# Market Shifts: AI Normalization, Defense Innovation, and Space Consolidation

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-06-30

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen nicht über Fußball, stattdessen jedoch über stark steigende Tech-Kurse, kriselnde Telekoms und Aufspaltungstendenzen bei Comcast.
Im Thema des Tages geht es um die neuen Chancen in der neuen Rüstungsbranche und der EEE-Idee geht es um den ersten echten SpaceX-Rivalen.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Holger Zschäpitz und Nando Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Dienstag, der 30.
Juni und wir wünschen euch einen aufmunternden Start in die Woche, denn...
Eines kann ich euch sagen, Aufmutterung können wir sicherlich alle gebrauchen.
Ihr, ich, der gute Holger, einfach das ganze Land.
Und ganz ehrlich, mehr möchte ich zu diesem Thema und der Blamage von Boston eigentlich auch gar nicht mehr sagen.
Du klingst hier, als ob du gerade hier von der Beerdigung gekommen wärst.
Aber gut, dein Weltmeistertraum ist auch beerdigt worden, da gebe ich dir recht.
Bei mir ist es auch der Traum vom guten deutschen Fußball beerdigt worden, das vor allem.
Aber wie gesagt, ich...
Bei dem Thema bin ich raus.
Und vielleicht könnt ihr uns schreiben, wer schon mal Jonathan Tah einen Elfmeter hat schießen sehen.
Ich nämlich nicht, du wahrscheinlich auch nicht.
Aber egal, auch an der Börse war Deutschland der große Underperformer der DAX.
Der startete nämlich mit einem Minus von 0,2 Prozent in die Woche.
Der S&P 500, der gewann dagegen 1,2 Prozent, der Nasdaq 100 sogar 2,3 Prozent.
Wenn man sich das Jahresanfang mal anschaut, da liegt der DAX gerade mal.
0,6 Prozent im Plus und der S&P 500, wenn man das mal in Euro berechnet und Dividenden mit reinrechnet, wie das der DAX macht, 12 Prozent im Plus und der Nastic 100 sogar 21.
Und der Treiber dieses Halbjahres und auch Treiber gestern war der gesamte Tech-Sektor.
Aber es war nicht ein sauberer Risk-On-Tax, es gab auch wirklich ein paar Underperformer.
Aber vor allem liefen die Mac7, da hatten wir ja schon gestern drüber gesprochen und der Mac7-Index, der lief 2,6 Prozent.
Gutes Timing, würde ich sagen.
Ja, Hyperscaler wie Amazon, Alphabet und Meta erholten sich, wie du schon gesagt hast.
Und dahinter steckt halt die feine Marktlogik.
Anleger hoffen, dass die gigantischen KI-Investitionen nicht weiter eskalieren, sondern sich etwas normalisieren.
Und das wäre halt gut für den Free Cashflow und die Bewertung.
Wir haben gestern drüber gesprochen.
Ja, und so liefen gut unter anderem auch Werte wie AMD oder ARM, Broadcom, Intel, Marvel, C, Gate, die ganze Palette, Western Digital, außerdem auch Halbleiter-Equipment.
ASML natürlich, Applied Materials, KLA und LARM Research und auch die Industrials und die Infrastrukturnamen wie Caterpillar, GE, Vinova, Quanta Service waren ziemlich stark.
Und woran das auch lag, das KI gestern war, lag auch an Micron, die nämlich nicht so gut gelaufen sind, weil da gab es nämlich Informationen über mehr Speicherproduktionen durch Samsung und SK Heinix.
Die wollen Milliarden in mehr Speicher investieren und das würde dann die Preise senken und deswegen war Micron einer der großen Verlierer.
Aber das ist natürlich gut, wenn Micron nicht mehr so dicke Margen macht und es keinen mehr so großen Engpass gibt, dann würde das die KI-Kosten für alle senken und das wäre natürlich für alle.
Comcast, die gewann 4,4 Prozent.
Der Kabelkonzern plant, seine Sparten MBC, Universal und Sky abzuspalten, sodass sich Comcast künftig auf Breitband, Mobilfunk und Kabel konzentrieren kann.
Und das führte zur Spekulation, dass Comcast nach Abschluss dieser Aufspaltung möglicherweise Charter-Communications übernehmen könnte, um sein Breitbandgeschäft angesichts des zunehmenden Wettbewerbs zu stärken.
Und Charter, die gewann deshalb gleich mal 9,4 Prozent.
Ja, wir gucken mal nach Deutschland und auf den DAX und da war der schwächste Wert Heidelberg Materials und zwar mit Abstand.
Die Aktie brach um mehr als 9% ein und der Grund für das Minus war offenbar eine Telefonkonferenz des Baustoffkonzerns.
in der dieser vor einem schwachen zweiten Quartal gewarnt hat.
An dieser Konferenz hatten offenbar auch die Strategen von JP Morgan teilgenommen.
Die meinten nämlich danach, ich zitiere mal, insgesamt halten wir dies für einen recht enttäuschenden Ausblick und gehen davon aus, dass dies dazu führen dürfte, dass die Markterwartungen in Richtung des unteren Endes der Preisspanne sinken.
Das klingt gar nicht gut.
Nee, das stimmt.
Gar nicht gut ging es im DAX auch mit einer anderen Aktie, nämlich Deutsche Telekom.
Die verloren 5,55 Prozent und in den vergangenen vier Monaten hat die Aktie damit gut...
ein Drittel an Wert verloren.
Auslöser der jüngsten Verkäufer ist im Bericht des Handelsplatzes, demzufolge Konzernchef Tim Höttges mit Hochdruck die Pläne für eine Verschmelzung ausarbeiten lässt.
Und dieses Szenario lastet nachhaltig auf der Aktie.
Experten bezweifeln, dass der Nebenswert durch eine derartige Transaktion gesteigert werden kann, also wenn man Telekom und T-Mobile US irgendwie zusammenpackt.
Und es besteht sogar die Möglichkeit, dass der neue Gesamtkonzern weniger bewertet werde, als die Summe.
seine Einzelteile.
Ja, und warum macht die Deutsche Telekom das eigentlich?
Naja, weil man die Kräfte bündeln will, weil da nämlich diese eine große neue Konkurrent am Markt ist, der in das Mobilfunkgeschäft offenbar einsteigen will, nämlich SpaceX.
Nicht nur die Deutsche Telekom war nämlich deshalb gestern unter Druck, sondern alle anderen klassischen Telekoms auch, zum Beispiel AT&T, Verizon, American Tower, Crown Castle und SBA wurden alle verkauft.
Ja, und es gab nämlich auch konkrete Berichte über eine mögliche SpaceX und Charter.
Da haben wir sie wieder, Charter Communication Partnerschaft im Mobilfunkbereich.
Und die Botschaft ist halt klar, die Anleger beginnen SpaceX nicht nur als Raketen- und Satellitenfirma zu sehen, sondern halt auch als potenziellen Angreifer im Telekommarkt.
Und ihr könnt euch vorstellen, wer dann gestern...
denn statt der Telekom Aktien zulegte natürlich die Aktie von SpaceX, nämlich um 7,1 Prozent.
Und da haben wir gleich noch was.
In der Tuble-Idee zu Space.
So ist es.
Da könnt ihr euch schon mal drauf freuen.
Immer schnell die Termine.
Da gibt es einiges, nämlich heute aus Deutschland Einzelhandelsumsätze, dann Import- und Exportpreise und die Inflationszahlen für Juni.
Dann in Sintra gibt es ein Panel mit dem EZB-Chef-Volkswirt Lane.
Und da geht es um KI und die Fragen, was das für Inflation bedeutet.
Richtig spannende Sache.
In Amerika gibt es den Einkaufsmanager-Index Chicago für den Juni, den Index des Verbrauchervertrauens, dann die Job-Opening-Report, nämlich den JOLTS-Report und Zahlen kommen von Nike.
Und das Ende der Fußball-Weltmeisterschaft.
Das Thema des Tages.
Normalerweise ist das Thema Rüstung gut für große Worte, nutzen wir ja auch immer wieder so Bezeichnungen wie Zeitenwende, Sondervermögen, NATO-Ziele, natürlich Drohnenkrieg und der Superzyklus.
Doch an den Börsen war davon zuletzt wenig zu spüren.
Da ist die Euphorie aus dem Sektor fast verschwunden und die Kurse sind ja durch die Bank gefallen.
Und das liegt nicht unbedingt daran, dass jetzt die Umsätze oder die Gewinne der Firmen gefallen werden.
Vielmehr billigen die Investoren dem Sektor weltweit niedrigere Bewertungen zu.
In Europa ist das 24-Monats-Vorwort KGV von rund 27 auf 17 gefallen.
Und auch die US-Rüstungswerte sind nur noch mit dem 17-fachen, der für 2028 erwarteten Gewinne bewertet.
Und das heißt, die Aufrüstungs-Story, die ist durchaus noch da, aber der Preis ist ein völlig anderer.
Ja, das liegt daran, vor kurzem war das Credo ja noch, Rüstung ist teuer, aber alternativlos.
Und jetzt heißt es, die Rüstung ist gefallen.
Und wir müssen neu hinschauen.
Also wollen wir uns dem Thema des Tages genau das mal tun.
Denn das Umfeld, du hast es schon gesagt, das stimmt ja durchaus noch.
Die EU-Militärausgaben sind deutlich über 2% des BIP gestiegen.
Das ist der höchste Wert seit den 1990er Jahren.
In den USA liegt Verteidigung bei rund 3,7% des BIP.
Historisch ist das sogar eher niedrig.
Also politisch ist da noch Luft nach oben.
Trotzdem herrscht an der Börse Frust die beiden größten Rüstungs-ETFs.
Der knapp 7 Milliarden Euro schwere VanEck Defense ETF sowie der 4 Milliarden Euro schwere Wisdom Tree Europe Defense ETF, die notieren im laufenden Jahr beide im Minus.
Und dieser Frust hat...
zumindest hierzulande, Einnahmen, nämlich Rheinmetall.
Da gab es ja den verlorenen Marineauftrag.
Die Aktie verlor mal eben 20 Prozent.
Und plötzlich fragt der Markt, kommt das Geld wirklich bei den richtigen Firmen an oder versickert es in Ausschreibungen, Koalitionslogik, Verzögerungen?
Und dann...
Kommt da gestern Abend noch ausgerechnet Aero Viremont als Hoffnungsschimmer.
Ist ja auch eine Aktie, die in diesem Jahr über 40 Prozent verloren hat.
Jetzt aber mal Hoffnungsschimmer.
Wenn nämlich klassische Defense Aktien wackeln, sprang der Drohnen- und Counter-Drohnen-Spezialist nach Zahlen nachbörsig um 20 Prozent an.
Und zwar gelang dem Unternehmen so ein sogenannter Doppelbeat, wie man so schön sagt.
Umsatz und Gewinn lagen im Schlussquartal über den Erwartungen und der feste Auftragsbestand, der kletterte auf 1,2 Milliarden Dollar und das war auch viel besser als erwartet.
Ja, das war so viel besser, dass bei diesen Zahlen der etwas schwächer in Aussicht gestellte Gewinn von den Bersianern sogar verziehen wurde.
Die teure Milliardenübernahme von Blue Halo muss einfach erst noch verdaut werden und dazu sorgte die geskippte SCAR-Satellitenwerte für weitere Abschreibungen, weil die Story durchaus stimmt.
Genau, da gibt es zum Beispiel das berühmte Low-Cost.
Das hat nichts mit Teuerstärke zu tun, sondern das ist ein Laser-Weapon-System.
Und das ist ein mobiles Hochenergie-Laserwaffensystem zur Drohnenabwehr.
Und mit dem kann man nämlich eine Drohne für unter 5 Dollar pro Schuss vom Himmel holen.
Und zum Vergleich, eine AIM-9X-Rakete kostet eine Million und eine Patriot sogar über vier Millionen.
Als der Iran neulich in der einzigen Woche rund 1400 Kamikaze-Drohnen auf die Emirate jagte, war eben genau die Frage, Und womit kann man die bezahlbar aufhalten, diese ganzen Kamikaze drohen?
Und kostenmäßig dreht sich da auch so ein bisschen das jetzt um und man hat neue Ideen.
Ja, das stimmt.
Da stellt sich nämlich die Frage, vielleicht ist der nächste Rüstungstrade nicht der Panzer, sondern die Drohne oder die Software.
Und die neue Beschaffung heißt halt offene Architektur, modulare Systeme, günstige Masse, schnelle Software-Updates.
Die alte Welt war ja ein sogenanntes Prime, ein Monsterprogramm, zehn Jahre Laufzeit.
Und die neue Welt ist halt Drohnen, Sensoren, Störsysteme, Laser, Munition in Stückzahl und alles muss miteinander kommunizieren.
Alte Rüstungswelt gegen neue Rüstungswelt.
Sowas wie BAE, Rheinmetall, Thales, Lockheed und RTX auf der einen Seite.
Also alte Rüstungswelt und Aeroviomer, Kratos, Redcat, Planet Labs, Palantir, MDA, Space, vielleicht auch Unduril, wenn es irgendwann mal an die Börse kommt, auf der anderen Seite.
Ja, jetzt kommt halt...
Die Anlegerfrage, wie spielt man das über ETFs?
Inzwischen gibt es ja einige 13 Rüstungs-ETFs hierzulande.
Manche spezialisiert auf Europa, Asien oder die USA, manche eher in klassischen Rüstungswerten und andere halten mit dem stärkeren Schwerpunkt auf Defense Tech.
Wenn man einfach mal auf die Performance schaut, also wer am besten gelaufen ist, dann sticht der Invesco Defense Innovation ETF heraus.
Er hat gleichgewichtet rund 65 Werte, darunter klassische Rüstungsaktien wie Rheinmetall, RTX, Lockheed Martin, aber auch Defense Tech wie Kratos, Redcat oder Drone Shield.
Und im Laufenjahr hat er 23 Prozent gemacht, wo andere einen Minus haben und auf Jahressicht sogar 48.
Ja, Innovation halt.
Und ebenfalls gut gelaufen ist der Hahn ETF Future of...
Defense ETF.
Er hat einen sehr weiten Verteidigungsbegriff.
Da sind nämlich auch Cyber Security Aktien ziemlich stark gewichtet.
Und so gehören halt Palo Alto oder CrowdStrike zu den größten Positionen.
Er ist auf Platz 3, kommt ein klassischer Rüstungswert, nämlich Safran.
Dann gibt es noch den One Act Defense Usage ETF.
Der ist...
ziemlich groß, liquide und stärker.
Defense Tech auch investiert.
RTX ist dabei, aber auch Palantir Thales, Curtis Wright, Leonardo, Elbit Systems, Hanwha Aerospace, sowas wie Saab, Singapore Technologies, Kongsberg, Leidos ist auch dabei, Kratos, Planet Labs und Aerovirement.
Wobei das ja gar nicht französisch ausgesprochen wird.
Das ist ja ein amerikanischer Konzern, habe ich dann gehört.
Ja, und das alles ist halt bei diesem ETF der globale Mix aus alter und neuer Verteidigung.
alten Rüstungssachen.
Genau, da weiß man, woran man ist.
Wer Europa will, also pur, der landet beim Wissen Tree Europe Defense oder beim Amundi Stocks Europe Defense.
Da heißen halt die Top-Namen auch BAE, Thales, Rheinmetall, Rolls Royce, Safran, Airbus.
Das So ist noch dabei, Hensoldt, Renk, Babkort, Babcock.
Das ist halt eine reine Aufrüstungswette auf Europa, aber eben sehr konzentriert.
Wenn hier Rheinmetall hustet, dann fiebert ja der ganze ETF.
Und dann gibt es noch eine ganz exotische Wörz.
Also wer so ein bisschen exotischer mag, der kann sich mal den Hahn...
ETF Indo-Pacific Defense angucken.
Da gibt es dann so Namen, die wir hier noch gar nicht genannt haben.
Barad Electronics, Hindustan Aeronautics, Hyundai Rotem, Hanwha Aerospace, Korea Aerospace, Licknex One, Singapore Technologies, Mitsubishi Heavy, Drone Shield, Electro Optic Systems.
Da hat man halt so Indien, Korea, Japan, Australien, Taiwan.
Das sollte auch unter den Rüstungs-ETFs auf keinen Fall ein Kerninvestment sein.
Aber geopolitisch?
kann das durchaus interessant sein.
Ja, was ist das Fazit?
Nach dem Bewertungsrückgang ist Rüstung wieder interessanter, aber nicht mehr als blinder Hype.
Also wenn man breiter im Kern investieren möchte, dann bietet sich der VanEck an oder die Europawette.
Dann haben wir den Wiston Tree oder den Amundi und beim Thema Innovation Invesco.
Und dann haben wir auch Indopazifik, wir haben es gesagt, aber wirklich nur als Satellit.
Kurze Zwischenfrage, Kosenamen ja oder nein?
Also so ein Mausi oder Schatzi finde ich schon süß.
Ja, stimmt, kann man machen.
Aber gibt es nicht auch zu süß?
Schnurzelpurzel ist schon grenzwertig.
Und Abschnuckelchen ist für mich Ende.
Schnurzi, Purzi, Kuschel, Herzilein.
Trennungsgrund.
Absoluter Trennungsgrund, ja.
Du, wenn dir so ein Schnurzi Purz zu süß ist, habe ich da was weniger Süßes für dich.
Aha.
Fruchtinade von Spreequell.
Die hat weniger Zucker als eine normale Limo, aber dafür viel Fruchtsaft.
Klingt gut.
Schmeckt auch gut.
Die gibt es in den Sorten Orange, Maracuja und Grapefruit-Zitrone.
Probier ich mal.
Tja, wir hatten ja die Diskussion, ob wir ein bisschen weniger Weltraum machen, lieber Holger, aber heute geht das nicht, denn gestern war Space wieder ein Riesenthema und deshalb hier unsere Triple-E-Idee, denn Rocket Lab kauft Iridium, also will kaufen, es wurde ein Angebot abgegeben, 8 Milliarden Dollar schwer, halb in Bar, halb in Aktien.
Auf den ersten Blick ist das ein Satellitendeal, auf den zweiten Blick allerdings könnte es auch der Versuch sein, neben SpaceX einen zweiten großen Akteur der Space Economy aufzubauen.
Der Vergleich ist natürlich ambitioniert, aber nicht völlig aus der Luft gegriffen.
SpaceX ist so stark, weil das Unternehmen fast die gesamte Wertschöpfungskette kontrolliert.
Raketen bauen, Satelliten starten, Konstellationen betreiben, Dienste verkaufen.
Genau in die gleiche Richtung bewegt sich jetzt Rocket Lab.
Genau, also nochmal zur Erklärung.
Bislang stand Rocket Lab halt vor allem für Starts, Satellitenbau und eben Raumfahrtsysteme.
Mit Iridium käme nun ein globales Satellitennetz, wertvolles L-Band-Spektrum, also mehr als 2,5 Millionen Kunden und ein breites Partnernetzwerk aus Regierung, Verteidigung, Luftfahrt, Schifffahrt und Industrie dazu.
Unser großer Weltraumspezialist bei Welt, der gute Gerhard Hegmann, der hat uns mal die Hintergründe erklärt.
Das Entscheidende ist nach seiner Meinung nach, Rocket Lab kauft sich Zeit.
Wer ein Satellitenkommunikationsgeschäft von Grund auf aufbauen will, braucht Frequenzen, Satellitengenehmigungen, Kunden und vor allem auch belastbare Cashflows.
Das dauert Jahre und Iridium bringt viele dieser Bausteine bereits mit.
Besonders wertvoll ist wohl das sogenannte Spektrum, also Frequenzen sind in der Satellitenkommunikation knapp und deshalb ist das strategisch so wichtig.
Ich glaube, die wurden vor Jahrzehnten vergeben und deswegen kommt man da ganz schwer wieder neu ran und Iridium kontrolliert halt L-Band-Frequenzen und betreibt ein Netz aus 66 aktiven Satelliten-Plus-Reserven im Orbit.
Und dazu kommen Zukunftsfelder wie Direct-to-Device, also Satellitenverbindung direkt zu Smartphones oder anderen Geräten, sowie Dienste für Navigation.
und Timing.
Das klingt weniger spektakulär als ein Raketenstart, kann aber wirtschaftlich sehr viel interessanter sein.
Das sieht man ja bei SpaceX.
Da gibt es ja auch diese Sparte.
die durchaus sehr erfolgreich funktioniert.
Und die Börse hat entsprechend reagiert.
Iridium sprang deutlich an, aber auch Rocket Lab legte zu.
Iridium plus 26 Prozent, Rocket Lab plus 15.
Vor allem dieser Kursgewinn ist bemerkenswert, denn 8 Milliarden Dollar sind für Rocket Lab ein absoluter Kraftakt.
Market Cap liegt nämlich gerade mal bei 61 Milliarden Dollar und da ist 8 Milliarden schon mehr als 10 Prozent.
Ja genau, gleichwohl, der Markt sieht ganz offenbar die neue Story, Rocket Lab wäre nach dem Deal nicht mehr nur der kleine Startanbieter im Schatten von SpaceX, sondern ein integriertes Raumfahrtunternehmen mit eigener Kommunikationsplattform.
Ja, für die Aktie verändert das die Fantasie.
Genau, Full-Stack nennt man das immer so schön im Neudeutsch.
Doch Vorsicht, denn gleichzeitig steigt die Fallhöhe.
Das Risiko zum einen ist Abschluss dieses Deals erst für Mitte 2027 geplant.
Nötig sind die Zustimmung der Iridium-Aktionäre und vor allen Dingen auch mehrere regulatorische Freigaben, etwa von Kartellbehörden der FCC und Stellen mit Blick auf Regierungs- und vor allem auch Sicherheitsaufträge.
Auch die Finanzierung bleibt ein Thema.
Rocket Lab hat zwar Fremdkapital zu sagen, aber der Deal ist groß, komplex und integrationsintensiv.
Dazu kommt die Aktie, war schon vor der Übernahme ambitioniert bewertet.
Je größer die Vision, desto weniger Fehler verzeiht der Markt.
Das kennen wir ja.
Ja, trotzdem, der Deal macht Rocket Lab strategisch.
Spannender.
SpaceX bleibt größer, klar, weiter und auch operativ stärker.
Die neue Neutron-Rakete von Rocket Lab ist verspätet und kleiner als die Falcon 9.
Von Gleichstand kann also keine Rede sein.
Hier mal die Größenverhältnisse.
SpaceX kam inklusive Starlink 2025 auf einen Umsatz von 18,7 Milliarden Dollar.
Und Rocket Lab lag bei etwa 600 Millionen Dollar.
Auch operativ bleibt die Lücke groß.
SpaceX-Raketen starten oft mehrmals pro Woche.
Rocket Labs Electron.
kommt eher auf 10 bis 20 Starts im Jahr.
Stand jetzt natürlich, muss man sagen.
Das wird auch zulegen.
Aber es geht ja hier auch nicht um Gleichstand.
Es geht um die Richtung.
Rocketblab will halt nicht länger nur Dienstleister der Space Economy sein, sondern Plattformbetreiber, wir haben es gesagt.
Und Iridium liefert einfach dafür das Netz, die Frequenzen Kunden und die Cashflows.
Und damit lautet die Anlegerfrage nicht mehr nur, wie viele Raketen startet Rocket Lab, sondern kann dieses Unternehmen aus Raketensatellitenkommunikation ein eigenes Ökosystem bauen?
Gilt das, was SpaceX so viel Fantasie verleiht, nämlich die gesamte Wertschöpfungskette des Megatrends Space Economy zu bedienen, künftig auch für die Rocket-Rakete?
Wenn mit dem Deal alles glatt geht, dürfte die Antwort auf deine Frage Ja heißen.
Dann würde neben SpaceX tatsächlich ein zweiter integrierter Gewinner der Space Economy entstehen.
Und dann müsste ich aber noch eine letzte Frage an dich lieber dann so stellen.
Passt dann eigentlich noch deine Vision für SpaceX von wegen quasi Monopolist bis in alle Ewigkeit?
Ja, das ist tatsächlich leider eine sehr gute Frage, weil das ist ja so, ja, das ist die große Fantasie bei Börsengang gewesen, dass der auf Vorsprung uneinholbar quasi ist.
Und läuft dein Sparplan schon?
Er läuft und ich lasse ihn auch weiterlaufen.
Das wirft mich jetzt erstmal nicht aus der Bahn.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an aaa-at-welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und ziemlich gute Bewertungen dürfte es auch für die neue Defner und Schäpitz-Folge geben, obwohl der Defner gar nicht dabei ist.
Das stimmt, der ist in Kalabrien.
Der ist nämlich unser Weihnachtslied.
Der ist folgend nach Kalabrien gefahren.
Ja, siehst du, jetzt können wir singen, das wollen wir aber nicht mehr.
Und dafür habe ich meinen alten Kumpel Pip Klöckner eingeladen.
Und wir haben zwei Stunden wieder voll gemacht, ist ja immer so.
Und er hat so viele spannende Ideen.
Und ich kann euch sagen, das wollt ihr nicht verpassen.
Genauso wenig, wie ihr das verpassen wollt, was wir morgen wieder bei Alles Fakt machen.
Und deswegen heißt es, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder, dann mit besserer Laune, ab 5 Uhr bei Welt.
überall, wo es Podcasts gibt.
