# Optimizing Healthspan: Strategic Shifts in Longevity Markets

**Podcast:** Tech and Tales
**Published:** 2026-06-13

## Transcript

Tech and Tales.
Herzlich willkommen zur 84.
Folge von Tech & Tales.
Heute geht es um ein Thema, das uns alle betrifft, hoffentlich, denn es geht ums Älterwerden.
Und zwar genau ums Älterwerden in Verbindung mit Technologien bzw.
was sich da alles tut.
Meine Gestern heute ist Anne Latz.
Anne ist Co-Host des Podcasts Die Ärztin und der Nerd zusammen mit Tuan Nguyen und Ärztin für Longevity.
Aber Anne, stell dich doch einmal kurz vor.
Ja, vielen Dank für die Einladung und ich freue mich, dass wir uns jetzt hier virtuell direkt so schnell wiedersehen, nachdem wir so einen Deep Dive Longevity schon hatten am Abendessentisch.
Ich bin Anne, ich bin genau wie du sagst Ärztin und Unternehmerin und ja, habe mich spezialisiert auf, früher nannten wir es eigentlich eher so Prävention, ganz unsexy oder Lebensstilmedizin und ja, arbeite auch im Bereich Psychosomatik, Psychotherapie und jetzt vor allem rund um das, ja ich sag mal Hype versus Evidenz Thema Longevitymedizin.
Wir fangen momentan an, alle uns damit zu beschäftigen, weil KI so omnipräsent wird.
Das heißt, die Technik schreitet immer schneller fort.
Social Media leistet Blicke in Leben anderer, die sehr viel dafür tun anscheinend.
Das heißt, das Gras ist natürlich immer grüner bei allen und alle fangen an, irgendwelche Supplements zu nehmen, sich irgendwie exzessiv mit ihrem Körper zu beschäftigen.
Deswegen fing ich auch vor einiger Zeit an, mich dafür zu interessieren und habe dann alle möglichen Supplements gekauft.
Nichts hat so wirklich funktioniert.
Und ich frage mich in dem Kontext, was bedeutet Longevity überhaupt?
Heißt das gesünder leben?
Heißt das länger leben?
Heißt das länger gesünder leben?
Also was ist da eigentlich die Definition?
Ja, also ich glaube...
Was man schon einmal vorweg geben kann, ist die Auseinandersetzung mit Longevity ist ja so, wie du sagst, omnipräsent, aber auch höchst individuell.
Also das heißt, jede und jeder denkt ja über ein, ich sag erstmal längeres Leben ja auch unterschiedlich nach.
Wenn man das so ein bisschen versucht, ja aus dieser High-Performance-Optimierungsecke auch rauszuholen, wie die du so beschreibst, woher wir das auch gut kennen, bedeutet Longevity wirklich, vor allem Healthy Longevity, eben nicht nur länger, sondern auch gesünder zu leben.
Und da...
Es begegnet uns immer so zwei Begriffe, die wir vielleicht einmal da direkt einführen können.
Wenn wir uns einmal so unser Leben angucken, dann haben wir eine bestimmte Lebensspanne.
Wir werden irgendein chronologisches Alter erreichen, wie es im Pass steht.
Und die Lebensspanne, das weiß man ja, hört man ja.
Wir Menschen werden ja per se jetzt schon durch die Fortschritte in Medizin oder Infektiologie, dann Hygienemaßnahmen, mehr Impfungen, Antibiotika wurden entwickelt.
Die Medizin wird immer moderner.
Also wir leben per se länger.
Das ist schon mal nicht verkehrt, aber wir haben eine Diskrepanz zwischen dieser Lebensspanne und der sogenannten Gesundheitsspanne, also der Lifespan und der Healthspan.
Und dieses Gap wollen wir eigentlich in der Longevity annähern.
Das heißt, es geht darum, eben diesen letzten Bereich einmal zu verkürzen.
Das heißt, dass wir nicht nur mehr Lebensjahre, sondern auch mehr gesunde Lebensjahre haben.
Und ja, dann, da könnten wir auch ein bisschen drüber sprechen, ist die Frage, worum geht es einem eigentlich dabei?
Wie füllt man die auch an?
Aber ich glaube, ganz wichtig ist, dass wir immer mehr verstehen, dass es nicht nur um eine Optimierung geht oder ein Biohacking geht oder um die 150 Jahre zu erreichen, sondern wirklich um diese Fülle der Jahre.
Ja, das glaube ich auch.
Ich habe nämlich, wie viele andere wahrscheinlich auch, verschiedene Health-Tracker.
Also ich habe angefangen mit einer Apple Watch, dann bin ich irgendwann zu einem Ura-Ring migriert vor, ich würde sagen, vier, fünf Jahren, also schon vor langer Zeit.
Und dann habe ich seit jetzt ein paar Monaten ein Whoop, oder es ist ein Whoop, glaube ich.
Da wird ja das chronologische Alter verglichen mit dem, ist es das biologische Alter, wie nennen die das?
Das biologische Alter, das heißt, was die quasi projizieren, wie lange man leben wird.
Und mein biologisches Alter ist deutlich älter als mein chronologisches Alter.
Das heißt, mein chronologisches Alter liegt bei 43 und mein biologisches Alter liegt bei 46 Jahren.
Warum ist das so?
Weil ich halt sehr viel Stress habe, weil ich sehr viel arbeite, sehr wenig geschlafen habe und so weiter.
Das heißt...
Und mein erster Fokus ist wieder kardiovaskuläre Gesundheit, weil ich habe früher sehr viel Sport gemacht und jetzt bin ich eher weniger dabei.
Und natürlich Schlaf.
Aber was siehst du jetzt, wenn Leute das alles tracken und so weiter und du siehst das als Ärztin, was siehst du da als die wichtigsten Hebel tatsächlich?
Also wo würdest du anfangen?
Und hast du auch solche Tracker übrigens?
Ja, ja, ja.
Also ich habe auch verschiedenste schon durchprobiert.
Im Moment habe ich auch einen Ring.
Vorher hatte ich auch schon genau das Arme, das du jetzt auch trägst.
Eine Watch hatte ich auch.
Da habe ich das aber irgendwie gar nicht so.
viel für The Health Dinge so genutzt.
Da war das irgendwie, glaube ich, eher so ein, ja, als die irgendwie ankamen, auch vielleicht eher so für Kommunikation oder so.
Ich weiß nicht, das war irgendwie so ein bisschen, da gab es vielleicht noch Steps, die man so gezählt hat.
Genau, also ich habe schon viele Sachen probiert.
Ich habe natürlich Glucosemessungen gemacht mit kontinuierlichem Glucosemessgerät etc.
Ich finde es auch wichtig, wenn man sich mit dem Markt beschäftigt, dass man es auch selber ausprobiert.
Ich finde es aber auch wichtig, dass das vielleicht auch nochmal was nicht Tracking ist, per se ja kein Selbstzweck.
Daten zu erheben soll ja irgendwie immer wie so ein Indiz sein.
Und diese Daten und Scores und Leaderboards und was auch immer sollen uns ja nicht sozusagen durchs Leben steuern.
Das ist vielleicht noch eine kleine Side-Note.
Frauen nutzen Daten ganz, ganz anders in dem Kontext als Männer.
Männer haben da ihre Scores, die die gerne posten, wo die gerne auch morgens schon wissen, wie der andere geschlafen hat oder wie gut ihr Strain ist.
Und Frauen nutzen die Daten auch in Bezug auf die Gesundheit viel kontextueller, beziehen auch sowas ein wie ihren Zyklus oder sowas.
Das finde ich auch ganz spannend.
Und für viele Menschen ist auch das tatsächlich mit dem Tracking gar nicht so...
Ganz ideal, weil das auch so eine sogenannte Data Anxiety auslösen kann.
Sprich, du wachst auf, denkst, ich fühle mich eigentlich ganz gut, gucke ich doch jetzt mal, was mein Tracker sagt und der sagt, oh, Achtung, das ist gar nicht so eine gute Performance, die Nacht war gar nicht so erholsam, der Tiefschlaf nicht genug und dann löst das auch Verunsicherung aus.
Natürlich bin ich ein großer Fan, Daten zu nutzen, auch im Hinblick auf Personalisierung und sich selbst besser so zu verstehen.
Aber ich glaube, das passiert halt sehr oft in der Longevity-Bewegung, dass wir denken, okay, erstmal alles vermessen und durchoptimieren.
Und um deine Frage nämlich zu beantworten, so ein großer Irrtum ist eigentlich, dass es damit anfangen sollte.
Denn wenn wir uns Longevity wie so eine Pyramide vorstellen, dann fangen wir am besten unten an in der Pyramide und dann fangen wir an mit unseren Lebensstilsäulen.
Lifestyle Medicine ist so die Foundation.
Das heißt, wie du schon gesagt hast, Stressmanagement, ganz, ganz wichtige Säule, Schlaf.
Ernährung, Bewegung, Rauchen, Trinken und die ganzen Späße.
Und eine ganz wichtige Säule auch die sogenannte soziale Fitness, also unsere Beziehungen.
Und das sind die sechs Säulen, die erstmal die Foundation sind.
Und dann kommen natürlich die Sachen, die wir eigentlich so assoziieren mit Longevity, sprich Supplemente, Kryotherapie, Sauna, Protokolle, vielleicht irgendwelche Injektionen, Supplemente und, und, und.
Das kommt quasi.
als nächste Ebene.
Es wird dann immer spitzer nach oben hin und so ein bisschen the cherry on the top, weil wir wissen schon, unser Lebensstil kann 80 Prozent unseres biologischen Alters beeinflussen.
Und das ist ja genau das, was du beschrieben hast.
Es gibt verschiedene Uhren, verschiedene Tracks, verschiedene Tools.
Es gibt, ich glaube, über 100 publizierte Biological Aging Clocks.
Wenige davon sind wirklich so validiert, so 10 vielleicht oder so.
Ist auch eigentlich...
Erstmal egal, weil man soll sich ja erstmal nur mit sich selbst vergleichen.
Das heißt, es geht ja eher darum, Trends zu bekommen.
Du siehst ja selber in deinem Armband vielleicht, wenn du was veränderst, wie entwickelt sich es bei dir.
Aber das ist sozusagen der zweite wichtige Begriff, den wir auch verstehen müssen.
Also chronologisches Alter, das wird sich bei uns nicht ändern, das steht im Pass.
Aber das biologische Alter heißt, es ist das Alter unserer Zellen, unserer Organe, aber auch unserer Haut, vielleicht auch unseres Gehirns.
Das sind alles Dinge, wo wir eben erstmal primär durch Lebensstilmaßnahmen Einfluss nehmen können.
Und wenn du jetzt sagst, diese Lebensstilmaßnahmen sind in dieser Pyramide ja dann der unterste und wichtigste Teil, also das Fundament.
Ernährung, Alkohol trinken, Freunde und so weiter.
Also der erste Teil davon, finde ich, ist immer schwer, weil ich finde zum Beispiel dieser ganze soziale Teil, der natürlich wahnsinnig wichtig ist, ist eigentlich nicht mit dem Ernährungsteil verheiratbar.
Weil wenn man überlegt, wenn man abends socialized und so weiter, ist ja immer Alkohol im Spiel.
Sobald ich nur ein Glas Wein trinke, sehe ich auf meinem Tracking, wie katastrophal ich schlafe.
Das heißt, wie kann man das in Einklang bringen?
Ich finde das total schwer, ehrlich gesagt.
Finde ich eine total gute Frage, das mal so rum aufzuziehen, wo es eigentlich tricky ist.
Viele sagen auch, Schlaf ist zum Beispiel für sie die schwierigste Säule.
Da zahlt natürlich, wie du sagst, was man abends isst oder trinkt total drauf ein.
Das ist total schwierig.
Genauso Schlaf liebt, also der wirksamste Faktor für einen guten...
Schlaf ist Schlafkonsistenz.
Super boring, weil wir sollten auf Freitag und Samstagabend dann ins Bett gehen, wenn wir Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag ins Bett gehen und zur gleichen Zeit am nächsten Morgen aufstehen.
Das ist sozusagen der perfekte Hack, um gut zu schlafen, wäre kein Social Jetlag zu haben, sprich nicht abends noch länger zu machen und nicht mal irgendwie da eben durch Soziales sich den Schlaf zu verbauen.
Könnte man natürlich jetzt argumentieren, okay, das geht alles irgendwie gar nicht zusammen.
Und gleichzeitig hast du eben schon beschrieben, es ist ja auch ein gesellschaftlicher Trend, das heißt, man kann auch vielleicht Communities finden, vielleicht auch im Freundeskreis, vielleicht auch in Familie, so seine, wir nennen das auch gerne Longevity Buddies, wo eben zum Beispiel nicht mal abends konsumiert wird Alkohol, wo das Abendessen vielleicht schon um 18, 18.30 Uhr startet, damit man eben schon zwei, drei Stunden vorm Abendessen die Verdauung irgendwie abgeschlossen, vom Schlafen die Verdauung abgeschlossen ist.
Ich gebe dir recht, dass es nicht immer total sozial kompatibel ist, aber ich habe immer den Tipp, fang doch mit den Säulen an, die euch am leichtesten fallen.
Also wenn jetzt Stress dein Major Pain Point ist, ist es vielleicht eine coole Möglichkeit, mit dem Frühstück als die planbarste Mahlzeit des Tages anzufangen, sich das vorzubereiten und da so ein bisschen Mood Food zu machen.
Das heißt sozusagen ein Frühstück zu machen, das einen stabilen Blutzucker generiert, das Ballaststoffe reingibt, viel Proteine, all die Dinge, die wir wissen, die aus Ernährungsfamilien medizinischer Sicht super sind und so dann zu gucken, wie starte ich in den Tag, wie geht dann die Energie etc.
etc.
Und manche Hebel sind, finde ich, viel, viel schwerer noch zu beeinflussen, nämlich soziale Beziehungen.
Das ist aber auch einer der wichtigsten, weil Einsamkeit ist so ein Megatrend.
Aber ich sehe das eher so, dass es wie so ein Schneeballsystem ist oder wir nennen es auch Habit Stacking.
Das heißt, dass wir versuchen mit kleinen Habits, die wir schon haben.
Zähne putzen macht jeder von uns.
Das heißt, wenn wir sagen, wir wollen uns irgendwie mehr bewegen oder Mobilität steigern, dass wir dann zum Beispiel balancieren auf einem Bein, während wir Zähne putzen.
Und dass wir so kleine Brücken uns bauen.
Und das ist so mein Blick auf Longevity als wirklich ein Lebensstil, den wir etablieren können.
Ja, genau.
Und das muss ja auch nicht immer...
Also man kann ja auch versuchen, andere Variationen des Gewohntens sozusagen zu probieren.
Was ich ganz witzig finde zum Beispiel, und ich trinke wirklich nicht viel Alkohol, aber meine eine Freundin erklärte mir, dass sie nur noch Daydrinking machen würde.
Ja, genau.
Den Schlaf, guter Hack.
Genau.
Und sie erzählte mir dann auch, warum kann man nicht mehr zum Brunch irgendwie Mimosas trinken.
Wie viel Alkohol man trinkt, sei ja quasi...
Also wenn man es über den Tag verteilt, ist es egal.
Sie meinte, ob du deinen Wein jetzt abends um 22 Uhr trinkst oder ob du deine Mimosa morgens um 10 Uhr trinkst, ist für deinen Körper egal.
Also Alkohol ist Alkohol innerhalb von 14 Stunden.
Und ich fand, das war ein ganz smarter Ansatz, um dann vielleicht den Schlaf nicht zu ruinieren.
Ich finde, auch das Thema Schlaf natürlich, wenn man...
junge Mutter ist und ich habe jetzt drei Kinder und drei Kinder gestillt, drei Kinder großgezogen, mehr oder weniger, dann ist das ganz schön schwer, sich immer über den Schlafgedanken zu machen.
Wenn man das einmal anfängt zu tracken, ist das super deprimierend.
Ich habe, glaube ich, zehn Jahre am Stück nicht durchgeschlafen.
Ja, also kein Scherz.
Fühle ich natürlich krank.
Wobei ich Daten zum Beispiel ganz spannend fand, dadurch, dass ich früh, bevor mein Kind kam, Daten genutzt habe, kannte ich meine sogenannte Schlafarchitektur sehr gut und ich weiß, wann ich immer meinen Tiefschlaf habe.
Das heißt, wenn ich versuche, die längste Schlafphase meines Babys damit übereinander zu bringen, habe ich quasi durch meine Daten, die ich sehr gut kenne, die haben sich auch nicht geändert, habe ich das sozusagen in meinen Daten gesehen, dass quasi dieses Tiefschlaffenster ich kriege, wenn ich ungefähr, wenn sie auch von 10 bis 2 schläft oder so.
Und das fand ich jetzt total empowernd, weil ich dachte, auch den Ring kannst du jetzt wegwerfen.
Ich habe natürlich trotzdem erstmal geguckt.
Genauso habe ich gesehen, dass das Stillen an sich, meine Herzratenvariabilität, was ja auch so ein wichtiger Marker ist, verbessert hat, dadurch, dass durch die Stillhormone Entspannung auftraten.
Das heißt, ich hatte auch so ein paar coole Aha-Erlebnisse.
Auch wenn ich jede Nacht sehe, okay, sie hat Probleme durchzuschlafen, sagt mir natürlich mein Tracker.
Ja, okay.
Das ist super interessant, weil das geht nämlich in diese Richtung der Personalisierung.
Also das heißt, und ich glaube, das ist ja der absolute...
nächstes Schritt der KI auch in Richtung der Prävention.
Das heißt, dein Ring zeigt dir quasi, du weißt quasi sehr personalisiert, wann du schlafen musst, damit du den maximalen Output hast.
Und das ist natürlich, also was du sagst, die Herzfrequenzvariabilität und dann natürlich das nächste, was in dem Kortex wahrscheinlich wichtig wäre, ist Blutzucker und grundsätzlich, wie du geschlafen hast und so weiter.
Das heißt nämlich, dass wenn die KI das alles weiß, also je mehr Daten du hast, desto besser kannst du natürlich auch planen und dann Prävention betreiben.
Wir sprachen, als wir uns vor zwei Wochen sahen, über wie viel Prävention oder wie viel Geld in Deutschland für Prävention ausgegeben wird.
Und du nanntest dazu ein paar Zahlen.
Was war das nochmal?
Ich fand das nämlich erstaunlich, unterschreckend.
Und zwei Prozent waren irgendwie die Gesundheitsausgaben in dem Kontext, also wirklich wenig.
Das war so eine Frage dazu, auch einfach, Wie viel Geld wird in Prävention gesteckt?
Warum sind wir als eigentlich ein sehr reiches Land, das extrem hohe Ausgaben im Gesundheitsbereich hat, auch da so schlecht aufgestellt?
Und ja, wir haben halt einfach so ein riesiges Problem, auch Prävention wirklich auf die Straße zu bringen.
Also ich habe schon im Ministerium gearbeitet, im Bereich Diabetesprävention.
Das ist ja wirklich, Stoffwechselerkrankungen sind ja wirklich ein Riesenthema, weil ja viele der Erkrankungen, die ich eben genannt habe, für diese letzte Spanne im Leben.
Dieses Gap zwischen Gesundheits- und Lebensspanne sind ja chronische Erkrankungen, die oft einfach mit dem Alter zunehmen.
Deswegen sind wir da oft so krank.
Ja, und das ist irgendwie so ein bisschen auch, warum ich mich dem Longevity-Begriff, ich muss ganz ehrlich zugeben, ich habe mich am Anfang sehr dagegen gesträubt.
Wir haben ja sogar einen Podcast, der unter anderem das Thema fokussiert.
Und am Anfang habe ich genau diese Assoziation gehabt, so ein bisschen von Tech-Bros, Optimierung, männliches Thema.
Und habe aber gemerkt, dass das Longevity total viel auslöst bei Leuten.
Entweder wollen alle jetzt irgendwie eine Scheibe abschneiden vom Kuchen, weil jeder will den Trend nicht verpassen.
Oder man ist so total anti und sagt, ich mache so, worauf ich Lust habe, was ja auch gesundheitlich gar nicht so verkehrt ist, sich so seiner Sinnhaftigkeit und Intuition hinzugeben.
Ich habe dann gemerkt, okay, vielleicht ist das mal die Brücke, das, was wir schon lange Prävention, Sportmedizin, Ernährungsmedizin nennen, eigentlich mal in die breite Masse zu bringen.
Weil politisch ist das sehr, sehr, sehr schwierig.
Ja, das ist erstaunlich.
Und wir haben doch auch gleichzeitig eine sehr schlechte Altersprognose, oder?
Also wenn wir uns als Deutschland vergleichen mit den anderen Industrienationen, also abgesehen von Amerika, die einfach ein unfassbar schlechtes Gesundheitssystem haben.
Im Hinblick auf deren breite Masse, also sicherlich nicht für die Eliten, aber für den durchschnittlichen Bürger, da sterben wir sehr früh eigentlich, obwohl wir so wahnsinnig...
Obwohl wir so viel ausgeben.
Wir haben ja wirklich extrem hohe Gesundheitsausgaben, also für Behandlung, für Pflege, für Reha.
96 Prozent unserer Gesundheitsausgaben sind das.
Und man würde ja auch davon ausgehen, dass das eigentlich ein gutes Gesundheitssystem ist, in dem wir sind.
Aber genau durch diesen geringen Teil von Prävention von zwei bis vier Prozent ist es wirklich so.
Wir sprechen immer noch von dieser Reparaturmedizin, aber es ist nun mal so.
Das heißt, deswegen ist es eigentlich so eine witzige Diskussion, irgendwie dieses Longevity-Thema, wo wir darüber sprechen, 120, 150 wollen wir werden oder zumindest 100.
Und dann halt so diese realistische Blick darauf, dass wir im Moment irgendwie das noch gar nicht gut schaffen, überhaupt im europäischen Vergleich gut dazustehen.
Ja, das ist in der Tat erstaunlich und ich finde, es gibt auch, wenn man sich dann zum Beispiel diese Blue Zones anschaut, dann guckt man nach Sardinien, man guckt nach Japan, man guckt in Gebiete da, in denen die Menschen wahnsinnig lange leben und dann schaut man sich die Ernährung an.
Und die haben natürlich alle irgendwie eine mediterrane Ernährung.
Die haben alle viel Fischöle, die leben alle gefühlt von sonnengereiften Tomaten und Olivenöl.
Am Ende hat man ja festgestellt, dass es nicht wirklich das ist.
Also es ist sicherlich die Ernährung, es sind sicherlich soziale Kontakte, es ist sicherlich die Sonne und das alles.
Aber, und das finde ich nämlich als nächste Säule deiner Pyramide auch ein sehr interessanter Faktor, es ist der Umstand, dass die alle in geografisch herausfordernden Gebieten leben.
Das heißt...
Alltagsbewegung ist quasi ein Thema.
Alltagsbewegung ist das, was einen am Überleben hält.
Das heißt, es ist nicht mal, also es ist nicht die Olive, die du isst, sondern es ist der Berg, den du erklimmst mit irgendwie 85 Jahren.
Und die leben nämlich alle, diese ganzen Blue Zones sind alles sehr...
Gebirge oder fast Klippenregionen kurz vor den Fischerdörfern, wenn man so möchte.
Das sind praktisch die Berge, die hinten hochgehen, hinter Küstenregionen.
Und was ich daran so spannend finde, ist, dass die, wenn man sich dann die Langlebigkeit oder das Alter der Küstenregionen ansieht, dann ist die genauso wie in Deutschland gefühlt.
Nicht gefühlt, sondern ist die genauso wie in Deutschland.
Nur, sobald man den Berg hochgeht, werden die Menschen deutlich älter.
Und das ist eben, das ist die Motorik.
Das heißt, das ist das, was am Ende uns lange leben wird, ist die Bewegung.
Und dann frage ich dich, was ist aus der Longevity-Perspektive, was ist quasi für uns die beste Art, uns zu bewegen?
Ist es Cardio?
Sind es Gewichte?
Sind es, dass wir den ganzen Tag irgendwie, dass wir 18.000 bis 20.000 Schritte am Tag haben?
Was meinst du?
Oder was sagt die Forschung dazu?
Genau, also wir wissen ja auch, dass die Muskeln wirklich so ein Longevity-Organ sind mit den ganzen Brotenstoffen, die sie auch in den Körper reinschicken.
Ich finde es auch nochmal wichtig daran zu sagen, es geht da bei dem Beispiel auch viel, ich würde sagen, das ist eher Alltagsbewegung, das heißt, das ist ja nicht dedicated Sport.
Man geht den Hügel hoch, aber die joggen den jetzt nicht hoch, sondern das ist einfach Teil ihres Lebens.
Und wir wissen, diese sogenannte NEED, also die nicht dediziert als Sport ausgeübte Alltagsbewegung, kann 15 bis 50 Prozent unseres Kalorienverbrauchs ausmachen.
Also ich finde die Alltagsregelung ist sozusagen aus einer Longevity-Perspektive ein super unterschätzter, aber super potenter Hebel.
Und ich versuche das auch immer so ein bisschen auf unsere Bürowelten zu übersetzen.
Also wie kann man sich da selbst so ein bisschen austricksen?
Naja, man kann ja mal sagen im Supermarkt, ach mega, der Parkplatz ganz hinten in der Ecke ist nur noch frei, dann muss ich ja noch ein paar Schritte gehen.
Oh, die Toilette bei mir, die Frauentoilette ist aber einen Stockwerk höher, dann gehe ich doch vielleicht mal drei Stockwerke höher und gehe da hin.
Also diese kleinen Dinge, dass man so ein bisschen überlegt, wie kann man wirklich Alltagsbewegungen auch wieder zu einem Bestandteil machen.
Das ist auch aus einer Glucose-Perspektive zum Beispiel total wichtig, dass man, wenn man gegessen hat, sich nicht sofort wieder an den Schreibtisch sitzt.
So kann man dann irgendwie sagen, okay, ich mache meine Hausarbeit noch als kleine Skill und bringe jetzt noch den Müll raus.
Solche kleinen Dinge, weil das wissen wir ja natürlich auch.
Wir haben einmal so ein...
Ganz krasses Umfeld von Ernährung im Überfluss und einen ganz passiven Lifestyle, wo Sitzen irgendwie total das Thema ist.
Du hast gefragt, was ist wichtig aus einer Bewegungsperspektive?
Alltagsbewegung.
Dann habe ich eben schon kurz angedeutet, Mobilität ist was, was auch ganz, ganz, ganz wichtig ist.
Da muss man einfach mal so eine kleine Zeitreise machen, wenn man jetzt mal sagt, ich will.
will 100 werden.
Dann lade ich immer alle dazu ein, sich zu fragen, warum möchtest du denn 100 werden?
Wenn das was ist, zum Beispiel wie ich möchte noch Tennis spielen oder meinen Garten bepflanzen oder mit meinen Enkeln auf dem Boden knien.
Das sind alles Dinge, wo es ganz cool ist, wenn man sich gut hinhocken kann und wieder aufstehen kann, ohne krasse Schmerzen oder wenn man einfach da sich mobil fühlt.
Das ist sozusagen ein Hebel, also Mobilität, Flexibilität.
Das heißt, solche Bewegungsrituale sind wichtig.
Dann nicht nur bei uns Frauen, aber auch bei uns Frauen Thema Kraft.
Das ist auch ganz, ganz wichtig.
Einfach um auch kraftvoll zu sein und zu bleiben.
Stürzen zum Beispiel vorzubeugen.
Das ist sozusagen was, was auf Muskel- und auch Knochengesundheit einzahlt.
Und auch für unsere Vioto Max.
Also dass wir einfach so ein bisschen Cardio-Training machen, gepaart mit auch ein- bis zweimal die Woche kurzen High-Intensity-Einheiten.
Also das wäre sicherlich so das ideale Setup.
Das klingt jetzt schon wieder nach krass viel, sodass ich irgendwie auch immer sage, fangt mit dem an, was irgendwie klappt.
Also ich glaube, Alltagsbewegung ist schon der Hebel, wo fast jeder von uns eine Schippe drauflegen kann.
Diese sogenannten 10.000 Schritte, das wurde dann auch wieder irgendwie, da gibt es eine Studie, die sagt, es sind 6.395, die man braucht und das ist sozusagen ausreichend.
Auch da kenne ich viele Beispiele, dass Leute da...
Es ist ja so ein schmaler Grad, so ein Streak machen mit ihrem Tracker und dann irgendwie abends dann noch laufen, was auch motivierend sein kann.
Aber auch hier würde ich einfach eher sagen, dass es darum geht, es nicht immer nur zu so einem To-Do zu machen, sondern dass man mit sich keine Diskussion macht.
Weil das ist bei allen Gesundheitsthemen wichtig, dass ich nicht jedes Mal diskutiere, nehme ich Aufzug oder Treppe, sondern dass es so einen Default-Modus gibt für so binäre Entscheidungen, die einfach klar sind.
Total.
Ich versuche immer sehr viel zu gehen, einfach weil ich das Gehen fast meditativ finde.
Das heißt, wenn ich irgendwie kann, dann gehe ich lieber eine Stunde zu meinem Termin, zu meiner Arbeit überall hin, als dass ich das Fahrrad nehme oder das Auto oder ÖPNV oder so, sondern ich versuche permanent.
permanent bin ich quasi am Gehen.
Okay, das heißt, wir haben Bewegung.
Das heißt, wir brauchen die Neat, also das heißt, die kleinen Alltagsbewegungen in Summe machen die Hälfte aus.
Dann haben wir gesagt, Longevity wird auch logischerweise durch Schlaf.
Dann, of course, gesunde Ernährung.
Wir wissen alle, dass das möglichst eiweißreich und so weiter sein soll, möglichst vitaminreich.
Möglichst bunt.
Genau.
Oder ein Mikrobiom als kleines Stichwort Ballaststoffe.
Einfach ganz wichtig, davon auch unsere Stimmung beeinflusst.
Also das ist sozusagen auch was, was ich finde, ein super easy Hebel ist, einfach mehr Farben zu inkludieren.
Das ist auch so eine Brücke, nicht nur so where's my protein, where's my rainbow.
Das sind immer so die zwei Sätze, die ich so mitgebe bei Ernährung.
Ja, sehr gut.
Und dann das nächste Level in der Pyramide sind dann unter anderem Supplements.
Daher meine Frage an dich.
Es wird so viel über Peptides, also Peptide gesprochen.
Und ich habe dich bei dem Abendessen ebenfalls danach gefragt, was sind eigentlich Peptide?
Das ganze Internet ist voll davon, Social Media ist voll davon, angeblich jeder, der Influencer ist, nimmt irgendwelche Peptides.
Was genau ist das und was machen die?
Genau, also wenn wir jetzt über Supplemente reden, dann reden wir jetzt erstmal...
über irgendwelche Tabletten und so weiter.
Und Peptides sind ja jetzt wirklich schon nochmal so ein Level weiter, wo wir uns einig waren, das ist so das Trendthema.
Jeder will da auch wieder nichts verpassen.
Ja, was sind Peptide?
Peptide sind letztlich nur kurze Ketten von Aminosäuren.
Aminosäuren sind ja ...
Die Bestandteile unserer Proteine.
Und die wirken im Körper wie so Signalmoleküle.
Also das können Hormone sein, Neurotransmitter sein, Wachstumsfaktoren.
Aus dem Kontext kennt man Peptide auch ganz viel.
Aus so diesem Thema, zum Beispiel Muskelaufbau.
Und Peptide haben unter anderem ganz viel Popularität bekommen durch das Thema GLP1-Analogar und die weiteren Klassen, also unsere sogenannten Zempix und Co.
Dadurch sind die wirklich in aller Munde.
Das ist sozusagen die dominierende Klasse von Peptide.
Peptiden, die sind auch zugelassen.
Das ist ganz, ganz wichtig.
Wurden an Menschen erforscht und haben dann natürlich, ja, also ich glaube, wir alle haben mitbekommen, dass die wirken auf unseren Stoffwechsel.
Das heißt, eine Gewichtsabnahme kann erleichtert werden, aber auch eben gerade so eine Diabeteserkrankung kann damit viel besser eingestellt werden oder sogar.
eben wieder reversibel gemacht werden.
Also ein Typ 2 Diabetes.
Genau.
Und das ist sozusagen erstmal alles fein, alles super.
Jetzt haben natürlich Leute gemerkt, okay, das kann ja auch für mich als nicht stark übergewichtige Person ganz interessant sein.
Vielleicht könnte ich das einfach ein bisschen spritzen und dann wirkt das natürlich relativ spannend.
Ja, vielleicht auf mein Gewicht.
Das fehlt mir ein bisschen leichter.
Ich habe nicht so viel Heißhunger oder auch auf andere.
Themen, weil wir finden immer mehr raus, dass es auch zum Beispiel auf andere Süchte oder Impulse wirkt, weil zum Beispiel im Kontext Essen beschreiben die Menschen, die GLP1-Analoga und Co.
spritzen, dass dieser Food Noise, dieses ständige Denken an Essen, was ja oft ein Thema ist, dass der einfach gedämmt wird.
Genau.
Und diese Klasse wirklich ist medizinisch etabliert und wächst rasant, rasant.
Im Moment muss man sich die noch spritzen.
Und der nächste Schritt ist hier dann halt die orale Einnahme, also über eine Tablette.
Das ist sozusagen auch quasi da.
Das ist auch natürlich noch niederschwelliger dann möglich.
Ja, und dann gibt es aber im Kontext Peptide einen riesigen Wildwuchs von Substanzen, die eben...
nicht alle an Menschen erforscht sind.
Und darüber haben wir auch ein bisschen diskutiert, die man irgendwie auf irgendeinem Weg im Internet schon bekommt.
Und gerade in den USA natürlich ein Riesenthema sind, wo jetzt zum Beispiel eben 16-jährige Jungs sich bestimmte Peptide spritzen, um zum Beispiel Muskelaufbau zu machen.
Ich hatte Wachstumshormone erwähnt.
Und das ist natürlich was, was extrem tricky ist, weil alles, was wir jetzt nicht offiziell über die Pharmazine oder so beziehen können, wissen wir ja gar nicht, was da so drin ist.
In den USA ist diese Welt ein bisschen anders.
Das sind so Compounding Pharmacies.
Das heißt, da konnten die Apotheken diese Substanzen einfach herstellen individuell, auch wenn die nicht zugelassen sind.
Und da war dann riesige Grauzone, wo aber auch jetzt gerade ein bisschen eingedampft wird.
Ja, in Deutschland gibt es das halt gar nicht.
Und viele Peptide sind hier für den menschlichen Gebrauch einfach...
schlichtweg nicht erlaubt.
Ja, weil ganz interessant, es gibt ja tatsächlich ein Peptid, das die eigene Hautfarbe dunkler machen lässt.
Was ich natürlich super gerne hätte.
Ich bin immer sehr genervt von meiner wahnsinnigen Blässe.
Das heißt, ich würde sofort nehmen, wenn es irgendwie verfügbar wäre.
Aber ist es nicht.
Also es gibt halt wirklich auf allen Achsen.
Es geht im Kontext Longevity was, neurologischer Ebene.
Reproduktive Achse, Wachstumshormone, wirklich Knochengesundheit, also Hautgesundheit.
Also es ist wirklich krass, wie viele es da gibt.
Und da gibt es auch Menschen, die beschäftigen sich seit 20 Jahren damit.
Das ist ja kein Thema, dass auf einmal so da war.
Dann wurde ja auch schon lange drin geforscht.
Aber es ist natürlich auf diesem Graumarkt.
Und ich bin da sehr konservativ, weil ich denke mir, wenn ich mir irgendwas spritzen würde, wo ich nicht genau weiß, was drin ist und ob es irgendwie reversibel ist und wo, auf welchen Wachstumsfaktoren im Körper es wirkt, schwierig.
Total.
Ich finde, das Einzige, was ich daran so ein bisschen interessant finde, ist, wie Social Media dem Ganzen Reichweite gegeben hat, weil vorher wusste kein Mensch davon und es ist immer natürlich so ein bisschen ambivalent auf der einen Seite.
natürlich edukativ, also ich meine, es demokratisiert Wissen, es demokratisiert Zugang zu all dem.
Auf der anderen Seite ist es natürlich auch sehr gefährlich, weil wie du schon sagst, wenn sich 16-jährige Jungs Wachstumshormone spritzen, können sie lebenslang davon Schaden tragen.
Also, okay, nicht sehr sinnvoll.
Aber was an Supplements empfiehlst du denn, was zu nehmen ist?
Sicherlich wird es auch, glaube ich, auch dank AI wird es noch sehr viel mehr Wirkstoffforschung geben, weil das ist momentan ja das auch, was was künstliche Intelligenz super gut kann.
Das heißt, vor allen Dingen DeepMinds, Isomorphic Labs machen viel oder InSilical Medicine, die machen auch sehr viel, um eben so ganz krass maßgeschneiderte Moleküle zu entwickeln.
Aber grundsätzlich, bis wir jetzt da sind, dass die medikamentisch stabil sind und so weiter, was empfiehlst du so an Standardsupplements, was wirkt?
Weil sehr viel ist ja einfach nur Placebo am Ende.
Naja, die präzise Antwort ist natürlich, messen machen, messen.
Das heißt, ich habe heute Morgen beispielsweise im Blutabnahme gehabt, irgendwie acht Röhrchen oder so, weil ich jetzt nochmal komplett, ich habe irgendwie ein Kind bekommen, Stillzeit etc.
Das heißt, je nach Lebensphase muss man ja immer wieder gucken und würde immer empfehlen, wenn man wirklich das Gefühl hat, wenn man einmal das so für sich aufräumen, dass man irgendwie ein bis zweimal im Jahr eine ausführliche Blutanalyse macht und guckt, wo wirklich Nährstoffdefizite sind.
Das will sich nicht jeder leisten, kann sich nicht jeder leisten und ist vielleicht auch nicht...
erstmal für jeden so top of mind, das zu tun.
Aber das wäre natürlich super.
Und dann kann man nämlich genau personalisiert gucken, was ist für mich als Frau in einem bestimmten Alter auch der Optimalbereich.
Weil ich glaube, das ist nochmal ganz wichtig.
Wir haben immer so Laborreferenzbereiche, die sehr, sehr, sehr breit sind, weil die natürlich einfach, ja, normal Verteilung sind über ...
All die Daten, die bei Laboren eingehen, das sind oft natürlich Daten auch von kranken Menschen und ich finde, das ist nochmal ein ganz wichtiger Hinweis, dass man da nochmal, wenn dann auf Optimalwerte schaut.
Naja, aber dann gibt es natürlich Werte, da wissen wir irgendwie in Deutschland, dass schon viele Menschen einen Mangel haben und davon profitieren.
Da denke ich an sowas wie Vitamin D.
Darf ich einmal einhaken mit diesem Vitamin D?
Also mir wurde immer ein Vitamin D-Mangel diagnostiziert.
Ich komme jetzt auch aus dem Norden Deutschlands.
Und angeblich wird im gesamten Nordeuropa immer Vitamin-D-Mangel diagnostiziert.
Kann das wirklich so sein?
Oder sind diese Richtwerte vielleicht falsch?
Ja, das ist eine ongoing Diskussion.
Du wirst auch fünf Ärzte fragen und fünf Meinungen kriegen, wie streng man das sehen muss oder nicht.
Ich meine, es ist halt einfach super wichtig für Knochengesundheit, gerade wenn wir jetzt sagen, so Richtung Osteoporose, Knochenbrüche verhindern von Frauen.
Das ist ja was, was schon irgendwie bei Frauen im Kontext Menopause zum Beispiel eine Rolle spielt.
Das ist aber super wichtig fürs Immunsystem.
Dann sagen wir immer, es ist eher was für die Wintermonate, weil der Körper bildet er ja durch Sonnenlicht auf der Haut.
Ein nachgewiesener, ganz krasser Mangel ist so diese Unterscheidung, was ich auch meinte, mit einem Optimalbereich und Referenzbereich.
Also das ist so ein bisschen die Frage, wo in diesem Referenzbereich ist man?
Ist man zufrieden, wenn man um unter ein Drittel ist?
Oder möchte man da wirklich ganz, ganz in den oberen Bereich sich bewegen?
Ich empfehle da schon, und das ist auch nicht so teuer, Vitamin D kann man sich wirklich gut mal bestimmen lassen und dann halt wirklich überlegen, ist das was, wo ich eine Supplementierung kontinuierlich einfach machen kann.
Okay, und du sagtest auch interessanterweise, dass man nicht diese Einmaldosen nehmen soll, diese 20.000 Einheiten, sondern das kontinuierlich jeden Tag?
Genau, da gibt es dann irgendwie je nachdem, ob man, also es sind dann diese internationalen Einheiten, die man einnimmt.
Es gab früher so dieses Depot, das man eher so sonntags nimmt und jetzt wissen wir, dass es eigentlich besser ist, das über die Woche verteilt, also tägliche kleineren Dosen zu nehmen, kontinuierlich.
Warum ist das so?
Einfach für die Reserption dann einfacher ist und eine kontinuierliche Verfügbarkeit im Körper.
Okay, das heißt, wir machen ein Blutbild, wir nehmen Vitamin D.
Was steht noch an, was ist noch sinnvoll?
Was vielleicht auch immer noch ganz spannend wäre zu messen, was irgendwie auch in Deutschland nicht standardmäßig erfasst wird, wo aber eigentlich fast alle wirklich außerhalb des...
erwünschten Bereich sind, ist der Omega-3-Index.
Das heißt, da messen wir diese Omega-3-Fettsäuren, vor allem EPA und DHA.
Und der ist ja eigentlich in Deutschland so ein optimaler Bereich, also 8 bis 12 Prozent.
Der wird in Prozent gemessen.
Und ja, das ist eben was, wo viele drunter liegen.
Das heißt, man würde Omega-3 supplementieren.
Entweder man nimmt einfach so ein Öl.
Das ist als Omega-3-Öl immer verfügbar oder ist ein fettreicher Fisch.
Das ist so ein bisschen die Frage der Ernährungsform.
Bei Ernährung wird es ja immer so ein bisschen dogmatisch.
Genau, und das ist sozusagen was, was ganz spannend ist, weil das einer ist, den viele nicht so auf dem Schirm haben.
Der ist ein bisschen teurer im Labor, aber den muss man halt auch nicht andauernd bestimmen.
Das wäre sicherlich auch was, wo man profitieren kann und was man zum Beispiel gut morgens auf seinen Frühstückenlöffel tun kann oder sowas.
Okay.
Okay, super.
Ich nehme immer dieses Magnesium bis Kilsinat.
Das muss ich sagen, wirkt eindeutig besser als alle anderen, finde ich persönlich.
Aber das heißt, wir sollten möglichst in einem klippenhaften oder in einem komplexeren Umfeld leben, damit wir motorisch noch herausgefordert werden bis ins hohe Alter.
Das heißt, wir sollten möglichst...
Buntes Essen oder wir sollten einen Regenbogen und möglichst viel Protein essen.
Einige, aber nicht zu viele Supplements.
Dann Daydrinking.
Das ist ganz wichtig.
Wichtigster Heck.
Wichtigster Heck, um das soziale Leben nicht einschlafen zu lassen, aber nicht die Schlafqualität drunter zu leiden zu lassen.
Dann natürlich die Entwicklung sowohl der Medizin als auch der KI im Auge behalten, denn es wird sicherlich bald digitale Zwillinge geben.
So wie es diese digitale Zwillinge auch in der Industrie gibt, wird es die auch in der Medizin geben.
Das heißt, dass digitale Kopien von uns selbst sich genauso wie wir selber verhalten und wir dann irgendwann Medikamente quasi an uns selber testen können, bevor wir sie selbst nehmen.
Und was hattest du noch gesagt?
Was war noch der letzte Teil der Pyramide?
Naja, wir haben vielleicht nochmal ein ganz spannendes Thema soziale Beziehungen.
Das ist sozusagen das, wo du gesagt hast, der Teil macht eigentlich alles kaputt.
Würde ich so ein bisschen sagen, ja und nein.
Klar kann man zusammen trinken, aber da gibt es eine ganz, ganz bekannte Studie aus Harvard.
Das ist wahrscheinlich eine der längsten Langzeitstudien, die es gibt.
Die hat 1938 schon gestartet.
Harvard Study of Adult Development.
Da hat man jetzt ja schon 85 Jahre jetzt geforscht und da wurde immer wieder herausgestellt, dass gute Beziehungen unser stärkster Prädiktor für Gesundheit, für Glück und Langlebigkeit sind.
Also wir nennen das ja auch Social Fitness.
Das ist so ein bisschen das Gegenstück zu eben körperlicher Fitness.
Da geht es um Freundschaften, Pflegen, Familie anbinden.
Kontakte knüpfen, aber auch, wie gehe ich mit Konflikten um und wie vermeide ich Einsamkeit?
Und ja, wir sagen auch immer, Social Fitness muss trainiert werden, ist auch wie so ein Muskel.
Ist natürlich manchmal schwieriger, aber ist einfach wichtiger als Einkommen, IQ, sozialer Status, alles haben die untersucht, weil einfach, und das ist natürlich vielleicht auch nochmal spannend, so diese erste Hebel, den du ja angesprochen hattest, gute Beziehungen reduzieren einfach unseren chronischen Stress.
Chronischer Stress ist weniger, weniger Entzündungswerte im Körper, gesünderes Herz und Immunsystem besser und auch Depressionen und kognitiver Abbau sind dadurch im Idealfall verringert.
Ja, tatsächlich.
Stress ist immer der absolut tödliche Faktor in allem.
Es gibt natürlich verschiedene Arten von Stress, aber auch gerade so Mikrostressoren sind so ein Thema, die wir gar nicht so bewusst haben.
Was sind Mikrostressoren?
Ein Beispiel wäre so Push-Notifications oder sagen wir mal, wir starten jetzt den Podcast und du hast noch kurz vorher deine E-Mails gecheckt, hast so einen Betreff gelesen von einer Person und denkst, was ist da jetzt gemeint?
Jetzt denkst du immer mal kurz, hat dich kurz so aktiviert, du denkst währenddessen darüber nach und bist sozusagen dadurch immer in so einem latenten Stress.
Also Mikrostressoren sind oft ungeplant, chronisch, kontinuierlich.
Das ist auch eher so ein populärwissenschaftlicher Begriff, aber ich finde, in unserer Dopamin-Hoppings-Zeit mit tausend Tools ist...
der eigentlich total relevant, weil die oft uns so nicht so bewusst sind.
Und das ist sowas, dann hört man irgendwie eine Voice ab und antwortet nicht drauf und nachher denkt man darüber nach.
Ach Mist, was war denn da gemeint?
Also alles, was so latent mitspringt.
Und das ist was, was man, finde ich, ganz gut managen kann, wenn man es einmal für sich identifiziert hat.
Sprich...
Dass wir unser Handy managen und nicht das Handy uns.
Dass wir entscheiden, wann gucken wir Nachrichten und nicht, dass wir Pushs haben.
Also das sind so kleine Hebel, die aber extrem wichtig sind, weil dieses Dopamin-Hopping, ja, und das führt zu so einem Begriff, jetzt muss ich noch einen so reinwerfen, der heißt Time-Konfetti, wo wir gar nicht mehr wissen, wo unsere Zeit so zerfasert.
Und das ist sicherlich was, was wir alle kennen.
Und das darf auch mal passieren, aber wenn uns natürlich immer das so entgleitet und zerfasert, ist das auch ein weiterer Stressor, der neben diesen großen Lebensstressoren auch eine Rolle spielt.
Ich glaube auch, dass das Gehirn gar nicht kognitiv in der Lage ist, dieses Multitasking zu machen.
Ja, das ist es nicht.
Das können nur Computer.
Ja, genau.
Das heißt, diese 20 Fenster parallel aufzuhaben, kann das Gehirn nicht, beziehungsweise mag es nicht.
Eigentlich ist es dafür gemacht, uns auf eine Sache in der Tiefe zu konzentrieren.
Ja, voll.
Und es ist ja auch wahnsinnig schwer, auch diese Mikrostressoren dann einfach auszuschalten.
Es ist ja nicht so, dass man auf dem Handy dann, wenn man eine E-Mail...
aufmacht und den Betreff liest, dass man das dann in der nächsten Sekunde vergessen hat.
Und deswegen geht auch der Trend immer mehr dazu hin, zwei Handys zu haben.
Also ich persönlich habe auch zwei Handys und dieses, dass man die beruflichen Nachrichten und den gesamten beruflichen Kontext auf einem anderen Handy hat, finde ich persönlich sehr empfehlenswert.
Ich habe auch alle meine Notifications aus.
Ich habe Dark Mode abends auch.
Auf meinem Laptop zum Beispiel sind auch alle Icons monochrom.
Das heißt, ich habe auch keine bunten Icons mehr.
Das habe ich auf dem Handy auch.
Geht das am Laptop auch?
Ja, geht auf dem Mac geht es auch.
Das fand ich einen krassen Game Changer auch.
So diese Ruhe, die reinkommt, wenn du gar keine Alerts und roten...
Pop-Ups mehr hast, ne?
Rote Pop-Ups und auch diese ganzen Logos und Icons sind ja auch auf maximale Aufmerksamkeit getrimmt.
Und sobald man das an irgendeiner Form runterfahren kann, glaube ich, gewinnt man schon sehr viel.
Fand ich auch.
Fand ich auch super niederschwelliger.
Also es hat bei mir auch einen krassen Unterschied gemacht.
Manchmal muss man die App ja richtig suchen dann.
Aber dann fragt man sich auch, brauche ich die wirklich, ne?
Anstatt diesen Go-To.
Ja, absolut.
Und vor allem, wenn man merkt, dass wir natürlich nur Subjekte...
zum Monetarisieren sind, muss man sich irgendwann dagegen wehren.
Bis zu gewisser Weise zahlt man ja mit seinen Daten und seiner Aufmerksamkeit für diese digitalen Produkte, die ja auch teuer in der Produktion sind und so weiter.
Ich sehe es auch ein.
Aber ab einem gewissen Punkt, finde ich, geht es nicht mehr, weil dann brauche ich meine Aufmerksamkeit für mich selbst und für meinen Alltag.
Und dann muss man das Ganze irgendwie einschränken, meines Erachtens.
Ja, und das ist auch was für eine Gehirn.
Wir haben ja viel über jetzt...
sage ich mal Bio-Age und so gesprochen, da denkt man ja auch immer sehr was Körperliches beim Thema Altern, ist es ja auch, aber es gibt ja auch so die sogenannte Cognitive Longevity, also dass wir auch kognitiv wirklich noch in der Lage sind, flexibel zu sein, mental irgendwie ja noch sharp zu sein, Sinnhaftigkeit zu empfinden, das ist super, super wichtige Dimension, so dieser ganze mentale Aspekt, wenn wir uns mit Longevity auseinandersetzen und nicht in so was protokollhaften drin sind.
Weil das kann ja auch so einen Druck machen und so einen Optimierungszwang.
Also dann gibt es dann wirklich so Orthosomnie, Orthorexie.
Das heißt, ich esse nur bestimmte Dinge.
Ich bin total ...
meinem Schlafrhythmus unterworfen.
Und es ist ja sehr wichtig, ja, irgendwie eine mentale, sinnhafte Haltung zu haben.
Und da ist natürlich so die Frage, wie wir uns dann durch diese Dopamin-Hopping-Sachen auch da verschützen können.
Ja, tatsächlich einer der Hauptinfluencer in diesem Longevity-Bereich ist ja Boris Johnson.
Boris Johnson, auch geil.
Da denkt man direkt auch noch einen anderen Boris.
Brian Johnson, unser guter.
Es ist Brian Johnson und der hat ja vor Jahren mit seiner Don't Die quasi Bewegung in Anführungszeichen, also ich glaube, es ist eher ein Selbstexperiment angefangen.
Und da gibt es natürlich, es gibt auch verschiedene Richtungen, ja, in dieser ganzen Longevity, da gibt es sehr viele Extreme.
Also es gibt ihn vor allen Dingen und die, ich finde, meines Erachtens unterscheiden die sich wirklich am meisten in der Ernährung, ja.
Das heißt, es gibt ihn, die dann eher vegan sich ernähren, das heißt.
überwiegend oder auf fast alle tierischen Produkte komplett verzichten.
Und dann gibt es die ganze Paleo-Crew.
Das heißt, die sitzen dann in der Sonne und sagen, das Sonnenlicht ist das Lebenselixier, essen irgendwie gefühlt nur Grass-Fried-Beef und Leber.
Und dann gibt es die Brian Johnsons, die von drei kleinen Quinoas und zwei Erdbeeren leben.
Und irgendwie Intervallfasten von 18 Stunden machen.
Genau, und aussehen wie ein Vampir.
Also wenn ich ganz ehrlich bin, wenn man sich diesen beiden Typ Mensch anschaut, dann sehen die die Paleo-Essen oder eben von tierischem fetten Leben deutlich gesünder aus.
Und es ist ja auch immer, ich finde immer, wenn man sich die Menschen anguckt, dann braucht man gar nicht über die Wissenschaft dahinter diskutieren, meines Erachtens, weil man sieht das Endresultat.
Genauso wie...
Sprinter versus Marathonläufer.
Wenn man irgendwie breit sein möchte, dann ist, glaube ich, Sprinter der Weg.
Und wenn man ganz lieben und so weiter sein will, dann sollte man Marathons laufen.
Aber was ich sagen wollte, der gute Rian Johnson hatte wohl so ein paar spirituelle Erlebnisse.
Und der hat eben auch diesen militanten Longevity, diese Strategie so ein bisschen aufgegeben, glaube ich.
Weil du genau was gesagt hast, wenn das Leben diktiert wird.
von Anfang bis Ende, von deinem Schlafprotokoll, dann verfehlt das irgendwie meines Erachtens das Ziel.
Und das Ziel ist ja auch, das Leben in irgendeiner Weise zu genießen.
Zu genießen, ne?
Ja, weil das Leben kann verdammt kurz sein.
Ja, es geht irgendwie um, also ich glaube, das ist sozusagen auch wichtig, wenn man sich mit dem Thema auseinandersetzt.
Deswegen lade ich echt immer ein, wenn jetzt Leute zuhören, dann sich mal überlegen, okay, möchte ich?
ein bestimmtes Alter erreichen und wie sollen denn die letzten, naja, 10, 20 Jahre aussehen, weil das ist im Moment der Gap, also sagen wir mal, viele Leute werden jetzt in Deutschland schon 80 und Ab 60 fangen aber diese blöden chronischen Erkrankungen halt schon bei vielen an.
Und das ist ganz schön lange, die man dann mit Erz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes und Co.
zu tun hat.
Altern per se ist ja noch keine Erkrankung, aber letztlich zahlt es ja auf diese ganzen biologischen Prozesse, die das Altern antreiben, die führen ja zu diesen Erkrankungen.
Und deswegen...
Fragt euch einmal, möchte ich besonders alt werden und wie soll mein Leben da sein von der Qualität halt auch?
Was ist mir da wichtig?
Und ich finde, das ist immer nämlich eine gute Motivation.
Und was ich dann besonders liebe, auch wenn ich dir total recht gebe, in Longevity treffen sich irgendwie so krassester Hype versus Evidenz und irgendwie Science Fiction und Science und alles ist irgendwie da so der Melting Pot.
Trotzdem geht es ja auch irgendwie immer darum.
jetzt was zu tun, was auf die Zukunft einzahlt, aber eben uns auch jetzt Energie gibt.
Weil all das, was wir besprochen haben, diese Basic Boring Hebel, die eigentlich auch ganz schön sind, die führen dazu, dass wir uns jetzt Energie voll dürfen, dass wir jetzt besser schlafen, dass wir jetzt vielleicht besser mit Stress umgehen, jetzt auf unsere Beziehung einzahlen.
Und das ist vielleicht auch eine schöne Brücke, warum Longevity wirklich funktionieren kann oder zumindest was ist, was viele Leute im Moment positiv auch mitnehmen kann.
Ja, das stimmt.
Da gebe ich dir sehr recht, weil, wie gesagt, das Leben kann kurz sein, aus welchen Gründen auch immer.
Und dann sollte wenigstens die Zeit, die man dann auf dem Planeten hat, sinnvoll genutzt werden und nicht nur Pain sein.
Aber wir können es auch so halten wie die ganzen Tech Bros, die momentan nämlich glauben, dass wir in kürzester Zeit, also auch gerade zum Beispiel auf der Zellenebene, da gibt es so Unternehmen wie Altos Labs, die glauben daran, dass...
Eingesteckt mal kurz.
Kurz in drei Jahren eingesammelt und die glauben, dass man Zellen biologisch jünger machen kann.
Also das sind sogenannte Yamanaka-Faktoren, wie auch immer.
Das heißt, das ist hauptsächlich mit KI getrieben.
Das heißt, diese ganzen genetischen Netzwerke sollen verstanden werden.
Was ich damit sagen will, die haben zum Teil sogar wieder angefangen zu rauchen, weil sie alle glauben, dass das KE und die neue Medizintechnik das E lösen wird, das Problem.
Daher, lange Rede, kurzer Sinn, ich glaube, wir sollten alle versuchen, eine gesunde Balance zu finden, wie du schon sagst, aus kleinen Schritten, kleinen Veränderungen, die man macht, die in den Alltag integrierbar sind.
Das wird ja eh immer gepredigt, aber ich denke insbesondere, die kleinen Bewegungen sind das, was letztlich den Unterschied macht.
Also, ich danke dir auf jeden Fall sehr für deine Zeit.
Am Ende frage ich meine Gäste mal nach einer Buchempfehlung.
Hast du etwas, was du meinen Hörern mitgeben würdest?
Was lese ich im Moment?
Aber das ist natürlich jetzt sehr subjektiv in meiner Lebensphase.
Beautiful Chaos.
So kleine Sprüche.
Da geht es irgendwie so ein bisschen um Mutterschaft und Chaos hat mir eine gute Freundin geschenkt und das ist so eins, wo ich immer so kurze Sachen lese.
Ansonsten lese ich im Moment weniger als sonst, aber ich lese tatsächlich jeden Abend so viel zum Thema Schlafen und Dopamin.
Ist das sozusagen, auch wenn ich nur zwei, drei Seiten schaffe, ist das sicherlich was, wo ich auch große Freude dann habe, da nochmal irgendwie was Haptisches zu machen.
Das ist vielleicht auch noch ein cooler Hack.
Wir können unser Gehirn nämlich von diesem Dopamin ziemlich gut abtrainieren, indem wir uns immer wieder an echter Natur, an echtem Papier und sowas gewöhnen.
Das ist dann auch total hilfreich.
Glaube ich auch.
Ja, super.
Cool.
Also vielen, vielen Dank für deine Zeit und ich hoffe, ihr hört alle in die Ärztin und der Nerd rein.
Kann ich sehr empfehlen.
Sehr gut.
Danke dir.
Bis bald.
Mach's gut.
Ciao, ciao.
