# AI Infrastructure, Energy Shifts, and Consumer Premiumization

**Podcast:** Aktien fürs Leben
**Published:** 2026-06-17

## Transcript

Bevor es losgeht, ein wichtiger Hinweis.
Dieser Podcast ist keine Anlageberatung oder Empfehlung.
Alle Angaben sind ohne Gewähr.
Diese stellen keinen Ersatz für eine professionelle und individuelle Beratung dar.
Werteentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Wertentwicklung.
Ja, hallo und herzlich willkommen.
Das war sicherlich eine äußerst ereignisreiche Woche oder vielmehr ein ereignisreiches Wochenende.
Zunächst letzte Woche der Mega-IPO von SpaceX, der erwartungsgemäß natürlich Elon Musk zum ersten Millionär der Weltgeschichte gemacht hat.
Dann passend gestern zum 80.
Geburtstag von Donald Trump die Verkündung eines wahrscheinlichen Abkommens zum Frieden zwischen dem Iran und den USA.
Und gestern Abend der krönende Abschluss.
eines unserer Nationalmannschaft gegen Curaçao.
Ja, also besser kann die Woche nicht starten.
Wir haben heute im Podcast von allem so ein bisschen dabei.
Timo, worüber reden wir denn heute?
Wir sprechen zunächst über den US-Stromerzeuger Vistra Corp., einen der großen Anbieter im US-Strommarkt.
Und der erzeugt nicht nur Strom, sondern vertreibt ihn auch selbst.
Und das macht das Ganze zu einem recht interessanten, integrierten Geschäftsmodell.
Bisher dachte ich, dass die allseits bekannte Schmerzcreme Voltaren zum Novartis-Konzern gehört.
Dem ist aber nicht mehr so.
Voltaren ist eines der Produkte von Haylion, einer britischen Gesellschaft, die aus dem Zusammenschluss der Sparten rezeptfreier Medikamente von GlaxoSmithKline und Pfizer entstand.
Rezeptfreie Medikamente sind ein total spannender Markt.
Spoiler, Longevity.
Und daher heute ein Thema für uns.
Und zu guter Letzt.
gehen wir nochmal in die USA zur Fußball-Weltmeisterschaft und zum belgisch-amerikanischen Bierbrauerei-Konzern Anheuser Busch, der so spannende Marken wie Budweiser, Corona und Stella braut und vertreibt.
Und wir reden darüber, wo die Aktie wohl gerade steht und was der Konzern von der Fußball-Weltmeisterschaft zu erwarten hat.
Tja, und wer jetzt eines dieser Unternehmen sofort sich anhören möchte, der kann dies tun und orientiere sich an den Timecodes in den Shownotes.
Petra, du hast es gesagt.
SpaceX ist am Freitag, wie erwartet, an die Börse gegangen.
555.555.555 Aktien zum Preis von 135 US-Dollar wurden da platziert.
Der erste Ausgabekurs, der dann notiert wurde, lag bei 150 Dollar und es ging auch noch weiter hoch bis 173 Dollar.
Am Ende des ersten Handelstages stand die Aktie bei 161 Dollar ganz knapp, ein Plus von fast 20 Prozent.
Und meine Frage an dich, Petra, du warst ja letzte Woche noch sehr zurückhaltend, was die Aktie anging.
Aber hast du dann doch noch vielleicht kurzfristig zugeschlagen?
Gib es zu.
Nein, ich war nicht dabei.
Also ich wäre bei der Zeichnung gerne dabei gewesen.
Also zu 135 Dollar hätte ich in der Tat fast gezeichnet.
Aber das war für uns deutsche Bürger schwierig.
Das hatte mit sehr viel Börsenaufsicht zu tun.
Aber ich lasse jetzt erstmal die nächsten Tage auf mich wirken, auf uns wirken, wie viele andere wahrscheinlich auch.
Jetzt kommen erstmal die spannenden Tage.
Das hat sich ja alles verkürzt, die Aufnahme in die Indizes, in die großen Indizes wie Nasdaq, wie S&P und so weiter.
Und dann muss man schauen, wie sich der Kurs wirklich entwickelt.
Spannend wird wahrscheinlich sein, ob er jetzt in den nächsten Tagen sich über den 150 Dollar halten wird oder ob es auch mal weiter runter geht.
Aber ja, eine sehr, sehr interessante Entwicklung.
Ja, und dann kam ja letzte Woche noch gleich die Nachricht rein, dass nicht nur Anthropic im Herbst an die Börse gehen möchte, sondern auch der KI-Konkurrent OpenAI.
Auch die haben bei der SEC jetzt einen Antrag auf Börsennotiz gestellt.
Angestrebte Bewertung auch hier.
Klar ist halt so, eine Billion Dollar, ein bisschen vielleicht auch drüber, was man halt heute so als Firmenwert aufruft.
Das Ganze steht einem erwarteten Verlust von etwa 14 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr gegenüber.
Und da bin ich mal sehr gespannt, auch gerade im Zuge dieses SpaceX-Börsengangs, wie es in den kommenden Wochen mit diesen Mega-IPOs weitergehen wird.
Das lassen wir erstmal alles so auf uns wirken.
Da gibt es noch einiges zu berichten.
Aber berichten wir mal über schöne Dinge.
Happy Birthday!
Also das war wahrscheinlich eines der größten Geburtstagsgeschenke, was ganz oben bei Donald Trump auf der Liste gestern stand.
Neben diesem Schaukampf, meinst du?
Ja, also ehrlich, auf der einen Seite will er Frieden haben und dann macht er Käfigkämpfe.
Ich weiß nicht, wie das zusammenpasst, aber genauso zwiegespalten kann man ihn ja betrachten.
Ja, noch während seiner Geburtstagsparty gestern gab es die Meldung aus Pakistan, dass der Iran zwar noch keine finale Entscheidung getroffen hat, aber man hat sich auf Frieden verständigt.
Am kommenden Freitag soll das Abkommen in einer offiziellen Zeremonie unterzeichnet werden.
Und auch das erste Mal hat dann der Iran diese vorläufige Einigung bestätigt.
Das Abkommen selbst soll in der Schweiz unterzeichnet werden.
Wer kennt natürlich nicht Trump, der hat gestern Abend dann prompt gepostet, Schiffe der Welt, startet eure Motoren, lasst das Öl fließen.
Und entsprechend reagieren dann heute Morgen auch die Märkte darauf.
Der japanische Nikkei legte kurz nach Handelsstadt über 4,6 Prozent zu.
Der südkoreanische Kospi gewann sogar fast 6 Prozent.
Und auch der DAX startet heute Morgen, wir nehmen montags morgens auf, mit einem Plus von knapp 2 Prozent und liegt somit über der wichtigen 25.
Hallo, hier ist Petra Ahrens vom Podcast Aktien fürs Leben.
Wenn ich mich bei einem Thema auskenne, dann sind es die Kapitalmärkte und ihre Investments.
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Das sind ja tatsächlich Nachrichten, auf die wir alle lange gewartet haben, vor allen Dingen an den Energiemärkten.
Eine Entspannung bei den Benzin- und Ölpreisen wäre hier ja wirklich hoch willkommen.
Jetzt ist mein Verdacht, du hast gerade gesagt, die Preise fallen schon stark, dass das jetzt auch sofort eingepreist wird.
Die erste Frage wäre, geht es jetzt dann womöglich noch weiter runter oder greifen dann jetzt doch wieder die eingeschränkten Lieferkapazitäten, weil da ist ja auch viel kaputt gegangen auf beiden Seiten des Persischen Golfs.
Und es wird sich möglicherweise in den kommenden Wochen eben herausstellen, ja, die Schiffe fahren zwar wieder, aber es ist gar nicht so wahnsinnig viel Öl, was aus den Raffinerien gerade verladen werden kann, weil das erstmal alles jetzt repariert werden muss.
Das ist, glaube ich, eine sehr spannende Frage.
Und dann ist ja die andere Frage, wenn der Ölpreis jetzt zumindest noch ein bisschen nachgeben sollte, was hat das für Auswirkungen auf die Inflationszahlen, sowohl in Europa als auch in den USA?
Die EZB hat ja in der vergangenen Woche den Leitzins schon mal hochgesetzt, zum ersten Mal seit fast drei Jahren von 2,0 auf 2,25 Prozent.
Das war tatsächlich so erwartet worden.
Da ist jetzt die nächste spannende Frage, was kommt dort als nächstes?
Noch eine Zinserhöhung oder doch eher erstmal nicht?
Und dann, ja, was machen die USA?
Da gibt es eine Notenbank-Sitzung unter Führung des neuen FED-Chefs Kevin Walsh am 17.
Juni.
Und da ist die Frage...
Wird man das jetzt sich erstmal anschauen oder wird er sogar die Zinsen senken in Erwartung einer deutlich sinkenden Inflation, so wie es Donald Trump fordert?
Petra, was denkst du?
Ja, also die Woche ist noch nicht vorbei und bis Freitag ist auch noch viel Zeit.
Wir haben jetzt insgesamt, glaube ich, an die 40 Mal von Trump gehört, es gibt Frieden.
Jetzt scheint er wirklich in greifbarer Nähe zu sein.
Und trotzdem muss man sagen, heute ist Montag.
Bis zum Unterzeichnen dieses Abkommens, bis Freitag, haben wir noch ein paar Tage.
Wer weiß, was da noch alles passiert.
Und natürlich zu sagen, Schiffe dieser Welt startet die Motoren.
Ich kenne noch nicht die Details dieses Abkommens.
Aber ich glaube nicht daran, dass der Iran jetzt die Straße von Hormuz ohne irgendwelche Zusätze einfach so offenen wird.
Und das ist dann halt fraglich, was da in Sachen Öl und Ölpreise auf uns zukommt.
Fakt ist aber erstmal, es gibt eine Erleichterung, definitiv.
Und diese Erleichterung wird es natürlich bei Donald Trump geben.
Ich glaube, die wird es auch bei Kevin Walsh geben, weil es wird ihm so ein bisschen mehr die Zinserleichterung oder die Entscheidung erleichtern.
Ich habe im Vorfeld schon damit gerechnet, dass er sich erst mal bedeckt hält, dass er die Zinsen nicht anhebt, erst mal unverändert lässt auf 3,75 Prozent.
Und jetzt mit dieser Meldung von gestern, glaube ich, wird er die Zinsen erst mal gar nicht anrühren und guckt mal, was es in den kommenden Wochen so geben wird.
Die EZB hätte daran auch gut getan, jetzt erst mal eine Pause einzulegen.
Aber wir müssen erst wirklich erst mal gucken, was aus dieser Meldung von gestern tatsächlich auch wird und wie sie umgesetzt wird.
Dann kommen wir zu guter Letzt noch ganz kurz auf die Commerzbank.
Da hat sich dieser Übernahmekampf zwischen Unicredit und der Commerzbank ja entwickelt zu einem richtigen Krimi, zu so einem Finanz- und Wirtschafts-Thriller.
Es steht im Grunde genommen der Vorwurf der Commerzbank im Raum, dass die Unicredit und ihr Chef Andrea Orcell die an der Commerzbank gehaltenen Aktien aufgebauscht haben sollen.
Zu guter Letzt hat am Freitag auch noch der Betriebsrat der Commerzbank Strafanzeige jetzt gestellt, wegen des Verdachts der Marktmanipulation.
Das ist ja sehr, sehr zugespitzt.
Und ich weiß nicht, Petra, wie du diese ganzen Nachrichten verfolgst.
Man kann ja als Investor dort nur am Seitenrand stehen und gucken, wie da die...
sozusagen die beiden Parteien aufeinander losgehen.
Aber das ist schon ein sehr, sehr seltener Vorgang, den wir hier beobachten, oder?
Ja, es hatte mich auch gewundert, wir hatten ja darüber berichtet, dass der Aufsichtsrat dazu geraten hatte, das Übernahmeangebot nicht anzunehmen.
Und dann hieß es eine Woche später, dass tatsächlich um die 7, 8 Prozent Aktien dann dennoch angedient worden wären.
Mittlerweile liegen wir schon über 10 Prozent.
Das verwundert und natürlich guckt man dann genauer hin, wer hat denn diese Aktien angedient.
Und wenn man mal sowieso die Aktien zusammenzählt, die vorher die Unikredit hatte, dann über die Andienung von über 10 Prozent neuer Aktien hinzubekommt, dann auch noch Derivate hält auf Aktien.
dann würde die Unicredit also locker mittlerweile über die 50 Prozent kommen.
Und damit steht einer Übernahme natürlich gar nichts im Wege.
Dass das jetzt ganz genau geprüft wird, kann ich sehr gut nachvollziehen.
Und dass das weiterhin ein spannender Krimi wird, auf jeden Fall, wenn es wirklich stimmen sollte, dass da institutionelle Investoren, die natürlich im Firmen- oder Konzernkreise der Unicredit mit unterwegs sind, dann hat die Aufsicht hier einiges zu tun.
Wir gehen in die USA und schauen uns dort den boomenden Energiesektor an.
Vistra Energy ist ein traditionsreicher Energiekonzern und hat sich in den vergangenen Jahren zu einem integrierten Versorger in 20 Bundesstaaten entwickelt.
Man versorgt dort private, gewerbliche und industrielle Kunden und deckt im Grunde genommen alle möglichen Energiequellen ab, von Gas über Kohle, Solar.
Und bis zur Kernkraft.
Und man ist eben sowohl auf der Erzeugerseite als auch auf der Vertriebsseite und der Verkaufsseite unterwegs, was es ermöglicht, einen ganz ordentlichen Teil der Wertschöpfungskette abzudecken.
Ja, damit macht Vistra Energy etwa 17 Milliarden US-Dollar Umsatz.
Petra, du hast diese Aktie vorgeschlagen.
Ich fand die total spannend, weil man hört ja die ganze Zeit von diesem monströs steigenden Energie- und Strombedarf in den USA aufgrund...
von KI aufgrund von Rechenzentren, die gerade neu gebaut werden und die so groß werden sollen wie ganz Manhattan.
Also da gibt es enorm viel Musik in diesem Markt.
Und die Aktie von Vistra Energy ist tatsächlich in den vergangenen Jahren sehr, sehr gut gelaufen.
Anfang 2024 stand die noch so bei 25, 30 Dollar.
Inzwischen stand sie mal im vergangenen Jahr bei über 200 Dollar.
Jetzt ist sie wieder leicht runtergekommen auf 150 Dollar.
Also da sieht man schon wahnsinnig viel Entwicklung drin.
Auf der anderen Seite, wenn man sich die Ergebnisse von Vistra anschaut, dann sind die sehr stark schwankend und man fragt sich so, warum kriegen die das nicht hin, so bei diesen Geschäftsaussichten und dieser stabilen Nachfrage auch stabile Gewinne zu erlösen.
Ja, vor allen Dingen, wie du eben gesagt hast, weil natürlich auch die Wertschöpfungskette selbst bestimmt wird, von der Erzeugung bis zum Verkauf an die Endkunden.
Das bedeutet also, sie können auf die Margen selbst so ein bisschen eingreifen, können die stabilisieren und sind dann natürlich auch weniger abhängig von Drittanbietern.
Das sehen wir auch im Umsatz.
steigt stetig seit Jahren.
Was wir aber sehen, und das meinst du wahrscheinlich, dass das Bruttoeinkommen bzw.
der Reingewinn nicht ganz so kontinuierlich steigt.
Wir haben auch gesehen, dass es für das erste Quartal 2026 einen Nettoverlust gibt von 268 Millionen US-Dollar.
Das aber gleichzeitig bei einem positiven operativen Ergebnis und auch bei einem gestiegenen Umsatz.
Also womit hat das was zu tun?
Es ist schwer zu erklären.
Wir haben hier natürlich ein Geschäftsmodell, was auch sehr kostenintensiv ist.
Diese ganze Infrastruktur der Stromerzeugung und der Verteilung entsprechend über die Netze, über diese Infrastruktur, das kostet Geld und das belastet immer wieder.
den Gewinn, obwohl der Umsatz stetig steigt.
Und das ist eines der Schwierigkeiten, die das Unternehmen hier sicherlich hat, warum auch der Kurs in den letzten Wochen und Monaten etwas zurückgekommen ist.
Jetzt steht ja das KGV bei 15.
Das hat sich historisch auch, würde ich mal sagen, sehr volatil entwickelt.
Das stand für 2,25 zum Beispiel mal bei 74, davor bei 19.
Also wir sehen auch hier, diese schwankenden Gewinne schlagen sich natürlich im...
Kurs-Gewinn-Verhältnis nieder.
Würdest du jetzt sagen, so ein KGV von 15 bei diesem Unternehmen, das so ein Hin und Her hat, ist trotzdem ganz attraktiv?
Oder wie blickst du auf diese Aktie?
Ich würde das Unternehmen gar nicht mal so sehr nach dem KGV beurteilen.
Also 14,5 finde ich jetzt erträglich, ist aber hier nicht ausschlaggebend.
Ausschlaggebend ist für mich der ROSI, Return on Capital to Employed.
Das Unternehmen verdient in der Tat von 100 US-Dollar, die sie einsetzen, 73.
Das heißt, sie haben ein Geschäfts- Modell, was äußerst profitabel ist.
Wir haben es eben angesprochen, der Quartalsverlust.
Der zeigt einfach, dass die operative Stärke des Unternehmens nicht automatisch auch in einen sauberen Nettogewinn übersetzt werden kann.
Das zeigt uns aber jetzt auch die Kursentwicklung.
Das heißt, da sind wir etwas zurückgekommen.
Wir dürfen aber nicht vergessen, das Unternehmen profitiert in den kommenden Jahren von dieser strukturell steigenden Stromnachfrage in den USA.
Besonders geprägt natürlich durch KI und die Rechenzentren.
Vistra ist ja auch dabei, mit Batteriespeichern zu arbeiten.
Das heißt, wir sehen hier eine Elektrifizierung und die KI-Infrastruktur.
Daran wird das Unternehmen ganz entscheidend ein Teil davon sein, davon partizipieren.
Sie sind bei der Erzeugung dabei, beim Vertrieb.
Das heißt, sie haben hier also wirklich eine Chance auf einen soliden Cashflow, auch wenn die Strompreise mal etwas schwanken sollten.
Dafür haben sie eine starke Position.
Ich halte das für ein sehr...
Aussichtsreiches, weitsichtig aussichtsreiches, gutes Unternehmen, wo man jetzt mal schauen kann, nachdem der Kurs von seinem Hoch zurückgekommen ist, ob man sich das Ganze mal ins Depot legt.
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Werbung Ende.
Ja, als nächstes Unternehmen haben wir Hey Leon.
Wie sind wir darauf gekommen?
Nun, ich persönlich hatte vor einigen Wochen einen sehr umfangreichen präventiven Gesamtgesundheitscheck.
So nach dem Motto Longevity.
Mal gucken, was man im Körper Gutes tun kann.
Und seit dieser Zeit nehme ich auf Empfehlung meiner Ärztin zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel.
Und ich hatte mich dann auch mit Bekannten und Freunden unterhalten.
Und siehe da, auch die nehmen alle mittlerweile Nahrungsergänzungsmittel.
Und darf ich mal ganz kurz einhaken, Petra?
Geht es dir jetzt auch besser?
In der Tat.
Ja, es ist wirklich so.
Es liegt an Vitamin D und Vitamin C.
Es ist so ein kleiner Stimmungsaufheller.
Ich merke eine Verbesserung.
Natürlich hast du mit Kurkuma oder so langfristig noch nicht die wirkliche Verbesserung.
Das wird der nächste Bluttest zeigen.
Aber nachdem ich gesehen habe, dass ich mir hier Gutes tue und viele in meinem Bekanntenkreis aus, war es natürlich auch naheliegend, mal nachzuschauen, welche börsennotierten Unternehmen aus der Branche gibt es denn, die hier zu Werke sind.
Und gestoßen bin ich dann auf Helion, ein relativ junges, eigenständiges Unternehmen, dessen Wurzeln aber wirklich sehr weit zurückreichen.
Also kommen wir zu Helion.
Die sitzen in Surrey in England und die sind entstanden aus der Abspaltung.
der Consumer Healthcare-Sparte von GlaxoSmithKline und aus Pfizer.
Die heutige Struktur von HeyLeon wurde erst 2019 vorbereitet.
Im Zuge dieser Abspaltung gab es dann die eigenständige Gesellschaft, die sich daraus etabliert hat.
Was ich sehr interessant finde, ist halt das Geschäftsmodell von Helion basiert auf Entwicklung, auf Marketing und Vertrieb von rezeptfreien Gesundheitsprodukten.
Und diese Produkte werden dann über Apotheken, über die Drogerien, Supermärkte, Online-Kanäle verkauft.
Was mir nicht bewusst war, dass wirklich so namhafte Produkte wie, wir hatten es eben im Intro schon, Voltaren, wie Dr.
Best, wie Odol, Parodontax, Sensodyne, Fenestil, Teraflu, Chlorhexamid, alles Marken von Helion sind.
Und daher habe ich gedacht, das ist doch mal wert, hier im Podcast vorzustellen und sich dieses Unternehmen auch mal von den Zahlen genauer anzuschauen.
Absolut.
Und ich finde es auch tatsächlich total spannend.
Weil das ist jetzt ein Unternehmen, vielleicht auch im Gegensatz zu unserem gerade besprochenen Unternehmen, das hat zwar überhaupt keine großen Wachstumsanzeichen.
Also der Umsatz lag 2022 bei 10,9 Milliarden Pfund, 23 waren es 11,3, 24 11,2, 25 dann etwa 11 Milliarden Pfund.
Also sagen wir mal, die machen so im Jahr um die 11 Milliarden Pfund Umsatz und das schon seit einer ganzen Weile.
Den Gewinn haben sie aber in diesem Zeitraum ganz beträchtlich gesteigert, nämlich von 1,1 auf 1,7 Milliarden Pfund.
Das ist ja schon mal sehr erfreulich, auch aus Aktionärsicht.
Und was man dadurch sieht, ist einfach diese unglaubliche Markentreue.
Man kennt es ja auch an sich selbst, dass wenn du einmal eine Zahnpasta hast, dann nimmst du die, ich weiß nicht, wie oft braucht man eine Zahnpasta, alle sechs bis acht Wochen kauft man so eine neue Tube und das ist immer die gleiche.
experimentiert da nie rum, weil man sich an diesen Geschmack so gewöhnt hat, genauso wie bei den Zahnbürsten oder bei irgendwelchen Fenistil, zum Beispiel jetzt im Sommer, ich werde ja immer so gestochen von Mücken, bin ich auch ein großer Kunde von.
Also das ist wirklich ein Geschäftsmodell, das sehr, sehr konstant ist und wenn man es schafft, das auf eine sehr profitable Art zu betreiben und das haben wir, glaube ich, hier, dann ist das erstmal eine sehr, sehr schöne Aktie, oder?
Wir sind hier halt wirklich absolut mal wieder im traditionellen Konsumbereich, der ja so viele Jahre vernachlässigt wurde, weil er einfach langweilig war.
Also zumindest von den Zahlen her.
Aber wir haben es hier mit guten Alltagsprodukten zu tun, wie halt eben der Zahnpasta oder Schmerzmittel oder vor allem aber diese Gesundheitsprodukte, die halt sehr konstant nachgefragt werden.
Und ich glaube, dass sich die Menschen, die auf die Gesundheit achten, auch immer mehr diesem Trend wirklich hinterhergehen.
dass sie Nahrungsergänzungsmittel kaufen.
Ich finde das schon sehr, sehr bezeichnend.
Man sieht auch, die jüngsten Nachrichten des Unternehmens sagen ja auch, dass es neue Produktionsstätten gibt.
Gerade im Ausland, gerade in China hat man jetzt einen Joint Venture gemacht.
Also man ist da sehr breit aufgestellt und unterwegs.
Und deswegen finde ich dieses Unternehmen sehr solide, sehr träge.
Macht mir aber natürlich im Depot dann auch Spaß, um so einen gewissen Ausgleich zu haben.
Ich wollte auf den Spaßfaktor dieser Aktie nochmal zu sprechen kommen, Petra, weil da fragt man sich natürlich schon, wenn man sich den Chart anguckt, wo der Spaßfaktor eigentlich ist.
Also die sitzen, also die schwanken irgendwie so zwischen 300 und 400 Pens, ganz grob gesagt.
Aktuell stehen sie so bei 335 Pens.
Die standen auch schon mal vor einem Jahr bei über 400 Pens.
Dann ist es jetzt wieder ein bisschen runtergekommen.
Schön.
Irgendwie so richtig darüber hinaus geht es auch nicht.
Die sind seit Jahren irgendwie in dieser Spanne.
Das heißt, man hat irgendwie plus minus mal 10 Prozent hoch oder runter.
Aber reich wird man damit nicht.
Die haben halt eine Dividendenrendite, die ganz schön ist mit 2,4 Prozent.
Aber ansonsten frage ich mich, okay, wo kommt jetzt eigentlich der Spaß so richtig her?
Außer, dass die offensichtlich ein sehr konstantes Geschäft haben und das auch sehr rentabel betreiben.
Ja, wie definierst du Spaß?
Also mit der Aktie wirst du wahrscheinlich keine schnellen, hohen Sprünge machen.
Spaß wirst du haben, wenn unsere Technologiemärkte mal korrigieren und crashen.
Dann hast du hier natürlich einen soliden Wert im Depot.
Und langfristig betrachtet wird Haleon auch den Weg gehen.
Wir dürfen nicht außer Acht lassen.
Wir haben hier wirklich ein sehr junges Unternehmen.
2019 erst entstanden.
Ich behaupte mal, bei allen Hörern wahrscheinlich ähnlich unbekannt, wie es auch mir unbekannt ist.
Ich hatte da eher Novartis und Pfizer und Glaxo hatte ich vor meinem geistigen Auge als Hey Leon.
Das heißt, die müssen noch ein bisschen marktbekannter werden.
Aber sie haben natürlich eine gute, solide Ausgangssituation.
Sie haben ein tolles Produktportfolio.
Es gibt etwas, was mich ganz stark im Moment noch stört an dem Unternehmen.
Das ist die enorm hohe Verschuldung, die sie haben.
Die haben eine Verschuldungsquote von über 50 Prozent.
Da muss man natürlich sofort sagen, Achtung, was passiert, wenn unsere Zinsen steigen?
Sobald die Zinsen steigen, wird natürlich diese Verschuldungsquote auch den Gewinn drücken.
Und da sehe ich gerade das größte Risiko, dass wir im Markt haben steigende Inflation.
Wir hatten es eben steigende Zinsen und mit einer so hohen Verschuldungsquote hast du natürlich dann erstmal einen Druck auf deinem Gewinn.
Das sehe ich hier.
Auch das sehen wir aber aktuell auch schon ein bisschen im Aktienkurs eingepreist.
Und ich finde diese Basis, wo wir uns da gerade befinden, so zwischen 300 Pence, 350.
Und GBP finde ich einen schönen Sockel.
Da kann man sich das Ganze anschauen und vielleicht immer mal wieder vorsichtige Zukäufe machen.
Also für mich ein total spannender Wert, den man sich wirklich zukünftig mal ganz beruhigt auch anschauen und ins Depot legen kann.
Ja, Petra, du hast eingangs das 7 zu 1 gestern gegen Curaçao angesprochen.
Ich nehme mal an, du hast es live geguckt wahrscheinlich.
Natürlich.
Und was hast du dabei getrunken?
Dadurch, dass ich vorher zwei heftige Tage hatte, hatte ich einen Zitronentee auf dem Tisch stehen.
Das ist aber völlig unüblich für mich.
Also ich als Kölnerin hätte dann wahrscheinlich eher zum Gaffelkölsch gegriffen.
Ich hatte mein WM-Shirt an mit noch vier Sternen und habe einfach ein sehr lockeres, leichtes Spiel genossen.
Aber ich weiß, worauf du hin willst.
Es gibt wahrscheinlich noch genügend Möglichkeiten, wo wir uns auch unsere Nationalmannschaft...
glücklich trinken müssen.
Also warten wir es mal ab.
Also da wollen wir jetzt mal nicht irgendwie zu sehr die Fintenzkorn werfen.
Nach dem gestrigen 7 zu 1 bin ich eigentlich ganz zuversichtlich.
Also wir reden über Anhäuser Busch.
Man hat die Werbung tatsächlich gestern auch im Stadion.
von Houston ab und zu gesehen für Budweiser.
Das ist eine der Biermarken und natürlich vor allen Dingen die wichtigste Biermarke auf dem amerikanischen Markt mit Bud und Bud Light.
Ansonsten produziert Anheuser Busch auch so illustre Marken wie Corona, Stella Artois, Becks oder auch, war mir gar nicht klar, Hasseröder.
Ich glaube, das ist ein Bier aus dem Harz, wenn ich es richtig weiß.
Und er, finde ich, eine nischige Marke im deutschen Markt.
Aber jetzt bitte keine Beschwerden.
Ich bin beileibe kein Bierexperte.
Anhäuser Busch, getrunken und geraucht wird immer, heißt es unter Börsianern.
Und ich finde, man hört zwar immer, dass die Leute trinken weniger Alkohol, die ernähren sich gesünder, die nehmen jetzt ganz viel Nahrungsergänzungsmittel.
Du auch, Petra.
Stimmt, das ist jetzt der krasse Gegensatz.
Und trotzdem, wenn ich mir die Umsatzentwicklung von Anhäuser Busch anschaue, da muss ich sagen, also ja, das mag sein, aber da gibt es dann ja auch alkoholfreie Biere und alle möglichen anderen Mischgetränke, die in diesen Brauereien auch noch zusammengebraut werden, sodass ich im Umsatz das jetzt noch nicht erkenne.
Der lag vor fünf, sechs Jahren bei um die 40, 45 Milliarden.
Inzwischen liegt er.
Bei 55 bis 53 Milliarden und WM-Jahre, das wissen wir, sind ja immer für Brauereien sehr, sehr gute Jahre.
Also in dem Sinne dürfte für Anhäuser Busch dieses Jahr einiges drin sein, zumal es eben jetzt um die WM auf dem Heimatmarkt geht.
Und wenn es nicht Budweiser ist, dann trinkt man wahrscheinlich in Mexiko zum Beispiel Corona.
Und das Ganze macht Budweiser auch ziemlich rentabel.
Auch das finde ich sehr beeindruckend.
Wir haben eingangs über ein Unternehmen gesprochen, was zwar hohe Umsätze hat, aber sehr stark schwankende Nachsteuergewinne.
Hier sehen wir ein Unternehmen, das hat sehr hohe Umsätze und konstant sehr hohe Nachsteuergewinne.
Zuletzt bei 52,5 Milliarden Umsatz blieben 7,5 Milliarden Gewinn übrig.
Also insofern eigentlich eine ganz schöne, stabile Aktie.
Definitiv.
Deswegen haben wir ja auch gesagt, nutzen wir die WM-Phase, um uns mit diesem Unternehmen zu beschäftigen.
Und wir haben es hier ja fast so ein bisschen umgekehrt, dass der Umsatz eher auf der Stelle tritt.
Aber der Gewinn...
wirklich weiter ausgebaut wird.
Und du hattest eben schon die Bandenwerbung angesprochen.
Fand ich auch sehr interessant, wenn man sich die Bande anguckt, da sieht man wirklich die Aktien fürs Leben dargestellt.
Absolut, das stimmt, habe ich auch schon gedacht.
Was sich aber gerade gezeigt hat, aktuelle Analysen zeigen, dass der Bierkonzern trotz eines sehr reifen Marktes weiter wächst, anders übrigens als im Weinmarkt.
Und dass gerade durch diese Premium-Marken und diese globale Marktstellung Anheuser Busch sehr davon profitiert.
Und das ist auch der Grund, warum wir sehen, dass der Gewinn stetig steigert, weil natürlich durch diese enormen Marken sie auch eine wesentlich höhere Marge erzielen können als durch übliche Standardprodukte.
Und das macht der Konzern sehr, sehr gut und sehr profitabel.
Jetzt hat es ja bei Anheuser-Busch eine sehr bewegte Geschichte in den letzten zehn Jahren gegeben.
Viele Fusionen und Übernahmen, zuletzt SAB Miller.
wurde irgendwie übernommen 2016.
Im Zuge dieser ganzen Fusion und Übernahmen gab es wahnsinnig viel Fantasie, fast rauschhaft in dieser Aktie.
Die ging hoch bis auf fast 125 Euro.
Und dann ist sie allerdings im Nachgang dieser ganzen Fusion deutlich eingebrochen.
Es ging runter auf unter 50 Euro.
Und da hat sie sich jetzt auch sehr, sehr lange bewegt, irgendwie zwischen 50 und 60 Euro.
Aktuell stehen wir bei 71 Euro ungefähr.
Das macht ein KGV von gut 17, 18 etwa.
Was aber wahrscheinlich eine ganz interessante Situation ist, angesichts, du hast es gesagt, dieser doch...
beeindruckend kontinuierlich steigenden Rentabilität des Unternehmens, oder?
Ja, natürlich.
Und dann kommt jetzt noch ad hoc natürlich die WM dazu, nur mal vorzustellen, wenn die USA im eigenen Land auch noch mit ihrer Mannschaft entsprechend weit kommen sollte.
Also ich glaube, das kurbelt den Konsum nochmal wirklich an.
Und wenn wir uns dann den Aktienchart angucken, dann steht er da auf einer ganz guten, soliden Basis.
Ist nach oben auch ein bisschen ausgebrochen über die 60, 65 Dollar Marke.
Ich glaube, da könnte in diesem Jahr noch ein bisschen was drin sein, dass die noch weiter nach oben gehen.
Auf jeden Fall sehr interessant, langfristig definitiv auch.
Aber jetzt so ein kurzfristiger Schub ist da allemal drin.
Das war mal wieder Aktien fürs Leben, der Vermögens-Podcast von Capital.
Petra am Samstag.
Ist das nächste Spiel?
Elfenbeinküste naht, genau.
Schwieriger Kandidat, glaube ich, nach dem 1 zu 0.
Schwieriger zumindest als gestern Curaçao.
Ja, und irgendwie Ecuador haben sie jetzt ja auch gewonnen.
Also bin ich mal gespannt.
Meinst du, du wirst es wieder mit einer Zitronenlimonade bestreiten?
Definitiv nicht.
Wir haben einen Kollegen-Sommerfest.
Das Wetter soll ja auch zum Wochenende wieder besser sein.
Und ich kann jetzt schon sagen, das wird nicht so alkoholfrei abgehen wie gestern Abend.
In diesem Sinne, Prost!
Wir drücken die Daumen, bleiben Sie gesund, halten Sie die Ohren steif und bis dahin, danke fürs Zuhören.
Tschüss!
Bis dann, tschüss!
