# Fed Policy Shift, Auto Industry Crisis, and Governance Realignment

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-06-18

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über Zweifel am Debasement Trade, die große Biontech-Debatte und die Hoss des Gebrauchtwagenhändlers Auto 1.
Im Thema des Tages erklären wir euch die Ursache der Probleme der deutschen Autobauer.
Und in der AAA-ID, da verraten wir, was der neue oberste Hüter des Geldes für euer Depot bedeutet.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Philipp Vetter und Holger Zschäpitz.
aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Donnerstag, der 18.
Juni und wir wünschen euch einen flexiblen Start in den Tag.
Ciao.
Das müsst ihr mit Blick auf die Finanzmärkte ja eigentlich immer sein, flexibel.
Aber nach dem ungewöhnlichen Auftritt des neuen Chefs der amerikanischen Notenbank umso mehr.
Kevin Walsh hat es mit seiner ersten Pressekonferenz sogar geschafft, die Aktienrakete SpaceX zu stoppen.
Am Mittwoch verlor.
Die SpaceX-Aktie hat nämlich knapp 5 Prozent.
Das war das erste Mal ein Minustag seit dem Börsengang am vergangenen Freitag.
Walsh schaffte es mit seiner falkenhaften Attitüde, den gesamten Markt nach unten zu ziehen.
Es war eine Art alles verkaufen Moment.
Aktienanleihen, Gold, Bitcoin, Öl.
Der S&P 500, der verlor 1,2 Prozent, denn er ist der knapp 1 Prozent.
Insgesamt wurden 23,3 Milliarden Aktien gehandelt.
20 Prozent über dem Schnitt in diesem Jahr.
Der Angst in der X-Wix, der klärt.
Immerhin gab es eine positive Ausnahme, das war Moderna, die Aktie.
Das Biotech-Unternehmens setzte wegen des neuen Influenza-Impfstoffs die Rallye fort und hat jetzt im laufenden Jahr 110 Prozent zugelegt.
Ganz anders.
steht es da um die deutsche Volksaktie Biontech.
Da bin ich hier selbst Aktionär, leid geprüft, wie ich sagen muss.
Im laufenden Jahr liegt die nämlich 3% im Minus.
Und hier haben jetzt Investoren eine Debatte gestartet.
Bernd Förtch, Biontech-Aktionär und Herausgeber der Anleger, Zeitschrift Aktionär, erhebt schwere Vorwürfe.
Und Auslöser ist der geplante Abgang der Gründer Ugo Shahin und Özlem Türiqi.
Sie wollen Biontech ja verlassen und ein neues Unternehmen gründen.
Ja, und Biontech soll offenbar...
Rechte und Technologien in dieses neue Unternehmen einbringen.
Biontech soll dafür zwar eine Minderheitsbeteiligung, Lizenzgebühren und Meilensteinzahlungen bekommen, allerdings sind die Konditionen alles andere als geklärt.
Zumal die beiden Gründer keine Nischentechnologie mitnehmen, sondern den Kern dessen, was Biontech nach Corona eigentlich sein wollte, nämlich ein mRNA- und Krebsforschungs-Champion.
Und Firdsch sieht da die Gefahr, dass hier die Zukunft von Biontech aus der Hand gegeben wird.
In einer solchen Situation brauche es maximale Transparenz, eine unabhängige Fairness-Opinion und vor allem auch einen Sonderausschuss im Aufsichtsrat.
Aber genau das scheint aus Sicht der Kritiker bislang komplett zu fehlen.
Biontech sitzt ja auf rund 17 Milliarden Euro Cash, aber...
Cash allein ist natürlich keine Strategie.
Und die Aktionärstruktur, die macht die Sache jetzt nicht einfacher, diese Debatte auch mal ein bisschen größer zu machen, weil die Strüngmann-Brüder, die haben ja das damals mitgegründet oder finanziert, halten über die AT-Impf-GmbH immerhin noch knapp 40 Prozent.
Und Shahin ist über die Medine-GmbH mit 15 Prozent beteiligt.
Und so haben normale Aktionäre wenig Kontrollmacht.
Und Furcht hat jetzt dem Unternehmen einen Katalog mit 14 Fragen geschickt und mal sehen, was dabei rauskommt und ob die Volksaktie mal wieder auf Kurs kommt und ob es auch mal wieder einen neuen CEO da gibt, der auch noch nicht gefunden ist.
Tja, einen Gewinner neben Moderna gab es an der Wall Street.
Trotzdem noch, nach dem sehr schwachen Vortag kam es bei den Halbleiteraktien zu einer Erholung.
Der Halbleiterindex Sox, der gewann 1,4 Prozent.
AMD stiegen zum Beispiel 1 Prozent, ARM sogar 5,7 Prozent, Broadcom 4,3, Intel 3,5.
Micron gewann 2,2.
Apropos Micron, Apple signalisierte nachbörslich Preiserhöhungen wegen explodierender Speicherpreise.
Das ist kurzfristig eher positiv für Apple-Aktionäre, weil Tim Cook damit praktisch sagt, Also Apple will die höheren Inputkosten nicht einfach in der Marge schlucken, sondern an die Kunden weitergeben.
Gleichzeitig erhöht das aber natürlich auch das Risiko, dass höhere iPhone, Mac, iPad Preise die Nachfrage bremsen.
Apple gewann nachbörslich trotzdem 0,6 Prozent.
Und da müssen wir natürlich noch sagen, was es mit dem DAX auf sich hatte.
Der hat sich im regulären Handel mit einem kleinen Mini-Plus von 0,1 Prozent auf 24.935 Punkte aus dem Tag gerettet.
Allerdings sorgte dann der Wash-Effekt, das war ja dann 20.15 Uhr deutscher Zeit, dann auch im nachbörslichen Handel noch für einen etwas niedrigeren DAX.
Im Auto-Aktien, das waren die großen Verlierer.
Dazu aber gleich mehr im Thema des Tages.
Aber eine andere Auto-Aktie, nämlich die vom Gebrauchtwagenhändler Auto 1, die sprang mit einem Satz um 8,4 Prozent nach oben.
Der Anbieter einer digitalen Plattform für den An- und Verkauf von Gebrauchtwagen teilte zum Kapitalmarkttag mit, im Privatkundengeschäft ein langfristiges Absatzwachstum von, und jetzt festhalten, 20 bis 40 Prozent pro Jahr anzustreben.
Wahnsinn.
Zugleich bestätigt der Auto 1 die Prognose für das laufende Jahr.
Und du machst schnell die Termine, oder?
Ja, viel ist es nicht mehr.
Tonys hat Kapitalmarkt-Tag.
Zahlen gibt es von Kroger und von Accenture.
Und dann noch die Zinsentscheide von der Schweizer Nationalbank und der Bank of England.
Die Wall Street vor dem Feiertag.
Großer Verfallstag, haben wir ja schon darüber gesprochen, auch Hexensabbat genannt.
Das Thema des Tages.
Holger, als ich noch Autoreporter bei Welt war, da war BMW vor allem immer eines der langweilige Streber.
Während bei VW und Mercedes wegen des Dieselskandals die Hütte brannte oder in Wolfsburg mal wieder die gesamte Antriebsstrategie über den Haufen geworfen wurde, zogen sie in München immer vergleichsweise ruhig ihre Bahn.
Wenn es jetzt also ausgerechnet bei BMW so richtig einschlägt, wir haben es ja gestern schon von der massiven Gewinnwarnung berichtet, dann ist das ein echtes Warnsignal für die gesamte deutsche Schlüsselbranche.
Und deshalb schauen wir heute im Thema des Tages endlich mal wieder auf die deutsche Autoindustrie.
Nochmal kurz zu den Fakten.
Im Gesamtjahr erwartet BMW jetzt einen Rückgang des Vorsteuergewinns um 15 Prozent.
Die Marge im Autogeschäft soll nur noch zwischen 1 und 3 Prozent liegen.
Das ist natürlich viel zu niedrig.
Und im Premium-Segment peilt man eigentlich eher knapp 10 Prozent an.
Entsprechend ging es auch gestern deutlich abwärts für BMW um mehr als 8 Prozent.
Damit ist der Münchner Autobauer nur noch gut 40 Milliarden Euro wert an der Börse.
Und nur um das mal in ein aktuelles Verhältnis zu setzen, SpaceX ist damit mehr als 50 Mal so viel wert wie BMW und das, obwohl der Weltraumkonzern Verluste macht.
Tesla ist immerhin nur 25 Mal so wertvoll wie die Münchner.
Und das liegt auch daran, dass im Gegensatz zu den Musk-Firmen bei den deutschen Autobauern Alle Fantasie fehlt, woher jetzt die Trendwende und damit auch wieder Wachstum kommen könnte.
Das Geschäftsmodell, das so viele Jahre funktioniert hat, ist schlicht kaputt.
Autos in Deutschland entwickeln und bauen und dann in China und in den USA und allen anderen Regionen der Welt zu verkaufen, das ist irgendwie vorbei.
Das sehen übrigens auch die Verantwortlichen bei Volkswagen zum Beispiel so.
Der Kollege Michael Freitag vom Manager Magazin, der in Sachen Volkswagen immer bestens informiert ist, der hat gerade berichtet, dass in Wolfsburg eine anonyme Umfrage unter Vorständen und Aufsichtsräten durchgeführt wurde.
Und dabei kam raus, dass sechs von neun befragten Vorständen die Lage des VW-Konzerns als existenziell bedrohlich einschätzen.
Das muss man sich mal vorstellen.
Zwei Drittel der zuständigen Manager sagen, hier geht es jetzt gerade ums Ganze.
Und die Vorstände geben auch noch zu, und das finde ich auch ganz bedenklich, dass sie untereinander nicht einig sind, wie es strategisch weitergehen soll.
Die Aufsichtsräte sind auch nicht wirklich optimistischer.
Das ist schon alles sehr alarmierend und dürfte vermutlich heute bei der virtuellen Hauptversammlung von Volkswagen auch eine große Rolle spielen.
Vor allem China hat dafür gesorgt, dass sich die Lage der deutschen Autobauer jetzt so rasant zuspitzt.
Der Absatz von Verbrennern in China ist noch stärker eingebrochen, als man das Anfang des Jahres schon erwartet hatte.
Und schon damals waren die Prognosen alles andere als optimistisch.
Jetzt kommt aber offenbar auch noch der Iran-Effekt dazu.
Die Spritpreise sind auch in China deutlich gestiegen.
Das macht den Wechsel auf ein Elektroauto attraktiver.
Und in dem Markt spielen die Deutschen da eben überhaupt keine Rolle.
Also E-Autos verkaufen die in China so gut wie gar nicht.
Und das Phänomen betrifft nicht nur BMW, das ist die Spitze des Eisbergs, sagte der unabhängige Autohanalyst Matthias Schmidt.
Er geht davon aus, dass auch andere Autobauer wie Volkswagen und Mercedes folgen dürften, weil sie nicht immun gegenüber einem chinesischen Markt sind, der wahrscheinlich viel schlechter läuft als erwartet.
Ja, und weil es auf ihrem Heimatmarkt eben nicht rund läuft, drängen die chinesischen Konkurrenten wie BYD oder Saig gleichzeitig auch noch stärker nach Europa.
Und auch dort rechnen sich die E-Autos deutlich schneller angesichts der hohen Benzin- und Dieselpreise.
Selbst wenn die Kunden sich dann für ein europäisches Elektroauto entscheiden, sind die Margen deutlich niedriger, als wenn sie einen Verbrenner von BMW oder VW kaufen würden.
Und auch in der zweiten wichtigen Exportregion, den USA, läuft es nicht rund.
Wenn die Fahrzeuge nicht dort produziert sind, müssen nämlich die Hersteller inzwischen deutlich höhere Zölle zahlen.
Auch das verfehlt die Wirkung nicht.
Entsprechend müssen die Autobauer in Europa an die Kosten ran.
Der neue BMW-Chef Milan Nadejkovic, der soll laut Manager Magazin jetzt ein Stellenstreichungsprogramm in der Verwaltung planen.
Bis zu eine Milliarde Euro will man für Abfindungs- und Frühverrentungsprogramme ausgeben.
Und auch in Wolfsburg, da laufen bereits die Sparprogramme beim Kapitalmarkthack im September.
Da soll dann die neue Strategie vorgestellt werden.
Mal schauen, wie die aussehen soll.
Zumindest an der Börse fehlt den Investoren bislang eben die Fantasie.
Wie es da zu einer baldigen Trend umgeht?
Kurze Zwischenfrage.
Kosenamen, ja oder nein?
Also so ein Mausi oder Schatzi finde ich schon süß.
Ja, stimmt, kann man machen.
Aber gibt es nicht auch zu süß?
Schnurzelpurzel ist schon grenzwertig.
Und Abschnuckelchen ist für mich Ende.
Schnurzi, Purzi, Kuschel, Herzilein.
Trennungsgrund.
Absoluter Trennungsgrund, ja.
Du, wenn dir so ein Schnurzi Purzel süß ist, habe ich da was weniger Süßes für dich.
Aha.
Fruchtinade von Spreequell.
Die hat weniger Zucker als eine normale Limo, aber dafür viel Fruchtsaft.
Klingt gut.
Schmeckt auch gut.
Die gibt's in den Sorten Orange, Maracuja und Grapefruit-Zitrone.
Probier ich mal.
Heute geht es in der Triple-E-E-D um einen Mann, den die meisten Anleger wahrscheinlich nicht auf dem Zettel hatten, der aber jetzt plötzlich über Aktien, Anleihen, Dollar, Gold, Bitcoin und vielleicht sogar über eure Baufinanzierung mit entscheidet.
Es geht um Kevin Walsh, das ist der neue Chef der amerikanischen Notenbank.
Und wir müssen gleich sagen, das Spannende war nicht, dass die FED die Zinsen nicht verändert hat.
Das war erwartet worden.
Der Leitzins bleibt bei 3,5 bis 3,75 Prozent.
Das Spannende war, Walsh hat gezeigt, dass eine neue Ära beginnt.
Weniger Paul-Fed, möglicherweise mehr Greenspan-Fed.
Paul war ja der Vorgänger Greenspan, ein sehr, sehr weicher Vorgänger.
Und mehr Greenspan-Fed heißt, weniger reden.
weniger erklären.
Unter Paul gab es ja oft sehr viel Kommunikation, Pressekonferenz, Dotplots, Projektionen, Forward Guidance, also Hinweise, wohin die Zinsen als nächstes gehen könnten.
Und Worsch sagt jetzt, Damit ist erstmal Schluss.
Die FED soll nicht dauernd sagen, was sie tun könnte.
Sie soll handeln, wenn es nötig ist.
Also weniger Navi, mehr Nebel oder freundlicher gesagt mehr Markt, weniger Zentralbanktherapie.
Walshes Argument lautet, wenn die FED den Markt ständig erklärt, was sie denkt, dann spiegeln die Märkte irgendwann auch nur noch die FED-Kommunikation.
Dann schaut die FED auf Marktpreise und sieht dort nur ihr eigenes Echo.
Das will Walsh durchbrechen.
Und vielleicht übersetzt das mal für normale Anleger.
vor, die FED, das ist der Lehrer und die Märkte, das sind die Schüler.
Und Paul hat vorher oft gesagt, das kommt ungefähr in der Klausurarbeit dran.
Worsch sagt, nö, lernt den Stoff.
Ich sag euch nicht vorher, welche Aufgaben drankommen.
Die Märkte sollen wieder stärker selbst auf Inflationsjobs, Ölpreise, Produktivität und Wachstum schauen und nicht nur darauf, welchen Halbsatz der FED-Chef in der Pressekonferenz benutzt.
Ja, solche Lehrer haben wir ja alle geliebt.
Und das erklärt auch diese extrem kurze FED-Erklärung.
Die neue Mitteilung war drastisch kürzer nur noch 130 statt 340 Wörter, Minus von zwei Dritteln.
Die Commerzbank formulierte es schön nach Elvis, a little less conversation, a little more action, also weniger reden, mehr machen.
Der sogenannte Easing Bias, der wurde außerdem gestrichen.
Das heißt, die Fed deutet nicht mehr an, dass der nächste Schritt eher eine Zinssenkung ist.
Der nächste Schritt kann auch eine Zinserhöhung sein.
Und das ist auch der erste wichtige Punkt für euer Geld.
Zinssenkungsfantasien bekommen einen Dämpfer.
Und der zweite Punkt, Walsch stellt Preisstabilität ganz nach vorne.
Er hat mehrfach gesagt, die FED wird Preisstabilität liefern.
Nicht vielleicht, nicht irgendwann, sondern wir liefern.
Das 2%-Ziel, das bleibt.
Er hat ausdrücklich gesagt, dass es jetzt keinen Grund gibt, dieses Ziel zu überdenken, solange die FED es noch nicht erreicht hat.
Das ist interessant, weil viele gedacht hatten, Trump will niedrigere Zinsen.
Walsh wurde von Trump eingesetzt, also wird Walsh vielleicht weich bei der Inflation und genau eben diese niedrigeren Zinsen liefern.
Aber das ist nicht passiert.
Im Gegenteil, er hat gleich beim ersten Auftritt den Inflationsfalken gegeben, vielleicht auch, um seine Unabhängigkeit zu demonstrieren.
Der Satz des Abends war, die FED wird Preisstabilität liefern.
Für Märkte heißt das, der neue FED-Chef will nicht als Mann starten, der Inflation einfach laufen lässt.
Und jetzt hat Worsch aber nicht nur weniger geredet, sondern auch fünf Arbeitsgruppen angekündigt.
Das sind seine Taskforces, eine für Kommunikation, eine zur Bilanz der FED, eine zu Datenquellen, eine zur Produktivität und Jobs, vor allem in Zeiten von KI und eine zum Inflationsrahmen.
Klingt so ein bisschen bürokratisch, ist aber potenziell sehr wichtig.
Worsch baut sich nämlich damit den Maschinenraum für seinen Umbau der FED.
Also keine Revolution in einer Sitzung, sondern Umbau mit Arbeitsgruppen.
Er vermeidet den Eindruck, ich komme rein und stelle alles auf den Kopf.
Stattdessen sagt er, wir prüfen alles gründlich.
Aber die Richtung ist klar, weniger Forward Guidance, andere Kommunikation, bessere Echtzeitdaten, neue Sicht auf KI und Produktivität, möglicherweise auch eine ganz andere Bilanzpolitik.
Und das insbesondere die Bilanzpolitik, das ist wichtig.
Ihr müsst wissen, die FED hat seit der Finanzkrise riesige Mengen an Anleihen gekauft.
Und diese Bilanz beeinflusst Liquidität, Finanzierungsbedingungen und eben auch Finanzmärkte.
Und Worsch gilt als jemand, der skeptisch auf eine zu große Fettbilanz schaut.
Aber wichtig, er hat nicht sofort den Vorschlaghammer ausgepackt und hat gesagt, weg damit und wir machen die kleiner, sondern hat gesagt, wir werden weiter Ample Reserves, also ausreichende Reserven im Bankensystem handeln.
Das hat so ein bisschen die Geldmärkte beruhigt, aber eben nicht wirklich.
Kommen wir zum Geld.
Was bedeutet das jetzt für euch Anleger?
Für kurzlaufende US-Anleihen ist es schlecht.
Die zweijährigen Renditen sind nach der Pressekonferenz deutlich gestiegen.
Der Markt sagt, wenn die FED wieder über Zinserhöhungen nachdenkt, dann trifft das zuerst das kurze Ende der Zinskurve.
Gleichzeitig waren langlaufende Renditen stabil oder sind sogar gefallen.
Das bedeutet, der Markt nimmt kurzfristig mehr FED-Härte ernst, glaubt aber gleichzeitig, dass diese Härte langfristige Inflationserwartung einfangen kann.
Für Banken ist eine flachere Zinskurve oft nicht ideal, für hochverschuldete Unternehmen übrigens auch nicht.
Und für Aktien insgesamt ist das, sagen wir mal, ambivalent.
Aber zunächst eher Gegenwind, das haben wir ja gestern gesehen.
Höhere kurzfristige Zinsen bedeuten Cash und kurzlaufende Anleihen werden attraktiver.
Wenn Worscht aber glaubwürdig Inflation bekämpft und lange Renditen begrenzt, dann kann das für Qualitätsaktien mittelfristig durchaus stabilisierend sein.
Also nicht einfach fett-horkisch gleich Aktien-Crash.
Wenn Fett hart wird, dann, weil die Wirtschaft stark ist und Produktivität durch KI steigt, dann können Aktien das durch...
Wenn die Fett hart wird, weil Inflation klebt und Wachstum schwächer wird, wird es allerdings unangenehm.
Genau deshalb schaut der Markt jetzt noch stärker auf Inflationsdaten, Arbeitsmarkt und Unternehmensgewinne.
Der Dollar profitiert.
Eine Fett, die weniger bereit ist zu senken und sogar wieder erhöhen könnte, macht Dollaranlagen attraktiver.
Und die ING, die argumentiert, dass die erneute Verpflichtung zur Preisstabilität auch den sogenannten Dollar-Debasement.
Trade schwächt.
Das ging ja darum, der Dollar wird geschwächt, weil die Notenbank so lappig ist.
Aber es ist ja nicht mehr lappig.
Und diese Wette, die ist natürlich jetzt nicht mehr so doll, weil der Dollar ja nicht mehr sich entwertet.
Und das bringt uns zu Gold und Bitcoin.
Die leben teilweise ja von der Angst, dass Zentralbanken zu weich werden, Geld entwerten und Inflation tolerieren.
Ja, wenn Walsh jetzt glaubwürdig sagt, wir liefern Preisstabilität, dann ist das kurzfristig Gegenwind für Gold und Bitcoin.
Nicht strukturell das Ende der Story, aber taktisch ein Dämpfer.
Bleiben Bauzinsen und Immobilien?
Hier wird es interessant.
Walsch sagt selbst, die Geldpolitik wirkt im Immobilienmarkt restriktiv.
Wenn die lange Rendite nicht steigt oder sogar fällt, kann das Hypothekenzinsen beruhigen.
Aber wenn insgesamt die höheren Realzinsen gibt, also höhere Realzinsen heißt der Zins minus Inflation.
Dann bleibt die Finanzierung insgesamt teuer, auch wenn es nicht noch teurer wird.
Für Immobilien ist es also kein wirklicher Befreiungsschlag.
Bleibt Europa eine horkischere FED, setzt auch die EZB indirekt unter Druck.
Wenn die USA länger hohe Zinsen haben, stärkt das den Dollar und schwächt tendenziell den Euro.
Ein schwächerer Euro kann importierte Inflation in Europa bedeuten.
Und das macht dann Zinssengung für die EZB nicht leichter.
Außerdem zieht ein starker Dollar auch Kapital an.
Und gestern gab es sogar den niedrigsten Stand.
Beim Yen seit 2024.
Also man sieht schon, da ist schon was in Bewegung gekommen.
Jetzt könnte man sagen, Walsh redet weniger, aber die Unsicherheit wird größer.
Das ist der Preis.
Weniger Forward Guidance heißt mehr Marktvolatilität.
Unter Powell konnten Märkte oft auf jedes Wort reagieren und sich an der FED entlanghangeln.
Unter Walsh müssen Märkte mehr selbst interpretieren.
Das kann zu größeren Sprüngen führen, vor allem an FED-Tagen und bei Inflationsdaten.
Also mehr Greenspat-Fett heißt für Anleger weniger Komfort, mehr Interpretationsarbeit.
Die Fett wird schwerer lesbar.
Für Profis ist das spannend, für Anleger möglicherweise auch nervig.
Aber Worschs Ziel ist klar, er will eine Fett, die nicht von Märkten getrieben wird, sondern Märkte wieder als Informationsquelle nutzt.
Sicher ist, die Ära der sicheren Zinssenkungswette ist vorbei.
Wer in den letzten Monaten auf schnelle Fettcuts gesetzt hat, muss neu rechnen.
Kurzlaufende US-Anleihen bleiben attraktiv, aber sie sind anfällig, wenn der Markt weitere Hikes einpreist.
Aktien brauchen jetzt wieder echte Gewinnqualitäten.
Der Dollar hat Rückenwind.
Gold und Bitcoin müssen mit höheren Realzinsen kämpfen.
Und alle Datenpunkte zu Inflation und Jobs, die werden wichtiger, weil Wash keine Handläufe mehr montieren will.
Und für euch Anleger heißt das, nicht gegen die FED kämpfen.
Gut, das sollte man bisher auch schon nicht tun.
Aber auch nicht mehr erwarten, dass die FED euch jeden Schritt vorher erklärt.
Wer investiert, braucht wieder mehr Robustheit im Portfolio, Qualität bei Aktien, Laufzeitdisziplin bei Anleihen, Währungsrisiken im Blick und nicht zu viel Hoffnung auf schnelle Zinssenkung.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns wie immer über euer Feedback.
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Jan hat uns bei Instagram geschrieben.
Er ist gerade auf einem WM-Roadtrip von Vancouver, dann die Westküste der USA runter und dann rüber bis nach Kansas City.
Klingt nach einer absoluten Traumreise und acht WM-Spiele besucht er auch noch.
Ich zitiere mal aus seiner Nachricht.
Dies beinhaltet natürlich auch oftmals das durchaus abwechslungsreiche amerikanische Frühstück in den Hotels und Motels.
Heute bin ich daher auch das erste Mal auf diese ominöse Smucker's Strawberry Jam getroffen und musste beim Gedanken an Holger natürlich direkt zugreifen, schreibt er.
Definitiv das Highlight des ansonsten sehr überschaubaren Frühstücks.
Jan hört uns jedenfalls nicht nur beim Frühstück, sondern auch auf den langen Autofahrten durch die USA und schickt Grüße heute aus Portland.
ja richtig Fernweh in Portland war ich vor vielen Jahren zum Schüleraustausch.
Wirklich?
Ach, wie schön.
Siehst du, hast du auch da, J.M.
Smacker, diese, ich mochte ja die Jelly, also die Erdnussbutter mit Pflaumenmarmelade mehr.
Ja, ich bin beim Frühstück nicht so ein süßer, Alter.
Aber gab es bei dir auch schon diese großen Kaffeepötte, die da rumstanden mit dieser parfümierten Licht?
Ja, ich meine, wenn man in die USA kommt, da wirkt alles erstmal viel größer und Ja, das ist immer die erste Erkenntnis, die man da so hat, wenn man das erste Mal hinkommt.
So, jetzt haben wir das Sehnsuchtsland, was nicht mehr ganz so viel Sehnsucht auslöst, noch beschrieben hier.
Und dann haben viele noch von euch geschrieben, nämlich wegen der Triple-E-Idee von gestern zu den europäischen KI-Infrastrukturgewinnern.
Da hatten wir ja den EU-AI-CAPEX-Korb von Goldman Sachs berichtet.
Und viele von euch haben bei ihren Banken gleich danach gesucht.
Ich verstehe es auch nicht, warum Goldman Sachs so viele schöne Indizes hat, aber die machen ja auch viele aktiv gemanagte ETFs.
Warum sie das nicht gleich tun?
Also ich kann da sagen, liebe Goldmänner, mach das doch einfach mal.
Und dann müssten die Leute nicht immer enttäuscht gucken und sagen, Mensch, so ein schöner Korb, der so schöne Outperformance gemacht hat.
Und dann hätte man das gleich und die hätten ein tolles Geschäft.
Das wäre doch eine Win-Win-Win-Win-Situation.
Jetzt müsst ihr eben warten, ob es das gibt.
Wir würden es auf jeden Fall sagen, wenn es das gibt.
Und das wollt ihr natürlich nicht verpassen, wenn wir euch das dann mitteilen.
Und deswegen heißt es, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Dann hören wir uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
