# SpaceX IPO: AI Valuation, Governance Risks, and Market Stress Tests

**Podcast:** Leben mit Aktien | Der Podcast für Anleger mit Weitblick
**Published:** 2026-06-10

## Transcript

Bevor es losgeht, dieser Podcast ist keine Anlageberatung, sondern dient lediglich der Information und Unterhaltung.
Die Hosts oder der Verlag übernehmen keine Haftung für Anlageentscheidungen, die sie aufgrund der im Podcast gehörten Informationen treffen.
Leben mit Aktien – ein Vermögenspodcast der Wirtschaftswoche mit Christian Wirröl und Horst von Butler.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Leben mit Aktien, dem Vermögenspodcast der Wirtschaftswoche.
Ich bin Horst von Butler.
Und ich bin Christian Wirröl.
Und ich wollte ganz am Anfang sagen, Christian, danke.
Danke, du hast mir eine Fantüte hier mitgebracht mit Gummibärchen.
Genau, das ist ja immer, wenn man sagt Tüte, das ist immer so ein bisschen doppeldeutig.
Mit Nordseebären und Ostseebären.
Du hast mir lange nichts mehr geschenkt.
Ja, ja.
Fuggummi nach eigener Rezeptur.
Ja, aus Warnemünde.
Du hast mich daran erinnert, dass die WM bald losgeht.
Und ich muss jetzt irgendwie dieses vollen Merchandising kaufen.
Wenn nicht SpaceX dazwischen kommen würde, würden wir wahrscheinlich jetzt irgendwie so einen Ausblick auf Sportarten machen.
Ich habe gerade am Wochenende das erste Mal wieder French Open geguckt.
Also wirklich lange dieses Finale, zwei fünf Sätze, endlich wieder ein deutscher Sieg.
Seit Boris Becker, großartig.
Wobei bei den French Open war das noch länger.
Ich glaube, einer namens Henkel hat irgendwann den letzten deutschen Sieg bei den French Open.
Und Gottfried von Kramm hat die auch mal gewonnen.
Auch großartige Doku.
Das sahen die noch besser aus.
Wir müssen über diesen Börsengang sprechen.
Mit möglichst wenig Karlauern, Anspielungen und Zitationen rund um das Thema Raumfahrt, versprochen.
So von völlig losgelöst bis abdellend.
Das ist ja unsere...
offizielle Torhymne.
Völlig losgelöst, genau.
Also passt eigentlich.
Wir sprechen heute über den größten Börsengang aller Zeiten von SpaceX, aber wir wollen nicht nur die Zahlen durchleuchten und auseinandernehmen, sondern natürlich auch über die Story sprechen, die Gründung, den Mythos, die Meilensteine.
Ja, und überhaupt über die Frage...
wie und ob man das Thema Raumfahrt überhaupt als Privatanleger spielen kann und spielen sollte.
Zumindest müssen wir, lieber Horst, du verzeihst, wenn es dann doch irgendwie einen Karlauer gibt, hinterfragen, inwieweit die Bewertung nicht schon die Erdanziehungskraft überwunden hat.
Ja, das ist so völlig losgelöst irgendwie.
Unsere Fußballhymne Rocketman von Elton John gäbe es noch, aber ich denke natürlich auch an David Bowie.
There's a star man waiting in the sky.
He'd like to come and meet us, but he thinks he'd blow our minds.
Sie wissen, liebe Hörer und Hörer, wenn Christian singt, dann ist es immer ein Alarmzeichen, nicht einzusteigen oder zu verkaufen.
Nein, das hast du sehr schön gesungen.
Also ich finde dieser Text von David Bowie, There's a star man waiting in the sky.
Das geht ja weiter.
Ich werde es ja mal zitieren.
He'd blow your minds.
Das finde ich am besten.
He's told us not to blow it, cause he knows it's all worthwhile.
He told me, let the children lose it.
Let the children use it.
it, let all the chicken boogie.
Ich finde, das passt.
Das ist wie auf diesen Börsengang geschrieben.
Wir Kinder, wir Erdenkinder sollen bitte jetzt zeichnen.
Ja, natürlich gibt es noch Space Oddity von Major Tom.
Also es gibt grandiose Lieder.
Christian, bevor wir ins All abheben, ganz kurz, so Market Jitter, war was los am Freitag.
Natürlich nicht die perfekte Woche, um so ein Spektakel abzuzünden.
Hätte ja auch so letzte Woche sein können, als noch alle happy waren, ohne KI-Angst.
Das zeigt auf jeden Fall, wir sind an einem Kulminationspunkt an den Märkten.
Es kommt sehr, sehr viel zusammen.
Wir hatten diesen sogenannten Sell-Off am Freitag im Bereich der KI-Aktien.
Wegen Jobdaten aus den USA, bei der Auslöser, ne?
Naja, vielleicht der Katalysator.
Aber nach neun Wochen mit Gewinnen im S&P 500 braucht es...
Vielleicht auch mal irgendwas, was sich entladen hat.
Zinsen sind natürlich ein Thema.
Der Kapitalhunger der KI-Unternehmen auch ein Thema, gerade in Zeiten steigender Zinsen.
Wir sehen wieder eine Eskalation im Nahen Osten.
Und insofern, ja, das wird eine sehr elektrisierende Woche.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
Fragst du dich, welcher Job wirklich zu dir passt?
Mit der KI-gestützten Jobsuche von LinkedIn beschreibst du einfach in deinen eigenen Worten, was du suchst, statt nur Keywords einzugeben und bekommst personalisierte Jobvorschläge, die zu deinen Skills, Interessen und Zielen passen.
So siehst du Jobchancen, die du sonst vielleicht verpassen würdest.
LinkedIn – the network that works for you.
Auf jeden Fall wird es elektrisierend auch die Woche danach, weil dann wird ja Kevin Walsh sozusagen das erste Mal auch im...
einfach die Signale senden müssen, die Sprache finden müssen, um die Märkte zu steuern.
Was er ja machen muss, ist so ein bisschen Spagat mit drei Beinen, finde ich.
Also irgendwie jetzt in diese Datenlage rein über die Zinsen zu sprechen.
Werden wir in der Woche danach behandeln.
Wir kommen auf das große Thema der Woche und zwar den Börsengang von SpaceX.
Das Ganze sehen.
Die Mission von SpaceX ist es, so heißt es im Börsenprospekt, das Leben multiplanetarisch zu machen.
Man möchte, Zitat, das Licht des Bewusstseins zu den Sternen erweitern.
Die Menschheit werde letztlich die gesamte Energie der Sonne nutzen und die soll eine wahrheitssuchende künstliche Intelligenz antreiben.
Wo sucht man in Börsenprospekten solche prophetischen, ja fast sektiererischen Worte einer Mission?
Erstmal wollen wir, glaube ich, bevor wir auf die Zahlen gucken, ein bisschen doch nochmal auf diese Story gucken, weil die ist ja wirklich sehr interessant.
Und es geht los im Jahr 2001 in Moskau, in einer Fabrikhalle.
Elon Musk.
Der ist übrigens gerade reich geworden durch seinen Verkauf seiner Paypal-Anteile, hat 200 Millionen auf dem Konto, ist auf die Idee gekommen, so eine Gewächshauskapsel auf den Mars zu schicken.
Mars Oasis.
Naja, dafür braucht er eine Rakete.
Er fährt nach Moskau, bekommt diese Rakete nicht.
Die Ingenieure machen sich über ihn lustig.
Er fährt zurück und sagt, okay, vielleicht mache ich das einfach selbst.
Und da kommt er auf diese doch revolutionäre Idee, eine wiederverwendbare Rakete selbst zu bauen.
2002 gründet er dann die Space.
Space Exploration Technologies Corporation in Kalifornien mit 100 Millionen Dollar, also der Hälfte seines eigenen Geldes.
Wirklich eine tolle Story.
Er umgibt sich damals schon mit den engsten Ingenieuren, die wirklich wichtig sind für SpaceX.
Tom Müller, Chris Thompson, alles Pioniere im Bereich des Raketenbaus.
Und das Ziel, die Mission ist, die Kosten für den Zugang zum Weltraum dramatisch zu senken.
Ja, das ist sozusagen der erste Akt.
Insgesamt haben wir die bisherige Historie von SpaceX in sieben Akten eingeteilt.
Akt 2 ist dann nach dieser Anfangseuphorie zunächst mal sehr ernüchternd.
Die erste Rakete heißt Falcon 1, benannt nach dem Millennium Falcon aus Star Wars, weil Musk liebt ja die Popkultur.
Und der Name signalisiert eben Kühnheit.
Der erste Start 2006 irgendwo auf einem abgelegenen Atoll im Pazifik namens Omelag Island, Teil der Marshall-Inseln.
SpaceX hat alles...
an Infrastruktur auf die Inseln transportiert.
Start aus dem Nichts.
Und dann kurz nach dem Abheben ein Treibstoffleck, ein Feuer und die Rakete stürzt auf die Startrampe zurück.
Versuch Nummer 1 ist gescheitert.
Versuch Nummer zwei dann 2007.
Die Rakete kommt dem Orbit immerhin nah, aber das Triebwerk schaltet in der zweiten Stufe zu früh ab, also auch daneben.
Und im August 2008 Versuch Nummer drei.
Da gab es dann einen Timingfehler beim Stufentrennen und da ist die erste Stufe mit der zweiten kollidiert und wieder gescheitert.
Also da stand Musk wirklich mit dem Rücken zur Wand.
Tesla verbrennt Geld in einem Tempo, was selbst angesichts seines Schicksals Startinvestments nicht mehr tragbar war.
Dreimal ein Fehlstart und er musste sich dann Geld von Freunden leihen, um seine Miete zu zahlen.
Seine Ehe geht auseinander und dann spielt er all in.
Dann kommt schließlich der vierte Start und das ist praktisch sozusagen der letzte Groschen.
Danach könnte er nicht ein fünftes Mal starten.
Und da wirklich am 28.
September 2008 um 19.15 Uhr hebt die Falcon ab von dem Atoll und Es gelingt und es gibt wirklich Jubel im Kontrollraum, große Tränen.
Die Rakete erreicht den Orbit und Elon Musk sagt an diesem Tag zu seinen 500 Mitarbeitern, as the saying goes, the fourth time is the charm, this is the best days of my life.
Und dann kommt...
Der zweite Akt dieses Wunders, dass die NASA anruft im Dezember 2008 und an SpaceX einen Vertrag über 1,6 Milliarden Dollar gibt für Versorgungsschlüge zur Internationalen Raumstation.
Und damit sind wir beim nächsten Akt, weil SpaceX wäre sonst Geschichte gewesen, weil plötzlich haben sie auch einen...
Auftrag und ein Geschäftsmodell.
Ja, und mit dieser NASA-Rettungsleine beginnt dann eben der Aufstieg.
Die Falken 9, 2010 erstmals gestartet, kann eben diese schweren Nutzlasten zur ISS transportieren und hat eben diese entscheidende Innovation Wiederverwendbarkeit.
Denn die alte Raumfahrtindustrie war ja gefangen in einer scheinbar unumstößlichen Logik.
Eine Rakete ist einmal verwendbar, man baut sie, man zündet sie und pöf, sie ist weg.
Also, als wenn man nachher jedem Flug über den Transatlantik das Flugzeug wegwerfen würde.
Und die Konkurrenten haben das auch nicht ernst genommen damals, Boeing, Lockheed Martin.
Die haben das nicht gesagt, dass er es schaffen würde.
Das geht alles nicht.
Das ist zu komplex, zu gefährlich, nie wirtschaftlich rentabel.
Aber dann kommt eben der 21.
Dezember 2015.
Eine Falcon 9 startet, setzt ihre Nutzlast ab und kehrt zur Erde zurück, landet aufrecht auf vier ausfahrbaren Beinen bei Cape Canaveral.
Und das ist eben dieser Wendepunkt in der Raumfahrt.
der einfach mit Musk verbunden ist.
Zum ersten Mal landet so ein orbitaler Booster senkrecht und unbeschädigt auf dem Boden.
Das ist natürlich unglaublich emotional gewesen.
Und im März 2017 startet SpaceX dann zum ersten Mal eine zuvor benutzte Falcon 9 erneut mit einem echten Satelliten an Bord.
Genau.
Und dann kommt der nächste Akt, Akt 4, dass man tatsächlich eben auch Menschen ins All bringen möchte.
Eben nicht nur Rakete oder Satelliten oder Transportgut.
Denn die NASA steht so ein bisschen nach dem Ende des Space Shuttle-Problems blank da.
Sie ist immer noch auf russische Soyuz-Kapseln angewiesen.
Und das ist teuer.
Das kostet 90 Millionen pro Sitz.
Und mitten in der Pandemie um das Jahr 2020 rum...
starten die Astronauten Bob Bannikin und Doug Hurley in einer Falcon 9.
Das erste Mal seit neun Jahren, dass wieder US-Astronauten von US-Boden ins All fliegen.
Ja, und dann kommt ein weiteres Geschäftsmodell und ein weiterer Meister.
Vielleicht haben sie ihn schon im Garten.
Ja, das ist eben Starlink.
Bislang ja die Falcon ein Servicegeschäft, aber Starlink dann quasi...
Ein neues Imperium, ein Netz aus tausenden kleiner Satelliten in niedrigem Orbit, Breitband, Internet in jeder Ecke der Welt, in der Mongolei, Fischerboote im Pazifik, in die Ukraine, im Krieg und heute über 10.000 Satelliten im All, das größte Satellitennetzwerk der Menschheit.
Und das war eben der Moment damals ab 2019, in dem SpaceX aufgehört hat, ein Raumfahrtdienstleister zu sein.
und begonnen hat, ein Infrastrukturkonzern zu werden.
Die Raketen waren plötzlich nur noch das Mittel und Starlink war das Geschäftsmodell, das skalierbare und natürlich extrem hochmarschig.
Wir sind jetzt bei Akt 6 und kurz vor dem Börsengang.
Es kommt nämlich natürlich noch etwas, weil Musk hat ja immer schon die nächste Vision, wenn er das ans Laufen gebracht hat.
Und das ist verbunden mit dem Begriff Starship.
Soll die größte und leistungsfähige Rakete sein, die je gebaut ist.
120 Meter hoch.
Man bekommt einen gewissen Schub beim Start.
Also doppelt so stark wie die Saturn V, die damals die Apollo-Astronauten zum Mond gebracht haben.
Da gibt es einen ersten Testflug 2023.
Die endet mit einer Explosion vier Minuten nach dem Start.
SpaceX nennt solche Ereignisse nüchtern immer dieses Rapid Unscheduled Disassembly.
Also eine ungeplante, schnelle Demontage.
Aber, und das...
verstehen die Leinen ja nicht.
Jeder Fehlschlag liefert natürlich Daten.
Das gilt ja auch für andere Isar Aerospace, die immer sagen, wir lernen sehr viel mit diesen Fehlschlägen.
Und dann kommt der Oktober 2024, der Starship Flight Nummer 5.
Eine Rakete so groß wie ein 40-stöckiges Hochhaus.
Sie startet vom Starbase in Boca Chica in Texas.
und kehrt danach zurück.
Und Musk hat diese Konstruktion Mechazilla getauft, nach dem japanischen Filmmonster Godzilla.
Nee, Mechagodzilla.
Also technologisches Meisterwerk.
Wieder also ein Tag für die Geschichtsbücher.
Wieder eine technische Meisterleistung.
Also das steht, glaube ich, auch außer Frage.
Und auch der Marktanteil, den Elon Musk heute hat, mit 85 Prozent aller ins Orbit beförderten Nutzlast-Tonnagen weltweit.
Der Rest ist Statisten geworden.
Gut, das ist die Technologie-Story.
Jetzt gucken wir mal auf den letzten Akt.
Und den hast du Financial Engineering gelassen.
Also die Technologie-Story, die muss man natürlich würdigen.
Das ist grandios, vor allem, weil Musk hier damit den zweiten Geniestreich geliefert hat.
Denn er hatte ja vorher schon einen Autohersteller gegründet.
Und das ist ja nun auch kein Kleinserienhersteller, sondern es ging mal mit einer Kleinserie los bei Tesla.
Aber inzwischen wirklich ein richtiger Autokonzern.
Und das hat man ja auch gesagt.
Naja, Autokonzerne, die hat man gegründet in den 1920er Jahren, aber doch nicht jetzt nochmal.
Und das ist sehr...
Sicherlich ein besonderer Geniestreich.
Und bei allem, was man über Musk und auch über diese Börsengänge sagen kann, die Börsen-Stories, sollte man das auch nicht vergessen.
Das ist mehr als für ein Leben eigentlich reicht.
Und deswegen haben wir uns hier auch nochmal diese technologische Story erzählt.
Und das kann man in seinen Biografien auch nochmal nachlesen.
Es gibt ja zwei inzwischen.
Das ist wirklich ein Krimi, wo er wirklich oft vom Scheitern stand.
Und er hat wirklich immer alles eingesetzt.
Sein gesamtes Geld, sein Kapital.
Es ist diese großen Wetten eingegangen.
Übrigens, Paypal ist ja auch eine coole Firma, die er mitgegründet hat.
Also er hat einfach Dinge geschaffen, weltumspannende Konzerne, die wirklich auch Technologien disruptiert haben oder Branchen disruptiert haben.
Aber er hat halt auch dieses Genie nicht nur für solche Erfindungen und Ingenieurleistungen.
sondern auch für Financial Engineering, sprich das, was er geschaffen hat, an den Kapitalmärkten entsprechend zu skalieren, man könnte auch sagen aufzublasen.
Das hat er mit den entsprechenden Narrativen bei Tesla an der Börse damals gemacht.
Wir erinnern uns an diese gigantische Rallye 2019, 2020, 2021.
Und das hat er im außerbörslichen Markt eben auch bei SpaceX gemacht bis 2025.
Ja, war das halt eine tolle Wachstumsstory.
Bewertung 250 Milliarden Dollar.
Und man hätte so gesagt, wow, coole Raumfahrtfirma ist eigentlich gar nicht so teuer mit diesem ganzen Infrastrukturbusiness.
Wäre doch mal schön, wenn die an die Börse käme.
Aber dann hat er halt mit den Narrativen das Ganze richtig ausgeschmückt.
Plötzlich war die Bewertung dann eine Billion Dollar im Jahr 2026 und selbst das reichte ihm eben nicht.
Dann hat er nämlich auch noch X, das soziale Netzwerk und XAI, seine KI-Ambitionen, da reingemerged.
Daraufhin sind es dann 1,25 Billionen Dollar wert im vorbörslichen Markt geworden.
Und damit hatte sich dann auch die ganze Story von SpaceX gedreht.
Dann ging es vordergründig nicht mehr um Space, sondern plötzlich um KI und das große Thema künstlicher Intelligenz.
der Zukunft, das irgendwie verwoben mit den orbitalen Rechenzentren und natürlich am Ende die Perspektive Richtung Mars.
Und wenn wir jetzt heute mal auf die Zahlen schauen.
des Börsengangs, dann stellen wir auch fest, getragen wird das wirklich nicht von Space, sondern vom KI-Narrativ.
Goldman Sachs ist ja nicht nur...
Kann man sich anstecken lassen, so ein bisschen.
Natürlich brauchst du ja auch.
Ich meine, du musst ja als Bank dann irgendwie auch diese Bewertung rechtfertigen.
Also haust du mal große Zahlen raus.
Und ja, SpaceX hat im vergangenen Jahr einen Umsatz gemacht von 18,7 Milliarden Dollar.
Das ist ja auch groß.
Lebensartig für ein Unternehmen, das so jung ist.
Aber dieser Umsatz soll eben laut Goldman Sachs bis 2030 auf 474 Milliarden Dollar steigen.
Drei Viertel dieses Umsatzes, 322 Milliarden Dollar, sollen aus KI-Features kommen und eben nicht aus den primären Space-Geschäften.
Das heißt also, der KI-Umsatz im vergangenen Jahr 3,2 Milliarden, der soll sich vereinhundertfachen.
Ja, da kann man natürlich jetzt mit Toyota sagen, nichts ist unmöglich.
Aber man kann es auch mit meiner Oma sagen.
Die hat immer gesagt, wer es glaubt, wird selig, wer Kartoffeln ist, wird mehlig.
Ja, ich glaube, da würde ich mir lieber an deine Großmutter halten.
Kommen wir jetzt nochmal zu diesem Börsengang und wir wollen mal ein paar Argumente dafür und dagegen sammeln, ob man da irgendwie mitspielen soll oder nicht, also für eine Zeichnung oder gegen eine Zeichnung.
Zunächst nochmal das Umfeld.
Warum ist dieser Börsengang eigentlich so aufregend gerade?
Warum ein solches Spektakel?
Es liegt zum einen natürlich an den Rekorden.
Wir hatten darüber gerade gesprochen.
an dem Geschäftsmodell, was zumindest nach außen getragen wird.
Du hast ja gerade gedacht, wie viel AI da drin steckt, aber alle sehen natürlich nur die Raketen und wir verkaufen hier schließlich nicht Gummistiefel.
Es geht um die Eroberung des Weltraums, die Besiedlung des Mars.
Und dazu noch einer der schillerndsten Gründer von diesem Planeten.
Also hat alle Zutaten.
Es ist allerdings auch mehr als nur so ein Stimmungstest in dieser Phase.
Ich finde, es ist so ein fundamentaler Stresstest, wie groß noch die Fantasie ist, wie bereit der Kapitalmarkt und Investoren sind, in dieser sehr heiß gelaufenen Phase.
für große Träume und Visionen sehr viel Geld auf den Tisch zu legen, jenseits von den irdischen Bewertungen.
Also es gibt ja mehrere IPOs und das sind nicht nur Mega-IPOs, es sind Giga-IPOs, dazu später mehr.
Also wir haben jetzt ja wirklich eine Reihe von, danach kommt OpenAI, die zittern jetzt schon ein bisschen so und dann kommt Athropic und alle wollen zu astronomischen Bewertungen sehr viel Geld einsammeln und deswegen ist das gerade so eine spannende Phase.
Kommen wir mal zu den Argumenten und wir können ja immer mal das Argument nennen und dann können wir es ein bisschen challengen.
Ein Pro-Argument ist natürlich, ich hatte es kurz erwähnt, die Marktdominanz.
Also 85 Prozent der ins Orbit beförderten Nutzlasttonage und 80 Prozent Anteil an diesen orbitalen Starts.
Das ist natürlich...
Ein Burgraben ist die falsche Metapher jetzt fürs All, aber es ist eine Marktdominanz, allerdings eben nur für diesen Space-Teil, nicht?
Ja, nicht für das KI-Geschäft.
Wenn man sich da die Rankings anschaut, muss man einfach sagen, XXAI hängen hinter Anthropic und OpenAI her.
Und es gibt ja genügend Tech-Experten, die sagen, dass Musk für diese Unternehmungen so niemals Geld bekommen hätte.
Und genau deswegen hat er sie halt eingebracht in SpaceX und hat damit einen großen...
großes Konglomerat geschaffen, gleichzeitig ja auch seine Machtposition nochmal ausgebaut.
Für sich genommen hätte das nicht gereicht.
Aber aus dieser wirklich spannenden Space-Story ist halt etwas viel Größeres geworden, weshalb halt auch diese 85 Prozent nicht mehr so das Argument sind.
Ein anderes Argument ist Starlink.
Wir hatten kurz darüber gesprochen, die machen über 11 Milliarden Dollar Umsatz, ist 60 Prozent des Gesamtumsatzes, verdienen Geld, operatives Ergebnis von 4,4 Milliarden Euro.
Die sind konsistent profitabel.
Wachsend haben im vergangenen Jahr die Zahl der Nutzer verdoppelt auf über 10 Millionen.
Allerdings muss man festhalten, dass die Umsätze pro Nutzer schon deutlich gesunken sind.
Von 86 Dollar pro Monat auf 66 Dollar.
Und das ist ja übrigens auch dieser eine Widerspruch, wenn man das weltweit verteilen will.
Und du hast die Orte ja genannt.
In der Mongolei, da kann man natürlich nicht 75 Dollar pro Monat verlangen.
Da muss man einen anderen Preispunkt wählen.
Ich glaube übrigens auch schon bei den geizigen Deutschen.
Also sie wollen tausende Satelliten starten.
Morningstar sieht ganz nüchtern zumindest in der Sparte weiterhin ein Potenzial für ein jährliches Umsatzwachstum in zweistelliger Milliardenhöhe und sagt so, fast ein Fünftel der Weltbevölkerung lebt in diesen dünnsten besiedelten Gebieten, was fast zwei Milliarden potenzielle Kunden ausmacht.
Ziehen wir mal die Fantasie da ab, aber zumindest sagen wir, Starlink ist ein Geschäftsmodell.
Ja, und es wird spannend sein zu sehen, inwieweit dieses Geschäftsmodell, wenn es weiter wächst, auch klassische Telekommunikationsgeschäfte bedroht.
Da reden wir natürlich auch über Carrier, wie die Deutsche Telekom, die Starlink bislang ja als Partner immer bezeichnet hat.
Ob da nicht auch mal aus einer Partnerschaft wirklich eine sehr böse Konkurrenzsituation werden kann.
Und natürlich auch beispielsweise...
die Aufsteller von solchen Funkmasten, die ja eben auch börsennotiert sind, wie eine American Tower Corporation oder eine Selnix hier in Europa oder in Afrika gibt es ja auch dann Gesellschaften wie eine Helios, die solche Türme bauen in London gelistet ist.
Wobei natürlich da auch immer die Frage ist, ob es nicht irgendwann auch für die Basisabdeckung billiger ist, das über diese Türme zu machen, ob es da nicht Kombinationsmodelle gibt.
Aber auf jeden Fall, Mobilfunk wird nochmal sicherlich neu definiert.
Genau.
Wie schaust du auf Starship?
Das ist ja so ein Gamechanger in dem Produktportfolio.
Da geht es ja auf vollständige Wiederverwendbarkeit, höhere Lustlastkapazität.
Und dann nochmal zu Kosten, die Falken 9 nochmal deutlich unterbieten sollen.
Also das ist ja so ein Game Changer.
Ich glaube noch nicht so ganz das Geschäft, aber zumindest die nächste Vision als Produkt in dem Programm.
Ja, wenn es denn halt funktioniert am Ende.
Und wenn das alles so klappt.
Ich meine, das gehört halt auch zur Story von Musk, dass er großartige Visionen hat.
Diese Visionen auch sehr gut skizzieren kann mit Prototypen.
Aber dass dann häufig, wir haben das bei Tesla gesehen, die Umsetzung nicht läuft.
Und dass dann irgendwie so eine Vision, dann so stillschweigend in den Hintergrund kommt und dann kommt plötzlich die nächste, noch größere Vision, so wie mit dem Optimus.
Also insofern, ja, es ist ein tolles Ding, aber wer bin ich denn, dass ich jetzt sage, ich kann jetzt einschätzen, ob das SpaceX läuft oder nicht, ob das funktioniert oder nicht, wie weit das noch davon entfernt ist.
Also ja, super spannend.
Wäre, wenn es funktioniert, sicherlich nochmal eine Revolution der Kostenstruktur.
Genau.
So, dann hat man tatsächlich noch ein anderes Pro-Argument, dass man natürlich sagt, man hat die Amerikaner einfach als stabilen Ankerkunde, weil es ist jetzt sehr verwoben mit der amerikanischen Sicherheit.
Ich wollte es nur sagen.
Das ist für mich kein Argument, weil die Umsätze, die da laufen, ja, also ich meine, da reden wir dann so über für 6 Milliarden Dollar Satelliten oder hier mal 1,8 Milliarden nochmal für Spionagesatelliten.
Aber sie ist kritisch für die Amerikaner, diese Infrastruktur, was er bietet.
Für die Amerikaner ist das kritisch.
Das zeigt sicherlich auch, wie wichtig SpaceX als Unternehmen insgesamt für Amerika ist.
Das ist ein Leuchtturm, auch völlig unabhängig von ökonomischen Themen, dass so etwas in Amerika entstanden ist.
Das ist wichtig, auch nochmal für Amerikas Rolle als wirtschaftlicher, technologischer Leuchtturm in der Welt.
Alles klar.
Nur, also diese kleinen Milliardenbeträge, die werden jetzt keine Verzehnfachung bringen.
Das heißt, das ist nichts, was in irgendeiner Form diese Vision und diese Bewertung trägt.
Genau.
Und du hast gesagt, es ist ein Leuchtturmunternehmen für die Amerikaner und ist natürlich in dieser Phase auch ein Leuchtturmbörsengang für Trump.
Sie werden alles tun, damit das ein Erfolg wird.
Ja, muss man einfach mal schauen.
Und dass die Börsenstimmung auch hält.
Man hat das ja am Wochenende gesehen.
Wir haben doch gute Jobdaten, es muss doch eigentlich hochgehen.
Gute Jobdaten und also bitte Netanyahu, bloß keine Eskalation jetzt im Nahen Osten.
Da schwingt natürlich dieses Thema mit hin und ein Erfolg wird dieser Börsengang eben nicht, wenn man irgendwie an die Börse humpelt und die Aktien so halb loskriegt und dann mit minus drei Prozent den ersten Kurs hat, sondern das muss auch ein Raketenstart sein.
am ersten Handelstag geben, was in dieser Dimension natürlich auch ein Plus von 10 bis 15 Prozent schon wäre, allein wenn man bedenkt, was da dann an der Wertung entsteht.
Wir haben jetzt in unseren Pro-Argumenten natürlich von jeder Menge Kritik eingeworben.
Lass uns dennoch mal die zentralen Argumente durchgehen, die Kritiker hervorbringen.
Und da steht an erster Stelle natürlich die Bewertung als zentrales Problem.
Es gab ja mal diesen fairen Wert, du hast es vorhin genannt, also nur von SpaceX für einen dreistelligen Milliardenbetrag.
Die streben jetzt 1,75 Billionen Dollar an.
Bei diesem Kurs wird SpaceX mit dem 94-fachen Umsatz vom vergangenen Jahr bewertet.
Also nicht Ergebnis, sondern Umsatz.
Das ist natürlich sehr, sehr, sehr luftig.
Sie machen Nettoverluste, vielleicht mal zum Vergleich Nvidia.
wird mit dem 22-fachen Umsatz gehandelt und die machen wirklich, das ist eine Geldmaschine.
Ja, also wo du jetzt sagst, hier diese 94-mal Umsatz, ja, da...
Denke ich natürlich an dieses legendäre Zitat von Scott McNeely, damals CEO von Sun Microsystems.
Der ließ 2002, also vor 25 Jahren, mal die Bewertungen während des New Economy Hypes Revue passieren.
Und da ging es eben auch um dieses Kursumsatzverhältnis von 100.
Denn da sagt Scott McNeely, da müssen Sie sich klar machen, was das bedeutet.
Um Ihnen innerhalb von zehn Jahren Ihr Geld zurückzuzahlen, müssten wir Ihnen zehn Jahre lang 100 Prozent...
Das setzt voraus, dass wir 0% Umsatzsteuer zahlen, 0% Herstellungskosten haben, 0% für Forschung und Entwicklung ausgeben, 0% für Gehälter und Verwaltung aufwenden.
Und es setzt voraus, dass unsere Kunden 10 Jahre lang exakt dieselbe Menge kaufen, obwohl wir keinen einzigen Cent in die Weiterentwicklung unserer Produkte stecken.
Wenn ich also all das auf Null setze, darf ich dann...
bitte ihre Hände sehen, wer von ihnen diese Aktie kaufen möchte.
Ja, wie gesagt, das ist ein Zitat, ich kenne das nicht, aber es bringt auf den Punkt einfach so ein Bewertungshype.
Ja, es sind halt wieder diese Vibes von vor 25 Jahren, wo man natürlich auch immer aufpassen muss, dass man...
darin nicht gefangen ist und dann so wie der Mann mit dem Hammer, der überall Nägel sieht, denn natürlich kann man rund um SpaceX viele Argumente und vor allem Narrative bauen, warum das jetzt alles nicht ins Gewicht fällt.
Die Marktführerschaft in diesem Geschäft mit orbitaler Netzinfrastruktur, das globale Monopol bei kommerziellen Trägerraketen, der technologische Vorsprung bei wiederverwendbaren Raketen, aber natürlich vor allem diese Vision, diese Kompetenzen zu verbinden und dann mit orbitalen Daten zentren.
das KI-Zeitalter zu dominieren und dann irgendwann auch zum Mars zu marschieren.
Ja, nur ist es halt eine Option, die sehr weit aus dem Geld liegt und sehr weit in der Zukunft.
Und die Prämie, die für diese Option aufgerufen wird, ist im wahrsten Sinne des Wortes exorbitant.
Kommen wir zu dem zweiten größten Kritikpunkt.
Du hast es bereits erwähnt, das ist XAI.
Also damit verbrennen sie einfach viele Milliarden, investieren viele Milliarden, aber verbrennen Geld.
Das tun andere AI-Unternehmen auch.
Aber hier ist es halt so, dass dieses Modell GROC, was ja sozusagen...
dass es, wie wir es als Nutzer wahrnehmen, noch nicht mal als führend angesehen wird.
Im Gegenteil, es gab immer wieder diese Skandale mit Halluzinationen und Kinderpornos und so weiter und so fort.
Also es ist nicht the leading AI lab today.
Im Hintergrund läuft ja auch dieser epochale Rechtsstreit.
Morningstar sieht XAI als Zitat Material Threat of Value Destruction.
Ja, also...
Also Musk wäre nicht Musk, wenn er das nicht sofort mit einer anderen Vision beantworten würde.
Er sagt, naja.
meine KI-Vision findet sowieso auch im All statt.
Das ist dann Starcloud.
Also er möchte rund um die Uhr mit Sonnenlicht Strom erzeugen, unabhängig vom Wetter und damit seine KI trainieren.
Also er sagt, ihr macht das hier alles doch auf der Erde mit euren Datenzentren und da gibt es ja eh Widerstand.
Ich mache das alles irgendwann mal im All.
Er möchte 100 Gigawatt Rechenleistung pro Jahr in die Erdumlaufbahn bringen.
Das ist fast so viel wie die 122 Gigawatt.
die weltweit installiert sind.
Das Problem ist bloß, das alles muss noch ins All.
Also nochmal zum Vergleich.
Im vergangenen Jahr haben Raketen weltweit laut den Beratern von Bryce Tech rund 2700 Tonnen in den Weltraum transportiert.
Musk-Unternehmen müssten pro Jahr eine Million Tonnen Rechenzentren ins All bringen.
Also 370-fach mehr Masse.
Also das hieße tausende Raketenstarts.
Aber wie gesagt, es ist ja immer noch Raum für Vision.
Er sagt, ich mache das im All, mein AI.
Ich mache das auf der Erde.
Die Vision ist ja interessant, wie man das Sonnenlicht, also der Energiehunger ist ja unbestritten und der ist auch nicht gelöst auf der Erde, muss man sagen.
Das ist eine tolle Vision, aber jetzt, wo du die Zahlen auch nochmal genannt hast, dazu ja auch der weitere Ausbau von Starlink, Forschung und Entwicklungskosten für Starship.
Das sind ja diese 75 Milliarden Dollar, die jetzt eingesammelt werden an der Börse.
Wirklich eine bescheidene Summe.
Einerseits.
Absolut gesehen.
Andererseits auch relativ zu dem, dass ja die anderen, die im KI-Rennen mitmachen, also zum Beispiel in der Alphabet, auch sehr tiefe Taschen haben und Möglichkeiten, Kapital zu akquirieren.
Das heißt auf jeden Fall, SpaceX wird weiteres Geld benötigen, um diese Visionen überhaupt ansatzweise Richtung Realisierung bringen zu können oder zumindest glaubwürdig zu machen, dass man es versucht.
Kommen wir jetzt auf das Thema Governance.
Über die Verluste haben wir jetzt sehr viel gesprochen.
Elon Musk hat bekanntlich 85 Prozent der Stimmen und kann nicht kontrolliert werden.
Du merkst ja immer solche Governance-Strukturen wieder an.
Ist schwierig dann für die kleinen Aktionäre, weil es gibt hier natürlich auch so eine Zweiklassengesellschaft, dass er einfach das Unternehmen komplett kontrollieren kann.
Er ist ja CEO, CTO und Sherman zugleich.
Also er kann eigentlich durchregieren.
keinerlei Kontrollmechanismus.
Bordbesetzung ist ja auch nicht unabhängig und du sagst, das ist jetzt ein Nachteil für die Kleinanleger, das ist ein Nachteil für alle externen Anleger, auch für Pensionskassen, die also ja wirklich, oder Venture Capital Geber, die ja eigentlich normalerweise sehr breitbeinig auftreten.
Oder einen Sitz im Board haben wollen.
Musk hat sich das ja nicht durch einen kriminellen Akt genommen, sondern die haben es ihm ja gegeben bei den Kapitalerhöhungen.
Die haben es ja zugelassen.
Die haben im Grunde ja sozusagen diese Genius-Bubble, selber heraufbeschwören.
Die haben gesagt, dieser Typ ist so genial, dass wir ihm die volle Freiheit geben wollen, dass wir uns mit unserem Kapital komplett ihm ausliefern wollen und auf die üblichen Kontrollmechanismen des Kapitalismus, der Marktwirtschaft, der Aktionärsdemokratie einfach verzichten.
Und das ist natürlich schon ein großes Problem.
Ich meine, es gibt natürlich auch andere Beispiele.
Mark Zuckerberg wurde immer kritisiert bei Meta.
Es gibt das Konstrukt bei Google.
Also es gibt immer wieder Tech-Campagnes, wo man sehr stark auf die Gründe setzt.
Naja, also du hast bei Meta eben Zuckerberg, der immer noch 61 Prozent der Stimmanteile hat.
Du hast bei Alphabet, Bren und Page, die zusammen 51 Prozent der Stimmanteile haben.
Das heißt also, die KI-Zukunft, die ja auch eine globale gesellschaftliche Frage ist, wird ganz wesentlich von vier Menschen definiert, die sich der üblichen Kontrolle durch den Kapitalmarkt entzogen haben.
Recht eben von Investoren gewährt bekommen haben.
Und das hat eben mit Marktwirtschaft nicht mehr viel zu tun.
Das geht Richtung Oligarchie.
Das heißt jetzt nicht, dass ich sage, man muss das jetzt verstaatlichen.
Bernie Sanders hat ja da so abenteuerliche Themen.
Nein, aber es muss einfach klar sein, was da entstanden ist.
Gleichzeitig, wenn man das allzu sehr kritisiert, muss man sagen, okay, was wäre denn die Alternative gewesen?
Ich hätte mir gewünscht natürlich, dass Investoren mehr Mitspracherechte hätten haben wollen, dass man diese Genius-Bubble nicht so befeuert.
Aber es sind eben auch Menschen, die vorangeschritten sind.
Ansonsten, wenn wir das über staatliche Formulare gemacht hätten, hätten wir eben nicht diese Expansion gesehen.
Nur es bleibt halt für die Zukunft auch das Risiko, dass das Ganze zu einem Ego-Trip wird.
Denn für Musk geht es ja irgendwann nicht mehr um Vermögensoptimierung.
Er wird jetzt Billionär, sondern dann geht es einfach darum, dass er seinen Platz in der Geschichte...
sich sichern will.
Und zwar so, wie er es möchte.
Und er kann es mit dieser Firma im Rahmen dieser finanziellen Möglichkeiten, die da sind, ohne dass man da reingrätscht.
Ich glaube, seinen Platz in den Geschichtsbüchern hat er schon als einer der größten Tech-Unternehmer und Visionäre.
Aber natürlich, ich würde dir zustimmen, und ein besonderes Beispiel für diese fehlende Governance und Kontrolle ist ja gerade dieser XRI-Deal, also diese Fusion.
Das war ja einfach ein Deal, eine Transaktion, bei der Elon Musk auf beiden Seiten des Tisches saß.
Ja, aber auch da muss man sagen, Aktionäre, die dabei waren, sowohl bei X, XAI als auch bei SpaceX.
Und da saßen ja große Venture-Capital-Gesellschaften auch mit am Tisch.
Das war ja das sogenannte Smart Money.
Die haben das alles mitgetragen.
Die haben das alles...
Der hat sich das nicht geklaut.
Nur klar, Interessenkonflikte sind ja auch bei Musk nichts Besonderes.
Wir hatten ja bei SpaceX allein im vierten Quartal 2025 fast ein Fünftel aller in diesem Zeitraum neu registrierten Tesla-Cybertrucks.
Da fragt man sich schon, hat er mit SpaceX irgendwie Tesla quer subventioniert?
Oder die andere Sache?
Andere Richtung, genauso merkwürdig.
2024 hat Musk ja Nvidia-Chips im Wert von einer halben Milliarde Dollar, die eigentlich für Tesla reserviert waren, zu seinen damals noch von SpaceX separierten Firmen XAI und X umgeleitet.
Aber das ist halt auch nichts Neues.
Das hat bei Musk an seinem messianischen Status unter Aktionären nichts geändert.
Das leitet mich übrigens zur Frage, das Stichwort, was wird eigentlich aus...
Tesla, die fallen gerade so ein bisschen hinten runter.
Da hat er auch mal viel versprochen.
Er hält ja da wirklich auch noch substanziell Anteile.
Ja, also laut Guru-Fokus sind es rund 11 Prozent.
Kapitalanteil bei SpaceX dürfte hingegen auch nach dem Börsengang deutlich über 40 Prozent liegen.
Und da ist also klar, das finanzielle Interesse bei SpaceX ist mindestens viermal höher als bei Tesla und entsprechend dürften auch seine Prioritäten liegen.
Und vielleicht nach dieser Einbringung XAI in SpaceX macht er ja über kurz oder lang den ganz großen Deal und fusioniert auch noch Tesla.
mit da rein, dann gibt es eine große Musk Industries Company.
Das wäre sicherlich im Interesse aller Jünger, würde für ihn auch viele Probleme lösen.
Und er hätte auch weiterhin, selbst bei dieser Verwässerung, wenn man die momentanen Börsenwerte nimmt, die Mehrheit an diesem Konzern, was die Stimmanteile angeht.
Was wird aus Tesla?
Und du hast Tesla ja ohnehin immer als Religion bezeichnet, schon als ein besonderes Unternehmen, wo man sehr viel Glaube mitbringen musste, wenn man auch irgendwie, es war eine eigene Community.
So, jetzt kommen wir mal auf ein großes Thema.
Und zwar das Thema ETF.
Es wird ja viel darüber diskutiert, wenn die jetzt an die Börse gehen, wie und in welcher Form wird SpaceX dann aufgenommen in die verschiedenen Indizes und damit automatisch auch bespart, wenn ich meinen braven Sparplan...
auf den irgendwie S&P 500 oder MSCI World habe, weil das treibt ja automatisch und weil sie die Kurse, weil ständig gekauft wird sozusagen.
Ja, also man könnte, wenn man manche Medienberichte liest, davon ausgehen, dass quasi der MSCI World-Sparer diesen Börsengang wegzeichnen muss, ohne dass er es eigentlich will.
Und da sollte man ein bisschen vorsichtig sein, denn also für die großen Indizes von MSCI und auch FUZI, wie der FUZI All World, ist ja relevant, der Börsenweg, des Streubesitzes und wenn dieser Streubesitz eben nur bei 5% liegt, dann ist auch nur ein Zwanzigstel vom Börsenwert relevant.
Insofern, wenn wir mit den Zahlen rechnen, die momentan eben im Umlauf sind, 75 bis 85 Milliarden Dollar Streubesitz wert und dann eine Gesamtbewertung des Unternehmens von 1,8 Billionen Dollar, dann wird SpaceX zur Indexaufnahme bei MSCI im World oder im FTSE All World weniger als 0,1% Gewicht haben.
Und dann kann man sagen, 0,1% bei diesen großen ETFs, ja, aber in den US-amerikanischen und europäischen ETFs auf den MSCI World und MSCI Acqui stecken insgesamt 400 Milliarden Dollar drin.
Das heißt also, der Volumeneffekt aus diesen World ETFs ist überschaubar.
Und es ist übrigens auch nicht so, dass da jetzt das Regelwerk gebeugt wurde bei MSCI, sondern diese Richtlinie für einen Fast Entry, also für die schnelle Einbeziehung eines Börsen.
Neulinks, wenn er nur groß genug ist, die gibt es bei MSCI seit 2007 und SpaceX ist nun mal groß genug und wird deswegen am 10.
Tag nach dem Notierungsstart in den MSCI-Kosmos Einzug finden, übrigens im Bereich Communication, wenn man sich für Branchen interessiert und am 5.
Tag dann in den FUZI All World.
Wie schaut das denn beim Nestec aus?
Ja, das ist natürlich anders.
Da gibt es wirklich eine...
Echte Lex Musk bzw.
Lex Megacap, zumindest bei der Gewichtung, da wird nämlich der Streubesitz mit dem Faktor 3 multipliziert.
Das heißt, da gibt es so einen gewissen Hebel.
Allerdings ist es eigentlich aus der Nasdaq-Terminologie auch kein Hebel.
Es ist wirklich etwas, wo abgeschnitten wird.
Denn normalerweise wird der Nasdaq nach Marktkapitalisierung ohne Berücksichtigung des Streubesitzfaktors gewichtet.
Insofern, naja, es ist auf jeden Fall ein Thema über...
dass man streiten kann.
Nur, da sollte man im Hintergrund halten, der Nasdaq...
100 ist eben kein neutrales Marktbarometer, sondern ist der Index eines Börsenbetreibers und damit auch natürlich ein Machtinstrument im Wettbewerb um Listings, namentlich im Wettbewerb der Nasdaq gegen die konkurrierende NICE gegen die New York Stock Exchange.
Also damit liegen wir bei 1% beim Nasdaq 100.
Damit müsste der knapp eine halbe Billion schwere ETF von Invesco auf den Nasdaq 100 für 5 Millionen Euro Milliarden Aktien allokieren.
Ja, und das ist natürlich schon ein Brett, wenn du das gesamte Emissionsvolumen anschaust.
Da kann es auch schon zu einem Market Squeeze kommen.
Wichtig ist halt, dass diese Indexaufnahme an der Nasdaq am Tag 15 stattfinden würde.
Das heißt, das ist noch die Phase, in der die Emissionsbanken diese Mehrzuteilungsoption, diese 10 Milliarden Dollar Greenshoe.
ausüben können.
Und da kann man wirklich nur auf Augenmaß hoffen, dass es da nicht zu wilden Verwerfungen kommt.
Aber möglich ist es durchaus.
So gibt es diese Sperrfristen.
Erklär mir doch mal, was hat es damit auf sich?
Die sind ja auch nicht unüblich, aber wie ist das jetzt beim Thema SpaceX?
Das ist eigentlich das viel wichtigere Thema.
Der IPO ist halt irgendwann vorbei, aber die Firma lebt ja eben an der Börse und dieser Streubesitzfaktor, der ist ja nicht festgenagelt bei 5%, sondern Es haben sich jetzt die Altaktionäre verpflichtet, ihre Anteile erstmal nicht zu verkaufen.
Aber diese sogenannten Lock-Ups, die laufen dann ja auch aus nach 90, nach 180, nach 360 Tagen.
Und dadurch wird sich der Streubesitzfaktor von SpaceX im Zeitverlauf sukzessive erhöhen und folglich auch das Indexgewicht der Aktie.
Wie stark der Effekt ist, das hängt dann davon ab, welche Aktionäre dann als strategisch, also nicht handelbar, beziehungsweise nicht strategisch, also Streubesitz eingestuft werden und inwieweit dann so strategische Investitionen wie Venture Capital Fonds, wie der Scottish Market Fund, werden die dann wirklich mal verkaufen.
Insofern werden wir vielleicht in einem Jahr ein Gewicht von SpaceX in den Indizes haben, das drei- oder viermal höher ist als Initial, eben weil dieser Streubesitzfaktor sich sukzessive erhöht und bei jeder Überprüfung dann zusätzliche Nachfrage da reinkommt.
Das heißt, wenn wir eine Hysterie bei diesem Thema IPO-Einbeziehung, Fast Entry haben, haben wir auf der Langstrecke eine ganze Menge an Effekten.
Und deswegen...
habe ich ja auch diese Entscheidung von Standard & Poor's nicht nur positiv gesehen, den Index so zu lassen, wie er ist.
Grundsätzlich finde ich es fein, dass S&P gesagt hat, der S&P 500 macht nichts am Regelwerk.
SpaceX, wie alle anderen Werte, frühestens nach zwölf Monaten drin, dann auch nur, wenn der Streubesitz...
bei mindestens 10% liegt und wenn das Unternehmen in der Summe der letzten vier Quartale Geld verdient hat.
Und zwar nach US-Gap, nicht nach irgendwelchen selbst ausgedachten Parametern.
Aber das Problem oder die Herausforderung, die wir diskutiert haben, verschiebt man ja eigentlich immer in die Zukunft.
Das heißt, eigentlich treten wir mit dem IPO in eine...
Große Phase der Anspannung über, wo man immer überlegt, kommen sie rein oder kommen sie nicht rein?
Ja, also das kann natürlich auch sein, SpaceX etabliert sich wirklich auf so einem Valuation Level, was auch noch über dem IPO-Preis liegt.
Schafft es dann auch, dass ein höherer Streubesitz irgendwie an der Börse irgendwie absorbiert wird?
Und dann hast du irgendwann...
Eine unweigerliche Index-Einbeziehung bei S&P 500, nur die geht dann nicht mehr von 0 auf vielleicht 0,3%, sondern die muss dann bei diesem Volumen von 0 auf 1%, von 0 auf 2% gehen.
Insofern, diese Einbeziehung, das wird noch schwierig.
Und natürlich, es sind alles indikative Zahlen, mit denen wir hier reden.
Wichtig ist ja, wie ist dann die Börsenbewertung an Tag 5, an Tag 10, an Tag 15.
Aber Dimensionen.
und Perspektive Der ganzen Sache sollten klar sein, genauso wie auch dieser generelle Zielkonflikt zwischen einerseits repräsentativer Abbildung der Börsenlandschaft, das wollen ja Indizes wie der S&P 500, wie der MSCI und andererseits der Vermeidung von Marktverwerfungen durch die Käufe von indexbasierten Finanzprodukten.
Ich sage ja immer, am besten wäre es, wenn Unternehmen wie SpaceX gar nicht so spät und zu so abstrus hohen Bewertungen an die Börse kommen würden, sondern wenn sie im Papier Market wachsen könnten, so wie das hier eine Google getan hat, wie das eine Alphabet, wie das eine Facebook, heute Meta getan hat, wie das eine Apple, eine Microsoft damals getan haben.
Eigentlich fast alle der anderen großen Techplay haben das ja so getan.
Wenn Sie den Überblick verloren haben über die verschiedenen Indizes, Beteiligung und die Zeitschiene, Christian hat hier eine fantastische Tabelle gemacht.
Gibt es bei mir in allen Socials.
Die wird es in allen Socials, wird er sie natürlich noch posten, da können Sie dann nachschauen.
Kommen wir jetzt noch zu einem wichtigen Punkt, Christian, und das ist der generelle Kapitalhunger der KI-Unternehmen.
Wir haben ja immer wieder hier über diese Investitionen gesprochen.
Man zieht natürlich wahnsinnig viel Geld jetzt auch aus einem Markt, muss man sagen, mit diesem Börsengang, nicht?
Ja, also das sind jetzt 85 Milliarden Dollar bei SpaceX.
Dann hat ja Anthropic...
den Börsengang schon angekündigt.
OpenAI hat natürlich jetzt riesig Druck.
Die werden das auch sehr zügig machen.
Das sind wahrscheinlich noch mal ähnliche Dimensionen, die da auf die Börse zukommen.
Dazu haben wir die Aktienemission von Alphabet gesehen, letzte Woche, die eine Zeitenwende definiert.
Die haben seit 2019 kontinuierlich Aktien zurückgekauft, was ja eigentlich auch ein guter Deal war.
Was du aber auch immer kritisiert hast?
Ich habe gesagt, wenn man Aktien zurückkauft, ist das eine großartige Geschichte, wenn man nicht weiß, was man sonst mit dem Geld machen soll.
die Aktienrückhäufe wirklich dazu führen, dass die Anzahl der ausstehenden Aktien sinkt und das nicht nur alles unter den Mitarbeitern verteilt wird.
Stock-based Compensation.
Aber tatsächlich, es kommt jetzt so viel Geld, muss nochmal in dieses KI-Narrativ fließen und das werden entscheidende Wochen jetzt.
Jetzt kommt es über Aktien und Meta und Oracle, die haben natürlich gesehen, was Alphabet da gemacht hat und deswegen werden die sich wahrscheinlich da anschließen.
Und wenn du das alles mal zusammenaddierst, kommst du...
In Summe bin sechs Monaten auf so ein Ziel von 300 Milliarden Dollar Kapital, was da absorbiert wird.
Und das ist schon der ultimative Test für das KI-Narrativ.
Und das, ich wiederhole es nochmal, in Zeiten steigender Zinsen.
Und dass der Markt das einfach so locker wegpackt, ist nicht gesagt.
Ja, also werden wir schauen.
Spannende drei Wochen.
Halten wir nochmal fest, wir reden hier über ein...
Spektakuläres Unternehmen, wirklich ein großartiges Unternehmen über technologische Meilensteine und vermutlich auch Technologien, die die Welt verändert haben, auch sozusagen gewisse Geschäftsmodelle.
Gleichzeitig reden wir über komplizierte Governance-Strukturen, absurde Bewertungen, nicht mehr irdische Zahlen.
Also eigentlich ist da alles drin, was man sozusagen für eine sehr gute Börsen-Story braucht und wir dürfen sehr gespannt sein, zu welchem Knall.
Es kommt, ob sozusagen das Ganze abhebt wie die ersten Falcon-Raketen oder sicher landet, wie diese, wir kennen alle das Video, wie das wirklich wieder so passgenau da in diese Greifarme reinkommt, werden wir nicht sehen.
So, wie kann ich generell ganz zum Schluss nochmal überhaupt als Anleger das Thema Space spielen?
Soll ich das überhaupt machen?
Also ich meine, von diesen ersten Wachstumskurven hatte ich ja als Anleger gar nichts.
Das ist schade eben, wenn so Firmen so spät an die Börse gehen.
Aber es gibt ja diesen FANEC Space Innovator ETF.
Ja, immerhin.
Also FANEC hat 2022 schon dieses Thema Space antizipiert.
Ist natürlich auch so ein Thema, gerade so für uns Jungs.
von früher her irgendwie das fasziniert.
Die haben 2022 diesen FANAC Space Innovator ETF an den Markt gebracht.
Das hat zwei Jahre lang wirklich niemand interessiert.
Der hat an der Nulllinie geklebt, aber in den letzten zwei Jahren immerhin in der Spitze.
plus 500 Prozent, aktuell schon wieder 20 Prozent unterm Hoch, aber das ist nichts Besonderes bei diesen hochvolatilen Aktien, muss man also auch der ETF-Industrie mal zugute halten, dass sie zumindest Anlegerinnen und Anleger die Möglichkeit gegeben haben, hier an diesem Boom, der ansonsten außerbörslich war, wenn man mal von so Konstruktionen wie dem Scottish Mortgage Fund absieht, wirklich zu partizipieren.
Was ist drin?
25 Space-Unternehmen, davon 60 Prozent in den zehn Größten aller Allerdings darunter halt wirklich auch viel Venture.
Während die Space-Aktivitäten von SpaceX profitabel sind, gibt es nur in diesem Space-ETF in den Top Ten zwei profitable Aktien.
Das eine ist WWNC.
Das ist ein taiwanesischer Hardware-Hersteller für solche Kommunikationstechnik wie zum Beispiel Satellitenbodenstationen.
Start-up, sondern klassischer Hardware-Verkauf und Iridium Communications.
Die Älteren von uns kennen es noch, Satellitentelefonie.
Und da die momentan wenig investieren, haben sie halt die Abo-Einnahmen von Regierungen, Seefahrt, Luftfahrt, aber ist natürlich auch ein Disruptionsthema mit Blick auf SpaceX.
Aber die beiden sind profitabel.
Ansonsten natürlich Namen, die Anlegerinnen und Anleger elektrisieren, eine Rocket Lab, eine Planet Labs, eine AST, Space Mobile, Intuitive Machine.
Firefly, Aerospace, Ecostar sind halt alle defizitär und das ist eben ein Venture-Index.
Und wer da...
mitfliegen will, der sollte sich eben auch diese Risiken entsprechend vor Augen führen, die sicherlich auch nicht geringer sind als bei der Bewertung von SpaceX.
Und wem das zu kritisch ist, der kann natürlich immer noch auf die Rüstungshersteller schauen mit Space-Geschäft.
Da sind wir natürlich bei Herstellern, die du immer wieder hier erwähnst, wenn wir über Rüstung sprechen.
Vorneweg Northrop Grumman, ja, aktuell einer der am stärksten im All positionierten Rüstungskonzerne.
Sie haben ja auch gerade eine Übernahme gemacht von Orbital ATK, haben einen Weltraumumsatz von 11 bis 12 Milliarden US-Dollar, so ein Viertel vom Gesamtumsatz, gutes Viertel.
Und das ist natürlich sowohl auf der militärischen Seite, dass sie Teil dieses Atomraketenprogramms sind, als auch auf der zivilen Seite.
Ja, genau.
Ähnliche Story hast du bei Lockheed Martin.
Da ist der Umsatzanteil dieser Space-Sparte ungefähr 17 Prozent.
Dort sind die militärischen Aktivitäten, strategische Raketenabwehr ist so ein Thema.
Trägersysteme sind natürlich auch relevant an der Stelle.
Dann Hauptauftragnehmer nach wie vor für das Orion-Raumschiff, der NASA.
Naja, das sind halt diese riesigen Programme.
Da fällt auch für diese Konzerne was ab.
Ähnlich auch für eine L3 Harris Technologies.
Die haben ja gerade nochmal eine Übernahme auch gestartet.
Da Aerojet Rocketdy.
das ist ja der führende Hersteller von Raketentriebwerken, da kann man sogar, wenn man es ein bisschen weiter zieht, auf etwa 50% Space-Anteil am Geschäft kommen, also sowohl in der Antriebstechnik als auch in der Sensorik.
Und diese drei Unternehmen haben natürlich den Vorteil, dass sie insgesamt profitabel sind, dass sie deutlich niedriger bewertet sind als jetzt Hype-Werte.
Und klar, dagegen steht der Nachteil, es ist halt nicht diese Faszination, nicht diese Story.
Man hat dazu das Rüstungsgeschäft, was nicht immer einfach ist, aber es zeigt, dass das Ganze schon natürlich auch konvergiert.
Space und Defense.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
Fragst du dich, welcher Job wirklich zu dir passt?
Mit der KI-gestützten Jobsuche von LinkedIn beschreibst du einfach in deinen eigenen Worten, was du suchst, statt nur Keywords einzugeben und bekommst personalisierte Jobvorschläge, die zu deinen Skills, Interessen und Zielen passen.
So siehst du Jobchancen, die du sonst vielleicht verpassen würdest.
LinkedIn – The Network That Works For You Über Honeywell hatten wir das letzte Mal gesprochen.
Die liefern natürlich auch unter anderem Triebwerksregler oder bestimmte Lebenserhaltungssysteme für fast alle NASA-Missionen und das Orient-Raumschiff.
Also auch die haben...
Space.
Und da gibt es auch eine deutsche Firma.
War mal hier gelistet?
Ist sie noch deutsch?
Ich weiß nicht.
Letztendlich kann man auch eine Linde mit dazu rechnen.
Die haben zumindest ordentlich Space-Fantasie dadurch, dass ja dieser Raketentreibstoff aus kryogenen Gasen besteht.
Also flüssiger Sauerstoff als Oxidationsmittel, flüssiger Wasserstoff, Methan.
Und Linde ist eben der Experte, diese Gase auf extrem niedrige Temperaturen runter zu kühlen und dann auch entsprechend dazu die ganze Infrastruktur, Spülgase.
Das sind momentan bei Linde nur ein bis zwei Prozent des Gesamtumsatzes.
Das kann, wie manche Analysten glauben, wenn wir wirklich so eine neue Spacewelle erleben, Richtung 4, 5 Prozent gehen bis 2030.
ist halt eine der vielen Säulen, auf denen das Geschäft von Unternehmen wie Linde oder auch natürlich Air Liquide oder Air Products and Chemicals steht.
Man liefert sich nur eben nicht einem Trend aus, sondern man hat eben verschiedene.
Man hat das Wasserstoffthema dazu.
Generell Industriegase sind ja gerade im Healthcare-Bereich quasi so ein Abo-Modell.
Kannst du nicht darauf verzichten.
Das heißt, es gibt also schon, wenn wir einen Space-Boom sehen sollten, auch dann viele Industrieunternehmen, die davon mit profitieren.
Ähnlich so wie im Rüstungstrade.
Und vielleicht ist das auch nochmal ein Thema, wo man sagt, man muss nicht unbedingt jedem Hype.
sondern man wird SpaceX in vielen Indizes, auch wenn es nur in kleiner Dimension ist, nicht entkommen.
Man kann ja auch ein bisschen mitspielen, wenn man diese Faszination hat, aber es sollte eben nicht dazu führen, dass man jetzt Hypes hinterherläuft.
Und gucken wir mal, ob es einen Hype gibt und wie wild er denn dann wird.
Ganz zum Schluss noch, Christian, wir haben jetzt ein Unternehmen so ein bisschen unterschlagen, das sitzt in Bremen und stellt auch Satelliten her.
Und auch die wollen ihren Umsatz vervielfachen, weil alle kennen plötzlich diese Unternehmen und merken, Mensch, wir haben da ja auch einen Player sozusagen.
Ja, OHB.
Ganz altes Unternehmen.
Familiengeführtes Unternehmen.
Wollte lange Jahre am Kapitalmarkt niemand sehen, weil man hat halt gesehen, ja, es ist investitionsintensiv und Projekte verschieben sich, gerade mit staatlichen Auftraggebern.
Das europäische Raumfahrtprogramm kommt nicht so wirklich voran.
Dann hat die Familie Fuchs gesagt, da haben wir richtig Bock auf Börse, haben wir auch nicht mehr.
Wir holen uns zumindest einen großen Partner rein, haben sich KKR reingeholt, die große Private Equity Gesellschaft.
Und ja, die haben das jetzt, glaube ich, seit zwei Jahren.
weiterentwickelt und KKR hat also einen Vervielfacher da drin.
Nach wie vor ist ein Minderheitenanteil an der Börse, kleiner Streubesitz verfügbar.
Und das ist natürlich klar, wenn du eine solche Fantasie hast und einen sehr, sehr geringen Anteil liquide handelbarer Aktien, also einen marginalen Free-Flow, dass so eine Aktie dann eben auch parabolisch wird.
Und es ist natürlich dem Unternehmen zu wünschen, dass man da jetzt auch für die weitere Entwicklung entsprechend am Standort Deutschland auch mal Kassel machen kann, neues Kapital einziehen kann.
Auch das zeigt ja im Grunde etwas bei OHB, was du letzte Woche sehr schön in deinem Kommentar nach der Tech auch beschrieben hast, nämlich dass diese Abwärtsspirale in unseren Köpfen schon mit das Schwierigste ist.
Es tut sich trotz allem.
Trotz der miserablen politischen Situation, der Bräsigkeit, tut sich in den Unternehmen sehr viel.
Vor allem unter diesen Makrodaten ist immer noch ein großes Gewimmel, sehr viele Visionen, tolle Gründer und Unternehmen.
Und manchmal gehen die Geschichten des Gelingens eben auch ein bisschen unter.
Deswegen erzählen wir sie hier immer wieder.
Ob der IPO gelingt, wissen wir nicht.
Ich werde aus Recherchegründen versuchen, ein bisschen mitzuspielen, aber nur, weil es sozusagen technisch geht.
Mein letzter IPO, den ich mitgemacht habe, lieber Christian, war ja Lycos Europe, wie du weißt.
Ich mache sowas ja sonst nicht.
Ist lange her.
Ja, ich habe heute Morgen schon SpaceX gezeichnet.
Habe also mir einen Bleistift und ein Papier genommen und hat meinem Sohn eine Rakete aufgemalt.
Christian ist jetzt zweitgrößter Aktionär.
Ich habe sie wirklich für meinen Sohn gezeichnet.
Mein Sohn ist ja begeistert von...
allem, was Elon Musk so macht, wie das halt bei kleinen Technologien ist.
Also im übertragenen Sinne, so kann man auch mal eine Aktie zeichnen.
Herrlich.
Liebe Hörerinnen, liebe Hörer, also wir heben nicht gemeinsam ab.
Wir bleiben auf dem Boden und hören uns hoffentlich kommende Woche wieder.
Machen Sie es gut.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
Fragst du dich, welcher Job wirklich zu dir passt?
Mit der KI-gestützten Jobsuche von LinkedIn beschreibst du einfach in deinen eigenen Worten, was du suchst, statt nur Keywords einzugeben und bekommst personalisierte Jobvorschläge, die zu deinen Skills, Interessen und Zielen passen.
So siehst du Jobchancen, die du sonst vielleicht verpassen würdest.
LinkedIn – the network that works for you.
