# AI-Driven E-Commerce: Visual Automation, GEO Realities, and Agentic Shifts

**Podcast:** Tech and Tales
**Published:** 2026-07-11

## Transcript

Tech & Tales.
Herzlich willkommen zur 88.
Folge von Tech & Tales.
Heute ist Teil 2 der AI und E-Commerce Folge.
Diesmal mit Tarek Müller und wir sprechen über Geo, wir sprechen über was About You an neuen Technologien verwendet.
Denn es gibt Zahlen, dass der Traffic von generativen KI-Quellen, zumindest im Retail-Markt, also auf den US-Retail-Seiten, um 4,7 Prozent im Jahresvergleich gewachsen ist nach Adobe Analytics.
Und auch wenn das von einer sehr kleinen Basis kommt, so sind die Zahlen doch ziemlich groß hochgerechnet.
Und wir sehen auch, dass Gen.AI bzw.
KI-Agenten in der Holiday Season 2025, also Weihnachten letzten Jahres, rund 200 Euro.
62 Milliarden Umsatz gemacht haben.
Das heißt, es ist ein Fünftel des gesamten Feiertagsumsatzes.
Aber, und jetzt im Hinblick auf Geo, haben nur 29 Prozent der Marken überhaupt irgendeine Strategie.
Der gesamte Markt spürt es, dass der AI-Traffic ihr Geschäft beeinflusst.
Aber sie handeln immer noch nicht konkret dazu.
Aber jetzt, Tarek, stell dich doch einmal kurz vor.
Ja, moin, danke für die Einladung.
Ich bin Tarek, ich bin einer der Gründer von About You.
Vorher zwei andere Firmen.
gegründet auch im E-Commerce-Bereich.
Und genau, About You ist in 28 Ländern aktiv, macht zweieinhalb Milliarden Umsatz mit dem Verkauf von Klamotten im Wesentlichen an Männer und Frauen, überwiegend junge Menschen.
Und darüber hinaus haben wir noch ein Software-Business namens Scale.
Haben wir vor sechs Jahren quasi rausgekarft.
Das ist unsere proprietäre Software, die wir dritten anbieten, so ein bisschen wie Shopify, aber für den Enterprise-Bereich, also für Unternehmen, die über 100 Millionen Online-Umsatz pro Jahr machen, mindestens im Schnitt eher so 500 Millionen.
Und da betreiben wir 300 Online-Shops, viel im Bereich Mode, so wie Deichmann, Snipes, S.
Oliver, Levi's Global, Harrods, aber auch außerhalb der Mode, Babymark, Babywilds, Biogena, Vielmann, Mr.
Specs, Manchester United, FC Bayern und viele, viele mehr.
Also zwei Seiten quasi, ein E-Commerce-Background, einerseits selbst als Operator, andererseits als Softwareanbieter.
Ja, klar, das ist sehr gut.
Das heißt, ihr hedgt so ein bisschen euch selbst und stellt sicher, dass ihr auf beiden Seiten vertreten seid.
Egal, was passiert.
Also AI-seitig, auf welcher Seite habt ihr angefangen?
Was habt ihr zuerst gemacht?
Also ich versuche, AI ist ja so ein großes Thema, es ist alles und nichts irgendwie.
Ich versuche das für mich eigentlich immer so in drei Gruppen zu teilen, um das Ganze so ein bisschen besprechbarer zu machen.
Das erste ist das Thema Traffic auf die Website und Kunden generieren, indem man Sichtbarkeit in LLMs herstellt.
im Prinzip mit Hilfe von AI die Conversion Rate auf der eigenen Seite steigern kann, also Conversion Rate und Stickiness.
Und das Dritte ist, AI im Einsatz, um sozusagen die Cost of Operating, also quasi sozusagen im Hintergrund letztendlich AI einzuführen oder mit Hilfe von AI letztendlich Dinge zu automatisieren, um mit dem Ziel effizienter zu werden, weniger Menschen zu brauchen, um das gleiche Business zu betreiben oder halt Ineffizienzen auszumerzen, die halt...
durch Menschen eben vorher nicht ausmerzbar waren.
Also das dritte ist dann quasi Margen steigern, das zweite ist eher Topline steigern und das erste ist eben Neukunden oder Sichtbarkeit generieren.
Ich kann jetzt gar nicht sagen, wir haben jetzt nicht mit irgendeinem als erstes angefangen und das andere, sondern eigentlich auf allen drei Bereichen sind wir schon seit immer aktiv.
Und auf allen drei Bereichen kann man wahrscheinlich sagen, gibt es irgendwie Dinge, wo ich vor zwei Jahren dachte, die werden heute weiter sein und andere Dinge, wo ich überrascht bin, wie schnell die Entwicklung eigentlich eingesetzt hat.
Ja, ihr habt eine, oder ich weiß nicht, ob es eine Geostrategie tatsächlich ist, aber ihr seid sehr, sehr gut in den Modellen auffindbar, finde ich.
Und ich habe in einem anderen Podcast gehört, dass du gesagt hast, dass bei euch trotzdem der Traffic von den Modellen nur ungefähr ein Prozent ist.
Ist das richtig?
Also ich glaube, man kann auf zwei Zahlen referenzieren, wenn man über die Frage spricht, wie viel Traffic kriegt man von LLMs.
Das eine wäre die Frage, wie viel Prozent deines Gesamt-Traffics kommt von LLM und die zweite ist, wie viel Prozent deines Marketing-Traffics kommt von LLM.
Marketing-Traffic ist im Prinzip der gesamte Traffic minus deinem Direct-Traffic.
Das ist ja beides valide Sichten.
Bei der zweiten sagt man, ich blende eigentlich alle aus, die direkt auf meine App gehen oder direkt auf meine Webseite und ich gucke nur, wie viel Prozent von external Referrals sozusagen sind LLM.
Und ersteres ist quasi des gesamten Traffics.
Und genau, es ist so, dass bei About You mittlerweile momentan so 0,3 Prozent, Pi mal Daumen, des gesamten Traffics.
von LLMs kommt und ungefähr 1,2 bis 1,5 des Marketing-Traffics.
In anderen Worten heißt das, 75 Prozent unseres Traffics ist organisch, also steuert uns direkt an.
25 Prozent ist eben mit External Referral und davon ungefähr 1,5 Prozent von LLMs oder 0,3 gesamt.
Insofern, die Zahlen, die du genannt hattest, eingangs, also 5 Prozent mehr, ist jetzt die Frage von Prozentpunkten oder 5 Prozent, aber ich glaube, du hattest eben gesagt, 25 Prozent des Gesamt-Traffics kam von LLMs in der Holiday Season.
Hört sich sehr viel an, oder?
Würde ich einfach mal pauschal sagen, glaube ich nicht.
Ist aus meiner Sicht 100% sicher Bullshit, wenn es sich auf den Gesamttraffic bezieht zumindest.
Das kann vielleicht irgendwo mal hier und da ein Edge-Case sein.
Was ich halt sehe, ist im B2B-Bereich ist tatsächlich der Traffic von LLMs deutlich höher.
Also wenn wir jetzt auf unserer Scale-Website gucken zum Beispiel, da haben wir schon einen echten relevanten Anteil von LLMs.
Oder ich bin zum Beispiel beteiligt an einer UX-Agentur, die kriegen tatsächlich schon 25% ihrer Kunden.
über LLMs, weil wenn du das LLM fragst, wenn du Chachepedie fragst, was ist die beste UX-Agentur in München, dann sagt sie dir Kobi und dadurch kriegt Kobi eine ganze Menge Aufträge.
Also im B2B-Bereich ist der Anteil sehr hoch.
Im B2C-Bereich kommt es auf die Kategorie an.
Bist du in einer Kategorie, die eher erklärungsbedürftig ist, also verkaufst du zum Beispiel komplizierte Sportartikel oder ein E-Bike oder komplizierte Elektronikartikel, dann glaube ich, kann man so auf maximal 5 bis 10 Prozent des Gesamt-Traffics kommen.
Das sind schon absolute Ausreißer.
Ich nehme mal jetzt mal die Nische aus, den Ausnahmen gibt es immer im Schnitt.
Und je mehr du eigentlich in nicht erklärungsbedürftigen Kategorien bist, dazu gehört Mode, desto geringer ist der Anteil der User, die wirklich in ChatGPT oder Gemini ihre Product Discovery starten.
Also kaum einer startet seine Fashion Product Discovery in ChatGPT oder Gemini.
Die wenigsten starten sie generell dort.
Das heißt für den Handel, also für den E-Commerce, ist es heute noch nicht so relevant, wie es vor ein paar Jahren gekocht wurde.
Das muss man schon sagen.
Das glaube ich 100% auch.
Vor allem, was ich schwierig finde, ist die Traceability.
Du weißt nicht, was die Leute prompten.
Das ist Problem Nummer eins.
Ich finde Problem Nummer zwei, selbst wenn die Discovery in den Modellen stattfindet, der Jump-Over zu den einzelnen Plattformen, das ist ja das eigentliche Problem, weil da immer ein Bruch.
stattfinden wird.
Aber du hast ja einen Klick und du hast ja einen Link, die Leute können ja schon draufklicken.
Also du kriegst ja heute auch bei ChatGPT und Gemini schon tatsächlich wirklich Produktempfehlungen, wie so Google Shopping quasi.
Du kannst schon draufklicken, also dann hast du den Referrer.
Also da ist die Zeit, die ich genannt hatte, sind eben Referrer-basiert.
Du hast natürlich recht, wenn du jetzt fragst, was ist der beste Mode-Onlineshop und er sagt About You und ich öffne einen neuen Tab und gebe About You ein, dann ist es bei uns ein Direct-Type-In.
Aber wir cross-validieren das im Grunde genommen mit einer Survey, wo wir die Leute halt fragen, woher kennst du uns?
Und damit cross-validieren wir diese Effekte so ein bisschen und wir sehen, dass das kein nennenswerter Effekt ist.
Also die meisten Leute, die über LLMs recherchieren, klicken tatsächlich auch auf den Link und springen dann tatsächlich raus.
Man muss fairerweise sagen, das wächst natürlich stark.
Also die 0,3 respektive 1,2, 1,5 Prozent, das ist ungefähr fünf bis zehnmal mehr als noch vor einem Jahr.
Also man sieht halt schon sehr hohe Wachstumsraten bei dem Thema.
Aber man muss halt auch sagen, gerade in so Mode und anderen Bereichen, die eher Lifestyle-orientiert sind, ist der Anteil im Gesamtraffic immer noch recht gering.
Aber dadurch, dass es so schnell wächst und wenn ich jetzt E-Bikes verkaufen würde zum Beispiel, dann würde ich mich deutlich mehr mit Geo auseinandersetzen als jetzt bei Mode.
Wir setzen uns damit auseinander, aber es hat für uns jetzt eben noch keine...
Game-Changing-Rolle und man muss auch fairerweise sagen, außer für B2B-Unternehmen, im B2C gibt es kaum Kategorien, wo das wirklich Game-Changing ist.
Im Sinne von viel mehr Traffic bringt als jetzt Instagram, TikTok und Google.
Also das sind immer noch die Main-Traffic-Bringer für nahezu den gesamten E-Commerce.
Und da kommen die LLMs bei weitem noch nicht ran.
Du meinst noch?
Also glaubst du, das wird sich perspektivisch oder in den nächsten zwei Jahren ändern?
In den nächsten zwei Jahren definitiv nicht.
In den nächsten zwei Jahren definitiv nicht, weil in zwei Jahren kann sich die Struktur von LLMs gar nicht so stark verändern.
LLMs sind heute, ich finde, man sieht das bei Google sehr gut.
Google hat ja eigentlich zwei Use Cases für Search.
Das eine ist der Use Case der Informationsbeschaffung und das zweite ist der Use Case von im Grunde genommen Product Pre-Discovery.
Was man ja sieht, ist, wo springt der AI-Mode an?
Er springt an bei der Informationsbeschaffung.
LLMs sind heute im Wesentlichen ein Tool der Informationsbeschaffung und der...
ja, Education in gewisser Weise.
Das ist ein ganz anderer Use Case als der Transaktions-Use Case.
Man sieht das ja bei Google.
Wo springt Google Shopping an und die Ads?
Das sind transaktionsrelevante Keywords.
Und wo springt AI-Mode an?
Das sind Informations-Keywords.
Daran sieht man auch ganz gut, wo reihen sich die LLMs heute ein.
Und es ist schon ganz klar, dass die LLMs heute sich mehr da einreihen.
Und das wird sich innerhalb von zwei Jahren, glaube ich, nicht so stark ändern.
Auf einer fünf- bis zehn-Jahres-Sicht kann das natürlich anders sein.
Da würde ich mir keine Prognose zutrauen.
weil sich dafür die Sachen zu sehr ändern.
Aber ich glaube, auf die nächsten zwei Jahre würde ich mich 100 Prozent festlegen und jede Wette eingehen, dass LLMs, also man muss ja auch sagen, worüber reden wir, wir reden am Ende über Chichiquiti und Gemini aktuell, weil das sind die Consumer-Facing-Main-Apps, dass die nicht Google, TikTok, Instagram...
und Facebook überholen werden in ihrer Relevanz der Traffic-Zubringerei quasi für den E-Commerce im Schnitt.
Es wird immer, wie gesagt, ich würde immer irgendwelche Edge-Cases ausklammern.
Bringt jetzt auch nichts, wenn mir jetzt irgendein User irgendein Beispiel zuschickt.
Das wird mich jetzt nicht davon abstimmen.
Also wie gesagt, 90 Prozent der Shops gilt das trotzdem.
100 Prozent und ich glaube auch, dass der, also abgesehen, also der Use Case ist das Entscheidende.
Also besorgst du dir etwas oder bist du am Shoppen?
Ich glaube halt, dass dieser Kontext des Window Shoppings, der Kontext, dass die Leute die Bilder sehen wollen.
Ich meine, bei About You habt ihr sehr viel Fokus auf super gut korrektierte Bilder.
Es ist alles super clean und weiß, total visuell extrem ansprechend.
Und ich glaube, da ist ein super großer Unterschied.
Der Mann, der irgendwie Online-Club...
Klopapier bestellt und dann vielleicht bei Chachapiti guckst du, wo kriege ich das günstigste Klopapier, ist was anderes, als die Frau, die versucht ein ganzes Outfit zu kaufen.
Und das sollte man immer differenzieren, glaube ich.
Ja, ich würde nur argumentieren, dass der Mann, der das günstiges Klopapier sucht, das nicht bei Chachapiti tut heute.
Nee, vielleicht nicht.
Ja, nee, aber man muss ja die Kirche im Dorf lassen, weil ich glaube halt sozusagen, das Thema wird meiner Meinung nach von Beratern viel zu hoch gekocht.
Man muss die Kirche am Dorf lassen, also so heute.
ist ChatGPT kein E-Commerce-Case.
Das sieht man ja auch daran, dass sie dieses Gentic-Commerce-Protokoll eingeführt haben und wieder eine komplette Rolle rückwärts gemacht haben.
Die haben mit Shopify kooperiert, die haben weder Merchants gewonnen, die gesagt haben, ich möchte über ChatGPT verkaufen, aber noch härter ist kein User-Art oder Bock drauf.
Ich bin da mal ein bisschen hin- und hergerissen, weil das soll jetzt auch keine Entwarnung sein, so im Sinne von, als Handels-CEO sollte man sich das Thema nicht mehr angucken.
Ich habe nur das Gefühl, es wurde so hochgekocht von Beratern, dass man es manchmal ein bisschen wieder runterkochen muss, so im Sinne von, Ey, es ist noch nicht so, dass jetzt alle gerade über ChatGPT einkaufen, sondern nahezu keiner beginnt seine Product Discovery Journey.
Weder guckt man nach dem günstigsten Klopapier über ChatGPT, weil die Antwort, die du bekommst, ist super schlecht.
Die Wahrscheinlichkeit, dass ChatGPT dir sagt, wo du das Klopapier am günstigsten bekommst, ist viel unwahrscheinlicher, als dass du einfach zu Amazon gehst und es dir da bestellst.
Insofern, es ist heute noch nicht da.
Aber wie gesagt, keine Entwarnung dafür, dass es da nicht in ein paar Jahren da ist.
Weil die arbeiten schon weiterhin, es gibt ja auch dieses zweite Buzzword, Budget Anticommerce, was schon die Realität sein wird in zehn Jahren, sag ich mal, ist, dass du im Grunde genommen einen Agenten hast, der fungiert wie so eine Assistent, wie so eine Assistentin, Assistentin in der echten Welt, wo du halt hingehen kannst, der hat deine Kreditkarte, also der hat so eine Art Vollmacht und eine Kreditkarte, mal ganz blöd gesprochen.
Und dem kann ich halt sagen, hey yo, ich möchte bitte diesen Artikel kaufen.
Besorge mir den einfach am günstigsten.
Oder noch wahrscheinlicher, und das ist auch interessant, dass Google da auch im Prinzip gerade einen kleinen Switch gemacht hat, ich möchte dieses Hotel oder ich möchte ein Hotel im Umkreis von zwei Kilometern von dem und dem Ort, in dem und dem Zeitraum oder das konkrete Hotel möchte ich, buche mir das einfach.
Oder den und den Flug.
Weil das ist so ein obvious case.
Heute ist eine Flugbuchung ja ein reiner Pain.
Du musst 30...
Pop-Ups schließen, dann musst du 15 Mal auf ich will diese Kack-Versicherung nicht drücken.
Dann musst du immer deine Daten neu eingeben, um dann nochmal fünf Klicks zu machen, um dann einen Flug zu haben.
Flug ist ja eine Commodity.
Ich weiß ja schon, dass ich diesen Flug will.
Ich will einfach nur günstig haben.
Da ist in meinen Augen super klar, dass der Frontend-Touchpoint verloren gehen wird.
Die Leute werden in zehn Jahren sich nicht mehr durch ein Zvoodoo und danach ein Opodo und dann durch ein Click and Fly durchklicken, um einen scheiß Flug zu buchen, wo sie schon wissen, dass sie genau den wollen.
Oder ein Booking hat wenigstens noch eine vernünftige Buchmaske, aber auch da ist es eine Commodity.
Das Klopapi nachbestellen ist eine Commodity.
Das heißt, ich glaube, dieser Transaktions-Use-Case, den wird es halt definitiv geben.
Und es ist sehr klar in meinen Augen, dass jeder User irgendwann so eine Art Agenten hat, der halt eben diese relativ Commoditized-Transaktionen für einen erledigen kann, weil er halt so eine Art Vollmacht- und Kreditkartenzugriff hat auf mich.
Ich kenne das, ich habe eine Assistentin oder ich teile mir die Assistentin zusammen mit Hannes und Betz, die macht auch noch andere Sachen, aber ich schreibe ja heute auch, ich muss nächste Woche Dienstag nach Berlin da und da den Termin und sie bucht mir dann eben die Bahn und das Hotel.
Diesen Use Case sozusagen.
den werde ich, glaube ich, in fünf bis zehn Jahren halt einfach über einen Agenten abwickeln, der das halt eben AI-mäßig und mit einem Transaktionsprotokoll halt für mich vollzieht.
Und da ist natürlich die große Frage, okay, es ist aus meiner Sicht sehr klar, dass das auf den Commodity-Use-Case passieren wird, also Flug, Hotel.
Klopapier nachbestellen.
Die Frage ist natürlich, wie sehr wird sich das in den E-Commerce reinfräsen?
Wird es irgendwann so sein, dass ich zu meinem Gemini-Tarek-Assistenten halt sage, ich bin im August eingeladen auf eine Hochzeit in Italien und der Dresscode ist boho-chick, bestell mir ein Outfit.
Das ist natürlich die Frage, wird das so weit gehen?
Also traue ich das diesem Agenten zu?
Oder ist es halt eben so, dass er für mich eigentlich nur die Transaktion ausführt, aber im Prinzip die Frage, was ich eigentlich will, immer noch eigentlich durch mich entschieden wird.
Und wenn dem so ist, ist ja die Frage, wo findet diese Entscheidungsfindung statt, zu sagen, es ist dieses Hemd, was ich möchte und dieser Anzug.
Überlasse ich das dem Agenten und sage, das ist auch noch mein Stylist und ich vertraue dem blind?
Oder sage ich, ich möchte schon die Entscheidung treffen, ich sage, ihr macht mir Vorschläge, er macht mir Vorschläge und ich mache daraus die Koalition?
Oder gehe ich für diesen Use Case zu einem About You und mache das innerhalb von About You, weil ich sage, da ist so ein genereller wie Gemini, vielleicht dem traue ich das nicht so gut zu wie einem About You.
So wie es heute auch ist.
Ich gehe auch nicht zu Google.
und mache meine Product Discovery für ein neues Outfit bei Google, sondern ich sage höchstens Google, ich brauche eine Fashion Destination und der verweist mich dann zu About You und ich mache diese Entscheidung eben dann bei About You oder Zalando.
Und da ist aber natürlich dann die große Ungewissheit.
Also ab wann haben wir diese Agenten?
Wir haben sie heute nicht.
In den USA gibt es im Beta-Modus im Prinzip Googles UCP.
Also es ist alles super Beta, aber es gibt es heute faktisch noch nicht wirklich.
Die Frage ist, ab wann haben wir diese Welt, wo der Agent für mich irgendwie wirklich in meinem Auftrag, sage ich mal, Dinge buchen kann und Transaktionen durchlaufen kann und wie weit.
Wird das gehen in der Frage, was der alles für mich macht?
Hört es bei den Commoditized Use Cases auf, Klopapier, Hotel, Flug?
Oder geht das halt wirklich in alle Bereiche des Konsums?
Also gerade Konsum wird ja durch dein Gehirn gesteuert, durch Dopamin.
Das heißt, dieser Dopaminrausch, den du typischerweise hast, wenn du am Shoppen bist, also jetzt abhängig von den Commodities, abhängig, was alles besorgen ist.
Dinge des Alltags braucht kein Mensch.
Da hat keiner irgendwie so einen Dopaminrausch, wenn du ein Klopapier bestellst.
Die typische Frau kauft ja nicht, weil sie jetzt genau weiß, was sie anziehen will.
Die geht auf die Seiten, fängt an bei About You sich Outfits anzugucken, mit Bräuniger, keine Ahnung.
Und dieser ganze Prozess ist ja gesteuert durch quasi dein Gehirn, das happy sein will.
Und das wird sich der Käufer, der User, wie auch immer, der Nutzer nie nehmen lassen.
Und darauf sind ja auch die Seiten alle optimiert.
Ich meine, darauf ist das Gesamte, ist ganz Social Media am Ende optimiert.
Das heißt, ich glaube...
nicht, dass in irgendeiner Zukunft Agenten mit deiner Kreditkarte loslaufen werden und einkaufen werden.
Darüber hinaus, das ist ja auch so, dass Agenten immer noch nicht...
technisch in der Lage sind, sowieso richtig das abzuschätzen.
Agenten lassen sich momentan viel zu leicht noch von vermeintlich guten Angeboten täuschen, die sie gar nicht einschätzen können.
Es gab dazu Riesenpaper, die das analysiert haben, dass Agenten halt totale naive Geschöpfe sind am Ende des Tages.
Daraufhin hat Amex irgendwie auch auf der Kreditkartenseite so einen Kreditkartenschutz eingeführt, dass die vor Agenten schützt sozusagen.
Also das glaube ich halt.
never ever, dass dieser Agentic Commerce kommt.
In der Form, wie das auch immer propagiert wird.
Und das Zweite, was du sagtest, ich glaube auch, dass die Discovery tatsächlich, wie du sagst, glaube ich auch nicht, dass die aus Google und Amazon rausgehen wird, weil es die Daten ja nicht anders sein werden.
Das Problem sind die Daten.
Solange der Händler immer die gleichen Daten hat, wird ChatGPT nicht zum besseren Google am Ende.
Weißt du?
Das heißt, was gibt es da für einen Grund?
Ich finde, das ist so ein totaler Trugschluss, zu glauben, dass man so seinen Agenten durch die Gegend laufen lässt, der dann für einen Shoppen geht.
Finde ich schwierig.
Aber okay, abgesehen jetzt von Ingentic Commerce und Gio, ja, auf der Seite, was nutzt ihr intern für AI?
Also beziehungsweise nicht was, aber was sind sozusagen die Use Cases?
Nutzt ihr es auch schon zur Generierung von Assets?
Nutzt ihr es für Marketing?
Was macht ihr da?
Also auf der Website, boah, da gibt es so viel, aber ich würde mal vielleicht so drei Sachen highlighten.
gerankt von habe ich mehr erwartet zu hat mich umgehauen.
Das Erste, woran wir arbeiten, ist ein Assistent.
Das heißt, du kannst auf About You gehen und wenn du dann auf die Suche gehst, drauf drückst auf ein Smartphone, dann kannst du im Prinzip auf Maya drücken.
Maya ist ein Assistent.
Also Maya ist im Prinzip so wie ChatGPD und du kannst halt mit Maya reden oder schreiben, also Maya kommunizieren.
Du kannst halt Maya sagen, ich brauche das und das.
Wird das genutzt?
Ja, das ist eben die Kategorie, hat mich eher enttäuscht.
Ich hätte vor zwei Jahren gedacht, dass das heute viel mehr Einzug erfährt im E-Commerce.
Selbst auf Amazon ist das ja überhaupt noch nicht Standard.
Ich hätte gesagt, Amazon ist das Erste, wo du aufhörst, auf so Kategorien rumzuklicken und halt mit so einem Amazon Assistant eigentlich interagierst.
Und das ist eigentlich bei allen so eine Art Roa-Kripera.
Also es wird kaum genutzt und es ist irgendwie auch schlecht.
Ich finde, Dazu muss man sagen, der About-You-Assistent ist auch bei weitem nicht der beste, den es da draußen gibt.
Ich finde zum Beispiel den Zalando-Assistenten deutlich besser.
Ich finde auch den Otto-Assistenten deutlich besser.
Also ich muss dazu auch sagen, er wird bei uns nicht viel genutzt.
Er ist aber auch nicht der Beste.
Aber es liegt auch daran, dass wir da gerade gar keine Kappe reinstecken, weil wir halt sagen...
Wir warten jetzt einfach darauf, dass Zalando das hinbekommt und dann übernehmen wir den von Zalando in Scale und wenn er in Scale ist, haben wir ihn auch bei Boutube.
Deswegen haben wir das bei uns so ein bisschen depriorisiert.
Heißt aber nicht, dass da jetzt niemand mehr dran arbeitet, aber extrem marginale Ressourcen.
Aber wir sehen auch einfach, die User haben da irgendwie gar nicht so Bock drauf.
Da hätte ich mehr erwartet.
Dann zweites Thema, wo ich sagen würde, Das hätte ich schneller erwartet, aber ist trotzdem ein Killer-Feature, ist Virtual Try-ons.
Ist das Thema, dass du ein Bild von dir selbst hochladen kannst und wir dann im Prinzip den Artikel eigentlich ran prompten und du dich halt in dem jeweiligen Artikel siehst.
Ich meine, das ist in meinen Augen ein sehr obvious Killer-Feature für den Online-Modehandel.
Es löst ein ganz, ganz großes Problem, nämlich dass der Kunde einen Artikel sieht.
an so einem supergeilen Model mit so einem supergeilen Körper und dann kommt der Artikel oder sieht an mir selbst einfach komplett anders aus.
Das ist der größte Painpoint des E-Commerce und auch der teuerste Painpoint, weil die Retouren quasi unsere Margen killen.
Das heißt, wenn man das lösen könnte, dass halt der Artikel nicht mehr an diesem supergeilen Model mit dem supergeilen Körper, sondern an mir zu sehen ist, das wäre ein Game Changer.
Nun ist das ja schon lange kein Geheimnis.
Ich meine, da arbeitet die Industrie wirklich seit Anbeginn der Industrie dran.
Und irgendwie dachte ich jetzt mit Gen.ai und all die, jetzt werden wir den Durchbruch haben.
Wir haben ihn fast.
Wir haben ihn eigentlich schon.
Das Problem ist nur, die Tokenkosten sind noch so hoch, dass wir das noch nicht rausrollen können, weil wir würden pleite gehen.
Aber wir haben ihn.
Wir haben ihn auch auf der Website für manche Kunden, in manchen SKUs.
Aber wir sind noch nicht so weit, dass wir ihn ausrollen können, weil er immer noch ein paar Qualitätsbumps hat und weil er einfach unfassbar teuer ist.
Das könntest du jetzt im Luxusbereich machen, aber wir verdienen an der Klamotte leider nicht genug, dass wir uns das leisten können.
Das ist aber ein Thema, wo ich sagen würde, das wird in den nächsten Jahren den Durchbruch sehen und in den Massenmarkt einziehen.
Und wenn ich in zehn Jahren About You besuche, dann ändert sich das Logo zu About Tarek und mein kleiner persönlicher Personalisierungstraum wird endlich wahr.
Ich sehe die Klamotten an mir, an mir, wenn ich das will.
Das glaube ich never ever.
Und ich kann mein eigenes Avatar stylen, wenn ich will.
Manche Leute wollen es nicht, aber wenn ich das will, dann kann ich das halt machen.
Aber ich glaube daran nicht.
Ich glaube daran wirklich nicht.
Du glaubst nicht, dass es technisch passiert oder dass der User darauf Bock hat?
Nee, ich glaube nicht, dass die User darauf Bock haben, weil technisch, guck mal, wir beide haben schon vor, ich würde sagen, sechs, fünf Jahren geredet, als ich mal noch mein Startup hatte und da haben wir Avatare gemacht und da hatten wir ja diesen Use Case irgendwie aus dem Link ein E-Commerce-Video zu machen und da haben alle sofort auch, also alle E-Commerce haben gesagt, so und könnt ihr auch die Avatare anziehen, könnt ihr die Klamotten anziehen und so weiter, weil wie du sagst, das ist der größte Painpoint, aber weißt du, wenn man genau sich anguckt, wie User shoppen, dann shoppen alle im quasi halb schlafabends, wenn sie kurz vorm Einpennen sind, sagen so, oh shit, ich brauch noch irgendwie drei weiße T-Shirts oder so.
Und dann gehen sie zu ihrer App des Vertrauens irgendwie, lass es About You, Zalando, Otto, Bonprix, wie auch immer, egal sein, klicken drauf, sagen so, okay, ist gut, so.
Je schneller, ich mein, man sieht das ja in den Zahlen, je schneller der Checkout sozusagen, je schneller der Funnel, desto besser, desto höher die Conversion.
Am besten, ich mein, ihr seid da die Killer so, am besten so ein, zwei Klicks, am besten direkt zu Apple Pay.
Und das heißt, das Hindernis, ein eigenes Foto hochzuladen und sich dann damit auseinanderzusetzen, dass man ziemlich behindert aussieht mit dem weißen T-Shirt, das will keiner.
Ja, also das will keiner in der Form, wie es heute umgesetzt ist.
Da stimme ich hier komplett zu.
Ich glaube, der Use Case ist halt eher ein anderer.
Der Use Case ist halt so, du musst dir die Welt in zehn Jahren so vorstellen, dass du dir halt den Onlineshop eines Vertrauens mit dem einmal, wenn du Bock hast, eine Minute durchläufst, wo du die Passform einmal konfigurierst und ein vernünftiges Foto hochlädst.
Und das war's.
Das musst du danach auch nie wieder machen.
Weil danach ist es eben so, dass du dann nämlich im Halbschlaf rumdüdeln kannst und du kannst dann entscheiden, ob du das einfach nochmal kurz an dir selbst sehen willst.
Aber du musst nicht nochmal zehn Klicks durchlaufen, das wieder alles mal hochladen und nochmal drei Content-Banner drücken und so weiter und so fort.
Weil das ist ja die Realität heute.
Das macht keiner.
Es macht schon welche.
Wir haben es ja getestet.
Das Feature wird auch so schon genutzt, aber es ist sehr teuer und es ist irgendwie ein bisschen klobig.
Und du hast eben den Mehrwert heute noch gar nicht so richtig, weil du die Passform eben trotzdem nicht gut abschätzen kannst.
Es ist eine Kombination aus, du musst eben dieses Passform-Ding einmal durchlaufen.
Zalando hat zum Beispiel über eine Million Profile schon, wo sie wirklich diese Passform-Informationen richtig gut erfasst haben.
Und du musst dann einmal ein vernünftiges Bild von dir hochladen, wo wir dir einmal erklären, wie so ein Passbild, wo wir dir einmal erklären, so und so und so musst du das jetzt einmal machen, einmal.
Und dann wird es hinterlegt.
Und dann kannst du halt, wenn du willst, das eben an dir sehen.
Ich glaube, so wird das eben in zehn Jahren sein.
Und dann bin ich mir schon sicher, dass das halt auch nicht von 100 Prozent der Leuten genutzt wird.
Aber es ist ja einfach nur eine Zusatzfunktion.
Du wirst das, glaube ich, bei Default immer noch erst mal am Model sehen.
Aber du hast eben die Möglichkeit, es dir einmal kurz an dir selbst anzugucken und deinen eigenen Avatar zu stylen.
Und es hilft eben auch der Personalisierung, dir bessere Vorschläge zu machen.
Und ich glaube, der Vorteil wird so groß sein für die Kunden, dass sie das tun werden, weil die Personalisierung ist deutlich verbessert, wenn wir wirklich einmal verstehen, wie du aussiehst, wie dein Körper ist.
Und eben diese Möglichkeit zu haben, mit einem Klick einmal kurz das an dir selbst zu sehen, die ist schon brutal.
Insofern bin ich schon davon überzeugt, dass beides wahr sein kann, dass es richtig ist, dass du sagst, das will keiner in der heutigen Form, aber auch wahr sein kann, dass in der Form, wie es in zehn Jahren sein wird, ist schon 30, 40, 50 Prozent der User definitiv extrem wertschätzen werden.
Ja, vielleicht ist es eine neue Generation auch, die haben irgendwie andere Maßstäbe, keine Ahnung.
Ja, das habe ich schon so oft gehört, dass die ältere Generation mit Datenschutz und so weiter und dann ist meine Mama die Erste, die bei Facebook alles auf Ja drückt, weil sie irgendwie dann doch...
Weißt du, das Ding ist halt, alle haben immer Bedenken, solange sie den Vorteil nicht sehen.
Und deswegen ist genau das Ding halt, wenn du einfach nur Pain hast und du hast keinen Vorteil, macht es keiner.
Also der Vorteil muss halt ganz klar sein.
Und der ist es halt heute nicht.
Das ist eben genau das Ding, wo ich meinte, wir sind da ja heute schon.
Es gibt ja ohne Ende Virtual Try-On-Anbieter und es gibt auch ohne Ende Vendoren und so weiter.
Aber das ist immer noch nicht gut genug, dass das jemand wirklich nutzt.
Der Vorteil muss erkennbar sein und der ist es heute nicht.
Und das Dritte, das hat mich einfach mega überrascht, dass das das Erste sein wird, wo wir unsere 10 Millionen Plus Ersparnis rausholen und auch eine riesen Conversion-Steigerung.
Und das ist das ganze Thema Bildgenerierung am Model.
Also ist es so.
Wir haben bei About You ein Sortiment von ungefähr einer Million Artikel.
Wir kriegen jedes Jahr so 400.000, 500.000 neue Artikel auf die Plattform und in den meisten Fällen kriegen wir Fotos von Herstellern oder unsere Seller laden die hoch.
Bei 100.000 Artikeln, das sind auch die, die 80% des Umsatzes ausmachen, müssen wir das Produktfoto selbst erstellen.
Also wir machen ein Büstenfoto, das ist der klassische Freisteller und dann machen wir ein Modelfoto.
Und diese 100.000 Artikel am Model, Das kostet uns ungefähr 7 Millionen Euro pro Jahr.
Wir betreiben da ein eigenes Fotostudio, da arbeiten richtig viele Leute drin.
Das ist irgendwie so ein paar Fußballfelder groß, sieben Sätze parallel.
Und das Ganze kostet 70 Euro pro Artikel.
Und es sorgt dafür, dass wir ungefähr ein bis anderthalb Wochen verlieren von Artikel, das im Lager angekommen ist, Artikel geht live.
Also sieben Millionen Euro plus wir verliehen ungefähr zehn Tage totes Kapital.
Und darüber hinaus, also da geben wir sieben Millionen, sieben, acht Millionen Euro pro Jahr aus.
Und darüber hinaus geben wir nochmal zwei, drei Millionen oder Gaben.
Als Spoiler, Gaben, zwei, drei Millionen für Editorial Content aus.
Das heißt, auf unserer Website findet man viele inspirative Inhalte.
So von wegen hier Wedding Theme, Blablabeme, Festival, blablabla.
Und dann sieht man ja immer Bilder, wie in so einem Magazin.
So und dafür geben wir nochmal zwei, drei Millionen aus.
Wir haben vor 15 Monaten angefangen, viel in diesem Bereich rumzuspielen.
Das erste, wo wir sehr gute Resultate gemacht haben, ist in diesem Editorial-Bereich, also dieses so Wedding-Theme, Festival-Theme, das quasi die thematischen Seiten zu bebildern.
Da haben wir jetzt schon vor einem Jahr eigentlich nahezu 99, also nahezu 100 Prozent AI umgestellt.
Wo wir aber auch angefangen haben, ist halt die Frage, kannst du nicht aus dem Freisteller mit AI eigentlich das Modelfoto generieren?
Und da haben wir vor 15 Monaten angefangen und da war es so, dass wir ungefähr eine Kostenersparnis von 50, 60 Prozent hatten, also weil relativ viel manuelle Nachbearbeitung notwendig war, weil die Tokenkosten relativ hoch waren, allerdings 10 Prozent weniger Conversion Rate hatten auf den AI-Bildern.
Dann haben wir den Test wiederholt vor ungefähr neun Monaten und da war es so, dass wir bei 70, 80 Prozent Ersparnis waren und 5 Prozent schlechtere Conversion Rate.
Das war so ein Punkt, wo man schon mal hätte überlegen können, ob es nicht die Conversion-Rate-Verlustwert ist, dafür, dass man dann 5, 6 Millionen spart.
Und jetzt kommt es aber, vor drei Monaten haben wir den Test wiederholt.
Und in der Zwischenzeit haben wir da auch ein bisschen mehr dran gearbeitet als die Perioden davor.
Und es ist jetzt so, dass wir bei über 90 Prozent Kostenersparnis sind.
Aber jetzt kommt es, 10 Prozent höhere Conversion-Rate.
Und das war so, ich habe dieses Testergebnis gesehen, habe gesagt, das ist too good to be true, das ist ein Fehler.
Dann haben meine beiden Mitgründer drauf geguckt, beide haben genau das Gleiche gesagt.
Too good to be true, da ist ein Fehler.
Unsere AI-Typen haben drauf geguckt, das ist eigentlich too good to be true, da ist ein Fehler.
Und dann haben wir uns sehr intensiv mit den Daten beschäftigt.
Und dann kam was noch krasseres raus, nämlich die AI-Bilder haben in glaube ich 75 Prozent der Fällen die normalen Bilder geschlagen und dann dadurch kam halt diese 10 Prozent Conversion Rate Increase zustande.
Aber man hat halt so richtig gesehen, es gibt eigentlich immer einen klaren Gewinner und es ist schon auch häufiger mal das Produkt.
Fotostudio-Bild gewesen.
Dann haben wir gesehen, was wäre denn gewesen, wenn wir immer den Gewinner genommen hätten?
Und dann haben wir festgestellt, dann hätten wir einen 15% Increase in den Conversion Rates gehabt.
Und dann waren wir so, was wäre denn gewesen, wenn wir vier AI-Bilder gegen das eine Fotostudio-Bild hätten antreten lassen?
Die vier Bilder zu produzieren, ist immer noch eine Ersparnis von 80% statt 90.
Und dann hätten wir 20% Conversion Rate Increase gehabt.
Und das war für uns so, wow, okay, this is crazy.
Und daraufhin haben wir auch entschieden, unser Fotostudio nicht zu machen.
War eine schwere Entscheidung.
Da gibt es natürlich auch viele Leute, die da arbeiten.
Aber das waren einfach mind-blowing Ergebnisse, weil wir im Endeffekt jetzt sechs Millionen Euro pro Jahr sparen werden, nur durch diese Fotostudio-Produktion und halt massiven Boost in unserer Conversion-Rate gesehen haben.
Das ist graduell, also weil wir haben das Fotostudio noch.
Sowas zu schließen dauert ja mal einige Monate.
Das wird irgendwie Ende des Jahres geschlossen sein.
Also wir ersetzen jetzt graduell gerade Fotostudio durch AI.
Wir bauen gerade technisch an dieser Lösung, dass wir skalierbar mehrere Bildpakete hochladen können, sodass dieses Thema, dass wir halt mehrere Bildpakete letztendlich hochladen und der Algorithmus erstmal guckt, was das Beste, das eben ausrollen können.
Und dann war eine weitere Erkenntnis, die ganz spannend war, wenn wir mehrere Bildpakete hochladen.
Also sprich, wir haben einen Artikel, dieser schwarze T-Shirt und die AI produziert mir jetzt fünf Modelfotos dafür.
geht es darum, dass die Models unterschiedlich sind, aber auch die Outfits sind unterschiedlich.
Also mal trägt ein Mann dieses schwarze T-Shirt vielleicht mit einer Jeans, mal mit einer Business-Hose, mal mit einer kurzen Hose.
Also es sind unterschiedliche Models und unterschiedliche Outfits.
Und es gibt immer eins, der global gewinnt.
Interessante war aber, guckst du eine Ebene weiter, lokal, dann ist es so, dass wir teilweise totale Unterschiede hatten.
Also in Tschechien gewinnt ein anderes Foto als in Deutschland, als in Schweden.
Und wenn man dann noch weiter runter guckt, dann sieht man, wir können sogar Kundengruppen bilden und sehen massive Unterschiede.
Das heißt, wenn du das Ganze auch noch lokalisiert und personalisiert aussteuerst, kannst du noch mehr Conversion Rate rausholen.
Und insofern sind wir jetzt eigentlich auf einer Maßgabe unterwegs, dass wir sagen, für die SKUs, also für die Artikel, die wir tief eingekauft haben, da produzieren wir eher so 10, 20, vielleicht auch 30, 40, 50, wir müssen mal gucken, wo der Grenznutzen einsetzt, Bildpakete, immer mit unterschiedlichen Models und unterschiedlichen Stylings und dann guckt der Algorithmus personalisiert, was steuere ich wem aus?
Vielleicht Kunde A mag ein blondes Model lieber und ist eher formell gedressed, Kunde B mag brünette Models und skinny, Kunde C mag rothaarige Models und, was weiß ich, curvy.
und ist irgendwie Leisure angezogen.
Und da glauben wir, also wir haben jetzt ja schon mal diese 10 bis 20 Prozent Conversion Rate, haben wir schon mal im Status Quo eingeloggt.
Aber wir glauben, wenn wir jetzt das Ganze noch weiter treiben mit noch mehr Bildpaketen und noch stärkerer Personalisierung, kann man da sogar noch mehr Conversion Rate Increases rausholen.
Und das war so ein Thema, wo ich sage, man hätte mich jetzt vor zwei Jahren gefragt, wo kommt so für uns der erste wirkliche zweistellige Millionendurchbruch her, hätte ich jetzt nicht darauf gewettet.
Aber es ist tatsächlich das.
100 Prozent?
Ja, das ist das, was wir auch gebaut haben.
Wir haben ja automatisiert das AB-Testen gemacht, lokalisiert auf die Märkte.
Das heißt, wir haben den chinesischen Markt, andere Models gezeigt, die einen lokalen Dialekt hatten, die andere Dinge beworben haben und so weiter.
Aber damals war halt die...
Gen-AI-Qualität nicht so gut, Nummer eins.
Und Nummer zwei ist, wie du sagst, es kostete halt unfassbar in der Inferenz unfassbar viel Geld.
Das heißt, das konnte man nicht in On-Scale zu dem Zeitpunkt, also ich meine, wir haben das vor dreieinhalb Jahren, vier Jahren gemacht, war das noch nicht feasible, oder vor drei Jahren war das eher.
Aber mich interessiert die Retourenrate.
Wie ist denn die Retourenrate?
Also ich verstehe, dass die Ersätze, die generiert werden, super sind und so, aber sind die da noch so realistisch, dass sie der Retourenrate keinen Abbruch tun?
Ja.
Also wenn man dazu sagen muss, im Fotostudio fummeln die Leute halt auch an der Klamotte rum.
Und dann hast du da mal so einen Klipper in der Hose und so.
Also es ist auch nicht so, dass jetzt die Sachen immer, ich meine, jeder, der schon mal online bestellt hat, kennt das Phänomen.
Und das gab es auch schon vor AI.
Du bestellst das und es sieht irgendwie an dir echt komplett anders aus.
Also im Prinzip, das hast du mit und ohne AI.
Also wir haben da jetzt keine Retourenunterschiede gesehen.
In den letzten Tests, in den Tests davor hatten wir schon welche, weil die AI dann einfach mal einen Knopf hinzu halluziniert hat oder irgendwie, also da war halt die Halluzination noch größer und hat das aber mittlerweile echt in den Griff bekommen worden.
Und wir haben mittlerweile, wir haben eben einen Rapper gebaut dafür, der eben auch Retusche macht und eben Querchecks macht.
Also das hat dann eben halt dazu geführt, dass wir die Retourenprobleme nicht mehr, wir hatten ja auch am Anfang so massive Retourenprobleme, also weil wirklich die AI sich teilweise was zu Recht halluziniert hat.
Das haben wir jetzt mittlerweile nicht mehr.
Wir haben das auch produktisiert mittlerweile.
Also dieses Tool, was wir da gebaut haben, das können jetzt auch Drittmarken, also vor allem für unsere Scale-Kunden haben wir das jetzt im ersten Schritt gemacht, aber wir haben es jetzt auch geöffnet für andere.
Unterteiler oder wird jetzt gerade renamed zu Scale Studios.
Insofern haben wir jetzt natürlich auch nochmal die Möglichkeit, da mehr Developer dran zu setzen und es halt verfeinern, weil der Hebel für About Use erstmal natürlich schon gigantisch ist.
Wir bieten das jetzt eben auch Dritten an, also haben da schon diverse Marken, die damit arbeiten.
Also jetzt schon über 100 Kunden, die das tatsächlich nutzen im Modebereich.
Also es ist jetzt sehr, sehr schnell skaliert.
Und insofern können wir da jetzt natürlich noch mehr Developer reinpacken und haben auch noch mehr Learnings, eben gerade von den Marken, die natürlich noch mehr hinterher sind, dass das auch so aussieht wie der Artikel.
Also da ist der Händler nochmal vielleicht ein bisschen mehr bereit, den einen oder anderen.
Shortcut zu nehmen als die Marke, die sagt, das muss wirklich perfekt sein.
Und insofern stecken wir da gerade auch viel Arbeit rein, dass die Artikel halt eben auch wirklich so aussehen, wie sie präsentiert werden.
Und was habt ihr als unterliegende Technologie?
Also welche Modelle, was nutzt ihr dafür?
Also wir spielen eigentlich immer mit vielen Modellen rum.
Wir sind ein großer Google-Partner.
Insofern sind wir bei Default meistens bei Google.
Aber wir haben da eben noch weitere Modelle, die wir da drunter liegen haben und testen auch die Modelle tatsächlich häufiger mal gegeneinander.
Und das ist halt eben das Coole, dass wir jetzt die AB-Testing-Infrastruktur haben, dass wir jetzt sagen, Kosten ist der eine Faktor und der zweite Faktor ist halt eben die Performance.
Und die Performance können wir immer relativ gut messen, indem wir sagen, die nächsten 1000 SKUs produzieren wir mit dem exakt gleichen Prompt quasi bei zwei unterschiedlichen Modellen und gucken halt, welches performt besser.
Ja krass, also Matthias Wlacker vom letzten CTO von Bonprix, der letzte Woche bei mir war, der hat genau das gleiche erzählt, dass er auch, dass Google da die entscheidenden Modelle hat und ich glaube auch, dass die weiterhin führend sein werden, weil die einfach durch DeepMind und so weiter, also die ganzen Bildgebungsmodelle, da sind die einfach unschlagbar momentan.
Video auch.
Wir produzieren mittlerweile auch Videos eben für die Artikeldetailseite.
Das war auch nochmal ein weiterer Conversion-Rate-Treiber.
Und auch so Spiegel-Selfies und so Fake-Social-Media-Pics.
Die kommen auch auf die Artikeldetailseite alle.
Und auch bei Videos.
Das ist halt echt wirklich unfassbar gut.
Also wir produzieren, finden es mittlerweile auf sehr vielen Artikeln auf About You eben ein Video.
Und das ist in der Regel eben auch AI generiert.
Und das ist also eine Qualität, die ist brutal.
Ja krass.
Habt ihr euch nicht mal überlegt, genauso wie die Chinesen, also wie Xi'in und Temu und so weiter, dass ihr per AI oder on demand produziert?
Weil ich verstehe immer noch nicht, was ist mit diesem AI-Use-Case, dass du halt systematisch qua AI den Markt abscannst nach Trends und dann halt automatisiert es produzierst, automatisiert im Markt IAB-Testest, automatisiert die Assets erstellst und dann eben sobald irgendwas kleben bleibt in die große Produktion gehst.
Habt ihr euch nicht sowas mal überlegt?
Doch, das machen wir auch.
Unser Private-Label-Business ist nur relativ gering.
Also wir machen mit Private-Label so 5% des Umsatzes.
Und so die Vollautomatisierung, wie du sie beschreibst, haben wir zumindest noch nicht.
Ich habe es jetzt auch bei den meisten, also mag es sein, dass die Chinesen da heute schon sind, bei den meisten Firmen, die ich kenne, ist schon noch der Mensch, der dann einige Zwischenschritte machen muss.
Also so ein Modell zu produzieren ist ja nicht ganz einfach.
Du musst Techpacks erstellen, Fabriken verhandeln und so.
Da kannst du halt viel automatisieren, aber halt nicht den kompletten Prozess.
Das ist aber auch nicht so schlimm, weil der Human in the Loop kostet da auch nicht viel für die Stückzahlen, die da am Ende rauskommen.
Aber genau, sowas wie Trends erkennen auf Basis von Social Media, von anderen Plattformen, schon mal Techpack-Drafts zu erstellen, wo dann aber schon Modedesigner nochmal rüber guckt und das nochmal verfeinert und so weiter.
Das tun wir auch heute schon.
Ja, okay, mega.
Okay, ja, cool.
Also vielen Dank für deine Insights.
Das war auf jeden Fall...
Der größte Use Case nehme ich an, was ihr da macht.
Also ich denke, dass ihr habt bestimmt auch so Customer Service und so weiter mit AI.
Customer Service, Marketing.
Customer Service und Marketing nutzen wir ja viele AI Assets.
Dann aber auch in so Sachen wie Product Mapping.
Also die Frage ist, welche Farbe hat dieser Artikel?
Das waren früher halt Werkstudenten bei uns.
Das brauchst du halt auch heutzutage nicht mehr.
Aber dann auch tatsächlich kompliziere Use Cases, zum Beispiel die Frage, wer kriegt einen Discount bei uns.
Bei About Uses ist es so, du meldest dich an und dann hast du ein sogenanntes Coupa Wallet.
Das kann man sich so ein bisschen vorstellen wie die digitale Version des Lidl und all die Prospekts, wo so einzelne Artikel diese Woche die Gurke nur 59 Cent oder die McDonalds Coupons.
So bei uns auch in cool, hat bei uns halt jeder so sein eigenes Coupa Wallet und das hat eben personalisiert.
Frage ist ja, was ist da in deinem Coupa-Wallet?
Und wenn du deins öffnest und ich meins öffne, werden wir unterschiedliche Coupons sehen.
Und das sind zum Beispiel auch Entscheidungen, die heute zum Teil zumindest eben eine AI trifft.
in der Frage, welcher Kunde kriegt welchen Coupon dort eben reingespielt.
Und da spielen dann viele Faktoren eine Rolle, dein Aktivitätsprofil, was du in der Vergangenheit gekauft hast, deine Churn-Wahrscheinlichkeit, deine Profitabilität und so weiter.
Und dann aber natürlich auch die Frage, was hat eine Wahrscheinlichkeit zu fruchten?
Also wir wollen ja keinen Coupon geben, wo du sagst, da habe ich jetzt gar kein Interesse dran.
Das sind zum Beispiel auch so Entscheidungen, die dann eben teil-AITisiert werden sozusagen.
Ja, sehr gut.
Also das ist total spannend.
Diese großen auch Pricing-Strategien und so weiter oder diese AI-Innovationen, die kommen sehr häufig irgendwie auch aus dem E-Commerce oder Commerce grundsätzlich.
Also Walmart in den USA ist zum Beispiel auch eines der führenden Unternehmen, was AI betrifft.
Also das heißt, die Innovationen kommen meistens irgendwie aus Finance und E-Commerce, weil da natürlich der Need...
groß ist.
Also ich würde sagen, Not macht erfinderisch, aber die Margen sind halt schwierig, gerade in Deutschland mit diesen unfassbar hohen Retourenraten.
Das heißt, irgendwo muss es ja herkommen und das heißt, der Druck ist da.
Aber ich finde es beeindruckend, vor allen Dingen, weil ihr ja ein relativ junges Unternehmen seid, habt ihr wahrscheinlich auch noch die Agilität sozusagen oder die Flexibilität, um das auch umzusetzen.
Ja, und Not macht definitiv erfinderisch, wenn du sehr geringe Margen, aber viel Volumen hast.
Also wir haben deutlich über 30 Millionen Transaktionen pro Jahr verdient, aber an einer einzelnen Transaktion jetzt nicht so viel wie in Gucci.
Die eine Handtasche verkaufen müssen, da müssen wir ganz schön viele T-Shirts verkaufen, um die Marge reinzuholen.
Das macht natürlich erfinderisch und das erhöht den Druck auf Automatisierung, erhöht den Druck auf Effizienzoptimierung.
Genau, und wir haben da jetzt natürlich im Zusammenschluss mit Zalando, muss man auch sagen, und Scale, die mittlerweile auch ein sehr großer Tech-Vendor sind, auch mittlerweile mit Büro in New York und London und Co.
ist auch weltweit aktiv ist mit Scale, haben wir natürlich auch einen riesen Talent-Pool.
Also Zalando hat sogar Entwickler in China sitzen, hat nochmal Entwicklungszentren auch außerhalb Deutschlands.
Mit Scale sind wir in den USA.
Das heißt, wir sind eben auch, und wir haben in Summe 3000 Developer, also eine ganze Menge.
Das ist natürlich ein Riesenvorteil, den wir jetzt als Gruppe haben, sage ich mal.
Dass wir einmal diesen Riesenpool an Developern haben, aber eben auch an den Orten sind, wo es eben auch abgeht, wie China, wie in den USA.
Wir sind einer der größten Spender auf Google.
Das macht uns natürlich auch interessant für die.
Also die rufen uns immer an.
Wir sind Entwicklungspartner und Beta-Partner für sowas wie das UCP, also das Universal Commerce Protocol, also dieses quasi Protokoll rund um diese Agentenwelt.
Das heißt, wir haben jetzt als Zalando-Gruppe, muss man auch sagen, Da bin ich auch froh, dass wir diesen Merger am Ende gemacht haben, weil den Zugang hätten wir als About You jetzt alleine gar nicht.
Da haben wir natürlich jetzt als Gruppe nochmal mega Power, weil wir mit Zalano und About You gemeinsam einer der größten Online-Händler der Welt sind.
Mit Scale zusammen noch größer, weil wir eben unser Transaktionsvolumen angucken, sehr profitabel sind mit irgendwie 800 Millionen EBIT Pi mal Daumen.
EBIT da.
Also dass wir halt eben auch diese Firepower auf die Straße bringen können, halt eben an sehr vielen Dingen zu experimentieren und zu bauen und eben sehr nah an diesen Epizentren sind wie China und halt den USA, wo diese Dinge auch quasi entwickelt werden, foundational und eben kombiniert mit dem, was du sagst, Notmacht erfinderisch, kombiniert mit einem ziemlich hohen Druck, dass wir halt mit unserem kleinen Marge und dem hohen Volumen da irgendwas rausholen müssen.
Ja, total.
Ich meine, es wird dann sicherlich perspektivisch auch interessant werden, für euch dann sich chinesische Modelle anzugucken, weil die natürlich wesentlich günstiger sein werden als die amerikanischen.
Die werden mit Sicherheit führend sein in den nächsten Jahren, glaube ich, weil die, ich würde sagen, ähnlich wie Automotive, die schaffen es natürlich auf den existierenden Architekturen aufzubauen, trainieren auf den existierenden Modellen höchstwahrscheinlich, man nimmt es an, aber schaffen es eben, das sehr gut weiterzuentwickeln.
Und darüber hinaus sind die einfach extrem gut in diesen Frameworks.
Also zum Beispiel hat China gerade beschlossen, dass erst ab dem 15.
August dürfen KIs nicht mehr eine Art menschliche Anmutung haben in der Unterhaltung.
Das heißt, sie dürfen keine Person mehr so wirklich sein, weil die vermeiden wollen, dass Leute halt diese ganzen Therapiegespräche führen und dass sie sich zu sehr emotional auf die KIs einlassen.
Und ich finde das total visionär, weil die checken natürlich, dass das ein Riesenproblem sein wird.
Und die wollen halt wirklich, dass es ein Tool ist für die Menschen, aber eben nicht andere Menschen ersetzt.
Und ich finde es wirklich beeindruckend, wie weit die da schon sind.
In dieser ganzen Regulatorik als auch in den Modellen und so.
Also ja, der Blick geht gegen den Osten, sage ich da.
Ja, ich hoffe es natürlich nicht.
Ich bin immer noch ein Fan des Westens.
Ich würde mir wünschen, dass Europa eine Rolle spielen würde, aber ich bin jetzt noch sowas von abgefahren, leider.
Also ich glaube, das Battle wird zwischen den USA und China ausgemacht.
Wir haben natürlich mehr Nähe zu den USA.
Insofern hoffe ich, dass die USA auch weiterhin das Rennen machen.
Aber ja, wird auf jeden Fall spannend bleiben.
Ja, auch interessant, wo sich das hin entwickelt.
Ich musste gerade lachen, als du gesagt hast, dass das eben als Therapeut benutzt wird.
Ich glaube, das macht gefühlt ja jeder, also da alles reinzuschweißen.
Ich benutze das als mein Arzt, als mein Erziehungsberater, als alles, ja, für alle Lebenslagen sozusagen.
Ich vertraue so blind mittlerweile ChatGPT, dass es schon scary ist, ja.
Also muss man auf jeden Fall ein bisschen vorsichtig sein.
Am Ende sind die halt...
machen die immer noch sehr viele und große Fehler.
Also wenn man sich die Statistik anguckt, dazu ansieht, sieht man, dass irgendwie 70 Prozent der Ergebnisse in irgendeiner Form falsch sind.
Also das heißt, ja, Vorsicht.
Und ich glaube ehrlicherweise auch nicht, dass sich das in naher Zukunft krass ändern wird, weil diese Halluzination aus den Modellen rauszubekommen ist sehr kompliziert, weil das eben an der Datenqualität liegt, am Training liegt und so.
Und wir sind schon...
relativ weit mit der Technik.
Da muss ich aber auch sagen, ich weiß jetzt nicht, wie gemessen wird, dass 70 Prozent falsch sind.
Ob man jetzt sagt, ein Kommafehler ist schon was Falsches.
Ich finde die...
Die Qualität der Antworten, die ich bekomme, ist sehr hoch.
Wenn ich das teilweise mit der Qualität vergleiche von Leuten, die auf Konferenzen irgendwelche Vorträge halten, da würde ich sagen, da ist auf jeden Fall der Anteil an Bullshit noch höher.
Also ich glaube, es ist immer die Frage, mit was muss man das vergleichen?
Ich glaube, man sollte alles mit Vorsicht genießen, egal ob es von der AI kommt oder vom Menschen.
Also am Ende ist die AI halt genauso Bullshit geladen.
wahr oder falsch.
Ich meine, sie ist auf menschlichen Informationen trainiert.
Insofern, ich glaube, man sollte nirgends blind vertrauen.
Auf der anderen Seite bin ich jetzt auch niemand, der irgendwie da so über AI-kritisch ist.
Also ich vertraue schon sehr stark der AI in Anführungsstrichen im Vergleich zu jemandem menschlichen, der mir was erzählt, weil die Fehler...
sind in beiden Fällen gegeben.
Also es ist nun, wie da sage ich jetzt, ich vertraue der AI mehr als Menschen, aber auch eben nicht jetzt deutlich weniger.
Also es kommt auf den Menschen an natürlich, aber auch auf das Thema an.
Aber in so sehr generellen Themen, wo es eben sehr viele Informationen im Open Web gibt, ist die Qualität der Antworten einfach sehr hoch.
Das finde ich schon.
Ja, das stimmt.
Wir kommen vom Thema ab.
Vielen Dank, dass ich hier sein durfte.
Abschließend, ich frage meine Gäste mal nach einer Buchempfehlung.
Was kannst du unseren Hörern empfehlen zum Lesen?
Für den Sommer.
Ich lese keine Bücher.
Ich bin Podcast-Hörer und ich lese extrem viel, aber ich lese ungern Sachen, die länger als 30 Seiten sind.
Medienempfehlungen gehen auch.
Ich höre viel politische Podcasts.
Also Machtwechsel, Ronsheimer, Bernds von Precht, All-In-Podcast in den USA, ab und an mal in Joe Rogan rein.
Mach ich auch, aber dann werde ich immer angry.
Deswegen muss ich damit aufhören.
BB-AB2 oder so, diese Brad Gerstner und Brad Gurley oder wie die beiden heißen da, die höre ich auch ganz gerne.
Lex Friedman, wenn es spannende Gäste gibt.
Ja, das ist so.
Das ist deine Fotball.
Okay, mega.
Also vielen, vielen Dank für deine Zeit.
Ich wünsche dir einen happy summer und gucke weiter gespannt Richtung About You, was ihr so AI-seitig macht.
Ihr seid echt total da an der Front, finde ich.
Danke dir.
Vielen Dank.
Bis dann.
Ciao, ciao.
