# AI Infrastructure, M&A Shifts, and Market Realignment

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-07-13

## Transcript

Wir starten die neue Woche mit einer legendären japanischen Gaming-Firma, die aus irgendeinem Grund noch nie im Podcast war.
Danach gibt es vielleicht überschätzte KI-Sorgen beim größten Fachverlag der Niederlande und natürlich die aktuellen News.
Mein Name ist Noah Leidinger.
Heute ist Montag, der 13.
Juli und das ist ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird wie immer...
unterstützt von Scalable Capital und die haben durch ihre Vollbanklizenz noch bessere Konditionen.
Zum Beispiel gibt es, wie ihr hoffentlich wisst, auf dem Tagesgeldkonto 2,5% Zinsen auf ein unbegrenztes Guthaben und im PrimePlus Broker gibt es sogar mehrere Partnerbanken, bei denen dann jeweils die Einlagensicherung greift.
Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Neben SpaceX gab es letzten Freitag den wahrscheinlich zweitwichtigsten Börsengang des Jahres und SK Hynix ist in den USA an die Börse.
Um die 27 Milliarden Dollar haben die Südkoreaner am Ende eingesammelt und damit war das der größte Börsengang von einer ausländischen Firma in der amerikanischen Börsengeschichte.
Und der IPO war auch erfolgreich, die Aktie ist um die 13% gestiegen und das ist vor allem ein gutes Zeichen für alle mit vielen KI-Aktien im Depot.
Es gibt scheinbar immer noch sehr viel Geld im Markt, das langfristig auf KI setzt, denn mittlerweile gewöhnt man sich ja schon fast dran, aber 27 Milliarden Dollar einzusammeln ist schon wirklich ein gigantischer Deal.
Spannend werden jetzt in den nächsten Wochen nach dem IPO vor allem zwei Dinge.
Erstens ist SK Hynix von der Bewertung her ja immer noch deutlich günstiger als der amerikanische Konkurrent Micron und ein Hauptgrund für den Börsengang in den USA war auch, dass sich die Bewertungsgap schließen wird, wenn SK Hynix eben in den USA an die Börse ist und dann für amerikanische Investoren da auch einfacher investierbar wird.
Bisher war Hynix ja nur in Südkorea an der Börse, wird also spannend zu sehen, ob sich die Gap wirklich schließt.
Die Aktie von Micron hat am Freitag auf jeden Fall leicht verloren.
Das zweite Thema, das spannend wird, ist, dass es für Eski Hynix, vor allem in Asien, riesige gehebelte Einzelaktien-ETFs gibt.
Das CSOP Eski Hynix Daily 2X Leverage Product hat zum Beispiel 12 Milliarden Dollar an Volumen, ist damit der größte gehebelte Einzelaktien-ETF der Welt und bildet eben jeden Tag die doppelte Rendite, aber auch den doppelten Verlust von Eski Hynix Aktien ab.
Das Ding ist jetzt, dass der Boom von diesen gehebelten Einzelaktien-ETFs auch ein Grund dafür ist, dass die Speicherchip-Aktien so wahnsinnig stark schwanken in letzter Zeit und wenn da jetzt noch mehr Produkte mit den amerikanischen Aktien von SK Hynix auf den Markt kommen, könnte das noch volatiler werden.
Und generell wird natürlich am allerspannendsten, wie lang der Speicherchip-Engpass noch anhält.
Dazu meinte der SK Hynix-CEO am Freitag, dass er mit einem Engpass bis nach 2030 rechnet und seine Kunden immer mehr langfristige Verträge machen.
Neben SK Hynix gab es in der KI-Welt noch gute Nachrichten für Meta.
Die Aktie hat es um die 6% zugelegt am Freitag und damit in den letzten 10 Tagen schon 20%.
Ein Grund für den Anstieg insgesamt war ja die Meldung, dass Meta eigene Rechenkapazität an externe Kunden verkaufen will, also auch zur Cloud werden will.
Dann hat Meta am Donnerstag seine neuen KI-Modelle vorgestellt und es gab auch noch einen Bericht von Reuters, dass sie schon im September mit der Produktion von ihrem eigenen KI-Chip gemeinsam mit Broadcom starten werden.
Und am Freitag hat dann ein Analyst von der Bank of America dazu geschrieben, dass der Reuters-Bericht darauf hindeutet, dass Meta seine KI-Rechenzentren geradezu circa dem halben Preis bauen kann, wie sie bisher gedacht haben, aber fairerweise ist da gerade auch noch ziemlich viel Spekulation dabei.
Weniger Spekulation und dafür eine Klage mehr haben die Kollegen von OpenAI am Hals.
Apple hat die Firma nämlich verklagt, weil sie wohl Betriebsgeheimnisse rund um die neuen Produktentwicklungen von Apple gestohlen haben soll.
Und es ist auch gar nicht so abwegig, wenn man sieht, dass nicht nur die ehemalige Apple-Design-Legende Johnny Ive bei OpenAI ist, sondern auch der Hardware-Chef von OpenAI ist ehemaliger Apple-Manager und insgesamt haben sie in den letzten Jahren über 400 Mitarbeiter von Apple abgeworben.
Und einer davon wird in der Anklage von Apple auch mit den Worten zitiert, lol, ich kann aufs Netzwerk zugreifen, das ist ja lustig, das hat er einer Kollegin geschrieben, die noch bei Apple war und paar Monate später auch gewechselt ist.
Long story short, auf jeden Fall mal wieder keine guten Nachrichten für die Kollegen bei JetGPT und keine guten Nachrichten gab es am Freitag außerdem für deutsche Autobauer.
Es ist zwar keine große Überraschung mehr, aber BMW und VW haben ihre Verkaufszahlen fürs letzte Halbjahr berichtet und beide sind ziemlich deutlich geschrumpft.
BMW hat ca.
4% weniger Autos verkauft als vor einem Jahr, VW sogar 6% und das Bittere ist, dass sich der Rückgang beschleunigt.
In der zweiten Hälfte des Halbjahres ist VW sogar 9% geschrumpft und BMW 5%.
Die gute Nachricht ist zumindest, dass es bei beiden vor allem mit einem Absatzeinbruch von über 30% in China zu tun hat.
In Amerika und Europa sind beide letztes Quartal gewachsen.
Die Aktien haben übrigens beide nicht stark reagiert auf die Zahlen, weil die Börse ja auch kein großes Wachstum erwartet.
Und zum Abschluss, zum Wochenstart gab es da noch einiges an Deal-Meldungen.
Vor ein paar Tagen haben wir hier noch erzählt, dass der Investor Castle Lake die Airline EasyJet kaufen wird, nach langen Verhandlungen.
Jetzt wurde Castle Lake aber sehr spontan von Apollo ausgestochen, die noch mehr geboten haben.
Das kam wirklich ziemlich überraschend, weil Castle Lake eben schon seit Monaten mit EasyJet über den Preis gefeilscht hat, aber Apollo hat das wohl im Hintergrund sehr smart gemacht, ist auf die wichtigsten Personen zugegangen und haben einfach so lange gewartet, bis Castle Lake die eigene Preisspanne ausgereizt hat und so hoffen sie jetzt, dass es keinen Bieterstreit um EasyJet gibt.
EasyJet Aktionäre dürften sich auf jeden Fall freuen, die Aktie hat am Freitag um die 14% zugelegt und Apollo ist generell gerade sehr aktiv, sie haben sich am Freitag nämlich auch noch eine Minderheit an der Verhütungsmittelsparte von Bayer gekauft.
Bayer kriegt für die Minderheit um die 3 Milliarden Euro an Cash, die Börse hat aber scheinbar erwartet, dass die Sparte noch mehr wert sein könnte, die Aktie hat am Freitag nämlich sogar leicht verloren und die Sparte ist auch nicht unspannend und vor allem ist sie ziemlich groß.
Die Hormonspiralen unter den Namen Mirena, Kailena und Cades haben letztes Jahr so um die 1,4 Milliarden Euro umgesetzt und vor allem wächst die Sparte noch mit ca.
10%.
Dann hat noch die Aktie vom Autoversicherungssoftware-Anbieter CCC Intelligent Solutions um die 10% zugelegt, weil sich dort der aktivistische Investor Elliot einen Anteil gekauft hat, wobei man in dem Fall wissen muss, dass das die Private Equity Einheit von Elliot war.
Die werden also wahrscheinlich versuchen, dass sie CCC komplett von der Börse kaufen.
Und zum Schluss ist dann auch noch die Aktie von Vodafone über 10% gestiegen, weil sich der französische Milliardär Xavier Niel 16% der Aktien gekauft hat.
Zum Deal rund um den Iran-Krieg habe ich übrigens keine positiven Updates.
Da gab es am Freitag mal Berichte, dass es wieder mehr Gespräche gibt, aber am Wochenende gab es dann wieder neue Angriffe.
Gaming-Firmen haben es ja gerade nicht einfach.
Microsoft entlässt bei Xbox massenhaft Leute, Nintendo leidet unter den gestiegenen Speicherchip-Preisen und so weiter.
Aber es gibt auch Firmen, bei denen es ganz gut läuft und eine davon hat heute Timon dabei.
Schon 2022 hat der Saudi-Arabische Staatsfonds PIF knapp 5% an der Videospielfirma Capcom gekauft.
Und jetzt hat im April Kronprinz Mohammed bin Salman über seine eigene Investmentfirma nochmal nachgelegt.
Zusammen kommen die beiden jetzt auf über 10% an dem japanischen Studio.
Capcom ist unter anderem für Blockbuster wie Resident Evil, Monster Hunter und Street Fighter bekannt.
Und Capcom ist auch deshalb spannend, weil ja normalerweise das Business mit Videospielen sowie bei Filmen ein bisschen ein Gamble ist und man nicht vorher wissen kann, welches neue Game ein Flop oder der nächste Bestseller wird.
Bei Capcom ist es aber so, dass über 80% vom Umsatz aus dem Backkatalog kommen, also nicht mit neuen Spielen, sondern mit denen, die teils schon Jahre auf dem Markt sind.
Und weil die Kosten für die Entwicklungen da schon gelaufen sind, gibt es auch höhere Margen.
Dadurch hat man eine Cash-Grow, die stabil ist und die Investitionen in neue Spiele finanziert, die dann das Wachstum treiben.
Und wenn ein neuer Teil einer schon bekannten Reihe rauskommt, zieht das den ganzen Katalog der Reihe mit nach oben.
Der neue Resident Evil Teil ist im Februar rausgekommen und ist mit über 7 Millionen verkauften Stück eines der Top 5 meistverkauftesten Videospiele dieses Jahr und hat dann auch die Verkäufe der älteren Resident Evil Teile gepusht.
Insgesamt wurden schon über 200 Millionen Games von der Reihe verkauft und nicht nur die alten Games aus dem Katalog profitieren bei einem neuen Release, auch die anderen Segmente profitieren.
Neben Videospielen hat Capcom eigene Spielhallen, in denen man an eigenen Arcade-Automaten die Spiele spielen kann und die Automaten verkaufen sie auch an andere Spielhallen.
Beide Geschäfte zusammen machen zwar nur 12% vom operativen Gewinn aus, aber der operative Gewinn in beiden Segmenten wächst auch stärker.
Letztes Jahr 60% mit den verkauften Automaten und 30% mit den Spielhallen.
Die Geschäfte stärken ja auch weiter das Flywheel, machen also die Spiele bekannter.
Das Modell ist vielleicht ein bisschen mit Disney Parks vergleichbar und die Reihen werden nicht nur für die Hallen und Automaten weiter benutzt.
Resident Evil Filme gab es ja schon mehrere.
Ende dieses Jahres soll aber noch ein neuer rauskommen und auch ein Street Fighter Film.
Insgesamt bleibt das Business mit den Videospielen aber noch das relevanteste.
In den letzten fünf Jahren konnte man deswegen mit insgesamt über 15% pro Jahr wachsen.
Das Ganze bleibt aber stark von der Beliebtheit einzelner Videospielreihen abhängig.
Capcom gibt hier die Zahlen zwar nicht konkret raus, aber weil nach einem super starken Start von Monster Hunter Wilds Anfang 2025 die Verkäufe danach eingebrochen sind, ist auch der Börsenwert über 40% gefallen.
Mittlerweile ging es schon wieder 15% nach oben auf 8,5 Milliarden Dollar.
Damit ist die Bewertung mit dem 23-fachen vom erwarteten Gewinn zwar trotzdem leicht unterm Schnitt der letzten 5 Jahre von 25, Das Management geht für dieses Jahr aber auch nur noch von 8% Umsatzwachstum aus.
Ein gut laufender Fachverlag kann der Gelddruckmaschine sein.
Es ist aber auch ein Business, das von KI bedroht wird.
Deswegen hat sich die Aktie von Volta Kluver aus den Niederlanden in den letzten Monaten halbiert.
Wir haben uns die Frage gestellt, ob das ein bisschen übertrieben ist und Christoph hat die Antwort.
Schauen wir erstmal, was Wolters Kluver genau macht.
Es bietet, kurz gesagt, Fachinformationen und Software für Profis.
Also Rechtsdatenbanken für Anwälte, Steuersoftware für Kanzleien und mit UpToDate ein Nachschlagewerk, in dem Ärzte weltweit Behandlungsempfehlungen prüfen.
Über 6 Milliarden Euro Umsatz macht der Konzern damit, wovon mehr als 80 Prozent wiederkehrend über Abos sind.
Jahrelang war dieses Business sehr beliebt.
Aber dann kam die KI-Angst.
Die Skeptiker argumentieren so.
Wolters Kluver verkauft im Kern Antworten auf Fachfragen und genau das können Sprachmodelle auch.
Als Antropic im Februar ein KI-Tool speziell für Rechtsabteilungen vorgestellt hat, hat die Aktie an einem Tag mehr als 10% verloren.
Auch Konkurrenten wie RELX und Thomson Reuters sind unter Druck geraten.
In der Spitze war Wolters Kluver Anfang 2025 mehr als 40 Milliarden wert.
Heute sind es nur noch 15 Milliarden.
Man kann diese Entwicklung aber auch anders sehen.
Wolters Kluver verkauft nicht einfach Informationen, sondern geprüfte Informationen.
Heißt also, viele der Rohdaten wie Gesetze und Urteile sind öffentlich zugänglich, der eigentliche Burggraben ist aber die Prüfung und Einordnung, die über Jahrzehnte mit tausenden Fachexperten aufgebaut worden sind.
Dazu gibt's eigene medizinische Fachinhalte, etwa in UpToDate, die eben nicht frei verfügbar sind.
Der Bull-Case ist also, genau diese Infos von Wolters Kluver werden in der KI-Ära sogar wertvoller, weil eine KI nur so gut ist wie ihr Futter.
Und Wolters Kluver ist sogar selbst im KI-Bereich aktiv.
Zusammen mit OpenAI baut die Firma KI-Produkte, die auf die eigenen geprüften Inhalte zugreifen und von Experten geprüft werden.
Für die KI-Version von UpToDate haben sich nach Firmenangaben in wenigen Monaten rund 2000 Krankenhäuser angemeldet.
Ob die dafür am Ende auch spürbar mehr zahlen, sagen die Zahlen allerdings noch nicht.
In den USA wächst außerdem mit Open Evidence ein kostenloser KI-Medizindienst unter Ärzten.
JP Morgan erwartet deshalb, dass ausgerechnet Up-to-Date mittelfristig schrumpfen könnte.
Dazu kommt, Wolters Kluver verdient an Nutzerlizenzen.
Macht KI-Kanzleien so produktiv, dass sie weniger Leute brauchen, schrumpft automatisch die Kundschaft.
Dazu pumpen Investoren gerade massiv Geld in die Angreifer.
2025 ist etwa doppelt so viel Wagniskapital in juristische KI-Startups geflossen wie im Jahr davor.
Das US-Startup Huawei zum Beispiel wird nach der letzten Finanzierungsrunde mit 11 Milliarden Dollar bewertet, das schwedische Legora mit 5,5 Milliarden.
Beide bauen auf den Sprachmodellen von OpenAI, Entropic und Co.
auf.
Es ist insgesamt schwer zu sagen, welche Sichtweise sich bei Wolters Kluver durchsetzen wird.
Die Firma muss aber nicht unbedingt ein großer KI-Verlierer werden.
Nach dem Absturz wird die Aktie jetzt nur noch mit dem Elffachen vom erwarteten Gewinn bewertet.
Im Schnitt der letzten fünf Jahre lag sie beim Fünfundzwanzigfachen.
Dazu gibt es rund vier Prozent Dividendenrendite und Analysten erwarten auch in den nächsten Jahren Wachstum und steigende Margen.
Was, wenn ich dir gesagt habe, dass ich keine Ahnung habe, wie keiner, die du noch kennst und ich habe die Bar passiert.
