# AI Chip Shortages, Defense M&A, and Barbell Portfolio Strategies

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-07-07

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über die Trump-Glocke, galaktische Zahlen von Samsung und einen Mega-Auftrag für TKMS.
Im Thema des Tages verraten wir euch die Aktienlieblinge der Privatanleger.
Und in der AAA-ID gibt es sechs defensive europäische Aktien für die Hantel-Strategie.
Das ist Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert und Holger Zschäpitz.
aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Dienstag, der 7.
Juli und wir wünschen euch einen glockenhellen Start an den Tag.
Ja, glockenhell deshalb, weil gestern tatsächlich eine Glocke den Ton angegeben hat, nämlich die Börsenglocke im Oval Office.
Donald Trump hat höchstpersönlich den Handelsstart an der Nürkabörse und an der Nasdaq eingeläutet, aus dem Weißen Haus heraus.
Und Anlass war der Startschuss für die sogenannten Trump-Accounts.
Das ist ja eine neue Form von Kinderdepots, die teilweise...
vom Staat bezuschusst werden, wo aber auch Privatpersonen Geld reinpacken.
Ja, und die Wall Street, die hat brav mitgespielt, wie es sich für Kinderlein gehört.
Der Dow Jones ist erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 53.000 Punkten geklettert und ist dann mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 53.55 Zählern aus dem Handel gegangen.
Rekord mit Ansage sozusagen.
Der breite S&P 500 legte 0,7% zu auf 7537 Zähler.
Da fehlten gerade nochmal 80 Punkte zum Allseithoch.
Und die Technologiewerte, die waren wieder mal die Zugpferde.
Der Nasdaq 100 gewann 1,3%.
Und als ob es auch die Börsianer in Deutschland gedacht hätten, auch der DAX markierte Rekorde zum Trump-Bang.
Am Vormittag sprang er sogar, bevor noch Trump die Glocke gemacht hat, auf 25.900 Punkte.
Am Ende schloss er dann bei 25.818 läppische 0,1 Prozent höher.
Aber Rekord ist Rekord.
Die Umsätze, die lagen insgesamt beiderseits des Atlantiks 20 Prozent unter dem Schnitt des Jahres.
Offensichtlich.
War die Überzeugung der Borsalier nicht sonderlich hoch?
Oder vielleicht haben auch einige amerikanische Anleger das verlängerte Wochenende noch so ein bisschen ausklingen lassen.
Und gekauft wurden vor allem Chipwerte.
Broadcom klärte um mehr als 3,7 Prozent, nachdem ein Konzern seine Partnerschaft mit Apple bis 2031 ausgeweitet hat.
Und die Speicherchiphersteller, Wisstern Digital, Seagate und Micron legten der Spitze bis zu 7,1 Prozent zu.
Der Top-Gewinner unter den großen Technologiewerten war allerdings Tesla mit einem Plus von fast 7%.
Hier machten Fusionsgerüchte mit SpaceX die Runde.
SpaceX selbst lag dagegen 1% im Minus.
Heute soll die Aktie ja in den Nasdaq 100 Index aufgenommen werden und sie könnte dort mit 1,3% gewichtet sein und wäre damit ungefähr genauso groß wie Palantir.
Am Nasdaq 100 orientieren sich passive Produkte, also zum Beispiel ETFs, im Volumen von rund 800 Milliarden Dollar.
Allein der Invesco QQQ verwaltet ein Volumen von 482 Milliarden Dollar.
Und wenn die alle SpaceX kaufen müssen, könnte eine zusätzliche Nachfrage von 10 Milliarden nach SpaceX entstehen.
Das ist angesichts des Freefloats.
Zwar ganz ordentlich, aber was eben auch schon ist, es laufen bald die ersten Haltefristen von Altaktionären aus.
Und das hängt so ein bisschen über der Aktie.
Und deswegen wollte die auch gestern nicht so richtig laufen.
Und was auch nicht laufen wollte, war Microsoft.
Der Konzern streicht rund 3.200 Stellen in der Videospiele-Sparte Xbox und will das Geschäft drastisch umbauen.
Die Aktie, die verlor zwischenzeitlich mehr als zwei Prozent.
In der Nacht hat dann Samsung Electronics vorläufige Quartalszahlen vorgelegt für seinen Q2.
Das ist der Zeitraum von April bis Juni.
Und ja, da wurden selbst die hochgeschraubten Erwartungen pulverisiert.
Der operative Gewinn ist auf 89,4 Billionen Won gestiegen.
Das muss man sich vorstellen, das sind umgerechnet rund 58 Milliarden Dollar.
Und das war das 19-fache des Gewinns aus dem Vorjahresquartal.
Und mehr als Samsung im gesamten Jahr 2025 verdient hat.
Analysten hatten im Schnitt mit 84,2 Billionen Won gerechnet.
Der Umsatz von Samsung Electronics lag mit 171 Billionen Won.
Ebenfalls über den Schätzungen.
Die vollständige Bilanz mit Nettogewinn und Spatenzahlen folgt Ende des Monats.
Wie ja auch hier schon einige unserer Samstagsgäste erzählt haben, ist der Speicherchip Engpass der Treiber, der zum zentralen Flaschenhals der KI-Entwicklung geworden ist.
Die Mechanik dahinter, die Hersteller.
priorisieren derzeit High Bandwidth Memory, also diese HBM, für KI-Beschleuniger in Rechenzentren und dadurch fehlen Kapazitäten für konventionelle Speicherchips, die in praktisch allen Geräten stecken.
Und das Ergebnis ist eine doppelte Knappheit, die Samsung, SK Hynix und Micro, das sind ja die einzigen drei, die das herstellen, neben einem chinesischen Anbieter, enorme Preissetzungsmacht verschafft.
Laut HSBC sind die durchschnittlichen DRAM-Preise im Quartal um 40% höher ausgefallen als im Vorquartal.
Und die NAND-Preise, die waren sogar 50% höher als im Vorquartal.
Analysten rechnen jetzt damit, dass die Knappheit bis mindestens 2027 anhält.
Und was bemerken Sie, die Samsung hingt an der Börse.
Trotz Rekordzahlen hinterher plus 165 Prozent.
Seit Jahresbeginn könnte man meinen, wäre gut.
Aber SK Heinex ist da besser mit rund 260 Prozent.
Und der Grund, SK Heinex ist der reine KI-Play mit Fokus auf High-End-Speicher.
Samsung schleppt Smartphones, Kühlschränke, Unterhaltungselektronik und auch die schwächelnde Foundry-Sparte mit.
Auch Finanzwerte haben zugelegt, und zwar im Schnitt so rund 2 Prozent.
Die Aktie der Bank of America, die ist auf ein.
Rekord hochgeklettert.
Wer zum Tief in der Finanzkrise damals mutig eingestiegen ist, der konnte seinen Einsatz inklusive Dividenden sogar fast ver 25-fachen.
Aber ehrlich gesagt, da brauchst du wirklich sehr viel Mut in der Finanzkrise.
Der Lauf der Bank of America Aktie, der hat auch übrigens einen unerwarteten Profiteur, nämlich Berkshire Hathaway.
Und die Buffett Holding, die ist 2011 eingestiegen und hält aktuell einen Anteil von 7,2 Prozent an dem Geldhaus.
Haben dummerweise ein paar Prozentpunkte abgebaut in den letzten Jahren.
Also insofern könnten sie jetzt noch.
mehr davon profitieren.
Und in London feierte EasyJet ein Kursfeuerwerk.
Wir hatten es ja schon ein bisschen vorausgesagt gestern.
Das war 9 Prozent.
Die Billigfluggesellschaft hat dem erhöhten Übernahmeangebot des US-Investors.
Castle Lake im Grundsatz zugestimmt.
Das waren ja 6,90 Pfund.
Zuvor waren es nur 6,50 Pfund im Angebot.
Im fünften Anlauf scheint jetzt dieser Deal in trockenen Tüchern.
In Deutschland stieg die Aktie Lufthansa um 1,1 Prozent.
Also auch immerhin ein bisschen was konnte davon profitieren.
Und schloss zum ersten Mal seit drei Jahren zweistellig über 10 Euro.
Wo wir bei Erfolgsgeschichten sind, die Aktie von TKMS, die hat gestern gut 12 Prozent gewonnen.
Die Marinefirma mit Sitz in Kiel hat den Zuschlag für den Bau von bis zu 12 hochmodernen U-Booten aus Kanada erhalten.
Für TKMS ist es der größte Auftrag in der Unternehmensgeschichte.
Da ist von bis zu 20 Milliarden Euro inklusive Service die Rede.
Und die Kieler, die bauen ja bereits sechs U-Boote, also jeweils sechs U-Boote dieser neuen Klasse.
212 CD für Deutschland und Norwegen.
Und jetzt sollen da nochmal zwölf Unterseeboote zusätzlich gebaut werden.
Der MDAX-Konzern ist jetzt fast sechs Milliarden Euro schwer und hat sämtliche Verluste der jüngsten Wochen wieder ausgeglichen.
Und Marineaktivitäten gab es auch in Übersee.
Der US-Rüstungskonzept Lockheed Martin übernimmt den britischen Konkurrenten Ultra Maritime für 3,45 Milliarden Dollar.
Und Ultra ist Spezialist für Unterwasserkriegführung.
Und die Übernahme stärkt massiv Lockheeds Marineaktivitäten.
Vor allem, was die Abwehr von U-Boot-Bedrohungen z.B.
aus China oder Russland angeht.
Und die Lockheed Martin-Aktie...
Die verlor leicht.
Dann mache ich noch schnell Termine, weil das ist wirklich nicht so viel.
Da gibt es aus Deutschland Industrieproduktionen.
Die Auftragseingänge, die waren ja gestern schon mal sehr positiv.
Aus Amerika gibt es die Handelsbilanz.
Dann beginnt der NATO-Gipfel in der türkischen Hauptstadt Ankara.
Shell hat Q2-Umsatz und wir haben es ja schon erwähnt, SpaceX im Nesdaq 100.
Das Thema des Tages.
Jebitz, darf ich mal dein Gedächtnis bemühen?
Weißt du noch, welche Aktien Anfang des Jahres bei den Kunden von Banken und Brokern hoch im Kurs standen?
Ich würde mal sagen, das war vielleicht Rheinmetall.
Bestimmt Nvidia ist ja immer hoch im Kurs und Siemens Energy, würde ich vermuten, ist automatisch hoch im Kurs, weil sie hoch im Kurs stand.
Ja, richtig gut.
Das ist ein gutes Gedächtnis.
Aber unter den Top Ten der Privatanleger-Lieblinge waren damals auch welche, von denen jetzt gar keine Rede mehr ist.
Zum Beispiel, weißt du noch, der Drohnenhersteller DroneShield aus Australien oder der Pharma-Riese Novo Nordisk aus Dänemark oder auch der...
Panzergetriebehersteller Renk oder auch der E-Autobauer Tesla.
Das waren damals alles ganz angesagte Aktien Anfang des Jahres.
Die sind nicht so gut laufen, obwohl Novo Nord ist.
Die hat sich jetzt ein bisschen berappelt wieder.
Ja, das stimmt schon.
Es gibt aber auch Anlegerfavoriten von Anfang des Jahres, die ebenfalls in Minus liegen.
Und da sind die Kunden dran geblieben und scheine sogar nochmal aufgestockt zu haben.
Das zeigt zumindest das Ranking, was du ja auf Basis einer Umfrage unter den wichtigsten Online- und Neo-Brokern erstellt hast.
Und beteiligt haben sich Comdirect Consors Deutsche Bank mit der Marke Max Blue, Flatex, Digiro, ING, Scalable Capital, Trade Republic und XTB.
Und wenn man das jetzt alles zusammennimmt, was die Kunden geantwortet haben, beziehungsweise was die Broker geantwortet haben, was ihre Kunden gekauft haben im ersten Halbjahr, dann ist das diese beliebte Liste der Privatanleger-Favoriten.
Und da ganz oben auf diesem Ranking.
Da findet sich auch eine der kontrovertesten Aktien wieder, nämlich Rheinmetall über den deutschen Wehrtechnik-Champion.
Da haben wir in letzter Zeit oft geredet.
Deshalb brauchen wir es auf Rheinmetall in dem Zusammenhang nicht nochmal groß eingehen.
Jetzt weißt du auch, warum deine Geschichte bei Welt so gut zu Rheinmetall gelaufen ist.
Weil die Leute halt die Aktie haben und wissen wollten, wie es da weitergeht.
Man kann sie auch lesen bei Welt.de.
Und der zweite große Favorit der deutschen privaten Liga ist auch interessant, denn der hat ebenso wie Rheinmetall kein gutes erstes Halbjahr hinter sich.
Die Rede ist von Microsoft und ich glaube, die ist schon länger nicht mehr so gut.
Also ich glaube, die hat schon zwei schlechter, wohl Halbjahre, weiß ich nicht.
Die ist schon länger auf jeden Fall.
Im Minus habe ich mich selbst als Sparplan und auf Euro-Basis ging die Softwareaktie mit einem Minus von 21 Prozent aus den ersten sechs Monaten.
Ja, aber da hast du dich schon ganz richtig erinnert, nämlich im Sommer 2025, da war Microsoft noch getrieben von der KI-Fantasie und rund um all diesen Ausbau von Rechenzentren auf den Rekord hochgestiegen.
Doch inzwischen gilt die Firma aus Hirtel ja nicht mehr unbedingt als KI-Vorreiter, sondern eher so als Getriebener dieser KI-Revolution.
Und die Aussicht auf steigende Margen und vielleicht sogar höhere Dividenden, die hat sich erstmal zerschlagen und die scheint bei Microsoft fernere Zukunftsmusik zu sein.
Aber die sind gut bei Unternehmen und jetzt verkaufen sie so langsam mit allen Unternehmen ihr KI-Produkt rein und fliegt.
gibt es ja wieder ein Comeback.
Also ich bleibe auf jeden Fall dabei und die deutschen Privatanleger, die sind auch bei Microsoft dabei.
Wir haben es mir also gleich getan und haben sogar im großen Stile noch zugelagt, also nachgekauft.
Mal sehen, ob das aufgeht.
Auch ein anderer Softwarekonzern bleibt ein Darling, obwohl es bei diesem Unternehmen aus Deutschland noch größere Zweifel gibt als bei Microsoft, ob sich KI am Ende als Segen oder doch als Fluch für das Geschäftsmodell erweisen wird.
Ah klar, ihr könnt es euch denken, es geht um SAP.
Zumindest die Kunden von Online- und Neobrokern, die wollen in diesen Abgesang überhaupt nicht einstimmen und halten.
SAP die Treue.
Die deutsche Softwareaktie, die war im Ranking immerhin auf Rang 4, direkt hinter dem Chip-Designer NVIDIA, der weiter zu den absoluten Lieblingen der Privatanleger gehört.
Du hast es ja von richtig erraten, lieber Chapitz.
Ja, aber die Aktie ist ja auch nicht mehr so gut gelaufen.
Die ist ja auch nur seitwärts, wenn man guckt, NVIDIA, obwohl sie sehr günstig bewertet ist.
befindet sich ebenfalls ein alter Bekannter Siemens Energy.
Die Aktie des Energieanlagenbauers, der Ausgliederung von Siemens, gehört seit Jahren zu den Favoriten der deutschen Privatanleger.
Und da du mein Gedächtnis angesprochen hast, lieber Eckart, im Herbst 2023 hat Siemens Energy einen Tief bei knapp über 7 Euro markiert und notiert mittlerweile aber bei 166.
Aber zwischenzeitlich war es sogar mal über 200.
Da erinnere ich mich auch noch dran, weil die habe ich mich auch noch.
Ich bin damals so Mitte der 20er eingestiegen, ich glaube 24 oder so.
Und dann ging es erst mal runter und die 7 habe ich miterlebt damals.
Und 2024 und 2025 gehörte dann die Aktie zu den besten am deutschen Kurszettel.
Klar, dass man bei so einer Erfolgsstory dabei sein will.
Seitdem ist der Eckert und hat den Wiedereinstieg verpasst.
Aber egal, der Run auf die Siemens-Ausklärung, die wird weiter von der Erwartung befeuert, dass KI-Rechenzentren Unmengen von Energie verschlingen, zu deren Erzeugung ja diese Großanlagen von Siemens Energy benötigt werden.
Und einer der spannendsten Picks der Privaterleger findet sich auf Position 6.
Und da werden die Leute auch gucken, was mit SK Heinex passiert.
Weil das ist ja auch eine wichtige Marke, ob das so weitergeht mit diesen Aktien.
Denn dort taucht auf Platz 6 Micron Technology auf.
Wahnsinn, so ein wirklich US-Halbleiter-Konzern.
Der ist ja einer der weltweit führenden Hersteller von diesen Speicherchips.
Vor allem in Bereichen, die für den Ausbau der KI-Infrastruktur benötigt werden.
Wir haben ja gerade schon darüber gesprochen bei Samsung.
Und die haben so dynamische Arbeitsspeicher DRAM oder Flash-Speicher nannt.
Da ist ja die Firma aus dem Bundesstaat Idaho ganz vorn.
Diese enorme Nachfrage nach DRAM und NAND Halbleitern, wir hatten es ja vorhin schon bei Samsung, die hat sich ja auch in den exzellenten Geschäftszahlen bei Micron niedergeschlagen.
Und ja, die haben die Micron-Aktie allein in diesem Jahr um den Faktor 3,5 nach oben katapultiert.
Die Kunden der Banken und Broker, die setzen ganz offensichtlich darauf, dass der Boom weitergeht.
Also sieht man sogar noch mehr als SK Heinex.
Und deswegen geht der SK Heinex an die Nasdaq, damit sie auch so ein bisschen Micron-Feeling bekommen.
Und vielleicht kann ja Samsung dann auch davon profitieren.
Wir werden es sehen.
Nicht so sehr auf exzellente Geschäftszahlen, eher auf sehr weite Zukunftsmusik.
Wettenanleger bei SpaceX, obwohl Elon Musks Weltraumfirma erst seit dem 12.
Juni an der Börse ist, gehört das Papier.
PIR schon jetzt zu den meist Nachgefragten der deutschen Privaterleger im ersten Halbjahr und positioniert sich jetzt schon von 0 auf 8 noch vor dem deutschen Chip-Champion Infineon, der es im Ranking auf Platz 9 bringt.
Ja, da müssen richtig viele Stücke umgegangen sein, damit es SpaceX in die Riege der meistgekauften Aktien schafft.
Ich meine, die hatten ja nicht sechs Monate Zeit wie die anderen Werte, sondern gerade mal gut zwei Wochen.
Das ist echt beeindruckend.
Da sieht man die Euphorie, die da mitspielt.
Und natürlich der Vollständigkeit halber wollte er auch noch Platz 10 der beliebtesten Privatanleger Aktien sehen.
Da steht dann Amazon als einziger weiterer Mac7-Titel neben Microsoft und Nvidia.
Und wer es nicht geschafft hat, das finde ich interessant, Alphabet und Apple, die sind es nicht geworden.
Und Tesla, ah.
Die scheinen so richtig abgemeldet zu sein.
Ja, und weißt du, was mir noch aufgefallen ist?
In dieses Ranking haben sie überhaupt keine Dividendenwerte geschafft, auch keine Ölwerte, obwohl im ersten Halbjahr ja kriegsbedingt der Ölpreis richtig nach oben gegangen ist.
Aber wir finden anscheinend überhaupt kein Interesse bei Privatanlegern.
Die AAA-Idee des Tages.
Heute starten wir unsere AAA-Idee mit einer Handel.
Unbedingt mit dir aus dem Fitnessstudio, sondern aus dem Portfolio-Baukasten von Morgan Stanley.
Die These, alle schauen auf KI, reden über Chips, Rechenzentren und die Nvidia-Fantasie.
Speicherchips, wir hatten es ja gerade.
Und genau deshalb braucht das Depot ein Gegengewicht.
Das passt quasi wirklich komplett zum Thema, wo wir ja wirklich nur die eine Handelseite jetzt bestückt haben mit KI-Aktien.
Und deswegen wollen wir die andere Handelseite auch noch bestimmen.
Nicht mit einer Anti-KI-Wette, sondern mit so einer Art Barbell-Strategie.
Wir hatten das ja vor ein paar Wochen mit unserem Samstagsgast André Köttner.
Auf der einen Seite bleiben eben diese strukturellen KI-CapEx-Gewinne oder was KI insgesamt ist.
Auf der anderen Seite kommen halt so ein Gegenweg, so ein bisschen was Defensiveres dazu.
Und da passt es einfach a Europa, also europäische Aktien, weil die schon nicht so gut gelaufen sind.
Und dann eben noch Aktien, die primär nicht von KI getrieben werden, aber stetig wachsen, Cashflows liefern, Dividenden zahlen oder eben noch eine eigene Sonderstory bieten.
Ja, Morgan Stanley hat dafür 30 europäische Titel vorgestellt, bei denen die Analysten Potenzial sehen.
Aber wir lesen jetzt hier nicht das Telefonbuch vor.
Wir picken da sechs spannende Werte heraus.
Aktien, die als Gegengewicht zum Tech-Hype funktionieren können.
Defensiver und insgesamt planbarer und europäischer.
Und das Spannende ist, dass diese Liste nicht nur aus so, weiß ich nicht, Nestle-artigen Langweilern besteht, sondern man hat da Versorger, Pharma, Consumer Health, Baustoffe, Luxus und sogar Asset-Management drin.
Das ist also als Gegenposition zu den anderen KI-Werten und für die Handelssache eine echte Diversifikation.
Kandidat Nummer 1 heißt...
National Grid.
Und das ist genauso eine Aktie, bei der viele einschlafen.
Und genau deshalb kann sie für uns interessant sein.
Da geht es um Stromnetze, regulierte Renditen, inflationsgeschützte Dividende, Investitionen in Großbritannien und in den USA.
Das klingt jetzt alles nach einem sehr klassischen Gegengewicht zur KI-Euphorie.
Wobei KI da sogar noch die Kirsche oben drauf ist.
Denn je mehr Rechenzentren es gibt, desto mehr Stromnetze braucht man auch.
Aber Morgan Stanley betont, der Investmentcase hängt nicht nur an KI.
Es geht um notwendige Infrastruktur insgesamt, Netzausbau, Offshore-Windanbindung, Modernisierung der amerikanischen Netze und Ersatz alter Gasleitungen.
Dazu kommt, National Grid war zuletzt schwächer wegen der britischen Politik und Zinsängste.
Morgan Stanley sieht darin aber einen Einstiegszeitpunkt für eine...
Defensive Babel-Strategie ist das fast der Musterfall, muss man sagen.
Und zweiter Titel ist AstraZeneca.
Pharma ist ja klassisch defensiv.
Aber AstraZeneca ist eben nicht nur defensiv, sondern laut Morgan Stanley auch eine der wachstumsstärksten europäischen Pharmakonzerne.
Und die amerikanische Investmentbank erwartet zweistelliges Gewinnwachstum über mehrere Jahre stärker als der Sektor.
Und dazu kommt Pipeline-Optionalität in Onkologie, Herzkreislauf, Nierenmedizin und Immunologie.
Mit einem KGV von 18 ist die Aktie kein Schnäppchen.
Als KI-unabhängiger Qualitätscompounder ist AstraZeneca aber der sauberste Titel in dieser Morgen-Standley-Liste.
Und kommen wir gleich zu Titel Nummer 3.
Haleon heißt der.
Das ist vielleicht der unspektakulärste Name hier.
Die stehen für Marken im Consumer Health.
Unter anderem sind das Sensodyne oder Voltaren, die kennt ihr alle.
Also Produkte, die Menschen auch dann kaufen, wenn der KI-Server mal nicht liefert.
Morgan Stanley gefällt hier die Kombination aus strukturell attraktiven Kategorien, Margen steigerndem Sparprogramm und solidem Free Cash Flow.
Halion ist der einzige reine Consumer Health Player unter den europäischen Staples, also unter dieser Kategorie.
Und die US-Bank glaubt, dass die Konsensschätzung für die Margen zu niedrig ist.
Und wenn das stimmt, dann kommt hier nicht nur defensives Wachstum, sondern möglicherweise auch eine operative Überraschung.
Titel Nummer 4 klingt jetzt im ersten Moment zyklischer.
Saint-Gobain, das ist einer der europäischen vergessenen Compounder.
Baustoffe, die sind ja nicht unbedingt defensiv.
Aber Monc Stanley argumentiert, Saint-Gobain, das sei nicht einfach ein Bauzykliker.
Es sei eine Renovierungs- und Zyklik.
Dekarbonisierungswette, da geht es also um Dämmung, Energieeffizienz, steigende Renovierungsraten bei einem alten Baubestand.
Und dazu kommt noch der...
Bedeutungsgewinn, Margen stärkere Geschäfte bei Sankoba.
Und die Bewertung ist laut Morgan Stanley günstig im Vergleich zu anderen hochwertigen Baustoff- und Bauzulieferern.
Morgan Stanley sieht 30 Prozent pro Zahl und trägt deswegen zum Übergewicht.
Und der fünfte Titel ist Richemont.
Luxus ist zuletzt schwierig gewesen, aber Richemont ist nicht irgendein Luxuskonzert.
Ich sage nur Cartier, Van Cleef und Apels.
Also Schmuck statt Mode.
Das ist der Unterschied.
Mont Stanley sieht Richemont als einen der qualitativ besten Luxuswerte Europas, weil Schmuck strukturell stärker ist als Soft Luxury.
So wird das genannt.
Schmuck steht für Knappheit, starke Marke und teilweise sogar Store-of-Value-Charakter.
Und Richemont profitiert vom k-förmigen Konsum.
Die sehr vermögenden Kunden, die geben weiter aus, während der Massenluxus schwächelt.
Natürlich nicht komplett defensiv.
Es gibt Währungsrisiken, China-Risiken, Goldpreises spielen da auch immer eine Rolle.
Und so ein bisschen Markenmomentum ist auch wichtig, dass es läuft.
Ist alles relevant, aber als Qualitätscompounder ist Richemont einer der, würde ich mal sagen, elegantesten Titel auf der Liste.
Zum Schluss, DWS, das ist ja die Nummer 6, das ist vielleicht der Hidden Champion hier.
Asset Manager sind ja züglich, keine Frage, aber Morgan Stanley sieht bei DWS mehrere strukturelle Hebel.
ETFs, passive Produkte, dazu alternative Investments, Infrastruktur und dazu möglichen Rückenwind durch die deutschen Rentenreformen und eine stärkere Kapitalmarktunion in Europa.
DWS ist also eine Wette darauf, dass Europa seine Kapitalmärkte ernster nimmt und auf X-Trackers.
Das ist ja das ETF-Geschäft, das ist groß, skalierbar und dürfte von Zuflüssen profitieren, wenn Anleger wieder mehr Europa wollen.
Dazu kommt laut Morgen Stanley überschüssiges Kapital, das für Ausschüttungen oder Wachstum genutzt werden könnte.
Risiko bleibt natürlich, dass es eine starke Abhängigkeit vom Marktzyklus gibt, zum einen, und zum anderen der Gebührendruck, der in der Branche vorhanden ist.
Aber als europäischer Finanzcompounder ist DWS spannender, sehr viel spannender, als viele denken.
Und wenn man jetzt vielleicht einen Strichtoner zieht, ist die Liste sicherlich nicht eine Liste für den nächsten Meme-Trade.
Damit kann man sicherlich nicht groß angeben, mit oder rummachen.
Aber es ist für Anleger, die sagen, ich will KI nicht verkaufen, aber ich will eben nicht, dass mein Depot nur noch an KI hängt.
Oder anders gesagt, wer nur eine Seite der Handel trainiert, bekommt irgendwann Rückenprobleme.
Das war alles auf Aktien.
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Hörer 95 Beats fragt mit praktisch Bezug auf unsere gestrige Folge, wo es um Spotify ging.
Wenn man Spotify erwähnt, sollte man dann nicht auch auf Universal Music hinweisen?
Ein großes Musiklabel, sogar das größte, mit einem Markteinteil von 30 Prozent und profitiere immer dann, wenn Musik gespielt wird.
Ja, und dadurch habe halt Universal eine starke Verhandlungsmacht mit den Streaming-Diensten.
Das ist wirklich ein sehr interessanter Gedanke.
Vielen Dank für den Hinweis.
Beats, wir schauen uns das mal an.
Ja, und heute ist ja Dienstag und Dienstag bedeutet Dudstag.
Was gibt es denn diese Woche in der Defner-Vertretung, lieber Chabitz?
Hast du mit der Schmeichelstimme Pip nochmal einen kongenialen Kontrahenten gewinnen können?
Auf jeden Fall.
Es ist eine XXL-Sendung geworden.
Ich glaube, die längste Dudes-Folge aller Zeiten mit Pip Klöckner.
Aber wenn du schon mal so kostenlose Klöckner-Token verfeuern kannst, du weißt ja, das ist ja bei diesem Modell von Anthropic, das geht ja auch nur noch bis heute, glaube ich, da kann man das nur noch kostenlos nutzen und dann muss man dafür bezahlen.
Und wenn man schon mal so einen Klöckner da hat, dann lässt man auch mal alle Token durchrauschen und wir haben so wirklich alles durchgesprochen.
Also mit welchen Modellen man welche KI-Aufgaben machen kann, ob jetzt diese Meta-Überlegung, überschüssige Cloud-Kapazitäten zu vermieten, ob das eine Zahl ist.
Dafür ist es, dass die Blase doch schneller platzen könnte.
Dann hat er seine Aktienfavoriten für das zweite Halbwerk genannt.
Dann gibt es noch Schlaftipps obendrauf.
Er hat noch erklärt, was Intelligenz ausmacht.
Also wenn du wissen willst, ob du intelligent bist, Eckart, musst du auch reinhören.
Und lang ist die Folge dann vor allen Dingen aber noch gewonnen.
Das ist zum Schluss haben wir noch unsere Bullen und Bären genannt.
Und das war politisch.
Und wenn man Politik mit Pepp Glöckner macht, dann kann es immer kontrovers werden.
Und dann gab es eine etwas längere Diskussion.
Und so ist die Folge dann zum Ende ausgeartet.
Etwas länger.
Gut, aber trotzdem bitte abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns unseren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
