# AI Infrastructure Wars, Regulatory Shifts, and Market Valuations

**Podcast:** KI-Update – ein heise-Podcast
**Published:** 2026-06-10

## Transcript

Das KI-Update, ein heise Podcast mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.
Ich bin Marco Pauli und dies sind heute unter anderem unsere Themen.
Apple KI News von der WWDC.
Die EU reagiert auf Apples Siri-AI-Blockade.
Google haftet für Unwahres.
Claude veröffentlicht Mythos.
Meta investiert in Handwerker und Mensch gegen KI beim Airhockey.
Seit Montag läuft in Kalifornien die WWDC, die alljährliche Apple-Entwickler-Konferenz.
Für Heise, direkt vor Ort, ist Malte Kirchner.
Und er gibt uns jetzt ein Update in Sachen Apple-KI-News.
Apple hat auf der Entwickler-Konferenz WWDC seinen bislang größten KI-Schwenk vollzogen.
Der Kern?
Die Sprachassistent Siri wurde von Grund auf neu programmiert und läuft künftig auf Googles Gemini-Modellen.
Apple hat dafür einen Mehrjahresvertrag mit Google geschlossen, der rund eine Milliarde Dollar pro Jahr kosten soll.
Die neue Siri hat künftig auch eine eigenständige App mit Chatverlauf, kontextübergreifendes Verständnis, sogenannte On-Screen-Awareness.
Sie sieht also, was gerade auf dem Display steht.
Und dazu kommen weitere Funktionen unter dem Oberbegriff Apple Intelligence.
Die Passwörter-App soll zum Beispiel künftig selbstständig Websites aufrufen und ändert dort schwache Passwörter.
Ganz ohne Zutun des Nutzers.
Für uns in Europa gilt allerdings warten.
Siri AI kommt wegen eines laufenden Streits mit der EU-Kommission über den Digital Markets Act nicht auf iPhones und iPads in der EU.
Laut Apple verlangen die EU-Regulatoren, dass Apple jedem KI-System nahezu uneingeschränkten Zugriff auf das Gerät des Nutzers gewähren muss, inklusive der Fähigkeit, autonom zu handeln.
Apple nennt das inakzeptabel, aber immerhin auf Mac und Vision Pro soll Siri AI in der EU verfügbar sein.
Nur iPhone und iPad bleiben außen vor.
Interessant auch die Developer-Seite.
Xcode 27 bringt Coding-Agenten von Anthropik, Google und OpenAI direkt in den Entwickler-Workflow.
Das ist eine Erweiterung vor allem um Gemini.
Ein lokales Newell-Engine-Modell übernimmt Echtzeitvorschläge, während komplexere Aufgaben an Cloud, Gemini oder OpenAI-Agenten weitergeleitet werden.
Und kleine Entwickler im App Store Small Business Programm können Apples neue Foundation-Models auf Private Cloud Compute kostenlos nutzen.
Hier in Cupertino war der Ärger in der EU gefühlt weit weg, gleichwohl aber ein Gesprächsthema.
Im Fokus für Entwickler und Medienvertreter ist aber vor allem das KI-Thema.
Einhellige Meinung, Apple spielt nicht an der Spitze mit, hat hier aber wichtige Fundamente gelegt.
In den nächsten Jahren muss ich zeigen, ob sich hierauf aufbauen lässt.
Danke, Malte.
Apple meint also, der Digital Markets Act verhindere das neue KI-System des Konzerns, mit dem Siri besser werden soll.
Die Europäische Kommission reagierte prompt auf diese Aussagen und Ben Schwan berichtet jetzt darüber.
Die EU-Kommission wird sich gegen Apples Vorwurf bei der Öffnung von iOS und iPadOS für alternative KI-Systeme nicht adäquat mit dem Konzern zusammengearbeitet zu haben.
Die Tatsache, dass Apple seine Siri AI nicht mit erscheinenden neuen Betriebssysteme herausbringt, habe allein mit Apple selbst zu tun, so ein Sprecher.
Alle Konzerne, die als Gatekeeper identifiziert sind, müssten sich an gleiches EU-Recht halten.
Apple fürchtet, mit den im Digital Markets Act enthaltenen Forderungen problematische Lücken in sein Betriebssystem zu reißen.
Die EU-Kommission verlangt, dass KI-Systeme von Konkurrenten auf dem iPhone mindestens genauso tief verankert sein sollen wie das neue Siri AI.
Apple wollte stattdessen eine Zwischenschicht einziehen, um sein System besser abzusichern.
Verhandlungen in den letzten Monaten waren laut Apple gescheitert, weshalb der Konzern sich nun entschieden hat, Siri AI zunächst nicht in der EU anzubieten.
Ob die Technik doch noch die EU-Bürger erreicht, hänge ganz von Verhandlungen mit der EU ab, so der Konzern.
Neben Apple hält auch Google mit Android die DMA-Forderungen für technisch problematisch.
Danke, Ben.
Die EU-Kommission verpflichtet Meta dazu, WhatsApp für konkurrierende KI-Chatbots kostenfrei zu öffnen.
Konkret geht es um die Programmierschnittstelle von WhatsApp Business, über die externe Dienste angebunden werden.
Der Konzern muss den freien Zugang innerhalb von fünf Arbeitstagen wiederherstellen.
Andernfalls drohen empfindliche Strafzahlungen.
Meta kündigte bereits Rechtsmittel an.
Der Streit dreht sich um den Wettbewerb zwischen KI-Assistenten in WhatsApp.
Meta hat seinen eigenen Chatbot Meta.ai fest in den Messenger eingebaut.
Nutzer können ihn da direkt ansprechen, sich Fragen beantworten oder Texte verfassen lassen.
Konkurrierende Anbieter wie OpenAI möchten ihre Assistenten ebenfalls über WhatsApp zugänglich machen.
Genau diesen Zugang erschwert Meta nach Ansicht der EU und bevorzugt damit das eigene Produkt.
Im Oktober 2025 hatte Meta die Bedingungen schon einmal so verschärft, dass konkurrierende Chatbots faktisch ausgeschlossen waren.
Nach Druck aus Brüssel ließ der Konzern sie im März 26 wieder zu, allerdings nur befristet und gegen eine Gebühr.
Auch diese Gebühr wirke wie ein Ausschluss, kritisiert die EU-Kommission und das würde Schaden für den Wettbewerb verursachen.
Die EU verlangt nun denselben kostenfreien Zugang wie vor Oktober 2025.
Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 10% des Jahresumsatzes.
Bei Metters Größe wäre das ein Milliardenbetrag.
Metter sieht die EU allerdings außerhalb ihrer Befugnisse.
Und der Konzern argumentiert, WhatsApp-Business sei ein kostenpflichtiger Dienst, für den kleine Firmen bezahlten.
Wenn große KI-Anbieter wie OpenAI die Schnittstelle dagegen gratis nutzen dürften, profitierten sie laut Meta auf Kosten der zahlenden Kundschaft.
Das Landgericht München hat entschieden, dass Google für falsche Behauptungen in seinen KI-generierten Suchübersichten unmittelbar haftet.
Das Urteil betrifft die sogenannten AI-Overviews, also die KI-Zusammenfassung, die Google über den normalen Suchergebnissen anzeigt.
Mehr dazu von Max Schreiner von The Decoder.
Im konkreten Fall hatten Google AI Overviews zwei Münchner Verlage fälschlicherweise mit Betrugsmaschen und unseriösen Geschäftspraktiken in Verbindung gebracht.
Die KI hatte Informationen über andere, tatsächlich dubiose Unternehmen, mit denen der Kläger vermischt.
Keine der verlinkten Quellen enthielt diese Behauptung.
Die KI hatte die Zusammenhänge eigenständig hergestellt.
Genau das ist auch der Kern des Urteils.
Das Gericht stuft die KI-Übersichten als eigenständige Inhalte von Google ein.
Die KI fasse Ergebnisse in eigenen Worten zusammen und treffe dabei Aussagen, die in den verlinkten Quellen gar nicht vorkämen.
Deshalb sei Google nicht nur mittelbarer, sondern unmittelbarer Störer.
Die bisherige Rechtsprechung für klassische Suchmaschinen lasse sich daher auf KI-Übersichten nicht übertragen.
Google hatte argumentiert, Nutzer könnten anhand der Quellen selbst prüfen, ob die Zusammenfassung Stimme.
Das Gericht wies das zurück, die Möglichkeit einer Aussage durch eigene Recherche zu widerlegen, befreie nicht von der Haftung.
Auch bei der Meinungsfreiheit setzte das Gericht einen Akzent.
Die von der KI geäußerte Meinung sei nicht Ausdruck einer Überzeugung, sondern Ergebnis eines Algorithmus und damit vor allem Ausdruck geschäftlicher Betätigung.
Das Urteil könnte große Folgen haben.
Eine aktuelle Analyse im Auftrag der New York Times zeigte etwa, dass Googles KI-Suche zwar in 91 Prozent der Fällen korrekt antwortet, aber in diesen 9 Prozent und bei Googles Skalierung, da bleiben immer noch Millionen falsche Antworten pro Stunde übrig.
Ob sich die juristische Linie in höheren Instanzen hält, bleibt natürlich offen.
Google hat bislang keine Stellungnahme abgegeben.
Danke, Max.
Die Bundesregierung gründet ein neues KI-Sicherheitsinstitut.
Den Beschluss fasste der Nationale Sicherheitsrat.
Auslöser dürfte unter anderem das KI-Modell Cloud Mythos von Anthropik sein, das zumindest laut Anthropik selbst so gut darin sei, Sicherheitslücken aufzuspüren, dass der Zugriff eingeschränkt werden musste.
Inzwischen dürfen allerdings auch manche europäische Institutionen darauf zugreifen.
Mit dem neuen Gremium sollen jedenfalls Chancen und Risiken moderner KI-Modelle besser eingeschätzt werden können.
Der Arbeitstitel des Instituts lautet Deutsches AI Security Institute.
Zunächst startet es als virtuelle Institution, aber ein fester Standort soll folgen.
Digitalminister Carsten Wildberger versprach, das Institut mit hochkarätigen Fachleuten zu besetzen.
Modelle wie Claude Mythos sollen dann schnell getestet und bewertet werden.
Vorbild ist das britische KI-Sicherheitsinstitut.
Es gehe hauptsächlich um zwei Themenfelder.
Zum einen die KI-Cybersicherheit, also der Schutz vor Angriffen auf KI-Systeme, zum anderen die KI-Safety.
Dabei geht es darum, dass KI-Modelle selbst keinen Schaden anrichten, etwa durch gefährliche Antworten oder unkontrollierte Handlungen.
Anthropic hat sein neues Sprachmodell Claude Fable 5 veröffentlicht.
Dabei handelt es sich um eine inhaltlich eingeschränkte Variante des ebenfalls neuen Mythos 5.
Das vollständige Mythos 5 bleibt zunächst der NSA und ausgewählten US-Unternehmen im Sicherheitsprojekt Glasswing vorbehalten.
Das wird, wie ja schon berichtet, mit zu großer Leistungsfähigkeit in bestimmten Bereichen begründet.
Anthropic hatte im Februar chinesische Anbieter beschuldigt, genau das in großem Stil zu versuchen.
Künftig dürfte es vier parallele Versionen von Claude Mythos geben.
Eine vollständige für US-Behörden, je eine für ausgewählte IT-Unternehmen und Wissenschaftler sowie Fable 5 für die Zahlen der Allgemeinheit.
Fable nutzt übrigens kleinere Modelle als Wächter.
Diese prüfen, ob eine Eingabe auf Hackerangriffe, gefährliches Chemie- oder Biowissen oder den Nachbau des Modells abzielt.
Schlagen die Wächter an, schaltet das System auf die ältere Variante Opus 4.8 um.
Nutzer berichten jedoch darüber, dass es Rückstufungen auch bei harmlosen Fragen gäbe.
Kritiker vermuten, dass auf diesem Weg auch die Serverlast verringert werden soll.
Fable 5 ist nicht in den Abonnements enthalten und wird ab dem 23.
Juni nach Tokenmenge abgerechnet.
Die Preise liegen dabei doppelt so hoch wie bei Opus 4.8.
Anthropic hat bereits einen Antrag auf einen Börsengang gestellt und nun folgt auch OpenAI.
Die Details des vertraulichen Antrags bleiben zunächst geheim.
OpenAI selbst betonte, bis zum tatsächlichen Börsengang könne es auch noch dauern.
Schließlich bietet der Status als nicht börsennotiertes Unternehmen auch mehr Freiheiten, da weniger strenge Veröffentlichungs- und Berichtspflichten gelten.
Es zeichnen sich jetzt jedenfalls gleich drei große Börsengänge aus dem Tech-Sektor ab.
Neben OpenAI und Anthropic plant das auch Elon Musks SpaceX.
SpaceX strebt dabei eine Bewertung von knapp 1,8 Billionen Dollar an.
Es wäre der bisher größte Börsengang überhaupt.
Anthropic kam zuletzt in einer Finanzierungsrunde auf eine Bewertung von 900 Milliarden Dollar.
OpenAI lag knapp dahinter.
Hintergrund der OpenAI-Börsenpläne sind enorme Investitionen in Rechenzentren.
Diese sollen mehrere hundert Milliarden Dollar verschlingen.
Einnahmen aus einem Börsengang könnten dabei natürlich helfen.
Es gibt aber natürlich auch Zweifel, ob sich die hohen Ausgaben je werden wieder zurückverdienen lassen.
Die anstehenden KI-Börsengänge können deshalb auch als Test gesehen werden.
Sie werden zeigen, wie bereit Anleger sind, weiter in die Branche zu investieren.
Hire and Fire bei Meta.
In den vergangenen Jahren wurden immer mal wieder Tausende Menschen bei Meta entlassen, dann wieder Tausende eingestellt, um dann wieder Tausende zu entlassen.
Jüngst wurde rund 10% der Belegschaft gefeuert.
Jetzt sollen dafür neue Bau-Hilfsfachkräfte herangezogen werden.
Tomislav Besmalinovic berichtet.
Wenige Wochen nach einer Entlassungswelle hat Meta ein Ausbildungsprogramm für Fachkräfte angekündigt, die beim Bau von KI-Rechenzentren helfen sollen.
Die Initiative heißt America's Workforce Academy und richtet sich an Veteranen, Berufseinsteiger, Hochschulabsolventen sowie Quereinsteiger.
Vorkenntnisse sind nicht nötig.
Im ersten Jahr investiert Meta 115 Millionen US-Dollar und übernimmt alle Kosten.
Die Ausbildung dauert fünf Wochen und garantiert Absolventen einen Arbeitsplatz auf einer Baustelle für ein Meta-Rechenzentrum.
Nach der Ausbildung ist man natürlich kein voll ausgebildeter Elektriker oder Anlagenmechaniker.
Es handelt sich eher um eine Grundqualifikation für Tätigkeiten auf der Baustelle.
Das Pilotprogramm startet 2026 in Louisiana, Ohio, Indiana und Texas.
In Louisiana entsteht mit Hyperion eines der größten KI-Rechenzentren des Konzerns.
Die Initiative baut auf dem im April angekündigten Programm für Glasfasertechniker namens Level Up auf.
Meta investiert massiv in KI-Infrastruktur und plant in diesem Jahr Ausgaben von bis zu 145 Milliarden US-Dollar.
Zur Finanzierung wurden im Mai rund 8000 Stellen gestrichen.
was etwa 10% der Belegschaft entspricht.
Offen bleibt, was nach dem Bau der Rechenzentren mit den Arbeitsplätzen geschieht.
Meta verweist darauf, dass die Teilnehmer anerkannte Qualifikationsnachweise erhalten, die ihnen auch den Wechsel zu anderen Arbeitgebern ermöglichen sollen.
Danke, Tomislav.
OpenAI führt einen neuen Sperrmodus für ChatGPT ein, womit auf wachsende Sicherheitsrisiken reagiert wird.
Viele Menschen vertrauen dem Chatbot sensible Daten an, zur Finanzen, Familie, der eigenen Gesundheit, der eigenen Psyche zum Beispiel.
Bei Cyberangriffen könnten diese Daten in falsche Hände geraten.
Der neue sogenannte Lockdown-Mode, ein Name, der ungute Erinnerungen wachruft, wird derzeit schrittweise für alle Nutzer freigeschaltet, auch für die kostenlose Version.
Dieser Modus richtet sich vor allem gegen sogenannte Prompt Injections.
Bei diesen verstecken Angreifer schädliche Anweisungen in einer URL, einer Datei oder einem Text.
Lädt jemand diese Inhalte in ChatGPT, führt der Chatbot die versteckte Anweisung aus.
Und so kann es dann dazu kommen, dass er sensible Daten an Angreifer verschickt.
Um das zu verhindern, unterbindet der neue Modus die Kommunikation des Chatbots mit der Außenwelt.
ChatGPT kann dann nicht mehr im Web surfen oder Dateien herunterladen.
Auch Funktionen wie Deep Research und der agentische Modus sind deaktiviert.
Eigene Eingaben und Datei-Uploads bleiben möglich.
Aktivieren muss man den Sperrmodus selbst.
Er findet sich in den Einstellungen im Bereich Sicherheit.
Bei Bedarf lässt er sich natürlich auch wieder deaktivieren.
China will die eigene KI-Infrastruktur ausbauen.
In den kommenden fünf Jahren plant Peking laut Bloomberg, rund 295 Milliarden US-Dollar in ein landesweites Netz aus Rechenzentren zu investieren.
Die US-Chip-Konzerne NVIDIA und AMD bleiben dabei außen vor.
Staatliche Unternehmen sollen den Großteil der Rechenzentren betreiben.
Mindestens 80 Prozent der eingesetzten Technologie soll von inländischen Zulieferern stammen.
Finanziert wird das Programm hauptsächlich über Staatsanleihen und staatliche Investitionsfonds.
Zum Vergleich, US-Tech-Konzerne wie Meta und Microsoft planen allein für 2026 KI-Ausgaben von rund 725 Milliarden Dollar.
Chinesische Rechenzentren sind allerdings durch niedrigere Arbeits- und Baukosten deutlich günstiger.
Google hat mit Gemini 3.5 Live Translate ein neues KI-Modell für Echtzeit-Sprachübersetzung veröffentlicht.
Das Modell erkennt die gesprochene Sprache automatisch und übersetzt sie fortlaufend in mehr als 70 Sprachen.
Dabei soll es Tonfall, Tempo und Tonhöhe des Sprechers beibehalten.
Die KI wartet nicht auf das Ende eines Satzes, sondern übersetzt während des Sprechens.
In Googles Videokonferenzdienst Google Meet steigt die Sprachunterstützung damit von bisher 5 auf mehr als 70 Sprachen.
Auch in der Google Translate App ist die Funktion verfügbar.
Alle erzeugten Audioinhalte versieht Google mit einem unhörbaren digitalen Wasserzeichen, um KI-generierte Sprache kennzeichnen zu können.
Air Hockey ist ein Spiel, das auf einem speziellen Tisch stattfindet, dessen Oberfläche ist mit vielen kleinen Löchern versehen und ein Gebläse erzeugt von unten ein Luftkissen, auf dem ein leichter Kunststoffpuck nahezu reibungslos und sehr schnell über das Spielfeld geschossen werden kann.
Nun haben Studierende der University of British Columbia einen Air Hockey Tisch entwickelt, bei dem ein Mensch gegen einen KI-Spieler antreten kann.
Air Hockey, berichtet jetzt Oliver Bündel, ist ein sehr schnelles Spiel.
Die Erfassung des Pucks stellt aber für Maschinen keine einfache Aufgabe dar.
Eine Kamera, die mit 120 Frames per Second arbeitet, wird von hellen LEDs und einem reflektierenden Klebestreifen auf dem Puck unterstützt.
Dadurch können die Belichtungszeiten gering gehalten werden, sodass die Position des Pucks besser erkannt wird.
Eine KI wertet die Bilder aus und steuert die optimale Verteidigung und die besten Angriffe mit einem überschienen und riemen elektromotorisch angetriebenen Schläger.
Die Studierenden der University of British Columbia wollten eine möglichst einfache KI entwickeln, die ohne großes Training auskommt.
Deshalb wollten sie das Training ausschließlich in einer Simulation durchführen.
Sie verwendeten eine Soft-Actor-Critic-Trainingsmethode, ein Deep-Reinforcement-Lern-Algorithmus, der für das Erlernen von Entscheidungs- und Steuerungsstrategien in komplexen Systemen mit kontinuierlichen Aktionsräumen entwickelt wurde.
Dazu verwendeten sie eine eigene Simulationsumgebung und verzichteten auf den Einsatz von Physik-Engines wie Unity oder Unreal.
Bei der Simulation der Puck- und Schlägerbewegungen nutzten die Studierenden ein neuronales Netzwerk mit lediglich 112 Parametern.
um die Abprallgeschwindigkeit, den Abprallwinkel und die Unsicherheit vorherzusagen.
Da es in der Realität kleine Abweichungen gibt, benutzt der Simulator die ermittelte Unsicherheitsverteilung zufällig.
So ergeben sich realistischere Werte für das Training.
Die Hardware für das Training bestand aus einem Notebook mit Intel i5-Prozessor, mit dem die Simulation etwa 230 Mal schneller als in Echtzeit durchgeführt werden konnte.
Die Trainingsdaten wurden dann auf den physischen Airhockey-Tisch übertragen.
Aufgrund der vorab genauen Definition der physikalischen Eigenschaften des Tisches und der Latenzen in der Simulation war kein physisches KI-Training mehr nötig.
Der KI-Spieler funktioniert auf Anhieb und ist von einem durchschnittlichen menschlichen Airhockeyspieler kaum zu schlagen.
Danke Oliver.
Und das war das KI-Update von Heiser Online vom 10.
Juni 2026.
Eine neue Folge gibt es montags, mittwochs und freitags ab 15 Uhr.
Noch mehr KI-Know-how finden Sie übrigens im Heise-Shop.
Das 180 Seiten starke KI-Special gibt es wahlweise als Heft oder PDF-Magazin in gewohnter CT-Manier.
Top aktuell, unaufgeregt, kritisch.
Lesen Sie, wie KI unser Leben umkrempelt, wer uns vor KI schützt, wie multimodale KIs arbeiten oder wie Sie mit PyTorch neuronale Netze selbst trainieren.
Bestellen Sie Ihre digitale Ausgabe im Heise-Shop unter shop.heise.de.
