# Q3 Market Outlook: DAX Records, M&A Shifts, and Crypto Tax Reform

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-07-06

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über die Rekordjagd beim DAX und magische 26.000 Punkte, Übernahmefantasie bei EasyJet und die Hoffnung auf eine Sonderdividende bei Conti.
Im Thema des Tages erklären wir euch, wie ihr eure Kryptogewinne in Sicherheit bringen könnt, wenn denn die Steuer kommt.
Und in der Triple-E-Idee stellen wir euch fünf überraschende Analystenfavoriten fürs dritte Quartal vor.
Das ist Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Schnell erreichbar, wenn es darauf ankommt.
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Plus 30 Euro on top bei Depoteröffnung über den Link in den Shownotes.
Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Montag, der 6.
Juli 2026 und wir wünschen euch einen freudigen Start in den Tag und in die neue Handelswoche.
Grund zur Vorfreude.
An der Börse gibt es hier einigen.
Unser DAX hat am Freitag auf dem höchsten Stand der Geschichte geschlossen bei 25.779 Zählern.
Und das war dann nochmal ein Plus zum Vortag von 0,8 Prozent.
Und ich habe so das Gefühl, dass wir in dieser Woche vielleicht noch mehr sehen.
Vielleicht sehen wir ja die 26.000-Punkte-Marke.
Das ist ja nicht mehr viel.
Ich glaube, 200 Punkte sind ja nur noch ganz wenige.
Das ist ein Prozent, die der DAX-Termarke wüsste.
Das müsste hinfliegen.
Das schafft er, glaube ich.
Das kriegt er hin.
Das glaube ich auch.
In Amerika war ja am Freitag kein Börsenhandel, aber man konnte so ein bisschen die positiven Vibes aus Asien und Europa spüren.
Und vor allen Dingen am Wochenende kann man ja schon mal die Futures sich anschauen und die sind leicht positiv in die Woche gestaltet.
0,3 Prozent plus S&P 500 dürfte wieder über 7.500 Punkte sein und der Nasdaq 100 bei 29.700.
Und vielleicht schafft der auch wieder die 30.000 Punkte.
So ist es.
Ja, Gold ist am Freitag.
relativ kräftig gestiegen um 1,4 Prozent und hat dann die Woche mit 4.177 Dollar je Unze beendet.
Und das war das erste Wochenplus seit einem Monat.
Der Bitcoin, der ist am Freitag und am Samstag zuerst gestiegen.
Am Sonntag, da hat sich der Kurs dann wieder etwas abgeschwächt.
Am Ende stand die Nummer 1 der Kryptowelt dann so bei knapp unter 63.000 Dollar zu Bitcoin und Krypto.
Da gibt es gleich noch viel mehr im Thema des Tages.
Aber leider keine so guten Nachrichten für Anleger in Deutschland.
Ich hätte immerhin noch eine Sache, die mir da aufgefallen ist beim Bitcoin.
Der hat ja drei Quartale Minus jetzt geschlossen.
Und es gab noch nie vier Quartale Minus in Folge.
Und das müsste eigentlich jetzt auch wieder sein, dass er vielleicht jetzt wieder ein positives Quartal macht.
Ansonsten wäre die gute...
alte Regel gebrochen, dass es immer nur drei am Stück gibt.
Na gut, ja.
Statistiken sind schall und hoch.
Insbesondere bei Bitcoin.
Aber trotzdem, wir sind jetzt schon mittlerweile bei Bitcoin unter den Gestehungskosten.
Also mittlerweile musst du schon mehr Strom bezahlen, als du für Bitcoin kriegst, wenn du schürfst.
Insofern muss es wieder hochgehen.
Kommen wir zu anderen positiven Nachrichten, nämlich aus dem KI-Bereich.
Da gab es auch Positive von Foxconn, die werden ja auch Honhai genannt oder Foxconn, je nachdem, wie man sie gerne nennen möchte.
Die haben ihren Umsatz um 40 Prozent erhöht und das lag deutlich über den Erwartungen.
Und diese KI-Racks, die die herstellen, die laufen dank Nvidia wie geschnitten Brot.
Einziger iPhone-Schrauber ist so wirklich ein KI-Infrastruktur-Champion geworden.
Und die Frage ist halt bei diesen ganzen KI-Racks, die ja auch insgesamt bei diesen Infrastruktursachen ist, ist das ein Goldrausch oder ist es eine Überkapazität, die da entsteht?
Noch eine Nachricht aus Deutschland, die am Wochenende bekannt wurde.
Der DAX-Konzern Continental verkauft seine Kunststoff- und Industrietechnik-Sparte Contitec für 4 Milliarden Euro an den Finanzinvestor Lone Star Funds.
Conti wird dadurch ein reiner Reifenhersteller.
Und für Aktionäre bedeutet das einiges.
Diese endgültige Abspaltung von Contitec, die bringt nämlich...
Wahrscheinlich eine fette Sonderdividende.
Und durch diese Abspaltung des volatilen Industriegeschäfts wird die Conti-Aktie prinzipiell auch attraktiver.
Du meinst, da gibt es ein Rerating nach oben, Eckart?
Ich glaube, ja, ich könnte mir das gut vorstellen.
Wenn was stabiler ist, gibt es ja nicht mehr einen Volatilitätsabschlag.
Das wäre positiv.
EasyJet dürfte heute durchaus abheben, die Aktie.
Das geht nämlich mal ein Übernahmeangebot durch Castle Lake.
Die haben zwar schon verschiedene Übernahmeangebote gemacht, die amerikanische Investitionen gesagt haben, aber das letzte Angebot ist nochmal aufgestockt worden auf 6,90 Pfund hier Aktie in Cash.
Und das wäre ein ordentlicher Aufschlag auf den letzten Kurs von 5,58.
Und die Aktie war im Fünfjahresvergleich ein ziemlicher Sinkflug.
EasyJet minus 26 Prozent, wenn die Konkurrenten Lufthansa und Wurzeln.
Ryanair deutlich im Plus liegen und Karselig scheint da offenbar einen versteckten Wert zu sehen.
Es geht um Slots in London, Mailand, Genf, um eine moderne Flotte von Airbus-Fliegern und um große Orderbücher.
Das klingt alles attraktiv, aber das Ganze ist nicht so simpel, weil nämlich ein US-Investor wegen der europäischen Regulierung nicht so einfach die volle Kontrolle übernehmen darf.
Deshalb eine Partnerstruktur.
Brookfield ist mit an Bord.
Die Gründerfamilie wird mit ihren gut 15 Prozent zum Königsmacher.
Für Anleger bleibt die Frage, kommt das feste Angebot oder kommt es doch nicht?
Genau, da stand nämlich etwas vage in der Nachrichtenagentur drin.
So mache ich schnell die Termine, die sind nicht vage.
Da gibt es zwar noch nicht so richtig viele Zahlen, weil die Berichtssaison geht erst richtig kommende Woche los.
Aber wir haben so ein paar spannende Termine.
SK Hynix plan für diese Woche, voraussichtlich Freitag, ein 29 Milliarden Dollar Börsengang an der Nässe.
Die sind ja schon notiert, aber sie wollen eben noch sich im Westen notieren lassen, damit sie da leichter handelbar sind und wollen eben da auch Investoren noch anlocken und damit auch eine höhere Bewertung bekommen, nämlich Micron.
hat eine höhere Bewertung, SK Hynes, weil Micron an der Nasdaq schon ist.
Dann gibt es erste Zahlen, einen Vorgeschmack auf die Berichtssaison von PepsiCo und Delta Airlines.
Und dann hat Levi Strauss, die haben so ein verschobenes Geschäftsjahr, da gibt es auch Zahlen im KI-Bereich noch wichtig, TSMC Monatszahlen, das ist so der Schlüsseltermin für die Halbleiterstimmung.
Ja, und dann komme ich mal zu den Zahlen aus Deutschland.
Da warten uns diese Woche die...
VW-Absatzzahlen, die Absatzzahlen von Volkswagen und auch, ganz wichtig, der VW-Aufsichtsrat tagt und wird Entscheidungen treffen zum geplanten Sparprogramm.
Und ob das gefällt wird oder nicht, das ist von enormer Tragweite für die Autoaktien in Deutschland.
Überhaupt kann man sagen für den Autostandort Deutschland und damit für Deutschland Aktien insgesamt.
Und dann kommen aus Deutschland noch zahlende Industrieproduktionen.
Die Handelsbilanz kommt und die Verbraucherpreise, die Aufgeschlüsselten, die stehen am Freitagabend.
Obendrein gibt es dann noch Notenbankprotokolle von FED und EZB.
Und die liefern enorm wichtige Hinweise auf die künftige Zinspolitik.
Und dann ist noch, nicht zu vergessen, der NATO-Gipfel, das geopolitische...
enorm relevant wegen der Rückzugspläne der Amerikaner aus Europa und wegen der Ukraine.
Ja, und Trump will im Zuge dieses NATO-Gipfels den ukrainischen Präsidenten Zelensky treffen.
Heute ganz konkret gibt es den ISM-Report zu den Dienstleistungen und die europäischen Einzelhandelsumsätze.
Und Pre-Closed Calls erwarten uns von GEA und ein Repsol Trading Statement.
Das ist ein enorm wichtiger Termin.
Das wird heute auch veröffentlicht.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Das Thema des Tages.
Jetzt ist die Katze aus dem Sack.
Deutschland.
führt die Kryptosteuer ein.
Künftig sollen Bitcoin und Co.
besteuert werden wie Aktien, also mit der Abgeltungssteuer von 25% und dem Solidaritätszuschlag.
Und wenn du in der Kirche bist, auch noch mit der Kirche oben drauf.
Und woher wir das wissen?
Am Wochenende ist der Haushaltsentwurf für das Jahr 2027 durchgesickert, der eigentlich erst heute vorgelegt wird.
Und in der Queen-Netz-Vorlage des Bundesfinanzministeriums von SPD, Finanzminister Lars Klingbeil, steht das drin.
Demnach plant die Bundesregierung, die Besteuerung von Kryptowerten wie Bitcoin zu reformieren.
So ist das Wort.
Und konkret steht da, Zitat, die im Privatvermögen gehaltenen Kryptowerte sollen den Einkünften aus Kapitalvermögen zugeordnet werden.
Veräußerungsgewinne sind dann unabhängig von der bisherigen Jahresfrist steuerpflichtig.
So das BMF.
Das betrifft potenziell rund sieben Millionen Menschen, die Krypto in der einen oder anderen Form nutzen.
Und für sie bedeutet die Abgabe ein Einschnitt.
Und deshalb machen wir heute dazu unser Thema des Tages und verraten euch, was ihr noch tun könnt, um Kryptogewinne zu sichern.
Aber erst mal, also Gewinne aus Bitcoin und Co., die sind ja in Deutschland steuerpflichtig, wenn ihr die Kryptowerte nur ein Jahr oder weniger gehalten habt.
Erst danach sind die Gewinne steuerfrei.
Und das ist so, weil Kryptowerte in Deutschland wie sonstige Wirtschaftsgüter behandelt werden.
Und die Regelung mit der 12-Monatsfrist, die findet sich in § 23 des Einkommenssteuergesetzes und gilt zum Beispiel auch für Goldmünzen, Schmuck, wertvolle Uhren, Oldtimer, Kunstwerke oder auch Fremdwährungen, die auf unverzinsten Konten liegen.
Die Richter des Bundesfinanzhofs, die haben die Einordnung von Bitcoin und Krypto als Wirtschaftsgüter 2023 ausdrücklich bestätigt.
Aber...
Es nützt ja alles nichts, wenn die Politik beschließt, Kryptowerte werden steuerlich künftig wie Aktien behandelt.
Wenn ihr also Kursgewinn erzielt, vor allem unabhängig von der Halteteuer, künftig dann Abgeltungssteuer und Soli an, das sind 26,375 Prozent von 10.000 Euro Kryptogewinn, würden dann so ungefähr 2.638 Euro direkt einbehalten.
Und an den Fiskus abgeführt.
Und wenn ihr jetzt schon länger investiert seid und ihr hohe Gewinne erzielt habt, dass es auf hohen Gewinnen sitzt, fragt ihr euch natürlich, was ist mit Altgewinn?
Nun, die Erfahrung aus früheren Steueränderungen, zum Beispiel bei Immobilien oder Wertpapieren, lässt darauf schließen, dass es vermutlich einen Bestandsschutz geben wird.
Ja, wir sagen vermutlich.
Denn wie genau das dann geregelt sein wird, das können wir leider erst dem Gesetzentwurf entnehmen.
Und der ist ja noch nicht da.
Wenn ihr jetzt auf Nummer sicher gehen wollt, dass ihr eure Altgewinne aus den, sagen wir mal, vergangenen zehn Jahren steuerfrei in die Zukunft rettet, dann könnt ihr jetzt einen Trick anwenden.
Ihr verkauft all eure Coins, die aus der Haltefrist raus sind und kauft sie dann wieder zurück.
Bei diesem Sell-and-Buyback verliert er zwar Transaktionskosten und auch den Spread, der bei einigen Anbietern sehr hoch ist, aber die Gewinne, die sind drin ohne jede Versteuerung.
Das Ganze hat nur einen Nachteil, auf den der Dresdner Steuerrecher Michael von Eckert aufmerksam macht.
Das größte Problem bei Sell-and-Buyback sei, dass man sich nackig macht.
Wegen der bestehenden Reporting-Pflichten der Plattform weiß der Staat fortan genau, wie viel Kryptovermögen er als Anleger mindestens hat.
Vermögen wird nicht...
erfasst, laut DRC8 aber sehr wohl Transaktionsdaten und Steuer-IDs.
Ja, es gibt noch eine andere Möglichkeit.
Sagen wir mal, ihr habt viele Altbestände mit hohem Buchgewinn, braucht dann aber jetzt gerade mal Liquidität.
Dann könnt ihr diese Kryptos auch beleihen.
Das ist dann so ähnlich wie mit einem Lombard-Darlehen auf Wertpapiere und das ist auf einigen Plattformen möglich, unter anderem auf der Plattform Firefish.
Und die radikalste Lösung, um Kryptogewinne zu sichern, ist natürlich das Auswandern.
Es gibt ein paar wenige Länder, in denen keine Steuern auf Bitcoin und Co.
anfallen, wie es aktuell nach zwölf Monaten auch bei uns ist.
Allen voran das schöne Dubai.
Ja, aber Auswandern mit Kapitalvermögen, das ist ein Thema für sich, das ist ein komplizierter Akt und erfordert einiges an Vorbereitung.
Sonst kann der deutsche Fiskus teilweise noch Jahre später Ansprüche geltend machen.
Und ein ganz entscheidender Punkt ist da, ihr müsst nicht nur nachweislich hier in Deutschland abgemeldet sein, ihr dürft auch keine Wohnung mehr in Deutschland haben, die ihr weiterhin nutzen könnt.
Also ihr dürft nicht mit dem Wohnungsschlüssel in der Tasche rumlaufen.
Unsere AAA-Idee ist heute so ein bisschen aus der Rubrik, die Wall Street sucht den Aktiengewinner für das dritte Quartal.
Wir haben mal die vier großen Banken, Bank of America, UBS, JP Morgan und Goldman Sachs.
Die haben nicht immer ihre Lieblingsaktien, die sie pro Quartal auf den Tisch legen.
Und wir machen daraus jetzt kein Telefonbuch für Aktien, sondern wir wollen halt einfach nur fünf Aktienwerte raussuchen, die nicht ganz so offensichtlich sind.
Also weiß ich nicht, Nvidia oder so, lassen wir mal raus.
Ach schön, dass du bei der Formulierung aufgegriffen hast.
Ich mag das nämlich nicht, wenn wir hier so ein Telefonbuch vorlesen.
Aber 30 Aktien kaufen, das ist sowieso meistens keine gute Idee.
Das ist dann eher sowas wie ein selbst gebastelter ETF mit schlechtem Gewissen.
Also eines vorab noch, diese Institute, die glauben definitiv weiter an eine US-Rallye.
Da geht es nicht nur um KI.
Es geht auch um so Themen wie Preissetzungsmacht, Konsum, Cashflow und spezielle Katalysatoren.
So viel vorab.
Also nicht alles auf KI, sondern KI plus echte Geschäftsmodelle.
Und deshalb beginnt unsere Triple-E-Fünfer-Idee mit einer Aktie, die nach Musik klingt, aber eigentlich eine Margen-Story ist, nämlich Spotify.
Das ist dann die Aktie für alle, die dachten, Musikstreaming, das ist ein schlechtes Geschäft, weil alle Einnahmen bei Taylor Swift landen.
Und jetzt sagt die Bank of America, Moment mal, Spotify hat Preiserhöhungen durchgesetzt, hat neue Abostufen, hat Podcasts, Audiobooks, Fitness und jetzt auch dieses KI-Remix-Tool.
Also nicht mehr nur mehr Nutzer, sondern mehr Umsatz pro Nutzer.
Und das ist der entscheidende Punkt.
Spotify wird vom Streaming-Kiosk zur Audio-Plattform.
Und wenn die Labels mitspielen, kann diese KI-Musiknummer ein wirklich echter Monetarisierungshebel werden.
Natürlich gibt es da Risiken, etwa Kundenabwanderung, das sogenannte Churn.
Wenn die Nutzer zum Beispiel sagen, noch einen Euro mehr, nö, danke.
Und natürlich das Thema Musikrechte, das ist wie in Berlin eine Wohnung mieten.
Du glaubst, du hast einen Deal und dann kommt noch eine Nebenkostenabrechnung.
Interessanterweise findet sich auch Spotify bei der UBS auf der Liste der Q3-Ideen.
Eine Aktie bei zwei Instituten gleich.
Zweite Aktie ist Walmart.
Die Aktie ist zuletzt extrem schlecht gelaufen, auch wieder aus dem Billionen-Club rausgefallen.
Und auch deshalb landet sie jetzt auf der Liste von der Bank of America.
Das Argument, Walmart gewinnt bei wohlhabenden Kunden und bleibt gleichzeitig der Preisanker für alle, die sparen müssen.
Und die zwei Zauberwörter sind Price and Speed.
Das ist eigentlich die Amazonisierung des Supermarkts.
Schnell, billig, überall.
Und werden jetzt auch noch höhere Einkommensgruppen bei Womark einkaufen, bekommt der Konzern einen neuen Mix.
Also die defensive Aktie in unserem Korb.
Nicht unbedingt sexy, aber gefährlich effektiv.
Und dritte Aktie ist Ford.
Die tun was, ich glaube, in der Werbung.
Das ist so ein bisschen Detroit statt Data Center.
Und wir haben schon wieder Banker vorbeiget.
Die haben die besten Ideen gehabt.
Dies sieht Ford als so politische und operative Turnaround-Wette.
US-Protektionismus, weniger Druck durch chinesische Elektroautos, bessere Margen bei Trucks und SUVs, Software-Services und zuletzt hatten die auch so Fantasie durch Energiespeicher.
Oh ja, das war wirklich was.
Eigentlich ist ja Ford der Gegenentwurf zur perfekten Aktie.
Viel Risiko, wenig Klemmer.
Aber genau deshalb kann die Aktie funktionieren.
Wenn der Markt nur schlechte Nachrichten eingepreist hat, reichen mittlerweile Nachrichten ganz normaler Natur für richtig gute Kurse.
Die klassische AAA-Frage lautet, ist Ford eine Value-Falle oder doch ein Kandidat für eine ganz neue Bewertung?
Beides ist möglich, aber für eine Q3-Idee ist der Katalysator auf jeden Fall da.
Politik, Mix, Kosten und Produktion.
Nur Anleger müssen wissen, Autoaktien verzeihen nichts gerade amerikanischer.
Aktie Nummer 4 heißt?
Ionis, das ist eine Biotech-Aktie und ich finde ohne Biotechnologie ist keine Liste für Q3 vollständig.
Ionis hat laut Bank of America, da sind sie wieder, mehrere Katalysatoren im zweiten Halbjahr.
Neue Medikamente, klinische Daten, Wettbewerbsdaten und mehrere Programme.
Wenn diese Daten dann gut sind, dann kann die Aktie neu bewertet werden und sogar abheben.
Wenn sie schlecht sind, das muss man auch wissen, dann geht es in die andere Richtung.
Also Ionis ist so eine Art Binärwette in unserem Fünferkorb.
Und dann kommen wir zu Nummer 5.
Das ist Moody's.
Und das ist nicht Halbleiter und nicht Rechenzentrum, sondern, ich würde mal sagen, der Türsteher des Kapitalmarkts.
Und die hat Goldman Sachs auf der Ideenliste neu aufgenommen.
Und das ist halt die neue, longe Idee von Goldman für das dritte Quartal.
Und Kursziel 540 Dollar, das wären immerhin 10% Kurspotenzial.
Und ich finde, für ein Quartal ist das ganz anständig.
Finde ich auch.
Die Story ist eigentlich wunderschön langweilig, ganz nach meinem Geschmack.
Moody's ist die Mautstation des Kapitalmarkts.
Wer Schulden aufnimmt, braucht Ratings.
Wer Risiken bewerten will, braucht Daten.
Und wer den Kapitalmarkt für sich nutzen will, der kommt an Moody's kaum vorbei.
Bei Moody's fragt man einfach, wird die Welt weiter Schulden machen?
Und da kann man wahrscheinlich auch, wenn man sich den Haushaltsentwurf anguckt.
Ich kenne die Antwort.
So ist es.
Wenn man sich den Haushaltsentwurf anguckt, der ist echt mega kurz.
Ich glaube, 555 Milliarden, da sind sehr viele Schulden auch drin.
Und ja, das ist nicht nur in Deutschland so, das ist weltweit so.
Insofern ist Moody's, deine langweilige Aktie, eigentlich da ziemlich stabil, was die Schulden anbetrifft.
Und das ist eben der Punkt.
Moody's ist keine wilde Wette auf den nächsten Hype.
sondern eine Wette darauf, dass Unternehmen, Staaten, Finanzmärkte weiter Kapital brauchen, Risiken verpacken und bewerten lassen.
Ja, und das Risiko für Moody's?
Ja, wenn die Kapitalmärkte einführen, weniger Anleihen emittiert werden sollten, M&A lahmt oder Regulierung stärker wird, dann leidet Moody's.
Und natürlich auch, wenn KI das Datengeschäft disruptiert, wenn der KI-Sensenmann umgeht.
Ohne den geht es ja nicht.
Und damit ist unsere Fünfer-Ideenriege komplett.
Spotify, Moody's, Walmart, Ford und Ionis.
Aber da müssen wir nochmal extra den Hinweis geben, es sind wirklich nur Ideen und die Liste von Q2 bei Säuber-Goldmann, die war schlechter als der Index.
Also die Investmentbanken haben auch nicht immer die besten Ideen, da sagen wir auch dazu.
Vielleicht noch für einzelne Aktien, also wer Ionis kauft, der sollte wirklich wissen, was klinische Daten und Biotech-Lotterie bedeuten.
Und wer Ford prüft, der sollte auch Rezessionen nicht hassen.
Also wenn es da wirklich wirtschaftlich runtergeht, ist es schlecht.
Und wer Spotify anschaut, der muss halt auf Preissetzungsmacht schauen.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an www.delt.de, also aaa.welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und die haben einige hinterlassen diesmal.
Die Samstagsfolge mit Christian Hecker, die hat fast schon erwartungsgemäß ein gemischtes Echo ausgelöst.
Es gab...
Viel Lob, sehr viel Lob für die unternehmerische Leistung und für die positive Einstellung des Gastes.
Und da hat zum Beispiel Marek auf Spotify kommentiert, die letzten zehn Minuten des Gesprächs, das wäre eine der besten Reden im Bundestag gewesen in den letzten zwei Jahren.
Schnippelboni M.
hat auf Spotify dagegen angemerkt, dass Christian Hecker vor nicht mal drei Monaten schon mal da war und fragt, gehen euch etwa die Gäste aus?
Natürlich nicht, können wir da sagen.
Wir leiten aber gestern immer dann ein, wenn sie was zu sagen haben.
Und das war ja bei Christian Hecker und gerade, was es diese Pifof-Geschichte anbetrifft, definitiv der Fall.
Und dann war noch David und der hat noch eine Frage auch zum Podcast.
Eingangs erklärt, Holger, Trade Republic verdiene weiterhin am Spread durch die Aggregierung von Orders, also Kauf am besten Platz, Verkauf am besten Platz durch verschiedene Kunden, dann eben der Aggregation dieser ganzen Geschichte und dann.
dass man diesen Handelsstrom weitergibt.
Und im Gespräch selbst sagt Christian aber was anderes.
Man verdiene allein durch Fixkostendegressionen.
Was denn nun?
Also, da kann ich nur sagen, der entscheidende Satz zum neuen Geschäftsmodell, der steht auch im Kleingedruckten, wenn man sich die Pressemitteilung anguckt.
Da steht nämlich, Orders werden gegen Trade Republic ausgeführt.
Klingt so ein bisschen technisch.
ist aber Teil der Erklärung zum neuen Geldverdienen.
Also die Kundenorder läuft nicht mehr wie früher, also direkt zu dem Makler, der dann das Ganze irgendwie bündelt, sondern die bündeln das selbst und dann schicken sie es an die Börse.
Und dieser Spread, der da ist, minus des Hedgings, was sie haben, das ist halt auch ein Risiko, was sie dann nehmen, das verdienen sie eben auch mit.
Das wird wahrscheinlich die allergrößte Position, aber man muss halt wissen, dass das auch noch dazugehört.
So, wir hoffen.
Damit haben wir die Frage beantwortet.
Und wenn ihr auch weitere Fragen beantwortet bekommen wollt, dann müsst ihr natürlich hier auch reinhören.
Und deswegen abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
