# AI Infrastructure, Memory Supercycles, and Fintech Realignment

**Podcast:** Beckers Bets
**Published:** 2026-07-02

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dieses Podcasts dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hierbei nicht um Anlagevermittlung, Anlageberatung oder ähnliches.
Ihr entscheidet selbst, was ihr macht.
Bekkers Betz, der Investment-Podcast mit Jan Beckers.
Hallo Jan.
Hi Christoph.
Jetzt sprechen wir hier Anfang Juli.
Das ist immer ein ganz guter Zeitpunkt, mal auf das erste Halbjahr zurückzublicken.
Natürlich, die Börsen waren ja durchaus wieder sehr stark bewegt.
Viele Ereignisse, die man auch nicht erwartet hat.
Wie bist du denn so zufrieden mit dem ersten Halbjahr bei BitCapital?
Ja, insgesamt war es ein sehr schönes Jahr oder Halbjahr bis jetzt für uns.
Der Global Technology Leaders als Kernfonds ist, glaube ich, 38 Prozent.
Im Plus viele unserer anderen Fonds irgendwo in, ich sag mal, sehr ähnlicher Region.
Das ist auch gegen, ich sag mal, Nasdaq, der vielleicht, ich sag mal, etwas mehr als die Hälfte davon gemacht hat, natürlich irgendwie in Summe wieder sehr, sehr, sehr, sehr erfreulich.
War auf jeden Fall auch ein äußerst dynamisches Halbjahr.
Wenn man mal drauf schaut, ich sag mal, es ging irgendwo stark ins Jahr hinein und ich sag mal, was uns zu Anfang des Jahres sehr bewegt hat.
der Token-Verbrauch massiv zulegen wird.
Wir haben es einfach selber gespürt, wie die Produktivität in den biteigenen AI-Produkten auf einmal getrieben einfach von neuen Antroffic-Modellen insbesondere richtig nach oben ging und haben antizipiert, dass die Token-Nachfrage auch stark steigen würde.
Insofern fiel einfach auf die Infrastruktur dahinter, insbesondere natürlich Semis, Energie etc.
gesetzt.
Das hat sie erstmal sehr ausgezahlt.
Ja, und dann kam irgendwann dann der Iran-Krieg dazwischen, hat die Märkte auf jeden Fall einmal in die komplett andere Richtung geschickt.
Ja, das war ziemlich, ich sag mal, steiler Fall dort, wo man auch hinguckte, gab es eigentlich keine guten Orte, sich zu verstecken.
Umso erfreulicher dann und ich sag mal, beendet, glaube ich, eigentlich genau zum Quartals, zum ersten Quartalsende, dass es direkt danach dann eben, ich sag mal, auch...
Ziemlich steil bergauf ging danach wieder und wir insgesamt ein hervorragendes zweites Quartal an der Stelle dann sehen konnten.
Getrieben eben wieder von ähnlichen Themen, letzten Endes davon, dass...
der AI-Boom einfach noch viel, viel klarer geworden ist für ganz viele Marktteilnehmer und natürlich getrieben von, ich sag mal, vielen guten Einzelpicks, die wir an der Stelle gemacht haben und auch in der Regel recht guten Timing, wann wir uns dann auch wieder von einigen Titeln getrennt haben.
Also ein schwieriges erstes Quartal, auch wegen der Geopolitik, ein ganz gutes zweites Quartal, auch wieder wegen KI.
Ist das so auch der Ausblick, den du wagst für das ganze Jahr?
Wird die Geopolitik und KI so die bestimmten Themen bleiben?
Also es war ja so, wie wir ins Jahr gestartet sind, eigentlich mit drei Messages auf dem Forumkongress.
Das war so auch, wo erwarten wir so die Risiken für das Jahr.
Es war einfach zum einen, und das haben wir jetzt eigentlich noch nicht in der Aufzählung gerade gehabt, dann sollten es auf jeden Fall noch ergänzen, diese Disruptionsrisiken, die durch AI eben auch für viele Geschäftsmodelle entstehen.
Da hatten wir insbesondere im ersten Quartal die SARS-Apokalypse.
Wo es einfach an der Stelle ganz viele Fragezeichen aufkam, ob Softwaregeschäftsmodelle überhaupt noch eine hinreichende Mode haben, was es heißt eben für künftige Margen, ob die sich jetzt nicht alle in die Quere kommen, wenn Software so einfach programmiert werden kann künftig, dank AI.
Und diese Disruptionsrisiken, glauben wir, werden auch in den nächsten Jahren sehr, sehr wichtig bleiben.
Das heißt, es wird immer wichtiger werden, genau hinzuschauen, wer hat eigentlich welche Mode, wie entwickelt sich die gerade, wird die stärker, wird die schwächer.
Das wird im zweiten Halbjahr ebenso wichtig bleiben, aber auch in den nächsten Jahren.
Das war so ein bisschen das eine Risiko, was wir Anfang des Jahres im Januar auf die Slides genommen hatten.
Das zweite waren eben geopolitische.
Themen, die wir als Risikofaktor gesehen haben, die dann ja auch mit dem Iran-Krieg sich materialisiert haben und da sind die Risiken auch noch nicht ausgestanden, auch wenn man davon ausgehen darf, dass wenige Seiten dort jetzt ein großes Interesse haben, das, ich sag mal, jetzt weiter in die Höhe zu treiben, aber die Risiken bleiben erstmal und was wir auch gesagt hatten ist, und auch das ist bis jetzt schon ein relevantes Risiko geworden, ist, dass dass Rohstoffpreise ein inflationstreibender Faktor sein könnten.
Und auch das ist sicherlich, ich sag mal, einer der Risikofaktoren, die wir weiter beobachten.
Auf der anderen Seite haben wir klar gesagt, und das bleibt auch so, dass wir daran glauben, dass AI weiterhin der wichtigste Marktreiber sein wird, insbesondere auch für die Upside.
Und daran wird sich auch nicht nur bis zum Jahresende nichts ändern, das wird eine These bleiben, die uns sicherlich noch sehr, sehr viele Jahre verfolgt.
Wir hatten ja damals, ich sag mal Anfang 2023, dann auf dem Fondskongress gehabt, das ist das Investmentthema des Jahrzehnts und wahrscheinlich darüber hinaus und ja, da wird sich auch wenig dran ändern, sowohl im Positiven wie auch möglicherweise zwischendurch im Negativen.
Nochmal kurz zurück zu den Fonds.
Im Mai war ein ganz wichtiger Zeitpunkt für euch.
Da habt ihr nämlich beim Global Technology Leaders seit Auflage innerhalb von acht Jahren quasi den Fondswert verzehnfacht.
Das ist natürlich eine starke Leistung.
Das war ein Glückwunsch dazu.
Ich weiß, du bist sehr ehrgeizig.
Das heißt, die nächste Verzehnfachung soll aber schneller gehen als acht Jahre, denke ich.
Nee, also auf jeden Fall ist es natürlich so, wenn man einmal den Fonds verzehnfacht hat, darf man natürlich auch davon träumen, dass man ihn irgendwann verhundertfacht hat, weil da muss man natürlich nur noch genau dieselbe Performance einmal erzielen.
Wir würden aber nie im Leben verlauten, dass wir hoffen, dass es schneller geht als acht Jahre, weil wir haben ja, ich sag mal, allein in der jetzigen Performance stecken etwa so 35, 36 Prozent Durchschnitts-Performance pro Jahr.
Davon sollte man nie ausgehen, dass man die konstant behalten kann.
Wir sind ja immer angetreten mit dem Ziel, dass wir 15% plus X machen im Jahresschnitt und da lagen wir jetzt komfortabel drüber.
Es gibt auch viele Gründe.
All die Systeme, Software und AI in den letzten Jahren, die uns eigentlich noch viel, viel besser gemacht haben, investieren, was wir auch hoffen dürfen da weiterhin.
sehr ordentlich drüber zu legen, aber ich würde definitiv nicht von ausgehen, dass wir es zwingend in acht Jahren nochmal verziehenfachen können, aber ich sage mal, auf der wirklich langfristigen Betrachtung, genau, wäre es natürlich das Ziel, in Richtung einer Verhundertfachung irgendwann zu kommen.
Im Schwesterfonds, also dem institutionellen Fonds, der Global Technology Opportunities, den wir etwas früher auch aufgelegt hatten als den Usage-Fonds, der jedermann zugänglich ist, sind wir inzwischen auch bereits bei, ich glaube, 15 oder 16x, also 1600% netto.
Insofern, genau, wir arbeiten jetzt uns an der Stelle weiter nach vorne und bleiben einfach bei dem Return-Ziel, was wir gesetzt haben pro Jahr und hoffen natürlich, dass wir dann trotzdem drüber liegen können.
Falls es jetzt trotzdem Anleger gibt, denen das zu wenig Wachstum ist, die finden bei euch jetzt einen neuen Namen in der Depotstruktur.
Denn ihr hattet ja einen Fintech-Fonds, der hat jetzt einen neuen Namen bekommen.
Der heißt jetzt nämlich Aggressive Growth Fund.
Warum jetzt diese Umbenennung?
Genau, das macht für uns sehr viel Sinn, weil wir natürlich unterschiedliche...
Anleger haben, die nach unterschiedlichen Produkten suchen oder vielleicht auch eine unterschiedliche Risikobereitschaft haben.
Wir hatten ja bereits vor einem Jahr oder vor etwas mehr als einem Jahr den Defensive Growth Fund gelauncht, der das Ziel hat, gute Tech-Renditen zu erzielen, aber auf der Downside eben Drawdowns deutlich stärker zu begrenzen.
unter anderem durch Hedges und auch durch eine veränderte Portfolio-Auswahl an der Stelle.
Wir haben darüber hinaus dann den noch konservativeren Multi-Asset-Fonds von uns, den Bit-Multi-Asset, aufgelegt, der eben noch geringere Drawdowns vorweisen soll und auch vorweisen kann.
Und nun gibt es aber auch immer wieder Anleger, die gerne...
noch mehr Chance auf noch mehr Upside haben und dafür gibt es jetzt den Bit Aggressive Growth.
Warum haben wir den Fintech Leaders umgewandelt in diesen Fonds?
Das machte inhaltlich einfach sehr Sinn.
Zum einen muss man sagen, war der Fintech Leaders immer schon ein Fonds, der, ich sag mal, mit einer hohen Upside-Orientierung investiert hat, einfach auch aufgrund des Titeluniversums und das ist aber in den letzten Jahren auch innerhalb des Fintech-Marktes, den wir ja sehr gut kennen, gab es einige Marktentwicklungen, die dazu geführt haben, dass das Universum von spannenden Unternehmen tendenziell kleiner wird, weil in der Frühphase von Fintech, da gab es eigentlich so, ich sage mal, jede Finanzanwendung hatte dann vielleicht mal ein spannendes Unternehmen, was diese Finanzanwendung disruptiert hat, besser gemacht wird in dieser Anwendungen sehr stark wachsen konnte und dann, ich sag mal, auch ein interessantes Anlageprofil aufgewiesen hat.
Was in den letzten Jahren passiert ist, dass der Fintech-Markt tendenziell deutlich mehr konsolidiert, das heißt, es gibt einzelne Plattformen, wie beispielsweise auch die Unternehmen, in die wir investiert haben, sei es eine Nubank, wo wir lange Zeit lang investiert waren, dann, ich glaube, etwa im letzten Sommer ausgestiegen sind in unseren Fonds, aber auch in Robinhood.
die immer mehr dieser einzelnen Fintech-Produkte auf sich vereinen, was dazu führt, dass sich die, ich sag mal, die Gewinner auf weniger Titel verdichtet haben.
Und wir gehen auch davon aus, dass in den nächsten Jahren jetzt einfach der Wettbewerb unter diesen Plattformen weiter stark zunehmen wird, dass potenziell einfach in vielen Bereichen von Fintech Margendruck entstehen wird, dass auch AI zu mehr Preisvergleich und insgesamt zu mehr Margendruck dort führen kann.
Insofern halten wir es für sinnvoll, eben aus diesem engen Universum von nur Fintech breiter.
zu investieren für unsere Anleger und wir hatten ja die Vorgabe mit dem Fonds zu 51% in Fintech investiert zu sein.
Wir haben das in den letzten, ich sag mal, 6, 9 Monaten.
wo wir eigentlich wussten, dass es sinnvoll wäre, diese Änderungen bald durchzuführen, auch schon etwas so ausgelegt, dass wir zusätzlich zu den Fintech-Titeln eben weitere spannende Titel mit viel Upside in den Fonds genommen haben.
Das hat auch zu einem sehr erfreulichen Jahr geführt.
In den letzten zwölf Monaten hat der Fonds 87% netto geliefert und wir wollen daran jetzt einfach anknüpfen und sagen, okay, wir investieren mit dem Fonds eben künftig für alle Anleger, besonders Upside-orientiert, was mit, ja.
sehr guten Aufwärtschancen einhergeht, was aber auch dazu führen kann, dass der Fonds, wenn es dann mal runtergeht, auch stärker davon erfasst sind als beispielsweise unser Basisprodukt der Bit-Technology-Leaders an der Stelle.
Insofern ergänzt es gut unser Produktspektrum, sodass wir, ich sag mal, verschiedenen Anlegern mit unterschiedlichen Zielen dort jeweils das richtige Produkt eigentlich liefern kann.
Gut, dann haben wir jetzt soweit mal das erste Halbjahr zusammengefasst und die Neuheiten in eurer Produktpalette.
Wir wollen aber natürlich auch wieder über das Thema KI sprechen und da habe ich mir gedacht, wir könnten doch mal die Speicherchip-Aktien ein bisschen genauer ansehen.
Das ist ja so mit die heißeste Wette gerade, um so zu sagen, wenn es überhaupt eine Wette ist oder vielleicht eben nicht.
Das wollen wir gleich ein bisschen herausarbeiten.
SK Hynix und Micron, wenn man da jetzt mal nur zwei Player rausnimmt, die haben jeweils rund 250 Prozent zugelegt, allein in diesem Jahr.
Das kennt man ja eigentlich so von Einzelwerten, aber nicht von der ganzen Branche.
Und wir haben jetzt ja auch noch die Earnings gesehen von Micron, dass eben mehr dahinter steckt.
Da wird dieser Memory-Supercycle ja quasi bestätigt.
Warum ist denn ausgerechnet Speicher gerade so der spannendste Sektor im KI-Markt?
Oder ist er das überhaupt?
Ja, also man sollte natürlich auch gucken, wo kommt der Sektor halt her, warum ist er jetzt so interessant, warum waren diese Returns möglich, warum sind die Bewertungen immer noch nicht totally stretched, zumindest im Vergleich auch zu anderen Chip-Aktien an der Stelle.
Es kommt daher, dass Speicher einfach in der Vergangenheit auch ein totales Commodity-Produkt war und dadurch eben durch sehr, sehr intensive Zyklen gegangen ist.
Das heißt, ich sag mal von...
Eine Übernachfrage, die dann die Preise nach oben gezogen hat, die führte dann dazu, dass die Speicherunternehmen, und davon gab es in der Vergangenheit dann irgendwann durchaus auch mal 30, die dort im Wettbewerb standen, haben dann alle ganz viel Kapazität aufgebaut und irgendwann kam da die neue Kapazität online.
Wir hatten ein totales Überangebot und die Preise sind absolut im Keller.
Die Unternehmen haben Verluste gemacht für eine längere Zeit, bevor dann der Zyklus sich wieder gedreht hat.
an der Stelle und irgendwo von Neuem losging.
Und von diesen Zyklen gab es an der Stelle viele und da hatte man immer so ein Return-Bild, wo die Unternehmen mal besonders gut verdient haben und dann eben auch gar nicht verdient haben oder Verluste gemacht haben.
Und das ist halt ein Return-Profil, was normalerweise von der Investment-Welt mit geringen Multiples belohnt wird, weil man möchte natürlich irgendwo viel lieber stabile und stabil wachsende Earnings haben.
Und das hat dazu geführt, dass Speicherunternehmen immer eigentlich anders bewertet wurden als klassische.
ich sage bei Tech-Unternehmen, die weniger zyklischen Schwankungen unterliegen.
Und anders heißt dort eben, die wurden dann halt auch teilweise auf Buchwerten bewertet oder eben teilweise einfach mit besonders niedrigen Multiples of Earnings und Cashflows.
So und jetzt kamen wir wieder aus einem dieser Cycles heraus, nämlich am Ende einem Überangebot.
Noch vor einigen Jahren, das heißt die Bewertungen dort waren ziemlich compressed.
Ich sag mal, als wir bei Micron eingestiegen sind, das war glaube ich im ersten Quartal 2023, da konnte man die Aktie irgendwo, ich sag mal in den 50ern.
noch kaufen, also für, ich sag mal, etwas mehr als 50 Euro oder sowas sind wir da zum ersten Mal rein, weil wir eben da schon die These hatten, okay, der ganze AI-Ausbau, der uns bevorsteht, wird am Ende den Speicherzyklus, der damals eben auf einem Low war, auch wieder drehen.
Es hat dann ein bisschen gedauert, bis die These dann so richtig gegriffen hat, aber sobald sie dann gegriffen hat und sobald dann auch klar wurde, okay, dieser ganze AI-Ausbau, der ist jetzt vielleicht doch viel fundamentaler, als die meisten Investoren damals noch angenommen hatten, kam dann einfach eine sehr, sehr große Dynamik in diesen Markt.
Und da ist am Ende und in all diesen, ich sag mal, in all diesen schweren Zyklen und Verdrängungskämpfen am Ende, ich sag mal, je nach Speicherart eben an der Stelle, beispielsweise wenn man jetzt auf HBM an der Stelle schaut, was eben insbesondere in den Datencentern benötigt wird, dann sind einfach dort nur drei nennenswerte Player übrig geblieben, nämlich Micron, Hynix und Samsung.
Das ist dann natürlich eine relativ angenehme Marktstruktur, wenn du irgendwo insgesamt viele Abnehmer hast, für die auch Speicher ein einfach absolut zentrales Produkt ist und für alle die Kunden ist natürlich der Ausbau der KI-Struktur ein absolut strategisches Unternehmensthema, wo man jetzt auch nicht, weil es ein bisschen teurer wird, komplett auf die Bremse geht und das hat uns halt in diesen Zyklus geführt, wo auf einmal die Nachfrage massivst angezogen hat und gleichzeitig aber der Supply, das heißt das Angebot, nicht leicht eben ausgeweitet werden kann, weil dafür erstmal in großem Umfang neue Fabriken gebaut werden müssen mit komplexen Produkten wie eben Reinräumen oder so, die dort drin benötigt werden und all das dauert eben Zeit und auf der anderen Seite sind die Unternehmen natürlich durch die ganzen Zyklen, durch die sie gegangen sind, dort auch deutlich vorsichtiger geworden in ihren Investmententscheidungen und haben deshalb nicht direkt auf die ersten Nachfrage der Signale wieder mit massiven Ausweitungen reagiert und ja.
All das hat uns in diese interessante Lage gebracht, dass eben Memory Stocks eigentlich der beste Teil des Marktes waren und wir froh sind, dass wir da für unsere Anleger eigentlich, ich sag mal von Anfang an, das Zyklus in durchaus guter Gewichtung drauf gesetzt haben.
Spannende Punkte.
Eine Nachfrage gleich mal zum Thema Strategie und früh kaufen.
Du hast gesagt, im Frühjahr 2023 die erste Position aufgebaut bei Micron.
Jetzt bist du aber ja nicht dafür bekannt, ein typischer Buy-and-Hold-Investor zu sein.
Ihr krempelt ja mehrfach das Depot um, im Jahr alleine schon.
Habt ihr jetzt bei Micron da eine Ausnahme gemacht, weil ihr so überzeugt wart?
Habt ihr die wirklich die ganze Zeit gehalten oder habt ihr da auch immer wieder mal das Timing versucht, günstiger einzusteigen oder wie war das?
Also wir haben im Laufe der Zeit immer mal wieder verkauft.
Allein schon, weil wir natürlich auch in unseren Fonds...
Größenrestriktionen unterliegen.
Das heißt, wir dürfen ja nicht mehr als 10% des Fonds in einer Aktie erhalten und nach dieser Kultusentwicklung ist es einfach häufiger der Fall gewesen, dass wir einfach auch aus aus regulatorischen Gründen uns von Stücken dort oder einfach aus Begrenzung der Fondslimits uns von Stücken trennen mussten, das absolut.
Wir haben aber auch immer mal wieder, ich sag mal, zugekauft, wenn wir die Aktie gerade für besonders interessant halten und weitere Stücke zwischendurch verkauft.
Und trotzdem ist es natürlich so, dass man in dieser Zeit es eigentlich immer für uns absehbar war, dass es...
besonders interessant ist, gerade dort investiert zu sein.
Und insofern war es, ich sag mal, für uns schon eine konstante Position, aber eine, in der wir natürlich zwischendurch, ich sag mal, durchaus viele Gewinne mitnehmen konnten und gelegentlich eben auch einfach nachgekauft haben.
Dann nochmal zur Branche allgemein.
Du hast ja gerade erklärt, warum die Multiples immer sehr niedrig waren, weil es irgendwann immer dieses Überangebot gab und sinkende Preise gab.
Gibt es jetzt einen strukturellen Wandel?
Also muss man vielleicht die ganze Branche jetzt neu bewerten wegen der ganzen KI-Veränderungen?
Muss man jetzt auch oder kann man jetzt auch höhere Multiples in Kauf nehmen, wenn man da einsteigen will?
Memory, ich sag mal überwiegend sehr kurzfristig eingekauft am Markt von den Kunden.
Nachdem Memory jetzt so ein sichtbarer Engpass geworden ist und trotzdem der Ausbau trotzdem so ein wichtiges strategisches Element ist, beispielsweise auch für die Hyperscaler, ist der Markt jetzt eben, und das wurde besonders in den letzten Earnings sichtbar, dazu übergegangen, eben auch in langfristigen Abnahmeverträgen zu denken.
die beispielsweise dann bis zu fünf Jahre jetzt in die Zukunft gehen und dort innerhalb einer festgelegten Bandbreite von Preisen einerseits den Anbietern die Sicherheit gewähren, dass die Produkte abgenommen werden zu hohen Preisen, die in sehr gute Margen gewähren, andererseits aber den Abnehmern auch eine bestimmte Menge dort sichern zu Preisen, die eben günstiger sind, zumindest als wenn sie auf den jetzigen Spot Market preisen.
Und das ist eigentlich so, wie es ausschaut für beide Marktseiten dort, ich sag mal, vorteilhaft, zumindest einen größeren Teil des Marktes darüber abzudecken.
Wir glauben, das ist auf jeden Fall eine Verbesserung der Marktstruktur an der Stelle, die auch eine gewisse Ausweitung der Multiples auf jeden Fall rechtfertigt.
Man sieht ja auch die Dominanz quasi, wenn man sich jetzt mal nach Südkorea umschaut, da hat man Samsung, Esker Heinex, die du auch gerade angesprochen hast, die machen mittlerweile ja mehr als die Hälfte aus vom KOSPI, vom koreanischen Light Index.
Da kann man jetzt eben auch wieder die Frage stellen, ist das ein Warnsignal oder ist das einfach nur ein Zeichen von Dominanz?
Also es ist natürlich erstmal gut begründbar.
Mit den aktuellen Business Fundamentals, die einfach, ich sag mal, ungefähr in ähnlichem Maße dort gestiegen sind oder sich verbessert haben, wie auch Aktien zugelegt haben oder zumindest einfach in sehr, sehr erheblichem Maße sich verbessert haben.
Und die absolute Frage ist aber natürlich, wie lange geht das?
Wann dreht so etwas auch an der Stelle?
Und das ist sicherlich die entscheidendste Frage.
die man sich als Anleger stellen muss.
Und insofern muss man an der Stelle sagen, ich sag mal, wer jetzt lange dabei gewesen ist, wie wir, dass man hier Gewinne mitnimmt und dafür sorgt, dass man eigentlich für seine Anleger mit den Titeln in jedem Fall im Plus ist, halten wir auch für sehr sinnvoll, weil niemand hat die absolute Gewissheit, wie der Zyklus dort eben weitergeht.
Dann hat man natürlich auch noch so, ich sag mal, nachfragegetriebene oder Aktien nachfragegetriebene Elemente in dieser Rallye.
Es gibt natürlich irgendwo den, ich sag mal, dreifach geleverten Memory ETF oder sowas und derartige Produkte und Anleger, die dann dort einfach sehr stark aufs Momentum aufspringen.
Es gibt viele gewichtige Argumente gibt, warum der Markt sich dort so verbessert hat, dass er eben diese Aktien weiterhin für attraktiv hält.
Es gibt allerdings auch viele gewichtige Argumente dagegen.
Und insofern die Situation ist nicht mehr so, ich sag mal so.
nahezu klar, wie sie vielleicht vor ein oder zwei Jahren sich dargestellt hat, wo einfach die Upside asymmetrisch hoch war.
Wir bewegen uns jetzt auf jeden Fall in einem etwas balancierteren Umfeld von Chancen und Risiken.
Es gibt ja auch technisch gerade so eine kleine Veränderung.
Es ging ja immer ums Training von der KI beim Speicher.
Mittlerweile geht es auch darum, dass immer mehr Menschen gleichzeitig nutzen, dass zwischengespeichert werden muss, dieses Caching, was da jetzt betrieben wird.
Werden das dieselben Profiteure sein?
Was passiert da eigentlich im Hintergrund?
Wie sieht dieser Wandel aus?
Genau, also am Ende verändert sich natürlich auch ein bisschen.
Technologie getrieben und Nachfrage geben die Struktur der Nachfrage.
Weitere Komponenten von anderem Speicher mit anderen Eigenschaften werden zunehmend nachgefragt.
Beispielsweise NAND, was vorher eigentlich ein noch viel komoditorisierterer Bereich war, vertreten beispielsweise durch Sandisk in unseren Portfolien oder Kioxa.
war eigentlich der Bereich, der zuletzt in den letzten zwölf Monaten am allermeisten profitieren konnte, weil er vorher auch der am wenigsten attraktive Bereich war.
Jetzt stellt sich eben heraus, dass mit eben zunehmend Bedarf nach Inferenz und zunehmend eben Bedarf nach KI, die immer mehr über die Nutzer weiß und behält.
Dort eben auch die Nachfrage sich massiv vergrößert hat, gleichzeitig eben das Angebot wesentlich später erst ausgeweitet wurde oder mit der Ausweiterung begonnen wurde.
Das hat natürlich dort auch für eine besonders interessante Dynamik gesorgt und insofern ist es ein Markt, der, ich sag mal, auch von diesen technologischen Veränderungen Was man auch sagen muss, es gibt ja auch viel Speichernachfrage eigentlich von Endkunden, weil sie vielleicht sich irgendwelche Endgeräte kaufen, die wiederum auch Speicher benötigen, sei es jetzt, ich sag mal, Mobiltelefone, Speicherkarten etc.
pp.
Da wurde jetzt durchaus auch Nachfrage erstmal verdrängt, das heißt, die kaufen vielleicht nicht mehr, wenn...
Ihr neues Telefon jetzt um einiges teurer ist oder kaufen vielleicht einfach Geräte mit weniger Speicher.
Und was dann natürlich dort passiert, ist aber auch so etwas wie eine gewisse Nachfrage, Verlagerung.
Das heißt, diese Nachfrage kommt dann in Zukunft vielleicht wieder an den Markt, wenn eben die Leute gar nicht mehr darauf verzichten können, sich jetzt ein neues Device zu kaufen oder eben, wenn die Preise an der Stelle wieder zu sinken anfallen.
Über eine Firma haben wir jetzt noch gar nicht gesprochen, die aber auch in eurem Technology Leaders Fonds drin ist, nämlich SanDisk.
Eine recht große Position gerade.
Ist das der nächste Profiteur der Speicherentwicklung?
Also SanDisk hatte ich ja bereits kurz erwähnt im Zuge von NAND Speicher als Profiteur.
Und die sind eine Ausgliederung von Western Digital.
wo sie vorher bei den größeren Konzernen untergegangen sind, wurden im letzten Jahr, ich glaube im Februar, ausgegliedert, waren eigentlich bei fast niemandem damals irgendwo auf dem Radar und waren seitdem der mit Abstand beste Marktteilnehmer im S&P Index.
Und genau, es spricht auch dort vieles dafür.
dass der Nachfrageboom weitergehen wird, dass weiterhin hohe Preise gezahlt werden.
Auf der anderen Seite muss man natürlich sagen, die Aktien sind bereits hervorragend gelaufen und haben deshalb natürlich auch zusätzliche Risiken im Vergleich zu den Preisen, die man noch letztes Jahr dort gezahlt hat.
Das heißt, vielleicht als abschließende Frage nochmal so als Zusammenfassung, wenn man jetzt hier aus dieser Sendung vom Memory Supercycle was mitnehmen möchte, man muss auch da wirklich sehr nah am Geschehen sein und ein bisschen aufpassen, man kann jetzt hier auch schlecht buy and hold machen wahrscheinlich.
Also ich glaube, buy and hold for too long könnte erstmal auch zu größeren Enttäuschungen dort führen.
Ich sag mal, wie wir drauf gucken, aus unserer Sicht ist Gewinnmitnahmen sind wichtig, um einfach dafür zu sorgen.
dass wir, ich sag mal, ja, dort unsere Anleger mit diesen Titeln bereits jetzt so ins Positive gestellt haben, dass wir dort eigentlich, wenn zumindest...
nicht mehr jetzt in Verluste laufen könnte, selbst wenn die Aktien auf Null gehen an der Stelle.
Zumindest bei Micron ist es definitiv so.
Auf der anderen Seite muss man sagen, die Upside, wenn der Zyklus weiterhin lang bleibt, sind weiterhin äußerst spannend.
Insofern bleiben wir erstmal auch in relevanter Gewichtung investiert.
Es kann sich aber sehr, sehr schnell drehen, dass bestimmte Signale uns zu verleiten und zu sagen, wir machen jetzt hier mal den Cut.
steigen aus und warten mal an der Seitenlinie.
Weil wenn so ein Zyklus dann dreht, dann ist das Minus an der Stelle dann auch sehr, sehr beträchtlich.
Also Jan bleibt wie immer sehr aktiv beim Traden.
Vielen Dank für die Einschätzungen zum Speichermarkt dieses Mal vor allem, Jan.
Sehr gerne.
Bis bald.
Ja, liebe Hörer, wenn ihr Fragen habt oder Feedback, schreibt uns gerne eine E-Mail.
Die Adresse findet ihr in den Shownotes.
Ihr könnt uns auch gerne einen Kommentar da lassen bei Spotify und auch gerne eine Bewertung auf der Podcast-Plattform eurer Wahl.
Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Dieser Podcast wird euch präsentiert von BitCapital und Finance Forward.
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