# Market Recalibration: AI Valuations, German Reforms, and Semiconductor Cycles

**Podcast:** Aktien fürs Leben
**Published:** 2026-07-08

## Transcript

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Bevor es losgeht, ein wichtiger Hinweis.
Dieser Podcast ist keine Anlageberatung oder Empfehlung.
Alle Angaben sind ohne Gewehr.
Diese stellen keinen Ersatz für eine professionelle und individuelle Beratung dar.
Werteentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Wertentwicklung.
Aktien fürs Leben.
Der Vermögens-Podcast von Capital mit Petra Ahrens und Timo Pache.
Hallo und herzlich willkommen.
Das ist die letzte reguläre Folge von Aktien fürs Leben vor der Sommerpause.
Petra und ich, wir werden auch demnächst mal ein bisschen Urlaub machen und kurz vor der Sommerpause.
hat die Bundesregierung in Berlin noch was ganz Unwahrscheinliches getan.
Sie hat nämlich ein großes Reformpaket beschlossen.
Auch darüber sprechen wir gleich.
Petra, was haben wir sonst noch heute im Programm?
Wir sprechen heute über Adobe, eines der bekanntesten Softwareunternehmen der Welt.
Die Aktie war lange ein Favorit vieler Wachstumsinvestoren.
Aber nun steht sie seit rund zwei Jahren spürbar unter Druck.
Und wir schauen heute auf die Gründe und wollen wissen, ob man jetzt günstig kaufen sollte.
Und dann gehen wir gewissermaßen ans andere Ende der Bewertungsskala und reden über den deutschen Chip-Hersteller Infineon.
Der wurde ja lange Zeit so ein bisschen als Brot- und Butterproduzent der Branche wahrgenommen.
Die wirklich heißen Sachen produzierten TSMC, SK Hynix und Samsung.
Dennoch hat die Börse in den vergangenen Monaten Infineon entdeckt und auch ganz schön gefeiert.
Und wir werden mal der Frage nachgehen, ob man dem...
Hype gerade trauen sollte.
Und wir reden heute nochmals über Palantir, eines der polarisierendsten Softwareunternehmen der Welt.
Kaum ein anderer KI-Wert verbindet so starkes Wachstum, hohe Bewertungen und politische Kontroversen.
Nachdem jetzt aber der Kurs um mehr als 30 Prozent korrigiert hat, werfen wir nochmals einen Blick auf das Unternehmen.
Und an dieser Stelle immer unser Hinweis, wer sofort zu einem dieser drei Unternehmen springen möchte, der kann dies gerne tun und orientiert sich dann an den Time-Comp.
Nach Ankündigung der neuen Reformen durch die Bundesregierung in der vergangenen Woche am Mittwoch hat sich an der Börse ja noch einiges getan.
Der DAX ist ziemlich deutlich nach oben gegangen, hat die...
Woche mit 25.800 Punkten fast beendet.
4,3 Prozent im Plus.
Das Ganze, wir kommen auch gleich auf die USA, hat sich deutlich unterschieden von der Entwicklung in den USA.
Und es geht sogar diese Woche, Anfang dieser Woche noch weiter.
Aber jetzt ist die Frage, Petra, glaubst du, dass das...
also die Reaktion der Börsen eine Folge oder eine Antwort war auf das Reformprogramm der Regierung.
Manche haben das so interpretiert.
Bist du davon auch überzeugt?
Ja, ich bin nicht gänzlich von den Reformen überzeugt, aber zumindest hat sich mal etwas getan und das auch in der Koalition mit einer gewissen Einigkeit.
Das wird positiv wahrgenommen.
Mich wundert dennoch diese klare Reaktion der Börsen, aber auch zum Beispiel Deutsche Bank sprach von einem German Reform Hammer, finde ich etwas übertrieben und bestätigte die Kaufempfehlung, deutsche Aktien überzugewichten.
Das sehen wir und das sehen wir jetzt auch immer noch.
Das ist tatsächlich interessant, weil die Reformen, die da jetzt beschlossen wurden, sind ja eher, naja, ich will mal sagen, schon klassische Strukturreformen.
Das ist alles richtig und nicht verkehrt.
Auf der anderen Seite ist damit verbunden eine deutliche Belastung der Unternehmen auch, Stichwort Lohnnebenkosten.
Wenn das alles so kommt, was zum Beispiel in der Rente beschlossen worden ist, dann bedeutet das, dass die Rentenbeiträge in den kommenden Jahren deutlich steigen werden.
noch mal deutlich stärker steigen werden, als sie ohnehin hätten steigen sollen.
In der Krankenversicherung, in der Pflegeversicherung ebenfalls nicht Entlastung, so wie es mal die Bundesregierung angekündigt hat, sondern weitere Belastung.
Wie das jetzt die Unternehmen deutlich in eine bessere Wettbewerbsposition bringen soll, erschließt sich mir nicht.
Insofern kann ich die Einschätzung der Deutschen Bank vom German Reformhammer auch nicht ganz nachvollziehen.
Ist das sozusagen die Rückkehr des alten Sprichwärts, politische Börsen haben kurze Beine, das heißt es doch, glaube ich, oder?
Naja, das werden wir kurz vor der Sommerpause wahrscheinlich noch sehen oder über die Sommerpause, aber...
Ich denke auch, dass dieser Schwung nach oben eine gewisse Erleichterung darstellt, aber nicht lange anhalten wird.
Weil die Voraussetzungen, die wir halt im internationalen Wettbewerb benötigen in Deutschland, nämlich dass Produktivität gesteigert wird, Investitions- und Innovationsquoten da sind, die Lohnnebenkosten, Energiepreise und alles, dafür gab es ja überhaupt keine Beschlüsse.
Das brauchen wir aber wirtschaftlich betrachtet, das brauchen wir in unseren DAX-Unternehmen und das fehlte.
Und die Erkenntnis, denke ich mal, wird auch in den kommenden Tagen oder Wochen dann auch wieder kommen und wird auch den DAX wieder nach unten bringen.
Dann erklär uns doch, Petra, gehen wir in die USA.
Erklär uns doch bitte mal, was da in der vergangenen Woche los war.
Gehandelt wurde ja nur bis Donnerstag.
Und am Donnerstag gab es auch schon die neuen Arbeitsmarktdaten aus den USA.
Die waren ziemlich mau, glaube ich.
Der Jobzuwachs war relativ gering, deutlich geringer als erwartet.
Jetzt muss man immer abwarten.
Da gab es auch in der Vergangenheit starke Revisionen.
Die Datengrundlage in den USA ist nur noch mit Vorsicht zu genießen, nachdem Donald Trump da ja in den Statistikbehörden ziemlich mit dem...
Besen durchgegangen ist.
Trotzdem sind die Aktien erstmal nach oben gegangen, zumindest leicht am Donnerstag.
Wie erklärst du dir das?
Ja, das ist weniger der Blick auf die Wirtschaft als vielmehr der Blick wiederum auf die Zinsen.
Und ja, der US-Arbeitsmarkt hat sich deutlich abgekühlt.
Für die Börsen war das aber kurzfristig.
Entsprechend keine Warnung, sondern eine Erleichterung.
Warum?
Wir haben weniger Druck auf die FED und somit auch eine geringere Sorge vor dieser aggressiven Zinspolitik zulasten des Wachstums, was wir ja von Kevin Walsh erfahren haben.
Und daher haben die Börsen auch entsprechend reagiert.
Zumindest der Dow sprang ja erstmals über die Marke von 52.900 Punkten, markierte damit auch ein neues Rekordhoch.
Auch der breite S&P 500 ging entsprechend nach oben.
Einzig und allein die Wachstumswerte ließen so ein bisschen nach.
Also technologielastige Nasdaqs verlor am Freitag dann fast zwei Prozent.
Und somit müssen wir mal schauen, wie es dort weitergeht.
Das ist ja überhaupt eine interessante Entwicklung jetzt bei den Tech-Aktien.
Wir sehen...
sozusagen OpenAI hat angekündigt, den Börsengang möglicherweise doch zu verschieben für den Herbst.
Antropic hat seinen Börsengang oder sagt gar nichts mehr zu seinem Börsengang, nachdem die US-Regierung ja alle Nutzer weltweit von den Produkten von Antropic abgeschnitten hat, sofern sie nicht die US-Staatsbürgerschaft haben.
Antropic hat dann gesagt, okay, wir müssen alles vom Markt nehmen, weil wir das eh nicht kontrollieren können, wer welche Staatsbürgerschaft hier hat.
Also da ist ja so ein bisschen, sage ich mal, große Verunsicherung im Tech-Sektor, gerade bei den KI-Unternehmen.
Und jetzt hat Sam Altman kolportierterweise einen interessanten Move gemacht.
Er hat der US-Regierung angeboten, sie könnten sich ja im Falle eines Börsengangs an dem eigenen Unternehmen, an OpenAI, auch beteiligen mit so einem kleinen Anteil von 4-5%.
Ist das aus deiner Sicht ein kluger Schachzug oder ist das möglicherweise auch so ein bisschen das Pfeifen im Walde, weil man spürt, ohne ein Backing der US-Regierung kann man sich eigentlich gar nicht mehr in diesem Umfeld an den Markt gehen?
Ich würde jetzt mal uns als Europäer da völlig ausklammern.
Ich glaube, dass es ein cleverer Schachzug ist, einmal von der US-Regierung, von Trump, sich daran gegebenenfalls zu beteiligen.
Das hat die US-Regierung übrigens auch schon bei anderen Unternehmen getan.
Intel sind es ja mit 10 Prozent drin, Nvidia und AMD, die müssen, glaube ich, 15 Prozent ihres China-Umsatzes an die US-Regierung abführen.
Jetzt wird ihnen angeboten, 5 Prozent an OpenAI, das wären umgerechnet knapp 43 Milliarden US-Dollar.
Und Trump will seine US-Bürger finanziell direkt am Erfolg der KI-Branche beteiligen.
Das heißt, diesen kleinen Knick, den wir gerade sehen im KI-Sektor, dass halt so ein bisschen das Vertrauen bei diesen hohen Bewertungen nicht rausgeht, aber zumindest ein bisschen gedämpft wird, kann ich mir vorstellen, kommt dadurch natürlich so ein bisschen zurück.
Denkbar wäre an dieser Stelle eine Staatsfonds-ähnliche Abbildung, damit die Bürger entsprechend an KI-Beteiligungen, entsprechend mit Dividenden davon profitieren.
Als Vorbild gilt hier der Alaska Permanent Fund, der die Bürger von Alaska finanziell zum Beispiel an den Ölgewinnen ja auch beteiligt.
Also ich könnte mir vorstellen, US-Bürger finden das prickelnd und attraktiv.
Ob das von außen herum so wahrgenommen wird, das ist natürlich dann ein US-Ding.
Also es wird im Grunde genommen, werden ausländische Beteiligungen damit immer mehr abgeschnitten.
Und die Frage ist, ob diese ganzen KI-Unternehmen dann auch noch dieses Wachstum generieren können, was sie bisher hatten, was sie eingeplant haben.
Natürlich auch mit ausländischen Beteiligungen oder mit Zusprüchen.
Das sehe ich hier nicht.
Aber zunächst einmal können...
könnte ich mir vorstellen, dass es rein aus US-Sicht erstmal ein cleverer Schachzug von beiden Seiten ist.
Sie ist einfach die Grundlage.
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Werbung Ende Sehr ein interessanter Aspekt, das vielleicht zum Abschluss, das, was du gerade gesagt hast.
Die USA haben, glaube ich, in den letzten 80, 90 Jahren unfassbar davon profitiert, dass der Kapitalmarkt sozusagen ein offener Kapitalmarkt für die ganze Welt war.
Alle haben in den USA investiert und angelegt, weil sie geglaubt haben an die Wachstumsdynamik dieses Landes und der Unternehmen dort.
Und wenn jetzt der Staat immer mehr da stärker reingeht, regulierend auch, Stichwort Entropic, Zugang zu den Produkten.
auch mit Beteiligung, mit Aufträgen und auf der anderen Seite den Zugang für ausländische Investoren direkt oder indirekt beschränkt, weil man sagt Sicherheitsinteressen oder wir kaufen die Dinger.
Ich weiß nicht, ob sich die USA damit langfristig einen Gefallen tun.
Wie gesagt, es sind ja nicht nur Amerikaner, die in den USA die Aktien kaufen, sondern es sind eben auch die ganze Welt.
Für mich wirkt das Ganze so, als wenn das Modell, das Wirtschaftsmodell der USA, zumindest unter Donald Trump, gerade sich sehr stark Richtung China entwickelt.
Und da sind wir ja nun auch immer noch sehr zurückhaltend mit Kapitalmarktinvestitionen.
Es würde mich nicht wundern, wenn das sich zu einem Bumerang entwickelt, zumindest langfristig für die Amerikaner.
Du hast es eher genau, du sagst es langfristig, ja.
Kurzfristig aber hat Trump natürlich seine Midterm-Wahlen im November vor Auge.
Und da müssen wir uns nur mal vorstellen, wenn wir hier in Deutschland diese hochprofitablen Unternehmen, sofern wir sie hätten, sagen wir mal Siemens Energy oder Rheinmetall, wenn wir hier unseren eigenen Bürgern jetzt den Zuspruch geben würden, daran über einen Staatsfonds beteiligt zu werden.
Ich glaube, das käme bei den eigenen Leuten erst mal sensationell gut an.
Erst recht bei den US-Bürgern, die ja sehr aktienaffin sind.
Und daher glaube ich, ist der Fokus jetzt erst mal, die eigenen Bürger wieder ruhig zu stellen, zufrieden zu stellen, damit die Midterms entsprechend positiv für Trump ausfallen.
Wir kommen zu Adobe.
Im Juli 2023 hatten wir Adobe bereits in unserem Podcast.
Der Kurs stand damals bei ca.
500 US-Dollar und wir haben dem abogetriebenen Unternehmen auch weiteres Potenzial zugetraut.
Und so kam es dann auch.
Der Kurs stieg von den 500 US-Dollar bis Anfang 2024 auf ca.
630 US-Dollar.
Und dann trat aber der Aktienkurs einen sehr langen Weg der Korrektur an.
Heute steht der Kurs bei 220 US-Dollar.
Das entspricht einem Kursverfall von nahezu 70 Prozent in zwei Jahren.
Und ähnlich wie im Fußball haben derartige schlechte Entwicklungen Folgen für das Management.
Adobe sucht nun einen neuen CEO und einen neuen CFO.
Und wir schauen nochmals genau hin, ob...
dass jetzt die Chance nach dem Absturz sein könnte für einen günstigen Einstieg.
Aber zunächst noch mal kurz auf die Historie.
Adobe wurde 1982 gegründet und hat sich von einem Pionier für Desktop-Software zu einem führenden Unternehmen und Anbieter für Kreativdokumenten und Marketing-Software entwickelt.
Wer heute zum Beispiel ein PDF erstellen will, kommt an Adobe nicht vorbei.
Ein wichtiger Wendepunkt war dann der Übergang von dem klassischen Lizenzmodell hin zum Abo-Modell und zu den Cloud-Diensten.
Und dadurch wurde das Geschäft von Adobe planbarer, die Kundenbindung wurde höher und die Umsatzbasis natürlich auch deutlich stabiler.
Adobe verdient sein Geld durch diese Abonnements, vor allen Dingen im Bereich der Kreativ-Cloud und der Dokumenten-Cloud.
Und besonders stark ist das Unternehmen bei Kreativ-Software, also bei den Tools für Design, für Bildbearbeitung, Video- und Content-Produktion.
Und das Modell ist deswegen so attraktiv.
Und darauf lege ich auch immer einen ganz großen Wert, weil halt viele Kunden regelmäßig Zahlen über dieses tiefe Adobe-Ökosystem eingebunden sind und dadurch auch nicht schnell sind.
Kann ich bestätigen, wir bei Capital nutzen natürlich die Software von Adobe auch und ich kann auch bestätigen, dass diese Lizenzgebühren durchaus schmerzhaft sind, weil die wirklich in regelmäßigen Abständen sehr saftig angehoben werden und man da gar nicht so leicht rauskommt.
Trotzdem kann ich auch sagen, dass auch wir natürlich immer wieder gucken.
Und gerade jetzt auch verstärkt, gibt es nicht Alternativen, alternative Programme, die stark auf KI vielleicht auch setzen, wo man sagt, okay, da gibt es jetzt mal Neuerungen, wo man auch aus dem Lizenzmodell von Adobe aussteigen könnte.
Ich schließe aber auch nicht aus, dass Adobe selber solche Modelle anbietet.
Und man dann doch wieder am Ende bei Adobe landet.
Das ist im Grunde genommen schon genau der Konflikt, der sich sozusagen in der Diskussion um die Aktie irgendwie so ausgetragen wird.
Du hast den Kursverfall angesprochen.
Es ging runter von um die 700 Dollar auf jetzt aktuell knapp 220 Dollar.
Das ist ja ein spektakulärer Preisverfall, muss man wirklich sagen, auch innerhalb kurzer Zeit.
Und die Frage, die dahinter steht, ist ja die, Schafft es Adobe tatsächlich KI in seine Softwareprodukte zu integrieren oder wird Adobe kannibalisiert durch die KI?
Also gibt es andere Anbieter mit KI-basierten Produkten, die das alles viel schneller, viel günstiger und viel besser machen als Adobe und Adobe wird über kurz oder lang seine heute angestammten Kunden verlieren?
Das ist die spannende Frage.
Das ist die Frage, die wir in diesem M-Tropic-Modell einfach haben, dass Unternehmen, die starke Software haben, jetzt plötzlich konterkariert werden.
Wir hatten es ja auch schon bei SAP gesehen.
Und das trifft in diesem Fall natürlich auch Adobe.
So, und jetzt muss man aber wiederum einschränken, wenn man sich die aktuellen Geschäftszahlen von Adobe anguckt, dann sieht man ehrlicherweise von Kannibalisierung nicht viel.
Oder wenn da irgendwas kannibalisiert wird, dann...
Kannibalisiert Adobe irgendwen da.
Also jedenfalls die Umsätze und Gewinne steigen rasant weiter.
Alleine in den letzten 5, 6, 7 Jahren haben wir hier eine gute Verdoppelung bei den Umsätzen.
Nicht ganz beim Gewinn, also beim Umsatz sind wir gestiegen von irgendwas zwischen 13 und 15 Milliarden auf inzwischen knapp 24 Milliarden US-Dollar im letzten Geschäftsjahr.
Die Prognose für das Geschäftsjahr, das laufende 2026 liegt bei 26,5 Milliarden US-Dollar, vielleicht auch 26,6 Milliarden.
Und die Gewinne sind in diesem Zeitraum von irgendwas zwischen 3 und 5 Milliarden.
Das schwankt immer so ein bisschen deutlich über 7.
Und sie werden wahrscheinlich auch im laufenden Geschäftsjahr noch mal deutlich, deutlich steigern.
Das heißt, da sehen wir eigentlich überhaupt gar nichts von dieser KI-Kannibalisierung.
Sondern man muss sagen, Adobe ist offensichtlich in der Lage, seine Umsätze sehr, sehr ordentlich und stabil weiterzuentwickeln.
Und genau, Timo, das ist ja der Grund, warum wir heute uns diesem Unternehmen nochmal widmen.
Also du hattest die KI als Nicht-Wachstumsbeschleuniger ja schon angesprochen.
Wir hatten aber natürlich noch weitere Gründe, warum der Kurs gefallen ist.
Also Adobe war natürlich zuvor auch sehr, sehr hoch bewertet, sodass schon kleine Enttäuschungen bei Wachstum oder dem Ausblick zu entsprechend starken Kursreaktionen führten.
Dann kam natürlich diese Diskussion um die KI hinzu.
die vielleicht mehr schädigen kann, als sie Adobe nutzt.
Hinzu kommt auch noch, auch wenn das operative Geschäft sehr solide läuft, wollen Investoren natürlich auch klare Belege sehen, dass Adobe seine starke Marktposition in nachhaltiges, schnelles Wachstum übersetzen kann.
Genau diese Glaubwürdigkeit hat die Aktie zuletzt eingebüßt.
Jetzt kommt natürlich noch etwas Weiteres hinzu.
Kann man erst mal als Risiko sehen, ich glaube später vielleicht als Chance.
Es gibt die Verunsicherung bei diesem kompletten Führungswechsel in der Spitze von Adobe.
Also der aktuelle CEO.
Shantanu Narayan hat in seinem sehr nahen Familienumfeld eine Krebserkrankung.
Das heißt, der möchte er sich widmen.
Er geht also weg und die Position des CFO ist auch neu zu besetzen.
Der bisherige, sehr gute wohlgemerkt, CFO Daniel Dern geht zu Marvel Technologies.
Ja, das ist natürlich ein Schlag ins Kontor.
Man kann es aber Daniel Dern nachvollziehen, weil er steigert somit seinen Grundgehalt von bisher 5 Millionen auf 10 Millionen.
bekommt auch noch mindestens 7000 Marvel-Aktien hinzu.
Also hier hat er die Chance genutzt, ein bisschen das Portemonnaie aufzupimpen.
Nichtsdestotrotz, die Thematik ist natürlich nicht angenehm für einen Konzern, der sowieso gerade einen fallenden Aktienkurs hat.
Führt natürlich dann auch zwingend zur Verunsicherung und zu weiteren sinkenden Aktienkursen.
Der Markt interpretiert auch diese Auflösung der beiden Positionen ein bisschen so, dass die Führungsetage vielleicht der Meinung ist, dass der Kampf gegen die KI-Konkurrenten bereits schon verloren ist.
Aber die Zahlen, du hattest es eben angesprochen, sprechen ja eine völlig andere Sprache.
Also das Resultat ist jedenfalls das KGV, was bei Adobe...
in den vergangenen fünf, sechs Jahren irgendwo so zwischen 30 und 60 lag, jetzt bei 12 liegt.
Ich weiß gar nicht, wann ist das, so weit geht meine Zeitreihe hier nicht zurück mit den Daten, wann es das mal bei Adobe so gegeben hat.
Das ist natürlich ein sehr, sehr attraktives KGV für so einen Wert.
Tja, ist jetzt so ein bisschen die Wette.
Setzt man darauf, dass Adobe eher in der Lage ist, KI zu integrieren in die eigenen Produkte und hält seinen Kundenstamm damit?
Oder wird es irgendwie seinen Kundenstamm verlieren und damit löst sich tatsächlich, wie du es gerade schon gesagt hast, das Unternehmen quasi so in den nächsten Jahren auf und implodiert?
Ich kann mir Letzteres kaum vorstellen.
Die Börse bewertet das Unternehmen gerade so als...
als ob es wirklich komplett K.O.
gegangen ist.
Und selbst wenn Adobe ein Opfer von neuen KI-Wettbewerbern-Konkurrenten werden sollte, ist das Geschäftsmodell ja nicht komplett tot.
Und das sieht das Management wahrscheinlich auch so, weil man hat ein Aktienrückkaufprogramm bis Ende 2030 ausgegeben mit circa 25 Milliarden US-Dollar.
Also das eigene Management glaubt an die Fortsetzung der guten Zahlen.
Das bedeutet, wenn diese Unsicherheit ein bisschen weicht und letzte Woche hat der Kurs zum Beispiel bei 6 Prozent zugelegt, vielleicht sehen das momentan auch andere so.
Dann haben wir auch wieder hier entsprechende Gewinne und auch die Unsicherheiten werden weichen, sobald es einen neuen CEO und einen neuen CFO gibt.
Und dann könnte ich mir vorstellen, dass das Ganze auch wieder dreht.
Summa summarum, du hattest es angesprochen, der Kurs war noch nie so günstig, ein KGV von 11.
Wir haben ein ROSI, ein Return on Capital Employed von nahezu 75 Prozent.
Das ist ein hoch profitables Unternehmen, was man meines Erachtens jetzt wirklich als Schnepperken einkaufen kann.
Die InfineAG kennt man in Deutschland natürlich als größten Halbleiterproduzenten des Landes.
Man entwickelt und fertigt Halbleiter für alle möglichen Produkte, in denen die verbaut werden, also in Autos, in PCs, in Mobiltelefonen, in Beleuchtungsanlagen.
Energiemanagementsystemen und in allen möglichen Steuerungseinheiten von Haushaltsgeräten.
Man muss aber ehrlicherweise sagen, mit diesen Halbleitern, die alle irgendwie notwendig sind und die alle auch wichtig sind und die in den vergangenen Jahren auch immer mal wieder gefehlt haben und dann gab es Produktionsausfälle und Lieferengpässe und so weiter und so fort.
Trotzdem hat Infineon nie so richtig diesen Sex-Appeal gehabt, den Unternehmen wie TSMC oder SK Hynix aus Südkorea entwickelt haben, die eben die richtig heißen Dinger bauen, die in den KI-Rechenzentren verbaut werden.
Da ist Infineon nur indirekt im Grunde genommen daran beteiligt, indem man zum Beispiel Halbleiter baut, die für die Energieversorgung dieser Rechenzentren wiederum wichtig sind.
Jetzt hat man in der vergangenen Woche auch noch ein großes neues Werk in Dresden eingeweiht.
Und das ist auch der Grund, weshalb wir heute über Infineon mal sprechen.
Fünf Milliarden Investitionsvolumen, eine Milliarde Euro Subventionen kamen vom Staat.
So, das ist alles irgendwie, das sind tolle Nachrichten.
Und wenn man sich jetzt den Aktienkurs anguckt, Petra, dann denkt man, ja, okay, also diese Aktie geht jetzt so richtig ab.
Aber wenn man sich dann wiederum die Umsatz- und Gewinnzahlen der letzten Jahre anschaut, dann können einem da so ein bisschen Zweifel kommen, oder?
Ja, absolut.
Also wir haben vorher über Adobe gesprochen.
Das ist im Grunde genommen das völlige Gegenteil dazu.
Normalerweise müsste man die Umsatz- und Gewinnzahlen umkehren und dann hätte man eine Begründung, warum die Aktien so läuft.
Aber hier sehen wir halt wirklich...
Fallende Umsatzzahlen oder im besten Fall stagnierende Umsatzzahlen.
Wir lagen 2023 bei 16,3 Milliarden.
25 liegen wir bei 14,6 Milliarden.
Und auch der Gewinn.
fällt von 2 Milliarden, 3 Milliarden, dann 1,3, jetzt mittlerweile 2025 auf nur noch eine Milliarde.
Also wir haben hier rückläufige Zahlen.
Ja, das Unternehmen hat seine Jahresprognose jetzt im Mai für 26 nochmal entsprechend angehoben.
Natürlich ausgelöst durch die starke Nachfrage nach den Stromversorgungslösungen für die KI-Rechenzentren.
Aber man muss sich hier ernsthaft die Frage stellen, auch nach dieser Kursentwicklung von zwölf Monaten von über 100 Prozent, Und bei einem KGV von 60,75, ob hier noch viel Fantasie nach oben ist.
Und an dieser Stelle ist vielleicht auch unsere Aufgabe, nicht immer nur Aktien fürs Leben zu präsentieren, wenn sie noch Potenzial haben.
Vielleicht auch mal so ein bisschen zu sensibilisieren, wenn das Potenzial erreicht wurde und die Zahlen nicht mehr mithalten können.
Das ist ja jetzt eine interessante Frage, aber Petra, wir beide lehnen uns da...
weit zum Fenster jetzt raus.
Aber es gibt ja durchaus Analysten.
In der vergangenen Woche gab es zum Beispiel eine Prognose von der Privatbank Bärenberg, die habe ich hier gefunden.
Die sagen, Kursziel für Infineon bei 100 Euro, weil man eben davon ausgeht, dass man mit diesen ganzen Infineon-Halbleitern den Umsatz in den kommenden Jahren verdoppeln wird.
Das ist natürlich eine steile Prognose.
Klar, die haben jetzt diese Kapazitätsausweitung in Dresden.
Das Werk wird ja bald seine Produktion aufnehmen und wahrscheinlich werden diese Chips auch guten Absatz finden, denn es gibt ja gerade großen Bedarf und eben viele Lieferengpässe in dem Markt.
Insofern alles fair.
Die Frage ist aber, ist das tatsächlich realistisch?
Erstens eine Verdopplung des Umsatzes angesichts der...
Stagnation unter rückläufigen Zahlen in einem ja ohnehin knappen und boomenden Markt.
Also auch das passt ja irgendwie gar nicht so richtig zusammen.
Dann haben wir irgendwie diese operative Margenschwäche.
Die finde ich jetzt auch nicht ganz nachvollziehbar, wenn es auf der anderen Seite heißt, die Chips sind alle knapp und heiß begehrt und man kann da hohe Preise durchsetzen.
Ja, und dann ist ja die Frage, wenn man selbst, wenn man jetzt diese Kapazitätsausweitungen Dresden eins zu eins auf den Umsatz überträgt, Führt das dann nochmal zu einer weiteren Steigerung des Aktienkurses oder hat nicht die Aktie jetzt schon sehr viel Potenzial eingepreist?
Und in Wahrheit wird es da demnächst irgendwie eine, ich sage mal, eher kalte Dusche geben.
Das muss der Anleger natürlich selbst entscheiden.
Also wenn ich mir Infineon bei 20 oder 40 Euro eingekauft habe und aktuell liegen wir bei 80 Euro, dann habe ich ja erstmal...
Ich habe ein gutes Geschäft gemacht und ich kann die auch erstmal halten.
Und ob die Prognose von Bärenberg mit Ständen bei 100 Euro eintrifft, Das ist schon realistisch, natürlich.
Aber wir dürfen halt die Risiken, die mittlerweile auch echt zunehmend, nicht außer Acht lassen.
Und dann haben wir natürlich hier einen absoluten Zykliker im Halbleiterbereich, der abhängig ist von Konjunktur- und Lagerbeständen.
Das wird zunächst einmal weiter gefragt werden.
Wir haben aber natürlich auch ein bisschen Gegenwind von der Automobilseite.
Vor allen Dingen im Hochvoltbereich der E-Mobilität wird es schwierig.
Wir haben die geopolitischen Risiken.
Ich finde, die Risiken nehmen natürlich...
bei so einer Kursentwicklung weiterhin zu.
Da sind locker noch natürlich 20 Euro, in diesem Falle über 20% Steigerung drin.
Und das muss jeder Anleger selbst beurteilen, ob er die Spitze nach oben noch mitmachen möchte oder ob man jetzt hier erst mal sagt, Dankeschön für diese tolle Entwicklung und ich realisiere hier einfach mal Gewinne.
Das ist eine individuelle Entscheidung.
Ja, wir kommen zu Palantir.
Gegründet 2003 unter anderem von dem US-Investor Peter Thiel, der ja äußerst umstritten ist.
Und das Unternehmen baute zunächst Software für Regierungsbehörden und Geheimdienste auf.
Der frühe Fokus lag auf Datenintegration, deren Analyse und operative Entscheidungen in sicherheitskritischen Umgebungen.
Nicht zuletzt während der Corona-Pandemie bot Palantir mehreren europäischen Regierungen sein.
Mittlerweile hat das Unternehmen sein Geschäft auch in die Privatwirtschaft ausgeweitet.
Seit 2020 ist man börsennotiert.
Womit verdient Palantir das Geld?
Natürlich mit der Datenplattform und mit KI-Software.
Vor allen Dingen über Gotham für Regierungs- und Sicherheitskunden.
Mit Foundry für Unternehmen und Apollo für Softwarebereitstellung für operative Anwendungen.
Das Modell basiert auf langfristigen Verträgen, einer sehr hohen Kundenbindung und der Fähigkeit, komplexe Datenquellen in konkrete Entscheidungen sehr schnell umzusetzen.
Besonders wichtig dabei ist, dass Palantir sowohl staatliche als auch kommerzielle Kunden bedient und damit direkt zwei Wachstumsmotoren hat.
Und auch hier, wenn wir uns die Zahlen, die Umsätze und die Entwicklung angucken, spricht das einfach nur für...
Dieses Unternehmen, wir sehen eine ganz klare Umsatzsteigerung.
Bei 2020 lagen wir noch bei einer Milliarde Umsatzvolumen.
Jetzt in 2025 hatten wir 4,5 Milliarden und auch der Gewinn ist entsprechend hochgestiegen.
Von zwischenzeitlich auch mal einem Verlust von minus 370 Millionen, dann aber wieder auf 200 Millionen hinaus und im letzten Jahr sogar 1,63 Milliarden.
Jetzt hat die Aktie ja tatsächlich diese Entwicklung, Petra, in den vergangenen Jahren auch ganz ordentlich mitgemacht.
Du hast die Umsatz- und Gewinnsteigerung angesprochen.
Die Aktie stand vor etwa zwei Jahren, also Mitte 2024, noch so bei 20,25 Dollar und hat sich dann ja über das Jahr 2025 gesteigert auf um die 200 Dollar, also fast eine Verzehnfachung.
Und jetzt aber seit Mitte 2025 ist der Höhepunkt so ein bisschen erreicht und überschritten gewesen.
Jetzt kommt die Aktie wieder runter, steht aktuell bei 130 Dollar, ist zuletzt auch nochmal so ein bisschen gestiegen, also war auch schon mal so knapp fast bei den 100 angelangt.
Da ist ja so die Frage, was ist der Grund dafür, weil eben die realen operativen Zahlen laufen ja in eine sehr ordentliche Richtung.
Das ist vielleicht auch so ein bisschen KI-Müdigkeit, Skepsis, auch ein Vorbehalt gegenüber diesem Unternehmen in anderen Ländern der Welt, wenn es jetzt nicht gerade die USA sind.
Da kommen wir vielleicht gleich jetzt nochmal drauf.
Aber ja, also erstmal hast du natürlich recht.
Die Umsätze laufen sehr, sehr gut.
Die Geschäfte laufen sehr, sehr gut.
Auch für das laufende Geschäftsjahr hat Palantir die Umsatzerwartung massiv angehoben.
Man erwartet für 2026 jetzt einen Umsatz von 7,7 Milliarden US-Dollar plus 71 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Da sagtest du, 4,5 Milliarden waren es zuletzt.
Geht noch ganz schön viel.
Die Frage ist natürlich, warum hat der Aktienkurs trotzdem so gelitten?
130 US-Dollar ist ja für diese Aktie fast schon ein Schnäppchen.
KGV erstmals unter 100, lag ja irgendwie etliche Jahre so irgendwo zwischen 200 oder 180 und mehr als 400.
Was sind die Gründe und wie nachhaltig ist das für dich?
Ja, ich glaube, genau darin sehe ich die Gründe.
Das größte Risiko für mich liegt in der Bewertung, die natürlich auch wenig Raum für Enttäuschungen lässt.
Und die Enttäuschung haben wir in den Zahlen zumindest nicht gesehen.
Aber bei einem 400er KGV frage ich mich als Anleger schon, wie soll dieses Wachstum den Kurs weiter treiben können?
Das ist de facto auf diesem Niveau erstmal nicht möglich.
Deswegen glaube ich, dass viele Anleger hier auch einfach mal Gewinne mitgenommen haben.
Ein weiterer Auslöser.
könnte das sehr lokale US-Geschäft sein, was natürlich super profitabel ist.
Das hat sich sehr, sehr dynamisch entwickelt.
Im ersten Quartal 26, laut Unternehmensmeldungen, hat es über 100 Prozent zugelegt.
Das ist natürlich enorm.
Aber dadurch sieht man natürlich auch, dass wir hier eine starke Abhängigkeit von Regierungsbudgets haben und den geopolitischen Entwicklungen.
Ich sehe da kein Risiko drin, aber vielleicht die Anleger.
Und die haben hier einfach Kasse gemacht.
natürlich auch noch die Kontroversen.
Also Palantir ist kein schönes Unternehmen.
Es ist so ein bisschen so ein Unternehmen aus der Schmuddelecke, könnte ich mir vorstellen.
Und deswegen gibt es natürlich diese Kontroversen rund über dieses Thema Überwachung und Datenschutz, diese politische Nähe.
Das bleibt immer so ein kleines Reputationsrisiko.
Nichtsdestotrotz, auch hier ist der Kursverfall meines Erachtens ein bisschen übertrieben.
Sehe ich ähnlich, allerdings würde ich zumindest die Frage stellen, ob es wirklich nur ein Reputationsrisiko ist oder nicht doch auch tatsächlich ein richtiges unternehmerisches operatives Risiko, wenn du so stark von den USA abhängst und tatsächlich auch von der Nähe zur US-Regierung.
Ich meine, wir wissen alle, wie Peter Thiel auch so politisch tickt, da gibt es eine gewisse Nähe zu Donald Trump.
Und Alex Karp, der CEO und Mitgründer von Palantir, ist jetzt auch irgendwie, vertritt so interessante Thesen.
Anyway, ich würde halt einmal irgendwie den Blick auf Europa und China, also ich meine, die USA, so ein Unternehmen braucht ja irgendwie riesige Märkte.
Ich weiß nicht, ob so eine Bewertung dauerhaft haltbar ist, wenn du wirklich nur dein Produkt in den USA verkaufen kannst.
wird irgendwie Palantir nicht groß einsetzen.
So blöd sind die nicht.
Und die Europäer nehmen ja nun alle Abstand davon, Palantir einsetzen zu wollen.
Allein in den letzten Wochen haben mehrere Regierungen angekündigt, entweder Palantir, wenn sie es bisher genutzt haben, rauszuwerfen auf andere Softwareanbieter, die ähnliche Produkte anbieten, umzusteigen.
Oder wie die Bundesregierung und die Bundeswehr, die gesagt haben, nein, Palantir kommt bei uns nicht ins Haus.
Wir prüfen jetzt erstmal heimische Software oder französische Anbieter.
Also da gibt es ja auch tatsächlich andere, die Palantir möglicherweise auf diesem Markt Konkurrenz machen.
Und wo man sich dieses Risiko, dass man seine ganzen Daten quasi in die USA ausliefert und gar keine Kontrolle mehr darüber hat, was damit passiert, nicht ganz so eingeht oder sich diesem Risiko aussetzt.
Ja, ob das nicht schon längst passiert ist, das sei mal dahingestellt.
Ich glaube aber, dass in sicherheitskritischen Momenten die Welt, Ausnahme wird China sein, die werden sich im Hintergrund da schon selbst entsprechend aufgestellt haben.
Das traue ich aber Europa gerade nicht zu.
Ich glaube, dass halt in diesen sicherheitskritischen Momenten...
wir nicht auf komplexe Datenquellen von Palantir verzichten können.
Und ich glaube, dass schon innerhalb der letzten Jahre Palantir eine so enorme Datenmenge aufgebaut hat, dass wir das bei konkreten Entscheidungen brauchen.
Und das werden wir auch in Europa brauchen.
Also daher kann man auch hier auf Regierungsseite in Europa sagen, wir wollen davon Abstand nehmen.
Das kann man versuchen.
Ich glaube dennoch, dass es ein Unternehmen ist, was sich mittlerweile komplett etabliert hat im Markt.
Auch wenn es nur in Amerika genutzt werden sollte, wird das genügend Masse sein, um Umsatz und Wachstum weiterhin nach vorne zu treiben.
Weil ich auch glaube, dass die Privatwirtschaft in den USA immer mehr auf Palantir zugreifen wird.
Trump an der Regierung ist, sehe ich hier auch wenig Risiken, dass sich irgendwelche Regierungsbudgets ändern werden.
Daher finde ich, ist der Kursverfall, den wir hier sehen, von über 30 Prozent und einem KGV von unter 100, fast schon günstig.
Also wenn sich jemand aus der Schmuddelecke ein Unternehmen ins Depot legen möchte.
Dann finde ich, kann man hier mal hinschauen.
Ich finde es sehr, sehr interessant.
Es ist profitabel mit einem ROSI von knapp 20.
Es wird benötigt.
Es hat eine enorme Datenmenge zur Verfügung, die weltweit eingesetzt werden wird und auch meines Erachtens nachgefragt wird.
Deswegen kann man sich mal hier das Ganze ruhig anschauen.
Vielen Dank, Petra.
So, jetzt sagen wir zwei zumindest schon mal Tschüss und wünschen Ihnen allen einen wunderschönen Sommer.
Vielleicht sind Sie schon auf dem Weg in den Urlaub.
Ansonsten werden Sie es vielleicht in den kommenden Wochen tun.
Wir machen es auch.
Petra, wo fährst du hin?
Was wirst du machen?
Ja, ich werde natürlich die neue Immobilie in Holland am Meer nutzen.
Ich freue mich darauf.
Da gibt es noch einiges zu werkeln.
Aber mit Sicherheit auch mal schön mit dem Boot rausfahren.
Ich freue mich da sehr drauf.
Das klingt gut.
Und dann freue ich mich auf neue Handwerker- und Heimwerker-Aktien im Herbst, wenn wir uns wiedersehen oder im Spätsommer.
Wir machen jetzt vier, fünf Wochen Pause und werden die nächste reguläre Folge von Aktien fürs Leben Ende August aufnehmen.
Ich glaube, rund um den 20.
oder 24.
August sind wir wieder für Sie da.
Und es gibt noch eine Folge, die kommt nächste Woche.
Tobias Kramer und ich haben uns noch mal lange ins Studio zurückgezogen und über eine Aktie gesprochen, die vielleicht ganz gut in die Jahreszeit passt.
Mehr möchte ich noch nicht verraten.
Also hören Sie gerne auch nächste Woche noch mal rein.
Und ansonsten, ich fahre auch...
in den Urlaub in den kommenden Wochen.
Ich fahre nach Frankreich.
Ich möchte gerne noch ein bisschen Sommer mitnehmen.
Und dann sehen wir uns Mitte, Ende August hier wieder an dieser Stelle.
Ja, wunderbar.
Ich wünsche allen einen schönen Sommer und wollen wir hoffen, dass die Märkte auf ähnlichen Rekordhöhen bleiben, wie wir das momentan sehen.
Und dann werden wir sicherlich auch ausreichend wieder Gesprächsstoff Ende August finden.
Bis dahin eine gute Zeit.
Unbedingt.
Bis dahin.
Bleiben Sie gesund und einen schönen Sommer.
Bis dann.
Tschüss.
Tschüss.
Aktien fürs Leben, der Vermögenspodcast von Capital mit Petra Ahrens und Timo Pache.
