# Global Market Shifts, Monetary Policy, and Governance Risks

**Podcast:** Leben mit Aktien | Der Podcast für Anleger mit Weitblick
**Published:** 2026-06-24

## Transcript

Bevor es losgeht, dieser Podcast ist keine Anlageberatung, sondern dient lediglich der Information und Unterhaltung.
Die Hosts oder der Verlag übernehmen keine Haftung für Anlageentscheidungen, die sie aufgrund der im Podcast gehörten Informationen treffen.
Leben mit Aktien – ein Vermögenspodcast der Wirtschaftswoche mit Christian Wirröl und Horst von Butler.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Leben mit Aktien, dem Vermögenspodcast der Wirtschaftswoche.
Ich bin Horst von Butler.
Und ich bin Dennis Undorf.
Nein, Christian Wirröl, aber immer noch voll im Fußball.
Hallo, ich rede über Dennis Undorf.
Ich konnte am Wochenende aber den Namen sagen, der uns das letzte Mal praktisch in der Vorrunde gerettet hat durch ein spätes Tor.
Weißt du noch, wer es war?
Erinnerst du dich noch an David und Donkohr?
David Odonko hat nicht das Tor gemacht, sondern er hat nur den Lauf an der Seitenlinie gemacht, nach innen geflankt und dann hat Oliver Neuville das Tor gemacht.
Das war im zweiten Gruppenspiel 2006 gegen Polen.
Deswegen sind deine Einzelaktienanalysen auch so gut, weil du solche Sachen einfach abgespeichert hast.
Wir sind in einer Endrunde, es ist nur ein 16.
Finale, deswegen fühlt es sich noch nicht ganz so gut an, aber ein Hauch von Sommermärchen.
Schleicht sich wegen der Temperaturen doch so ein bisschen an, oder?
Ja, also ich habe auch die Fahne gehisst bei mir zu Hause.
Und ja, es bedient ja auch so ein bisschen die Retro-Sehnsucht.
Denn das letzte Mal in einer K.O.-Runde war die deutsche Nationalmannschaft tatsächlich 2014, das Jahr, in dem wir dann Weltmeister wurden.
Und da irgendwie, da war alles noch so gut.
Da war ein bisschen Euro-Krise, aber ansonsten Deutschland, Wachstumslokomotive.
Es gab noch keine Flüchtlingskrise.
Es gab billiges Gas aus Russland als Ablenkung von der...
schon damals verkorksten Energiewende.
Im Weißen Haus saß Obama und diese KI, die war allenfalls ein Thema für Nerds.
Die KI hieß damals noch, war menschlich und hieß Christian Wehröl, zumindest wenn man über Aktien gesprochen hat.
Nein, es ist doch ein schönes Thema und es geht ja wirklich Schlag auf Schlag.
Wir müssen über die Vorschläge der Rentenkommission reden, bevor sie zerredet werden natürlich, weil die Frage ist ja für uns aus Aktien-Sicht, ist das jetzt praktisch der nächste Baustein?
dieses Game-Changer-Moments, das wir wirklich schaffen, an verschiedenen Stellen diese bei aller Kritik und Einzelkritik, diese kapitalgedeckte Säule wirklich aufzubauen.
Das ist ein großes Thema, aber ein anderes Thema ganz aktuell.
Wir stehen hier im Podcaststudio bei 43 Grad, es heizt sich langsam auf und dann kommt diese Einmeldung, dass Kirstama seinen Rückzug ankündigt.
Ja, das ist Montagmorgen, es wird Mittwoch natürlich dann schon weitergegangen sein.
Es gibt ja Gerüchte, dass King Charles jetzt im Buckingham Palace eine Drehtür einbauen lassen will, weil das Karussell dreht sich ja doch recht schnell.
Wenn wir die letzten zehn Jahre mal in Downing Street Revue passieren lassen, da gab es viele Wechsel.
Ja, und wir haben natürlich was zu Großbritannien schon vorbereitet gehabt.
Wir wollten es eigentlich nochmal schieben, aber erwähne es jetzt trotzdem nochmal kurz, weil wir schauen ja irgendwie immer auf Großbritannien so noch mit dieser Brexit-Brille und viel zu wenig auf die Wirtschaft.
Vor allem aber glaube ich, wenn wir nach Großbritannien schauen, schauen wir auch ein bisschen immer in eine Kristallkugel.
Es ist der fünfte Wechsel innerhalb eines Jahrzehnts.
Und Kirstahm hat jetzt wochenlang um sein politisches Überleben gekämpft.
Und man muss ja wirklich sagen, er hat ja in einem atemberaubenden Tempo sein politisches Kapital verloren.
Er hatte eine sehr erfolgreiche Wahl.
Ja, und ein riesiges Vertrauen.
Das ist langweilig, aber Hoffnungsträger.
Aber das ist ja schon relativ kurz nach der Wahl komplett abgebröckelt.
Also so schnell ein Absturz, den hat, glaube ich, noch kein britischer Premierminister hinter sich gehabt.
Liz Truss vielleicht nicht.
Ja gut, sie wurde ja nicht gewählt vom Volk, sondern von denen.
Aber Stama hat eine Wahl gewonnen, richtig?
Jetzt gibt es natürlich einen neuen Hoffnungsträger, Andy Burnham, der bisherige Bürgermeister von Greater Manchester.
Und er hat ja praktisch jetzt in so einer Nachwahl in einem Bezirk in Makerfield 55 Prozent der Stimmen gewonnen.
Wichtig deswegen, weil er Reform UK, also die Partei von Neil Farage, die hat nur 35 Prozent gekommen, geschlagen hat.
Also er hat gesagt, Labour kann in einer wichtigen Stadt, in einem wichtigen Bezirk noch gewinnen.
Und deswegen wird er auch so ein bisschen als der König des Nordens bezeichnet.
Er kann jetzt ins Unterhaus zurückkehren und das war die Voraussetzung eben, dass er überhaupt in diesen Machtkampf gehen konnte.
Stahm hatte sich lange kämpferisch gezeigt, hat ihm auch zum Wahlsieg gratuliert, aber macht jetzt den Weg frei.
Warum ist das spannend?
Man hat jetzt wieder so einen Führungswechsel.
Es gibt ja auch noch andere Kandidaten, zum Beispiel den ehemaligen Gesundheitsminister Wes Streeting.
Also es gibt allerlei Leute.
Wenn man auf Andy Burnham schaut, ist das natürlich eine ein bisschen charismatische Figur.
Aber wenn man sich überlegt, was macht er jetzt eigentlich für die Wirtschaft?
Also er hat da so...
Er hat da so einige Ideen, aber es ist eigentlich, also er setzt auf Lebenshaltungskosten natürlich, auf das Dauerthema Migration.
Er sagt jetzt so ein bisschen, nur Trickle-Down-Ökonomie funktioniert nicht.
Wir müssen Großbritannien reindustrialisieren.
Er will eine Buy-British-Strategie bei öffentlichen Aufträgen.
Also es ist recht unklar, was er eigentlich jetzt drehen will in der britischen Wirtschaft.
Trotzdem ist er so der große Hoffnungsträger.
Und das ist, ich glaube, das ist für uns auch wichtig, weil wir...
Wir Deutschen sind ja nicht ganz so emotional, aber auch wir haben ja so diese Fragen mit diesem Wirtschaftshoffnungsträger, der kommt, haben wir auch so ein Thema bei der Enttäuschung von Friedrich Merz.
Also für mich ist Großbritannien immer so ein Blick in die Kristallkugel.
Ja, auf jeden Fall.
Allerdings in dieser Kristallkugel sieht sie wirtschaftlich besser aus als in Deutschland.
Zumindest auf fünf, sechs Jahre.
Trotz Brexit sind die Briten eigentlich ganz gut aus der Pandemie gekommen.
Etwa so wie auch der EU-Durchschnitt.
Der EU gehören sie ja eben nicht mehr an und deutlich stärker eben.
als Deutschland.
Genau, 6 Prozent, also zu dem Level von dem letzten Quartal 2019.
In der Eurozone ist es 6,6 Prozent und Deutschland 0,8 Prozent.
Also der letzte Platz der G7 und damit eigentlich ja Stagnation.
Das ist das, worüber wir in Deutschland reden.
Das Interessante ist, also die...
Britische Wirtschaft ist eigentlich recht robust, immer wieder getragen von den Dienstleistungen und auch im ersten Quartal war sie eigentlich ganz gut gewachsen.
0,6 Prozent.
Es werden jetzt für das Jahr auch irgendwas so zwischen 0,8 und 1,2 Prozent erwartet.
Natürlich leidet die britische Wirtschaft jetzt auch unter dem Anstieg der Energiepreise.
Sie müssen sehr viel Gas importieren, sind recht erfolgreich bei dem Ausbau von Windkraft.
Und die Bank of England steht vor dem gleichen Spagat wie andere.
Sie müssen jetzt, um die Inflation zu bekämpfen, eigentlich die Zinsen restriktiv halten, ohne natürlich das Wachstum weiter abzuwirken.
Spannend ist eigentlich der Brexit.
Also da gab es jetzt mehrere Studien.
Also die Briten leiden schon auch unter so einer eigenen Produktivitätskrise.
Und sie haben jetzt...
Also zehn Jahre nach dem Referendum wird klar, dass die britische Wirtschaft schon auch wirklich Wachstum verloren hat durch diesen Austritt.
Und die Jugend will wieder rein in die EU.
Das können wir heute nicht vertiefen.
Aber halten wir erstmal für den Moment fest, dass sich ein Blick nach Großbritannien in den nächsten Wochen nochmal lohnen wird, wenn man sich anschaut, welcher neue Premierminister dort ins Amt kommen wird.
Ja, und aus Investment-Sicht sollte man halt nochmal im Hinterkopf halten, dass der FTSE 100 Index, der Light Index der Londoner Börse, ja noch stärker international aufgestellt wird.
ist als der DAX.
Die Konzerne, die dort den Ton angeben, vor allem aus der sogenannten Old Economy, die sind global aktiv im Energiebereich, im Rohstoffbereich, natürlich im Finanzbereich ganz vorne mit einer HSBC Holding, aber auch im Konsumbereich.
Es ist immer sowas, was man ganz gut gegen Tech positionieren kann im Depot, aber haben ja vielleicht viele Hörerinnen und Hörer auch schon, wenn sie zum Beispiel MSCI Europe drin haben.
weil wir eben im Vereinten Königreich einen sehr aktiven Kapitalmarkt haben, einen sehr großen Kapitalmarkt haben, ist Großbritannien da auch die stärkste Position.
Und Großbritannien hat ja weiterhin die Möglichkeit, sich außerhalb der Europäischen Union auch entsprechend wirtschaftsfreundlich zu profilieren.
Also quasi so eine Wirtschaftsoase direkt.
vor Europa, kann sich unabhängig positionieren, aber dafür muss man auch entsprechende Weichenstellungen vornehmen.
Das wird nicht einfacher mit diesen politischen Mehrheiten.
Also wir bleiben an Großbritannien dran.
Lass uns erstmal schauen, was der neue Premierminister, wer denn dann dem König, die seinen Antragsbesuch macht, was er denn wirklich vorhat mit diesem so wichtigen Land.
Schauen wir erstmal auf das andere große Thema der vergangenen Woche.
Und ich habe das Stichwort Zinsen eben erwähnt und Bank of England.
Und natürlich haben wir vergangene Woche nach der EZB alle auf die FED geschaut.
Und wir müssen noch mal ein bisschen so nachhallen lassen, was Kevin Walsh bei seiner ersten Pressekonferenz eigentlich gesagt hat und was das für Anlegerinnen und Anleger bedeutet.
Kommen wir zu unserem ersten Thema.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
An der Börse zählt nicht nur die richtige Entscheidung.
sondern auch, wie sie umgesetzt wird.
Tradegate Direct ist die Trading-App mit direktem Zugang zu Europas größter Retailbörse, der Tradegate BSX.
Mit professionellen App-Funktionen.
Dauerhaft 0 Euro pro Trade.
Nur marktübliche Spreads sind möglich.
Entwickelt von Börsenprofis für aktive Anleger.
Mehr auf Tradegate.direct Das Ganze sehen.
Christian, was war der wichtigste Satz für dich eigentlich in dieser Pressekonferenz?
Es wurde ja irgendwie sehr viel so orakelt über das Ende der Forward Guidance, irgendwie, dass er...
more hawkish war als gedacht.
Was war für dich so der zentrale Satz?
Also für mich gab es zwei entscheidende Themen.
Das eine ist, er hat relativ wenig gesagt, aber der wirklich wichtige Satz war, we recognize that inflation has been running well ahead of the Fed's long stated inflation goal of 2%.
That's been going on for more than five years.
Also er hat darauf hingewiesen, dass eben die Inflation seit fünf Jahren schon oberhalb des Ziels von zwei Prozent ist.
Eigentlich ein Standardsatz für Notenbäck.
Aber das er es sagt, war merkst du nicht?
Normalerweise sagen Notenbänker das aber nicht so.
Sondern man misst ja immer die Inflation im jährlichen Vergleich, die Inflationsrate.
Und das ist ja schön, wenn wieder ein Jahr rum ist und dann irgendwann der Basiseffekt draußen ist.
Och, dann kann man ja sagen, jetzt sind wir ja wieder bei den 2%.
Das hat man ja auch lange so gemacht.
Und wir hatten ja letzte Woche im Podcast genau die Betrachtung.
Wir gucken mal nicht auf die Inflationsrate, sondern wir gucken auf den Verbraucherpreisindex.
Wir gucken auf die Trendlinie des 2%.
was ja 2012 eingeführt wurde von der FED.
Und da haben wir ja genau das schon gesagt.
Die Inflation ist seit 2022 deutlich da drüber, nachdem sie vorher lange drunter war.
Und dass ein Notenbanker das jetzt sagt, also wirklich die Geldwertstabilität wieder in den Mittelpunkt rückt, das ist schon sehr, sehr bemerkenswert und ist eine gewisse Zeitenwende.
Allerdings auch nicht die einzige.
Entscheidend ist ja tatsächlich, also bevor wir auf die Vorwurzungsguidance kommen, die Frage ist, wie er künftig kommuniziert, ob er wirklich auch entschlossen bleibt, natürlich die Inflation einzudämpfen.
Also wird er es wirklich machen?
Trump war ja not amused, würde man in Großbritannien sagen, aber er kann ihn ja auch nicht gleich verheizen.
Er kann nicht gleich auf ihm rumhacken, wie er das auf Paul gemacht hat.
Nein, er kann schon nicht sagen, too late Kevin.
Das ist jetzt bei der ersten Sitzung nicht.
Aber wir haben halt eine andere Zeitenwende der Gestalt schon.
Nicht, was er sagt, sondern auch wie er es sagt.
Er hat ganz klar gemacht, er will weniger kommunizieren, er will weniger...
prognostizieren, als die FED das bislang getan hat.
Und die Märkte haben sich ja in den letzten Jahren gerade unter Powell daran gewöhnt, dass relativ kleinteilig kommuniziert wurde.
Jetzt bleibt sehr, sehr viel Spielraum für Interpretationen.
Das ist etwas, wo die Märkte sich dran gewöhnen müssen.
Und manche sagen, das macht es teurer eigentlich jetzt.
Naja, es bedeutet auf jeden Fall mehr Unsicherheit.
Es bedeutet mehr Volatilität.
Und das heißt, mehr Risiko schreit in einem effizienten Markt auch nach höheren Prämien.
Das ist jetzt kein kurzfristig relevantes Thema, aber das ist ein Thema, was uns mittelfristig beschäftigen wird.
Wir werden nicht einfach so immer die gute Fett haben, die uns an die Hand nimmt und schon durch alle Klippen führt, sondern Walsh wird mehr abwarten und will zunächst mal die Märkte machen lassen.
Das ist durchaus kritisch.
Ja, und ich meine, für Privatanleger waren ja diese formelhaften Floskeln von Notenbankern, wo jeder Halbsatz, jedes Komma wichtig war, eh schwer zu durchschauen.
Aber natürlich war das...
Märkte haben das immer sofort dechiffriert.
Und wenn man eine falsche Betonung oder Benotung da irgendwo gegeben hat, dann hatte das sofort irgendwelche Bewegungen.
Das will er gar nicht mehr, Kevin Walsh.
Er will einfach weniger kommunizieren.
Da gibt es auch weniger, was man irgendwie an falschen Komma-Town kritisieren kann.
Sondern die Märkte sollen erst mal sich ihr eigenes Bild machen.
Und was hältst du eigentlich von dieser Überschrift so das Comeback des Monetarismus, was jetzt da viele schon in den Raum gestellt haben?
Also einfach Geldmengensteuerung und...
Das kann sein.
Also wir sehen ja interessanterweise in den USA eine sehr robuste Wirtschaft und trotzdem ist die Bilanz der Fed ja wieder um 200 Milliarden gestiegen in diesem Jahr, fragt man sich schon.
Das ist irgendwie wieder so ein bisschen Quantitative Easing.
Und Kevin Walsh hat ja ganz klar auf der Agenda stehen, auch in seinem wissenschaftlichen Wirken vorher, dass er die Notenbank wieder refokussieren will und das Balance Sheet, die Bilanz schrumpfen will.
Ob ihm das gelingt, ist ein anderes Thema.
Aber diese Ausweitung wird kritisch.
Also halten wir fest, Geldwertstabilität wurde in den Mittelpunkt gerückt und Kommunikation wird sich dramatisch ändern.
Sozusagen eine rhetorische Zeitenwende, der fährt so ein bisschen an den Märkten.
Inflation bleibt natürlich...
Nicht nur ein Thema in den USA, in allen Märkten irgendwie.
Und ein sehr bekanntes Unternehmen hat jetzt auch nochmal gesagt, dass sie darauf reagieren werden.
Ja, also ich bin sehr viel darüber gesprochen worden.
Inflation wird sich alles entspannen, wenn jetzt die Straße von Hormuz irgendwann wieder offen sein wird.
Wissen wir jetzt auch nichts genauer, das ändert sich im Tagesverlauf.
Aber Tim Cook, Chef von Apple immer noch, hat im Interview mit dem Wall Street Journal Preiserhöhungen angekündigt, wegen der knappheitsbedingten Preissprünge bei Speicher.
Er hat jetzt keine Zahlen genannt, aber das Wall Street Journal hat man mit so ein paar Tech-Analysten nachgerechnet.
Und wenn man davon ausgeht, dass Apple beim iPhone die Rohmarge halten will, die so bei rund 47 Prozent liegen dürfte, dann würden alleine die Speicherpreise dazu führen.
dass das künftige iPhone 18 Pro rund 200 Dollar teurer ist als das aktuelle Modell.
Also 1299 Dollar statt...
1099 Dollar, das wäre ein Plus von 18 Prozent.
Und dann gibt es ja immer noch das Thema, vielleicht kommen da neue Kameraoptionen dazu.
Auch da sind die Komponenten teurer geworden.
Dann wären wir sogar bei einem Aufschlag von 300 Dollar.
Die Kunden werden das wahrscheinlich...
Die kommen aber irgendwann an die zwei mal ran, also zumindest in Deutschland, also wenn du dann irgendwie 512 Gigabyte Speicher haben willst und das noch dazu packst.
Also es ist ein sehr teures Luxusprodukt geworden.
Gerade jetzt, also dieses, früher hat man es ja irgendwie mal alle zwei Jahre immer ausgetauscht, irgendwie ist es auch nicht mehr so, ist einfach zu teuer.
Wird man sehen, wie viele Kunden das jetzt mitmachen.
Auf jeden Fall kann man sagen, die Halbleiterknappheit sickert in den Warenkorb ein und Apple ist eben nur ein Beispiel, wo es jetzt sehr im Zentrum ist, aber das wird auch bei anderen Themen so sein.
Bevor wir auf die Vorschläge der Rentenkommission kommen, Christian, eine Frage noch zur Commerzbank der Andrea aus Hell.
Die haben sich jetzt da auf 39 Prozent herangepirscht.
Die Commerzbank ist wie ein angeschossenes Reh.
Es ist eine Frage jetzt der Zeit.
Wie schaust du auf die Commerzbank-Aktie in der Phase eigentlich auf?
Naja, also die Aktie ist jetzt über 38 Euro und das ist halt nach wie vor heiß.
Man hat ja auch dann relativ barsch Statements ausgetauscht, ist dann wieder ein bisschen zurückgerudert.
Ich bin ja nach wie vor der Meinung, wirklich sinn- und wertstiftend wäre es, wenn man in den Chefetagen von Unicredit und Commerzbank und auch in der Bundesregierung sich jetzt nicht mehr weiter in diesem Übernahme- und Abwehrkampf verschleißt, sondern dass man jetzt wirklich gemeinsam einen europäischen Banking-Champion schmiedet.
Und natürlich sollte die Bundesregierung dabei auch den Preis maximieren.
Und man hofft ja auch, dass die Kommunikation der letzten Tage dieses Ziel verfolgt.
Und da geht es nicht nur um Commerzbank-Standorte, sondern da geht es auch wirklich um den Wert der Beteiligung.
Denn vergessen wir mal nicht, der Bund hält immer noch knapp 13 Prozent an der Commerzbank.
Und dieses Paket hat einen Wert von 5,6 Milliarden Euro.
Das ist Vermögen der Steuerzahler und erwarte ich natürlich als Bürger, optimal verwertet wird, wenn jetzt entsprechendes Interesse da ist.
Und nur noch mal zur Erinnerung, wir sind jetzt gerade bei 38 Euro.
Die erste Tranche hatte man ja im Herbst 2024 für 13,20 Euro verkauft und war noch der Meinung, dass das ein ganz guter Deal ist.
Gut, waren andere Vorzeichen, aber trotzdem die Erwartung der Steuerzahler an die Bundesregierung muss sein, dass viele Geld, was man damals in der Finanzkrise zur Rettung ausgegeben hat, was auch sicherlich eine sinnvolle Maßnahme war, wieder zurückzuholen und da jetzt auch einen guten Preis rauszuholen.
Wir nehmen ja hier am Montag auf.
Am Dienstag legt die Kommission ihre Vorschläge vor.
Das heißt, wenn Sie das hören, ist das auch schon in aller Munde.
Es ist schon einiges durchgesickert und durchgestochen worden und es wird natürlich darüber geredet und manches wird auch wieder zerredet.
Aber man muss sagen, was jetzt einfach mal versammelt ist an irgendwie über 30 Vorschlägen, ist glaube ich das, was man so einfach die berühmten Hausaufgaben nennt oder Textbook.
Da ist jetzt einmal alles aufgeschrieben, was man machen müsste, um die Rentenversicherung zu stabilisieren.
Also, dass das Rentenalter mit der Lebenserwartung steigt, dass wir die Rente mit 63 abschaffen müssen.
dass man so ein bisschen auch nachsteuert, wer eigentlich alles einzahlt.
An die Beamten trauen sich nicht ran, aber irgendwie Abgeordnete sollen einzahlen, symbolisch auch Vorstände.
Wir schauen uns einen besonderen Aspekt an und das ist tatsächlich der weitere Einstieg in eine kapitalgedeckte Zusatzrente nach schwedischem Modell.
Man hört einen Staunen, ich habe es ja immer gesagt, Christian, wir Schwedenrente nennen das Ganze nicht Aktienrente, weil alles, was nach Pippi Langstrumpf klingt, ist gut in deutschen Ohren.
Ikea, Köttbullar.
Genau, also wir machen eine Köttbullar, Ikea, Pippi Langstrumpf.
Nein, jetzt mal im Ernst.
Bullerby ist ja auch so ein Lebensgefühl in Teilen der Gesellschaft.
Das ist ja schon etwas...
Wenn das in der Form kommt, wir wissen es ja noch nicht, was tatsächlich auch diesen Game-Changer-Moment verstärken würde, dass wenn wir vielleicht in 20 Jahren zurückblicken, egal was diese Regierung macht, wenn es gelingt, wirklich diesen Einstieg in eine kapitalgedeckte Rente wirklich als Säule aufzubauen.
Ja, also grundsätzlich würde ich mir natürlich erstmal wünschen, kapitalgedeckte Säule, super spannendes Thema, dass man diese Vorschläge der Rentenkommission in der politischen...
Weiterbearbeitung dann jetzt nicht als Menükarte interpretiert, sondern dass man wirklich ein Gesamtpaket schnürt und sich nicht dann wieder das rauspickt, was jetzt gerade ganz gut zur eigenen Klientel passt, sondern da ist wirklich für alle was drin, was gefordert wurde.
Das sind auch für alle politischen Parteien Kröten zu schlucken, aber so ist das nun mal mit Reformen.
Und wenn wir jetzt auf diese Kapitaldeckung auch in der ersten Säule schauen, müssen wir ja einfach mal feststellen, das ist jetzt von der Idee, wie es skizziert wird, ziemlich Genau das, was Johannes Vogel und Christian Dürr von der FDP im Februar 2021 vorgeschlagen hatten.
Hätten wir es damals gemacht, hätten wir alle schon eine hübsche Rendite.
Ja, die Ampel...
Ist ja gestartet mit FDP-Inhalten, aber damals hat es die Aktienrente ja nicht einmal in den Koalitionsvertrag geschafft.
Da gab es dann nur dieses verzwergte Generationenkapital, was auch nicht gekommen ist.
Und damals hatte Johannes Vogel ja auch schon ein wissenschaftliches Gutachten vorgestellt zur Finanzierung der Übergangszeit für diese Aktienrente.
Also insofern ja, ich bin da wieder sehr hoffnungsfroh.
Hoffe allerdings auch, dass man sich dann wirklich an Schweden orientiert und dass man es auch...
konsequent dann so umsetzt.
Insbesondere wirklich eine verpflichtende Einzahlung vom Bruttolohn beziehungsweise als Teil der Rentenbeiträge.
Da ging es ja mal darum, dass man jetzt skizziert hat 0,5 Prozent des Bruttolohns zum Anfang und dass das dann sukzessive gesteigert wird auf 2 Prozent.
Und vor allem, dass es ein günstiges Standardprodukt gibt mit so einer Opt-out-Möglichkeit, also standardmäßig muss es angeboten werden.
Man kann dann auch in andere Produkte anlegen.
Aber das ist eigentlich auch in der ersten Säule, das ist ja der Unterschied in den anderen Säulen, gibt es das ja schon an der ersten Säule eben.
dass es schnell, einfach und günstig ist.
Ja, und da kann der Staat natürlich auch einerseits auf Know-how zugreifen, was der Kenfo erworben hat, aber er kann insbesondere natürlich auch auf privatwirtschaftliches Know-how zugreifen, denn da zeigen ja ETFs, dass das funktioniert.
Du kommst ja liebevoll einmal im Jahr auf den Kenfo, auf die Performance.
Genau, das werden wir Anfang Juli wieder machen, wenn die neuen Zahlen kommen.
Eingesetzt eigentlich, um sozusagen Atomlasterbe zu verwalten, aber sehr recht erfolgreich in der Anlagestrategie.
Und immer haben wir ja gedacht, diese Blaupause für etwaige deutsche Staatsfonds, Ideen oder eben auch kapitalgedeckte Altersvorsorge, wenn man da etwas verwalten muss.
Richtig, aber wir haben auch, wie gesagt, ausreichend privatwirtschaftliche Impulse.
Wir sehen jetzt den Zertifizierungsprozess im Rahmen des Altersvorsorgedepots.
Da kann man auch drauf referenzieren.
Es gibt sehr viele Möglichkeiten mit ETFs, die schon jetzt zeigen, man kann global breit gestreut investieren zu Kosten von 0,1 Prozent und weniger.
Der AP7.
Der schwedische...
Aktien, Pensionsfonds, das Standardmodell dort 0,07% TER.
Das ist ganz klar die Benchmark.
Und was natürlich auch wichtig ist, dass es wirklich eine direkte Zurechnung der Fondsanteile dann gibt.
Dass das wirklich im Eigentum der Versicherten auch ist.
Dass es entsprechend auch insolvenzgeschützt ist.
Und dass es nicht irgendwie so virtuelle Anwartschaften werden.
Also da gibt es dann im Detail wieder sehr viel zu tun.
tun, aber ich denke, darauf kann man jetzt schon aufbauen.
Die große Frage ist, ist das jetzt eigentlich der große Wurf, der berühmte große Wurf?
Ich würde mal sagen, es ist der realistisch große Wurf, ist eigentlich das, was, wenn man so Experten fragt, was man tun müsste.
Da steht vieles drin.
Manche Dinge stehen nicht drin.
Also man müsste auch manche Sachen vielleicht schneller beenden.
Mütterrente und Sicherung des Rentenniveaus bis 2031.
Das stellt man nicht zur Disposition.
Das ist ja das Interessante, was Sie im vergangenen Jahr noch gemacht haben.
Also diese Rentehaltelinie.
Und die Mütterrente, das ist ja so, wie wenn du sagst, ich muss mal jetzt eine Diät machen und Sport machen.
Aber heute haue ich mir nochmal einen Bauch voll.
Heute haue ich mir nochmal ein paar Kilo Chips rein und rauche eine Packung Kippen.
Bloß, dass es natürlich auf Staatsedene immer noch ein bisschen komplizierter ist.
Also es ist, glaube ich, unter den Voraussetzungen, wenn man sich anschaut, ist es der realistische Wurf.
Es ist nichts Überraschendes.
Man sagt, es ist eine revolutionär neue Idee nochmal gekommen.
Es ist das zusammengetragen, was Experten seit vielen Jahren sagen.
Also man kann ja nicht in einem luftleeren Raum irgendwas fordern.
Wir haben jetzt bei Gesundheit, Rente und Pflege, wird das alles zusammengetragen.
Was wir nicht mehr brauchen, glaube ich, ist, egal welche Regierung an der Macht ist, nochmal zusammentragen, was eigentlich getan werden müsste.
Also es war eigentlich schon davor klar, aber wir haben jetzt mehrere Dokumente.
Wir haben diese Gesundheitskommission mit ihren 66 Vorschlägen.
Wir haben jetzt die Rentenkommission mit über 30 Vorschlägen.
Irgendwann werden wir nochmal die nächste Reform in der Gesundheitsvorsorge haben.
Wir werden es in der Pflege haben.
Dann haben wir alles mal auf dem Tisch.
Und da müssen es halt, weil wir es immer noch nicht eine KI machen lassen können, Menschen halt umsetzen.
Und das ist entscheidend.
Einfach mal machen, wie Carsten Linnemann das vor der Wahl als Hashtag hat.
Ja, aber er wollte ja selbst auch nicht machen.
Er ist ja im Adenauer Haus sitzen geblieben.
Aber wenn das nach dem Sommer wieder gelingt, so ein Paket zu verabschieden, und zwar wirklich als Paket, und die Koalition sich darüber streitet, dann musst du eigentlich neu wählen.
Wobei das Regieren dadurch ja auch nicht einfacher wird.
Im Gegenteil.
Aber vielleicht kann ja genau diese Drohkulisse die Koalitionäre mitnehmen.
Trotz oder gerade wegen der dünnen Mehrheit.
Und außerdem habe ich ja immer noch die Hoffnung, dass hier auch bei den Grünen der eine oder andere ist, der genau die Zeichen der Zeit.
erkannt hat, der auch offen ist für solche Kapitalmarktthemen.
Und dadurch kann man vielleicht wirklich eine breite Mehrheit für so ein Generationenprojekt machen.
Und ich bin nach wie vor der Meinung, da geht es auch nicht nur um Kapitalmarkt, da geht es auch nicht nur um Rente mit 63 abschaffen, sondern da oben drüber steht ein sehr schöner Begriff von Johannes Vogel, der ja nicht mehr in der Politik ist, nämlich die Rente.
Enkel fit zu machen.
Wahrscheinlich werden wir das Ganze Enkel fit machen und dann im kommenden Jahr starten und dann rauscht es einmal kräftig runter an den Aktienmarkt und dann wird es wieder heißen, jetzt haben wir es verzockt.
So wie bei den Schweden.
Die haben das Jahr 1999 angefangen und dann richtig erstmal die erste Krise, kurze Erholung, dann die zweite Krise.
Ja, und immer weiter gemacht, immer weiter akkumuliert und entsprechend sind sie jetzt auch an den Steigerungen schön beteiligt.
Weil wenn es runter geht, weiß man ja, man kauft mehr Anteile.
Die Bürgerinnen und Bürger haben Vermögen aufgebaut und wenn man anspart, Fahrtabhängigkeit, ist es immer gut, wenn die Kurse lange unten bleiben und am Ende dann, wenn es darum geht, irgendwann zu entnehmen oder umzuschichten in sichere Form, wenn es dann hochgeht.
Insofern, die Schweden haben da alles richtig gemacht, auch weil sie den Mut zum...
durchhalten hatten.
Was ich gerne nochmal mit dir diskutieren würde, jetzt nicht in dieser Folge, aber wenn dann die Details wirklich klar sind, diese schöne Hypothese, ja, wenn jetzt aber die Deutschen alle mit ihrem Ersparten irgendwie weiterhin die amerikanische Dominanz sozusagen befeuern dadurch, indem wir alle brav sparen und die Macht der Tech-Konzerne noch ausbauen, gibt es da eigentlich Möglichkeiten, das Geld anders anzulegen, zum Beispiel in europäisches Wachstumskapital, dass wir das Wachstum hier fördern, finde ich eine sehr interessante Debatte.
Ja, auf jeden Fall, weil es ist natürlich klar, wenn wir jetzt alle sagen, wir investieren jetzt so einen Staatsfonds, so ein Generationenkapital in MSCI All Country World, dann fließt das Geld vor allen Dingen in die USA, fließt vor allen Dingen an die Börse.
Es geht natürlich auch darum, dass wir die Unternehmen hier fit machen.
Es gab im Koalitionsvertrag die Skizze für diesen.
Deutschlandfonds, 10 Milliarden packt der Staat rein.
Das Ganze wird privatwirtschaftlich gehebelt auf 100 Milliarden.
Und dann hat man auch ein Vehikel, womit man gute Investitionen zum Beispiel in kritische Infrastruktur tätigen kann.
Die sind ja sehr begehrt.
Ausländer wollen unbedingt in Deutschland investieren und solche Assets haben, wie irgendwelche Tanklager, wie auch Stromnetze.
Da gäbe es Möglichkeiten.
Leider ist dieser Deutschlandfonds bislang nur ein Maßnahmenpaket, was bei der KfW angesiedelt ist.
sowas investierbar zu machen, dafür zu sorgen, dass wirklich Geld auch mobilisiert wird für den Aufbruch in Deutschland.
für den Aufbruch in Europa.
Das ist eine Herausforderung.
Eine Herausforderung natürlich auch, dass das kein politischer Büttel wird, sondern wirklich privatwirtschaftlich organisiert und nicht nur dazu dient, irgendwelche Strukturschwächen auszumerzen, sondern wirklich hier im Land Wachstum zu schaffen, von dem Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Vermögen und für ihre Altersvorsorge dann profitieren.
Das ist ja auch die These von Henrik Brandes von Early Bird, die das seit Jahren erfolgreich machen.
Er widerspricht dieser These, dass es in Europa kein Kapital gibt.
Er sagt, das Geld ist da, es wird bloß falsch allokiert, es wird falsch investiert.
600 Milliarden werden pro Jahr wohl angelegt, irgendwie von verschiedensten Pensionskassen und über alle Vehikel.
Wenn man nur einen Teil davon umlenken würde, in Wachstumskapital zum Beispiel, kann man durch eine Reform machen, die Vorschläge lege ich übrigens auch auf den Tisch, dann würden wir hier auch europäische Champion mit europäischem Kapital bauen.
Ja, bedingt aber wirklich, dass man...
eine privatwirtschaftliche Struktur dahinter legt, um zu vermeiden, dass das Kapital der Bürger dann dazu dient, wechselnde politische Ideologien zu verwirklichen.
Sondern hier geht es um zwei Themen, die man gleichzeitig schlagen muss und gleichzeitig auch schlagen kann, meiner Ansicht nach, nämlich einerseits Investitionen in Wachstum in Europa und gleichzeitig auch Rendite fürs Vermögen der Bürgerinnen und Bürger.
Ja, und dann können Sie mal nachvollziehen, liebe Hörerinnen und Hörer, wie diplomatisch Christian so Sachen sagt.
Ich möchte nicht, dass die Linke und Rechte Mist mit diesem Geld baut.
Genau.
Jetzt machen wir eine große Reise, einen großen Sprung um den Erdlobus und zwar nach Indien.
Und Indien ist ein sehr spannender Markt, weil er ja so der ewige Hoffnungsmarkt der deutschen Wirtschaft ist, aber ist auch aus Kapitalmarktsicht sehr interessant.
Indien war lange der Star unter den Emerging Markets.
Wir haben das Land und die Börse hier einige Male analysiert.
Vor allem nach dem Corona-Crash war es spannend.
Man hatte eine tolle Performance, so ab von 2020 bis 2024.
Ja, das war wirklich großartig.
MSCI India verdreifacht in dieser Zeit.
Wir in China so plus minus null waren.
Tigerstaaten plus 40 Prozent.
EMEA, also Europe, Middle East, Asia plus 40 Prozent.
Lateinamerika plus 40 Prozent.
Ja, ja, alles schön erholt.
Aber Indien strahlte halt wirklich großartig.
Nur seit zwei Jahren ist da kräftig Sand im Getriebe.
MSCI Emerging Markets in den letzten zwei Jahren plus 60 Prozent liegt natürlich.
Auch ganz entscheidend, wir haben darüber gesprochen, an Südkorea und Taiwan, aber auch die anderen Schwellenländerbörsen, inklusive China 20, 30 Prozent im Plus, Lateinamerika sogar 50 Prozent im Plus, aber Indien auf Euro-Basis die letzten zwei Jahre 20 Prozent im Minus.
Was ist da los?
Und es gibt mehrere Gründe, es gibt politische Gründe, es gibt aber auch technische Gründe, es gibt aber auch strukturelle Gründe der indischen Wirtschaft.
Fangen wir mal an mit den Bewertungen.
Wir hatten ja mehrfach darüber gesprochen, indische Aktien waren einfach sehr hoch bewertet.
Und da war uns eins aufgefallen, dass nämlich bei der indischen Börse gibt es indische Töchter von deutschen Unternehmen.
Ja, beispielsweise Siemens India, dann Unilever, das ist kein deutsches Unternehmen, aber auch bekanntes europäisches Unternehmen, Nestlé, die allesamt Indientöchter an der Börse dort haben.
Und die wurden teilweise bewertet mit KGVs von 50.
Und auch der MSCI India, der war zeitweise mit mehr als dem 25-fachen der erwarteten Gewinne gehandelt worden.
Also da gibt es eine klassische Korrektur.
Ja, also das ist so Regression to the Mean Rückkehr im Mittelwert.
Zwangsläufig inzwischen wird Indien nur noch mit dem Faktor 20 gehandelt.
Und auch das ist eine stattliche Hausnummer mal im Vergleich.
Wenn wir die Asienstaaten nehmen, da haben wir Faktor 13, EMEA, also nochmal Europa, Mittlerer Osten, Asien ist Faktor 10, Lateinamerika ähnlich.
Aus der Perspektive ist also noch Luft nach unten da.
Gleichzeitig muss man sagen, dass Indien unter den großen Schwellenländern natürlich auch nach wie vor das stärkste Wachstum hat.
Die Wachstumsprognose für Indien liegt.
nach wie vor bei 6,5 Prozent laut IMF.
Also langfristig sind die Aussichten da positiv.
Allerdings, und das ist der zweite Grund, die Unternehmensgewinne konnten mit den Wachstumserwartungen nicht mehr ganz Schritt halten.
Das lag unter anderem an einer Mehrwertsteuerreform, wo man ja hier aus europäischer Perspektive nicht genau so reinschaut.
Also es gab eine Reform der Mehrwertsteuer.
Grundnahrungsmittel liegen da so bei 0%, der tägliche Bedarf bei 5%.
Aber Luxusgüter wie Tabak oder High-End-Getränke oder Luxusmotorräder und Autos, die werden mit 40% Mehrwertsteuer, 28%.
Klingt so.
So ein Hauf von Populismus ist da, glaube ich, dabei.
Aber das hat natürlich manche Branchen durchgeschüttelt.
Klar, ja.
Und dazu kommt halt, dass die so ein extrem striktes, KI-gestütztes, digitales Kontrollsystem haben, was dann im letzten Winter auch viele kleinere Zulieferer wirklich überfordert hat logistisch.
Und deren Steuerprobleme haben dann auch die Lieferketten von größeren Konzernen blockiert.
Da kam es also auch temporär einfach zu Reibungsverlusten in der Produktion.
Das dritte Beispiel ist natürlich die Krise in Nahost und die unterschätzte Ölkrise, die ja wirklich in Asien ganz anders durchgeschlagen hat jetzt als in Europa.
Hier war sie ja trotz der Preise an den Tankstellen, war sie hier nicht so existenziell wie 2022.
Indien muss 80 bis 85 seines Erdöls importieren, nicht?
Ja, und da schlagen hohe Ölpreise natürlich sofort negativ auf die Handelsbilanz durch, Inflation.
Gewinnmargen der Unternehmen, gerade im Automobil- und Transportsektor, auch sofort dann unter Druck.
Und wenn wichtige Industrien Probleme haben, dann drückt das natürlich auch die Kurse der Banken.
Und die sind eben im MSCI India mit 20 Prozent.
Wie das in vielen Emerging Markets ist, ist ein sehr signifikant gewichteter Sektor.
Kommen wir zum nächsten Punkt, das Thema KI.
Wir hatten am Beispiel von Südkorea gezeigt, wie diese KI-Fantasie und KI-Wette so einen ganzen Aktienmarkt auch nach oben ziehen kann.
Das ist in Südkorea der Fall.
In Indien ist es halt ein bisschen komplexer, weil Indien profitiert nicht so ganz, aber ist auch ein bisschen bedroht.
Das liegt eigentlich an der IT-Industrie von Indien.
Ja, also die verfolgen ja eigentlich so dieses Headcount-Modell.
Sie stellen globalen Unternehmen, große Teams von Softwareentwicklern zur Verfügung für Routineaufgaben, Wartung, Softwaretests, Kundenservice und rechnen dann eben nach Arbeitsstunden ab.
Das ist so ein klassisches Geschäft von Firmen wie Infosys oder TCS oder Wipro.
Tata Consulting Service, also das ist indische Accenture praktisch.
Also die haben hunderttausende Beschäftigte.
Genau, und wenn wir auf den Kurs von Accenture schauen, können wir drüberlegen bei Infosys Vipro.
Da haben wir in Indisch-Europie minus 30 bis minus 40 Prozent auf ein Jahr, weil eben durch den rasanten Fortschritt bei agentischer KI und hochentwickelten Coding-Tools eben diese Routineaufgaben zu einem Bruchteil der Kosten automatisiert werden können oder man zumindest anfängt, das einzupreisen.
Und wenn KI 30, 40 Prozent des Basiscodings übernimmt, dann...
schrumpft eben dieses traditionelle Outsourcing-Volumen und Indien muss sich da für diesen Teil ein neues Geschäftsmodell suchen.
Genau, also weil tatsächlich das Kapital sucht im Moment seine Rendite bei Halbleitern, Rechenzentren und Indien hat einfach nicht diese Struktur, also sie hat nicht diese Tech-Giganten, wie das andere Länder haben.
Ja, also Halbleiterherstelle, genau, das ist das Thema und deswegen haben Investoren eben Gelder aus Indien abgezogen, in Taiwan und Südkorea angelegt und dann sind wir eben auch schon beim nächsten Punkt, nämlich bei der Schwäche der Rupier.
Die Rupier ist ja...
Traditionell schwach, in den vergangenen 20 Jahren zum Euro 50 Prozent verloren.
Wobei sich dieser Abwärtstrend eben seit Anfang 2025 nochmal...
dramatisch beschleunigt hat.
Da sind wir eben bei diesen Kapitalabflüssen im Kontext der hohen Bewertung und des KI-Narrativs.
Aber dann haben wir auch das Thema US-Zölle gehabt und natürlich auch das Haushaltsdefizit, was eben durch die hohen Energiesubventionen und auch durch die...
temporären Mindereinnahmen aus der Mehrwertsteuerreform weiter angewachsen ist.
Und sowas mögen Investoren in den Währungsmärkten eben überhaupt nicht.
Wir haben das vor zweieinhalb Jahren mal hier analysiert.
Damals waren wir recht skeptisch angesichts dieses Wachstumsnarrativs.
Wir waren damals ein bisschen früh.
Also wir waren am Kern richtig, wir lagen halt zu früh, aber das ist ja immer so an der Börse, man nimmt manchmal das letzte halbe Jahr.
Timing is a bitch.
Genau, also auch für uns gilt das hier.
Aber die Frage ist halt, gelingt nach vorne jetzt mal, gelingt das in einer Trendwende oder nicht?
Oder was könnte ein Katalysator sein?
Naja, also solange das KI-Narrativ die Weltbörsen nominiert, wird es halt schwierig, so einen Katalysator ausfindig zu machen.
Gleichzeitig zeigt ja zum Beispiel auch Lateinamerika, dass Aktienkurse selbst bei günstigen Bewertungen sehr leid.
lange seitwärts laufen können, bevor sich dann wirklich mal Kaufdruck entlädt.
Ich erinnere nur noch mal, Lateinamerika 2011 bis 2024 aus einer Euro-Perspektive sind die Kurse dort seitwärts gelaufen.
Warum sollte in Indien nicht dasselbe passieren?
Also ändert nichts am langfristigen Potenzial, das sich ja auch, wie Studien zeigen, langfristig auf die Aktienmärkte niederschlägt.
Aber da denken wir dann wirklich in Dekaden.
Sparplan hat auf MSCI India.
Ja, dann sammelt man jetzt halt da entsprechend weiter ein.
Ich hätte jetzt nicht die Erwartung, dass das relativ bald wieder nach oben poppt.
Im All-Country-World-Index sind Sie mit 1,33% dabei.
Bei dem MSCI Emerging Markets mit 10% und dann im Wisdom Tree True Emerging Markets.
Wir haben vor einigen Wochen über diesen ETF gesprochen.
Die wahren Schwellenländer.
Also für diejenigen, die es nicht mehr wissen, Südkorea, Taiwan und China eben rausgenommen.
Genau, weil man da sonst eben diese Verzerrung hat.
Man hat ja Klumpenangst, ist ja die neue Angst an den Märkten.
Da ist man mit 21 Prozent dabei.
Schauen wir nochmal auf den teils verfeindeten Staat, den großen Nachbarn Pakistan.
Ja, das ist ja durch die Vermittlung beim Friedensabkommen für den Iran, egal wo der steht, ist das Land momentan ja auf der Weltbühne sehr präsent.
Und tatsächlich gibt es eben auch in Pakistan eine Börse und die hat kräftig Fahrt aufgenommen.
In den letzten drei Jahren ist der MSCI Pakistan auf Euro-Basis verdreifacht.
Allerdings muss man auch sagen, 2023 musste Pakistan ja vom IWF vor der Zahlungsunfähigkeit gerettet werden.
Und damals war der Aktienmarkt um 80 Prozent eingebrochen.
Also das ist auch schon ein Basiseffekt.
Seither läuft die Erholung.
Allerdings ist Pakistan immer noch niedrig bewertet mit einem KGV von 7.
Wie spiele ich als Anleger so einen Markt?
Soll ich das einfach mal anschauen und sagen, interessant, aber jetzt da granular reingehen?
Ja, ich meine, wer das unbedingt will, also bei X-Trackers gibt es tatsächlich auch einen MSCI Pakistan Swap ETF mit einem Volumen von 20 Millionen Euro.
Das ist schon auch sehr klein.
Und naja, was sagt das KGV in einem solchen Markt und in einem solchen auch von extremer Armut gekennzeichneten Land?
Ja, ich meine, größte Aktien, Düngemittelhersteller, Haji, Versorger, Hubpower, Bank United, so eine relativ klassische Emerging Markets Allokation.
Wobei mir die Aktien jetzt auch nichts sagen, aber vielleicht mal eine Zahl.
Der gesamte Markt in Pakistan mit 105 Aktien ist etwa 12 Milliarden Dollar schwer.
Das entspricht ungefähr dem Market Cap von Fresenius Medical Care oder Henkel.
Und man muss auch nicht in jeder Nische komplett dabei sein, außer man glaubt jetzt, dass man wirklich Insights zum Land hat und genau einschätzen kann, dass diese KGV 7, die für den Index ausgegeben werden, immer noch viel zu niedrig sind und dass es sich immer noch verdoppeln kann, wenn Hörerinnen und Hörer da entsprechende Insights haben.
Wir freuen uns natürlich auf ein bisschen Input dazu.
Das liegt im Trend.
Zum Schluss nochmal müssen wir über SpaceX reden.
Ich habe das Gefühl, irgendwie keine Folge ohne SpaceX in den kommenden Wochen.
Ich weiß es nicht.
Du hattest die Einkaufstour erwähnt, Christian, und das Unternehmen Cursor AI erwähnt.
Das kam jetzt schneller als gedacht.
SpaceX übernimmt die Firma für 60 Milliarden Dollar.
in Aktien.
Ja, und jetzt muss man sich natürlich gefasst machen, dass da noch weitere Deals kommen.
Ja, das wird ein Feuerwerk, ja, auch um diese Bewertung zu halten und zu nutzen.
Elon Musk hat ja schon mal gezeigt, in welche Richtung das geht und hat einfach mal die Umsatzprognose von Goldman Sachs, die ja bei 470 Milliarden Dollar für SpaceX im Jahr 2030 lag, rausgenommen und hat gesagt, also er wäre enttäuscht, wenn es 2030 nicht eine Billion Dollar Umsatz wäre.
Dann gab es ja den Data Center Deal mit Google.
Die Übernahme von KSAI.
Das dürfte alles nur der Anfang sein.
Das Karussell wird sich sehr, sehr schnell drehen.
Auch weil Musk eben keinerlei Rücksicht nehmen muss aufgrund der Mehrheitsverhältnisse, sondern das durchziehen kann, was er durchziehen möchte.
Und das kann ja nur bedeuten, das Unternehmen so groß wie möglich zu machen, gerade durch Übernahmen mit dieser hochbewerteten Aktie.
Es gibt noch einen anderen Firmengründer und CEO, der sich durch die Mehrfachstimmrechte der Kontrolle durch das Kapital entzogen hat.
im wahrsten Sinne des Wortes, ohne Rücksicht auf Verluste seiner Vision durchzieht oder aus seinem Ego treibt, je nachdem, wie man es sieht.
Und man kann so ein bisschen jetzt mal auch in diese Kristallkugel gucken.
Natürlich im Mikromaßstab.
Über welches Unternehmen reden wir?
Lüfte den Schleier.
Da sind wir bei Snap.
Ganz wichtig für meine Kinder.
Unternehmen, ja, hinter dieser Kurzvideo-App Snapchat.
Die aber eigentlich der Messenger für die Jugend ist.
Also die formulieren darüber und sehen, wer wo ist.
Du hast diese Forma, ach, die sind auf der Party.
Meine Freunde sind hier gerade auch irgendwie.
Ich musste mal in London ganze Nachmittage umplanen, weil mein Sohn...
gesehen hatte, dass Freunde von ihm durch Zufall auch in London waren.
Was ja auch schön ist, da kann man sich treffen.
Also das nutzt die Jugend.
Das ist ein popkulturelles Phänomen, dieses Snapchat.
Man muss ja auch sagen, wirtschaftlich, ja, Umsatz seit dem Börsengang 2017 von 825 Millionen auf zuletzt knapp 6 Milliarden Dollar gesteigert.
Das kommt fast ausschließlich aus Werbeeinnahmen, ein bisschen aus Abonnements.
Das ist so versiebenfacht in acht Jahren.
28 Prozent jährliche Wachstumsrate.
Kurve ist in den...
letzten drei Jahren auf 10% per annum abgeflacht, aber trotzdem bei einer Rohmarge von 55% sollte man da eigentlich Geld verdienen können.
Also zumindest so viel Geld verdienen können, dass diese Firma mal mit mehr als dem anderthalbfachen Umsatz bewertet werden könnte.
Das muss man sich ja mal klar machen.
Ein so stilbildendes Plattformunternehmen gerade mal mit 1,5 mal Umsatz bewertet.
Aber was macht Ewan Spiegel, der Gründer und CEO?
Der sieht sein Unternehmen als Pionier im Bereich Augmented Reality.
Da fällt mir übrigens auch noch ein anderer Gründer ein, der da sehr viel Geld reingesteckt hat.
Und ja, der kauft einfach viel Geld, Hardware-Investments und streckt pro Jahr rund 500 Millionen Dollar in AR-Brillen namens Spektrum.
Spectacles.
Ja, Spectacles und die generieren bislang kaum Umsätze.
Not material heißt es in den 10K-Failings.
Jetzt habe ich Failings gesagt, es sind halt Filings.
Es ist ein Fail.
Es ist ein Fail.
Ja, die Dinger sind nicht günstig.
Also diese Spectacles 5, die kosten 99 Dollar monatlich im Abonnement und jetzt will man eine neue Brille, die Specs lancieren.
Verkaufspreis dann einmalig 2.195 Dollar.
Ist also nicht was für jeden Jugendlichen.
Oder Horst vielleicht...
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
An der Börse zählt nicht nur die richtige Entscheidung, sondern auch, wie sie umgesetzt wird.
Tradegate Direct ist die Trading-App mit direktem Zugang zu Europas größter Retail-Börse, der Tradegate BSX.
Mit professionellen App-Funktionen.
Dauerhaft 0 Euro pro Trade.
Nur marktübliche Spreads sind möglich.
Entwickelt von Börsenprofis für aktive Anleger.
Mehr auf Tradegate.direct Ich weiß nicht, also ich habe mir viele dieser A-Eierbrillungen wirklich aufgezogen, um einfach mitreden zu können.
Entweder waren sie zu schwer oder zu kompliziert und diese Gestensteuerung, aber vielleicht bin ich auch zu alt, Christian.
Das neue Modell soll jetzt 132 Gramm nur wiegen und ein Sichtfeld von 51 Grad haben.
Aber ich will doch irgendwann mal in Ruhe da langgehen und nicht ständig deine WhatsApp-Nachrichten lesen, während ich da langgehe, wo du mir irgendwie schreibst, welches Thema wir noch in seinem Podcast machen.
Aktionäre laufen jedenfalls auch dagegen Sturm, dass da jedes Jahr eine halbe Milliarde Dollar verheizt wird.
Gerade versucht es mal wieder ein aktivistischer...
Investor namens Irenic Capital Management, die halten zweieinhalb Prozent und fordern eine Schließung oder zumindest eine Ausgliederung, ein Spin-off der Hardware-Sparte, damit man wirklich dieses Mediengeschäft wieder hat.
Aber deren Hebel ist natürlich gering, denn Ewan Spiegel hält zwar nur 13 Prozent des Kapitals, aber er hat eben auch diese Class-C-Aktien, diese Mehrfachstimmrechte und dadurch hat er zusammen mit seinem Co-Gründer Bobby Murphy die absolute Mehrheit der Stimmen.
Stimmrechte, kann also tun und lassen, was er will.
Er hat ein bisschen eingelenkt.
Er hat im April rund 16 Prozent seiner weltweiten Belegschaft entlassen, immerhin 1000 Stellen.
In den Bereichen Engineering, Product und Operations, genau ähnlich wie das Jack Dorsey bei Block gemacht hat.
Natürlich hat er das mit verstärktem KI-Einsatz begründet.
Unter das KI-Narrativ kann man ja auch strukturelle Schwächen, glaube ich, immer mal so verklappen oder wenn man Fett angesetzt hat.
Aber letzten Endes kommst du da als Aktionär, kannst du nur zuschauen bei dem Spektakel.
Ja, das ist eine Sackgasse.
Und das Ziel von Irenic, nämlich einen Aktienkurs von 26 Dollar, aktuell sind wir übrigens bei 5 Dollar, das liegt eben ziemlich im Nebel, wenn Ivan Spiegel da nichts machen will und er macht keinerlei Anstalten.
Insofern ist das ein abschreckendes Beispiel dafür.
Was passiert, wenn das Kapital keine Kontrolle über das Management hat?
Jetzt habe ich ein bisschen über Mark Zuckerberg und Meta mit seinen Brillen gelästert, aber da läuft das Geschäft ein bisschen besser.
Besser zumindest auf der Umsatzseite in den Filings.
Hat sich schon materialisiert.
Ja, ja, also sie haben 2025 immerhin über sieben Millionen Einheiten verkauft von ihren Smart Glasses in Kooperation mit Ray-Ban.
Und das war deutlich mehr als 2023, 2024 zusammengenommen.
Und insgesamt hat diese Reality Labs spart da halt schon Milliarden.
Umsatz, allerdings wird das natürlich erkauft mit immens hohen Verlusten, die eben auch im Milliardenbereich liegen.
Allein im vierten Quartal 6 Milliarden Dollar.
Nur, naja, das ist halt bei Meta eine ganz andere Dimension als bei Snap und da kann man sich das halt auch leisten.
Ja, wenn man sich das mal zusammenrechnet, seit 2020 hat Reality Labs kumulierte operative Verluste von über 80 Milliarden Dollar.
Das ist so einmal ein Jahr KI.
Aber es läuft.
Das ist inzwischen alles egal.
Aber es läuft halt dort so mit.
Es gibt halt ein viel kapitalkräftigeres anderes Geschäft.
Und auch bei Zuckerberg haben wir ja die Situation, dass er durchregieren kann.
Allerdings gibt es ja auch Unternehmen, die von dieser Smart Glasses Fantasie an der Börse viel direkter Profitiert haben nämlich der größte Optikkonzern der Welt, Essilor Luxottica.
Ja, zu dem gehören die Marken Ray-Ban und Oakley, selbst übrigens durch eine Fusion hervorgegangen vor einigen Jahren.
Aber die haben zahlreiche Brillenlizenzen von großen Labels.
Also man fragt sich immer so, macht Chanel Brillen?
Machen sie natürlich nicht.
Übrigens beim Parfum gibt es ja das Gleiche.
Das sind dann Lizenzverträge, aber sie machen...
bei den Lizenzen die großen Namen Vogue, Chanel, Burberry, Versace, Michael Kors, Ralf-Loreen-Brillen sowie Brillengläser natürlich, also sind überall auf der Wertschöpfungskette.
Genau, wir haben also nicht nur den Luxusartikel, das Lifestyle-Produkt, sondern auch eben die optische Kompetenz.
Das war eben Essilor, hatte die Linsen- und Gläser-Kompetenz, Luxottica eben die Branding-Firma, das Ganze zusammengebracht und dazu noch die Händler, sowas wie Apollo.
Dazu auch Gleitsicht und Selbsttönend, das was Christian sich in einigen Jahren anziehen muss.
Ich habe schon Gleitsicht.
Wirst du auch so selbsttöne, dass das sich blau färbt, wenn du in die Sonne gehst?
Finde ich auch cool.
Weiß ich nicht.
Muss ich mal gucken.
Vielleicht irgendwann.
Guck mal lieber auf die Aktie.
Wir sollten mal erwähnen, auch Händler sind noch dabei.
Apollo gehört auch zu.
Asylor Luxottica, Grand Vision, Sunglass Hat kennt man auch.
Also wirklich der Brillen-Champion schlechthin.
Die ganze Wertschöpfungskette in den USA sogar.
rein bis ins Erstattungssystem.
Ja, und die Aktie hatte sich von Herbst 2022 bis Herbst 2025 eben verdoppelt.
Profitierte auch von diesem Luxustrade damals.
Luxustrade und dann natürlich Smartglasses.
Im Hoch war der Konzern damals knapp 150 Milliarden Euro wert, bei Umsätzen von 28,5 Milliarden und Gewinnen von 2,3 Milliarden Euro.
Das KGV nach vorne lag in der Spitze bei über 40.
Allerdings haben die Börsianer inzwischen wieder eine ziemlich klare Sicht.
Seit dem Hoch vom November letzten Jahres bei rund 320 Euro hat die Aktie 45 Prozent verloren.
Ist jetzt bei um die 170 Euro wieder auf dem Niveau vom Herbst 2023.
Also das ist ja das Typische, wenn etwas günstiger ist, kann man es sich nochmal anschauen, ob das ein Momentum ist einzusteigen, wenn man so etwas mag.
bei anderen Unternehmen auch so.
Manchmal hat man ja einen Trend verpasst.
Zumindest finde ich es interessant bei Essilor Luxottica, nicht nur, dass man versucht, diesen Namen unfallfrei auszusprechen, sondern diese Wertschöpfungskette, also diese ganze Integration, vertikale Ebenen, die man beherrscht, von Läden über Smart Glasses, aber eben auch diese ganze Lizenzproduktion.
Ja, super spannendes Unternehmen, sicherlich auch auf dem Niveau jetzt kein Schnäppchen.
Aber angesichts dieser Marktposition, die du beschrieben hast, ist natürlich auch das knapp 24-fache, der für die dieses Jahr erwarteten Gewinne nicht mehr heillos übertrieben.
Entspricht zumindest in etwa dem historischen Durchschnitt der Unternehmensbewertung.
Aber Man muss sagen, momentan ist das Abwärtsmomentum eben noch intakt.
Und damit der Kurs steigt, wäre es auch mal ganz angenehm, wenn die Marge des Unternehmens steigen würde.
Die kommt nämlich seit Jahren nicht so wirklich über 13 Prozent raus auf Jahresbasis.
Heißt im Umkehrschluss, wenn man das mal schafft, da mehr Profitabilität reinzukriegen, Richtung 15 bei der operativen Marge zu gehen, dann hat die Aktie auch wieder Potenzial.
Und wer sich dafür entscheidet, da einzusammeln, sollte dann sehr entscheidend auf die Marge gucken.
Liebe Hörerinnen und Hörer, das war es für diese Woche.
Vielen Dank für Ihre Zeit, für Ihre Treue.
Kommen Sie gut durch die Woche und wir hören uns hoffentlich beim nächsten Mal kommende Woche wieder.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
Frühjahr 2024.
In Gaza herrscht Hunger.
Und ein Mann namens Mahmoud, der versorgt mit einer Suppenküche hunderte Familien.
Ich kontaktierte Chef Mahmoud, um mehr über seine Arbeit zu erfahren.
Doch dann traf ihn ein Geschoss aus dem Himmel.
Wer hat Mahmoud getötet?
Mein Name ist Yassin Moushamas und im Podcast Der Koch von Gaza suche ich Antworten.
Es geht um Terroristen, Geheimdienste, tragische Entscheidungen und die Zukunft des Krieges.
Der Koch von Gaza, ab sofort in ihrer Podcast-App und auf zeit.de slash koch.
