# Market Volatility, Semiconductor Margins, and Crypto Allocation Strategies

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-06-25

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Donnerstag, der 25.06.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Wir schauen heute, ob es ohne Bitcoin auch schwer wird für die Altersvorsorge, was schon wieder mit der Aktie von Strategy abgeht.
Aber davor klären wir erstmal, wieso gestern Rheinmetall so abgeschmiert ist.
Und welche Aktie vielleicht zum nächsten GameStop wird.
Unterstützt wird dieser Podcast von Scalable Capital, der einzige Broker, der deine Familie zum Traden braucht.
Bei Scalable Capital gibt es nämlich auch Kinderdepots.
Rüstungsaktien haben einen Vorteil, der gleichzeitig ein großer Nachteil ist.
Sie hängen von einigen wenigen großen Kunden ab, die meistens auch noch einige wenige große Projekte vergeben.
Das kann ein Vorteil sein, wenn diese wenigen Kunden auf einmal alle ihre Aufträge hochfahren.
Es kann aber auch ein Nachteil sein, wenn einer dieser großen Kunden einen großen Auftrag runterfährt.
Und genau das hat gestern Rheinmetall getroffen.
Die Aktie ist dieses Jahr ja schon nicht so gut gelaufen.
Da geht es aber bisher meistens weniger um die Frage, ob die Nachfrage da ist, sondern eher um die Frage, ob Rheinmetall die Nachfrage schnell genug in funktionierende Waffen und damit in Umsatz verwandeln kann.
Gestern gab es dann das erste Mal seit langem so einen richtig großen Rückschlag auf Nachfrageseite und die Aktie ist einfach 20% abgeschmiert.
Dieses Jahr sind wir jetzt bei einem Minus von 40%.
Unser Verteidigungsminister Boris Pistorius steigt nämlich aus dem Fregattenprogramm F-126 aus, weil die Kosten zu hoch werden und sich alles verzögert hat.
Damit beendet Berlin das Projekt für die größten Kriegsschiffe, die seit dem Zweiten Weltkrieg bestellt wurden.
Und es ist fairerweise auch nicht ganz überraschend.
Ursprünglich hat den Auftrag für die 166 Meter langen Fregatten mit 10.000 Tonnen Gewicht eine niederländische Werft gekriegt.
Da gab es aber so viele Probleme, dass das Projekt eben auf Rheinmetall übertragen werden sollte.
Für Rheinmetall war das ein sehr wichtiges Projekt, weil sie ja auch dieses Jahr für über eine Milliarde Teile der Lürsenwerft übernommen haben und ihr Business in Richtung Marine ausbauen wollen.
Und für das Projekt haben sie auch um die 13 Milliarden Euro veranschlagt.
Das wäre also wirklich eine Riesensumme geworden.
Ob Rheinmetall durch den verlorenen Auftrag wirklich 20 Prozent weniger wert ist, ist eine andere Frage.
Was neben den verlorenen Milliardenumsätzen sicher nicht geholfen hat, ist, dass Armin Pappberger, also der CEO, noch im Analystencall Anfang Mai sehr optimistisch war, dass sie den Auftrag kriegen.
Dass er jetzt nicht kommt, kostet also Vertrauen.
Und dass die Regierung genau jetzt cancelt, war eventuell auch aus ihrer Sicht nicht ganz so smart.
Man will ja gerade mit KNDS einen Panzerbauer an die Börse bringen, an dem Deutschland selbst beteiligt ist.
Und wenn man jetzt davor so viel Unsicherheit in Rüstungsaktien bringt, die eh schon viel Unsicherheit haben dieses Jahr, dann ist es für den Börsengang sicher nicht ganz optimal.
Aber die ganze Sache war zumindest für eine Firma hilfreich.
Die Aktie von TKMS hat um die 15% zugelegt, weil Deutschland statt dem Rheinmetallschiff einfach mehr Schiffe bei TKMS bestellen will.
Apropos mehr Schiffe, immer mehr fahren gerade auch durch die Straße von Hermos und das erklärt, wieso der Ölpreis gestern auf den tiefsten Stand seit Anfang März, Ende Februar gefallen ist.
Und auch gefallen ist wieder der Goldpreis, zwischenzeitlich sogar unter 4000 Dollar, das erste Mal seit November.
Tendenziell könnten da die sinkenden Ölpreise aber wieder hilfreich werden, dass der Goldpreis mal wieder steigt.
Denn sinkender Ölpreis führt zu weniger Inflation, das führt zu weniger Zinsen und niedrige Zinsen sind gut für den Goldpreis, weil Gold eben keine Zinsen abwirft und bei hohem Zinsniveau dann im Vergleich zu anderen sicheren Anlagen wie Anleihen oder dem Tagesgeldkonto einfach unattraktiver wird.
Deutlich attraktiver geworden ist gestern ziemlich aus dem Nix die Aktie von der Fastfoodkette Wendy's.
Die ist zwischenzeitlich sogar über 40% gestiegen.
Wenn ihr jetzt gute Nachrichten erwartet, muss ich euch aber leider enttäuschen.
Es gab bis auf einen Managementwechsel gar keine News rund um Wendy's.
Aber wie GameStop vor ein paar Jahren ist die Aktie auf einmal auf Reddit und vor allem auf dem Subreddit WallStreetBets gehypt worden.
Dazu passt, dass Wendy's viele Short-Seller hat, also Investoren, die auf fallende Kurse setzen.
Und die Kollegen bei WallStreetBets versuchen ja sehr gern dann den sogenannten Short-Squeeze auszulösen.
Keinen Short Squeeze, aber einen sehr großen Börsengang plant der Speicherchip-Hersteller Eski Hynix aus Südkorea.
Es wird ja schon länger darüber nachgedacht, dass die auch in den USA an die Börse wollen und eben nicht nur in Südkorea.
Und dabei wollen sie jetzt entspannte 29 Milliarden Dollar einsammeln.
Das könnte einer der größten Aktienverkäufe der Geschichte sein.
Was sich deutlich schlechter verkauft als Speicherchip-Aktien sind scheinbar Wassermarken, Nestle will ja seine verkaufen und jetzt kam bei Bloomberg raus, dass es nur noch eine Private-Equity-Firma in den Verhandlungen gibt, der Rest hat kein Interesse mehr.
Und nochmal zurück zum Chip-Bereich, da hat gestern die Aktie vom Chip-Hersteller Cerebrus fast 20% verloren, obwohl ihre Jahresprognose mit knapp 900 Millionen Dollar über den Erwartungen der Analysten war, das ist aber natürlich immer noch sehr wenig Umsatz für eine Firma mit 40 Milliarden Dollar Börsenwert.
Dazu erwartet Cerebras dieses Jahr zum Beispiel sinkende Margen, weil sie ja sehr abhängig von einem großen Auftrag bei OpenAI sind, sie haben aber Schwierigkeit, diesen großen Auftrag abzuarbeiten und deshalb mieten sie jetzt die eigenen Chips von Kunden zurück, an die sie verkauft haben, um die Rechenleistung dann wieder an OpenAI weiter zu verkaufen.
Und wenn man die Abhängigkeit von OpenAI bedenkt, hat sicher auch nicht geholfen, dass die gestern mit Broadcom die erste Variante von ihrem gemeinsam entwickelten KI-Chip vorgestellt haben.
Und noch ein kleines Update für alle von euch mit MSCI ETFs.
Es gab ja Diskussionen, ob erstens Indonesien von einem Emerging Market zu einem Frontier Market runtergestuft wird und es gab Diskussionen, ob Südkorea endlich von einem Emerging Market hochgestuft wird.
Die Indonesienentscheidung wurde gestern aufgeschoben und Südkorea bleibt erstmal weiter ein Emerging Market, sollte man vor allem auf dem Schirm haben, wenn man zum Beispiel nur einen MSCI World ETF hat.
PS, gestern Nacht nach Börsenschluss ist dann auf einmal noch die Aktie von Micron, also dem Speicherchiphersteller, um die 10% gestiegen.
Da war die Stimmung in den letzten Tagen ja ein bisschen skeptischer, aber Micron hat wirklich wieder sehr gute Quartalszahlen gehabt.
Der Umsatz hat sich nicht nur mehr als vervierfacht, er war mit 41 Milliarden Dollar auch nochmal rund 6 Milliarden Dollar höher als erwartet wurde.
Noch absurder als das Umsatzwachstum war aber fast die operative Gewinnmarge von 81%.
So was sieht man wirklich selten.
Erwartet wurden auch nur knapp unter 80%.
Und vor einem Jahr waren es gerade mal 27%.
Der Speicherchip-Boom treibt also Umsatz und er treibt vor allem auch, weil die Preise angehoben werden, einfach die Margen hoch.
Und als letztes war dann auch noch die Umsatzerwartung für dieses Quartal mit 50 Milliarden nochmal deutlich höher als erwartet.
Und eben auch nochmal circa 9 Milliarden höher als im letzten Quartal.
Also wirklich sehr, sehr gute Zahlen.
Bevor ich jetzt gleich die Frage kläre, ob der Bitcoin in ein Portfolio für die Altersvorsorge muss, schaut Christoph nochmal auf die einflussreichste Kryptoaktie, nämlich den Kryptoinvestor Strategy.
Strategy ist ja im Grunde eine reine Krypto-Holding und deshalb bewegt sich der Kurs auch sehr stark mit dem Bitcoin.
Tendenziell steigt und fällt Strategy einfach einen Tick stärker.
Aber in den letzten zehn Tagen war der Bitcoin ziemlich stabil, auch der Kurs von der aktuell größten Kryptoaktie Coinbase.
Strategy hat trotzdem 16 Prozent verloren.
Vor ein paar Tagen hat Noah auch schon mal einen Grund dafür erklärt.
Und zwar hat Strategy das erste Mal seit zwei Jahren Bitcoins verkauft, was Zweifel am ganzen Geschäftsmodell ausgelöst hat.
Und jetzt gibt es eben auch noch Zweifel an ihren Finanzinstrumenten.
Strategy hat ja schon immer nicht nur Geld von Investoren gekriegt, indem sie eigene Aktien verkaufen.
Sie haben oft relativ komplexe Finanzkonstrukte gebaut.
Zum Beispiel hat Noah vor gut einem Jahr von den Variable Rate Series A Perpetual Stretch Preferred Stocks geredet.
Und zwar ist das eine Vorzugsaktie, die Dividende zahlt und sie zahlt die Dividende nicht einmal im Quartal, wie es in den USA üblich ist, sondern zweimal pro Monat.
Spannend ist aber, wie viel Dividende gezahlt wird.
Das Ziel der Aktie ist nämlich, dass der Kurs immer bei 100 Dollar liegt und damit stabil ist.
Und MicroStrategy wird die Dividende jeden Monat so anpassen, dass der Kurs eben möglichst stabil bleibt.
Anders gesagt.
Aktuell gibt es um die 11 Dollar je Aktiedividende im Jahr.
Wenn der Kurs jetzt über 100 Dollar steigt, würde Strategy die Dividende senken, um die Aktie unattraktiver zu machen und den Kurs Richtung 100 zu bringen.
Und wenn der Kurs drunter fällt, soll die Dividende eher angehoben werden.
Das Problem ist, der Kurs ist drunter gefallen.
Er liegt gerade bei 87 Dollar und ist seit Ende Mai nicht mehr in Richtung der 100 Dollar gekommen.
Davor war er dort tatsächlich relativ stabil.
Gründe für den Absturz gibt es viele, zum Beispiel, dass Investoren bezweifeln, wie sicher die Dividenden sind.
Für Strategy ist es auf jeden Fall ein Problem, weil das Instrument durch die Stabilität für viele Investoren spannend war und sie damit gut Geld einsammeln konnten von Investoren.
Das wird jetzt schwieriger und könnte die schwache Performance der letzten Tage erklären.
Übrigens auch absurd, Michael Saylor, also Gründer und Visionär hinter Strategy, hat erzählt, dass er das Finanzinstrument selbst mithilfe von ChatGPT entwickelt hat.
In unserem WhatsApp-Kanal hat uns Jenny diese Woche gefragt, ob Krypto ins Portfolio muss, wenn man für die Altersvorsorge spart oder ob man es vorbeiziehen lassen kann, weil es zu unsicher ist.
Ich würde erstmal damit anfangen, wieso es aus meiner Sicht für die meisten keine gute Idee ist, wenn sie Aktien für die Altersvorsorge an sich vorbeiziehen lassen.
Erstens kann man sich mit Aktien an der Entwicklung der globalen Wirtschaft beteiligen.
Das heißt, wenn die Wirtschaft in den nächsten Jahren wächst und durch KI, Robotik und so weiter effizienter wird, dann profitiert man davon mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit an der Börse.
Zweitens kann man an der Börse sehr gut breit streuen, selbst wenn es Deutschland oder Europa in 20 Jahren schlechter geht als heute, kann man an der Börse vom Aufstieg in Asien, Afrika oder Amerika profitieren.
Drittens kauft man an der Börse Sachwerte, klar gibt es immer wieder gehypte Aktien, die höher bewertet werden, als sie eigentlich wert sind.
Am Ende beteiligt man sich aber an Firmen, die im besten Fall Gewinne machen und als Aktionär steht einem ein Teil der Gewinne zu und dadurch sind Firmen an der Börse ja überhaupt irgendwas wert.
Viertens gibt es an der Börse eine extrem lange Geschichte, die zeigt, dass es immer wieder Krisen gibt, aber man im Schnitt mit einem breit gestreuten Portfolio trotzdem sehr gute Renditen machen konnte.
Das Ding ist jetzt, keiner dieser Punkte trifft auf die Kryptowelt zu.
Ich habe da weder einen ganz klaren Zusammenhang zwischen Wertentwicklung von Kryptowährungen und der Wirtschaft und ich habe auch keine Sachwerte und auch keine lange Historie, auf die ich schauen kann.
Das Ding ist aber auch, die meisten Punkte treffen auch nicht auf Gold zu, außer dass Gold super etabliert ist und eben schon eine lange Historie hat.
Aber ich bin ja auch bei Gold ein bisschen skeptischer als viele andere, weil ich an der Börse einfach die Verbindung zur Wirtschaft so spannend finde und wenn die Wirtschaft jetzt über 30 Jahre wächst und die Firmen immer profitabler werden, dann ist die Wahrscheinlichkeit einfach sehr klein, dass die Börse in den nächsten 30 Jahren sich gar nicht entwickeln wird.
Das kann man bei Gold oder Krypto nicht so einfach sagen.
Da hängt sehr viel von den Preisen einfach daran, wie die Stimmung der Investoren ist.
Deshalb würde ich sagen, so ein No-Brainer wie Aktien sind Kryptos auf jeden Fall nicht für die Altersvorsorge und ich finde total nachvollziehbar, wenn man sie gar nicht im Depot hat.
Ich finde aber auch nachvollziehbar, wenn man sie mit einem kleinen Anteil im Depot hat, weil man einfach daran glaubt, dass Bitcoin in der Zukunft genau wie Gold ein relevantes Asset sein wird.
Oder weil man natürlich auch daran glaubt, dass die Kryptowelt immer ein Teil des Internets bleiben wird, vielleicht sogar ein größerer Teil wird und Apps oder Verträge über Blockchains wie Ethereum oder Solana laufen, die dann davon auch profitieren.
Es ist aber am Ende mehr eine Glaubensfrage.
Einer, der daran glaubt, ist übrigens der National Business Corporate Pension Fund aus Japan.
Der will ab diesem Jahr rund 1% seines Vermögens in Krypto stecken.
Und die Gewichtung von einem Prozent passt übrigens auch ganz gut zu der stumpfen Frage, wie wirtschaftlich relevant ein Vermögenswert gerade ist.
Am Ende macht ein MSCI All Country World ETF ja genau das und gewichtet die größten Firmen nach ihrem Börsenwert.
Insgesamt kommen die Firmen im MSCI All Country auf ca.
100.000 Milliarden Dollar Börsenwert.
Alle Kryptos dieser Welt sind gerade mal 2.000 Milliarden wert und Gold liegt bei ca.
25.000 Milliarden.
Das zeigt schon, wie klein Kryptos als Vermögensklasse noch sind, deutlich kleiner als einzelne Firmen wie Nvidia oder Alphabet.
Und dann gab es noch eine Frage über den Impact von Quantencomputern auf dem Bitcoin.
Das haben wir ja schon mal länger besprochen, aber hier nochmal die Kurzfassung.
Der Bitcoin ist da auf jeden Fall bedroht.
Vor allem sind ein paar alte Wallets bedroht, die gehackt werden könnten.
Zum Beispiel auch das von Satoshi Nakamoto.
Insgesamt liegen in solchen bedrohten Wallets gerade ein Drittel aller Bitcoins.
Wenn die gehackt werden und man davor keine Lösung findet, ist es also kein Weltuntergang, kann aber den Preis auf jeden Fall drücken, wenn die Hacker die 30% der Coins verkaufen.
Das andere Thema ist, dass sich Bitcoins und auch andere Blockchains langfristig quantensicher aufstellen müssen.
Das ist gar nicht so sehr ein technisches Problem, sondern eher das Problem, dass sich die Bitcoin-Community auf dem Upgrade einigen muss.
Und das ist aber historisch gesehen was, was in der Bitcoin-Welt einfach sehr langsam passiert.
Das kann also ein Risiko sein, wirkt aber aktuell managbar.
Der Anreiz ist ja zumindest groß, dass man das hinkriegt.
Und letztes Thema, weil zur WM ja alle über Prediction Markets wie Calchi und Polymarket sprechen.
Meta entwickelt gerade mit einem eigenen kleinen Team einen Prediction Market, aber wohl ohne echtes Geld, also schon ein bisschen anders, könnte trotzdem eine kleine Konkurrenz sein.
Und es gilt auch der Satz zum Mitschreiben.
Die Rente ist sicher.
Das war ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdas bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin, alles Gute, adios.
