# Strategic AI Integration: Balancing Efficiency, Authenticity, and Trust

**Podcast:** Kollegin KI
**Published:** 2026-06-30

## Transcript

Wir schreiben mittlerweile ja alle irgendwie Sachen mit KI, also zumindest die meisten von uns.
Egal ob Mails, ob wir Präsentationen machen, LinkedIn-Posts oder sonst was, für viele von uns ist das Alltag.
Trotzdem gibt es gewisse Situationen, in denen der Einsatz von KI plötzlich für richtig heftige Diskussionen sorgt.
So unter anderem geschehen jetzt kürzlich in der deutschen Politik.
Wie so oft wird die Debatte darum ziemlich schwarz-weiß geführt.
Es gibt Leute, die sagen, PolitikerInnen sollten auf gar keinen Fall KI nutzen.
Andere sagen wiederum, vollkommen egal.
Hauptsache am Ende wird irgendwie was gesagt und kommuniziert.
Und ich finde, diese ganze Debatte ist viel zu schwarz-weiß geführt.
Deshalb würde ich heute gerne mal so ein bisschen die Grauzone beleuchten und gucken, was eigentlich hinter dieser Empörung steht.
Oder hinter denen, die sich so ein bisschen darüber lustig machen, dass sich empört wird.
Und gucken, ob wir das Ganze vernünftig einordnen können.
Und ich freue mich ganz besonders, das heute mit meinem Gast Betty Kies zu machen.
Frau Kies leitet die Kommunikation vom Bundesdigitalminister Carsten Wildberger, der auch aufgefallen ist mit Gastbeiträgen, die offensichtlich KI generiert wurden und die dann auch teilweise wieder von den entsprechenden Outlets zurückgenommen wurden, die also nicht mehr öffentlich verfügbar sind.
Und ich möchte heute mit Frau Kies einmal sprechen.
Ich bin Max Mundhenke und ihr hört Kollegin KI.
Hallo Betty.
Hallo Max.
Ich freue mich, hier zu sein.
Schön, dass du dir Zeit genommen hast.
Super cool.
Du bist Kommunikationschefin von unserem Bundesdigitalminister.
Und das finde ich erstmal ganz spannend, weil ich endlich mal mit jemandem vom Digitalministerium sprechen kann.
Das Glück hatte ich noch nicht.
Wir sind per Du, haben wir am Anfang geklärt.
Und ich würde einmal gerne erstmal von dir wissen, hat dich das überrascht, dieses Feuer, was dann im Grunde da durch diese Debatte kam?
Überrascht in der Intensität, ja.
Dass da doch irgendwann mal was kommen muss, das war mir schon klar.
Irgendwo habe ich mal gelesen, das war wie ein Komet, der doch schon lange auf uns zugeflogen ist und jetzt schlägt er ein.
Das beschreibt es meiner Ansicht nach ganz gut, denn dass wir diese Debatte führen müssen, ist auf jeden Fall klar.
Und ich bin absolut auch bei dir.
Die ist nicht schwarz-weiß, die hat genau wie das Leben viele Farben und über die sollte man sprechen.
Absolut.
Dann lass uns doch vielleicht einmal kurz rekapitulieren, was da kürzlich alles passiert ist.
Also ich glaube, den Anfang hat Herr Vogt gemacht, Ministerpräsident Thürings, der offensichtlich diverse Reden KI generiert hat.
Es gibt so ein paar Pattern, die immer wieder auftauchen.
Also KI-Texte kennt ihr alle, sind immer so ein bisschen gleich aufgebaut.
Die haben diesen Dreiklang, gewisse Formulierungen, die einfach so typisch KI sind und das ist aufgefallen.
Und da gab es dann einen ziemlichen Shitstorm.
Situativ bedingt vielleicht auch, denn es handelte sich da konkret um eine Rede, die er zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in einem Konzentrationslager bzw.
einer Gedenkstätte gehalten hat.
Und das ist natürlich sauer aufgestoßen.
Das war so ein bisschen der Anfangspunkt.
Und danach setzte im Grunde unser Herr Digitalminister seine Gastartikel.
drauf im Handelsblatt und in der FAZ, glaube ich, erschienen.
Und die waren offensichtlich auch KI generiert oder hatten ähnliche Floskeln und wurden dann auch wieder von den entsprechenden Seiten runtergenommen.
Das ist, glaube ich, so ein bisschen der Stand der Dinge.
Und Betty, du hattest dich auch relativ schnell dazu geäußert und hast gesagt, ja klar nutzen wir künstliche Intelligenz im Bundesdigitalministerium.
So, wenn nicht wir, wer dann?
Siehst du das immer noch so?
Auf jeden Fall.
Wir glauben zutiefst an diese Technologie und werden die sicherlich auch weiter nutzen.
Ich glaube, was wichtig war in Gang zu bringen, ist diese Frage, geht es eigentlich um das, ob KI eingesetzt wird oder geht es nicht vielmehr um das, wie?
Also wie wird KI eingesetzt?
Und das war mir wichtig, auch einmal klarzustellen, wie wir KI nutzen.
Denn ich verstehe absolut Empörung.
Wenn es darum geht, setzt jemand einfach nur einen Prompt ab, nimmt das, was rauskommt, ohne vielleicht nochmal selber darüber nachzudenken und trägt es vor.
Das verstehe ich.
Weil da ist dann nicht mehr so viel von eigener Haltung zu sprechen.
Bei uns geht das aber ganz anders.
Ich kann ja gerne mal auf diese Reise mitnehmen, wie bei uns Reden entstehen im Ministerium.
Das beginnt nämlich alles mit einem sogenannten Reden-Show-Fix.
Da sitzen dann die zwei Redenschreiber, die wir haben im Ministerium.
Die sind bei mir in der Abteilung.
Also ich bin dann auch dabei.
Und der Minister.
Und es beginnt alles damit, dass der uns sehr klar erklärt, wenn wir auf die anstehenden Reden gucken.
was er in welcher Rede besonders betonen will, welche Schwerpunkte wo gesetzt werden, welche Botschaften an die jeweiligen Zielgruppen erfolgen sollen.
Dann geht es ans Werk, dann machen die Redenschreiber den ersten Aufschlag auf Basis dieses Briefings, der landet bei mir auf dem Tisch, dann redigiere ich den, mal mehr, mal weniger, leite ihn dann an den Chef weiter und dann liegt er bei ihm.
Und dann geht er rein in Struktur, in Sachen, die er vielleicht nochmal verändern will.
Und ja, in diesem ganzen Prozess nutzen wir alle KI.
Natürlich, wie wir es eben, du hast es in deinem Intro gesagt, zum Schärfen von Strukturen, andere Formulierungen, vielleicht auch einfach nochmal sagen, ist das alles schlüssig?
Also einfach als Sparing-Partner.
Es ist für uns ein weiteres Tool im Werkzeugkasten sozusagen.
Und deswegen ist mir wichtig zu betonen, dass es um dieses Wie geht, wie setzen wir es ein?
Und dann am Ende natürlich auch über Verantwortung.
Die Person, die es vorträgt, unser Minister, steht hinter jedem gesprochenen Wort, weil es einfach alles auch seine Inhalte und seine Überzeugungen sind.
Kannst du denn verstehen, dass da Leute jetzt sagen, nee, den Einsatz von künstlicher Intelligenz möchte ich unter gewissen Bedingungen einfach nicht haben?
Beispielsweise, wenn...
PolitikerInnen sich vor das Volk stellen und im Grunde kommunizieren, man ja eigentlich vielleicht auch die Erwartungshaltung hat, dass man sich da sehr lange mit befasst hat.
Ich meine, das entspricht nicht der Realität.
Ich komme ja auch aus der Kommunikation und ich weiß auch, wie viele Ghostwriting-Artikel wir damals geschrieben haben für wirklich Führungskräfte, die auch in entsprechenden Outlets gelandet sind, witzigerweise, wo dann aber der Name der entsprechenden Führungskräfte drüber stand.
Also so ein Reden-Schreiben-Prozess liegt selten bei den Personen, die sie...
selbst halten.
Das muss man ja erstmal sagen.
Es gibt ja auch eine ganze Menge Reden.
Aber würdest du diese Kritik verstehen von Leuten, die jetzt sagen, nee, wenn ein Politiker mit mir redet, vor allem vielleicht über sensible Themen, dann möchte ich eigentlich, dass der menschlich schreibt.
Was auch immer das bedeuten mag.
Da antworte ich jetzt drauf, aber in deiner Frage waren noch zwei andere Aspekte drin, die mir auch wichtig sind.
Zunächst mal zu der Frage.
Ich kann verstehen, dass Sorgen und Befindlichkeiten da sind.
Auch wenn die Technologie am Ende nicht mehr so neu ist, aber wie wir sie nutzen und wie sie genutzt wird, die Debatte ist neu.
Und deswegen kann ich verstehen, dass da eben noch nicht für alle klar ist, was sind so, sage ich mal, allgemein verbindliche rote Linien, wo sind vielleicht doch Grauzonen, ist das wirklich dann das, was aus dem Menschen herauskommt, wenn es doch mit der Maschine gemacht wird.
Also all diese Gedanken kann ich verstehen.
Aber dann muss man auch mal sagen, wir sind ja in der heutigen Zeit, Und wie wir diese Technologie nutzen, da geht es ums verantwortungsbewusste Nutzen.
Wenn es immer darum geht, dass es meine Gedanken sind und meine Inhalte, und damit möchte ich auf den einen Aspekt kommen, weil du sagtest, vielleicht hat er sich nicht so lange damit befasst.
Man kann sich ja auch mit einer KI über 20 Iterationen reiben, vor und zurück gehen und das passiert.
auch bei unserem Minister, der auch Technologie nutzt, der auch dieses Sparing-Tool tief und intensiv nutzt.
Also deswegen den Aspekt Zeit, finde ich, hat auch der Umgang mit dieser Maschine verdient, der nämlich auch manchmal sehr groß sein kann.
Und dann auch hier, das hatte ich auch im Interview mit der Zeit nochmal klargestellt, ich weiß nicht, ob da immer noch so eine verträumte Vorstellung davon im Raum ist, wie Reden eigentlich entstehen, wie viel Zeit und Muße man auch dafür hat.
Wir hatten, das ist auch absolut top in diesem Monat, 39 Reden.
39 Reden hat der Minister im Monat Juni.
Ich hatte eingangs auch gesagt, wir haben zwei Redenschreiber.
Deswegen würde ich an dieser Stelle auch einmal betonen, dass natürlich KI wie ein weiterer, deswegen ich finde den Namen aus Podcast so gut, es ist eine Kollegin KI, die arbeitet mit und sonst würde man dieses Pensum nämlich auch in der Form gar nicht schaffen.
Das wäre nämlich auch meine Frage.
Wie wird denn KI eigentlich im Bundesdigitalministerium gesehen?
Ist das eine Kollegin?
Ich denke weitgehend schon.
Zumindest keine, die, wie ich das auch immer noch, auch jetzt an dieser Debatte beobachte, abwertend gesehen wird oder wie ein Makel.
Das fand ich ja auch in dieser ganzen, die sehr auf der einen Seite waren, mein Gott, wie kann man sich darüber empören.
Die haben ja auch betont, dass es doch eigentlich ein Tool ist, dass so klar ist, dass das jeder nutzt.
Und was so offensichtlich sein sollte, dass man sich doch darüber gar nicht streiten müsste.
Und ich glaube, wir alle sehen eben den absoluten Nutzen der Technologie und sehen es deswegen nicht als Makel an.
Aber ich habe es ja auch mitbekommen, jetzt sehr intensiv und es wird teilweise eben, wo es eingesetzt wird, um.
Krebsdiagnosen zu stellen, um Lieferketten zu optimieren, also wo sich sehr viel auf die Maschine verlassen wird, in a good way, hat es halt irgendwo diesen Beigeschmack, wenn es um Reden, um Texte und vielleicht ja menschliches Gedankengut geht.
Und deswegen ist es, glaube ich, wichtig, dass wir hier darüber sprechen und auch eben da mit diesen...
Das etwas entmystifizieren, was da passiert eigentlich im Umgang mit der KI, damit auch das eine allgemein gesellschaftliche Akzeptanz findet.
Das stimme ich zu.
Also grundsätzlich, ich mache auch ganz viel mit KI, schreibe auch Artikel mit KI, LinkedIn-Posts und so weiter und so fort.
Jetzt ist es aber so, dass ich natürlich, sag ich mal...
nicht unbedingt auf eine Audience angewiesen bin, die mich wählt und da Vertrauen schaffen muss.
Und ich glaube, ich kann schon verstehen, dass in dieser sehr jungen Technologie, die gibt es ja einfach noch nicht so lange, dass da durchaus natürlich viele Leute sagen, Moment, die versucht hier Menschliches im Grunde zu kopieren und denkt sich ja nicht selbst aus, sondern verbreitet so die Illusion, das sei mit menschlichem Gedankengut gemacht worden.
Dabei weiß jeder von uns, dass man mit so einem Single-Line-Prompt mit wenigen Worten eigentlich schon ein ganzes Buch theoretisch generieren kann.
von der Qualität dann mal abgesehen.
Und dass da die Erwartungshaltung vielleicht doch manchmal auseinandergeht.
Und du hattest das ja auch gesagt, dass künstliche Intelligenz ein Tool ist.
Und wenn wir das mit einem Hammer vergleichen beispielsweise, dann kann man mit einem Hammer jetzt ja auch einen Nagel sauber in die Wand hauen oder krumm und schief.
Und wenn dann aber so eine Rede rauskommt, ich habe jetzt die Beiträge von Herrn Wildberger tatsächlich nicht gesehen, aber von Herrn Vogt, der im Grunde dann eine Gedenkveranstaltung besucht und dann eine Rede vorliest.
die zum einen natürlich offensichtlich KI generiert war, zum anderen aber so viele Floskeln drin hat, die einfach unpassend für diesen Moment sind.
Das haben viele im Grunde darüber auch gesagt und angekreidet.
Da muss man sich fragen, wird das Tool denn auch vernünftig eingesetzt?
Und deshalb wäre vielleicht auch meine Frage, wie wird denn KI eigentlich konkret eingesetzt?
Was für Tools?
Und gibt es auch Schulungen im Ministerium in Sachen KI?
Also wir haben bei uns im Bundesministerium für digitale Staatsmodernisierung, haben alle Mitarbeiter Zugang zu Kiepitz, so heißt unsere Plattform, unsere KI-Plattform.
Die gehört dem ITZ-Bund, also die haben die entwickelt.
Und Kiepitz wurde wirklich sehr speziell für die deutsche Bundesverwaltung.
Das heißt, die ermöglicht KI besonders datenschutzkonform und modular in die alltäglichen Arbeitsprozesse einzubinden.
Das sind Nutzungen, wie wir es von den gängigen Plattformen kennen.
Das ist Textgenerierung mit Chat- und Sprachmodellen, Zusammenfassung, Analysen von Dokumenten.
Auch Transkription, Sprache, Übersetzung, also ein voll arbeitsfähiges Tool.
Und jede Organisationseinheit hat einen eigenen sogenannten Key Pits Verantwortlichen.
Und diese Personen, die werden regelmäßig geschult und geben halt dann auch eben entsprechend Trainings.
Also das ist etwas, was dann auch teilweise auf monatlicher Basis stattfindet, dass es nochmal halt mehr auch dann um praktisches Wissen sozusagen dann geht und das Anlernen an das Tool.
Das ist etwas, was aber bei uns sehr gut ankommt und was auch wirklich viel genutzt wird.
Allgemein ist auch hier ja klar.
Die Nutzung von, ich glaube, wir kennen es ja alle inzwischen auch dann doch aus dem Alltag mit anderen Modellen.
Da hat vielleicht dann auch jeder nochmal sein eigenes Privates, was er vielleicht auch nochmal challenged und checkt.
Aber wir haben eben für uns verbindlich ist eben diese Keypiz-Plattform vom ITZ-Bund.
Und der Rollout über alle Verwaltungen in Deutschland läuft quasi zentral gesteuert aus dem Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodellisierung.
Und unabhängig jetzt von auch der Plattform, die genutzt wird, dass eben wir uns alle, und da gibt es eben diese Leitlinie der Bundesregierung, uns alle eben drauf verständigen, wofür die jetzt eigentlich diese KI genutzt wird.
Das war ja auch interessant, wie sich dann die Medien, die dann...
sage ich mal sicher, dann auch teilweise gerechtfertigt haben, diese Beiträge runterzunehmen, wie da auch dann erklärt wurde, wie nutzen die eigentlich KI?
Fand ich persönlich auch sehr spannend.
Ist das da ein rein Recherchezweck?
Das ist es ja.
Geschrieben wird immer noch selber.
Das ist nach wie vor der Anspruch.
Das ist auch eine Debatte, die finde ich interessant, denn wie gesagt, wenn man das so beschreibt, wie wir KI sehen und nutzen, nämlich da steckt immer die Haltung, die Verantwortung des Menschen hinter, der dann letztlich auch verantwortlich zeichnet für Rede, Text, Gastbeitrag, Artikel, was auch immer es ist, dann denke ich, ist das auch ein Tool, was in Medien und Redaktionen eigentlich auch genauso verantwortungsbewusst genutzt werden kann.
Sollte es mit Sicherheit, ja, auch um effizienter zu arbeiten, bin ich auch der Meinung, klar.
Wichtig halt immer die Überlegung, wo ist der menschliche Charakter daran noch und wie kommt die Botschaft tatsächlich an?
Wir können ja mal kurz einen Blick rein, wenn wir das mal notieren.
Die FAZ hat ja den Artikel runtergenommen und danach hat Ursula Scheer, Ressortleiterin vom Ressort Kunstmarkt, oder zumindest im Ressort Kunstmarkt, hat im Grunde einen kurzen Artikel geschrieben, warum das Ganze runtergenommen wurde und dass die FAZ sich quasi dazu verpflichtet, nur menschengemachte Texte zu drucken.
Und das finde ich irgendwie spannend, weil was heißt nur menschengemacht in dem Kontext?
Wenn man KI wirklich als Werkzeug einsetzt, um Gedanken zu sortieren, um möglicherweise Flüchtigkeitsfehler, Rechtschreibfehler oder sonst was auszubessern, dann hat man in dem Moment doch schon Technologie genutzt.
Genauso wie wenn man, so blöd das klingt, aber wenn man nicht handschriftlich schreibt, sondern mit einem PC.
Das ist ja auch Technologie im Einsatz schon.
Ich glaube, diese Debatte, wo setzen wir Technologie ein und wie, ist, glaube ich, eine, die wir viel größer führen müssen und die sich nicht einfach so...
abtun lässt, wie auch von der FAZ im Artikel, muss ich ehrlicherweise sagen, dass wir sagen, nur menschengemachte Artikel, weil das setzt so ein bisschen voraus, dass alles, was irgendwie mit KI-Unterstützung gemacht wurde, am Ende einfach nicht mehr menschlich ist und da gehe ich auch persönlich nicht mit.
Ja, menschengemacht finde ich an der Stelle auch ganz schwierig als Definition hochzuhalten, denn kann nicht auch ein Mensch sein Wissen dadurch anreichern, dass er einen Google-Search macht?
und möglicherweise Texte aus dem Google Search übernimmt, ist es dann, weil der Mensch es sich zu eigen macht, dann immer noch der Mensch.
Aber wenn es etwas ist, was im Sparing mit der KI gearbeitet wurde, und wir alle kennen das, man verwirft Dinge, man findet Sachen nicht gut, man challenged nochmal, die KI challenged zurück.
Das ist doch auch eine Interaktion, die dann ...
Warum ist die auf einmal anders und warum ist die auf einmal nicht mehr in Ordnung?
Das ist, finde ich, genau wie du sagst, eine Debatte, die muss noch größer geführt werden und auch ein Stück weit enttabuisiert und vielleicht auch entmoralisiert.
Da steckt ja auch die Frage nach Werten, nach menschlicher Verantwortung, Authentizität hinter.
Ich glaube, deswegen hier komme ich auch wieder zurück zu dem, was ich eingangs sagte.
Die ganze Diskussion hat viele Farben und ist eben nicht schwarz-weiß.
Bevor ich darauf eingehe, habe ich einen Punkt zu.
Aber die Gegenseite, die dann im Grunde in den Springer-Medien erschienen ist, und zwar vom Springer-Chef von Döpfner selbst, beziehungsweise von Gemini, wenn man ihm Glauben schenkt, ist, dass er im Grunde die FAZ mehr oder weniger geroastet hat in so einem Meinungsbeitrag.
Und unter diesem Meinungsbeitrag dann stand, dass dieser Text komplett von einer KI geschrieben wurde.
Natürlich steht Döpfners Name drüber.
Man hat auch irgendwie überlegt, okay, warum steht dein Name da drüber, wenn das Ding jetzt wirklich hundertprozentig...
von einer KI generiert wurde.
Und da wird auch, glaube ich, vorgeworfen, dass das Postkutschen-Mentalität oder Postkutschen-Lobby sei, dass man im Grunde auf KI verzichtet.
Und das ist die andere Seite, wo ich auch nicht mitgehe.
Wo ich sage, nee, sorry, aber das blendet total aus, dass man natürlich auch mit einer KI zusammen menschliche Dinge produzieren kann.
dass wir natürlich mit Technologie gemeinsam arbeiten können.
Und ich finde beide Positionen einfach grundauf falsch.
Und sie gehen total an der Debatte vorbei und sie verstärken im Grunde eigentlich nur die Grenzen.
Und deshalb würde ich vielleicht gerne nochmal auf diesen konkreten Fall auch eingehen, warum das eigentlich ein Problem war.
Und ich glaube, ein ganz großes Problem ist Erwartungshaltung, die gestellt wird.
Dass man zum einen sagt, okay, man setzt sich mit einem gewissen Thema auseinander und man hat bei KI einfach immer noch so dieses Vorurteil, dass man das einfach nicht macht.
den kürzesten Weg geht und sagt, okay, schreib mir mal eine Gedenkrede zum Holocaust-Gedenktag, schreib mir mal einen Gastartikel hier, schreib mir mal irgendwas da.
Und das ist, glaube ich, der eine Punkt, dass das natürlich irgendwie möglicherweise so gelesen sein werden könnte von einer Audience.
Das Problem ist, dass das natürlich dadurch verstärkt wird, wenn dann erfundene Zitate darin auftauchen, wenn irgendwie gewisse Floskeln darin auftauchen, die einfach so typisch KI-generiert klingen und nicht wirklich so, als hätten sich Menschen damit befasst.
Wo ich dann natürlich auch die Kritiker verstehen kann, die sagen, Moment, da muss ja irgendwie zumindest in der Qualitätssicherung dann tatsächlich was durchgerutscht sein.
Oder man hat eben auf eine Iteration am Ende, die das Ganze glatt ziehen soll, verzichtet.
Aus Zeitgründen oder vielleicht, weil es einem nicht so wichtig war.
Und ich glaube, das ist gerade in der politischen Kommunikation, ist das doch wahnsinnig wichtig oder nicht?
Also ich wurde jetzt auch schon oft gefragt.
was diese Debatte verändert vielleicht.
Also die verändert sicherlich nichts im Umgang der Nutzung mit KI und dass wir KI nutzen.
Aber wofür sie natürlich schon sensibilisiert ist, weil du das Thema Qualität ansprichst und vielleicht Endcheck.
Ich für mich gucke jetzt jede Rede noch einmal mehr mit diesem Blick an, wie liest sie sich eigentlich vor dem Hintergrund dessen, was man so als, sage ich mal, gängige KI-Kritik...
Es ist aber auch, und deswegen, das finde ich ebenso wichtig, habe ich letztens auch wieder in einem Podcast gehört, der hat auch einen Wissenschaftler, einen Roman, großen Aufsatz geschrieben und den letztlich dann auch nochmal eingeladen bei einer dieser KI-Tools, die auf KI überprüfen.
Es war wirklich noch nicht einmal auch nur annähernd KI im Einsatz.
Und es wurde assistiert, das Buch sei zu 70 Prozent ja KI generiert.
So deswegen, ich weiß nicht, wo diese Debatte hinführt mit den jeweiligen Vorwürfen, was, sag ich mal, die Nutzung angeht.
Ich hatte das auch unter einem Beitrag gesehen bei mir auf LinkedIn, die Frage nach einzelnen Formulierungen, ob die denn KI sind.
Ich glaube aber nicht, dass es uns weiterbringt, wenn wir anfangen, reden so auseinander zu klamüsern und auf einzelne Dinge einzugehen und zu fragen, sind dies jetzt gewesen oder nicht.
Im Zweifel fand vielleicht sogar der Mensch den Vorschlag der KI, der möglicherweise KI generiert klingt, aber gut, weil es passte zum Duktus, zum roten Faden, den die Person auch spinnen wollte.
Und deswegen komme ich immer wieder dahin, dass wir bei der Verantwortung beim Ende anfangen müssen.
Die Person, die vorträgt, das ist die Haltung, die steht hinter jedem einzelnen Wort.
Und ich finde, solange man das gewährleisten kann und das gezeigt wird, dann ist das doch ein Qualitäts- und Authentizitätsmerkmal, auf das wir uns einigen können.
Ich glaube, das ist genau das Stichwort, Authentizität.
Also wie kann man im Grunde als Mensch seine menschliche Kommunikation so gestalten, dass sie authentisch rüberkommt, dass sie Menschen anspricht, bewegend ist und dass sie tatsächlich, ich sag mal, qualitativ hochwertig ist.
Menschen können auch qualitativen Mist produzieren, ganz klar.
Also es gibt viele Beispiele, viele Reden, die, glaube ich, irgendwie nach hinten losgegangen sind, auch weit vor der Zeit von KI, die maßgeblich Probleme verursacht haben.
Die sind, glaube ich, einfach nicht so sehr im Rampenlicht, wie jetzt im Grunde reden, die dann zusätzlich noch mit KI generiert werden.
Da kommt dieses neue Layer rein.
Da hat sich jemand besonders leicht gemacht.
Das ist ja irgendwie jetzt hier einfach nur per Knopfdruck erstellt.
Der hat gar keinen Bock auf menschliche Kommunikation.
Dem gehen wir alle irgendwie so hier ein bisschen vorbei.
Und ich glaube, das ist tatsächlich irgendwie etwas, was gerade auch...
ein bisschen zu Recht kritisiert wird, wenn man sich anschaut, Beliebtheitswerte unserer Bundesregierung, was da gerade tatsächlich irgendwie los ist, dass viel kritisiert wird, dass man sich irgendwie von den Menschen entkoppelt hat.
Ich glaube, das ist nicht zuträglich, um ehrlich zu sein, wenn dann handwerkliche Fehler in KI-generierten Texten, weil mehr ist es ja nicht, es sind handwerkliche Fehler in KI-generierten Texten, wenn die dann nach außen kommen und dann nochmal ein zusätzliches Layer aufmachen, oder?
Inwiefern seid ihr da im Krisenmodus jetzt?
Das würde ich nicht so einsortieren.
Ich würde eher davon sprechen, von sensibler geworden durch die Debatte und auch nochmal vielleicht sensibler dafür, es geht ja am Ende in jeder Kommunikation um Vertrauen.
Und bin ich noch eine vertrauenswürdige Person, wenn ich mit KI arbeite?
Das ist ja leider die Frage, die wir uns stellen gerade und deswegen mein leider.
Und so wie wir KI nutzen, ist das eben absolut verantwortungsbewusst.
Und deswegen finde ich, es sollte die Diskussion nicht in die Richtung führen.
Aber nochmal, es hat auch jemand so schön unter meinen Post geschrieben, ich hoffe an Weihnachten guckt ihr zurück und nehmt die Debatte als einen wichtigen Meilenstein wahr, der einfach mal kommen musste.
Und so gucke ich da ein Stück drauf.
Ich glaube, wir müssen das jetzt einmal durchdiskutieren und auch einfach viel mehr noch diese Akzeptanz von der Nutzung von künstlicher Intelligenz in der Gesellschaft vertreten und deutlich machen.
Denn sonst drehen wir uns hier im Kreis.
Und wenn es dann aber, ich komme nochmal zurück auf Vertrauen, am Ende merkt man doch auch, wenn eine Person eine Rede mit Leidenschaft vortritt.
total hintersteht, sich richtig reinlegt in die Betonung, in alles.
Also so, wie wir ja auch zum Beispiel unseren Minister erleben, dem ja auch jede Rede wirklich einfach wichtig ist.
Der hat bei jeder Anspruch, Botschaften in einer bestimmten Form rüberzubringen.
Das merkt man doch.
Also am Ende ist es ja der Mensch, der vorträgt und dann ist der Inhalt der, der hinter dieser Person steht und hoffentlich auch rüberkommt.
Ja, das stimmt.
Aber es muss natürlich beides zusammenpassen.
Und wenn da eben was nicht stimmt, dann werden Rückfragen gestellt.
Jetzt gab es unter dem Interview, was du der Zeit gegeben hattest, auch irgendwie den Kommentar, okay, was ich jetzt daraus mitgenommen habe, in Zukunft einfach nicht erwischen lassen bei der KI-Nutzung.
Und ich finde, das geht auch so wieder an der Debatte vorbei.
Weil natürlich nutzen wir KI für alles Mögliche, aber ich glaube, die Frage ist auch gar nicht, Schaffen wir es irgendwie KI zu nutzen und diese Debatte, wird das akzeptiert oder schreibe ich einen guten Text mit KI?
Ich frage mich auch nicht, schreibe ich einen guten Text mit einer Tastatur?
Das ist absurd.
Am Ende ist es Handwerkszeug.
Deshalb hatte ich nach den Schulungen gefragt.
Ich kann ja ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern, wenn wir in einer Firma was mit KI schreiben.
Wir haben immer gewisse Dinge im System Prompt, die einfach genau das unterbinden.
Diese typischen KI-Noise, die produziert wird in Texten, die wird einfach unterbunden.
Und dann merkt das kein Mensch mehr.
Text im Grunde wirklich menschlich klingt.
Das ist im Grunde dann eben ein qualitativ hochwertiger Output, den man natürlich immer als Mensch nochmal gerade zieht.
Das ist ganz klar.
Also man würde sowas nie eins zu eins irgendwie rausgeben.
Das sage ich eigentlich auch in so ziemlich jeder Folge, Kollegin KI, KI-Output immer überprüfen und gegebenenfalls nochmal gucken.
Das heißt, vielleicht ist die Debatte gar nicht so, nutzen wir KI in Zukunft oder nicht, sondern vielleicht, wie stellen wir sicher, dass die Qualität trotz KI am Ende auch dem entspricht, was wir menschlich gewohnt sind.
Finde ich sehr gut.
Und dann schließt sich da nämlich genau der Kreis.
Dann ist es nämlich der Mensch, der ja schließlich zur Überprüfung von jedem einzelnen Baustein, der, sei es eine Erstellung der Rede, am Ende nochmal diese Qualitätssicherung sicherstellen sollte.
Und auch natürlich auch bei sämtlichen Halluzinationen, die ja auch entstehen.
Also Quellen absichern gehört zum Beispiel ja auch dazu.
Das machen wir genauso.
Das ist ein ganz wichtiger Teil.
Und dann ist die Qualität und die Verantwortung für das Endprodukt das, was letztlich bei der Person liegt und wofür diese Person steht.
Und ich finde, wenn man das sicherstellen kann, dann ist doch der Weg dahin.
Ich habe das so ein bisschen flapsig gesagt.
Habe ich jetzt zehnmal mit meiner Redenschreiberin telefoniert oder habe ich mit der KI gearbeitet?
Vielleicht war sie nicht erreichbar, vielleicht hätte ich sie lieber gehört.
Aber ich habe ja hier eine Alternative.
Aber ich glaube, das ist es eben.
Ist es ein Mensch, der angerufen wird?
Oder ist es die Interaktion?
Ich glaube, das steckt auch noch weiter in dieser Debatte drin.
Wie sehr ist dann, sage ich mal, dieses Zusammenarbeiten unter Menschen durch die Maschine ein Ersatz von eben auch Nähe, Zwischenmenschlichkeit, Kollegialität beispielsweise?
Ist das nicht in gewisser Weise auch so ein bisschen Verantwortung abgeben?
Also wenn man sagt beispielsweise, wenn die Redenschreiberin in Question eine schlechte Rede schreibt, dann tauscht man die vielleicht aus.
schreibt die Stelle nochmal aus und nutze jemand Neues.
Wenn die eigene KI, die man natürlich selbst bedient hat, qualitativ schlechten Output gibt, dann kann man das ja nicht auf die KI schieben.
Dann ist man ja selbst im Grunde auch ein bisschen dafür verantwortlich, was man gemacht hat.
Brauchen wir da vielleicht neue Führungsrollen auch, wenn wir in Zukunft häufiger mit KI zusammenarbeiten?
Führungsrollen weiß ich nicht.
Ich glaube halt vielmehr stärker noch dieses Verantworten von dem eigenen Input, den man liefert.
Das ist ja eben auch bei dieser Debatte hat mich das ja auch interessiert.
Ich glaube, wenn das 100% Gemini war, dann war der Prompt von Herrn Döpfner aber wahrscheinlich auch mehrere Zeilen lang, würde ich mal behaupten.
Er hat den drunter gepostet, den mutmaßlichen Prompt.
Springer steht jetzt nicht unbedingt für Vertrauen, um ehrlich zu sein.
Deshalb weiß ich nicht, ob das tatsächlich der entsprechende Prompt ist.
Man kann es im Grunde auch nicht reproduzieren, weil KI probabilistisch arbeitet und man einfach Output nicht mit demselben Prompt wieder herstellen kann.
Aber er sagte zumindest, das sei alles mit so einem dreizeiligen Prompt entstanden und das wäre der Output gewesen.
Glaube ich ehrlicherweise nicht im Echt zu sein.
Kann man aber nicht prüfen.
Es gibt kein Tool, das das zuverlässig prüft.
Muss man an der Stelle auch nochmal sagen.
Es wird ja immer dann irgendwie von Tools erzählt, die KI detecten in Reden und so weiter.
Alles Quatsch.
Also muss man sagen, die sind teilweise total randomisiert.
Man kann Indizien finden, aber es kann immer sein, dass ein Mensch das eben auch genauso getippt hat oder KI benutzt hat, um Gedanken zu machen.
Das heißt, es gibt nicht dieses, da wurde KI genutzt und da nicht.
Und es gibt kein Tool auf der ganzen Welt, das das bei Texten herausfindet.
Und nochmal an der Stelle für alle gesagt.
Ja, und ich komme daher, weil mir ging es eben nochmal um das Thema, wie nutze ich auch?
Und meine Tochter sitzt manchmal neben mir und sagt, was schreibst du da für einen Roman?
Und dann ist das halt ein Prompt, wo ich aber ganz viel eben eigenes Gedankengut auch so ein bisschen schon reingebe, warum ich denke, dass das vielleicht eine gute Idee sein könnte, aber folgende Probleme sehe.
Siehst du das auch so?
Aber wenn man dann mal weiterspinnert und dann ist das einfach mal eine ganze Ladung.
unterschiedlicher Gedanken und Ideen, die kommen ja alle von mir und die spare ich dann mit KI.
Aber es ist doch ein Auseinandersetzen mit Dingen, die ich ständig produziere und reproduziere.
Im Grunde sollte es das sein.
Ja, genau.
Aber wenn man dem Döpfner Beispiel folgt, kann ja auch ein Single-Line-Prompt einen ganzen Artikel geben, der dann die FAZ schön roastet.
Wie gesagt, wovon ich nicht ausgehe.
Genau, aber dieses Kollegenhafte mit KI, dieses...
Mit KI arbeiten und nicht KI für sich arbeiten lassen.
Ich glaube, das ist ein ganz elementarer Punkt, den wir auch im Podcast immer wieder versuchen, Leuten näher zu bringen, dass es eben auch nicht dieses Schwarz-Weiß-Denken gibt.
Dennoch muss man sagen, dass dieses Schwarz-Weiß-Denken, was wir jetzt beobachten, ich habe mal ein bisschen recherchiert, der Kollege Gregor Schmalzried, der sehr geschätzte Kollege vom KI-Podcast der ARD, liebe Grüße, hat in einem Podcast von Übermedien, hat das schöne Beispiel genannt, dass es bei den ersten Queen-Alben im Grunde den Zusatz gab, No Synthesizers, dass da im Grunde ganz klar drauf stand, so die Alben wurden menschlich quasi gemacht, mehr oder weniger, auch wenn es vielleicht nicht danach klingt.
Und das hat er so ein bisschen als Beispiel angeführt, dass Label...
dass es auch früher in technologischen Revolutionen immer irgendwie solche Bewegungen gab.
Und ich würde da noch einen draufsetzen und vielleicht historisch noch weiter zurückgehen und sagen, dass das durchaus auch produktiv ist.
Die Debatte, die wir jetzt gerade führen, möge sie noch so kontrovers geführt werden.
Aber ich weiß nicht, kennst du die Buchkunstbewegung?
Sag dir das was?
Das ist mir auch nicht, mir hat es auch nichts gesagt, aber ich habe ein bisschen recherchiert.
Natürlich auch mit KI, Disclaimer, alles KI-Recherche jetzt.
Aber die Buchkunstbewegung setzte einen bei der Industrialisierung, denn plötzlich waren Bücher Massenware und man konnte Bücher in Massen herstellen und die waren qualitativ sehr minderwertig, gerade in dem Vergleich zu dem, was man kannte.
Und da gab es Bewegungen, vor allem in den früh industrialisierten Staaten, die dann gesagt haben, wir wollen Bücher im Grunde wieder künstlicher gestalten, schöner aussehen lassen und so weiter.
Und das war natürlich im Grunde eher für den Adel, beziehungsweise für die reichen Menschen vorbehalten.
Aber aus dieser Buchkunstbewegung ist tatsächlich im Grunde über Bauhaus, die haben das dann auch adaptiert und so, sind tatsächlich moderne Schriftsätze geworden, die heute dazu führen, dass industrielle Produkte, die Bücher ja im größten Teil sind, die auf Masse produziert werden, auch halbwegs schön aussehen, leserlich sind und einen gewissen Qualitätsstandard haben.
Vielleicht ein bisschen farfetched.
Schreibt es mir gerne in die Kommentare, wenn ihr da gar nicht zustimmt.
Aber vielleicht ist diese Debatte, die wir jetzt mit KI gerade führen und wie menschlich sollte eine KI eigentlich klingen, vielleicht ist das auch ein bisschen der Auslöser dafür, dass wir in Zukunft mehr darauf achten, dass KI-Output auch ...
qualitativ, menschlich besser klingt.
Und wir natürlich dann auch vielleicht nochmal auf andere Sachen achten müssten, wie, Betty, du hast angesprochen, Gestik, Mimik, wie überzeugend jemand auch in seinen Taten tatsächlich ist, wenn er eine entsprechende Rede hält, damit das dann irgendwie zusammenpasst.
Was sagst du dazu?
Würdest du den Vergleich auch ziehen?
Macht der Sinn?
Es gibt ja dieses Modell der Wirkung von Menschen auf Bühnen oder wenn sie Reden halten.
55 Prozent Wirkung ist Körpersprache.
38 Prozent Stimme und jetzt, Achtung, wird es leider enttäuschen, 7 Prozent Inhalt.
So, wenn man das jetzt nimmt, dann hat in der Tat all das, auch wie der Mensch gestikuliert, die Rede rüberbringt, natürlich einen hohen Anteil an der Wirkung.
Was ich aber interessant fand, auch an dem Beispiel, das du jetzt gebracht hast, ja, hatte ich vorhin eingangs auch schon gesagt, ich gucke jetzt auch immer noch mal anders aufs Endresultat und auf die bestimmten...
die nach KI klingen.
Allerdings ist auch das wieder schwierig, denn ich lese dann auch zum Beispiel Sachen, die ich früher auch mal ohne geschrieben habe und auch da ist mal so ein Dreiklang drin.
Auch da ist mal nicht ein, ist ein, sondern und dies.
Also es gibt ja auch viele Dinge, die einfach wirklich ähnlich sind und die vielleicht auch dem eigenen Habitus entsprechen.
Deswegen ist auch das, finde ich, am Ende sind es auch Stilfragen.
Was gefällt einem, was gefällt einem nicht?
Aber dass wir diese Debatte führen und dass sie dazu führt, dass sich noch mal mehr darauf konzentriert wird, was wird am Ende transportiert und wie stehe ich hinter den einzelnen Äußerungen, das finde ich ja auch ein gutes Resultat.
Das stimmt, erlaube mir aber den Hinweis, dass natürlich bei Gastartikeln in Handelsblatt und FAZ 0% Körpersprache zählen, sondern tatsächlich ja nur das geschriebene Wort.
Anders natürlich, wenn man tatsächlich auch in einem Konzentrationslager spricht, dann wird sehr, sehr genau drauf geachtet, was da tatsächlich auch inhaltlich rüberkommt.
Und ich glaube, wenn da eine Diskrepanz entsteht, und die ist ja ganz offensichtlich entstanden, dann muss man wirklich auch fragen, woran hat es gelegen?
Was war eigentlich Schuld daran?
Das Zeitdruck hat man sich wirklich nicht mit dem Thema befasst.
Gehört sich das so?
Und da muss ich tatsächlich sagen, da kann ich auch...
Wildberger kritisieren, da kann ich deinen Chef kritisieren, da kann ich aber auch Mario Vogt kritisieren, weil ich persönlich auch eine andere Erwartungshaltung habe gegenüber PolitikerInnen.
Die sprechen im Grunde zu mir, das ist deren Bühne und das ist das Einzige, wie sie im Grunde zu einem sprechen können, mit Reden.
Natürlich können sie Taten walten lassen und können Gesetze erlassen, aber am Ende ist Vertrauensaufbau in der Politik doch ganz viel eben über Kommunikation und da zählt für mich Text genauso gut dazu wie Sprache und wie Mimik und Gestik.
Und natürlich, wenn man eben einen Artikel liest und einem dann auffällt, ups, da wurde irgendwie eine Abkürzung genommen, zumindest kommt es einem ja dann so vor oder es wird zumindest im Nachhinein nicht mehr aufmerksam gecheckt, was da eigentlich steht, dann muss ich mich schon fragen, ist das denn jetzt eigentlich noch zeitgemäß, dass man so mit mir kommuniziert?
Mir fällt da jetzt, darf ich dir mal eine Frage stellen?
Wie siehst du das denn?
Weil wir reden jetzt ja über Politiker.
Glaubst du nicht auch, dass wir in der Debatte darüber Vertrauen sprechen?
Vertrauen ist auch, ich habe 20 Jahre, 25 Jahre in der Wirtschaft gearbeitet.
Vertrauen musst du genauso auch dem CEO des Unternehmens, der das Unternehmen vertritt, der die Werte vertritt, der zu Mitarbeitenden, meist Tausenden von Mitarbeitern spricht, zum multiplen Stakeholdern, Aufsichtsräten etc.
Ich finde, die Debatte sollte auch mal da geführt werden.
Ich weiß von Kolleginnen und Kollegen aus der Kommunikationsbranche, dass die auch natürlich in Beratungen mit den CEOs auf das Thema eingehen.
Aber ich finde, zur ganzheitlichen Betrachtung von Vertrauen gehört das auch dazu, dass man auch da, sage ich mal, in Richtung Wirtschaft guckt und da mal auch die Unterscheidung trifft, ist da.
der Einsatz nicht ebenso relevant und geht es da nicht ebenso um Vertrauen und auch die, sage ich mal, in die ganze Debatte mit einbezieht und ist nicht einfach singulär auf die Nutzung in der Politik.
Ich verstehe, dass das nochmal eine andere Sensibilität hat, aber nichtsdestotrotz, das ist etwas, wo ich mir wünschen würde, dass...
wir die Debatte etwas größer ziehen, damit sie auch gesamtgesellschaftlich eine andere Relevanz bekommen kann und nicht nur isoliert für die Politik, schwarz-weiß, wie du es ja auch sagtest, teilweise geführt wird.
Stimme ich dir zu.
Wirtschaft hat genau das gleiche Problem, wenn wir auch irgendwie an gewisse Wirtschaftsprüfungsgesellschaften uns erinnern, die irgendwie in Australien beispielsweise Mist gemacht haben mit gewissen Audits, die dann auch erfundene Quellen in ihre Bereiche mit reingepackt haben und Strafzahlungen auch leisten.
mussten.
Jetzt unterscheidet sich die Wirtschaft natürlich, also ein CEO von einem gewählten Minister in der Regel davon, dass natürlich die einen, sag mal, gewählt wurden und für ein ganzes Volk sprechen und die anderen in einem Abhängigkeitsverhältnis zu ihren Angestellten stehen oder zu den Aktionären beziehungsweise zum Aufsichtsrat.
Von daher, glaube ich, ist die Beziehung einfach eine andere und das setzt auch andere Erwartungshaltungen an Kommunikation.
Ich glaube, da ist der maßgebliche Unterschied, weshalb man da nicht die gleichen Maßstäbe ansetzen darf.
Auf der anderen Seite hat man natürlich mit deutlich mehr Kritik, glaube ich, zu kämpfen im politischen Umfeld als, sage ich mal, als CEO, wo man in der Regel in seinem System ist.
Und wenn man jetzt nicht unbedingt die Aufmerksamkeit sucht, wie das ja gerade so bei den Tech-Giganten jetzt häufig der Fall ist, dann fällt das wahrscheinlich auch, wenn man mal irgendwie eine Mail an die gesamte Belegschaft eben mit KI draftet und dann sagt, okay, das ist jetzt ja klar.
paar handwerkliche Fehler drin, haue ich mal raus.
Das ist was anderes, wenn man 10.000 Angestellte hat, wovon die Hälfte vielleicht die E-Mail liest oder eben ein Volk von 80 Millionen, das man digital vertreten soll.
Geht aber in beiden Fällen um Verantwortung?
100 Prozent.
Und das ist eben das, was ich ja finde, was am Ende dieser Debatte steht und was für alle gleich gilt.
Und im Übrigen kann man auch, wenn man ein CEO von 80.000 Menschen ist, sollte auch da die Verantwortung und das, was man rüberbringen möchte, zehnmal gecheckt werden und von der Person, die es absendet, genauso verstanden werden.
Also deswegen finde ich wichtig, dass wir hier einmal gesamtgesellschaftlich denken.
Natürlich gewählter Minister, Sonderrolle und gar keine Frage.
Es ist am Ende Vertrauen, es ist Verantwortung.
Und wenn wir die kennzeichnlich machen, dadurch, dass wir eben ganz transparent erklären, wie wir KI als Tool einnutzen, finde ich, ist die Debatte schon deutlich breiter geworden und auch deutlich, sag ich mal, klarer in dem Wie.
Weil ich ja, wie ich eingangs sagte, es geht nicht um das Ob, es geht um das Wie.
Und das werden wir weiterhin nutzen.
Das hat beispielsweise heute Morgen war...
Unser Minister auch zu Gast beim FAZ-KI-Gipfel und hat seine Rede mit dem Disclaimer begonnen, dass diese Rede selbstverständlich mit Unterstützung in Corporation with künstlicher Intelligenz entstanden ist.
Und hat einfach gesagt, natürlich stehe ich hinter jedem Wort, es ist meine Haltung und dann sind wir zum Thema gekommen, nämlich zum Thema auch Haltung in den Zeiten von künstlicher Intelligenz.
Ich glaube, es ist wichtig, es immer wieder deutlich zu machen.
Voll.
Betty, ich spreche jetzt hier seit einem halben Jahr wöchentlich mit VertreterInnen aus der Wirtschaft hauptsächlich und berate ja auch Unternehmen nebenbei.
Und das ist eines der größten Probleme aus meiner Sicht, die so die KI-Transformation in Deutschland behindern, sind wirklich Transparenzpflichten beziehungsweise überhaupt so ein transparenter Ansatz.
Weil KI ganz häufig auch über Belegschaften hinweg eingesetzt wird und gar nicht klar ist, wofür eigentlich.
Und das sorgt für Unsicherheit in der Belegschaft ohne Ende.
Weshalb es durchaus teilweise in den USA mittlerweile auch schon so bewegt.
Und das wollen wir natürlich nicht.
Das ist ein ganz häufiges Transparenzproblem.
Das heißt, das Problem entsteht in der Wirtschaft.
Und wenn ich einen Wunsch äußern darf, Betty, ich meine, vielleicht könntet ihr im Digitalministerium das auch...
die Learnings, die ihr jetzt aus diesem Fall gezogen habt, mit in die Wirtschaft tragen.
Ihr seid ja extrem gut verdrahtet, ihr kommt ja aus der direkten Wirtschaft, ihr seid ja keine Berufspolitiker im Digitalministerium.
Würde mich sehr freuen, wenn die Learnings daraus, gerade was Transparenzpflichten angeht, was den korrekten Umgang mit KI, auch Qualitätssicherung und so, wenn das als Learning mit in die Wirtschaft kommen würde, wäre uns allen extrem geholfen, glaube ich, wenn ich das als Wunsch äußern darf ans Digitalministerium.
Darfst du absolut und ich kann dich beruhigen, dass ich mit einigen Kolleginnen und Kollegen, die auch Kommunikationschefs in großen deutschen Unternehmen sind, schon dazu im Austausch stehe, weil mich natürlich auch genau gefragt, dich interessiert hat, wie gibt es diese Debatten bei euch, wie werden die geführt?
Und deswegen glaube ich eben auch, wir tun gut daran, wenn wir es ausdehnen und wenn wir gemeinsam eben für uns klar definieren, wie können alle so transparent sein, dass keiner mehr das Gefühl hat, hier werden rote Linien überschritten.
Finde ich gut.
Danke.
Vielen Dank auch für deine Offenheit, dass du das Thema so offen besprichst.
Kann ich auch irgendwie sagen, das ist relativ selten, dass man mal tatsächlich Menschen aus Ministerien bekommt, die dann im Podcast auch so offen über solche Sachen sprechen.
Finde ich gut.
Hat mich sehr gefreut, das Gespräch.
Bei dir, vielen lieben Dank.
Ich hoffe, wir begegnen uns irgendwann mal bei der einen oder anderen Veranstaltung vom Digitalministerium in Person.
Das würde mich natürlich sehr, sehr freuen.
Und ansonsten, ja, hast du noch irgendwas zu sagen?
Ach so, ich mache ja aus jeder Folge immer ein Chatbot.
Ja, unser Transkript kommt in Chatbot und da können dann ZuhörerInnen, wenn sie noch Fragen haben, einfach mal überlegen, was sie dann an diese Folge vielleicht für eine Frage haben oder wenn sie irgendwas nicht verstanden haben, können sie das machen.
Das ist kostenlos.
Ist jetzt ein OpenAI, also nicht unbedingt würde, ja, das Ministerium dürfte das, glaube ich, nicht nutzen, aber alle anderen dürfen es nutzen.
Gibt es irgendwas, was du so im Chatbot mitgeben würdest, wo du sagst, das sollte auf jeden Fall ins Transkript noch reinkommen?
Ich denke, in deiner und in dieser Community ist das eben schon recht gelernt.
Aber ich würde mir sehr wünschen, dass wir alle noch viel stärker verinnerlichen.
KI wird nicht den Menschen ersetzen, aber der Mensch wird ersetzt werden durch einen anderen Menschen, der sie nicht effizient einsetzt.
Und damit will ich keine Angst machen, sondern nur weiter ermutigen, diese Technologie zu nutzen, auszuprobieren.
Sich nicht von schwarz und weiß nur überzeugen zu lassen, sondern wirklich aktiv selber KI auszuprobieren und zu verstehen, wie es den Alltag auch erleichtern kann, wie man es im Sparing einsetzt und wie es eben einen selber auch produktiver und effizienter macht.
Weil ich eben genau glaube, dass das das Unterscheidungsmerkmal in der Zukunft ist.
Nutze ich KI effizient oder nutze ich sie gar nicht?
Das wird einen Unterschied machen.
Vielen lieben Dank.
Das lassen wir doch gerne so stehen.
Danke für deine Zeit.
Bis bald.
Danke dir, Max.
Ja, liebe Leute, ich glaube, diese Debatte verdient es, die Grauzonen in ihr zu beleuchten.
Nicht nur eben das Schwarz-Weiß-Denken, nicht nur zu sagen, überall, wo KI drin ist, kann nichts Vernünftiges bei rauskommen, müssen wir ablehnen.
Und auf der anderen Seite auch nicht zu sagen, KI übernimmt alles und gar kein Problem, mit so einem Single-Line-Prompt kriegen wir ohne Probleme eben einen guten Artikel hin oder im Grunde eine Rede.
Am Ende des Tages kommt es auch ganz stark auf die Zielgruppe und deren Erwartungen darauf an.
Was erwarten Menschen eigentlich von einer PolitikerInnen-Rede?
Und das ist natürlich, dass man sich damit auseinandergesetzt hat, dass man sich Gedanken darüber gemacht hat.
Und wir laufen Gefahr, wenn wir KI-Output mehr oder weniger unkontrolliert übernehmen, dass wir natürlich so suggerieren, wir haben uns da eigentlich gar keine Mühe mitgemacht.
Und das ist es.
Gift für die politische Kommunikation.
Von daher da immer darauf achten und das gilt für alles.
Egal, ob ihr einen LinkedIn-Post schreibt oder einen Artikel oder im Grunde eine Rede vorbereitet.
KI kann hier helfen, es muss aber am Ende im Sparring passieren.
Und das ist ja das, was eigentlich auch der Anspruch des Bundesdigitalministeriums ist.
Von daher, ja, ich glaube, die Debatte muss geführt werden.
Wir sind ganz am Anfang dieser Technologie.
Aber das Schöne ist, dass diese Technologie uns ja selbst dabei helfen kann, wie wir besser mit ihr umgehen können.
Liebe Kollegin, hast du vielleicht mal so drei Tipps an die Zuhörerinnen und Zuhörer, wie wir KI-Output qualitativ besser hinbekommen, also menschlicher?
Na klar, meine Lieben.
Erstens verbringt Zeit mit dem Feinschliff.
KI-Output ist ein Rohdiamant.
Schleift ihn durch eure eigene Tonalität.
Zweitens, baut eure eigene Perspektive ein.
KI liefert Struktur, aber der Blickwinkel, die Emotion und die Haltung, das seid ihr.
Drittens, macht Testläufe mit echten Menschen.
Nur weil es euch logisch erscheint, heißt es nicht, dass es andere berührt.
Feedback gibt euch den menschlichen Feinschliff und voila, es wird spürbar menschlich.
Voila, richtig.
Vielen liebten Dank.
Danke euch fürs Zuhören.
Wie gesagt, ich weiß, dass es hier ganz viele verschiedene Meinungen gibt, ganz viele Graustufen drin und ich freue mich auch natürlich, die zu hören.
Teilt sie uns gerne mit in den Kommentaren.
Bleibt dabei gerne lieb zueinander und ansonsten hören wir uns kommenden Freitag wieder zur Kollegin KI Snackbox.
Bis dahin, schöne Woche euch.
Ciao, ciao.
