# Geopolitical Shifts and Automotive Sector Realignment

**Podcast:** Deffner und Zschäpitz – Der Wirtschafts-Talk von WELT
**Published:** 2026-06-20

## Transcript

Herzlich willkommen zu Defner und Schäpitz.
Mein Name ist Defner, Dietmar Deffner.
Mein Name ist Schäpitz, Holger Schäpitz.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Zusätzlich zu unserem großen Podcast bekommt ihr jeden Samstag ein Defner und Schäpitz Update mit Ausblick.
Anders als dienstags, kurz und knapp, denn Zeit ist Geld.
Und wir lassen immer eine Uhr mitlaufen, damit keiner hier zu viel redet.
Und das Ganze gibt's freitags auch schon bei Weltfernsehen live um 17.45 Uhr.
Und jetzt rein in die Show.
Ja, und diese Woche war jetzt endlich eine Bullenwoche und endlich hat sie diesen lang ersehnten Deal gebracht zwischen den USA und dem Iran.
Ein vorläufiges Friedensabkommen, ein Rahmenabkommen.
Wir werden gleich nochmal ausführlich darüber diskutieren.
Aber für die Börsen war das Grund zur Erleichterung, weil auch im Umkehrschluss der Ölpreis deutlich nachgab, ist der DAX gestiegen um 1,6 Prozent.
Und wir haben es beide vorausgesagt.
Wir haben also beide die Werte gewonnen.
Und der Bär.
Der hat den Messi gemacht, nämlich ein Head-Trick.
Dritte Woche in Folge.
den DAX richtig vorhergesagt, wenn das nichts ist.
Und was faszinierend war, dass der DAX, obwohl die Autowerte so gruselig gelaufen sind, wirklich so gut gelaufen ist.
Und das zeigt, wie kleines Gewicht die Autowerte nur noch haben.
Und was auch noch bemerkenswert war, die amerikanische Notenbank hat ja am Mittwoch getagt, das war ja ein völlig neues Regime, was da ist.
Und das haben die Börsen auch relativ gut weggesteckt.
Wobei man auch sagen muss, es ist ja auch positiv, wenn er sagt, ich will gegen die Inflation was machen.
Ist ja eigentlich auch seine Aufgabe und nicht dem Trump irgendwelche Wünsche zu erfüllen mit niedrigen Zinsen.
Insofern war das alles in allem eine sehr gute Woche.
Und unser Thema der Woche ist natürlich dieser Deal, der jetzt endlich unterschrieben wurde.
Ein USA-Iran-Deal, ein vorläufiges Abkommen.
Und im Rahmen der nächsten 60 Tage soll jetzt ein endgültiges Friedensabkommen dann ausgehandelt werden.
Das ist einer der Bestandteile dieses Deals.
Ansonsten muss man wirklich sagen...
Der große Dealmaker Trump hat wirklich gelost bei diesem Deal.
Denn es ist ein Deal zu sehr zugunsten des Iran.
Da hat man vor allem zum Beispiel ein Wiederaufbauprogramm beschlossen für 300 Milliarden Dollar.
Das ist wirklich fettes Geld für den Iran.
vorher geschmäht war auf der Weltbühne.
Plötzlich wird er nicht nur anerkannt, sondern kriegt auch richtig viel Geld in die Taschen.
Er darf auch sofort wieder Öl exportieren.
Die Sanktionen sollen dann gelockert werden im nächsten Schritt.
Das ist dann noch zu verhandeln.
Aber die Ölexporte können sofort wieder losgehen.
Auch das spült dann wieder...
Geld in die Kassen des Iran.
Und was hat Trump dafür bekommen?
Die Öffnung der Straße von Hormuz.
Die hatte er vor dem Krieg schon.
Nur jetzt mit der Einschränkung, dass künftig der Iran da offenbar ein Kassenhäuschen aufstellen will.
60 Tage lang ist noch mal die Durchfahrt gratis.
Aber danach will man über Servicegebühren reden.
Also Trump hat total Gelust, finde ich.
Total gelost.
Da müssen wir erst mal gucken, wie am Ende der Friedensstil wirklich aussieht.
Du hast ja schon gesagt, es ist ein vorläufiges Abkommen.
Da geht es ja um ein Memorandum auf Understanding.
So können wir uns das vorstellen.
Und es gibt ja noch Sachen, die gar nicht wirklich verhandelt worden sind.
Das Atomabkommen weiß man nicht, was dabei rauskommt.
Der größte Verlierer ist aber gar nicht Amerika.
Ich würde sagen, der größere Verlierer ist nach Israel in dieser...
in dieser Gemengelage.
Es sind ja keine Kriegsziele so richtig am Ende erfüllt worden.
Wir haben zwar ein bisschen das Atomprogramm draufgehauen und vielleicht ein bisschen verzögert.
Und der Iran kann das nicht mehr so schnell fortführen.
Aber die Atomkraftsachen sind nicht weg.
Das Zweite, in der Region sind die ganzen Terrororganisationen, die vom Iran finanziert werden, die gibt es auch noch.
Die sind auch nicht entwaffnet worden.
Und wir haben den Iran zurück auf der Weltbühne.
Auch das ist nicht so positiv.
Ich hoffe mal, dass da am Ende vielleicht dann doch noch ein Abkommen rauskommt, was nicht ganz so schlecht aussieht, wie du es jetzt beschrieben hast.
Naja, das ist aber wirklich nur eine Hoffnung.
Und man muss sagen, Trump hat ja wieder mal ganz, ganz schlechte Karten.
Das war ja im Zollkrieg mit den Chinesen auch schon so, wo er große Töne gespuckt hat, wie er auch in diesem Krieg immer wieder große Drohungen von sich gegeben hat.
Aber im Augenblick hat er wirklich kein gutes Blatt mehr.
Jetzt hat er ja die letzten Druckmöglichkeiten auch noch aus der Hand gegeben, nämlich die Blockade der iranischen Schiffe.
Und wenn er jetzt eben auch noch die Sanktionen lockert und die Ölausfugung, gestartet, dann hat er auch da kein Druckmittel mehr.
Das Militär soll auch abgezogen werden aus der Nähe des Iran.
Und er wird garantiert jetzt nicht mehr in den nächsten 60 Tagen oder danach nochmal einen neuen Krieg anfangen, eine neue Eskalation.
Denn die Midterm-Wahlen rücken immer näher und die Zeit läuft für den Iran bei diesen Verhandlungen.
Du hast recht, es kommen Wahlen.
Und da will natürlich der amerikanische Präsident jetzt nicht die Inflation weiter nach oben treiben.
Das ist ja eins der Sachen, weswegen auch in Amerika so unbeliebt ist, weil er eben das nicht geschafft hat, die Lebenshaltungskosten nach unten zu bringen.
Und deswegen ist es halt ein Problem in der Demokratie, dass immer Wahlen anstehen und dass du dann eben dein Ziel nicht so durchbringen kannst.
Aber trotzdem, ich hoffe immer noch drauf, dass es am Ende noch ein besserer Deal ist.
Man weiß auch nicht, was dann nach den Mitteln.
Terms passiert, ob vielleicht dann doch nochmal nachverhandelt wird oder vielleicht doch nochmal militärisch was passiert.
Was heißt das für die Märkte?
Naja, die sind erstmal jetzt froh, dass dieses Unsicherheit weg ist.
Die haben ja sowieso schon länger nicht mehr da richtig drauf geguckt.
Das war sowieso nur noch ein Unsicherheitsfakt.
Aber die Leute wollen halt eher wissen, dass es mit den Kursen nach oben geht, dass die Gewinne weiter steigen, dass die KI weiter brummt.
Und da ist eigentlich der Iran ja nur noch ein Randthema gewesen.
Ja, aber man muss sagen, trotzdem war natürlich der Ölpreis eine Belastung für die Märkte.
Und ich glaube schon, dass eben, wie gesagt, die Verhandlungen eher zugunsten des Iran laufen werden.
Trotzdem die Straße von Hormuz wird mehr oder weniger offen bleiben.
Vielleicht gibt es noch ein paar kleine Scharmützel.
Ich glaube, dass der Ölpreis dann schon eben bei diesem Niveau von 80 Dollar etwa bleiben wird und die Lieferungen doch langsam in Schwung kommen.
Und das ist natürlich ein Entspannungssignal für Inflation, für Zinsen, aber eben vor allem für die Börsen.
Da wäre ich nicht ganz so optimistisch, was es für Inflation ist, weil du musst ja sehen, was war im letzten Jahr.
Da vergleiche ich es ja immer zum letzten Jahr und da waren die Ölpreise wesentlich niedriger, lagen sie eher so zwischen 60 und 70.
Und jetzt sagst du, wir haben dauerhaft so zwischen 70 und 80.
Das ist natürlich schon nochmal ein Aufschlag.
Insofern wäre ich da nicht so optimistisch.
Aber ich hoffe trotzdem drauf, dass die Märkte auf andere Sachen gucken und dass wir KI und solche Themen kommen und dass das viel wichtiger ist als dieses Iran-Thema, dass das erstmal jetzt weg ist.
Mein Bulle der Woche ist ein Gebrauchtwagenhändler, nicht Christian Lindner.
Nein, ein digitaler Gebrauchtwagenhändler.
Das ist die Auto1-Gruppe, bekannt durch die Marken wie Wir kaufen ein Auto.de oder Auto Hero, auch bekannt aus der Werbung bei Weltfernsehen.
Die haben in dieser Woche eine Prognose abgegeben, die die Märkte sehr überrascht hat.
Sie wollen nämlich im Privatkundenmarkt mit 20 bis 40 Prozent pro Jahr in den nächsten Jahren wachsen.
Da zeigt sich im Gebrauchtwagenmarkt.
Da spielt die Musik nicht beim Neuwagenmarkt aktuell.
Und es ist cool, dass man mit KI so viel Gewinnwachstum machen kann.
Das finde ich ohne KI.
Das ist doch auch mal was Positives.
Ich habe leider ein Bär der Woche auch aus dem Autosektor.
Da geht es um BMW.
Das ist ja eine Premium-Marke.
Die haben früher mal so Margen von 10% aufwärts gehabt.
Und jetzt haben sie gesagt, naja, bisher wollten sie drei bis fünf haben.
Dann haben sie gesagt, nee, wird nichts mehr.
Wir haben nur noch eins bis drei.
Also wirklich ein drastischer Gewinneinbruch, der ist, der da verzeichnet wird.
Was ist das Problem?
Wir haben einmal in China, da wird nichts mehr verkauft.
Da kommt man unter Druck.
Das zweite Problem ist, dass die Kosten gestiegen sind durch den Iran-Krieg, durch Ölpreise, Energiekosten.
Und das dritte Restrukturierungsprogramm, was auch noch kommt.
Und das alles zusammen sorgt halt dafür, dass BMW wirklich...
traurig dasteht.
Und dass der Abgang von Herrn Zipse, der stand ja noch so gut da vor ein paar Wochen und sagt, Mensch, ich habe das Ding gut gelernt.
Jetzt stellen wir leider fest, dass BMW doch nicht so gut da ist.
Und ich würde sagen, das ist für die gesamte deutsche Autobranche, ich würde sagen, in Miniteke, insofern ist es eher negativ und Bär der Woche.
In der Tat.
Und ich finde es auch bemerkenswert.
Ein Monat nach dem Abgang von Zipse, anscheinend hat er seinen Laden nicht besenrein übergeben und jetzt muss der Nachfolger erst mal auskehren.
Dabei war Herr Zips ja in der eigenen Darstellung immer der Größte in der deutschen Autobranche.
So, nächste Woche, da glaube ich, dass wir den DAX weiter steigen sehen, dass er an die Erholung dieser Woche anknüpft.
Da glaube ich ja nicht dran.
Mal sehen, ob ich ein viertes Mal richtig liege.
Also ich glaube, die Märkte sind zu sorglos.
Nächste Woche gibt es ja Zahlen von Micron.
Micron ist das neue Nvidia, es sind Speicherchips.
Mal gucken, was da rauskommt.
Ich würde eher sagen, nächste Woche geht es wieder runter.
Das war's für diese Woche bei Defna und Chapits MTV.
Wir sagen Tschüss.
Und schauen, wer wissen, wie es weitergeht und was die Zahlen von Maiko machen und was auch immer.
Der hört doch den Podcast ab Dienstag bei Wild und überall, wo es Podcast ist.
Diese Werbung hilft, journalistische Inhalte zu finanzieren.
Kurze Zwischenfrage, Kosenamen, ja oder nein?
Hm, also so ein Mausi oder Schatzi finde ich schon süß.
Ja, stimmt, kann man machen.
Aber gibt's nicht auch zu süß?
Schnurzelpurzel ist schon grenzwertig.
Und Abschnuckelchen ist für mich Ende.
Schnurzi, Purzi, Kuschel, Herzilein.
Trennungsgrund.
Absoluter Trennungsgrund, ja.
Du, wenn dir so ein Schnurzi Purzu süß ist, habe ich da was weniger Süßes für dich.
Aha.
Fruchtinade von Spreequell.
Die hat weniger Zucker als eine normale Limo, aber dafür viel Fruchtsaft.
Klingt gut.
Schmeckt auch gut.
Die gibt es in den Sorten Orange, Maracuja und Grapefruit, Zitrone.
Probier ich mal.
