# State Street CEO on AI, ETFs, and Market Shifts

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-06-27

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Samstag, der 27.
Juni.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist Ohne Aktien wird schwer.
Und wir sprechen heute mit dem vielleicht einflussreichsten deutschen Banker.
Da denkt man ja wahrscheinlich zuerst an den CEO der Deutschen Bank.
Wenn man aber schaut, welche Bank für die Finanzwelt am relevantesten ist, könnte man sicher argumentieren, dass State Street noch wichtiger ist.
Die verwahren nämlich um die 55.000 Milliarden Dollar an Vermögen.
Viele von euren ETFs, Aktien oder Anleihen liegen also im Hintergrund bei State Street.
Dazu haben einige von euch, wahrscheinlich paar ETFs mit dem Kürzel SPDR oder Spider im Depot.
Auch die kommen von State Street.
Und ganz oben im Vorstand von State Street sitzt eben der deutsche Banker Jörg Ambrosius.
Er war vor ein paar Tagen bei uns in Hamburg und hat erstens erklärt, wie das Business von State Street funktioniert.
Die Firma ist mit knapp 50 Milliarden Dollar Börsenwert nämlich auch an der Börse.
Außerdem haben wir darüber geredet, wie sein Blick auf die Finanzwelt ist und wieso er glaubt, dass der Bitcoin auf Null gehen kann.
Unterstützt wird die Folge wie immer von Scalable Capital, dem Broker für alle, die aktiv handeln wollen, mit Trading Flatrate, Krediten, Portfolioanalysen und der hauseigenen European Investor Exchange.
Außerdem kurzer Shoutout an den Podcast Campus to Capital von zwei jungen motivierten Podcastern, die sehr spannende Gäste aus dem Finanz- und Startup-Bereich haben und uns den Kontakt zu Jörg Ambrosius hergestellt haben.
Jörg, bevor wir gleich versuchen, euer Business generell ein bisschen besser zu verstehen, wollte ich nochmal so deinen Gesamtblick gerade auf die Finanzwelt haben.
Du bist jetzt seit knapp drei Jahrzehnten noch in der Finanzwelt aktiv und wir erleben ja gerade wahnsinnige Umbrüche, vor kurzem ein SpaceX-IPO, riesige Kapitalerhöhungen auf einmal und viele Dinge, wo man denkt, das ist noch nie da gewesen.
Und da würde mich mal von dir interessieren, hast du das Gefühl, wir erleben eine Zeit, die noch nie da gewesen ist oder hast du das vielleicht vor 10, 20 Jahren auch schon mal genauso erlebt?
Ja Noah, gute Frage, um einzusteigen.
Es sind in der Tat Dinge, die wir im Moment erleben und sehen, die es so noch nicht gab.
Wobei es gab immer Zeiten, wo neue Dinge passiert sind, die es vorher nicht gab.
Also würde man sagen, das hat sich nicht geändert.
Aber wir haben im Moment schon eine Phase, die extrem komplex ist, die auch extrem herausfordernd ist für die Akteure, die sich in der Finanzindustrie oder in der gesamten Weltwirtschaft bewegen.
Weil es sehr viele Faktoren gibt, die parallel großen Einfluss auf die Wirtschaft haben und die in Teilen nur sehr, sehr schwer zu antizipieren sind.
Also insbesondere natürlich die geopolitische Situation, die ja in den letzten, sagen wir mal zwei Jahren schon extrem herausfordernd war, wo immer wieder...
Dinge passieren, die keiner so vorher gesehen hat.
Das ist das eine.
Das andere das Thema künstliche Intelligenz, was natürlich jetzt mit einer Macht in den Markt drängt oder in alle Märkte drängt, die vielleicht auch nicht alle so gesehen haben.
Also nicht, dass es mit dieser Geschwindigkeit und mit dieser Tiefe passiert.
Und ansonsten haben wir natürlich jetzt auch das Thema Inflation, was zunehmend jetzt als Thema wieder auf die Tagesordnung gelangt.
Und in diesem Gesamtkontext ist es im Moment natürlich extrem herausfordernd.
Und wir hatten zumindest in den letzten 30 Jahren, in dem ich in diesem Geschäft tätig bin, trotz globaler Finanzkrise und anderen großen Events, die wir gesehen haben, Keine Gemengelage, die so komplex auf diversen Ebenen stattgefunden hat.
Und sind das auch die, wenn ihr darüber nachdenkt, wie ihr euch für die Zukunft positioniert, sind das die Megatrends auch, die ihr euch anschaut?
Also sozusagen Geopolitik auf der einen Seite, künstliche Intelligenz und dann vielleicht Inflation als generell größeres Thema oder gibt es noch andere Themen, wo ihr sagt, da gucken wir sehr genau drauf, das könnte vielleicht als viertes Thema sogar noch dazukommen?
Also das sind definitiv drei der Themen, die uns definitiv umtreiben.
Zusätzlich beschäftigen wir uns mit der Thematik, wo die Vermögen der Zukunft angesammelt werden.
Anleger mit ihren Investments haben, möglichst hoch ist, damit sie damit im Endeffekt auch ihre Zukunft, insbesondere dann die Zukunft im Renten- und Pensionsalter vernünftig gestalten können.
Das ist ein Thema, in dem Moment auch relativ viel im Umbruch ist.
Wir haben Große Bewegungen der Kapitalflüsse, die lange Zeit, insbesondere in den USA, über das reine Vorgeschäft gelaufen sind, haben jetzt natürlich ein starkes Anwachsen von alternativen Investmentanlagen.
Wir haben ein starkes Anwachsen von Unternehmen, die bewusst lange privat bleiben, bevor sie dann, was ich eben erwähnt, ein IPO machen.
Und wir haben auch große Verschiebungen auf den Kapitalflüssen hin zu dem Segment der Wealth Manager.
Das heißt, wir sehen da einen relativ großen Shift, der sich jetzt in den letzten zwei, drei Jahren entwickelt hat.
Wir glauben, dass das sich weiter in diese Richtung entwickelt.
Und der letzte Punkt, das ist schon verbunden mit der geopolitischen Situation, ist das ganze Thema Regulierung.
Wir haben unterschiedliche Geschwindigkeiten auf gewissen Themengebieten, wie sich Jurisdiktionen regulatorisch entwickeln.
Wir haben in den USA ganz klar den Trend zu deregulieren.
Wir haben in Europa leider, sage ich, den Trend weiter stärker zu regulieren.
Und in Asien haben wir eine unterschiedliche Gemengelage.
Aber das ist natürlich...
schwieriges Thema für alle Finanzinstitute, die auf die Lizenz in einem Markt angewiesen sind und ich bekomme die und halte die Lizenz, wenn ich regulatorisch compliant bin.
Von daher ist das eine harte Vorbedingung, um in jedem Markt, wo ich arbeiten möchte, aktiv zu sein.
Und da ist ein Thema, wenn dort die Welt sich komplett in eine andere Richtung entwegt, zusätzliche Komplexität, zusätzliche Kosten, Kosten, die am Ende des Tages natürlich dann am Ende der Endinvestor zahlen und tragen muss.
Und kann auch dazu führen, dass dann weniger Kapital noch nach Europa zum Beispiel fließt oder einfach die Kosten rundherum deutlich größer werden, hier Investmentprodukte aufzusetzen und dann halt mehr in die USA fließt oder Länder, die mehr deregulieren wahrscheinlich.
Ja, also das ist definitiv etwas, was wir als großes Problem sehen.
Wir hatten im letzten Jahr nach dem Liberation Day relativ große Flüsse, Kapitalflüsse, die aus den USA nach Europa und Asien geflossen sind.
Dieser Trend hat sich dann verlangsamt und ist gestoppt Mitte letzten Jahres.
Und jetzt haben wir wieder...
erhebliche Kapitalflüsse zugunsten der USA, die halt im Umfeld nach wie vor auf der Finanzmarktseite geschaffen haben, was Risikokapital anzieht.
Wenn wir nochmal auf den Eintrend schauen, dass mehr Geld zu Wealthmanagern geht, wo ist das früher, also waren das früher eher Privatanleger, die einfach so viel Vermögen da geworden sind, dass jetzt zu Wealthmanagern gehen oder woher verschiebt sich das Geld?
Das ist zum einen natürlich eine Funktion von einer Vermögenskonzentration.
Das heißt, in dem Moment, wo ich größeres Vermögen als privates Individuum angesammelt habe, werde ich interessant für Wealth Manager.
Auf der anderen Seite haben Wealth Manager ihr...
Spektrum deutlich verbreitet.
Das heißt, wenn in der Vergangenheit jemand, sagen wir mal, mit einem Privatvermögen von 50 Millionen interessant war für einen Worth Manager, ist die Grenze deutlich nach unten gegangen.
Der große Unterschied liegt darin, dass auch mit Einsatz von Technologie heute dieses Geschäft deutlich effizienter abgebildet werden kann und dass dieses Geschäft sehr viel mehr auf die persönlichen Erfordernisse oder Präferenzen des Anlegers zugeschnitten werden kann als jetzt der Standard Investment Fonds.
Und am Ende des Tages glauben wir, dass das dazu führen wird, dass wir relativ große Verschiebungen sehen werden aus dem Standard Investment Fondsgeschäft hin zum Worldgeschäft.
Und das heißt, das ist die eine Verschiebung und die andere Verschiebung wahrscheinlich aus Fonds Richtung ETFs oder wird es ETFs schon als Standard Fondsgeschäft definieren?
Wir haben ETFs, würde ich schon als Standardfondsgeschäft sehen, aber wenn wir jetzt mal über den Inhalt der Fonds sprechen, glauben wir, dass sich der Trend, den wir jetzt die letzten fünf Jahre gesehen haben, wo es eine bipolare Entwicklung gab, auf der einen Seite starkes Anwachsen von alternativen Investmentanlagen und auf der anderen Seite ETFs, Indexprodukte.
Wir glauben, dass sich das...
verstärken wird.
In den USA sind wir dort schon relativ weit im Verhältnis jetzt zu Europa und Asien.
Wir haben aber jetzt gerade in den letzten 12, 18 Monaten viel Aufholbewegung gesehen in beiden Regionen.
Wir sehen erhebliche Verschiebungen von aktiv gemanagten Fonds hin zu Indexprodukten.
insbesondere auch dann ETFs.
Und ihr glaubt doch, dass dieser Trend weitergehen wird?
Es gibt ja auch welche, die argumentieren, es war einfach in den letzten Jahrzehnten ein sehr gutes Umfeld für ETFs, weil es so ein starker Momentummarkt war und eigentlich die großen Firmen immer wertvoller wurden.
Davon profitiert natürlich so ein breit gestreuter Index am Ende.
Wenn wir aber wieder in turbulenteres Fahrwasser kommen, wo die Börse noch volatiler wird oder auch mal längere Abwärtsphasen gibt, dass dann vielleicht wieder aktives Management so ein bisschen zugewinnt.
Aber langfristig, sagt ihr, ihr seht schon weiter den Trend eher zum Passiven.
Also wir sehen langfristig schon, den Trend, dass wir einen höheren Anteil in passiv, also noch höheren Anteil in Zukunft im passiven Investment sehen werden.
Es wird immer eine Daseinsberechtigung für Stockpicker geben.
Es gibt auch eine Daseinsberechtigung für Hedgefonds.
In volatilen Zeiten wie diesen sind das natürlich gute Zeiten für Hedgefondsmanagers insbesondere, aber auch für aktive Manager.
Ich glaube, das hat alles eine Daseinsberechtigung.
Aber wenn man sich anschaut, wie die Gesamt-Asset-Allokation in der Zukunft sich darstellen wird, glauben wir, dass ETFs nach wie vor erhebliches Potenzial haben, mehr Gesamtanteil an dem Gesamtportfolio der weltweiten Assets zu nehmen.
Ihr habt ja auch ein großes ETF-Geschäft.
Vielleicht wenn wir auf den ersten Bereich gucken, bei euch das ETF-Business, der hat ja lange Zeit auch den größten ETF sogar, den SPY.
Er wurde jetzt, glaube ich, von Vanguard vor zwei Jahren überholt, das ist, glaube ich, jetzt der zweitgrößte immer noch.
Und generell sieht man ja noch stärker in den USA als bei uns so einen riesigen Gebührenkampf, dass sie wirklich wahnsinnig günstig werden, diese Produkte.
Wie schaut ihr auf die Entwicklung?
Wird der Markt immer größer, aber die Gebühr noch immer geringer?
Oder glaubt ihr, das hat irgendwo auch mal eine Untergrenze?
Und ob es jetzt 0,09 oder 0,05 Prozent sind, ist irgendwie auch nicht mehr so relevant.
Generell ist es ja aus Sicht des Investoren zu begrüßen, wenn die Vermögensanlage günstiger wird, weil dann die Netto-Rendite steigt.
Wir waren der erste Anbieter eines ETFs unter dem Label Spider.
Spider war die Marke, mit der wir an den Markt gegangen sind.
Und aus dieser Entwicklung heraus, dass unsere Asset-Management-Einheit den ersten ETF entwickelt hat, hat die Bankseite, die ich jetzt hier vertrete, entwickelt, wie man einen ETF denn administriert, abwickelt, verwahrt.
Und aus der Situation heraus sind wir dann auch zum absolut dominierenden Anbieter in der ETF-Administration weltweit geworden.
Das heißt, wir administrieren nicht nur die ETFs, die Statesuit emittiert, sondern wir sind auch ein sehr großer Anbieter.
für ETFs von anderen Emittenten.
Und das ist ein Skalengeschäft.
Von daher, wir sehen auch, wenn wir uns die Flows anschauen, wer denn den Großteil des Geschäftes an sich binden kann, also der neuen Netto-Mittel-Zuflüsse, verteilt sich das mehr und mehr auf die großen Spieler in diesem Geschäft.
Auch das ist etwas, was wir glauben, wird sich eher verstärken, weil am Ende des Tages die Kosten, um dieses Geschäft zu betreiben, relativ hoch sind.
Also es gibt einen Grundkostenblock, der relativ hoch ist.
Wenn ich die Infrastruktur aber vernünftig aufgestellt habe, ist dieses Geschäft skalierbar.
Und dann wird es halt kommerziell interessanter.
Im Gegenzug wird es für Institutionen, die entweder in dem Geschäft heute noch nicht tätig sind.
oder die relativ klein sind, zunehmend schwerer, dort wettbewerbsfähig zu agieren.
Weil sozusagen, wenn ich jetzt 1000 Milliarden im ETF habe und dann habe ich 0,0 irgendwas Prozent Zinsen, ist trotzdem ein sehr ordentlicher Betrag und als kleiner Anbieter muss ich teurer sein, sonst kann ich es ja gar nicht finanzieren.
Weil die Grundkosten, um so eine Infrastruktur zu betreiben, relativ hoch sind.
Wenn wir jetzt nochmal versuchen, euer Business genauer zu verstehen, was genau heißt es, dass ihr im Hintergrund bei vielen ETFs noch dabei seid?
Also was ist die Administration genau?
Man kriegt ja, gibt ja oft einen Indexanbieter, der stellt den Index und dann gibt es am Ende Anbieter, wie es beide jetzt, die dann den ETF auflegen.
Was ist da quasi der Layer, den ihr noch bedient, auch für andere?
Also wir machen wirklich die Administration, das heißt auf täglicher Basis die Bewertung der Einzelpositionen, die Reconciliations, wenn es einen Index gibt.
eine Indexanpassung gibt, werden ja relativ viele Trades gemacht.
Wir hatten das jetzt gerade die Woche wegen SpaceX, wo dann im Endeffekt der Index reallokiert wird.
Dann muss ja jemand das abwickeln, muss diese Transaktionen Käufer, Verkaufer abwickeln und wir verwahren die Assets.
Wir haben zum Beispiel auch als State Suite den weltweit größten Gold-ETF.
Und in dem Zusammenhang wird natürlich auch Gold physisch in einem Tresor verwahrt als Underline dieses ETFs.
Das heißt, das ist die klassische Funktion, die wir als Kastodien breiter anbieten, findet auch für ETFs statt und arbeitet natürlich dann sehr eng mit den Market Makern zusammen für die ETFs, aber dann auch entsprechend halt mit den Emittenten.
Wir haben ein Ecosystem entwickelt rund um dieses komplette Thema ETF, wo Emittenten end-to-end von uns im Endeffekt die komplette Abwicklung bekommen, aber entsprechend auch real-time des Berichtswesens.
Das heißt, wie...
Da steht der Track Record zum Beispiel eines Indexfonds gegenüber dem Index.
Das ist ja eine sehr wichtige Tracking Difference.
Das heißt, wie hoch ist die Abweichung jetzt von dem, was der Investor bekommt, zu dem, was er gekauft zu haben, sprich den eigentlichen Index.
Das sind alles Themen, die wir in der Abwicklung anbieten, so was man sagen kann.
Das ist jetzt mal vereinfacht zu sagen, das ist so eine Art rundumlos-Sorglos-Paket.
Dazu kommt, dass ETFs natürlich dann auch in verschiedenen Jurisdiktionen aufgesetzt werden können, aber auch distributiert werden können.
Das heißt, die Emittenten suchen Partner wie uns, die dann weltweit sie in den entsprechenden Jurisdiktionen oder Distributionsmärkten.
unterstützen und begleiten können und das ist im Endeffekt dieses Ecosystem, was ich beschrieben habe.
Wenn man jetzt auf das quasi schaut auf das Business, dann gibt es da teilweise Umsätze, wo dann Menschen bei euch wirklich sitzen und traden und verwalten.
Es gibt aber auch wahrscheinlich Softwareprodukte, die ihr dann verkauft, wo man dann die Reportings rauskriegt, also so ein am Ende gemischter Umsatz bei euch aus verschiedenen Tätigkeiten, wie sich das dann zusammensetzt.
Ja, absolut.
Also tendenziell geht der Trend natürlich dahin, dass die Maschine mehr und mehr Tätigkeiten übernimmt, die in der Vergangenheit händisch von Menschen erledigt wurden.
Da haben wir erhebliches Potenzial, auch gerade dann beim Anwenden von künstlicher Intelligenz, Agenten, die dort zum Einsatz kommen, die quasi Tätigkeiten, die Menschen in den letzten Jahren getan haben, übernehmen.
Was dazu führt, dass dann der Mitarbeiter zumindest Teile seines täglichen Doings an die Maschine abgibt.
und sich auf andere Tätigkeiten fokussieren kann.
Zum einen dann sich mehr um die Kunden kümmern kann, sich zum anderen um potenzielle Fehler, die passiert sind, kümmern kann.
Wir nennen das dann Exception Based Processing.
Das heißt, man verbringt nicht die Zeit, mit jeder Transaktion händisch abzuwickeln, sondern man verbringt die Zeit dann auf den Transaktionen, wo es ein Problem gibt, weil die Maschine im Endeffekt das Standardgeschäft abwickelt.
Das sind jetzt Dinge, die mit großer Geschwindigkeit in unsere Industrie Einzug finden und es ist spannend.
Passend zum Finanzthema heute freue ich mich sehr, auf unsere neue Partnerschaft hinzuweisen, an der wir schon lange im Hintergrund arbeiten und zwar mit dem Vermögensverwalter und Fondsmanager DJE.
DOE ist ursprünglich mal ähnlich gestartet wie dieser Podcast, damals noch als Informationsmedium für Aktien in Briefform.
Das war schon 1974 und mittlerweile verwalten sie über 17 Milliarden Euro.
Das bis heute als familiengeführte Firma, neben dem Gründer Dr.
Jens Erhard, ist sein Sohn Dr.
Jan Erhard bald 25 Jahre mit an Bord und verantwortlich für das hauseigene Research Team und auch für einige der größten Fonds.
Von dem Research Team werden wir in den nächsten Monaten hier im Podcast auch noch mehr hören.
Und übrigens waren Dr.
Jens und Dr.
Jan Erhard gerade auch im OMR Podcast zu Gast und haben so ein bisschen über ihre Firmengeschichte und vor allem über ihre Anlagephilosophie gesprochen.
Und genau wegen der Anlagephilosophie passen sie auch sehr gut zu unserem Podcast, weil sie einen starken fundamentalen Ansatz haben und sehr auf Qualität bei den Aktien schauen, in die sie investieren.
Außerdem gibt es unter euch ja viele, die selbst zum Beispiel sehr aktiv in Tech-Aktien investieren und als Beimischung immer was suchen, was ein bisschen mehr Stabilität ins Depot bringt.
Genau dafür gibt es von DJE zum Beispiel den Dividende- und Substanzfonds, der in dividendenstarke Firmen investiert, die aber gleichzeitig auch ein stabiles Business haben.
Mehr Infos dazu packen wir euch in die Beschreibung.
Und das Ganze ist wie immer natürlich keine Anlageempfehlung.
Es gibt einen Teil vom Geschäft, hast du schon angeteasert, der noch rein nicht digital ist, weil sie zum Beispiel Gold verwahren.
Ihr habt ja generell ein riesiges Verwahrgeschäft, weil Gold ist noch sehr nachvollziehbar.
Da ist Gold, es liegt in einem Tresor, das kann man irgendwie gut verstehen.
Ihr verwaltet insgesamt oder verwahrt insgesamt über 50.000 Milliarden Dollar, ein riesiges Vermögen.
55.000 mittlerweile.
55 sogar.
Und viel davon ja auch Wertpapiere, die ja eigentlich schon digital sind.
Was genau verwahrt man da noch?
physische Vermögensgegenstände, die in dem Tresor eingelagert sind.
Als ich vor 30 Jahren im Geschäft anfing, haben wir im Tresor noch Coupons mit der Schere abgeschnitten, wo dann der Investor quasi seine Zinserträge bekommen hat, ausgezahlt bekommen hat, wenn er den Coupon vorgelegt hat.
Das ist gerade mal 30 Jahre her.
Dann wurden diese Papiere mehr und mehr elektronisch verwahrt oder in einem elektronischen register verwahrt wurde einem endeffekt hinterlegt weil wer ist jetzt der eigentümer und eines eines papiers und wir bewegen uns jetzt zum anderen ende des spektrums im bereich digitaler assets das heißt assets werden als tokens imitiert und werden dann auf einer Blockchain zwischen zwei Counterpartys ausgetauscht.
Das heißt, es entsteht im Endeffekt eine vertragliche Situation, wo, das hat sich nicht geändert, Wertpapiere gegen Geld ausgetauscht werden.
Dann ist die Frage, was ist dann die Rolle des Verwahrers?
Die Rolle des Verwahrers ist zum einen, dass nach wie vor etwas verwahrt wird, nämlich in dem Fall die elektronischen Schlüssel.
um an diese Assets zu gelangen.
Und dass auch jemand, der reguliert ist und kapitalisiert ist, überwacht, was denn auf dieser Blockchain stattfindet.
Das heißt, On-Chain-Activity-Monitoring ist eine der Tätigkeiten.
Und die andere Tätigkeit ist, dass wir halt in dem Fall jetzt dann die elektronischen Schlüssel verwahren als neutraler.
Verwahrer, sodass du als Investor nach wie vor ruhig schlafen kannst und weißt, die Assets existieren, die sind nicht irgendwo in der Luftbuchung auf einer vertikalen Plattform, wo jemand sagt, trust me, es ist alles da, kein Problem.
Das war übrigens die Konstellation mit Madoff, da gab es keinen neutralen.
sondern es war alles auf einer vertikalen Plattform, in-house, end-to-end, was dazu geführt hat, dass eben keine neutrale, unabhängige Verwahr-Institution gesagt hat, ja jetzt schaue ich mal, existieren die Vermögen wirklich und finden die Transaktionen wirklich statt?
Wir glauben, dass die Rolle des Verwahrers oder des Trustees, am Ende des Tages bist du ein Trustee, der sicherstellt, dass die Interessen des Investors gewahrt bleiben.
Vielleicht für den jungen Hörer Bernie Madoff, für die, die ihn nicht kennen, das größte Ponzi Scheme der Geschichte aufgebaut.
Quasi ein Fonds, immer schöne Renditen ausgewiesen, am Ende hat sich herausgestellt, er hat einfach nur Geld reingenommen und die, die rausgegangen sind, mit dem Geld der anderen Kunden ausgezahlt, ist dann irgendwann aufgeflogen.
Wie konnte das sein, dass er kein Kastodien gebraucht hat?
Also braucht man nicht regulatorischen, getrennten Kastodien?
Es war damals eben nicht...
Zwingend erforderlich für den Bereich, in dem er tätig war.
Und daraus hat man dann natürlich im Nachgang gelernt.
Das heißt, es war dann so, dass Hedgefonds-Administratoren nicht zur gleichen Zeit im gleichen Unternehmen auch Verwahre sein konnten, sondern es war zu Met-of-Zeiten möglich.
Das heißt, es war alles quasi auf einer, deswegen haben wir eben gesagt, vertikale Plattform.
Und Ponzi-Scheme ist genau der Begriff.
Wenn man sich anschaut, wann es in der Historie Ponzi-Schemes gab, war es immer eine Konstellation, wo kein neutraler Dritter überwacht hat, dass Assets wirklich existieren.
Ist auch in der Kryptowelt das, was man hin und wieder gesehen hat, wo einfach ein Player alles abdeckt und dann kann man...
Dann verschwinden plötzlich zwei Milliarden und keiner weiß, wo sie denn waren, weil sie haben am Ende des Tages nie existiert, sondern es gab halt Luftbuchungen.
was halt in einem geschlossenen System, wenn es keine unabhängige dritte Partei gibt, die im Sinne des Investoren prüft, findet das alles so statt, passieren kann.
Wir haben jetzt schon, du hast kurz Blockchain angesprochen, man sieht ja gerade an der Börse eher eine Verschiebung, dass auch bei vielen Privatanlegern und generell der Gesamtkurse von Bitcoin, Ethereum und so weiter es schwieriger hat und es gerade nicht die attraktivste Anlageklasse ist, weil auch andere Assets auf einmal kommen, KI-Aktien, die deutlich spannender sind.
Gleichzeitig hört man aber so aus der Kernbankenwelt, dass Blockchain schon immer mehr Einzug erhält und immer wichtiger wird.
Wie guckt ihr darauf und vielleicht, das ist dann wahrscheinlich nicht Ethereum als Blockchain, über die ihr da sprecht, sondern es sind eigene Blockchains, die dann entwickelt werden.
Genau, das heißt, Für uns ist eigentlich die entscheidende Frage, wer ist der Anwender der Technologie?
Sind das Marktteilnehmer, die Vertrauen über Jahre aufgebaut haben und die auch dann mit dieser Technologie vertrauenswürdig umgehen und umgehen müssen, da sie wie gesagt sehr reguliert sind?
Oder sind das andere Marktteilnehmer?
Und wie gesagt, für uns ist Blockchain heute und schon seit längerer Zeit Teil des Infrastrukturangebots, was wir als Finanzinstitut betreiben, ist auch für viele Fälle sehr attraktiv und effizient.
Es gibt auch Fälle, wo Blockchain keinen Sinn macht, weil der Setup, den die Industrie entwickelt hat, so effizient ist, dass jetzt Blockchain keinen incremental value leistet.
Also von daher macht es auch nicht Sinn, alles auf Blockchain zu nehmen.
Was wäre das zum Beispiel, wo das schon so effizient ist?
Hochautomatisiertes Standardaktiengeschäft macht heute überhaupt keinen Sinn, auf der Blockchain abzuwickeln, weil es schon so effizient ist, dass die Zusatzgewinne, die dort entwickelt würden, in keinem Verhältnis stehen auch zu den Kosten.
Die ja mittlerweile durchaus nicht zu vernachlässigen sind.
Das heißt, es ist ja nicht so, als wenn diese Technologie kostenlos ist, sondern die frisst zum einen Energie und wenn ich mit einem externen arbeite, halt auch entsprechende Tokens.
Von daher muss man sich immer anschauen, was ist jetzt der wirkliche Anwendungsfall für eine Blockchain.
sag's nochmal trusted market participants eingesetzt wird und einer kryptowährung und ich habe mich dazu in der vergangenheit schon klar geäußert ich bin nach wie vor der meinung dass wir den tag sehen werden wo der wert eines bitcoin 0 sein wird wenn ein quantencomputer in der lage ist die chain zu entschlüsseln ist der innere inhärente wert eines bitcoin 0 Wir werden sehen, wie sich das entwickelt.
Aber ich bin nicht überrascht, dass diese Kurse unter Druck geraten sind.
Das bleibt jetzt zu schauen.
Ich glaube nicht, dass das nur eine Verlagerung von Assets ist, wo man sagt, es gibt andere interessante KI-getriebene Investitionsmöglichkeiten gegenüber einer Kryptowährung.
Ich glaube durchaus, dass da auch schon eine gewisse Unsicherheit ist, wie nachhaltig eine Kryptowährung ist als Investitionsobjekt.
Und am Ende des Tages wird es Währung genannt.
Es hat aber aus meiner Sicht nicht mit einer Währung zu tun.
Eine Währung braucht immer einen...
Land of last resort, der die Währung emittiert und das ist in der Regel eine Zentralbank, haben wir hier nicht.
Jetzt schauen wir mal, wie das Ganze sich entwickelt.
Aber ich bin da nach wie vor sehr skeptisch bei diesen reinen Kryptowährungen.
Bei Bitcoin könnte man argumentieren, dass sie so einen sogenannten Fork machen.
Also wenn sich die Community sozusagen einigt, wir setzen auf eine neue Technologie, die vielleicht ein bisschen quantensicherer ist.
Ist natürlich die Frage, ob sie sich da einigt.
Kann sein.
Auch dann wird das Thema Kosten zunehmend ein Thema werden.
Das wurde bisher in den ganzen Diskussionen sehr vernachlässigt.
Ich glaube, das wird zunehmend ein großer Aspekt werden, auch beim Einsatz von KI übrigens.
Viele Unternehmen stellen jetzt fest, wenn ich jedem KI im Unternehmen anbiete, dass quasi in keiner Art und Weise reguliere, das heißt, wie wird die KI intern genutzt, dann ist da diese Kostenlinie, die bisher relativ vernachlässigt war, die aber jetzt sehr stark ansteigt.
Und das ohne, dass bisher die Kosten von den Anbietern dramatisch erhöht wurden.
Auch da bleibt zu sehen, wie die Anbieter jetzt mit dem ...
Kostenthema umgehen.
Mit dem CapEx, was hier schon investiert wurde und weiter investiert wird, ist ja davon auszugehen, dass vielleicht dort auch die Preise irgendwann steigen werden.
Aber das heißt, mit eurem Blick auf Krypto ist doch der Grund, wieso jetzt nicht so zum Beispiel BlackRock hat ja mittlerweile mit dem Bitcoin ETF ist eines der profitabelsten Produkte, das sie überhaupt haben.
Wieso ihr da nicht so aggressiv in den Markt gegangen seid, wie vielleicht andere?
Wir sind da relativ konservativ, was das Geschäft angeht, unterwegs.
Wie gesagt, Was die Technologie angeht, würde ich behaupten, sind wir ganz vorne mit dabei, weil das haben wir über die Jahre sukzessive auch im Konzern eingesetzt.
Wir haben Teilbereiche unseres Geschäftes, die auf Blockchain abgewickelt werden, weil das einfach Sinn macht.
Aber das passiert halt dann innerhalb unseres Hauses.
Wir haben versucht, euer ...
Verwahr-Business vor allem zu verstehen und nochmal auf die KI-Firmen schaut, da gab es eine massive Wertentwicklung, also der Lande SpaceX bringt einfach 2000 Milliarden am Ende an Börsenwert an die Börse.
Ist es was, wovon ihr eigentlich auch direkt profitiert?
Oder wenn es jetzt insgesamt 2000 Milliarden mehr an Börsenwert gibt, dann landet ja auch ein großer Teil als größter Verwahrer bei euch davon und ihr kriegt am Ende eine Gebühr, die auch ein bisschen vom Volumen abhängt, dass ihr verwahrt.
Ja, also wir haben einen Teil unserer Entlohnung, hängt natürlich von den Assetgrößen ab.
Das heißt, wenn der Gesamtbetrag der verwahrten Vermögen steigt, steigt damit auch ein Teil unserer Entlohnung.
Es gibt aber keine direkte Korrelation zwischen unserem Konzernerfolg und diesen Vermögenswerten, weil wir unsere Erträge aus sehr vielen unterschiedlichen Aspekten des Geschäftes heraus generieren.
Beispiel.
Transaktionsabwicklung.
Das heißt, volatile Märkte, wo sehr viel Handel passiert, wo sehr viel abgewickelt wird, ist ein anderer Aspekt, der jetzt für unser Geschäft wichtig ist.
Ein weiterer Aspekt Zinsentwicklung.
Das heißt, wir halten ja relativ große Kundeneinlagen auch an Cash, die entsprechend dann dem Kunden verzinst werden.
Wir wiederum nehmen dieses Geld und legen es am Kapitalmarkt an, das heißt, da entsteht auch eine gewisse Zinsdifferenz, das ist eine andere Einkommensquelle für uns und dann gibt es diese ganzen Zusatzdienstleistungen, die gebührenbasiert sind, Collateral Management, Währungsgeschäfte, regulatorisches Reporting, das heißt, da gibt es eine ganze Bandbreite von Dienstleistungen, die jetzt nicht direkt an dem Wert, ein Volumen der Assets gekoppelt sind, aber ein Teil des Einkommens ist damit direkt verbunden, ja.
Und bei dem Zinsgeschäft ist es da so, dass ihr eigentlich immer einen ähnlichen Spread habt oder ihr hängt schon am Zinsniveau?
Das heißt, wenn das Zinsniveau generell nach oben geht, dann steigt euer Zinseinkommen, dass es nicht so Zinsniveau abhängt?
Es hängt davon ab auch, wie die Vereinbarung mit dem Kunden ist.
Am Ende des Tages als Bank habe ich ja immer als einen zentralen Baustein eine Fristentransformation.
Das heißt, ich nehme Geld des Kunden an, was entweder täglich fällig ist oder halt der Kunde sagt mir, nein, ich möchte dieses Geld 30 Tage, 60 Tage, 90 Tage bei dir parken.
Und das hat natürlich einen Einfluss auf den Spread.
Auf der anderen Seite hast du natürlich eine Marktentwicklung.
Du hast verschiedene Währungen.
Das heißt, am Ende des Tages ist es immer eine bilaterale Verhandlung mit jedem Kunden, wie wir uns auf die Zinskonditionen verständigen.
Im Gegenzug mit der Fristentransformation haben wir natürlich für uns auch einen Risikoappetit definiert, wo wir sagen, auf der Wiederanlage dieser Gelder, wir sind dort in der Regel als Haus-Tier-Skonservativ unterwegs.
hätten wir natürlich die Möglichkeit dann auch entsprechend mit der Zinskurve zu agieren.
Aber unser Ansatz in der Vergangenheit war da eher sehr konservativ.
Sind Stablecoins ein Thema, auf das ihr sehr stark schaut?
Weil dabei auch eines der attraktivsten Geschäftsmodelle eigentlich in der Kryptowelle in den letzten Jahren ist Tether Stablecoin-Anbieter, der gar keine Zinsen auszahlt, aufs komplette Volumen Zinsen kassiert, ist eigentlich ein super Geschäftsmodell.
Also Stablecoins sind halt bisher auch regulatorisch und verzinst da gibt es gerade durch die bestrebungen am markt das zu ändern sehen wir eher kritisch muss man abwarten wie der regulator damit mit umgeht für uns sind stable coins in vor dem hintergrund interessant dass ein stable coin ja nichts anderes ist als es gibt ein anderlein was wiederum bei einem custodian verwahrt wird das heißt ich habe eigentlich ein elektronisches vehikel geschaffen mit dem ich im digitalen umfeld arbeiten kann Aber dieses Vehikel ist unterlegt mit realen Vermögen.
Entweder Cash oder in vielen Fällen halt US-Staatsanleihen zum Beispiel, die wiederum von einem Kustodien und zwar auch von uns verwahrt werden.
Also von daher ist für uns Stablecoin ein interessantes Geschäft und für mich auch eine ganz andere Kategorie, jetzt nochmal auf zurückzukommen, als die Cryptocurrencies.
Jetzt haben wir glaube ich schon einmal das Verwahrgeschäft ganz gut verstanden, das ETF-Geschäft.
Ihr habt ja auch noch Software-Umsätze, ich glaube 400 Millionen an wiederkennenden Umsätzen schon.
Habt ihr eine große Übernahme für drei Milliarden gemacht vor einigen Jahren von Charles River.
Was genau sind eure Software-Produkte?
Du hast schon angesprochen, Reporting-Produkte, aber was kann man sich so grob insgesamt darunter vorstellen?
Wir haben über die letzten zehn Jahre eigentlich angefangen für Asset-Manager nach und nach Dienstleistungen.
zu übernehmen.
Das heißt Asset Manager, die ja als Hauptgeschäftszweck haben, eine Anlageentscheidung zu treffen und mit dieser Anlageentscheidung möglichst hohe Renditen im Sinne ihrer Investoren zu generieren.
Und viele Asset Manager haben halt über die Jahre entschieden, dass es Tätigkeiten gibt.
In deren Backoffice, in deren Middle Office Operations, die sie nicht im Haus behalten wollen.
Wo sie gesagt haben, kann mir das niemand abnehmen.
Und das ist ein Geschäft, was wir sehr stark entwickelt haben.
Wir haben dort auch teilweise von Asset Managern, deren komplette operative Einheiten übernommen und dann sukzessive auf unsere Systeme, auf unsere Infrastruktur übertragen.
Der Teil, der dann immer noch offen war, war im Endeffekt die, was wir als Front Office Seite bezeichnen.
Das heißt, das System, in dem am Ende des Tages die Anlageentscheidung wirklich getroffen wird und wo dann auch die Käufe und Verkäufe, also das Order Management passiert.
Charles River Development war eins der führenden Systeme vor fünf Jahren, als wir uns das angeschaut haben, was neben zwei, drei anderen großen Systemen im Markt genau diese Dienstleistung angeboten hat.
Das heißt, klassisches Front-Office-System, Portfolio-Management-System.
Und diese Software, also dieses Unternehmen, haben wir dann übernommen.
Und haben auf der Basis dann für Kunden, für Asset Manager, aber auch große institutionelle Anleger, die selber Investmententscheidungen treffen, eine Dienstleistung entwickelt, die wir Alpha genannt haben.
Alpha vor dem Hintergrund, Alpha heißt Performance, also Outperformance.
Und unser Ansatz ist, Asset Manager in die Lage zu versetzen, dass wenn sie ihr...
Front Office, Middle Office, Back Office, die Industrie spricht davon Front to Back Office, komplett an uns auslagern, sie sich ganz auf die Vermögensanlage und die Anlageentscheidung fokussieren können und das ganze operative Doing, das heißt inklusive der Infrastruktur, auf der das stattfindet, wird von uns als State Suite betrieben.
Das gleiche bieten wir an auch im Wealth Management.
Es gibt auch einige sehr große Wealth Manager, die sich für Charles River Development als Wealth Management System, in dem ja auch dann Portfolio Management stattfindet, entschieden haben.
Wir sind mit der Entwicklung des Geschäfts, seit wir die Akquisition gemacht haben, sehr, sehr zufrieden.
Kann man grob sagen, wie schnell so ein Geschäft wächst oder reportet ihr das separat?
Also wächst das so 10 Prozent, 20 Prozent oder ist es eher so mit dem Marktvolumen?
Also wir sind in der Vergangenheit in dem Geschäft eher zweistellig Prozentwahl gewachsen, in dem eigentlichen Softwaregeschäft.
Wenn wir jetzt nochmal auf den letzten großen Megatrend schauen, den du auch angesprochen hast, alternative Investments, also gerade Private Equity, Private Credit.
Private Credit ist das Umfeld gerade nicht so einfach, zumindest viel in den Medien.
Aber seid ihr da in dem Bereich auch aktiv oder ist es für euch eigentlich schlecht, wenn sich mehr von der Börse runterschiebt, weil ihr eigentlich vor allem im Börsenumfeld am stärksten seid?
Also wir sind im Geschäft sehr aktiv.
Wir sind im alternativen Geschäft.
Seit 40 Jahren tätig, also wirklich von den ersten Alternative Investments, Hedgefondsgeschäft und haben dann auch einige Akquisitionen über die letzten zwei Jahrzehnte in dem Bereich gemacht.
überproportionalen Marktanteil, gerade im Bereich Private Credit, Geschäft, was in den USA, das Sie eben angesprochen, extrem schnell gewachsen ist, wo wir jetzt in den letzten zwölf Monaten einige Situationen hatten, wo immer die Frage kam, naja, was passiert jetzt eigentlich da gerade?
Thema, wie liquide sind gewisse Produkte, die am Markt?
vertrieben werden.
Wir sehen ganz klar gesagt bisher kein systemisches Risiko in dem Geschäftsbereich.
Wir sehen einige Spieler in dem Geschäft, die durchaus Liquidationsgrenzen gesetzt haben.
Aber wir haben keine Anzeichen dafür, dass wir jetzt generell besorgt sind zum Thema Private Credit.
Wir glauben, dass das per se eine sehr attraktive Asset-Klasse ist für Anleger, weil es natürlich auch gute Renditen, guten, stabilen Cashflow liefert.
Von daher auch eine Asset-Klasse, die zum Beispiel insbesondere von Versicherern in der Vergangenheit sehr geschätzt wurde.
Wir glauben, dass das Aufholpotenzial in Europa sehr, sehr groß ist.
Wir sehen auch im Moment, Große Spieler, größtenteils aus den USA, sich sehr intensiv mit Europa befassen, aber auch einige unserer Kunden, die in Europa eine große Marktstellung haben, die jetzt sehr aggressiv und aktiv in den Bereich Private Credit hinein investieren.
Generell sehen wir, dass sich die Grenzen mehr und mehr annähern zwischen Börsennotiert im Geschäft und Privat im Geschäft.
Auch die Art und Weise, wie dieses Geschäft abgewickelt wird.
Wir sind in dem Bereich der Administrator.
Das heißt auch da, wir sorgen dafür, dass die entsprechenden Positionen in einem Portfolio vernünftig abgewickelt werden.
Wir sorgen dafür, dass die Bewertung so stattfindet, wie sie vereinbart ist.
Die Bewertungszyklen in dem Geschäft sind andere als im Publikum.
Aber wir sehen jetzt zunehmend den Trend, dass es mehr und mehr auch Richtung täglich geht.
Insbesondere dann, wenn die Private-Kredit-Produkte auch für Retail-Anleger zugänglich gemacht werden sollen.
Und da haben wir jetzt die ersten ETFs.
Wir waren ja selbst damit.
Auch im Boot ETFs, die dann zumindest einen Teil ihrer Allokation auch in Private Credit machen und damit jetzt auch, wir sprechen über die Demokratisierung des privaten Credits oder des alternativen Geschäfts für den Privatanleger als Asset-Klasse zugelang nicht gemacht werden.
Und dann werden auch die Antworten kommen, okay, müssen wir das jetzt dann nicht täglich bewerten, müssen wir nicht die Möglichkeit haben, dass jemand auch da, rein und raus investieren kann.
Müssen wir mal schauen, wo der Markt dahin geht, aber wir glauben, dass es generell eine Angleichung geben wird, wie diese Märkte funktionieren.
Und das heißt perspektivisch auch bei dem verwahrten Vermögen ist dann einfach mehr Private Credit Vermögen ist da genauso drin und da verwahrt man genauso einfach die Assets dann, auch wenn sie nicht an der Börse sind.
Absolut.
Und wie du hast schon angesprochen, die Liquidationsgrenzen, es gab ja einige wo zum Beispiel die Kunden 11 Prozent abziehen wollen.
Es gibt aber schon immer eine 10-Prozent-Grenze.
Es ist auch klar, dass es eine Liquiditätsgrenze gibt, aber wenn das umfüllt, schwieriger wird.
Und wahrscheinlich ist euer Blick darauf, die Branche ist sehr viel breiter, als jetzt diese paar Beispiele, die es gibt oder die paar, die sehr stark an Softwarefirmen verleihen, sondern es gibt ja eine sehr breite Bandbreite.
Es gibt eine sehr breite Bandbreite und ich glaube, was entscheidend ist, ist hier einfach eine vernünftige Aufklärung des Anlegers.
Ich habe zum Beispiel ein Problem mit der Bezeichnung semi-liquid.
Was das semi-liquid mean?
Semi-liquid ist, es ist nur so lange liquide, bis es irgendwann nicht mehr liquide ist.
Also man kann halt nicht einem Anleger etwas suggerieren, was so dann insbesondere in Stresssituationen nicht stattfindet.
Und wenn der Anleger weiß, was er hier zeichnet, ist das aus meiner Sicht völlig okay.
Also das heißt hier und auch nach wie vor sehr attraktiv, weil die Renditen sind gut, der Cashflow ist gut.
Man muss halt hier eine vernünftige Aufklärung betreiben, sodass der Investor genau versteht, was er dort kauft.
Wie ist es beim Thema Private Equity?
Da sieht man ja auch einen riesen Trend jetzt bei SpaceX, was ja über Jahre schon so, dass es riesige Secondary Deals auch gab, also wo Mitarbeiter schon Anteile verkaufen konnten und dann sind überall diese Anteile auch rumgeschwirt, wurden auch vielerseits angeboten.
Könnt ihr da auch schon eine Rolle spielen und das im Private Equity Bereich Dinge verwahren?
Ist das eher so ein freies Umfeld, wo das noch keine so große Rolle spielt?
Also wir sind große Spieler auch im Private Equity Fonds Bereich.
Das heißt, in dem Moment, wo es in einem Fondsvehikel gebündelt ist, sind wir auch dort der Administrator.
Das heißt, wir kennen auch das Private Equity Geschäft sehr, sehr gut.
Also wir machen die komplette Bandbreite der alternativen Investmentanlagen.
Private Credit, Private Equity, Real Estate.
Infrastrukturfonds.
Und wenn ich über den Anstieg von alternativen Anlagen spreche, dann meine ich damit auch im Endeffekt die Allokation zu diesen ganzen Unterkategorien in Alternatives.
Und Private Equity ist natürlich eine große, eine prominente, hat jetzt die letzten zwei, drei Jahre durchaus gelitten.
Und wenn man sich die letzten zehn Jahre die Durchschnittsrenditen anschaut, würde ich auch sagen, nicht zu Unrecht, weil die Durchschnittsrenditen waren jetzt in den letzten zehn Jahren nicht so gut wie die des Public-Marktes.
Auf der anderen Seite ist das natürlich ein Bereich, wo ich extrem stark selektieren kann.
Und es gab durchaus sehr attraktive Investmentoptionen im Private-Equity-Bereich.
Und gibt es und wird es auch immer geben.
Wenn wir jetzt nochmal abschließend auf euer Business schauen, gibt es noch irgendeinen Aspekt, den wir vergessen haben, irgendein Zukunftsthema, wo du sagst, Oder ein Thema im Finanzmarkt generell, wo du sagst, das haben wir noch nicht beleuchtet, das ist für euch super relevant?
Ja, für uns ist das Thema Talent relevant.
Weil ich bin der festen Überzeugung, dass in der Zukunft die Unternehmen erfolgreich sein werden, die die besten Talente akquirieren und auch langfristig an sich binden können.
Das ist ein Thema, was mich persönlich auch sehr umtreibt.
Und ich glaube, dass wir als Unternehmen in einer sehr spannenden Zeit agieren.
Spannend vor dem Hintergrund, Lernkurve ist sehr steil.
Dinge verändern sich.
Wir sind ein systemkritisches Institut.
Wir sind ein Haus, was generell sehr vorsichtig ist, wenn wir Investmententscheidungen treffen.
Aber wenn wir eine getroffen haben, in der Regel auch dann Exekutieren, dranbleiben, eine sehr klare Geschäftsstrategie haben.
Ich glaube, das ist ein sehr zukunftstragfähiges Geschäft, in dem wir agieren.
Wir sind aber in der breiten Masse nicht so bekannt, was daran liegt, dass wir ein reines B2B-Geschäft haben.
Das heißt, der Student, auch der Privatanleger auf der Straße, weiß im Zweifel nicht, wer StateSuite ist oder was StateSuite gemacht hat, wenn man sich dann in dem...
institutionellen Bereich bewegt, kennt uns jeder, weil wir dort halt wirklich mit sehr vielen Institutionen noch zu tun haben.
Das heißt, ein Thema, was uns umtreibt, ist, wie schaffen wir es, die Talente der Zukunft für uns zu begeistern, zu gewinnen.
Ich glaube, dass der Geschäftshintergrund bessere Anlageergebnisse für die breite Masse zu generieren ein guter ist, weil das im Endeffekt dann die persönliche Situation ganz vieler Menschen hoffentlich verbessern wird.
Und das ist ein Geschäft, was sehr technikaffin heute schon ist, in der Zukunft noch sehr viel stärker sein wird.
Und es ist ein Geschäft, in dem ich wirklich guten Gewissens sagen kann, wir sind wirklich global aufgestellt.
Das heißt, wir agieren mit mehr als 100 Märkten.
Davon in über 30 Märkten, wo wir wirkliche Teams, auch in der Regel große Teams vor Ort haben.
Also wenn jemand Spaß daran hat, an so einem Geschäft das kennenzulernen, auch international wirklich tätig zu sein, international mit Kollegen zu tun zu haben.
Wir haben in den meisten Büros um den Erdball.
Wirkliche globale Teams.
Wir sind zum Beispiel jetzt gerade in Luxemburg haben wir über 40 Nationalitäten im Büro.
Und das ist eigentlich ein sehr interessantes Umfeld.
Also von daher nutze ich gerne die Gelegenheit jetzt hier auch das Thema Talent nochmal aufzubringen.
Das ist etwas, was aus meiner Sicht ein...
großer Erfolgsfaktor in der Zukunft sein wird für alle Unternehmen, aber insbesondere Unternehmen, die jetzt in einem Bereich tätig sind, wo Künstliche Intelligenz, Technologie das Spielfeld deutlich schon geändert hat und nochmal sehr viel stärker verändern wird.
Wir haben jetzt auch viele Hörer, die gerne im Finanzbereich sicher mal arbeiten würden oder auch auf jeden Fall so eine Karriere gern hätten.
Würdest du auch sagen, da ist es sehr hilfreich, wenn man auch ein technisches Profil hat?
Also wenn man jetzt gerade BWL studiert, am besten noch ein bisschen Technik nachholen oder was würdest du sagen, braucht jetzt so ein junges Talent im aktuellen Umfeld, um eben sehr gut gerüstet zu sein und auch bei euch zum Beispiel Karriere zu machen oder bei anderen Finanzbehörden?
Also ich kann jedem nur empfehlen, sich...
mit dem Thema künstliche Intelligenz intensiv auseinanderzusetzen.
Das ist aber jetzt ein allgemeiner Ratschlag.
Das ist jetzt nicht unbedingt nur für eine Karriere in unserem Geschäft wichtig.
Ich war kürzlich bei einer Studentenveranstaltung, wo ich gebeten wurde, auch ein bisschen zu erzählen, wie so der Karriereverlauf war und habe dann die Frage gestellt, wer von euch macht denn auf täglicher Basis oder arbeitet auf täglicher Basis mit KI?
Und weniger als 50 Prozent der Hände gingen nach oben, was mich durchaus schon verwundert, um nicht zu sagen schockiert hat, weil ich kann nur sagen, im täglichen Geschäft ist das mittlerweile eine Erwartungshaltung, die da ist.
Und wenn du heute dich bewirbst und die Frage gestellt wird und du nicht qualifiziert antworten kannst oder nachweisen kannst, dass du in dem Bereich schon...
gut unterwegs bist, dann ist das ein Problem.
Also das ist ein Thema, was ich nur jedem empfehlen kann.
Das andere, was glaube ich im Rahmen künstlicher Intelligenz sehr gefragt sein wird, ist das ganze Thema Prozess Engineering.
Das heißt durchaus technisches Verständnis.
Prozessmanagement ist ein großer Bereich und kritisches Denken.
Und vielleicht abschließende Frage, es gibt jetzt einerseits Hörer, die sind früher in der Karriere, gibt aber auch welche, die sind schon weiter, sind selbst vielleicht Manager.
Hast du in deinem Management-Stil irgendwelche Dinge, die du speziell machst?
Also man kennt es ja zum Beispiel von Netflix, die eine sehr besondere Management-Kultur haben oder bei Amazon, wo es in jedem Meeting diese Dokumente gibt, die man vorbereiten muss.
Gibt es irgendwas, wo du sagst, das ist vielleicht so eine Management-Eigenart oder so eine Management-Philosophie, die du hast?
Also ich bin ein extrem großer Fan von Teamwork und zwar Real Teamwork.
Und das ist etwas, was ich sehr aktiv praktiziere mit meinem direkten Team, aber dann natürlich auch Versuche in dem Unternehmen breiter aufzustellen.
Wir auch als, sagen wir mal, historisch gewachsene Bank bewegen uns sehr stark in den Bereich Agile Working, also das, wie Tech-Unternehmen im Endeffekt groß geworden sind.
wo im Endeffekt alle verschiedenen Einheiten des Unternehmens um den Tisch sitzen und ein Problem lösen.
Und das ist im Endeffekt dann auch dieser wirkliche Team-Spirit, den du haben musst, um Probleme effizient zu lösen.
Und da glaube ich dran.
Und das fängt auf der zwischenmenschlichen Seite an.
Das heißt, für mich sind...
Verhaltensweisen, die wir dann untereinander demonstrieren, sehr, sehr wichtig.
Das heißt nicht, dass wir nicht schon mal eine harte Diskussion haben können, aber am Ende des Tages verbringen wir auch alle viel zu viel Zeit im Job, um mit Leuten viel Zeit zu verbringen, die wir nicht mögen.
Das heißt, es ist wichtig in einem Team, dass man sich mag, dass man sich respektiert.
Dass wir auch ganz klar dann sagen können, pass auf, das sind deine Stärken, das sind meine Stärken und ich vertraue dir, dass du den Aspekt an den Tisch bringst.
Aber das ist halt dann etwas, was sich auch über die Zeit entwickeln muss.
Und ich habe halt festgestellt, das ist nicht anders als in einer Fußballmannschaft, wenn du ein oder zwei Leute im Team hast, die keine Teamspieler sind, kann das dir im Endeffekt die komplette Teamdynamik zerschießen.
Und da habe ich halt gelernt, in solchen Situationen muss man eher relativ schnell dann auch gegensteuern.
Und generell sehr offene Transparenz, offene Kommunikation.
Und es passieren Fehler.
Wer keine Entscheidungen macht, macht keine Fehler.
Wir brauchen aber Leute, die Entscheidungen treffen im Management.
Das Einzige, was ich nicht mag, sind Überraschungen.
Das heißt, wenn Fehler...
stattfinden, dann müssen wir die offen kommunizieren, weil dann können wir sie im Endeffekt auch korrigieren.
Was schwierig ist, wenn Dinge halt nicht kommuniziert werden.
Aber das ist halt dann wiederum die Frage, hat man ein Umfeld, in dem man sich gegenseitig vertraut, man sich mag und dann finden diese Dinge auch so nicht statt oder im Gegenteil, dann macht auch das Gesamte sehr viel mehr Spaß und wenn du im Job arbeitest, der relativ arbeitsintensiv ist, dann verbringst du wahrscheinlich 70, 80 Prozent der Zeit, in der du wach bist mit den Kollegen und dann ist es glaube ich für alle einfach viel angenehmer, wenn man das gerne tut.
Hast du es eigentlich als Nachteil oder als Vorteil wahrgenommen, dass du aus Deutschland kommst, gerade bei so einer amerikanischen Firma, man sagt ja oft, dass sie zum Beispiel im Public Speaking deutlich besser trainiert sind und also wenn man dann als Deutschland das erste Mal nach New York kommt, ist das ein Nachteil oder vielleicht auch ein Vorteil in irgendeiner Sicht?
Also es war am Anfang definitiv schwierig, weil es war definitiv für mich so, dass ich immer das Gefühl hatte, okay, wenn es jetzt da in eine direkte Competition geht, für irgendwie einen Pitch zu machen, dass...
amerikaner generell extrem gut trainiert sind daran wo wir deutsche oder die europäer eigentlich ganz gut sind ist aber dann wenn es darum geht du musst ja nicht nur pitchen sondern muss sie auch dann irgendwann liefern und ich glaube wenn man dann dort sich über die jahre sukzessive auch ein track record aufbaut wo jeder sehen kann okay Das, was gesagt wird, wird auch dann passieren und wird auch dann geliefert.
Ist das eine Chance dort durchaus, sich in dem Umfeld zu behaupten?
Wir haben jetzt natürlich den Vorteil, dass im Gegensatz zu der Bank, in der ich vor 30 Jahren anfing, als alles extrem amerikanisch geprägt war, wir jetzt wirklich auch im Management sehr viel globaler agieren, sodass das im Endeffekt sich deutlich relativiert hat.
Aber ich weiß genau, was du meinst.
Das war definitiv so.
Everything is awesome, everything is great.
Und du kommst als Europäer und sagst, nee, nicht wirklich.
Will aber erstmal keiner hören.
Das hat sich geändert.
Und wir haben jetzt viele Europäer, auch Kollegen aus Asien, die sehr kompetitiv im Unternehmen tätig sind.
Und wir haben globales management was sehr international ist und von daher hat sich das relativiert aber das ist schon was mit dem man sich dann gerade am anfang der karriere auseinandersetzen muss wo man sich auch durchbeißen muss und da gab es natürlich auch schon mal tage wo man denkt schwierig ja man natürlich auch immer auch den sprachlichen nachteil weil es natürlich wenn ich auf deutsch argumentiere ist auch einfacher als englischen und man hat halt dann in der regel ja mit Muttersprachlern zu tun.
Also das ist dann schon was, wo auch dann der Kopf irgendwie immer Doppeltarbeit leisten muss.
Aber mit der Zeit kommt man da ganz gut klar.
Und vielleicht letzte Frage, du bist ja auch sehr viel unterwegs, hast sehr viele relevante Leute auch schon in der Finanzwelt getroffen.
Gab es bei dir früher vielleicht irgendein Management Vorbild oder auch eine Person, die du getroffen hast, wo du gesagt hast, okay, das war wirklich noch mal beeindruckender als alle anderen und hat mich besonders geprägt, das Treffen, weiß nicht, so Personen wie Ken Griffin oder es gibt da viele verschiedene Persönlichkeiten in der Finanzwelt.
Gibt es da irgendjemanden?
Also Jamie Dimon ist schon jemand, wo ich sage, der hat natürlich die Industrie geprägt und der hat natürlich auch dort eine Kultur entwickelt und auch ein Unternehmen.
über die letzten Jahre zu einer Marktposition geführt, was aus meiner Sicht so bisher nicht stattgefunden hat.
Das ist der eine und das andere Warren Buffett, wo ich sage, dass jemand in der Lage ist, so ein Unternehmen zu entwickeln mit der Menschlichkeit, mit der Bescheidenheit und trotzdem messerscharf in der Analyse und Dinge auf den Punkt zu bringen, die, wenn man es dann liest, sagt, ja klar, ist ja sehr, sehr einfach, ist eigentlich sehr einleuchtend, wo ich mich immer dann gefragt habe, okay, wie sieht er die Dinge, die sonst niemand sieht?
Und sowas finde ich halt sehr, sehr beeindruckend.
Ich würde sagen, das ist ein sehr schönes Schlusswort.
Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast.
Sehr relevante Position, in der du da arbeitest in der globalen Finanzwelt, dass du hier extra nach Hamburg kommst, schätze ich sehr und dir die Zeit nimmst.
Ich hoffe, dass vielleicht sogar einige Hörer vielleicht so zu State Street kommen und wenn wir dann in 10, 15 Jahren mal sprechen, gibt es vielleicht schon jemanden, der so ein bisschen hochkommt, der durch diesen Podcast entstanden ist.
Wäre sehr schön.
Würde mich freuen.
Vielen Dank, Noah.
Sehr gerne und Spaß gemacht.
Danke.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdas bei OMR.
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Und dann hören wir uns am Montag wieder zur nächsten Daily-Folge.
Bis dahin, alles Gute, adios.
