# AI-Driven Enterprise Architecture and Startup Strategy

**Podcast:** Kollegin KI
**Published:** 2026-07-14

## Transcript

Liebe Leute, die Gründerkultur in Europa ist ja, zumindest sagt das der Volksmund, extrem mies.
In den USA hingegen, was das Maß aller Dinge ist, da entstehen die Startups, die expandieren, die nutzen auch viel mehr KI und so weiter.
Und wir würden heute ganz gerne mal mit diesem Vorurteil aufräumen.
Und dazu habe ich mir jemanden eingeladen, Gunnar Froh.
Gunnar hat damals die Europa-Expansion von Airbnb mitgemacht.
Weiß also Bescheid über die Mentalität der Startups in den USA und hat mittlerweile ein eigenes Unternehmen in Hamburg.
Und zwar Wunder Mobility, wo er CEO ist, wo er auch natürlich die KI-Transformation mit verantwortet.
Und heute ist er hier zu Gast.
Ihr hört Kollegin KI.
Ich bin Max Montenke.
Hallo Gunnar.
Hallo Max, vielen Dank für die Einladung.
Sehr gern.
Schön, dass du da bist.
Erzähl doch mal bitte, was du eigentlich machst.
Ja, ich würde sagen, ich bin...
Was die Arbeit angeht, auf drei Feldern unterwegs.
Das eine hast du angesprochen, Wunder Mobility.
Wir sind eine B2B-Software für Carsharing und Bikesharing.
Die Firma habe ich gegründet vor einigen Jahren und bin dort als CEO aktiv.
Und dann bin ich als Angel Investor relativ stark aktiv hier in Deutschland und auch in den USA.
Ich mache alle zwei bis vier Wochen Investments in...
andere Companies in einer ganz frühen Phase.
Und das Dritte ist, dass ich seit ein paar Wochen mit Freunden zusammen das House of AI hier in Hamburg aufbaue.
Und es gibt es auch, du sprachst schon von Silicon Valley, es gibt das House of AI in San Francisco und jetzt gibt es es auch in Hamburg.
Und wir sprechen eine Community von Bildern an, die Lust haben, mit AI neue Produkte zu bauen oder darüber zu lernen und geben denen im Endeffekt ein Space.
wo man arbeiten kann, wo es eine Bühne gibt, wo es wöchentliche Meetups gibt.
Und das ist so die aktuelle Herzensangelegenheit zum Lernen und auch vielleicht ein bisschen diese Kultur, die du angesprochen hast, nochmal ein bisschen anzuheizen.
Da können wir gerne später nochmal genauer drauf zu sprechen kommen.
Sehr spannendes Konzept auf jeden Fall.
Lasst uns vielleicht mal einsteigen bei deinem Unternehmen.
Wundermobility, das heißt, ihr setzt KI ein im Bereich Carsharing und versucht da den Markt zu disrupten.
Ja, ich würde sagen, wir haben so eine Transformation, durch die wir gerade gehen, die eigentlich typisch für...
Viele Companies sein könnte, zumindest Software-Companies.
Hat gar nicht so viel jetzt speziell mit Carsharing zu tun, sondern einfach klar, wir haben die typischen klassischen Funktionen in unserem Team.
Also angefangen vom Marketing, Sales, Account Management, Finance und so weiter und dann Product & Engineering, was den allergrößten Teil des Teams ausmacht.
Und wir haben einfach seit zwei Jahren so ein...
eine Neugierde auf AI und so ein Experimentieren.
Und letztes Jahr gab es so einen wichtigen Moment, wo wir also auf der Produktseite mit einem Conversational Analytics Produkt experimentiert haben, wo wir also quasi Kunden enabled haben, einfach Fragen in unser System zu stellen, in natürlicher Sprache und da ihre eigenen Daten zu querieren.
Und jetzt seit einigen Monaten gehen wir quasi voll rein in diese Transformation, dass jeder Kollege bei uns Claude quasi neben sich sitzen hat, mit Claude arbeitet entweder Cowork oder mit Claude Code und dass wir über das Beschleunigen von Routineaufgaben hinausgehen und wirklich Agents an den Start bringen, die parallel zu uns mitlaufen.
Also so AI-Transformationen nicht speziell jetzt auf unbedingt Carsharing-Software, sondern überhaupt, wie baut man und vertreibt man Software.
Und wir kommen mehr und mehr in so eine hybride Organisation von Menschen und permanent mitlaufenden Agenten und beschäftigen uns dann viel damit, wie wir die immer besser machen, dass wir halt das Wissen, was bei uns in den Köpfen bisher besteht und so weiter und informell lebt, immer mehr zugänglich und immer zuverlässiger machen.
Und das ist eine, also hätte ich nicht gedacht vor ein paar Monaten, ist eine große Transformation, die aber unglaublich Spaß macht und total motivierend ist und immer motivierender wird, je mehr man irgendwie diese Dividenden davon ernten kann.
Jetzt gibt es da ja so ein paar Anknüpfungspunkte, wo man sagt, okay, das ist herausfordernd.
Wenn du sagst, ihr habt irgendwie alle einen Agent, der läuft mit, der sammelt das informelle Wissen und so weiter, ist so das Erste, was mir so einfällt, auch aus meiner Beratungserfahrung.
Wie sammelt man diese Daten und wie bereitet man die auf, damit am Ende dieser Agent Bescheid weiß?
Denn informelle Kommunikation, so ein informeller Charakter von Unternehmen, der entsteht in der Regel ja off the record in der Raucherecke, im Flur, außerhalb der Meetings.
Das heißt, gerade diese Daten sind ja relativ schwer zu erheben, aber natürlich unglaublich wichtig, um so ein Bild von einer Company zu bekommen und dann im Grunde das Ganze auch irgendwie mit KI weiter fortzuführen.
Das andere, was mir auffällt, ist natürlich, will man das alles in ein US-amerikanisches Tool packen?
Und da ist natürlich so dieser europäische Blick, oh Gott, wollen wir das eigentlich?
Müssen wir das nicht irgendwie On-Prem laufen lassen, also auf eigenen Servern, geschützt vor der Außenwelt?
Haben wir da im Grunde nicht Datenschutzbestimmungen, die da sagen, nee, da muss jetzt irgendwie nicht jeder kleine Beef zwischen Geschäftsführer und Abteilungsleiter irgendwie auch mit rein oder so, weil es eigentlich auch niemanden da draußen was angeht und das geschützt sein muss?
Wie handhabt ihr diese beiden Sachen?
Also du sprichst ja darüber, wie man das Wissen, was in der Firma vorhanden ist, für die AI oder auch alle anderen Kollegen zugänglich machen kann.
Diese, also Queryable Company, die man abfragen kann, wo alles Wissen zugänglich ist und dann, wo das liegen darf und ob das sicher ist.
Und wir sind da halt sehr radikal reingegangen, dass wir alle Meetings recorden und ab dann zur Verfügung stellen, unsere AI auch füttern.
Mit allen Nachrichten, die verschickt wurden, also auf Slack oder auf E-Mail, mit auch dem Source-Code selber, mit den Tickets aus dem Customer Support und aus dem Engineering und so weiter.
Und das landet in unserem Fall alles bei Anthropic.
Das ist jetzt nicht so eine überraschende Wahl, weil die ja den B2B-Markt auch stark aufrollen im Augenblick.
Und wenn du halt sagst, ist das okay, weil das eine amerikanische Company ist?
Ich denke, wir waren...
Das ist ein schwaches Argument, aber wir waren auch schon in den Schritten davor mit unseren ganzen Daten bei amerikanischen Companies, nur waren sie uns selber nicht zugänglich.
Also wir haben vorher...
in unserem Fall die Google-Produkte benutzt, Google Drive, Gmail und so weiter.
Das war alles gestorrt, nur leider nicht wurde es miteinander verknüpft oder war nicht unzugänglich.
Da gibt es ja immer diese schöne Anekdote, wenn ich kurz unterbrechen darf, dass Google eigentlich seit Jahren schon entsprechende Entwicklung vom Aktienmarkt theoretisch vorhersagen könnte, weil natürlich irgendwie alle...
E-Mails, die gesamte digitale Kommunikation auch von großen Unternehmen, von der Geschäftsführung über strategische Entscheidungen und so weiter über Google-Server laufen.
Bedeutet, rein theoretisch kann Google alles vorhersehen und in der Theorie mit Sicherheit auch eine ganze Menge Marktmanipulation betreiben.
Also wir sind schon lange natürlich irgendwie auf US-amerikanischen Tools.
Und das ist der erste Schritt, damit die Qualität von AI für meine Arbeit extrem viel besser wird.
meinen firmeninternen Daten gebe und zu meiner Kommunikation gebe.
Das ist diese abfragbare Company quasi.
Und dieser zweite Schritt ist dann, wie kann also die Qualität der Antworten auch konsistent sein über die Zeit und hochgehalten werden.
Und da ist eben das Nächste, dass man nicht nur jede Anfrage löst, ein Research über alle internen und externen Quellen aus und so weiter, sondern geht im ersten Schritt.
an einen wachsenden, sich selbst verbessernden Wissensschatz der Firma.
Also Company Brain wird das halt manchmal genannt oder so.
Wunderbrain in unserem Fall ist immer alles dann wundergebrandet.
Das ist im Endeffekt auch nur ein fancy Word für das ist, das sind viele Seiten in Notion in unserem Fall oder einem anderen Wissensmanagement-Tool.
Viele, viele Seiten von Wissen, was ein ...
ein dedizierter Agent aufbaut und ständig überarbeitet und verbessert.
Und das ganze Wissen da drin ist mit Confidence Levels versehen.
Und das heißt quasi, es ist so ein Recurring Loop.
Also erst mach alles Curable und das zweite...
Was meinst du mit Confidence?
Das heißt, wenn da drin stehen würde zum Beispiel, ja unser...
Pricing sieht folgendermaßen aus, hat das einen Prozentsatz-Confidence-Level.
Das startet mal ganz niedrig, wenn der das irgendwo mitnimmt und dann, je nachdem, wie weiter damit umgegangen wird, steigt das.
Zum Beispiel, wenn unsere AI das jetzt anderen Kollegen mit einbaut oder als Antwort gibt und die widersprechen nicht, dann steigt die Confidence.
Das wurde immer mehr akzeptiert.
Oder wenn man es in mehreren Quellen finden kann.
Wenn aber jemand sie korrigiert und sagt, Moment, bist du sicher?
Oder da fehlte noch was?
Oder nein, nein, ist jetzt das und das?
der Count quasi zurückgesetzt und es wird geupdatet.
Also es gibt diesen Loop, dass man, dass die AI erstmal kondensiert Wissen zusammenträgt in dieses Brain, wo wir eine Konsistenz und eine Qualität herbringen und die dann aber auch selber mit immer, wie wir damit interagieren, das wieder aktualisiert oder eben umfassender macht.
Also ein Selbstlerner-Agent im Grunde, der sich auch immer wieder selbst auf die Probe stellt, im Grunde ja schon sehr nah an einem menschlichen Brain, wenn man das so irgendwie definieren möchte.
Weil man natürlich dann auch dazulernt, Entscheidungen hinterfragt, vielleicht gewisse Inhalte updatet, also schon deutlich menschlicher als die klassische künstliche Intelligenz.
Genau, also alles abfragbar machen, dann aber irgendwie...
einen Brain schaffen, wo das auch wirklich richtig festgehalten wird und was sich ständig verbessert.
Und das Dritte, dann starten quasi die sehr spezialisierten Agents, die dann mitlaufen und die für uns ansprechbar werden.
Es gibt jetzt eben in unserem Slack Ja, die haben ja dann auch einen Namen, also die heißen dann Jack oder Vincent und so weiter.
Klar.
Weil ein Anwalt, mit dem wir früher gearbeitet haben, hieß Vincent.
Jetzt gibt es den Lawyer Vincent im Team.
Das ist aber eben ein Bot und man kann Vincent ansprechen und sagen, hey, ist eigentlich dieser und jener Vertrag unterschrieben zurückgekommen oder nicht?
Und dann sagt er, ja, ist noch nicht, aber steht aus oder so.
kannst du mich bitte benachrichtigen, sobald er da ist?
Aber mich auch erinnern, falls er nächste Woche immer noch nicht da ist oder so.
Ja, okay, mache ich.
Oder kannst, ich brauche ein NDA für so und so.
Und dann geht er hin zu dem Brain, okay, was ist unsere NDA-Vorlage?
Sehr hohes Confidence-Level, okay, nehmen wir die und versämen sie in die.
Und man interagiert quasi sowohl mit Kollegen als auch mit den Botsner.
Und da wir leider ein bisschen...
Also Hybridarbeiten, ich mag gerne in Person arbeiten sozusagen, aber das hat sich über die Zeit so ergeben, sind auch Leute in einem Office in Wien und in Bosnien und manche sind ganz remote.
Da kennt man auch nicht unbedingt alle Leute so gut oder gleich gut.
Und unser Zielbild in die Richtung ist, wenn jetzt einer die nächsten Monate neu ins Team kommt, kann das durchaus sein, dass der mit Kollegen interagiert über die Zeit und sich gar nicht 100 Prozent sicher ist oder später herausfindet, dass das gar kein Mensch war.
müssen die im Endeffekt von der Qualität her an den Start gehen.
Und dann gibt es dieses Org-Chart, was eben Hybrid ist, wo wirklich Rollen drauf leben, die teilweise Personen sind und teilweise an Bord sind.
Wenn ihr bei all den Anglizismen, die Gunnar hier verwendet, vielleicht nicht genau wisst, was er eigentlich damit meint, ihr könnt immer die Kollegin, die in den Show-Notes verlinkt, das natürlich fragen, im Grunde den Chatbot zur Folge.
Die wird euch alles entsprechend übersetzen, sofern es Übersetzungen gibt oder euch das Ganze mit Kontext anreichern.
Gunnar, du hattest schon gesagt, jetzt Bosnien und ihr seid auch international unterwegs mit Wunder Mobility.
Lasst uns gerne mal über den Teich gucken.
Du hast ja Erfahrungen aus erster Hand mit US-amerikanischen Tech-Startups, aus der Zeit, als die nach Europa rübergeschwappt sind, hier Zukäufe erledigt haben und so ein bisschen diese Startup-Kultur mehr oder weniger auch hier nach Deutschland gebracht haben.
Jetzt sagst du, du bist auch Investor und du investierst in zwei bis vier Wochen Rhythmus auch in deutsche und US-amerikanische Firmen.
Bedeutet, auch deutsche Startups sind es wert, Investments von dir zu bekommen.
Zeig gleich mit den US-amerikanischen.
Woran machst du das fest, ob du investierst oder nicht?
Also da gibt es mehrere Faktoren, die reinspielen.
Ich glaube, für mich jedenfalls ist ein gutes Rezept, wenn das Thema an sich heißt es oder kommt und dann sehr gute Leute drauf arbeiten und dann...
Leute auf den Cap-Table kommen, als Investoren zusammenkommen, die auch mehrere Rückschläge zusammen vertragen können.
Dann als vierter Layer sozusagen, dass es auch sinnvoll sei.
Das soll dann immer noch dazukommen.
Also wenn ich an unsere, wir haben drei Jungs unter zehn und so weiter und wenn die halt in zehn Jahren in Deutschland irgendwann 18 sind und so, dass die dann auch ein gutes Environment vorempfinden.
Die Companies, in die ich investiere, sollen dazu beitragen, dass die Umstände für die Kids in zehn Jahren besser werden.
Also es geht nicht nur um die nackten Zahlen, um Revenue und wann kann ich meine 100x aus dem Unternehmen rausziehen, sondern tatsächlich auch um sowas wie Nachhaltigkeit.
Genau, also breit gefasst.
Dazu zählen inzwischen ja auch die Fans-Themen.
Vor zwei, drei Jahren hätten wir halt gesagt, ja, dann ist die Klimakrise das Wichtigste und so.
Inzwischen, damit unsere drei Jungs in Deutschland in zehn Jahren ein gutes Leben haben können, ist auch wichtig, dass wir wahrscheinlich souverän agieren können, dass weder der Russe vor der Tür steht noch sonst was und deshalb auch solche Themen.
Also ich habe in den letzten zwölf Monaten eine Reihe von Defense Investments auch gemacht.
Aber das sehe ich dann, würde man nicht im ersten Schritt nachhaltig nennen, aber das sind sinnvolle Investitionen, das sind Dinge, die wir jetzt dringend brauchen.
Andere Produkte sind völlig in Ordnung, aber die würde ich nicht so investieren, weil es vielleicht dann andere tun, weil mir ganz wichtig ist, dass wir gut vorankommen auf diesem Zielbild, dass die in einem gesunden Environment in Freiheit in zehn Jahren in Deutschland.
gut leben können.
Was spielt denn Regulierung für eine Rolle?
Wenn du jetzt sagst, du kennst sowohl den europäischen als auch den US-amerikanischen Markt, du investierst in beide Märkte, du kennst nun den Unterschied auch zwischen beiden.
Wenn man sich jetzt den AI-Act anguckt und die Regulierung, die da kommt, würdest du zustimmen, wenn Leute sagen, Europa ist überreguliert und wir ersticken hier jede Innovation dadurch im Keim?
Nee, würde ich nicht zustimmen.
Also ich glaube, das ist für einen selber der man Gründer ist oder wo man bei Gründern investiert.
Es geht ja um das eigene Machen und Experimentieren und natürlich vielleicht mit den gegebenen Umständen dann arbeiten.
Und dieser Mindset-Unterschied könnte, glaube ich, der größte Unterschied sein.
Und der zieht ja auch viele Deutsche, wenn wir jetzt so mit Deutschland sprechen, dann...
In Silicon Valley zum Beispiel, wo es eben unglaublich viele Deutsche auch gibt, die dort arbeiten.
Aber man muss sich davon überhaupt nicht einschränken lassen.
Auch nicht von den, wie groß ist das Ecosystem oder so.
Also als ich Wunder Mobility gegründet habe Anfang 2014 in Hamburg, gab es hier keine VCs.
Und es gibt heute in Hamburg noch so gut wie keine VCs.
Dann haben wir halt von Internationalen geraced, also aus London, aus San Francisco.
Und wenn wir mit denen einen halbwegs guten Call hatten in so einer Fundingrunde und die halbwegs interessiert waren, habe ich jetzt nächstes gesagt, okay, wann können wir uns treffen?
Vielleicht übermorgen?
Und dann haben sie, ja, Moment, ich dachte, ihr seid in Deutschland.
Okay, aber ich weiß, wann die Flüge sind, die sind jeden Tag.
Ich kann übermorgen Nachmittag bei euch sein.
Und im Zweifel fliege ich vielleicht sogar am gleichen Abend zurück oder einen Tag später.
Und das habe ich.
sehr erbarmungslos dann auch immer gemacht, also sich nicht zu versuchen, also nicht einschränken zu lassen von dem, was hier ist, sondern sich seine Partner oder Investoren oder Kunden auch halt dann international zu suchen.
Ich hatte so ein bisschen den, bei Airbnb war das eine sehr verrückte Zeit.
Sie waren 30 Leute, als ich sie kennengelernt habe.
Ich hatte ein Team von fünf.
Und das haben sie gekauft, diese Company, mit dem Ziel, dass wir möglichst schnell die Europa-Expansion launchen.
Und da bin ich danach ungefähr drei Jahre lang jeden Monat hin und her geflogen, habe also hier gewohnt und war ständig auch da und am Anfang nur für Airbnb.
Und dann habe ich irgendwann gemerkt, dass, na gut, der Flug ist ziemlich aufwendig und so weiter und man könnte das noch kurz nutzen, wenn man eh ein paar Tage für die Arbeit da ist, auch noch jemand anderen zu treffen oder ein bisschen zu schauen, was einen selber noch interessiert.
Ja, interessante, für mich interessante Erfahrung gemacht, dass alle Leute, die ich auf LinkedIn gefragt habe, wo ich gesagt habe, ist ganz cool, was ihr baut, ich bin nächste Woche San Francisco, darf ich mal auf einen Kaffee vorbeikommen oder kann ich mir das mal anschauen?
Haben so gut wie alle Ja gesagt.
Dann habe ich halt quasi über die Zeit sehr viele andere Gründer getroffen und dies und das mir angeschaut.
Generell dieses Mindset neben dem Risk-Taking ist ja auch dieses...
sehr offene Teilen, was dort sehr hoch bewertet wird.
Und damals zu der Zeit war das oft so, dass man in Deutschland gesagt hat, ich mache was Neues, aber ich rede noch nicht drüber.
Also ich bin im Stealth-Mode.
Das war so ein bisschen dann das Gegenteil, dass man da sehr...
Bedingungslos mit vielen teilt, was gerade die aktuellen Ideen sind, um wieder Feedback zu generieren.
Und auch mit Rückschlägen.
Also ich kenne das so aus meiner Berliner Startup-Zeit, dass man irgendwann die sogenannten Fuck-Up-Nights kopiert hat.
Also die sind wohl in der westamerikanischen Gründerkultur weit verbreitet, dass man sich dann wirklich abends trifft und man hat dann gescheiterte GründerInnen, die sich dann hinstellen und erzählen, warum sind sie eigentlich gescheitert?
Das wird zelebriert richtig mit Torte und hey, ein Jahr irgendwie jetzt das Ding gegen die Wand gefahren.
Ein ganz anderer Umgang im Grunde auch mit Scheitern und auch überhaupt voneinander lernen, was du ansprichst.
Ich habe bei Airbnb damals mal den Spruch gehört, wo jemand gesagt hat, oh, this is gonna be complex, das wird hier jetzt schwierig.
We need someone who failed at this before.
Wir brauchen für diese Rolle jemanden, der da schon mal gescheitert ist.
Weil dann werden die gleich viel zielgerichteter vorgehen, ein paar Fehler vermeiden und so weiter.
Also kann man sich...
kaum vorstellen, dass man sagt, ich hole mir jetzt jemanden, der hat was ähnliches schon mal gemacht und ist damit voll irgendwie vor die Wand gefahren.
Aber am zweiten Mal ist der halt viel besser.
Also das war das eine, was gesagt wurde, aber was andere, was auch gesagt wurde und ganz cool, wenn man über so Deutsch, wo steht dann die deutsche Gründerkultur oder generell Innovation, das auch oft gesagt wurde, we're gonna need a German to tackle this.
Also ein bisschen dieses Klischee dann.
Das war wirklich nachher so, es gab dann sehr viele Deutsche, die dort auch gearbeitet haben und wenn sich jemand dann durchbeißen soll, es wird jetzt leider auch sehr Das wird jetzt ein bisschen mühsam und datengetrieben vielleicht.
Dann war das Klischee, da braucht man einen Deutschen.
Ganz hohen Ruf, tollen Ruf.
Aber genau, es kommt halt niemand zu einem und sagt, mach bitte das und das.
Man muss selber starten.
Ich habe mal an der WHO studiert.
Das ist ja in Deutschland auch so eine Business School, wo ganz viele Gründungen herkommen und so.
Und dann danach eine Promotion gemacht.
Und da gab es 300 Doktoranden oder so.
Und dann sitzen alle Doktoranden immer beisammen und machen ein Barbecue im Sommer oder was weiß ich.
Und dann lauter Startup-Ideen.
Man könnte mal dies, man könnte mal das.
Und dann haben immer ganz viele gesagt, ja, das gibt es schon, das gibt es schon, das gibt es schon.
Quasi jede Idee war nicht gut genug, weil irgendwo hat die einen Haken oder es gibt es auf der Welt schon.
Und es ist der Kernunterschied, quasi dann irgendwann einfach anzufangen.
Und dann ändert sich das ja eh über die Jahre, was man machen wollte.
Bei Wunder Mobility am Ende auch.
Aber das ist ganz oft so, denke ich.
Also wir sind gelauncht mit der...
Idee hier Ride-Hailing in Deutschland in den Start zu bringen.
Also in den USA gab es damals Uber und Lyft waren neu.
Also ich bestelle per App ein Auto und es holt mich ab und bringt mich irgendwo hin.
Genau, und durch die Arbeit bei Airbnb habe ich die Liftgründer kennengelernt und den Ubergründer und dachte, das ist ja super schlau, wenn ich jetzt nicht nach San Francisco ziehen will, sondern Deutschland bleiben will, starte ich neue Company und mache ich Ride-Hailing.
Also in den USA geht es gerade total ab, wird in Deutschland auch irgendwann kommen.
Da habe ich fünf Investoren gefragt, die fanden es auch eine gute Idee und haben investiert, aber wir haben uns alle total geirrt.
Ist ja hier extrem reguliert, gab es viel Widerstand aus dem Taxigewerbe, Proteste und so weiter gab es dagegen.
Und dann iteriert man, dann macht man ein paar Jahre später plötzlich was anderes.
Nachher wurden wir zur reinen Software-Company für noch nicht mal Ride-Hailing, sondern im Verwandtenbereich, Carsharing, Bikesharing.
Aber oft macht man ja ein paar Jahre später nicht das, womit man gestartet ist.
Aber wenn man einmal in ein Space reingeht, plötzlich wird man mehr und mehr zum Experten da.
Man wird auch zum Anlaufpunkt für andere, die in dem Bereich entweder was kaufen wollen oder vielleicht eine Idee haben oder so.
Und dann aggregiert das immer mehr, dass man immer mehr Informationen dazu kriegt und eben Opportunities hat.
Und dann muss man, glaube ich, halt auch agil darauf reagieren.
Mit Blick auf die Zeit in den USA.
Da hast du natürlich irgendwie die Kultur der Gründer dort aufgesogen.
Und jetzt habt ihr dieses Projekt in der HafenCity.
Also im Grunde so einen Space für Leute, die was mit KI bauen wollen, die experimentieren wollen, die, korrigiere mich, wenn ich falsch lege, wenn das Fake News sind, aber die kostenlos tatsächlich da arbeiten können und zusammenkommen können.
Und das erinnert ja auch so ein bisschen an diese Hacker Houses, die man dann immer irgendwie gehört hat, eben aus den USA, gerade aus San Francisco.
Mehrere Leute sperren sich zusammen in einem Raum, erzählen einfach, was machen sie gerade.
Sie haben Bock auf Innovation und gucken, dass sie sich zusammenfinden, dass sie miteinander ins Gespräch kommen.
Kommt das so ein bisschen daher?
War das auch so deine Intention und kannst du ein bisschen erklären, was es mit dem Hamburger Hacker House im Grunde auf sich hat?
Das House of AI hier in Hamburg.
Das hast du total richtig beschrieben.
Also wir haben diesen Space sowieso.
Das sind sehr langfristige Mietverträge.
1000 Quadratmeter, viele Desks, eine Stage und so weiter.
Aus irgendwelchen historischen Gründen gibt es diesen Space sowieso.
Und jetzt haben wir halt gesagt, es laufen Leute durch die Gegend, auch in Hamburg, sicherlich in Berlin, München und so weiter das Gleiche.
Die möchten mehr über AI lernen und sie versuchen zum Beispiel Meetups zu veranstalten.
Dann immer so last minute, wo können wir diesen Freitag hin?
Okay, und denen geben wir hier quasi, wenn sie wollen, ein Haus, ein Home.
Also sie können diese Bühne benutzen.
Bis zu 200 Leute kann man kostenlos seine Events machen.
Solange man nicht BMW oder Microsoft ist, dann darf man gerne eine Miete zahlen.
Aber jeder aus der Community, der ein neues Event hat, der kein Geld damit verdient, kann die hier umsonst starten.
Oder dann gibt es diese Bilder, die sagen, ich würde gerne versuchen, ein Produkt zu starten, vielleicht auch zu zweit oder zu viert.
Dass man dann nicht von zu Hause arbeitet, sondern in diesen Space kommen kann und von hier arbeiten kann, wo auch andere sind in der ähnlichen Stage.
Und das ist, glaube ich, ein weiteres total wichtiges Element von dieser Kultur oder das Unterschied manchmal aus Silicon Valley oder Deutschland.
Man selber die Initiative ergreift, ist das eine.
Auf die Signale achtet.
Gerne öffne mal vielleicht Pivoted dann.
Und das andere ist aber auch, was kriege ich von außen für Feedback?
Pivoted also seine Strategie.
Ja, nochmal, ich dachte, ich wollte das, jetzt merke ich, die wollen was anderes kaufen, ja, dann biete ich das Verwandte etwas andere an.
Aber das ganz wichtig finde ich ist ja auch für die eigene Vorankommen und Motivation, wie reagieren dann die anderen darauf?
Und wenn ich halt quasi, wie das hier jetzt üblich ist in Hamburg, ich habe die letzten drei Monate ganz viele Leute getroffen, ich sage mal 50 plus Leute, die gerade versuchen, vielleicht ein Produkt mit D.I.
zu bauen.
In der Regel arbeiten sie von zu Hause oder von irgendeinem anderen Space, wo sie vielleicht so mehr oder weniger der Einzige sind oder so.
Story of my life.
Und das ist schwierig, weil also wenn deine Eltern dann sagen, willst du nicht doch lieber zurückgehen zur Lufthansa und der Bruder, vielleicht macht du was ganz anderes, der versteht das auch nicht, was du machst und so.
Das ist halt schade.
Aber wenn du in dem Augenblick, wo du so einen Funken hast, dann musst du vorher vielleicht, wenn es geht, angefacht werden, dass du noch andere sind, die sagen, total cool, zeig mir das mal.
Oder hast du schon daran gedacht und so.
Und dann beschleunigt sich das und wird viel verrückter.
Ja, und wir haben diese Orte kaum.
Ich habe mich da jahrelang auch nicht drum gekümmert.
Ich musste über Wunder fokussieren, dass die Company überlebt und so weiter und überhaupt sich selber tragen kann.
Das war nicht einfach.
Shared Mobility ist auch durch so eine Krise gegangen.
Und ich habe mich jetzt nicht um lauter Meetups gekümmert oder Startup Ecosystem Hamburg, sage ich mal, noch mit vielen Leuten gesprochen.
Jetzt habe ich aber die letzten Monate das nochmal genauer unter die Lupe genommen.
Und da haben halt ganz viele gesagt, ja, ich...
Ich war mal hier, ich war mal da, da war ich dann der Einzige.
Und die wussten nicht, wo sie quasi hingehen sollen.
Und weil wir diesen großen Space eh haben, sag ich mal, haben wir den dafür aufgemacht.
Jetzt gibt es hier 20 Residents, nennen wir die.
Also Leute, die haben uns mal erklärt, was sie machen.
Das klingt total spannend, halbwegs sinnvoll.
Die haben bei uns einfach unterschrieben, dass sie, wenn hier was kaputt geht, selber verantwortlich sind.
Und dann können die 24-7 hier reingehen und den Space nutzen.
Und die kommen jetzt zusammen und jetzt starten mehr und mehr auch Meetups und Hackathons.
Genau, und das entsteht in der Community und es braucht nicht viele.
Ich hätte nämlich jetzt irgendwie den Eimer, dass das natürlich irgendwie eine andere Mentalität ist hierzulande.
Nein, es braucht ja immer nicht viele.
Es wohnen in Hamburg 1,9 Millionen Leute.
Da kannst du wetten, dass es 100 oder ein paar 100 gibt, die total sozusagen...
dieses Mindset haben oder die Sachen lesen, experimentieren, jetzt gerade was machen wollen und aber auch ein Stück weit vielleicht in der Phase sind.
Das gebe ich voll zu, es sind verschiedene Phasen im Leben.
Ich habe jetzt gerade eben drei kleine Kinder und wir teilen uns das auch natürlich oder natürlich zu Hause.
Und ich bin nicht dann jeden Abend bis um zehn hier und mache die ganze Zeit nur Arbeit natürlich.
Aber es gibt Phasen im Leben, wo Leute sagen, ich würde jetzt wirklich versuchen, gerne was anzuschieben.
Und dann ist es total spannend, auf wen die noch.
treffen und ob die dabei encouraged werden.
Die gibt es ganz viele auch hier.
Wir haben in Hamburg ein bisschen das Problem, das kann man nicht verhehlen.
Der ein oder andere denkt sich dann, wo gehe ich am besten hin?
Zum Beispiel TU München ist so ein Leuchtturm.
Ich kenne inzwischen einige Hamburger wahrscheinlich mit tollem Potenzial, die jetzt eben dort hingegangen sind und in München gerade arbeiten.
Das ist eine Entscheidung.
Für jede Stadt selber glaube ich auch voll wichtig, dass man gerade Diese Leute, die nochmal Sachen in Frage stellen, vielleicht die nächste Company gründen wollen oder so, dass die kommen und Hamburg hat einen hohen Lifestyle-Faktor mit Sicherheit, also Lebensqualität und auch wenn man Familie hat, ist es unglaublich, was einem da geboten wird und kostenloser Kita hoch und runter und so.
Aber so diese Innovationsorte haben wir noch nicht.
Ganz so viele.
Und es wird auch am Ende mehrere geben.
Wir hoffen, dass wir diesen Space nutzen können.
Gerade für die Leute, die so AI-Profis werden wollen, quasi, dass die da herkommen.
Und dass wir es aber auch niedrigschwelliger machen können.
Weil ich glaube, nachher, wenn du rauszoomst, dann geht es nicht nur um die jungen Gründer, sondern um insgesamt, ob wir...
als Wirtschaft, als Gesellschaft die Vorteile nutzen, die das jetzt bieten kann.
Wir machen uns in Deutschland immer Sorgen darum, wir wachsen quasi nicht mehr so richtig und ganz bisschen.
Und die aktuelle Lösung von unserem Leadership ist ja, wir sollen nicht so fausend mal wieder mehr Stunden arbeiten.
Nicht Lifestyle-Teilzeit mit den kleinen Kindern, sondern mehr arbeiten.
Aber historisch war das immer durch Produktivitätszuwächse gekommen.
Meine Großeltern haben Landwirtschaft in Niedersachsen gemacht, sieben Tage die Woche.
Und mein Opa hat mir irgendwann gesagt, er hat sich Sorgen gemacht, dass es in Deutschland von sechs auf fünf Werktage ging, ob das gut gehen könnte.
Und das war immer die Richtung die letzten Jahrzehnte.
Wir haben immer weniger gearbeitet, sind produktiver geworden und damit immer wohlhabender.
Und hoffentlich damit auch unabhängig geblieben.
Und going forward, also in die Zukunft wird auch die Lösung nicht sein, noch...
glaube ich, als Gesellschaft insgesamt wieder jetzt mal doch wieder sechs Tage die Woche zu arbeiten, sondern die neuen Technologien für uns, wie es sich für uns richtig anfühlt, aber auch in der Breite dann halt zu nutzen.
Und deshalb wollen wir hier auch im Haus, zum Beispiel im Haus of AI, eben dann Meetups machen für AI for Doctors oder so, AI for Lawyers.
Meine Frau ist Ärztin in Hamburg, normale, sag ich mal, Arztpraxis, da gibt es...
Ein paar hundert davon, wie können die denn AI nutzen?
Und die ganzen verschiedenen Berufe, die da sind.
Und da, glaube ich, kann nochmal richtig nächste Innovationsstube und Wirtschaftswachstum von kommen.
Und deshalb finden wir es cool, wenn es so ein Space gäbe, wo man relativ niedrigschwellig da mal hingehen kann und sicher ist, dass man dann was lernen wird.
Weil da immer Leute rumlaufen, die es auch gerade interessiert.
Da sind mehrfach die Woche zu verschiedenen Themen Vorträge und so weiter.
Da muss man nicht monatelang warten.
Und dass man damit in Kontakt kommen kann.
Wir verlinken das gerne in den Shownotes.
Also wenn ihr mal in Hamburg seid und über KI sprechen wollt oder es euch einfach angucken wollt, geht gerne ins House of AI in der wunderschönen HafenCity.
Lohnt sich sowieso.
Hamburg immer ein Besuch wert.
Erzähl es nicht meinen coolen Berlin-Freunden, aber ich bin ein riesengroßer Hamburg-Fan.
Ansonsten, wenn ihr in Berlin was über KI hören wollt, dann müsst ihr, glaube ich, einfach nur in irgendeine Bar gehen, weil wenn du hier auf der Straße stehst und einen Stein wirfst, triffst du zwei KI-Pirater.
Das ist tatsächlich eine ganze Menge gerade.
Aber nichtsdestotrotz, House of AI in Hamburg kann ich euch empfehlen.
Ich schaue auch mal vorbei.
Ich bin ja hin und wieder da.
Total gerne.
Sag nächstes Mal Bescheid.
Es gibt das Äquivalent des San Francisco, außer für Eis San Francisco.
Genau, machen das auch gemeinsam über die gleiche Website, lernen da voneinander, wie man das machen kann und so weiter.
Es ist wie oft so, dass die auch schon ein paar Schritte weiter sind.
Die haben das natürlich schon früher angefangen.
Aber genau, ist jetzt eine Möglichkeit, auch für uns selber halt zu lernen, weil du musst dich halt aus meiner Sicht, wenn du da, du musst dich umgeben mit anderen Leuten, die dann auch da.
mal einen Tipp teilen und auch mit für On Fire sind.
Und das ist quasi unser Hackenbiss hier natürlich, dass wir auch als Wunder Mobility vorankommen, vorne bleiben, indem wir sagen, ja, dann kommt doch alles zu uns, wenn ihr von zu Hause arbeitet.
Gutes Stichwort zum Thema Lernen.
Vielleicht noch irgendwie zum Abschluss mal die Frage, wie organisiert ihr das?
Wenn wir jetzt auch, wenn wir mal wieder den Full Circle zurückgehen auf AI Company, auf, sag ich mal, Claude als Gehirn, das mitläuft, als Wunderbrain, wie es bei euch ja heißt.
Wie viel Zeit nimmt das in Anspruch, die Angestellten im Grunde dafür zu sensibilisieren, zu aktivieren, zu schulen, diese ganzen Prozedere mitzumachen?
Weil das irgendwie so ein bisschen dieses Problem ist, schon ein paar Mal auch in den vergangenen Folgen angesprochen.
Leute müssen halt zusätzlich zu ihrem 40-Stunden-Job im Optimalfall irgendwie noch KI lernen und sich da wirklich reinnerden.
Extrem zeitaufwendig.
Das ist halt nicht irgendwie ein Tool, was man einmal lernt, sondern es ist tatsächlich ja...
Etwas, was man immer wieder auch wiederholen muss, Routine reinbekommen muss, sich links und rechts auch informieren muss.
Wie stellt ihr das sicher?
Also rein von der Struktur her.
Hast du da einen Tipp für unsere Zuhörer, Zuhörerinnen, die sich diese Frage ausstellen?
Das ist leider nicht so eine ganz angenehme Antwort vielleicht am Ende des Tages, weil das stimmt, das ist so ein Investment und die Alltagsarbeit bleibt ja noch.
Ich würde gerne sagen, okay, wir machen freitags zu Training Days oder so.
Dann kann man am Freitag einfach, man kann einen Freienkant experimentieren und so.
Realität ist dann leider nicht so, weil das schon voll ist.
Und wir haben einige Formate, die sozusagen während der Arbeitszeit dann laufen.
Gibt es zum Beispiel mal so Lunch and Learn oder so.
Oder auch gibt es einen Kanal, einen Slack-Kanal, wo Leute ihre Beispiele posten.
Aber ganz ehrlich, die Leute, die vorankommen, tolle Sachen machen.
investieren schon auch viel von ihrer Freizeit in dieses Learning.
Ist aber ein unmittelbarer Vorteil ja auch wirklich für einen selber.
Das ist halt wie eine Weiterbildung in kleinen Happen sozusagen, wo man ganz schnell unglaublich wertvoll auch relativ zu anderen, muss man sagen, jetzt werden kann.
Und das ist ein tolles eigenes Investment.
Und wir tracken das und besprechen das auch intern mit so einer AI Adoption Matrix.
wir haben so fünf Levels definiert, wo man quasi gerade steht, was AI angeht.
Also ich bin total skeptisch, mache gar nichts oder Level 1 ist dann, das ist nur Null.
Level 1 ist dann, ich benutze das ein bisschen wie Google.
Ich gehe zu Chat-GPT und stelle da meine Fragen, kriege ich mehr.
Und dann geht es so weiter.
Ich habe mein kleines System schon gebaut und das höchste Level ist, ich kann auch andere da einführen.
Ich bin eigentlich ein Teacher, ein Lehrer für andere geworden.
Und dass wir dann sagen, pass auf Leute, das sind die fünf Levels und wir sind alle hier noch neu.
Also das ist no shame, wenn du mal nur abhust, du kannst alles fragen, es gibt ja keine schlimmen Fragen.
Aber beim Ende Q3 wollen wir alle mindestens auf Level 3 sein.
Also wir wollen selber fluend unser eigenes Tooling gebaut haben.
Wir müssen noch nicht andere an die Hand nehmen können, aber wir haben was gebaut.
Das geht weit darüber hinaus.
Jeder bei uns in seinem Bereich geht weit darüber hinaus, dass ich das wie so ein Frage-Antwort-Spiel benutze, sondern etwas, das mir einen Teil meiner Arbeit wirklich abnimmt.
Und ja, die Teamleads halten das...
dann fest regelmäßig, wo jeder Einzelne wohl ungefähr gerade steht.
Und dann gibt es auch ein Feedback da drauf.
Das ist ja jetzt eher so da.
Wie kannst du denn mal weiterbauen?
Wie wäre es hiermit?
Wie wäre es damit?
Aber es ist dann wirklich ein eigenes Zeitungsmesser.
Und ich sehe das bei mir selber auch das Problem.
Ich hätte jetzt mal kurz Zeit.
Wo gehe ich hin?
Gibt es eine Videoserie, die kann ich machen von Anfang bis Ende?
Dann stehe ich gut da.
Haben wir uns bis jetzt schwer mitgetan, das Richtige zu finden?
Ist ja auch wirklich crowded dann oder so.
Ich glaube, es ist eine gute Idee.
mit der eigenen Arbeit zu überlegen.
Also was muss ich ja wirklich im Alltag gerade machen?
Ich hatte einen Termin mit einem Kunden.
Jetzt wollen die natürlich, dass ich irgendwie eine Folge-E-Mail schreibe, wo ich nochmal zusammenfasse, was besprochen wurde oder so.
Kann ich es denn irgendwie machen, dass mir die von alleine erstellt wird nach dem Call und dann liegt die schon als Entwurf in meinen E-Mails und ich kann sie nur noch gegenlesen, ein bisschen schönere.
Grußformel machen und dann kann ich die eigentlich...
Und wie würde ich das machen?
Und dann sagst du, jetzt muss ich das passende Video finden.
Da muss du ja gar nicht, weil du kannst ja die AI fragen, wie mache ich das?
Sie ist ja dein Lehrer im Endeffekt.
Also wir benutzen jetzt, wie ich habe schon erwähnt, Claude und dann bist du in Coburg vielleicht und sagst dann, ja, das ist meine Situation, wie baue ich das jetzt auf?
Und wenn ich festhänge, sag ich vielleicht, kannst du meinen, wenn ich...
das Glück habe, dass es bei uns in der Firma erlaubt ist, den Chrome-Plugin, kannst du meinen Browser übernehmen und das einmal für mich machen, einmal einrichten, zeig mir, wie das geht.
Experimentieren, ja.
Diese überhaupt Vorstellung, einfach, dann hast du auch nicht so viele Umwege gefahren, was zu lernen, wo du noch nicht weißt, ob du es anwenden kannst und nimmst deine aktuelle Arbeit in möglichst so kleineren Teilen, kleineren Schritten und sagst, wollen wir mal sehen, was man damit machen kann?
Und dann fragst du in natürlicher Sprache die AI, Kann ich da irgendwas machen?
Und wie würde ich es wohl am besten aufsetzen?
So einer meiner Lieblingstipps, KI lernen mit KI.
Also KI fragen, wie KI funktioniert.
Einige Male gesagt, ich finde die Aussage immer noch großartig.
KI ist die einzige Technologie, die imstande ist, sich selbst zu erklären.
Und wenn man das einmal begriffen hat, dann weiß man, was das eigentlich für Auswirkungen hat.
Und ich finde, Gunnar, ich finde deine Antwort tatsächlich befriedigend, denn sie zeigt so eine Sache, die viele Unternehmen, glaube ich, nicht machen.
Und zwar.
zu quantifizieren, zu messen, wo stehen wir eigentlich.
Du hast diesen Fünf-Stufenplan und du kannst zumindest erstmal versuchen, KPIs zu definieren, um zu sagen, wo stehen wir eigentlich und wo wollen wir hin und da kann man ansetzen.
Das heißt erstmal zu messen, wie weit ist denn KI eigentlich schon integriert bei uns im Unternehmen, wo sind denn einzelne Angestellte eigentlich und sich dann darauf basierend natürlich Ziele zu setzen, finde ich erstmal einen guten Tipp.
Natürlich löst er nicht das Zeitproblem.
Aber wir kommen jetzt auch ins Zeitproblem.
Deshalb würde ich erstmal vielen Dank sagen für das Interview und für deine Insights.
Das war Vorsicht wunderbar.
Und wir sprechen uns dann demnächst in Hamburg im House of AI.
Sehr gerne.
Vielen Dank für die Einladung.
Liebe Leute, das war Gunnar Froh.
Und mir ist im Nachhinein nochmal was eingefallen.
Und zwar habe ich derzeit ein Projekt.
Das betreue ich mit so einer befreundeten Agentur.
Und auch wir haben sowas wie einen Company Brain, halt aber nur für dieses Projekt.
Das ist ganz spannend, weil egal wer von uns aus welchem Team jetzt irgendwas erarbeitet, das Ganze wird danach Teil unseres Projekt Brains und dann können wir Fragen an dieses Brain stellen und uns Updates holen, je nachdem, wo wir gerade stehen.
Und das ist eine ganz coole Sache, weil wir haben dafür einfach einen Git Repository, also bei GitHub gebaut.
haben das im Grunde mit unseren Agents verbunden.
Und jedes Mal, wenn irgendjemand ein Gespräch hat und ein Transkript daraus entstanden ist oder einen One-Pager baut oder so, dann wird der Teil dieses Projekt-Brains.
Das heißt, es gibt durchaus viele Möglichkeiten, sich sowas selbst einzurichten.
Man muss da glaube ich ein bisschen kreativ sein.
Wahrscheinlich gibt es da noch nicht die eine Lösung für.
Aber es hilft ungemein, gerade in der Zusammenarbeit mit KI und wenn man unterschiedliche KI-Tools vor allem nutzt.
Das vielleicht einfach so als kleine Anekdote zusätzlich noch.
Liebe Kollegin, roaste doch mal meine Folge.
Na klar, du weißt, ich mache es nur aus Liebe.
Also ich finde es super, dass ihr euer eigenes Project Brain habt.
Richtig cool.
Aber jetzt mal ehrlich, Max, du hast da so oft von Anglizismen gesprochen, dass ich fast dachte, wir machen hier Vokabeltraining.
Vielleicht kannst du nächstes Mal ja ein kleines German Engineering einbauen.
Und ich warte noch auf den Moment, wo du deinen KI-Agenten bittest, dir auch die Kaffeetasse zu halten.
Ich meine, wenn schon Agent, dann aber richtig.
Aber im Ernst, du bringst echt spannende Einblicke.
Auch wenn ich jetzt dringend einen Anglizismus-Counter einführen muss.
Ja, das stimmt.
Es war schon ein bisschen Buzzword, Bingo.
So ist das, wenn man irgendwie so mit Start-up-Leuten oder Investoren spricht.
Wir haben jetzt beides.
Wir haben Gründer und Investor gehabt.
Ja, okay, führen wir mal bitte den Counter ein demnächst, das können wir machen.
Ansonsten, ja, danke auch für die Schleimerei.
Liebe Leute, vielen Dank fürs Zuhören diese Woche.
Wenn es euch gefallen hat, lasst gerne ein Like, da teilt diese Folge.
Wenn ihr Fragen habt, kommentiert gerne.
Und ansonsten sprechen wir uns am Freitag zur Kollegin KI Snackbox mit den News der Woche.
Vielen Dank, bis dahin.
Ciao.
Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
