# SpaceX IPO, AI Valuations, and Global Market Shifts

**Podcast:** Leben mit Aktien | Der Podcast für Anleger mit Weitblick
**Published:** 2026-06-17

## Transcript

Bevor es losgeht, dieser Podcast ist keine Anlageberatung, sondern dient lediglich der Information und Unterhaltung.
Die Hosts oder der Verlag übernehmen keine Haftung für Anlageentscheidungen, die sie aufgrund der im Podcast gehörten Informationen treffen.
Leben mit Aktien.
Ein Vermögenspodcast der Wirtschaftswoche.
Mit Christian Wirröl und Horst von Butler.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Leben mit Aktien, dem Vermögenspodcast der Wirtschaftswoche.
Ich bin Horst von Butler.
Und ich bin Christian Geröle.
Und wir haben ein kleines Problem in dieser Woche.
Also irgendwie die Straße von Hormuz öffnet sich, wir blicken nach vorne, toller IPO von SpaceX.
Aber Christian ist nicht in WM-Stimmung.
Das ist schon ein Problem, Christian, das ich jetzt ab jetzt in den Griff kriegen muss.
Doch, doch, also gestern beim Spiel war ich in WM-Stimmung, ja.
7 zu 1, ich fand das richtig großartig.
Es ist halt heute leider zu kalt.
damit ich jetzt im Trikot kommen könnte.
Es gibt ja auch kein Public Viewing wegen der Zeiten.
Lohnt sich alles nicht.
Ich glaube mal bei diesen sechs Wochen, ich meine, du musst überlegen, in ein paar Wochen sind wir erst beim 16.
Finale, kommen wir hoffentlich noch in WM-Stimmung.
Ich glaube, bloß eine Parallele wird nicht funktionieren.
Selbst wenn wir im Fußball ein Sommermärchen bekommen sollten, heißt das nicht, dass wir automatisch in der Wirtschaft ein Sommermärchen bekommen.
Da haben wir noch ein paar andere Hausaufgaben.
Aber vielleicht gleitet man in diese WM-Summe ein bisschen rein.
Ja, also ich habe alles dafür getan.
Ich habe einen Fehler, den ich bei der WM 2018 und 2022 gemacht habe, wieder gut gemacht jetzt tatsächlich.
Ich hätte damals angekündigt, dass wenn Deutschland ins, damals wäre es ja Achtelfinale nach der Vorrunde gewesen, wenn Deutschland das schafft, dann gibt es ein Foto von mir in einer Deutschland-Ed Hardy-Jacke.
Vielleicht erinnert sich die eine oder der andere noch daran.
Ed Hardy bei Christian Odigier.
Damals diese, ja, etwas proligierte.
Outfits und ich habe gestern schon ein Foto von mir in dieser Jacke gepostet.
Das heißt, damals sind wir nicht weitergekommen, jetzt werden wir auf jeden Fall weiterkommen.
Sonst gucken wir zusammen mal irgendein Spiel.
Bei mir ist es ja so, dass meine Jungs sind jetzt in einem Alter, dass die einfach mit Freunden gucken wollen, nicht mehr mit den Eltern.
Also ich bin auch manchmal alleine.
Dann gucken wir es einfach zusammen, machen zusammen Public Viewing.
Du weißt ja, you never talk alone.
You never watch alone.
Wir haben viele Themen, die wir besprechen müssen.
Natürlich wollen wir über den Börsengang von SpaceX reden.
Bevor wir das tun, müssen wir natürlich über das andere Thema der Woche sprechen.
Es gibt endlich einen Durchbruch, ein Rahmenabkommen für ein Ende des Krieges im Iran.
Die Blockade der Straße von Humus wird aufgehoben.
Das war die Nachricht am Montagmorgen nach wochenlangen Verhandlungen, wo es ja auch immer wieder...
große Rückschläge gab, wird jetzt eine Art Friedensabkommen präsentiert und ja, Donald Trump hat gesagt, Schiffe der Welt, startet eure Motoren, lasst das Öl fließen.
Das klingt einfach original nach Trump, aber es ist ja auch die klare Aufforderung.
Mir wäre es natürlich lieb, wenn sie zuerst dann losfahren würden und zu ihrem Zielhafen fahren, bevor sie dann das Öl fließen lassen.
Auf jeden Fall, das Interessante ist ja, dass es überhaupt jetzt diese Lösung gibt.
Man wurde ja über Wochen immer wieder einen Durchbruch verkündet und man hat gezweifelt, ob das wirklich so kommt.
Und man hat ja gedacht, im Juni ist dieser Kipppunkt auf dem Ölmarkt, wo dann deutlich höhere Ölpreise folgen würden.
Schauen wir mal, am Freitag soll die Unterzeichnungszeremonie in der Schweiz stattfinden.
Halten wir mal so zwei, drei Punkte ganz kurz fest.
Natürlich ist das jetzt nur ein Zwischenschritt.
wirklich danach noch verhandelt werden.
Und da gibt es natürlich noch viele Knackpunkte, allen voran das Atomprogramm natürlich.
Das muss noch ausgehandelt werden.
Ein Zwischenschritt wohin, muss man sich fragen.
Und was bedeutet dieser Zwischenschritt im Vergleich zur Situation vor den Militärschlägen?
Ist jetzt der Status von damals zumindest wieder hergestellt oder hat man vielleicht sogar einen Fortschritt erreicht?
Oder sind da jetzt Menschen gestorben, 300 Milliarden verpulvert worden, ökonomische Disruptionen angerichtet worden für am Ende gar nicht?
Genau, hat man eigentlich mehr erreicht als der Stand Februar?
Das ist, glaube ich, die große Frage.
Für die Weltwirtschaft ist es natürlich jetzt ein Signal der Erleichterung, weil man kann sein Basisszenario ein bisschen anpassen.
Hätte man jetzt monatelang noch mit dieser Blockade gerechnet, vor unseren Augen wird es sich ja eigentlich...
der größte etwas Entfalten, das man noch nie gesehen hat.
Kennst du diese Superstau auf der A7 in den Sommerferien?
Ich will das jetzt nicht vergleichen.
So sieht das in der Straße von Hormuz aus.
Das können wir alle über Satelliten live erfolgen, wie sich diese Schiffe jetzt in Bewegung setzen.
Aber der ernste Hintergrund ist natürlich, in vielen Staaten Asiens gibt es wirklich eine richtige Versorgungskrise und Versorgungsengpässe.
Das wird sich natürlich auflösen, das wird dauern.
Und danach wird man bemessen können, wie groß die Schäden jetzt wirklich sind.
Auch die Schäden an der Infrastruktur, da ist ja auch vieles im Unklaren, was nun fließt und was nicht mehr.
Trotzdem haben wir auf jeden Fall, haben wir jetzt erstmal ein gutes Signal.
Frieden ist immer besser.
Und diese Erleichterungsrallye ist das Interessante, über die wir vorab hier auch kurz geplaudert haben.
Es ist ja nicht so, Christian.
Klar gibt es jetzt diese Relief Rallye, aber es ist ja nicht so, dass danach irgendwie 20 Prozent runtergegangen ist, weil die Lage so ernst war, sondern es war ja trotzdem auf Rekordhöhen und jetzt packt man da sozusagen eine Rallye on top of a Rallye.
Ja, natürlich, aber Märkte brauchen halt Narrative, brauchen Katalysatoren und deswegen ist es zum Wochenanfang ja auch raufgegangen.
Gleichzeitig ist auch klar, wenn diese Erleichterungsrallye jetzt mal abgefrühstückt ist, ist die Frage...
What comes next?
Also wo ist der nächste Katalysator, damit es an den Märkten weitergeht?
Das Thema Iran dürfte jetzt erstmal auf der Seite der positiven Überraschungen abgehakt sein.
Eine positive Überraschung war sicherlich auch der Börsengang von SpaceX, der einfach die Tragfähigkeit der KI-Narrative und auch der Märkte insgesamt nochmal demonstriert hat.
Aber damit es jetzt weiter rauf geht, muss halt wieder irgendetwas Neues.
kommen und es wäre ja nicht das erste Mal, dass wir sozusagen so ein, ja, irgendwann Sell on Good News hätten.
Das wäre durchaus möglich.
Darüber hinaus stellt sich ja auch die Frage, wie ist das jetzt mit der Rekalibrierung der Lieferketten?
Wir haben in der Pandemie gelernt, Lieferketten können sehr schnell reißen, aber bis sie wieder stabilisiert sind, bis wieder ein ganz normaler Fluss ist, das kann dauern und das hat natürlich dann auch Implikationen für die Inflation.
Genau.
Und das wird spannend.
Auch nochmal, die Fettsitzung können wir ja leider nicht mitnehmen, diese Woche, am Mittwoch.
Das wird nochmal spannend.
Trotz dieser Probleme, die du geschildert hast, finde ich ja immer noch wieder erstaunlich, diese ...
Diese Resilienz der Weltwirtschaft, über die wir einige Male gesprochen haben, also was die jetzt an Schocks absorbiert hat in den letzten fünf bis sechs Jahren, auch in den vergangenen Monaten.
Manchmal fragt man sich, warum es nicht viel schlimmer ist, als es ohnehin schlimm ist.
Also es könnte auch irgendwie viel dramatischer sein.
Man hat es ja in Teilen gar nicht gespürt, was auch der Wesenskern dieser Krise war.
Es war so eine unsichtbare Krise, was sie natürlich nicht weniger gefährlich macht.
Ja, zeigt aber auch gleichzeitig, dass man sicherlich sich um das wirtschaftliche Umfeld Gedanken machen sollte, dass man schauen sollte, dass man die...
Einflüsse auch geopolitischer Art, technologischer Art entsprechend analysiert, aber dass man davon nicht auf Tagesbasis seine Anlagestrategie abhängig macht.
Und wer in den letzten Monaten oder auch in den letzten Jahren einfach toll und brav seine Allokation durchgehalten hat, breit diversifiziert, der hat die wesentlichen Trends mitgenommen.
und eine ordentliche Rendite eingefallen.
Klar, irgendwann wird es runtergehen, aber das lässt sich besser aushalten, wenn man vorher entsprechend Performance-Fett angesetzt hat, als wenn man immer beim leichtesten Wackler schon erstmal rausgegangen ist, dann wieder viel zu spät reingegangen ist, wenn überhaupt, und irgendwann immer darauf wartet, na, wenn es dann mal richtig knallt, dann steige ich groß ein, was man sowieso nicht tut.
Also insofern, das Durchhalten war auch hier die richtige Strategie und wird es auch noch.
vorne sein.
Und Performance-Fett werde ich, glaube ich, ansetzen.
Wunderbares Wort, lieber Christian.
Wenn die deutsche Nationalmannschaft weiter so erfolgreich spielt und ich so viel Chips futtere, während sie spielt, dann werde ich mein Performance-Fett ansetzen und muss noch mehr joggen.
Kommen wir jetzt aber mal zum großen Thema der vergangenen Woche, was uns aber die kommenden Wochen und Monate natürlich noch prägen wird, auch im Hinblick auf weitere Börsengänge und zwar zum Börsengang von SpaceX.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran!
Eine Frage der Größe.
Ja, was für ein Freitag, Christian.
Als die Erstnotierung kam und ich nochmal über die ganzen Warnungen nachdachte, da ist mir ein Lied eingefallen.
Ich habe es hier auf meinem Smartphone nochmal aufgemacht.
Ich halte es hier mal ganz kurz irgendwie an das Mikrofon, was so ein bisschen die Lage auf den Punkt brachte.
Also ich fand, das war irgendwie...
Lilly Allen.
Ja, Lilly Allen, fuck you.
Ich weiß nicht, es gab so viele Warnungen und dann gehen die einfach an die Börse und ich sage so große Mittelfinger und sage, wir sind trotzdem groß.
Guck mal, alle wollten dabei sein.
Es war schon...
Ja, aber die Frage ist, wovor wurde denn gewarnt?
Also man hat ja, wir zumindest hier im Podcast, ich denke, wir haben das sehr ausgeglichen gemacht und es ging ja nicht um die Zeichnung allein, sondern es ging ja einfach um die Frage, was bedeutet das für Märkte und was bedeutet es für die Aktie, mit 94 mal Umsatz an die Börse zu kommen, auf Sicht der nächsten zwei, drei Jahre, was sind die Implikationen auf Indizes?
Das sind die relevanten Themen.
Und du hast fünf Take-Age rausgesucht.
Ja, aber wir haben ja auch ganz klar gesagt, dass Elon Musk die große Kernkompetenz hat, einfach einen Hype immer wieder neu zu befeuern und einen Hype dann gleich am Anfang natürlich auch hinzukriegen mit diesem großen Orchester von JP Morgan-Chef, der eine Roadshow moderiert, bis hin zur Retail-Army, die global mitzeichnet.
Naja, da ist sicherlich das, was als Zeichnungsgewinn herausgekommen ist, dieser Börsenstaat, das Angemessene und das ist auch nicht überraschend.
Und ich denke, alle, die grundsätzlich kritisiert haben, dass es Möglichkeiten auch für Privatanleger gibt, an diesem Börsengang teilzunehmen, die sollten vielleicht auch mal das eigene Handeln ein bisschen hinterfragen, was sie ansonsten bei Börsengängen immer schreiben, wenn dann die Zeichnungsgewinner kommen, dass Privatanleger keine Chance hätten, dabei zu sein.
Jetzt hatten Privatanleger die Chance, jetzt war es auch nicht recht.
Man sollte vielleicht die Leute da nicht ganz so sehr bevormunden, sondern man sollte sehen, dass Plattformen Möglichkeiten schaffen und wenn Menschen diese Plattformen im Rahmen ihrer selbstbestimmten Geldanlage nutzen wollen, dann ist das eine gute Sache.
Man muss ja auch nicht jede Aktie, die man zeichnet, für alle Ewigkeit behalten.
Fünf Takeaways haben wir zum Börsengang, was geblieben ist.
Und du hast übrigens die Banken erwähnt.
Es war natürlich auch eine historische Fee-Party.
Ich glaube, 500 Millionen haben die Wall-Street-Banken mit der Orchestrierung dieses Börsenganges eingeheimst.
Ja, wobei das gar nicht viel ist, prozentual.
Nee, aber absolut gesehen.
Ja, absolut gesehen, natürlich.
Aber prozentual sind Börsengänge normalerweise deutlich teurer.
Was war günstig?
Ich glaube, Elon Musk hat schon sehr, sehr gut verhandelt.
Und es war ja auch klar, also eine Bank...
die Rang und Namen hat und bei der Transaktion nicht dabei war.
Naja, die hat im Corporate-Fund-Segment schon ein Problem.
Nein, er hat toll verhandelt und er hat natürlich auch wirklich Bedingungen gestellt.
Das kann nur Elon Musk, dass er einfach sagt, ich mache hier keinen Korridor, sondern das ist der Preis, take it or leave it.
Aber kommen wir mal zum Take-Away Nummer 1.
Man hat ja schon gesehen, dass der Markt offenbar stark genug ist, so einen Mega-IPO mit 75 Milliarden Volumen auf einer sehr luftigen, exorbitanten Bewertung zu stemmen.
Ja, aber dafür müssen halt verschiedene Faktoren zusammenkommen.
Und hier waren es halt mehrere Themen.
Es war Space, es war KI, es war Musk.
Und man sollte vor allem die Strahlwirkung von Musk auch hier nicht.
Und die hatten wir auch gesprochen hier.
Das ist natürlich bei Privatanlegerinnen und Privatanlegern sowieso ein Thema, aber eben auch bei institutionellen Investoren, die dann eben doch deutlich mehr als 70 Prozent, knapp an die 80 Prozent gezeichnet haben.
Und es bestätigt ja dann auch das, was wir in der letzten Folge besprochen hatten, über diese sogenannte Genius Bubble.
Man ist eben bereit, auch auf institutioneller Seite seitens des sogenannten Smart Money, außergewöhnlichen Persönlichkeiten wie eben Musk, wie aber auch Zuckerberg, immenses Vertrauen in Form von Geld und Verzicht auf Kontrolle entgegenzubringen.
Die große Frage ist natürlich, wir hatten ja gesprochen, dass es nur der Auftakt zu einer Reihe von Mega-IPOs ist.
Was bedeutet das für OpenAI und Anthropic?
Ist das ein positives Signal?
Da muss man sagen, naja, so ganz klassische Sachen nicht.
OpenAI, die Risiken, hatten wir darüber gesprochen, lassen wir über Anthropic sprechen.
Die hatten ein starkes Momentum.
Sam Altman wirkt ein bisschen in der Defensive.
Anthropic sorgt für die Schlagzeilen.
Ja, ich habe auch so den Eindruck, wenn ich mit Menschen aus der Tech-Branche spreche, da warten sehr viele schon auf diesen Börsengang von Anthropic.
Weil sie sagen, das ist ein so großartiges Tool.
Da will ich unbedingt dabei sein.
Das ist nicht die Erwartung, die ich mit Blick auf einen Börsengang von OpenAI spüre.
Und die müssen halt schauen, sie werden höchstwahrscheinlich nach Anthropic kommen, dass sie dann nicht wirklich die zweite Geige spielen und dass dann nicht so ein bisschen die Messe gelesen ist.
Zumal ja Anthropic auch gerade diese Woche noch für andere Schlagzeilen sorgt.
Und das ist ja wirklich sehr interessant.
Mit dem Modell Mythos 5 war ja schon etwas passiert.
wo man sich gefragt hatte, ob dieser Moment ein Kipppunkt erreicht ist, wo wir die Kontrolle verlieren.
Das hatten ja auch viele Experten immer gesagt.
Diese Stimmen kamen auch von Anthropic selbst.
Also die Frage des Kontrollverlusts, wissen wir eigentlich noch, was die KI tut?
Schaffen wir Modelle, die viel zu gefährlich sind?
Und nun ist ja etwas passiert mit dem Fable Five, also mit dem anderen Modell.
Da hat das Handelsministerium in den USA aus Gründen der nationalen Sicherheit untersagt, ausländischen Staatsbürgern Zugriff auf diese neuen Modelle zu gewähren.
Ganz interessant, das würde auch für Leute gelten, die in den USA sitzen, also auch für Mitarbeiter ironischerweise von Anthropic.
Also eine ganz komische Anordnung.
Und während man über diese Sicherheitsbedenken noch nachgedacht hat, wie...
auch Europa jetzt ausgeschlossen und abgeknipst wird von diesem Modell, da hat Anthropics gesagt, okay, können wir verstehen, aber dann vertreiben wir es gar nicht mehr.
Und dann sind diese beiden Modelle jetzt erstmal, haben sie den Zugang erstmal gekappt.
Und das ist ja...
Ein ambivalentes Signal vor diesem nächsten Börsengang auch.
Ja, man ist technologisch ganz weit vorne.
Ja, aber es zeigt natürlich, dass die Börsengänge von Anthropic und natürlich auch von OpenAI regulatorisch viel stärker aufgeladen sind als der IPO von SpaceX.
Und regulatorische Aufladung ist generell negativ.
für Kapitalmaßnahmen, für Aktien, für Börsengänge.
Das kann einfach da auf die Stimmung und auf die Story drücken.
Also nicht, dass ich jetzt sage, Anthropic schafft es nicht an die Börse.
Aber das sind natürlich Themen, die man dort stärker reflektieren wird.
Insbesondere auch im Vergleich beider Unternehmen.
Da werden die nächsten Monate sehr, sehr spannend.
Wer es denn schafft, seine Story wirklich in diesem Umfeld Kapitalmarkt zu machen?
tauglich zu machen.
Zumal es eben nicht nur eine Vision ist.
Also sie haben ja beide Geschäftsmodelle entwickelt.
Das heißt, man kann da ja durchaus Klar, also Musk hat auch Starlink und so.
Aber man kann ja durchaus, und sie haben auch praktisch ihre Falcon Five und so, aber man kann ja einfach auf die Abo-Nutzerzahlen schon gucken.
Also wie ist praktisch die, also wie ist die Marktdurchdringung, wie ist das die Wachstumsdynamik der bezahlbaren Nutzer und so weiter und so fort.
Also man hat auch ein paar ganz profane, irdische Fragen an diese Geschäftsmodelle.
Also man könnte das ganz ironisch formulieren, das Risiko liegt daran, dass Open AI und Anthropic operativ halt zu weit sind für einen wolkig-visionären Börsengang.
Die können halt jetzt nichts von orbitalen Rechenzentren als großes Potenzial erzählen, wo du sagen kannst, mal gucken die Sterne und das ist aber spannend.
Ja, das könnte schon sein.
Sondern da sind wirklich sehr, sehr viele Hard Facts plus der regulatorische Druck.
Der zweite Punkt ist, du hast es so schön genannt, Go, Alan Go.
Also er hat jetzt 75 Milliarden Dollar in der Kasse und hat auch eine sehr hoch bewertete Aktie, die er auch als Akquisitionswährung einsetzen kann.
Ja, und...
Die muss er auch einsetzen, um den technologischen Rückstand von XAI aufzuholen.
Er hat ja auch schon gesagt, eventuell müsste man den ganzen Code neu schreiben.
Dabei helfen könnte ihm das Coding Startup Cursor.
Da hat man sich ja schon eine Option gesichert auf eine Übernahme zu 60 Milliarden Dollar.
Halt mich mal fest, du sagst diese Zahlen mal eben so hin.
Also auch die, die meisten Menschen werden das nicht kennen.
Das werden sie natürlich nicht Cash zahlen, sondern deswegen ist diese Aktie als Akquisitionswährung so wenig.
Wenn sie das Cash zahlen, wäre der Großteil aus dem Börsengang schon weg.
Und wenn sie nicht übernehmen, ist ja eine sogenannte Collaboration Fee von 10 Milliarden vereinbart.
Wir reden hier über 10 Milliarden, das ist so eine Kapitalisierung von Henkel.
Ich finde sowieso, wenn man sich anguckt, was eine Bayer wert ist, was auch ein Volkswagen inzwischen wert ist.
Andere Dimensionen von Bewertungen überhaupt, auch wenn die Branchen nicht vergleichbar sind, über die wir hier reden.
Ich erinnere mich noch, wie mein Opa vor 30 Jahren im Ärger über irgendwelche Entscheidungen damals noch in Bonn am...
Küchentisch saß in Aachen und sagte, das kann eigentlich gar nicht sein.
Inzwischen hat ja die Milliarde, die Millionen als die kleinste Recheneinheit abgelöst in der Politik.
Und hier sehen wir jetzt im Grunde zweistellige Milliardenbeträge.
Weißt du noch, wie wir die erste Billion gefeiert haben?
Also Börsenbewertung.
Als das erste Unternehmen, ich weiß gar nicht, war das Apple?
Und das war damals eine Wegmarke.
Und dann...
wurde die ja nicht nur gerissen, sondern ich meine, Nvidia ist bei über 5 Billionen und jetzt geht ein Unternehmen mal eben mit 2 Billionen so an die Börse.
Also das ist schon interessant und natürlich muss Musk diesen Kurs jetzt auch hochhalten, weil er braucht natürlich auch diese Lock-Ups, wenn die laufen, die Aktien von Mitarbeitern.
Es muss eine Marktpflege jetzt auch folgen, ne?
Ja, natürlich, weil irgendwann, wenn die Lockups auslaufen und das ist ja gestaffelt, hängt ja teilweise auch am Kurs der Aktie die Ablauffrist, dann wollen die, und das ist ja auch verständlich nach diesen Zuwächsen und mit Blick auf Diversifikation auch mal verkaufen.
Insofern sollten wir uns auf intensive Marktpflege und ein Feuerwerk von Meldungen und vor allem Ankündigungen einstellen, die natürlich dann auf diese Community von Aktionären, die da jetzt geschehen, Und worauf wir uns einstellen sollten, gewagte Deals.
Denn natürlich wird auch SpaceX wieder versuchen, diese gewaltigen Investitionen, gerade in Rechenleistung, irgendwie aus der Bilanz draußen zu halten.
Was ja in der Vergangenheit nicht ganz so gut geklappt hat im Prospekt.
gibt es ja einen relativ kurzen Abschnitt über die Geschäfte mit verbundenen Parteien.
Ich hätte eigentlich gedacht, das müssten so Seiten sein.
Nein, es war nur eine halbe Seite, also es waren wirklich nicht so viele.
Aber da gab es einen Sale and Lease Back Deal für Chips, den XAI mit der Valor Group von Antonio Gracias abgeschlossen hatte.
Der jetzt übrigens über 80 Milliarden hat.
Genau, und einiges als Anteilseigner.
Der hat glaube ich 7 Prozent.
Ja, nicht alleine, aber Gracias hat über verschiedene Gesellschaften über verschiedene Fonds, Investoren.
Er ist einer der größten Aktionäre, er ist Board-Mitglied.
Insofern ist es eine Transaktion mit nahestehenden Personen.
Und dieses Sale-and-Lease-Back-Deal wurde vom Wirtschaftsprüfer nicht anerkannt, da der Käufer, also Valor, diese Investorengruppe, nicht die Kontrolle über die erworbenen Vermögenswerte hat.
Wir kennen dieses Sale-and-Lease-Back auch aus Deutschland, insbesondere von Immobilien, wenn man ein Bürogebäude oder eine Fabrik verkauft und dann zurück.
Und tatsächlich musste das Geld, das XAI damals erhalten hat, jetzt als Schulden in der Konzernbilanz dann nach der Übernahme von SpaceX verbucht werden.
Konnte also kein Gewinn aus dem Verkauf machen.
Das ist ein ziemlicher Fehler, der da unterlaufen ist, aber den wird er nicht nochmal machen.
Man wird da jetzt Zwickgesellschaften dazwischen schalten.
Und da haben wir ja auch jetzt wieder eine Blaupause gesehen, gerade mit Anthropic, die das ja in Kooperation mit Apollo und Blackstone, also diesen beiden großen Private Equity Gesellschaften gemacht haben.
Und dabei auch...
noch eingebunden als Garantiegeber ist Broadcom.
Die garantieren nämlich den Wert der Chips für den Fall, dass Anthropic aus welchen Gründen auch immer die Leasingraten nicht mehr zahlt.
Und wenn dann diese Zweckgesellschaft die Chips verkaufen muss und der Erlös nicht ausreicht, um die Schulden bei Apollo und Blackstone zu decken, dann springt Broadcom ein.
Also das ist eine ganz eigene Kreislaufwirtschaft.
Wir hatten einige Male darüber gesprochen, im Fall von Nvidia und so.
Das ist irgendwie ein eigenes System, was sich da entwickelt hat.
Wer den neuen Markt miterlebt hat und so manche Deals mitbekommen hat, der denkt sich so, Kreislaufwirtschaft, da dreht sich so ein bisschen der Magen um, es wird einem schwindelig.
Auf der anderen Seite kannst du natürlich auch immer das Narrativ weiterspielen und sagen, ja, das ist eben dieses KI-Ökosystem, das ist ganz eigen und wir gucken aus Europa da drauf, weil wir eben nicht drin sind, ja, aber sagen wir es zumindest mal.
So was zu erwarten ist.
Also es gibt in dieser KI-Kreislaufwirtschaft auf jeden Fall einen neuen, sehr starken Mitspieler mit SpaceX.
Und von dieser Kreislaufwirtschaft wird man auch mehr sehen, auch wenn man eigentlich gar nichts mit KI am Hut haben möchte, wenn man einfach sagt, ach, ich möchte einfach in Anleihen investieren.
Denn auch in Anleihen-ETFs stecken inzwischen diese Deals mit drin von Zweckgesellschaften und Data-Centern im US-High-Year.
ETF beispielsweise sind es aktuell immerhin schon zwölf Data Center Deals mit 2% Gewichtung.
Ist natürlich jetzt noch nichts Weltbewegendes, aber diese Art der Verbriefung hat ja auch gerade erst angefangen.
So, kommen wir zu einem dritten Punkt und den finde ich eigentlich schön.
4000 SpaceX Mitarbeiter sind jetzt Millionäre und das ist ja auch so die Grundidee irgendwie, finde ich, nicht nur vom Kapitalismus, sondern Ich habe ja, also wenn man sich die Bücher über SpaceX nochmal durchliest, diese vielen, vielen Ingenieure, die wirklich über Jahre dort Schwerstarbeit gemacht haben, auf diesen Atollen über Wochen und Nächte durchgearbeitet haben und wirklich teilweise ihr Leben dieser Vision geopfert haben.
Es gab ja von Ashley Vance diese Biografie über Elon Musk, bevor die von Walter Isaacson kam.
Da wurde das sehr genau beleuchtet.
Also die haben ihr Leben geopfert für dieses Unternehmen, ihre ganze Energie und sie haben es jetzt verdient.
Dass sie einfach Millionäre sind, 4.000 Leute sind Millionäre und das ist toll.
Und du hast jetzt nur die Ingenieure erwähnt, aber es sind ja zum Beispiel auch klassische Facharbeiter, also zum Beispiel Schweißer.
Und Schweißer ist ja ein wahnsinnig wichtiger Job, wenn es da um diese Präzision geht bei diesen besonderen Werkstoffen, Metallteilen, Stahlteilen.
Und auch diejenigen, das finde ich toll, sind dann jetzt durch die Aktien und die Aktienoptionen Millionäre und es ist eine wunderbare Lektion darüber, wie Kapitalismus wohl funktioniert.
Es ging ein bisschen schneller als jetzt beispielsweise bei den Millionären, die bei Home Depot, der US-Baumarktkette, hinterm Tresen stehen.
Das dürfte das US-Unternehmen historisch sein mit der höchsten Millionärsdichte unter den Mitarbeitern, weil die immer ganz aktive Mitarbeiterbeteiligungsprogramme hatten.
Und wer da 40 Jahre bei Home Depot geschafft hat, der geht da als zweistelliger Millionär raus, wenn man immer alle Aktien hat.
Das ist ja auch die Kernidee der Startups gewesen.
Man beteiligt sich, man wird mit seinem Leben.
Aktien auch alle.
als Partizipation, als Inklusion.
Und das ist großartig, diese Lektion.
Und dagegen haben wir dann die Linke, die zürnt über den Billionär Musk, so als wenn der da à la Dagobert Duck einen Goldspeicher hätte und jetzt im Geld badet.
Diese Enteignungsfantasien, also Bernie Sanders beispielsweise, wie der jetzt ja den KI-Konzernen 50% Anteil abschwatzen möchte, damit die in einen staatlichen Fonds kommen.
Also er behauptet, sondern er möchte KI-Konzerne enteignen, was er natürlich nicht tun will, sondern er will die Aktionäre von KI-Konzernen enteignen.
Und dagegen stehen halt Unternehmer wie ein Elon Musk, über den man durchaus kritisch reden kann, aber der einfach Wohlstand schafft auch für Menschen, die mit ihm arbeiten.
Man muss das ja sagen, die Mitarbeiter, wenn die sich jetzt da in der South Bay in Kalifornien oder auch in Texas, also wenn die sich dort jetzt ihre Häuser, größere Häuser kaufen und die vielleicht auch renovieren und mit neuen Küchen ausstatten und sich Autos kaufen, All das zirkuliert doch dann auch in der Wirtschaft.
Also es ist ein Wohlstand.
Soll er billionär sein?
Ich will jetzt keine Trickle-Down-Prädigt halten, aber dieser Wohlstand wird natürlich auch über...
viele tausend anderen Menschen, die jetzt irgendwie, ja, also vor allem der Wohlstand derjenigen, die jetzt hier eben nicht Billionär sind, sondern die Millionär sind, die sich vielleicht mal was leisten.
Es muss ja auch jetzt nicht unbedingt ein Haus sein.
Ich finde ja, es könnte auch ein Ferrari sein oder noch besser ein Porsche, damit da eine Aktie steuert.
Ich würde mich freuen, ich habe das ja mehrfach hier gesagt, mein Porsche-Sparplan, das, was mich das Leasing eines 911er kosten würde, packe ich halt in die Aktie und schau mal.
allerdings immerhin sagen, die Porsche-Aktie hat, obwohl die Nachrichtenlage sich ja gar nicht geändert hat.
Warum ist sie ein Drittel im Plus?
Es sind einfach keine negativen Nachrichten mehr gekommen.
Also no news, no good news?
Ja, die Aktie hatte sich einfach mal...
Ausgekotzt, könnte man sagen.
Und jetzt seit den Tiefs von vor drei Monaten mehr als ein Drittel im Plus.
Also der Turnaround-Sparplan liegt jetzt auch schon im Plus nach irgendwie 18 Monaten.
Wobei da operativ natürlich noch ein langer, langer Weg zu gehen ist.
Jetzt musst du nur noch an Siemens Energy-Sparplan streichen.
Die war noch auch arg gebeutelt.
Bevor ich das mache, komme ich vielleicht eher mal zu einem Biersparplan.
Oder vielleicht auch mal, die ja auch sehr gebeutelt sind, die Aktien von Private Equity Gesellschaft.
Das wäre schon wieder ein eigenes Thema.
Was ich erst mal auch noch sympathisch fand, Über 100 SpaceX-Mitarbeiter, die so Assets von angeblich einer Milliarde mindestens haben in ihren Aktien, haben jetzt einen Interessenverbund geschlossen.
Eine Milliardärsgewerkschaft?
Ja, um sozusagen bessere Konditionen für die Verwaltung ihres Vermögens auszuhandeln.
Die haben einen Deal gemacht mit dem Investment Advisor Corio und der sieht eine Fee von 0,5 Prozent vor für die Vermögensverwaltung und das ist natürlich weniger als die Hälfte.
was sonst so im Wealth Management üblich ist.
Und diese Gruppe wird sicherlich wachsen.
Es werden sich vielleicht, und ich würde sagen hoffentlich, auch Mitarbeiter, Aktionäre und Aktionäre von anderen Start-ups, die an die Börse gehen, da anschließen.
Und das steht einfach dafür, wie Disruption auch in das absolute High-End-Segment der Finanzindustrie einsickert, wo man nämlich auch nicht mehr bereit ist, 1, irgendwas dafür zu zahlen, dass man am Ende eine Vermögensstrukturierung kriegt, die dann auch noch unter dem MSCI World oder unter dem 60-40-Aktien-Renten-Portfolio liegt.
Also aus der Perspektive schlechte Zeiten für UBS und Co.
Finde ich eine interessante Anmerkung.
Ich finde ja sowieso, wenn man jemanden das verwalten lässt, da muss die Null stehen.
eigentlich künftig, also dieses 1,2 Prozent, das ist einfach zu teuer.
Das ist nicht mehr zeitgemäß und da hilft auch technisch.
Die Einzigen, die das irgendwie noch oben halten, sind ja irgendwie die Makler, ich verstehe auch nicht, aber das ist ein anderes Thema, warum man da immer noch 6 bis 7 Prozent trägt.
Kommen wir zum vierten Punkt.
The winner takes it all.
Was meinst du damit?
Also wir haben immer über dieses winner takes it all Prinzip in der Wirtschaft derzeit gesprochen, durch die großen Plattformen.
Was heißt das hier bei diesen Börsenkarten?
Ja, ich meine, wir haben letzte Woche darüber gesprochen.
Die SpaceX Story ist natürlich von den Prognosen her...
Eine Anspielung auf das KI-Narrativ, aber die Basis ist ja ganz klar Raumfahrt und es gibt eben jetzt eine große Raumfahrtaktie und deshalb werden die kleinen Player zunächst abverkauft.
Also Firmen wie Rocket Labs, ASD Space Mobile oder Planet Labs, die waren ja in den letzten Monaten rasant gestiegen, leiden aber jetzt eben darunter, dass vor allem die Risikobudgets der institutionellen Investoren begrenzt sind und im Zweifel eben hochliquide marktgängige Aktien bevorzugen.
Und diese Space ETFs, wie beispielsweise der von Eck Space Innovators oder auch jetzt, dann gibt es ja den neuen von iShares, den Space Technologies, die könnten erstmal schlechte Zeiten haben.
Die war von Eck, der ETF, war so ein Proxy, womit man Space halt handeln konnte, weil es noch keine SpaceX an der Börse gab.
Jetzt gibt es die SpaceX und naja.
Nach dieser zwischenzeitlichen Verfünffachung seit Herbst 2024 ist da schon noch ordentlich Luft nach unten bei den kleineren Werten.
Und das Interesse, das haben wir in vielerlei anderer Dimensionen auch gesehen, wird sich erstmal auf SpaceX fokussieren.
Den Space Stock Basket, den du hier so schön rausgesucht hast mit viel Rot und wenig Grün, werden wir natürlich auch posten.
Oder du postest ja sowieso alles, was du raussuchst.
Zum letzten Punkt, das war ein globales Ereignis.
Also man hat ja wenige, man hat, weißt du, du hast irgendwie die Mondlandung gehabt in den 60er Jahren.
Du hast ja verschiedene Ereignisse, die wirklich weltweit interessieren und das war auch wirklich ein globaler...
Ja, also ich muss sagen, also...
auch aus meiner anekdotischen Evidenz im Bekanntenkreis.
Mischung zwischen Evidenz und Dividende hast du da gerade gesagt.
Es kam schon wieder durch.
Meine anekdotische Dividende.
Die anekdotische Dividende.
Aber die Anekdoten waren natürlich, ich habe wahnsinnig viele Anrufe und WhatsApps gekriegt und zeichnest du und hast du Aktien bekommen und soll man jetzt halten oder verkaufen und vielleicht aufstocken.
Das hat einfach Menschen global elektrisiert.
Ich finde das grundsätzlich schön.
Denk natürlich auch so ein bisschen zurück ans Jahr 1996, damals den Börsengang der Deutschen Telekom.
Da haben ja auch viele zugegriffen, die sonst keine Einzelaktien kaufen.
Aber ich muss sagen, irgendwie habe ich den Eindruck, die spekulative Gier heute ist bei vielen größer.
damals bei der Deutschen Telekom.
Gleichzeitig ist aber auch diese ironische Distanz zum eigenen Handeln größer.
Man ist sich darüber im Klaren, dass das ein heißer Reifen ist, aber man will dabei sein.
Man kauft eher ein bisschen, weißes ist heißes Risikokapital, aber zumindest bei den Menschen, die ich kenne, Ärzte, Handwerker, war es halt schon so das Thema, dass sie sagen, naja, ich habe ja...
Den Großteil, 95 Prozent im MSCI World, im Sparplan, das läuft so.
Und jetzt so nebenbei mal so ein bisschen was machen.
Das ist auch fein und vielleicht ist das ja ein Indiz dafür, dass die Aktienkultur wirklich erwachsener geworden ist.
Ich würde mir das wünschen.
Gleichzeitig muss ich natürlich auch sagen, möge die Macht mit Elon Musk sein, dass die Sache nicht...
so ein Desaster wird wie damals der Börsengang der Deutschen Telekom.
Da ging es zwar auch ja erst dann noch vier Jahre nach oben, aber dann wurde es ja umso schlimmer.
Der Unterschied ist eben, dass vielleicht viele, die damals gar nicht an der Börse waren, die haben dann erstmals irgendwie große Ersparnisse, ich weiß nicht, 10.000 Mark oder so in Telekom-Aktien gesteckt.
Hier ist es ja so, wer für 5.000 Euro, was viel wäre, gezeichnet hat, hat ja dann 500 Euro eingebucht bekommen.
Und hat hoffentlich nebenbei 50.000 oder 100.000 breit diversifizierten ETF-Vorfolger.
Ein bisschen dabei sein ist ja auch okay, weil es war ja auch der erste Börsengang, wo man wirklich...
mit ein paar Klicks dabei sein konnte.
Ich erinnere mich, ich bin ja jetzt keiner, der bei IPOs mitmacht, aber Like Os Europe, das war eine Telefonorder.
Jetzt geht es mit zwei Klicks.
Zeigt nochmal, wie zugänglich das ganze Thema auch geworden ist.
Ich habe mich in dem Zusammenhang jetzt noch an den letzten Börsengang erinnert, bei dem ich wirklich gezeichnet hatte und auch größer dabei war.
Das war im Jahr 2015 und das war so die Zeit, als ich...
Wusste, okay, bald wirst du Vater.
Und dann gab es eine Aktie, die verbannt Kinder, China und E-Commerce.
Und das fand ich schon irgendwie cool.
Und manchmal macht man ja auch nach vielen, vielen Jahren noch Fehler.
Und dann habe ich gedacht, naja, mach mal eine große Zeichnung, wirst wahrscheinlich am Ende sowieso repartiert.
Und dann gucke ich rein am Tag des ersten Handels und ich hatte volle Zuteilung bekommen.
Und ich dachte nur...
Ach du Scheiße, das passte auch, weil die Aktie war Windel.de.
Und die eröffnete dann schon unter dem Emissionspreis und tickerte dann so relativ schnell irgendwie so 5 bis 10 Prozent runter.
Und dachte ich, okay, da ist jetzt so ein negatives Moment und dann raus, raus, raus.
Und ich glaube, diese Aktie hält in Deutschland den Rekord für die meisten Kapitalschnitte.
Da gibt es übrigens eine ganz eigene auf 0,000 irgendwas und wurde dann immer wieder hochkapitalisiert.
Was aus Windel.de gehört?
worden.
Es gibt eine große Story von Julia Groth, die hat diese verschiedenen Mäntel und Metamorphosen verfolgt.
Kann man gerne nochmal googeln.
Wenn wir jetzt nicht aufgreifen, das muss man lesen.
Wir werden auf jeden Fall dranbleiben bei dem Thema, also nicht nur ein bisschen dranbleiben, sondern voll dranbleiben bei den Mega-IPOs in den kommenden Wochen und Monaten.
Das liegt im Trend.
Wir haben eine große Zinswoche.
Die EZB hat vorgelegt uns natürlich die Frage, was macht die US-Notenbank fett?
Also schauen wir nochmal erstmal auf die EZB.
Die hatte ja den Einlagenzins 24 und 25 in acht Schritten von 4% auf 2% gesenkt.
4% war der berühmte Zinsschock.
Danach ging es runter auf 2%.
Hat ihn dann ein Jahr konstant gehalten.
Jetzt die erste Wende, Anhebung um 25% Basis.
weil die Inflation eben gestiegen ist.
Ist natürlich ein Risiko, Christian, für die Konjunktur, aber das Mandat der EZB ist natürlich die Geldwertstabilität.
klares Signal gesendet, weil in der Vergangenheit war sie ja manchmal leider auch zu spät.
Ja, man musste, glaube ich, dieses Signal senden, denn wir erinnern uns an 2021, als wir da steigende Inflationsraten gesehen haben, hieß es, ja, das ist alles so vorübergehend.
In Amerika sagt man, it's all transitory.
Und die EZB ist voll auf dieses Narrativ dann draufgesprungen und hat es einfach nicht geschafft.
vor die Welle zu kommen sozusagen, um beim Pandemiesprech zu bleiben.
Und das hat die Zentralbank natürlich schon Glaubwürdigkeit gekostet.
Insofern denke ich auch, diese Zinsanhebung hat eher symbolischen Charakter.
Das heißt, eine wirkliche Zinswende ist daraus dann jetzt nicht abzuleiten.
Vor allen Dingen, wenn die Energiepreise sich tatsächlich normalisieren sollten im Zuge dieses Friedensabkommens.
Aber was mir schon auch nochmal einen Blick wert scheint, ist dieses 2% Ziel.
Bevor du was dazu sagst, können wir das nochmal erklären, warum es das eigentlich gibt?
Weil die 2%, das ist ja eine künstliche Marke, also die ist ja nicht wissenschaftlich begründet.
Man hat sie halt 1998 mal definiert.
Man hat es mal definiert, weil man sagt, man ist weit genug, ganz einfach gesprochen, weg von der Deflation, die ja sehr gefährlich ist und die Inflationserwartung pendelt dann so ein bisschen.
Also es ist ein Korridor, der...
einen idealen Zustand in einer Wirtschaft flankieren kann.
Ja, das hat man sich halt dann wissenschaftlich mal so absegnen lassen, dass diese 2% dann auch ganz okay werden.
Aber es wird auch bestritten, wollte ich nur sagen.
Manche sagen, wir können auch mit 3% fahren.
Man trägt diese 2% wirklich wie so eine Fackel vor sich her.
Und wir vergleichen ja dann immer die aktuellen Inflationsraten.
Mit diesen 2%, was hast du eben auch gemacht?
Ja, also die aktuelle Rate 3% ist halt über 2%.
Nur wir sollten nicht vergessen, Inflationsrate ist ja immer nur eine Betrachtung, Stichpunkt.
Versus Stichpunkt, also heute versus vor zwölf Monaten, die Veränderung des Verbraucherpreisindex, das ist die Inflationsrate.
Und ja, dann ist sie halt zwischenzeitlich mal auf 10 gewesen und dann hat sie sich normalisiert wieder.
Aber wir sollten ja nicht vergessen, dass der Verbraucherpreisindex ja auch, wenn eine Inflationsrate zurückgeht, eben nicht wieder zurückgeht, sondern Preise weiter gestiegen sind.
Und wenn man sich einfach mal nicht die Inflationsrate anschaut, sondern wirklich diese...
diesen Verbraucherpreisindex, aus dem das abgeleitet wird, dann kann man doch eigentlich eine ganz interessante Beobachtung machen und seit der Euro-Einführung drei Phasen unterscheiden.
Also so bis zum Jahr 2015 immerhin hat das ganz gut auch mikroskopisch geklappt, nämlich dass wirklich der Verbraucherpreisindex so um diese zwei Prozent per annum kontinuierlich gestiegen ist.
Dann hatten wir ab 2015 wirklich zu geringe.
Preissteigerungen, also deutlich unter dem 2% Ziel geblieben, unter der Trendlinie.
Da wurde von dem japanischen Szenario auch gewarnt, dass wir in die Deflation kommen.
Die Deflationsspirale.
Genau, Nullzinsen für immer.
Dann haben wir gelernt, ups, eine Pandemie war der Katalysator dafür, dass wir dann doch eine Zinswende hatten und anschließend einen Krieg.
Dann wurde also dieser Abstand zur Trendlinie drastisch aufgeholt und so seit 2023 ist der Verbraucherpreisindex kontinuierlich oberhalb.
der seit 1998 hochgezogenen 2-Prozent-Linie.
Das heißt also, wir sind nicht in Line mit dem 2-Prozent-Szenario, selbst wenn die Inflation jetzt mal wieder deutlich runterkäme, sondern es bräuchte im Grunde Jahre stagnierender Preise, bis wir wirklich per Saldo auf 2% wären.
Und nochmal auch der Verbraucherpreisindex seit 1998 bis heute um über 70 Prozent gestiegen.
Und da sehen wir dann, dass auch das 2-Prozent-Ziel, Geldentwertung, über die lange Zeit schon dramatisch ist, weswegen es ja so wichtig ist, auf sein Geld Rendite zu machen.
Denn die Inflation, die kommt so oder so, und zwar stärker als die Notenbanken.
eigentlich wollen.
Blicken wir mal auf die USA.
Die US-Notenbank FED hat ja bekannterweise ein doppeltes Mandat, nicht nur Geldwertstabilität.
Sie hat übrigens dieses Inflationsziel viel später, erst 2012, definiert.
Aber sie muss sich auch um die Wirtschaft kümmern.
Das ist da brummt und ist jetzt auch noch politisch aufgeladen.
Ja, aber man muss mal sagen, in den USA ist das Bild ähnlich wie in der Eurozone.
Auf aggregierter Basis seit 2012 liegt die Teuerung weiter drüber.
Also die maßgeblichen Verbraucherpreisindizes, die müssen irgendwie so 32% im Plus liegen.
Tatsächlich liegen sie 40% im Plus.
Das heißt, wir haben also tatsächlich eine Inflation.
0,4 Prozentpunkte über dem 2%-Ziel seit 2012.
Das hört sich nicht nach viel an.
Aber auch da gilt halt leider der Zinseszinseffekt.
Insofern ist das schon dramatisch.
Und ja, für die letzten zwölf Monate sowieso, wo Weil eben bemerkenswert ist, dass eben auch diese Kerninflation, also ohne Nahrungsmittel und Energie jenseits der 3%-Marke liegt.
Und da muss man sich die Frage stellen, was ist da passiert?
Entweder sind die...
Effekte der hohen Energiepreise sehr, sehr schnell jetzt durchgesickert, etwa in den Dienstleistungssektor oder die US-Wirtschaft ist wirklich überhitzt, also so red hot.
Wir hatten darüber mehrfach gesprochen.
Zuletzt bei den guten Jobdaten für den Sommer, was ja ein WM-Effekt sein kann, aber da war ja wirklich so, oh Gott, sind wir jetzt hier wirklich überhitzt?
Ja, und das ist natürlich auch dieser Investitionsboom im KI-Bereich, der ja viele Sektoren erfasst, der genau sowas auslösen kann.
ist das eben kein Umfeld, in dem die Fett die Zinsen senken kann, auch wenn Donald Trump sich das als verspätetes Geschenk zum 80.
wünschen würde.
Nur, dass Kevin Walsh ausgerechnet in seiner ersten Sitzung tatsächlich eine Erhöhung bekannt geben muss, das erscheint schwierig vorstellbar.
Insofern, man wird vor allem darauf schauen, was er im Anschluss an die Sitzung am Mittwoch sagt und wie er die Lage einordnet.
Und da geht es natürlich wieder um jedes Komma und um jede Opposition.
Und man wird genau schauen, gibt es da irgendwelche Hinweise darauf, dass die Unabhängigkeit der FED im Feuer stehen könnte.
Und wenn das so wäre, dann würde das natürlich Aktien- und Anleihemärkte relativ schnell durchschöpfen.
Wie schauen denn die Rentenmärkte auf diesen ganzen Trubel?
In welcher Position sind sie gerade?
Ja, also ich würde mal sagen in Habachtstellung.
Die Renditen sind nach der Spitze von Mitte Mai etwas runtergekommen.
Gerade jetzt auch durch die Entspannung am Golf in Deutschland sind wir bei den Zehnjährigen wieder unter 3 Prozent gerutscht.
In den USA unter 4,5 Prozent.
Dürften wahrscheinlich dort erstmal bleiben, bis der Inflationsausblick klarer ist.
Interessant mit Blick auf die Eurozone, der Amundi Euro Inflation.
Expectations ETF, wir hatten den mal vorgestellt hier, der verharrt in der Nähe seiner Höchststände, ist auf 12-Bunders Sicht 4% im Plus und damit eben durch die Inflationsprämie deutlich über der Wertentwicklung von Tagesgeld.
Da liegen wir gemessen am Eonia-Index bei plus 2%, wobei natürlich einzelne Banken mehr bieten als die 2%.
Was heißt das für die Aktien, was du gerade gesagt hast?
Ja, grundsätzlich sind steigende Renditen nie gut für Aktien, schon gar nicht für Wachstumsaktien.
Aber wir sind ja immer noch in einer sehr, sehr langen Plateau-Bildung, sowohl in Europa als auch in den USA.
Insofern kurzfristig sehe ich da nicht den Druck.
Aber ein wichtigerer Faktor ist...
mit Blick auf den Aktienmarkt, was ist eigentlich, wenn die Aktienrückkäufe der Big Techs, die ja in den letzten Jahren ein wesentlicher Faktor der Nachfrage und damit ein Treiber der Kurssteigerung waren, wenn die jetzt mal wegfallen.
Denn die Tech-Riesen, abgesehen von Apple, geben ja so viel Geld aus, dass da eigentlich, wenn man es nicht über Schulden finanzieren möchte, momentan nichts übrig bleibt, um weiter Aktien zurückzukaufen.
Das ist, glaube ich, die Kehrseite, die man insgesamt im Blick haben muss.
Also du hast, wir haben immer über diese gigantischen Investitionen gesprochen.
Irgendwie, das geht ja rauf bis 800 Milliarden pro Jahr.
Wir hatten darüber gesprochen, dass sie das nicht mehr aus dem Cashflow finanzieren können.
Und was es eigentlich bedeutet, wenn die Tech-Konzerne selbst als mit die größten Käufer ihre eigenen Aktien ausfallen, das gab es in der Form auch noch nie.
Es gab ja auch nicht, dass so viel zurückgekauft wurde und sie sind da eben absolute Pacemaker.
Und das wurde immer kritisiert, die sind fantasielos, jetzt fallen sie als Käufer aus, weil sie ein Cash brauchen oder vielleicht in Teilen aus.
Und ja, wir werden es an den Kursen in den vergangenen Jahren sehen, man muss nur noch mal darauf hinweisen, dass das die Aktienmärkte verändern wird, wenn man vor allem die Größe und Bedeutung dieser Aktien...
im Blick hat.
Oder die lassen es halt wirklich über Schulden laufen.
Man darf auch nicht vergessen, also bei den Hyperscalern ist mit Blick auf diesen Leverage-Faktor, also Nettoverschuldung in Relation zum operativen Ertrag, ist natürlich noch Potenzial.
Da sind wir so im Durchschnitt jetzt irgendwie bei einem Faktor von 1,7.
Aber das kann man natürlich auch Richtung 2,5 oder 3 mal ziehen, wenn es die Märkte so entsprechend mitmachen.
Aber da haben wir auf jeden Fall eine Zeitenwende vor uns.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
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das nochmal anders adjustieren kann, wenn man es denn möchte.
Ja, also wir haben ja, ich glaube zwei oder drei Wochen ist es her, haben wir über so ein ETF-Portfolio gesprochen, wie man es einfach nachjustieren kann.
Und dann haben wir gesagt, ja komm, man kann es auch 60% All World machen, 20% Welt ohne USA, 20% Dividenden als einen zusätzlichen Faktor.
Ja, da kann man natürlich darüber diskutieren, warum denn jetzt 60, 20, 20?
Inwieweit kann man diese Gewichtung denn irgendwie...
Hast du diese barsche Nachfrage auch bekommen?
...evidenzbasiert herleiten.
Natürlich habe ich die bekommen.
Und da sind wir bei einem Thema, dass natürlich das passive Investieren sehr, sehr stark aus der Ratio und aus der Evidenz kommt, was ja auch sehr gut ist.
Aber nichtsdestotrotz gibt es ja sowas wie ein Bauchgefühl.
Und es ist irgendwie so dieses Bauchgefühl, ja dann da...
Also passives Investieren ist ja ganz toll, Market Cap Gewichtung.
Aber 60% USA ist ja eigentlich zu viel.
Und dann versucht man irgendwas zu finden, was man rational, evidenzbasiert dagegenstellen kann.
Und irgendwie dieses US-Gewicht runterzukriegen.
Und da ist ja seit jeher eine sehr beliebte Lösung die sogenannte BIP-Gewichtung.
Also die Gewichtung von Aktienpositionen, Länderpositionen in einem Index.
Nicht nach Kapitalisierung, sondern nach dem Anteil.
des jeweiligen Landes an der weltweiten Wertschöpfung, dem Bruttoinlandsprodukt, dem Gross Domestic Product.
Das heißt dann FUZI All World GTP Adjusted.
Schöner Name.
Und wenn ich in diese Liste gucke, natürlich USA mit 30 Prozent vorne, China.
Was ist denn da auf Platz 3, lieber Christian, sonst eigentlich unter ferner Liefen am Akzept?
Genau, also wenn man diese Gewichtung dann tatsächlich nach BIP macht, dann bist du bei USA über 30.
China 17 Prozent ist natürlich auch schon ein Brecher und dann auf Platz 3.
Deutschland mit 4,5 Prozent.
Ja, drittgrößte Volkswirtschaft knapp vor Japan.
Und auf Nummer 5 müssen wir uns auch mal wieder angucken.
Indien mit 3,6 Prozent.
Da werden wir übrigens einen Blick nächste Woche drauf werfen.
Da machen wir nochmal einen Deep Dive.
Indien?
Ja, und wenn man sich das dann so anschaut, muss ich sagen, ist das jetzt wirklich das, wo ich jetzt so rein investieren möchte?
Möchte ich 17 Prozent China haben?
Oder sage ich nicht doch lieber Ochen?
Also mit 61 Prozent USA im ganz normalen Fuzi All World.
doch besser leben.
Also für mich ist dieses Thema Indexgewichtung nach Bruttoinlandsprodukt immer so dieser krampfhafte Versuch, das Bauchgefühl, ich will weniger USA, irgendwie evidenzbasiert zu verbrämen.
Weil passive Investoren sich einfach kein Bauchgefühl gestatten wollen, obwohl es dafür inzwischen die Absolution auch von Gerd Kommer gibt.
Ich habe letztens zweieinhalb Stunden mit Kommer im Podcast gesprochen und sogar Gerd hat das Wort Bauchgefühl benutzt.
Jetzt kann man es halt auch selber umsetzen.
Er macht es ja in seinem Komma-ETF zur Hälfte eben nach Marktkapitalisierung, zur Hälfte nach Bruttosozialprodukt, diese Ländervergleiche.
Nur für mich ist es nach wie vor eben nicht logisch, einen Aktienindex nach Bruttoinlandsprodukt aufzustellen.
Aus zwei Gründen.
Erstens, viele global aufgestellte Börsenfirmen leisten eben nur einen limitierten Beitrag zur Wirtschaftsleistung ihres Domizils.
Haben wir über den DAX immer wieder gesprochen, über eine Microsoft, die 50 Prozent im Ausland macht und damit nur 50 Prozent Beitrag zum US-Inlandsprodukt leistet.
Aber natürlich viele deutsche Firmen in den USA aktiv und so weiter.
Und der zweite Punkt ist, innerhalb der einzelnen Länder wird dann ja doch wieder nach Marktkapitalisierung gewichtet.
Also so wirklich stringent.
Und evidenzbasiert und rational ist diese ganze BIP-Gewichtung nicht.
Trotzdem muss ich sagen, für diejenigen, die das mögen und die wirklich lieber 17% China als 61% USA haben und die generell eine breitere Länderverteilung suchen, für diejenigen ist es natürlich schön, dass Amundi...
diesen ETF auf diesen BIP-gewichteten Fuzzi All World jetzt auch rausgebracht hat.
Damit kann man dann eben auch so ein Portfolio entsprechend nachjustieren, wenn man sich irgendwie mit diesem Ansatz anfreundet.
Ich glaube, es ist auch ein Zeichen von Reife für den ETF-Markt.
dass solche Produkte dann jetzt einfach kommen, dass sie ins Schaufenster gestellt werden, ohne eine große Kampagne.
Und dass man damit einfach mehr Bausteine hat für das eigene Portfolio.
Ich verstehe es ja sowieso immer nicht, wie man mit seinem ETF hadern kann.
ETFs sollten doch eigentlich mal bedeuten, entspannt zum Reichtum.
Irgendjemand hat das mal Pantoffelportfolio genannt.
Aber die Leute, die immer mit ihren ETFs hadern, ich gehe doch nicht abends ins Bett und sage, ach, irgendwie war ein schöner Tag, war ein toller Ausflug mit der Familie, die Sonne hat geschienen.
aber ich hadere mit meinem Internet.
Also ich kriege wirklich die Nachrichten, wo auch dann das Wort hadern drinsteht.
Ja, aber dann muss man doch mal sagen, entspannt euch doch mal.
Sag ich dann auch immer, entspannt euch doch mal, aber man muss halt sagen, wahrscheinlich liegt es daran, dass es einfach zu viele Podcasts gibt, in denen man irgendwie Content braucht und zu viele Medien schreiben immer über den US-Klumpen und über den Tech-Klumpen.
Und deswegen, naja, also wir haben es ja auch vor drei Wochen schon gesagt, mit diesen US-Klumpen und mit diesen Tech-Klumpen ist man in der Vergangenheit ganz gut gefahren.
Man hat auch letzte Woche, glaube ich, an dem Börsengang von Basics nochmal gesehen, was in den USA einfach entstehen kann.
Da gibt es schon ganz besondere Standortvorteile, die auch nach vorne gedacht ein Argument sind, warum man auf keinen Fall gegen die USA wetten sollte und gegen Elon Musk auch nicht.
Also never bet against Elon Musk, never bet against America ist damit schließen wir für diese Woche.
Liebe Hörer und liebe Hörer, danke für Ihre Zeit, für Ihre Treue.
Kommen Sie gut durch die Woche und wir hören uns hoffentlich kommende Woche wieder.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
Frühjahr 2024.
In Gaza herrscht Hunger.
Und ein Mann namens Mahmoud, der versorgt mit einer Suppenküche hunderte Familien.
Ich kontaktierte Chef Mahmoud, um mehr über seine Arbeit zu erfahren.
Doch dann traf ihn ein Geschoss aus dem Himmel.
Wer hat Mahmoud getötet?
Mein Name ist Yassin Moushamas und im Podcast Der Koch von Gaza suche ich Antworten.
Es geht um Terroristen, Geheimdienste, tragische Entscheidungen und die Zukunft des Krieges.
Der Koch von Gaza.
Ab sofort in ihrer Podcast-App und auf zeit.de.
