# Capital Reallocation, Asset-Light Scaling, and Tech IPO Dynamics

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-06-11

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Donnerstag, der 11.
Juni.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist wie immer Scalable Capital, der einzige Broker, den deine Familie zum Traden braucht.
Bei Scalable Capital gibt es nämlich auch Kinderdepots und übrigens auch Tagesgeldkonten für Kinder.
Und bei uns gibt es heute gute und schlechte Nachrichten für die Kryptowelt, eine Hotelkette aus Europa, die vom Irankrieg profitiert und natürlich die aktuellen News.
Das ist schon die vorletzte Folge vor dem SpaceX-Börsengang und das Umfeld für den Börsengang wird auf jeden Fall nicht einfacher gerade.
Tech-Aktien, vor allem in den USA, haben gestern schon wieder schwach performt.
Ehrlicherweise schon wieder ohne wirklichen Auslöser.
Geholfen hat aber sicher nicht, dass die Inflation das erste Mal seit vier Jahren bei über vier Prozent war.
Und hohe Inflation ist auch immer Druck für die Zentralbank, die Zinsen anzuheben, was für Tech-Aktien ja gar nicht gut ist.
Aber es gibt zumindest ja eine Erklärung für die schwache Performance, die trotzdem für einen starken IPO von SpaceX sprechen könnte.
Und zwar die, dass vor allem Privatanleger nach und nach ihr Geld aus anderen Aktien rausziehen.
um es eben dann in SpaceX zu stecken.
Neben Privatanlegern hat gestern außerdem Bloomberg berichtet, dass auch Staatsfonds in Saudi-Arabien, Kuwait und Katar teilweise bis zu 5 Milliarden Dollar in den IPO stecken wollen.
Deutlich schwerer als für SpaceX ist es auf jeden Fall für den Serverbauer Supermicro neues Geld einzusammeln.
Die wollen nämlich 7 Milliarden Dollar von Investoren einsammeln, damit sie ihre ganzen Aufträge abarbeiten können.
Aktuell haben Kunden ca.
39 Milliarden Dollar an Servern bei Supermicro bestellt.
Die Aktie hat danach gestern aber 20 Prozent verloren.
Dazu muss man nämlich wissen, dass Supermicro vor allem im Vergleich zu Konkurrenten wie Dell ziemlich magere Margen hat.
Von den 39 Milliarden Aufträgen bleibt am Ende also gar nicht so viel übrig.
Und wenn man dann noch viel Kapital braucht, um die Aufträge überhaupt zu finanzieren, ist es einfach kein sonderlich geiles Business.
Kein sonderlich geiles Business, weil in den letzten Jahren auch das der klassischen Autobauer.
Diese Woche versucht deshalb, einer nach dem anderen neue Geschäftsbereiche zu pushen.
Die erste Meldung kam schon Anfang der Woche von Hyundai und Nvidia.
Da haben die gesagt, dass sie ihre gemeinsame Robotik-Sparte oder ihre Partnerschaft im Robotik-Bereich weiter ausbauen werden.
Dazu muss man wissen, dass Hyundai ja vor einigen Jahren Boston Dynamics gekauft hat und dadurch in dem Bereich ziemlich starke Technologie hat.
Dann ist ja im Mai die Aktie von Ford durch die Decke, weil sie gesagt haben, dass sie jetzt auch Batterien entwickeln, die man dann natürlich zum Beispiel auch zur Stromversorgung von KI-Rechenzentren nutzen kann.
Gestern hat General Motors genau das gleiche verkündet, mit dem Unterschied, dass die Aktie nicht durch die Decke ist.
Das könnte daran liegen, dass GM bei dem Projekt mit einem Startup arbeitet und sie generell mehr in die Technologie dahinter investieren wollen.
Ford will ein bisschen mehr Stumpf produzieren und das bedeutet, dass sie dadurch auch schneller richtigen Umsatz machen könnten.
Und in Deutschland will Mercedes laut der Financial Times eine Partnerschaft mit dem Münchner Startup Titan Technologies machen.
Die bauen ein Drohnenabwehrsystem und ihre Drohnen, die dann andere Drohnen abschießen, sollen zum Transport und zum Abschießen in Zukunft Mercedes G-Klassen und Sprinter nutzen.
Während die traditionellen Autobauer sich also eher auf andere Businesses fokussieren, arbeiten die jungen Konkurrenten aber weiter dran, ihnen Marktanteile abzunehmen.
Rivian hat zum Beispiel gestern die Lieferung von seinen günstigeren E-Autos gestartet und BYD will um die 2 Milliarden Euro in Europa investieren.
um bis 2027 3000 super Schnellladestationen hier zu bauen.
Und zum Abschluss hat Amazon gestern mal wieder eine ganze Branche attackiert, nämlich die Less-than-Truckload-Branche.
Wenn ich als Firma also Paletten per LKW verschicken will, aber nicht genug Paletten für den ganzen LKW habe, dann gibt es Anbieter, wo ich nur Less-than-Truckload buchen kann.
Amazon hat genau dafür über die Jahre eine eigene Logistik aufgebaut und man konnte das auch schon nutzen, wenn man Paletten in ein Amazon-Lager bringen wollte.
Jetzt kann man es aber auch als komplett externer Kunde nutzen.
Und danach haben Firmen in dem Bereich wie Old Dominion, FedEx-Frate und XPO um die 5% verloren.
Und eine gute Nachricht aus europäischer Sicht habe ich auch noch dabei.
Das deutsche Robotics-Startup Neuro Robotics hat über eine Milliarde Euro von Investoren gekriegt, zu einer Bewertung von angeblich um die 7 Milliarden Euro.
Spannend fand ich vor allem, wer investiert hat.
Einer der größten Investoren war nämlich der Stablecoin-Anbieter Tether.
Außerdem zum Beispiel Amazon, Nvidia, Qualcomm.
Und übrigens auch Schäffler.
Wer über Spanien in den nächsten Tagen nicht nur wegen der WM nachdenkt, sondern vielleicht auch als Reiseziel, den wird die Aktie interessieren, die heute Christoph dabei hat.
Die Geschichte beginnt 1956 auf Mallorca.
Da hat der 21-jährige Gabriel Escarer ein Hotel in Palma gemietet.
Er hat vom Beginn den Tourismusboom auf der Insel profitiert, indem er nach und nach immer mehr Hotels dazu geholt hat.
Heute ist Melilla die größte Hotelkette Spaniens und nach eigenen Angaben der größte Ressort-Hotelbetreiber der Welt.
Zur Firma gehören fast 400 Hotels und 100.000 Zimmer in über 40 Ländern.
Dazu gehören Marken wie Gran Melilla und Paradisus im Luxussegment, die Stadthotelmarke Inside, die übrigens eigentlich aus Deutschland kommt, Die günstigere Marke Sol und die Lifestyle-Marke Cell, die Melilla zusammen mit Tennis-Star Rafael Nadal aufgebaut hat.
Der Gründer der Firma ist Ende 2024 gestorben.
Heute führt sein Sohn den Konzern und die Familie ist der größte Aktionär.
2025 sind fast 100 Millionen ausländische Besucher nach Spanien gekommen.
Dieses Jahr soll die Marke geknackt werden.
Wegen der Konflikte im Nahen Osten meiden viele Urlauber Ziele wie Dubai oder Ägypten und reisen stattdessen ans westliche Mittelmeer.
Für den Sommer meldet Melia deshalb zweistellige Buchungszuwechsel.
Dabei war schon 2025 ein Rekordjahr.
Da hat Melia rund zwei Milliarden Euro Umsatz gemacht.
Der Treiber waren vor allem höhere Zimmerpreise in den Luxus-Ressorts.
Und genau davon will Melia künftig noch mehr profitieren.
Premium und Luxus machen schon fast zwei Drittel aller Melia-Hotels aus.
Tendenz steigend.
Luxushotels bringen pro Zimmer 85 Prozent mehr Umsatz als Mittelklasse-Marken und reiche Gäste sparen in Krisen nicht als erstes am Urlaub.
Und es gibt noch einen Strategiewechsel.
Der Konzern baut sich gerade vom klassischen Hotelbesitzer zum Markenbetreiber um.
2025 hat die Firma Verträge für um die 50 neue Hotels unterschrieben, alle unter Asset Light Modellen.
Das heißt, das Gebäude gehört nicht Melia selbst, die Firma managt nur noch und kassiert dafür Gebühren.
Das bindet kaum Kapital, beschleunigt die Eröffnungen und bringt stabilere Margen.
Inzwischen laufen fast 90 Prozent aller Zimmer so.
Die Story hat auch einen Großinvestor überzeugt.
Im Mai ist der Madrider Investor Stone Shield mit 9,5 Prozent eingestiegen und damit zweitgrößter Aktionär geworden, inklusive Sitz im Verwaltungsrat.
Auch das hat der Aktie nochmal Schwung gegeben.
Seit Jahresbeginn ist die Aktie um die 40% gestiegen.
Der Börsenwert liegt bei rund 2,5 Milliarden Euro.
Das ist das 15-fache vom erwarteten Gewinn.
Dazu gibt es eine Dividendenrendite von knapp 1,5%.
Der französische Konkurrent Acqua kommt auf ein erwartetes KGV von 20 und eine Dividendenrendite von 3%, hat aber seit Beginn des Jahres 5% verloren.
Das liegt unter anderem daran, dass die Hotelgruppe stark im Nahen Osten aktiv ist.
Besser sieht's bei Marriott aus.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn 25% gewonnen und wird sogar mit einem erwarteten KGV von 33 bewertet.
Die höhere Bewertung kommt unter anderem daher, dass Marriott fast gar keine eigenen Hotels mehr besitzt und stattdessen planbare Erlöse aus Franchise- und Managementgebühren kassiert.
Emilia Doris Albania, das ist ein 5-Sterne-Hotel.
All inclusive für Sie.
Wir haben ein Getränkepaket und ein Wellness-Spa-Paket eingepackt für Sie.
Wir haben letzte Woche darüber gesprochen und es ist ja auch ziemlich offensichtlich, dass in der Kryptowelt aktuell eher wenig Dynamik ist.
Es gibt zwar ein paar Coins und Geschäftsmodelle, die gut funktionieren, aber gerade IFA oder Bitcoin haben es einfach extrem schwer.
Und es liegt zu großen Teilen wahrscheinlich wirklich daran, dass es für riskante Anlagen gerade einfach attraktivere Investmentmöglichkeiten gibt oder zumindest welche, die mehr Dynamik haben, von den ganzen KI-Aktien über die neuen Börsengänge bis zu Prediction Markets.
Dass dieser Trend von KI zu Krypto geht, sieht man ja auch bei den Firmen selbst.
Zum Beispiel ist am Montag die Aktie von der Kryptofirma Galaxy Digital 20% gestiegen, weil der CEO in einem Interview meinte, dass sie schon große Teile von ihrem neuen KI-Rechenzentrum vermietet haben.
Und er meinte auch noch, dass heute schon mehr als die Hälfte vom Börsenwert von dem KI-Business kommen und eben nicht mehr vom Krypto-Business.
Und noch mehr Gegenwind für Kryptos könnte bald aus der ETF-Welt kommen.
Die ganz großen Bitcoin- und IFA-ETFs sind ja immer noch sehr erfolgreich, auch wenn sie in den letzten Wochen viele Abflüsse hatten.
Das Problem ist aber, dass es neben den ganz großen ETFs noch sehr viele kleinere gibt.
die teilweise ein Volumen haben, wo sich der ETF-Betrieb nur noch gerade so lohnt.
Und wenn dann die ETF-Kurse noch weiter sinken, beziehungsweise die Kryptokurse, könnte es sein, dass viele davon schließen müssen und dann würde eben wieder Geld aus dem Kryptomarkt rausfließen.
Aber bei all den negativen Kryptonachrichten habe ich auch noch eine positive Perspektive.
Und zwar kam ja beim SpaceX-Börsengang raus, dass sie unter anderem circa eine Milliarde an Bitcoins halten.
Und ich halte es, finde ich, ganz unrealistisch, wenn der Börsengang gut läuft und wenn sich SpaceX danach auch relativ gut entwickelt, dass Musk irgendwann entscheidet, doch noch ein bisschen mehr Geld mit SpaceX in Bitcoin oder andere Kryptos zu pumpen.
Und zum Abschluss müssen wir nochmal über Prediction Markets sprechen.
Ich habe ja schon oft erzählt, dass der Markt gerade bei Polymarket und Calchi extrem boomt.
Ich habe aber letztens auch erzählt, dass man davon an der Börse nur schwer profitieren kann, weil die beiden eben noch nicht an der Börse sind.
Und Robinhood hat zwar zum Beispiel auch einen Prediction Market gestartet, aber da waren die Zahlen in letzter Zeit nicht mehr so gut und das war für mich eher ein Signal dafür, dass der Markt einfach ziemlich stark von Calchi und Polymarket dominiert wird.
Aber es gibt jetzt ein anderes Gegenbeispiel und zwar genau von der Firma, die eigentlich am meisten unter Prediction Markets leidet, nämlich die Sportwetten-Seite DraftKings.
Die hat mittlerweile einen eigenen Prediction Market gestartet und wenn man das Handelsvolumen dort vom Mai aufs Jahr hochrechnet, kommt man schon auf über 3 Milliarden Dollar und damit 30% mehr als im Monat davor.
Dazu muss man wissen, dass alleine auf Calci im Mai ca.
10 Milliarden Dollar an Sportwetten gemacht wurden.
Aufs Jahr hochgerechnet sind das also über 100 Milliarden.
Davon ist DraftKings noch weit entfernt, aber es geht zumindest mal in die richtige Richtung.
Das erklärt dann auch, wieso die Aktie nach der News über 10% gestiegen ist.
Dazu muss man außerdem wissen, dass DraftKings gerade auf 14 Milliarden Dollar Börsenwert kommt.
Polymarket und Calci sind beide schon bei ca.
20 Milliarden Bewertung.
obwohl deren Business eben auch zum allergrößten Teil Sportwetten sind und DraftKings da eigentlich durch die Geschichte eine stärkere Marke und eigentlich auch besseren Kundenzugang hat.
Aber wie gesagt, aktuell gewinnen Calci und Polymarket auch krass schnell Marktanteile.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdas bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin, alles Gute, adios.
