# AI Infrastructure Boom and Volkswagen Restructuring

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-07-10

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über ein Allzeithoch bei Apple, Zuckerbergs Cloud-Wette und deutliche Aufrüstung bei Deutz.
Im Thema des Tages klären wir, ob Volkswagen ein Börsenschnäppchen ist oder das Mahnmal der Deutschland AG.
Und in der AAA-D geht es um die Beantwortung der Frage aller Fragen.
Ist es eine Blase?
Das ist Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Freitag, der 10.
Juli und wir wünschen euch einen knusprigen Start in den Tag und später auch ins Wochenende knusprig.
ist irgendwie ein ganz passendes Attribut für diesen Markt.
Denn eigentlich müsste man ja sagen, na Ostkonflikt, neue US-Angriffe, Ölrisiko, geopolitische Nervosität, da steige ich aus.
Aber was macht die Wall Street?
Sie kauft Chips und das ist das Knusprige.
Das war doch mal eine Idee für den Einstieg.
Falls jemand jetzt gelacht haben soll, das war Eckhans Idee.
Aber was gestern passiert ist, der Nasdaq 100, der hat 1,6 Prozent zugelegt und der S&P 500, der hat ebenfalls zugelegt und zwar um 0,8 Prozent.
Und das Bemerkenswerte ist, die politischen Risiken, die sind ja nicht weg.
Sie werden nur gerade vom KI-Rausch überstrahlt.
Der Halbleiterindex Sox, der gewandt sogar 3,1 Prozent.
Armgewander 9,2 Prozent.
Micron Technology immerhin 4,5 Prozent.
Der Speicherchipkonzern, der will jetzt mehr als 250 Milliarden Dollar bis 2035 in den USA investieren.
Und das ist wirklich ein Statement.
Der KI-Boom braucht...
Speicher, viel Speicher.
Und Micron will da einer der ganz großen Profiteure sein.
Und am Donnerstag wurde diese Nachricht positiv interpretiert.
Man hätte ja auch an anderen Tagen sagen können, hätte die Barcelona vielleicht gesagt, das ist ja möglicherweise künftige Überkapazitäten, dann wäre die Aktie gefallen.
Aber nee.
Es war sehr wohlwollend, was die Märkte mit KI-Aktien gemacht haben.
Und das war auch bei Meta zu beobachten.
Die legten 4,7 Prozent zu.
Der Konzern hat jetzt offiziell bestätigt, sich möglicherweise zu einer Art Cloud-Konzern zu erweitern und Teile der Rechenzentren unterzuvermieten.
Aber Mark Zuckerberg, der bestritt gleichzeitig, dass Meta zu viel gebaut habe und nun auf ungenutzten Überkapazitäten sitzen würde.
Zuckerberg begründete die Cloud-Pläne mit einer Opportunitätskostenlogik.
Er sagte, eigentlich benötige man selbst jede Menge Reichenleistung für KI, aber die Nachfrage nach Compute, also nach dieser KI-Rechenleistung, sei so hoch, dass externe Kunden teilweise so viel zahlen würden, dass es sich wirtschaftlich auch wieder lohnt und sinnvoll sein könnte, bestimmte Kapazitäten zu vermieten.
Im Windschatten stiegen dann auch Cloud-Zulieferer wie Applied Materials.
Die legten um 3% zu.
Sandisk machte sogar einen Sprung um mehr als 7%.
Und Lumentum verteuerte sich um mehr als 11%.
Und neben Meta präsentierten auch die restlichen Mac 7-Aktien überwiegend fester.
Apple schloss mit 316 Dollar auf einem Schlussrekord.
Das ist psychologisch ganz wichtig.
Weil Apple war ja lange Zeit so der Nachzügler unter den großen Tech-Werten.
Und jetzt meldet sich der iPhone-Gigant einfach wieder zurück mit einem Rekordhoch.
Von Rekord ist Tesla noch ein bisschen entfernt, aber die Aktie-Digewerung gestern 3,2 Prozent.
Und Amazon 1,4 Prozent und selbst Microsoft, die ja auch so ein bisschen zurückgeblieben sind, 0,3 Prozent ging es hoch.
Allein Nvidia und Alphabet lagen leicht im Minus.
Der südkoreanische Speicherchipspezialist Esker Hynix wird seine neuen Aktien, das sind 177,9 Millionen, zu 149 Dollar ausgeben.
Das wurde gestern bekannt und damit wird die Emission ein Volumen von 26,5 Milliarden Dollar haben.
Angeblich war der...
Börsengang in den USA siebenfach überzeichnet.
Und da müssen wir natürlich noch nach Deutschland schauen.
Da erholte sich der DAX immerhin um 0,9 Prozent und kletterte wieder über die 25.000 Punkte.
Markes Schlussstand 25.118.
Das ist die gute Nachricht, die schlechte Nachricht.
Die kam aus Wolfsburg.
Volkswagen, die verloren nochmal 1,2 Prozent.
Aber dazu gleich mehr im Thema des Tages.
Es gab in Deutschland aber auch Gewinner.
Schott Pharma sprang um 13,5 Prozent nach oben nach einer angehobenen Prognose und einer Hochstufung.
Siltronic gewann 13,4 Prozent und auch hier half die Erholung bei...
Wir hatten es ja schon.
Deutz legte um 6% zu, weil der Motorenbauer die Flensburger Fahrzeuggesellschaft, so ist der Name der Firma, vollständig übernehmen wird und damit tiefer ins Militärfahrzeuggeschäft einsteigt.
Und das ist spannend, weil Deutz damit nicht mehr nur ein klassischer Motorenhersteller ist.
Das Unternehmen kauft sich Zugang zu einem Bereich, in dem Europa strukturell mehr investieren dürfte, nämlich Verteidigung.
Und der Kaufpreis 1,6 Mrd.
Euro, teilweise bis zum Beispiel.
bezahlt mit neuen Aktien.
Aber es war nicht überall so gut gelaunt.
Die Aktie von AstraZeneca ist an der Londoner Börse um 9% nach unten gerauscht.
Da reagierten die Marktteilnehmer auf das Scheitern einer Phase-3-Studie mit dem Medikament, weil nur das bei seltenen Herzerkrankungen zum Einsatz kommt oder Einsatz kommen sollte.
Denn in einem Zeitraum von 140 Wochen brachte weil nur keine Reduktion der Todesfälle.
So die Mitteilung.
Das war wirklich eine herbe Enttäuschung.
Die Umsatzeinbußen halten sich in Grenzen.
Jeffreys Analysten merkten jedoch an, dass ein solcher Komplettausfall einer Phase 3 Studie Vertrauen in die Fähigkeit des Managements kosten würde, auch wenn er sich jetzt in den Zahlen vielleicht nicht so spiegeln würde.
Und für die AstraZeneca-Aktie war es der schlechteste Börsengang seit März 2020, wobei dann am Schluss, am Abend sich die Aktie wieder erholt hat und im US-Handel nur noch 5,6 Prozent im Minus lag.
Pepsi verlor an der Wall Street 3,3 Prozent und das, obwohl die Zahlen auf den ersten Blick gar nicht schlecht aussahen.
Umsatz und Ausblick lagen im Rahmen der Erwartungen.
Aber der Markt hat in die Details geschaut und hat dort im Nordamerika-Geschäft gesehen, dass es nicht so gut läuft.
Das Problem heißt schwächerer US-Konsument.
Pepsi spürt, dass die Haushalte vorsichtiger werden.
Snacks und Getränke laufen nicht mehr so dynamisch, weil Budgets durch höhere Preise und Spritkosten belastet sind.
Besonders bitter war, Pepsi hatte eigentlich versucht, mit Preisaktionen wieder Schwung in die Snack-Sparte zu bringen.
Aber jetzt wird er ein bisschen knuspriger, weil da hätten wir auch das wieder.
Aber die Erholung, die verliert schon wieder an Tempo.
KI-Aktien feiern eine Party, aber Pepsi merkt in der Ladenkasse von dieser Stimmung nichts.
So, du machst Termine?
Ich mache mal schnell die Termine oder ich fange zumindest damit an.
Im Bundestag wird heute in zweiter und dritter Lesung abschließend über die Reform der gesetzlichen Krankenkassen entschieden.
Wobei noch unklar ist, ob der Bundesrat dann auch abstimmen wird und vor allen Dingen, ob er dem Gesetz zustimmen wird.
Und der Bundestag, der will heute am Freitag auch über die Neufassung des Heizungsgesetzes abstimmen.
Es dürfte mit Stimmen der Regierungsfraktionen von Union und SPD.
Dann gibt es Absatzzahlen von BMW und VW für das erste Halbjahr.
Da wird das Augenmerk vor allem auf Daten aus China liegen.
Da hatte ja BMW eine Gewinnwarnung für schon rausgegeben.
Dann wird der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger TSMC Zahlen für den Bericht im Jahr Juni vorlegen.
Delta Airlines beginnt mit der Berichtssaison.
Und in Deutschland gibt es endgültige und detaillierte Inflationszahlen.
Ja, jetzt komme nochmal ich und ich sage, danach heißt es, hoch die Hände.
Heute müssen wir wieder über Volkswagen reden und es zum Thema machen.
Denn in Wolfsburg wird nicht mehr nur am Golf geschraubt, da wird am ganzen Konzern gleichsam die Säge angesetzt.
Oder soll zumindest eingesetzt werden.
Oliver Blume, der Vorstand, hat dem Aufsichtsrat seinen großen Umbauplan vorgelegt.
Die Modellpalette, die soll um 50 Prozent runter.
Die Angebotskomplexität, die soll bis zu 75 Prozent runter.
Und die Produktionskapazität, die soll von 10 auf rund 9 Millionen Autos runter.
Aber...
Die härteste Frage, die blieb offen, denn es gab noch gar keine finale Entscheidung über Werkschließungen, auch keine zusätzliche finale Entscheidung über Stellenabbau und auch nicht über die Neuordnung der Konzernstruktur.
Bisher ist es also sehr viel Umbaurhetorik, aber eben noch keine wirkliche Entscheidung.
Zumindest sind die Namen der Werke, die auf dem Spiel stehen, ungefähr bekannt.
Da geht es um Emden, Hannover, Zwickau, Neckars-Ulm und offenbar auch Osnabrück.
Das sind jetzt wirklich keine Randnotizen.
Das sind Standorte mit politischem Gewicht und mit starken Betriebsräten.
Und so hat dann auch die Betriebsratschefin für Volkswagen, Daniela Cavallo, gestern entsprechend scharf reagiert.
Sie fordert Klarheit zu Werkschließungen, Stellenabbau und möglichen Eingriffen ins VW-Gesetz.
Man spürt so richtig, die Belegschaft, die hat keine Lust mehr auf Gerüchteküche.
Und Finanzvorstand Arno Antlitz sagt im Grunde, die bisherigen Sparprogramme, die wird nicht ausreichen.
Es gäbe halt ganz viel Gegenwind, Zölle, Geopolitik, China, Wettbewerb und alles auf einmal.
Und übersetzt heißt das halt, VW muss schneller und vor allem auch billiger werden.
Wenn man an die Börse guckt, da ist VW schon billig, möglicherweise sogar gefährlich billig.
Ja, da geht es um die klassische Value-Falle-Frage, muss man sagen.
Ist Volkswagen ein...
Börsenschnäppchen oder ist es einfach billig aus gutem Grund?
Und das Analysehaus, Market Grader, das gibt für die Value-Seite sogar eine Note A-, also das praktisch eine 1-.
Kursbuchwert, Kursumsatz, Kurs Cashflow, alles nicht teuer.
Im Gegenteil, das ist optisch sogar absurd günstig.
Das künftige Kursgewinnverhältnis, das beträgt nur 3,5.
Und das künftige Kursumsatzverhältnis, das liegt bei 0,12.
Das Ganze bei einem Kursbuchwert von 0,22.
Also wenn man jetzt Value-Investor wäre und hörte Kursbuchwert von 0,22, da hieß es ja, kannst alles verkaufen.
Und kriegst dann das Fünffache dafür.
Dann würde man sagen, hey, wo kann ich hier unterschreiben?
Aber dann plädert man bei diesen Market-Grader-Analysen in der Seite weiter.
Und da sieht man dann Nettomarge unter 2%, Eigenkapitalrendite nur 3,5%, Free Cashflow sogar negativ, Schuldenberg riesig.
Und dann sagt man so, vielleicht doch nicht unterschreiben und doch nicht kaufen.
Das deutsche Bankhaus Metzler, das ist insgesamt optimistisch und sagt, Kaufen mit Kursziel 130 Euro, um das einzuordnen.
Gestern ist die VW-Aktie für 71 Euro gehandelt worden.
Das war der niedrigste Stand seit 2010.
Aber auch die Metzler-Analysten, die haben eine klare Botschaft.
Und die ist eigentlich brutal ehrlich.
Kosten sparen allein, das reicht nicht.
VW muss Kapital völlig neu allokieren.
Jeder Euro gehört auf den Prüfstand.
Und in der Studie, da stand am Ende ein schöner Satz.
Zitat, ein KGV unter 10 ist attraktiv, unter 5 ist besorgniserregend.
Und das haben wir ja gerade gehört, dass es bei VW so ist.
VW handelt teilweise bei Multiples, die nicht nach unterbewertet klingen, sondern nach der Markt glaubt euch nicht mehr.
Metzler-Analyst Daniel Schwarz sagt, das China-Problem ist nicht abgeschlossen, es exportiert sich jetzt nach Europa.
Da könnte vielleicht sogar ein Vorteil entstehen daraus, weil in China ist ja VW von so einer gemütlichen Sofa-Zeit in wirklich so eine richtige harte Gym-Zeit gefallen.
Jahrzehntelang war ja China der Dividenden-Generator und man konnte irgendwie damit dann auch die hohen Löhne in Deutschland bezahlen.
Aber jetzt ist eben China das härteste Fitnessstudio der Autoindustrie.
Und jetzt kommen die chinesischen Hersteller nach Europa.
Was das bedeutet, das zeigt das Beispiel Großbritannien, wo es keine Sonderzölle auf chinesische Elektroautos gibt.
Da sind die chinesischen Marken von 2024 bei einem Marktanteil von 5 Prozent auf...
einen Marktanteil von 9,7 Prozent im Jahr 2025 nach oben gesprungen.
Und im April 2026, da hatten sie schon einen Marktanteil von 16,5 Prozent.
Und das in so kurzer Zeit.
Das Interessante, das sagt auch Metzler, VW ist ...
trotz allem sogar besser vorbereitet als mancher Konkurrent.
Warum?
Weil VW in China schon Prügel bekommen hat.
Und da haben sie gelernt, mit Xiaoping Horizon Robotic Goshen zusammenzuarbeiten, schneller zu entwickeln und lokale Produkte zu bauen.
Aber besser vorbereitet heißt natürlich nicht unbedingt sicher.
Es heißt nur, VW weiß, wie sich so ein Sturm anfühlt.
Stellantis, Renault, Ford, Hyundai, viele haben in China verloren oder sich zurückgezogen.
Metzler argumentiert, wer im China-Gym gewesen ist, der ist fitter, zumindest für den europäischen Preiskampf.
Und Metzler hat, ja, fordert, würde ich mal sagen, um die Kaufempfehlung auch zu unterfüttern, fünf Dinge, die VW machen sollte.
Die Marke VW sollte sich aus den USA zurückziehen.
Da wäre man zu klein, zu wenig Synergien, zu wenig Marktanteile.
Und zweitens werthaltige Assets abspalten.
Da geht es um Porsche, Traton, Everlance.
Das sind jetzt wirklich Schätze im Konzern, aber der Markt ergibt dafür VW kaum Anerkennung.
Die Studie rechnet vor, dass allein diese Beteiligungen einen massiven Wert pro VW-Aktie darstellen könnten.
Und dann kommen wir auch schon zum dritten Punkt, Financial Services abspalten.
Volkswagen betreibt im Grunde eine riesige Bank mit 46 Milliarden Euro Eigenkapital.
Und Metzler fragt da, muss ein Autohersteller wirklich eine so große Bank mit sich herumschleppen?
Und viertens, Batterieinvestments runterfahren.
Und das ist eine ganz spannende Idee.
Die sagen nämlich, bei einem KGV von drei ist Eigenkapital extrem teuer.
Geld aufnehmen müsste, dann wäre das wirklich zu ganz schlechten Konditionen.
Und wenn dann Milliarden in kapitalintensive Batteriefabriken steckt, dann kann das schnell Wert vernichten sein.
Und deswegen sollte man das eben eher zurückfahren.
Und fünftens Vorstand und Aufsichtsrat umbauen.
Weg von der Markenpolitik hin zu einer Art Holding-Logik.
Und dann sollte man sich immer die Frage stellen, wo bringt der nächste Euro den höchsten Return?
Aber jetzt kommen wir zum deutschen Sonderfall.
Volkswagen, das ist kein normaler Konzern.
VW, das ist ein politisch-industrielles Biotop mit einem super starken Betriebsrat, mit Niedersachsen als Anteilseigner und mit VW-Gesetz.
Das gibt es in der Form sonst nirgendwo auf der Welt.
Und für die Errichtung oder Verlagerung von Produktionsstätten braucht es eben eine Zweidrittelmehrheit im Aufsichtsrat.
Die Arbeitnehmerseite hält die Hälfte der Sitze im Aufsichtsrat und kann solche Entscheidungen bei vom VW-Gesetz erfassten Werken faktisch blockieren.
Und dann hält Niedersachsen noch 20 Prozent der Stimmrechte und bei wichtigen Hauptversammlungsbeschlüssen hat das Land damit eine Sperrminorität.
Das heißt, Blume kann nicht einfach sagen, ich spalte die Marke VW ab, ich schließe die Werke, ich ordne alles neu.
Er braucht politische und vor allem auch gewerkschaftliche Deals.
Deshalb ist diese Nachricht so spannend.
Blume legt den Plan vor, aber die eigentliche Machtprobe, die kommt erst.
Nämlich Vorstand gegen Betriebsrat Niedersachsen, alte Strukturen und gegen die Uhr nicht zu vergessen.
Ist VW jetzt ein Kauf für Aktionäre?
Also die VW-Aktie ist eine Aktie für Leute, die glauben, dass aus politischer Lähmung plötzlich strategische Härte werden kann.
Wenn Blume wirklich liefert, weniger Modelle, weniger Komplexität, weniger Kapazität und mehr Kapitaldisziplin, vielleicht sogar Abspaltung, dann wäre die Aktie aus heutiger Sicht absurd billig.
Und wenn er nicht liefert, dann ist VW nicht billig, sondern ein Mahnmal.
Ein großer Konzern mit Vergangenheit, riesigen Assets, aber zu wenig Tempo.
Und der Markt, der sagt im Moment, ich glaube euch erst, wenn ich es sehe.
Damit ist VW heute nicht nur eine Autoaktie.
Sondern man könnte es größer nennen, nämlich den Lackmus-Test für die Deutschen.
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Die AAA-Idee des Tages.
Seien wir mal ganz ehrlich.
Die Frage, die uns hier alle beschäftigt, seit Wochen oder vielleicht sogar seit Monaten, ist die, befinden wir uns in einer Spekulationsblase.
Wir wissen, dass vielen von euch die Börsengewinne des Jahres 2026 unheimlich geworden sind.
Und Ältere wie ich, die fühlen sich auch an die Zeit ein bisschen der Internet-Euphorie Ende der 90er Jahre erinnert.
Und die mündete damals in einem spektakulären Absturz und eine drei Jahre dauernde Besse am Aktienmarkt.
Und es gibt einige Indikatoren, die derzeit die Alarmglocken läuten lassen.
Deshalb stellen wir hier in der Triple-E-Idee nochmal die Bubble-Frage.
vor allen Dingen, wie damit umzugehen ist.
Ja, und wir bauen dabei auch auf auf eine Recherche, die unser Weltkollege Frank Stocker vorgenommen hat.
Für einen großen Welttext hat er sich nochmal verschiedene Kennziffern angeschaut.
Und ein Warnsignal geht von den Bewertungen aus.
Eine recht schlichte Messzahl ist das Verhältnis zwischen dem Aktienkurs und den Gewinn eines Unternehmens, also das sogenannte Kurs-Gewinn-Verhältnis.
Es hat jedoch einen entscheidenden Nachteil.
In Rezessionsphasen, wenn die Gewinne plötzlich einbrechen, wirkt es meist künstlich hoch.
Und umgekehrt in Boom-Phasen, aufgrund deutlich gestiegener Gewinne, ist es halt künstlich niedrig.
Und würde man sagen, in so einer Boom-Phasen, da befinden wir uns jetzt gerade ganz offensichtlich.
Um diese Effekte auszugleichen, hat der Wirtschafts-Nobelpreisträger Robert Schiller ein züglich bereinigtes Kursgewinnverhältnis entwickelt, das oft auch einfach Schiller KGV oder englisch Schiller PI genannt wird.
Es nimmt als Basis nicht die aktuellen Gewinne, sondern den inflationsbereinigten Durchschnittsgewinn der vergangenen...
zehn Jahre, also über Boom und Rezessionsphasen hinweg.
Und aktuell liegt dieses Schiller KGV für den US-Markt bei einem Wert von 40.
Selbst 1929 vor den Platzen der damaligen Börsenblase hatte der Indikator nach Berechnung der Deutschen Bank nur 33 erreicht.
Und nur einmal seit 1881 stieg er auf einen höheren Wert.
Das war am Höhepunkt der Internetblase mit 45 Punkten.
Die Analysten der Deutschen Bank haben auch ermittelt, wie sich die Aktienkurse bei unterschiedlichen Ausgangswerten des Schiller KGV in den folgenden zehn Jahren weiterentwickelten, mit Daten seit 1927.
Und dabei zeigt sich ganz klar, je höher der Ausgangspunkt, desto geringer die Gewinne in der Zukunft.
Und ungefähr.
Ab einem Wert von 38 beim Schiller KGV wird die Rendite über das folgende Jahrzehnt statistisch gesehen sogar negativ.
Und am drastischsten war das beim Ausgangspunkt 1999.
Über die folgenden zehn Jahre gab es ein Minus von rund 9 Prozent.
Rechnet man die Inflation mit ein, liegt es sogar bei 29 Prozent.
Allerdings gibt es auch einen Faktor, der das Schiller KGV relativiert.
Denn die Branchenzusammensetzungsindex, die verändert sich.
Und wenn das viele dynamische, innovative Unternehmen, die auch noch Gewinne machen, also profitabel wachsen, stark gewichtet sind, dann kann das Schiller KGV durchaus höher sein.
Und wenn man da nämlich den 1929 nimmt und einfach mal guckt, wie da, wenn man die Tech-Werte damit einbietet, da waren das damals Radiohersteller.
Und da war das Schiller KGV sogar für diese noch viel höher als heute.
Siehste.
Ja, es gibt aber noch ein zweites Alarmsignal und das betrifft das Ausmaß der Finanzspekulation, kann man sagen.
Und dieses kann man am Umfang der Kreditaufnahme auf Wertpapiere durch US-Anleger messen.
Und dabei zeigt sich, dass immer mehr Investoren in den Vereinigten Staaten Aktien auf Pump kaufen.
Inzwischen durchaus in einem aufsehenerregenden Maße.
Und der aktuelle Verschuldungsgrad ist eigentlich nur mit der Dotcom-Blase sowie der Zeit von vor der Finanzkrise zu vergleichen.
Das sagt Thomas Neukirch, Leiter strategischer Asset Allocation beim Family Office HQ Trust.
Das dritte Alarmsignal, das geht schließlich von der Marktstimmung aus.
Es wird vom Bull-Bear-Indikator der Bank of America gemessen, der auf mehreren Kennzahlen beruht.
Seine Berechnung ergibt sich aus sechs Hauptkomponenten, darunter die Markt...
Positionierung von Fondsmanagern, Kapitalflüsse in Anlageklassen sowie die aktuelle Marktbreite.
Da redest du ja auch öfter drüber, Chabitz.
Genau, wobei die Marktbreite täglich sich ändert.
Also insofern weiß ich nicht, wie man das irgendwie messen will, richtig.
Aber der Indikator, der pendelt zwischen 0 und 10 Punkten.
Werte unter 2 signalisieren dabei extreme Angst an Investoren und dienen als Kaufsignal und Werte über 8.
Die deuten auf extreme Gier hin und gelten als Verkaufssignal.
Und aktuell liegt der Indikator bei, und jetzt bitte festhalten, 9,5 Zählern.
Und auf diesem Niveau befindet sich er bereits seit Ende Mai.
Michael Hartnett, Chefanlagestrategie der Bank of America, sagt dazu, Zitat, historisch gesehen folgte auf ein solches Signal in den darauffolgenden zwei bis drei Monaten ein Rückgang der weltweiten Aktienmärkte.
Allerdings um zwei bis drei Prozent, das muss man dazu sagen.
Und das war in den vergangenen Monaten ja fast schon die tägliche Schwankungsbreite, etwa wenn Donald Trump irgendwas auf True Social gepostet hat.
Eine klare Blasengefahr, sicherlich dieser Indikator, war nicht wirklich.
Ja, und wenn man ehrlich ist, der hohe Verschuldungsgrad der Investoren, der sagt nicht zwangsläufig aus, ob wir uns schon in einer stark aufgeblähten Blase befinden.
Die statistische Signifikanz von diesem Indikator, die ist einfach nicht groß genug.
Aber das größte Gegenargument gegen die Blasentheorie, die Gewinndynamik, nicht zuletzt der großen Technologieunternehmen, die trägt die Aufwärtsentwicklung am Aktienmarkt mit.
Während der Dotcom-Blase zur Jahrtausendwende war das nicht so.
Damals erzielten viele Hochbewerberte im Internetfirmen kaum Gewinne.
Und heute erwirtschaften die KI- und Technologiekonzerne dagegen enorme Cashflows und hohe Margen.
Und das KGV vom Nasdaq 100, das liegt mit 22 gerade mal auf 10-Jahresschnitt.
Tja, also könnten wir uns jetzt alle wieder hinlegen eigentlich, oder?
Aber nicht ganz, denn wir könnten uns ja auch in einer Blase der Profite befinden.
Und die Gewinne, die könnten irgendwann in der Zukunft in sich zusammenfallen, weil beispielsweise der Investitionsboom rund um die künstliche Intelligenz abrupt endet.
Alle Finanzplasen der Geschichte sind durch eine Maßnahme zum Platzen gebracht worden, eine deutliche Zinserhöhung.
Diese sind inzwischen, zumindest in den USA, ziemlich unwahrscheinlich geworden.
Ja, aber wer trotz alledem jetzt so ein Gefühl der Unruhe in sich spürt, der sollte vor allen Dingen auf eins achten, auf eine...
robuste Portfoliostruktur.
Carsten Röhm hält Anlagestratege bei der Investmentgesellschaft Fidelity.
Der rät daher, auf Sektoren zu achten, die bisher hinterherhinken und noch relativ günstige Bewertungen aufweisen.
Dazu gehören seiner Ansicht nach beispielsweise Pharmaaktien oder auch die Aktien europäischer Banken.
Und auch Schwellenländeraktien bieten sich an.
Allerdings muss man aufpassen, dass dann nicht wieder zu sehr im Technologiebereich investiert wird, warnt Fidelity-Experte Rhönhild.
Denn inzwischen haben Technologien und Zahne aus Südkorea und Taiwan in den einschlägigen Schwellenländern-ICs ein wirklich beträchtliches Gewicht.
Ja, und da wird wirklich mit viel Fremdkapital gearbeitet, Aktien auf Pump gekauft.
Das muss man auch dazu sagen.
Schließlich Diversifizierung außerhalb des Aktienmarkts sucht, dem empfiehlt Röhmheld Investments in Rohstoffe.
Interessanterweise sind nämlich die Rohstoffpreise Anfang der 2000er Jahre stark angezogen, als die Aktienmärkte am Boden lagen.
Gold war da also zum Beispiel ein natürlicher Hedge, eine Absicherung.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns eine Mail in AAA, also A-Advility oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und viel Rückmeldung gab es zu den US-Advents.
ETF-Anbietern, da ging es ja darum, dass die ein großes Übergewicht haben.
Leon schreibt auf Spotify, finde es super, dass ihr zu den ETFs auch mal die Machtfrage stellt.
Wir sind alle unendlich abhängig von den USA, Apple, Android, Visa und unsere Rente sollten wir am besten in Europa lassen.
Und Musikrolf hat kommentiert, sehr wichtiger und bewusstseinsschaffender Beitrag.
Die Macht von BlackRock Vanguard, gerade die aktuelle Zeit zeigt, wie wichtig diese Betrachtung ist.
Aus meiner Sicht wurde dieser Aspekt verantwortlich.
viel zu wenig bisher reflektiert.
Dörte meint dagegen, der German Angst läuft sich mal wieder warm und das, wo gerade ihr doch täglich für amerikanische Aktien und ETFs genau dieser Asset Manager schwärmt.
Da müsste dann am Ende, meint sie, doch die urdeutsche Bürokratie wieder herkommen.
Aber das, liebe Dörte, das kann ich in unserem Fall sicher ausschließen.
Denn urdeutsche Bürokratie, die wollen wir hier nicht fördern.
Aber Bewusstsein schaffen, das wollen wir und das finde ich gut.
Und das führt mich automatisch zu der Frage, wo schafft ihr, lieber Zschäpitz, denn heute Bewusstsein bzw.
morgen Bewusstsein?
Genau.
Also wir machen das Gespräch heute mit Christian Wirröhl.
Und wir treffen den in Mailand an.
Und wir werden zusammen die Börsenwelt sortieren, weil er ist ja einer, der auch sagen kann, dass es vielleicht noch mehr als nur KI-Aktien gibt.
Wir wollen einfach mal sehen, auch was wir eben in der Triple-E-Idee so ein bisschen hatten.
Einfach mal zu gucken, was gibt es da noch?
Wie stellt man sich klug auf, damit man eben nicht jeden Tag bangen muss und sich die Frage stellen muss, haben wir eine Blase?
Den Mailänder Röhl, den wollt ihr nicht verpassen und die Antwort auf diese Frage auch nicht.
Deshalb heißt es, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
