# Navigating Market Volatility & Stablecoin Integration Strategies

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-06-18

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Donnerstag, der 18.
Juni.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktien wird schwer.
Und passend dazu stellen wir uns die Frage, warum sich indonesische Aktien so schwer tun, obwohl das Land ja eigentlich so viel Potenzial hat.
Danach geht es um die Krypto-Strategien von Visa und Mastercard und davor gibt es natürlich die aktuellen News.
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Am Dienstag habe ich ja noch gesagt, dass die Börse fast ein bisschen überraschend positiv auf den Deal zwischen dem Iran und den USA reagiert hat, weil einfach noch so viel unklar war.
Und wie unklar alles war, hat gestern mal wieder Trump gezeigt.
Er meinte, dass der Deal nicht final ist und er sofort wieder Bomben werfen wird, wenn er mit den Verhandlungen nicht zufrieden ist.
Dazu muss man wissen, dass er rund um den G7-Gipfel ziemlich viele kritische Stimmen gekriegt hat, die meinten, dass der Deal, den Trump da gerade zum Atomprogramm verhandelt, nicht wirklich viel besser ist als der Deal von Obama, den Trump ja immer kritisiert hat.
Gestern hat das an der Börse auf jeden Fall für eher vorsichtige Stimmung gesorgt.
Deutlich feierlichere Stimmung dürfte es gerade bei den Kollegen von Goldman Sachs geben, die haben nicht nur den SpaceX-IPO begleitet, sondern jetzt in diesem Jahr schon Übernahmen im Wert von mehr als 1000 Milliarden Dollar begleitet.
So schnell hat das noch nie eine...
Investmentbank erreicht.
Die gemessen am Volumen zweite Investmentbank ist sogar 300 Milliarden Dollar hinter Goldman, also dem wirklich sehr gut performt.
Einer der größten Deals, den sie gemacht haben, ist übrigens die Fusion von Dominion und NextEra Energy für über 100 Milliarden oder der Verkauf vom Unilever Lebensmittelbusiness für um die 50 Milliarden.
Aber es gibt in diesen Tagen nicht nur positive Deal-Meldungen, es gab gerade nämlich auch den zweitgrößten Verlust in der Geschichte der Private-Equity-Industrie.
Und zwar hat der legendäre Software-Investor Toma Bravo 2021 5 Milliarden investiert und die Softwarefirma Medaille gekauft.
Problem ist aber, dass er den Deal mit zu hohen Schulden finanziert hat und zu optimistische Wachstumsprognosen hatte und deshalb hat er jetzt entschieden, die Firma an die Kreditgeber zurückzugeben, vor allem an Blackstone, Apollo und KKR.
Er selbst verliert damit die kompletten 5 Milliarden Dollar.
Und zum Abschluss der Deal-Section gab es gestern noch ganz spannende Gerüchte aus Hamburg.
Das Manager-Magazin hat nämlich berichtet, dass die größte Container-Räderei der Welt, also MSC und vor allem ihr 85-jähriger Eigentümer Gianluigi Aponte Hapag Lloyd kaufen wollen.
Das dürfte zwar aktuell ziemlich schwer möglich sein, weil es mit Klaus Michael Kühne und der chilenischen Reederei CSAV zwei Großaktionäre gibt, die 60% der Anteile halten und die einen Pakt geschlossen haben, das sie bis 2030 nicht verkaufen werden.
Aber bei der chilenischen Reederei gab es paar Managementwechsel in letzter Zeit und die könnten dazu führen, dass sie es mit einem Pakt nicht ganz so streng sehen und dass sie vor allem nicht mehr so emotional an der Beteiligung hängen wie zum Beispiel Kühne.
MSC hat die Gerüchte übrigens gestern bestritten, aber wäre natürlich ein gigantischer Deal, falls er doch passiert.
Keine gigantischen Deals, aber paar spannende Produktnews gab es auch noch.
Die erste kam von Ferrari, die haben zwar kein neues Produkt, aber Bloomberg hat sich mal bei Insidern im Sammlernetzwerk von Ferrari umgehört und da spricht sich wohl rum, dass es nicht schlecht ist oder keine schlechte Idee wäre, wenn man den neuen elektrischen Ferrari kauft, um dann dadurch an limitierte Sammlermodelle zu kommen.
Und das ist auf jeden Fall eine Sache, die man bedenken sollte, wenn man in ein paar Wochen auf die Verkaufszahlen schaut.
Die Marke von Ferrari ist einfach so stark, dass sie auch Produkte verkaufen können, die die Kunden eigentlich gar nicht haben wollen, aber haben müssen, um eben dann an limitiertere Modelle zu kommen.
Eine Firma, die sich das nicht erlauben kann, ist Snapchat bzw.
Snap und die entwickeln ja schon seit Jahren eigene AR-Brillen und Investoren drängen eigentlich immer darauf, dass sie das lassen und sich einfach aufs Kerngeschäft fokussieren.
Aber der CEO und Gründer Evan Spiegel sieht da viel Potenzial, hat auch genug Stimmrechte, um das Projekt einfach durchzudrücken und er hat am Dienstag neue AR-Glasses für 2200 Dollar vorgestellt.
Wenn man sich anschaut, wie schwierig sich so teure Brillen bei Apple verkaufen, kann man verstehen, wieso Investoren da gestern wieder nicht ganz happy waren und die Snap-Aktie hat um die 5% verloren.
Und generell ist einfach krass, dass Snap um die 500 Millionen Dollar im Jahr ausgibt, um diese Brillen zu entwickeln, bei gerade mal 8 Milliarden Dollar Börsenwert.
Fairerweise können sich so große Innovationen nach gewisser Zeit natürlich auch auszahlen, das hat man gestern bei der niederländischen Biotech-Aktie Unicure gesehen.
Die forschen schon lange an einem Medikament gegen die Huntington-Krankheit und haben jetzt ein positives Signal von der Arzneimittelbehörde in den USA gekriegt.
Dadurch könnten sie schneller an eine Zulassung kommen, die Aktie ist danach um die 70% gestiegen, auf knapp 3 Milliarden Dollar Börsenwert.
Gleichzeitig zeigt das Ganze aber auch, wie risky Biotech-Investments sind.
Und zwar ist es so, dass die Aktie von Unicure letzten September schon mal massiv gestiegen ist, weil sie starke Studiendaten hatten.
Anfang November sind sie dann abgestürzt, weil die Arzneimittelbehörde meinte, dass die Studie, die sie gemacht haben, einfach zu klein war.
Und im März ist die Aktie nochmal abgestürzt, weil die Behörde meinte, dass sie eine neue Studie machen müssen.
Jetzt hat die Behörde eben auf einmal ihre Meinung wieder geändert und die Firma ist einfach instant über eine Milliarde mehr wert.
Ansonsten gab es gestern noch gute News für Auto1, die meinten, dass sie mittelfristig eineinhalb Millionen Autos pro Jahr verkaufen wollen.
Aktuell ist man bei ca.
800.000 Autos.
Die Aktie ist nach der Meldung um die 10% gestiegen, ist aber fairerweise dieses Jahr immer noch um die 10% im Minus.
Und zum Abschluss haben gestern alle auf die erste Zinsentscheidung vom neuen Zentralbankchef Kevin Walsh gewartet.
Wie schon erwartet wurde, hat er die Zinsen nicht angehoben.
Spannend war aber schon, was die Zentralbanker für die nächsten Monate erwarten.
Da geben ja alle regionalen Zentralbanker Prognosen ab.
Und im März haben noch zwölf Banker eine Zinssenkung dieses Jahr erwartet.
Jetzt ist es ein einziger.
Dafür erwarten sogar neun eine Zinserhöhung.
Grund dafür ist natürlich die gestiegene Inflation.
An der Börse hat das gestern übrigens keine große Reaktion ausgelöst, wurde also scheinbar auch schon so ähnlich erwartet.
Vor ein paar Jahren haben wir im Podcast öfter über die Chancen in Indonesien gesprochen, zum Beispiel über Bukalapak, das Amazon Indonesiens.
Seitdem hat sich die Lage dort aber leider nicht verbessert, sondern deutlich verschlechtert.
Und wieso, erzählt euch jetzt Christoph.
Nächste Woche steht eine wichtige Entscheidung an.
Da gibt der Indexanbieter MSCI bekannt, ob er Indonesien aus seinem wichtigen Schwellenländerindex wirft und zum sogenannten Frontier-Markt abstuft.
Dann wäre das Land in einer Liga mit Pakistan oder Vietnam.
Das ist nicht nur eine technische Einstufung, sondern hat auch krasse Folgen.
Fliegt ein Land aus einem Index, müssen nämlich alle ETFs und Fonds, die nachbilden, die indonesischen Aktien verkaufen.
Goldman Sachs schätzt, dass dadurch um die 13 Milliarden Dollar abfließen könnten.
Schon die bloße Warnung von MSCI im Januar hat den heftigsten Kurssturz in dem Land seit der Asienkrise 1998 ausgelöst.
Der Light Index ist in diesem Jahr um die 30 Prozent gefallen und ist damit der schlechteste Aktienmarkt der Welt.
Auch die Landeswährung Rupia ist in den letzten Wochen auf einen Rekordtief zum Dollar gefallen.
Das macht alles teurer, was Indonesien importiert.
Vor allem Öl, von dem das Land abhängt.
Dieser Vertrauensverlust liegt unter anderem an der Struktur des Marktes.
Bloomberg nennt das in einer Doku frittierte Aktien.
Damit meinen die Kollegen Aktien, die von außen lecker aussehen, innen aber ungesund sind.
Große Teile vieler Firmen gehören nämlich den reichsten Familien des Landes und der frei handelbare Anteil ist oft klein.
Dann reicht schon wenig Handel, um den Kurs stark zu bewegen und die Volatilität steigt.
Genau das kritisiert MSCI, intransparente Eigentümer und der Verdacht auf Manipulation.
Ein gutes Beispiel für den Absturz ist Bukalapak, eine Art indonesisches Amazon.
2021 war der Börsengang einer der größten des Landes.
Heute ist die Aktie vom Höchststand um über 90 Prozent gefallen und die Firma ist nur noch 560 Millionen Dollar wert.
Das ist nicht mal mehr das Doppelte vom Umsatz.
Als Noah vor vier Jahren mal über die Firma gesprochen hat, war sie das 14-fache vom Umsatz wert.
Der Grund für den Absturz waren Verluste über 14.
viele Jahre und ein harter Wettbewerb mit anderen Anbietern wie Shopee und Tokopedia, das mittlerweile von der TikTok-Mutter ByteDance kontrolliert wird.
Letztes Jahr hat die Firma zwar Gewinn gemacht, der kam aber fast komplett aus Kursgewinn von Beteiligung und nicht aus dem eigentlichen Geschäft.
Es gab letztes Jahr auch einen wichtigen Strategiewechsel.
Im Januar 2025 hat Bukala Pak seinen Marktplatz für physische Produkte dicht gemacht und sich auf digitale Produkte wie Handy-Guthaben konzentriert.
Die Regierung hat die Gefahr verstanden und versucht gegenzusteuern.
Der geforderte Streubesitz für börsennotierte Unternehmen hat die Finanzaufsicht von 7,5 auf 15 Prozent verdoppelt.
Laut Bloomberg war das bis vor kurzem die niedrigste Anforderung der Region.
Um die Währung zu stützen, wurden außerdem die Zinsen angehoben.
Ob das reicht, muss MSCI jetzt entscheiden.
Generell zeigt's aber mal wieder, wie viel die Stimmung rund um ein ganzes Land Kurse beeinflussen kann und wieso in solchen Ländern die Bewertungen oft viel, viel niedriger sind als bei uns und trotzdem nicht automatisch Schnäppchen.
Es gab letzte Woche einige Stunden, da war Ethereum bzw.
IFA nicht mehr die zweitwertvollste Kryptowährung der Welt.
Der Gesamtwert von IFA ist am tiefsten Punkt auf gerade mal 182 Milliarden Dollar gefallen und im Stablecoin-Tether stecken mittlerweile fast 190 Milliarden.
Seitdem ist der ETHER-Kurs wieder über 200 Milliarden gestiegen, trotzdem ist es wieder ein krasses Beispiel für den Stablecoin-Boom und dafür, wie schlecht es in der restlichen Kryptowelt läuft, also vor allem bei den traditionellen großen Coins.
Wie man jetzt von diesem Stablecoin-Boom profitieren kann, haben wir ja schon ein paar Mal besprochen.
In die Firma hinter Tether kann man ja leider nicht investieren, aber man kann in den zweitgrößten Stablecoin-Anbieter Circle investieren oder Coinbase-Aktien kaufen, die machen mittlerweile auch ordentlich Umsatz mit Stablecoins.
Aber ich wollte heute eigentlich nochmal über zwei andere Firmen im Stablecoin-Bereich sprechen, nämlich Mastercard und Visa.
Beide haben ja grundsätzlich ein extrem stabiles Geschäftsmodell.
Beide hatten über die letzten Jahre eine krasse Aktienperformance.
Beide haben krass hohe Margen.
Beide haben aber dieses Jahr auch an Börsenwert verloren.
Visa 5% und Mastercard um die 10%.
Und wenn man den Börsenwert ins Verhältnis zum erwarteten Gewinn für dieses Jahr setzt, kommen sie aktuell auf einen Wert von um die 25.
Der Schnitt der letzten 10 Jahre ist 30.
Ein Grund für die aktuell eher niedrige Bewertung ist die Angst vor staatlichen Bezahllösungen wie zum Beispiel PIX in Brasilien.
Ein anderer Grund sind aber eben Stablecoins.
Beide machen in dem Markt auch schon einiges.
Es ist aber von der Strategie sehr unterschiedlich, was sie machen.
Ich habe dazu gerade eine spannende Analyse im neues Payments Blog gelesen und die Insights wollte ich euch natürlich nicht vorenthalten.
Auf der einen Seite ist der Mastercard, die haben dieses Jahr fast 2 Milliarden Dollar in BVNK investiert bzw.
die Firma gekauft.
Und das ist eine Plattform, über die man als Firma Stablecoins verschicken, empfangen und verwalten kann.
Und diese eine Übernahme zeigt auch ziemlich viel über die ganze Stablecoin-Strategie von Mastercard.
Erstens sehen Sie Stablecoins eher als ein Thema, das im Hintergrund läuft und vor allem für Firmentransaktionen und Auslandsüberweisungen genutzt wird.
Sie glauben aber eher nicht, dass Stablecoins die klassische Kreditkartennutzung ersetzen.
Und gleichzeitig will Mastercard eben die Infrastruktur sein, auf der die Stablecoin-Transaktionen laufen.
Sie wollen das selbst besitzen und dann auf das gesamte Volumen Gebühren kassieren.
Visa hat einen ziemlich anderen Ansatz.
Sie arbeiten eher mit vielen kleinen Stablecoin-Firmen zusammen und statt selbst die Plattformen zu bauen, wie Mastercard, helfen sie anderen Plattformen dort, wo Visa Kompetenz hat.
Zum Beispiel gibt es viele Stablecoin-Firmen, die Visa-Karten rausgeben, bei denen im Hintergrund kein klassisches Konto, sondern eine Stablecoin-Wallet steckt.
Genauso hilft Visa den Stablecoin-Firmen bei der Verarbeitung von Zahlungen im Hintergrund.
Zum Beispiel prüfen sie Risiken und Betrugsfälle.
Und grundsätzlich ist es dann so, dass jeder Kartenanbieter, der mit Stablecoins arbeiten will, Visa in Stablecoins zahlen kann und jede Bank, die hinter einem Händler steht und Stablecoins will, kann von Visa in Stablecoins bezahlt werden.
Und wenn man das Volumen an so verarbeiteten Stablecoin-Zahlungen aufs Jahr hoch rechnet, waren das letztes Quartal per Visa schon 7 Milliarden Dollar und damit 50% mehr als im Quartal davor.
Long story short, hat Mastercard insgesamt eine Strategie, bei der sie tiefer integriert sind und wenn sich ihr System durchsetzt, verdienen sie auch mehr Geld, Visa ist einfach breiter diversifiziert.
Beide machen aber schon sehr viel in dem Bereich und haben durch ihr riesen Netzwerk an Karten natürlich auch sehr gute Argumente für alle Stablecoin-Firmen, irgendwie mit einem der zwei Netze zu arbeiten.
Anders gesagt, dass das zum großen Risiko für ihr Business wird, scheint aktuell noch nicht wirklich absehbar.
Und zum Abschluss müssen wir neben dem Stablecoin-Thema natürlich in der WM-Zeit noch kurz auf Prediction Markets schauen.
Dort hat auf Polymarket ein Nutzer fast eine Million Dollar verloren, weil er sich dachte, es ist so gut wie sicher, dass Spanien gegen Cap Verde gewinnt.
Am Ende war es aber nur 0-0, deshalb hat er auch die knappe Million verloren.
Wenn Spanien gewonnen hätte, hätte er übrigens gerade mal 90.000 Dollar verdient.
Und krass ist auch, dass alleine auf Polymarket und nur auf das Spanien-Spiel Wetten im Wert von 64 Millionen Dollar getradet worden sind.
Wenn du die Möglichkeit hättest zwischen der Liebe deines Lebens oder einer Kreditkarte, die nie leer wird, was würdest du wählen?
Visa oder Mastercard?
Das war ohne Aktienwert schwer, produziert von Potsdam bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin, alles Gute, adios.
