# Bottleneck Markets, PFOV Bans, and Wealth Architecture

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-07-01

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen bei den Circle Shock, die Abi-Wachserleichterung und Ernüchterndes von Nike.
Im Thema des Tages ziehen wir eine historische Halbjahresbilanz und die Lehren für die nächsten sechs Monate.
Und in der Triple-E-Idee geht es um eine Zahl, die ihr unbedingt kennen solltet.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Wir begrüßen euch Holger Zschäpitz und Nando Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Mittwoch, der 1.
Juli und wir wünschen euch einen erfolgreichen Start in die zweite Jahreshälfte.
Und weil wir uns heute wieder ganz auf die Börse konzentrieren und nicht über Fußball reden, können wir sogar über Erfolge reden.
Der DAX, der hat nämlich den letzten Tag im ersten Halbjahr mit 1,5 Prozent im Plus geschlossen bei knapp 25.000 Punkten und für den Eurostox.
ging es um 1,6 Prozent auf 6.328 Punkte nach oben.
Und es war der letzte Handelstag im ersten Halbjahr 2026.
Und in Europa war die Entwicklung selten so uneinheitlich.
Und über all diese interessanten Muster, die wir im ersten Halbjahr gesehen haben und über die Lehren daraus, Da geht es heute im Thema des Tages zu.
Die sind wirklich interessant.
So viel kann ich schon verraten.
Jetzt schauen wir aber nochmal auf heute beziehungsweise auf gestern und da waren die amerikanischen Aktienmärkte auch positiv.
Die schlossen zum Halbjahresende, nämlich...
Auch deutlich fester S&P 500 plus 0,8 Prozent.
Nesdaq 100 sogar plus 1,7 Prozent.
Ja, Tech erholte sich einfach weiter.
Positiv war aber auch die Aussicht auf eine positive Juli-Saisonalität, wie das so schön heißt.
Insbesondere beim Nesdaq 100.
Denn in 17 der vergangenen 18 Juli-Monate hat der Nesdaq 100 im Plus geschlossen.
Und zwar im Schnitt mit 4,1 Prozent.
Der Juli ist richtig techaffin und für den DAX ist er auch ganz gut.
Nämlich im Schnitt der vergangenen 18 Jahre ging es 2,1 Prozent nach oben.
Gut, dass ich im Juli noch keinen Urlaub habe.
Ja, der Juli ist ein richtiger Banger.
Und das Schöne ist, ich darf hier durchhosen, da habe ich meinen Blick auf den Dienstplan festgestellt.
Also insofern kann ich jetzt ganz viele Pluszeichen hoffentlich überkünden und gute Laune verbringen.
Und dann ist der Name Chavis mit guter Laune verbunden.
Gestern sogar noch echte Unternehmenszahlen, bevor die Bilanzsaison dann so richtig startet in zwei Wochen.
Und zwar von einem echten Riesen, nämlich von Nike.
Und die waren auf den ersten Blick richtig Bombe, die Zahlen.
72 Cent Gewinn je Aktie.
Erwartet waren nur 12.
Aber das täuscht ein bisschen, weil 52 Cent davon.
kommen aus einem Zollerstattungsbenefit.
Und ohne diesen Effekt, da sind nur 20, ich sage übergeblieben immerhin 20.
Ja, ist auch noch deutlich besser als erwartet.
Aber eben halt nicht so ein grandioses Comeback.
Ja, der operative Beat, der kommt vor allem aus Kostenkontrolle und einer etwas niedrigeren Steuerquote.
Ja, und bei der Marge sieht es ähnlich aus.
Offiziell plus 890 Basispunkte, klingt richtig, richtig gut.
Ohne Zollgeschenk allerdings minus 10 Basispunkte.
Und das ist dann doch eher...
Kreisliga mit guter Pressemitteilung.
Also die ist sehr, sehr gut formuliert, diese Pressemitteilung.
Beim Umsatz schauen wir mal rauf.
Der ist währungsbereinigt minus 4 Prozent.
Das ist so ziemlich im Rahmen Nordamerika plus 3 Prozent.
Das ist Inline und Europa, Kerngeschäft Europa minus 6 Prozent, etwas schwächer und China minus 17 Prozent.
Das ist aber auch immer nicht so schlimm wie erwartet.
Aber es gab eben noch einen entscheidenden Satz, der so ein bisschen auf die Zukunft deutet und der nicht so.
bängermäßig war.
Da stand nämlich Sell-Through Remains Challenged, heißt übersetzt so viel wie, ja, die Ware dreht nicht so schnell, wie sie drehen soll.
Und wenn Nike über ein schwieriges Umfeld spricht, dann ist es eben ein kleiner Stolperer und im Call wurde sogar die Umsatzprognose nochmal gesenkt, nämlich statt eines Rückgangs im niedrigen einstelligen Bereich erwartet Nike nun ein Minus im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich.
Besonders schwach laufen Sportswear und Jordan Streetwear, die zusammen rund 50 Prozent des Umsatzes ausmachen.
Und positiv entwickeln sich dagegen Running und American Football.
Und die Zahlen waren nicht katastrophal, aber eben der Ausblick, der war enttäuschend.
Und solange Nike keine nachhaltige Umsatzdynamik zeigt, und wir haben ja gerade von schlechten Umsatzzahlen gesprochen, dürfte die Aktie weiter Schwierigkeiten haben.
Fazit der Wall Street, zwischenzeitlich ging es mal...
8% runter nachbörsig, aber das Minus wird dann noch auf minus 2,5% begrenzt.
Die Aktie sieht auch richtig übel aus.
Die ist so im Sinkflug seit Jahren.
Ich habe die im Sparplan seit Jahresanfang.
Da sammelt du so günstig ein.
Ich sammle jedes Mal günstig und denke immer so, irgendwann muss es doch mal Schluss mit günstig sein.
Das Schöne ist ja, ein Sparplan, da muss sie nur ganz lange laufen und irgendwann in 10 Jahren dreht die Aktien ins Plus und ich habe so günstig eine gekauft und dann werde ich Millionär.
Sie muss sich auch deutlich ins Plus drehen.
Sie muss nur mal ins Plus drehen, das ist eben die Aussicht und da hoffe ich mal drauf.
Also deutlich positiver in den letzten Monaten, Jahren hat sich Siemens Energy entwickelt, so auch gestern.
Die gewannen nämlich nach einem sogenannten Pre-Close Call fast 6%.
Pre-Close Calls, das sind ja quasi so Calls vor den offiziellen Quartalzahlen, die so an ausgesuchte Investoren gehen, die dann teilnehmen.
Und in diesem Call hieß es dann wohl offenbar, dass bei den Aufträgen ein sehr positiver Ton herrschte und man sieht einen potenziellen spezielles Aufwärtspotenzial für Gasservices, so sagt es zumindest die Citigroup.
Und das hat eben zu diesem Plus bei der Aktie geführt.
Und auch die Aktien der Mutter, der der einstigen Mutter, also von Siemens, die stiegen nach einem positiven Analystenkommentar ebenfalls um 4,4 Prozent.
Siemens dürfte ein weiteres starkes Quartal mit einer anhaltenden positiven Dynamik sowohl bei Smart Infrastructure als auch bei Digital Industries liefern.
So heißt es von der Bank of America.
Digital Industries, das war immer so eins der Fächeren.
Aber wenn es jetzt gut läuft, dann soll mich das freuen.
Auch da habe ich einen Sparplan.
Die Aktie des Biotech-Unternehmens Avivax, da habe ich keinen Sparplan.
Die ist in Paris um fast 40 Prozent gestiegen und Auslöser waren neue Sicherheitsdaten zum Medikamentenkandidaten.
Obefazimot, ich weiß nicht, wie man das ausspricht, aber auf jeden Fall ist das gegen Colitis ulcerosa.
Das ist wohl so eine chronisch entzündliche Darmerkrankung.
Und da hat man wohl so Phase 2, Phase 3 Geschichten gehabt, die jetzt besser sind und so ein bisschen Entwarnung geben.
Und zuvor hatten gemeldete Krebsfälle bei Zand mit höherer Dosis die Aktie belastet, obwohl eben Prüfärzte keinen Zusammenhang mit der Behandlung gesehen haben.
Und jetzt hat man eben was Positives gesehen.
Und außerdem deuten die Zahlen darauf hin, dass Patienten, die nach acht Wochen noch nicht angesprungen sind auf die Medikation, wohl jetzt doch danach anspringen.
Und das war auch positiv.
Und dann könnte die Sache schneller zugelassen werden von der FDA.
Das klingt so.
Mit einem Plus von 11,3 Prozent war die Aktie von SMA Solar größter Gewinner im TechDAX.
Die Analysten von Jeffrey Steve verwiesen auf einen Reuters-Bericht, wonach die Trump-Administration Beschränkungen für in China hergestellte Wechselrichter vorsieht, die auch halt das Unternehmen aus Kassel produziert.
Ja, und obwohl der Vorschlag noch geändert oder ganz zu den Akten gelegt werden könnte, würde eine Verabschiedung westlichen Akteuren erheblich zugutekommen.
So halt auch SMA Solar.
Die Aktie ist auch richtig gut gelaufen in den letzten Monaten.
Also die sind, glaube ich, auf Jahressicht fast 200 Prozent im Plus.
Und erneuerbare Energien insgesamt seit Jahresanfang.
Kommen wir gleich.
Ja, aber das wollte ich schon mal sagen, so als kleinen Cliffhanger für das Thema.
Und dann gab es noch Zahlen, beziehungsweise nicht Zahlen, sondern Absturz bei Circle.
Und zwar richtig schwach ist die Aktie gelaufen, nämlich minus 17 Prozent.
Und Auslöser war die Ankündigung eines neuen Stablecoins.
Circle hat ja einen eigenen Stablecoin.
Und jetzt soll ein neuer rauskommen, der heißt OpenUSD.
Hinter dem ein Konsortium prominenter Unternehmen aus Zahlungsverkehr, Finanzbranche, Technologie und Krypto steht und zu den Unterstützern.
Nutzern zählen unter anderem Visa, BlackRock, Alphabet und auch Coinbase, ein wichtiger Vertriebsmarkt von Circle, ist Teil des Umfelds dieser neuen Initiative OpenUSD.
Und das soll so ein bisschen Stablecoin stärker in den Mainstream bringen und nicht nur, dass irgendwie Leute in den Emerging Markets das nutzen, sondern eben auch möglicherweise in Amerika.
Und das hat natürlich dann...
der Aktie 70% Minus eingebracht und Coinbase, die ja von dieser Circle-Geschichte eigentlich profitieren und von der neuen weiß man nicht, was sie da machen, die haben knapp 4% verloren.
Genau.
So, machen wir kurz die Termine.
So viel ist es nicht.
ABF oder ABF, das ist die Mutter von Primark, die kommt mit Zahlen, genauso wie General Mills.
Dann gibt es die Einkaufsmanager-Indizes für den Juni.
Und in Europa, ja, da übernimmt Irland schon ausgemäß den Vorsitz des Ministerrates der Europäischen Union.
Und dann treten härtere Zollregeln für Stahlimporte in die EU in Kraft.
Und dann, das ist natürlich spannend, haben wir lange darüber gesprochen, heute ist ja der 1.
Juli, das PFOV-Verbot trete in Kraft, also Payment for Orderflow.
Also Broker dürfen nicht mehr für den Orderflow sich zurückvergüten lassen.
Da müssen wir mal schauen, was die einzelnen Broker...
da jetzt machen.
Das wird uns beschäftigen und zwar sehr, sehr bald.
Auf jeden Fall dürfen sie keine Rechnung mehr an ihren Marktplatz stellen und das müssen sie irgendwie anders machen.
Und wenn sie es machen, da müssen wir echt mal drüber reden.
Das Thema des Tages.
Es war ein Halbjahr für die Geschichtsbücher, nicht weil einfach alles gestiegen ist, sondern weil dieser Markt wirklich gnadenlos sortiert hat und weil Einzelsegmente wirklich historische Krediten erzielt haben.
Und weil man aus diesem Rückblick viel lernen kann, ist es heute auch unser Thema des Tages.
Und natürlich wollen wir auch einen kurzen Blick auf das zweite Halbjahr dann lenken.
Ja, der wichtigste Satz gleich zum Start.
Das erste Halbjahr war kein normaler Bullenmarkt.
Es war ein, ich würde mal sagen, Engpass-Bullenmarkt.
Der Markt hat gefragt, wo ist denn der Flaschenhals?
Und diese Branche wurden dann einfach nach oben gekauft.
Der größte Flaschenhals hieß Halbleiter.
Ihr habt es euch bestimmt schon gedacht.
Der Philadelphia Semiconductor Index liegt seit Jahresanfang 107 Prozent in Euro zu.
Allein im zweiten Quartal ging es mit dem Sox rund 90 Prozent nach oben.
Und das war natürlich das beste Quartal aller Zeiten.
Wenn man plus 107 hört, dann klingt das...
Wirklich eher so wie so ein Rausch von Krypto, aber es war wirklich Halbleiter.
Das ist schon faszinierend, was Halbleiter gemacht hat.
Und Krypto, das war im ersten Halbjahr nicht zur Party eingeladen.
Und bei den KI-Themen zeigt sich, wie...
Wie genau der Markt da unterschieden hat von Flaschenhals zu Nicht-Flaschenhals.
AI Memory und Storage plus 404 Prozent, also wenn man sich eine spezielle Halbleiter-Sachen raussucht.
Dann AI Bottleneck Index, gibt es ja so Indizes, wo Aktien drin sind, plus 145.
Dann die klassischen CPUs, da hatten wir auch den Vasily Papasmar, der uns ein bisschen erzählt hat, dass das das Neue ist.
Gold ist in Zeiten von agentischer KI.
Das hat plus 128 gemacht.
Photonics und Optics plus 116.
Core Infrastructure plus 110.
Und dann gibt es natürlich so die KI-Disruptionsaktien, also die disruptiert werden von KI.
Die haben so minus 25 Prozent.
Und dann gibt es noch KI-Cabex, also die, die investieren, so wie die Hyperscaler, die liegen sogar leicht im Minus, wenn man sich die Magnificent 7 anschaut.
Und wenn man nochmal eine andere Zahl nimmt, die Big Tech Companies, die haben in diesem Jahr 150 Milliarden an neuen Schulden, also so Schuldscheinen ausgegeben, um eben ihre Sachen zu finanzieren.
Plus dann eben auch noch Aktien teilweise.
Das ist schon wahnsinnig viel Geld, was da gerade geflossen ist.
Auch das historisch.
Natürlich historisch.
Ihr seht, KI war nicht gleich KI, gekauft wurde in Bottleneck-Sektoren und ja, dieser neue Realismus hat auch die Weltkarte neu sortiert, denn Asien war auch nicht Asien, Korea und Taiwan waren halt die absoluten Superstars, der Cosby in Korea plus 134 Prozent, der Tayex in Taiwan plus 63 Prozent und China und Hongkong dagegen schwach, der Hang Seng China Enterprises rund minus 13 Prozent, Hang Seng Composite minus 10, Indonesien sogar minus 35.
Das war halt kein Emerging Markets Boom, das war ein Nordasien Halbleiter Boom, so würde ich es mal ausdrücken.
Und der koreanische Bonn war gegen den Euro schwach.
Die Aktienrelle war also so brutal, dass sie die Währungsschwäche locker überdeckt hat.
Schon Wahnsinn, ja.
Und in Amerika war es ähnlich selektiv.
S&P 500 plus 13 Prozent, auch das wieder in Euro gerechnet.
Und Nasdaq 100 plus 22 und der Russell 2000 plus 24.
Also die kleinen Werte haben sogar richtig was gemacht.
Und die Magnificent Seven, die ja bisher immer getrieben haben, die waren es nun wirklich nicht.
Die waren quasi unverändert oder sogar leicht im Minus.
Und es war halt so eine Rotation in Chips, in Small Caps, in Ölwerte, auch Transport und vor allen Dingen Momentum.
Und breiter als ein Mega Cap Trade, aber eben kein gesunder Alles-Steigt-Markt.
Europa hatte seine eigene Geschichte und zwar eine ziemlich spannende.
Der DAX ist relativ langweilig, gut 2% in Plus, ohne Dividenden sogar 0%.
Aber Italien 15% in Plus, Spanien 12,5% und Österreich plus 21%.
Also das ist wirklich krass im Vergleich auch zum DAX.
Italienische Banken beispielsweise sogar plus 49%.
Und dazu der Europäische Halbleiterindex plus 155, EU-Nuklear plus 18.
Öl plus 22, die Erneuerbaren plus 25, AI, Datacenter und Power plus 19.
Ja und die alten Lieblinge im Minus.
Luxus minus 12,5, Software minus 17, Defense minus 12,5, Goldminen auch minus 16 Prozent.
Also weg von Glanz und Story hin zu Zinsmarge, Öl, Stromrechenzentren und Peripherie.
Und jetzt kommen wir zu einem meiner Lieblingsinvestments, wo ich auch einen Sparplan drauf habe.
Momentum, nämlich den MSCI World Momentum.
Momentum hat dieser Index in diesem Jahr 27 Prozent gemacht seit Jahresanfang, also im Halbjahr.
Dann kann man natürlich auch andere Faktoren noch anschauen.
High Dividend, das ist plus 14.
Quality hat zum Schluss ein bisschen wieder aufgeholt, war am Anfang schwach, plus 13.
Aber Minimum Volatility, also die Aktien, die wirklich wenig schwanken, die haben nur plus 3% in Euro gemacht, in Dollar sogar im Minus.
Und das war halt wirklich ein fetter Markt für Trendfolger und nicht die besten Bilanzen gewann, wie es ja Qualität ist, sondern eher die stärksten Bewegungen.
Und auch bei den Rohstoffen passt das ins Bild, wenn man sich einfach mal anguckt.
Benzin plus 82% oder wenn man sich WTI anguckt, dass den Rohstoff plus 26% brennt, plus 23%.
Und Gold, tja, minus 4,6, Silber minus 15 und Platin und Palladium sogar mehr als 25 Prozent im Minus.
Aber man muss auch sagen, davor ging es halt mit diesen Dingern kräftig nach oben.
Und wenn das jetzt so ein klassisches Krisenjahr gewesen wäre, was es ja irgendwie auf eine Art auch war wegen des Iran-Kriegs, hätte eigentlich Gold glänzen müssen, aber hat es nicht.
Tja, das ist jetzt ein glänzter Benzin, du hast es gesagt.
Der Markt spielte reale Knappheit und nicht die abstrakte Angst.
Energie, Raffinerieprodukte, Netze, Kupfer, Strombedarf.
Die physische Welt war plötzlich wieder der Star und bei den Währungen halt dasselbe.
Muster real, australischer Dollar, Peso, Norweger, Krone und Rand stark gegen den Euro.
Rohstoffzyklik der Dollar, solide aber nicht der große Star, aber immerhin 3% zum Euro aufgewertet.
Das ist schon krass, wo alle sagen, Donald Trump wird den Dollar kaputt machen und dann immerhin 3% zum Euro höher.
Und dann Krypto, da will ich lieber drüber schweigen, der hat in Euro minus 32% gemacht.
Ethereum und Solana sogar noch schwächer.
Und man muss sagen, es ist ja nicht daran, dass es irgendwie wenig Spekulationen gegeben hätte, aber die Bühne für die Spekulanten ist eben gewechselt worden.
Die haben halt gesagt, da will ich halt lieber da raus und bin woanders hingegangen.
Und was man auch sagen muss, bei Krypto hat wenigstens das, was wirklich Anwendung hatte, hat gewonnen, nämlich Hyperliquid, da haben wir auch mit diversen Gästen drüber gesprochen, in Euro plus Euro.
160 seit Jahresanfang.
Ja, das ist tatsächlich ein Megaspread.
Die Halbleiter, die Halbleiter, die Halbjahresformel lautet also, hier schon Halbleiter, Halb.
KI, Infrastruktur plus Halbleiter, da haben wir es wieder, plus Energie, plus Momentum, plus Korea und Taiwan.
Das war die Gewinnerseite, Verliererseite, China, Hongkong, Krypto, Luxus, Software, Goldminen und klassische Defensive.
Und da sind wir bei Defense, haben wir ja gestern schon eine kleine Gegenbewegung gesehen.
Da würde ich sagen, das ist doch für das zweite Halbjahr wahrscheinlich was, wo man mal dagegen wetten kann und gucken kann, dass es da einen kleinen Rebound gibt.
Da hatten wir euch ja gestern in der Folge schon ein paar ETFs genannt.
Und was heißt es sonst für das zweite Jahr?
Naja, man sieht schon, wenn der Chip-Trade läuft und...
Das könnt ihr ja noch weitermachen.
Es gab gestern eine spannende Studie von Morgan Stanley zu Alphabet, wo die nochmal gesagt haben, dass Alphabet nochmal seine Prognosen anheben wird, was die Ausgaben anbetrifft.
Dann wird auch der gesamte Markt laufen.
Aber wenn es eben nicht läuft, dann nicht.
Man muss wissen, im S&P 500 inzwischen ein Fünftel Chipwerte und im NERVS-Tag 100 sogar 36 Prozent.
Da sieht man, welchen Einfluss diese Werte mittlerweile haben.
Wie?
Du hast deine Stromrechnung halbiert?
Wie hast du das denn geschafft?
Na, mit EWE?
Ich mache Sonnenlicht zu Strom, beziehe Energie genau dann, wenn die Preise am niedrigsten sind und lasse mein Auto zum besten Zeitpunkt laden.
Alles ganz automatisch im Hintergrund per App gesteuert.
Und dank der smarten Vernetzung meines Zuhauses zahle ich nur 14 Cent pro Kilowattstunde.
Bring doch auch deine Energie in den Flow und senke deine Stromkosten.
Ganz du mit EWE.
Die AAA-Idee des Tages.
Jörg Rochol, der hat es ja schon am Samstag hier bei uns gesagt, das Problem mit der langfristigen Vermögensbildung in Deutschland ist, dass vor allem die Normalverdiener zu wenig dafür tun.
Und deshalb sind die Einführungen einer kapitalgedeckten staatlichen Rente und auch Förderprogramme wie das Altersvorsorge-Depot dringend notwendig.
Nur so können die Deutschen ein Volk von Vermögenden werden.
Und sollte jemand an den mahnenden Worten von Jörg gezweifelt haben, dann bekam der gestern die mahnenden Fakten zum deutschen Vermögensproblem.
Und weil ein großer Teil unserer Edutainment-Mission die Demokratisierung der Geldanlage ist, wollen wir diese Fakten auch nochmal zu unserer heutigen Triple-E-Idee machen.
Ja, die Schweizerische Großbank UBS hat eine Bestandsaufnahme des globalen Vermögens vorgenommen.
Die Analyse für Deutschland liefert ein ziemlich unangenehmes Ergebnis.
Im UBS-Report dreht sich nämlich alles um zwei Zahlen.
Die erste Zahl mit einem Nettovermögen von 346.000 Dollar rangieren die Deutschen auf der UBS-Liste auf Rang 14.
Das klingt jetzt irgendwie noch okay.
Das wahre Wohlstandsproblem Deutschlands offenbart sich aber nicht beim Durchschnitt, denn der wird durch große Vermögen halt nach oben verzehrt, sondern beim Median.
Also der bildet ja den Normalo in der Mitte der Gesellschaft ab.
Also die Hälfte der Menschen hat mehr als der Median, die andere weniger.
Und hier kommt die zweite Zahl ins Spiel und das ist eine wirklich richtig unangenehme.
Das Medianvermögen hierzulande bezüffeln die UBS-Experten auf lediglich 53.500 Dollar.
Umgerechnet sind das gerade mal 47.000 Euro.
Und laut UBS ist es den Menschen in allen anderen vergleichbaren Staaten gelungen, mehr Vermögen aufzubauen.
In Luxemburg kommt ein Normalo auf ein mehr als siebenmal so hohes Vermögen und zwar 394.000 Dollar.
Auch in großen westeuropäischen Volkswirtschaften ist der Wohlstand in der Mitte der Gesellschaft fester vor Wurzeln.
In Italien liegt der Median bei 131.000 Dollar.
In Frankreich 122.000 Dollar.
In Spanien 112.000 Dollar.
Meilenwert über unserem Wert.
Man kann also gut erkennen, Deutschland ist ein reiches Land, aber viele Deutsche sind es halt nicht.
Wir haben hohe Einkommen, ziemlich viele starke Unternehmen, zugegeben eine schwache Fußballnationalmannschaft.
Aber in der Mitte der Gesellschaft kommt einfach zu wenig Vermögen an.
Und hier kommen wir zum Kern der Sache.
Ein wichtiger Grund dafür ist die fehlende Kapitaldecke.
Wir sagen es immer wieder, Deckung natürlich.
In Deutschland wurde Altersversorge jahrzehntelang fast ausschließlich als Umlage gedacht.
Die jungen Zahlen für die Alten, das hat lange funktioniert, solange die Demografie mitspielte.
Tut sie aber bekanntlich nicht mehr.
Wir werden älter, die Babybümer gehen in Rente.
Die Zahl der Beitragszahler relativ zur Zahl der Rentner sinkt.
Und trotzdem haben wir es versäumt, parallel ein kapitalgedecktes Vermögensfundament aufzubauen.
Andere Länder haben das früher verstanden.
Dort gehörten Aktienfonds und Pensionsvermögen zur Normalität.
Wer regelmäßig in Unternehmen investiert, beteiligt sich am Produktivitätsfortschritt, an Innovation.
Und vor allem auch an globalem Wachstum.
Deutschland dagegen hat große Teile der Bevölkerung in Girokonto, Sparbuch und Umlagesystem gehalten.
Über Jahrzehnte ist so eine Sparstrategie, wenn man sie überhaupt so nennen kann, ein Wohlstandsvernichter.
Und der UBS-Report zeigt genau das, wo Aktien und Fonds Teil der Anlagekultur sind, profitieren viel breitere Bevölkerungsschichten vom Wachstum der Weltwirtschaft.
Und wo das fehlt, bleibt Vermögen bei denen, die ohnehin Immobilien oder Depots besitzen.
Das Thema Immobilien ist im Übrigen auch Teil des Problems, denn nur knapp der Hälfte in Deutschland wohnt im Eigenheim und wer weder Immobilien noch Aktien hat, Er hat in den vergangenen Jahrzehnten an den großen Vermögensmaschinen schlicht nicht teilgenommen.
Und der entscheidende Punkt, den die UBS, Jörg Rochol und auch wir immer wieder betonen, Kapitaldeckung ist keine Spielerei für Besserverdiener.
Sie ist gerade für Normal- und Geringverdiener wichtig.
Denn wer wenig übrig hat, braucht den Zinseszinseffekt am dringendsten.
Genau deshalb sind Kapitalrente und Altersvorsorge-Depots so wichtig.
Wenn ab 2027 bis 2028 Arbeitnehmer erstmals systematische Aktien in ihr Vorsorgekonzept integriert bekommen, dann ist das mehr als Rentenpolitik.
Es ist halt eine Vermögenspolitik.
Wichtig zu betonen ist aber auch, wer die Kluft zwischen Wohlhabenden und Mitte verringern will, darf jetzt nicht über Umverteilung reden.
Er muss Vermögensaufbau ermöglichen.
Es geht nicht um Gleichmacherei, es geht um die gleichen Chancen.
Alles auf Aktien.
Für alle.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an aaa.welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Ja, und richtig gutes Feedback kann ich schon mal für einen ganz neuen Podcast geben, den unsere Kolleginnen von Gründerszene gerade an den Start gebracht haben.
In ihrer Cashburnerei haben sie ja vor knapp zwei Jahren schon mal die Gorilla-Story groß hingelegt und für Aufsehen gesorgt.
Und jetzt haben sie sich in sechs Folgen eine neue spektakuläre deutsche Startup-Story vorgeknöpft, die auch hier alle Triple-E-Hörer natürlich sehr gut kennen.
um den bemerkenswerten Aufstieg und den tiefen Fall von Lilium, dem Luftfahrttaxi-Unternehmen, das ja eine Revolution geplant hatte und dann in die bittere Insolvenz geraten ist.
Und ja, die Kolleginnen, da geht es halt einfach in dem Podcast wirklich um, was ist wirklich passiert, wer wollte retten, wer nicht, wer hat das Ding über die Klippe gehen lassen.
All diese Hintergründe, sehr, sehr spannend.
Link für diesen Podcast geht natürlich in die Show Notes.
Und auch die Frage, ob das Ding überhaupt fliegen konnte, haben die geklärt.
Was ich auch spannend finde.
Nicht verraten, wir verraten es nicht.
Das war ja immer strittig, ob die fliegen kann oder nicht.
Und dann, eine Sache ist zuletzt nicht so gut geflogen, sondern er hat im Tiefflug sich bewegt und das war OHB.
Und dann gab es ja diesen Börsengang und da haben uns Sören und Ragget geschrieben.
Und wir sollten es unbedingt mal thematisieren.
Würden wir auf jeden Fall tun.
Und wenn ihr das...
dann hören wollt, was es damit auf sich hat mit OHB und dem Angebot, dann heißt es, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns eure Freunde.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 4 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
