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**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-06-23

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Dienstag, der 23.
Juni.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Bei uns gibt es heute das Nike Chinas.
Das versucht die nächste Jordan Brand aufzubauen.
Mal schauen, ob sie es schaffen.
Davor gibt es noch eine Cyber Security Aktie, die vor allem die deutsche Regierung beliefert.
Und davor natürlich die aktuellen News.
Gesponsert wird dieser Podcast von Scalable Capital, dem Broker, der neben den ganzen Features, Tagesscale-Konto und so weiter auch einen eigenen KI-Chatbot hat, der euch alle möglichen Fragen rund um Aktien und Wirtschaft beantwortet.
Gestern war ein historischer Tag, leider ein eher trauriger.
Und zwar ist der legendäre ehemalige Zentralbankchef der USA, Alan Greenspan, im Alter von 100 Jahren verstorben.
Legendär ist er unter anderem dafür, dass er 1996 im Live-TV gesagt hat, es gibt an der Börse irrational exuberance, also irrationale Übertreibung.
Und das hat er gesagt, weil der S&P 500 auf dem Weg war, das zweite Jahr in Folge mehr als 20 Prozent zu steigen.
Und er hatte auch recht damit, dass es in der Zeit viele Übertreibungen an der Börse gab.
Das Problem war, dass der S&P 500 bis zum Höhepunkt im März 2000 nochmal 90% zugelegt hat.
Seine Diagnose war also nicht falsch, aber auf jeden Fall das Timing.
Ansonsten war Greenspan vor allem dafür bekannt, dass er sehr analytisch war und auch den Mut hatte, den eigenen Weg zu gehen und sich nicht so von der Politik beeinflussen zu lassen.
Aber man muss auch sagen, als er nach ca.
20 Jahren Amtszeit oder nach fast 20 Jahren Amtszeit 2006 zurückgetreten ist, wurde er deutlich positiver gesehen, als er heute gesehen wird.
Kurz nach seinem Abtritt hat die Finanzkrise ja gezeigt, dass die Finanzwelt der Amis vielleicht doch mehr Regulierung in ihrem System gebraucht hätte und Greenspan war immer ein Freund der freien Märkte und von wenig Regulierung.
Wie viel Einfluss eine einzelne Person haben kann, hat man gestern auch bei Alphabet gesehen.
Ich habe ja letzte Folge erzählt, dass die den Nobelpreisträger und Top-KI-Forscher John Jumper an Anthropic verloren haben.
Gestern ist die Aktie dann 5% abgeschmiert und es gab sonst eigentlich keine großen Meldungen, wobei man fairerweise sagen muss, dass auch andere Tech-Aktien wie Amazon oder Microsoft nicht so gut gelaufen sind gestern.
Und eine spannende News von Google gab's noch und zwar, dass sie 75 Millionen Dollar in das Filmstudio A24 investieren und dann gemeinsam natürlich KI-Tools für die Filmproduktion und Distribution entwickeln.
Man kann nur hoffen, dass das besser läuft als die KI-Partnerschaft von OpenAI und Disney, die wurde ja diesen März nach weniger als einem Jahr wieder eingestellt.
Spannend wird auch, wie die Reaktion bei A24-Fans ist.
Von der Zielgruppe her sind die Filme da ja oft so, dass sie eher eine Zielgruppe ansprechen oder auch eine Zielgruppe ansprechen, die so einen riesigen Tech-Konzern eher kritisch sieht.
Neben dem A24-Deal habe ich ja letzte Folge schon angeteasert, dass AppWi wahrscheinlich das Biotech-Startup Apogee kaufen wird.
Gestern war das auch so und Apogee hat um die 50% zugelegt.
Nicht ganz so stark, aber immerhin um die 10% zugelegt hat Arcoser, bei denen kann man zum Beispiel für die eigene Großbaustelle Sand oder Beton kaufen und sie wurden eben gestern vom Konkurrenten und Baustoffkonzern CRH gekauft.
Spannend daran ist, dass die Branche sehr stark konsolidiert, die Großen, also die Kleinen aufkaufen und CRH ist eben einer von den ganz Großen, der die ganzen kleineren Konkurrenten aufkauft, wobei klein in dem Fall heißt, dass sie Arcoser für fast 10 Milliarden Dollar gekauft haben.
Eine andere Firma, die gerade immer mehr Konkurrenten kauft, ist Danone.
Ende März haben sie zum Beispiel die Proteinshake-Marke bzw.
den Wildfood-Konkurrenten Hewell gekauft.
Und gestern haben sie dann die australische Made-Gruppe gekauft.
Die verkauft Kokoswasser-Proteinshakes und macht damit über 300 Millionen Euro Umsatz.
Den genauen Kaufpreis haben sie nicht gesagt, aber Made ist sehr, sehr stark zweistellig gewachsen in letzter Zeit.
Das könnte also auf jeden Fall Richtung einer Milliarde oder noch mehr Kaufpreis gehen.
Übrigens ist mir aufgefallen, dass mit Jürgen Esser ein deutscher Vize-CEO bei Danone ist.
Wir würden den sehr gern im Podcast einladen für eine Samstagsfolge.
Also, falls den hier zufällig jemand kennt, schreibt uns sehr gerne Mail und connectet uns.
Neben den ganzen Übernahmedeals gab es noch ein paar KI-Deals.
Einmal will das KI-Startup Reflection SpaceX 150 Millionen Dollar im Monat zahlen, um natürlich Rechenleistung zu kaufen.
Das ist nach Anthropic und Alphabet jetzt schon der dritte große Rechenzentrums-Deal von SpaceX.
Die Aktie hat aber gestern trotzdem schon wieder verloren und das könnte eventuell daran liegen, dass sie noch mehr Geld einsammeln wollen.
Laut Bloomberg haben ein paar große Investmentbanken gestern die ersten Meetings gehabt und sie wollen SpaceX Anleihen für mindestens 20 Milliarden Dollar verkaufen, übrigens mit Laufzeiten zwischen 5 und 30 Jahren.
Man muss aber fairerweise sagen, dass sich SpaceX damit nicht mehr verschulden will.
Die Anleihe soll vor allem einen bestehenden Kredit ablösen.
So oder so sind das auf jeden Fall wirklich super Zeiten für alle möglichen Investmentbanker.
Weniger Investmentbanker, aber umso mehr Rendite gab es dann noch bei der Fotoseite Getty Images.
Die gelten ja eigentlich als eines der größten KI-Opfer.
Gestern hat sich die Aktie aber mehr als verdoppelt, weil sie einen Lizenzdeal mit OpenAI gemacht haben und die Bilder von Getty demnächst in JetGPT zu finden sein werden.
Genaue Details zu dem Deal gab es nicht, aber alleine die KI-Meldung und dass es einen Deal mit OpenAI gibt, hat die Aktie eben mehr als 100% nach oben getrieben.
Und wenn wir schon bei den ganzen Deals sind, hat abschließend noch die deutsche Regierung beschlossen, dass sie 40% am Panzerhersteller KNDS kaufen wird.
Die französische Regierung soll ihren Anteil dann auch von 50 auf 40% reduzieren und die restlichen 20% sollen an die Börse gehen.
Für den Börsengang wäre aber ganz gut gewesen, wenn sie den vor ein paar Monaten gemacht hätten.
Da haben sie nämlich noch mit so einer Bewertung zwischen 15 und 20 Milliarden gerechnet.
Jetzt soll die Bewertung zwischen 12 und 15 Milliarden liegen.
Ansonsten gab es wieder ein bisschen Entspannung rund um den Iran-Krieg, weil der Iran und die USA wohl wieder deutliche Fortschritte bei den Gesprächen gemacht haben, entsprechend ist der Ölpreis danach gestern auch wieder leicht gesunken.
Außerdem haben gestern noch ein paar Indizes umgeschichtet und damit demnächst auch eure ETFs.
Der Baukonzern Hochtief hatte gestern zum Beispiel den ersten Tag im DAX, nachdem die Aktie durch den KI-Boom eher so krass gestiegen ist in den letzten Monaten.
Noch mehr KI-Boom gibt es bei den neuen Firmen, die gestern in den Nastic 100 gekommen sind.
Estera Labs, Coreweave, Nebius, Teradyne und Rocket Lab.
Alles KI- oder Weltraumfirmen.
Und abschließend ist ja einer der größten KI-Profiteure aus Deutschland nicht an der Börse, nämlich Carl Zeiss, die vor allem die Spiegel und Linsen für ASML-Maschinen verkaufen.
Von Carl Zeiss ist nur die Medizintochter Meditech an der Börse, die aber in den letzten Jahren nicht wahnsinnig gut performt hat.
Gestern ist die Aktie aber 10% gestiegen und es lag am großen Carl Zeiss.
Das will nämlich Meditech-Aktien für ca.
200 Millionen Euro kaufen.
An der Börse reden wir ja die ganze Zeit über die großen Cybersecurity-Aktien aus den USA.
Aber was ist eigentlich in Deutschland los?
Eine Antwort hat Christoph dabei.
CQNET ist quasi der Haus- und Hof-IT-Sicherheitsdienstleister der Bundesrepublik.
Wenn ein Ministerium, die Bundeswehr oder eine Behörde geheime Daten verschlüsseln muss, läuft das oft über die Firma aus Essen.
Kern ist die Produktfamilie Sina.
Das sind, vereinfacht gesagt, hochsichere Laptops, Verschlüsselungsboxen und eine Cloud-Plattform, mit denen Beamte auch unterwegs an vertraulichen Sachen arbeiten können.
Über 250.000 dieser Geräte sind im Einsatz.
Behörden sind der wichtigste Kundenbereich von SeqioNet.
Zum Public Sector gehören auch die Bereiche Verteidigung und Grenzkontrollen.
Insgesamt hat er letztes Jahr mehr als 400 Millionen Euro Umsatz gemacht und damit knapp 90 Prozent vom Gesamtkonzern.
Der Rest ist der Businesssektor mit Industrie und Gesundheitswesen, der aber stark schwankt und in letzter Zeit sogar geschrumpft ist.
Alles andere als geschrumpft ist im ersten Quartal der Auftragseingang.
Der hat sich auf über 140 Millionen Euro nämlich fast verdoppelt.
Trotzdem ist der operative Gewinn im selben Quartal ins Minus gerutscht.
Das hat zwei Gründe.
Secunet hat Leute eingestellt und es gab eine einmalige Umstellung bei den Bonusrückstellungen.
Dazu wurden viele Projekte mit hohem Hardware-Anteil abgewickelt und Hardware hat eine kleinere Marge als Software.
Spannend sind aber die Wachstumstreiber.
Der wichtigste ist Defense and Space, also alles rund ums Militär.
Der Bereich wächst zweistellig und macht schon rund ein Drittel vom Umsatz aus.
Da spielt Secunet das Bundeswehr-Sondervermögen in die Karten.
Dann Homeland Security, also die automatischen E-Gates an Flughäfen, wo die Nachfrage in ganz Europa anzieht.
Und mittelfristig kommt die Umstellung auf quantensichere Verschlüsselung dazu.
Die Sorge ist nämlich, dass künftige Quantencomputer heutige Verschlüsselungen knacken, weshalb Behörden hier umrüsten müssen.
Secunet baut das schon heute ein und ab 2027 müssen Firmen dann nachweisen, dass sie eine entsprechende EU-Richtlinie auch umsetzen.
Darum haben sie jetzt schon Handlungsbedarf.
Wer nicht gehandelt und die Aktie schon länger im Depot hat, hat einen langen Absturz mitgemacht.
Auf Sicht von fünf Jahren hat sie sich nämlich halbiert.
Zu Corona, als viele Beamte plötzlich von zu Hause gearbeitet haben und sichere Laptops und Co.
gebraucht haben, war die Aktie krass gestiegen, hat die Gewinne aber fast komplett abgegeben.
Die Firma ist 1,2 Milliarden Euro wert.
Das ist das Dreißigfache vom erwarteten Gewinn und damit unter dem Schnitt der letzten drei Jahre, der bei 33 liegt.
Analysten erwarten in den nächsten Jahren um die 10 Prozent Wachstum.
Gleichzeitig hat das Business wohl einen Aufschlag, weil es durch Geopolitik, Aufrüstung und Regulierung gleich von mehreren Seiten profitiert zurzeit.
Wichtig wird sein, dass Segtunet aus den vielen Aufträgen auch eine bessere Marge einfährt.
Mit der höchsten Verschlüsselung, die er hat.
Ein in sich verschlungener Quellcode, der seinen Warenzweck verbirgt.
Sicherheit durch Chaos.
Es ist fast vier Jahre her, seitdem wir im Podcast das letzte Mal über Li Ning gesprochen haben.
Sowas wie das kleine Nike der Chinesen.
Und wenn man mir damals gesagt hätte, dass Li Ning mit Steph Curry in 2026 einer der größten Basketballspieler der USA unter Vertrag nehmen wird, hätte ich wahrscheinlich gedacht, dass sich auch die Aktie in den vier Jahren ganz gut entwickeln wird.
Aber bei Linning ist das Umsatzwachstum seit Corona massiv gesunken, wie bei so vielen Marken in China.
Und letztes Jahr hat die Marke bei 4,2 Milliarden Dollar Umsatz nur um die 600 Millionen Dollar operativen Gewinn gemacht.
2022 waren es eher um die 700.
Das Business an sich ist also nicht wirklich gewachsen und dazu ist die Aktie komplett abgeschmiert auf nur noch 5 Milliarden Dollar Börsenwert.
Damals waren es ca.
25 Milliarden.
Und dazu muss man wissen, dass die Kollegen sogar noch 2 Milliarden an Cash rumliegen haben.
Das Verhältnis zwischen Gewinn und dem wirklichen Firmenwert liegt also deutlich unter 10 und man kriegt auch 4% Dividendenrendite.
Dazu gibt es noch den Deal mit Steph Curry, der über 10 Jahre mehr als 400 Millionen Dollar kosten soll.
Das ist viel Geld, aber andere Marken haben wohl ähnlich viel geboten.
Mindestens eine, laut ESPN sogar noch mehr.
Und trotzdem hat sich Curry eben für die Marke entschieden, obwohl die gerade im politischen Umfeld in den USA schon kritisch gesehen wurde und zum Beispiel 2022 auch mal einen großen Skandal wegen nordkoreanischen Zwangsarbeitern hatte.
Er selbst begründet es vor allem damit, dass Li Ning einen extrem starken sportlichen Hintergrund hat und es ist auch so, dass der Gründer Li Ning einer der bekanntesten Kunstturner ever ist.
Wenn man tiefer reinschaut, wird es ihm aber vor allem darum gehen, dass er mit Li Ning seine eigene Curry-Marke aufbauen kann, genau wie Michael Jordan bei Nike.
Und das Problem für Curry ist, dass er bei Nike wahrscheinlich ein zu kleiner Fisch wäre.
Bei Li Ning kriegt er deutlich mehr Fokus und er darf zum Beispiel unter seiner Marke sogar eigene Sportler unter Vertrag nehmen.
Er darf eine eigene Golflinie rausbringen.
Und es sollen eigene Curry-Geschäfte in Amerika und China eröffnet werden.
Und China ist natürlich der zweite Faktor, der das spannend macht.
Amerikanische und europäische Marken hatten es in den letzten Jahren immer schwerer dort.
Es bleibt aber ein gigantischer Markt und den kann er so jetzt wahrscheinlich deutlich besser angehen.
Und wenn er mit seiner Marke dann erfolgreich ist, ist Linning auch erfolgreich.
Das brauchen sie aber auch, denn letztes Jahr sind die Kollegen nur noch um die 3% gewachsen, der Konkurrent Enter Sports zum Beispiel über 10.
Bei dem ist es zwar so, dass die Kernmarke Enter auch nur ähnlich schwach wächst wie Linning, aber Enter hat mittlerweile viele andere Marken und zum Beispiel noch die sehr starke Beteiligung an Emma Sports und damit Marken wie Arcteryx oder Salomon.
Dadurch hat Enter zum Beispiel auch deutlich mehr internationale Präsenz.
Liening macht immer noch 99% vom Umsatz nur in China.
Trotzdem muss man natürlich sagen, dass eine Firma, die mit deutlich weniger als dem Zehnfachen vom Gewinn bewertet wird, auch keine großen Wachstumszahlen braucht, um die Bewertung zu rechtfertigen.
Man muss aber auch sagen, dass eine günstige Bewertung alleine auch nicht reicht, um eine Aktie hochzutreiben.
Da gibt es ja diese bekannte Value Trap, also dass eine Aktie günstig ist, aber weil es kein Wachstum gibt und auch politische Risiken, einfach immer günstig bleibt und da macht man trotzdem keine Rendite.
Bei Li Ning könnte jetzt aber Steph Curry eben ein Katalysator sein, der da ein bisschen Dynamik reinbringt.
Fairerweise hat der Underarmer aber auch nicht von der Krise gerettet.
Und man sollte natürlich nicht die politischen Risiken vergessen.
Und auch nicht, dass Li Ning manchmal eher umstrittene Investments macht.
Zum Beispiel haben sie 2023 für fast 300 Millionen Dollar eine eigene Immobilie gekauft, was viele Investoren damals kritisch gesehen haben.
Ein Partner, der sich für Qualitätsprodukte kreieren, mit Sneakers, die ich in glaube, in, die auf der höchsten Ebene weiterentwickeln werden.
Der Zukunft der Curry-Brand ist mit Li Ning.
Und es beginnt mit Mr.
Li Ning, ein Athletiker, der eine der Welt's most premium Sportswear-Brands in den letzten 35 Jahren.
