# Strategic M&A, AI Hardware, and European Chip Resilience

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-06-17

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Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Mittwoch, der 17.
Juni.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Wir wollen in den nächsten Tagen besser verstehen, welche Chips eigentlich aus Europa kommen und nicht aus den USA oder Asien, um wir da global irgendwie und irgendwo mithalten können.
und ob es vielleicht unterschätzte Aktien gibt.
Außerdem schauen wir heute auf die unglaubliche Story, wie man mit Toast ohne Kruste mehr als eine Milliarde Umsatz macht.
Und davor gibt es wie immer die aktuellen News.
Unterstützt wird der Podcast wie immer von Scalable Capital.
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Googelt einfach mal, was man sonst so an Zinsangeboten kriegt und wer dann überzeugt ist, findet alle Infos im Link in der Beschreibung.
Kein Tag ohne Meldung zu SpaceX.
Jetzt ist offiziell, dass der Konzern Corsus für 60 Milliarden Dollar kaufen wird.
Schon Ende April war klar, dass SpaceX sich das Recht dazu gesichert hat.
Der Kauf wurde aber wegen des Börsengangs erst jetzt final gemacht.
Bezahlt wird mit SpaceX Aktien und abgeschlossen werden soll das Ganze dann im dritten Quartal.
SpaceX will damit seine KI-Sparte ausbauen und Cloud-Code einholen.
An der Börse kommt der Deal gut an.
SpaceX ist seit dem IPO am Freitag schon über 40 Prozent gestiegen.
Gestern ging es nochmal um die 10 Prozent drauf.
Damit hat SpaceX jetzt Amazon als fünft wertvollstes Unternehmen der Welt überholt und ist knapp 2800 Milliarden Dollar wert.
Bill Eggman hat gestern sehr passend geschrieben, was dieser Deal zeigt, nämlich, dass SpaceX unter anderem sehr viel wert ist, weil es sehr viel wert ist.
Anders gesagt, wenn man sagt, dass SpaceX gerade massiv überbewertet ist und vielleicht nur 1000 Milliarden Dollar wert sein sollte, dann kaufen sie jetzt ja Cursor für 60 Milliarden Dollar an eigenen Aktien, die aber eigentlich nur 20 Milliarden Dollar wert sind.
Man macht da also so gesehen einen gigantischen Deal.
Apropos SpaceX, die 500 reichsten Menschen der Welt haben am Montag zusammen 335 Milliarden Dollar an Vermögen zugelegt.
Das ist der größte Tageszuwachs, den der Bloomberg-Milliardärsindex je gemessen hat.
Den größten Anteil daran hatte eben Elon Musk.
Sein Vermögen ist um 164 Milliarden Dollar gestiegen, nachdem SpaceX ja da so stark gestiegen ist am Tag vom Börsengang.
Das ist fast so viel wie der Zuwachs der übrigen 499 Personen auf der Liste zusammen.
Aber auch andere haben vom IPO profitiert.
Gina Reinhardt, die reichste Person in Australien, hat Aktien im Wert von einer Milliarde Dollar zugeteilt bekommen und sitzt jetzt eben auf Buchgewinnen von um die 500 Millionen Dollar nach nur wenigen Tagen.
Besonders die frühen Geldgeber haben vom IPO profitiert.
Peter Thiels Founders Fund hält unter anderem etwa 3% an SpaceX und hat die für rund 600 Millionen Dollar gekauft.
Jetzt sind sie über 50 Milliarden Dollar wert.
Um deutlich weniger Geld ging es gestern bei den Kollegen von Yum Brands.
Die haben nach viel Hin und Her ihre schwächste Marke Pizza Hut an die Private Equity Firma Long Range Capital verkauft.
Außerdem haben sie die Chinatochter von Pizza Hut an Yum China verkauft.
Das ist die Chinatochter von Yum, die selbst an der Börse ist.
Insgesamt kriegt Yum Brands dafür 2,7 Milliarden Dollar.
Der Verkauf kommt nicht überraschend.
Pizza Hut hat sich in den USA erst vergleichsweise spät und auch eher schlecht auf Lieferung und Abholung umgestellt.
Dadurch haben seit Jahren Domino's Pizza und andere Lieferdienste wie DoorDash Marktanteile weggenommen.
Deshalb trennt sich Yum Brands jetzt vom Business.
Ansonsten gehören zu Firmen noch Restaurantketten wie KFC oder Taco Bell.
Weil der Verkauf eben erwartet wurde, hat die Aktie kaum auf die Nachricht reagiert.
Nicht erwartet wurden schlechte Nachrichten bei BMW.
Der Autobauer senkt nämlich seine Gewinnprognose für das laufende Jahr.
Grund ist vor allem die schwache Nachfrage in China, die im zweiten Quartal noch mal schlechter war als vorher schon.
Besonders Verbrenner sind kaum noch gefragt und können deshalb nur mit hohen Rabatten verkauft werden, was auf die Marge drückt.
Konkret soll die EBIT-Marge im Autogeschäft dieses Jahr nur noch maximal bei 3% liegen.
Als Reaktion darauf soll das Sparprogramm ausgeweitet werden.
Die Aktie hat deshalb gestern 6% verloren.
Keine neuen Zahlen, aber Produktgerüchte gibt's bei Apple.
Laut Bloomberg plant der Konzern für Ende 2027 gleich mehrere große neue Produkte.
AirPods mit Kamera.
Ein zweites faltbares iPhone und ein Jubiläums-Smartphone zum 20.
Geburtstag vom iPhone sollen auf den Markt kommen.
Die AirPods sollen dabei Apples erstes echtes KI-Wearable werden.
Die Kameras sollen nämlich nicht zum Fotografierender sein, sondern sie liefern Siri visuellen Kontext.
Dadurch kann man zum Beispiel fragen, was man mit den Zutaten, die vor einem liegen, kochen könnte.
Eigentlich waren die schon für 2026 geplant, sie sollen sich aber wegen Apples KI-Problemen verschoben haben.
Die Produktoffensive zeigt auch, dass faltbare Smartphones eine feste jährliche Kategorie bei Apple werden könnten.
Als nächstes soll dann auch frühestens Ende 2027 noch eine smarte Brille kommen, die mit Meta konkurrieren soll.
Apple war gestern leicht im Plus.
Dann steht ein weiteres Rüstungs-Startup vor dem Sprung an die Börse.
Destinus, ein niederländischer Hersteller von Marschflugkörpern, Lenkflugkörpern und ballistischen Systemen, plant nämlich laut Handelsblatt für 2027 seinen Börsengang.
Angestrebt wird laut Insidern eine Bewertung von rund 5 Milliarden Dollar.
Letztes Jahr lag der Umsatz der Firma bei fast 600 Millionen Dollar und die Firma soll inzwischen auch profitabel sein.
Außerdem hat sie ein Joint Venture mit Reihmetall für Raketensysteme angekündigt, das noch dieses Jahr starten soll.
Und zum Abschluss noch zwei WM-Meldungen.
Zum einen spendieren Ken Griffin, der ist CEO vom Hedgefonds Citadel, und Steven Ross, das ist der CEO der Immobilienfirma Related Ross und er ist Großaktionär vom NFL-Team Miami Dolphins.
1200 Kindern in South Florida WM-Tickets.
Die beiden sind stark in der Region engagiert und verteilen die Karten an lokale Jugendclubs.
Die FIFA ist ja wegen der hohen Eintrittspreise bei der Fußball-WM stark in der Kritik und die beiden Milliardäre lassen deshalb eben einige Tickets springen.
Zum anderen hat Levi's einen Marketing-Coup gelandet.
Das Levi's Stadium in Santa Clara darf nämlich während der WM offiziell gar nicht so heißen, weil Levi's kein FIFA-Partner ist.
Einfach die Buchstaben abzuhängen, hat Levi's weiße Planen so zugeschnitten, dass sie die Umrisse vom eigenen Logo bilden.
Offiziell ist der Schriftzug also verdeckt, erkennbar bleibt es trotzdem.
Guter Coup hat bei der Aktie aber keine große Bewegung ausgelöst.
Wir haben in den letzten Wochen ja so viel über Weltraum geredet, aber einen Weltraumprofiteur komplett vergessen, der auch an der Börse ist und dort sogar nur mit 12 Milliarden Dollar bewertet wird, bei einer Milliarde Nachsteuergewinn, also auf den ersten Blick ziemlich günstig bewertet.
Und zwar haben die Astronauten bei der Artemis 2 Mission bei ihrer Landung einen Snack verlangt, den sie unbedingt haben wollten, nämlich Uncrustables.
Die kennt man bei uns nicht wirklich, das sind aber einfach zwei kreisförmige Toastscheiben, die keine Kruste haben, logischerweise deswegen Uncrustables und dann mit Marmelade, Erdnussbutter und so weiter gefüllt sind und das Ganze wird gefroren verkauft.
Richtiger Weltraumprofiteur ist Uncrustables also vielleicht nicht, aber das Business ist wirklich absurd.
1995 wurde das Uncrustable Sandwich erfunden, 1998 hat der Gründer die Firma schon für eine Million an den Marmeladenkonzern J.M.
Smacker verkauft, 2011 haben sie mit Uncrustables schon über 100 Millionen Umsatz gemacht und letztes Jahr dann schon über eine Milliarde.
Dabei war es 2022 gerade mal eine halbe Milliarde, also wirklich krass gewachsen in den letzten Jahren.
Fairerweise haben sie in das Wachstum auch einiges an Geld investiert.
Zum Beispiel haben sie vor zwei, drei Jahren über eine Milliarde Dollar investiert, um eine neue Fabrik für die Uncrustables zu bauen.
Aber es lohnt sich scheinbar, der CEO Mark Schmacker meinte 2023, dass sie in den letzten Jahren wenig in Uncrustables Marketing investiert haben, weil sie gar nicht genug produzieren konnten und die Marke auch von alleine ziemlich stark wächst.
Dass Uncrustables auch ohne Marketing so stark wächst, liegt am ikonischen Status, den der Snack in den USA hat.
Und es gibt auch viele, die kostenloses Marketing machen.
Zum Beispiel ist Travis Kelsey riesen Uncrustables-Fan, genau wie der Rapper Lil Yadi.
Neben der Fanwerbung will Uncrustables in Zukunft zum Beispiel wachsen, indem sie wie alle gerade High-Protein-Varianten verkaufen.
Außerdem haben sie dieses Jahr angekündigt, dass die Produkte ab sofort fridge-friendly sind.
Man kann sie also nach dem Auftauen bis zu fünf Tage im Kühlschrank lassen.
So krasses Wachstum wie in den letzten Jahren wird es dadurch zwar nicht mehr geben, aber sie rechnen weiter mit über 5% Wachstum und generell würde man für so eine ikonische Marke natürlich deutlich mehr zahlen als ein Kursgewinnverhältnis von 11, zu dem eben gerade JM Smacker gehandelt wird.
Das Problem ist aber, dass JM Smacker noch viele andere Marken hat, die insgesamt 8 Milliarden Umsatz machen, aber im Schnitt deutlich schlechter laufen.
Genau das könnte aber auch die Chance aus Investment-Sicht sein.
Bei J.M.
Smucker ist nämlich gerade auch der legendäre aktivistische Investor Elliot investiert und der pusht, wie so oft bei Firmen, darauf, dass ein paar Marken verkauft werden, die nicht mehr so gut laufen.
Und wenn dann eine Firma übrig bleibt, die nur noch starke Marken wie Uncrustables, den Bustello-Kaffee oder die Tierfutter-Marken hat, kann es da schon einiges an Abseits geben.
Aber dafür muss man Stand jetzt eben auch einen Konzern kaufen, der viele Problemkinder hat und übrigens eine Dividendenrendite von 4%, wobei die Dividende schon das 24.
Jahr in Folge angehoben wurde.
Alle sprechen ja gerade über Chip-Firmen in Asien und den USA, aber wir haben ja auch ein bisschen was in Europa und die erste Ausgabe von unserer neuen Serie Chips aus Europa, wie wir sie kreativ genannt haben, gibt's heute von Christoph.
Und zwar geht's um ST Microelectronics.
Der Konzern liefert Chips für Tesla-Autos, für Apple-Produkte und für Starlink-Satelliten und macht knapp 12 Milliarden Dollar Umsatz.
Wichtig zu wissen ist, dass sie aber kein reiner Chip-Designer wie Nvidia sind, der alles in Asien bauen lässt.
ST Microelectronics hat eigene Fabriken in Frankreich, Italien und Malta.
So gibt's mehr Kontrolle über die Produktion.
aber eben auch höhere Fixkosten.
Der Fachbegriff dafür ist IDM oder Integrated Device Manufacturer und tendenziell ist bei denen das Business zyklischer, weil die Fabriken eben hohe Fixkosten haben.
Bei sinkender Nachfrage sinkt also nicht nur der Umsatz, sondern eben auch die Margen sehr stark.
Das war vor allem in den letzten Jahren ein Problem, weil STM stark an der Auto- und Elektronikbranche hängt.
Weil dort die Lager voll waren und die Nachfrage generell nicht so hoch, ist der Umsatz letztes Jahr um 10% gefallen und die operative Gewinnmarge ist auf gerade mal 3% gesunken.
In normalen Jahren liegt sie deutlich über 10 Prozent.
Sie ist aber tendenziell schon niedriger als bei vielen anderen Playern im Chipbereich und im Großen und Ganzen verkauft STMicro schon mehr Standardprodukte und fokussiert sich auf große Kunden wie eben Apple, die viel Verhandlungsmacht haben.
Aber gleichzeitig profitiert STMicro vor allem jetzt gerade von einigen Megatrends und deshalb läuft auch die Aktie so gut.
Anfang Juni hat STMicro Electronics die Prognose für das Rechenzentrumsgeschäft angehoben.
Für dieses Jahr erwartet die Firma hier jetzt über eine Milliarde Dollar Umsatz.
Bisher sollten es nur knapp die Hälfte sein.
2027 soll dann sogar schon die 2 Milliarden Marke fallen.
Die echte Nachfrage ist sogar noch höher, aber STMicroelectronics kann nicht so viel produzieren, wie es verkaufen könnte.
Das soll den Umsatz über die nächsten drei bis fünf Jahre weiter treiben.
Dahinter steckt ein milliardenschwerer Deal mit Amazons Cloud-Sparte AWS.
ST Micro Electronics liefert dabei unter anderem Chips für die Stromversorgung in den Rechenzentren.
Außerdem spielt ST Micro auch im gerade sehr heißen Bereich der optischen Datenübertragung mit und hat dafür einen Chip entwickelt.
Weil die Nachfrage in dem Markt so hoch ist, sind ja Aktien wie Coherent oder Lumentum durch die D-Mail.
Die Firma profitiert aber auch von einem anderen Trend.
Satelliten.
Ein Kunde von STMicroelectronics ist SpaceX.
Und hier hat der Konzern schon über 5 Milliarden Antennenschips für Starlink Terminates geliefert.
Das sind die kleinen Schüsseln, mit denen Millionen Menschen weltweit Internet aus dem Weltall empfangen.
Laut Reuters könnte sich diese Liefermenge bis 2027 verdoppeln.
Das Leo-Geschäft, also Chips für erdnahe Satelliten, bringt aktuell rund 600 Millionen Dollar pro Jahr und wächst seit 2021 mit 35 Prozent jährlich.
Kunden sind neben SpaceX auch Eutelsat und das europäische Satellitenprojekt Iris 2.
Und dann gibt es auch noch eine politische Komponente.
Beim niederländischen Chip-Hersteller Nexperia gibt es ja seit Herbst 2025 einen Rechtsstreit zwischen dem chinesischen Eigentümer Wingtech und dem europäischen Management.
Solange dieser Konflikt anhält, können Autohersteller die Nexperia-Chips nicht zuverlässig bekommen und weichen auf ST Microelectronics aus.
Der Rechtsstreit soll sich noch bis mindestens Anfang 2027 hinziehen.
Die Aktie hat von dem guten Umfeld schon profitiert.
Sie hat sich seit Jahresbeginn fast verdreifacht.
Damit ist die Firma um die 60 Milliarden Dollar wert.
Das ist das 50-fache vom erwarteten Gewinn.
Damit ist STMicroelectronics teurer als Infineon, das ein ähnliches Geschäftsmodell hat und auf ein erwartetes KGV von 36 kommt.
Aber bei STM ist bisschen mehr Zukunftsfantasie.
Wenn man den von Analysten erwarteten Gewinn für 2028 mit der Bewertung ins Verhältnis setzt, kommt Infindien auf ein Verhältnis von 25 und STM auf unter 22.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdas bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin, alles Gute, adios.
