# AI IPOs, Energy Infrastructure, and Market Volatility

**Podcast:** Aktien fürs Leben
**Published:** 2026-06-10

## Transcript

Hallo, hier ist Petra Ahrens vom Podcast Aktien fürs Leben.
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Dieser Podcast ist keine Anlageberatung oder Empfehlung.
Alle Angaben sind ohne Gewehr.
Diese stellen keinen Ersatz für eine professionelle und individuelle Beratung dar.
Werteentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Wertentwicklung.
Aktien fürs Leben.
Der Vermögenspodcast von Capital.
Mit Petra Ahrens und Timo Pache.
Hallo und herzlich willkommen.
Es ist gerade ein bisschen wie bei und täglich grüßt das Mobiltier nur an der Börse.
Irgendwie kommen jeden Tag und jede Woche die immer gleichen Fragen, Themen und Sorgen, die irgendwie die Märkte beeinflussen.
Am Freitag hat sich ein bisschen was gedreht, Petra.
Da kommen wir auch gleich drauf.
Was haben wir sonst noch?
für diese Woche im Programm.
Ja, heute schauen wir auf Intuit, einen spannenden Softwarekonzern aus den USA, der mit seinen Produkten tief im Finanzalltag vieler Privatkunden und kleinerer Unternehmen verankert ist.
Auch dieses Unternehmen wurde heftigst abgestraft im Kurs durch die Sorge, dass Entroffic und Co.
zukünftig derartige Dienstleistungen ersetzen können.
Ob das wirklich gerechtfertigt ist, das besprechen wir dann gleich.
Dann gehen wir nach Asien, genauer in den Stadtstaat Singapur und gucken uns was näher den dortigen halbstaatlichen Telekommunikationsanbieter Singapore Telecommunications an, kurz Singtel.
Eine vielleicht ganz interessante Dividendenaktie.
Und zu guter Letzt gehen wir zu Inyo Jenbacher.
Die sind bereits der stille Profiteur der Energiewende.
Das Unternehmen aus Jenbach in Tirol baut Gasmotoren und Energiesysteme, die überall dort gebraucht werden, wo Strom besonders zuverlässig und flexibel bereitstehen muss.
Etwa in Rechenzentren, Industriebetrieben oder auch in Kraftwerken.
Jetzt will INIO an die Nestec und die Zahlen wirken auf den ersten Blick stark.
Wir schauen da mal genauer hin.
Und an dieser Stelle wie immer von uns der Hinweis, wer sofort zu einem dieser drei Unternehmen springen möchte, kann dies gerne tun und orientiert sich dann an den Zeitangaben in unseren Shownotes.
Petra, was war das am Freitag?
Da hat es ja etwas gerappelt in den USA.
Die Leitinitiers haben an einem Tag fast drei Prozent verloren.
Der S&P 500 knapp 2,7 Prozent und der Nasdaq 100 sogar fast 4,8 Prozent.
Der DAX.
Mit minus 1,3 war noch etwas stabiler unterwegs, gibt aber heute zum Wochenstart auch noch weiter nach.
Die Örsen in Asien waren auch dicke Minus heute Morgen.
Petra, was ist da los an den Märkten?
Kannst du es uns erklären?
Ja, wir hatten es schon mal hier im Podcast.
Es ist ein bisschen so, dass wir oben an unsere Widerstände geraten in den Indizes.
Wir sehen es im DAX oberhalb von 25.000.
Punkten wird die Luft wirklich sehr, sehr dünn und mittlerweile wird auch so ein bisschen das KI-Thema nicht mehr ganz so rosarot betrachtet wie in den Wochen und Monaten zuvor.
Mittlerweile schauen halt die Börsianer hin und sagen, okay, jetzt wurden Milliarden investiert, aber jetzt muss auch mal produziert und Zahlen, Daten, Fakten auf den Tisch kommen.
Die bleiben natürlich mit viel, viel Zukunftsvision erstmal außen vor.
Dann kommen jetzt auch noch diese Billionen von IPO-Mega-Börsengänge hinzu, die auch nicht ganz so positiv aufgenommen werden.
Klar, das Interesse ist ganz, ganz hoch.
Aber hier werden natürlich Zahlen aufgerufen, die einen wirklich schwindlig werden lassen.
Dann haben wir natürlich noch unser Zinsthema, was enorm belasten würde, gerade Unternehmen, die Schulden generieren.
Davon haben wir einige.
Also wir haben eine steigende Inflation aufgrund der gesamten Gemengelage, die wir geopolitisch sehen.
Was bedeuten sollte und dürfte auch, dass EZB und auch die FED die Zinsen auf keinen Fall senken werden, ganz im Gegenteil.
Und was am Wochenende hinzugekommen ist, Trump sagt, er sorgt für Waffenruhe, da haben wir sie.
Der Iran hat am Wochenende Israel angegriffen, das geht heute Morgen, wir nehmen Montagmorgen auf weiter.
Das belastet erstmal und deswegen sehen wir hier auch diese Rückgänge in sämtlichen Indizes.
Dann sind wir mal gespannt und vor allen Dingen ist das ja ein schwieriges Börsenumfeld.
Für SpaceX, die ja am Freitag, du hast die Mega-IPOs schon angesprochen, an die Börse wollen, mit einer horrenden Bewertung, muss man sagen, 135 Dollar für die Aktie.
Das ergibt, glaube ich, eine Bewertung von 75 bis 77 Milliarden US-Dollar, die sie alleine dadurch einnehmen wollen.
Und die Gesamtbewertung liegt dann, glaube ich, bei 1,77 Billionen US-Dollar für ein Unternehmen, was...
beeindruckende Raketen baut, was natürlich Starlink betreibt.
Klar, das ist auch sehr, sehr spannend und im Grunde genommen wahrscheinlich das Geschäftsfeld mit dem größten unternehmerischen Potenzial, was jetzt schon absehbar ist.
Aber trotzdem ist das natürlich ein Umfeld, was nicht ganz einfach ist.
Und die spannende Frage ist ja auch so ein bisschen, woher kommt eigentlich das ganze Geld, das in diesen Börsengang fließen soll?
Müssen da möglicherweise einige Investoren jetzt auch irgendwie Positionen verflüssigen, um am Freitag genug Geld am Start zu haben, um dann bei diesem IPO mitmachen zu können.
Das Interesse ist natürlich wahnsinnig, sowohl von institutionellen Anlegern, auch von den Privatanlegern.
Und ich fand es hier auch schon beachtlich, dass man erst gar keine Bookbuilding-Spanne macht und den Ausgabepreis ermittelt, sondern Elon Musk, sag ich jetzt mal, hat den Ausgabepreis selbst festgelegt, ruft hier fix die 135 US-Dollar auf.
Das wird das Mega-Event und natürlich will jeder auf diesen schnellfahrenden Zug aufspringen.
Wir wollen mal gucken, wann er aber dann ins Stocken gerät.
Ich freue mich auf jeden Fall schon auf unsere Sendung in der nächsten Woche, wenn wir das Ganze dann bewerten und ein bisschen rekapitulieren werden.
Ja, und dann hat in der vergangenen Woche noch der nächste Mega-IPO im Grunde genommen schon so ein bisschen seinen Schatten vorausgeworfen, das KI-Startup.
Anthropic hat einen vertraulichen Antrag auf einen Börsengang gestellt bei der SEC.
Der Börsengang ist jetzt geplant für den Herbst, wahrscheinlich für den Oktober.
Das war tatsächlich auch so erwartet worden.
Interessanterweise ist man OpenAI vorausgekommen.
Die wollen auch an die Börse und es gibt jetzt im Grunde genommen so ein...
ich sage mal, Hunde rennen um die Milliarden der Investoren.
Denn die, die als erstes an der Börse sind, haben auch die größten Chancen, tatsächlich noch Geld einzusammeln.
Es geht ja um sehr, sehr viel, auch bei diesem Anthropic-Börsengang.
Und ja, die Frage ist, wie lange reicht das Geld eigentlich an der Börse?
Es wird rein manövriert und wir müssen uns anschauen.
Zuletzt wurde früher Antrofic rund 965 Milliarden US-Dollar aufgerufen, also bewertet.
Damit liegen sie sogar inzwischen auch noch vor OpenAI, die zuletzt, glaube ich, bei 852 Milliarden Bewertungen lagen.
Also das sind schon alles Zahlen.
Es wird einem wirklich schwindelig.
Allein für Rechenleistungen zahlt Antrofic.
künftig bis zu 1,25 Milliarden US-Dollar pro Monat an SpaceX für die Kapazitäten in diesem Colossus-1-Rechenzentrum.
Und wir müssen schauen, wo das alles hinführt.
Also klar ist natürlich durch diese drei Mega-IPOs, das ist so ein KI-IPO-Zyklus, den wir da sehen, von mehreren Billionen US-Dollar.
Da mag man sich gar nicht ausmalen, sollte das nicht so funktionieren, wie sich das jeder vorstellt.
Da fließen natürlich wirklich Billionen rein von institutionellen Investoren, von Privatinvestoren.
Wahrscheinlich jeder.
US-Amerikaner, der seine private Altersvorsorge aufpimpen möchte, geht da rein.
Man muss sich ausmalen, wenn das am Ende nicht funktioniert, dann erleben wir hier wirklich ein weltweites Desaster, was die Märkte wirklich in einen Wahnsinns-Crash treibt.
Den will ich jetzt nicht hervorrufen, aber das ist schon sehr beängstigend, wenn man sich diese Zahlen einfach mal vor Augen ruft, obwohl bisher noch wenig bis gar nichts produziert wurde.
Ja, und vor allen Dingen auch gar kein Geld verdient wird.
Antropic hat zwar jetzt angedeutet, dass man mal in einem Quartal möglicherweise die Gewinnschwelle erreichen wird, aber das ist, glaube ich, nicht nachhaltig.
Es gibt viele Experten, die große Zweifel daran haben, auch an den kolportierten Zahlen zu den Geschäften und zu den Erlösen von Antropic.
Und ja, man will sich tatsächlich nicht ausmalen.
Die sind ja alle miteinander verflochten.
Du hast es gesagt, Antropic zahlt jetzt an SpaceX 1,25 Milliarden US-Dollar jeden Monat für Rechenleistungskapazität.
Wenn die sich irgendwie noch alle miteinander runterziehen, dann wird da wirklich sehr, sehr, sehr viel Geld noch vernichtet werden.
Vielleicht geht es gut, wollen wir es fast hoffen, aber ein bisschen Rationalität in diesem ganzen Markt würde man sich, glaube ich, wünschen.
Das Ganze sehen.
Ja, Intuit wurde 1983 gegründet und brachte 1984 die erste Version von Quicken auf den Markt.
Das ist eine Finanzsoftware für die Verwaltung von Geld, Konten und Ausgaben.
Später kamen QuickBooks für die Finanzbuchhaltung und weitere Softwarelösungen hinzu, die das Unternehmen vom einfachen Finanztool-Anbieter zu einer sehr breit aufgestellten Plattform für die Finanzen, für Steuern und für Small-Business-Software gemacht haben.
Wichtige strategische Schritte.
waren Übernahmen von rund 12 Milliarden US-Dollar, die das Angebot dann natürlich international erweiterten.
Heute kontrolliert Intuit den Großteil des US-Marktanteils für Buchhaltung und Do-it-yourself-Steuererklärungssoftware für kleine Unternehmen.
Und das Geschäftsmodell des Unternehmens basiert vor allem auf den wiederkehrenden Einnahmen aus den Abos und natürlich auch aus den Transaktionsgebühren.
Der Konzern konzentriert sich auf cloudbasierte Finanzlösungen für die kleinen Unternehmen, für Selbstständige und auch für die Privatkunden.
Und der große Vorteil dieses Modells liegt natürlich in den hohen Wechselkosten, wenn man einfach switchen würde.
Also bedeutet, wer seine Buchhaltung, die Steuerdaten oder auch sonstige Marketingprozesse einmal in Intuit integriert hat, bleibt oft lange in diesem Ökosystem drin.
Das Interessante bei Intuit ist ja, wenn man sich zunächst mal Umsatz und Gewinnentwicklung anschaut, dann sieht das alles super solide und formidabel aus.
Der Umsatz lag zuletzt bei 18,8 Milliarden US-Dollar, gestiegen zum Vorjahr.
Von 16,3 Milliarden, davor waren wir bei 14,4 Milliarden.
Also das ist eine sehr, sehr schöne Reihe, die sich da zeigt.
Genauso beim Gewinn knapp 3,9 Milliarden US-Dollar im letzten Geschäftsjahr.
Das entwickelt sich alles ganz wunderbar.
Eine Dividende zahlt man auch.
Und so hat sich der Aktienkurs über lange Zeit auch sehr, sehr gut entwickelt.
Höhepunkt war im vergangenen Sommer, also noch gar nicht so lange her, nicht mal ein Jahr, im Juli 2025, stand die Aktie bei um die 800 US-Dollar.
Und dann ist aber irgendwie was passiert mit dieser Aktie.
Und wir kommen auch gleich drauf, was da passiert ist.
Es sind einige Dinge passiert.
Jedenfalls ist die Aktie ordentlich unter die Räder geraten, steht aktuell bei unter 300 US-Dollar, also ein Minus von etwa 60 Prozent.
Und einer der Gründe, wir haben es gerade schon angesprochen, sind auch so Angebote wie die von Antropic, nämlich KI-Agenten, die künftig die Arbeit von solchen Steuer- und Textsoftware-Programmen übernehmen können.
wahrscheinlich ziemlich gut machen können, weil das ja hochautomatisierte und hochstandardisierte Prozesse sind.
Die Rechtslage ist relativ leicht zu überprüfen und so sagen eigentlich alle Experten, dass KI so Sachen wie eine Steuererklärung wirklich ziemlich zuverlässig übernehmen kann.
Und ja, genau das haben offenbar auch die Investoren so ein bisschen im Gefühl und sagen, ob die Geschäftsaussichten von Intuit, die aus der Vergangenheit eben so wahnsinnig stabil aussehen, ob die sich wirklich so in die Zukunft fortschreiben lassen, das ist doch sehr fraglich.
Zuletzt kam Goldman Sachs, die große US-Investmentbank, um die Ecke und hat auch noch eine Analystenbewertung abgegeben für die Aktie und die ganze Aktie auf Verkaufen gestellt.
Kursziel 276 Dollar.
Da ist also sogar noch ein bisschen Potenzial nach unten.
Und Petra, du siehst das aber vielleicht ein bisschen anders, oder?
Ja, ich sehe es ähnlich, wie wir auch schon die Diskussion bei anderen Softwareanbietern hatten, allen voran SAP, dass natürlich KI Chance und Risiko zugleich ist für derartig aufgestellte Unternehmen mit solchen Dienstleistungen.
Aber ich halte diese Abstrafung des Aktienkurses für absolut übertrieben.
Also erstens wird nicht schwuppdiwupp plötzlich das gesamte System auf den Kopf gestellt und die Unternehmen sind tot, sondern es wird hier einen Wechsel geben.
Und dann ist natürlich auch entscheidend, wie Intuit selbst KI sinnvoll einsetzt, um die Produkte attraktiver zu machen.
Kunden zu binden und natürlich auch wahrscheinlich um die Marge dann weiterhin zu stützen und vielleicht sogar zu erhöhen.
Und wenn wir uns das Geschäftsmodell von Intuit mal angucken, dann besitzen die natürlich die wertvollen Datenschätze im Finanzbereich.
Also bedeutet in der Steuer, in der Buchhaltung oder Cashflow Bonitätsdaten von Millionen von Nutzern.
Und das sind einzigartige Daten, Grundlage für deren firmeneigene KI-Plattformen, die ja schon von Millionen Kunden genutzt werden.
Und das sind sogenannte proprietäre Finanzdaten, die können nicht einfach von den Wettbewerbern repliziert werden.
Das funktioniert nicht.
Und dann finde ich gut, was Intuit halt gemacht hat.
Die erkennen schon das kleine Risiko, sehen darin die Chance.
Was haben sie gemacht?
Es gibt bereits eine Zusammenarbeit mit ...
und mit Open AI, wodurch auch Steuerberater die Tools von Intuit besser in ihrer Arbeit integrieren können.
Also daher, das ist ein bisschen übertrieben von der Kursabwertung.
Es kamen natürlich noch andere Nachrichten hinzu, nicht nur die Diskussion Einfluss von künstlicher Intelligenz, sondern auch im Rahmen einer Effizienzsteigerung hat Intuit im abgelaufenen Quartal bekannt gegeben, dass sie 17 Prozent ihrer Mitarbeiter entlassen werden.
Das klingt jetzt erstmal für uns Börsenleute positiv, kostengespart.
So ist es aber nicht.
Dadurch entstehen Abfindungskosten im Bereich von 300 bis 340 Millionen US-Dollar.
Und das könnten natürlich die Ergebnisse für das vierte Quartal zu Ende Juli etwas negativ beeinflussen.
Ist aber nicht wiederkehrend zu betrachten.
Also daher auch hier ein bisschen vorsichtig.
Die Anfangszahlen, also das erste Quartal 2026, hat auch wieder einen gesteigerten Umsatz von 3,89 Milliarden aufgerufen.
Auch der Netto-Income, also der Reingewinn, konnte leicht gesteigert werden.
Also Gewinnzuwächse für das laufende Geschäftsjahr wurden bestätigt.
Und daher kann man sich diesen Kursverfall ruhig mal angucken.
Ich glaube, es könnte eine Chance sein, ähnlich wie bei SAP.
Wir hatten es schon mal besprochen, hier jetzt günstig reinzukommen.
Es ist eben gesagt, wir haben eine leichte Dividendenrendite von 1,33 Prozent, KGV von 22.
Für so ein Unternehmen finde ich auch gerechtfertigt.
Wir haben ein ROSI, Return on Capital Employed.
Das Unternehmen verdient 25 Prozent auf das eingesetzte Kapital.
Also daher kann man sich diese Kursentwicklung ruhig mal anschauen.
Ich würde dir an einer Stelle vielleicht widersprechen oder zumindest die Frage stellen, weil du jetzt SAP tatsächlich angesprochen hast.
Wir haben bei SAP genau diese Frage diskutiert und bei SAP habe ich dir auch zugestimmt, dass dieses Unternehmen mit seinen Softwarelösungen so tief integriert ist in die Prozesse hochkomplexer Konzerne, tief in den Lieferketten, in den Bestellketten, in allen möglichen Produktionsketten drinsteckt, dass es Schwer vorstellbar ist, dass das so leicht von KI-Angreifern repliziert wird.
Jetzt hat Intuit eben eine andere Klientel.
Die sind jetzt nicht bei den Großkonzernen hochkomplex dativ drin, sondern es ist eher so eine kleine und mittelständische Unternehmerklientel und viele Privatpersonen.
Und wenn ich mir jetzt vorstelle, welche Steuer-App nutze ich für meine Steuererklärung, dann würde ich denken, das kann ich schon irgendwie relativ schnell wechseln, wenn da ein guter anderer Anbieter um die Ecke kommt, der das entweder günstiger macht oder schneller macht.
Und mir mehr abnimmt.
Deswegen hätte ich gerade bei Intuit so ein bisschen schon eher die Sorge, dass da wirklich was weggeknabbert werden kann von KI-Anbietern.
Bei SAP bin ich total bei dir.
Halte ich auch für schwierig, beziehungsweise SAP wird in der Lage sein, selber KI-Modelle anzubieten, die diese Funktionen dann übernehmen.
Und da werden Konzerne sehr, sehr vorsichtig sein mit dem Wechsel bei Privatpersonen und Kleinunternehmern.
Hätte ich so die Erwartung, die könnten es vielleicht schon mal ausprobieren wollen.
Hast du völlig recht, aber du hast gerade so schön gesagt, ich könnte mir vorstellen, dass diese neuen Werbung Hallo, hier ist Petra Ahrens vom Podcast Aktien fürs Leben.
Wenn ich mich bei einem Thema auskenne, dann sind es die Kapitalmärkte und ihre Investments.
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KI-Kandidaten dieses Modell so ein bisschen anknabbern.
Das werden sie auch tun, ja natürlich.
Aber der Kurs sieht gerade so aus, als ob schon der gesamte Kohl weggefressen worden wäre.
Also natürlich wird es hier einen Druck geben.
Aber nach diesem Kurseinbruch von 60 Prozent muss man sich fragen, ist jetzt das gesamte Geschäftsmodell nicht mehr intakt?
Das kann nicht sein.
Also die Zahlen sprechen ja für sich.
Wir haben eine Steigerung im Umsatz, wir haben eine Steigerung im Reingewinn.
Denn natürlich wird das zukünftig etwas belasten, aber die aktuelle Bewertung des Unternehmens halte ich für nicht gerechtfertigt.
Deswegen, ich glaube nicht, dass sie wieder auf die 800 US-Dollar zurückdrehen werden.
Aber da, wo sie aktuell liegen, glaube ich auch, sind sie unterbewertet.
Singapore Telecommunications ist der große Telekom-Provider im asiatisch-pazifischen Raum, beheimatet in Stadtstadt Singapur.
Singapur bietet alles an, was man sich von so einem Unternehmen erwarten würde.
Also Mobilfunk, Festnetz, Datendienste, Pay-TV, Rechenzentrumsleistungen, Cloud-Leistungen, Cybersicherheit, Satellitendienste.
Die sind auch nicht nur in Singapur unterwegs, sondern auch zum Beispiel relativ groß in Australien.
Zur Hälfte sogar im Staatsbesitz.
Der singaporeanische Staatsfonds Thermasec hält etwa 50 Prozent der Anteile an.
Singtel, das Geschäftsmodell, gleicht im Grunde genommen vielen Telekommunikationsanbietern, die wir hier im Podcast immer wieder besprochen haben, auch der Deutschen Telekom.
Und damit macht Zingtel etwa 10 Milliarden Euro Umsatz zuletzt.
Das waren 14,26 Milliarden.
Und da fängt es jetzt schon an, interessant zu werden.
Der Umsatz sinkt so ein bisschen.
Das haben wir allerdings jetzt auch bei anderen Telekommunikationsanbietern zuletzt gesehen, dass die Umsätze durchaus manchmal zurückgehen.
Das hat was zu tun mit Bereinigungen im Portfolio und auch dem harten Wettbewerbsdruck in dieser Branche.
Der Gewinn ist...
Relativ schwankend, aber recht hoch.
Zuletzt lag er bei 3,7 Milliarden Euro.
Und das Unternehmen schüttet dann auch noch eine sehr stattliche Dividende aus.
Insgesamt 2 Milliarden Euro.
Die Dividende liegt, das klingt jetzt sehr klein, bei etwa 10, 12, 15 Cent Euro umgerechnet.
Allerdings kostet die Aktie eben auch nur gerade mal 2,70 Euro.
Und sie ist zuletzt auch deutlich gefallen, um etwa 20 Prozent.
Petra.
Es ist weit weg.
Auf der anderen Seite haben wir uns immer wieder mit solchen Unternehmen beschäftigt und sagen ja, Telekommunikation ist schon ein ganz interessantes, stabiles Geschäftsfeld.
Kannst du dir erklären, warum die Aktie trotzdem so deutlich gefallen ist in den vergangenen Wochen und Monaten?
Ja, sie ist ja auch im Vorfeld, hat sie sich ja fast verdreifacht.
Dass es hier mal so ein bisschen die Luft rauskommt, finde ich normal.
Vor allen Dingen, weil es auch, ja, wir brauchen Kommunikation und Technologiekonzerne wie Singtel.
Aber du hast es eben auch schon angesprochen, es ist jetzt ein schwieriges Geschäftsumfeld, weil der Umsatz kann zwar stabil gehalten werden, aber wird auch nicht merklich gesteigert.
Das ist zwar für diese Branche jetzt weniger relevant, das ist eigentlich typisch für die Branche, weil entscheidender ist natürlich, dass der Gewinn kontinuierlich gesteigert werden kann.
Das schaffen sie auch bisher.
Es ist aber dennoch so, dass natürlich dieser Ausbau von Infrastruktur und Netzwerken ist sehr kapitalintensiv.
Die Netze und IT-Systeme, das muss natürlich alles installiert werden.
Das bindet auch sehr viel Kapital.
Und entscheidend ist daher halt weniger der Umsatz, sondern die Fähigkeit für das Unternehmen, aus diesem Netzwerkgeschäft diese stabilen Cashflows zu generieren.
Und dann gleichzeitig auch die Investitionen, die getätigt werden, auch die Dividenden, die man hier hat, zu finanzieren.
Das ist schwierig.
Das ist jetzt kein klassisches Geschäft, was mal in die Höhe schnellt.
Und deswegen glaube ich, ist bei dieser Verdreifachung, die wir im Kurs gesehen haben, werden jetzt auch mal Gewinne mitgenommen, weil das Geschäftsfeld ist umkämpft.
Ja, das ist ein großer Player im asiatisch-pazifischen Reich.
Aber es gibt natürlich noch andere.
Und daher müssen sie erstmal unter Beweis stellen, dass sie natürlich weiterhin auch diesen Zugang zu den stark wachsenden digitalen Märkten schaffen.
Und hier gibt es so ein bisschen Zweifel daran.
Zumal es zuletzt eben auch noch in Australien Probleme gegeben hat, technische Probleme, ein großer Netzausfall.
der dort dazu geführt hat, dass die Notrufnummer auch einige Stunden nicht erreichbar war.
Da gibt es jetzt viel Unmut.
Das Unternehmen hat eingeräumt, dass sie in den vergangenen Jahren, das passt zu dem, was du gesagt hast, zu wenig in die Netzqualität investiert haben und in den Schutz der Netze.
Stichwort Hackerangriffe aus China, auch das ein großes Thema in Australien.
Deswegen wird man dort stärker investieren müssen und das belastet eben.
Die Gewinnaussichten.
Die Frage ist eben jetzt bei einem KGV von 12 bis 13.
Ist die Aktie schon so weit runtergeprügelt worden, eine Dividendenrendite von 4,3 Prozent, dass sie schon wieder attraktiv ist?
Das wäre so eine Abschlussfrage an dich.
Nee, ist sie für mich in der Tat nicht, weil ich finde sie immer noch hoch bewertet.
Jetzt mal abgesehen von dem KGV von 12,8 finde ich den Kurs immer noch hoch bewertet.
Und auch die Dividendenrendite von 4,25 Prozent reizt mich hier nicht, weil die Abhängigkeit von diesen Märkten Asien, Australien ist sehr hoch.
Wir haben diesen intensiven Wettbewerb im Telekom-Markt.
Die Margen stehen unter Druck.
Wir sehen es am Rossi, der steht gerade mal bei 5,3.
Also sie verdienen äußerst wenig.
So richtig profitabel ist das nicht.
Und dafür ist mir der Kurs einfach noch zu hoch.
Ja, Servus, wir gehen nach Österreich.
Die Wurzeln des Unternehmens liegen im idyllischen Zillertal in Tirol, wo diese Firma in ihrer modernen Form ab 1959 entstanden ist.
Inio, besser bekannt als Jenbacher, die einst ihr Produktportfolio mit dem charmanten Slogan vom Kochtopf bis zur Diesellok beschrieben haben, typisch Österreich.
bauen heute Hochleistungsmotoren für die halbe Welt.
Der Fokus liegt auf Gasmotoren und auf die Kraft-Wärme-Kopplung.
Ein wichtiger Wendepunkt kam 2003 mit der Übernahme durch General Electric.
Später wurde die Sparta aus GE aber auch wieder herausgelöst und dann unter dem Namen Inio als eigenständiges Energieunternehmen neu aufgestellt.
Kommen wir zum Geschäftsmodell.
Inio entwickelt und produziert und wartet Hochleistungsgasmotoren und die Energiesysteme.
Das Kerngeschäft liegt in der dezentralen Energieversorgung, besonders in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.
die Strom und Wärme gleichzeitig erzeugen.
Und das Geschäftsmodell besteht nicht nur aus dem Verkauf dieser Motoren, sondern stark auch aus den Serviceleistungen, die sich natürlich dann daraus ergeben, aus Ersatzteilverkäufen, der Modernisierung und natürlich aus den sogenannten digitalen Diensten.
Und genau dieser Serviceanteil stabilisiert dann natürlich auch die Erträge und macht das Geschäft attraktiver als jetzt bei einem reinen Maschinenbauzyklus.
Das Unternehmen profitiert sehr stark vom Ausbau der KD-Rechenzentren in den USA, aber auch hier in Europa.
Denn dafür, du hast es, glaube ich, eingangs auch schon gesagt, braucht man eben eine sichere und stabile Stromversorgung auf der einen Seite, auf der anderen Seite auch noch eine sichere Kühlung.
Und beides kann Inio bieten mit seinen Gasmotoren.
Und deswegen haben sich die Auftragsbücher in den vergangenen Monaten sehr, sehr gut gefüllt.
In Yenbach.
Und ja, man hat sich vor diesem Hintergrund eben jetzt dazu entschieden, in New York und zwar auch gleich in New York und nicht in Frankfurt oder so, an die Börse zu gehen.
Und das ist am vergangenen Freitag passiert.
Inyo hatte eine Spanne angegeben von 24 bis 27 US-Dollar.
Und tatsächlich ist man mit 27 Dollar an den Markt gegangen.
Die Aktie hat am ersten Handelstag auch gleichen ortlichen Sprung gemacht, bis hoch auf 34 US-Dollar.
Und zum Ende des Handelstages ging es dann nochmal ein bisschen runter Richtung 32 US-Dollar, aber alle Beteiligten...
waren sich einig, dass das ein ganz ordentlicher Handelsstart war.
Jetzt ist natürlich, Petra, so ein bisschen die Frage, okay, das Unternehmen ist jetzt schon mit 22 bis 25 Milliarden US-Dollar bewertet, bei einem Umsatz von 2,3 Milliarden im letzten Geschäftsjahr und einem, würde ich mal sagen, eher bescheidenen Gewinn von 125 Millionen Euro.
Das klingt für mich schon nach sehr luftig und so.
Auf der anderen Seite, wenn man sich eben die vollen Auftragsbücher anguckt, dann kann man ja sagen, okay, dieser Boom der Rechenzentren, Stichwort Entropic, Open AI, Alphabet, Meta, die da alle irgendwie bauen, bauen, bauen, wie die Verrückten, der wird ja erstmal weitergehen.
Die Stromversorgung für diese Rechenzentren ist ja so ziemlich das Mindeste, was gesichert sein muss, damit sich das irgendwie Lot oder Perspektive bekommt.
Also wird Inio von diesem Bauboom auch wahrscheinlich in den nächsten Monaten und Jahren ganz ordentlich profitieren, oder?
Ja, das sehe ich auch so.
Und das ist auch sehr, sehr clever, dass sie direkt nach Amerika an die Nasdaq gegangen sind, weil damit werden sie natürlich auch für den gesamten Kapitalmarkt sichtbar.
Sie werden wesentlich breiter aufgestellt sein und dadurch, dass es einfach ein Energieplayer ist, der für die Rechenzentren, für die Netzstabilität und für die dezentrale Energieversorgung zuständig ist, wird er dann wahrscheinlich auch in sämtliche ETFs und Fonds aufgenommen werden.
Und wir wissen durch die neuen Mega-IPOs, dass das zukünftig viel schneller passieren wird als in der Vergangenheit.
Also da ist schon richtig Kawums dahinter.
Und es ist und bleibt ein sehr attraktives Geschäftsmodell mit wiederkehrenden Serviceerlösen.
Daher sehr interessant.
Wir haben hier natürlich jetzt noch wenig fundamentale Zahlen, Daten, Fakten, die wir hier hinlegen können, aber sicherlich ein Kandidat für unsere sogenannte Watchlist, Timo.
Ich habe ja mich zum einen gefragt, was hat wohl GE in der vergangenen Woche gedacht, als sie diesen Börsenkang gesehen haben?
Schade.
Die haben das dem Jahr 2018 mit großen Strukturproblemen im Rücken.
Deswegen mussten sie sich ja so ein bisschen neu aufstellen in Flechten, haben ja viele Beteiligungen verkauft damals.
Haben sie auch GE Jenbach verkauft, damals für 3,25 Milliarden.
Jetzt machen andere daraus ein sehr viel größeres Geschäft.
Die werden wahrscheinlich ein bisschen traubig gewesen sein.
Wir haben ja, Petra, vor einigen Wochen hier diesen kanadischen Uranhersteller besprochen.
Und damals hast du gesagt, ja, spannende Aktie, wachsendes Geschäft und so weiter und so fort.
Ich weiß noch, dass ich damals gesagt habe, ich glaube, ich würde mir eher irgendwie so...
Gasmotoren oder Gasturbinenhersteller anschauen, weil ich glaube, bevor die Amerikaner da ihre ganzen neuen Atomkraftwerke, von denen sie jetzt immer reden, an den Start bringen, werden sie erst mal darauf zurückgreifen müssen, dass sie ja ganz viel Gas zu Hause haben und das verfeuern, weil das eben stabile Stromversorgung sichert.
Ich finde so ein bisschen, muss ich jetzt mal sagen, Ella Batch, Sehen wir das jetzt hier genau mit diesem Börsengang von Inio, bestätigt, dass am Ende das Geschäft mit KI-Rechenzentren ja vielleicht irgendwann auch mal Hersteller von Atomkraftwerken machen, wenn sie den Durchbruch hinkriegen.
Aber kurzfristig.
werden vor allen Dingen die klassischen Energieversorger davon profitieren, eben mit Gasturbinen zum Beispiel.
Ja, Timo, du hast da natürlich recht.
Aber ich glaube, man sollte sich hier breiter aufstellen.
Also Uran kann leider Gottes nicht schaden.
Man muss es einfach so sagen, die haben auch ihre Zukunftsvisionen.
Und INIO ist natürlich auch hervorragend aufgestellt.
Die machen auch Fortschritte bei Wasserstoffanwendungen.
Also auch hier sieht man mal, wie modern man unterwegs ist.
Es wird jetzt ein zweites Werk in Tirol geplant.
Auf der Produktseite gibt es ja auch positive Nachrichten.
Und deswegen, wir brauchen Energieversorgung, die wird auch breit gefächert sein, egal ob das die Gasturbinen sind, andere Energiesysteme, Wasserstoff, ob es Uran ist.
Also alles zählt dazu, um natürlich die Netzwerke stabil zu machen und sie stabil zu halten, wenn wir auf die zukünftigen Rechenzentren und deren Leistungen zurückblicken.
Das ist ein sehr, sehr guter Zeitpunkt, den Inyo hier gewählt hat, um da wirklich auf dieses Pferd mit aufzusatteln.
Und ich glaube auch, dass das langfristig sehr aussichtsreich sein wird.
Technologisch haben die sich positioniert.
Dezentrale Energien braucht man, alles okay.
Ich würde jetzt erstmal natürlich den IPO so ein bisschen abwarten.
Also wie entwickelt sich die Aktie?
Die könnte am Anfang, du hast es eben schon erwähnt, 27 hoch auf 34 US-Dollar.
Da wird es noch ein bisschen schwanken bei diesen hohen Bewertungsrichtlinien, die wir hier sehen.
Aber langfristig betrachtet sicherlich ein Kandidat, an dem wir nicht vorbeikommen.
Das war mal wieder eine Folge von Aktien fürs Leben, dem Vermögenspodcast von Capital mit Petra Ahrens in Köln und Timo Pacher in Berlin.
Wir sagen danke fürs Zuhören und wünschen eine wunderschöne Woche und ein gespanntes Warten.
Ist so ein bisschen wie Weihnachten.
Wenn die Rakete hochgeht, meinst du?
Ja, genau, auf den Raketenstart am Freitag.
Und dann besprechen wir den Raketenstart in der kommenden Woche hier, worauf ich mich schon sehr freue.
Ich mich auch.
In diesem Sinne, wir hören uns nächste Woche.
Tschüss.
Tschüss.
Aktien fürs Leben.
Der Vermögenspodcast von Capital.
Mit Petra Ahrens und Timo Pache.
