# AI Market Shifts: Automation, Cost Optimization & Regulatory Risks

**Podcast:** KI-Update – ein heise-Podcast
**Published:** 2026-06-29

## Transcript

Das KI-Update – ein heise Podcast mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.
Ich bin Isabel Grünewald und dies sind heute unter anderem unsere Themen.
Meta setzt verstärkt auf KI-Moderation statt menschlicher Prüfer.
Jede Menge Warnsignale am KI-Finanzmarkt.
Kritik an Stellenkürzungen beim Datenschutz in Baden-Württemberg und lange Prompts sind nicht mehr nötig.
Meta will die Moderation auf den hauseigenen Social-Media-Plattformen bis Ende des Jahres weitgehend automatisieren.
LLMs sollen menschliche Prüferinnen und Prüfer ersetzen und die Effizienz steigern.
Das sorgt für Kritik, berichtet Malte Kirchner aus dem heise Online-Newsroom.
Wer etwas auf Instagram oder bei Facebook postet, muss sich künftig immer häufiger dem Urteil einer KI fügen.
Laut einem Bericht der Financial Times will Meta die Moderation von Inhalten auf seinen Plattformen bis Ende des Jahres weitgehend automatisieren.
Schon heute haben Large Language Models die Hälfte aller menschlichen Überprüfungsanfragen ersetzt.
Bis Ende 2026 soll dieser Anteil weiter steigen.
Bei bestimmten Inhaltstypen sollen dann 9 von 10 Moderationsentscheidungen allein von der KI getroffen werden.
Warum macht Meta das?
Offiziell lautet die Antwort bessere Qualität.
Interne Tests hätten gezeigt, dass die KI-Systeme im Schnitt 13% weniger Fehler machen und sogar 10% mehr Regelverstöße aufdecken als menschliche Prüfer.
Inoffiziell und das berichten Informanten der Financial Times geht es vor allem ums Geld.
Meta investiert massiv in künstliche Intelligenz und die KI-Moderation soll helfen, diese milliardenschweren Investitionen gegenzufinanzieren.
Meta selbst bestreitet das.
Interessant ist auch der technische Wechsel im Hintergrund.
Bislang soll Meta für die KI-Moderation auf Google Gemini gesetzt haben.
Jetzt wurden Mitarbeiter angewiesen, auf Metas eigenes Modell umzusteigen.
Es heißt Muse Spark und stammt aus Metas neuen Superintelligence Labs.
Doch die Umstellung läuft nicht reibungslos.
Intern gibt es laut FT Kritik.
Die KI mache Fehler, etwa wenn sie harmlose Inhalte sperrt oder unsichtbar macht.
Und es fehle an geeigneten Methoden, um die Leistung der Systeme wirklich zuverlässig zu messen.
Meta weist das zurück.
Was das für die Beschäftigten bedeutet, liegt auf der Hand.
Zunächst trifft es vor allem Vertragsfirmen, die mit Moderationsaufgaben betraut waren und deren Verträge schlicht nicht verlängert werden.
Langfristig dürfte der Automatisierungsschub aber auch bei Meta selbst Stellen kosten.
Und das ist der größere Kontext.
Meta-Chef Mark Zuckerberg hatte schon Anfang 2026 angekündigt, einzelne Mitarbeiter mit KI so auszurüsten, dass sie die Arbeit ganzer Abteilungen erledigen können.
Die Inhaltemoderation ist offensichtlich nur der Anfang.
Vielen Dank, Malte.
Der Sächsische Landtag hat eine umfassende Reform des Polizeigesetzes verabschiedet, die der Polizei weitreichende KI-basierte Überwachungsbefugnisse einräumt.
Kernstück der Reform ist der Einsatz künstlicher Intelligenz für automatisierte Videoüberwachung.
Die KI-Systeme können Personen über mehrere Kameras verfolgen, Verhaltensmuster analysieren, gefährliche Gegenstände erkennen und biometrische Gesichtserkennung in Echtzeit durchführen.
Zusätzlich dürfen Ermittler KI-Systeme nutzen, die Gesichter und Stimmen mit frei zugänglichen Internetdaten abgleichen.
Die Verabschiedung erfolgte unter Zeitdruck, da das Verfassungsgericht eine Neuregelung bis Ende Juni gefordert hatte.
Während Innenminister Schuster das Gesetz als ausgewogenen Kompromiss verteidigt, kritisieren Oppositionen und Bürgerrechtsorganisationen den Aufbau einer umfassenden Überwachungsinfrastruktur.
Der Chaos Computer Club warnt vor großem Missbrauchspotenzial durch die neuen KI-gestützten Überwachungstechnologien.
Die US-Großbank JP Morgan sieht zahlreiche Warnsignale an den Finanzmärkten rund um künstliche Intelligenz.
In einer Analyse beschreibt die Bank eine aktuelle, übertriebene Begeisterung der Investoren.
Seit dem Start von ChatGPT Ende 2022 treiben demnach nur 42 KI-Unternehmen im US-Leitindex S&P 500 bis zu 80 Prozent der Gewinne, Erträge und Investitionen des gesamten Index.
Kim Scheurenbrand von The Decoder mit den Einzelheiten.
Besonders auffällig findet die Bank die Entwicklung bei Halbleiteraktien.
Die Rally zeige technische Muster wie zuletzt während der Dotcom-Blase.
Erstens seien Hedgefonds stark in Chip- und Hardwareaktien investiert.
Zweitens an der koreanischen Börse stiegen auf kreditfinanzierte Käufe.
Dort werden unter anderem ein Großteil der Speicher für KI-Systeme hergestellt.
Und drittens auch der Handel mit Halbleiteroptionen durch Privatanleger nehme zu.
Eine weitere Sorge sind gehebelte Chip-ETFs.
Das sind Indexfonds, die Kursbewegungen verstärken.
Ihr Einfluss auf die globalen Aktienmärkte habe sich seit Anfang 2024 verfünffacht.
Die zehn größten US-Aktien machen inzwischen rund 40% der Marktkapitalisierung des S&P 500 aus.
2015 waren es noch 17%.
Auch der Chip-Hersteller Nvidia-Gerät zunimmt unter Druck.
Sein Anteil am Markt für KI-Beschleuniger, also spezielle Chips für KI-Berechnungen, falle laut JP Morgan von 85% im Jahr 2023 auf geschätzte 75% im Jahr 2026.
Grund seien eigene Chips der großen Cloud-Anbieter.
Googles TPUs oder Amazons Tranium senken die Betriebskosten um 30-40% im Vergleich zu Nvidia-GPUs.
Risiken sieht die Bank zudem bei den Einnahmen der führenden KI-Laborer wie OpenAI und Anthropic.
Ihre Umsätze stiegen zwar rasant, die Ausgaben für Rechenleistung seien aber enorm.
Steigende Preise für die KI-Nutzung könnten KI-Firmen dazu bewegen, auf günstigere Open-Source-Modelle umzusteigen.
Insgesamt schaffe KI damit laut JP Morgan mehrere Schichten von Konzentrationsrisiken.
Sie betreffen die Märkte, die Infrastruktur und die globale Wirtschaft.
Dankeschön, Kim.
Die US-Regierung hat die Sperre von Anthropics-KI-Modell Claude Mythos teilweise aufgehoben.
Nicht etwa durch ein Dekret von Präsident Donald Trump, sondern per Brief vom Handelsminister Howard Latnik.
Darin stellt er fest, dass geeignete Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, um vertrauenswürdigen Partnern den Zugang zu ermöglichen.
Diese Safeguards sollen verhindern, dass das KI-Modell nach einem Jailbreak gefährliche Aufgaben ausführt.
Anthropic unterliegt allerdings weiterhin als Supply Chain Risk strengen Exportkontrollen.
Nur etwa 100 Firmen und Behörden sollen Zugang zu Mythos erhalten.
Berichte deuten darauf hin, dass auch die NSA das Modell für offensive Cyberattacken nutzen darf.
Das entschärfte Modell, Fable 5, bleibt weiterhin gesperrt.
Die rechtliche Grundlage für diese strenge Regulierung der KI-Modelle ist unklar.
Zahlreiche Firmen unterstützen Anthropic in dessen Klage gegen die Einstufung als Sicherheitsrisiko und kritisieren das Vorgehen als willkürlich.
Unter strengen Auflagen der US-Regierung durfte OpenAI dabei GPT 5.6 veröffentlichen.
Diese neue KI-Generation soll mit Anthropics Mythos 5 konkurrieren.
Das System wurde ebenfalls für die breite Öffentlichkeit gesperrt, nur ausgewählte Kunden haben Zugriff.
GPT 5.6 bietet verbesserte agentische Fähigkeiten in Programmierung, Biologie und Cybersicherheit sowie verstärkte Schutzmaßnahmen gegen Missbrauch.
Echtzeit-Klassifikatoren überwachen kontinuierlich die Antworten, um Missbrauch zu verhindern, selbst bei Jailbreak-Versuchen.
Die neue Generation umfasst drei Modelle.
Terra für den Alltagsgebrauch, Luna für Schnelligkeit und Sol als Flaggschiff.
Sol Ultra erweitert Sol um zusätzliche Subagenten für höhere Leistung.
In Benchmark-Tests übertrifft Sol das Konkurrenzprodukt Mythos 5 bei Programmieraufgaben.
Bei Cyber-Sicherheit-Tasks erreichen alle Modelle dieselbe Leistung wie Mythos Preview, benötigen aber nur ein Drittel der Token.
Auch preislich unterbietet OpenAI die Konkurrenz deutlich mit 2,50 Dollar pro 1-Million-Input-Token gegenüber 10 Dollar bei Anthropic.
Die baden-württembergische Landesregierung plant, bei der Datenschutzbehörde 40 Prozent der Stellen einzusparen, so steht es im Koalitionsvertrag.
Sie begründet diesen Schritt mit der föderalen Modernisierungsagenda, die eine Bündelung von Kompetenzen auf Bundesebene vorsehe.
Parallel will Grün-Schwarz allerdings den Einsatz von künstlicher Intelligenz zu Überwachungszwecken deutlich forcieren.
Im CT-Datenschutz-Podcast Auslegungssache sprachen mein Kollege Holger Bleich von der CT und Heisejustiziar Jörg Heidrich mit Professor Tobias Keber.
Er ist der Landesbeauftragte für den Datenschutz und Informationsfreiheit in Baden-Württemberg und hatte solche Einschnitte nicht erwartet.
Zumal, also man sich jetzt einfach anschaut, was passiert denn dann.
Ich glaube gerade auch unser Haus, aber das machen andere Häuser mindestens genauso gut.
Die Beratung.
Beratung kostet Kapazität.
Das ist so.
Also wahrscheinlich kann ich sogar manchen Bescheid schneller schreiben, als eine ordentliche Beratung zu machen.
Und wenn man dann spart, ja, was heißt das?
Und dann muss man sich ehrlicherweise ja auch mal diesen ganzen Koalitionsvertrag durchlesen.
Und dann...
fällt ja schon auf, dass hier Bereiche, polizeiliche Befugnisse, also ganz viel mit KI, KI-Videoschutz lese ich hier, intelligente Videoüberwachung.
Ich lese, Bodycams sollen ausgebaut werden, automatisierter Bildabgleich im Internet.
Also hier wird an einer Stelle, ich will jetzt nicht aufgerüstet sagen, aber jedenfalls technisch neue Verfahren.
Das kann man schon sagen, ja.
bei denen normalerweise das Bundesverfassungsgericht auch sagen würde, ja, wenn hier hochgerüstet wird, dann muss es irgendwie eine Kompensation geben, auch bei der Aufsicht.
Und das Gegenteil ist der Fall.
Jetzt kann man natürlich sagen, ja, betrifft ja nur in Anführungszeichen den nicht öffentlichen Bereich, aber man muss es ja immer im Ganzen sehen.
Was macht das mit einer Behörde?
Und der Datenschutz wird an der Stelle überhaupt nicht gestärkt, sondern ja, kleindefiniert.
Und die nächsten Fragen sind dann ja gut 40 Prozent bei uns weg.
Wachsen die dann auf bei BFDI oder verspricht man sich da irgendwelche Skaleneffekte?
Und wenn ja, ist das irgendwie belegt?
Hat das irgendwann mal ausgerechnet oder was ist da eigentlich die Grundlage?
Das komplette Interview hört ihr in der aktuellen Folge des CT-Datenschutz-Podcasts Auslegungssache.
Da berichtet Kema auch davon, dass KI zu einer Flut von Beschwerden führt, die seine Behörde zusätzlich belasten.
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Die Klagewelle gegen KI-Firmen reißt nicht ab.
Jetzt nehmen fast 400 US-Nachrichtenportale aus 33 Bundesstaaten Microsoft und OpenAI ins Visier.
Die Verlage werfen den Unternehmen vor, ihre Inhalte ohne Erlaubnis für das Training von KI-Systemen wie ChatGPT und Copilot verwendet zu haben.
Laut Klageschrift haben die Konzerne systematisch und heimlich Webseiten durchsucht und Inhalte gespeichert, auch solche hinter Bezahlschranken.
Die Verlage sprechen von systematischem Diebstahl urheberrechtlich geschützter Artikel.
Sie fordern Schadenersatz und das Ende der Urheberrechtsverletzungen.
Die Klagenden argumentieren, dass Microsoft und OpenAI durch die KI-Modelle hunderte Milliarden Dollar Marktwert gewonnen haben, während die Verlage nichts erhielten.
OpenAI-Chef Sam Altman hatte zuvor erklärt, es sei unmöglich, führende KI-Modelle ohne urheberrechtlich geschützte Materialien zu trainieren.
Diese Klage reiht sich nun in eine wachsende Zahl von juristischen Auseinandersetzungen um KI-Training ein.
Zuvor verklagten bereits die New York Times, Encyclopedia Britannica und andere Medienunternehmen OpenAI wegen ähnlicher Vorwürfe.
Gleichzeitig geraten Nachrichtenverlage von Seiten Googles verstärkt unter Druck.
Verlage, die an KI-generierten Artikelübersichten und Audio-Briefings teilnehmen möchten, müssen Google weitreichende Nutzungsrechte an ihren Inhalten einräumen.
Diese Rechte umfassen auch das Training von KI-Modellen.
Das Problem entsteht durch die Verknüpfung mit Google Showcase, einem bestehenden Lizenzprogramm.
Verlage erhalten dort Vergütung für kuratierte Inhalte.
Google droht damit, Showcase auslaufen zu lassen.
Verlage müssen daher zum neuen KI-Programm wechseln, um ihre bisherigen Zahlungen zu behalten.
Damit wird die Situation für Nachrichtenmedien immer angespannter.
Googles AI-Overviews beantworten Anfragen bereits direkt und reduzieren somit Website-Besuche.
Dadurch erodiert das werbebasierte Geschäftsmodell vieler Medien.
Die britische Wettbewerbsbehörde reagierte bereits und verpflichtete Google, Verlagen mehr Kontrolle über ihre Inhalte zu geben.
Langfristig müssen Verlage jedoch Wege finden, um ihre Abhängigkeit von Google zu reduzieren.
Ende April hatte OpenAI den neuen Bildgenerator GPT-Images 2.0 in ChatGPT integriert.
Er soll sich durch sein hohes Kontextverständnis auszeichnen.
Mein Kollege André Kramer von der CT hat jetzt mit der Produktleiterin Adele Lee gesprochen und herausgefunden, dass sich nicht nur in der Leistung des Modells so einiges verändert hat.
OpenAI will ChatGPT zu einem Werkzeug für professionelle visuelle Kommunikation machen.
Das im April eingeführte Bildmodell verarbeitet Bilder, Texte und Layouts gemeinsam und dadurch kann ChatGPT nun nicht nur fotorealistische Motive erzeugen, sondern auch Infografiken, Anleitungen, Präsentationsfolien oder Plakate.
Also alles mit lesbarem Text und in einer konsistenten Gestaltung.
Laut Lee war OpenAI vor allem darüber überrascht, wie Nutzer die Technik inzwischen praktisch einsetzen.
Sie berichtet von Eltern, die individuell gestaltete Unterrichtsmaterialien und Kinderbücher erstellen oder von kleinen Unternehmen, die Werbematerialien und Bedienungsanleitungen und ihr komplettes Erscheinungsbild in ChatGPT gestalten.
Ein weiterer Wandel betrifft die Eingaben.
Jahrelang galt, je länger und detaillierter der Prompt ausfällt, desto besser ist das Ergebnis.
Lee überrascht, indem sie das Gegenteil empfiehlt.
Nutzer sollen ihre Anweisungen möglichst einfach halten, oft reiche eine kurze Beschreibung aus und noch hilfreicher sei ein Referenzbild, dessen Stil und Motiv die KI übernehmen kann.
Auch die Bildbearbeitung soll präziser werden.
OpenAI arbeitet daran, dass sich gezielt einzelne Bildbereiche verändern lassen, ohne den Rest des Motivs unbeabsichtigt zu verändern.
Genau dieses Problem hatten viele KI-Bildgeneratoren bislang.
Details zu den Trainingsdaten und zum Umgang mit dem Thema Urheberrecht nannte Lee allerdings nicht.
Für die kommenden Jahre sieht OpenAI die Bild.KI vor allem in professionellen Anwendungen.
Neben den bereits jetzt möglichen Marketingmaterialien und Infografiken nennt Lee vor allen Dingen Architektur, Industriedesign und Cutzeichnung als mögliche Einsatzgebiete.
Ziel sei ein Werkzeug, das visuelle Kommunikation ebenso selbstverständlich unterstützt wie heute das Schreiben von Texten.
Vielen Dank, André.
Die Kryptobörse Coinbase hat ihre Software auf chinesische Standard-KI-Modelle umgestellt, um Geld zu sparen.
Laut CEO Brian Armstrong verbraucht das Unternehmen weiter mehr Token als früher, zahlt jetzt aber nur noch die Hälfte.
Dafür nutzt Coinbase unter anderem die Modelle GLM 2.5 und Kimi 2.7.
Ein automatisches System leitet jede Anfrage an das passende Modell weiter.
Dabei berücksichtigt es Aufgabe, Preis und Cashing.
Ein besseres Caching habe die Trefferquote von 5 auf 60 Prozent gesteigert.
Außerdem macht das Unternehmen den Verbrauch jeder Entwicklerin sichtbar, ohne ihn zu begrenzen.
Es gilt aber eine Zusatzregel.
Wer mehr ausgibt, muss laut Armstrong auch mehr Wirkung nachweisen.
Coinbase ist damit kein Einzelfall.
Der CEO des Startups Lindy äußerte sich kürzlich ähnlich.
Das Datenunternehmen Snowflake testet chinesische Modelle als Alternative zu den teuren westlichen Modellen von OpenAI und Anthropic.
Für diese KI-Labore bedeutet das mehr Preisdruck.
Das kann im Umfeld anstehender Börsengänge in den USA ein zusätzliches Risiko sein.
Für die Zukunft prognostiziert das Marktforschungsunternehmen Gardner einen drastischen Kostenanstieg beim KI-gestützten Programmieren.
Bis 2028 sollen die Tokenkosten pro Entwicklerin den globalen Durchschnittslohn von 2.000 US-Dollar monatlich übersteigen.
Bereits heute zahlen 6% der Unternehmen über 2.000 Dollar pro Monat und Entwickler für KI-Token.
Der Hauptgrund liegt im raschen Übergang von Testphasen zur großflächigen Einführung von KI-Coding-Tools.
Viele Unternehmen unterschätzen dabei die finanziellen Auswirkungen des steigenden Tokenverbrauchs.
Denn Entwicklerinnen und Entwickler priorisieren eher Komfort und Geschwindigkeit als Kosteneffizienz.
Problematisch ist auch die mangelnde Transparenz bei der Token-Abrechnung und fehlende Kostenoptimierungsfunktionen der Anbieter.
Unternehmen wie Uber berichten bereits von aufgebrauchten Jahresbudgets ohne klaren Nutzen.
Gartner empfiehlt daher Tokenschwellenwerte, automatisierte Überwachung und den gezielten Einsatz kleinerer Modelle.
für einfache Aufgaben.
Rund die Hälfte der Nutzenden von Anthropics Cloud sagt, dass die KI bereits einen großen Teil ihrer Arbeit erledigen kann.
Das ist das Ergebnis einer Umfrage des KI-Unternehmens unter knapp 10.000 Cloud-Nutzerinnen und Nutzern.
Etwa ein Drittel können die KI bei 30 bis 60 Prozent ihrer Aufgaben einsetzen.
Jeder siebte könne KI sogar bei bis zu 90 Prozent nutzen.
Mehr als ein Viertel der Befragten rechnen damit, dass KI den Großteil ihrer Arbeit in zwölf Monaten übernehmen kann.
Anthropic betont aber, dass sich die Umfrage auf konkrete Aufgaben bezieht, etwa einen Text schreiben.
Arbeit sei jedoch mehr als die Summe aller Aufgaben.
Interessant ist auch die Einschätzung der eigenen Zukunft.
Berufseinsteiger sehen den höchsten Anteil an KI-fähigen Aufgaben und sorgen sich am meisten um ihren Arbeitsplatz.
Aber ausgerechnet die intensivsten Cloud-Nutzerinnen glauben hingegen, dass ihre eigenen Fähigkeiten an Wert gewinnen.
Die meisten Befragten hoffen auf eine Zusammenarbeit mit der KI.
Sie wünschen sich, dass KI langweilige Routinearbeiten übernimmt und die Gewinne breit geteilt werden.
Das war das KI-Update von Heiser Online vom 29.
Juni 2026.
Eine neue Folge gibt es montags, mittwochs und freitags ab 15 Uhr.
Werbung.
Außerdem beheiße.
Hallo, ich bin Holger.
Und ich bin Jörg und wir sind das Team der Auslegungssache.
Das ist der CT Datenschutz Podcast.
Wir beschäftigen uns alle 14 Tage mit aktuellen relevanten Themen rund um den Bereich Datenschutz, Datensicherheit, aber auch um politische Themen wie Überwachung.
Dazu laden wir uns immer interessante Gäste ein.
Die können aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen.
Wir haben natürlich Juristen auch dabei.
Wir haben aber zum Beispiel auch Landesdatenschutzbeauftragte.
Bundesdatenschutzbeauftragte war schon mal da, aber auch.
Technikexperten.
Dabei ist es uns immer wichtig, dass wir verständlich bleiben.
Das heißt, wir versuchen, das Juristen-Deutsch so gut wie möglich zu reduzieren und die Dinge so runterzubrechen, dass auch interessierte Laien sie gut verstehen können und auch ihren Nutzen aus unseren teilweise sehr lebhaften Diskussionen ziehen können.
Hört doch mal rein.
Wir freuen uns auf euch.
