# AI Integration, Pseudo-Productivity, and Market Valuation Risks

**Podcast:** Kollegin KI
**Published:** 2026-06-26

## Transcript

Herzlich willkommen, liebe Leute.
Happy Friday an diesem brütend heißen Freitag.
Es sind 33 Grad bei mir im Homeoffice, wo ich jetzt diese Folge Kollegin KI Snackbox aufnehme.
Die Hälfte der Snackbox ist, glaube ich, geschmolzen.
Gerade die Schokolade würde ich jetzt, glaube ich, nicht rausnehmen.
Ich weiß nicht, wie das bei euch in den Offices ist, aber naja, egal.
Ich gebe euch einmal die News der Woche, wie immer.
Die KI News der Woche in aller Kürze unter 10 Minuten, damit ihr am Wochenende gut vorbereitet seid, falls ihr...
an der Eisdiele seid, falls ihr am See liegt, am Strand oder im Kühlschrank und das unbändige, plötzliche Verlangen verspürt, über KI reden zu müssen, dann habt ihr jetzt die Möglichkeit, Talking Points zu sammeln.
Mir geht das ja immer so.
Kommt ja einfach so.
Willst du einfach jetzt gerade, musst alles stehen und liegen lassen und irgendjemandem was über KI erzählen.
Ich darf das Gott sei Dank beruflich machen.
Gehen wir einfach rein.
Oh mein Gott, das ist so warm.
News Nummer eins, mein Must-Read eigentlich, das Interview mit Cal Newport im Handelsblatt.
Ganz, ganz großartig.
Es ging um Pseudoproduktivität.
Cal Newport, vielleicht für die, die ihn nicht kennen, ist ein Bestsellerautor, der sich vor allem auch ganz kritisch mit Digitalisierung und Arbeit auseinandergesetzt hat und auch immer noch setzt.
Und es geht um Pseudoproduktivität.
Und ihr kennt alle Pseudoproduktivität.
Das ist nämlich im Grunde so ein ganz typisches Bürophänomen, dass gerade die Leute, die eigentlich besonders lange im Büro sind, zum Beispiel oder besonders viele Mails schreiben, in besonders vielen Meetings sind und immer ganz doll gestresst tun, dass man denen eigentlich nachsagt, sie seien super produktiv.
Wohingegen diejenigen, die irgendwie so vier, fünf Stunden Fokus Arbeitszeit haben und nicht viel schnacken, am Ende eigentlich die Aufgaben, die sie vorhatten, geschafft haben, vielleicht früher nach Hause gehen können, aber dann natürlich als unproduktiv dargestellt werden.
Und es gibt eben diesen Begriff der Pseudoproduktivität und den...
bezieht Cale Newport auch so ein bisschen auf die KI-Transformation.
Und da ist es nämlich spannend.
Er sagt nämlich, dass wir durch KI vor allem diese Tätigkeiten, die diese Pseudoproduktivität innehaben, wie einfach irgendwie viel Output generieren beispielsweise, dass man die natürlich jetzt einfach voll auf die Spitze treiben kann.
Mit KI könnt ihr 27 Blogposts in der Stunde schreiben.
Ihr könnt im Grunde noch mehr Mails an alle schicken und könnt einfach diese ganzen lebenden Prozesse, die am Ende gar nicht zur Produktivität führen, aber so wirken.
Mehr oder weniger automatisieren.
Und er widerspricht auch ein bisschen unserem Kanzler Merz, finde ich ganz spannend, weil der ja sagt, wir müssen einfach alle mehr arbeiten.
Söder hat ja auch gesagt, nur eine Stunde mehr Arbeit am Tag und so hätte massive Auswirkungen auf alles in unserer Wirtschaft und unserer Gesellschaft.
Ja, jetzt ist aber nur, weil man länger arbeitet, nicht unbedingt auch mehr Mehrwert geschaffen.
Und das kennt jeder, der irgendwann mal in einem Großraumbüro gesessen hat und mal eine Stunde an der Kaffeemaschine gestanden hat.
Genau, also trotzdem sehr, sehr spannend, was KI für Einflüsse auf unsere Arbeit hat, weil wir natürlich immer von Effizienzen sprechen und so.
Aber wenn wir Prozesse effizienter gestalten, die im Vorfeld schon null Produktivität gebracht haben, weil sie einfach nur irgendwie Bullshit-Jobs waren, würde ich mal behaupten, oder so Pseudo-Aktivitäten, die Produktivität vorgaukeln sollten, dann bringt uns das natürlich gar nichts.
Und passend dazu gibt es auch gerade eine aktuelle Studie, über die Reuters berichtet in Frankreich.
dass in Frankreich mittelgroße Unternehmen derzeit zu drei Viertel tatsächlich schon KI nutzen, irgendwie 77 Prozent, aber eigentlich nur 17 Prozent von denen wirklich Effizienzen messen konnten, beziehungsweise Effizienzsteigerung messen konnten.
Und das ist wieder so ein Hinweis darauf, dass wir KI viel zu oft an den falschen Stellen einsetzen.
Dass wir generell, glaube ich, unsere Arbeitskraft auch nicht wirklich effizient einsetzen, überhaupt in den meisten, würde ich behaupten, Wissensarbeitsplätzen.
So, das würde ich an der Stelle mal als Hot Take bringen.
An einem hotten Tag.
Wenn ihr anderer Meinung seid, lasst es mich wissen in den Kommentaren.
Zweite News.
Anthropic hat was Neues gelauncht und zwar Claude Tag.
Eigentlich nur so eine Randnotiz.
Das ist so ein Tool, das ist auch ausschließlich für Slack gerade verfügbar.
Also für im Grunde die hier Kommunikationsplattform Slack, die auch bei Unternehmen sehr beliebt ist.
Manche nutzen Teams, andere haben irgendwie so WhatsApp-Business.
Notion oder was auch immer.
Und Slack ist einer davon.
Und Slack war immer eigentlich schon bekannt dafür, relativ coole Integrationsmöglichkeiten zu haben.
Also man konnte das immer schon relativ flexibel aufsetzen.
Und jetzt setze ich Anthropic rein und sage, wir entwickeln ein System für Slack und zwar Cloud Tag.
Cloud Tag ist nicht einfach nur ein weiterer Slack-Bot, der irgendwie mit KI funktioniert, sondern Cloud Tag soll so funktionieren, wie gesagt, derzeit in der Beta, die rollen das gerade aus, auch nur im Grunde für die Premium-Kunden, dass Cloud Tag mit in den Teams-Chats sitzt, also in den Slack-Channeln, wo Teams miteinander arbeiten, Daten austauschen und so weiter und mehr oder weniger als gemeinsamer Chat funktioniert.
Und das, finde ich, ist dann doch wieder eine News.
Denn guck mal, derzeit arbeiten wir doch so.
Wir haben irgendwie alle unsere Chatfenster und da bearbeiten wir unsere Sachen und dann schicken wir das auf den Server oder einen Kollegen zum Weiterbearbeiten oder an den Verteiler, um pseudoproduktiv zu wirken.
Und jetzt ist es so, ihr kennt alle diese eine Person, die das macht, oder?
Jeder hat die, in jeder Firma gibt es mindestens einen, egal.
Jetzt ist es so, dass Anthropic sagt, wir packen ein Chatbot im Grunde in die Channel rein, der mitliest, mithört, was da eigentlich gerade so abgeht und dann auch mitarbeitet.
Und das finde ich ganz im Sinne von Kollegen KI, weil man KI mehr und mehr an Teams anbindet.
im Grunde mehr als Arbeitskollegen bezeichnet und halt auch in die Teamstruktur mit reinbringt, als einfach nur so als kleinen Sparrings-Partner, mit dem man eben gerade mal irgendwie so Mails draften kann.
Und das finde ich doch irgendwie eine ganz spannende Entwicklung, die sich mit Sicherheit weiterentwickeln wird.
Das wird nicht der erste Versuch gewesen sein, das wird auch nicht die einzige Plattform sein, auf der das sein wird, sondern auf Dauer natürlich überall mit Sicherheit, also Brief und Siegel drauf, wird überall passieren.
Führt natürlich zu ganz neuen Fragen wieder.
Datenschutz und so immer dahingestellt, dass sowieso auch wie Claude dann möglicherweise über einzelne Teammitglieder denkt und theoretisch dann auch Reviews an Chefs weitergeben kann und so.
Das steht auf dem anderen Blatt.
Aber vor allem finde ich spannend, wie wir eigentlich mit KI im Team zusammenarbeiten.
Ob wir KI auch als Teammitglied mehr oder weniger akzeptieren, ob wir den Namen geben, wie wir die behandeln und so.
Ich glaube, das wird spannend.
Es wird spannend zu untersuchen sein, was da für psychologische Effekte auch noch auftreten.
Es muss ja auch nicht bei einem Agent bleiben.
Es kann ja dann möglicherweise auch noch weitere KIT-Mitglieder geben.
Finde ich grundsätzlich eine sehr spannende Sache.
Und zu guter Letzt, dritte News.
Der Chef von Softbank hat sich wieder hingestellt, jede Woche gibt es irgendwie einen CEO, der sich hinstellt und irgendwie ein Hot-Tag rausbringt, das ist so genial, aber wir reden drüber, wir sprechen drüber, wir versuchen das einzuordnen.
Der Softbank-Chef, er heißt Masayoshi Son, ich hoffe ich spreche es richtig aus, mit Sicherheit nicht, aber Herr Son hat sich hingestellt und hat gesagt, wer von einer KI-Blase spricht, im Sinne von Finanzmarkt und so, der begehe KI-Blasphemie.
Denn ihr unterschätzt im Grunde alle KI und so und wer meint, das sei eine Blase, die sich da in den Finanzmärkten bildet, der habe keine Ahnung und der verstehe gar nicht, was KI alles für einen Impact hätte und so.
Und das finde ich bemerkenswert.
Ich finde es toll, dass sich da jemand hinstellt, der selbst massiv in KI investiert ist, gerade auch irgendwie wieder verkündet hat, noch mehr Geld zu investieren in alles Mögliche, was rund um KI natürlich irgendwie Investments braucht.
Und sich dann hinstellt und sagt, natürlich ist das keine Blase.
Also was soll er auch anderes sagen, könnte man meinen.
Er könnte vielleicht irgendwie ein bisschen vorsichtiger mit so einer Aussage sein, denn es gibt ja durchaus Anzeichen dafür und es gibt durchaus Finanzexperten, die sagen, Vorsicht Leute, die ganzen Investments, die da reinfließen, die werden kein bisschen gedeckt, weil die ganzen Unternehmen sind irgendwie so ein Dutzend Unternehmen, die sich eigentlich die Gelder hin und her schieben, muss man sagen.
Wenige Player an einem Riesenmarkt mit viel, viel, viel Geld und viel, also viel Schulden, muss man sagen, viel geliehenem Geld.
Da entsteht eigentlich nicht wirklich der finanzielle Mehrwert, dass das irgendwann aufgehen kann.
Der Verdacht, dass das irgendwie so eine Blasenentwicklung ist, der liegt nahe.
Der wird seit längerem auf den Finanzmärkten diskutiert.
Und dementsprechend vielleicht auch das mal als Topic, wenn ihr euch ein bisschen reinlesen wollt, ob KI oder die ganze KI-Bubble eine eigentliche Blase ist.
Dann kann ich euch das empfehlen.
Das ist durchaus ein spannendes Rabbit-Holen, dass man einsteigen kann.
Vor allem so in Bezug zur Dotcom-Blase, die damals ja das Internet im Grunde betroffen hat, beziehungsweise Internetunternehmen.
Genau, schaut gerne rein.
Alle Links wie immer in den Shownotes.
Ich freue mich sehr auf Dienstag.
Ich hatte ja letzte Woche gesagt, dass ich mich freuen würde, Betty Kies mal vor dem Mikro zu haben.
Die Pressesprecherin bzw.
Kommunikationschefin von Carsten Wildberger, unserem Digitalminister.
Und Leute, guess what?
Ich habe es hinbekommen.
Ich habe ein Interview mit ihr geführt.
Bisschen länger als sonst, aber das war es absolut wert.
Ich freue mich, wenn ihr am Dienstag dabei seid und mal zuhört, was Betty sagt zu KI-geschriebenen Reden von...
deutschen PolitikerInnen.
Es ist ein sehr tolles Gespräch geworden.
Ich wünsche euch viel Spaß dabei und wünsche euch jetzt erstmal ein schönes Wochenende.
Stay hydrated.
Geht aus der Sonne raus, wenn es geht und sonst cremt euch immer schön ein.
Redaktionsschluss bei der 25.06.18 Uhr 33.
Schönes Wochenende.
Bis Dienstag mit Betty Kies.
Ciao, ciao.
Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
