# Market Volatility, AI Chip Demand, and European Asset Management Shifts

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-07-09

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über Ölschock, Zinsangst und Vidias' wundersames KI-Comeback, den Baggy-Jeans-Boom und die 47%-Werte auf die Commerzbank.
Im Thema des Tages stellen wir euch vor eine knifflige ETF-Frage und in der Triple-E-Idee geht es um die vielleicht leiseste Kursrakete im DAX.
Das ist Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert und Holger Zschäpitz.
aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Donnerstag, der 9.
Juli 2026 und wir wünschen euch einen robusten Start in den Handelstag.
Robust muss man derzeit sein bei dem, was so an den Börsen abgeht.
Die USA haben gestern den zweiten Tag in Folge den Iran bombardiert.
Und die jüngst aufgehobenen Ölsanktionen gegen das Land, die hat Donald Trump auch wieder eingeführt.
Prompt sind dann die Ölpreise nach oben geschossen.
Brenz hat sich um fast 7 Prozent verteuert auf rund 79 Dollar je Fass.
Und damit waren die Inflations- und auch die Zinssorgen zurück an den Märkten, die sich ja gerade davon erholt hatten.
Und die Rendite der 10-jährigen amerikanischen Staatsanleihen, die wurde dann am Abend mit 4,58 Prozent festgestellt.
Das war der höchste Stand seit Mitte Mai.
Und die hohen Zinsen, die haben es dann allen oder fast allen Anlageklassen sehr schwer gemacht.
Gold wurde für 4.077 Dollar gehandelt.
Das war 0,7 Prozent niedriger als am Vortrag.
Und das ging ja noch einigermaßen.
Silber sackte um fast drei Prozent ab auf 58, 41 Dollar.
Und ähnlich stark waren die Verluste bei Bitcoin.
Und gleichzeitig schürten die im Mittwoch veröffentlichten Protokoll der jüngsten US-Notenbank-Sitzung auch noch neue Inflationssorgen.
Das noch mit dem Ölpreis zusammen.
Und die Mitschriften, die zeigten, dass die Währungshüter den Ansatz von FED-Chef Kevin Walsh zu einer knapperen geldpolitischen Erklärung durchaus folgten.
Ja, die Finanzmarktdateure preisen jetzt für September eine 90-prozentige Wahrscheinlichkeit der Zinserhöhung ein.
Und das waren...
Alles jetzt keine guten Vorzeichen für Aktien.
Am heftigsten hat es dann unseren DAX getroffen, der bei 24.897 Zählern 2,3 Prozent leichter aus dem Handel ging.
An der Wall Street, da waren die Verluste nicht ganz so dramatisch.
Klar, die haben ja auch viele einheimische Energiekonzerne, die von steigenden Ölpreisen profitieren.
Dennoch bröckelte der Dow Jones 1,1 Prozent ab.
Beim S&P 500 war das Minus aber schon kleiner.
Da waren es nur 0,3 Prozent am Ende.
Und der Nasdaq 100, der schafft das sogar ein Plus von 0,3 Prozent.
Und immerhin konnten sich ein paar KI-Lieblinge bzw.
Momentum-Aktien nach dem jüngsten ausverkaufen.
Bisschen wiederholen, der Halbleiterindex Sox.
Der gewann 2,2 Prozent und Broadcom gewann 4,8 und Nvidia 3,7 Prozent.
Und bei Nvidia gab es so eine Bloomberg-Geschichte, die hatte für Aufsehen gesorgt am Nachmittag.
Nvidia würde nur noch beim 18-fachen erwarteten Gewinn der nächsten zwölf Monate handeln, also KGV von 18.
Und das sei so günstig wie vor dem KI-Boom.
Und da horchten dann einige auf.
Und als dann noch die Information berichtete, dass China seinen großen KI-Anbietern erlauben würde, H200-Chips von Nvidia zu kaufen, da drehte dann die Aktien ins Plus.
Und Broadcom wiederum, die profitierten davon, dass Apple im Rahmen eines Lieferabkommens Chips im Wert von mehr als 30 Milliarden Dollar von dem Konzern kaufen will.
Der US-Börsengang von SK Hynix, der ist nach Angaben von Bloomberg mehr als siebenfach überzeichnet.
Das ist bemerkenswert, will doch SK Hynix rund 25 Milliarden Dollar, mindestens 25 Milliarden Dollar frisches Kapital einwerben, was dann einer der größten Börsengänge überhaupt wäre.
Der südkoreanische Speicherchiphersteller will am Donnerstag den...
Ausgabepreis festlegen, zu dem die 177,9 ADRs verkauft werden sollen.
Und das ist schon faszinierend, weil nämlich auf der anderen Seite gab es Anleihen von Amazon, die wollten auch 25 Milliarden und da war die Nachfrage nicht mehr ganz so hoch.
Und da gab es ein bisschen Angst schon, dass möglicherweise das Kapital ausgehen könnte.
Aber diese SK-Heinz-Geschichte, die hat dann wieder ein bisschen für positive Abwechslung gesorgt.
Aber positiv war es nicht für SpaceX.
Die Aktie, die verlor weiter 0,8 Prozent, ging es darunter auf 148, 38.
Und damit hat SpaceX den niedrigsten Stand seit dem...
Börsendebüt Mitte Juni gehabt, also Schlussstand.
Und wir hatten ja gestern so ein bisschen über dieses Paradoxon gesprochen, dass die Aktie fällt, obwohl die Analysten überaus optimistisch auf das Unternehmen schauen.
Und wer jetzt dieses Rätsel geklärt haben will, der muss einfach nochmal in die gestrige Folge reinhören.
Nachbörslich legten die Aktien von Monster leicht zu.
Der Hersteller von Energydrinks, der hat einen Aktiensplit im Verhältnis 2 zu 1 bekannt gegeben.
Und nicht, weil jetzt die Aktie irgendwo bei 1000 Dollar oder so stehen würde, sondern die sind gerade mal 95 Dollar wert gewesen zuletzt.
Also schon ein bisschen merkwürdige Aktion.
Ja und Levi Strauss, die verloren nachbörslich.
Dabei hat der Jeanshersteller nach einem überraschend starken Quartal seine Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr sogar angehoben.
Und Levi Strauss profitiert von einer anhaltend hohen Nachfrage nach diesen Baggy-Jeans, diese weiten Dinger und nach Freizeitbekleidung insbesondere bei jüngeren Käufern.
Und zudem zahlt sich der Ausbau des Direktvertriebs an Endkunden aus.
D2C heißt das immer so schön im Jargon.
Und damit trotz Levi Strauss, der allgemein zurückhaltende Verbraucher, die Konkurrenten wie Gap oder American Eagle Outfitters zuletzt zu spüren bekam.
Aber die Anhebung der Jahresprognose, die ist auf die überdurchschnittliche Entwicklung im ersten Halbjahr zurückzuführen und nicht auf Optimismus hinsichtlich des zweiten Halbjahres.
Und damit wurde dann der kleine Ausverkauf an der Börse begründet.
Die Aktie hat seit Jahresanfang immerhin 17,5 Prozent gemacht.
Und in Deutschland sorgten gestiegene Ölpreise für Kursbewegungen.
Von der Aussicht auf wieder steigende Frachtraten profitierten die Aktien der Rederei Hapag-Leut, die um 1% zulegten.
Dagegen verloren Lufthansa 6,5%.
Da war es mit den 10 Euro dann auch wieder ganz, ganz, ganz schnell vorbei.
Da gab es auch negative Analystenkommentare noch.
Verluste verzeiheten auch die Aktien von Mercedes-Benz minus 4, SAP minus 4,1, Heidelberg Materials minus 4,8 und die Papiere der Deutschen Bank, die verloren sogar 5%.
Commerzbank-Aktien verbilligten sich um 2,3 Prozent.
Unicredit hat im Zuge des Übernahmeangebots die Beteiligung an der Commerzbank signifikant ausgebaut.
Das italienische Geldhaus bleibt allerdings unterhalb der Mehrheitsbeteiligung.
Rechnerisch kommt Unicredit bei der Commerzbank nach Ende der weiteren...
Annahmefrist auf 44,37 Prozent der Anteile inklusive der 3,22 Prozent an Kaufoptionen, die in Aktien getauscht werden können, sind der Unicredit laut Mitteilung 47,59 Prozent an der Commerzbank zuzurechnen.
Also sicher, die Aktien der Unicredit Mailand büsten 2,9 Prozent ein.
Es bleibt also spannend und spannend sind heute auch die Termine.
Ganz genau.
Der Bundeskanzler will eine Regierungserklärung Berlin abgeben.
Da geht es natürlich um die Reformentscheidung der schwarz-roten Koalition.
Und da ist ja auch eine Sache spannend, ob diese Gesundheitsreform, die ja so...
bisschen zerrupft worden ist, ob die jetzt noch am Freitag durch Bundestag und Bundesrat kommen.
Bei Volkswagen geht es ums Ganze.
Der Aufsichtsrat tritt zusammen, um über den Umbau zu beraten.
Da geht es ja wirklich um die Schließung von vier Werken und tausende von Arbeitsplätzen stehen auf dem Spiel.
Und die Arbeitnehmer, die haben Widerstand gegen die Pläne angekündigt und die sind ja relativ stark bei VW.
Dann gibt es aus Deutschland Import- und Exportzahlen, also Handelsbilanz für Mai, der EuGH.
Urteil zu Widerrufsrecht bei Streaming-Abos und es gibt nach Zahlen von PepsiCo, Südzucker und Barry Kallebo.
Das Thema des Tages.
Heute müssen wir im Thema des Tages mal eine unbequeme oder ungewöhnliche Frage stellen.
Es geht nicht darum, um die Frage, sollten Bundesbürger mehr Aktien kaufen?
Das ist doch klar, als alles auf Aktienhörerinnen und Hörer.
Sondern, wenn Millionen Menschen demnächst über das Altersvorsorge-Depot gefördert investieren, wer verwaltet dieses Geld eigentlich?
Und die Antwort lautet oft Amerika.
BlackRock, Vanguard, State Street, im Depot, da steckt häufig gewissermaßen eine doppelte Amerika-Wette.
Was den meisten ja bewusst ist, worüber wir auch schon häufiger hier gesprochen haben, mit Welt-ETFs landet das Geld stark in amerikanischen Aktien.
Der MSCI World beispielsweise, der besteht ja zu 73 Prozent aus amerikanischen Aktien, weil eben auch, ist ja auch logisch, Nvidia, Apple, Microsoft und Co.
einfach die Märkte mit ihrer Größe dominieren.
Worüber sich aber nur die wenigsten Gedanken machen, auch die Infrastruktur läuft häufig fast immer über US-Anbieter.
Fonds, ETFs, Stimmrechte, Daten.
Der Sparer denkt, ich baue Rente auf.
Tatsächlich fließt Vorsorgegeld durch amerikanische Finanzmaschinen.
Und wenn man sich die Zahlen mal anschaut, dann sind die wirklich krass.
Gucken wir uns mal die 30 größten Anlageverwalter der Welt an.
Die kommen zusammen auf 93 Billionen Dollar.
Von diesen 93 Billionen Dollar entfallen gut 73 Billionen auf amerikanische Anbieter und das sind fast 80 Prozent.
Also fast 4 von 5 Dollar in der Euro liegen dann bei amerikanischen Häusern.
BlackRock verwaltet 13,9 Billionen Dollar, Vanguard rund 12 Billionen.
Zusammen sind das schon mal 26 Billionen Dollar.
Und damit stehen allein schon mal zwei für ein Drittel dieser Top 30 Anlageverwalter.
Und wenn man die Top 5 mal noch anguckt, dann kommen die auf 45 Billionen und das ist knapp die Hälfte.
Deutsche Anbieter spielen da kaum eine Rolle.
Die Allianz verwaltet auch dank der US-Tochter Pimpco rund 2,9 Billionen Dollar und schafft das auf Rang 9.
Die DBS Group liegt mit umgerechnet 1,24 Billionen Dollar auf Fragen 26.
Nun will die Tochter der Deutschen Bank übrigens global Terrain gut machen.
Und Blumberg berichtet, die DWS prüft international eine Rückkehr zum Namen deutscher Asset Management.
In Deutschland soll DWS DWS bleiben, im Ausland soll aber dieser global bekannte Name Deutsche Bank helfen.
Deutsche Bank hält ja knapp 80 Prozent an der DWS, aber die DWS, die soll trotz allem börsennotiert bleiben.
Ausgerechnet ein deutscher Anbieter, der als europäische Alternative zu BlackRock und Vanguard gelten könnte, sagt im Grunde, unsere Marke ist international nicht stark genug.
Bloomberg beschreibt den Druck, billige passive Fonds, steigende Kosten, Kampf- und Pensionsmandate bei institutionellen Kunden verliert DWS-Marktanteile an starke Wettbewerber.
Genau, hier wird dann auch dieses Altersvorsorge-Depot, das ja am 01.01.2027 starten soll, politisch.
Wenn der Staat Millionen...
Bürger in Fonds und ETFs bringt, dann entsteht ja ein riesiger Geldstrom.
Und geht der automatisch zu den US-Giganten oder möglicherweise bekommen auch Europäer eine Chance?
Ganz entscheidend.
Das soll ja kein BlackRock-Bashing werden.
BlackRock und Vanguard, die sind groß, weil sie Anlegern echte Vorteile gebracht haben.
Niedrige Kosten, breite Streuung, Liquidität, einfache Sparpläne.
Und man muss auch sagen, ohne sie wäre diese ETF-Revolution kaum denkbar.
Aber...
Die Größe hat auch Nebenwirkungen, etwa Machtkonzentration.
Und viele Anleger glauben, ich besitze Voranteile, also gehört mir auch ein Stück Apple, SAP oder auch Allianz.
Formal mag das stimmen, aber die Stimmrechte, die übt eben der Asset Manager aus.
Der Anbieter stimmt auf Hauptversammlungen ab, entscheidet mit über Vorstände, Vergütung und Aktionärsanträge.
Wenn BlackRock, Vanguard und State Street überall große Aktionäre sind, entsteht stille Macht im Namen der Sparer.
Und es entsteht politische Abhängigkeit.
In ruhigen Zeiten ist ein US-ETF praktisch.
In Krisenzeiten zählen dann Rechtsordnung, Aufsicht, Sanktionen und auch geopolitische Interessen.
Und Anlageinfrastruktur, so musst du das auch hier formulieren, ist eben nicht neutral.
Sie hat eine Heimat.
Und die ist bei den größten Verwaltern oft die USA.
ETFs sind zwar billig, aber wenn Millionen Menschen über Jahrzehnte sparen, werden auch kleine Gebühren zu riesigen stabilen Einnahmen.
Und wenn diese Einnahmen vor allem bei US-Konzernen landen, dann fördert Deutschland indirekt die amerikanische Finanzmacht.
Und es entsteht eine Monokultur.
Alle kaufen ähnliche Weltindizes, oft bei denselben Anbietern.
Das senkt die Kosten, schwächt aber den Wettbewerb und bringt Probleme mit sich, wenn beispielsweise Ein Indexanbieter wie Nasdaq plötzlich US-Konzerne bevorzugt aufnimmt, wie zuletzt bei SpaceX geschehen.
Und die DWS-Geschichte, die zeigt deshalb diese europäische Herausforderung.
Ein Anbieter aus Frankfurt will international größer wirken, bekannter werden, institutionelle Kunden gewinnen.
Aber er steht in einer Welt, in der amerikanische Namen längst die globalen Standards sind.
Für euch als Anleger heißt das nicht nur Fragen, welche Kostenquote ein ETF hat, sondern auch, wer...
Ist der Anbieter, wo hat er seinen Sitz und wie stimmt er ab?
Und für die Politik heißt es, beim Altersvorsorge-Depot geht es nicht nur um Rendite.
Es geht auch um Finanzsouveränität, Wettbewerb und auch Stimmrechtsmacht.
Europäische Anbieter, die müssen dann aber auch genauso günstig, transparent und effizient sein.
Ein europäischer Fonds ist nicht automatisch besser, nur weil er europäisch ist.
Aber andererseits ist ein System auch nicht automatisch gesund, nur weil es billig ist.
Das Altersvorsorgedepot kann Deutschland aktienfreundlicher machen, aber es kann auch eine neue Abhängigkeit schaffen, nicht nur von amerikanischen Aktien, sondern auch von amerikanischen Vermögensverwaltern.
Die Altersvorsorge von morgen könnte sehr deutsch beginnen mit Gesetz, Förderung und Depotvertrag.
Aber am Ende eben über New York, Boston und Pennsylvania laufen.
Mehr Aktienkultur, klar, mehr Kapitalmarkt unbedingt.
Aber wer fürs Alter spart, sollte nicht nur wissen, worin er investiert, sondern auch, wer sein Geld verwaltet und wer am Ende mit seiner Stimme spricht.
Unsere heutige AAA-Idee, die wird für manche vielleicht überraschend sein.
Dabei handelt es sich um einen der größten und erfolgreichsten deutschen Konzerne.
Der war hier noch nicht so oft ein Thema.
Es ist eines der am stärksten gewichteten Aktien auch im DAX.
Aber auch eine der.
Sie produziert nicht so viele Schlagzeilen und hat normalerweise auch eine relativ geringe Wohler.
Aber jetzt wollen wir euch nicht länger auf die Folter spannen.
Unsere heutige AAA-D ist die Allianz.
Auch wenn die Allianz eine eher ruhige Aktie ist, gibt es Gründe genug, gerade jetzt über sie zu sprechen.
Genau, denn gerade hat der Versicherer an der Börse einen Allzeithoch markiert bei 423 Euro je Aktie.
Und ein paar Ältere erinnern sich, dass der Kurs im Frühjahr 2000 mal super kurz bei 440 stand.
Also ganz streng genommen ist es gar kein höchster Stand aller Zeiten.
Aber da die Zahl der Aktien durch Kapitalerhöhungen erhöht wurde, liegt die Marktkapitalisierung deutlich höher als damals.
Ja und bei der Marktkapitalisierung, da reden wir jetzt von 160 Milliarden Euro und damit ist der Konzern mit Sitz in München viel größer als zum Beispiel die AXA, die Zurich oder Generali.
Sie ist die klare Nummer eins in Europa.
Inklusive Dividende und die spielt bei der Allianz immer eine wichtige Rolle, hat das Papier dieses Jahr 11,5 Prozent zugelegt und damit gehört sie zu den besseren Aktien im deutschen Leitindex.
Klar, große Sprünge sind das nicht.
Aber auffällig ist vor allem, dass die Allianz-Aktien in den vergangenen Wochen Stück für Stück so nach oben getickert ist.
Und das hat mit einem gewissen Rerating des Geschäfts zu tun.
Insgesamt gilt das Geschäft der Allianz als stabil, man könnte auch sagen behäbig.
Schaden- und Unfallversicherung, Lebensversicherung und Vermögensverwaltung, Asset Management hatten wir ja gerade im Thema des Tages.
Das Asset Management trägt ungefähr ein Fünftel zum Konzerngewinn bei.
Das Lebensversicherungsgeschäft 30 Prozent ist also immer noch wichtig.
Aber den größten Anteil am Gewinn haben Schaden und Unfallversicherung.
Gerade bei diesem wichtigsten Gewinntreiber, da ist einiges in Bewegung gekommen.
Und das ist auch ein wesentlicher Grund für den nach oben driftenden Kurs in den vergangenen Wochen und auch für das Allzeithoch.
Da geht es nämlich um autonomes Fahren und die Frage, wer haftet künftig, wenn Robo-Taxis Unfälle vorursachen?
Seit Jahren wird darüber gestritten.
Und jetzt hat die Allianz den Marktführer in dem Bereich Huck-Kobock wohl davon überzeugt, dass auch rein autonome Fahrzeuge pflichtversichert sind.
Die Allianz ist zwar nur die Nummer zwei auf dem Markt für Kfz-Versicherungen, hat im Jahr 2019 aber über einen Vertriebsdeal mit dem ADAC deren Versicherungen von der Zurich übernommen.
Und seitdem hat sich der ADAC zum am schnellsten wachsenden Autoversicherer in Deutschland entwickelt.
Und das künftige Potenzial, das ist enorm.
Derzeit sind erst eine Million der insgesamt 20 Millionen ADAC-Pannenhilfemitglieder über die Allianz versichert.
Da könnte also noch deutlich mehr kommen.
Und vor allem die Retention Rate, das ist die Rate, die Kundenbindungsrate, also wie viele Kunden bleiben, die liegt bei starken 90 Prozent.
Ja, und dieses Wachstumspotenzial.
Verbunden mit der Expertise der Münchner im Bereich von autonomen Fahren, die bringen jetzt Analysten dazu, ihre Prognosen für die Allianz zu überdenken und nach oben zu korrigieren.
Und eine besonders spektakuläre Abwart-Revision, wie man so schön im Finanzjargon sagt, stammt von der Bernberg-Bank.
Und der Analyst Michael Hattner ist der Überzeugung, dass Allianz ihren Gewinn wegen der genannten Kröne langfristig um 9 Prozent pro Jahr steigern kann, statt um 7 Prozent, was derzeit der Konsens ist.
Ja, und da kommen wir dann in einen wirklich interessanten Investmentbereich.
Denn bei einem Unternehmen mit...
dem Wachstum in dem Bereich, da wäre die Allianz-Aktie nicht besonders hoch bewertet.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2026, das wird so auf 12 taxiert und würde dann in den nächsten Jahren durch die Gewinn-Dynamik weiter nach unten gehen.
Das Gegenteil gilt dann, und das wird dich besonders freuen, lieber Eckert, für die Dividende.
Denn die soll laut Bernberg nach oben gehen.
Nämlich von aktuell 17,10 Euro auf 18,70 Euro nächstes Jahr und sogar 22 Euro Ende des Jahrzehnts.
Und da reden wir dann über eine Dividendenrendite deutlich oberhalb von 5 Prozent.
Daneben gibt es auch noch Aktienrückkäufe, 2,5 Milliarden Euro dieses Jahr und in den nächsten beiden Jahren jeweils 3 Milliarden Euro.
Und diese Faktoren zusammengenommen.
Gewinn und Dividendwachstum zusammen mit den starken Fundamentaldaten, die lassen Bärenberg-Analyst Hattner dann ein ehrgeiziges Kursziel ausrufen.
684 Euro.
Und das wäre dann ein Kurspotenzial von mehr als 60 Prozent vom aktuellen Kurs aus gesehen.
Und das, wie gesagt, bei einem Wert, bei dem das Abwärtspotenzial wegen der guten Fundamentaldaten einigermaßen begrenzt ist.
Natürlich gibt es auch.
skeptischere Experten stimmen, aber wir fanden, ihr solltet die Argumentation kennen.
Und es ist ja klar, dass ihr euch ohnehin eure eigenen Gedanken macht, bevor ihr investiert.
Ihr könnt uns ja mal schreiben, was ihr von der Allianz und von der Allianz Aktie haltet.
Das war alles über Waktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns eine Mail in AAA.
Also A, entwählt die oder hinterlassen uns eine Bewertung.
Und Wolfgang hat uns geschrieben und einen Screenshot mit den neuen Geschäftsbedingungen von Scalable Capital mitgeschickt.
Und dazu hat er eine Reihe von Fragen.
Vor allem will er wissen, ob man dort jetzt erstmalig über Xetra handeln kann.
Ne, da konnte man immer schon über Xetra handeln.
Aber die haben die Xetra-Gebühren, glaube ich, jetzt gesenkt.
Das war früher, glaube ich, 3,99 Xetra-Gebühren.
Und dann musste man noch irgendwie eine Handelsplatzgebühr noch extra zahlen.
Und das ist jetzt weniger geworden.
Liegt daran, dass die deutsche Börse bei Privatanlegern ein bisschen Marktanteil gewinnen will und glaube, die Xetra-Gebühne auch runtergenommen hat.
Und das hat Scalable dann weitergegeben.
Und jetzt sind es nur noch 1,99.
Siehst, das tut sich doch was in Deutschland.
Ja, Konkurrenz hilft.
Konkurrenz überlebt das Geschäft.
Und dann hat Thomas noch zu deinem nachdrücklich vorgebrachten...
Dispo-Wunsch bei Spotify kommentiert.
Mensch, Holger, der Hinweis zu Schulden und dem CFO, der ist ja nicht falsch.
Aber kein CFO dieser Welt würde im Dispo wirtschaften und daher Dispo unbedingt vermeiden.
Genau deswegen braucht es bei ThreadRepublic den Dispo nicht.
Und danke an Hacker, dass er hier so vorbildlich seine Community schützt.
Und dann hat er noch so ein Umarmungs-Emoji dazu geschickt, damit wir uns auch geliebt fühlen.
Und dann schreibt er noch, danke an euch für den gelungenen Start in den Tag.
Ja, und zum Gelingen des Tagesstarts, da wollen wir auch weiter beitragen.
Daher abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Und wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
