# Navigating AI-Driven Media Shifts & Digital Literacy

**Podcast:** Kollegin KI
**Published:** 2026-07-07

## Transcript

Die gefährlichste Fälschung ist selten die perfekte.
Gefährlicher ist die halb plausible, die mit unserer Erwartung zusammenarbeitet.
Lasst euch mal dieses Zitat auf der Zunge zergehen.
Gefährlicher ist die halb plausible Fälschung, die mit unserer Erwartung zusammenarbeitet.
Die kommt nicht von mir.
Schön wäre es, ich wünschte, ich würde sowas schreiben.
Die kommt von Paul Pfaffel.
Paul ist heute zu Gast.
Paul ist Volontär bei der Augsburger Allgemeinen Zeitung und hat vor kurzem...
Der wurde ausgeliehen irgendwie an die FAZ und hat im Föld Tor so einen kleinen Artikel über KI und, man kann es nicht anders sagen, Buma geschrieben.
Und er ist, ich weiß nicht, wie viele Millionen Mal mir der durch die Timeline auf allen Kanälen gespült wurde.
Er ist zu Recht viral gegangen, fantastisch geschrieben.
Aber wir wollen uns den Kern heute mal angucken.
Deshalb freue ich mich ganz besonders, dass wir Paul Pfaffel heute zu Besuch haben.
Ihr hört Kollegin KI, ich bin Max Mundhenke.
Moin, Paul.
Moin, Max.
Ja, ich freue mich sehr, da zu sein.
Ja, ich freue mich auch, dass du hier bist.
Heute schon irgendwelche viralen Artikel geschrieben wieder?
Nee, tatsächlich noch nicht.
Noch ganz humble, nur das Redaktionsbusiness gehandelt, was man als Volontär auch gerne mal machen darf.
Aber noch keine riesigen Artikel verfasst, leider.
Ja, kann ja auch noch kommen.
Als Volontär ist die Ausbildung die journalistische.
Man durchläuft da so ein paar Stufen und guckt überall mal rein und entscheidet sich dann am Ende.
wo man bleiben möchte oder im Idealfall, wo man sich wohlfühlt und wo man einen Job bekommt.
Jetzt warst du an die FAZ ausgeliehen und hast dafür den Feuilleton so einen kleinen Artikel geschrieben über die Nutzung von KI beziehungsweise als Aufhänger das Social Media Verbot für Jugendliche.
Du bist 2001er Jahrgang, also 25 Jahre jung.
Du bist im weitesten Sinne Digital Native.
Du bist wahrscheinlich mehr oder weniger beruflich jetzt auch mit KI groß geworden.
Deshalb vielleicht erstmal grundsätzlich die Frage, was für einen Stellenwert nimmt KI eigentlich bei dir im Job ein?
Also Journalismus und KI ist ja ein riesen Spannungsfeld.
Dürft ihr KI nutzen?
Ja, wir dürfen KI nutzen, mal ganz vorneweg.
Wir werden auch, also ich kann jetzt natürlich nur für mein Medienunternehmen sprechen, wir werden auch aufgefordert, KI zu nutzen.
Allen ist klar, das ist die Zukunft und gerade ja auch in unserem Business.
Von Text bis Sprache bis Mediengestaltung ist KI natürlich super stark und deshalb ganz klar ist ein riesiger Anteil daran, wie wir hier arbeiten, hat mittlerweile auch schon KI.
Okay, krass.
Und darf ich fragen, was für Tools ihr nutzt?
Ja, also wir haben eine Haus-KI, wenn man die so nennen will.
Das nennt sich bei uns Content Assistant mit dem süßen Namen.
Sprich auch schon ganz klar mit reingearbeitet Assistant, es soll dir assistieren.
Und der ist mehr oder weniger basiert auf unter anderem ChatGBT, man kann auch Gemini damit benutzen, sprich einfach eine abgeriegelte Version dieser Large Language Models, die wir dann ein bisschen optimiert mit vorgegebenen Prompts, wenn wir wollen, auch benutzen können für halt journalistische Aufgaben, egal ob für jetzt für Transkribieren, für Meldungen verfassen und so weiter.
Und der besagte Artikel, weshalb du heute hier bist, der hat wie viel KI-Anteil?
Boah, das finde ich immer super schwer zu sagen, wie viel KI-Anteil, weil im Endeffekt kann ich da nur mit einer Prozentzahl antworten und das finde ich mega schwer.
Aber ja, ich habe ihn auf jeden Fall auch mithilfe von KI geschrieben, das ist ganz, ganz richtig.
Cool, ein KI-Artikel mithilfe von KI schreiben ist natürlich einfach auch irgendwie sowas von New World.
Gehen wir doch mal rein.
Du hast den Aufhänger gemacht.
Im Grunde große Debatte habt ihr alle mitbekommen.
Social Media Verbot für Jugendliche.
Australien hat das Ganze jetzt umgesetzt.
Mehr oder weniger erfolgreich, muss man sagen.
Es gibt da durchaus so ein paar Schlupflöcher, auch wieder in der Kritik das Gesetz.
Aber in Europa diskutiert man ja über die letzten Monate auch immer mal wieder, sollten wir nicht Social Media an den Schulen verbieten oder halt so eine Mindestalt, Altersgrenze einsetzen und so weiter.
Und du hast damit den Artikel aufgemacht und hast so ein bisschen dann eine Geschichte erzählt.
Ich weiß nicht, wie fiktiv die ist, aber es ging um den Onkel am Familientisch.
Kannst du das einmal wiedergeben, bitte?
Sehr gern und ich kann schon mal vorne wegschießen.
Die ist tatsächlich komplett real und auch wirklich der Anstoß für den Artikel gewesen.
Ich glaube, auch so Artikel brauchen reale Anstöße.
Also ich hole mal alle Hörer kurz ab, die den Artikel nicht gelesen haben.
Es geht um eine Szene beim weihnachtlichen Familienessen, so es ist schon alles gegessen, wortwörtlich sowohl inhaltlich als auch das Essen selber und dann fängt man ja so an zu reden, auch über die interessanteren Themen des Lebens oder nicht und dann fängt eben mein Großonkel tatsächlich an, ein Video zu zeigen, wo sich zwei alte Herren, die halt irgendwie ganz komisch aussehen, zumindest auch mich ganz komisch aussehen, einen Witz erzählen.
wo es darum geht.
Also der eine sagt, was macht man mit einem Hund ohne Beine und der andere was.
Und dann wieder der Typ, der den Witz halt erzählt, ja, um die Häuser ziehen.
Also so ein super, super Schenkelklopfer, typisch Boomer, wenn du mich fragst.
Deshalb ist es auch absichtlich am Anfang.
Genau, und der ganze Tisch, der lacht eben, ohne dass irgendjemand auch nur darüber nachdenkt, dass diese zwei alten Herren vielleicht so komisch belichtet sind und so komisch animiert, muss man schon fast sagen.
Dass es eben einfach nur ein billiger KI-Clip ist und genau eben dieses Zora-Logo, was wir alle irgendwie kennen aus TikTok, Instagram und so, hat man eben auch ganz klar so als Wasserzeichen durch das Video erhüpfen sehen, was eigentlich ein klarer Hinweis sein müsste, aber es geht eben irgendwie an manchen Menschen immer noch vorbei.
Woran liegt das?
Wenn du mich fragst, übrigens ein ganz wichtiger Start für diesen Satz, dann liegt das daran, dass wir einfach so ein Generationendefizit haben.
Einfach für mich jetzt, wie du ja schon richtig angekündigt hast.
Ich bin Digital Native.
Also für mich ist es normal, solche KI-Clips zu sehen, auch wenn das jetzt natürlich nochmal irgendwo besonderer ist.
Aber mit so gefotoshopten Bildern auf Instagram, mit sowas bin ich ja aufgewachsen.
Also egal, ob da jetzt irgendein Athlet in irgendein Trikot reingefotoshopt wird, so als jetzt ganz billiges Beispiel.
Oder mit anderen Fakes.
Aber ich denke, diese Grund-Awareness, die ist einfach bei uns Jüngeren so grundsätzlich da.
Und vielleicht denke ich mir als Boomer.
Ich würde den Begriff jetzt einfach gern weiter benutzen und der Boom-Up ist und auch die Leute drüber ist jetzt nicht nur auf den rein wissenschaftlicheren Generationenbegriff begrenzt.
Die haben einfach gar nicht so diesen Grundgedanken, diese zwei alten Herren, die könnten KI generiert sein.
Und es geht ja gar nicht darum, dass der Witz einfach nur ein Witz ist, sondern einfach nur um diesen Grundgedanken der Skepsis, der bei der älteren Generation vielleicht eher fehlt.
eine Boomer-Naivität, die du hier unterstellst und die natürlich entsprechend auch Rückmeldungen bekommen hat.
Also, wie gesagt, wurde viel kommentiert, viel geteilt und so erst ein Schätzungs 90 Prozent der Boomer haben sich im Grunde dazu geäußert.
Vor allem, weil du natürlich einen wunden Punkt triffst.
Diese Videos kennen wir alle.
Die haben wir in verschiedenen WhatsApp-Gruppen oder am Essenstisch mit den Eltern irgendwie wahrscheinlich schon mal gesehen und auch debattiert.
Und ich glaube...
Diese Geschichte von wegen, die Eltern fallen auf irgendwas Digitales rein, die ist einfach sehr, sehr weit verbreitet.
Die hat, glaube ich, jeder in meiner und auch in deiner Generation irgendwie schon mal so erlebt.
Und die Frage, die sich natürlich aufdrängt, ist, was tun wir dagegen?
Aber bevor wir vielleicht darauf mal zu sprechen kommen.
Ist es denn überhaupt schlimm, dass das nicht als solches erkannt wird?
Denn am Ende zählte ja der Gag und es zählte vielleicht gar nicht das Video und ob das jetzt reale Personen sind.
Also man könnte ja sagen, gut, die Botschaft wurde transportiert.
Ziel des Contents war, dass Leute eben über den Gag lachen.
Ziel erfüllt.
Es ist überhaupt nicht schlimm, weil es geht ja nur um einen Witz, der in dem Video erzählt wird, aber das Schlimme fängt dann eben da an, wenn du den Gedanken weiterdenkst, wenn du halt dran denkst, wenn das bei so einem in Anführungszeichen billigen Clip passiert, dass da null irgendwie diese Awareness da ist, dann kannst du ja bei kritischen Inhalten, die dann vielleicht eben so ähnlich wie dieser Witz irgendwie halt einen emotionalen Punkt bei mir treffen, dem ich zustimmen will, was jetzt sicherlich bei dem Witz auch der Fall war, dass dann eben einfach...
die Frage gar nicht gestellt wird im Hinterkopf.
Und das ist das Kritische.
Ja, denn natürlich sind es heute nur zwei ältere Herren, die sich irgendwie einen Witz aus den 90ern wiedererzählen.
Und können natürlich auch alles andere erzählen.
Und wir alle sind ja mit Deepfakes konfrontiert.
Also wenn ich so durch meine Story bei Instagram tippe, dann ...
habe ich immer wieder irgendwie Werbung für so meistens Kryptobörsen, wo dann wahlweise einen Friedrich Merz oder eine Alice Weidel, das sind so die beiden Hauptfiguren, die eben für diese Scams dann auch genutzt werden, mir erzählen, dass jetzt gerade Bürgerinnen und Bürger dieses Landes extrem viel Geld verdienen können, dass die Regierung das umgesetzt hat und die Sitzner und du erkennst, also auf den ersten Blick erkennst du nicht, dass es Fake sind, aber vom Kontext her lässt sich das erschließen, dass ich halt, Niemals ein Top-Politiker in eine Insta-Story, die beworben wird, hinsetzt und sagt, melde dich mal hier und da an und gewinn ganz viel Geld.
Aber scheinbar scheint aufzugehen.
Also die Leute verdienen damit Geld, können Betrug begehen.
Meta verdient natürlich mit durch die Werbeanzeigen.
Und das sind natürlich dann ganz andere Bereiche als die mit so einem Hunde-Gag.
Richtig, ja.
Aber genau das ist ja auch das Ding.
Du sagst selber, rein vom Bild her könntest du es vielleicht nicht erkennen, aber der Hintergedanke, den du im Kopf hast, der hilft dir dann dabei, das Ganze zu entziffern als KI.
Und genau um diesen Hintergedanken ging es mir.
Und diesen Hintergedanken, den haben wir ab 1990 geboren und die ältere Generation hat den einfach nicht, oder?
Pauschal auf gar keinen Fall, aber es ist halt so eine Eher-Geschichte.
Also es ist genauso, wie halt jüngere Menschen sich einfach leichter tun, vielleicht ihr Handy zu bedienen oder einfach...
auf TikTok irgendwie dabei zu sein.
Mit dem, was du kennst, was du aufwächst, da bist du halt irgendwie familiarisiert.
Klar, wir haben ganz viele Leute, ganz viele KI, Technik und IT-Experten nach dem Artikel auch geschrieben.
Ich programmiere schon, bevor du irgendwie geboren warst und ich habe das Internet geschrieben, das du heute benutzt.
Und ja, absolut fair, ihr habt das gemacht.
Experten sind naturgemäß ein bisschen älter und Gründer und Chefs, wie ich auch immer im Artikel schreibe, eben auch.
Und wenn dann...
Wenn die nichts verstehen würden im digitalen Raum, dann würde es unseren digitalen Raum natürlich nicht geben.
Aber es geht ja nicht um den Experten oder die Leute, die sich damit beruflich oder lebenslang auseinandersetzen, sondern es geht ja um den 0815-Deutschen oder generell um die 0815-Personen.
Du beschreibst das als Autoritätsproblem.
Und das finde ich eine extrem spannende Sache.
Historisch gesehen, das habe ich vor Ewigkeiten schon mal gelesen, als es so um die Generation Y ging, beziehungsweise halt die Millennials.
Historisch gesehen leben wir in der Digitalisierung der ersten Zeit der Menschheitsgeschichte, in der Ältere von Jüngeren lernen.
Denn eigentlich ist es so, dass Ältere ihre Erfahrungen immer weitergegeben haben, durch auch ihre Autorität natürlich dann gesagt haben, so wird es gemacht.
Ich habe das schon hundertmal gemacht, du kannst von mir lernen.
Jetzt ist es aber so, dass gerade mit digitalen Medien sich das Bild so ein bisschen ändert, dass es durchaus Jüngere gibt, die damit groß werden, die es schneller adaptieren, die möglicherweise auch durch die Situation, viel mehr Freizeit, mehr in der Schule, mehr soziale Kontakte oder Peers, die das im Grunde auch nutzen, dass sie es schneller eben drauf bekommen und eigentlich den Älteren das eher beibringen müssen.
Und das zieht sich bis heute, wenn ich darüber nachdenke, wie oft ich irgendwie in Unternehmen teilweise...
doppelt so alten Menschen wie mir erklären musste, wie man aus einem Word-File eine PDF macht, da guckt man sich manchmal schon und denkt, hast du das nie gelernt?
Und warum haben die das nie gelernt?
Ja, ich würde sagen, was du da ansprichst, geht halt ganz viel in diese Richtung.
Warum haben die das nie gelernt?
Denen hat das sicher mal jemand beigebracht, aber sie haben es halt nicht gelernt.
Und ich würde sagen, genau da würde ich diese ganze Thematik auch greifen.
Es ist nicht schwieriger für alte Menschen, aber es ist vielleicht der Inhalt selbst.
Aber die Grundvoraussetzung ist halt einfach eine andere, weil dass ältere Menschen sich schwerer tun, neue Dinge zu lernen, ist nicht nur sprichwörtlich bekannt, sondern auch wissenschaftlich ganz klar belegt.
Und deshalb ist es, denke ich, wir reden ja immer davon, wie schnell sich die digitale Welt immer weiterentwickelt.
Das heißt, es gibt immer mehr zu lernen.
Ich spreche auch ganz viel in meinem Artikel von diesem lebenslangen Lernen.
Dieses lebenslange Lernen wird natürlich immer schwieriger, wenn dein Leben immer länger wird, weil da musst du immer mehr lernen.
Und deshalb würde ich sagen, sind wir gerade hier, wo die Jüngeren tatsächlich einen Vorsprung haben, weil wir so einen starken Wechsel haben, egal ob KI, Social Media oder generell digitaler Raum.
Wenn ich jetzt sofort als Jen Wyler zu Jen Z sprechen darf, du grinst so ein bisschen schämisch.
Das geht schneller, als man denkt.
Ich bin irgendwann das erste Mal ausgestiegen, als es dann um Snapchat ging, wo ich dachte, okay, ich arbeite zwar irgendwie in der digitalen Kommunikation, berate da auch Unternehmen, aber es gibt so Plattformen, die peile ich einfach nicht.
Also ich checke nicht, wie es funktioniert.
Und dann habe ich eine kleine Schwester, die ist jetzt 17, die mir dann teilweise Dinge erklärt, wo ich dachte, oh Gott, so alt kann ich doch noch gar nicht sein, dass ich das nicht mehr peile.
Also es geht immer schneller.
Deshalb das schämische Grinsen, das wird dir noch vergehen.
Ganz sicher.
Jetzt fühle ich mich selbst an wie meine Eltern.
Nee, das wird mir komplett wieder vergehen und das ist mir auch komplett klar, weil ich meine, ich allein jetzt als 2001-Geborener bin jetzt auch in TikTok nicht voll drin, weil das trotzdem eine Generation nach mir ist.
Klar, ich habe TikTok irgendwie, aber für mich wäre halt Instagram so dieses Home-Medium, sage ich jetzt mal.
Und wahrscheinlich ist es in fünf Jahren schon wieder das nächste, was ich dann auch überhaupt nicht mehr verstehe.
Ich habe auch erst mal kurz gebraucht, bis ich 6x7 verstanden hatte.
Ich grinse sehr gern noch, aber mir ist durchaus bewusst, dass das ganz, ganz schnell geht und dass wahrscheinlich die Generation Alpha und alles, was danach kommt, nochmal, es geht immer weiter und diese Fackelübergabe wird immer schneller gehen.
Voll.
Die wird schneller gehen.
Das heißt, wir müssen vielleicht umdenken und dieses Autoritätsproblem, was du hast, irgendwie auch auflösen.
Das ist aber schwierig, wenn wir in einer Gesellschaft leben, in der ältere Menschen natürlich dann auch Autorität haben.
Also du hattest gesagt, die sind in der Regel Chefs, die sind natürlich voll kreditfähig, die können Verträge abschließen, die fahren Auto, die können irgendwie sonst was für Sachen machen und die Jüngeren in der Regel nicht.
Wie lösen wir das langfristig?
Ja, sehr politische Frage, wenn du mich fragst.
Aber es geht natürlich nur damit, dass die Älteren sich irgendwie öffnen, der...
Der Jungen, weil im Endeffekt die Jungen, ich habe jetzt zumindest nicht das Gefühl von uns aus, dass es uns darum geht und ja, ich beziehe mich jetzt nochmal in das Junge mit rein und nenne uns uns, dass es uns irgendwie darum geht, die Älteren auszuschließen oder irgendwie darum geht, dass sie was nicht verstehen, sondern dass es schon eher so ist, dass von der autoritären Ebene da der Schritt kommen muss, erklär mir das nochmal und das passiert ja auch ganz oft.
Allein egal, ob ich jetzt familiär denke, an meine Eltern, an meine Mom, die mich irgendwie...
wie jedes Wochenende, wenn ich vorbeikomme, eine ganze Liste für mich hat mit Sachen, die ich erklären soll über technische Sachen oder ob ich an meinen Beruf denke, wo mich ältere Redakteure natürlich auch zur digitalen Welt einfach viel fragen, weil die einfach noch aus einer ganz anderen Generation von Journalismus kommen.
Und da können wir Volontäre dann eben wirklich mal den digitalen Held, wenn man so will, spielen.
Und die sind auch voll offen, das alles zu lernen, zumindest größtenteils.
Da muss auf jeden Fall die Stellschraube gedreht werden.
Finde ich spannend.
Das ist so diese typische Drucker-Anekdote.
Also zu Weihnachten fährt man nach Hause, um Drucker zu reparieren.
Oder halt was am Handy einzurichten.
Oder guck mal, was ich hier wieder verstellt habe.
Ich habe das Internet gelöscht.
All diese Sachen kennen wir.
Du hast noch eine andere Sache in dem Artikel angeführt, die ich ganz spannend fand.
Das war eine Beobachtung, die ich so auch noch nicht hatte und zwar die Sozialisation mit klassischen Medien.
Kannst du mal erläutern, was du damit meintest?
Ja, ganz kurz zusammengefasst, ohne jetzt zu groß auszuschwenken, die Medien und das wissen wir alle, die haben sich rapide verändern und klassische Medien, das war früher was, da wusstest du als Konsument, da kann ich mich drauf verlassen.
Das ist eine geprüfte Information irgendwie von Fachkräften, wenn man so will, von Fachleuten, die sich damit auskennen.
Und es ist auch irgendwie ganz klar, dass wenn das ARD oder das ZDF oder auch die Augsburger Allgemeine irgendwas schreibt, dass es dann zu 100 Prozent so ist.
Und klar, das ist heute immer noch unser Anspruch, aber es wird halt immer schwieriger, weil, und jetzt kommt eben der Sprung rüber, weil eben die Medienwelt zugeflutet wird mit einfach Meinung.
Und ich sage Meinung zu allem, was...
Influencertum betrifft, was selbst Newspages betrifft, wo einfach Headlines rausgehauen werden.
Aber gerade dieses Influencertum, finde ich, ist da der beste Beleg für.
Zum Beispiel, wenn jetzt ein Influencer bei Markus Lanz mit eingeladen wird, der kriegt dann genauso viel Redeanteil für seine Meinung, wie es vielleicht der Chefredakteur von Bild oder von Welt oder von Augsburger Allgemein oder was auch immer kriegt.
Das heißt, dieses Verhältnis ist halt irgendwie so verschoben.
Voll.
Und das ist eine Sache, genau dieses mit klassischen Medien.
Ich meine, wenn wir irgendwie damals in den 60ern, 70ern Fernsehen geguckt haben, Bilder gesehen haben, Visualisierung, dann waren das natürlich echte Sachen.
Die waren nicht fälschbar, beziehungsweise nicht so leicht fälschbar.
Es gibt ja auch historisch belegte Fälschungen, so dieses ikonische Bild zum Beispiel von...
Der Reichstag mit den beiden russischen Soldaten, die aus Dach klettern.
Im Original hatte einer der Soldaten beispielsweise mehrere Armbanduhren an, die ganz klar erbeutet wurden, die toten Soldaten abgenommen wurden, muss man sagen.
Und in der russischen oder sowjetischen Propaganda wurde danach das offizielle Bild veröffentlicht, natürlich ikonisch von den beiden Soldaten, die hier den Reichstag einnehmen, ohne diese Armbanduhren zum Beispiel.
Wurde auch ein bisschen aufgehellt und so.
Fakes in dem Sinne eigentlich schon immer, aber sie waren sehr aufwendig zu produzieren.
Und jetzt haben wir ja die Möglichkeit, dass jeder das machen kann.
Auf der anderen Seite, was du beschreibst mit dem Medienwandel, das finde ich eine ganz spannende Sache.
Damals waren Medienhäuser oder ich sag mal Reichweite war denjenigen mit Zugang zu entsprechenden Medien vorbehalten.
Das war es Radio, Fernsehen oder eben auch Zeitungen.
Da musstest du Redakteur sein, eine Ausbildung, ein Volontariat gemacht haben.
Du musst im Grunde dir das alles angeguckt haben, Pressekodex verstehen und so weiter.
Heute ist es so, dass jede Einzelperson im Grunde Millionenreichweite erzielen kann.
Und das finde ich durchaus...
Bemerkenswert, wenn man sich das mal anschaut, dass gewisse InfluencerInnen zehn oder hundertmal so viel Reichweite haben wie Redaktionen, die teilweise aus 20, 30 ausgebildeten JournalistInnen bestehen und du dann natürlich solche Phänomene hast, wie irgendwie den abgedrehten veganen Koch, der einen Telegram-Channel eröffnet und da halt Verschwörungstheorien raus posaunt, die...
natürlich irgendwie an klassische Medien erinnern, aber inhaltlich nichts mit der Herangehensweise zu tun haben und sich so natürlich auch Falschinformationen viel, viel schneller verbreiten.
Das heißt, diese Sozialisation, die damals stattgefunden hat, die war auch noch auf so ein funktionierendes journalistisches System aufgebaut, muss man sagen.
Und heute, ich will nicht sagen, es funktioniert nicht mehr, aber ...
Heute gibt es durchaus eine ganze Menge andere Player, die sich teilweise jetzt auch institutionalisieren, wenn man sich irgendwie diese ganze Debatte rund um Reichelt und News anguckt, die dann ganz bewusst auch damit spielen, alle anderen lügen, wir erzählen als Einzige die Wahrheit und solche Sachen.
Da fand ich diesen Aspekt mit der Sozialisation sehr, sehr spannend.
Auf der anderen Seite vielleicht nochmal eine Sache, du hattest.
von einem Oberflächeninstinkt der Digital Natives gesprochen.
Also dieser Oberflächeninstinkt, dass wir grundsätzlich viel, viel kritischer an alles herangehen, als vielleicht irgendwie unsere Eltern- oder Großelterngenerationen.
Kannst du dazu noch was sagen?
Genau, das ist genau das, was ich am Anfang mit dieser Hintergedanke meinte.
Sprich, einfach wir sind das komplett gewöhnt, dadurch, dass wir seitdem wir wirklich richtig jung waren, sprich da, wo das Gehirn noch eine unglaubliche Lernleistung hat, dass wir eben seitdem mit diesen Inhalten aus dem Internet konfrontiert sind, eben jetzt gerade auf Social Media ganz krass, dass wir es eben die ganze Zeit wirklich vor die Nase geschmissen bekommen und dann einfach irgendwie einfach...
Normalisiert sich das zum einen, aber irgendwie, irgendwann würde ich sagen, und das passiert auch nicht direkt, ich würde sagen, ein 14-Jähriger tut sich da vielleicht dann auch noch schwer mit, aber der wird es später, wenn er dann ...
in Anführungszeichen erwachsen wird, wann auch immer wir das jetzt genau definieren wollen, aber wenn er eben dann noch mehr, ich sag mal, über das ganze Leben auch von der Erfahrung her verstanden hat, dann wird er eben diese Zusatzfähigkeit haben, dass er die digitale Welt so normalisiert kennt, dass er dann in Kombination mit seiner Lebenserfahrung eben dann die Möglichkeit kriegt, immer diesen kritischen Gedanken zu fassen, nee, warte, da treffen jetzt, eigentlich ähnlich wie mit so KI-Scanner-Tools, da treffen jetzt irgendwie das trifft zu und das trifft.
zu und die Emotionalisierung und das Wort und kombiniert miteinander auf dem Medium und dann kommt mir das irgendwie spanisch vor.
Das würde ich sagen, ist so dieser Oberflächeninstinkt.
Finde ich spannend.
Ich glaube aber, dieser Oberflächeninstinkt muss nicht unbedingt bei allen Jugendlichen oder der Digital Natives vorkommen.
Vielleicht ist er ausgeprägt.
Also müssen wir vorsichtig sein mit so Absolutheitsansprüchen, sonst gibt es wieder ganz viele LinkedIn-Beiträge.
Ich würde aber gerne mal auf den Hintergrund eingehen und zwar dieses Zitat, was ich am Anfang gebracht habe.
Die gefährlichste Fälschung ist selten die perfekte.
Das finde ich so gut, weil da steckt so viel drin.
Wir gehen nämlich immer irgendwie davon aus, ich auch automatisch.
dass wir in wenigen Jahren, das hört man eigentlich überall, nicht mehr zwischen menschgemachten Content und KI-gemachtem Content unterscheiden werden, weil die Tools immer stärker werden.
Die Stimmen klingen besser, die Bilder sehen besser aus, die Videos werden flüssiger und wir können eigentlich gar nicht mehr sagen, ist das jetzt echt oder nicht, also auf den ersten Blick und uns dann eigentlich nur ...
der gesunde Menschenverstand oder das Ein- oder das Kontextualisieren davon abhält, einem Deepfake aufzuliegen.
Und das Zitat, die gefährlichste Fälschung ist selten die Perfekte, finde ich deshalb extrem spannend.
Und der Satz danach, gefährlicher ist die halb plausible, die mit unserer Erwartung zusammenarbeitet.
Und das finde ich ein ganz, ganz starkes Stück, denn wir bestätigen ja unsere eigene Meinung.
automatisch durch das, was wir sehen.
Und wenn wir etwas sehen, was ungefähr unserem Weltbild entspricht, dann gehen wir unkritischer damit um, weil wir uns selbst darin bestärkt fühlen.
Und das ist einfach in Zeiten von KI und Social Media ein riesengroßes Problem.
Das ist vielen gar nicht bewusst, aber wir ...
Wir laufen ja auch nicht im Grunde komplett objektiv durch die digitale Welt, sondern wir suchen uns schon die Influencer aus, die irgendwie uns zusagen.
Wir suchen uns irgendwie die Bubbles aus, in denen wir uns wohlfühlen.
Und wenn wir gewisse Clips sehen, denken wir, ja, das passt in mein Weltbild.
Da bin ich jetzt vielleicht eher unkritischer.
Das heißt, psychologisch betrachtet, würde so eine Kennzeichnungspflicht von KI-Content beziehungsweise irgendwie so Fact-Checking überhaupt noch funktionieren in Zukunft?
Ja, also es würde natürlich nicht funktionieren, allein schon an der Masse an Inhalten, weil...
Du kommst ja irgendwann nicht mehr hinterher und ich bin mir sicher, dass das würde dann so ein ähnliches Spiel werden, wie immer.
Der Jäger wird immer weiter probieren, so diese KI-Inhalte zu jagen, aber der KI-Inhalt, der wird immer wieder neue Wege finden, neu zu kommen auf neue Weisen, egal ob technisch oder einfach nur von der Plattformlogik oder völlig egal, gibt eine Million Möglichkeiten.
Also die KI-Kennzeichnung selber, würde ich sagen, die würde da niemals hinterher kommen.
Und wie kriegen wir es dann hin, wieder verlässliche Informationen zu bieten, die tatsächlich auch die Realität faktisch abbildet?
Ich meine, du bist Journalist oder angehender Journalist.
Und ich glaube, eine der großen Herausforderungen liegt eigentlich auch beim Journalismus, weil wir so ein bisschen sagen, Journalisten müssen halt im Grunde sauber arbeiten und eine verlässliche Quelle sein, die wirklich die Realität und verschiedene Meinungen abdeckt.
Was kann der Journalismus der Zukunft tun, um dem entgegenzuwirken?
Immer weiter produzieren auf jeden Fall, nicht aufgeben.
Aktuell wirkt es, glaube ich, auch auf manche Kollegen so, gerade vielleicht auf die Jüngeren, die da eher ein Auge drauf haben, aber natürlich auch auf andere so, wie als ob es gar keinen Sinn mehr macht oder es ist jetzt sehr theatralisch gesprochen.
Aber wie als ob man gar nicht mehr ankommt gegen die ganzen Fake News, gegen die ganzen KI-Inhalte, gegen die ganzen, auch Halbwahrheiten, die du angesprochen hast, eben die, die ja viel gefährlicher sind, weil die Menschen dann so eingesteift werden in ihrem Bubble-Denken, in ihrem...
Gedanken, Logik, Bild.
Aber wir können einfach nur immer weitermachen und dann natürlich auch irgendwie den Schritt wieder finden, mehr an die Leute ranzutreten.
Wir haben halt gerade jetzt als Zeitung, jetzt für uns gesprochen, als Augsburger Allgemeine, das riesige Problem, dass halt das Printmedium von dem wir immer noch abhängig sind, dass es halt immer weiter ausstirbt, dass die jüngeren Menschen und da müssen wir jetzt wirklich aufpassen, die jüngeren Menschen sind da eher dann Menschen über 45 in unserer Rechnung, dass sie gar nicht mehr so gern Zeitungen lesen, sprich egal ob sie das Abo im Print haben oder eben dann selbst in der digitalen Welt.
Das heißt, wir müssen irgendwie wieder an die Menschen mehr rankommen.
Und das ist natürlich schwierig in einer Welt, wo ich eben als Meinungsinfluencer, Einfach ohne mich an diese ganzen Spielregeln zu halten, die wir als gute Journalisten ja befolgen, egal ob Pressekodex oder allem drum und dran, was eben dazugehört, dass wir einen guten Beitrag schreiben, dass alles doppelt und dreifach gefaktcheckt wird und ja dann trotzdem vielleicht noch ein Mini-Fehler drin ist.
Aber all das muss ja der Influencer nicht machen und der ist viel freier an seiner Gestaltung und das ist halt im Internet ein unglaublicher Vorteil.
Vor allem, weil du es besser monetarisieren kannst.
Du musst dein Redaktionelles nicht vom Anzeigengeschäft trennen.
Du kannst dich jetzt gerade zum Nahostkonflikt äußern und im nächsten Reel oder im selben Reel vielleicht noch Werbung für irgendein Produkt machen.
Das funktioniert in den klassischen Medien nicht.
Auf der anderen Seite muss man sagen, Ich wollte schon so ein bisschen gehässig sagen, es gibt ja aber auch gar keine Alternative zu Print.
Also wenn Print nicht mehr gekauft wird, dann war es das mit Journalismus.
Aber es gibt natürlich andere Wege.
Ich habe beispielsweise ein FAZ plus Abo abgeschlossen, um deinen Artikel zu lesen.
Vielleicht bleibe ich bei.
Also lieber FAZ, wenn ihr zuhört, Paul Pfaffel hat euch ein Lied gebracht.
Glaubst du denn, dass KI auch für die Leserschaft gut eingesetzt werden kann?
Stichwort Fact-Checking-Bots.
Da gibt es gerade eine ganze Menge, die irgendwie unterwegs sind, dass so eine KI einen Artikel, ein Video irgendwie was prüfen kann und dann möglicherweise sagen kann, ja, das stimmt oder nee, das stimmt nicht.
Macht das Sinn?
Inhaltlich könnte es Sinn machen, wenn wir jetzt in die Richtung gehen, dass wir erkennen wollen, ob der Text mit KI geschrieben ist, da müssen wir uns, glaube ich, von verabschieden.
Da gibt es viel zu viele Ausschläge nach oben und nach unten.
Aber ich meine so als Grundassistent für wirklich so reine Fake News oder für wirklich krasse Halbwahrheiten könnte das sinnvoll sein.
Aber im Endeffekt wäre das dann, wenn ich jetzt so drüber nachdenke, auch eher so eine Art Browser, den ich so drüber installiere, der dann schnell für mich checkt, so ist das real oder nicht.
Und der kann das ja auch wieder nur anhand von den gleichen Sachen machen, die wir ja auch versuchen zu predigen, dass man immer guckt, gibt es mehrere seriöse Quellen und so weiter und so fort.
Ja, ja.
Also im Grunde ist es dann doch noch Aufgabe von Journalisten.
Ach so, eine Sache vielleicht noch.
Es gibt ja durchaus neben dem Journalismus, den man immer gerne irgendwie in die Verantwortung nimmt, ja auch diesen Begriff der Medienkompetenz.
Also in Grundschulen schon anfangen Medienkompetenz zu unterrichten und dann passiert uns das auch nicht mehr mit dem drauf reinfallen auf Deepfakes.
Was sagst du denn dazu?
Ich bin super froh, dass du das Thema ansprichst.
Einmal zu dem, weil es super wichtig ist, dass unser Bildungssystem sich darauf einstellt, was für riesige Herausforderungen da kommen werden, auch schon da waren in den letzten Jahren, aber jetzt erst recht nochmal mit dem KI-Hype.
Ich würde dazu gerne auch ganz kurz erzählen, dass wir zum Beispiel als Mediengruppe Pressedruck, sprich auch als Augsburger Allgemeine, auch ein Programm haben.
Das nennt sich Volo-Band der Demokratie, wo wir als Volontäre in die Schulen gehen, wenn die bei uns anfragen und dann eben Workshops oder Vorträge, hört sich immer ein bisschen Fahrt an, halt mit den Schülern drüber reden.
Was ist KI?
Was sind Fake News?
Wie ist die Medienkultur so geworden?
Digitale Hetze?
Blieblablub.
Also da einfach ein bisschen Awareness schaffen, so direkt von der Quelle als Mediengestalter.
Und sowas ist, glaube ich, super wichtig.
Aber leider ist es auch nicht die finale Lösung, weil die finale Lösung muss eben sein, dass sowas mehr oder weniger jeden Tag passiert.
Und klar ist es nicht realistisch.
Aber um diesen Hintergedanken an, mögliche Fake-Inhalte zu behalten, musst du halt wie gesagt jeden Tag streng genommen eigentlich wieder neu lernen.
Und das geht eben auch nur mit guten Lernangeboten dann in Lernanstalten.
Du hast das so schön im Artikel geschrieben, dass wir Medienkompetenztraining als Impfung missverstehen.
So von wegen, das wird einmal gemacht und dann bist dein Leben lang irgendwie davor gefeilt, auf irgendwas reinzufallen.
Aber eben wegen dieser auch schnellen Veränderung der ganzen Situation, neuer Medien, die dazukommen, neuer Plattformen, neuer Technologie wie KI, ist es eben nicht so, sondern es ist ein lebenslanges Lernen, wo auch durchaus die älteren Generationen vielleicht einen Blick drauf haben könnten.
Ich glaube, wenn ich deinen Artikel richtig verstanden habe und dich jetzt hier auch im Gespräch, Paul, dann geht es nicht darum, irgendwie die älteren MitbürgerInnen zu dissen und sich über die lustig zu machen, dass sie auf solche Sachen reinfallen, sondern zu verstehen, was dahinter steckt, warum das Menschen passiert und zwar nicht nur alten Menschen und natürlich schlussendlich gemeinsam zu überlegen, was man eigentlich dagegen tun kann.
Richtig, das verstehst du absolut so und wie ich in ganz vielen Kommentaren auf LinkedIn auch nochmal beantworten durfte, ging es mir überhaupt nicht darum, mit dem Artikel einfach nur Altersdiskrimination zu betreiben und die alten Menschen darauf hinzuweisen, wie blöd sie doch sind, sondern es ging mir ganz bewusst darum, um ein Gegengewicht zu setzen, weil eben die Debatte um die digitale Mündigkeit, die wird eben immer oder...
stark vermehrt um Kinder und Jugendliche geführt, die geschützt werden müssen, was absolut valide ist.
Absolut richtig, das sind Kinder und Jugendliche, die haben noch ein ganz anderes Verständnis, noch einen ganz anderen Zustand im Leben, wie sie stehen.
Aber es geht eben darum, dass es die Älteren genauso machen müssen, dass sie sich einfach an einer ganz anderen Stelle im Leben trotzdem weiterbilden müssen, dass sie halt schon Lebenserfahrung haben, aber das nicht gleichsetzen dürfen, dann auch mit einer digitalen Erfahrung, die täglich neu errungen werden muss.
Und genau darum ging es mir, dieses Gegengewicht zu setzen.
Und ich denke, das ist mir auch gut gelungen.
Das ist sehr gut gelungen.
Ich meine, du hast auch so Passagen drin, von wegen, wir sollten dann vielleicht doch mal über ein Social-Media-Verbot ab 60 drüber nachdenken.
Etwas, was, glaube ich, Levi Pennell auch schon vor ein paar Wochen mal bei Instagram der Influencer gepostet hatte, was dann auch Wellen geschlagen hat.
Ich glaube, da war in irgendeiner Talkshow und hat es erzählt, ich weiß nicht mehr genau.
Auf jeden Fall keine neue Idee, aber natürlich irgendwie ein Spruch, der dann auch das FAZ-Publikum entsprechend abholt.
Wirklich, Gratulation zu diesem Artikel.
Er liest sich sehr, sehr gut.
Wir verlinken ihn hier in den Shownotes, falls ihr ihn lesen wollt.
Ihr braucht natürlich dann entsprechend ein FAZ-Abo.
Aber Paul und Pauls Zukunft werden es euch denken.
Was ist denn mit deiner Zukunft, Paul?
Was hast du denn vor?
Jetzt, wo du ausgeliehen wurdest ins Fertour und da so ein Hit gelandet hast, willst du ins Fertour?
Bleibst du bei der Augsburger Allgemeinen?
Lässt dich noch weiter irgendwie auslernen?
Vielleicht mal irgendwie zum Guardian oder so?
Schwierige Frage.
Also einmal würde ich ganz kurz Danke sagen an die Augsburger Allgemeine, an die Günther-Holland-Journalistenschule, dass es so ein Programm überhaupt gibt.
Mit der externen Hospitanz, das macht auch nicht jedes Medienunternehmen, das muss man sich wirklich vor Auge führen, dass meine Zeitung mich einen Monat dafür bezahlt, für eine andere Zeitung zu arbeiten.
Also es ist schon ein krasser Gegensatz.
Und jetzt hast du sogar auch noch ein Abo generiert für die Fazit.
Wird nicht besser.
Aber es ist halt eben ganz wichtig bei uns, dass wir eben auch mal andere Stationen sehen.
Und ich kann jetzt auch nach meiner Hospitanz, bei der FAS war es streng genommen sogar, sprich bei der Sonntagszeitung, aber da wollen wir jetzt mal nicht so sein.
Dass es ganz wichtig war, das einfach mal zu sehen, wie die arbeiten.
Ich habe mir das natürlich irgendwo ausgesucht, die Redaktion.
Sprich, ich kann mir sehr gut vorstellen, in meinungsbildenden Medien zu arbeiten.
Ich finde Meinungsjournalismus unglaublich wichtig.
Und eben gerade, dass er von allen Generationen.
und von allen Arten von Diversität betrieben wird.
Und ich glaube, nochmal ausleihen lasse ich mich nicht.
Dafür ist mein Volontariat auch in einem Jahr wieder vorbei, sprich noch zu kurz und ist auch nicht so vorgesehen.
Aber ich kann mir natürlich sehr gut vorstellen, auf jeden Fall meinungsjournalistisch zu arbeiten, egal wo auf der Welt.
Cool.
Liebe Leute, ihr habt es gehört.
Paul Pfaffel, merkt euch den Namen.
Ich glaube, das ist ein Journalist, von dem wir noch diverse schöne Meinungsbeiträge hören werden.
Schön, dass jemand auch mal die Sicht der, ich sage mal, Jüngeren tatsächlich so prominent platziert, damit Debatten anstößt.
Und schön, dass du heute hier warst, Paul.
Alles Gute.
Danke dir, hat großen Spaß gemacht.
Ja, liebe Leute, ihr habt es wahrscheinlich gemerkt, die Folge haben wir vorproduziert.
Die ist vor der ganzen Debatte rund um Wildberger und Vogt und KI im Journalismus entstanden.
Aber ich glaube, das tut der Sache keinen Abbruch.
Ich finde es ganz cool, dass Paul gesagt hat, dass es ihm gar nicht darum geht, jetzt großartig Boomer-Bashing zu betreiben oder so, sondern tatsächlich analytisch ranzugehen.
Wo haben wir vielleicht Probleme in Sachen Medienkompetenz im weitesten Sinne, beziehungsweise KI-Content-Erkennung?
Und wir können ja mal die Kollegin fragen, liebe Kollegin.
Hast du Tipps, wie wir KI-Content am besten erkennen?
Na, dann lass uns doch mal Kollegen-Style drüber plaudern.
Erstens, immer Kontext checken.
Passt das Gesehene oder Gelesene überhaupt zur Quelle?
Zweitens, auffällige Perfektion oder seltsame Details, das ist verdächtig.
Und drittens, hol dir eine zweite Meinung, denn vier Augen sehen mehr.
Am Ende gilt, Skepsis gepaart mit gesundem Menschenverstand.
Und wenn das nicht reicht, frag einfach die Kollegin KI.
Ja, weiß ich jetzt nicht, ob die Kollegin KI großartig da weiterhelfen kann, aber es sind ja schon mal relativ gute Tipps, oder?
Also grundsätzlich erstmal den gesunden Menschenverstand gebrauchen und schauen, kann das überhaupt sein, was hier mir angezeigt wird, den Kontext zu checken und natürlich immer mit einem kritischen, wachsamen Auge zu gucken.
Wir können KI-Content immer schwieriger von echtem Content unterscheiden, das macht es tatsächlich gefährlich.
Nicht bei so einem Gag, ja, geschenkt, klar, aber wenn es natürlich um...
sag ich mal, relevantere Informationen geht, dann kann das Ganze ganz schön schief gehen.
Und deshalb immer gesunden Menschenverstand, gegebenenfalls jemanden heranziehen, mal fragen, hey, was denkst du denn?
Glaubst du, das ist echt?
Ja, ich glaube, da hat die Kollegin auf jeden Fall schon ganz gute Tipps geliefert.
Wenn ihr diskutieren wollt über die Folge, macht das gerne in den Kommentaren, bleibt dabei sachlich und fair zueinander.
Und ansonsten bedanke ich mich fürs Zuhören.
Wenn euch die Folge gefallen hat, dann teilt sie gerne und lasst ein Like da.
Ansonsten...
Ja, vielen Dank und bis Freitag zur Kollegin KI-Snackbox.
Ciao.
Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
