# AI Capital Crunch, Inflation Pressures, and Market Shifts

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-06-11

## Transcript

Okay, jetzt mal ehrlich.
Du wohnst wie ich in Berlin oder fährst am Wochenende für einen Tag in die City, dann kennst du das Problem bestimmt.
Tausend Möglichkeiten und dir platzt der Schädel vor lauter Optionen.
Bowling wäre mal wieder cool, aber die anderen, die wollen unbedingt ein paar Läden auschecken und Streetfood testen.
Und abends ist noch Kino geplant und ein paar fancy Drinks.
Aber dafür dann von Kreuzberg nach Mitte und dann wieder nach Neukölln?
Boah, also...
Ich habe das mal anders gemacht.
Ich habe meine ganzen Leute zusammen getrommelt und wir sind zusammen in The Place.
In The Place gibt es, der Name sagt es eigentlich schon, alles an einem Ort und zwar direkt am Potsdamer Platz.
Wir sind easy mit dem Ratten, haben zwei Stunden lang bei Game State Arcade-Klassiker gezockt und uns bei Manifesto-Marke Tacos und Fried Chicken und einen Spritz gegönnt.
Und irgendwann sind wir dann bei The Upside Down gelandet zum Karaoke.
Schön gemeinsam blamiert.
Hat alles mega Spaß gemacht.
Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über den Absturz von Supermicrocomputer, das Dilemma von Oracle und ein verwirrendes Liebesgeständnis von Donald Trump.
Im Thema des Tages verraten wir euch pünktlich zum WM-Start, was Fußballaktien eigentlich so drauf haben.
Und in der Triple-E-Idee suchen wir nach einer echten Weltmeisterschaftsaktie.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Lea Oetjen und Nando Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Donnerstag, der 11.
Juni und wir wünschen euch einen sportlichen Start in den Tag.
Heute startet die Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada.
Und aus diesem Grund machen wir hier und heute einen kleinen AAA-Deep-Dive, eine kleine Sonderfolge.
Aber keine Sorge, damit geht es erst so richtig ab dem Thema des Tages los.
Die Märkte sind noch so ein kleines Aufwärmen vor dem Anpfiff, aber auch da gibt es jetzt schon eine erste große Belastung.
Denn in den USA ist die Inflationsrate im Mai auf 4,2 Prozent geklärt.
Und lag damit mehr als doppelt so hoch wie das Ziel der US-Notenbank.
Haupttreiber sind natürlich die Folgen des Irankriegs und die stark gestiegenen Energiepreise.
Für Energie mussten die Amerikaner zuletzt 23,5 Prozent mehr bezahlen als noch vor einem Jahr.
Benzin verteuerte sich sogar um 40 Prozent.
Und naja, also es ist einfach nicht mehr so, dass die Amerikaner nicht...
von diesen Rohstoffproblemen rund um die Straße von Omus, dass sie nicht darunter leiden.
Sie leiden auch.
Und das wird natürlich jetzt wirklich zu einem Problem.
Und der Druck auf die FED wächst halt auch, die Zinsen länger hochzuhalten.
Doch davon will einer nichts wissen.
Für den, das eigentlich zu einem großen Problem wird, nämlich Donald Trump.
Der US-Präsident hat gestern mit einer bemerkenswerten Aussage zur Inflation für Irritationen gesorgt.
Auf die Frage nach dem jüngsten Anstieg der Verbraucherpreise erklärte er, ich liebe die Inflation.
Wer nicht?
Haha.
Naja, aber das war noch nicht alles, was von Donald Trump gestern so kam.
Der Republikaner verschärfte gestern auch noch einmal mehr seine Rhetorik im Kontext des Konflikts im Nahen Osten.
Mit Blick auf die sich seit Wochen hinziehenden Verhandlungen über einen Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran hatte Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social gestern geschrieben.
Sie haben zu lange gebraucht, um einen für sie großartigen Deal auszuhandeln.
Jetzt müssen sie die Konsequenzen tragen.
Und am Abend kündigte er dann noch relativ konkret neue Angriffe an.
Relativ.
Betonung liegt auf relativ konkret.
Ja, man weiß ja nie so genau.
We will attack them, hat er, glaube ich, irgendwie gepostet.
Was allerdings so war, gestern war das dann ein direkter Angriff auf die Indizes.
Nach den Aussagen von Trump rutschte der deutsche Leitindex DAX auf den tiefsten Stand seit mehr als drei Wochen und schloss am Ende fast ein Prozent im Minus bei 24.195 Punkten.
Und ähnlich sah es auf der anderen Seite des Atlantiks aus.
Der Nasdaq 100 büßte fast zwei Prozent ein, der Dow Jones Industrialz auch fast zwei Prozent und der S&P.
P500 rund 1,6 Prozent.
Zu den großen Verlierern zählten aber meist die Tech-Werte Qualcomm, Arm, Broadcom, AMD, Micron, Marvell Technology gaben bis zu 7 Prozent nach und auch Tesla büßte 4 Prozent ein.
Also unterm Strich ist das halt wirklich kein perfektes Umfeld für den SpaceX-Börsengang, der ja nicht mehr weit weg ist.
Nee, aber auch wirklich alles andere als perfekt.
Nachbörslich stellte dann gestern Abend noch Oracle-Zahlen vor und da zeigte sich einmal mehr dieses dolle Dilemma, was der KI-Boom ja gerade so mit sich bringt.
Die Nachfrage explodiert, aber sie kostet zunächst enorme Summen.
Operativ lieferte der Softwarekonzern eigentlich starke Zahlen.
Der Umsatz stieg im Quartal um 21 Prozent auf 19,2 Milliarden Dollar und auch der Gewinne-Aktie lag mit 2,11 Dollar.
über den Erwartungen.
Ja, die Zahlen sind schon grundsätzlich echt beeindruckend.
Besonders das Cloud-Infrastruktur-Geschäft.
Da stiegen die Erlöse um 93% auf 5,8 Milliarden Dollar.
Und noch spektakulärer ist der Auftragsbestand.
Der sprang innerhalb eines Jahres von 138 auf 638 Milliarden Dollar.
Das ist echt verrückt.
Trotzdem verlor die Börse nachbörsig zeitweise rund 7 Prozent.
Ja, und Anleger störten sich vor allem daran, du hast es schon gesagt, Lea, dass Reutels seine Umsatzprognose für 2027 lediglich bei 90 Milliarden Dollar bestätigte und nicht anhob.
Und dann war da halt noch ein anderes Problem.
Ja, wir kennen es.
Das Wachstum wird...
Um die gewaltigen KI-Aufträge überhaupt abarbeiten zu können, plant Oracle Finanzierungsmaßnahmen von insgesamt mehr als 40 Milliarden Dollar.
Davon sollen 20 Milliarden über neue Aktien eingesammelt werden.
Und genau diese drohende Verwässerung und der enorme Kapitalbedarf überschatten die eigentlich so beeindruckenden operativen Entwicklungen und Zahlen.
Ja und massiver Kapitalbedarf ist auch das richtige Stichwort, wenn wir über Supermicrocomputer reden.
Die Aktie stürzte nämlich gestern genau aus diesem Grund ab.
28 Prozent verlor sie.
Das Unternehmen will über Finanzierungstransaktionen 7 Milliarden Dollar einsammeln, um halt die Bauteile für die wachsende Nachfrage nach KI-Servern zu kaufen.
Und mit dem Geld sollen Aufträge im Wert von rund 39 Milliarden Dollar von mehr als 20 Kunden abgearbeitet werden.
Und ein Teil der Nettoerlöse könne zudem in die Zögung von Schulden und die Aufstockung des Betriebskapitals und weitere Investitionen fließen.
Aber das kommt momentan einfach nicht so gut an.
Es sind ja auch einfach enorme Summen, die da im Raum stehen.
Aber wir schauen jetzt erstmal noch nach Deutschland bzw.
nach Europa.
Da gab es nämlich gestern eine ziemlich große News, die nicht direkt was mit Kapitalbedarf zu tun hat.
Bei Hugo Boss könnte es nämlich zu einer der größten Übernahmen der europäischen Modebranche der vergangenen Jahre kommen.
Der britische Großaktionär Fraser's Group des Milliardärs Mike Ashley hat ein Übernahmeangebot über 38 Euro je Aktie vorgelegt und bewertet den Konzern damit mit rund 2,7 Milliarden.
Die Offerte richtet sich an alle Aktionäre, deren Anteile Frazers noch nicht besitzt.
Bereits heute halten die Briten direkt mehr als 28 Prozent an Hugo Boss und sind damit mit Abstand der wichtigste Anteilseigner.
Die Aktie sprang dann gestern nach dem Bekanntwerden des Angebots prompt um sechs Prozent über die Marke von 38 Euro.
Ja und auch ein anderer deutscher Nebenwert reüssierte, denn ein positiver Analystenkommentar trieb die Aktien von viel Mann nach oben.
Die Titel der Optiker-Kette verteuten sich um mehr als fünf Prozent, nachdem die Deutschen Deutsche Bank nämlich die Bewertung mit einem Kaufen-Rating aufgenommen hat.
Und in dem Kommentar der Deutschen Bank heißt es, ich zitiere mal, unter der Führung von Marc Fielmann, dem CEO der zweiten Generation, hat das Unternehmen seine Transformation im Rahmen der Vision 2025 erfolgreich umgesetzt und ein Umsatzwachstum von fast einer Milliarde Euro gegenüber 2018 so eine deutliche Steigerung der Rentabilität erzielt.
Alles gut und schön, wenn man aber mal auf den Aktienkurs schaut, Fielmann hat sich wirklich in letzter Zeit...
und in mittelfristiger und langfristiger Zeit wirklich nicht gut entwickelt.
Mal sehen, ob das Kaufen-Rating wirklich irgendwie auch kaufen bedeutet.
Bevor wir jetzt hier in schlechte Nachrichten abdriften, schnell weiter mit guten Nachrichten, die vor allem den Eckart freuen.
Trotz Konjunkturflaute und geopolitischen Unsicherheiten schütten die DAX-Konzerne in diesem Jahr nämlich so viel Geld aus wie nie zuvor.
Nach Berechnungen der Dekabank fließen insgesamt 56,7 Milliarden Euro an die Aktionäre.
Ein neuer Rekord und rund 3,8 Milliarden Euro mehr als ursprünglich erwartet.
Überraschend stark zeigen sich dabei vor allem die Autobauer, ausgerechnet die Autobauer.
BMW erhöht seine Dividende sogar leicht, während Mercedes...
und Volkswagen ihre Ausschüttung immerhin weniger stark kürzen als befürchtet.
Die größten Dividendenzahler bleiben allerdings die Klassiker wie Allianz, Deutsche Telekom und Siemens.
Ja, die Autobauer Dividende können sie immer noch, zumindest wenn sie noch ganz gut gilt.
Schauen wir auf die Termine.
Und zwar haben wir da heute, nicht ganz so entspannt, die EZB-Ratssitzung mit Zinsentscheid.
Und dieser Zinsentscheid wird so ausfallen, dass Leitzins halt wegen der gestiegenen Inflation ziemlich sicher erhöht wird.
Ökonomen und Finanzmarktexperten rechnen damit, dass der Einlagensatz heute von 2,0 auf 2,25 Prozent angehoben wird.
Das erste Mal seit fast drei Jahren.
Seit dem Ausbruch des Irankriegs ist die Inflation ja vor allem wegen des hohen Ölpreises gestiegen.
Die Jahrestaurung lag im Februar noch bei 1,9 Prozent.
Im Mai waren es dann schon 3,2 Prozent.
Ansonsten haben wir eine überschaubare Terminlage.
Es gibt Quartalsheim von Adobe, das ist tatsächlich spannend.
Und dann gibt es noch ein paar Hauptversammlungen, zum Beispiel bei Evotec oder Hasbro.
Und dann heißt es halt noch einmal schlafen bis zum SpaceX-IPO.
Das Thema des Tages.
Es klingt eigentlich nach einer perfekten Kombination.
Leidenschaft und Geldanlage.
Die großen Fußballvereine verfügen bekanntermaßen über globale Marken, Millionen von Fans und regelmäßig ausverkaufte Stadien.
Wer seinen Lieblingsklub nicht nur anfeuern, sondern auch besitzen kann, müsste doch eigentlich doppelt gewinnen.
Die Realität an der Börse sieht allerdings ganz anders aus.
Und weil ja heute die Weltmeisterschaft beginnt, das Groß-Event des Jahres, versorgen wir hier euch jetzt mal mit ein paar nerdigen Fußball-Insights.
Naja, nerdig würde ich jetzt nicht sagen.
Also in Zeiten wie diesen ist es ja quasi Mainstream.
Jeder interessiert sich dafür und jeder möchte natürlich auch wissen, liebe Lea, wer wird denn Fußball-Weltmeister?
Was sagst du denn?
Gute Frage.
Also ich habe mir sagen lassen, Portugal hat ein sehr gutes Mittelfeld und dementsprechend sehr gute Chancen.
Ich habe aber eher die Franzosen so ein bisschen im Blick.
Schauen wir mal.
Was sagst du?
Es können ja nur die Franzosen oder die Deutschen werden, weil die treffen ja, wenn alles wirklich so kommt, wie es eigentlich kommen muss, im Achtelfinale schon aufeinander.
Da habe ich jetzt schon Angst vor.
Und da wir da natürlich gewinnen werden, das ist ja klar, wird Deutschland Weltmeister.
Schreibt uns doch mal, was ihr denkt.
Kommentiert doch mal bei Spotify, wer wird Fußball Weltmeister.
Oder schreibt uns eine E-Mail oder bei Instagram oder wo ihr uns noch so kontaktieren könnt.
Ich habe in irgendeinem Ökonomen-Ranking auch Japan irgendwo gesehen.
Ja, mit Sicherheit.
Aber Ökonomen haben ja quasi sowieso nie recht.
Kommen wir aber zurück zum Fußball.
Ist eine tolle Sache, wissen wir alle.
Die meisten interessiert das sehr, uns beide auch.
Es ist aber tatsächlich auch eine erstaunlich schlechte Geldanlage.
Das zumindest zeigt einen Blick auf den sogenannten Pelé-Index, den wir uns mal vorgenommen haben hier heute, der die Entwicklung aller europäischen Fußballvereine mit Börsennotierungen seit 1998 nachzeichnet.
Und während globale Aktien in diesem Zeitraum ja so rund knapp 700 Prozent zugelegt haben, verloren Fußballaktien sogar unterm Strich.
11 Prozent, also in 28 Jahren haben sie unter dem Strich 11 Prozent verloren.
Muss man auch erstmal schaffen.
Den Namen verdankt der Index dem brasilianischen Fußballspieler Pelé, der als einziger Fußballer der Welt drei Weltmeisterschaften gewinnen konnte.
Er gilt als der beste Spieler der Geschichte.
Und weil sich ja bei uns heute, wie gesagt, alles ums Thema Fußball dreht, haben wir genau diesen Index mal von Portfolio-Manager Jordi Hermans einordnen lassen.
Ich weiß gar nicht, ob Pelé noch als bester Spieler gilt.
Ich weiß es gar nicht.
In der neuen Generation, glaube ich, würden die meisten schon Messi sagen.
Was sagst du?
Ich muss es jetzt hier alles wissen von dir, Lea.
Wer ist der beste Fußballer der Zeiten?
Ailton.
Ah, Eelton, ja, auch eine gute Antwort.
Aber dann kommen wir mal zu Jordi Hermans zurück und zu seinem Pelé-Index, der umfasst derzeit 18 Unternehmen, darunter die Meister mehrerer nationaler Ligen, Galatasaray aus der Türkei zum Beispiel oder Aarhus GF aus Dänemark, FC Porto und Celtic aus Schottland, die sind ja gerade wieder Meister dort, auch geworden in einem mega spannenden Finish.
Und Manchester United ist mit einer Marktkapitalisierung von mehr als drei Milliarden Euro der größte Bestandteil, gefolgt von Juventus.
Ventus Turin.
Und der BVB aus Dortmund, der ist gerade mal 330 Millionen Euro an der Börse wert.
Das ist nicht so viel.
Bemerkenswert ist aber auch, unter den großen europäischen Fußball-Ligen ist die spanische La Liga derzeit nicht im Pelé-Index vertreten.
Dafür tauchen insgesamt neun andere Ligen darin auf.
Die kombinierte Marktkapitalisierung des Pelé-Index beläuft sich auf 7,1 Milliarden Euro, was wirklich nur einen ganz, ganz, ganz kleinen Bruchteil des globalen Aktienmarkts ausmacht.
Und da sieht man schon, wie schlecht das Produkt an der Börse eigentlich ist.
bewertet wird.
Allein Manchester United ist als Team und Marke laut Forbes nämlich schon mehr als sechs Milliarden Euro wert.
Die Börse ignoriert den Fußball quasi oder bewertet ihn einfach schlichtweg ganz anders.
Aber schauen wir doch mal auf die Performance der vergangenen Saison.
Da sticht vor allem ein Ereignis hervor, nämlich der ruhmreiche SV Werder Bremen hat die Klasse gehalten und das Nordderby gegen den HSV gewonnen.
Das war vielleicht für uns beide das hervorstechende Ereignis, liebe Lea, für die meisten wahrscheinlich nicht.
Deswegen schauen wir jetzt tatsächlich mal grundsätzlich auf das Thema.
Die Spielzeit, die letzten zwölf Monate haben wenig Hoffnung auf eine Aufholjagd an der Börse gemacht.
nämlich die globalen Aktienmärkte um 27% zulegten und die europäischen Börsen immerhin 17% schafften, kam der Pelé-Index gerade einmal auf einen Plus von 0,4%.
Immerhin ein Plus.
Na, immerhin.
Ja, aber die Erklärung für dieses Mini-Plus ist relativ simpel.
Fußballvereine werden oft die Unternehmen bewertet, funktionieren wirtschaftlich aber selten wie Unternehmen.
Gewinne werden regelmäßig in neue Spieler investiert, sportlicher Erfolg schwankt von Saison zu Saison, außer bei den Bayern.
Und selbst ausverkaufte Stadien garantieren keine attraktiven Renditen.
Oder anders gesagt, während Aktionäre weltweit seit Jahrzehnten die Champions League der Kapitalmärkte gewinnen, schied der Pelé-Index bereits in der Qualifikationsrunde aus.
Und zwar gegen eine Mannschaft, von der noch nie jemand zuvor gehört hat.
Also quasi wie der SV Werder Bremen im DFB-Pokal.
Aber es gab auch Ausreißer im Index.
Das wäre übrigens tatsächlich ganz interessant.
Bayern München als Aktie.
Ich glaube, die könnte irgendwie ja nicht so schlecht laufen.
Die wollen aber ja nicht.
Nein, die wollen nicht.
Ich weiß, aber das...
Die könnten wahrscheinlich eine ganz gute Bewertung bekommen.
Also Ausreißer im Index der börsennotierten Fußballvereine.
War der FC Porto, der lieferte eine bemerkenswerte Rendite von plus 213 Prozent mit Abstand Spitzenreiter.
Dann Lazio aus Italien war mit einer Rendite von plus 76 Prozent Zweitplatzierter der Saison.
Und Manchester United, die hatten ja geradezu jetzt die letzten Wochen stark zugelegt.
Größter Bestandteil im Index, haben wir schon gesagt, immerhin Kursanstieg von 44 Prozent.
Der FC Juventus, der zweitgrößte Bestandteil des Index, büßte dafür rund 32 Prozent ein.
Nach dem nur sechsten Platz in der Serie A war die Aktie des Traditionsklubs der zweitschlechteste Wert im Index.
Nur Trabz und Spor aus der Türkei schnitt mit einem Minus von 47 Prozent noch schlechter ab, obwohl es da sportlich zumindest ein bisschen besser lief.
Ja, das heißt Erfolg oder Misserfolg ist für börsennotierte Vereine nebensächlich.
Ja, das kann man schon so sagen.
Die Analysten zumindest fanden und finden für die Saison keinen Zusammenhang zwischen den Ergebnissen auf dem Platz und der Entwicklung an der Börse.
Vereine, die in internationalen Wettbewerben besonders erfolgreich waren, erzielten also nicht automatisch höhere Aktienrenditen.
Und was heißt das jetzt für Anleger?
Wahrscheinlich bedeutet das eine Logik, die viele Fans jetzt nicht gerne hören werden.
Fußball und Aktienmärkte folgen unterschiedlichen Logiken.
Während Aktionäre auf steigende Gewinne und höhere Unternehmenswerte hoffen, investieren Vereine ihre Mittel oft in neue Spieler, höhere Gehälter oder den sportlichen Erfolg.
Ja, genau deshalb blieb der Pelé-Index in der abgelaufenen Saison um 27 Prozentpunkte hinter dem breiten Markt zurück und setzt damit die Entwicklung fort, die sich seit Jahrzehnten beobachten lässt.
Für Fans mag der eigene Verein ein Herzensinvestment sein.
Für Anleger war er historisch betrachtet, aber meistens keines.
Das schöne Spiel verdient Leidenschaft und das Depot dagegen meist eher etwas Nüchternheit.
Kurze Zwischenfrage, Kosenamen ja oder nein?
Also so ein Mausi oder Schatzi finde ich schon süß.
Ja stimmt, kann man machen, aber gibt's nicht auch zu süß?
Schnurzelpurzel ist schon grenzwertig und Abschnuckelchen ist für mich Ende.
Schnurzi, Puzzi, Kuschel, Herzilein.
Trennungsgrund.
Absoluter Trennungsgrund, ja.
Du, wenn dir so ein Schnurzi-Puzzi süß ist, habe ich da was weniger Süßes für dich.
Aha.
Fruchtinade von Spreequell.
Die hat weniger Zucker als eine normale Limo, aber dafür viel Fruchtsaft.
Klingt gut.
Schmeckt auch gut.
Die gibt es in den Sorten Orange, Maracuja und Grapefruit-Zitrone.
Hm, probiere ich mal.
Die AAA-Idee des Tages.
Es geht weiter mit Fußball, der schönsten Nebensache der Welt, wie man so schön sagt.
Wir hatten fast schon aufgegeben bei der Suche nach einer Triple E WM Idee.
Denn sagen wir mal ehrlich, die Antwort auf die ewige Frage, welche Aktien denn jetzt gewinnen, wenn die ganze Welt Fußball schaut, diese Antwort fällt alle vier Jahre ähnlich oder ich würde sagen sogar ähnlich unbefriedigend aus.
Dann heißt es dann immer Adidas, Puma, Nike oder die Bierbrauer, die Wettanbieter oder vielleicht auch noch Airlines oder Hotels.
Alles halt, was irgendwie nach Trikot oder Fanmeile oder TV-Spektakel klingt.
Das Problem ist nur, über den Kurs entscheiden Geschäftszahlen, Makrolage und nicht der Spielplan.
Ob die FIFA nun Hyundai fährt oder der künftige Weltmeister Adidas oder Nike trägt, all das sind keine guten Gründe, um rund um das Mega-Event in die jeweiligen Aktien einzusteigen.
Ja und dann ist es aber doch noch passiert, wir haben da doch noch was entdeckt.
Genau, sagt unsere Schweizer Kollegen von Finanz und Wirtschaft.
Die sind auf eine Studie der Londoner Investmentbank Penmure Liberium gestoßen, die einen vollkommen anderen Ansatz verfolgt.
Die Penmure-Strategen haben nicht einfach gesagt, wer verkauft Bier oder wer verkauft Trikots, sondern sie haben sich alle Titel aus dem Stocks Europe 600 rund um sämtliche Weltmeisterschaften seit 1990 angeschaut.
Gemessen wurde jeweils vom Monat vor dem Eröffnungsspiel bis zum Finale.
Also genau der Zeitraum, in dem der angebliche WM-Effekt eigentlich sichtbar sein müsste.
Und das Ergebnis ist ein klares Statement gegen die klassischen WM-Aktien-Stories.
Denn ganz oben steht nicht etwa Adidas oder Puma oder Heineken oder TUI oder sowas.
Ganz anders oben steht Sagax.
Das ist ein schwedischer Immobilienkonzern.
16 Prozent im Schnitt während der Turniere.
Und auf Platz zwei folgt B&M European Value, ein britischer Discounter mit 15 Prozent.
Dann Cronswick, ein britischer Lebensmittelhersteller, immerhin noch 13 Prozent im Plus.
Dazu Salma, Fresnillo, Drax, Baccafrost und der Finanzinvestor Man Group.
Die meisten davon sind relativ unbekannt und deshalb packen wir euch jetzt mal alle Namen in die Show Notes, damit ihr das einmal in Ruhe nachlesen könnt.
Noch interessanter finde ich wird es natürlich, wenn man den Zeitraum auf zwölf Monate nach der Weltmeisterschaft ausweitet.
Also wer profitiert nachhaltig von Sonder-WM und auch dafür hat Pamir die Daten parat.
Dann dominieren nämlich plötzlich Gesundheitstechnologie und Immobilienunternehmen und es kommen auch ein paar deutsche Unternehmen dazu.
Ganz oben aber steht Sealand Pharma, das ist eine dänische Biotech-Firma, hatten wir auch sogar hier schon mal als Triple-E-Idee, allerdings nicht im Zusammenhang mit Fußball.
68% hat das Papier im Schnitt in den 12 Monaten nach der WM zugelegt.
Und dann kommt schon Flatex Degiro, der deutsche Online-Broker mit 60 Prozent.
Dann Nemicek, die machen ja Bausoftware, 58 Prozent.
Dann folgen der schwedische Tech-Wert Micronik und die deutsche dänische Biotech-Firma Bavaria Nordic, immerhin.
Unter den Top 20 tauchen noch zwei Aktien mit Sport-Event-Bezug auf.
Der britische Sport-Mode-Händler JD Sports Fashion mit 47 Prozent und CTS Event mit 40 Prozent.
Nur so zum Vergleich, der Stocks Europe 600 hat in den zwölf Monaten...
nach den jeweiligen Turnieren im Schnitt rund 7,4 Prozent zugelegt.
Das ist dann schon eine ziemliche Outperformance von diesen Aktien.
Und wie gesagt, nicht nur nach einem Turnier, sondern im Schnitt nach allen WM-Turnieren der vergangenen 36 Jahre.
Aber so ehrlich müssen wir auch sein, WM-Aktien sind die meisten dieser Tiesel natürlich letztlich auch nicht.
Es sind halt Aktien, die sich über die vergangenen Jahre und Jahrzehnte einfach sehr gut entwickelt haben und somit halt auch in den Jahren nach den großen Turnieren.
Aber immerhin, ich finde, so eine Liste mit nachhaltigen Gewinneraktien ist für Anleger immer ganz nützlich.
Ja, und auch aussagekräftiger als irgendwelche wilden Spekulationen über die WM-Aktie des Jahres.
Aber so oder so, unser Fazit lautet jetzt erstmal, schaut nicht auf die Banden, schaut in die Bilanzen.
Und schaut in den nächsten Tagen einfach mal auf Fußball und vergesst dabei mal kurz die Börse.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an AAA at welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Sebastian fragte, ob wir jetzt in jeder Folge zu einer Art SpaceX...
Dauerwerbesendung mutieren.
Zwar ist uns nicht so wirklich klar, weil wir hier jemals wirklich aktiv die Werbetrommel für die Zeichnung gerührt haben.
Aber wir können dich beruhigen, lieber Sebastian.
Heute gab es stattdessen eine Fußball-Dauerwerbesendung.
Ja, und außerdem muss man auch sagen, ich meine, das ist natürlich wirklich ein historisches Ereignis, das wahnsinnig viele Leute interessiert und auch irgendwie so ein Teil der Demokratisierung der Geldanlage wieder ist.
Also von daher ist es hier Teil unserer Mission, das schon.
Und so ganz ohne SpaceX kommen wir heute auch nicht aus, weil das auch natürlich euch bewegt und es viele...
Fragen dazu gibt von euch.
Und es gab eine Frage, die haben sehr viele gefragt, nämlich warum denn der europäische SpaceX Prospekt 162 Dollar als Emotionspreis nennt, wenn in den USA von 135 Dollar Festpreis die Rede ist.
Also die 162 Dollar, das ist keine Preisprognose, sondern eine Obergrenze.
Sie markieren den maximalen Angebotspreis, zu dem europäische Privatanleger zeichnen, nicht den Betrag, den sie am Ende zahlen.
Genau und die 135 Euro sind der derzeit erwartete Preis für das US-Angebot.
Auch der ist nicht in Stein gemeißelt und kann im Bookbuilding noch angepasst werden.
Entscheidend ist aber, der finale Preis für europäische Anleger soll exakt dem endgültigen US-IPO-Price entsprechen.
So ist es.
Niemand in der Europazeit, also mehr als die Amerikaner.
Wenn Europa zeichnet, überweist am Ende nicht automatisch 162 Dollar, sondern den final festgelegten IPO-Preis.
Die 162 Dollar sind halt nur das Limit nach oben.
Ein Detail für die Praxis, noch ganz interessant, wer seine Order unter 135 Dollar limitiert, sollte laut Prospekt nicht mit einer Zuteilung rechnen.
So, dann wäre das jetzt geklärt.
Schnell wieder zurück in die Welt des Sports.
Wenn ihr weiter...
euch mit dem Thema Sport rund um Sport beschäftigen wollt, legen wir euch einen Podcast dafür ins Herz.
Lars Gartenschläger und Lutz Wörkener sprechen nämlich im Weltmeister-Sport-Podcast mit, Überraschung, echten Weltmeistern.
Sie hatten schon Sami Khedira zu Gast, Martin Schmidt und auch Arthur Abraham, aber auch völlig unbekannte Weltmeister sind dabei und in jeder Folge muss der Host erst einmal erraten, wer ihm denn eigentlich gegenüber sitzt.
Nach der Raterunde sprechen dann Host und Gast über den Weg zum Titel, das Leben als Weltmeister und den Menschen hinter der Story.
Den Link zum Podcast packen wir euch.
in die Folgenbeschreibung.
So, jetzt aber erstmal genug mit Fußball.
Ab jetzt voller Fokus auf das furiose Börsenwochenfinale.
Und das wollt ihr natürlich nicht verpassen.
Deshalb abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
