# Market Shifts: VW Restructuring, M&A Bidding, and Investment Realignment

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-07-13

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über eine neue Tonlage bei VW, einen potenziellen 25-Bagger und was sonst noch wichtig wird in dieser Woche.
Im Thema des Tages erklären wir euch die Folgen der Gesundheitsreform für euch und für den Standort Deutschland.
Und in der EEE-E-D stellen wir euch die echten Jahrhundertaktien vor.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Wir begrüßen euch Holger Zschäpitz und Nando Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Wer Vermögen aufbaut, will im Zweifel keinen Chatbot am Hörer.
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Smart Broker Plus, echter Service, wenn es zählt.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Montag, der 13.
Juli und wir wünschen euch einen erfrischenden Start in die Woche.
Denn ihr spürt es ja bestimmt auch diese...
Ja, diese Ferienfrische würde ich es mal bezeichnen.
Die Ferien, finde ich, Holger, die machen den Sommer ja erst so richtig gut.
Was denn?
Natürlich, die Schule ist aus, der Urlaub läuft oder der geht los oder startet bald.
Selbst für die, die noch im Job sind, so wie wir ja auch, fühlt sich der Alltag irgendwie leichter an.
Mit dieser Ferien-Euphorie.
Auch die Städte sind ja irgendwie leer.
Ich finde es toll.
Und mit dieser Ferien-Euphorie geht es mit uns für euch in dieser Woche auch noch in die neue Earnings-Season.
Und so gut hat sich Börse wahrscheinlich noch nie angefühlt.
Ach Sommerfeld.
Du, ich bin euphorisch und ich lasse mir das auch nicht nehmen.
Ich mache ja gerade hier sommerfrisch im Rheinland und genieße das hier, obwohl der Rhein ziemlich wenig Wasser führt.
Und nehme hier im Heizungskeller unsere netten Nachbarn auf.
Shoutout an Goodie, die mir hier den Heizungskeller zur Verfügung gestellt hat.
Also wenn ich anders klicke, dann ist es das.
Aber ich finde die Börse ist doch etwas will und unübersichtlich.
Sowohl was diese dauernden Rotationen rein aus Tech, raus aus Tech betrifft, als auch die Geopolitik.
Und am Wochenende hatten wir ja wieder neue Wirren aus Nahost.
Erst hatte der Iran signalisiert, ja, wir werden keine Tanker mehr in der Straße von Hormuz angreifen.
Alles bestens.
Dann am Sonntag wurden doch wieder Tanker eingegreifen.
Und dann hat Trump wieder bombardiert.
Und dann hat aber Trump gesagt, die Straße von Hormuz wäre doch für den Schifffahrtsweg frei.
Also es ging hin und her.
Der Ölpreis, der ist am Wochenende weiter gestiegen, brennt, kostet jetzt wieder 79 Dollar und WTI 74 Dollar.
Und das zeigt, dass das auch so kleine Unruhe hätte, auch wenn die Börse davon am Freitag oder vergangenen Woche nichts wissen wollte.
Ich bleibe bei meiner Euphorie und rede deshalb über Übernahme-Euphorie bzw.
Fantasie.
In das Wettbieten um EasyJet kommt nämlich jetzt richtig Bewegung rein.
Die Airline, die hat am Freitag dem höheren Übernahmeangebot von Apollo Global zugestimmt.
Die bieten, das ist ja ein Finanzinvestor, 7,15 Pfund für jede Aktie.
Und das übertrifft nochmal das Castle Lake Angebot von 6,90 Pfund.
Die waren sich ja eigentlich mit EasyJet schon einig so vor ein paar Tagen.
Aber von wegen, jetzt ist das neue Angebot da und die Aktie sprang dann am Freitag im London um knapp 15 Prozent auf 6,75 Pfund.
Und das ist ein viereinhalb Jahreshoch und das letzte Wort ist da wohl auch noch gar nicht gesprochen, denn vieles deutet da jetzt auf den Bieterkampf hin.
Es gibt nämlich jetzt noch wieder eine neue Frist bis zum dritten.
August und es gibt wohl neben den beiden Finanzinvestoren auch noch andere Airlines, wie zum Beispiel die British Airways Mutter IAG oder Air France KLM, die auch interessiert sind.
Also da geht es noch weiter.
Und im Fall Volkswagen, da geht es auch weiter.
Da gab es am Wochenende aber, würde ich mal sagen, eine neue Tonlage.
CEO Oliver Blume versucht offenbar, die VW-Krise kommunikativ zu entschärfen.
Der Bild am Sonntag sagt, es gäbe intelligentere Lösungen, als Fabriken dicht zu machen.
Und gleichzeitig bleibt die eigentliche Botschaft hart, VW muss weiter massiv Kosten senken, weil die Autos zwar gefragt sind.
aber zu wenig Gewinn abwerfen.
Und so richtig gut kam auch dieser etwas kompromissbereitere Toro Lichern.
Vom Konzernbetriebsrat bekam Blume prompt zu hören, dass diese Zitate in der Presse keinerlei Klarheit bringen und so alles nur noch schlimmer machen werden.
Man kann den Eindruck haben, wie er es macht, macht er es falsch.
Fest steht aber, dass er ja irgendwie versucht, diesen Begriff Werkschließungen aus der Debatte zu nehmen.
Das ist ja so, dass das Horrorszenario für alle Beteiligten.
um so den Betriebsrat ja auch wieder an den Tisch zu bekommen.
Andererseits spüre ich da schon wieder diesen klassischen VW-Kompromiss, an dessen Ende halt eigentlich so ein Weiter-so steht.
Und da bin ich mir nicht sicher oder ich bin mir eigentlich sicher, dass der Börse das nicht gut gefällt.
Aber du bist doch so ein VW-Anhänger.
Hast du jetzt da schon den Sparplan gestartet?
Nein, ich sage nur, dass wenn es auch nur einigermaßen vorangeht, dass die Aktien dann wieder relativ viel Fantasie besitzen.
Und einen Sparplan habe ich auf Porsche, weißt du doch.
Ja, aber vielleicht könnt ihr VW, KGV vor drei ist ja schon ganz günstig.
Aber es gab am Wochenende auch noch Anlageideen vom renommierten Anlegermagazin Barons.
Und zwar gleich 45.
Die haben für das zweite Halbjahr ihren zehnkämpfigen Roundtable wieder veranstaltet.
Und die Kernbotschaft aller Profis heißt, es gibt weniger Chancen in diesen überteuerten, over-owned KI-Aktien, wie sie immer so schön heißen, sondern eher so in vernachlässigten Qualitätstiteln.
Aus den Sektoren Energie, Materials, Healthcare und sogar Rasenpflege.
Und wir können ja mal ein paar Ideen, die uns ins Auge gesprungen waren, hier vorstellen.
Meryl Widmer von Eagle Capital Partners, Mark Brinks.
Kennst du Brinks Sommerfeld?
Das ist so ein Unternehmen mit diesen gepanzerten Geldtransportern, die man aber auf der Straße sieht.
Ah ja, doch, ja, stimmt, richtig.
Und die haben wohl auch nur ein KGV von fünf und haben wohl jetzt NCR Atelios übernommen.
Das ist ein Geldautomatendienstleister.
Und das könnte 200 Millionen Kostensynergien bringen.
Und da sieht eben der gute Meryl Whitmer eine Verdopplung bis Verdreifachung der Aktie.
Meryl ist eine Frau, oder?
Kann beides sein, tatsächlich.
Da ich sie oder ihn nicht persönlich kenne, lassen wir das mal offen.
Wen ich nicht kenne, ist David Giroux von T.
Rowe Price Investment.
Was ich aber kenne, ist die Aktie, die er spannend findet, nämlich Aurora Innovation.
Er redet sogar von einem potenziellen 25-Bagger.
Und Aurora, die bauen nämlich Software für selbstfahrende LKW.
Und fahrerlose LKW dürften ein riesen Geschäft meinen, meinst du mit David Giroux.
Und der Fahrer, das ist ja der teuerste Posten im Fernverkehr.
Ein autonomer LKW ist rund 30 Prozent billiger im Betrieb.
und braucht keine Pause.
Er kann doppelt so viele Stunden am Tag fahren wie ein LKW mit Mensch am Steuer und auf Strecken ab 600 Meilen, das sind ungefähr so 60 Prozent des Marktes, könnte das die Margen der Spedition mehr als verdoppeln.
Und deshalb glauben große Flottenbetreiber wie FedEx etwa, dass die Technik reif ist.
Und Volvo plant 220.000 autonome Trucks bis 2035.
Man muss aber dazu sagen, oder das sage ich jetzt, Aurora, das höre ich tatsächlich nicht zum ersten Mal.
Und bisher ist die Aktie nicht wirklich, also von 25 Berger ist da nicht zu sehen.
Tja, er hat da eine Rechnung aufgebaut, wie das passieren kann.
Aber er hat auch noch einen Biotech-Übernahmekorps zusammengestellt.
Er sagt nämlich, Big Pharma muss ein Patentloch von 400 bis 500 Milliarden Dollar stopfen und er hat sieben Biotechs als heiße Übernahmekandidaten.
Ascentis, Moon Lake, Dein...
Waxite, Zytokinetics, CG Ontology, Denali und er sieht so als Referenzfall Appwee, die jetzt 11 Milliarden für Apogee bezahlt haben und das wäre dann auch für die anderen möglicherweise da.
Und dann gab es noch Henry Ellenbogen von Durable Capital Partners und der sieht Chancen beim Börsen.
Neuling Bending Spoons, die kennen wir ja alle.
von Komoot und solche anderen Marken, die sie alle aufgekauft haben und noch mal ein bisschen aufpeppen wollen.
Dann gab es noch John Rogers von Arial Investments und der hält viel von Mattel.
Das ist nach seiner Logik Sagt er, wenn die in so einer Private-Market-Value-Logie, also jetzt könnte jemand kommen und sie übernehmen, bewertet werden, dann hätte die Verdopplungspotenzial dieser Spieleanbieter.
Und er mag Scott's Miracle-Gro.
Und das ist eben die Nummer-Eins-Marke in allen Kernkategorien für Rasen- und Gartenprodukte in Amerika.
Also ihr seht, das waren alles so weniger hippe Geschichten, die allergünstig bewertet waren.
Spannend.
Ich weiß, man macht sich nicht über Namen lustig, aber Henry Ellenbogen ist schon...
Krasser Name.
Henry.
Henry Allenbogen.
Du machst die Termine?
Genau, ich mache die Termine.
Nee, ich mache sie nicht komplett.
Du hilfst mir da bitte bei.
Ich mache jetzt erstmal das, was so die Woche ansteht, weil es ist, wie gesagt, gar nicht so wenig.
Wir haben ein paar spannende Markttermine.
US-Verbraucherpreise für Juni, US-Ezeugerpreise, dann haben wir das China-Bip.
Dann auch noch die Einzelhandelsumsätze aus den USA und FED-Chef Walsh, der muss seine Geldpolitik dem Kongress erklären.
Auch nicht unspannend.
Und dann haben wir eben den Start in die Berichtssaison mit den US-Banken, wie üblich, Goldman Sachs, Bank of America, JP Morgan, City, Wells Fargo, Morgan Stanley und BlackRock.
Und dann haben wir auch noch spannend bei KI und Halbleiter tatsächlich schon Zahlen von ASML.
Und da ist natürlich entscheidend wieder die Bestellung, die Margen und die Nachfrage aus den KI-Rechenzentren.
Und wir haben auch noch interessant und prominent Zahlen von Netflix, ABB, Abbott, GE, Aerospace, Intuitive Surgical, United Health, Alcoa, United Airlines und BHP.
Und dann gleich heute Deutschland veröffentlicht die Leistungsbilanz für Mai.
Dann gibt es den OPEC Monatsbericht.
Das ist ja wichtig wegen des Ölpreises.
Und dann meldet Fraport Verkehrszahnen.
Volkswagen hat einen Pre-Close-Call, der eben auch wegen der Restrukturierung des Margendrucks und möglicher Werksschließungen interessant sein könnte.
In den USA berichtet Fastenalse die Schraubenaktie.
Und dann gibt es den WebX Summit in Japan die kommenden drei Tage.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Das Thema des Tages.
Wenn ein Thema so richtig groß ist, dann müssen wir es hier natürlich auch zu unserem Thema des Tages machen, auch wenn es nicht unmittelbar was mit Börse oder Kapitalmarkt zu tun hat.
Aber es geht immerhin um den Standort Deutschland und der liegt uns ja allen sehr am Herzen.
Worum geht es?
Es geht um die Gesundheitsreform.
Trotz heftiger Widerstände ist das Gesundheitssparpaket nun beschlossen worden.
Bundestag und Bundesrat haben am Freitag zugestimmt.
Was feststeht, für viele der 75 Millionen gesetzlich Versicherten wird es teurer.
Auch Krankenhäuser, Ärzte und Pharmafirmen müssen Kürzungen hinnehmen.
Ja und warum das Ganze?
Klar, in der gesetzlichen Krankenversicherung werden die Lücken und die Löcher immer größer.
Die Ausgaben steigen einfach rasant und da muss dringend gespart werden.
Die Reform soll im kommenden Jahr über Mehreinnahmen und Minderausgaben Loch von bis zu 16,3 Milliarden Euro stopfen.
Und im Jahr 2030, ist es ja auch nicht mehr so lange hin, sollen die Einsparungen und die Mehreinnahmen bis zu 38 Milliarden Euro beitragen.
Ja, das sind hohe Summen, das ist viel Geld.
Also erklären wir hier mal, wie das gehen soll und was genau sich in Zukunft ändert.
Großes Streitthema war die kostenlose Mitversicherung.
Das ist ja ein echter Paradigmenwechsel im bisherigen System der gesetzlichen Krankenversicherung.
Bislang sind ja Ehepartner kostenlos mitversichert, wenn sie über kein eigenes Einkommen verfügen.
Und das wird jetzt eingeschränkt.
Die kostenlose Mitversicherung soll nur noch gelten für Kinder, Eltern von Kindern unter zwölf Jahren, Eltern von Kindern mit Behinderung, für pflegende Angehörige und Menschen oberhalb der Regelaltersgrenze.
Für alle anderen mitversicherten Familienglieder.
gilt ab 2028 ein Zusatzbeitrag und diese wird allerdings vom versicherten Mitglied gezahlt.
2,5 Prozent seines beitragspflichtigen Einkommens werden künftig fällig.
Ja, mal ein kleines Rechenbeispiel, um die Dimensionen zu erahnen.
Bei einem versicherungspflichtigen Einkommen von 5000 Euro werden also 125 Euro im Monat zusätzlich fällig.
Und nach Schätzung betrifft das gar nicht so viele Menschen, so etwa 2,5 Millionen bisher beitragsfrei mitversicherte Ehe- und Lebenspartner.
Denn die große Mehrzahl der...
Rund 15 Millionen Familienversicherten sind ja Kinder.
Nächster Punkt, Beitragsbemessungsgrenze.
Es soll um einmalig 300 Euro erhöht werden, zusätzlich zu der bereits diesen Januar erfolgten turnusmäßigen Anhebung.
300 Euro kommen also obendrauf.
Künftige Geschwelle bis zu der Versicherte den vollen Beitragssatz zahlen müssen bei 6.112,50 Euro.
Und die Erhöhung führt auch für Arbeitgeber zu höheren Kosten, weil das immer hälftig.
Ja, und das tut natürlich auch weh, das darf man nicht vergessen.
Auch neu, die seit mehr als 20 Jahren unveränderten Zuzahlungen für die Medikamente in der Apotheke sollen erhöht werden.
Von derzeit mindestens 5 Euro auf 7,50 Euro und der maximale Zuzahlungsdeckel soll von 10 Euro auf 15 Euro steigen.
Eine anschließende Dynamisierung ist zwar nicht vorgesehen, so sagt zumindest das Gesundheitsministerium.
Wie lange sich die Versicherten aber darauf verlassen können, das ist fraglich.
Auch spannend, künftig soll es die Möglichkeit der Teilkrankschreibung geben.
Ärzte können künftig bescheinigen, dass Beschäftigte nur noch teilweise arbeitsfähig sind.
Vorgesehen sind drei Stufen mit einer Restarbeitsfähigkeit von 25, 50 oder 75 Prozent.
Wer beispielsweise nur noch zur Hälfte arbeiten kann, soll entsprechend nur die Hälfte seiner regulären Arbeitszeit leisten.
Für den ausfallenden Teil des Einkommens zahlt die Krankenkasse ein Teilkrankengeld.
Die Bundesregierung verspricht sich davon, dass Menschen mit chronischen oder länger andauernden Erkrankungen im Berufsleben bleiben können, statt vollständig auszufallen.
Hm, weiß ich nicht.
Ob das so realistisch klingt.
Für Apotheken und die Pharmaindustrie soll es verstärkte Rabattregelungen geben.
Apotheken sind etwa verpflichtet, verordnete Medikamente vorrangig gegen rabattierte Präparate auszutauschen, um die Kosten für die Krankenkassen zu senken.
Was die Pharmaindustrie angeht, da gibt es nun einen festen gleichbleibenden Rabatt von 15,5 Prozent.
Bisher lag der deutlich niedriger, nämlich bei 7 Prozent.
Und dieser Herstellerabschlag ist ein gesetzlich vorgeschriebener Rabatt, den Pharmaunternehmen halt den gesetzlichen Kassen gewähren müssen, wenn sie verschreibungspflichtige Medikamente an Versicherte verkaufen.
Für patentfreie Arzneimittel, also Generika, gelten allerdings deutlich niedrige Abschlagsätze.
Soweit ein Überblick und natürlich kann festgestellt werden, dass es für alle Verbraucher teurer wird.
Doch lohnt sich dieses Opfer?
Wird das gesunde System so wieder gesünder?
Die ehrliche Antwort lautet, der ganz große Worf ist das noch nicht.
Das Gesetz stabilisiert zunächst die Beitragssätze und verhindert damit einen noch größeren Kostenschock zum Jahreswechsel.
Doch genau darin erschöpft sich auch sein Anspruch weitgehend.
Es ist keine große Strukturreform, sondern ein...
Wie würde man sagen, Notprogramm gegen akute Beitragssteigerung.
Die Reaktionen aus der Wirtschaft sind deshalb auch alles andere als euphorisch.
Die Chemie- und Pharmabranche waren vor höheren Belastungen, sinken der Wettbewerbsfähigkeit und Schäden für den Innovationsstandort, so nennen sie das.
Sozialverbände fürchten Mehrkosten für Versicherte, Kommunen finanzielle, zusätzlich finanzielle Lasten.
Selbst die Arbeitgeber, die das Gesetz begrüßen, tun das eher aus Erleichterung darüber, dass Schlimmeres verhindert wurde.
Und die fordern nämlich weitere Reformen.
Das Opfer der versicherten Unternehmen lohnt sich also nur dann, wenn es der Auftakt zur echten Strukturveränderung wird.
Und die sind laut Bundesregierung auch geplant und müssen unbedingt kommen.
Denn für sich genommen macht diese Reform das Gesundheitssystem nicht gesund.
Sie klebt Pflaster auf die Wunde, verschafft etwas Zeit.
Aber die Großoperation, die steht noch aus.
Die AAA-Idee des Tages.
In der AAA-Idee geht es heute um eine der brutalsten Wahrheiten der Börse.
Die meisten Aktien, die braucht kein Mensch.
Aber die wenigen richtigen Aktien, die braucht jeder.
Das klingt jetzt mal wieder nach Zschepitz-Maximalismus, aber diesmal ist...
Dieser wissenschaftlich abgesichert, da könnt ihr also beruhigt sein, denn Henrik Bessenbinder hat 100 Jahre US-Börsengeschichte ausgewertet, knapp 30.000 Aktien von 1926 bis 2025.
Christian W.
Rühl hat in der Samstagsfolge schon davon gesprochen und das Ergebnis, das ist fast schon verstörend.
Die Medienaktie hat über ihre gesamte Lebenszeit 6,9 Prozent verloren.
Nicht pro Jahr, sondern insgesamt.
Vielleicht kurz zur Erklärung, die Median-Aktie, das ist die Aktie genau in der Mitte der Verteilung.
Sortiert man alle 29.754.000 Aktien nach ihrer Gesamtrendite, also von...
Minus ganz tief bis Plus ganz hoch hat die eine Hälfte besser und die andere Hälfte schlechter abgeschnitten als diese Median-Aktie.
Und dieser mittlere Wert lag, wie gesagt, bei minus 6,9 Prozent.
Mehr als die Hälfte aller US-Aktien der letzten 100 Jahre war also ein Verlustgeschäft.
Nur 41 Prozent haben überhaupt besser abgeschnitten als ein schnödes T-Bill, also quasi Tagesgeld auf Amerikanisch.
Und den Markt geschlagen haben gerade mal 27,6 Prozent aller Aktien.
Ja, das müssen wir trotzdem nochmal kurz einordnen, denn der Gesamtmarkt, der lief ja gar nicht so schlecht.
Der marktbreite US-Aktienmarkt hat aus einem Dollar im Jahr 1926 bis Ende 2025 stolze 15.041 Dollar gemacht.
Das sind 10,1 Prozent pro Jahr.
Wie gesagt, gar nicht so schlecht.
Und insgesamt haben US-Aktien in 100 Jahren 91 Billionen Dollar an Vermögen geschaffen, über das hinaus, was Anleger mit sicheren Staatspapieren verdient hätten.
Und der Markt war also eine gigantische Wohlstandsmaschine.
Nur eben eine, die von erstaunlich wenigen Motoren angetrieben wird.
Lediglich 1082 Firmen, also 3,7 Prozent aller Unternehmen, stehen für die kompletten 91 Billionen Dollar.
Und ganz oben wird die Luft noch dünner.
Allein 46 Firmen stehen für die Hälfte der gesamten Wertschöpfung.
Apple führt mit 5 Billionen Dollar.
Das sind 5,5 Prozent des Jahrhundertskuchen von...
Einer einzigen Firma.
Dahinter kommt Nvidia mit 4,6 Billionen, Microsoft mit 4, Alphabet, Amazon und Broadcom dann auf den Plätzen.
Ja, 46 Firmen und dieser Trend zur Konzentration, der nimmt sogar massiv zu.
Als Bessenbinder 2018 seine erste Studie veröffentlichte, dass man damals Daten bis Ende 2016 brauchte man noch 89 Firmen, also statt 46 für die Hälfte der Wertschöpfung.
Ja, jetzt sind es wie gesagt 46 und das bringt uns zu der spannenden Frage, wenn so wenige Aktien den ganzen Wohlstand liefern, dann wollt ihr natürlich wissen, was die DNA dieser Erfolgsaktien ist.
Und es gibt tatsächlich zwei Muster und die widersprechen.
sich auf den ersten Blick.
Und Bessenbinder hat nämlich zwei Bestenlisten gebaut.
Liste 1, das sind die höchsten kumulierten Rendite über 100 Jahre.
Und da steht ganz oben keine Tech-Aktie, sondern die Marlboro-Mutter Altria.
Ein Dollar von 1926 wurde dort zu 4,4.
Millionen Dollar bis heute.
Dahinter Vulcan Materials, ein Schotter- und Baustoffkonzern mit über 500.000 Dollar pro investierten Dollar.
Dann die Eisenbahn Kansas City Southern, dann IBM, der Rüstungskonzern General Dynamics und auf der Liste stehen auch Coca-Cola, Hershey's und der Süßwarenhersteller Tootsie Roll.
Also Zigaretten, Schotter, Schokolade und Eisenbahn, das klingt eher so ein bisschen wie ein Museumsshop als nach Hipper-Nastag.
Na ja, Schotter klingt natürlich schon nach.
nach Kohle.
Okay, das war jetzt ein bisschen billig.
Kommen wir aber mal zu der Erkenntnis Nummer 1 aus dem, was du gerade gesagt hast.
Die Jahrhundertchampions sind Langweiler mit drei Eigenschaften.
Also Produkte, die Menschen immer wieder kaufen, Preissetzungsmacht und vor allem extrem langes Leben an der Börse.
Die 30 Top-Aktien waren im Schnitt 94 Jahre gelistet und die Jahresrendite dieser Superstars lag im Medien nur bei 13 Prozent.
Und selbst Altria, die beste Aktie der letzten 100 Jahre, hat pro Jahr nur 16,5 Prozent gebracht.
Aber der Punkt ist ja, Diese moderaten Renditen wurden über extrem lange Zeiträume verzinseszins.
Da ist es wieder das Wunder des Zinseszins.
Und Muster Nummer zwei, das ist die zweite Liste.
Die höchsten Jahresrenditen bei mindestens 20 Jahren Historie.
Und dafür dann doch Nvidia mit 37 Prozent pro Jahr seit dem Börsengang 1999.
Aus einem Dollar wurden fast 5.000.
Dahinter Netflix mit 32,5 Prozent.
Exxon, Amazon mit 31 Prozent.
Aber jetzt der Clou, keine einzige Aktie taucht auf beiden Listen auf.
Extrem hohe Renditen halten historisch nie über sehr lange Zeiträume durch.
Die Turbo-DNA und die Ausdauer-DNA schließen sich offenbar aus.
Und selbst wer einen dieser Highflyer erwischt hat, musste einiges aushalten.
Unser Samstagsgast Christian Röhl hat es ja gesagt, auch Nvidia hat seinen Aktionären allein in den letzten zehn Jahren drei Rücksetzer von mehr als 40 Prozent zugemutet.
Genau, und damit sind wir bei einem schönen Bild, und zwar dem vom Heuhaufen der Stecknadel.
Die Wahrscheinlichkeit, die nächste Altria oder das nächste Nvidia vorher zu identifizieren und dann auch noch Jahrzehnte durchzuhalten, inklusive aller Crashs, ist eigentlich verschwindend gering.
Bessenbinder selbst schreibt sinngemäß, das Identifizieren der künftigen Top-Performer sei, vorsichtig formuliert, eine gewaltige Herausforderung.
Tja, so ist das bei der Nadel im Heuhaufen.
Was heißt das jetzt konkret für euch?
Wer eben nicht diese Stecknagel suchen will, kauft halt den ganzen Heuhaufen.
Und zwar wirklich den ganzen.
Die Bessenbinder-Daten zeigen ja, du weißt vorher weder, welche Firma liefert, noch aus welcher Branche oder Größenklasse sie kommt.
In den Top-Listen stehen Zigarettenkonzerne, neben Chip-Designern, wir haben es gesagt, die Schotterfirmen, neben Streaming-Diensten und einige der größten Wertschöpfer der letzten Jahre, wie Nvidia oder Tesla, die standen ja 2016 noch auf gar keiner dieser besten Listen.
Das breiteste Netz, das ihr mit einem einzigen Produkt auswerfen könnt, ist der SPDR, also SPDR, MSCI, ACVI, IMI.
Und der Index dahinter umfasst rund 9000 Aktien.
aus 23 Industrie- und 24 Schwellenländern, von Large Caps bis zu Small Caps.
Das sind etwa 99 Prozent der weltweit investierbaren Marktkapitalisierung und breiter geht es mit dem einzigen ETF praktisch nicht.
Und das Schöne, die Konzentration, über die wir ja gerade geredet haben, die arbeitet dann für euch statt gegen euch.
Ihr müsst die 46 magischen Firmen des nächsten Jahrhunderts gar nicht kennen, ihr besitzt sie einfach.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an aaa-welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und natürlich waren die Bewertungen für unseren Samstags-Stammgast Christian W.
Röhl einhellig gut.
Schlechtes Feedback gibt es für Christian quasi nicht, ob sein Hinweis auf die Klumpenrisiken bei Dividenden-ETFs, seine Rebalancing-Tipps oder auch das Erklären der Core-Satellite-Strategie.
Röhl-Deep-Dives lassen einfach keine Wünsche offen.
Wobei, ein Wunsch blieb dann doch offen.
Alexandro wünscht sich noch die WKN für den genannten Momentum ETF.
Und hier ist sie, dieser iShares Edge MSCI World Momentum Faktor.
Der hat die WKN A12 ATF.
Ihr seht, hier werden alle Wünsche erfüllt.
Und wer weitere Wünsche erfüllt haben möchte, der muss uns natürlich abonnieren, über uns sprechen und uns seinen Freunden empfehlen.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcast gibt.
