# Market Rotation, Geopolitical Risk, and Defense Tech Valuations

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-07-14

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über historisch günstige Goldminen, den Helsing-Hype und starke Trägerwerkzahlen.
Im Thema des Tages geht es um den Wächter von Hormuz und die Folgen seiner Hybris.
Und in der Triple-E-Idee präsentieren wir euch eine vollkommen neue Hedgefonds-Chance.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Wir begrüßen euch Holger Zschäpitz und Nando Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Dienstag, der 14.
Juli und wir wünschen euch einen unaufgeregten Start in den Tag.
Ja, gestern, da war die Aufregung an den Märkten ziemlich groß und eine...
Deine Ferienlaune oder diese sommerfrischen Ferienlaune, Sommerfeld, die war schon wieder weg, schon am zweiten Ferientag.
Bei mir nicht, bei mir hält sie an.
Bei dir hielt es ja Ende bei den Börsen nicht so, denn während die ganze Welt zuletzt auf den großen Iran-USA-Kompromiss gewartet hat oder ihn schon eingepreist hat, verkündete Donald Trump genau das Gegenteil, aber dazu gleich mehr im Thema des Tages.
Genau und auch abseits der Makro-Wirren ging es hoch her an der Wall Street bzw.
tief her, denn im Halbleiter- und Speicher-Chip-Sektor rauschten die Kurse nach unten der...
Branchenindex Sox, der verlor fast 5 Prozent und die Aktien von SanDisk, Marvel, Intel und so weiter brachen zwischen 6 und 12 Prozent ein.
Ja und die jetzt auch in den USA gelisteten Aktien des südkoreanischen Chipbauers SK Hynix, die fielen um 9,3 Prozent, nachdem sie ja beim Börsendebüt am Freitag noch um mehr als 12 Prozent zugelegt hatten.
Und apropos Börsendebüt, das ist jetzt ein paar Wochen her.
Und bei SpaceX.
Und die Aktie verlor gestern 4% und notiert mit 139,14 Dollar nur noch ganz knapp über dem Ausgabepreis.
Und ein Grund dafür könnte gestern auch gewesen sein, die Chinesen nämlich, die haben jetzt als weltweit zweite Nation erst diese Rückholung, diese Recycling-Raketen.
Also die haben auch eine...
Stufe zurückgeholt und die ist sauber gelandet auf eine völlig andere Art und Weise als SpaceX.
Aber viele Experten sagen, das ist ein echter Innovationssprung.
Vielleicht liegt es auch daran, also die Wertschöpfungskette gehört vielleicht doch nicht bis in alle Ewigkeit SpaceX da oben.
Tja und am Ende, da stand die Wall Street an dem Minus.
Der S&P 500 verlor 0,8 Prozent und die Chinesen.
trotz ihres Erfolgs, minus 1,8 Prozent der CSI 300 und der NASDAQ 100, der hat 1,9 Prozent verloren.
Die Umsätze an der Wall Street, die waren eher schwach, 15,9 Milliarden Aktien.
Also da war von Panik nichts zu spüren, das waren 20 Prozent.
unter dem Schnitt in diesem Jahr.
Und was auch noch interessant war, der Equal Rate S&P 500, der war nahezu unverändert.
Und das zeigt halt, nicht der breite Markt brach weg, sondern die Index-Schwergewichte und vor allem die Tech-Komponenten zogen die großen Indizes nach unten.
Und abermals war es die berühmte Rotation, von der wir ja schon länger sprechen.
Davon spricht auch die Bank of America.
Die hat nämlich empfohlen, aus den überdehnten KI-Werten in zurückgebliebene Titel zu rotieren.
Da haben wir es wieder.
Also nicht zwingend.
raus aus Aktien, sondern weg von den überlaufenden Gewinnern des KI-Zyklus und hin zu Bereichen, die Cashflows heute liefern, günstiger bewertet sind und von einem neuen Industriezyklus profitieren.
Und die Bank of America, die schaut auf Earnings Yield.
Also das ist die Gewinnrendite.
Und die Gewinnrendite ist einfach der Kehrwert des KGVs.
Also ein KGV von 10 entspricht...
10% Gewinnrendite und KGV von 5 entspricht 20% Gewinnrendite.
Also je höher die Gewinnrendite, desto günstiger ist ein Markt oder Sektor.
Und die attraktivsten Aktienbereiche laut den Analysten sind in Lateinamerika.
Da gibt es nämlich eine Gewinnrendite von rund 10,6% und das ist weitaus günstiger als andere Regionen.
Und Bank of America nennt vor allem Brasilien als Beispiel, wo hohe lokale Zinsen und niedrige Bewertungen gegen die Dollar stärker helfen könnten.
Guter Punkt.
Zweiter Bereich sind Goldminen.
Die Gewinnrendite dort liegt bei rund 12 Prozent und laut Bank of America ist das so günstig relativ zum S&P 500 wie seit 20 Jahren nicht.
Der Free Cashflow oder Goldminen sei zehnmal höher als 2020 etwa.
Die Verschuldung niedriger, Korrelation zu Aktien und Anleihen gleichzeitig gering.
Ja und dann kommen auch die Banken deutlich die Gewinnredite bei rund 8,1 Prozent, also etwa drei Prozentpunkte über dem S&P 500.
Und da sieht die Bank of America, sieht halt einfach Banken als Profiteure von Wachstum, höheren Zinsen, Deregulierung, Mergers and Acquisitions und auch besserer Kapitalmarkt-Tätigkeit.
International Small Value, da ist die Gewinnrendite rund 8,6 Prozent und das ist auch ein sehr hoher Bewertungsabschlag zum S&P 500.
Interessant, diese Kategorie hat über fünf Jahre laut Bank of America sogar US Large.
Growth geschlagen, obwohl sie viel weniger Aufmerksamkeit bekamen.
Und amerikanische Dividendenwerte, die haben eine Gewinnrendite von rund 6,3 Prozent gegenüber 4,9 Prozent beim S&P 500.
Also auch die haben mehr zu bieten, also ein gängigeres KGV, also auch eine höhere Gewinnrendite.
Und für Anleger auf der Suche nach laufenden Einkommen sind sie damit auch wieder spannender.
Ja, gucken wir mal nach Deutschland.
Da gab es eine spannende Nachricht vom Münchner Rüstungs-Startup Helsing.
Die sind ja noch nicht börsennotiert.
Aber die Firma steigt mit einer neuen Finanzierungsrunde in die Liga der wertvollsten europäischen Verteidigungsfirmen auf.
Das Unternehmen sammelte 1,8 Milliarden Dollar ein und wird nun mit 18 Milliarden Dollar bewertet und damit liegt Helsing beim Unternehmenswert bereits über den börsennotierten deutschen Rüstungskonzernen wie Hensoldt und Renk.
Die sind ja auch alle nicht so schlecht gelaufen in den letzten Jahren.
Und selbst Volkswagen, den Vergleich finde ich auch ganz interessant, ist am Kapitalmarkt nur noch etwa doppelt so viel wert.
Das ist wirklich.
Und wenn man sich die Dimension mal vorstellt, Volkswagen, die haben knapp 700.000 Mitarbeiter und Helsing 400, also nicht 400.000, sondern 400.
Wie frustrierend muss das sein, wenn du jetzt VW-Mitarbeiter bist und hörst, dass Helsing mit 4.000, das ist einfach eine höhere Rendite pro Mitarbeiter.
Ich weiß, mit 400, Entschuldigung.
Das ist eine wesentlich höhere Rendite.
pro Mitarbeiter müsste man den Umsatz oder die Market Cap pro Mitarbeiter machen.
Höher bewährt in der Branche sind hierzulande nur noch Rheinmetall und Airbus und Investoren wetten darauf, dass eben Software, KI und autonome Systeme die Rüstungsindustrie grundlegend verändern.
Wir haben das ja neulich schon mal in der, ich war es Triple E-Di oder was, Thema des Tages, wo wir ja eben mal gesagt haben, dass eben Rüstung nicht mehr Rüstung ist, sondern auch neue Rüstung einfach nochmal einen ganz neuen Touch bekommt.
Und die Bewertung Ist aber ambitioniert, 2024 kam Helsings deutsche Tochter erst auf 26,9 Millionen Umsatz.
Und nun muss das Startup beweisen, dass aus Tempo, Technologie und Vision auch milliardenschwere Serienaufträge folgen.
Ja, da sind schon sehr viele Vorschusslobbying.
Das wird spannend zu beobachten.
Zum Börsenschluss bzw.
nach Börsenschluss gab es noch zwei Meldungen von deutschen Nebenwerten.
Der Medizintechnikkonzern Dregawerk hat im ersten Halbjahr 2026 seinen Umsatz gesteigert und das operative Ergebnis mehr als verdreifacht.
Und angesichts der florierenden Geschäfte hob Dregawerk das untere Ende seiner Prognosespanne für die EBIT-Marge im Gesamtjahr an.
Und so gewann die Aktien dann nachbörslich auch deutliche 4%.
Ganz anders Foslo.
Die Aktie verlor nach plötzlich 3%.
Kein Wunder, denn der Bahntechnikkonzern wird vorsichtiger mit seinen Umsatz- und Gewinnprognosen, die leicht gesenkt wurden.
Den aktuellen Nachfrage- und Kostenentwicklung könne man sich nicht vollständig entziehen, teilt das Unternehmen mit.
Und im regulären Handel, da gaben die Aktien von HelloFresh am Montag weiter nach, fielen um 1,6%.
Das ist noch gar nicht so bemerkenswert, sondern bemerkenswert ist.
Die hat einen Rekordtief gemacht bei 3,63 Euro.
Wahnsinnig, das war mal so eine Erfolgsaktie und so eine Erfolgsgeschichte.
Der Kochboxenboom, ja, isch over, Alter.
Aber wirklich?
Ja, 3,63 Euro.
Aber wir müssen natürlich noch den DAX nachreichen.
Der hat sogar gewonnen, leicht, 0,2 Prozent auf 25.114 Punkte.
Und du kannst jetzt dich vom Kochboxenschock erholen und mal Termine hier machen.
Ja, das mache ich.
Wir haben heute den Makrohaupttermin der Woche.
Die USA veröffentlichen die Verbraucherpreise für Juni.
Dann haben wir die chinesische Handelsbilanz und dann haben wir die FED.
Kevin Walsh tritt vor dem Kongress auf und dazu sprechen.
Auch noch die Kollegen Barr, Goldspeak, Cook und Bowman.
Das kann dann die Signale des CPI, also des Verbraucherpreisesindex, verstärken.
Und dann haben wir Berichtssaison.
Es geht los.
Die US-Banken starten mit Goldman Sachs, Bank of America, JP Morgan, Wells Fargo und Citigroup.
Und in Europa, da stehen unter anderem Gerrishheimer und Ericsson im Fokus.
Und Mercedes-Benz und Schaeffler haben die sogenannten Pre-Close Calls.
Das Thema des Tages.
Heute müssen wir wieder über die Straße von Hormuz sprechen, obwohl die Märkte das Problem mit der Meerenge längst abgehakt hatten.
Die Börsen hatten gehofft, Waffenruhe, Schiffe fahren, Ölpreis beruhigt sich, Thema erledigt.
Und jetzt kommt Donald Trump und macht aus der wichtigsten Ölrute der Welt plötzlich eine, ich würde es mal sagen, geopolitische Mautstation.
Ja, Trump sagt, die USA halten Hormuz offen, blockieren aber wieder iranische Schiffe und verlangen...
Für alle anderen Frachten 20 Prozent Gebühr.
Da haben wirklich viele gestaunt gestern.
Die USA quasi als Guardian of the Straits, also als Schutzmacht mit Rechnung oder auch Wächter von Hormuz wurde Trump dann gestern vielseits genannt.
Ja, und die Märkte haben das sofort verstanden, was das denn heißt.
Der Ölpreis ist hochgeschossen.
WTI sprang um mehr als 9 Prozent auf knapp 78 Dollar.
Brandluck über 83 Dollar.
Und die Kriegsprämie, das muss man einfach so sagen, sie ist zurück.
Und diese 20 Prozent Schutzgebühr, das kann man wirklich nicht als Trinkgeld bezeichnen.
Denn wenn man mal überlegt, bei einem vollbeladenen Supertanker wären das rund 32 Millionen Dollar Zusatzkosten.
diese 32 Millionen Dollar, die landen am Ende im Ölpreis, in den Frachtkosten.
Dann werden sicherlich auch die Versicherungsprämien noch steigen.
Und irgendwann kommt es dann auch an der Zapfsäule an.
Ich meine Schutzgebühr, Schutzgeld.
Ich meine, wir sollen eine Schutzgebühr zahlen für etwas, wo wir vor einem Jahr noch einfach so durchgefahren sind.
Sachen ändern sich.
Das ist doch sehr Wahnsinn.
Macht da jemand Ärger und sagt, damit es keinen Ärger mehr gibt, hier 20% Schutzgebühr.
Irgendwie sind das mafiöse Methoden.
Aber egal, dass es nicht fest steht, aber auch, denn das ist ja auch so, niemand weiß, wie dieser Plan eigentlich funktionieren soll.
Also wer kassiert, wer zahlt, geht das jetzt für Öl, geht das für LNG, für Containern, für alles?
Und darf man für eine internationale Mehrergebung überhaupt Eintritt verlangen?
War ja bisher nicht üblich.
Und die internationale Seeschifffahrtsorganisation sagt ziemlich klar, nein, für den bloßen Transit durch internationale Meerengen gibt es keine Rechtsgrundlage für Pflichtgebühren.
Ja, aber wir wissen auch, die Märkte, die handeln keine Paragrafen, die handeln halt das Risiko.
Und dieses Risiko, das ist enorm.
Die USA blockieren wieder iranische Schiffe und Iran wiederum hat im Gegenzug gesagt, wir lassen uns die Kontrolle über Hormuz nicht nehmen.
Und dazu kommen noch amerikanische Angriffe, iranische Gegenschläge, Drohnen, Raketen und dann noch attackierte Schiffe.
Und der Verkehr durch die Meerenge ist schon jetzt eingebrochen.
Vor dem Krieg waren es ungefähr 135 Schiffe pro Tag, die diese Meerenge passiert haben.
Und zuletzt waren es gerade noch 40.
Und nach der neuen Eskalation.
So trauen sich kaum noch welche, da durchzufahren.
Natürlich nicht.
Das wird ja jetzt auch wieder gar nicht versichert.
Keiner weiß also, wie es jetzt weitergeht und die Region glaubt offenbar selbst auch nicht mehr daran, dass die alten Zeiten zurückkommen.
Das zeigt Dubai.
Das Emirat plant nämlich einen Ausweichhafen.
Der Hafenbetreibergigant DP World will an der Ostküste der Vereinigten Arabischen Emirate neue Kapazitätenaufbau in Fujairah, so heißt der Ort, also außerhalb der Straße von Hormuz.
Und Container könnten dort ankommen und dann per LKW nach Dubai, Abu Dhabi oder in andere Golfstaaten gehen.
Und Dubai plant also tatsächlich einen Bypass für das Herz der Globalisierung.
Eine Handelsmacht, die ja ihre Logistik jahrzehntelang um ihre Hafenstadt Jebel Ali herum aufgebaut hat.
Und das ist ja so eine Infrastrukturpolitik als Misstrauensvotum gegen die Sicherheit der Weltmeere.
So ließe sich das ja wahrscheinlich am ehesten noch ausdrücken.
Das hast du schön ausgedrückt.
Und für Anleger heißt das, wir sprechen nicht nur über Öl, wir sprechen halt auch über Lieferkettenversicherer.
Tanker, Reedereien, Fluggesellschaften, Chemie, Industrie, alle, die von billiger Energie und stabilen Routen abhängen.
Und besonders hart trifft es die Airlines.
Dort wird die Krise jetzt so richtig offensichtlich.
Gestern wurde bekannt, dass die Flugpreise in Deutschland im ersten Halbjahr schon kräftig gestiegen sind.
Internationale Flüge plus 8,5 Prozent, in der deutsche Flüge plus 9,5 Prozent und in der europäischen Economy Flüge sogar plus 11,5 Prozent.
Also das würde ich mal Flugflation nennen.
Flugflation und was jetzt noch Frustrierendes dazu kommt, jetzt laufen auch noch die Hedges aus.
Airlines sichert sich ja gegen steigende Kerosinpreise ab, durfte uns aber kurzfristig bis zu 80% geschützt.
Aber diese Absicherung, die wäre nach und nach fällig.
Und wer jetzt neu hedgen muss, der tut das auf Basis eines Kerosinpreises von fast...
1000 Dollar pro Tonne, etwa ein Drittel höher als vor einem Jahr.
Und das bedeutet, die Kunden zahlen über höhere Ticketpreise.
Gleichzeitig lässt sich das natürlich nicht komplett überwälzen, sondern die Aktionäre, die zahlen über niedrigere Margen und Spritkosten, machen ungefähr...
ein Drittel der Betriebskosten einer Airline aus.
Ja, das ist ein richtig großer Anteil.
Bei Lufthansa wurde ja schon früh mit 1,5 Milliarden Euro mehr Kosten für diesen Sommer gerechnet.
Damals noch unter der Annahme, dass Hormuz bald wieder frei wird.
Ja, und diese Hoffnung ist jetzt ziemlich dünn.
Wir haben es gesagt, Lufthansa hat gestern, also die Aktie, mehr als 4 Prozent verloren.
American Airlines fast genauso viel.
IAG, das ist ja die British Airways Motor und Ryanair verloren, jeweils mehr als 2 Prozent.
Und so wird aus einer Meerenge Quasi eine Inflationsmaschine.
Erst Öl, dann Kerosin, dann Flugtickets, dann Lieferketten.
Und am Ende müssen vielleicht die Zentralbanken dann auch, die haben auf jeden Fall weniger Spielraum für Zinssenkung, müssen vielleicht sogar noch die Zinsen erhöhen.
Und genau deshalb ist Hormuz natürlich auch ein Börsenthema, denn die Geopolitik, die frisst sich in die Margen und könnte zu höheren Zinsen führen.
Ja, Gewinner sind kurzfristig Ölkonzerne wie Shell, BP, Exxon oder Chevron.
Möglicherweise auch Tanker-Redereien oder überhaupt Redereien.
Habt Leute hat nämlich gestern nach Börsenschluss gleich mal die Prognose erhöht und der Aktienkurs ist auch deutlich gestiegen.
Ja, also wenn Risiken steigen und Frachtraten hochgehen, ist das halt so.
Aber das ist auch keine einfache Gewinnstory.
Denn wenn der Ölpreis zu stark steigt, wirkt da ja auch die Konjunktur ab.
Und Verlierer sind, wie eben geschildert, die Airlines.
Bei der Chemie ist es nicht ganz so klar.
Ein paar brauchen ja die Energie, aber da waren ja die Deutschen, weil sie eben noch Energie hatten überhaupt, waren sogar noch die Profiteure von diesen Hormuz-Wirren.
Natürlich, Verlierer sind Logistik, energieintensive Industrie und alle Geschäftsmodelle.
Ohne Preissetzungsmacht.
Wer eben dem höhere Kosten nicht weiterreichen kann, der bekommt die Krise direkt in die Gewinn- und Verlustrechnung gespült.
Und der wichtigste Chart der nächsten Wochen ist, dass es nicht nur brennt, sondern es ist dieser Chart, der den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz zeigt.
Wenn die Schiffe zurückkommen, also wenn die wieder fahren können, dann fehlt diese Risikoprämie.
Und wenn sie wegbleiben, bleibt Öl teuer, Kerosin teuer, Fliegen teuer und dann kommen auch die Inflationssorgen zurück.
Wenn Schafe nicht schlafen können, zählen sie dann Menschen?
Jetzt an alles andere denken als an steigende Strompreise.
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E.ON.
Ausgenommen sind Änderungen von Steuern und Abgaben.
Die AAA-Idee des Tages.
Jedes Mal, wenn wir hier über die genialen Legenden der Kapitalmärkte und ihre Investmentideen reden, denke ich so, es ist echt schade, dass man da als Normalo-Anleger nicht mitmachen kann.
Man kann Redaglio zitieren oder Ken Griffin bestaunen und landet am Ende dann doch wieder bei einem ETF-Sparplan.
Denn die Hedgefonds von denen, die sind für uns ja doch unerreichbar.
Tja, leider wahr.
Deshalb ist die heutige AAA-Idee so spannend.
Da geht es nämlich um Hedgefonds.
für euch, also Hedgefonds für Privatanleger und zwar per App und ab einem Euro.
Und das ist neu.
In Deutschland kamen normaler Anleger bislang kaum an echte Hedgefonds ran.
Zugänglich waren die meisten Dachhedgefonds.
Dachhedgefonds muss man halt ganz oft Gebühren zahlen, nämlich für den Hedgefonds und dann nochmal für den Dach über Druff.
Das war sehr teuer und eben auch selten überzeugend.
Und Einzelhedgefonds gab es über Privatplatzierung oft erst ab 50.000 oder 100.000 Euro.
Ja und ab heute öffnet sich diese Welt neu, zumindest ein erstes Stück weit.
Das WelfTech Now, die hatten wir ja schon öfter mal, die bieten zwei Hedgefonds von JP Morgan Asset Management an.
Den JP Morgan Global Equity Plus und den JP Morgan Emerging Markets Equity Plus.
Und beide investieren in Aktien, aber halt nicht wie klassische Fonds.
kaufen Aktien, die sich für stark halten und setzen zugleich auf fallende Kurse bei Aktien, die sie schwach einschätzen.
Also Long-Short-Dinger.
Typisch sind etwa 130% Long und 30% Short, weil die Shorts, die finanzieren ja, weil man ja leer verkauft und dafür Geld kriegt, können die halt dann auch, diese 30% Short können eben dann auch zu 130% Long führen.
Und unterm Strich bleibt ungefähr ein Aktienmarktrisiko von 100%, aber eben mit zusätzlicher aktiver Wetter.
Die Hoffnung lautet, man verdient an den richtigen Long-Positionen und zusätzlich an den richtigen Short-Wetten.
Und das kann ein Depot unabhängiger vom Gesamtmarkt machen und das hat schon funktioniert.
Beim Emerging Markets-Fonds gibt es Daten seit Ende 2020.
Er hat seinen Vergleichsindex zwar nicht immer geschlagen, im schwachen Jahr 2022 sogar verloren.
In den meisten Kalenderjahren lag er aber deutlich vor dem MSCI Emerging Markets.
Und das ist also Keine Zauberei, aber durchaus ein Ansatz mit Chancen.
Gerade jetzt in Schwellenländer ETFs ist die Konzentration enorm.
TSMC, Samsung und SK Hynits machen zusammen rund ein Drittel eines typischen Emerging Markets aus.
Und wer den ETF kauft, kauft also sehr viel Halbleiter und sehr viel Asienklumpenrisiko.
Und ein Long-Short-Fonds kann da deutlich flexibler sein.
Ja, das ist ja die Idee dahinter.
Er kann Gewinner stärker gewichten, Verlierer Shorten und Risiken besser verteilen.
Für Anleger kann das einfach ein zusätzlicher Baustein sein, um das Depot robuster zu machen.
Jetzt kommen wir aber zum großen Aber, zu den Kosten.
Und die sind nicht gerade, wie man das von einem ETF kennen würde.
Klar, es geht ja auch um Hedgefonds.
Die laufenden Belastungen liegen bei rund 2% pro Jahr.
Dazu kommt bei Now ein Ausgabeaufschlag von 1%.
JP Morgan kassiert eine Performancegebühr von 10%, auch wenn der Fonds fällt.
Die Gebühr kann anfallen, wenn der Fonds besser ist als sein Vergleichsindex, selbst wenn beide im Minus liegen.
Für Profis ist das relative Outperformance.
Für Privatanleger fühlt es sich...
etwas schräg an Minus gemacht und trotzdem Erfolgsgebühr gezahlt.
Die Fonds müssen also einiges leisten, damit sich das rechnet.
Ja stimmt, ein ETF ist billig und bildet nur den Markt ab und ein Hedgefonds ist teuer und muss seinen Mehrwert halt beweisen durch bessere Aktienauswahl, erfolgreiche Shortwetten und halt geringere Schwankungen.
Und dann gibt es noch ein Aber.
Denn zum einen kann der Fondsmanager falsch liegen auf der Long- und auf der Short-Seite und zweitens...
können Shortwetten richtig teuer werden, wenn vermeintliche Verlierer nämlich stark steigen.
Und drittens erhöht Fremdkapital die Komplexität.
Und viertens ist der neue globale Fonds noch jung.
Dort fehlt halt die Historie.
So viel aber, da fragt man sich, für wen ist diese neue Hedgefonds-Option überhaupt geeignet?
Also auf jeden Fall nicht für Einsteiger und nicht als Depotkern und auch nicht als Ersatz für den MSCI World.
Aber für Anleger mit solidem ETF-Fundament kann es ein kleiner alternativer Baustein sein, vor allem, wenn ihr glaubt, dass die nächsten Jahre stärker von Auswahl und weniger von breiten Indexgewinn leben.
Und die Triple E-Idee des Tages lautet also nicht alle reinen Hedgefonds, sondern...
Eine frühe exklusive Anlageklasse wird plötzlich zugänglich, also demokratisiert und das ist durchaus bemerkenswert, aber der Preis ist hoch, die Strategie komplex und der Nutzen, der muss sie erst noch weisen.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an aaa.welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und Oehmer hat eine Frage zur automatischen Dividenden-Reinvestition bei Scalable Capital.
Ich zitiere ihn mal.
Ist diese Funktion aus Renditesicht sinnvoll oder ist es langfristig besser, Dividenden selbst manuell zu investieren?
Welche Vor- und Nachteile gibt es aus eurer Sicht?
Wenn man sich das Scalable-Geschichte anguckt, also man kann nicht für einzelne...
Aktien oder ETFs das machen, sondern man muss es dann immer für das gesamte Portfolio.
Man muss ja sagen, ich will alle Dividenden reinvestieren.
Und wenn ich jetzt als Anleger vielleicht auch mal eine Ausschüttung haben möchte, dann ist diese Funktion halt nicht so doll.
Aber wenn ich sage, ich will meine Dividenden eh immer anlegen, dann ist es natürlich eine großartige Funktion, weil nämlich, wenn ihr bei Scalable euch die Dividenden ausschütten lassen würdet und müsst sie selbst investieren, dann müsst ihr sie in ganze Aktien investieren.
Und dann könnt ihr nicht in Bruchstücke investieren, wenn Scalable euch die Dividenden auszahlt, dann ist auch Bruchstückhandel möglich, wie bei einem Aktiensparler.
Und das ist ein Riesenvorteil, weil manchmal hat man dann vielleicht irgendwie 5 Euro Dividende und die Aktie kostet aber 6 Euro und dann kann man überhaupt nicht die Aktie nachkaufen.
Insofern ist das, wenn man das will, eine durchaus günstige Sache.
Wenn man es nicht will oder nur vereinzelt will, dann muss es halt doch lieber extra sein.
Was ich will oder möchte, ich möchte mal wissen, ist der Defner eigentlich jetzt zurück aus dem Urlaub oder gibt es die dritte Folge mit Püppler?
Nein, genau, die dritte 5-Stunden-Folge.
Diesmal haben wir 5 Stunden gemacht.
Nein, nein, nein, der Defner ist zurück.
Und natürlich hat der Defner ganz viel aufzuarbeiten.
Wir haben ja diesen gesamten deutschen Reformprozess noch nicht ausreichend diskutiert.
Und da ist der Defner viel optimistischer als ich.
Ach, Überraschung.
Nein, ich finde die Rennreform ist ja durchaus bemerkenswert.
Aber schon die Gesundheitsreform fragt man sich so, nicht so geil.
Das hatten wir auch gestern bei Alles auf Aktien.
Und dieser Haushalt, der da abgeschlossen wurde, der ist wirklich unterirdisch.
Und deswegen bin ich da eher der Pessimist.
Aber der Defner wird fröhlich aus Italien kommen, sowieso Schulden geschwängert.
Und das La Dolce Vita kennt von Apulien, wird er sicherlich da etwas milder drauf schauen.
Und die Diskussion wird es dann geben.
Und er hat sicherlich auch eine spannende Aktie mitgebracht.
Ich bin gespannt, was er aus Italien mitgebracht hat.
Und Reisbericht gibt es ja auch immer.
Italien ist ja eigentlich dein Bericht.
Da bin ich sehr gespannt.
Apulien war.
Mal sehen, was da von der Späfelspitze geliefert wird.
Wir sind sehr gespannt.
Ihr dürft auch auf Alles auf Aktien natürlich wieder sehr gespannt sein.
Deshalb abonniert uns doch bitte, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei WELD und überall, wo es Podcasts gibt.
