Jungs machen keinen Schulsport mit, da sind die unterfordert.
Ich trainiere mit denen, damit die auch was lernen.
Und da haben wir gemerkt, okay, er steht voll dahinter, was uns vielleicht auch dahin gebracht hat, wo wir hingekommen sind.
Ich finde, im Nachhinein hätte man auch einen anderen Weg wählen können, wo man dann auch die anderen Sachen im Leben so ein bisschen mitnimmt.
Das haben wir gar nicht, das mussten wir nachholen, das musste ich auch nachholen.
Trotzdem ist man ja dankbar, dass man es geschafft hat.
Das war der Weg, für den wir uns entschieden haben.
Aber im Nachhinein denke ich mir schon, ein paar Sachen verpasst in der Jugend.
Aber ist natürlich dann auch voller Fokus.
Und die Früchte kannst du dann hinterher erarbeiten.
Das ist so ein bisschen in diesem Satz, der ja auch für Unternehmer sehr wichtig ist, dass Vermögen entsteht durch Konzentration.
Und zwar nicht nur Konzentration von Geld, sondern vor allem auch von Ressourcen, von Zeit und von Energien.
Und dann fällt halt einiges...
auf der anderen Seite hinten runter.
Ja, vor allem von Konstanz auch.
Also das immer wieder und auch an diesen Tagen, wo man das Gefühl hat, es läuft nicht so gut, da trotzdem aufzustehen und zu machen.
Und ich glaube, diese Tage bringen einen dann weiter.
Ich glaube, wir kommen aus der DDR oder wir haben das nicht mehr so miterlebt, aber unsere Eltern schon.
Da gab es, glaube ich, nur diesen einen Weg, Disziplin, Konstanz, harte Arbeit.
Ich glaube schon und ich habe ja Mitspieler gehabt, die haben mir dann irgendwo erzählt, was sie damals alles getrieben haben.
In der Jugend sind trotzdem Profi geworden.
Also es geht auch schon anders, aber ich glaube, diese Mischung aus Talent und harter Arbeit, die braucht am Ende jeder.
Und ich glaube, dass bei uns beides vorhanden war und das vielleicht, und ich glaube, dass viele andere das nicht hatten, diese Strenge von dem Vater, weil mein Vater war sieben Jahre auch mein Trainer in der Jugend.
gut war.
Gleichzeitig hat mir das langfristig nicht geholfen, weil ich war es auch nicht gewohnt, Feedback von anderen Trainern zu bekommen, weil ich immer nur den Vater hatte, der abends dann auch am Essentisch gesagt hat, so und so war das Training, das und das musst du besser machen und ich war es nicht gewohnt, einen anderen Trainer zu haben.
Daran musste ich mich auch erst gewöhnen und das ist, glaube ich, nicht der perfekte Weg.
Aber du hast jetzt ja sehr, sehr positiv über deinen Vater gesprochen.
Es ist ja manchmal bei...
auch so aus Unternehmerfamilien, die dann schon damit aufwachsen, dass sie dann irgendwie das als Drill wahrnehmen.
Aber bei dir hat man so den Eindruck, dass du wirklich auch dieses Engagement deines Vaters so voll als Support wahrgenommen hast.
Dass du das auch wirklich so fühlst und dass es eben kein Drill war und dass da trotzdem ganz viel familiäre Werte mit drinstecken.
Ja, der hat da tausend Prozent alles reingesteckt.
Also der war morgens auf dem Bau und hat nachmittags mit uns trainiert.
Also der ist vier Uhr aus dem Haus morgens, kam dann irgendwann um 16 Uhr und hat gesagt, okay, jetzt ist Training, jetzt nehme ich mir die Zeit auch noch mit euch zu trainieren.
Als Kind nimmt man das sowieso als selbstverständlich wahr und das ist, wenn man reflektiert im Nachhinein, muss da schon ein krasser Aufwand gewesen sein, den er da betrieben hat und dafür brauchst du dann die Leidenschaft, du brauchst diesen Hunger und du brauchst vor allem auch vielleicht diesen Wunsch selbst für deine Kinder, dass sie erfolgreich werden.
Aber da gab es ja noch jemanden, gibt es immer noch.
Opa Heinz.
Wer euren Podcast hört, kennt ihn, kommt ab und zu vor.
Es gibt tolle Szenen auch vom 90.
Geburtstag, wie ihr ihn hochleben lassen habt, gesungen habt für ihn.
War Opa Heinz immer so ein Korrektiv für euch, der euch so ein bisschen geerdet hat?
ein bisschen aus dieser Sportwelt dann mal mit dem normalen Leben in Kontakt gebracht hat?
Opa war und ist der Fels in der Bann und der ganzen Familie.
Ist auch so der Klebstoff der Familie.
Opa hält alle zusammen.
Und Opa war immer zufrieden, egal wie wir gespielt haben.
Also der hat gesagt, super, ihr wart die Besten.
Als Kind, dann glaubst du das auch.
Und der hat immer gesagt, der hat uns zu Trainings gefahren.
Überall, bei jedem kleinen Dorfspiel war der dabei.
Oma auch, also auch da.
Die beiden, die Oma ist leider nicht mehr da.
Die haben so extrem unterstützt, aber nur positiv.
Also ich kann mich in meinem ganzen Leben und ich bin jetzt 35 nicht an eine Situation erinnern, wo es irgendwie negativ war mit meinem Opa, wo er mal geschimpft hat oder so.
Ich glaube, das kann der gar nicht.
Und du wusstest immer da, wenn du dahin kommst, da hast du Liebe, das ist positiv.
kann dir nichts passieren und das ist bis heute so und das ist eigentlich das Schönste, was man haben kann.
Ja, das ist also für mich auch die ergreifendsten Szenen in eurem Podcast gewesen, weil ich ein sehr enges Verhältnis auch zu meinem Opa hatte und genau das immer auch erlebt habe.
Der hat mich halt bestärkt, der hat mich motiviert und irgendwie ging es immer und der hatte vor allem schon so wahnsinnig viel erlebt und wenn ich mal irgendwie durch eine Krise gegangen bin, dann hatte der schon mindestens drei Krisen gehabt, die viel, viel schlimmer waren und der sagt, der Junge, das wird schon wieder.
Also das ist ja...
Insofern wirklich bei eurer Karriere dann quasi wie so ein Familienunternehmen.
Ihr seid die Unternehmer, aber da stecken halt wirklich noch viele familiäre Kräfte mit dahinter.
Deine Eltern, die Großeltern und natürlich dann auch zunehmend mehr drumherum.
Und irgendwann hast du es dann tatsächlich geschafft.
den Profi-Vertrag zu unterschreiben.
Den allerersten, du warst 18, 19?
17 sogar.
17.
Das war bei Hansa Rostock.
Mein Verein aus der Jugend.
Wir sind in Greifswald groß geworden und Hansa Rostock war so der größte Verein in der Umgebung und ich war immer Hansa Rostock-Fan.
Und dann wirklich für diesen Verein seinen ersten Profi-Vertrag und seine ersten Profi-Spiele zu machen vor allen Dingen.
Das ist immer noch etwas, wo ich Gänsehaut bekomme, wenn ich daran zurückdenke, weil das war dann wirklich so ein Traum, den man sich erfüllt hat.
Nicht nur Profi zu werden, sondern auch noch für diesen Verein, wo man als Fan in der Kurve stand, als Jugendlicher, die ersten Spiele zu machen.
Das erfüllt mich heute noch mit sehr viel Stolz und Glück.
Das sind dann Gefühle und Sachen, die man natürlich nie vergessen wird.
Und was war das so rein ökonomisch für ein Gefühl?
Also bis 17 und da schreibst du einen Vertrag.
dass du Fußball spielen kannst auf Top-Niveau.
Das, was dir Spaß macht, das, wofür du jahrelang gearbeitet hast und jetzt kriegst du auch noch mal Geld dafür.
Was hast du dann gemacht?
Du hast ja erst mal gesagt, es ist ja nicht normal für einen 17-Jährigen so ein Fußballer-Gehalt zu haben, auch wenn es sicherlich nicht so wie bei Lamin Jamal ist.
Aber trotzdem, bist du ja schon mal rausgehoben gegenüber allen anderen.
Erst mal Party gemacht, erst mal irgendwas Großes geleistet.
Nee, du hast ja gerade das Umfeld angesprochen und da komme ich dann wieder auf den Vater zurück.
Das Erste, was du sagst, ja morgen ist Training und dann gibst du nochmal extra Gas, weil du hast jetzt einen Profivertrag.
Das hat mich dann auch durch meine Karriere begleitet.
Im Fußball kommt immer der nächste Tag.
Du kannst das schlimmste Spiel haben, du kannst auch das beste Spiel haben, der nächste Tag kommt und da musst du wieder performen und da musst du wieder Leistung bringen und das ist egal.
Ich glaube gerade natürlich, als 17-Jähriger Profivertrag ist ein großes Wort, ist ein großes Ding.
Man soll diese Freude ja auch zulassen.
Aber es wurde relativ schnell auch gesagt, okay, freu dich kurz, morgen ist wieder Training.
Und das habe ich dann verinnerlicht und das hat mich durch meine Karriere auch getragen dann.
Aber es ging ja dann weiter für dich.
Also Hansa Rostock war ein großartiges Ziel für dich, auch aus deiner Biografie, deiner Leidenschaft heraus.
Aber du bist ja dann in die Bundesliga gewechselt.
Du bist zu Werder Bremen gegangen und plötzlich ja nochmal auf einem anderen Level.
Da habt ihr dann sogar Champions League gespielt.
2010 dein Champions League-Debüt.
Ja, ich habe es clever gemacht.
Wir sind mit Rostock abgestiegen in die dritte Liga, aus der zweiten Liga.
Das natürlich war, gerade für mich, als der auch noch eine Identifikation und Bezug zu dem Verein hatte, natürlich ein schlimmer Moment.
Aber ich bin dann quasi an dem Sommer gewechselt, wo wir in die dritte Liga abgestiegen sind, in die erste Liga zu Werder.
Und das war natürlich ein Riesenschritt nochmal.
Das erste Mal von zu Hause weg, zu Hause ausziehen.
Und dann kommst du zu einem Verein mit Nationalspielern, zu einem Champions League-Verein.
Ja, das ist alles nochmal drei Nummern größer.
Und dann kommst du das erste Tag in die Kabine, da sitzt dann Thorsten Frings, da sitzt dann Tim Wiese, ein Per Meerdesacker, Mesut Özil und wie sie alle heißen.
Und du denkst dir ja, gehöre ich hier eigentlich her?
Das ist so eine ganz andere Welt gewesen und da muss man auch erstmal wieder reinkommen.
Und am Ende ging es trotzdem so, dass du dir eine Sache angezogen bist und auf den Fußballplatz und hast trainiert.
So das, was du immer gemacht hast.
Und dann, wenn das Training losgeht, wenn das Spiel losgeht, sind es die gleichen Mechanismen wie immer.
Ich habe mir dann geholfen, auch zu sagen, okay, ja, hier auf dem Platz sind wir alle gleich.
Und jetzt mache ich das, was ich immer mache.
Ich versuche meine Leistung zu bringen.
Und das habe ich dann auch relativ schnell geschafft, da Fuß zu fassen.
Und das war auch eine richtig gute Entscheidung in meiner Karriere, da hinzugehen.
Aber es gab natürlich dann auch mal Rückschläge.
Ich meine, wenn ich es richtig gelesen habe, dass dein Champions League-Debüt schon sehr bemerkenswert war.
Also nicht nur, weil ihr damals verloren habt mit Werder Bremen gegen Tottenham Hotspur, sondern weil du tatsächlich ein Foul gegen Luka Modric begann hast.
Auch noch im Strafraum.
Der war damals noch kein Weltstar.
War schon gut, war auch schon gut.
Aber er wurde dann ja später auch noch Seite an Seite mit deinem Bruder.
bei Real zur Legende.
Ja, man muss sagen, der Elfmeter wurde gehalten von Tim Wiese.
Vielen Dank nochmal an Tim an dieser Stelle.
Gareth Bale hat geschossen, ja?
Ich weiß gar nicht, wer den geschossen hat.
Das kann sein, ja.
Das kommt auch so.
Gareth Bale hat gespielt.
Vor allem, das war mein direkter Gegenspieler auch an dem Tag, weil ich habe auf der rechten Seite gespielt, eher links.
Also du warst 19 und dann gegen Gareth Bale, ja.
Aber das war so ein Tag, wo ich sage, wir waren auch schon ausgeschieden, glaube ich.
Also es ging eigentlich auch rein sportlich um nichts mehr.
Aber so ein Tag, wo ich sage, okay, einfach genießen.
Also wer weiß.
Was kommt noch danach?
Champions League.
Und das war dann wirklich kein Traum und kein Ziel.
Das war so weit entfernt.
Jetzt hast du aber auch gerade erzählt, Namen, die man auch noch kennt, wenn man Fußball liebt.
Auch Typen wie Tim Wiese, Thorsten Frings, mit denen du ja dann in der Kabine auch verbracht hast.
Ihr habt viel Zeit beim Training auf Auswärtsfahrten verbracht.
Da gibt es ja immer so die kurilsten Geschichten, was so los ist, wenn Fußballer da unterwegs sind.
Also jetzt nicht diese Sportschule Malente Anekdoten erzählen, sondern weil wir ja auch ein Investment- und Wirtschaftspodcast sind, dieses Thema Fußballer und Geld.
Wie ist das denn dann so?
wenn man da so zusammen ist, wird dann wirklich so rumgeflext irgendwie mit neuen Dingen, die man sich gekauft hat oder checken dann die Jungs da Aktienkurse oder auf dem Weg nach Hause mal eben Porsche gekauft oder im Taxi mal 75.000 Euro liegen gelassen, wie Max Kruse das mal passiert ist.
Sind das so Dinge, die in den Medien dann weil sie ab und zu mal vorkommen, riesig aufgeblasen werden, sodass wir denken, mein Gott, die Fußballspieler, was haben die im Leben?
Oder ist das wirklich so, dass man sagt, ja, ja, es passiert schon einiges?
Naja, also nicht alles kommt raus, muss man ja auch sagen.
Und wenn da was rauskommt, wird es natürlich groß gemacht, was der Fußball einfach auch hergibt, weil es einfach so interessant ist.
Natürlich, du hast...
sag mal im Schnitt 26 Spieler im Kader, 26 verschiedene Charaktere, da hast du immer Leute dabei, die so und so sind.
Und die einen sind dann so, die kaufen sich dann auf dem Heimweg noch einen Porsche, die anderen sagen, da habe ich gar kein Interesse dran.
Und dann passieren auch witzige Sachen, ist doch ganz klar.
Wenn wir jetzt auch über Finanzen und Geld sprechen, dann ist es natürlich auch so, dann sitzt man hinten im Bus und spielt Poker.
Da geht es dann auch mal um Beträge, wo einem schwindig werden kann.
Ganz klar, da habe ich mich dann immer rausgehalten.
Aber das sind alles Sachen, die passieren.
Und die wenigsten Sachen kommen raus Gott sei Dank.
Weil man denkt immer, es kommt viel raus, aber das wenigste kommt raus, es soll auch so bleiben.
Naja, das war jetzt so die Zeit, wo du dann mit Champions League da angefangen hast, kurz nach der Finanzkrise.
War das irgendwie dann Thema so unter euch Fußballern, Aktien, Geldanlage, in der Kabine oder überhaupt nicht?
Das hat sich entwickelt.
Das hat sich entwickelt zu dem Zeitpunkt.
Muss ich sagen, habe ich mich selbst damit noch gar nicht auseinandergesetzt.
Das hat sich aber wirklich über die Jahre entwickelt, dass darüber viel gesprochen wurde.
Und dass dann auch viele festgestellt haben, dass es sinnvoller ist, auch da sein Geld vielleicht irgendwo einzusetzen, als beim Pokerspielen.
Das habe ich schon gemerkt, dass da so eine Entwicklung auch stattgefunden hat und viele sich damit auseinandergesetzt haben.
Ich spreche immer wieder von dem Umfeld.
Da ist dann auch eine Berateragentur, die sind wirklich Gute und Schlechte.
Die Guten gucken auch, was neben dem Platz passiert.
Da habe ich immer sehr viel Glück gehabt, seit 2008 eine Agentur meiner Seite zu haben, wo ich komplettes Vertrauen habe, wo immer gute, nicht immer richtige, aber immer gute Entscheidungen zum Wohlwollen meinerseits getroffen wurden.
Ich habe das Gefühl, dass eine Stärke von mir ist, eine ganz gute Menschenkenntnis zu haben.
Und da kommen wir später noch zu, bei mir gibt es immer so diese zwei großen V, Verstehen und Vertrauen.
Wenn ich jemandem vertrauen kann und auch verstehe, was der plant und inhaltlich verstehe und er das auch rüberbringen kann, was er in mir sieht, was er mit mir plant, was ich machen könnte.
Das heißt nicht alles richtig machen, aber zumindest das Gefühl haben, es geht um mich, es geht zu meinem Wohlwollen.
Und das hatte ich da sehr schnell.
Und das hatten wir als Familie auch sehr schnell.
Und deswegen haben wir das 2008 begonnen.
Da war es eine reine Spieleberateragentur.
Und irgendwie ist man zusammen groß geworden, man hat sich zusammen entwickelt.
ist bis heute so.
Und das ist das Schöne, dass man so einen langen gemeinsamen Weg geht und dieses Vertrauen ist einfach zu 1000 Prozent da.
Und ich glaube, das ist das Wichtigste, was man in dem Bereich haben kann.
Also Verstehen und Vertrauen wurden dann auch belohnt dadurch, dass ihr gemeinsam gewachsen seid.
Das hat sich ja gut entwickelt, weil man hat ja auch von euch jetzt nie so diese Skandale gehört.
Also voll langweilig.
Es war nie irgendwie Felix Kroos besoffen aus der Kneipe geflogen, Toni Kroos mit fünf Mädels auf dem Hotelzimmer erwischt.
Ich sage ja, es ist nicht alles rausgekommen.
Ja, aber gut, auch das ist ja dann Kunst.
Aber auf jeden Fall nicht das, was man so als Fußballer-Klischee...
so hatte.
Und auch irgendwie hat man bei euch immer den Eindruck, dass da so ein bisschen so ein Plan ist, wie sich das entwickelt.
Und wir kommen ja auch gleich zu euren Aktivitäten noch rund um den Podcast und die Icon League.
Aber das ist ja, ihr habt ja im Grunde nahtlos nach den Fußballkarrieren sofort weiter.
irgendetwas gemacht, weil ihr es vorher schon aufgebaut habt.
Wann kam denn bei dir persönlich jetzt so dieser Klick-Moment, wo du kapiert hast, Mensch, also das ist ja toll, dass ich jetzt hier Profifußballer bin, ein Einkommen habe, was...
wesentlich mehr ist als das, was die meisten Menschen verdienen.
Aber diese Karriere geht halt nicht ewig.
Der Körper ist das Kapital und irgendwie mit Mitte 30 ist da Schicht im Schacht, dann brauche ich was anderes.
Gab es da so einen Klickmoment?
Kam das aus dir?
Kam das durch die Agentur?
Bei mir kam das vor allem durch Corona.
Also ich sage halt...
Natürlich sollte man sich so früh wie möglich damit beschäftigen, was kommt nach der Karriere.
Das kann nie früh genug beginnen, sich damit auseinanderzusetzen, weil du, wie du es sagst, eine Verletzung und alles ist vorbei, das ist egal, wie alt du bist.
Und trotzdem sage ich auch, wenn du Anfang 20 bist, lass dir auch diese Unbekümmertheit, dass du irgendwie gefühlt unsterblich bist, dass dir nichts passieren kann.
Das soll man irgendwo auch zulassen.
Ich glaube, dass das in dem Alter so sein soll, um sich auch zu entwickeln, um auch Fehler zu machen, aus denen man lernt.
Ich glaube übrigens nicht nur, wenn man Profifußballer ist.
Ich glaube, das ist generell ein wichtiges Thema.
Ich sehe das immer so im Umfeld meiner Follower.
Da sind ja ganz viele, die dann schon das Investieren früh verinnerlicht haben und die dann wirklich sehr häufig sagen, also jetzt kann ich die Sparrate nochmal ein bisschen hochfahren, obwohl ich nur...
geringe Vergütung habe, obwohl ich vielleicht berufsbegleitend noch studiere oder an der Uni bin, nur Nebenjob habe, aber ich bolle jetzt nochmal kräftig was da rein, 200 Euro, muss ich sagen, habe ich immer höchsten Respekt vor, aber ich sage denen auch, es gibt ja gewisse Dinge, die kannst du immer nur in der Zeit zwischen 20 und 30 machen, weil irgendwann läuft ja die Lebenszeit auch gegen dich.
Das macht auch alles Spaß.
Hast du Familie, du baust ein Haus, lässt dich nieder, startest im Job durch und irgendwann werden die Eltern vielleicht mal krank, brauchen Hilfe und dann wirst du selber ein bisschen hinfällig.
Und dann kannst du gewisse Dinge mit 60 nicht mehr machen, die du mit 20, 30 machen kannst.
Also insofern glaube ich, das ist eine ganz wichtige Message, die du da gerade nochmal gesendet hast.
Ja, von diesen Fehler zu machen, das zuzulassen.
Aus richtigen Gründen zu machen, also nicht Fehler zu machen aus Dummheit, aber wirklich auch mal in diesen Scherbenhaufen reinlaufen lassen, aber halt auch dann auch mit einem Exit da wieder rauszukommen.
Ich glaube, dass das wichtig ist, aber es ist natürlich trotzdem klar und ich habe jetzt Corona angesprochen, dass es so mein Moment war.
Da warst du auch schon fast 30.
Ja, aber trotzdem, und das war so nebenbei, weil ich die Leute hatte, denen ich vertraut habe.
Ich habe seit 2015 angefangen, ETFs zu investieren.
Ich habe meine erste Immobilie 2015 gekauft.
Das war für mich aber irgendwie so, normal ist das falsche Wort, das war für mich so nebenbei.
Ich habe mich nicht bewusst damit ausgedacht, okay, ich baue mir jetzt da was auf neben dem Fußball, sondern ich mache das jetzt einfach, weil Leute...
Also deine Berater haben dir einfach mal irgendwie erklärt.
Ja, ich habe es auch verstanden.
Wäre gut, wenn du was machst und hier ist der Kapitalmarkt, da beteiligst du dich an Unternehmen und da gibt es den Immobilienmarkt, da hast du die physische Substanz wirklich greifbar.
Beides sind Sachwerte, die Erträge abwerfen und hast gesagt, okay, Vertrauen.
Und Vernunft.
Genau.
Und dann kam dann so die Aussage, ja lass das Geld doch arbeiten.
Da habe ich gesagt, okay, eigentlich habe ich jetzt hier mal selbst gearbeitet, wenn ich jemand für mich arbeiten lassen kann.
Und wenn es nur das Geld ist, natürlich, warum soll ich es nicht machen?
Dann hatte ich 2015 meine erste Immobilie gekauft, hier in Berlin.
Das erste Mal habe ich einen Riesenbetrag an Geld ausgegeben, wo ich eine Woche lang nicht geschlafen habe.
Wo ich im Nachhinein sage, es ist die beste Entscheidung, die ich machen konnte, weil wir wissen ja, wie sich das entwickelt hat.
Und man dachte ja schon, 2015 ist es sehr teuer.
So, im Vergleich zu heute, dann war das eine gute Entscheidung.
Aber das hat dich echt dann beschäftigt, weil du gedacht hast, es ist einfach eine große Summe?
Oder hattest du Angst, dass du was falsch machst mit dem Geld, dass du es verlierst?
Vielleicht ist es doch schlecht entwickelt.
Du siehst es ja dann schwarz auf weiß, guckst aufs Konto, das Geld ist runter.
Ich habe das wirklich dann auch in einem bezahlt.
Also ich habe da jetzt keinen Kredit für aufgenommen.
Und ich dachte mir, boah, das ist jetzt schon ein Betrag.
Da habe ich jetzt irgendwie fünf Jahre dran gearbeitet und so weiter.
Und das ist jetzt erstmal weg.
Also Klumpenrisiko.
Ja, dann stellt man so doofe Fragen, was ist jetzt, wenn da ein Flugzeug reinfliegt oder keine Ahnung was.
Dann ist es doch weg.
Und das hat mich schon beschäftigt, ehrlicherweise.
Jetzt im Nachhinein sage ich natürlich, beste Entscheidung, die man treffen konnte.
Aber dieser Klumpen hat dir nichts ausgemacht.
Lag das daran, weil du ja eigentlich Konzentration gewöhnt warst?
Konzentration von Energien, Konzentration von Ressourcen?
Weil sonst hättest du deine Karriere nicht aufgebaut?
Definitiv, das sind alles Sachen, die du auf den Alltag, auf dein Leben und andere Bereiche anwenden kannst und musst, weil ich glaube, dass das dann einen auch zu den Menschen formt, der man dann ist.
Und das ist bis heute so.
Ich bin jetzt seit fünf Jahren raus aus dem Fußball, ja, seit fünf Jahren.
Und ich nehme so viele Sachen einfach aus dieser Zeit noch mit in andere Bereiche.
Und ich glaube, wenn man aus diesen Sachen nicht das Positive rauszieht und lernt und mitnimmt, dann ja.
dann lebt man ein falsches Leben aus meiner Sicht, weil dann lebst du nur vor dich hin und lernst nicht und hast nicht die Augen und Ohren offen für Sachen, die kommen können.
Und es ist ja im Endeffekt so, im Fußball bist du mit 30 alt, aber im Leben bist du ja so jung und du hast so viel noch vor dir.
Und diese Sachen, diese Komponenten, diese Charakterzüge da mitzunehmen und dann in eine andere Welt zu bringen und dort positiv anzuwenden, das ist so ein Learning, was ich einfach habe.
Und wir wissen ja alle, dass Fußball eine riesen Begeisterung hat.
in der ganzen Bevölkerung.
Und wenn du mit Leuten sprichst und denen Sachen aus dem Fußball auch erzählst und auch mal so ein bisschen intern und wie du Sachen angegangen bist, kann da jeder was draus mitnehmen.
Und deswegen habe ich für mich auch festgestellt, ey, ich habe echt was zu erzählen.
Ich habe echt was weiterzugeben.
Ich habe echt was, was Leuten vielleicht auch helfen kann, was nicht nur mir geholfen hat.
Und das ist ein sehr schönes Gefühl.
Was bist denn du insgesamt so für ein Typ von der Geldanlage?
Also wenn du jetzt so viel Cash auf dem Konto hattest, dass es für ein Haus gereicht hat und wenn du sagst...
Eine Wohnung.
Eine Wohnung.
Das hört sich ja fast an, als wenn du lange Zeit sehr, sehr sicherheitsorientiert warst damals.
Also einfach mal das Geld aufs Konto packen, so ein bisschen so nach Hüb Stevens.
Die Null muss stehen, so 5-4-1, oder?
Bist du jetzt inzwischen eher so 3-4-3?
Abwehr braucht nur, wenn du zu wenig Tore schießt.
Ich bin Typ kontrollierter Offensive.
Okay, Otto Rehage.
Ja, das stimmt, Otto Rehage hat das gesagt.
Ich habe halt durch diese Erfahrung mit dieser Wohnung, wo ich gesagt habe, okay, das ist viel Geld, was ich da ausgebe und so, die ich aber jetzt positiv war einfach, weil ich dann irgendwann noch mehr verstanden habe und bis heute mir das ja auch eine Sicherheit einfach gibt, habe ich gemerkt, okay, du musst schon, und das ist ja auch wieder eine Beziehung zum Fußball, du musst schon erstmal investieren, um dann was rauszubekommen.
In dem Fall ist es Geld, du musst aber auch Zeit, Leidenschaft, wirklich Aufwand investieren.
um weiterzukommen.
Du musst bei der Immobilie ja auch Zeit investieren.
Und das ist dann jetzt auch so.
Jetzt bin ich gerade am Haus bauen.
Da musst du den Kredit aufnehmen, übrigens.
Das sind auch Sachen.
Wieder so ein krasser Betrag und dann jeder der Hausbau weiß, es kommt die Rechnung und die Rechnung und die Rechnung und du sagst, ja, aber das ergibt ja einen Wert am Ende.
Und ich bin froh, dass ich das überhaupt machen kann.
Trotzdem hat auch das mir jetzt wieder schlaflose Nächte bereitet.
Man hat selber jetzt Kinder, du hast eine Verantwortung, du lebst ja nicht alleine durchs Leben, du triffst Familienentscheidungen, hast Verantwortung für andere und dann kommen nochmal wieder Gedanken auf.
Trotzdem habe ich glaube ich so eine innere Ruhe und so ein inneres Verständnis von, es wird alles gut.
Und jetzt, wenn wir auf die andere Seite schauen, zu den ETFs, hattest du da auch diese anfängliche...
ich sag mal, Angst, dieses Reflektieren, ähnlich wie bei der Immobilie oder war das nicht so, weil es kleiner gestückelt ist und damit ja auch breiter diversifiziert, weil Immobilie ist immer ein Klumpen.
Ja, genau.
Und das war deutlich weniger in dem Fall.
Also ich kann es offen sagen, ich habe da mal 10.000 Euro pro Monat reingehauen.
Es ist natürlich dadurch ja auch noch ein gewisser Betrag übrig geblieben, weil ich ja dann als Profispieler überdurchschnittlich verdient habe.
Das heißt, es ging zwar diese, und das ist auch dieses Verständnis, diese 10.000 Euro sind ja nicht weg.
Die wählen ja im Idealfall mehr oder vielleicht minimal weniger.
Also wenn du 2015 angefangen hast, ist es ja ganz gut gelaufen.
Aber was hast du gemacht?
Weltweite ETFs?
MSCI, Org Country World?
Bis heute.
Ich habe es mal kurz pausiert.
die Einzahlung ehrlicherweise, weil dann diese Batzen mit Kredit und Haus und so weiter.
Wie hast du dich dann während Corona gefühlt?
Weil du hattest ja dann doch schon, wenn du 2015 angefangen hast, immer jeden Monat 10.000 Euro reingeballert, hattest du ja doch schon ein ordentliches Vermögen aufgebaut.
Einfach von der absoluten Summe.
Und du hast ja...
auch schon vermittelt.
Du hast den Bezug zu Geld ja nicht verloren.
Und dann siehst du plötzlich auch wieder Früchte deiner Arbeit.
Es kommt eine Pandemie, alles sowieso schon schlimm genug.
Und dann wird das plötzlich 30 Prozent weniger wert innerhalb weniger Tage.
Wie hast du das so mitbekommen?
Und dann natürlich das Erste zum Hörer gegriffen und den Menschen angerufen, der mich dahingehend beraten hat und dem ich auch vertraue, auch weiterhin.
Er ist immer noch der Mensch, der vor zehn Jahren war.
Den habe ich immer noch an meiner Seite.
Und er hat gesagt, bleib ruhig.
Bleib ruhig.
Und das hat mir natürlich geholfen, weil das ist ein Mensch, bei dem ich vertraue.
Gleichzeitig guckst du dann rein und denkst dir, ja, aber es ist jetzt schon hier 100.000 Euro weniger.
Das ist dann nicht so schön, das zu lesen, schwarz auf weiß.
Und ich habe gesagt, bleib ruhig, wir machen jetzt nichts.
Du hast einen gewissen Puffer und so weiter.
Alles wird gut.
Und das war für mich auch wieder so ein Learning, okay.
Es wird schon.
Aber es erhöht unglaublich dann tatsächlich die Überzeugung und die Conviction, wenn genau das dann auch eintritt.
Ja, und es gab ja dann in Folge von Corona ja auch genug.
Dann kam der Russlandkrieg, kam jetzt Iran und so weiter.
Ich gucke dann schon gar nicht mal rein, weil ich ja weiß, was gewisse Sachen jetzt auch bedeuten für mein Depot.
Ja, du weißt, was es heißt, wenn 3% Minus in Amerika gemeldet wird, in den Tickern, okay, dann weißt du, okay, ich habe so viel drin, also Zahl ist so und so viel klein.
Guckst du oft in deine App rein?
Ja.
Ja?
Ja.
Einmal zu oft, glaube ich schon.
Warum?
Was gibt dir das?
Ist das so wie Spielstände?
Es ist zur Gewohnheit geworden.
Sucht ist jetzt ein sehr übertriebenes Wort, aber es ist zur Gewohnheit geworden, dass ich da alle zwei Tage reinschaue.
Na gut, alle zwei Tage.
Es gibt Leute, die schauen 20 Mal am Tag in dir.
Nee, das bringt mir auch nichts.
Aber wie gesagt, ich weiß halt jetzt, was gewisse Meldungen einfach auch bedeuten für mein Depot.
Und dann weiß ich, okay, die Meldung hört sich ganz gut an und dann schaue ich mal wieder rein.
Ach so, also kleine Dopaminausschüttung, dann schon.
Wenn das so richtig schön grün ist, das gefällt dir dann.
Naja, weil es im Endeffekt auch um Summen geht, wo sagt, dass es in die eine wie in die andere Richtung halt eine Auswirkung hat, dass das schon sichtbar ist.
Wenn ich jetzt dann auch die Zeit mit anfangen, Iran kriege und jetzt zu Ende wieder vergleiche.
Was ich noch nicht verstanden habe, ist, dass bei den ganzen Negativmeldungen, die es ja wirklich überall gibt, dass die Börse so krass trotzdem funktioniert.
Das habe ich noch nicht verstanden.
Also ist ja gut in dem Fall auch für meine Anlagen.
Aber wenn ich manchmal dann das sehe, das ist nur Krise, Krise, Krise und da steigt gewissermaßen gefühlt alles, dann habe ich das noch nicht so verstanden.
Ja, diese großartige Resilienz, weil es halt doch eben ganz viele Menschen gibt, die an Wachstum und an Wertschöpfung arbeiten und gewinnen.
Und trotzdem, da habe ich mir diesen Negativgedanken, was man ja auch so liest und so, und da habe ich mich auch angewiesen, was dann andere sagen, es muss ja irgendwie trotzdem mal diesen großen Knall wiedergeben.
Es wird ihnen früher oder später geben.
Sag mal vorher Bescheid.
Ja, auf jeden Fall gern.
Meine Erfahrung war, es ist gar nicht so schwierig, den großen Knall zu prognostizieren.
Also dass er kommt, ist klar.
Auf der Zeitachse ist das schon schwierig.
Aber also rechtzeitig aussteigen, das geht dann auch immer noch.
Das Ganze zur Not dann mit irgendwelchen gleitenden Durchschnitten oder sowas.
Das Problem ist dann am Ende wirklich auch wieder hineinzukommen.
Also ich kenne wirklich viele Menschen, die auch zum Beispiel vor Corona ausgestiegen sind aus dem Markt.
Weil sie gedacht haben, das ist alles irgendwie gerade hoch bewertet Ende 2019.
Der Markt hat keine Breite mehr.
Ich gehe mal raus.
Und dann sind die natürlich, als dann der Corona-Crash kam, absolut happy gewesen.
Genau die richtige Entscheidung.
Haben also richtig so diesen Confirmation-Bias gehabt, ja, alles richtig gemacht.
Und ich bin zum richtigen Zeitpunkt raus.
Sie sind fast noch gefreut über die Pandemie dann.
Genau, wir sind jetzt erst bei minus 30 Prozent, aber ein Markt, der minus 30 Prozent fallen kann, der kann auch minus 40 fallen und minus 50.
So, und dann hat es gedreht.
Und dann laufen sie hinterher, hinterher, hinterher.
Das heißt, dieser Wiedereinstieg, der ist dann schwierig.
Deswegen gibt es in den USA ein schönes Buch von Nick Majulli, einem Wealth Manager.
Das ist überschrieben, just keep buying.
Und das ist etwas, was mir auch immer geholfen hat.
Ich habe tatsächlich damals mal das Geld, was ich aus dem Verkauf meines Unternehmens hatte, das habe ich 2007 verkauft, 2008.
investiert und hatte also dann nach einem Jahr investieren ungefähr noch die Hälfte von dem Geld, das Axel Springer mir vorher überwiesen hatte.
Und ich weiß noch, wie irgendwann ich wieder mal was gekauft habe, dann kamen diese Horrornachrichten aus dem Radio, welche Bank gerade wieder vor der Pleite stand.
Und mein damaliger Freund meinte so, wüsste ja, dass ich da so ständig immer was reinboller in den Markt.
Und meinte so schon so, du weißt aber schon, was du da tust mit dem Geld, oder?
Und ich so...
Ja, eigentlich glaube ich daran.
Eigentlich bin ich überzeugt davon, dass wir uns auch morgen noch die Zähne putzen werden und dass Nicole Garte Palmolive auch dann noch Geschäfte machen wird und mir auch dann noch eine Dividende zahlen wird.
Und dass es nicht das Ende der Welt ist, aber es war schon irgendwie so ein Stahlbad.
Ja, und das kannst du ja vielleicht, diese Resilienz.
Ich habe auch viel Abstiegskampf gespielt, viel um Klassenhalt gespielt.
Und du hast natürlich in der Saison verlierst du mehr Spiele, als du gewinnst.
Nur trotzdem daran zu glauben, dass du am Ende die Liga hältst.
ist ja das Entscheidende, um positiv zu bleiben.
Wenn du wieder auf die Nase bekommst, du bekommst wieder auf die Nase.
Und dann sage ich, im nächsten Spiel versuchen wir es halt aber wieder.
Lass uns nochmal zurückkommen zu Corona.
Weil Corona war ja jetzt für dich nicht nur ein Investment-Erlebnis, war für dich nicht nur eine besondere Zäsur auch als Profi-Fußballspieler, weil ihr hattet Berufsverbot.
für eine Zeit.
Es gab keinen Fußball, was uns allen irgendwie wahnsinnig wehgetan hat, weil es war die Ablenkung gewesen, die wir uns sehr, sehr gewünscht hätten.
Und dann habt...
kam der 15.
Mai 2020.
Wir steckten im Lockdown.
Du spieltest damals für Union in der Bundesliga.
Toni für Real Madrid.
Ich glaube, in Spanien hatten sie einen noch viel schlimmeren Lockdown, viel stärker als hier.
Und dann habt ihr gesagt, lass uns mal unterhalten und lass andere dabei zuhören.
Da ging nämlich dann die erste Folge von Einfach mal Luppen live.
Der Ausdruck, einfach mal luppen, der kommt auch von Opa Heinz.
2019 gab es eine Kino-Doku über Tonis Karriere bis dahin.
Und da kamen auch dann unsere Großeltern zu Wort in der Gartenlaube.
Da wurden sie interviewt.
Opa hat ja immer die Spiele alle geschaut und ausgewertet, was man besser und schlechter machen kann.
In dem Fall besser.
Und dann hat er mal gesagt, wenn man dann so allein auf den Torwart zuläuft, versteht er nicht, warum alle immer so doll schießen.
Man kann doch einfach mal luppen.
Und luppen ist so dieses...
Norddeutsche für Lupfen.
Und als wir dann für den Podcast einen Titel überlegt haben, haben wir gesagt, so eine Hommage an Opa wäre doch schön.
Großartig.
Ich liebe diesen Titel und auch die Geschichte.
Aber wie kam es jetzt dazu, dass ihr gesagt habt, wir machen jetzt mitten in der Pandemie als Profifußballspieler Toni damals ja auch schon Weltmeister und eine der Ikonen des europäischen Fußballs.
Wir machen jetzt einfach mal einen Podcast.
Also die Geschichte ging schon ein bisschen früher los.
Ich glaube, der erste Corona-Ausbruch war ja so im November 2019 oder so, wo es dann so die ersten Meldungen gab.
Das ist aber unabhängig von Corona.
Die Idee kam nämlich von unserem geschätzten Kollegen und Freund Klaas Hafer-Umlauf, den auch wahrscheinlich die meisten kennen.
der ja auch schon zu der Zeit einen eigenen Podcast hatte und mit der Produktionsfirma Studio Bummins, die unseren Podcast auch produziert, zusammengearbeitet hat.
Und die haben mal zusammengesessen und hatten sich überlegt, was kann man denn noch so am Podcast rausbringen, weil da war Podcast ja noch relativ am Anfang.
Mittlerweile hat sich das ja krass entwickelt.
Und dann kam es schnell so, weil Klaas kannte uns beide schon so ein bisschen, fand so unseren Duktus ganz cool, wie wir miteinander umgehen.
Und es gab es in Deutschland auch noch nicht, dass zwei aktive Athleten einen Podcast machen.
Und das noch dann als Brüder.
First Mover advantage.
Dann hat Klaas und Toni gesagt, hör mal so und so.
Toni hat Bescheid gesagt, kannst du dir das vorstellen?
Wir beide gesagt, nein, machen wir nicht.
Das war so die erste Reaktion, nein, machen wir nicht.
Und dann hat Klaas gesagt, komm, lass uns mal telefonieren und so weiter.
Ich erkläre euch das mal.
Wir haben genug Unterstützung, macht euch keine Sorgen, kriegen das hin.
So, dann haben wir telefoniert und gesagt, ja, ich lasse mir doch mal durch den Kopf gehen.
Aber innerlich habe ich gesagt, nee, machen wir nicht.
Und dann sind wieder ein paar Monate vergangen.
Und dann ging es ja so richtig los mit Corona.
Und dann, ich weiß nicht, ob Klaas dafür ein Gespür hat, der sagt, ich versuch's nochmal.
Und dann hat er nochmal wieder angerufen, haben wir nochmal gesprochen.
Und dann haben Tunik gesagt, ey, pass auf, wir haben nebenan nur Fußball gespielt.
Wir kommen jetzt in diesen Bereich Ende 20, 30.
Es kommt halt irgendwann auch die Zeit danach, lass uns doch mal was Neues ausprobieren.
Immer mit so einem Exit zu sagen, ey, wenn wir uns nicht wohlfinden, wenn wir keinen Spaß daran haben, hören wir sofort wieder auf.
Und ja, du hast den 15.
Mai angesprochen, da war dann die erste Folge.
Kann ich nicht empfehlen, sich anzuhören.
Ich glaube, jeder, der Podcast macht, weiß, die erste Folge hört sich nie gut an.
Aber wir hatten trotzdem Spaß dabei.
Und das hat sich dann am Anfang gesagt, wir machen es alle zwei Wochen.
Es hat aber so viel Spaß gemacht und es gab irgendwie gefühlt, dann doch viel zu erzählen, dass man gesagt hat, wir machen es jede Woche.
Und dann hat sich das verselbstständigt.
Es ist zum einen dieses Fußballding, dieses Sportding, was alle interessiert, natürlich dieser Kontrast an sich.
Der eine spielt bei den Königlichen und erzählt da so ein bisschen, was da so vor sich geht.
Ich bei Union und dazu halt auch noch Sachen, private Sachen, Geschichten.
Und da hast du einfach auch diese Geschwisterdynamik, die einfach, egal ob Fußball oder nicht, viele Leute nachempfinden können, weil die meisten haben irgendwo Geschwister, viele Storys gehört, die auch auf mich zukommen und sagen, ey, ich höre das auch gerade deswegen, weil ich bin auch, räumlich getrennt von meinen Geschwistern, die sind weit entfernt, wir sehen uns selten und haben dann Bezug dazu.
Ich liebe diese Leute, die mir diese Geschichten auch erzählen und das ist der Grund, warum wir das auch machen.
Nicht nur, weil wir jetzt sagen, wir fühlen uns so toll, dass wir was zu erzählen haben, sondern dass wir Mehrwert für die Leute liefern und das Gefühl, zu einem Alltag von Menschen zu gehören, ist so krass.
Das heißt, es hat also völlig unabhängig von der Riesenreichweite, von dem immensen Erfolg, auch euch, nochmal in einer ganz anderen Form wieder zusammengebracht und eure Beziehung auf eine neue Ebene gehört.
Definitiv, vor allem das auch gemeinsam gestartet zu haben, so als Baby das groß zu machen, gemeinsam bis heute auch dann daraus neue Ideen entwickelt und so weiter, sich in einem Bereich auch etabliert, der neu war für uns, wirklich gesehen haben, es gibt noch mehr als Fußball, auch wenn wir über Fußball reden, aber es gibt halt noch mehr, es gehört noch mehr dazu.
Für mich persönlich, auch meine Expertengeschichte mit RTL, das ist alles die Grundlage, ist der Podcast, das hat mir geholfen.
zu sprechen, vor dem Mikro zu sprechen, mich wohlzufühlen dabei und auch die Plattform zu haben, dass andere darauf aufmerksam werden.
Ja, auch dich selber darzustellen als Portfolio, was du alles kannst.
Und wir haben Sachen gemacht, Toni hat sein Karriereende verkündet, er hat sein Comeback in die Nationalmannschaft dort verkündet, Vertragsverlängerung verkündet, heißt, du hast dir dein eigenes Medium aufgebaut, dein eigenes Sprachrohr, du musst nicht ein Interview geben.
Genau, du hast selber dann auch die Deutungshoheit.
Ja, und du kannst es ausführlich erklären.
Genau, muss nicht in drei Minuten Kurzinterview oder es sind ja oft nur 30 Sekunden irgendwas erzählen.
Genau, oder du machst eine Medienrunde und jeder greift sich so mal ein paar Aussagen raus.
Und da hast du wirklich, die Leute hören dir zu, du kannst ausführlich erklären, warum mache ich das Comeback in der Nationalmannschaft, warum beende ich meine Karriere.
Das haben wir sogar auch Spanisch aufgenommen, damit die spanischen Fans das auch verstehen, warum er dann aufhört bei Real.
Und das sind einfach so Sachen, die haben viel Bedeutung für uns gehabt, Spaß gehabt.
Ich fahre da jedes Mal ins Studio und es ist keine Arbeit.
Es ist einfach nur, ich fahre da hin und quatsche und es macht Spaß.
Ich komme nochmal zu diesem Bruderthema zurück, weil du ja auch davon gesprochen hast, dass es eure Beziehung auf eine neue Ebene gebracht hat.
Wie war das generell für euch?
Also Bruderliebe, gemeinsam aufwachsen, alles fein.
Aber es gab ja trotzdem dann irgendwann diesen Punkt, wo du sehr erfolgreich warst, aber...
Tonis Karriere einfach nochmal nach oben abgeknickt ist.
Absoluter Outperformer dann mit Bayern München und dann vor allen Dingen Real und du warst Bundesligaspieler, Toni war Weltmeister und spielte bei Real.
War da irgendwann bei dir mal sowas wie Neid oder zumindest Enttäuschung?
Warum du jetzt nicht?
auch auf dem Niveau von Toni gespielt hast, hattet ihr irgendwie so einen sportlichen Konkurrenzkampf untereinander, der über Frotzeleien hinausgeht?
Wie hast du dich da gefühlt?
Oder hast du einfach gesagt, hey, du hast ganz, ganz viel erreicht und Toni eben noch einen Schnaps mehr?
Ich kann mich an genau einen einzigen Moment erinnern, wo ich das hatte.
Das war bei einer Jugend, wo wir dann ein Turnier gespielt haben, wo beide richtig gut gespielt haben, viele Tore gemacht haben und er wurde wieder bester Spieler und Torschützenkönig.
Dann hat er den Pokal bekommen.
Da habe ich gesagt, warum denn immer er?
Da erinnere ich mich auch dran, weil es der einzige Moment ist.
Ich war sein größter Fan.
Du kannst dir nicht vorstellen, wie ich bei den Spielen, ob es ein La Liga-Spiel war, ob es ein Champions-League-Spiel war oder ob es ein Länderspiel war.
Ich habe da gesessen und geschwitzt.
Ich war zehnmal nervöser, als wenn ich selbst gespielt habe.
Ich habe da nur mitgefiebert, wollte den größten Erfolg für ihn.
Ich habe fast jedes Spiel gesehen, wenn es ging und habe da mitgefiebert ohne Ende.
Ich verstehe immer die Ansicht, aber ich habe es gleichzeitig auch nicht verstanden, wie man mir das auch mal so in den Mund legen wollte.
Ich müsste doch jetzt neidisch sein.
Es kam für mich nicht vor.
Was mich als gerade so jüngerer Spieler, Anfang 20, schon beeinflusst und gestört und genervt hat, war immer diese Vergleiche.
Weil dem kannst du am Ende nicht standhalten.
Aber die kamen wahrscheinlich immer nur von Medien.
Die kamen nie von Trainern, nie von Sportlerkollegen.
Genau.
kann ich ja Toni nicht übel nehmen.
Das ist ja, kann ich ja nicht übel nehmen, dass er so gut ist in dem Fall.
Und das hat mich aber trotzdem genervt, weil das war dann im Endeffekt, war es so, ich habe das schon oft erzählt, hast du ein Tor gemacht, hast du geschossen wie der Bruder, hast du drüber geschossen, ja, ist ja nur der kleine Bruder.
So, und damit musst du erstmal umgehen als junger Mensch.
Das ist gar nicht so leicht, das habe ich aber irgendwie auch geschafft, weil ich habe mir gesagt, ja, aber pass auf, ich spiele hier Bundesliga, ich habe...
ich lebe hier meinen Traum, ich habe hier meinen Traum, den ich als Kind habe, den habe ich mir erfüllt.
Wenn mir da jemand dann das Face-to-Face gesagt hat, hast du das denn auch?
Kannst du das auch von dir behaupten?
Das können nicht viele.
Und diese Denkweise hat mir dann schon geholfen, zu sehen, was ich auch leiste und investiere auch überhaupt dafür, um das machen zu können.
Und ich würde meine Karriere, wenn du mir die vorher so hingelegt hättest, hätte ich sofort unterschrieben.
Und im Nachhinein genauso.
Ich bin super happy, ich bin so glücklich.
Es sollte genau so laufen, weil bei all diesem ganzen Erfolg und toll und superschön und die höchste Bühne und so weiter, da gibst du auch nochmal ein bisschen mehr auf als ein normaler Bundesligaspieler.
Und das muss ich sagen, im Nachhinein bei allem Geld und so weiter wäre es mir das nicht wert gewesen.
Du kannst wahrscheinlich auch noch irgendwo, wenn es jetzt nicht gerade in Berlin ist, wo du lange gespielt hast oder in Rostock, du kannst auch nochmal irgendwo ins Restaurant gehen, ohne dass gleich...
eine Menschentraube um dich rum geht.
Das ist für Toni eigentlich nicht möglich.
Das ist undenkbar.
Und das ist das Problem, dass wir uns ja so ein bisschen ähnlich sehen.
Also manchmal schadet mir das dann auch.
Seine Frisur ist noch ein bisschen schärfer.
Ja, viele sagen, meine ist besser.
Das ist natürlich Geschmackssache.
Nee, natürlich werde ich auch erkannt.
Ich habe das gerade gemerkt, nachdem ich aufgehört habe, nachdem ich jetzt so diese Expertenrolle habe, wo du dann ja als Einzelner stehst und nicht mal einer von elf bist, du hast noch eine ganz andere Aufmerksamkeit.
Aber mich stört das überhaupt nicht.
Ich sehe das auch voll als Auszeichnung.
Auch wenn dann viele so, wenn auf die Straße gekommen sind, ja, ich bin Werder-Fan oder ich bin Union-Fan oder ich bin Rostock-Fan.
Sodass man den Leuten in Erinnerung geblieben ist überhaupt.
Das ist für mich eine Riesenauszeichnung.
Und dass sie dann kommen und sagen, ey, war eine geile Zeit damals.
Das ist mir, muss ich ehrlich sagen, mehr wert als jeder Titel.
Ist aber auch Bayern-Fans in Erinnerung geblieben.
Kann ich von mir sagen.
Du hast eben schon mal gesagt, irgendwann habt ihr darüber nachgedacht, jetzt 30 und mal was anderes machen.
Das kam bei Digger dann ziemlich plötzlich.
Die Corona-Saison war, wenn ich richtig informiert bin, deine letzte Saison.
20, 20, 21.
Genau, ich bin ja von Union nochmal nach Braunschweig ein Jahr gewechselt.
Zweite Liga und dann?
Größte Fehlentscheidung in meiner Karriere am Ende, weil ich die schon nicht aus Überzeugung getroffen hatte, aber wir hatten eine Situation einfach, dass in der Corona-Zeit mein Vertrag ausgelaufen ist bei Union und kein Verein irgendwelche Sicherheiten hatte.
Keiner wusste so richtig, wie geht's weiter und keiner konnte so richtig Entscheidungen treffen.
Das war diese Saison, die dann irgendwie vor leeren Stadien zu Ende gespielt wurde.
Ich habe ein Jahr in Braunschweig gespielt, nicht einmal vor Zuschauern.
Also ich kenne die Braunschweig-Fans nicht.
Ich habe die nie gesehen.
Ich habe aber trotzdem rein sportlich auch diese Entscheidung schon nicht aus Überzeugung getroffen, sondern weil ich sie machen musste, weil das das erste und einzige Mal meine Karriere war, wo ich zwei Monate vereinslos war.
Und es kam dann ein Zeitpunkt, wenn es jetzt noch länger geht, dann ist jetzt Schluss.
Aber ich war noch nicht bereit aufzuhören.
Du wolltest aber nochmal.
Ich wollte noch.
Und es gab aber nicht viele Optionen, weil kein Verein hatte finanzielle Sicherheiten in dieser Phase.
Und dann sind wir alles durchgegangen.
Braunschweig war halt, es war dann zumindest ein Verein mit Tradition.
Es war VW dahinter, wo anscheinend da noch ein bisschen was da war.
Und das war das Einzige, wo ich sage, das passt nochmal so ein bisschen, aber halt auch nicht zu 100%.
Tradition auf jeden Fall.
Ich glaube, es waren die Ersten, die damals unter Werner Mast die Trikotwerbung erfunden haben.
Aber davon erlebst du nichts, wenn alles zu ist und keine Menschen rumlaufen.
Keine Fankultur.
Davon erlebst du dann am Endeffekt nichts.
Und das war auch sportlich, eine Katastrophensaison.
Wir sind da auch da abgestiegen dann.
Und dann habe ich für mich gesagt, okay, wenn ich jetzt nochmal irgendwo hingehe, dann brauche ich eine hundertprozentige Überzeugung, weil nochmal so eine Entscheidung trage ich nicht.
Und das hast du halt dann 2021 nach diesem Intermezzo in Braunschweig nicht mehr gefunden, dieses Gefühl, diesen Verein.
Und dann hast du gesagt, okay, das war's.
Hast du das gemacht, weil du eigentlich den Plan B schon in der Tasche hattest, dadurch, dass ja der Podcast sich so vom Start weg richtig zu einer Entertainment-Marke entwickelt hatte?
Oder...
War das eher, dass du gesagt hast, naja, Körper, man merkt es halt auch dann irgendwann mit 30 oder wie waren sie, was hat sie den Ausschlag gegeben?
Es gab nicht diesen einen Grund, das ist ganz klar, aber es...
Es gab während der letzten Saison schon Momente.
Ich erinnere mich an ein Spiel, da hatten wir einen Freitagabend, irgendwann im Februar, minus zwei Grad auswärts in Sandhausen.
In Sandhausen war eh schon eigentlich nie die Stimmung, aber dann war das Stadion auch ganz leer, war ja Geisterspiel, dann war minus zwei Grad.
Und dann gehen wir auf den Platz und so eine Minute vor Anpfiff stehst du da und wenn du als Spieler da stehst und denkst, was mache ich eigentlich hier?
Das ist kein gutes Zeichen.
Okay, schon langsam die Distanz aufgebaut zu diesem Beruf, der dein Traum war.
Ja, und das ist schon kein gutes Zeichen.
Und diese Momente kamen dann noch ein, zwei Mal während der Rückrunde und dann gesagt, es geht jetzt langsam in die Richtung.
Und das war dann so ein Prozess und wir haben das letzte Saisonspiel in Hamburg und ich bin aus Felca mit dem Gedanken, dass es mein letztes Spiel ist.
Aber nur mit dem Gedanken, ich konnte das lange Zeit nicht aussprechen.
Also wirklich, ich hatte diesen Gedanken, okay, das war's.
Aber ich konnte es nicht aussprechen.
Ich habe es nicht über die Lippen gebracht.
Und meiner Frau hat auch gesagt, komm, guck mal, was noch kommt.
Vielleicht kommen noch coole Angebote und so weiter.
Aber wir sind schon lange zusammen.
Sie kennen mich halt auch gut genug, dass sie irgendwann einen Tag gesagt hat, ey, du musst das jetzt aussprechen.
Ich weiß doch, dass du schon entschieden hast, aber du musst es halt einmal aussprechen.
Und das habe ich ja noch getan.
Und das war dann eine Entscheidung aus voller Überzeugung.
Es gab nicht diesen einen Grund.
Das war einfach dann ein Gefühl, was du hast.
Hast du es ausgesprochen vor dem letzten Spiel?
Nee, nee, das war lange danach.
Okay, also als die Saison schon vorbei war.
Schon noch drei, vier Wochen vergangen.
Ich war dann auch wieder, dadurch, dass ich keinen Vertrag für die Drittliga hatte, war ich dann erst mal vertragslos.
Ich hatte keine Verpflichtung, konnte mir auch Zeit lassen.
Aber es war lange danach.
Obwohl ich es eigentlich schon innerlich wusste, konnte ich es dann erst aussprechen und es war echt wie eine Befreiung.
Aber es war nicht, dass ich den Plan B hatte.
Natürlich hatten wir den Podcast, aber ich habe es nicht als Arbeit gesehen.
Ich habe es da vielleicht auch noch gar nicht so wahrgenommen.
Hast du auch noch gar nicht das Business-Potenzial damals so wahrgenommen?
Irgendwie lief ja schon ein Jahr und die Reichweiten hat man ja gesehen und auch, dass der Podcast jetzt nicht nur pro bono erscheint, sondern das auch als kommerzielle Plattform.
entsprechend angekommen ist.
Definitiv.
Also ich hätte niemals gedacht, dass man damit so viel Geld verdienen kann.
Das habe ich schon gesehen, aber ich habe es auch gesehen, das ist das gleiche wie beim Fußballkarriere, das kann auch ein halbes Jahr später vorbei sein.
Da hast du jetzt keinen 10-Jahres-Vertrag, wo du jetzt 10 Jahre Sicherheiten hast.
Und ich habe es auch nicht als Arbeit gesehen, weil das einfach zu viel Spaß gemacht hat und zu locker und leicht war.
Ich habe mir aber gar nicht so viele Gedanken gemacht.
Meine Frau war echt nervös.
Sie hat gesagt, was machst du jetzt?
Du bist jetzt 30 und so.
Das kommt schon.
Lass es passieren.
Wie es jetzt gelaufen ist, die letzten fünf Jahre, kannst du auch ganz offen sagen, ich verdiene viel mehr Geld, als ich als Spieler verdient habe.
Weil ich mich aber auch, und das ist mein Ansatz, und ich glaube, da tun sich dann viele schwer, diese Übergang im Profi, dann neue Karriere.
Ich habe halt den Ansatz zu sagen, jetzt bin ich wieder das Talent, jetzt muss ich wieder lernen.
Nur weil ich da Profi war, heißt das nicht, dass ich da auf einer anderen Ebene auch alles kann.
Und ich war bereit, wieder unten anzufangen und wieder zu lernen und das Talent zu sein.
Und nicht zu sagen, ich kann alles.
Und habe alles ausprobiert, was ging, was mir an Möglichkeiten geboten wurde.
Was hast du so gemacht?
Also außer dem Podcast?
Das war eine Stunde.
Ich habe damals ja auch, jetzt bin ich bei RTL, habe ich bei Sport 1 durfte ich mal ausprobieren, schon zu kommentieren, Experte zu sein.
RTL, glaube ich, UEFA, also Euroleague.
Europa League und Zweite Liga mittlerweile.
Ich bin bei Union in den Nachwuchs als Trainer gegangen, Co-Trainer.
Habe gesagt, ich will die Perspektive auch mal sehen, mal ausprobieren.
Habe dann auch nach einem halben Jahr gesagt, das ist nichts für mich.
Also Entscheidungen sind auch da, um sie zu korrigieren.
Also damit ist das Buch zu.
Den Trainer Felix Groß wird man dann nicht sehen.
Sehr wahrscheinlich, ja.
Hast du irgendeine Lizenz mal gemacht?
Ja, ich war dann kurz davor, aber in dem Prozess habe ich dann festgestellt, dass es nichts für mich ist.
Und damit kommen wir zu einem letzten Projekt, an dem du richtig Spaß zu haben scheinst.
Denn da kniest du dich ja voll rein.
Und so ganz konntest du ja dann auch nicht vom aktiven Fußball lassen.
Nämlich bei der...
Icon League.
2024 hat Toni die gemeinsam mit dem Elias Nährlich gegründet, dem Streamer.
Und du bist so ein Mann der ersten Stunde.
Du warst von Anfang an dabei, allerdings jetzt nicht irgendwie als Head of, sondern wirklich mit einem eigenen Team.
Zusammen mit Robert Andrich.
Two Stripes United.
Da bist du Team Head.
Also irgendwie doch so ein bisschen als Trainer.
Erzähl uns mal ein bisschen.
Was darüber und vielleicht auch, weil ja wahrscheinlich nicht jeder so verrückt ist wie ich, was überhaupt für die Idee von dieser Alken League ist.
Ja, also das ist 2024 gegründet.
Die Planung ging schon ein bisschen früher los, aber es ist einfach ein Indoor-Streaming-Event, natürlich auch mit vor Ort Entertainment, aber es ist einfach ein neuer Ansatz Fußball.
Also es geht um ein Fünf-gegen-Fünf, um ein Kleinfeldspiel mit Bande, wo es in dieser Liga am Anfang 14 Teams gab.
Jetzt gab es...
Letztens sagen zwölf Teams, wo bekannte Leute die Teams führen.
Also ich mache das mit Robert Andrich, hast du gesagt, es gibt aber auch zum Beispiel Luciano und Toni Rüdiger, die ein Team haben.
Ich habe gesehen, David Alaba hat ein Team.
Also es werden verschiedene Welten miteinander gemixt.
Aber die können ja dann nicht immer da sein, diese Teams, oder?
Also Toni Rüdiger, David Alaba, die sind ja noch...
Aber wir wissen ja, was so diese Social Media für Power und Kraft hat und darüber kann man ja auch sehr viel spielen und machen.
Wie kommen diese Fünferteams zusammen?
Sucht ihr euch da gute Spieler dann aus der dritten, vierten Liga, Nachwuchstalente hier in Berlin?
Es ist ab 4.
Liga.
Profiligen ist nicht machbar, rein versicherungstechnisch und vertragsrechtlich.
Aber ab 4.
Liga.
Es gibt aber auch viele Kleinfeldspieler.
Das ist nicht so bekannt, glaube ich.
Futsal ist auch ein großes Thema.
Also Leute, die wirklich Experten oder Spieler, die wirklich ihre Stärke im Kleinfeld haben und auch fast nur Kleinfeld spielen, was auch wichtig ist in dem Feld.
Und das hat sich mittlerweile so aufgebaut, dass wir einen Trainer, Co-Trainer...
Unser Trainer ist so vernetzt im Kleinfeldfußball, dass ich da rein sportlich eigentlich gar nichts machen muss.
Der hat einen kompletten Überblick, hat eine Scouting-Liste, wir scouten Spieler.
Wir haben jetzt vier Saisons gespielt, das heißt, man kennt die Spieler von den anderen Teams.
Es gibt einen Transfermarkt, wo man auch hin und her dann kauft und Spieler verpflichtet.
Da haben wir so einen Überblick, ein krass schneller Zeit gewonnen, was ja auch durch diese digitalen Möglichkeiten heutzutage einfach viel schneller geht.
Und vor allem haben wir alle wirklich Spaß dran.
Es sind echte Emotionen, es ist Leidenschaft drin und man hat trotzdem am Ende wieder das, man will gewinnen und Titel holen.
Und was ist denn deine Aufgabe als Team Head?
Ist das sozusagen wie Bundesliga-Manager oder wie Präsident?
Ja, grundsätzlich kann man das schon vergleichen, weil wir haben nicht den Ansatz, den normalen, traditionellen Fußball zu ersetzen.
Wir wollen ja ein Zusatzangebot schaffen.
Ich meine Rolle als Team Head.
ist es so, dass wir für dieses Two Stripes United Team auch eine eigene Firma gegründet haben.
Es ist also ein Franchise-Format.
So wie in den USA, wo man auch nicht absteigen kann.
Genau.
In der Major League of Soccer.
Der Robert Andrich und ich, wir sind beide quasi Hauptgesellschaftler dieser Firma.
Und wenn ein Projekt funktioniert, dann weiß man ja, dass das auch alles relativ schnell wächst.
Das heißt, du hast dann jetzt schon eine gewisse Anzahl an Mitarbeitern, die du dann führen musst.
Und ich habe für mich relativ schnell gesagt, oder für uns auch schnell gesagt, ey, wir müssen Kompetenzen verteilen.
Der eine kümmert sich um das, der andere um das.
Wir können nicht alle alles so ein bisschen machen.
Und da habe für mich, weil ich gesagt habe, ich will ausprobieren, ich will lernen, gesagt, ich will raus aus dem Sportlichen.
Ich will keine sportlichen Entscheidungen treffen in diesem Team.
Also wenn es um Aufstellungen geht, Kader-Nominierungen und so weiter.
Training halte ich mich komplett raus.
Ich sage meine Meinung, wenn sie gewollt ist.
Also ausgerechnet bei dem Bereich, wo du ja die Expertise hast.
Wo ich auch teilweise andere Entscheidungen treffen würde, als der Trainer macht.
Aber ich habe gesagt, ich lasse ihn auch in Ruhe.
Er soll auch die Entscheidung treffen.
Und will in einen neuen Bereich gehen.
Und das ist für mich der Bereich in dem Partnership Management, also wirklich mit den Partnern zu sprechen, Sponsoren zu akquirieren.
Wirklich die Firma dahingehend zu führen, zusammen mit meinem Geschäftsführerkollegen, den wir da noch haben.
Und da einfach neue Erfahrungen machen.
Und das, was mir immer auch so angetrieben hat, du machst neue Erfahrungen, du besprichst mit Partnern, lernst gleichzeitig neue Leute kennen, neue Ansätze und versuchst das dann irgendwie immer auch.
gewinnen bringt, natürlich einzusetzen, diese Erfahrung.
Und mein Ansatz ist immer, und das ist unser Ansatz als Team auch, dieses Persönliche.
Also ich will nicht jemand sein, natürlich habe ich Management, aber ich will nicht der sein, wenn sich jemand bei mir meldet, sagt, ja, hier hast du die Nummer, ruf mal beim Management an.
Ich will immer diesen Persönlichen, so gehe ich dann auch mit den Mitarbeitern um, ich will diesen persönlichen Austausch haben, will den Mensch dahinter erstmal sehen, wie der tickt.
Und der soll auch den Menschen...
Felix Groß sehen und sehen, wie der tickt, dass, glaube ich einfach, dass eine ganz andere Tiefe in der Zusammenarbeit da ist, dass eine Langfristigkeit da ist, dass gewisse Täler auch zusammen besser durchstritten werden, wenn du eine menschliche Beziehung und Verbindung hast.
Und das ist mein Ansatz, so eine Firma zu führen.
Bei allen Sachen, die man drumherum dann auch noch lernt und Fehler, die man macht.
Du bist also jetzt quasi Unternehmer geworden, während du ja eigentlich als Fußballspieler eher so eine Art Ich-AG bist, oder?
Ja.
Gerade wie sich das jetzt entwickelt hat, ich habe es vorhin schon gesagt, dass jeder aus seiner eigenen Marke dann wird und versucht dann irgendwo so.
Aber so habe ich mich da nie gesehen, ehrlicherweise, als ich AG als Spieler.
Ich habe schon immer versucht, dass das Team vorankommt.
Auch in der Aufstiegssaison zum Beispiel Union, da habe ich zwar 25 Spiele gemacht und auch von Anfang an viel gespielt, aber auch teilweise Spiele auf der Bank gesessen, von der Bank gekommen.
Dann denke ich mir, was ist jetzt meine Rolle?
Dann bin ich halt der Kapitän von der Bank.
Ich führe die Bank, weil ich auch weiß, die Erfahrung habe, Die ist genauso wichtig, die kann genauso Spieler entscheiden und fast noch mehr als die Spieler, die von Anfang an spielen.
Die Icon League selber ist ja auch dann nochmal ein richtiges Unternehmen mit Investoren inzwischen.
Jürgen Klopp ist investiert, Luigi Berlusconi ist investiert und ich habe gesehen, HV Capital sogar investiert.
Bekannte Venture Capital Gesellschaft und den Partner David Fischer, den habt ihr so begeistert, dass der gleich gesagt hat, ich komme zu euch als CEO.
in die Eiken liegt.
Das ist ja schon irgendwie auch eine Ansage, wo das mal insgesamt hingehen kann.
Ja, also ich bin in der Liga Planung und Organisation, da bin ich ja raus.
Natürlich kriege ich gewisse Sachen durch den Präsidenten mit, da da ein persönlicher Kontakt da ist.
Genau, also für diejenigen, das ist natürlich Toni, der Gründer und Präsident.
Ich finde das natürlich auch da spannend zu sehen, wie das funktioniert, aber was glaube ich der USP ist oder was einfach das...
Diese Zielgruppe, die wir haben, diese junge Zielgruppe, das funktioniert unfassbar.
Und ich selbst muss das auch noch verstehen.
Weil da rennen teilweise auch gewisse Leute rum, wo ich denke, boah, ist halt eine...
Das ist eine andere Klientel als beim Fußballspiel.
Da muss man schon auch den Ansatz aus dem traditionellen Fußball vergessen, was man da so kennt und erlebt.
Da ist dann schon viel anderes dabei.
Was muss man da vergessen?
Also insbesondere ist ja bei euch Stilbilden, es gibt ja auch noch so ein paar andere Kleinfeldliegen, nicht alle funktionieren, einer ist wahrscheinlich schon wieder halbwegs erstmal pausiert, aber bei euch läuft's.
Da gibt's ja diese Rule Breaker, da ist ja ständig irgendwas los.
Ich glaube, das Spiel dauert zweimal zwölf Minuten, ja, und dann gibt's immer irgendwie so Sirene und plötzlich kommt irgendwas, dass dann irgendwie so ein Eins gegen Eins gespielt wird oder von bestimmten Situationen im Spielfeld einfach mal drauf gedroschen werden kann.
Das Spiel wird also unterbrochen, eventlich gemacht.
Ist das nicht eigentlich irgendwie so der Ausverkauf des Fußballs?
des eigentlichen Spiels und diese Reduktion auf so einen reinen Event-Charakter?
Du hast diese Rubrik angesprochen, dass wir das Spiel halt anders und dynamischer machen.
Du kannst, hast als Team, es wird vor dem Spiel werden zwei Rubrik ausgewählt, das könnte zum Beispiel sein Überzahl, das heißt, du kannst während des Spiels auf einen Buzzer drücken, zu dem dir ausgewählten Zeitpunkt und bis dann zwei Minuten kannst du einen Spieler mehr aufs Feld bringen.
Dann ist die gegendische Mannschaft schon unter Zahl.
Die gleiche Möglichkeit hat natürlich auch das gegendische Team, das während des Spiels einmal zu machen für zwei Minuten.
Dann gibt es zum Beispiel den goldenen Ball, den du auch drückst in den Buzzer, es kommt ein goldener Ball ins Spiel.
Wenn du dann diesen Rule Breaker ausgewählt hast und dein Team schießt in diesen zwei Minuten ein Tor, zählt das Tor doppelt.
Dann gibt es noch Five Shot, als du gerade gesagt hast, legst an fünf verschiedenen Stellen auf den Platz den Ball hin, hast fünf freie Schüsse.
Also wenn du fünfmal triffst, zählt das fünf Tore.
Also kann es sein, dass du auf einmal 5-0 führst.
Natürlich kann der Gegner das auch nehmen.
Deswegen kommen auch die durchaus extremen Ergebnisse zustande.
Aber es passiert halt was.
Dann haben wir die letzten zwei Minuten im Spiel, die netto Spielzeit sind.
Das heißt, sobald der Ball im Aus ist, ein Tor, Unterbrechung wird die Zeit angehalten.
Also da brauchst du dann auch kein Zeitspiel machen zum Schluss.
Alles so Sachen, wo man immer wieder hört im Fußball, das wünschen sich die Leute, dass es nicht so auf Zeit gespielt wird.
Und das versuchen wir umzusetzen.
Und was dazu kommt, das kann manchmal auch ein bisschen verwirrend sein.
Also wir sind da sehr flexibel.
Also wenn eine Woche die Regel so war und wir merken, das funktioniert nicht so gut, dann wird die auch zur nächsten Woche wieder abgeschafft.
Ihr habt halt keine FIFA und kein DFB.
Die dann drei Jahre diskutieren und dann noch irgendein Ausschuss das noch bestätigen muss, sondern da wird dann auch von einer auf die andere Woche gesagt, okay, das hat nicht funktioniert.
Das ist diese agile Disruption, so wie in ganz vielen Businesses.
Und das ist das, wo wir uns, die aus dem Fußball dann kommen, auch erstmal wieder dran gewöhnen müssen, sozusagen, wir haben uns jetzt gerade darauf eingestellt und dann kommt schon wieder was anderes.
Aber das macht die Liga am Ende auch nicht.
Aber ihr seid offen dafür.
Das ist ja interessant, auch wenn da wirklich Spielerpersönlichkeiten wie David Alaba oder Toni Rüdiger mit involviert sind, dass die nicht sagen, naja, wir müssen jetzt den Fußball so, wie er im Stadion gespielt wird, bewahren.
Würde man vielleicht eher mal so von Leuten wie Mario Basler erwarten, die dann sagen, alles kiki hier, das Richtige ist auf dem Platz, auf dem Betzenberg.
Aber ihr seid ja irgendwie dann auch so als Generation dann vielleicht auch geistig so ein bisschen...
offener für so Veränderungen.
Ja, also wie gesagt, keiner sagt, das eine schließt das andere aus oder das eine soll das andere ersetzen.
Das ist schon ein entscheidender Ansatz.
Konkurrenz ist aber trotzdem da, weil die Zeit haben Menschen nur einmal irgendwas zu machen.
Das stimmt.
Wenn ich zu euch gehe, kann ich nicht in der Zwischenzeit...
Nee, aber wir spielen natürlich montagsabends.
Da ist so nicht der einzige Tag, wo kein anderer Fußball läuft.
Stimmt, das Montagsspiel in der zweiten Liga gibt es nicht mehr.
Das versucht man da schon so zu legen auch, ganz klar.
Und es ist halt auch von Anfang an optimiert für Streaming.
Das muss man auch sagen.
Das geht ja auch zum Second Screen.
Es gibt auch gerade in der Generation, die kriegen das hin, dass sie dann da einmal das Bundesliga-Spieler machen und dann gleichzeitig Icony gucken.
Das ist ja alles möglich und ich glaube, wir sehen es ja an den Zahlen, dass es funktioniert.
Das ist alles auch noch Entwicklungspotenzial, gar keine Frage.
Aber wie gesagt, die Nachfrage ist da.
Und wir, die aus dem Fußball kommen, sind offen dafür.
Und es macht Spaß.
Und wenn ich sehe, was für Emotionen da drin sind.
Also Toni Rüdiger, der den Champions League gewonnen hat in Alaba, wenn die dann da sind an der Bande, das geht da richtig zur Sache.
Die wollen gewinnen.
Und am Ende geht es auch darum wieder, dass da ein Fußballspiel gewonnen werden will.
Das ist schon immer noch das Haupt.
Auf anderen Weg, aber schon das ist am Ende das Ziel.
Da will man dann auch Titel gewinnen.
Ich glaube, dieses Gen hat man dann auch einfach drin.
Und vielleicht trägt es ja auch irgendwie dazu bei, dass junge Menschen Lust auf Sport haben, Lust darauf bekommen, nicht nur zuzugucken beim Streaming, sondern sich auch selber irgendwie zu bewegen, irgendwie selber rauszugehen.
Das wäre ja auch nicht schlecht.
Lass uns zum Abschluss nochmal zu diesem Traum zurückkommen, vom Anfang.
Was braucht es denn?
damit Jungs sich diesen Traum vom Fußballprofi erfüllen können.
Also vielleicht jetzt nicht außer dem Talent, das ist klar, aber was kann man vielleicht auch so strukturell tun?
Was kann in Vereinen passieren, damit wir vielleicht auch wieder mehr, auch wieder bessere Talente haben?
Ich würde nochmal einen Tick weiter ausholen, nicht nur Vereine, sondern was kann die Gesellschaft, was kann das ganze Land dafür tun?
Und das Erste, was mir einfällt, macht die Spielplätze auf und schafft die Möglichkeiten, schafft die Plätze, dass Jungs und Mädels rausgehen können und einfach sich einen Ball nehmen können und kicken können.
Und es geht ja nicht nur um Fußball, es geht um alle Sportarten, dass sie sich einen Basketball nehmen können und auf den Körper werfen können.
Lass die Spielplätze auf, schafft die Möglichkeiten.
Ich habe mal eine Statistik gelesen, dass Jugendliche in Frankreich um ein Vielfaches mehr Zeit auf Bolzplätzen verbringen, weil sie die Möglichkeit dazu haben, weil sie offen sind, weil sie offen gelassen werden und nicht da kommt dann wieder ein Platzwart und ein Halmer, der die runterschickt.
Ja, das ist ganz schön böse.
Also ich kenne das ja, weil mein Sohn ist genau in dem Alter, wo er jeden Tag nach der Schule sagt, Papa, können wir nochmal kicken gehen?
Ja, und dann gehen wir immer in den Park hinter...
Der Charité, das ist direkt dort, wo wir wohnen.
Und meistens können wir dort ganz toll kicken, auch mit Freunden von ihm.
Und dann gibt es eine einzige Aufseherin vom Wachschutz da, die uns wirklich auf dem Kicker hat und die uns immer in unfreundlichster Form vertreibt.
Andere kicken mit uns und dann, also ich weiß, das Gefühl wirklich, wenn man dann da so weggeschickt wird, so nach dem Motto, bald gibt es aber Hausverbot.
Und die Jungs sind dann immer natürlich voll traurig, weil die wollen sich ja bewegen, die wollen sich ausbauen.
Ja, und dann werden ja schon Provisor ausgeschlossen.
Ist es in England so, ist es in Frankreich so, und vergleiche mal jetzt unseren Kader von Deutschland mit dem von Frankreich.
Was für Fußballer, eine Menge an Fußballern, also ich rede nicht von Fußballern, sondern von wirklich von Künstlern, von Dribblern, von den Jungs, denen wir gerne zuschauen.
Ein Vielfaches in Frankreich, aber da fängt es doch an.
Sie hatten früher, oder sie haben die Möglichkeit, auf Bolzplätzen zu gehen und sich auszuprobieren.
Wir reden ja mal von Bolzplatzmentalität und Straßenkicker.
lasst sie auf die Straße, lasst sie auf dem Bolzplatz, macht die Dinge auf und lasst sie spielen.
Und schickt sie nicht nach 10 Millionen runter oder macht sie von vornherein zu.
Und das ist dann schon mal so der erste Schritt.
Und da haben wir, glaube ich, noch einiges an Potenzial.
Ja, und hoffen wir mal, dass ein bisschen was von dem Potenzial auch durch Nachfrage einfach entsteht, weil Menschen, junge Menschen und auch deren Eltern begeistert sind.
Vom Fußball.
Ja, und Vorbilder.
Natürlich haben wir dann alle, die irgendwo in der Öffentlichkeit sind, auch eine Vorbildfunktion.
Ich war ja als kleines Kind genauso, dass ich da aufgeschaut habe.
Und wenn dann jemand sagt, ey, bewegt dich, geh raus, mach das, hat das schon eine Wirkung.
Ja, und wenn ihr das in euren Podcasts oft genug sagt, und das tut ihr, die Vorbildfunktion habt ihr eh, wir haben drüber gesprochen.
Eskapaden gab es bei euch nicht nach außen.
Nach innen sogar auch nicht, kann ich hier nochmal bestätigen.
Nicht mal das, wie langweilig, nein.
Großartig.
Super spannend.
Vielen, vielen Dank für deine Offenheit, für deine Einblicke und auch für deine klaren Statements, gerade auch, was so das Leben von Träumen angeht und was man dafür tun muss.
Ich hoffe...
Du konntest was mitnehmen heute.
Wenn es dir gefallen hat, dann sei doch so lieb und lass uns einen Daumen nach oben da.
Lass ein paar Sterne da, ein Abo und natürlich kommentier gerne mal.
Vielleicht hast du ja auch das eine oder andere Erlebnis mit Felix oder Toni Kroos entweder im Stadion gehabt oder irgendwie eine Anekdote, wo du dich noch an ein Fußballspiel erinnerst.
Was bedeutet Fußball für dich?
Auch so Leidenschaft wie für mich?
Oder ist es einfach nur?
Business, über das wir natürlich auch mal hier im Podcast reden können, wie über ganz viele andere Themen, welche dir auf den Nägeln brennen, das kannst du mir gerne schreiben an podcast at scalable.capital oder in den sozialen Netzwerken at scalable.capital oder direkt an mich at cw.
Röhl.
Für heute war's das jetzt, denn im Studio wird's richtig warm, genieß den Sommer und Tschüss aus Berlin.
