# Market Shifts: Index Mechanics, AI Debt, and Energy Volatility

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-06-16

## Transcript

Okay, jetzt mal ehrlich.
Du wohnst wie ich in Berlin oder fährst am Wochenende für einen Tag in die City, dann kennst du das Problem bestimmt.
Tausend Möglichkeiten und dir platzt der Schädel vor lauter Optionen.
Bowling wäre mal wieder cool, aber die anderen, die wollen unbedingt ein paar Läden auschecken und Streetfood testen.
Und abends ist noch Kino geplant und ein paar fancy Drinks.
Aber dafür dann von Kreuzberg nach Mitte und dann wieder nach Neukölln?
Boah, also...
Ich habe das mal anders gemacht.
Ich habe meine ganzen Leute zusammen getrommelt und wir sind zusammen in The Place.
In The Place gibt es, der Name sagt es eigentlich schon, alles an einem Ort und zwar direkt am Potsdamer Platz.
Wir sind easy mit dem Ratten, haben zwei Stunden lang bei Game State Arcade-Klassiker gezockt und uns bei Manifesto-Marke Tacos und Fried Chicken und einen Spritz gegönnt.
Und irgendwann sind wir dann bei The Upside Down gelandet zum Karaoke.
Schön gemeinsam blamiert.
Hat alles mega Spaß gemacht.
Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über das SpaceX-Wunder, Nvidias billigen Finanztrick und die überverkaufteste Aktie der US-Börsengeschichte.
Im Thema des Tages geht es um den Iran-Deal und die Folgen für den globalen Energiemarkt.
Und in der AAA-Idee präsentieren wir eine Aktie, bei der risikofreudige Anleger auf die Wirkung des digitalen Rezepts setzen.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Philipp Vetter und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Dienstag, der 16.
Juni und wir wünschen euch einen entschiedenen Start in den Tag.
Tja, das war mal...
Eine ganz schöne Sensation gestern.
Spanien schaffte gegen Cap Verden nur ein 0 zu 0.
Und es lag auch an dem Torhüter.
Und das wird wahrscheinlich keiner auf dem Tippzettel gehabt haben.
Also ich hatte es nicht auf meinem Tippzettel.
Hast du es getippt?
Auch nicht wahrscheinlich, oder?
Nein, nein.
Ich habe auch einen klaren Sieg für Spanien getippt.
Ja, siehst du.
Und ich habe die auch noch als Weltmeister getippt.
Also insofern, ich bin sowieso beim Tippspiel ganz weit hinten.
Und ich wäre auch ganz weit hinten, wenn ich den SpaceX-Börsengang hätte tippen müssen.
Dass es nämlich nochmal am zweiten Handelstag auch nochmal ein Plus von fast 20 Prozent gibt, das hätte ich auch nicht vermutet.
Und die Aktie, die kostet jetzt 192,46 Dollar.
Und das Unternehmen ist damit 2,5 Billionen Wert mehr als der DAX bei seinen ganzen 40 Unternehmen.
Und positiv wurde aufgenommen, dass die Mehrzuteilungsoption ausgeübt worden ist, im Jargon-Krinschuh genannt.
Damit wurden beim IPO neben den 555,6 Millionen Aktien noch zusätzliche 83,3 Millionen weitere Papiere verkauft.
Das IPO-Volumen stieg damit von 75 Milliarden auf 86,3 Milliarden Dollar.
Man gewöhnt sich ja irgendwie auch an diese Riesenzahlen.
Wichtig für das Unternehmen, damit liegt der Free Float bei 121 Milliarden Dollar.
Das Gewicht in den Indizes, das steigt und damit auch die Nachfrage durch die ETFs.
Schon am 18.
Juni können durch die Aufnahme in die globalen FUZI-Indizes mit dem S&P Total Markets Index 6 bis 8 Milliarden Dollar an Nachfrage kommen.
Am 26.
Juni dann weitere 4 bis 6 Milliarden durch die Aufnahme in MSCI und Russell-Indizes.
Und dann Anfang Juli nochmal Milliarden, wenn SpaceX dann in den Nasdaq 100 aufsteigt.
Und beim Nasdaq 100, da wird der Free-Future sogar mit dem Faktor 3 genommen.
Und damit hätten wir dann 360 Milliarden Dollar und ein Gewicht von ungefähr 1,6.
Prozent im Nasdaq 100.
Und ihr seht, für weitere Nachfrage ist davor erst gesorgt.
Und Nachfrage gab es auch gestern am breiten Aktienmarkt.
Der S&P 500, der gewann 1,7 Prozent auf 7.554 Punkte.
Der Nasdaq 100 gewann sogar 3,1 Prozent.
Und der DAX, na gut, immerhin 1,1 Prozent auf 24.894 Punkte.
Und an den US-Börsen wurden 21,4 Milliarden Aktien gehandelt.
Das waren rund 11 Prozent mehr als in normalen Tagen.
Auslöser war die Entspannung im Nahen Osten.
USA und Iran haben sich ja auf ein Abkommen bzw.
ein Rahmenwerk zur Wiedereröffnung der Straße von Hormuz und 60 Tage Nuklearverhandlungen geeinigt.
Die Rede ist von einem vorläufigen bzw.
initialen Abkommen, dessen Details jetzt noch unklar sind.
Die Ölpreise, die fielen um gut 4%.
WTI auf 81,30, Brent auf 83 Dollar.
Mehr dazu dann gleich im Thema des Tages.
Und interessant war, Gold gewann 2,2 Prozent auf 4.312 Dollar und sogar Bitcoin wurde als Risk-on-Asset gekauft und gewann 4 Prozent.
Und das passte dann auch zur Rallye-by-Tech-Werten.
Nvidia gewann etwa 3,5 Prozent auf 212 Dollar.
Und der Chip-Spezialist hat...
25 Milliarden Dollar an Anleihen platziert und reiht sich damit in die große Kreditaufnahme der Tech-Concern zur Finanzierung des KI-Booms.
Ursprünglich waren nur rund 20 Milliarden angepeilt, aber wegen der hohen Nachfrage wurde das Volumen mal eben flugs auf 25 Milliarden erhöht.
Und die Orderbücher, die lagen bei bis zu 85 Milliarden Dollar, also mehr als dem Dreifachen des Angebots.
Die Emission ist NVIDAS erste Anleihe seit 2021.
Sie bestand aus sieben Tranchen mit Laufzeiten von zwei bis 30 Jahren.
Die längste Laufzeit wurde zu einem Aufschlag von 0,65 Prozentpunkten über den US-Staatsanleihen verkauft, nachdem sich die Konditionen wegen der starken Nachfrage verbessert hatten.
Ungewöhnlich, NVIDIA erwirtschaftet eigentlich genug Cash, will aber die günstigen Finanzierungsbedingungen jetzt gerade nutzen.
Und Western Digital, die gewann 16 Prozent nach einem Upgrade durch Morgan Stanley.
Die Investmentbank, die hat das Kurs von 488 auf 650 Dollar angehoben.
Und dann müssen wir noch über die ehemalige Western Digital Tochter Zendisk sprechen.
Die Aktie gewann gestern 6,5 Prozent.
Und da geistert ja gerade ein Chart durch die sozialen Medien, der so aussieht, als sei der Bildschirm kaputt.
Angeblich soll Zendisk die überkaufteste Aktie...
der amerikanischen Börsengeschichte sein.
Überkauf wird gemessen am RSI.
Das ist so ein relativer Stärkeindex.
Der RSI, der läuft von 0 bis 100.
Ein Niveau von über 70 gilt als überkauft.
Und 100 ist die absolute Obergrenz.
Und Zendisk steht im Monats-RSI-Chart bei 99,2.
Und das heißt, fast jeder Monat seit über einem Jahr war grün.
Und es gibt überhaupt keine rote Kerze dazwischen.
Also das heißt ja ein Minus.
Tja, ist irre.
In echtem Geld ist die Aktie von 40 Dollar beim Tief auf rund 2000 Dollar gestiegen.
Das ist ein Verfünfzigfacher.
In zwölf Monaten seit Januar ging es fast 690 Prozent rauf.
Zendesk wurde erst im Februar 2025 von Western Digital abgespalten und ist seitdem das reinste Reflexspiel auf den KI-Speicherboom.
Speicherchips sind knapp, die Preise explodieren, der Umsatz sprang um 251 Prozent.
Auf jetzt knapp.
6 Milliarden Dollar.
Trotz Verfünfzigfachung liegt das KGV, aber immer noch nur bei rund 70.
Echte Gewinne, keine Dotcom-Luftschlösser, aber Memory ist ein zyklischer Sektor, ein Schweinezyklus.
Heute Knappheit, morgen Überkapazität.
Ein RSI von 99 zeigt nur, wie einseitig alle auf der einen Seite stehen.
Bei RSI von über 99 sollte keiner mehr hinterherlaufen.
Das ist schon wirklich krass, wenn man sich den Chart anguckt.
Dann gab es ein dickes Minus bei Fox.
Sie sagten um 16,8 Prozent ab.
Der Medienkonzern will 22 Milliarden Dollar in die Hand nehmen für die Übernahme der Streaming- und Werbeplattform Roku.
Und Roku-Aktionäre sollen 160 Dollar je Aktie bekommen, davon 96 Dollar.
Cash plus 0,9693 Fox Class A Aktien.
Und Ziel von Fox ist es, sich von so einem Content-Haus zu einer Art Plattform-Haus hochzukaufen.
Doch der Markt, der zweifelt offenbar an der Vorteilhaftigkeit der Zukaufsinvestoren, halten Roku für weniger wertvoll als von Fox unterstellt und fragen sich, ob die Transaktion in der angekündigten Form und vor allem zu den vereinbarten Konditionen tatsächlich abgeschlossen werden kann.
Skepsis gibt es unter anderem daran, dass Fox die Übernahme finanziell stemmen kann.
Naja, da war natürlich auch für die Roku-Aktion ja nicht so viel drin, zumal die ja auch in Fox-Aktien bezahlt werden sollen.
Die Aktie von Roku verlor 1,9 Prozent trotz Übernahmefantasie.
Bitter.
Salesforce gab um 0,8 Prozent nach mit der Nachricht, für 3,6 Milliarden Dollar das Technologieunternehmen Fynn zu übernehmen.
Das ist ein Experte für autonome KI-Lösungen.
Und keinen guten Tag hatten hingegen Rüstungswerte angesichts eines möglichen Kriegsendes im Nahen Osten.
Auch die sich mehrenden diplomatischen Avancen im Ukraine-Krieg, die drücken auf die Stimmung im Sektor.
Rheinmetall fielen 4,6 Prozent, Hensold 5,1 und Leonardo 2,8 Prozent.
Auch andere defensive Titel wurden abgegeben.
Deutsche Telekom büßten 1,7 Prozent ein, RWE 2,2 und E.ON auch minus 1.
Und dann haben wir noch einen wirklichen Highflyer, einer unserer Triple-E-Ideen von vor zwei Wochen.
A, T und S, die hostierten an der Börse in Wien mit Aufschlägen von 36,2 Prozent.
Das Unternehmen hat mit dem Kunden AMD sowie einem weiteren Technologieunternehmen...
Punkte zur Erweiterung von Produktionskapazitäten für High-End-IC-Substrate im Bereich Künstliche Intelligenz und High-Performance Computing vereinbart.
AT&S produzierte Leiterplatten und IC-Substrate, also Mikrochip-Schnittstellen.
Auf Basis dieser Vereinbarung erhöhte AT&S den Ausblick für das Geschäftsjahr 2627 und erwartet nun einen währungsbereinigten Umsatzwachstum von...
45 bis 55 Prozent, bisher waren es nur 30 bis 35 und noch eine Marge von 32 bis 37 und die war bisher auch nur in den 20ern, nämlich 25 bis 29.
Machst du Termine?
Ich staune erst noch über die High-End-IC-Substrate.
Wieder was gelernt.
Also Termine.
Zinsentscheid der Bank of Japan ist heute bei der Commerzbank.
Da läuft die Annahmefrist für das Unicredit-Angebot ab.
Vom ZEW kommen Konjunkturerwartungen für Juni diesen Jahres.
Logischerweise die aktuellen.
Zweiter Tag des G7-Gipfels in Evian.
Da sind die Themen der Welthandel.
Natürlich Iran und Ukraine-Krieg.
Aber auch das Verhältnis der Partner zu den USA unter Präsident Donald.
Das Thema des Tages.
Jetzt soll es im x-ten Anlauf also tatsächlich geklappt haben.
Die USA und Iran haben einen Deal verkündet.
Es gibt zwar keine Lösung für die Atomwaffenfrage, wegen der Trump den Krieg ursprünglich ja mal begonnen hatte.
Aber immerhin soll es eine Vereinbarung geben, die dafür sorgt, dass die Straße von Hormuz wieder geöffnet wird.
Wir formulieren das alles so vorsichtig, weil die Details des angeblichen Deals immer noch nicht bekannt sind und es teils widersprüchliche Angaben gibt.
Der Iran behauptete gestern, dass es die Fahrt durch die Straße von Hormuz quasi erstmal nur als kostenloses Probeabo gibt und nach 60 Tagen eine Gebühr für die Passage fällig werden soll.
Wie gesagt, alles unklar und alles unbestätigt.
Trotzdem ist der Iran-Deal heute natürlich unser Thema des Tages, denn wir haben ja eben schon darüber gesprochen.
An den Börsen ist die Nachricht, dass es endlich eine Einigung geben soll, extrem positiv angekommen.
Ist ja auch kein Wunder.
Die Hoffnung ist, dass sich die Lage auf den internationalen Energiemärkten entspannt.
Und das würde wiederum dazu führen, dass die Inflation nicht weiter steigt und die Konjunkturaussichten sich deutlich verbessern.
Und die Preise von Öl und Gas sind entsprechend nach der Nachricht auch deutlich gesunken.
Allerdings nicht ganz auf das Niveau von Vorbeginn des Krieges.
kostete Öl weniger als 70 Dollar je Barrel.
Jetzt sind es zwischen 80 und 85 Dollar.
Klar, da ist schon mal deutlich besser als Preise von über 100 Dollar, die wir ja während des Konflikts teilweise gesehen haben.
Und auch beim Gas ging es deutlich runter.
Aber auch hier liegen die Preise noch rund ein Drittel über dem Vorkriegsniveau.
Unser Kollege, der Energieexperte Daniel Wetzel, der hat für Welt analysiert, warum das auch noch eine ganze Weile so bleiben dürfte.
Es gibt nämlich ziemlich viele Hindernisse, die dafür sorgen werden, dass es noch Monate dauert, bis sich die Lage auf den Energiemärkten normalisiert hat, wenn es denn überhaupt gelingt.
Zunächst muss man das alles nochmal ins Verhältnis setzen.
Normalerweise fuhren früher rund 135 Tanker und Frachter durch die Straße von Amus pro Tag, wie gesagt.
Gestern war es genau ein einziger, der es wagte, den Deal zu testen.
Die niedrigeren Preise für Öl und Gas sind also erstmal vor allem hoffnungswertig, da wird die Zukunft schon mal ordentlich mit eingepreist.
Dass die Preise trotz der volatilen Lage schon zu stark fielen, ist laut Daniel auch ein KI-Effekt.
Die Energieagentur Montel hatte beobachtet, dass die weltweiten Preise im Vergleich zu früheren Krisen weitaus stärker schwanken.
Die von Montel befragten Experten verwiesen auf das überraschend irrationale Verhalten der Algorithmen.
Denn es sind oft nicht mehr Menschen, die am Spotmarkt kurzfristig Öl- und Gasgeschäfte tätigen, sondern eben automatisierte Bots.
Und die Computerprogramme, die werten zu einem großen Teil schlicht die Schlagzeilen der internationalen Presse und der Nachrichtenagenturen aus.
Je nach wahrgenommener Stimmungslage lösen die Algorithmen.
mit dann eigenständigen Käufe oder auch Verkäufe aus.
Die Bots sorgen so für eine sich selbst verstärkende Spirale, indem sie praktisch voneinander abschreiben, lösen sie sich zunehmend auch von der Realität.
Aber das funktioniert auch in die andere Richtung.
Wenn es in den nächsten Tagen wieder schlechte Nachrichten geben sollte vom Golf, dann kann es auch genauso randzahnd wieder hochgehen mit den Preisen.
Und Potenzial für schlechte Nachrichten, die gibt es durchaus, selbst wenn der Deal halten sollte.
Zum Beispiel ist die Gefahr von Kollisionen und Staus extrem hoch, wenn sich die Blockaden jetzt auflösen sollten.
Das Absurde ist nämlich, dass niemand so ganz genau weiß, wie viele Schiffe da überhaupt auf die Durchfahrt warten.
Viele haben ihre Transponder ausgeschaltet.
Wenn die jetzt alle gleichzeitig versuchen werden, das womöglich enge Zeitfenster zu nutzen, in denen eben der Deal für stabile Verhältnisse sorgt, dann ist Chaos programmiert.
Vor allem, wenn es noch nichts kostet.
Und Schätzungen gehen davon aus, dass mindestens 2000 Handelsschiffe auf eine Durchfahrt warten.
Das wird dauern, bis sich die Verkehrslage dann normalisiert.
Und bei extrem hohen Verkehrsaufkommen können Kollisions- und Strandungsrisiken erheblich steigen, waren die Schifffahrtsverbände BIMCO und Intertanko.
Und beide Aspekte müssten in der Vorbereitungsphase der Durchfahrt angemessen berücksichtigt werden.
Was für schöne Namen diese Verbände auch wieder haben.
Intertanko.
Doch selbst wenn alles unfallfrei abläuft, wird es Monate dauern, bis sich die Lage wieder stabilisiert hat.
Das liegt nicht nur an den langen Wegen, die die Tanker bis zu ihren Zielen zurücklegen müssen.
Um das fehlende Angebot auszugleichen, haben viele Staaten in den vergangenen Monaten ihre Ölreserven angezapft.
Ja, und die müssen jetzt erstmal wieder aufgefüllt werden.
Deshalb wird die Nachfrage vorerst deutlich höher bleiben als in normalen Vorkriegszeiten.
Und da sind natürlich keine guten Nachrichten für Autofahrer, die erstmal...
weiter mit höheren Preis an den Zapfsäulen leben müssen.
Für die Ölkonzerne wie Exxon Mobil, Chevron, Shell oder BP hingegen würde das erstmal ein weiter leicht erhöhtes Preisniveau bedeuten.
Trotzdem ging es gestern nach dem Deal erstmal deutlich runter.
Die Unternehmen verloren teils mehr als 4%.
Ehrlicher ging es auch dem LNG-Konzern Chenier.
Aber so wie Daniel schreibt, es reicht in dieser angespannten Lage schon eine kleine Nachricht.
Und das kann sich dann sehr schnell wieder alles drehen.
Kurze Zwischenfrage, Kosenamen ja oder nein?
Also so ein Mausi oder Schatzi finde ich schon süß.
Ja, stimmt, kann man machen.
Aber gibt es nicht auch zu süß?
Schnurzelpurzel ist schon grenzwertig.
Und Abschnuckelchen ist für mich Ende.
Schnurzi, Purzi, Kuschel, Herzilein.
Trennungsgrund.
Absoluter Trennungsgrund, ja.
Du, wenn dir so ein Schnurzi Purzel süß ist, habe ich da was weniger Süßes für dich.
Aha.
Fruchtinade von Spreequell.
Die hat weniger Zucker als eine normale Limo, aber dafür viel Fruchtsaft.
Klingt gut.
Schmeckt auch gut.
Die gibt es in den Sorten Orange, Maracuja und Grapefruit-Zitrone.
Probier ich mal.
Unsere Triple-E-Idee des Tages ist heute eine Aktie, die viele Anleger zuletzt eher so als, ja, für die mal sagen, die Brotschmerzmittel gebraucht hätten.
Red Care Pharmacy.
Früher Shop-Apotheke, heute einer der großen europäischen Online-Apotheken-Player.
Die Aktie war brutal gefallen, vom Hoffnungsträger zum Sorgenkind und jetzt plötzlich...
Plus 15 Prozent an einem Tag.
Was ist da los?
Redcare hat die Prognose angehoben und zwar nicht irgendwo im Kleingedruckten, sondern an allen wichtigen Stellen.
Umsatzwachstum 2026 jetzt 15 bis 17 Prozent statt bisher 13 bis 15.
Rezeptfreie Medikamente und Beauty, das heißt im Fachjargon Non-Rx, jetzt 10 bis 12 Prozent statt 8 bis 10.
Und im deutschen Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, da sollen 680 bis 720 Millionen Euro Umsatz drin.
sondern zuvor lag die Zielgröße bei nur rund 670 Millionen Euro maximal.
Und das klingt erstmal nach ein paar Prozentpunkten mehr Wachstum.
Aber der Markt, der flippt aus, weil Redcare vorher fast schon, würde ich sagen, abgeschrieben war.
Die Aktie stand über zwölf Monate massiv unter Druck.
Und die große Sorge war, das E-Rezept, das kommt zwar.
Aber Redcam muss jeden Kunden teuer einkaufen.
Also Wachstum ja, aber Rendite nein.
Jetzt zeigt das Update.
Wachstum zieht an, aber die Marge kommt mit.
Die bereinigte EBITDA-Marge, die soll 2026 bei 2,5 bis 3 Prozent liegen.
Vorher hieß es nur.
Mindestens zweieinhalb Prozent.
Das klingt nach einem geringen Unterschied, ist aber psychologisch riesig wichtig und der Beweis dafür, dass Redcare-Wachstum eben nicht nur mit Rabattkanonen und Marketinggeld kauft.
Wobei die Marketingausgaben schon gewaltig sein müssen.
Schließlich gibt es im Moment zumindest in den Boomer-Medien kein Entrinnen.
Günther Jauch erklärt auch noch dem letzten Rentner, wie er das Krankenkassenkärtchen ans Handy halten muss.
Aber die US-Investment Bank Jefferies, die rechnet für dieses Jahr immerhin mit einem bereinigten Ergebnis von 94 Millionen Euro.
Und das wäre schon mal ganz okay.
Und das liegt ungefähr 12 Prozent über Konsens und alter Guidance.
Und das trotz, Günther Jauch.
Und das ist der eigentliche Knackpunkt.
Die Aktie wird neu entdeckt, weil Anleger sehen, hier könnte möglicherweise die Skalierung funktionieren, weil immer mehr Leute ihre Krankenkassenkarte ans Handy halten.
Der Hoffnungsträger ist das deutsche Rezeptgeschäft, also verschreibungspflichtige Medikamente.
In Deutschland war das lange der heilige Gral für Online-Apotheken.
Riesiger Markt, aber regulatorisch kompliziert und lange analog.
Mit dem E-Rezept ändert sich das im April und Mai wuchs Redcares deutsches Rx-Geschäft.
Auch dann Günther Jauch.
noch um 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Das ist die Zahl, die jeder Investor jetzt rot einkreisen muss.
Aber es gibt ja noch den zweiten Teil der Story, Non-RX, also nicht verschreibungspflichtige Sachen.
Und da gab es zuletzt Sorgen wegen Konkurrenz, Druckerien, Amazon-Fantasie-Preisdruck.
Und deshalb ist das Update so wichtig.
Es ist nicht nur das verschreibungspflichtige, sondern auch das Non-Rezept-Geschäft, das wieder angezogen hat.
Im Mai sogar stärker als im April.
Und damit fällt ein Stück weit die Sorge weg, dass Red Care zwar bei ein E-Rezept gewinnt, aber im Eigenkerngeschäft möglicherweise ausblutet.
Und die Story wird jetzt breiter und damit eben auch.
Und dann kommt noch ein kleines deutsches Bürokratiewunder dazu, das sogenannte Fixum.
Ein wunderschönes deutsches Wort, das Apothekenfixum, also die feste Vergütung pro rezeptpflichtiger Packung, soll steigen von 8,35 Euro auf 9 Euro ab Juli 2026 und auf 9,50 Euro ab Januar 2027.
Das gilt auch für Versandapotheken.
Für Redcare heißt das, jede RX-Packung wird ein bisschen wertvoller Nina Warkens Gesundheit.
Gesundheitsreform sei Dank.
Klingt nach Gratis-Marge, ist aber gar nicht so einfach, denn der gesetzliche Apothekenabschlag, der kann einen Teil davon wieder auffressen.
Auch das steht in dieser Gesundheitsreform drin.
Also der Netto-Effekt ist noch nicht so ganz klar, aber die Richtung stimmt zumindest.
Für ein Geschäftsmodell, das auf Volumen und Skaleneffekten basiert, ist jeder zusätzliche Euro pro Packung durchaus wertvoll.
Aber es gibt drei große Risiken.
Die E-Rezept-Adoption muss weitergehen.
Redcare braucht nicht nur neugierige Erstnutzer, sondern wiederkehrende Kunden.
Und die Konkurrenz, die schläft natürlich nicht.
DocMorris, DM, vielleicht irgendwann Amazon, alle sehen den Markt.
Und nicht zuletzt muss Redcare beweisen, dass auch Umsatzwachstum echte Gewinne werden.
Noch ist die Profitabilität durchaus dünn.
Und Metzler, das Bankhaus, das weist sogar darauf hin, dass der Marktanteil im deutschen Rezeptgeschäft zuletzt bei rund 1,5 Prozent lag.
Das ist Chance und Warnsignal zugleich.
Die Bullen sagen, hey, großartig, dann ist noch fast alles zu holen.
Und die Skeptiker sagen, wenn es so attraktiv ist, warum geht es da nicht schneller mit dem Marktanteilsgewinn?
Deshalb ist die Aktie kein Witwen- und Weisenpapier.
Sie ist so eine Art Turnaround-Wachstums-Aber eben Wette und nicht so eine richtig dolle Investition.
Und was sagen die Kursziele?
Jefferies sieht 83 Euro, MWB 95 Euro, Metzler sogar 135 Euro.
Bei Kursen um die 56 Euro aktuell ist das ordentlich Luft nach oben.
Aber die Spanne zeigt auch, hier wird Zukunft bewertet, nicht Gegenwart.
Entscheidend sind die Halbjahreszahlen am 29.
Juli.
Dann will der Markt wissen, war April, Mai ein Strohfeuer oder der Beginn einer echten Beschleunigung.
Und wir müssen nochmal sagen, Red Care Pharmacy ist eine Aktie für sehr risikofreudige Anleger, die an das E-Rezept, an Skalierung und an die digitale Apotheke glauben.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über euer Feedback.
Deshalb schickt uns einfach eine Mail an AAA at welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung bei Spotify oder Instagram.
Tobias hat uns bei Spotify einen Kommentar hinterlassen.
Ich zitiere, das Space-Thema wiederholt sich etwas oft, schrieb er jetzt am Montag.
Und Björn hat darauf geantwortet, ja, das fällt in der Tat zuletzt sehr ins Gewicht.
Klar ist ja auch ein Thema, was den Markt bewegt, ebenso wie KI.
Ich finde jedoch auch, dass noch ein bisschen mehr...
Abwechslung in den Branchen Deep Dives toll wäre.
Okay, ihr beide habt den Space Overkill.
Wie sieht es denn bei den anderen aus?
Schreibt uns doch mal.
Weniger Weltraum oder findet ihr das Thema doch immer noch spannend?
Und wer genug von Space hat, der kann ja heute mal bei Defnault Shabits...
Also bei Devlin und mir.
Bei uns geht es um KI.
Und zwar eine ganz besondere Diskussion, die uns Journalisten seit Tagen beschäftigt.
Wie viel KI darf, soll und muss man einsetzen?
Und dürfen Texte von Politikern oder eben von Journalisten komplett von der KI geschrieben sein?
Oder darf man die LLMs maximal als Hilfsmittel verwenden?
Da gab es in den vergangenen Tagen gleich viele Fälle, die für Ärger gesorgt haben.
Und wenn ihr...
garantiert menschengeprüfte Börsen-News wollt, dann kriegt ihr die natürlich hier bei uns.
Und deshalb kannst du heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Und wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
