# Market Rotation, Defense Contracts, and IPO Valuation Dynamics

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-07-08

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über die Samsung-Enttäuschung, neue Scharmützel im Nahen Osten und ein steigender Ölpreis und ein Rekordhoch bei Coca-Cola.
Im Thema des Tages geht es um die Flüster-U-Boote von TKMS für Kanada und der EEE-Idee.
Erklären wir euch, was ihr von den ersten SpaceX-Analysen halten solltet.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Philipp Vetter und Holger Zschäpitz.
Aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Mittwoch, der 8.
Juli und wir wünschen euch einen gelassenen Start in den Tag.
Gelassenheit könnt ihr gebrauchen, wenn...
Täglich die Stimmung wechselt, die Anleger aus einem Sektor in den anderen rotieren oder auch innerhalb des Sektors umschichten.
Nach dem positiven Wochenauftakt ging es gestern wieder runter.
Aber nicht der breite Markt ist gefallen, sondern der große KI- und Tech-Komplex, der hat ordentlich gewackelt.
Der S&P 500, der verlor 0,5 Prozent der Nasdaq, sogar 1,8 Prozent.
Und dabei gab es durchaus gute Nachrichten.
Samsung, wir haben ja gestern schon von diesen Zahlen gesprochen.
Es waren durchaus starke, vorläufige Zahlen Rekordgewinnen und KI-Fantasy eigentlich intakt und trotzdem folgt die Aktie.
Gut 9 Prozent.
Und auch andere positive Nachrichten aus der Branche konnten nicht helfen.
So ist zum Beispiel das US-Listing des südkoreanischen Speicherchip-Riesen SK Hynix mehrfach überzeichnet.
Und man muss wissen, die wollen ja immerhin 28 Milliarden an den Markt bringen.
Also wirklich keine kleine Summe.
Wenn wir das mehrfach überzeichnen, zeigt das schon, dass da immer noch Nachfrage ist.
Aber das half auch nichts.
In Asien verlor SK Hynix 7,7 Prozent, Micron 4,7 und Intel 9,7 Prozent.
Das sind mal Zahlen.
Das ist ein durchaus gefährlicher Moment an der Börse, wenn gute Nachrichten nicht mehr gekauft, sondern verkauft werden.
Sell on Good News in Reinform und das schwappte direkt nach Europa weiter.
Infineon minus 8 Prozent, Syst Microtech zweigstellig runter, Siemens Energy ebenfalls schwer unter Druck.
Hier halte noch eine Verkaufsempfehlung von Barclays vom Montag nach.
Alles, was irgendwie KI, Chips, Datenzentren...
Oder auch Stromhunger heißt, wurde abgeräumt.
Der DAX, der verlor 1,4 Prozent.
Und dann gab es noch so einen kleinen Diebsieg-Moment.
Die Chinesen wollen offenbar eigene KI-Chips entwickeln und weniger abhängig von den großen westlichen Chip-Konzernen werden.
Für Nvidia war das zunächst ein Belastungsfaktor, auch wenn die Aktie am Ende sogar die einzige im Sox war, die im Plus schloss.
Aber die Botschaft ist klar, die KI-Story, die bekommt Risse.
Nicht fundamental, aber zumindest bei den Anlegern psychologisch.
Allem Überfluss kamen geopolitische Risiken hinzu.
Die USA haben als Reaktion auf Schiffsattacken in der Straße von Hormuz wieder Ziele im Iran angegriffen.
Gleichzeitig wurde die Ausnahmegenehmigung für iranische Ölverkäufe widerrufen.
Brent und WTI sprangen nachbörslich um mehr als 5% nach oben.
WTI lag bei 72 Dollar, Brent fast bei 76 Dollar.
Entsprechend stiegen auch Inflationsangst und Renditen.
Zehnjährige US-Anleihen sind jetzt wieder bei 4,55% Bundesanleihen.
bei fast 3.
Und das bei den Schulden, die der Lars macht.
Das ist schon krass.
Und trotzdem gab es an den Börsen wieder Rotation.
Gefragt waren defensivere Werte.
Pharma und Biotech.
Eli Lilly gewannen 3%.
Johnson & Johnson sogar 3,1%.
Und beide Aktien markierten auf Allzeithoch.
Und ebensalz auf einem historischen Rekord schloss Coca-Cola.
Und die Aktie hat im laufenden Jahr allein 20% gemacht.
Das ist ein Backpoint gar nicht so.
Und Coca-Cola ist ein Dauerläufer, wer die Aktie seit 1970 gehalten hat, konnte im Schnitt inklusive Dividenden ein Plus von jährlich.
11,6% machen.
Dann hätte man 100 Euro, gut, den Euro gab es damals noch nicht, aber hätte man 100 D-Mark im Jahr 1970 in Coca-Cola investiert, hätte man heute 46.687 D-Mark.
Also man sieht, was da draus geworden wäre.
Schon Wahnsinn, was aus so langfristigen Compounder-Gewinn werden kann.
Dann gab es noch Viking-Therapeutics, die schafften einen Plus von 9%.
Biotech, wie gesagt, war auch im Plus.
Tja, eigentlich ja widersprüchlich, dass Coca-Cola auf Rekord ist und Viking Therapeutics mit Adipositas-Medikamenten auch.
Stimmt.
Hierzulande gehörten...
Muss kein Gegensatz sein.
Du trinkst eine Cola und dann nimmst du das Adipositas-Medikament.
Das ist okay.
Ich glaube, so funktioniert das nicht, Holger.
Hierzulande gehörten defensive Aktien wie Bayersdorf, Fresenius Medical Care, Deutsche Börse oder auch Henkel zu den Gewinnern.
Das passt zur Handelsstrategie, die wir euch ja gestern in der AAA-Idee vorgestellt haben.
Anleger suchen gezielt nach defensiveren Titeln, um die Unwucht etwas auszugleichen.
Und dann kommen hier schnell die Medien, es sind zwar wenige, aber diese haben durchaus ihre Wirkung.
Spannend wird es vor allen Dingen in Frankfurt und Mailand, nämlich die Uni Credit.
will das Ergebnis ihres Übernahmeangebots für die Commerzbank bekannt geben.
Und klar ist jetzt schon, dass zumindest eine Mehrheit auf der Hauptversammlung zusammengekommen ist.
Möglicherweise haben die sogar die 40% Bereich geknackt oder sogar 50% Schwelle.
Und spannend wird es dann, was der Bund mit seinem 12% Alter der Commerzbank tut.
In Luxemburg entscheidet der EU-Gerichtshof, ob Apple als sogenannter Torwächter bei Plattformdiensten eingestuft wird.
als ob die Macht von App-Stores und dem Betriebssystem iOS angeht, so groß ist, dass man Apple besondere Regeln und Pflichten auferlegen würde in Europa.
Dann kommt der IWF mit neuen Wachstumsprognosen raus.
Da dürfte es ein paar kleinere Anpassungen geben.
Für Deutschland lag zuletzt die Wachstumsprognose für dieses Jahr bei 0,8 und für das kommende Jahr bei 1,2.
Möglicherweise wird es da noch ein bisschen runtergehen.
Dann beim NATO-Gipfeltreffen trifft Donald Trump den ukrainischen Präsidenten Zelensky.
Levi Strauss legt Zahlen vor und Meta hat Hauptversammlung.
Das Thema des Tages.
Manchmal können wir hier bei Alles auf Aktien ja Wünsche erfüllen.
Heute ist so ein Tag.
Raki Berlin hat unsere Folge von gestern auf Spotify kommentiert.
Ich zitiere, super, dass ihr heute TKMS drin habt.
Schreibt er gern mehr zu dem U-Boot-Deal, vielleicht in der AAA-Idee.
Fast, würde ich sagen.
Wir machen den Mega-Auftrag aus Kanada zwar nicht zur AAA-Idee, aber die U-Boote werden heute unser Thema des Tages.
Und vielleicht nochmal kurz für all die, die die News gestern verpasst haben.
Seit Monaten hatte ThyssenKrupp Marine Systems, kurz TKMS, mit den Kanadiern verhandelt, die zum Schutz ihrer Küsten eine große neue U-Boot-Flotte bestellen wollen.
Insgesamt sollen es zwölf nicht-atomare U-Boote werden.
Und zuletzt waren nur noch zwei Anbieter im Rennen, nämlich die deutsche TKMS und die südkoreanische Hanwha Ocean.
Und am Montagabend kam dann die gute Nachricht für Deutschland von Mark Carney, das ist der kanadische Premierminister, dass sich die Kanadier für TKMS entschieden haben.
Wir wollen uns den Deal jetzt heute mal genauer anschauen.
Warum konnten sich die Deutschen am Ende durchsetzen?
Was können die U-Boote von TKMS überhaupt?
Und vor allem, was bedeutet der Riesenauftrag für das Unternehmen?
Vielleicht erstmal der Reihe nach.
Erstmal das Volumen, der Auftrag ist tatsächlich gigantisch.
Zwölf U-Boote klingen ja erstmal nach, ja, gar nicht so viel.
Aber das ist der größte Exportauftrag in der TKMS-Geschichte und einer der größten für nicht-atomare U-Boote überhaupt.
Allein die Anschaffungskosten liegen.
Bei rund 60 Milliarden, gut, kanadischen Dollar.
Das entspricht aber immerhin noch 40 Milliarden Euro.
Und zusammen mit den Wartungsaufträgen für die kommenden fünf Jahrzehnte steigt die Summe sogar auf 100 Milliarden kanadische Dollar.
Ja, gigantisch.
Dass TKMS am Ende den Zuschlag bekam, hat mehrere Gründe, berichten unsere Kollegen Gerhard Hegmann und Benedikt Fuß, die sich ja mit der Rüstungsindustrie sehr gut auskennen.
Vor allem sprach für die U-Boote der Klasse 212 CD, dass die Kanadier nicht die einzigen Kunden sind.
Auch Norwegen und auch die deutsche Marine haben bereits das gleiche Modell bestellt.
Insgesamt könnten so 24 dieser Boote gebaut werden in den kommenden Jahrzehnten.
Das hat den Vorteil, dass man durch die höhere Stückzahl Skaleneffekte erzielt.
die Kosten pro U-Boot damit senkt.
Außerdem sind alle drei Länder, Kanada, Deutschland und Norwegen, in der NATO.
Entsprechend wird es leichter, die U-Boote der drei Länder gemeinsam einzusetzen und auch zu koordinieren.
Das konnten die Koreaner nicht bieten.
Wobei man auch klar sagen muss, der Auftrag ist noch nicht endgültig unterschrieben.
TKMS ist jetzt erst mal der bevorzugte Lieferant.
Aber sollte es Probleme geben oder man sich bei den endgültigen Preisen nicht einig werden, dann könnten die Koreaner doch noch zum Zug kommen.
Aber was können die U-Boote überhaupt, die Kanada da jetzt bestellt?
Zunächst muss man sich klarmachen, welche Aufgaben die Boote erfüllen sollen.
Die Kanadier haben gleich drei Ozeane zu überwachen.
Neben dem Atlantik und dem Pazifik auch die Arktis, die geopolitisch ja immer wichtiger wird, weil das Eis schmilzt.
Trotzdem müssen sich die U-Boote auch längere Zeit unterhalb einer Eisdecke bewegen können.
Und möglich macht das der sogenannte außenluftunabhängige Brennstoffzellenantrieb.
Mit dem kann das 2800 Tonnen schwere und 73 Meter lange U-Boot theoretisch wochenlang unter einer Eisdecke operieren.
Dank neuer Metallspeicher können die Boote auch mehr chemisch gebundenen Wasserstoff einlagern, um ihn für den Antrieb zu nutzen.
Und neue Lithium-Akkus machen außerdem längere und wenig schnellere elektrische Fahrten möglich.
Das alles führt dazu, dass die 212 CD wochenlang extrem leise unterwegs sein kann, was es für den Gegner fast unmöglich macht, sie aufzuspüren.
TKMS baut quasi Flüster-U-Boote.
Teilweise sind die konventionellen U-Boote dabei sogar Atom-U-Booten überlegen, weil sie auch keine Reaktorpumpen brauchen, die womöglich zu hören sind.
Insgesamt sind Atom-U-Boote aber weiterhin bei Reichweite, Dauergeschwindigkeit und auch globaler Verlegefähigkeit überlegen, berichten zumindest Benedikt und Gerhard.
Auch die Bewaffnung ist innovativ.
Die Integration des neuen Lenkflugkörpers IDAS, der aus dem Torpedorohr gestartet wird, soll einem getauchten U-Boot erstmals die Fähigkeit geben, sich gegen Hubschrauber auf U-Boot-Jagd zu verteidigen.
Insgesamt ist die Bewaffnung der 212 CD deutlich defensiver als die der koreanischen Konkurrenz.
Für TKMS bedeutet der wahrscheinliche Auftrag, dass die Werften in Wismar und in Kiel für Jahrzehnte ausgelastet sein werden.
Mehr als 1500 Jobs sollen neu entstehen.
Entsprechend positiv reagierte die Börse auf die kanadische Entscheidung.
Zeitweise legte der Kurs auf knapp 100 Euro zu.
Zwar bröckelten die Gewinne gestern im Laufe des Tages wieder etwas ab, aber auf Wochensicht steht da immer noch ein Plus von mehr als 25 Prozent.
Ja, und nur folgerichtig für die unterlegenen koreanischen Konkurrenten von HMV.
Da ging es entsprechend abwärts minus 22 Prozent.
Die AAA-Idee des Tages.
Heute wird es mal wieder galaktisch.
Unsere AAA-Idee des Tages ist SpaceX, aber nicht, weil wir SpaceX unbedingt als eine kurzfristige...
günstige Wette erachten.
Vielmehr ist SpaceX für uns heute so ein klassisches Lehrstück.
An kaum einer anderen Aktie kann man gerade so gut ablesen, wie ein Börsengang abläuft, was danach in der sogenannten Quiet Period passiert und was los ist, wenn Analysten dann endlich loslegen dürfen.
Und für unverbesserliche Optimisten wie den Sommerfeld ist die Aktie ja vielleicht...
Langfristig was.
Ja, vielleicht erst mal die Frage, was die Quiet Period eigentlich bedeutet.
Es ist die Schweigephase nach einem Börsengang.
Die Banken, die den Börsengang begleitet haben, die dürfen in dieser Zeit keine Studien veröffentlichen.
Die Idee dahinter, der Markt soll erst mal selbst einen fairen Preis finden, ohne Analystenfanfaren.
Bei US-Börsengängen dauert diese Frist üblicherweise 25 Tage.
Und wenn dann diese Frist vorbei ist, dann kommt fast immer der Chor der Börsen.
Weil klar, die begleitenden Banken starten ihre Coverage und weil sie den Deal ja selbst an die Börse gebracht haben, fallen die Urteile selten kritisch aus.
Historisch war das Ende der Quiet Period deshalb oft ein kleiner Kurstreiber, viele Studien, viele Kaufempfehlungen und häufig auch dann positive Kursreaktionen.
Bei SpaceX ist die Quiet Period gestern ausgelaufen und es war kein positiver Chor der Analysten, sondern ein regelrechtes Stadionkonzert.
Morgan Stanley, Goldman Sachs, JP Morgan, Deutsche Bank, UBS, Citi, Clear Street, Raymond James, Cantor Fitzgerald und viele mehr haben ihre Modelle gezündet.
Nur der klassische Quiet Period Pop, der blieb bei SpaceX aus.
Die Aktie verlor fast 7 Prozent und das, obwohl das Papier gleichzeitig in den Nasdaq aufgenommen worden ist.
Und an der Stelle ist es nicht mehr das ganz klassische Lehrstück, sondern es wird ein bisschen komplizierter.
Die Aktie, die war ja zu 135 Dollar an die Börse gekommen, sprang dann auf rund 161 am ersten Tag hoch, schoss dann zwischenzeitlich nochmal auf 225, also nicht im ersten Handelstag, sondern in ersten Handelstagen und fiel dann wieder Richtung 160.
Und was auch ungewöhnlich war, SpaceX brachte nur rund 4 Prozent als Free Float an die Börse.
Trotzdem änderte Nasdaq die Regeln, um eben die Aktie in diesen Nasdaq 100 hieven zu können.
Gleichzeitig fallen schon bald die Haltefristen für einige Altaktionäre weg und damit gibt es immer die Gefahr eines Aktienüberhangs.
Das alles ergab zusammen mit den Elon-Musk-Anhängern eine maximale Volatilität, noch bevor überhaupt die erste Studie erschienen war.
Aber jetzt kommt wieder der klasse Teil des Lehrstücks.
Jetzt kommen nämlich die Analysten und die liefern mit ihren Erststudien, die jetzt ja gestern rausgekommen sind, eine ganz neue Erzählung.
SpaceX wird in diesen Modellen kaum noch als Raketenfirma bewertet.
Die Bullen beschreiben eine vertikal integrierte Infrastrukturmaschine.
Raketen sind das Transportmittel.
Starlink die Netzschicht.
KI-Rechenzentrum der künftige Gewinnmotor.
Und Starship soll als Hebel alles billiger machen.
Tja, für eine einfache Raketenfirma wäre diese Bewertung wohl auch nicht zu rechtfertigen.
Die Analysten von ClearStreet, die formulieren es sinngemäß so.
Connectivity sei die Basis, KI der Upside-Turbo, Space die Infrastruktur darunter.
Kursziel 217 Dollar.
Morgen Stanley geht noch weiter.
300 Dollar Kursziel im Bullcase sogar 600 Dollar.
Die Bank modelliert 319 Milliarden Dollar Umsatz für 2030.
3,3 Billionen Dollar Umsatz für 2040.
Da kann ich jetzt noch was draufsetzen, lieber Philipp.
Da kommt nämlich Raymond Janes, Analyst Brian Gesuale.
Der hat die Anlageempfehlung Strong Buy und ein Kursziel von nicht weniger als 800 Dollar.
Und das ist dann nicht nur bullish, das ist schon ein Hyperdrive.
Denn bei 800 Dollar wäre SpaceX rund 10,5...
Billionen Dollar wert.
Das wäre also doppelt so viel wie Nvidia heute.
Und die Begründung, die liegt dabei kaum noch im Weltraumgeschäft.
Der Treiber in diesem Modell ist fast ausschließlich KI.
Ja, also 800 Dollar.
Die wird er irgendwann fressen müssen, diese Prognose, würde ich sagen.
Raymond James unterstellt, dass SpaceX den Umsatz von etwa 19 Milliarden Dollar auf 5,2 Billionen Dollar bis 2035 steigert.
Der Knaller, rund 4,9 Billionen Dollar davon sollen aus der KI kommen.
Das wären fast 94 Prozent des Konzernumsatzes.
In diesem Modell wird SpaceX zu einer Mischung aus AWS, Nvidia, Telekom, Konzern, Rüstungsfirma und orbitalem Stromnetz.
Na, wenn es weiter nichts ist.
Und erst terrestrische Rechenzentren, später Rechenzentren im Orbit.
Sonnenenergie satt, keine Grundstücksprobleme.
Starship als Liefer-Lkw ins All.
Die Annahmen dahinter, die sind gewaltig.
Starship muss industriell funktionieren, also voll wiederverwertbar sein.
Mit hoher Startfrequenz und drastisch sinkenden Kosten pro Kilo ins All.
Weil so ein Starlink kann nämlich gleich ganz viele Satelliten ins All befördern.
Das ist die Idee dahinter.
Starlink müsste über das Satelliten-Internet für Camper und Schiffe dann doch deutlich hinauswachsen und zur Verbindungsschicht für ja im Grunde alles werden.
Handys, Flugzeuge, Drohnen, Roboter, autonome Fahrzeuge, Verteidigung, Industrieanlagen.
Ja und außerdem muss die KI-Sparte dann eben auch noch brutal skalieren.
Und die Studien verweisen auf große Compute-Leasing-Deals mit Alphabet, Anthropic und Reflection AI, annualisiert fast 28 Milliarden Dollar.
Und das wäre in diesen Modellen erst der Anfang.
müsste Orbital Compute Realität werden, also Rechenzentren im All.
Das klingt nach Science Fiction, ist aber Kern dieser Fantasie.
Wer Raketen, Satelliten, Energie, Daten und KI selbst kontrolliert, könnte eine Infrastruktur bauen, die kein Wettbewerber kopieren kann.
Diese Aktie handelt auf sehr lange Träume statt auf heutige Gewinne.
Selbst Raymond räumt ein, dass die Aktie bei unerwarteten Fehlstarts auf 125 Dollar fallen könnte, also unter den IPO-Preis.
Tja, und es gibt noch weitere Risiken.
Starship muss liefern, KI-Rechenzentren verschlingen.
Unfassbar viel Kapital.
Regulierer könnten nervös werden.
Elon Musk ist Chance und Klum-Risiko zugleich.
Und wenn Orbital Compute länger Science-Fiction bleibt als gedacht, dann schrumpft da dieser gesamte Bewertungszauber doch.
schneller zusammen.
Und deshalb noch einmal ganz klar, unsere AAA-Idee des Tages ist keine kurzfristige Idee.
SpaceX ist für uns das perfekte Anschauungsobjekt für einen Mechanismus, den ihr bei jedem großen Börsengang wiederfinden werdet.
Und der geht so, erst kommt das IPO mit knappem Freefloat und wilden Kursausschlägen, dann folgt die Quiet Period, in der die begleitenden Banken schweigen müssen.
Und wenn die endet, dann fluten genau diese Banken den Markt mit Kaufempfehlungen und immer kühneren Kurszielen.
Bei SpaceX reicht die Spanne von 62 bis 800 Dollar.
Also im Risikoszenario liegt der Fairer-Wert noch unter dem Ausgabepreis.
Interessant ist aber, lediglich zwei von 25 Euristen haben ein Kursziel.
unterhalb der aktuellen Notierung.
Wenn dieselbe Aktie je nach Modell das dreifacher oder weniger als den IPO-Preis wert sein kann, dann sagt es aber vor allem euch eins, diese Kursziele sind eher Erzählung mit Nachkommastelle.
Eure Konsequenz für den nächsten heißen Börsengang.
Schaut in den Kalender, wann die Quiet Period endet.
Rechnet damit, dass danach eine Welle wohlwollender Studien kommt.
Und zwar von den Banken, die am Deal verdient haben.
Und behandelt diese Kursziele als das, was sie sind, nämlich Szenarien und eben keine Prognosen.
Wer das bei SpaceX verstanden hat, ist beim nächsten IPO klar im Vorteil.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über euer Feedback.
Schickt uns dafür einfach eine Mail an AAA, also aaa.welt.de oder ihr hinterlasst uns auf Instagram oder auf Spotify eine Bewertung.
Thomas hat uns eine Mail geschrieben mit einer Frage für das nächste Interview mit Trade Republic-Chef Christian Hecker.
Ich zitiere, warum ist das Saveback auf 15 Euro limitiert und könnte das in Zukunft erhöht werden, will er wissen.
Ja, kein Wunder, Thomas plant eine größere Ausgabe.
Bei mir steht der Kauf des Verlobungsrings an und mit Saveback fällt das Geld ausgeben deutlich leichter.
Lass das nicht deine Verlobte ins Behören.
Sparsamkeit in allen Ehren, aber der Saveback beim Broker sollte nun wirklich nicht die Entscheidung fürs Leben beeinflussen.
Also, wenn sie die richtige ist, pfeif auf den Saveback und frag sie.
Das ist eine sehr weise Idee, die du da aussprichst.
Und ja, an der falschen Stelle sollte man wirklich nicht sparen, wobei ich zumindest Tony Sunshine auf Instagram nachhaltig mit meiner Forderung nach einem Dispo bei Trade Republic verstört habe.
Du mit deinem Dispo, schreibt er.
Ich hatte noch nie Dispo und brauche auch nicht.
Lern einfach zu haushalten.
Tja, da kann ich doch sagen, lieber Tony Sunshine, da kommt es wie immer im Leben auf den richtigen Mittelweg an.
Jeder CFO wird dir sagen, dass man...
etwas falsch macht, wenn man so gar keine Kredite hat.
Aber man soll natürlich in Sachen Schulden auch nicht gleich den Klingbeil machen.
Und wenn ihr wissen wollt, wo dieser goldene Mittelweg entlang führt in Sachen Finanzen und Börse, dann kann es nur heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Fragen.
Und wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
