# Navigating Market Volatility With Disciplined Portfolio Construction

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-07-11

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir reden heute mit einem unserer Lieblingsstammgäste, mit einem, der weit über den Tellerrand des KI-Hypes blicken kann.
Alle, die glauben, ihr Depot jetzt etwas defensiver aufstellen zu müssen, die werden heute voll bedient.
Unser Gast liefert das perfekte Mindset für diese volatilen Börsenzeiten.
Er stellt seine Lieblings-ETF-Variante vor, erklärt die Momentum-Methode und den Value-Sonderfall Micron.
Dann geht es um seine persönlichen Leidenschaften, um Dividenden-ETFs, die Biontech-Beerdigung, den hohen Fettanteil bei Nestle und einen smarten Energy Deep Dive.
Ein Gespräch mit Christian W.
Röhl.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Holger Zschäpitz und Nando Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Heute ist Samstag, der 11.
Juli und wir haben eine wieder ziemlich chaotische Börsenwoche hinter uns.
Interessant, aber eben auch chaotisch.
An den Indizes lässt sich das am ehesten beim DAX ablesen, der 2,8% verloren hat.
Der S&P 500 hingegen, der hat in dieser Woche 1,2% gewonnen und der Nesdaq 100 sogar 1,7%.
Und vielleicht der Vollständigkeit, weil halber MSCI World 0,7% im Plus.
Der MSCI ACWI, der hier heute noch eine große Rolle spielen wird, der ist ganz leicht im Plus.
Und der Fuzzi All World 0,6%.
Und ehrlich gesagt, Holger, jeden Morgen, fast jeden Morgen, wenn ich dann die Nachrichten höre, lese oder Podcasts höre oder bei welt.de schaue, dann denke ich immer, mein Gott, bei dem, was der Trump da jetzt wieder verzapft hat oder was die da gerade wieder in Nahost so propagieren und machen, dann müssen die Börsen doch eigentlich nach unten rauschen.
Und jeden Tag oder fast jeden Tag überlagert KI zumindest in Amerika alles.
Das stimmt.
Beim DAX war es ja nicht so 2,8 Prozent wieder dieser DAX.
Ja, aber ich denke doch irgendwie, das ist die wichtigsten Börsen dieser Welt.
Ich meine, da heißt es neue Bombardements.
Man ist weiter voneinander entfernt in Sachen Einigung denn je.
Und am Ende die Wall Street eröffnet nachmittags und sie geht ins Plus.
Ja, der Ölpreis hat diese Woche auf 5% Plus gemacht.
Die Renditen sind wieder deutlich gestiegen.
Zehnjährige in Deutschland wieder bei 3,06, also über 3.
Und die amerikanischen bei 4,56, also auch wieder deutlich über 4,5.
Und die 30-Jährige über 5.
Also das ist schon krass.
Aber...
Es war halt wieder so eine, aber es war auch eine komische Rallye, weil so richtig Tech hat es natürlich angeführt, klar, plus 3,4 Prozent, wenn du den Tech-Sektor einfach anguckst, dann war natürlich noch Energie ein Plusding, plus 3,2.
Aber es war halt wirklich...
Nur ein Teil von Tech, so ein bisschen slasig wie die Lieferliste des KI-Booms, wenn man sich mal die Gewinner anguckt.
Hewlett Packard, Enterprise, plus 17 Arista, die ja so ein bisschen im Rechenzentrum die Vertratung machen, plus 17 Meta.
Das war ein Sonderfall, plus 14,8 Broadcom, plus 11 Dell, plus 10, dann noch Nvidia, plus 8, AMD, plus 8.
Und wenn man den Sox anguckt, der war auch wieder im Plus.
Das war schon komisch, aber andererseits andere Hype-Dinger haben total verloren, wenn man Space anschaut, Quantum-Computer oder sonst wie.
Das war eine Minuswoche.
Es war also wirklich eine sehr chaotische, wo immer hin und her rotiert wurde.
Und die Woche begann ja so ein bisschen mit Samsung und diesen Zahlen, die ja eigentlich ganz gut waren, aber nicht gut genug.
Und dann auf einmal kippte alles wieder weg und dann hatten wir ein ganz schlechtes...
KI-Narrativ und dann auf einmal wurde es wieder gewechselt.
Also es war wirklich eine wilde Woche.
Und nächste Woche ist es wieder umgekehrt, ganz ehrlich.
Nächste Woche sind die Gewinner der Vorwoche wieder die Verlierer und umgekehrt.
Also so richtig bewegen wir uns eigentlich nicht vom Fleck.
Das stimmt.
Aber wie gesagt, Memory, diese DRAM-Dummer, diese Woche plus 8, dann waren die Neo-Cloud-Anbieter plus 5.
Und wie gesagt, Öl auch, aber Quantum minus, New Defense minus, also diese wenn man einfach mal sich so Drohnen und solche Sachen anguckt.
Und Non-Profitable Tech war auch im Minus, Minus 7.
Und das Einzige, was im Plus war, im X7 hatten wir ja drüber gesprochen, die waren wenigstens im Plus.
Ja, stimmt.
Komische Woche.
Komische Woche.
Im DAX ist das auch ähnlich, nur mit umgekehrten Vorzeichen.
Dort wurden halt nicht die defensiven Langweiler verkauft, sondern die bisherigen Helden.
Siemens Energy.
deutlich minus fast 10%.
Rheinmetall.
Gab es eine Verkaufsstudie bei Siemens Energy, deswegen ging es runter.
Das Lustige war, dass dann GE Venova noch stärker verloren hat wegen dieser Verkaufsstudie.
Also schon, also diese Welt ist schon etwas...
Die sind wahrscheinlich auch stärker gestiegen noch sogar in letzter Zeit.
Stimmt.
Rheinmetall auch deutlich im Minus.
Die sind jetzt wieder, glaube ich, unter 1.000.
Die sind wieder unter 1.000.
Genau, und dann Hochtief, Infineon, Bayer, auch alles Aktien, die die letzten Wochen...
ziemlich stark war und die Gewinner da gehen, gute Kia gehen, aber Telekom zuletzt deutlich schwächer jetzt diese Woche im Plus.
Kommerzbank im Plus.
Hannover rück.
Eine Erklärung könnte sein, und das hat Goldman Sachs so schön geschrieben, dass es so eine Art Short-Covering-Rallye gegeben hat.
Wenn man sich das mal anschaut, die echten Käufe gegen die Short-Eindeckungskäufe.
Du kannst immer so gucken, wo hat einfach jemand leer verkauft und hat sich jetzt wieder eingedeckt.
Und das ist das Verhältnis bei den Hedgefonds 6,5 zu 1 gewesen.
Also auf jeden echten Dollar, den Hedgefonds eingesetzt haben, kam 6,50 Dollar, wo man sich einfach eingedeckt hat.
Und vielleicht ist das Teil der Geschichte, dass du einfach in den vergangenen Wochen einfach mal diese ganzen Memories und den ganzen Kram verkauft hast.
Und dich jetzt wieder eingedeckt hast und damit dann halt so eine Art Short-Squeeze-Rallye ausgesucht hast.
Und so kann man sich so ein bisschen das versuchen zu erklären, dass es halt keine wirklichen echten Käufe waren und keine wirklich echten Rallye, sondern eben so eine technisch geprägte.
Und das finde ich auch noch die beste Erklärung, weil warum hätte es sonst in der Woche so drehen können?
Gut, man muss zugeben, SK Heinex war nach der Börsengang am Freitag.
Der ist noch ziemlich...
gut gelaufen.
Da kam ja richtig 26,5 Milliarden Volumen und die Aktie hat am ersten Tag gleich zweistellig gewonnen.
Und das war auch noch positiv, aber trotzdem war eine komische Woche.
Ja, apropos Börsengang, SpaceX minus 10,3 Prozent, die sind wiederum unter den ersten Kurs gefallen.
Und auf gewisser Weise somit auch auf Allzeit tief.
Das stimmt.
Die sind jetzt bei 142 oder so.
Also es ist schon Nee, 145, ganz so tief sind sie noch nicht.
Und was da auch interessant war, die haben ja gleich in der ersten Woche noch eine Anleihe rausgegeben, eine 30-jährige Anleihe.
Und die ist auch gefallen, diese Anleihe, um 4,4 Prozent.
Also Anleihen werden ja auch immer ausgegeben und dann haben die einen Coupon drauf und dann werden die meistens zum Nennwert ausgegeben, also zu 100 Prozent.
Und dann, wenn du 100% bist, notiert deine Anleihe genau die Rendite, die auf deinem Coupon steht.
Und wenn natürlich dann der Kurs fällt, dann geht die Rendite nach oben.
Und jetzt haben wir nur noch 92%, notiert die nur noch, also von 92% ihres Nennwerts.
Und deswegen rentiert die jetzt mit 7,3%.
Also wer immer schon mal eine 30-jährige US-Anleihe für 7,3% haben wollte, bei SpaceX zu haben, das sind ungefähr 2,2% Punkte über.
amerikanischen Staatsanleihen.
Ja, gut.
Also ich werde nächste Woche...
7,3% für 30 Jahre SpaceX geben.
Ich werde ja nächste Woche wieder bedient mit meinem Spargel.
Da kaufe ich wieder günstig Anteile ein.
Immer Mitte, Mitte, Ende des Monats kommen neue SpaceX-Anteile in mein Depot.
Und jetzt schön günstig.
Jetzt noch günstiger.
Ich würde ja sagen, die geht noch unter 100.
Ich weiß es nicht.
Das wäre meine Idee.
Aber wir werden sehen.
Dann bekomme ich ja noch mehr Anteile für mein Geld.
Das stimmt.
Und ich habe das 800-Dollar-Kurs hier vor Augen.
Das stimmt.
Was in dieser Woche unter anderem ausgerufen wurde.
Das ist schon faszinierend, dass gerade in einer Woche, wo ja diese Quiet Period, also diese Schweigeperiode für die Analysten zu Ende ging und dann alle mit ihren Studien rauskamen, da haben wir ja drüber gesprochen.
dass das überhaupt nicht geholfen hat, sondern total verpufft.
Klar, es war im Vorfeld schon viel Hype da drin.
Genau, habt ihr doch erklärt, dass das in gewisser Weise schon eingepreist war, fast ohne die Kursziele wirklich zu kennen.
Aber das ist eben diese, wenn die Quiet Period vorbei ist, dass dann eben diese wahrscheinlich ziemlich optimistischen Stimmen auf den Markt kommen.
Ja, aber trotzdem hätte man nochmal denken können, dass dann ...
wenigstens dieser Ausverkauf mal stoppen kann.
Aber das hat so überhaupt nichts gebracht.
Und ja, ist schon auch das eine bemerkenswerte Sache.
Ich kann ja mal kurz gucken, wie viel die jetzt von ihrem durchschnittlichen Analystenkursziel entfernt sind.
Und alle, die Analysten für bare Münze nehmen, können jetzt auf ein Kursziel von 62,7 Prozent hoffen.
Im Schnitt.
Das Target ist 236,5 bis zum Durchschnitt.
Das sind 62 Prozent über dem aktuellen Kurs.
Wo liegt denn das Kurs hier für deine Home-to-go-Aktie?
Home-to-go ist diese Woche Penny-Stock geworden.
Sie waren ja lange über einem Euro noch.
Jetzt sind sie in die Penny-Stock-Bereiche gekommen.
Ich glaube, das ist sogar noch höher, das Home-to-go.
Das müsste ich hier mal schnell gucken.
Vielleicht kurz zur Erklärung, dieses Thema hatten wir hier kurz vor unserer Aufnahme.
Schrecktest du auf, als du entdecktest, dass Homebook nur noch ein Pennystock ist.
Ja, ich sah es mir an, das kostet 98 Cent nur noch.
Und das Kursziel liegt bei 2,78 Euro von 2,45 Euro.
Es gibt fünf Analysehäuser.
Zwei davon sind bezahlt und die anderen müssten umsonst sein, glaube ich.
Also es gibt Montega und Pareto.
Deutsche Bank hat noch ein Kursziel.
Bader, Helvea und Canto Fitzgerald.
Ich verstehe das gar nicht.
Ich habe gerade das gerade wieder richtig Cashflow reingekommen.
Ich habe mir vor wenigen Tagen unser Haus in England, in Südengland bezahlt.
Bei Home2Go.
Eine Woche sind die Sommerfels in Südengland.
An uns liegt es nicht.
Wann hast du die Kohle überwiesen, damit wir wissen, wann der Cashflow ist?
Ja, tatsächlich vor drei Tagen.
Vor drei Tagen, die Restrate, ja.
Also wenn das jetzt nicht der Aktie für die nächsten Earnings nochmal einen Push gibt.
Das wird leider nicht mehr im zweiten Quartal verbucht.
Nee, stimmt, das ist schon im dritten Jahr.
Wann habt ihr gebucht?
Wann die Buchung stattfand, oder?
Dann kannst du ja schon vorab, kannst du schon mal die Buchung stattfanden?
Ja, schon davor in einem Jahr oder so, oder in dreiviertel Jahren.
Da müsste eigentlich ein Kurs schon drinstecken.
Das müsste eigentlich, dann ist eure Leider, ich dachte schon, du wirst jetzt hier Insider, also mit 2000, ich weiß nicht, ob das dann schon aktienrelevant ist, was du hier erzählt hast.
Ja, wahrscheinlich nicht.
Ich glaube, die machen ein paar hundert Millionen Umsatz, machen die schon.
Und da kannst du übrigens eine Anleihe auch kaufen bei Home2Go.
Die ist sogar mehrfach besichert mit Unternehmensanteilen, die es da gibt.
Und da bekommst du bis 2031, also eine Fünfjährige, zu 10%.
Okay, verstehe.
Also ihr seht, man kann auch in dieser Zins-Armenzeit, wenn man auf die richtigen Papiere setzt, noch einen Extra-Zins bekommen.
Und gerade auch bei diesen ganzen anderen, also auch wenn du Amazon dir anguckst oder Google, die alle diese KI-Anleihen begeben haben, die sind alle gefallen im Kurs.
Und immer wenn ein Kurs bei einer Anleihe fällt, das geht ja mal umgekehrt, habe ich gerade versucht zu erklären, dann steigt die Rendite.
Ja, genau.
Weil man es ja immer zu 100 zurückbekommt.
Wie geht das mit der Rendite?
Man konnte ja dann trotzdem, wenn man die Anleihe hat, den Coupon nur.
Aber da man halt unter dem Nennwert einkauft und zum Schluss ja den Nennwert hoffentlich zurückbekommt.
Wollte ich gerade sagen.
Also es ist immer ein Restrisiko.
Also dass jetzt eine Alphabet zur Pleite geht, weiß ich nicht.
Auf 100 Jahre weiß du es auch nicht.
Auf 100 Jahre weiß du es auch nicht.
Da gibt es so 100 Jahre auch.
Wie lange läuft Home2Go?
Was hast du gesagt?
2,31?
Fünf Jahre.
Ja, das schaffen die locker.
Die erholen sich bestimmt.
Ja, vor allem, wenn die Sommerfels nochmal buchen.
Ich meine, wenn die Sommerfels buchen, dann gibt es ja richtig Cashflow-Zugang, oder?
Na klar.
Das ist cool.
Geld spielt keine Rolle.
Ist doch klar.
Alles raus.
Alles raus.
Lebt nur einmal.
The only YOLO.
Das sind die YOLO-Sommerfels.
Genau.
Das ist das Motto.
So.
Was ist denn das Motto unserer heutigen Folge?
Das Motto und der Gast ist eigentlich das Motto.
Christian Weruhl war schon länger nicht mehr hier.
Diese chaotischen Märkte musst du ja sehen.
Ja, natürlich.
Das ist ja so chaotisch, dass man sich wirklich fragt, was ist denn da los?
Hin, her, Rotation, hin, Rotation, raus und so weiter.
Und da muss jemand her, der sehr praxisnah agiert.
Ja, und der sehr unaufgeregt agiert und sagt, quasi sein Motto ist ja mal, du bleib doch mal alle ganz ruhig.
Lass uns mal draufschauen und wir gehen das mal Stück für Stück durch.
Und genau das machen wir heute auch mit ihm.
Genau.
Und Christian W.
Röhl, ihr kennt ihn wahrscheinlich.
Er war ja lange Zeit Privatier, der trotzdem aus Liebe und Leidenschaft von Börse und auch der Mitteilung der Menschen zu Börse war so ein bisschen selbstständig unterwegs, hat verschiedene Projekte gemacht.
Seit zwei Jahren ist er jetzt Chef.
Ökonomen bei Scalable Capital und versucht da Menschen aufzuschlauen, klüger zu machen.
Und wir können versprechen, dass wir da auch in den kommenden 1 Stunde 45 auch hier machen.
Also ihr werdet nicht dümmer rausgehen.
Das ist schon mal ganz klar.
Auf keinen Fall.
Das ist ganz klar und ganz klar ist auch, dass wir jetzt loslegen.
Herzlich willkommen Christian.
Ja, hi.
Freut mich mal wieder bei euch zu sein.
Ja, und freut uns, dass du bei uns bist, obwohl du gar nicht im Lande bist.
Du bist nämlich in Mailand.
Aber bevor wir kurz über Mailand sprechen, wollen wir natürlich wissen, wer Christian W.
Röhle ist.
Die meisten werden dich schon kennen, aber wer das noch nicht kann, der soll das jetzt auch nochmal die Chance dafür bekommen.
Deine Minute läuft jetzt.
Ich war ja schon ein paar Mal hier.
Also Christian Veröl, bin seit über 25 Jahren professionell an den Finanzmärkten aktiv.
Lange Jahre als Unternehmer, habe dann einige Jahre einfach die finanzielle Freiheit genossen.
Wurde mir ein bisschen langweilig, immer nur mit Kreuzfahrtschiffen umherzufahren.
Habe also so ein bisschen dieses Finfluencer-Game durchgespielt und bin jetzt seit zwei Jahren Chief Economist bei Scalable Capital und bemühe mich darum.
Menschen das Investieren am Kapitalmarkt näher zu bringen, Chancen und Risiken einzuordnen und vielleicht dem einen oder anderen mit meinen Erfahrungen, die ich gemacht habe, in den letzten 25 Jahren ein bisschen weiter zu helfen.
Oh, das hast du wunderbar gesagt.
Was machst du in Mailand?
Fädelst du die nächste Übernahme ein und versuchst bei Scalable auch irgendwie an die Unicredit gleich mit zu verkaufen mit der Commerzbank oder was machst du da?
weil der italienische Markt für uns sehr wichtig ist.
Aber ich bin rein privat hier.
Mein Sohn hat sich nämlich zum Zeugnis gewünscht, dass wir ein paar Tage nach Mailand fahren.
Er wollte unbedingt in einen Legami-Store hier rein.
Er liebt diese Stifte, die man so wegradieren kann mit den Tiermotiven.
Und er wollte unbedingt mal in San Siro.
Und da waren wir heute in dem Stadion von Inter Mailand und AC Milan.
Milan, in dem 1990 ja auch die deutsche Nationalmannschaft auf ihrem Weg zum Weltmeistertitel einige Spiele beschritten hat.
Ja, das stimmt.
Da war die ganze Foren und so weiter.
Da war ich auch schon.
Genau, Lothar Matthäus.
Jugoslawien, sein bestes Länderspiel aller Zeiten.
Das stimmt.
Ein riesiger Betonklotz, das ist an sich.
Ein Wahnsinn.
Ein Stadion, was komplett außer Zeit gefallen scheint.
So habe ich es wahrgenommen.
Ja, total, total.
Trotzdem irgendwie imposant und auch interessant, dass da eben diese beiden Vereine Inter Mailand und AC Milan beide ja ansässig sind.
Wir waren in beiden Kabinen drin bei der Führung.
Und ja, dann so durch diesen Spielertunnel zu gehen, wo dann die Trikots der Legenden aufgemalt sind, gerade von Inter, Lothar Matthäus, aber auch Karl-Heinz Rummenigge, Francesco Baresi, Walter Zenger.
Ach, das war schon irgendwie cool.
Cool, und dann hat er wahrscheinlich noch ein Trikot bekommen, der Sohn, würde ich mir vorstellen, wenn schon Mailand drin ist, dann das gesamte Programm, oder?
Muss ich sagen, etwas schlechte Logistik.
Wir waren erst im Fanshop direkt im Stadion, da gab es das Trikot nicht in seiner Größe von Inter.
Dann sind wir in die Stadt gefahren, da haben wir dann das Trikot in seiner Größe bekommen, allerdings gab es da keinen Flock mehr mit Lautaro Martinez, es gab keine Eins mehr.
Also mussten wir nochmal einmal quer durch die Stadt in den anderen Fanshop und da befassen.
Flocken zu lassen.
Ja, und auf dem Weg dahin hat er sich dann überlegt, dass nur das Trikot ja ein bisschen arm ist und dass er ja auch eigentlich ganz gerne noch eine Hose und noch Stutzen hätte.
Und ich muss sagen, also ich habe mich oft darüber aufgeregt, wie teuer Trikots, gerade auch Kindertrikots in der Bundesliga sind, namentlich beim FC Bayern, wo mein Sohn die meisten Trikots her hat.
Inter Mailand ist nochmal eine andere Nummer.
Also 87,99 Euro für ein Trikot ohne Flock und dann nochmal 20 Euro für die Beflockung.
Das ist einfach schon unverschämt.
Okay, bist du sicher, dass dein Sohn nicht ein bisschen möglicherweise verwöhnt ist oder so?
Und dass er vielleicht das wahre Leben, dass es nicht das wahre Leben sein könnte, fünfmal durch Mailand zu fahren?
Absolut.
Weißt du das schon oder hast du ihm das noch nicht erzählt?
Das weiß er schon.
Ich habe ihm das auch x-mal erzählt.
Ja, es ist aber natürlich nach dem Zeugnis, Anfang der Sommerferien ist was Besonderes.
Aber ich habe ihm schon das ökonomische Rational dahinter erklärt.
Das muss ja ein mega Zeugnis gewesen sein.
Meine Kinder habe ich zu meiner Mutter gebracht.
Ich will nicht flexen, aber ich habe mich einfach gefreut.
Es war nicht alles eins, aber es war schön.
Ich habe mich einfach gefreut, auch bei dem, was der Lehrer und die Erzieherin sagte.
Ich fand das schön, da ist mir das Herz aufgegangen.
Und gerade so diese Phase, wenn die Sommerferien losgehen, wenn wir einfach mal zurückerinnern, wie wir uns da gefühlt haben.
Das ist schon irgendwie besonders und das ist schön.
Das muss man auch ein bisschen zelebrieren.
Auf jeden Fall.
Du zelebrierst es in Mailand.
Habt ihr schon für nächstes Jahr Pläne?
Nee, das machen wir spontan, aber es wird wahrscheinlich was Fußballmäßiges sein, weil er ist halt voll auf dem Fußballtrip.
Und welcher Spieler ist es jetzt geworden, der jetzt draufgepflockt worden ist?
Lautaro Martinez.
Mittelstürmer Argentinien.
Der darf jetzt noch vielleicht Weltmeister werden.
Was ist dein Weltmeister-Tipp?
Mein Weltmeister-Tipp war von Anfang an Frankreich.
Okay.
Ich hab Spanien, aber ich bin mal gespannt.
Ja, weißt du, Spanien ist halt einfach perfekt.
Ja, sie spielen einfach perfekt und da fehlt mir dieses, wie Florian Illys das letztens mal ausgedrückt hat, das schöpferisch Unperfekte.
Und das hast du in Frankreich gefunden?
Ja, irgendwie schon.
Also alleine wie Mbappé mal auch um elf Meter daneben setzt.
Na gut, der hat ihn nicht daneben, der hat ihn, glaube ich, in der Tour gehabt.
Er hat ihn einfach vergeigt.
Er hat ihn einfach schlecht geschossen.
Dass ich mal sagen würde, lasst uns doch mal vom Thema Fußball wegkommen hin zur Börse.
Das hätte ich auch nicht gedacht, aber ich habe es jetzt hiermit getan.
Das ist sehr gut.
Ja, wir haben ja so ein bisschen an den Börsen, erleben wir gerade...
seit einigen Wochen ja schon so eine wilde Rotation, immer wieder hin und her.
Man weiß nicht so richtig, was will die Börse uns damit sagen.
Und auch deswegen, weil du ja der Börsenerklärer bist und auch schon immer die Strategie hattest, nicht nur auf ein Segment, nämlich Technologie zu setzen, sondern das Depot etwas breiter aufzustellen, kannst du uns sicherlich erst mal aufklären, was wir da gerade an den Börsen sehen, bevor wir dann den Menschen mitteilen, wie sie vielleicht ihr etwas einseitiges Portfolio etwas ausgewogener oder ausbalancierter hinbekommen.
Ich glaube, man könnte momentan eigentlich ganz gut uns die Arbeit erleichtern.
Also vor allen Dingen ihr, die ihr ja täglich irgendwie über Börse berichtet.
Ihr bräuchtet eigentlich nur noch zwei Börsenberichte.
In dem einen Börsenbericht steht, dass KI das große Thema ist und auch die geopolitischen...
dass Verwerfungen weit zurückdrängt und dass gerade an diesem Tag auch Zinsen kein Thema waren.
Und in dem anderen steht, dass Marktteilnehmer fürchten, dass der KI-Boom doch zu weit gelaufen ist und dass ja überdies auch die geopolitischen Verwerfungen so kritisch sind, dass Kurse gefallen sind, beziehungsweise es zu einem Sell-Off insbesondere bei Chip-Aktien kam.
Ja, sehr gut, das ist gut formuliert.
Das sind die zwei Zustände.
Ich habe das dieser Tage mal in Gemini eingegeben.
Schreibt mir dafür Börsenberichte.
Ich muss das noch posten.
Ich wollte das noch so ein bisschen fein machen, aber genau das ist es.
Und das ist dieser ständige Wägemechanismus, den wir momentan an der Börse sehen.
Mal läuft es in die eine, mal läuft es in die andere Richtung.
Und ich glaube, man kann als Privatanleger, als Privatanlegerin sich momentan sehr, sehr stark verunsichern lassen.
Aber Fakt ist, wir wissen ja alle nicht.
wie lang diese KI-Trade noch läuft.
Wir wissen nicht, ob wir im Jahr, um es mal mit dem Internet-Boom zu sagen, 1997, 1999 oder 2000 sind.
Vielleicht auch 98.
Vielleicht auch 98.
98 habe ich deswegen nicht genannt, weil da war ja noch mal dieses spezielle Ereignis.
Ach, gab es noch mal Stimm-Russland und LTCM.
Genau, Long-Term Capital Management, einfach mal 30% Minus.
Passte ganz gut zu dem, was wir letztes Jahr gesehen haben.
Ja, aber es könnte jetzt auch nochmal passieren.
Also nicht jetzt LTCM, aber wir können ja auch im zweiten Halbjahr, es war auch damals v-förmig.
Es ging runter und wieder hoch.
Und viele sagen ja auch, zweites Halbjahr könnte ähnliches jetzt auch passieren.
V-förmig runter und hoch.
Könnte sein.
Also wir müssen ja sagen, dass selbst die schlauesten Geister dieses Universums und an der Börse ist nicht Wissen.
Und dann lass uns einfach zurückgucken, etwa 20 Jahre, sorry, 30 Jahre sind es ja schon.
5.
Dezember 1996 sprach Alan Greenspan, legendärer Chef der FED, kürzlich verstorben davon, dass an den Märkten ein irrationaler Überschwang herrschte.
Also irrational exuberance war damals das Stichwort.
Ja, das...
War sicherlich damals auch wahr.
Fakt ist aber, dass die Märkte danach noch einmal drei Jahre weitergelaufen sind.
Etwas mehr sogar, drei Jahre und drei Monate, bis wir den Peak erreicht haben.
Insofern, wir verbringen vielleicht insgesamt etwas viel Zeit damit, zu raten, wann denn der Peak sein könnte.
Wir werden es nicht herausfinden.
Es wird nur per Zufall oder per Glück reißen.
Danach sind wir alle schlauer.
Aber würdest du dann sagen, Christian, dass wir in der Phase eines irrationalen Überschwangs sind?
Also herrscht dieser irrationale Überschwang?
Das ist dann immer so diese Frage nach der Blase.
Ja, auch.
Das ist also ein bisschen urologisch.
Ich habe schon vor zwei Jahren mal einen ganz interessanten Satz, ich glaube, bei Michael Berdnick im Podcast aufgeschnappt, also dieses Umfeld von Ritholtz Asset Management.
Da war es damals, we're not in a bubble, but we're surrounded by bubbles.
Ja, also wir sind nicht in der Blase, aber wir sind so umgeben von Bläschen.
Ich glaube, das trifft es ganz gut.
Wir sehen in einzelnen Märkten sicherlich diese Übertreibungen, auch zeitweise dann so Quantencomputing, wie gewisse Chipwerte, eine Cerebras, relativ kurz nach einem IPO hochgejubelt werden.
Was bei einer SpaceX gelaufen ist, das ist natürlich schon, ja, Überschwang.
Aber in der Breite sehe ich das nicht.
Das ist doch schon mal gut.
Und jetzt fragen sich viele, okay, wir reden zu viel über die Blase, aber wie kann ich denn für diese beiden Börsenberichte, die du ja jetzt von Gemini dir hast bauen lassen und die du uns ja hier gerade schon dargeboten hast, vielleicht kann ich ja mein Portfolio so haben, dass es egal ist, welcher Börsenbericht ich es und ich jetzt nicht jedes Mal so hinbekomme.
Und vielleicht kannst du da uns so ein bisschen mal mitnehmen auf eine Idee, wie man das hinbekommt, dass man beide Börsenberichte, dass man zwar nicht sagt, oh, ich bin vielleicht nicht total voll dabei mit dem Boom bei dem einen, aber ich bin auch nicht voll dabei, wenn es eben mit dem einen wieder runtergeht.
Hast du eine Idee, wie man das am klügsten anstellt?
Findest du den MSCI All Country World?
Der ist ganz gut dafür.
Den breiten Index, findest du den so schlecht?
Ja, ich denke das auch.
Der ist gut.
Wenn wir einfach mal durchgehen und sagen, okay, was haben wir an...
IT-Exposure, was dann kommt dazu, Communication, also sowas wie eine Alphabet und eine Meta.
Dann nehmen wir eine Amazon aus dem Bereich zyklischer Konsum.
Dann haben wir natürlich Werte aus dem Industriebereich, die sehr stark getrieben werden vom KI-Boom, also eine GE-Vernova oder eine Siemens Energy, eine Quanta Services, von mir aus auch eine Schneider Electric und eine Siemens.
Und wenn du das alles aufsummierst, kommst du eigentlich darauf, dass du im MSCI All Country World etwa so einen KI-Exposure irgendwie zwischen 40 und 50 Prozent hast.
Je nach Definition.
So, und dann hast du doch eigentlich die beiden Pole.
Einerseits Voll-KI, andererseits den...
Den großen Rest, wobei wir ja auch jetzt nicht so tun wollen, als wenn jetzt alle KI-Werte oder alle Werte in diesem Umfeld furchtbar overhyped wären und alle Werte, die nichts mit KI zu tun haben, wirklich nicht nur billig wären, sondern auch preiswert wären.
Weil wir haben natürlich auch genügend Werte, die cheap for a reason sind.
Also günstig aus Gründen, eben weil, beispielsweise Gewinnsituation, Margensituation, sich strukturell verschlechtert.
Ich habe jetzt mal den Spider MSCI All Country World IMI hier aufgerufen.
Das ist ja noch mal einer, der noch ein paar kleinere Werte mit dabei hat.
Und da haben wir auch Semicontakte, sogar nur 15 Prozent.
Dann Technologie, 8,4.
Dann haben wir Banking mit 8.
Das wäre eine Branche, die nicht so ist.
Dann haben wir Internet, Media, 5,6.
Software, 5,4.
Und dann haben wir schon, ja der Rest ist dann, wir hatten noch einmal E-Commerce weiter unten 2,6.
Aber Biotech haben wir, Öl und Gas, relativ wenig, 3,3.
Halte ich für relativ wenig.
Also hast du aber doch einfach mal eine gute Basisabdeckung.
Dann kannst du natürlich darüber reden, okay.
wo habe ich in dieser Basis jetzt irgendwo ein Problem?
Wo bin ich der Meinung, habe ich zu viel oder wo habe ich zu wenig?
Also erstmal finde ich es doch großartig, auch wenn wir über dieses Halbleiter-Exposure sprechen.
Da kann man einerseits einen Klumpen konstatieren, andererseits kann man natürlich auch mal sagen, selbst mit einem so breiten, in Anführungszeichen, Einsteigerprodukt, so einem klassischen Just-One-ETF, ist man bei dem wesentlichen Thema dieser Zeit angemessen dabei und hat hier auch einen angemessenen Performance-Treiber.
Das stimmt.
Amerika 63,3.
Wir gehen jetzt zum MSCI World, wo es ja ungefähr 74 sind.
Dann haben wir Japan 5,6.
Taiwan 3,2.
Kanada 3.
United Kingdom 2,5.
Und dann Südkorea 2,4.
Das ist wahrscheinlich dann Esker Heinex und Samsung.
Und dann haben wir China mit 2,3.
Deutschland 1,8.
Aber immer noch mehr als Frankreich 1,7 und dann kommt Australien 1,7.
So, das sind die Länderallokationen.
Jetzt hast du es ja alles gehört.
Würdest du sagen, wow, also als Basisding fühle ich mich immer noch ganz wohl?
Es ist doch ein selbstaktualisierendes System.
Stimmt.
Es liefert einfach ein Abbild der Börsenlandschaft und der Gewichte der Börsenlandschaft.
Und da ist der Technologiesektor führend und da ist Amerika führend.
Und das ist ja nicht...
Einfach jetzt ein Hype, sondern das hat ja durchaus auch eine realwirtschaftliche Basis, eine realwirtschaftliche Rückkopplung, wenn wir uns auf die Gewinnentwicklung fokussieren.
Die Gewinne im Tech-Bereich international sind in den letzten Jahren deutlich stärker gestiegen als in allen anderen Bereichen und die Gewinne in den USA sind auch stärker gestiegen als in allen anderen Ländern.
Also insofern.
spiegelt das die Realitäten wider.
Und das ist ein selbstaktualisierendes System.
Und was ich mich jetzt als Anlegerin, als Anleger fragen kann, ist, will ich einfach dieses selbstaktualisierende System, dieses passive System, was einfach Märkte abbildet, weiter für mich arbeiten lassen?
Oder möchte ich an irgendeiner Stelle schlauer sein?
Als der Markt also künftige strukturelle Verschiebungen, beispielsweise Tech könnte künftig nicht mehr so gut laufen, USA könnte künftig nicht mehr so gut laufen, will ich das schon antizipieren und in meinem Portfolio durch entsprechende Beimischung, durch entsprechende Satelliten entsprechend berücksichtigen.
Und?
Das ist die einzige Frage, die man stellen muss.
Das ist die einzige Frage, die man stellen muss.
Wobei, also vielleicht auch mal, weil du hast ja viel Rückkopplung.
Ihr habt viel Rückkopplung von euren Hörerinnen und Hörern.
Wie ist das denn?
Hadern die wirklich so sehr mit dem Index, mit dem Welt-ETF?
Nein.
Ja, aber warum gibt es dann immer so viele Artikel?
Kann ich dir sagen, die Leute haben halt nicht den Welt-Index nur, sondern die Menschen haben halt jetzt in den vergangenen Jahren, Technologie einfach nochmal zusätzlich zum Weltindex dazu gespart und haben jetzt aber nicht nur 15% CW-Kontakte, sondern haben vielleicht jetzt 25% CW-Kontakte und fragen sich dann natürlich und das liegt natürlich zum einen daran, dass sie da vor allem gespart haben, weil das die Hype-Branchen waren und zum anderen daran, dass diese Branchen auch überdurchschnittlich gelaufen sind.
Dann hast du halt irgendwann ein größeres Gewicht in deinem Portfolio und dann fragst du dich Ja, ist das eine Blase?
Außerdem ist es ja auch eine Frage, dass in gewisser Weise Absichern der Gewinne, Diversifizieren, das was ich habe, möchte ich irgendwie auf ein breiteres Fundament stellen und dafür bist du heute hier, Christian.
Da bin ich ja immer der Meinung, egal ob es eine Einzelaktie ist oder es ist ein ETF, wenn ich irgendwie etwas separat mache, wo ich mich entferne von...
dem rein passiven.
Sollte ich bereits zu dem Zeitpunkt, wo ich kaufe, mir überlegen, warum ich das Ganze mache und wie weit ich bereit bin, das auszureizen.
Sprich, ab welchem Portfolioanteil sage ich mir, okay, schön gelaufen, aber jetzt rebalance ich mal.
Nicht, dass ich rausgehe komplett, sondern ich schneide einfach mal was ab.
Okay, also die Verkaufsgeschichte, das ist aber das Schwierigste für Leute.
Kaufen ist viel einfacher als Verkaufen.
Vielleicht kannst du uns da mal mitnehmen, wie macht man das?
Naja, deswegen, also wenn du jetzt vor, ich glaube 2019 kam der erste Semiconductor ETF raus, ja, von Van Eck.
Ich war damals total Dankbar für dieses Produkt, weil ich habe ja überhaupt keine Ahnung von Semiconductor und ich schaffe hier nicht mal eine Schein-Conviction.
Also es gibt sicherlich Branchen, wo ich mir noch Ahnung einreden kann, wo ich mir selber noch das Gefühl geben kann, oh, da habe ich Ahnung.
Bei Semiconductor.
Bei Konsum, bei Luxus, das ist so deine Welt.
Da kann ich mir das zumindest einreden, dass ich Ahnung habe.
Ob ich Ahnung habe, da würde ich eher sagen, nein, auch nicht.
Ich kann mir eine Schein-Conviction einreden.
einreden.
Aber ich würde mich das bei Semiconductor nicht trauen und mein ganz einfaches Kalkül damals war, als dieser ETF rauskam, der war ja weit vor allem, was mit KI zu tun hatte, das war ja erst 22 mit ChatGPT, dass Digitalisierung ohne Chips nicht funktioniert.
Also wenn Digitalisierung läuft, werden wir irgendwie auch mehr Chips brauchen und deswegen habe ich mir gedacht, okay, ich habe keine Ahnung welche Chips, aber so ein ETF, der ja auch eine wirklich lange Historie in den USA schon hat, durch alle Zyklen durch, das ist ein gutes Ding und ich muss mir nicht die Frage stellen, ob das jetzt Nvidia oder AMD oder Intel oder Texas Instruments oder sonst was ist.
Und für mich war Klar, also in einem solchen Produkt möchte ich nicht mehr als 5% insgesamt haben.
Und dann habe ich erst lange Zeit investiert.
Lief ja auch nicht immer jetzt so wahnsinnig gut durch.
Und als es dann an diese Hürde ging, habe ich natürlich dann desinvestiert, also verkauft.
Deswegen ein ganz einfaches Ding für diese Satellitenbeimischung, sich klarzumachen, bis zu welchem Punkt möchte man das mitnehmen.
Einfach den steigenden Effekt.
Und dann, was passiert, wenn dieser Punkt erreicht ist?
Da muss man ja nicht ganz rausgehen.
Man kann wieder aufs Ausgangsgewicht gehen oder auch entsprechend runtergehen.
Aber ist das ein Numbers-Punkt oder ist das ein Narrativ-Punkt?
Sagst du, ich habe eine gewisse Performance, die ich dann erreicht habe?
Für mich ist es ein Numbers-Punkt, weil ich ...
Ich glaube, es ist sehr schwierig, Narrative objektiv einzuschätzen.
Ja, aber da schneidest du ja dann immer die Gewinne ab.
Und manche würden sagen, hey, du bist ja so ein Momentum-Typ.
Wir erinnern uns noch, den MSCI-Word Momentum, den habe ich mir gekauft, weil du den mal irgendwann hier so jubelnd gemacht hast.
Das ist immer noch ein Sparplan.
Einer meiner besseren Sparplan-Investments ist dieser MSCI-Momentum.
Und du machst aber, sagst uns jetzt, nee, nee.
Das will ich jetzt nicht, das Momentum.
Ich schneide es dann einfach ab.
Ich will das Momentum.
Ich nehme das Momentum ja mit.
Ich nehme mir ein bisschen was ab.
Es ist ja genauso gut, wenn ich eine Basisallokation habe.
können wir jetzt lange darüber diskutieren, ob 60-40 Aktienrenten Sinn macht.
Macht keinen Sinn, würde ich sagen.
Dann würde ich dagegen argumentieren.
Sehe ich auch so, da fehlt mir was, ja.
Aber kann man jetzt einfach rechnen, wenn du bei 80-20 dann bist, hast du ein anderes Profil und deswegen macht es natürlich Sinn, das wieder ins Lot zu bringen.
Damit verzichtest du ja auf nichts.
Man muss es wollen.
Ich glaube, dass diejenigen, die bei solchen Ausreißern nach oben irgendwann dann doch gesagt haben, sie nehmen mal Gewinne mit, sich dann vielleicht irgendwann auch leichter tun, weil wir haben ja doch auch bei einzelnen Aktien gesehen, wir haben eine ganze Reihe Tannenbaum-Charts.
Ja, stimmt.
Aber der Tonnenbaum wuchs und wuchs und wuchs und wuchs.
Wir erinnern uns, SK Hynix ist ja an dem Tag, an dem wir heute aufnehmen, ist Börsengang, ist 14% gestiegen noch.
Nee, nee, ich rede jetzt nicht.
Und du denkst ja so, Wahnsinn, und dann in der Micron.
Ja, so, aber das sind großartige Storys, ja, aber erinnern wir uns an den Tannenbaum von Nike, erinnern wir uns an den Tannenbaum von Adobe, an den Tannenbaum von Novo Nordisk, ja, wer sagt uns, dass es nicht auch bei Micron mal einen Tannenbaum gibt, oder, also auch bei der Micron, kann doch auch einfach mal 50% Minus...
passieren.
Das ist aber noch gar nicht lange her.
Nur wenn du 2019 angefangen hast, Semikontakt ist, und du sagst, hey, ich will 5% haben.
Und dann auf einmal kommt 2022 noch des Weges und auf einmal stellst du fest, Mann, die Leute investieren ja ganz viel in Rechenzentren.
Und auf einmal stellst du fest, Mensch, die Playstation, die wird ja ein Jahr verschoben oder zwei Jahre, weil die Speichertipps so teuer geworden sind oder es gar keine gibt.
Und du merkst auf einmal, wie auf einmal da was ganz anderes Neues passiert.
Wie kannst du denn 2019, die Zahl, die du damals gemacht hast, 2025 sagen, ja, habe ich 5% gesagt, das muss ich aber auch verkaufen.
Oder änderst du dann manchmal auch deine Meinung?
Wenn jemand seine Meinung ändern möchte, kann er das tun.
Ich habe meine Meinung da nicht geändert.
Aber ich bin ja da auch risikoavers.
Für mich ist es überhaupt ja großartig, in diesen Branchen dabei zu sein.
Und ich finde, da ist ein ETF eine ganz großartige Methode.
Jetzt sieht man ja auch, jetzt gibt es ja nicht nur einen Halbleiter-ETF, jetzt gibt es ja auch den DRAM in Deutschland.
Oh ja.
Aber das wäre so gar nichts für dich, oder?
Das ist ja schon dann, wo dann so vier oder fünf Werte sind.
Das widerspricht ja fast schon einem ETF-Gedanken.
Ja, ich meine, also, weißt du, wenn es einfach nur so dieser ETF ist, dann ist es immer noch einfach, transparent, fair, wenn es gut gepreist ist.
Ich glaube, es ist der Defiance, auf den du...
jetzt abzielst, oder?
Ich persönlich hätte ganz gerne eine gewisse Breite in einem ETF.
Mir ist das zu wenig.
Und wenn man aber jetzt sagt, okay, man will wirklich einen sehr gezielten Trend handelbar machen im Paket.
Früher hätte man das wahrscheinlich über ein Indexzertifikat gemacht.
Jetzt läuft das halt über ein ETF.
Ja, man muss halt die Risiken kennen.
Ich habe gesehen, es gibt auch jetzt mal drei.
Dreifach gehebe der SK Heinex als ETP.
Genau.
Gibt es auch in Deutschland, das ist richtig.
SK Heinex gibt es, Micron gibt es.
Ja, ich glaube, es gibt auch den DRAM mittlerweile.
Auch, okay.
Von Leverage Shares mal drei.
Ja, ja.
Wird das für dich?
Da sollte man halt vorher sich mit dem Thema Fahrtabhängigkeit beschäftigt haben.
Gut.
Fahrtabhängigkeit heißt, wenn es nach oben geht, schön.
Wenn es nach unten geht, leider immer ein bisschen doller.
Und wenn es dann einfach mal seitwärts läuft, dann ist halt wirklich Mist.
Also es sind halt Produkte, die halt dann wirklich auch sehr kritisch werden können.
Da sollte man sich halt drüber informieren.
Obwohl ich bin mit meinem dreifach gehebelten Erste Ganghund eigentlich noch ganz zufrieden.
Ja, wenn du den dreifach gehebelten jetzt, weiß ich nicht, seit...
Habe ich jetzt relativ lang, es läuft.
Natürlich, aber guck dir einfach mal an, wie so ein Produkt dann von 2000 bis 2002 abgeschnitten hätte.
Ja, das will ich mir gar nicht angucken.
Es gibt, glaube ich, keinen Index, aber du bist ja nun mit KI und kannst es relativ einfach simulieren und dann siehst du einfach da auch, wo die Risiken sind.
Und nein, ich will jetzt auch nicht immer wieder mit 2000 oder bis 2002 anfangen.
Ich meine, da muss man ja auch wirklich aufpassen, dass wenn man das damals miterlebt hat, so wie wir.
Holger, dass man nicht zum Mann mit dem Hammer in der Hand wird, der überall Nägel sieht.
Überall Nägel sieht.
Erfahrung kann auch eine Last sein.
Viele sagen ja immer, ja, ich habe die Erfahrung und die Erfahrung ist so wichtig und sowas.
Ja, ja, das mag alles sein.
Die ist auch wichtig, aber sie ist auch eine Last, was vielleicht so einen Mangel an Unbekümmertheit und Begeisterungsfähigkeit angeht.
Och, das habe ich mir weiterhin behalten.
Aber du hast natürlich recht.
Man erlebt, die Märkte funktionieren heute anders als früher.
Also es ist viel schneller, was eingepreist wird.
Früher war es so ein Salami-Crash von 2000 bis 2000.
Das wird ja heutzutage mal an einem Tag einfach mal so von einzelnen Aktien 20 Prozent weggeschreddert oder gerne auch mal ein bisschen mehr.
Und deswegen ist es, glaube ich, viel krasser heutzutage, als es damals 2000 war.
Aber das behütet uns davor, dass man der gesamte Markt, glaube ich, wieder so stark ein...
bricht in so einer Bewegung.
Ich hoffe es zumindest.
This time is different.
Nee, nicht unbedingt different, aber anders.
Nicht different, aber anders.
Ja, aber anders, genau.
Das sind die teuersten Ratschläge, die man hat.
Da hast du genau recht.
Jetzt stelle ich mir vor, Leute hören jetzt hier zu und müssen haben jetzt ihre eigene Risikoneigung und denken so, ach, so wie der Christian, das kann ich mir vorstellen, so ein ähnliches Risiko habe ich auch.
Ich habe aber diese Idee, mir vorher zu überlegen, weil ich verkaufe, nicht gemacht.
Viele haben das wahrscheinlich nicht gemacht.
Würdest du dann dich einfach mal hinsetzen und würdest überlegen, wie sehr meine...
Lieblingsallokation in meinem Portfolio aus und würdest das dann mal die Chancen, die Zeiten jetzt nutzen, um das mal so ein bisschen zu begradigen oder anzupassen?
Definitiv, definitiv würde ich machen und ich würde auch dabei das nicht zu kompliziert machen und nicht jetzt zu sehr darüber nachdenken, Mensch ist jetzt Halbleiter eher 4,5 oder eher 5,5 Prozent, sondern einfach materiell die großen Themen.
zu skizzieren und sich auch dann zu überlegen, ist mir das wirklich wichtig zu sagen, ich will jetzt weniger USA oder ich will jetzt weniger Tech und hat man nicht, wenn man es am Ende durchdenkt, doch festgestellt, ach, also dieser MSCI All Country World, so schlecht ist der gar nicht und es reichen vielleicht zwei, drei Stellschrauben, um das ein bisschen in die Richtung zu individualisieren, dass man sich damit einfach wohler fühlt auf einer subjektiven Ebene.
Wohler fühlt insbesondere auch für das Szenario, dass es vielleicht mal nicht ganz so glatt weiterläuft, wie wir es momentan sehen.
Jetzt warst du ja auch mal ein großer Anhänger von so Faktoren.
Und ich weiß nicht, der Momentumfaktor war ja wirklich in diesem Jahr und auch im vergangenen Jahr wirklich einer.
Das ist ja wirklich fast so wie KI.
Das ist ja der Hammer gewesen, was da passiert ist.
Jetzt zuletzt gab es aber einen stärkeren Einbruch, aber er ist wieder am Pulsieren.
Funktioniert einfach.
Ich liebe diesen Momentumfaktor, weil er halt auch so einfach ist.
Das ist ja etwas, was viele Investoren stört.
Man sagt tatsächlich, Kursbewegungen reichen aus, um eine ganz ordentliche Strategie zu machen.
Und das ist wirklich gut nachvollziehbar.
Es ist recht transparent, warum ausgerechnet diese Aktien drin sind.
Das ist jetzt nicht irgendwie ein heuristisches Schema und irgendwelche Set-Scores.
Insofern ja, ich mag es insbesondere auch, weil Momentum halt auf ein Thema abzielt, was wir an den Märkten wirklich sehen.
Trends laufen länger und sind häufig mächtiger, als man das so eigentlich denken würde.
Und das kann man mit diesem Momentum ETF sehr ordentlich spielen.
Übrigens nicht nur global, auch für Europa, wenn man sagt, man möchte da vielleicht mal einen Akzent setzen und dann doch mal ein bisschen...
Was gegen die USA positionieren im Portfolio, auch der Europe Momentum ETF hat sich sehr ordentlich entwickelt.
Und das Schöne ist ja, dass wir bei den Faktoren inzwischen nicht mehr mit irgendwelchen Rückrechnungen argumentieren müssen, sondern dass wir seit 2014 ja wirklich die ETFs auch im Live-Einsatz haben.
Ich habe jetzt hier mal den World Momento und sag mal, Nummer eins ist Micron Technology, 7,4 Prozent.
Hammer.
Ist ja relativ wenig der Anteil von Micron, wenn du mal auf den MSCI World Value schaust.
Ja, was sind wir da?
MSCI World Value, ich habe es letztens nachgeguckt, ich gucke es jetzt gerade auch nach, da waren es letztens 17 Prozent.
Micron.
Ich gucke gerade live nach.
Jetzt sind es 15.
Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht.
Also wir sollten hier bei dem, ich glaube, da können wir ganz gut unterschiedliche Eigenschaften von den Faktoren zeigen.
Der Momentum ETF, der ist weitgehend unconstrained.
Das heißt, der kann sich sehr frei in der Allokation bewegen.
Es gibt relativ wenige Leitplanken.
Das heißt, der kann voll Richtung Tech laufen, aber wenn Tech mal nicht mehr geht, kann der auch sehr stark, das hatten wir zum Beispiel 2022 im zweiten Halbjahr, sehr stark Richtung Energie und Healthcare gehen.
Das war damals dann das Ding.
Das war nicht unbedingt glücklich, aber das kann er.
Beim MSCI World Value Faktor liegt ein Index zugrunde, der heißt nicht MSCI World Value, sondern der heißt MSCI World...
Enhanced Value und der ist sektorneutral.
Das heißt, bei den regelmäßigen Überprüfungen des Index jedes Halbjahr wird zunächst dieselbe Sektorallokation wie im Mutterindex, also wie im MSCI World zugrunde gelegt.
Das heißt, du hast auch da immer diesen Tech-Klumpen.
Nur der Tech-Klumpen wird dann eben nicht gefüllt mit ...
den größten Werten, so wie im MSCI World, sondern mit denen, die gemessen an diesen Value-Metriken am günstigsten sind.
Und deswegen hast du dann Micron und Cisco und Verizon.
Und dann kommt in die Gewichtung natürlich auch noch, weil es muss ja skalierbar sein für einen ETF.
das Kapitalisierungsniveau rein.
Also dieser Value-Score wird multipliziert mit der Börsenkapitalisierung.
Und deswegen hast du dann auch nach der Überprüfung da einen solchen Value-Konomi.
Ich meine, das würdest du ja normalerweise denken, hey, ich habe einen Value-Index, da ist jetzt vielleicht General Mills drin oder so.
Nee, was hast du ganz oben?
Microtechnology, wo viele Menschen sagen, oh, das ist doch ein Hype wert.
Will ich jetzt gar nicht sagen, ist aber auf jeden Fall expect the unexpected.
und eigentlich, also wenn wir auf die Performance gucken, sind wir ja immer froh, dass nicht General Mills da ganz oben steht.
Das ist wahr, aber tatsächlich dürften viele verwundert sein, dass diese Titel dann da oben stehen.
Deswegen wollte ich es einmal erklären mit diesem sektorneutralen Anlass.
Und soll ich dir jetzt sagen, wie viel Semicontakt, das der jetzt hat?
Gut, der hat eigentlich so viel wie der MSCI World, müsste er haben, beziehungsweise wenn er dann wieder umgewichtet ist.
Also derzeit hat er 21% Semicontakt und wahrscheinlich, wow.
Und dann...
Ja, ich meine, du hast wirklich die Micron-Sticht halt hervor, weil sie diese Value-Metriken erfüllt und das auf einem sehr hohen Kapitalisierungsniveau.
Dann hast du halt 3,3% eine Cisco noch dabei.
Dann, naja, 1,6% eine Qualcomm und dann ist es wieder normal.
Aber es ist halt wirklich die Micron hier ein Sonderfall.
Und dieser Sonderfall hat natürlich dazu beigetragen, dass die Value-ETFs in den letzten Monaten kräftig aufgeholt haben.
Intel ist bei der letzten Überprüfung übrigens rausgeflogen.
Intel war auch sehr lange drin und hat einen sehr intensiven Performance-Beitrag geliefert.
Und jetzt bei Momentum.
Wenn wir Momentum angucken, haben wir Micron 7.4, dann haben wir AMD 3, dann Intel 3, Larm Research 2,7, ESML 2,7.
Dann haben wir erstmal die ersten fünf, haben wir Chip, dann haben wir Caterpillar, das ist KI.
Und dann haben wir Johnson & Johnson, immerhin auch ein Wert, der jetzt auf der anderen Handelseite, wenn wir jetzt mal nach defensiven und aggressiven Werten unserer Handel bestücken, dabei wäre.
Dann haben wir wieder Applied Materials, auch wieder Chips.
Dann haben wir Alphabet, das ist wenigstens mal ein bisschen anderer Index.
Und dann haben wir auch mal ExxonMobil, aber dann haben wir auch schon wieder G, Venova.
Aber es heißt halt Momentum, das heißt, du bist in dem Trend.
Vor allem drin, der momentan an der Börse herrscht.
Und das sind halt dann die Chips.
Aber das ist intelligenter gemacht.
Ich wusste nicht, mit dem Value wusste ich wirklich nicht.
Weil das ist ja wirklich ein dusseliger Index.
Was will ich denn damit?
Naja, Vorsicht.
Was heißt das?
Es ist ein dusseliger Index.
Wenn du jetzt einfach mal davon ausgehst, es ist jetzt ein Unconstrained Value.
Also du nimmst einfach nur die günstigsten.
Dann wirst du da...
fast nie Tech-Werte drin haben, dann wirst du da immer solche Consumer-Stocks und Healthcare-Stocks haben, dann würdest du dich auch beschweren, dass die Performance nicht ordentlich ist.
Also die Performance von dem Enhanced ist halt jetzt schon ganz gut.
Es ist schwierig, weil wenn du Value einfach so laufen lässt, hast du halt ein sehr großes Risiko, dass du eben nicht unterbewertete Aktien hast, sondern cheap for a reason, Resterampe.
Okay, das wäre natürlich gut.
Da hast du recht, das will man auch nicht.
Hast du lauter Volkswagen?
Genau, Volkswagen mit einem KGV von drei hätten wir dann.
Wahrscheinlich ganz oben, ganz hochgewichtet.
Und jedes Jahr wird es noch günstiger.
Aber wie kann ich denn dann, nehme ich dann Minimum Volatility als Gegenpunkt zum Momentum?
Wir wollen ja jetzt so ein bisschen unser ausbalanciert haben.
Und das ist ja diese berühmte Barbell, also Handelsstrategie, wo du halt sagst, auf der einen Seite hast du halt krass die...
die wirklich gerade angesagten Hype-Titel.
Auf der anderen Seite versuchst du halt so ein bisschen defensivere Langweilwerte zu haben und dann hast du halt und in der Mitte hast du halt nichts.
So und jetzt ist halt die Frage, wäre das ein gutes Paar Momentum versus Minimum Volatility?
Also Minimum Volatility nimmt auf jeden Fall Schwankungen raus.
Ja, ganz klar.
Hat in den letzten Jahren nicht gut funktioniert.
Ist natürlich auch, gerade wenn wir es mit Momentum vergleichen, nicht so intuitiv.
Weil was macht dieser Minimum Volatility?
Der sucht ja nicht die Werte raus, die die geringste Schwankung haben, jetzt für sich.
Sondern da steckt ja eine Simulation dahinter, die das Portfolio berechnet, was diesen Minimum Varianzpunkt erreicht nach der modernen Portfolio Theorie.
fügt Aktien so lange zusammen, bis das Portfolio historisch die geringste Schwankung hat.
Und das ist natürlich weder sonderlich intuitiv noch sonderlich transparent.
Und wenn es dann halt so läuft, wie es in den letzten Jahren läuft, nämlich nicht, es ist ja quasi festgezimmert, dann sorgt das glaube ich schon dafür, dass man als Anleger sagt, finde ich nicht so gut, weil ich kann es mir so schlecht erklären, warum es nicht läuft.
Ja, es ist halt, Eben nicht ET.
Es ist nicht einfach und nicht transparent.
Fair ist es schon, aber fehlt halt was zu meiner Übersetzung von ETF.
Aber da ist immerhin Johnson & Johnson ganz oben drin.
1,64.
Ja, aber es ist halt dann schon so ein defensiver Equal Weight.
Ja, und dann kommt Duke Energy, Southern, dann Novartis, ExxonMobil, Berkshire Hathaway, Motorola Solutions, Zencura und dann AT&T.
Aber das ist richtig.
Das würde ich sagen, das ist so die Langweil-Hantel-Seite.
Ich könnte mich jetzt wohlfühlen, wenn ich jetzt auf der einen Seite die Minimum Volatility habe, auf der anderen Seite, wenn ich jetzt meine Hand nach oben stemme und den Markt so versuche hinzukriegen, dass er hochgeht.
Wenn du mit dem Mechanismus an sich kein Problem hast, dich damit identifizieren kannst, ja.
Man muss ja halt auch sagen, dass viele Alternativen dann wieder andere Fragen aufwerfen.
Also zum Beispiel, wenn wir über Dividendenstrategien sprechen, Dividenden-ETFs.
Da sind wir in unterschiedlichen Ausprägungen am Markt inzwischen aktiv.
Es gibt ja einige mit tausenden von Titeln, so wie den Vanguard, High Yield, All World.
Es gibt dann irgendwie mit knapp tausend hier den LNG.
Global Dividend und dann mit 100 Titeln den FANAC Morningstar Dividend Leaders.
Was du aber feststellen kannst, alle Dividenden-ETFs haben einen mehr oder weniger großen Klumpen im Finanzbereich.
Das ist also dann, wenn Anlegerinnen und Anleger sagen, ich möchte jetzt Dividenden-ETF haben, weil ich will nicht so viel Tech, aus welchen Grünlau immer.
wollen wir jetzt nicht drüber diskutieren, ich will nicht so viel Tech, dann ersetzt du eigentlich den einen Klumpen durch den anderen Klumpen.
Hast dann entsprechend Finanzen und wenn du halt zu so einem MSCI All Country World einen Dividenden ETF beimischst, hast du dann im Grunde so eine Doppeldominanz.
Du kriegst dann Finanzen und Tech auf einem Niveau.
Ich sage jetzt nicht, dass das schlecht ist, aber man sollte sich einfach dessen bewusst sein.
Von Eck, Morningstar Dividend Leaders, gibt es halt ein Sektor-Cap bei 40%.
Das wird aber auch für den Finanzbereich jetzt gerade ausgereizt.
Und es gibt genügend Gründe, warum man Finanzaktien auch weiterhin haben könnte.
Sicherlich nach wie vor die günstige Bewertung relativ zu anderen Branchen.
Sicherlich auch die Perspektive möglicherweise steigender Zinsen.
Wahrscheinlich auch das Optimierungspotenzial, wenn diese KI-Investitionen sich mal rechnen.
Da geht also nicht nur bei Banken, auch bei Versicherungen eine ganze Menge.
Aber man sollte sich halt darüber im Klaren sein, dass man diesen Klumpen hat.
Und man kann ja auch mal dran denken, es gab schon mal eine Phase, in der Dividenden-ETFs sehr finanzlastig waren.
Das war nämlich vor der Finanzkrise.
Da gab es diese, ihr erinnert euch, Eurostox Select Dividend 30.
Und wenn du da mal auf den Chart schaust, dann stellst du fest, die hatten dann in der Finanzkrise eben wegen dieses Finanzklumpens immense Drawdowns und wir reden ja viel darüber, wie lange es gebraucht hat, bis sich der Nasdaq 100 erholt hat von dem Rutsch nach dem Platzen der New Economy Bubble.
Das waren 15 Jahre.
Der europäische Dividendenindex mit diesem finanzlastigen Approach, der hat damals auch zwölf Jahre gebraucht, bisher inklusive Ausschüttungen, wie der dort war, wo er vor der Finanzkrise war.
Also nur, dass man das einfach einordnet und sich einmal, wenn man dort investiert, klar macht, okay, ich habe jetzt da Finanzen, da gibt es gute Gründe, aber es kann auch Risiken haben.
Jetzt nimm mal an, wir hätten jetzt ein Basis-Investment, also unseren MSCI All Country World und wir sagen jetzt ...
Jetzt hätte ich gerne noch ein bisschen Dividenden-Tilt dazu.
Welchen Dividenden-Fonds würdest du den Leuten empfehlen, die jetzt sagen, zum Basel-Invest-Band noch was Dividendiges obendrauf?
Hast du da so ein...
Ich denke, man soll sich sehr klar machen, was man dann Dividendiges haben möchte.
Ob man das Thema Dividende sehr breit abdecken möchte mit dem High Yield auf den All World von Vanguard.
Ob man sagen möchte, ich möchte es wirklich...
in einem Equal Weight inklusive Small Caps haben, dann wäre ich bei LNG, der relativ neu ist, auch mit der monatlichen Ausschüttung, was vielen Anlegerinnen und Anlegern einfach auf einer psychologischen Ebene gefällt.
Und wenn man sagt, ich habe ansonsten ein sehr passives Portfolio und bin bereit, jetzt bei dieser Dividendenmischung auch mal konzentrierter, fokussierter ranzugehen, dann wären wir beim FANEC Morningstar Dividend Leaders.
Er hat ja nur 100 Werte.
Ja, stimmt.
Aber jetzt gibt es ja immer mehr.
Also wenn ich mir die Liste der Neuen angucke, Dividende ist immer noch ein Thema.
Siehst du denn auf diesem Thema Dividende noch irgendwie einen Bedarf, noch irgendwelche ETFs zu machen?
Oder ist es eigentlich immer irgendwie alter Wein in neuen Schläuchen und hat noch einen cooler Name und vielleicht noch an der einen oder anderen Stelle ein kleiner Tweak?
Oder ist da noch richtig noch ein Bedarf für ganz neue Ideen?
Also ich bin erstmal total froh, dass sich das Produktangebot in den letzten zehn Jahren brutal verbessert hat.
Also vor zehn Jahren hattest du bei Dividenden-ETFs wirklich noch viele schlechte Produkte, die einen sehr einseitigen Renditefokus hatten, keine Qualitätsmerkmale drin.
Und die dann auch entsprechend schlecht gelaufen sind.
Da hat es ja auch Indexersetzungen dann teilweise gegeben und es sind einfach neue Produkte dazugekommen.
Das finde ich schon ganz gut.
Jetzt wird natürlich dann auch irgendwas, was gut gelaufen ist, nochmal wieder neu aufgegossen, wie das von Acura diesen Dividend Leaders jetzt auch Ex-USA macht.
Wo ich persönlich mir jetzt sage, naja, also wenn ich doch eigentlich schon eine recht aktive Strategie habe, Kann man sich auch ganz gut von überzeugen.
Ich hatte es letztens mal gepostet, wie stark auch der Umschlag innerhalb der Strategie ist.
Dann löst sich das eigentlich über den Mechanismus und dann brauche ich eine möglichst breite Auswahl.
Grundgesamtheit verstehe ich jetzt nicht, warum man das Ex-USA macht, aber ist okay.
Was ich ansonsten mir wünschen würde, dass man auch ein bisschen breiter nochmal darüber nachdenkt, vielleicht dieses Thema Shareholder Yield.
Da gibt es einige wenige ETFs.
zu interpretieren.
Das ist aber in Deutschland noch nicht so das Thema.
Also das kommt ja von unter anderem mit Bain Faber aus den USA, der mit Cambria da einen guten ETF gemacht hat, dass du sagst, natürlich Dividende ist das, was zurückgegeben wird, aber eben auch Aktienrückkäufe und häufig vergessen, Schuldenrückzahlung ist auch eine Form der Aktionärsrendite.
Achso, dann wird das zusammen, wird das addiert und dann wird der Yield insgesamt, also was wird zurückgekauft, wie viel wird ausgeschüttet und wie viel zahle ich Schulden zurück und dann habe ich halt die...
Gesamtdividendenrendite oder die Rendite insgesamt.
Genau, also die Shareholder-Yield.
Das ist aber gut, das ist natürlich, muss auch klar sein.
Schuldenrückzahlen, ist das Shareholder-Yield?
Wenn du es ein bisschen mit gehebelt machst, ist das auch hübsch.
Ja, aber es hört sich, also der Begriff Shareholder-Yield hört sich am Ende ein bisschen vielleicht hochtrabend an.
Ich finde halt, man könnte es auch Capital Allocation nennen.
Weißt du, es ist am Ende Kapitalallokation und es ist vielleicht auch in wo man steigende Zinsen sehen könnte, steigende Risikoprämien sieht, auch eine gute unternehmerische Entscheidung zu sagen, wir nehmen jetzt einfach mal ein bisschen Leverage raus.
Das stimmt.
Gibt es aber bei uns noch nicht so wirklich diese Fonds?
Es gibt etwas von der Deutschen Bank auf den US-Markt.
Ist natürlich auch schwierig momentan.
Diese Produkte ins Fenster zu stellen, weil du es dann immer mit dem S&P 500 vergleichst und den S&P 500 in diesen Markt zu schlagen, wird halt sehr schwer und ob es den anderen Märkten gelingt, schauen wir mal.
Ich finde ihn ja nach wie vor einen ganz, ganz großartigen Index.
Jetzt gibt es ja noch die Handel-Idee, auf die eine Seite packe ich Tech und auf die andere Seite packe ich Energie.
Das war auch ein Tweet von, wie hieß der Milliardär, der ja früher auch mal, ich glaube, Rohstoffhändler war und ein Hedgefonds gehabt hat.
Der hat das mal getwittert und hat geschrieben, ich habe jetzt die Börse verstanden.
Und hat dann gesagt, wenn man nur diese beiden S&P-Subsektoren gehabt hätte, nämlich Tech und Energie, dann hätte man seit 2020 nie ein Minusjahr gehabt und man hätte eine höhere Sharpe-Ratio gehabt, also Rendite gemessen am Risiko, hätte weniger Drawdown gehabt und alles wäre toll gewesen.
Ja, ich habe mich gefragt, warum schaut man da eigentlich jetzt nur bis auf 2020?
Hat der keine Charts, die länger zurückgehen?
Doch, danach geht es los.
läuft es nicht mehr ganz so gut.
Ich habe nicht bis 1997 mir das durchgerechnet.
Es funktioniert ganz okay.
Ich würde sagen, du guckst einfach seit 1990.
Und dann, ich meine, wenn du seit 1990 jetzt mal einfach für die USA schaust, also du lässt jetzt ein S&P Energy gegen ein S&P Information Technology laufen, dann stellst du fest, du hast von 1990 bis 2000 eine krasse Outperformance von IT, dann hast du von 2000 bis 2008 Die krasse Outperformance des Energiesektors.
Dann hast du von 2008, 2009 im Grunde bis 2020 wieder die IT.
Und danach, naja, da wobbelt es über diese fünf Jahre so ein bisschen hin und her.
Es findet einen Boden.
Also Energie läuft nicht mehr wesentlich schlechter als IT.
Das heißt aber, Kannst du aus diesen drei Zyklen, kannst du da wirklich jetzt was ableiten?
Also runter, rauf, runter?
Ist das nicht ein bisschen zu wenig für so eine Evidenz?
Was du sagen kannst, wenn du 50-50 hattest, 50% Energy und 50% IT, dann hast du damit auf jeden Fall den S&P 500 geschlagen.
Das hast du, genau.
Und du hast nur eine Korrelation von 25 Prozent von beiden, also von 0,25.
Das ist schon mal auch gut.
Das ist Handel.
Das ist Handel.
Das ist das Handel-Ding.
Und du hast eine höhere Sharpe-Ratio, das ist auch gut.
Und du hast den S&P 500 knapp geschlagen, 12,4 zu 11, irgendwas.
Und das bei niedrigerer Wohler.
Ja, man sollte sich halt immer an der Stelle auch nochmal klar machen, was heißt, Energy im Kontext von diesen Sektorindizes, das ist im Wesentlichen Öl und Gas.
Das ist Fossilfuels.
Also man hat dann erneuerbare Energien, Uran und sowas, das ist dann nicht das Thema.
Aber kannst du dem was abgewinnen oder sagst du, ach komm, das ist mir zu...
Ich mag Energieaktien.
immer weltweit machen.
Also ich habe ein MSCI World Energy.
Da ist dann auch noch ein bisschen europäische Energie drin.
Shell und BP, wobei BP, ja gut.
Ja, BP, aber zum Beispiel auch eine Total ist jetzt auch nicht so schlecht.
Und ja, ich mag, es ist einfach ein globales Thema, wobei ja natürlich Exxon und Chevron in der Vergangenheit auch wegen ihrer klareren Strategie, Öl zu fördern bis zum letzten Tropfen, natürlich besser gelaufen.
Das war nicht so clever.
Nee, auch bei Shell nicht.
Das ist so ein bisschen Schuster, bleib bei deinen Leisten.
Da hat man sich schon sehr vom Zeitgeist treiben lassen.
Jetzt hätten wir noch als Sektoren Healthcare lange nicht gut gelaufen, auch Biotech lange nicht gut gelaufen, aber jetzt zuletzt ist Biotech richtig abgehoben und auch Healthcare auf jeden Fall schon mal angesprungen, sagen wir mal so.
Was hältst du von denen?
Ja, also ich finde Healthcare gehört dazu.
Hat halt lange gebraucht, bis Healthcare sich erholt hat von allem, was rund um Corona war.
Ja, weil natürlich da auch schon sehr viel Geld reingeflossen ist, auch in diesen ganzen Diagnostikbereich, in Labortechnologie.
Ich meine, wir haben es ja auch gesehen mit der Sartorius bei uns in Deutschland.
Und das ist ja auch bei den internationalen Werten.
Also das hat einfach gebraucht, bis dieser Effekt sich mal so durch Ausatmen entsprechend reduziert hat.
Ich finde, es gehört in ein Portfolio.
Es ist ja deswegen auch drin im MSCI All Country World Index.
Wenn ich jetzt sage, okay, das ist mir jetzt da zu wenig, ich hätte da gern 5 oder 10 Prozent mehr, dann ist so ein globaler Index, und ich würde es wirklich als globales Thema auch sehen, eine sehr, sehr gute Beimischung.
Man sollte nur auch da sich immer klar machen, es gibt keine Branchen.
die wirklich komplett gut sind im Sinne ohne Risiken.
Wir haben sicherlich sehr viel, was im Healthcare-Bereich auch dargestellt werden kann über KI, an Innovation, an Fortschritt.
Aber am Ende muss das Ganze auch von irgendjemandem bezahlt werden.
Und dann sind wir bei der Frage, wie leistungsfähig sind die globalen Gesundheitssysteme.
beziehungsweise wie sieht es mit Erstattungen aus?
Das ist ja in Deutschland.
Wir erinnern uns, das ist ja heute an dem Tag, an dem wir aufzeigen, ist das Paket ja verabschiedet worden.
Aber du hast das Thema genauso in den USA.
Ja klar, da geht es eher um Einsparungen.
Genau, da geht es eher um Einsparungen und all das muss auch am Ende bezahlt werden.
Ich persönlich gehe davon aus, dass wir sukzessive mehr Selbstzahlermedizin sehen werden.
sehen müssen.
Deswegen ja, Gesundheitsaktien schon, aber man sollte von diesen Gesundheitsaktien dann eben auch nicht die Wunderdinge erwarten.
Und wenn man jetzt über Biotechnologie spricht, dann muss natürlich auch klar sein, wo investierst du da?
Machst du das über einen Biotech-Index, dann hast du natürlich schon auch da gewisse Klumpen drin.
Und also Biotech hat ja dann immer so ein So ein Sound so, ja, das sind so diese kleinen Startups, die noch forschen und das kann nichts werden, das kann aber auch unter Umständen verzehnfacher werden.
Aber guck dir jetzt mal den Nasdaq Biotechnology Index an, den du ja als ETF auch hier abbilden kannst.
Ja, den habe ich als Sparplan.
Du redest von meinem Index.
Ja, aber da siehst du, ist ja jetzt nicht schlecht, aber du musst ja klar machen, du siehst erst mal.
Big Biotech und zwar wirklich an der Schnittstelle.
Keine Startups.
Nein, und auch eine Amgen.
Das ist natürlich so der Granddaddy der Biotech-Szene.
Aber das ist inzwischen, eigentlich ist das Big Pharma inzwischen.
Ja, okay.
Also du meinst, da habe ich...
Nein, nein, ich gebe das nur zu bedenken, weil die Alternativen sind jetzt auch nicht so toll.
Also wenn wir uns angucken, eine BB Biotech als Biotechnologie-Beteiligungsgesellschaft mit einem hochkarätig besetzten Expertenrat und ja einem wirklich sehr großartigen Treckrekord aus der Vergangenheit ist die letzten Jahre auch schwierig gelaufen, um es mal ganz vorsichtig zu sagen.
Und eine HBM Healthcare, also die andere Schweizer Biotechnologie-Beteiligungsgesellschaft, die dann ja auch noch nicht notierte Aktien drin hat, ist halt auch nur etwas für Anlegerinnen und Anleger, die wirklich da auch Lust auf solche Klumpen haben.
Okay, ich gucke mal, was die gemacht hat jetzt.
HBM Healthcare.
Okay, okay, okay.
Auf fünf Jahre Sicht minus 6,1.
Ja, die wird natürlich dann auch mit einem entsprechenden Discount gehandelt.
Die hat einen Abschlag zu ihrem Net Asset Value, wirklich?
Ja, aber das Portfolio besteht halt zu 34% aus Private Companies.
Und das ist da nicht üblich, sondern auch wirklich meiner Ansicht nach zwingend.
Du hast das klassische...
Public Companies nur 26, die haben es geschafft, einige Firmen an die Börse zu bringen, aus ihrem Beteiligungskreis, auch chinesische, ist schon spannend, aber sicherlich ein Investment für jemanden, der sich da mal tiefer einarbeiten will.
Gut, also Biotech ist ja immer ein Problem, wenn man das investieren will als Anleger, weil du hast, wie ich schon gesagt, entweder hast du die Granddaddy's da oder du hast halt irgendwie, Abschläge zu inneren Werten.
Ja, und wenn du jetzt selber hingehst und sagst, also ich nehme mir jetzt einfach mal 20 Werte, die irgendwie sich spannend anhören.
Ich meine, kannst du überhaupt dir diese, da sind wir wieder bei dem Thema, eine Schein-Conviction aufbauen, dass du sagst, ja, das klingt spannend.
Also ich kann das nicht.
Ich verstehe nicht einmal, was diese Unternehmen tatsächlich machen.
Das klingt, wenn wir beim Ein-Kapital-Forum sind, haben wir auch immer paar Biotech-Akteure da.
Klingt immer super spannend.
Ein riesen potenzieller Markt.
Nur noch eine Zulassung entfernt von...
Von Milliardenweit.
Formicon und Co.
sag ich nur.
Formicon war gar nicht so schön.
Was hatten wir als letztes?
Ich weiß es gar nicht.
Das war auch so ein Ding.
Aber ich habe jetzt mal Biotech angeguckt.
Auf 5-Jahres-Sicht minus 23,7.
Sogar noch schlechter als HBM.
Und dann hast du halt bei BB Biotech immer noch diese Dividenden, die ja Kapitalrückzahlungen sind, die für Schweizer ganz toll sind, aber für uns natürlich einfach nichts bringen, weil wir müssen es einfach erstmal versteuern, müssen uns dann die Verrechnungssteuer, die zu viel gezahlte, wieder erstatten lassen.
Also ich hatte gute Zeiten mit BB Biotech.
Es lief lange Zeit sehr gut, aber Bis es nicht mehr lief.
Es läuft gut, bis es nicht mehr läuft.
Ich mache jetzt mal das mit dem, ich mache es mal in Euro fairerweise, damit wir nicht hier Schweizer Fragen hatten, noch ein bisschen aufgewählt.
Insofern, wenn man es auf Euro macht, sind wir dann wenigstens mit HBM im Plus.
10,5 allerdings mit Dividende.
Und wenn wir die Dividende nicht uns zurückerstatten lassen, also wenn wir nur den Kurs nehmen, haben wir minus 12.
Und dann müssen wir wahrscheinlich irgendetwas dazwischen dann nehmen.
Und dann fragst du dich am Ende wieder, wo sind deine ganzen Hebel?
Und sagst dann vielleicht doch, ach naja, also der geht so.
Der gesamte Gesundheitsbereich ist doch dann vielleicht doch die sinnvollere Alternative.
Insofern MSCI World Healthcare.
Komm, aber mit den Daddys, wenn ich den Nasdaq Biotech angucke, gibt es von iShares oder von Invesco, der hat immerhin gemacht, plus 37.
Das ist okay jetzt.
Und der ist jetzt zuletzt gerade richtig stark gelaufen.
Positiv.
Aber kommt nicht so richtig auf die Handel rauf.
Aber kommt nicht, ja, man weiß nicht so richtig, auf welche Seite der Handel das draufging.
Auf gar keine.
Jetzt bist du ja auch jemand, der Einzelwerten gegenüber nicht abgeneigt ist.
Wir ja auch nicht.
Wir ja auch nicht.
Wir hatten ja zum Beispiel jetzt Johnson & Johnson Allzeithoch, wir hatten Ila Lili auf Allzeithoch, wir hatten Coca-Cola auf Allzeithoch und dachten so, wow, ich habe mir Coca-Cola angeguckt seit ganz weit zurück, seit den 70er Jahren.
Die Aktie hat wirklich im Schnitt.
ungefähr 12% gemacht.
Jahr für Jahr, für Jahr, für Jahr, für Jahr, für Jahr.
Wahnsinn, das ist wirklich ein richtiger Compiler.
Es gab zwischenzeitlich auch mal schlechte Jahre.
Wir wollen mal nicht so tun.
Also wenn du 1998 eine Coca-Cola jetzt auf Dollarbasis gekauft hast, die Dividende mal rauslässt, dann musstest du auch warten bis etwa 2012, bis du wieder Null auf Null warst.
Und zwischenzeitlich ...
hast du einfach mal die Hälfte verloren.
Aber als Sparplanaktie wäre das ja perfekt dann.
Dann würde ich ja günstiger eingesackt.
Du kannst nicht alles immer als Sparplanaktie nehmen.
Die Sparplanaktie macht auch nur dann Spaß, nicht wenn es die ganze Zeit runterdüttelt, sondern am Ende kackt die Ente.
Endlich kommt er wieder in den Spruch.
Hat eine Stunde gedauert.
Es ist halt leider so, am Ende muss es rauf.
Deswegen ist ja auch beim Sparplan so wichtig, dass man die Flexibilität hat, den Sparplan, das gilt ja auch für Index- und ETF-Produkte genauso, zur Not einfach ein bisschen weiter noch nach hinten zu ziehen, dass man dann dabei ist, wenn es mal wieder rauf geht.
Also mit dem Sparplan auf eine Coca-Cola im Jahr 1998 begonnen oder 1996 begonnen und durchgehalten bis zum Jahr 2012.
Das war jetzt auch nicht so berauschend.
Jetzt wollen wir trotzdem noch ein paar nette Einzelaktionen haben.
Mein Sohn Fritz ist jetzt 17.
Die haben jetzt eine Anliegergruppe gegründet, weil Kumpels, Finanzen und Fitness ist ja bei jungen Männern angesagt, weil Mädels irgendwie nicht mehr so.
Weiß nicht, hat sich was geändert anscheinend.
Alkohol vor allen Dingen nicht mehr so, ne?
Ne, Alkohol überhaupt nicht.
Überhaupt nicht.
Das gibt es nicht mehr.
Das ist auch faszinierend.
Nur noch Energy.
Energydrinks gibt es viel, ja.
Aber wie gesagt, auch Finanzen.
Und jetzt kommt er immer an und sagt so, ja Mann, jetzt brauche ich mal eine heiße Idee.
Und ich sage immer, Mann, ihr wollt doch nicht zocken da mit eurem neuen Investmentclub.
Ihr wollt doch vielleicht was Solides haben.
Und was willst du denn jetzt dem Fritze, 17?
Ich habe ihm schon...
Diese Biotech-Firma, die diese GLP1 machen, wie heißt die?
Vertex Pharmaceuticals?
War das die?
Viking, oder?
Viking.
Die hat jetzt sogar mal ganz gut abgeschnitten, seitdem er seinen Kumpels empfohlen hat.
Oder sie haben sie reingekauft ins Portfolio.
Dann haben die Kumpels noch reingenommen.
El Monti, das ist ja dieser Rüstungsbude, wo irgendwie, wie heißt das, Rohstoff, wie heißt der, was braucht man für Rüstung unbedingt?
El Monti haben sie noch und sie haben noch...
Eisen.
Nicht Eisen, nee.
Was ist das denn?
Ach, irgendeine Mine, wo irgendwas für Rüstung gemacht wird.
Und sie haben noch, ich glaube, irgendeinen Versorger aus Amerika.
Meinst du Wolfram oder was?
Ja, Wolfram, genau, Wolfram.
Wolfram, selten Erde ist das oder nicht?
Ja.
Brauchst aber auch für Rüstung.
Also wenn Rüstung läuft, läuft auch immer El Monty.
Und sie haben noch einen Versorger.
Und jetzt sag mal, jetzt wollen sie die nächste Investmentrunde machen.
Und da kam er schon wieder mit irgendwelchen hippen Geschichten an.
Ich sag, ey, es müsste mal ein bisschen solider werden.
Aber ganz offen, ich vermute ja, die haben alle auch irgendwie einen Sparplan.
Und wenn die jetzt so ein bisschen was machen, was so...
heiß da drauf ist, wo sie einfach Erfahrung machen, ist das doch großartig.
Und ich glaube doch, dass die jungen Leute so viele Ideen haben, was gerade irgendwo abgeht und wo auch eine Chance liegen könnte.
Also ich weiß jetzt nicht, vielleicht auch bei bestimmten Brands.
Wenn du mit bestimmten jungen Brands sowas wie On, ich hätte mir das nicht vorgestellt, dass On so erfolgreich läuft, weil ich einfach zu diesen Schuhen keine Beziehung habe.
Aber ich meine, die sind doch so drin.
Lass sie doch einfach das machen, was gerade so in ihrem Umfeld irgendwie cool ist.
Also jetzt dazu sagen...
Ich überlege gerade, was wäre so ein...
Also frag mich doch mal, welche Brands sie gerade cool finden.
Also ich hatte zum Beispiel letztens eine interessante Begegnung mit dem Ben Bernschneider, diesem Fashion-Influencer, der gerade ein Buch geschrieben hat, 100 State Book Pieces, wo also irgendwelche besonderen Kleidungsstücke sind und Accessoires, die er sich gerne kaufen würde oder die er auch schon hat.
Und dann habe ich über dieses Buch mal die KI laufen lassen und habe geschaut, welche Marke ist am häufigsten genannt.
Und es kam raus, Polo Ralph Lauren.
Also alles aus dem Ralph Lauren Kosmos.
Und der Ben war total fasziniert davon, weil er hat vorher gesagt, also mit Börse hat er jetzt nicht wirklich wahnsinnig viel am Hut.
Er kauft mal die eine oder andere Aktie, aber er ist jetzt kein Anlagestratege.
Aber er hat tatsächlich mit seinen Empfehlungen zielgerichtet, die beste Modeaktie der letzten fünf Jahre erwischt.
Fand ich irgendwie ganz cool.
Ich such's mal hier, pass auf, und wir machen mal fünf Jahre und oh, 30,4 Prozent annualisiert im Schnitt.
278 Prozent.
Ja, also kann doch was, ja.
Insbesondere die letzten zweieinhalb Jahre waren halt richtig stark.
Und dann hatte er noch irgendwie ein Label dazu gehabt, das war auch sehr häufig, das war J-Press.
Und dann habe ich geschaut, wo steckt das drin?
Und dann habe ich gefunden, es steckt in der Onward Holding.
Das ist also jetzt wirklich mal was richtig Exotisches aus China.
Und auch die ist richtig gut gelaufen.
Onward Holdings, stimmt.
Ist in Onward Holdings?
Oder wie heißt die?
Ja, genau.
Aber das ist aus Tokio, sehe ich das hier.
Japan, sorry.
Japan, das war ein Fehler.
Da wird der Fritz drauf gucken und sagen, die läuft ja nur seitwärts, Papa.
Damit kann ich bei meinen Kumpels nicht flexen.
Aber gut, jetzt gucken wir mal.
Auf 5-Jahres-Sicht ist es okay.
Da ist es 19,7 annualisiert.
Aber seit Jahresanfang ist es eher...
Ja, oder wenn du jetzt mal schaust, Uniqlo, Fast Retailing.
Fast Retailing, ja.
Ja, die ist super langfristig auch gelaufen.
Ja.
Ist das nicht auch so ein Compounder-Wert?
Würde ich vermuten.
Ja, das ist auch ein Compounder-Wert.
Wobei, also bei Compounder müssen wir halt ja immer sagen, Compounder sind Compounder, bis sie irgendwann nicht mehr compounden.
Das sagt man dem Compounder-König.
Das ist ja wirklich erwiesend, dass auch die besten Aktien, die wirklich langfristig den Shareholder-Return tragen, zwischenzeitlich erhebliche Rücksätze haben.
Guck in die Bessenbinder-Studie, die ist ja gerade neu rausgekommen und jetzt hat er ja wirklich 100 Jahre, seit 1925 sich angeschaut, Professor Bessenbinder und hat ermittelt, 29.000 Aktien angeschaut inklusive Dividende und hat rausbekommen, es sind gut 1000 Aktien, die den gesamten Shareholder-Return des US-Marktes.
zustande gebracht haben.
Aber er hätte die Market Cap gemacht.
Natürlich ist jetzt die Market Cap heute viel höher und deswegen saßt du dann auf einmal eine Nvidia drin.
Du hast aber auch eine Altria beispielsweise drin.
Du hast noch eine Exxon drin.
Aber du hast schon eher so ein Recency Bias drin, weil eben jetzt der größte Return zuletzt von...
Ja, aber er hat es ja auch nach verschiedenen Jahrzehnten aufgegliedert, also runtergebrochen, da hast du dann Werte drin, die findest du nicht, aber was du heute auf jeden Fall feststellst, egal welches Jahrzehnt du dir anschaust, ist die Werte, die wirklich stark gelaufen sind, die compounded haben, zwischenzeitlich immer kräftige Rücksätze hatten.
im Rahmen dieses Compoundings.
Das ist so das klassische Beispiel dafür.
Die lief immer zwei, drei Jahre richtig gut.
Dann gab es wieder so fünf Jahre seitwärts oder runter.
Ja, du siehst ein Novo Nordisk oder ich sehe halt auch eine Nvidia.
Da nochmal.
Also insofern, ich habe das immer, wenn ich Veranstaltungen habe und über Nvidia sprechen und frage dann, wie lange habt ihr Nvidia und wie lange schon, dann ist da irgendeiner, der hat die schon seit 2016.
Ich sage dir grundsätzlich herzlichen Glückwunsch.
Und Leute immer dann so, ja danke, jetzt, wieso, ich weiß ja gar nicht wofür ich dir jetzt herzlichen Glückwunsch sage.
Nicht nur zur Performance, sondern Vor allem diese Aktie auch wirklich durchzuhalten, weil du hast im Laufe der letzten zehn Jahre drei Drawdowns gesehen, die deutlich jenseits der 40 Prozent waren.
Und das musst du erst mal durchhalten.
Also für dich wäre Nvidia auch ein Compounder mit einer sehr volatilen Historie.
Ja, also letztendlich sind, wenn du diese Aktien durchgehst...
von Bessenbinder, auch aus den verschiedenen Jahren und Jahrzehnten, du stellst immer fest, dass die Drawdowns damit einhergehen.
Er hatte übrigens auch eine eigene Studie mal zu den Drawdowns der Top Compounder gemacht.
Die findest du unter anderem bei Bailey Gifford, bei dem großen Wachstumsinvestor, unter anderem auch der Scottish Mortgage Fund, der mit dieser hohen SpaceX Quote für Furore sorgt, die gehören ja auch dazu.
Die haben das nämlich gefördert, diese Forschung.
Das ist ja das Interessante.
Du kannst ja, wenn du diese Bessenbinder-Studien nimmst, du kannst es ja voll als Beleg dafür nehmen, hey, es lohnt überhaupt nicht, sich mit ...
mit Einzelaktien zu beschäftigen.
Stoppicking zu beschäftigen.
Mach einfach, nimm den ganzen Markt, kauf den ganzen Heuhaufen mit Jack Bogle, such nicht die Stecknadel.
Du kannst aber auch so wie Bailey Gifford das machen, sagen, die Herausforderung ist eigentlich wirklich, diese exzellenten Aktien zu finden und dann diese Trends voll auszureiten.
Das zeichnet diese Forschung von Bessenbinde halt aus, dass du sie ...
so unterschiedlich interpretieren kannst, weil er stellt halt einfach nur Daten hin.
Ich finde das ganz großartig.
Ich glaube, jeder sollte es kennen.
Welcher Anhänger bist du?
Von welcher Interpretation willst du für dich nehmen?
Ich bin Diversifikator.
Ich bin ganz klar auf der Heuhaufen-Fraktion.
Ganz einfach, weil ich mir jetzt auch nicht zutraue, diese wenigen, diese 4 Prozent.
tatsächlich zu finden.
Insbesondere, weil sie tendenziell aus Branchen stammen werden, in denen ich mich für absolut nicht kompetent halte.
Jetzt haben wir ja einen Wert, den du auch mal sehr gemocht hast und den wir alle sehr gemocht haben.
Das war ja die Volksaktie Biontech.
Ich weiß nicht, ob du jetzt beobachtet hast, was da jetzt weiter passiert ist, was ja schon, weiß ich nicht, schwierig ist, würde ich es mal sagen.
Wo ich dann auch denke, Keine Frage, die Gründer haben Wahnsinniges geleistet, aber was jetzt da abgeht, würde ich denken, boah, habe ich Probleme mit.
Vielleicht kannst du uns da, was hast du jetzt?
Sehe ich auch so.
Ja, ich habe noch meine Pandemie-Erinnerungspositionen.
Die hast du noch?
Die habe ich noch, aber die war halt dann auch sehr klein.
Also ich habe wirklich gedacht, dass Biontech gerade auch aufgrund der Persönlichkeit der Gründer, so wie sie sich auch inszeniert haben, wirklich die Chance hat, Richtung einer zweiten SAP, also einer Plattform, die in Deutschland auch Es ist furchtbar enttäuschend.
Am Ende ist es auch ein Lehrstück wieder, eben nicht die Stecknadel zu nehmen, sondern gleich den Heuhaufen.
Und es ist natürlich auch ein Lehrstück für alles, was mit Governance zu tun hat.
Diese ganze Konstruktion eines eigentlich deutschen Unternehmens, das dann in eine niederländische Holding geht und mit ADRs an die US-Börse.
sind halt merkwürdige Zustände und ich würde sowas eigentlich gerne bei einer deutschen AG auf einer deutschen Präsenzhauptversammlung wirklich mal sehen und diese Hauptversammlung, die dauert dann aber auch wahrscheinlich 20 Stunden.
Also ich halte halt wirklich das für mannigfaltige Interessenskonflikte, die da passieren, Dinge auch irgendwie rumzuschieben und sich dann irgendwo noch zu beteiligen, das ist einfach wirklich zumindest mal sehr, sehr unglücklich kommuniziert.
Ob es auch wirklich zum Nachteil von einer breiten Masse von Aktionären dann so umgesetzt wird, das wird dann die Zukunft zeigen.
Und ich kann nur hoffen, dass die Selbstreinigungskräfte der Märkte und auch entsprechend kritische Investoren, die dann auch die Möglichkeit haben, auf solchen Shareholder-Treffen dann Rabatz zu machen, dass sie das entsprechend nutzen.
Es gibt ja jetzt schon die erste Kampagne von Herrn Föhrsch, der hat ja schon angefangen und hat da schon publizistisch auch die Trommel gerührt.
Finde ich absolut richtig, was Herr Bernd da macht und ich hoffe, dass er da sehr laut ist und dass er damit viele Leute auch mitnehmen kann.
Aber haben wir irgendeine Hoffnung für die Aktie?
Also du?
Nein.
Wirklich?
Nein, also ich habe, also das ist jetzt ja erstmal, also es ist ja eine Story, die sowieso auf der Zeitachse Richtung 2030 blickt.
Ja, weil es muss ja dann irgendwie auch mit den, ist ja nicht mit ein paar Zulassungen getan, sondern es geht ja dann auch darum, dass wirklich Medikamente in den Markt gebracht werden.
Und das dauert auf der Zeitachse sowieso.
Das heißt, du musst eine Durststrecke überwinden.
Und in so einer Durststrecke, da brauchst du doch ein Management, das die Aktionäre auch bei der Hand nimmt und sagt, so, das sind jetzt diese Schritte.
Also es ist ja so ein bisschen wie Moses und der Auszug aus Ägypten.
Der hat ja auch zwischenzeitlich geguckt, dass die Leute bei der Stange geblieben sind.
Du kannst es nennen, Narrative oder sowas, ja, brauchst du auch, aber du brauchst vor allen Dingen das Vertrauen.
Und das Vertrauen ist halt hier weg.
Und das finde ich schade.
Und deswegen auch nochmal, das ist ja so ein Thema, auf dem ich sehr gerne rumreite, auch bei Börsengängen, die wir hier in Deutschland sehen.
Das Thema rechtliche Struktur, diese ganzen AG und Co-KGAA, also Kapitalistische Kommanditgesellschaft auf Aktien, wo dann auch letztendlich Gründer oder abgebende Altaktionäre, ehemalige Mutterkonzerne immer noch so eine Struktur haben, dass sie da durchregieren können, dass die freien Aktionäre eigentlich gar nichts zu sagen haben, bis hin zu diesen...
abenteuerlichen Strukturen, die wir in den USA sehen.
Sicherlich pervertiert jetzt bei SpaceX, aber auch schon vorher bei Snap mit Ivan Spiegel.
Ich mag das nicht.
Wir haben in den 90er Jahren von den Amerikanern beigebracht bekommen, hier in Deutschland.
One share, one vote.
Deswegen hat also beispielsweise SAP damals die Vorzugsaktien und die Stammaktien zusammengelegt.
Die hatten nämlich auch mal zwei Aktiengattungen und ausgerechnet die Amerikaner haben das in den letzten 10, 15 Jahren wieder komplett umgedreht.
Und letztendlich bin ich der Meinung, dass der Kapitalmarkt sowas Großartiges ist, auch als Kontroll.
und als Kontrollinstanz, dass Investoren, gerade das sogenannte Smart Money, nicht einfach nur aus Bewunderung oder Gier für das Talent bestimmter Unternehmer auf diese Kontrollmechanismen verzichten sollen.
Und sorry, es ist für mich eine Red Flag.
wenn man mehrfach Stimmrechte hat.
Ich bin jetzt nicht so konsequent, dass ich bei allen Unternehmen, die das implementiert haben, draußen bin.
Also ich habe eine Aktie, bei der das auch der Fall ist, nämlich Alphabet.
Nee, Meta habe ich nie.
Bei Meta ist es auch so natürlich.
Zuckerberg hat 61 Prozent, aber bei Alphabet ist es halt Sajr Sprint, Larry Page haben etwas über 50 Prozent der Stimmrechte dadurch.
Aber ansonsten, es ist für mich auch bei Börsengängen eine Red Flag.
Okay, und wird das SpaceX wäre dann wahrscheinlich auch nichts für dich?
Nein, nein, also mein Sohn hat es sich gewünscht.
Mit neun Jahren darf man auch noch einfach diese Bewunderung für Erfindergeist und solche Themen haben.
Aber hast du das nicht mehr?
Doch, doch.
Habe ich auch immer gesagt, aber gleichzeitig habe ich natürlich die Skepsis bei Bewertungen und gewissen Strukturen, aber die kann man dann auch bekommen.
Die Bewunderung für den Erfindergeist habe ich natürlich auch.
Okay, das wollte ich sagen.
Nein, das ist ja schon großartig.
Und du musst dir überlegen, die haben aus 18 Milliarden Kapitalerhöhungen, die in die Bude reingelaufen sind, haben sie jetzt 1,8 Billionen gemacht.
Ja, also das ist auch übrigens sehr...
Überleg dir mal, was da für ein...
Wert geschaffen worden ist.
Ja, auch das ist erfindergeist.
Das ist moderne Alchemie.
Alchemie, ja.
Und?
Ist doch schon großartig, was die Börse kann.
Deswegen passte das jetzt ausgerechnet.
In dieser Zeit jetzt als Sommerlektüre Florian Illies ein schönes Buch geschrieben hat, Träume aus Feuer, über einen Alchemisten auf der Fauninsel in Berlin.
Kann ich sehr empfehlen.
Also wenn man so eine leichte Sommerlektüre sucht, 140 Seiten, Ganz großartig, historische Begebenheit, wunderbar erzählt vom Johann Kunkel, der tatsächlich in Brandenburg auf dieser Fauninsel für den großen Kurfürsten solche Rubingoldgläser als Exportschlager gemacht hat.
Man kriegt so manche Parallelen zu Startups, zu Elon Musk, auch Brandenburg und so.
Also es passt ganz gut.
Dummerweise ging die Geschichte am Ende nicht gut aus.
Oh, nicht vollern, bitte.
Nein, ist eine historische Geschichte.
Die Geschichte des Johann Kunkel.
Aber sie ist wirklich schön geschrieben.
Und Friedan Illis kann ja auch schreiben.
Insofern ist es ja auch schon mal bewusst.
Du hast letztens auch in deinem Podcast, wo wir gerade bei Gästen sind, die Otto-CFO.
Das ist ja eine coole Frau.
Wie hast du die aufgetrieben?
Die wollte unbedingt auch mal interviewen.
Wir dachten so, ey, die müssen wir hier auch mal einladen, weil die ist ja wirklich ein Multitalent.
Die kannst du ja nachts um zwei wecken und sag mal von 2010 euren weiß ich nicht was Value und sie kann dir jede Zahl sagen.
Die Frau ist ja wahnsinnig patent.
Wie hast du die aufgetrieben?
Fand ich hochspannend.
Irgendwie hatten wir ein Draht dahin.
Ich fand es wirklich spannend.
auch von ihr das mitzukriegen, wie Otto es geschafft hat, als einziges Unternehmen aus der alten Handelswelt eben nicht pleite zu gehen oder verloddert zu werden.
Kaufhof ist weg.
Horten ist weg, Karstadt ist weg, Quelle ist weg, Neckermann.
Aber die sind halt immer noch da, weil sie sich neu erfunden haben.
Und das Spannende ist, dass Kathi das auch ja aus eigener Anschauung sehr gut erzählen kann, weil sie wirklich seit 25 Jahren im Unternehmen ist.
Sie liebt das.
Und hast du da irgendeine Sache bei ihr festgestellt, so ein Erfolgsfaktor, was sowas?
Da muss man ja schon...
Also ich glaube generell ein Erfolgsfaktor ist schon dieses Thema Familienunternehmen.
Das ist nicht immer in jeder Struktur ein Erfolgsfaktor, weil es gibt ja auch Familienunternehmen, die schwierig sind, wenn wir jetzt mal zum Beispiel auf die Haniel-Gruppe schauen, die haben ja auch schwierige Zeiten durchlebt, aber da ist Otto sicherlich straffer organisiert, straffer geführt, auch von der Governance vielleicht besser aufgestellt.
Aber mit so einer starken Familie im Hintergrund kann man halt unternehmerische Entscheidungen doch vielleicht anders treffen, als wenn man immer diesen Quartalsdruck von der Börse hat.
Und was mir bei Kathi aufgefallen ist, dass ich den Eindruck hatte, sie hat eine wunderbare Distanz zu ihrem eigenen Schaffen.
Und sie nimmt sich nicht so wahnsinnig wichtig.
Und sie ist auch in der Lage, einen Schritt zurückzutreten und einfach mal zu gucken, was sie macht.
Das finde ich immer großartig.
Ich finde es ja großartig, dass zwei Frauen, die CEO ist ja auch eine Frau.
Dass zwei Frauen den Laden da rocken, da denkt man immer so, wow.
Was kann man für Gleichberechtigung davon lernen?
Ich meine, dass hier nicht per Quote dahin gekommen sind, die können es einfach.
Ja, es ist total schlimm, dass wir jetzt sagen müssen, oh, das ist was Besonderes eigentlich.
Das sollte das total normal sein.
Das sollte überhaupt kein Thema sein, ob jetzt Frau oder Mann, sondern einfach super Leute, die ein Unternehmen voranbringen.
Und das finde ich toll.
Und wir haben ja in Deutschland genügend Unternehmen, bei denen wir sagen müssen, sie kriegen es mit der Transformation scheinbar nicht so hin.
Bei Otto sehen wir zumindest, ist ja auch nicht einfach, sind ja auch schmerzhafte Entscheidungen da zu treffen.
Transformation ist ja auch nicht vorbei, sondern das ist ja auch wirklich ein Prozess.
Aber es ist schön zu sehen, dass solche Sachen auch funktionieren können am Standort Deutschland.
Ja, vor allem die haben ja nicht nur wirklich, das ist ja nicht nur das digitale Business, die haben ja wirklich diese ganzen alten Marken auch noch, Bonprix oder wir hatten mal eine Geschichte, dieser Witt, dieses Ur, das ist wirklich so.
70 plus Klientel.
Das kriegen die aber alles immer noch abgeholt.
Das ist halt wirklich richtig stark.
Oder Franconia ist auch noch dabei.
Ja, stimmt.
Jagdbedarf.
Ja, das ist halt schon noch sehr, sehr konservativ klassisch auch noch, das Portfolio.
Ich war letzte Woche mal drin in so einem Franconia-Laden mit einem Jägerfreund.
War schon cool.
Jetzt hast du gesagt, Familienunternehmen gibt es ja auch an der Börse teilweise.
da gibt es ja auch Indizes und auch, ich weiß nicht, ob es ETF schon gibt zu Familienunternehmen.
Gibt es das schon?
Es gibt zumindest so ein DAX plus Family.
Zertifikat gibt es da glaube ich drauf.
Aber gibt es ja auch weltweit.
Es gab von der Credit Suisse früher immer so eine Familienstudie mit familiengeführten Unternehmen und die hat immer Outperformance.
Vielleicht gibt es ja noch eine Anlageidee, die wir hier rausschöpfen können.
Ich glaube, da gibt es eine schöne Studie, die ein paar Jahre alt ist, schon von der Frau Professor Achleitner zum Thema Familienunternehmen.
Aber man muss halt wirklich auch aufpassen, Familienunternehmen...
Kann positiv laufen, kann aber dann eben auch sehr negativ laufen, wenn die Familie irgendwie nicht ein bisschen zerstritten ist, wenn man in unterschiedliche Bereiche will oder wenn die Familie beispielsweise zu viel Geld braucht und das Unternehmen irgendwie aussaugt.
Ja, da sind wir wieder beim Thema Governance, dominierende Shareholder.
Also ich würde sagen, Familien...
Unternehmen ist ein Trigger, wenn man sich Aktien anschauen möchte.
Da kann man mal näher hinschauen.
Da könnte eine Perle sein, aber da sollte man dann auch wirklich tiefer reingehen.
Okay, ich dachte jetzt hätten wir vielleicht mal einen Index, den man mal anschauen könnte.
Ich könnte mal hier Family eingeben und schauen, ob es irgendwas gibt, ob es da eine signifikante Outperformance gibt, wenn man...
das langfristig sich anschaut und im Durchschnitt wahrscheinlich, im Durchschnitt wird es funktionieren, aber du hast ja schon Einzelne angesprochen, ob es jetzt die Haniels mit Metro oder was da auch immer war, das ist wahrscheinlich ein schwieriger Fall gewesen, weil es bei der Familie immer mehr Leute, immer mehr Familienmitglieder, immer mehr und das wird ja immer größer und das kann natürlich dann auch immer schwieriger werden, überhaupt so eine Familie zusammenzuhalten und dann auch alle Wünsche irgendwie.
Oder wenn halt dann auch so eine Übergabe innerhalb der Familie mal stockt.
Also wenn du ein Unternehmen wie Vielmann beispielsweise anschaust, wo ja der Marc Vielmann doch recht jung auch schon damals in den Vorstand gekommen ist, man relativ großes Age-Gap zwischen Vater und Sohn hatte bei der Übergabe, wo man vielleicht auch sagen muss, Die Übergabe hätte vielleicht schon ein bisschen früher normalerweise erfolgen müssen, aber der Sohn war noch nicht so weit, da hat das Unternehmen vielleicht auch ein bisschen Zeit verloren.
Aber du siehst halt jetzt, dass sie eine sehr klare Strategie haben, auch wenn das an der Börse nicht dazu geführt hat, dass der Kurs auch nur ansatzweise wieder auf die alten Höhen geht.
Ich gucke gerade vielen dann an.
Seit 2022 seitwärts.
Es sind halt auch nicht so die krassen Unternehmen drin.
Vielleicht Elmos Semiconductor sehe ich hier noch.
Aber Ionos, okay.
Ja, es ist ein Familienunternehmen, stimmt.
Da ist es wahrscheinlich.
Ist auf jeden Fall mit drin.
Otto Bock natürlich, klar, solche Sachen.
Okay, ja.
Ist er im Asolar?
Ist er mit dabei?
Zalando.
Zalando.
Ist auch mit dabei.
Als Familiengeführt.
Warum auch immer.
Ist auf jeden Fall in diesem 30er Family Ducks.
Okay.
Mit drin.
Ob wir damit jetzt die Handel bestücken, weiß ich nicht.
Die Handel können wir damit nicht bestücken.
Wenn du Otto Bock siehst, hast du halt auch wieder die Konstruktion.
Das ist eine SE und Co.
KGAA.
Auch da gibt es ganz verschiedene Interessen.
Kommanditgesellschaft auf Aktien und als Kommanditaktionär hast du dann auch noch einen Teilhafter, nämlich eine SE.
Sorry, als Komplementär hast du diese SE drin.
Ja, und da gibst du halt als Privataktionär Geld rein, aber letztendlich wirklich was zu sagen hast du nicht.
Gut, jetzt willst du ja wahrscheinlich gleich noch zur Familie.
Hast du noch was zu sagen, Christian?
Genau, jetzt willst du ja wahrscheinlich gleich noch groß, wollt ihr wahrscheinlich das italienische Nachtleben noch in Mailand irgendwie genießen.
Und vielleicht hast du jetzt noch eine schöne Schlusspointe, die du uns hier mitgeben kannst, weil jetzt so ein bisschen so ein Downbeat mit familiengeführten Unternehmen, das wollen wir nicht.
Aber wir müssen ja kein Downbeat machen.
Also du hast ja zwischenzeitlich auch mal eine wirklich großartige Story erwähnt, nämlich Johnson & Johnson.
Da sind wir einfach so drüber gebügelt.
Das ist ja auch eine Aktie, die einfach jahrelang nach der Pandemie erstmal langweilig war, die in einer relativ engen Range seitwärts gelaufen ist, während dieser Zeit immer schön, Dividende gezahlt hat, übrigens voll aus Cashflow gedeckt und zwar extrem komfortabel und jetzt dann plötzlich doch mal ordentlich angesprungen ist in den letzten Monaten auch vom Kurs.
Und das ist ja so ein Beispiel für so eine Aktie, die man wirklich auch dann langfristig halten kann.
Weil wir haben eine sehr, sehr breite Aufstellung.
Wir haben nicht diese...
Abhängigkeit von so einzelnen Trends und einzelnen Wirkstoffen.
Hast natürlich auch jetzt nicht diese GLP-One Fantasie, diesen Hype wie bei einer Eli Lilly, aber du hast halt ein sehr breites Wirkstoffportfolio.
Du hast die Medizintechnik mit dabei, in die ja jetzt auch in den letzten Jahren nochmal kräftig investiert wurde, auch durch Übernahmen.
Und das ist ja auch ein Beispiel, dass es eben tatsächlich Compounder durchaus gibt, nur eben, die können halt auch dann lange Zeit auch mal so eine Durststrecke haben.
Und bei einer Johnson & Johnson haben wir das ja auch schon beispielsweise in den 10er Jahren gesehen.
Da lief ja auch lange Zeit beim Kurs erstmal gar nichts, aber du hast deine Dividende bekommen und irgendwann hat der Kurs dann wieder einen Satzer gemacht.
Und wenn man sich mit solchen Einzelaktien beschäftigt, ist halt schon wichtig, dass man Raster dafür hat.
zu überprüfen, okay, läuft es bei dem Unternehmen weiterhin so, wie ich das bei meinem Einstieg erwartet habe oder nicht.
Und dann sind wir halt wieder bei Themen wie klassischen Bilanzrelationen oder wie eben bei der Ausschüttungsquote.
Jetzt kommen wir noch zum Schluss.
Wir können natürlich nicht gehen lassen, ohne dass wir nochmal Monster, Celsius und Co.
besprechen.
Wie sieht es an der Energy Front aus?
Ich hatte heute tatsächlich Probleme hier in Mailand Monster zu bekommen.
Beim Carrefour Market gab es nur Red Bull und ich habe pinkfarbenes Red Bull Sugarfree getrunken.
Musste ich dann trinken.
Ich habe es überlebt.
Die haben eine bessere Distribution.
Ich glaube Red Bull hat eine eigene Distribution und die ist schon richtig geil.
Beim Energy Drink kommt es immer auf die Distribution an.
Wo läuft Monster eigentlich mit?
Über welche Schiene sind wir bei?
Monster gehört ja, also nein, gehört ist jetzt falsch, aber der größte Aktionär von Monster Beverages ist ja Coca-Cola.
Und die arbeiten ja in der Distribution auch zusammen.
Ohne, dass das jetzt so ein wirklich herzliches Verhältnis immer gewesen wäre zwischen Coca-Cola und Monster.
Insbesondere, weil Coca-Cola ja in einigen Märkten dann auch versucht hat, Monster ...
mit eigenen Energydrinks anzuwerfen.
Hat nie funktioniert.
Hat nie funktioniert, aber fanden die jetzt auch bei Monster nicht so ganz toll.
Und naja, also ich denke mal, über den Monster-Kurs muss man sich nicht beschweren.
Ich wundere mich, dass ich mit 97 schon einen Aktien-Split mache.
Oder was für dich?
Machen die?
Das ist vorausschauend, bevor sie wieder 1.000 kostet.
Genau.
Früher hat man das gemacht, bei 100 hat man den Split gemacht, wenn die Aktie sich bei 100 etabliert hatte, die nehmen das jetzt einfach vorweg.
Aber sie haben halt wieder Traktion jetzt und auch operativ.
Das internationale Geschäft bei Monster läuft sehr gut, aber na klar, ich meine, die Aktie ist ordentlich bewertet.
Aber wir haben immer wieder dann diese Satzer nach oben gesehen und sie war ja dann auch lange zwischen 50 und 60 und jetzt ist sie halt nach oben dann ausgebrochen.
Jetzt muss man nochmal Celsius besprechen, das sieht ja jämmerlich aus dagegen.
Haben wir da irgendwas, gibt es da irgendwie Hoffnung?
Naja, also das Thema ist halt sicherlich schon, Costco hat ihnen eindeutig geschadet.
dass Costco einen eigenen Energy Drink auf den Markt gebracht hat, der auch in der Anmutung doch sehr, sehr nah an Celsius ist.
Costco, wichtiger Vertriebspartner.
Dazu mit Pepsi haben sie ja einen Distributor an der Seite, der halt momentan auch irgendwie so ein bisschen lahmt, was die Plattform angeht.
Ich denke, Coca-Cola ist momentan einfach die bessere, die agilere Plattform, die sich auch leichter tut.
Preise durchzusetzen, ohne dass es negative Volumeneffekte gibt.
Nicht umsonst ist die Aktie so stark gelaufen, ist sicherlich dann solitär.
Und Celsius müsste meiner Ansicht nach stärker in die Internationalisierung jetzt gehen.
Weil der Heimatmarkt wird schon schwierig.
Okay, und wir kriegen sie in Deutschland, gibt es sie noch nicht?
Nee, ich glaube, also in Frankreich gibt es sie, das weiß ich.
Da gibt es sie im Carrefour.
Ich glaube auch in Belgien.
Aber das ist halt von Berlin aus schwierig.
Fährst du mal nicht einfach nach Belgien und packst dir den Koffer voll mit Celsius.
Auch wenn ich das wirklich sehr gern mag.
Aber ich habe tatsächlich ein paar Freunde, die ab und zu in den USA sind und die mir dann so auf dem Rückweg ein, zwei Dosen mitbringen.
Ein Westpaket schicken oder was?
Ich finde das herrlich, ja.
Es ist so.
Aber Monster ist fast 100 Milliarden Dollar wert an der Börse.
Ich meine, die sind quasi halb so groß, mehr als halb so groß wie Pepsi schon.
Also das ist echt irre, wenn man bedenkt, was das eigentlich für Giganten sind.
Aber wenn du siehst, wie viel Energie die Kinder kriegen.
Ja, aber es ist eine Marke letztlich.
Wenn du siehst, selbst Coca-Cola, glaube ich, 350 oder 360 Milliarden.
Also das ist schon...
Da hast du auch höhere Margen, würde ich vermuten, bei den Monsters.
Ja, klar, sonst hast du nicht die höhere Bewertung, das ist schon klar.
Aber ich frage mich ja dann immer, was wäre so ein Red Bull wert an der Börse?
Hast du eine Idee, Christian?
Genau.
Ich kenne die Umsätze nicht von Red Bull.
Da fängt es ja schon an.
Insofern wird das schwer.
Vielleicht habt ihr was, was die Margen oder sowas auch angeht.
Aber die sind natürlich bei Monster auch schon großartig.
Du hast 55% Rohmarge, du hast eine Operating Margin von 30%.
Wahnsinn für ein Getränk.
Das wollen wir ja auch nicht vergessen.
Es gibt in diesem ganzen Getränke, oder überhaupt im Food-and-Beverage-Sektor nicht mehr viele Geschäftsmodelle, die wirklich zweistellig wachsen.
Und das haben wir halt bei der Monster-Beverage noch.
Also sowohl die letzten fünf Jahre als auch die letzten zehn Jahre als auch jetzt das letzte Jahr.
Du hast eine zweistellige Compound Annual Growth Rate.
Und das ist schon besonders.
Und das bezahlt man dann halt auch momentan wieder sehr, sehr üppig.
Das ist ja auch nicht dauerhaft.
Also eine Monsteraktie haben wir jetzt nie wirklich billig gesehen.
Aber wenn wir einfach jetzt mal schauen, also auf Kursgewinnverhältnis, es ist immer schwierig.
Kursgewinnverhältnis muss man immer vorsichtig sein.
Ich würde es hier jetzt einfach mal als Indikation nehmen, wenn du das Forward PE von der Monster...
Ja, also ich habe eine 38, aber wir sind uns einig.
Aber wenn du es dir als Chart anschaust, stellst du jetzt wieder fest, so seit 2017, 2018 hast du eigentlich die Aktien so im Korridor, was die Bewertung angeht.
Und der Korridor unten ist irgendwie so 22 bis 25 und oben sind wir jetzt so bei 38 bis 40.
Und dazwischen schwankt die Bewertung.
Und insofern sieht man also, wenn man jetzt diese Aktie neu haben will, man muss sie vielleicht nicht mit dem 40er haben, weil also so bei 38, 40 hat es in der Vergangenheit immer nach unten gedreht, dann auch die Bewertung, aber du hast sie halt eben auch 2025 mal zu einem 25er Faktor bekommen.
Ja, sehe ich ja.
Und sogar Triefe noch.
Ich sehe übrigens, Red Bull hat einen Umsatz gehabt letztes Jahr von 12,7 Milliarden und Monster von 8,3 oder so, wenn das hier stimmt.
Okay, 12,7.
Jetzt müssen wir also 50 Prozent mehr.
Also könnten wir auch 50 Prozent, wäre Red Bull nur 150 Milliarden wert?
Ich würde behaupten, dass die Marke noch stärker ist.
Aber das werden wir wohl nie erfahren.
Denn das ist ein Familienunternehmen, was nicht an die Börse gehen wird.
Wahrscheinlich.
Sieh mich sicher nicht.
Aber ich möchte doch was wissen, ich wende mich nämlich hier gerade, Nestle, das ist ja eine deiner Aktien, Christian, das könnte das nicht so eine Johnson & Johnson werden, der Chart sieht so aus, also da könnte jetzt dann auch irgendwann mal wieder so eine Bewegung nach oben kommen.
Die Ente müsste mal wieder, naja, also du hast schon die Situation halt, dass Unternehmen dieser Größenordnung einfach irgendwann fett werden.
Und ich denke, das ist bei Nestlé passiert und dann hatten sie halt leider das Problem, dass CEOs darauf nicht angemessen reagiert haben.
Schneider hat sicherlich den kolossalen Fehler gemacht, Aktien zurückzukaufen auf Pump.
Das hat der Bilanz nicht gut getan und der Nachfolger war ja dann nur sehr kurze Zeit da und hatte ja glaube ich eher...
andere Dinge im Sinn, als das Unternehmen zu strukturieren.
Jetzt haben wir halt mit Navratil jemanden, der zumindest mal die Probleme benennt.
Das ist ein Anfang, aber das ist noch nicht alles.
Und da muss jetzt einfach wieder Volumenwachstum sichtbar werden.
Das ist allerdings das Problem in dieser ganzen Riege der Basiskonsumwerte.
Da gibt es sehr viele, beziehungsweise Coca-Cola ist da eine Ausnahme.
die wirklich Volumenwachstum hinkriegen.
Viele andere schaffen das nicht.
Wie ist es mit Unilever?
Ja, die haben halt gesagt, sie wollen sich ein bisschen schlanker aufstellen.
Schauen wir mal.
Also auch da, das kann man über einen Consumer Staples Index auch ganz gut abfangen, wobei man sich immer darüber im Klaren sein sollte, dass wir da vorne zwei sehr starke Handelsmarken haben, nämlich eine Walmart und eine Costco.
die natürlich auch entsprechend hoch bewertet sind.
Ja, und Costco schwächelt ja jetzt auch, Walmart auch zuletzt so ein bisschen.
Ja, was heißt schwächelt?
Also bei dem Run, bei der Bewertung darf das auch mal sein.
Du hast schon recht.
Und bei Costco, gut.
Aber bei Costco ist die Frage schon größer, ob da jetzt so ein bisschen vielleicht strukturell ein größeres Problem besteht als bei Walmart.
Ja, zumindest einfach auf dem Bewertungsniveau.
Wo man sagt, du hast ein Bewertungsniveau erreicht, was ganz toll ist, aber was vielleicht nicht mehr die Risiken reflektiert.
Und Risiken sind ja immer da, Risiken sind ja auch nichts Schlimmes, aber für Risiken müssen wir eben eine angemessene Prämie bekommen als Investoren.
Sehr gut.
Jetzt haben wir die Röhl-Muss-Themen auch noch besprochen.
Die gehören in jede Röhl-Folge mit rein.
Das stimmt.
Wir haben den Opa nicht besprochen, aber da muss man ältere Folgen hören.
Der Opa ist ja auch häufiger da gewesen.
Haben wir noch irgendwas vergessen, Christian?
Nein, nein.
Ich glaube, was ein wichtiges Thema einfach ist, gerade auch für ETF-Anleger, guckt ein bisschen in eure Produkte rein.
Nicht nur, was die Namen sind, sondern schaut euch das Portfolio an, schaut euch die Mechanismen an.
Manchmal gehen gewisse Ansätze auf aus Gründen, die man eigentlich gar nicht auf dem Schirm hatte.
Das Value-Phänomen, genau.
Das Value, also es haben ganz viele immer gedacht, ja, Value muss doch irgendwann mal was werden.
Ja, dann wird es jetzt was mit Value aus einer Branche, die eigentlich gar nichts mit Value zu tun hat.
Und das andere Thema ist ja, ich meine, ich erinnere mich, wie lange haben sich Anleger ja wirklich so ein bisschen wund gelitten am Thema Emerging Markets, weil das überhaupt nicht in die Pötte kam.
Und jetzt plötzlich rennen die Emerging Markets aus.
gründen, die mit Emerging Markets überhaupt nichts zu tun haben, sondern MSC.
Sondern MSCI, ja, du brauchst den MSCI Emerging Markets.
Wenn du den FUZI hast, dann läuft es nicht so gut.
Ich habe natürlich den FUZI Emerging Markets.
Ich will ja besser nicht über dieses Thema.
Nein, aber das ist halt auch so ein Thema, wenn du jetzt sagst, FUZI und MSCI, wie wird Südkorea behandelt?
Ich möchte doch, wenn ich weltweit investiere, möchte ich doch nicht im Investment davon abhängig sein, wie jetzt ein Indexprovider ein hochtechnisiertes Land wie Südkorea einstuft.
Ich möchte doch alle drin haben, deswegen auch da nochmal das Plädoyer für ein MSCI, All Country World, ja, One World, One Index.
Und wenn man dann sagt, man möchte wirklich Emerging Markets haben, auch das jetzt, wie alles, was ich hier gesagt habe, natürlich keine Anlageempfehlung, sondern vielleicht so im Sinne von Textmarker.
Ich hatte auch ein bisschen was darüber in den Socials geschrieben.
Es gibt einen ganz netten Index von Wisdom Tree, den True Emerging Markets.
Der ist ganz neu, genau.
Ja, genau.
Der hat jetzt aber, glaube ich, inzwischen auch schon 15 Millionen.
Dollar Assets Under Management in relativ kurzer Zeit.
Also ich meine, man muss natürlich jetzt noch mehr rein, aber das ist natürlich spannend zu sagen, Das sind die eigentlichen Emerging Markets, also Südkorea nicht, Taiwan nicht und auch China als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt nicht.
Dafür hast du dann halt Indien, du hast Lateinamerika, du hast die ASEAN-Staaten und auch Osteuropa, Afrika stärker gewichtet als natürlich im Emerging Markets.
Aber da müssen wir uns dann auch nichts vormachen.
Das ist momentan etwas, was nicht läuft.
Das stimmt.
Wenn du Indonesien dir anguckst, das ist wirklich ein Tor.
Indien ist immer noch zu hoch bewertet und konsolidiert und hat natürlich auch dann dieses KI-Thema.
Lateinamerika ist sicherlich von der Bewertung her spannend.
Afrika ist so eine ewige Verheißung.
Ewige Verheißung.
Es ist halt auch kein gutes Timing, Südkorea und Taiwan gerade rauszuleben.
Nein, aber nein, ich würde ja nur sagen, wenn man sie sowieso schon hat.
Du musst sie haben.
Also wenn du sie im All-Country-World hast oder separat und du sagst dann, okay, wir haben ja gesagt über Handel.
Wenn ich Handel machen will, dann kann ich auch sagen, okay, Emerging Markets, da brauche ich aber wirklich die klassischen Emerging Markets, die dann wirklich auch diese Narrative erfüllen, aber dafür brauche ich auch Zeit.
Und an alle, die immer sagen, ja, also Indien, das müsste ja jetzt bald mal wieder kommen.
Warum muss das jetzt bald mal wieder kommen?
Ich erinnere nur dran, Lateinamerika 2011 bis 2024 in Euro inklusive Dividenden hat sich nichts getan.
Gar nichts.
Und dann hast du halt jetzt die letzten zwei, zweieinhalb Jahre mal eine ordentliche Performance da drauf stehen.
Sehr gut.
Ich gucke gerade den True Emerging Market an.
Indien 19, Brasilien 15.
Cash 12.
Aber komm, packen wir auf die Handel.
Das ist ein gutes Argument.
Südafrika 8,7.
Saudi-Arabien 8,3.
Mexiko 6,8.
Musst du mögen.
Polen, Thailand, Malaysia.
Holger, das ist so eine Geschichte.
Ich habe das auch vielfach mit diesem Leiden am MSCI World und All-Country-World ja nicht verstanden.
Ja, weil ich hatte vor drei Jahren schon mal so einen Tweet in dieser Art, wie das manche sagen, ja, also ich habe hier zu viel USA im MSCI World, ja, dann sagst du ja, okay, dann misch doch Emerging Markets dabei.
Nee, ist mir alles nicht stabil genug.
Ja, dann misch doch Europa bei.
Nee, Europa hat sowieso keine Zukunft.
Europa ist schnarchig.
Mach doch Japan.
Nee, Japan will ich auch nicht.
Da ist mir die Währung zu kritisch.
Ja, so what?
Ja, dann beschwer dich einfach nicht.
Bleib bei Jack Bogle in Referenz auf Clausewitz, nämlich der größte Feind eines guten Plans ist der Traum vom perfekten Plan.
Insofern bleibt doch einfach beim guten Plan.
Der guten Plan ist häufig der MSCI All Country World und dann kann man ja da drum was packen, womit man sich einfach wohlfühlt, womit man...
vielleicht auch Spaß hat, weil es einen irgendwie casht, egal ob es jetzt ein ETF ist oder ob es ein paar Einzelaktien sind, so wie eine Monsteraktie oder wie eine Johnson & Johnson.
Oder man sagt, nee, ich bleibe einfach komplett passiv und meinen Spaß hole ich mir woanders.
Sehr gut, also jetzt kann nichts mehr kommen.
Selbst wenn es Schiepitz nicht, schönes Schlusswort.
Das war ein sehr schönes Schlusswort.
hoffe ich, dass ihr noch schöne Tage oder wie lange bleibt ihr noch in Meiland?
Für uns geht es morgen früh, am Samstagmorgen schon um 10.10 Uhr zurück nach Berlin, weil mein Sohn ab Sonntag im Fußballcamp ist.
Toni Kroos Fußballcamp bestimmt.
Nee, FC Bayern Fußballcamp.
Die Bayern trainieren auch, also die machen auch irgendwie so ein gelabeltes Ding bei uns in Berlin und ja, da freut er sich schon riesig drauf.
Aber wir gehen jetzt nochmal Nudeln essen.
Das ist cool.
So muss es sein.
Und nochmal ordentlich passt das zum Finale.
Sehr gut.
Christian, vielen Dank.
Danke, dass du das gemacht hast.
Und da war wie immer sauspannt.
War mal Vergnügen und danke an alle, die uns zugehört haben.
Vielen, vielen Dank für eure Zeit.
Was ich ja wirklich bei Christian so cool finde, der sagt ja, der ist ja in vielen Sachen wirklich so tief drin.
Und er sagt dann aber auch ganz gerne, dazu brauchst du mich eigentlich nicht fragen.
Das ist nicht mein Thema.
Aber dann bei diesen anderen Sachen, da muss man ja auch irgendwie zu stehen sagen, das bin ich nicht, das ist nicht mein Ding, aber in den anderen Sachen da dann halt umso tiefer.
Und diese Sache beispielsweise, dass dieser Value Index, dass da Micron irgendwie mit 17 oder 18 Prozent der stärkste Wert ist, das hat ja überhaupt niemand auf dem Schirm.
Und wie das zusammengesetzt wird.
Und das ist, ich glaube, eine der größten Lehren ist, wenn man sich...
jenseits der Basis-Investments aufhält, beziehungsweise auch bei den Basis-Investments ist es mal ganz spannend zu gucken, was da drin ist, sollte man sich genau vorher nicht nur anschauen, welche Werte drin sind, sondern die Mechanik, die dahinter steckt.
Und das fand ich ja bei dem Value-ITF spannend, dass der die Branchen des Hauptindex beibehält und dann einfach nur die Branchen neu bestückt mit eben den Werten, die für Value befunden werden.
Und dann hat man halt eine Micron so stark drin, weil Micron ein ganz niedriges KGV hat, weil die halt gerade wahnsinnig viel verdient.
Ob das jetzt klassisch Value ist, hätte ich meine Zweifel, aber das muss man sich halt vorher klar machen.
Und ich fand auch wirklich, der rote Faden, wenn man so einen roten Faden bei ihm jetzt sehen sollte, wäre, glaube ich, der einfache Plan schlägt den Traum vom perfekten Plan.
Richtig.
Lieber einfacher machen.
Genau, sonst fängst du im Zweifel auch nie an, das muss man auch sagen.
Was ich noch interessant habe, ich hatte zum Beispiel das Coca-Cola-Thema, weil er sagte, dass man ja auch lange mal warten muss.
Oder du hattest doch gesagt, bei Coca-Cola, Sparplan etc.
pp.
Oder es ging dann irgendwie auch lange gar nicht weiter, meinte er.
Ich habe ja für meinen Sohn, habe ich vor drei Jahren oder so bei Coca-Cola investiert.
Für ihn, irgendwie 200 Euro oder so.
Und jetzt zeige ich ihm das die Woche nochmal wieder, auch haben wir darüber gesprochen, dass sie ja echt ganz gut gelaufen sind jetzt und so weiter.
Und dann meinte er, ja, ich habe jetzt irgendwie so, 30 Prozent plus oder so.
Oder 25 Prozent.
Und dann meinte er, wäre es jetzt vielleicht nicht Zeit auszusteigen.
Ich meine, klar, das sind Peanuts.
Aber dann habe ich ihm deine Rechnung, die ihr diese Woche ja auch hattet, bei Töbel E, glaube ich.
Wenn du jetzt 30, 40, 50 Jahre wartest nochmal bei Coca-Cola, was ja als 17-Jähriger durchaus möglich ist.
In 50 Jahren ist er im Renteneintrittsalter, ungefähr.
Und da sag ich dann...
Da geht er mit 80 in Rente.
Genau.
Erstens geht er mit 80 in Rente und betont er 20.
Noch besser.
Aber ihr hattet doch gesagt, aus 100 Coca-Cola-Dollar sind dann irgendwie 47.000 oder so geworden bis heute.
Dann hat er nämlich aus 200 Coca-Cola-Euro hat er dann 100.000.
Also hab ich gesagt, warte doch noch ein bisschen.
Ja, stimmt.
Und das hat ihn überzeugt, erst mal.
Trotzdem, wir haben ja auch gelernt, Satelliten oder Extra-Investments brauchen auch klare Regeln, wie groß die werden dürfen.
Oder das fand ich auch noch, dass so nicht nur kaufen ist einfach, sondern auch...
ein Verkaufsregel hast, zumindest wenn du so wie Christian drauf bist.
Wenn man eher sagt, ich bin lotterhafter oder ich mag das Momentum und kann auch mit größeren Rückschlägen mal lernen, dann wird man es wahrscheinlich nicht machen.
Aber wenn man wirklich ein Portfolio nach, ich würde sagen, am nächsten, am wissenschaftlichen Kriterien ausrichtet, dann müsste man wahrscheinlich wirklich da aufpassen, dass man regelmäßig rebalanced und eben zu große Gewichte.
wieder zurückschneiden.
Und der Sparplanhinweis ist auch nochmal guter.
Wir sind große Verfechter, wir kreisen den immer an, aber tatsächlich beim Sparplan den richtigen Ausstiegszeitpunkt zu haben, ist tatsächlich, so schön man immer günstig nachkaufen kann, sollte man einen Blick haben.
Es muss am Ende halt nach oben gehen.
Genau, es muss nach oben gehen, beziehungsweise du musst ein Ziel vielleicht auch da haben, sagt der Motto, wo will ich denn damit hin?
Was ist denn das Ziel?
Und das fand ich auch nochmal ganz interessant.
Ja, dann habe ich Ja, wir haben sehr, sehr viel besprochen.
Das war auch wieder eine sehr, sehr lange Folge.
Ich denke mal, das wird auch wieder auf insgesamt zwei Stunden hinauslaufen.
Governance ist kein Nebenthema.
Vielleicht ist das auch nochmal ein Spannendes.
Ja, das ist natürlich so ein bisschen auf einer Mission.
Also das ist ihm immer ein Anliegen.
Und gibt es auch gute Gründe für?
Gibt es gute Gründe?
Ich habe aber das Gefühl, dass der moderne Kapitalmarkt ist dem scheißegal.
Governance spielt immer weniger eine Rolle.
In Boom-Zeiten ja nie.
Beziehungsweise bei Biontech siehst du, da ist halt keine Boomzeit.
Da ist halt einfach plötzlich merkst du, huch, da ist ja was.
Und du kannst gar nicht agieren, weil da gar nicht die Möglichkeiten bestehen.
Biontech hat er beerdigt.
Ja, das fand ich sehr traurig.
Aber ihr müsst nicht traurig sein.
Nein.
Ihr habt in der kommenden Woche, wobei ich weiß gar nicht, wie gut die Woche wirklich werden kann.
Du hast ja die dritte Woche jetzt hintereinander.
Alles auf Aktien.
Die dritte Woche quasi keinen Schlaf.
Aber du hast natürlich den großen Vorteil, dass du mit mir zusammen hostest.
Und ich werde dich schon wachhalten.
Das ist gut.
Sommerfeldschildpitz gibt es nicht in der kommenden Woche bei Alles auf Anzeige.
Und es geht dann auch los mit der...
Bilanzsaison.
Leider noch nicht die ganz großen Sachen.
Wir haben so ein bisschen, ich glaube Netflix haben wir schon und wir haben die Banken, also den Start haben wir.
Aber es ist trotzdem gut, dass überhaupt jetzt die nächsten Wochen, die vielleicht ein bisschen beschaulicher werden, grundsätzlich, jetzt ist es Sommer, jetzt beginnen die Ferien, jetzt beginnt für viele der Urlaub, aber die Earnings Season halt beginnt dann so richtig in den nächsten Wochen und da haben wir hier genug zu berichten.
Das stimmt und die Frage, dann können wir auch die Frage noch besser beantworten, ob es eine Blase ist oder nicht und ich würde ja vermuten, es wird nochmal.
diese ganzen Investitionen in CapEx, das wird nochmal erhöht.
Meinst du jetzt schon im Sommer, wenn wir da schon eine Ahnung von bekommen?
Ja klar, du musst ja jedes Mal, wenn du berichtest, sagst du ja, was deine Ausgaben, also du sagst erstmal, was du ausgegeben hast, da kannst du schon mal gucken, ob du im Plan bist, da ist die Frage, ob man überhaupt so viel ausgeben kann derzeit und bei dem anderen musst du dich halt fragen, ob du noch weiterhin gewillt bist, das, was du schon mal angegeben hast, zu machen.
Und in dem Maße, Diese Analysen dazu, die Einordnung bekommt ihr nur bei uns, weil hier gibt es auch keine Sommerpause, hier wird durchgehostet.
Das kennt ihr ja schon aus den letzten Jahren, jeden Tag, jede Woche.
Und das wollt ihr nicht verpassen.
Und deshalb abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Und Chabit Sommerfeld gibt es dann am Montag ab 5 Uhr bei WELD und überall, wo es Podcasts gibt.
