# Navigating Governance Risks, Pension Reform, and Digital Payments

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-06-22

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über den ersten Dämpfer für SpaceX, die Goldkehrtwende von Goldman Sachs und was sonst noch wichtig wird in dieser Woche.
Im Thema des Tages dreht sich alles um einen Umbau, der Millionen Arbeitnehmer und Rentner betreffen würde.
Und in der AAA-Idee verraten wir euch die heimlichen Gewinner der unsichtbaren Revolution der neuen Geldbörse.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert, Und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Montag, der 22.
Juni 2026 und wir wünschen euch einen kühlen Start in den Tag.
Der Sommer ist in Deutschland definitiv angekommen, also trinkt genug und behaltet vor allen Dingen an der Börse einen kühlen Kopf.
Wie sich das für so heiße Tage gehört, hat der DAX am Freitag auf weitere Anstrengungen verzichtet.
Bei den sommerlichen Temperaturen hat sich der deutsche Leitendenx über weite Strecken des Handels kaum vor der Stelle bewegt und ist dann mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 24.985 Zählern aus dem Handel gegangen.
In den USA, da bewegte sich gar nichts.
Das hat aber nichts mit dem Wetter zu tun, sondern mit dem Juneteenth.
Zur Erinnerung an die Befreiung der afroamerikanischen Bevölkerung der USA aus der Sklaverei wird an den Börsen in den Vereinigten Staaten nicht gehandelt.
Währenddessen hat die Euphorie rund um SpaceX am Wochenende einen ersten Dämpfer bekommen.
Und zwar aus einer Ecke, die viele Anleger bislang kaum beachtet haben.
Der Indexanbieter MSCI hat dem Unternehmen die schlechteste mögliche ESG-Bewertung, CCC, verliehen.
Als Hauptgrund nennt MSCI nicht Raketenstaats- oder Umweltfragen, sondern die Unternehmensführung.
Die enorme Machtkontentation bei Elon Musk, die eingeschränkten Rechte der Aktionäre und mögliche Interessenskonflikte innerhalb des weltweit verzweigten Marktes.
Bedeutsam ist dabei die Symbolik.
Auf der MSCI-Skala landet SpaceX auf demselben Bewertungsniveau wie Russland nach dem Angriff auf die Ukraine.
Wohlgemerkt, hier geht es nicht um Bonität, sondern um Nachhaltigkeit.
Aber auch in der Kategorie Kontroversen, so heißt das, erhielt das Unternehmen mit einem von zehn möglichen Punkten eine der schlechtesten Bewertungen überhaupt.
Und die FT, die zitiert mehrere ESG-Experten, die angesichts der Stimmrechtsstruktur, der geringen Unabhängigkeit des Verwaltungsrats und der Machtfülle von Musk von einer Governance Horror Story für Aktionäre sprechen.
Während die Börse derzeit die Vision feiert, erinnern die Nachhaltigkeitsanalysten gerade daran, dass gute Geschichten und gute Unternehmensführung nicht zwangsläufig dasselbe sind.
Und jetzt sprechen wir zwar schon wieder über SpaceX, aber wir hatten uns ja darauf geeinigt, dass wichtige Informationen hier unbedingt ihren Platz finden sollen.
Und da gibt es auch gleich noch etwas, das sicherlich viele von euch interessieren dürfte.
Dem Raumfahrt-Konzern reichen nämlich die 75 Milliarden Dollar aus dem Börsengang offenbar noch nicht aus.
Kurz nach dem historischen IPO-Plan SpaceX lost Bloomberg, nämlich bereits die...
nächste Milliardenfinanzierung und will über Anleihen weitere 20 Milliarden Dollar einsammeln.
Ja, mit dem Geld soll ein bestehender Brückenkredit abgelöst werden.
Für Anleger zeigt es aber vor allen Dingen eins, der Kapitalhunger des Konzerns, der bleibt enorm.
Trotz einer Börsenbewertung von inzwischen mehr als zwei Billionen Dollar benötigt SpaceX weiterhin Gewaltige Summen, um seine Investitionen in Raumfahrt, Starlink und die KI-Infrastruktur zu finanzieren.
Die Nachfrage dürfte demnach hoch sein, denn die Rating-Anturen, die stufen die Bonität des Unternehmens, da sind wir jetzt, nämlich im Investment-Crate-Bereich ein.
So, und damit setzen wir einen Haken an SpaceX für heute, würde ich sagen.
Was war denn sonst noch wichtig am Wochenende?
In der Schweiz laufen weiter die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran.
US-Vizepräsident J.D.
Vance sagte am Nachmittag, Zitat, wir wollen den Nahen Osten transformieren.
Der Iran war bisher ein Treiber der regionalen Instabilität.
Jetzt sehen wir Chancen auf Frieden und Wohlstand.
Zitat Ende.
Man habe große Fortschritte gemacht und werde weitere Fortschritte schaffen, sagte er.
All das allerdings, bevor Donald Trump mal wieder auf Truth Social so richtig loslegte.
Dort hatte der Präsident mal wieder mit Militärschlägen gedroht und Teheran aufgefordert, die mit ihm verbündete Hisbollah im Libanon zu bremsen.
Das kam nicht gut an und daraufhin legte die iranische Delegation offiziell Protest ein.
Laut iranischen Medien sieht Teheran die Drohungen als möglichen Verstoß gegen die erst kürzlich geschlossene Rahmenvereinbarung, in der beide Seiten auf Angriffe und Drohungen verzichten wollten.
Das allein wäre schon ein Dämpfer für die Gespräche, aber auch der Streit um die Straße von Hormuz, der wird nicht leiser.
Während Iran zuletzt angekündigt hat, die wichtigste Seefahrtsroute wegen der Kämpfe im Libanon erneut zu sperren, widerspricht die US-Regierung dieser Darstellung.
Energieminister Chris Wright erklärte, der Schiffsverkehr laufe weitgehend normal.
Binnen 24 Stunden hätten 67 Schiffe die Meerenge passiert.
Die USA eskortierten nach eigenen Angaben Handelsschiffe durch die Passage und wollen sicherstellen, dass die Öltransporte trotz der Spannung nicht unterbrochen werden.
Klingt auf jeden Fall so, als sei auch da das letzte Wort noch nicht gesprochen.
So und jetzt noch ein schneller Blick auf die Einzeltitel.
Die Aktien von Langseth erholten sich am Freitag um 8,7 Prozent auf das höchste Niveau seit rund vier Wochen.
Auch andere Chemiewerte wie Evonik, Wacker Chemie und BASF stiegen deutlich.
Seit Mitte März hatte die Branche ja von der Sonderkonjunktur durch den Iran-Krieg profitiert.
Zuletzt geriet die Erholung aber durch die Entspannung wieder ein bisschen ins Wanken.
Positiv fielen die Chip-Ausrüster auf.
Die Anteile von Süß Microtech stiegen auf ein Rekordhoch und legten letztlich um 8,8 Prozent zu.
Die Privatbank Bärenberg sieht weiteres Potenzial mit einem Kursziel, das auf 125 Euro erhöht wurde.
Der Markt habe die weiter anziehende Dynamik des Anlagenbauers in der Chip-Branche noch nicht gänzlich honoriert, schrieb dazu die Expertin Amelie Dückelmann-Dubani.
Ansonsten ließ Goldman Sachs am Wochenende noch die Goldanleger zittern.
Die Investmentbank hat ihr Kursziel für Ende 2026 um 500 Dollar auf 4.900 Dollar je Feinunze gesenkt.
Hintergrund ist die stark gestiegene Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen in den USA.
Nach der ersten Fettssitzung unter dem neuen Notenbankchef Kevin Walsh rechnen die Terminmärkte inzwischen mit einer Wahrscheinlichkeit von 87 Prozent mit einer Zinserhöhung im Dezember.
87% schon.
Das belastete dann Gold, weil das Edelmetall selbst ja keine laufenden Erträge abwirft und damit in einem Umfeld höherer Zinsen an Attraktivität verliert.
Seit seinem Rekordhoch von fast 5600 Dollar hat Gold bereits 27% an Wert eingebüßt.
Goldman Sachs bleibt langfristig zwar optimistisch, Waren kurzfristig aber für weiteren Rückschlägen sollte die Fed die Zinsen tatsächlich anheben.
Sie haben die allerhösten sogar Kurse von nur noch 4.400 Dollar je Unse als durchaus möglich an.
Und ich habe das Gefühl, das Thema Gold, das wird uns diese Woche noch beschäftigen.
Wo wird mir bei diesem Stichwort Woche bei den Terminen werden, oder?
Ja, und die schnapp ich mir jetzt mal ganz fix.
Die Woche startet ruhig.
Heute wird hochtief in den DAX aufgenommen.
Der Baukonzern ersetzt damit die Titel der Porsche Holding.
Außerdem findet in Berlin der Tag der Industrie statt, unter anderem mit Bundesdigitalminister Carsten Wildberger.
Ansonsten stehen keine nennenswerten Termine an, zumindest heute.
Auch im Wochenverlauf bleibt es ein bisschen ruhiger, zieht aber auch ein bisschen an.
Etwa mit Quartalszahlen von FedEx, Micron und H&M.
Sonst noch wichtig sind Kapitalmarkt bei Sigtify und Hauptversammlungen bei.
Nvidia, Qualcomm, Dell, Around Town, Porsche AG, Bijou Brigitte, Stratec, Kia Gain, Rocket Internet, Eckart und Ziegler.
Wir haben am Dienstag veröffentlicht die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, so ist es richtig, die BAFIN, die veranstaltenden Kapitalmarktkonferenz, die unter anderem über die Entwicklungen und der Risiken des Finanzmarkts informiert.
Und am Mittwoch steht noch die Veröffentlichung des IFO Geschäftsklimaindex an.
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Und den Anfang machen wir.
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Das Thema des Tages.
Es heißt jetzt nicht mehr Aktienrente und nicht mehr Generationenkapital, aber es ist das erste Mal, dass die gesetzliche Rente in Deutschland eine kapitalgedeckte Komponente bekommen soll.
Die Rentenkommission, offiziell Alterssicherungskommission, die hat sich auf rund 30 Vorschläge für die Zukunft der Alterssicherung geeinigt und die sollen zwar erst morgen, am Dienstag, der Bundesregierung übergeben werden, aber schon jetzt sind...
Die wichtigsten Punkte durchgesickert, mehrere Medien, natürlich allen voran Welt, haben darüber berichtet.
Und jetzt, wo es durchgesickert ist, gibt es auch schon die ersten Streitpunkte.
Zum Beispiel die Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 oder auch die Streichung der Minijobs ohne Rentenbeiträge.
Aber der für uns hier vielleicht spannendste Aspekt, nicht nur vielleicht, der mit Abstand spannendste Aspekt, ist natürlich, du hast es gerade schon gesagt, die Kapitaldeckung.
Die neuen Zusatzrente soll ja das Rentenniveau in Deutschland zunächst zwar stabilisieren und später dafür sorgen, dass das Rentenniveau bis 2050 auf 50 Prozent steigt.
Sogar steigt.
Und 50 Prozent bis 2050, das kann man sich auch gut merken.
Aber diese kapitalgedeckte Zusatzrente, die soll erst nach und nach eingeführt werden.
Sie soll verpflichtend sein für jeden, der in die gesetzliche Rente einzahlt, also Angestellte und Arbeiter, künftig auch neue Selbstständige und Vorstände, zumindest bis zur Beitragsbemessungsgrenze.
Ja, im Wesentlichen folgt das damit dem Vorbild der schwedischen Prämienrente, die seit der Jahrtausendwende in Kraft getreten ist und dort ziemlich gut angenommen wird.
In Deutschland sollen Arbeitnehmer und Arbeitgeber sich paritätisch beteiligen, also halbe-halbe einzahlen, wie jetzt schon in das Umlageverfahren.
Insgesamt soll es da um zwei Prozent des Bruttogehalts gehen.
Die kommen zum jetzigen Rentenbeitrag von 18,6 Prozent dazu.
Diese Anhebung des Rentenbeitrags um zwei Prozentpunkte, die kommt nicht über Nacht.
Sie soll schrittweise erfolgen, über vier Jahre gestreckt, jeweils 0,5 Prozentpunkte.
Der Gesamtbeitrag für die Rente zur Hälfte vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber finanziert, der wird dann schließlich Anfang der 30er Jahre bei 20,6 Prozent des Bruttos liegen.
Und wir haben mal durchgerechnet, was das für einen Durchschnittsverdiener bedeutet.
Ein durchschnittlicher Beitragszahler verdient 4.328 Euro brutto im Monat.
Nimmt man davon 2 Prozent, also der zusätzliche Beitrag für die Kapitalrente, sind das monatlich 86,60 Euro an Einzahlung.
Wir haben jetzt mal die griffigere Zahl 80 Euro genommen, um das zu berechnen.
Also hätte man 2009 angefangen, diese 80 Euro jeden Monat am Aktienmarkt zu investieren?
Also 40 Euro vom Arbeitnehmer, 40 Euro vom Arbeitgeber, wären daraus bis heute nach einem halben Berufsleben schon mehr als 50.000 Euro geworden.
Ja, und jeder soll dann jährlich einen Auszug seines Kapitalrentedepots bekommen und sehen, wie sich das investierte Geld entwickelt.
Bei Erreichen des Rentenalters soll es dann auch ganz individuell ausgezahlt werden, also nicht Teil des großen Rententopfes der gesetzlichen Rentenversicherung sein, die ja schon heute mit mehr als 100 Milliarden Euro Aussteuermitteln alimentiert werden muss.
Ja, und das führt uns natürlich zur Frage, wie genau das Geld denn investiert wird.
Die Rentenkommission schlägt einen Staatsfonds vor, der das Geld am Kapitalmarkt anlegt.
Die Rede ist da vom Kenfo, dem Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung.
Der wurde 2017 gegründet und hat Milliardenbeträge von den damaligen Atomkonzernen bekommen, um die langfristigen Kosten für den Rückbau und die Endlagerung radioaktiver Abfälle zu stemmen.
Seit seiner Gründung hat der Kenfo gut Renditen erzielt, beispielsweise 9,4 Prozent im Jahr 2020.
2024 und 11,1 Prozent im Jahr 2023.
Er hat eine Zielrendite von gut 4 Prozent über der Inflation.
Da sind einige von euch natürlich anderes gewohnt, aber nicht vergessen, der Kenfo, das ist kein reiner Aktienfonds.
Das Portfolio, das ist breit diversifiziert, etwa 35 bis 40 Prozent entfallen auf Aktien, rund 40 Prozent auf Anleihen und der Rest steckt.
in alternativen Investments, Immobilien, Infrastruktur, auch Private Debt und Private Equity.
Und auch ESG-Kriterien, da sind sie wieder, spielen eine Rolle.
Also SpaceX wird da wohl kaum reinkommen in das Portfolio des Kenfo.
Und der Kenfo, der würde nicht die gleichen hohen Renditen erzielen wie ein MSCI World Fonds in guten Jahren, aber 4% über der Inflation, das ist ja auch was.
Ja, besser als nix auf jeden Fall.
Naja, die Kurse an den Märkten wird die deutsche Kapitalrente wohl aber nicht bewegen.
Dafür sind die jährlich investierten Summen mit so, ja.
34 Milliarden Euro, wenn die 2 Prozent erreicht sind, einfach zu gering.
Die Hoffnung bei alledem ist, dass die aktiven Beitragszahler der Deutschen Rentenversicherung, aktuell sind das knapp 22 Millionen Menschen, erleben, was Investments am Kapitalmarkt überhaupt bewirken können.
Ebenso ein Depotauszug, auf dem ein paar 10.000 Euro stehen, weckt dann vielleicht ein bisschen mehr Interesse, auch privat am Kapitalmarkt teilhaben zu wollen.
Und dann sind wir natürlich für euch da mit Tipps rund um die private Geldantage.
Ja, aber erstmal müssen die Koalitionäre von Schwarz-Rot sich darauf verständigen, dass sie aus diesen Vorschlägen der Kommission dann auch wirklich ein Gesetz machen.
Die Idee einer Aktienrente, die gab es ja schon vorher.
Aber am Ende haben dann die politischen Mehrheiten gefehlt, das auch wirklich umzusetzen.
Es bleibt spannend in Deutschland.
Kurze Zwischenfrage.
Kosenamen, ja oder nein?
Also so ein Mausi oder Schatzi finde ich schon süß.
Ja, stimmt, kann man machen.
Aber gibt es nicht auch zu süß?
Schnurzelpurzel ist schon grenzwertig.
Und Abschnuckelchen ist für mich Ende.
Schnurzi, Purzi, Kuschel, Herzilein.
Trennungsgrund.
Absoluter Trennungsgrund, ja.
Du, wenn dir so ein Schnurzi Purz zu süß ist, habe ich da was weniger Süßes für dich.
Aha.
Fruchtinade von Spreequell.
Die hat weniger Zucker als eine normale Limo, aber dafür viel Fruchtsaft.
Klingt gut.
Schmeckt auch gut.
Die gibt es in den Sorten Orange, Maracuja und Grapefruit Zitrone.
Probier ich mal.
Die AAA-Idee des Tages.
Lange galt die Kreditkarte als König des Konsums.
Wer etwas kaufen wollte, griff zur Visa oder zur Mastercard.
Doch ausgerechnet in einer Zeit, in der die Kreditkartenschulden auf Rekordniveau gestiegen sind, verschiebt sich die Macht im Zahlungsverkehr.
Zwar verschwindet die Kreditkarte natürlich nicht einfach so, sie wird aber zumindest ein bisschen unsichtbarer.
Immer häufiger bezahlen Verbraucher über Apple Pay, PayPal oder andere digitale Wallets.
Die Karte steckt da zwar noch dahinter, doch die Kundenschnittstelle gehört längst anderen.
Das zeigen die Daten des Global Payment Report 2026.
Bereits heute laufen 56% des weltweiten Online-Handels über digitale Wallets.
Bis 2030 soll der Anteil auf 63% steigen.
Auch an der Ladenkasse setzt sich dieser Trend fort.
Dort erwarten die Autoren des Reports einen Anstieg von 33 auf 42 Prozent.
Gleichzeitig sinkt der Anteil der Kreditkarten am weltweiten E-Commerce von 20 auf 16 Prozent.
Die Karte bleibt also ein Teil des Systems, verliert aber den direkten Kontakt zum Kunden.
Und genau dort entsteht die neue Macht.
Schon heute werden über digitale Wallets weltweit Zahlungen im Wert von unglaublichen 13,8 Billionen Dollar abgewickelt.
In wenigen Jahren könnten Zahlungs-Apps fast die Hälfte aller stationären Einkäufe kontrollieren.
Für Anleger eröffnet sich natürlich damit eine spannende Frage.
Wer verdient denn künftig am Bezahlen, wenn nicht mehr die Karte im Portemonnaie, sondern die App auf dem Smartphone der Kunden das Ganze steuert?
Ja, und genau diese Entwicklung schauen wir uns jetzt mal in der AAA-Idee ein bisschen genauer an.
Einer der Gewinner dieses Trends heißt Sessel, also geschrieben mit Doppel-Z.
Das Findeck, das verdient sein Geld mit einem Modell, das viele Kunden lieber nutzen als die klassische Kreditkarte.
By now, pay later.
Statt hohe Kreditkartenzinsen zu zahlen, teilen Kunden ihren Einkauf in kleine Raten auf.
Und das trifft einen Nerv.
Im ersten Quartal stieg der Umsatz von Sessel um 29% auf 135 Millionen Dollar.
Und davon blieb ungewöhnlich viel hängen.
Die Nettomarge lag bei fast 38 Prozent.
Für ein Fintech in dieser Wachstumsphase ist das durchaus bemerkenswert.
Ja, da hast du recht.
Und genau das haben die Märkte aber schon auf dem Zettel, weshalb Cecil seit Jahresbeginn auch schon beeindruckende 150 Prozent zugelegt hat.
Die Papiere sind also zuletzt schon wirklich gut gelaufen, weshalb unsere AAA-Idee natürlich hier längst noch nicht endet.
Es gibt nämlich noch weitere Kandidaten, die von dieser Entwicklung langfristig Aufwand bekommen könnten.
Zu nennen ist da unter anderem Affirm.
Das Unternehmen gehört zu den Pionieren des Buy-Now-Pay-Later-Geschäfts in den USA und arbeitet mit großen Händlern wie Amazon und Shopify zusammen.
Die Fantasie dahinter geht inzwischen weit über die Ratenzahlung hinaus.
Affirm will zur zentralen Finanz-App seiner Kunden werden und baut sein Angebot um Debitkarten, Sparfunktionen und weitere Finanzdienstleistungen aus.
Die Zahlen zeigen, dass dieser Plan bislang zumindest aufgeht.
Im jüngsten Quartal knackte der Umsatz von Affirm erstmals die Marke von einer Milliarde Dollar.
Der Nettogewinn lag bei rund 103 Millionen Dollar.
Analysten trauen dem Unternehmen bis 2029 einen Umsatz von mehr als 7 Milliarden Dollar und einen Gewinn von rund 1,2 Milliarden Dollar zu.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 74 Dollar und damit wirklich weit, weit, weit unter dem historischen Rekordhoch von 162,50 Dollar aus November 2020.
23 von 31 Analysten raten zum Kauf, 8 zum Halten.
Weitere Namen auf der Liste sind Block und Klana.
Block können viele Anleger noch unter dem alten Namen Square.
Und ich muss sagen, mir hat der alte Name ja viel besser gefallen.
Aber der Konzern Block, der betreibt mit der Cash App eine der beliebtesten Finanz-Apps in den USA.
verdient an Millionen Händlern über sein Zahlungsnetzwerk und besitzt mit Afterpay auch einen großen Buy-Now-Pay-Later-Anbieter.
Der europäische Platzhirsch heißt Klana.
Die Schweden haben das Buy-Now-Pay-Later-Modell in Europa groß gemacht und zählen mittlerweile mehr als 100 Millionen Kunden auf der ganzen Welt.
Nach dem IPO im September 2025 ging es für die Schweden an der Börse eigentlich konsequent bergab, mittlerweile 56 Prozent.
Aber nun trauen die Analysten den Papieren einen Turnaround zu und geben Kursziele zwischen plus 22 und plus 138 Prozent aus.
Und wer nicht auf einzelne Gewinner setzen möchte, der kann den Trend auch über ETFs und Fonds spielen.
Zu dem bekanntesten gehören der ARK Fintech Innovation, der Global X Fintech und der BIT Global Fintech Leaders von Jan Beckers.
Sie bündeln die verschiedenen Profiteure des Wandels von digitalen Wallets über Zahlungsdienstleister bis hin zu Fintech-Plattformen.
Und wir bündeln natürlich die Wertpapier-Kennnummern in den Shownotes.
So ist es, denn unabhängig davon, welcher Anbieter am Ende die Nase vorn hat, die digitale Geldbörse wird für Millionen von Verbrauchern in Zukunft zum neuen Portemonnaie.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an www.aaatwelt.de oder schreibt uns bei Instagram oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Roman aus dem Rheinland, der hat sich bei uns zur Samstagsfolge gemeldet.
Er schreibt, der Gast, den ihr da ausgegraben habt, das ist ja der Hammer.
Kai Tönnes hat das Zeug neben Vasili Papas, mein neuer Lieblingsexperte zu werden.
Und auch generell war das Feedback zur Samstagsfolge unheimlich positiv.
Sehr schön.
Ja, aber ein Aspekt aus der Folge, ein ganz wichtiger Aspekt, blieb noch offen.
Raps, Lindenblüten oder doch Tannenhonig.
Was ist denn dein Favorit, Daniel?
Thymianhonig.
Thymianhonig, habe ich noch nie gehört.
Ja, siehste.
So bin ich, so bin ich.
Voller Überraschung.
Aber was denn jetzt die beste Sorte ist, darüber habt ihr auch kräftig abgestimmt und uns geschrieben.
Also Nando hat sich ja klar positioniert und für Rapshonig votiert.
Ein paar Hörer sind ihm da auch zur Seite gesprungen.
Einige brachten aber auch noch ganz andere Sorten ins Spiel.
Lukas mag zum Beispiel Lavendelhonig, Christian ist für Waldhonig und Kim schwört auf Manuka-Honig.
Alexander hat auf Spotify kräftig die Werbetrommel für Kornblumenhonig gerührt, der eine antibakterielle Wirkung hat.
Da hat die beste Alltagsökonomie-Community der Welt aber mal wieder kräftig abgeliefert, würde ich sagen.
Ja, es ist wirklich immer wieder beeindruckend, was hier aus der Gemeinde kommt.
Wir haben die beste Alltagsökonomie-Community der Welt, würde ich behaupten, und auch die beste Finanz-Community.
Und daher noch schnell eine Frage von Hörerin Lea.
Sie fragt nach einem ETF für die Zukunft, also mit einem Anlagehorizont von 20 Jahren.
Halbleiter, Space oder Quantencomputer, könnt ihr dazu mal noch ein paar ganz gute ETFs auflisten.
Und das spregt jetzt wirklich zwar etwas den Rahmen, hier für jeden Sektor mit Zukunftsfantasie einen guten ETF aufzulisten, aber...
Ja, für eine kleine Übersicht ist Zeit, vor allem für Hörerinnen, die einen so schönen Namen haben, liebe Lea.
Also für die Halbleiterindustrie könnte der iShares MSCI Global Semiconductor das Mittel der Wahl sein.
Fürs Quantencomputing könntest du dir, liebe Lea, den VanEgg Quantum Computing ETF anschauen.
Auch da jeweils die WKNs natürlich in der Folgenbeschreibung.
Und die besten ETFs rund ums Thema Space haben Holger und Philipp erst in der vergangenen Montagsfolge besprochen.
Da vielleicht einfach nochmal die AAA-Ideen nachhören und herausfinden, welcher da der Beste ist.
beste ETF für dich ist.
Und während wir jetzt sowohl mit Altersökonomie als auch mit Finanzen durch sind, können wir eigentlich das Ding hier auch beenden.
Daher abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns ja morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
