# AI Inflation, Legal Clarity, and Defense Valuations

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-06-26

## Transcript

Das ist alles auf Aktien.
Gleich geht's los.
Was bekommst du eigentlich von deiner Bank?
Seien wir doch mal ehrlich, bei den meisten Banken kostet einfach alles Gebühren und dein Geld?
Liegt nur rum, wird weniger, arbeitet für, naja, nicht für dich.
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Denn, seien wir doch mal ehrlich, wenn's um Geld geht, Alle Infos findest du wie immer auch in den Shownotes.
Und jetzt… Viel Spaß mit der Folge.
Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über eine milliardenschwere Übernahme von Merck, einen verhängnisvollen Preissprung bei Apple-Geräten und die 2000%-Rally von SunDisk.
Im Thema des Tages dreht sich alles um den Befreiungsschlag von Bayer und in der AAA-Idee verraten wir euch, ob der Fall der Rheinmetall-Aktie womöglich eine historische Kaufchance ist.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Freitag, der 26.
Juni 2026 und wir wünschen euch ein...
hydrierten Start in den Tag.
Während die Temperaturen überall in Deutschland weiter steigen, kaum vorstellbar, konnten die großen Indizes diese Entwicklung nicht wirklich das Wasser reichen.
Der S&P 500 schloss nahezu unverändert bei 7.357 Zählern, während der Nasdaq 100 um 0,8 Prozent und der deutsche Leitindex DAX sogar um ein Prozent kletterten.
Nachdem der Dow Jones im Tagesverlauf ein neues Allzeithoch markierte, ging auch der US-Standardwerteindex am Ende exakt auf dem Niveau des Vortages aus dem Handel.
Zu den Verlierern des Tages gehörte Apple mit einem Minus von mehr als 6 Prozent, denn der KI-Boom wird für den iPhone-Konzern zunehmend zum Kostenproblem.
Der Konzern erhöht die Preise für nahezu alle MacBooks und iPads um rund 20 Prozent, einer der größten und breitesten Preisschritte seiner Geschichte.
Ein MacBook Air mit 512 Gigabyte Speicher kostet künftig 1299 statt 1099 Dollar.
Das iPad Pro mit 256 Gigabyte steigt von 999 auf 1199 Dollar.
Das günstigere MacBook Neo verteuert sich sogar um 25% auf 749 Dollar.
Auch HomePod, Vision Pro und Apple TV werden teurer.
Auslöser sind explodierende Preise für Speichertipps, die Apple nach eigenen Angaben nicht länger selbst auffangen kann.
Die Aktie büßte rund 260 Milliarden Dollar an Börsenwert ein.
Boah, das ist heftig.
Hinter der Preiserhöhung steckt der enorme Hunger der KI-Branche nach Speicher, Speicher, Speicher.
Unternehmen wie Google, Meta und Amazon kaufen Hochleistungsspeicher für ihre Rechenzentren in riesigen Mengen und treiben die Preise nach oben.
Laut Morgan Stanley haben sich die Kosten für DRAM und NAND-Speicher innerhalb eines Jahres versechsfacht.
Speicherhersteller wie Micron, Samsung und SK Hynix profitieren davon mit Bruttomargen von teils mehr als 80 Prozent und Börsenwerten, die inzwischen mehr als eine Billion Dollar erreicht haben.
Für Apple dagegen wird Speicher vom Kostenfaktor zum Problem.
JP Morgan erwartet, dass DRAM und NAND bis 2027 mehr als 45 Prozent der Materialkosten eines iPhones ausmachen werden.
Heute sind es zum Vergleich nur rund 10 bis 15 Prozent.
Ich habe da so das Gefühl, dass wir uns da noch auf weitere Preiserhöhungen gefasst machen können.
Aber du hast es ja schon gesagt, Samsung profitiert von der Entwicklung am Markt gerade total und notiert nach einem Plus von 6 Prozent wieder nah am Rekordhoch der vergangenen Tage.
Und an der Stelle wollen wir mal liebe Grüße ausrichten an unseren AAA-Hörer Julian, den wir gestern Abend bei einem Event kennengelernt haben und der auf unseren Tipp vor einiger Zeit bei Samsung eingestiegen ist und seitdem ordentlich im Plus ist.
So gehört sich das.
Und wenn wir jetzt eh schon in der Chip-Branche sind, vermelden wir auch noch, dass Micron nach seinen starken Geschäftszahlen, über die haben wir ja in der gestrigen Folge gesprochen, fast 16 Prozent gestiegen ist.
Und das zog auch noch andere Titel mit nach oben.
Qualcomm legte 3,7 Prozent zu, Corning knapp 11 Prozent und Sandist sogar fast 21 Prozent.
Und die sind jetzt seit Jahresbeginn mehr als 2000 Prozent im Plus.
Was eine Rallye.
Amazon investiert derweil weitere 13 Milliarden Dollar in Indien und baut dort seine Cloud und Infrastruktur massiv aus.
Damit verschärft Amazon den Wettbewerb mit Microsoft und Google in einem der wichtigsten Zukunftsmärkte.
An der Börse spielte das allerdings jetzt nicht so eine große Rolle.
Die Aktie verlor rund 3 Prozent.
Vielleicht auch über eine gewisse Enttäuschung, was den Verlauf des Prime Days angeht.
Das mag sein.
Hast du deine Kopfhörer gekauft?
Ja, habe ich gekauft.
War übrigens ein super Tipp vom Hörer, wo ich sie billig bekomme.
Danke dafür.
Sehr gut.
Dann liegt es ja nicht daran, liegt es nicht an dir, dass der Prime Labuswang nicht so gut läuft.
Der Rüstungskonzern Lockheed Martin hat sich derweil den Großauftrag des US-Verteidigungsministeriums gesichert.
Für bis zu 35 Milliarden Dollar soll Lockheed die Produktion von Raketenabwehrsystemen deutlich ausweiten.
Der Auftrag unterstreicht, dass die geopolitischen Spannungen die Nachfrage nach Rüstungsgütern weiter antreiben.
Die Aktie legt knapp drei Prozent zu.
Und weil euch der tiefe Fall von Rheinmetall ja auch so interessiert, Stichwort Rüstungsbranche, gibt es dazu gleich in der AAA-Idee noch weiteren Input.
Und ein spannendes Signal aus den USA.
Wir haben ja schon darüber gesprochen, dass SpaceX kurz nach dem Rekord-IPO wieder den Kapitalmarkt anzapft und jetzt zusätzlich 25 Milliarden Dollar über Anleihen einsammelt.
Genau das lässt bei manchen großen Investoren die Alarmglocken schrillen.
Der Chefanleger der Allianz warnt bereits vor einer möglichen Blasenbildung.
Wenn Unternehmen bei Rekordbewertungen gleichzeitig immer neues Eigen- und Fremdkapital einsammeln und Anleger trotzdem Schlange stehen, sei das oft ein Zeichen dafür, dass die Euphorie ihren Höhepunkt erreicht.
Warten wir mal ab.
Abwarten, Tee trinken.
Und den Blick auf die US-Konjunktur richten.
Die von der FED bevorzugte Inflationskennzahl, der sogenannte PCE-Index, ist im Mai auf 4,1 Prozent gestiegen.
Noch wichtiger für die Notenbank, die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel liegt inzwischen bei 3,4 Prozent.
Das ist der höchste Wert seit Oktober 2023.
Und gleichzeitig zeigt sich die US-Wirtschaft erstaunlich widerstandsfähig.
Die Konsumausgaben legten im Mai um 0,7 Prozent zu, die Einkommen ebenfalls um 0,7 Prozent.
Das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal wurde zudem von 1,6 auf 2,1 Prozent nach oben revidiert und die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel auf 215.000.
Für die Fed ist das allerdings eine schwierige Melange.
Die Wirtschaft läuft, der Arbeitsmarkt hält sich, also von KI-bedingten Jobverlusten sieht man nicht viel, aber...
Die Inflation, die will auch einfach nicht Richtung 2% Ziel, nicht mal in die Nähe des 2% Ziels.
Und dann noch ein schneller Blick auf die deutschen Titel.
Zu den Verlierern gehörte Fresenius Medical Care.
Die Aktie gab 3% nach.
Auslöser war ein erster Vorschlag der US-Regierung, wie Dialysebehandlungen künftig vergütet werden sollen.
Das klingt jetzt erstmal technisch, ist für Fresenius Medical Care aber enorm wichtig.
Denn das Unternehmen betreibt in den USA tausende Dialysezentren und behandelt dort Patienten mit chronischen Nierenversagen.
Der Konzern bekommt für jede Behandlung Geld von staatlichen und privaten Krankenversicherungen.
Fallen diese Erstattungen niedriger aus als erhofft, schmälert das natürlich direkt die Gewinne.
Bei der Deutschen Post, also der DHL Group, ging es in die andere Richtung.
Die Aktie gewann mehr als 3%.
Rückenwind gab es unter anderem vom laufenden Aktienrückkaufprogramm.
Allein zwischen dem 17.
und 19.
Juni kaufte der Konzern mehr als 566.000 eigene Aktien zurück.
Solche Rückkäufe verringern die Zahl der ausstehenden Aktien und gelten der Börse meist als Signal, dass das Management die eigene Marktbewertung für günstig oder zu günstig hält.
Der deutsche Pharma- und Technologiekonzern Merck greift derweil in den USA zu und übernimmt Biotechnie für rund 11,3 Milliarden US-Dollar.
Mit dem Kauf stärkt Merck sein Geschäft im Labor und Biotechnologie-Produkten.
Für die Aktionäre von Biotechnie ist der Deal ein Volltreffer.
Die Aktie sprang um 20 Prozent nach oben und über eine andere deutsche Pharmaaktie, die ihr euch vielleicht schon denken könnt, gilt es nachher im Thema des Tages nochmal ausführlicher.
Ich schnappe mir jetzt mal schnell die Termine ohne großes Federlesen.
In Stuttgart informieren die Deutsche Bahn und Ministerpräsident Cem Özdemir nach einer Sitzung des Lenkungskreises über den Stand von Stuttgart 21.
Das heißt ja, es soll erst im Jahr 31 fertig werden, Stuttgart 21.
Muss man eigentlich auch mal umbenennen jetzt.
Ja, muss ich umbenennen, eigentlich schon.
Aber das 21.
Jahrhundert ist ja noch nicht vorbei.
Also es bleibt noch ein bisschen Zeit.
Das Projekt, das gilt ja längst als Symptom, kann man sagen, und synonym für explodierende Kosten und jahrelange Verzögerung.
Sollten neue Zeitpläne oder höhere Ausgaben bekannt werden, dürfte das auch für Bau- und Infrastrukturunternehmen interessant sein.
Außerdem hält der Gesundheitskonzern Dermafarm heute seine Hauptversammlung ab und danach heißt es, hoch die Hände, Wochenende.
Das Thema des Tages.
Deutschland steht endlich mal wieder in einem 16.
Finale der Fußball-Weltmeisterschaft.
Ich glaube ehrlich gesagt, es gab noch nicht so viele 16.
Finals, aber wir sind weiter.
Wir haben praktisch die Vorrunde überstanden.
Und das trotz der eher unangenehmen Niederlage gestern gegen Ecuador.
Mit es ist vollbracht könnte man heute aber auch noch was ganz anderes meinen, nämlich eine wegweisende Entscheidung bei Bayer.
Nach Jahren voller Rückschläge im Glyphosatstreit hat der Konzern gestern vor dem Supreme Court der USA einen Sieg eingefahren, der kaum größer sein könnte.
Die Börse ließ sich da nicht lange bitten.
Die Aktie sprang zeitweise um fast 20 Prozent nach oben.
Einen solchen Kurssprung hat Bayer seit mehr als 20 Jahren nicht mehr erlebt.
Ich sage ja, es ist eine Episode der Superlative.
Ja, und das zeigt schon, wie groß die Erleichterung ist, denn Bayer hatte zuletzt kein operatives Problem, sondern vor allen Dingen ein juristisches.
Seit der Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto für rund 63 Milliarden Dollar im Jahr 2018 hing das Unternehmen in einem, ja...
Kafkaesken Dauerprozess fest.
Für viele Anleger war Bayer längst kein Pharma- oder Agrarkonzern mehr, sondern vor allem ein Rechtsfall mit angeschlossenem Geschäft.
Das erklärt natürlich auch, warum der Jubel jetzt so groß ist, nämlich weil sich der höchste Gerichtshof der USA auf die Seite von Bayer gestellt hat.
Die Richter entschieden, dass die Vorgaben der US-Umweltschutzbehörde wichtiger sind als die Regeln einzelner Bundesstaaten.
Und genau diese Behörde stuft Glyphosat bis heute nicht als krebserregend ein.
Vereinfacht gesagt, wenn die Bundesbehörde keinen Warnhinweis verlangt, können einzelne Bundesstaaten Bayer künftig deutlich schwerer genau daraus einen Strick drehen.
Das ist wirklich ganz entscheidend und das verändert den jahrelangen Streit komplett.
Tausende Klagen stützen sich bislang auf den Vorwurf, Monsanto und später Bayer hätten nicht ausreichend vor Krebsrisiken gewarnt.
Genau diese Argumentation verliert jetzt für einen Großteil der Fälle ihre Grundlage.
Das heißt nicht, dass alle Verfahren automatisch verschwinden, aber die wichtige juristische Angriffsfläche, die wird deutlich kleiner.
Ja, deutlich, deutlich.
Die Dimension ist wirklich enorm.
Bayer hat seit 2019 nach Berechnungen bereits rund 24 Milliarden Euro für Prozesse, Vergleiche und Rückstellungen ausgegeben.
Geld, das weder in neue Medikamente noch an die Aktionäre geflossen ist.
Ein Beispiel, die Dividende wurde deshalb sogar auf das gesetzliche Minimum gestrichen.
Umso wichtiger ist deshalb die Entscheidung aus Washington.
Markus Manns von Union Investment spricht von einem signifikanten Meilenstein für Bayer.
Für das Unternehmen beginne fast zehn Jahre nach der Monsanto-Übernahme eine neue Ära.
Das klingt pathetisch, ist an der Börse aber gar nicht so weit hergeholt, denn Investoren hassen vor allen Dingen eins, Unsicherheit.
Und genau diese könnte jetzt zum ersten Mal seit vielen Jahren geringer werden oder verschwinden.
Ja, du sagst es aber könnte, denn ganz vorbei ist das Thema noch nicht.
Rund 67.000 Klagen sind weiterhin anhängig.
Bayer möchte sie mit einem Vergleich beenden und hat dafür bereits 7,25 Milliarden Dollar zurückgelegt.
Am 9.
Juli steht dazu eine wichtige Anhörung an und sollte der Vergleich dann genehmigt werden, dürfte der Großteil der verbliebenen Verfahren damit dann auch endgültig erledigt sein.
Doch genau darauf wetten die Anleger jetzt.
Mit der Bayer-Aktie halten sie jetzt nicht mehr nur einen Rechtsfall, sondern auch die Aussicht, dass nach fast einem Jahrzehnt der Blick endlich wieder nach vorne geht auf neue Medikamente, Saatgut und das operative Geschäft.
Denn wenn der Rechtsstreit tatsächlich endet, könnte Bayer zum ersten Mal seit der Monsanto-Übernahme wieder über seine Zukunft sprechen, statt über die Vergangenheit.
Kurze Zwischenfrage, Kosenamen ja oder nein?
Also so ein Mausi oder Schatzi finde ich schon süß.
Ja, stimmt, kann man machen.
Aber gibt's nicht auch zu süß?
Schnurzelpurzel ist schon grenzwertig.
Und Abschnuckelchen ist für mich Ende.
Schnurzi, Purzi, Kuschel, Herzilein.
Trennungsgrund.
Absoluter Trennungsgrund, ja.
Du, wenn dir so ein Schnurzi Purzel süß ist, habe ich da was weniger Süßes für dich.
Aha.
Fruchtinade von Spreequellen.
Die hat weniger Zucker als eine normale Limo, aber dafür viel Fruchtsaft.
Klingt gut.
Schmeckt auch gut.
Die gibt es in den Sorten Orange, Maracuja und Grapefruit-Zitrone.
Probier ich mal.
Wir haben gestern über den Absturz von Rheinmetall gesprochen und mit einem betragsmäßigen Minus von rund 220 Euro.
dürfte das einer der heftigsten, wenn nicht sogar der heftigste Absturz in der DAX-Geschichte gewesen sein.
Ja, und gestern ging die Rheinmetall-Aktie im Frankfurter Handel dann bei 946 Euro quasi unverändert aus dem Handel.
Das bedeutet ein unterjähriges Minus von rund 40 Prozent und gemessen am Allzeithoch von rund 2000 Euro Anfang Oktober vergangenen Jahres hat sich die Aktie sogar mehr als halbiert.
Rheinmetall ist in Deutschland ja eine Art Volksaktie geworden.
Das wissen wir auch aus Umfragen, die wir regelmäßig bei den Brokern und Neobrokern machen.
Und daher ist die Neugierde verständlichermaßen groß, wie die Analysten denn jetzt das Papier sehen.
Ja, dass ihr da neugierig seid, ist vollkommen verständlich.
Aber tatsächlich hilft das durchschnittliche Kursziel oder der Konsens der Analysten da erstmal nicht wirklich weiter.
Denn die meisten Experten hatten ihre Prognose ja schon aufgesetzt, ehe am Mittwoch dann die Hiobsbotschaft kam, dass das Verteidigungsministerium das Fregattenprojekt F126 einstellt.
Das ist übrigens generell das Problem mit Konsensanalystenschätzung.
Wenn die dann vor ein paar Monaten oder aus den Durchschnitten einiger Monate sind, dann geben sie halt nicht die aktuelle Einschätzung und Lage wieder.
Glücklicherweise haben aber einige Banken die potenziellen Auswirkungen des Reattendebakels sofort durchgerechnet.
Und deshalb können wir euch heute ganz aktuelle, revidierte Kursziele für Rheinmetall nennen.
Das dürfte nicht nur die interessieren.
die in der Volksaktie investiert sind, sondern auch die, die mit dem Gedanken spielen, jetzt einzusteigen.
Eine Bank, die sofort reagiert hat, ist JP Morgan.
Nicht nur die größte US-Bank, sondern auch eines der einflussreichsten Häuser an der Wall Street.
Und jetzt kommt's.
JP Morgan-Experte David Perry spricht zwar von einem herben Rückschlag für die Expansionspläne von Rheinmetall, hat aber sein Kursziel bei 1.500 Euro belassen.
Rechnerisch impliziert das also ein Kurspotenzial von mehr als 50 Prozent.
Und wo hat man das schon mal im Dax?
Allerdings muss man dazu sagen, dass die Amerikaner sich nur zu einer Neutralempfehlung durchringen können.
Das klingt also nicht so ganz überzeugt.
Perry beziffert den Auftragswert des gestoppten Marineprojekts auf insgesamt rund 12 Milliarden Euro.
Die fallen weg und deshalb befürchtet er.
dass die Düsseldorfer 2026 ihre eigenen Vorgaben für den Auftragseingang im zweiten Quartal und auch im Gesamtjahr nicht werden erreichen können.
Ein bisschen anders klingt es bei Jefferies.
Die haben ihr Kursziel für die Aktie drastisch gesenkt von 1.890 auf 1.300 Euro, aber die Kaufempfehlung trotzdem bekräftigt.
Die Analysten von Morgan Stanley wiederum haben ihr Kursziel für Rheinmetall um 750 Euro gesenkt von 2.500 Euro auf 1.750.
Aber das bedeutet natürlich ebenfalls ein Buy-Rating mit einem rechnerischen Kurspotenzial von 85 Prozent.
Jetzt kommt es noch besser und zwar aus der Heimat.
Auch das Analyse-Team von Metzler Capital Markets hat sich die Aussichten von Rheinmetall nochmal angeschaut und räumt ebenso wie die Amerikaner ein.
Die Streichung des F-126-Auftrags, die wird zwar den geplanten Ausbau von Rheinmetalls Marinesparte verzögern.
Und die hatte ja Rheinmetall-Chef Armin Papberger große Hoffnung gesetzt und extra dafür sogar die Werftaktivitäten von Lürssen übernommen.
Aber sie plädieren dafür, den Effekt nicht zu überschätzen.
Ich zitiere mal, der Ausfall der Fregatten dürfte Rheinmetall etwa 2,5 Prozent des für 2030 angepeilten Konzerngewinns kosten.
Das schreibt Messler-Analyst Alexander Neuberger.
Er hält es aber weiter für möglich, dass Rheinmetall im Jahr 2030 einen Umsatz von 50 Milliarden Euro und ein Vorsteuergewinn von 10 Milliarden Euro erreicht.
Zur Einordnung, vergangenes Jahr hatte Rheinmetall in 9,9 Milliarden Euro umgesetzt und 1,8 Milliarden Euro EBIT gemacht.
Das sieht man mal, was für ein Wachstum den Düsseldorfern trotz des Minus aktuell noch zugetraut wird.
Neuberger sagt zwar auch, dass die Absage des erwarteten Fregattenauftrags zusätzlich Fragen aufwirft, was die Tragfähigkeit des Auftragseingangs anbelangt.
Und da gibt es ja ohnehin Zweifel, weil es manche Leute gibt, die sagen, Systeme, wie sie Rheinmetall herstellt, die braucht man im Zeitalter der Drohnen gar nicht mehr.
Neuberger meint allerdings, wir teilen keineswegs die Einschätzung des Rheinmetalls weiterer Umsatz und Ergebnissexpansion durch das Aufkommen verschiedener unbemannte Systeme grundsätzlich gefährdet ist.
Zitat Ende.
Belende man die aktuelle Gemengelage aus und bewerte Rheinmetall auf Basis seiner langfristigen Perspektive, komme man unweigerlich zu einem Kaufvotum.
Sein Kursziel lautet auch nach dem Fregatten-Debakel noch 2180 Euro.
Und wenn man diese 2180 Euro ernst nimmt, dann ergibt sich ein Kurspotenzial von 130 Prozent.
130 Prozent Kurspotenzial.
Klar bleiben da Unsicherheiten, wie es weitergeht und wie sich der Auftragsbestand entwickelt.
Muss man bei den nächsten Quartalszahlen immer genau hinschauen.
Aber wenn die Metzlerleute mit ihrem Optimismus recht behalten, dann würde der Fall von Rheinmetall eine historische Kaufchance bieten.
Denn eins dürfen wir nicht vergessen.
Durch den teilweise Rückzug der Amerikaner aus Europa werden wir im großen Stil in unsere eigene Verteidigung investieren müssen.
Und einer der großen Profiteure ist Rheinmetall.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an AAA-at-welt.de, schreibt uns bei Instagram oder hinterlasst uns eine Bewertung.
André hat auf Spotify kommentiert, dass er dein Yay am Ende der Folge vermisst hat, lieber Daniel.
Da hast du einmal auf laufendem Wann so einen kleinen Gefühlsausbruch hier hingelegt und auch die Hörer hören davon und bekommen direkt davon nicht mehr genug.
Ja, so schnell kann es gehen.
Ja, aber das kann ich nicht garantieren, dass ich jedes Mal so einen Gefühlsausbruch habe.
Aber für alle, die sich jetzt auch fragen, worum es geht, das verraten wir euch nicht.
Nur so viel.
Es lohnt sich immer, die Folgen bis zum Schluss zu hören.
Ganz bis zum Schluss.
Ja.
Thorsten hat dafür meine Alibaba und die 25.000 Räuber Überschrift gelobt.
Vielen Dank, Thorsten, das bedeutet mir viel.
Und Andreas aus Oberbayern bewertet uns mit fünf Sternen und ist vor allen Dingen ein Fan der Deep Dive Folgen von Samstag.
Diese Woche haben Nando und Holger da einen Dermacher der Rentenrevolution zu Gast.
Jörg Rochol ist Mitglied der inzwischen berühmten Alterssicherungskommission ASK.
und wird uns und euch einen Blick hinter die Kulissen der Arbeit der Kommission gewähren.
Wir werden mit ihm das Werk diskutieren, seine Chancen und Risiken und wie lukrativ die Aktienidee denn wirklich ist.
Und Jörg weiß noch viel mehr.
Er ist nämlich im Hauptjob Präsident der renommierten Wirtschaftsschule ESMT.
Und da könnt ihr euch schon mal denken, dass Holger Hernando viele drängende Fragen an ihn haben.
Viele offene Fragen sind auch das richtige Stichwort bei einer kleinen Ankündigung, die wir jetzt hier noch machen dürfen.
Nächste Woche erscheint nämlich bei unseren Kollegen von Gründerszene ein neuer Podcast, den wir euch...
Jetzt schon mal ans Herz legen wollen.
In Cash Burners, die Lilium-Story, geht es in sechs Folgen um den Aufstieg und den Fall des deutschen Flugtaxi-Startups Lilium, das ja auch einst an der Nestec notiert war.
Zehn Jahre an Arbeit, 1,5 Milliarden Euro an Geld steckten in dem Unternehmen und dann war plötzlich alles vorbei.
Was steckt hinter dem spektakulärsten Absturz der deutschen Startup-Szene?
Waren Liliums glänzende Versprechen jemals realistisch?
Und was erzählt diese Scheitern eigentlich über die Zukunft Deutschlands?
Als Technologiestandort.
All diese Fragen und noch viel mehr beantwortet der Podcast.
Ich habe die ersten Folgen schon gehört und das gesamte Skript gelesen und ich bin jetzt schon ein großer Fan.
Das wird richtig spannend.
In der Folgenbeschreibung findet ihr den Link zum Podcast.
Also abonniert da am besten direkt schon mal rein, damit ihr am Dienstag auch keine Folge verpasst.
Und danach gilt es auch für uns.
Abonniert uns, sprecht ihr bei uns und empfehlt uns euren Freunden.
Ihr hört uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
Kurze Zwischenfrage, Kosenamen ja oder nein?
Also so ein Mausi oder Schatzi finde ich schon süß.
Ja, stimmt, kann man machen.
Aber gibt's nicht auch zu süß?
Schnurzelpurzel ist schon grenzwertig.
Und Abschnuckelchen ist für mich Ende.
Schnurzi, Purzi, Kuschel, Herzilein.
Trennungsgrund.
Absoluter Trennungsgrund, ja.
Du, wenn dir so ein Schnurzi Purzel süß ist, habe ich da was weniger Süßes für dich.
Aha.
Fruchtinade von Spreequell.
Die hat weniger Zucker als eine normale Limo, aber dafür viel Fruchtsaft.
Klingt gut.
Schmeckt auch gut.
Die gibt es in den Sorten Orange, Maracuja und Grapefruit-Zitrone.
Probier ich mal.
