# Navigating AI Infrastructure Bottlenecks & Market Volatility

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-06-22

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Montag, der 22.
Juni.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Wir starten die Woche mit einer der spannendsten KI- bzw.
Chip-Aktien aus Europa.
Danach gibt es natürlich Pferdewetten und davor die aktuellen News.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital.
Die haben durch ihre Vollbank-Lizenz noch bessere Konditionen.
Zum Beispiel gibt es auf das Tagesgeldkonto 2,5% Zinsen auf ein unbegrenztes Guthaben, auch für Kinderkonten.
Und wenn ihr den Prime Plus Broker habt, gibt es sogar mehrere Partnerbanken, bei denen dann jeweils die Einlagensicherung greift.
In den USA war am Freitag der Feiertag Juneteenth, ein Gedenktag zum Ende der Sklaverei.
Entsprechend waren die Börsen dort geschlossen und auch in Europa gab es keine großen Kursbewegungen.
Aber im Hintergrund ist einiges passiert.
Die spannendste News kam Samstag und zwar hat der Iran auf einmal verkündet, dass er die Straße von Humus wieder sperren wird, weil Israel weiter den Libanon angreift.
Gestern haben sich amerikanische Vertreter rund um den Vizepräsidenten J.D.
Vance dann mit dem Iran in der Schweiz getroffen.
Es wird also weiter verhandelt, aber es zeigt auch, dass die ganze Lage trotz des Deals immer noch sehr unsicher ist.
Unsicher ist auch immer noch ein anderer Deal, nämlich der zwischen der Commerzbank und der Unicredit.
Am Freitag kam aber raus, dass bei dem Übernahmeangebot von der Unicredit, das gerade gelaufen ist, sie nochmal über 10% der Aktien von Aktionären gekriegt hat.
Damit kommt die Unicredit demnächst auf einen Anteil von um die 40%.
Und mit dem Anteil könnten sie bei einer Hauptversammlung von der Commerzbank sogar schon die Mehrheit kriegen, weil meistens nicht alle Aktionäre bei der Hauptversammlung abstimmen oder anwesend sind.
Ein anderer Deal, auf den man sich schon mal einstellen kann, ist der größte Börsengang in der Geschichte Indiens.
Und zwar plant der indische Multimilliardär Mukesh Ambani, seine Telekommunikationsfirma Jiu an die Börse zu bringen.
Bei dem IPO könnte er so um die 4 Milliarden Dollar einsammeln und will übrigens gerade mal 2,5% der Aktien verkaufen.
Bei SpaceX haben ja schon viele kritisiert, dass nur 5% der Aktien verkauft werden.
Hier ist es nochmal nur die Hälfte.
Damit wäre Gio dann übrigens auch um die 160 Milliarden Dollar wert.
Damit wären sie die zweitwertvollste indische Firma an der Börse.
Die wertvollste ist Reliance Industries und das ist das Konglomerat von auch Mukesh Ambani.
Übrigens will Gio genau wie SpaceX in den nächsten Jahren auch Satelliten ins All bringen, um von dort noch bessere Netzabdeckung hinzukriegen und Gio hat auf jeden Fall sehr viele Kunden, an die sie das Netz verkaufen können, nämlich aktuell eine halbe Milliarde Abonnenten.
Und nochmal zurück zu SpaceX selbst, die haben in den ersten Tagen nach dem IPO so krass performt, haben dann gegen Ende der Woche ja bisschen nachgelassen.
Insgesamt hat SpaceX in den ersten fünf Handelstagen aber immer noch ca.
670 Milliarden Dollar an Börsenwert zugelegt.
Nur mal zum Vergleich, das ist ziemlich genau so viel wie Intel insgesamt wert ist.
Es gab in der Geschichte logischerweise noch nie eine Firma, die in fünf Tagen nach dem Börsengang so viel Wert zugelegt hat, aber es muss auch nichts heißen, wenn man sich nämlich mal anschaut, wer die zweitbeste Fünf-Tages-Performance nach dem IPO hatte, dann war das Rivian, der E-Auto-Bauer, mit circa 80 Milliarden und die Aktie ist seitdem 90 Prozent abgeschmiert.
Abseits von der Börsenperformance gab es dann für SpaceX noch keine guten Nachrichten vom Indexanbieter MSCI.
Bei den ESG-Kriterien, also Nachhaltigkeit, sozialer Impact und Governance, hat SpaceX nämlich ein Rating von CCC gekriegt und das ist das Schlechteste, was man überhaupt kriegen kann.
Keine ESG-Abstufung, aber die zweite schlechte Personal-News in Folge gab's für Google.
Letzte Woche ist ja schon eins von Googles Top-KI-Talenten zu OpenAI gewechselt.
Und jetzt kam raus, dass John Jumper, der für seine Arbeit bei Googles KI-Einheit DeepMind sogar den Nobelpreis gekriegt hat, zu Anthropic wechseln wird.
Und eine unerfreuliche Personalie gab's auch in Deutschland noch.
Und zwar hat die Finanzaufsicht alle drei Geschäftsführer von der Privatbank Bernberg abberufen lassen.
Dabei soll's wohl ganz grob um Produkte und Geschäfte gehen.
die nicht wirklich transparent gelaufen sind und auch nicht zu Bernberg passen.
Dazu muss man als Hintergrund noch wissen, dass die Bank in den letzten Jahren eine krasse Transformation zur Investmentbank durchgemacht hat und vorangetrieben hat das vor allem Hendrik Riemer, der jetzt auch abberufen wurde.
Statt Riemer und den zwei anderen Kollegen hat die BaFin jetzt unter anderem Hans Walter Peters wieder als Chef eingesetzt.
Und das ist vor allem spannend, weil er lange Jahre gemeinsam mit Riemer Chef von Bernberg war und die beiden sogar gemeinsam einen Anteil an der Bank gekauft hatten.
Trotzdem war Rima eben immer eher als der Investmentbanker bekannt, der auch bisschen nach vorne treibt und Hans-Walter Peters eher als Bodenständiger und Risikoscheuerbanker.
Bei all den schlechten News aber noch paar gute Nachrichten im Schnelldurchlauf zum Abschluss.
Einmal gab es gute Nachrichten für die meisten Ryanair Aktionäre und zwar hat Michael O'Leary beschlossen, dass er noch bis 2032 Chef von Ryanair bleiben wird.
Dann könnte heute die Aktie von Apogee Therapeutics durch die Decke gehen, weil Appvi, die Firma laut der Financial Times, für 11 Milliarden Dollar kaufen will.
Letzten Donnerstag war Apogee noch 7 Milliarden wert.
Da gibt es also einen deutlichen Wertanstieg womöglich, wenn es wirklich zur Übernahme kommt.
Übrigens wurden dieses Jahr schon über 200 Milliarden Dollar an Pharma-Deals verkündet.
Dann ist am Freitag die Aktie von Fujikura in Japan 15 Prozent gestiegen.
Grund ist vor allem die extrem starke Nachfrage nach Glasfaserprodukten.
Und es ist schon wirklich krass, wie viele kleine und mittelgroße und auch große KI-Profiteure es in Japan gibt.
Vom Toilettenhersteller Toto, der irgendwelche Komponenten für die Chipproduktion herstellt, über Chemieaktien wie Resonec bis zu den ganz großen klassischen Chip-Playern wie zum Beispiel Tokyo Electron.
Im nächsten Teil von unserer Serie Chips aus Europa hat Christoph heute mal einen der krassesten europäischen KI-Highflyer dabei, der nach vorne gerechnet nur ein KGV von 13 hat, obwohl die Aktie alleine dieses Jahr fast 600 Prozent gestiegen ist.
Was da los ist und woher der Anstieg kommt, das alles gibt es jetzt von Christoph.
Ganz grob gesagt geht es um KI-Chips.
Aber die Lieferkette ist sehr groß und deshalb muss man bei AT&S eben tiefer eintauchen.
Jeder Chip braucht nämlich einen Substrat, denn so ein Chip ist unfassbar fein, dass auf kleinstem Raum tausende Verbindungen zusammenlaufen.
Die normale Platine im Gerät ist aber viel größer.
Beide passen also nicht direkt zusammen, das Substrat ist quasi der Adapter dazwischen.
Er sitzt direkt unter dem Chip, fängt dessen tausende winzige Kontakte auf, versorgt ihn mit Strom und leitet alles nach außen weiter.
Ohne dieses Teil kann Nvidia keinen einzigen KI-Chip ausliefern.
Und genau hier gibt es eben gerade einen Engpass.
Denn weil KI-Chips immer komplexer werden, werden auch diese Substrate immer aufwendiger.
Die Nachfrage explodiert also.
Gleichzeitig kann nur eine Handvoll Firmen weltweit die Produkte in dieser Qualität herstellen.
Die Folge sind lange Lieferzeiten und stark steigende Preise.
Und der Engpass dürfte noch größer werden.
Morgan Stanley rechnet damit, dass die Angebotslücke bei diesen Substraten bis 2030 auf rund 15 Prozent steigt.
AT&S ist einer dieser fünf großen Hersteller dieser Substrate und er ist der einzige Nennenswerte in Europa.
Fast die ganze Branche sitzt in Asien.
Für westliche Kunden, die nicht komplett von Asien abhängig sein wollen, ist AT&S deshalb strategisch interessant.
Und das Geschäft boomt.
Erst vor wenigen Tagen hat AT&S angekündigt, bis zu 2 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Werke in Malaysia und China zu stecken.
Vor allem für KI-Substrate mit dem US-Chip-Konzern AMD als Hauptkunden und einen zweiten Kunden, der namentlich aber nicht genannt wird.
Das Besondere, die Kunden tragen die Investitionen über langfristige Zusagen praktisch komplett mit.
Gleichzeitig hat die Firma auch ihre Umsatzprognose angehoben.
AT&S will dieses Jahr um die 50% wachsen.
Größerer Wettbewerber bei diesen Substraten ist die japanische Firma Ibiden.
Ein Vorteil von AT&S ist, dass die Firma nicht nur diese Substrate direkt am Chip macht, sondern auch die großen Leiterplatten, auf denen am Ende alles zusammenkommt.
Und auch hier gibt's gerade ein Bottleneck.
Wie groß das ist, zeigt eine Rechnung von Morgan Stanley zu NVIDIAs nächster Chip-Generation Vera Rubin.
So ein Server-Rack soll fast doppelt so teuer werden wie die Vorgänger.
Und Preistreiber ist nicht die GPU, sondern das Drumherum aus Speicher, Leiterplatten und Substraten.
Trotzdem sollte man eins nicht vergessen, AT&S bedient nur einen kleinen Teil dieser Lieferkette.
Das ist also eine Wette, die irgendwann auch drehen kann und man rechtzeitig den Absprung schaffen muss.
Großkonzerne wie Samsung oder TSMC decken da viel mehr ab.
Der Börsenwert von AT&S liegt mittlerweile bei fast 9 Milliarden Euro.
Letztes Jahr hat die Firma noch Verlust gemacht.
Analysten rechnen aber 2029 mit mehr als 700 Millionen Euro Gewinn.
Das wäre ein KGV von 13.
Das ist aber noch weit in der Zukunft und die Aktie ist eben schon sehr heiß gelaufen.
Große Ausschläge dürfen hier keine Seltenheit sein.
Okay, gute Frage.
Welches Substrat eignet sich gut für Anfänger?
Für Anfänger eignet sich meiner Meinung nach ein Substrat auf Strohbasis perfekt.
Wem das mit Substraten und dem ganzen Zeug bisschen zu nerdig ist, der kann sich auch mit bodenständigen Pferdewetten beschäftigen.
Und die gibt es jetzt von Pascal.
Ich bin kein großer Fan von Pferderennen.
Aber sie sind eins der ältesten Sportbusinesses der Welt.
In den USA zum Beispiel gibt es das Kentucky Derby seit 1875 und es soll sogar das älteste Sport-Event des Landes sein.
Davon profitiert jedes Jahr die 6 Milliarden Dollar schwere Firma Churchill Downs.
Zum Rennen strömen 150.000 Menschen an die Rennbahn in Louisville, Kentucky, um die angeblich spannendsten zwei Minuten im Sport zu sehen.
In der gesamten Woche vor dem Derby sind fast 400.000 Zuschauer bei den Rennen.
Aber nicht nur damit setzt die Firma fast 3 Milliarden Dollar um.
Churchill verdient sein Geld mit Eintrittskarten, Hospitality, TV-Geldern und Sponsorings.
Aber viel spannender auch mit Casinos, Pferdewetten und sogenannten Historical Horse Racing Machines.
Spannend wird es beim Pferdewetten-Business.
Wir sprechen ja hier oft über Prediction Markets.
Sportwetten-Businesses wie Draftkings oder Flutter haben dadurch große Konkurrenz.
Man könnte nun annehmen, dass das auch für Pferdewetten gilt.
Aber die schützt der Interstate Horse Racing Act.
Kurz gesagt, ein Anbieter von Pferdewetten benötigt die Zustimmung vom Rennbahnbetreiber, den Pferdebesitzern, Trainern und der Rennkommission.
Mit neun Rennbahnen im Portfolio hat Churchill deshalb eine starke Marktmacht im Pferdewetten-Business.
Kein Wunder, dass Churchill mit Twinspires die größte Pferdewettplattform betreibt.
Marktanteil über 60 Prozent.
Noch wichtiger für den Umsatz und das Wachstum sind die Historical Horse Racing Machines.
Hier können Spieler auf abgelaufene Pferderennen setzen.
Dabei anonymisiert die Software die Rennen so, dass Spieler nicht wissen, um welches Rennen es geht.
Das Gute, diese Maschinen fallen unter das Pferdewenden-Gesetz und nicht unter die Glücksspiellizenz.
So kann Churchill die Maschinen theoretisch überall aufstellen und die sind gleichzeitig unabhängig von Live-Rennen.
Inzwischen hat Churchill das Business so weiterentwickelt, dass Spieler mit den Daten historischer Rennen sogar legal Blackjack und Roulette spielen können.
Insgesamt macht das Business mit allen Wetten, live wie historisch, fast 50% vom Gesamtumsatz aus und wächst zweistellig.
Trotzdem hat die Aktie in diesem Jahr mehr als 20% verloren.
Unter anderem, weil Churchill gerade die hohen Umsatzerwartungen im ersten Quartal 2026 nicht erreicht hat.
Der Grund, der Bundesstaat Louisiana hat die Historical Horse Racing Machines für illegal erklärt.
Churchill musste dort seine Maschinen abbauen.
Trotzdem ist das bei einem erwarteten KGV von 12 aber zum Teil eingepreist.
Der Schnitt der letzten drei Jahre lag bei 18.
Das war Ohne Aktien wird schwer produziert von Potsdam bei OMR.
Euch einen guten Start in die Woche.
Bis morgen.
Adios.
