# AI Infrastructure, Defense Shifts, and Portfolio Strategy

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-06-25

## Transcript

Das ist alles auf Aktien.
Gleich geht's los.
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Denn, seien wir doch mal ehrlich, wenn's um Geld geht, Alle Infos findest du wie immer auch in den Shownotes.
Und jetzt… Viel Spaß mit der Folge.
Und in der Triple A Idee verraten wir euch die Dividenden-Tesaurier mit dem Zinseszinseffekt.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Donnerstag, der 25.
Juni und wir wünschen euch einen entschlossenen Start in den Tag.
Die pure Willenskraft fehlte den großen Indizes gestern.
Der Nesdek 100 ging mit einem Minus von 0,4 Prozent aus dem Handel.
Der deutsche Leitindex DAX büßte sogar 0,6 Prozent auf 24.740 Zähler ein und der S&P 500 gab 0,1 Prozent nach.
Hoffen wir mal, dass die deutsche Fußballnationalmannschaft heute Abend gegen Ecuador ein bisschen entschlossener zu Werke geht.
Da könnten sich die Fußballer ein Beispiel an Micron nehmen.
Der Chiphersteller hat gestern nachbörslich Zahlen vorgelegt und den KI-Boom damit in eine neue Dimension getrieben.
Im abgelaufenen Quartal vervierfachte das Unternehmen seinen Umsatz auf 41,5 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten deutlich.
Noch beeindruckender fiel der Ausblick aus.
Für das laufende Quartal rechnet Micron mit einem Umsatz von rund 50 Milliarden Dollar.
Die Aktie legte nachbörslich um etwa 10% zu.
Treiber bleibt die enorme Nachfrage nach Speicherchips für Rechenzentren, in denen KI-Modelle von Nvidia, Google und anderen Technologiekonzernen laufen.
Besonders bemerkenswert sind die Margen.
Micron steigerte seine Bruttomarge auf fast 85 Prozent und zeigt damit, wie knapp Speicherchips inzwischen wirklich geworden sind.
Das Unternehmen erwartet, dass die hohe Nachfrage das Angebot noch bis mindestens 2027 übersteigt.
Und zusätzlich hat Micron mit 16 langfristigen Lieferträgen sich inzwischen ordentlich abgesichert.
Für Anleger ist das eine weitere Bestätigung, dass der KI-Boom längst nicht mehr nur Nvidia antreibt.
Auch die Hersteller der entscheidenden Infrastruktur dahinter, also die Schaufelhersteller, verdienen inzwischen Milliarden an dem Boom.
Noch nicht an der Börse gelistet, heizt Entropic den KI-Wettlauf zwischen den USA und China aber schon mal kräftig an.
Das Duell verlagert sich zunehmend von den Rechtszentren in die Gerichte und Ministerien.
Das US-Startup wirft Alibaba vor, über fast 25.000 gefälschte Nutzer könnten systematisch auf sein KI-Modell Claude...
zugegriffen zu haben.
Und wenn ich jetzt eine lustige Zeile machen sollte, was mir gar nicht liegt, dann würde ich von Alibaba und den 25.000 Räubern reden.
Naja, zwischen April und Juni soll es laut Adropic rund 29 Millionen Anfragen gegeben haben.
Das Ziel ist klar, die Fähigkeiten von Claude kopieren und für die eigenen Modelle in China nutzen, ohne die milliardenschweren Entwicklungs- und Trainingskosten selbst tragen zu müssen.
Der Vorwurf trifft einen empfindlichen Nerv der Branche.
US-Konzerne wie Anthropic, OpenAI und Alphabet waren ja schon seit Monaten vor sogenannter Distillation.
Dabei trainieren Entwickler neue Modelle mit den Antworten bestehender KI-Systeme.
Für die amerikanischen Anbieter steht dabei nicht nur das geistige Eigentum auf dem Spiel, sondern auch der technologische Vorsprung.
Entsprechend wächst in Washington der politische Druck.
Im Kongress liegen bereits Vorschläge auf dem Tisch, chinesische Unternehmen zu sanktionieren, wenn sie beim Kopieren amerikanischer KI-Modelle erwischt werden.
Zu den Gewinnern gehörten gestern Titel aus dem Reise- und Tourismussektor.
United Airlines, Expedia und Booking legten alle knapp 7% zu.
Das lag unter anderem an der weiteren Entspannung am Rohölmarkt.
Der Preis für ein Barrel, das sind diese berühmten 159 Liter der Nordsee-Sorte Brand, zur Lieferung im September vergünstigte sich um 3,9% auf 73 Dollar.
Also da kommen wir langsam wieder in Bereiche wie vor dem Krieg.
Ja, und damit liegt der Ölpreis jetzt auf dem niedrigsten Stand seit dem Ausbruch der Kampfhandlung.
Außerdem haben sich die Kleinanleger gestern mal wieder auf eine Meme-Aktie eingeschossen.
Endlich.
Auf Wendy's, um genau zu sein, endlich mal wieder Meme-Aktien.
Die Burgerkette, deren Aktie seit 2023 ja mehr als 70 Prozent verloren hatte, schoss...
zeitweise gestern um 42 Prozent nach oben.
Und zwar ohne Nachrichten, ohne neue Zahlen und ohne eine neue Strategie.
Auslöser war offenbar ein inzwischen gelöschter Aufruf auf Reddit, Wendy's zu retten.
Das Muster erinnert so ein bisschen an GameStop, eine bekannte Marke, viele Leerverkäufer und jede Menge Nostalgie.
An der Börse reicht das ja oft schon aus für eine Rallye bei Meme-Aktien.
So eine Rallye würde sich der Bitcoin...
Mal wieder wünschen, aber nichts da.
Die große Kryptowährung ist gestern auf den tiefsten Stand seit 20 Monaten gefallen und zeitweise sogar unter die Marke von 60.000 Dollar gerutscht.
Belastet wurde die Kryptowährung vor allen Dingen von den steigenden Zinserwartungen in den USA, die Anleger heraustreiben aus riskanten Investments.
Gleichzeitig kämpft der Sektor mit einem Aufmerksamkeitsproblem.
Während Anleger Milliarden in KI-Aktien und spektakuläre Börsengänge wie SpaceX lenken, fehlt dem Kryptomarkt derzeit eine überzeugende Wachstumsstory.
Bitcoin hat allein in diesem Jahr bereits mehr als 30 Prozent verloren und findet bislang selbst dann kaum Käufer, wenn sich die Aktienmärkte zwischenzeitlich erholen.
Alphabet steigt in den Dow Jones auf und ersetzt dort den Telekommunikationskonzern Verizon.
Der Wechsel tritt zu Wochenbeginn in Kraft und erhöht das Gewicht großer Technologiewerte im traditionsreichen US-Light-Index.
Die Google-Mutter gehört bereits zu den Schwergewichten an der Wall Street.
Die Aktie legte nach dieser Nachricht zunächst zu, trete im Handelsverlauf dann aber leicht ins Minus.
Qualcomm kauft das KI-Software-Startup Modular für knapp 4 Milliarden Dollar.
Die Plattform des Unternehmens ermöglicht es, KI-Modelle unabhängig vom jeweiligen Chip auszuführen.
Damit stärkt Qualcomm seine Position im Wettbewerb um die Infrastruktur hinter künstlicher Intelligenz.
Bezahlt wird der Deal überwiegend mit Aktien.
Die Anleger reagierten zunächst skeptisch.
Die Aktie verlor 3,3 Prozent.
Nachbörslich wurde dann aber bekannt, dass Qualcomm Microsoft und Meta als neue Kunden für die neuen KI-Chips gewinnen kann.
Das stimmt.
die Aktionäre natürlich wesentlich positiver und die Aktie drehte dann im nachbörslichen Handel zeitweise um 13 Prozent ins Plus.
Der KI-Chip-Hersteller Cerebras hat Anleger mit seinem Margenausblick enttäuscht.
Für 2026 erwartet das Unternehmen eine bereinigte Bruttomarge von 38 bis 41 Prozent.
Das liegt zwar über den Erwartungen der Analysten, bleibt aber deutlich hinter den Werten von Marktführer Nvidia zurück.
Die Börse wertete das als Zeichen, dass Cerebras trotz des KI-Booms deutlich weniger Preissetzungsmacht besitzt.
Die Aktie brach dann um mehr als 19 Prozent ein.
Ähnlich deutlich war das Minus gestern bei Rheinmetall.
Und bevor ihr jetzt denkt, Mensch, der Eckart und die Ölchen sprechen ja den ganzen Tag über KI und KI-Aktien.
Sie haben Kursschutz bestimmt übersehen.
Nein, den haben wir nicht übersehen.
Darum geht es gleich im Thema des Tages.
Wir kommen da gleich darauf zurück, aber erstmal noch die Termine.
Da sage ich heute, dass der Konsumklimaindex vom GfK-Institut, also der GfK-Konsumklimaindex Deutschland vorgestellt wird und der gilt ja als der wichtigste Frühindikator für die Verbraucherstimmung bei uns.
Dann gibt es Quartalszahlen von H&M, Blackberry und Darden Restaurants und stehen Hauptversammlungen an, unter anderem bei Porsche SE, der Automobilholding, PSE Software.
GFT Technologies, Alphabank aus Griechenland, Pirelli, Telia und bei Dell Technologies.
Das Thema des Tages Noch vor wenigen Jahren war Rheinmetall für viele Anleger ein eher unscheinbarer deutscher Industriekonzern.
Heute gehört das Unternehmen zu den größten Gewinnern der Zeitwende.
Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine fließen Milliarden zusätzlich in die Verteidigung und Rheinmetall sitzt an einer der wichtigsten Stellen dieser Entwicklung.
Die Nachfrage nach Munition, Panzern, Militärtechnik allgemein ist so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
Das kann man mögen oder nicht, aber es ist so.
Und die Auftragsbücher sind voll und der Konzern Rheinmetall wächst rasant.
Und die Börse hat diesen Erfolg lange auch gefeiert.
Umso größer war gestern die Überraschung, kann man sagen.
kann man sagen.
Die Rheinmetall-Aktie verlor fast 19 Prozent und rutschte erstmals seit Monaten wieder unter die Marke von 1000 Euro.
Es war der größte Kursrutsch seit fast 30 Jahren.
Und an einem so historischen Tag müssen wir im Thema des Tages natürlich einmal auf die aktuellen Entwicklungen in der Rüstungsbranche schauen.
Den Kursrutsch ausgelöst hatte weder eine Gewinnwarnung noch jetzt ein abflachendes, aktuelles, laufendes Geschäft.
Auslöser war eine...
Politische Entscheidung allerdings mit Auswirkungen auf die Zukunft.
Verteidigungsminister Boris Pistorius stoppt das Marineprojekt F-126.
Sechs neue Fregatten, die werden nicht gebaut.
Das Projekt drohte deutlich teurer zu werden und kam zuletzt noch langsamer voran als ohnehin geplant.
Stattdessen setzt die Bundeswehr nun auf acht kleinere Schiffe von ThyssenKrupp Marine Systems.
Für Rheinmetall kommt das zur Unzeit.
Der Konzern hatte ja erst vor wenigen Monaten die Werftengruppe Nawal-Wessels-Lürsen übernommen und damit auf den Einstieg ins Marinegeschäft gesetzt.
Mit dem Ende der F-126 verschwindet nun ausgerichtet das wichtigste Projekt, während Rheinmetall-Abstütze legten die Aktien von TKMS kräftig zu.
Interessant ist vor allem die Begründung.
Deutschland hat der NATO zugesagt, ab 2028 zusätzlich stärker zur U-Boot-Abwehr im Nordatlantik zugegeben.
beizutragen.
Die Marine braucht deshalb Schiffe, die schnell einsatzbereit sein werden.
Und die F-126, die gilt als technisch besonders anspruchsvoll.
Aber genau das wurde am Ende zum Problem.
Die Schiffe sollten größer, moderner und vielseitiger werden als vieles, was heute bei europäischen Marien so fährt.
Die F-126 stand für den Anspruch, gleich die perfekte Lösung zu bauen.
Nur Perfektion hilft wenig, wenn sie zu spät kommt.
Wir kennen es ja alle, Perfektion braucht manchmal einfach ein bisschen mehr Zeit.
Und genau das ist Rheinmetall zum Verhängnis geworden.
Analyst David Perry von J.P.
Morgan nannte die gestrige Entwicklung einen herben Rückschlag für Rheinmetall.
Der Analyst geht davon aus, dass die Düsseldorfer nun die Ziele für den Auftragseingang im zweiten Quartal sowie im Gesamtjahr 2026 wohl nicht mehr erreichen werden.
Das dürfte vor allen Dingen für Anleger unter euch spannend sein, die sich fragen, ob jetzt ein guter Zeitpunkt zum Nachkaufen ist oder doch eher ein Zeitpunkt zum Verkaufen.
David Perry rechnet damit, dass es für die Anteilsscheine noch weiter in den Keller gehen dürfte.
Tja, über viele Jahre hat Deutschland bei Rüstungsprojekten vor allem auf technische Spitzenleistung geschaut.
Pistorius entscheidet sich aber jetzt gegen das Schiff mit den besten Daten auf dem Papier und für das Schiff, das rechtzeitig im Wasser liegt.
Und während die Bundesregierung bei den Fregatten aufs Tempo setzt, greift sie an anderer Stelle stärker ein als jemals zuvor.
Denn fast zeitgleich hat der deutsch-französische Panzerbauer KNDS seinen Börsengang eingeleitet.
Deutschland und Frankreich bringen jeweils 10% ihrer Anteile an den Markt.
Gleichzeitig übernimmt der Bund über die KfW weitere Anteile von der bisherigen Eigentümerfamilie oder von den Familien, kann man da sagen.
Am Ende halten Deutschland und Frankreich jeweils 40% an dem Unternehmen.
Nur 20% landen überhaupt an der Börse.
Aber die Aktien sollen nicht an Privatanleger wie euch vergeben werden über eine Zuteilung, sondern gleich an institutionelle Investoren.
Und das ist wirklich bemerkenswert, denn über Jahrzehnte galt staatlicher Einfluss auf Unternehmen eher als die Ausnahme.
In der Rüstungsindustrie entwickelt sich daraus nun fast ein neues Leitbild.
Panzerbauer und Munitionshersteller gelten nicht mehr nur als Industriekonzerne.
Sie werden zunehmend als Teil der strategischen Infrastruktur im Land betrachtet.
KNDS und Rheinmetall stehen damit für zwei unterschiedliche Wege.
Rheinmetall wächst als klassischer börsennotierter Konzern und da schließt sich immer neue Geschäftsfelder.
herben Rückschlägen, wie wir gestern erleben konnten.
KNDS konzentriert sich dagegen auf Panzer- und Heerestechnik und bekommt dafür die volle Rückendeckung zweier Regierungen.
Dahinter steckt eine größere Entwicklung.
Europa will bei der Verteidigung unabhängiger werden und eigene industrielle Kapazitäten sichern.
Deshalb für Stellen Staaten nicht mehr nur Waffen, sie sichern sich zunehmend auch Einfluss auf die Unternehmen, die diese Waffen bauen.
Genau deshalb ist der KNDS-Börsengang mehr als nur eine Kapitalmarktgeschichte.
Er zeigt, wie eng Sicherheitspolitik, Industriepolitik und Börse inzwischen miteinander verbunden sind.
Was früher getrennte Welten waren, wächst gerade zu einem einzigen strategischen Projekt zusammen.
Daniel, bist du bereit für den Fußball-Sommer?
Aber sowas von Grillen, Kaltgetränke, Public Viewing.
Alles schon vorbereitet.
Perfekt, da fehlt doch nur noch der Merch für den Kick in der Halbzeit, oder?
Ein richtiger DFB-Fanball.
Aral hat da gerade die perfekte Aktion.
Anpfiff zum Sammeln.
Einfach fünfmal mindestens 30 Liter tanken, fünf Stempel sammeln und zack, nur noch fünf Euro zuzahlen und du hast deinen eigenen DFB-Fanball am Start.
Also ich würde sagen, da kann der Fußballsommer doch kommen.
Genau, schnell noch bis zum 2.
August zu Aral.
Das ist dein Anpfiff zum Sammeln.
Mehr auf aral.de.
Die AAA-Idee des Tages.
Wie ein Cabrio mit festgeschweißtem Dach.
So hat es ein Vermögensverwalter, Roland Schmack aus Münster, genannt, nämlich Dividenden-ETFs, die nicht ausschütten.
Und er hat es ironisch gemeint.
Denn Dividenden-ETFs, die nicht ausschütten, sondern thesaurieren, die können durchaus einen Sinn ergeben.
Also sie sind nicht so ein komisches Ding wie ein Cabrio mit festgeschweißtem Dach.
Interessante Symbolik.
Naja, wenn jede Dividende sofort wieder angelegt wird, dann ergibt sich daraus ja auch ein Zinseszinseffekt, der langfristig wirkt.
Jetzt ist nur die Frage, warum sollte man denn auf Dividendenaktien setzen und nicht auf Weltraum, Robotik, Quantencomputer, Drohnen oder einfach ein Welt-ETF, wenn man langfristig Rendite machen will?
Die Antwort ist ganz einfach, weil eine echte Dividendenstrategie eben die Chance bietet zu diversifizieren.
Wir haben da ja hier schon das Problem besprochen, dass sich vor allen Dingen die großen Indische Nasdaq 100, S&P 500 und sogar der MSCI World immer ähnlicher werden und keine Diversifizierung mehr bieten.
Gleichzeitig kann man nachweisen, dass eine intelligente Dividendenstrategie langfristig hohe Renditen bringt, wenngleich langfristig nicht ganz so hoch wie zum Beispiel Nestec-Aktien.
Also Zinseszinseffekt plus Diversifizierung, das ist doch was.
Ja, das ist doch was.
Und klar ist, dass Dividenden-Teserierer nicht für jeden in Frage kommen.
Also für Leute wie mich, die regelmäßig Cashflow sehen wollen, ist das eigentlich nichts.
Es ist eher für Jüngere gedacht, die noch in der Vermögensaufbauphase sind.
Fühle ich mich da angesprochen?
Ich denke schon, ich hoffe, ich hoffe.
Ja, das tue ich.
Naja, zur Erinnerung, gute Dividendenstrategien orientieren sich nicht einfach nur an der Höhe der Dividende, sondern an der Stabilität des zugrunde liegenden Geschäfts, das mit großer Wahrscheinlichkeit auch in fünf oder zehn Jahren noch profitabel ist.
Schauen wir uns mal einige Qualitäts-Dividenden-ETFs an, die thesaurierend sind.
Gemeinsam ist in allen...
dass sie nicht wahllos in die Aktien mit der höchsten Ausschüttung investieren.
Die kehren sie praktisch nicht einfach vom Markt auf, sondern erst mal sich die Qualitätsmerkmale anschauen und danach auslesen.
Und dann gewichten sie natürlich auch nach Marktkapitalisierung, aber auch nach Kriterien wie Bilanzstärke, Nachhaltigkeit und Profitabilität des Wachstums.
Besonders breit aufgestellt ist der Vanguard FTSE All World High Dividend Yield.
Er enthält fast 2400 Aktienpositionen und deckt sowohl Industrie- als auch Schwellenländer ab.
Das Ganze für nur 0,29% Gesamtkosten pro Jahr.
Damit ist der Fonds der globale Basisbaustein unter den thesaurierenden Dividenden-ETFs.
In den zurückliegenden drei Jahren, das haben wir uns diesmal als Betrachtungszeitraum ausgesucht, hat dieser ETF ein Plus von 60% geschafft.
Nur wenig hinter dem Weltindex FUZI All World mit seinen 65%.
Und rund 40% des Fondsvolumens, die entfallen hier auf die USA.
Top-Positionen des Vanguard FUZI All World High Dividend sind die Großbank JP Morgan Chase, der Energiekonzern ExxonMobil und der Gesundheitsriese Johnson & Johnson.
Ja, und dann folgen noch weitere Titel aus der Gesundheit mit Abwi und UnitedHealth, Energie mit Chevron und Konsumgüter mit Procter & Gamble und nochmal Finanzen mit HSBC.
Ihr merkt, das sind alles große Unternehmen, die auch im MSCI World und im Fuzzi All World auftauchen, aber längst nicht so stark gewichtet.
Echte Diversifizierung eben.
Ähnlich gut positioniert ist der iShares MSCI World Quality Dividend Advanced, der eine vergleichbar gute Rendite wie der All World High Dividend.
mit gut 280 Aktien geschafft hat, also deutlich weniger, wobei hier die Schwellenländer außen vor bleiben.
Das ist eben das MSCI World Universum.
Da gibt es ja keine Schwellenländer.
Bei diesem ETF führt der Qualitätsfilter dazu, dass rund ein Drittel aller Positionen aus dem Bereich Informationstechnologie stammen, allen voran Nvidia, Applied Materials, Apple und Cisco Systems.
Der US-Anteil ist mit 52 Prozent recht hoch, aber deutlich niedriger noch als zum Beispiel im direkten Vergleichsindex, dem MSCI World, in dem 72 Prozent mittlerweile das Fondsvolumen auf amerikanische Konzerne entfallen.
Wer aus Gründen der Diversifizierung etwas von Amerika wegkommen möchte, der kann sich an den iShares Euro Stock Select Dividend 30 halten.
Das ist ein hochkonzentriertes Portfolio, das eben nur 30 Aktien aus der Eurozone umfasst.
Seine Indexlogik setzt auf verlässliche Ausschüttungen und eine maßvolle Ausschüttungsquote, wichtig für die Zuverlässigkeit der Dividende.
In den vergangenen drei Jahren konnte der ETF mit einem Plus von 81 Prozent richtig überzeugen.
Ihr solltet aber nicht vergessen, dass ein 30-Werte-ETF kein breit gestreutes Weltportfolio ist.
Denkt mal nur an unsere Folge vom 9.
Juni.
Die großen Länderpositionen bilden die Niederlande mit 29 Prozent, vor Frankreich mit 20 Prozent ab.
Wer einen Kontrapunkt zu den Industrieländern setzen möchte, der kommt vielleicht auf den Fidelity Emerging Markets Quality Income.
Wie der Name sagt, enthält dieser ETF nur Aktien aus den Schwellenländern, insgesamt 133 Titel.
Er macht aber bei der Qualität keine Kompromisse.
Um reinzukommen, müssen die Titel Kriterien erfüllen wie stabilen Gewinn, soliden Cashflow und gesunde Bilanzen.
Und angeführt wird das Portfolio zum Beispiel von Samsung Electromechanics aus Südkorea nicht zu verwechseln mit Samsung Electronics.
Die Verwaltungskosten sind etwas höher, was aber typisch für Schwellenländer ist.
Der ETF kostet euch 0,5 Prozent pro Jahr.
Die Drei-Jahres-Wertentwicklung des Fidelity Emerging Markets Quality Income kann sich auch durchaus sehen lassen.
91 Prozent.
Die solltet ihr aber nicht in die Zukunft fortschreiben, kommen hier doch länderspezifische Risiken zum Tragen.
Regional bildet Taiwan das Schwergewicht mit 31 Prozent vor Korea mit 25 Prozent.
Und das sind beides Börsen, die für ihre Übertreibungen bekannt sind.
Aber das ist dann wirklich ein anderes Thema.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an AAA at Welt.de, schreibt uns bei Instagram oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Michael hat uns geschrieben und wird zugenommen auf die Folge, in der wir am Schluss ein paar Themen-ETFs vorgestellt haben.
Er fragt, warum Anleger eigentlich mehrere Themen-ETFs kaufen und nicht einfach den Wisdom-Tree.
Megatrends ETF, der ja einige der aktuellen Trends abbildet, etwa Künstliche Intelligenz, Robotik, Cloud Computing, Digitalisierung und Gesundheitstechnologie.
Michel, das ist ja gut und schön, hat aber einen Nachteil.
Man kauft die Gewichtung des Anbieters gleich mit.
Wer beispielsweise besonders stark auf KI oder Cyber Security setzen möchte, kann das über einzelne Team ETFs wesentlich gezielter steuern.
Zudem enthalten viele Megatrend ETFs auch Themen, die man vielleicht gar nicht so unbedingt im Depot haben möchte oder die man selber auch gar nicht als Megatrend sieht.
Und ihr möchtet mit Sicherheit auch die nächsten Folgen nicht verpassen.
Die sind ja auch immer voller Megatrends.
Deshalb abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
Kurze Zwischenfrage, Kosenamen ja oder nein?
Also so ein Mausi oder Schatzi finde ich schon süß.
Ja, stimmt, kann man machen.
Aber gibt's nicht auch zu süß?
Schnurzelpurzel ist schon grenzwertig.
Und Abschnuckelchen ist für mich Ende.
Schnurzi, Purzi, Kuschel, Herzilein.
Trennungsgrund.
Absoluter Trennungsgrund, ja.
Du, wenn dir so ein Schnurzi Purzel süß ist, habe ich da was weniger Süßes für dich.
Aha.
Fruchtinade von Spreequell.
Die hat weniger Zucker als eine normale Limo, aber dafür viel Fruchtsaft.
Klingt gut.
Schmeckt auch gut.
Die gibt es in den Sorten Orange, Maracuja und Grapefruit-Zitrone.
Probier ich mal.
