# AI Infrastructure, Mega-IPOs, and Portfolio Diversification Strategies

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-06-09

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über die Siri-Revolution von Apple, einen Milliardendeal von Intel und eine profitable Erfrischung von Adidas.
Im Thema des Tages klären wir die wichtigsten Fragen rund um den größten Börsengang aller Zeiten.
Und in der AAA-Idee verraten wir euch, wie viele Aktien ein diversifiziertes Portfolio wirklich braucht.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenschut.
Es begrüßen euch Lea Oetjen und Daniel Eckert aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Dienstag, der 9.
Juni und wir wünschen euch einen stabilen Start in den Tag.
Nach den Ausverkäufen in der vergangenen Woche hat sich die Lage an den Märkten gestern wieder ein bisschen stabilisiert.
Teilweise sogar etwas mehr als nur ein bisschen.
Aber ich sage bewusst teilweise, weil etwa der Cosby, also der südkoreanische Aktienindex, mehr als 8 Prozent einbüßen musste.
Der Nasdaq 100 kletterte dafür gestern um stolze 1,6 Prozent, getrieben vor allem auch durch die Erholung des Halbleitersektors.
Auslöser für diese Erholung war ein Artikel der Tech-Nachrichtenseite The Information.
Das Wirtschaftsmagazin berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, wie das so schön bei uns Journalisten heißt, über Milliarden-Deals von Intel.
Laut dem Bericht kündigten sich Großaufträge von Nvidia sowie von Alphabet an.
Konkret soll die Google-Mutter Alphabet bei Intel die Herstellung von mehr als drei Millionen der Tensor Processing Units, also dieser TPUs, für das Jahr 2028 in Auftrag gegeben haben.
Die Anleger überzeugte das.
Die Intel-Aktie sprang um mehr als elf Prozent nach oben.
Ja, und das zog, wie gesagt, auch nahezu den gesamten Sektor mit nach oben.
Neben Intel-Zelten, Marvell Technology, Micron, Applied Materials, KLI, Corporation, Larm Research und, und, und zu den Nasdaq-Gewinnern des Tages.
Kein Wunder, dass auch der Philadelphia Semiconductor Index, also der SOX, gewann und zwar mehr als 6%.
Ja, und ähnlich gut war die Stimmung auch in der zweiten Reihe.
Mit Corning legte auch ein klassischer Schaufelhersteller fast 6 Prozent zu.
Und der Grund?
Ein milliardenschwerer Auftrag von Amazon.
Spezialklas-Hersteller Corning soll über mehrere Jahre die Glasfaserkabel und dazugehörten Komponenten für den Ausbau der Rechenzentren von Amazon in den USA liefern, wie die beiden Firmen mitteilen.
Der Aktienkurs des Unternehmens, das hier auch schon mal eine AAA-Idee war, die hat sich in diesem Jahr bereits mehr als verdoppelt.
Für Schlagzeilen sorgte gestern Abend auch noch Apple.
Auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC stellte der Konzern eine komplett überarbeitete Siri vor, die künftig Gespräche führen, Bildschirminhalte verstehen, Aufgaben in Apps übernehmen und auf persönliche Informationen zurückgreifen kann.
Das eigentlich Bemerkenswerte steckt jedoch unter der Oberfläche.
Apple setzt dabei erstmals im großen Stil auf Technologie des Konkurrenten Google.
Teil der neuen Apple Intelligent basieren nämlich auf Googles Gemini-Modellen, für deren Nutzung Apple Medienberichten zufolge eine Milliarde Dollar pro Jahr zahlen soll.
Die Siri kann wirklich noch einiges dazu lernen.
Aber das Ganze macht dann auch deutlich, wie groß der Druck auf den iPhone-Konzern inzwischen geworden war.
Bislang galt ja Apple als Vorreiter bei der Integration neuer Technologien.
Im KI-Zeitalter muss sich das Unternehmen nun ausgerechnet von einem Rivalen helfen lassen.
Die neue Siri soll zwar erst im Herbst mit iOS 27 starten, doch für Apple geht es längst um mehr als einen Sprachassistenten.
Es geht um die Frage, ob der Konzern bei der wichtigsten Technologie dieses Jahrzehnts noch mithalten kann.
Die Anleger sind da offenbar weiter skeptisch.
Die Aktie von Apple verlor fast 2%.
Abgesehen von den Tech-Werten ging es ansonsten gestern einigermaßen unspektakulär zu.
Der S&P 500 ging mit einem kleinen Plus von 0,3 Prozent aus dem Handel.
Der deutsche Leitindex büßte 0,6 Prozent auf 24.616 Punkte ein.
Hierzulande haben vor allem die zinssensiblen Immobilienwerte aufgrund der zunehmenden Zinsangst weiter verloren.
Die Aktien von Vonovia, Tuck, Around Town und LEG verbuchten Kursabschläge zwischen 2,4 und 6,8 Prozent.
Das ist wirklich kein gutes Umfeld für diese Aktien.
Dann war ja noch die angespannte Lage in Nahost.
Deswegen waren Aktien aus der Luftfahrt und dem Reisesektor nicht gerade gefragt.
Im Gegenteil, die Papiere von Airbus, TUI und Lufthansa, die verzeichneten Kursverluste zwischen gut 1 und knapp 2%.
Auch Chemiewerte rutschten ins Minus.
BASF, Simrise, Evonik und Lanxess gaben zwischen 0,8 und 6,3 Prozent nach, nachdem die Analystin Georgina Fraser von der US-Investmentbank Goldman Sachs ihre Sorge über einen neuerlichen Abschwung für Europas Chemiebranche verkündete.
Ja, gewissermaßen von der DAX-Spüsse, da grüßte Adidas mit einem Plus von 2,1 Prozent.
Sieht so ganz danach aus, als kämen die Anleger langsam, aber sicher in WM.
Stimmung oder WM-Vorstimmung.
Die deutsche Nationalmannschaft, die hat ja gestern ihr Camp in Winston-Salem in den USA bezogen.
Ja und Adidas weiß ich da als Ausrüster ganz gut in Szene zu setzen, habe ich so das Gefühl.
Denn die Nationalmannschaft lebt in den USA ja gerade mit geschmeidigen 33 Grad im Schatten.
Und um einen Hitzekollaps zu verhindern, mutieren die Spieler gerade kurzerhand zu wandelnden Kühlschränken.
Adidas hat das Team mit Hightech-Westen, Jacken und sogar Schuhen ausgestattet, die mit gefrorenem Eisgel gefüllt sind.
Das Ganze, da soll die Hauttemperatur um bis zu 13 Grad senken.
Und das ist jetzt ein System, das zuvor im sündhaft teuren Motorsport erprobt wurde und bei dem die Anleger offenbar Potenzial sehen.
Ja, Potenzial sehe ich ja auch noch in so einer klassischen WM-Sonderausgabe hier bei AAA.
Mal schauen, was die Woche da noch bringt.
Habt ihr schon eigentlich ein bisschen Lust drauf.
Naja, ganz anders die Stimmung bei Sealin Pharma.
Die Ideen gehörten gestern zu den größten Verlierern in Europa.
Die Aktie brach um mehr als 22 Prozent ein und hat damit seit Jahresbeginn inzwischen rund die Hälfte ihres Werts verloren.
Auslöser waren neue Studiendaten des eigentlich Hoffnungsträgers im Markt für Abnehmmedikamente.
Zwar erreichte das mit Böhringer Ingelheim entwickelte Mittel Suvodutide seine wichtigsten Ziele und half Patienten dabei ihr Gewicht um durchschnittlich bis zu 16,6 Prozent zu reduzieren.
Anleger konzentrierten sich jedoch auf eine andere Zahl.
19 Prozent der Teilnehmer brachen die Behandlung wegen Nebenwirkungen ab.
In der Placebo-Gruppe waren es dagegen nicht einmal drei Prozent.
Das ist dann schon wirklich doll.
Es ist ein Zeichen dafür vor allem, dass es mittlerweile nicht mehr nur reicht, hohe Gewichtsverluste zu erzielen.
Wenn die Nebenwirkungen dann so doll sind, dann wird es eng.
Gegen Platzwische wie Novo Nordisk und Ila Lilly müssen neue Medikamente auch vor allem bei Verträglichkeit und Alltagstauglichkeit überzeugen.
Genau dort sehen die Analysten aktuell die größte Schwäche von Zilin Pharma.
Lilly legte gestern übrigens mehr als drei Prozent zu.
Da ging aus Studienergebnissen nämlich hervor, dass das Abnehmmedikament der nächsten Generation, das sogenannte Retatroutine nicht nur die Gewichtsabnahme fördert, sondern auch bei Knieschmerzen hilft und die Schwere von Schlafapnoe eindämmt.
Wow, das ist ja eine ganze Palette.
Nicht schlecht.
Ja, aber bei Novo ging es gestern runter und zwar um 4,4 Prozent.
Denn im direkten Vergleich scheinen die Neuentwicklungen der Dänen, wie zum Beispiel Kakri Sema, etwas schwächer abzuschneiden als die der Konkurrenz, beispielsweise von Eli Lilly.
Die Novo-Aktie, die notiert immer noch ein Fünftel niedriger als zu Jahresbeginn.
Und bevor wir jetzt zu den Terminen kommen, noch ein Wort zu Bitcoin.
Ein wenig stabilisiert nach dem Kursrutsch der vergangenen Woche und stand dann kurz vor Mitternacht bei 63.000 Dollar.
Und ein Grund war, dass Michael Saylers Firma Strategy ihre Bitcoin-Käufe wieder aufgenommen hat.
Sie hat für ungefähr 101 Millionen Dollar Bitcoin gekauft.
Bevor wir jetzt tatsächlich zu den Terminen kommen, habe ich aber noch was.
Denn es gab nämlich heute Nacht doch eine Einmeldung, die sicher einige von euch interessieren wird.
OpenAI hat vertraulich die Unterlagen für einen IPO bei der US-Börsenaufsicht eingereicht und damit die Voraussetzungen für einen Börsengang noch in diesem Jahr geschaffen.
Mit einer Bewertung von zuletzt 850 Milliarden Dollar wäre OpenAI heute schon eines der wertvollsten Technologieunternehmen der Welt.
Gutes Timing in dieser Mega-IPO-Woche.
Vom Timing zu den Terminen.
Heute Morgen richtet sich der Blick zunächst mal nach China.
Der chinesische Zoll veröffentlicht die Außenhandelszahlen für Mai.
Diese Daten gelten als wichtiger Indikator für die Verfassung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt und zeigen sogleich, wie robust der Welthandel insgesamt ...
trotz der anhandelnden Handelskonflikte läuft oder eben nicht.
Und in Deutschland, da steht um 8 Uhr ein ganzer Datenblock an.
Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die Exportzahlen für April sowie den Produktionsindex für die Industrie.
Auf der Nebenseite stehen mehrere Hauptversammlungen heute an.
Unter anderem laden Jenoptik, SMA Solar, Westwing und Krones ihre Aktionäre ein abzustimmen.
Und in Berlin?
Da beginnt derweil die Luftfahrtwoche wie passend.
Das Thema des Tages.
Wir bekommen von euch schon seit Tagen etliche Instagram-Nachrichten mit den wildesten Erklärvideos zum Börsengang von SpaceX.
Eigentlich immer verbunden mit der Frage, stimmt das?
Und ihr wisst ja, dass auf Social Media ganz oft die Inhalte stark verkürzt präsentiert werden.
Und daher stimmt auch nicht alles, was ich so zu den IPOs schon gelesen habe.
Wer aber beim Börsengang dabei sein möchte, der sollte sich schleunigst mit den Details beschäftigen.
Denn je nach Broker unterscheiden sich Fristen, Gebühren und Zeichnungsbedingungen teils erheblich.
Und selbst eine rechtzeitig platzierte Order bedeutet noch lange nicht, dass Anleger auch tatsächlich Aktien erhalten.
Wir nutzen daher jetzt die Chance, euch die wichtigsten Fragen rund um den IPO zu beantworten.
Holger hatte in der gestrigen Folge ja schon angekündigt, sich dem Thema nochmal für euch annehmen zu wollen und er hat Wort gehalten.
Daher starten wir mal generell.
Wo könnt ihr denn eigentlich SpaceX-Aktien zeichnen?
Also die Liste ist lang.
Im Börsenprospekt sind etliche Institute aufgeführt.
Dazu gehören unter anderem die Deutsche Bank und MaxBlue, Commerzbank und Comdirect, ING, Flatex, Trade Republic, Revolut sowie die Volksbanken und Raiffeisenbanken.
Seht ihr, auch die Volks- und Raiffeisenbanken sind dabei.
Das Ganze heißt jetzt aber nicht, dass ihr auch automatisch bei den Anbietern überall per App zeichnen könnt.
Bei Trade Republic, Revolut, Interactive Brokers und Flatex lässt sich die Zeichnung tatsächlich direkt über App oder Online-Plattform abwickeln.
Kunden von ING, Deutscher Bank, MaxBlue oder Commerzbank und auch damit kommen direkt, müssen den Weg aber über das Web-Banking bzw.
die jeweilige Webseite gehen.
So, wo das geklärt wäre, direkt zur nächsten Frage.
Bis wann läuft denn die Zeichnungsfrist?
Also offiziell endet das europäische Angebot laut Prospekt am 11.
Juni um 18 Uhr.
Wer zeichnen möchte, sollte sich darauf allerdings nicht verlassen.
Viele Banken und Broker schließen ihre Orderbücher früher.
Bei Trade Republic und Interactive Brokers endet die Frist beispielsweise bereits am 10.
Juni um 19 Uhr.
Bei Revolut kurz vor Mitternacht.
Deutsche Bank und Max Blue nehmen Aufträge noch bis zum 11.
Juni um 17.30 Uhr entgegen.
Und bei welchem Anbieter habt ihr jetzt die größten Zeichnungschancen?
Ja, es lässt sich nicht genau sagen.
Der Prospekt enthält nämlich keine Angaben dazu, wie viele Aktien die einzelnen Banken oder Broker ihren Kunden zuteilen können.
Klar ist nur, dass die Konsortialbanken die Aufträge kürzen oder sogar komplett ablehnen dürfen, wenn die Nachfrage zu groß wird.
Wer rechtzeitig zeichnet, der hat also noch lange keine Garantie.
auf die Aktien.
Es gibt aber so ein paar Indizien, wo die größten Chancen liegen könnten.
Auf der einen Seite könnten Banken wie ENG und Deutsche Bank im Vorteil sein, weil sie direkt zum europäischen Bankenkonsortium des Börsengangs gehören.
Auf der anderen Seite spekulieren einige Marktbeobachter auf eine stärkere Rolle von Trade Republic.
Hintergrund ist, dass Peter Thiels Founders Fund sowohl SpaceX als auch beim Neo Broker aus Berlin investiert ist.
Ob sich daraus am Ende dann tatsächlich auch eine Zuteilungschance ergibt?
Fraglich ist es.
Muss man ehrlich sein, noch eine reine Spekulation.
Im wahrsten Sinne.
Und auch die Frage, nach welchem Verfahren die Aktien dann zugeteilt werden, die lässt sich wirklich schwer beantworten.
Der Prospekt nennt weder ein Windhund-Verfahren, also ein First-Come-First-Serve-Prinzip, und auch eine feste anteilige Zuteilung oder ein Los-Verfahren werden da nicht ausdrücklich genannt.
Im Prinzip haben Anleger auch die Chance, bei mehreren Instituten zu zeichnen.
Der Prospekt verbietet mehrere Kaufausträge nicht wirklich.
Allerdings gelten die Bedingungen des jeweiligen Brokers.
Darauf muss man achten.
Man kann damit seine Chance zwar theoretisch erhöhen, das heißt aber nicht, dass ihr deutlich mehr Aktien auch bestellen solltet, als ihr eigentlich haben wollt.
Das kann nämlich mächtig nach hinten losgehen.
Bei stark überzeichneten Börsengängen nutzen Anleger diese Taktik ja manchmal, um am Ende trotzdem ein nennenswertes Stückseil zu erhalten.
Bei SpaceX ist das allerdings wirklich riskant, weil die Überzeichnung bislang moderat erscheint.
Wer am Ende mehr Aktien zugeteilt bekommt als geplant, muss diese dann am Ende natürlich auch bezahlen.
Nächste Frage.
Lohnt sich SpaceX zu 135 Dollar?
Ja, nach klassischen Bewertungsmaßstäben eher nicht, sage ich.
Der bekannte Finanzprofessor Aswad Damadaran, das ist wirklich ein toller Name wie aus Star Trek, der kommt auf einen fairen Wert von rund 100 Dollar je Aktie.
Bei 135 Dollar wurde SpaceX bereits mit rund 1,8 Billionen Dollar bewertet.
Wer zeichnet, kauft also.
Keine günstige Aktie, sondern vor allen Dingen Zukunftsfantasie.
Da muss jetzt noch geklärt werden, wann Anleger die Aktien wieder verkaufen können.
Da wird es kompliziert.
Geplant ist, dass SpaceX am 12.
Juni an die Nestec geht.
Neue Emissionen starten allerdings häufig erst ein bis zwei Stunden nach der offiziellen Börseneröffnung.
In Deutschland dürfte der Kurs deshalb eher gegen 17 als gegen 15,30 feststehen.
Das größere Problem ist eher die technische Abwicklung.
Denn nur weil Aktien zugeteilt werden, liegen sie ja nicht automatisch handelbar in eurem Depot.
Mehrere Banken weisen ausdrücklich darauf hin, dass es bei der Einbuchung zu Verzögerungen kommen kann.
Die Deutsche Bank formuliert besonders vorsichtig und schließt nicht aus, dass Kunden die Aktien am ersten Handelstag zwar kaufen, aber möglicherweise nicht wieder verkaufen können.
Flatex rechnet ebenfalls mit möglichen Verzögerungen bei der Einbuchung.
Die ING zeigt sich optimistischer und hält einen Verkauf bereits zum Handelsstart für möglich.
Allerdings nur, wenn die Zuteilung rechtzeitig verbucht wurde.
Für Annika bedeutet das, wer auf einen schnellen Zeichnungsgewinn spekuliert, sollte vorab genau prüfen, wie der eigene Broker denn die Einbuchung neuer Aktien handhabt.
Das größte Risiko am ersten Handelstag könnte also nicht der Kurs sein, sondern die Tatsache, dass man seine Aktien möglicherweise noch gar nicht handeln kann.
Wagen wir deshalb noch einen schnellen Ausblick.
Wie wird denn dieser erste Handelstag ablaufen?
Also der erste Handelstag, der dürfte für viele Anleger spannender werden als die Zeichnung selbst.
Denn deutsche Privatanleger, die verkauft die Aktien ja nicht direkt an der Nasdaq, sondern über die jeweiligen Handelsplätze ihrer Broker.
Gerade bei einem Börsengang dieser Größenordnung könnte es deshalb zu Verzögerungen oder technischen Engpässen kommen.
Besonders aufmerksam werden viele auf The Republic schauen.
Dort läuft der Handel ja überwiegend über Lang und Schwarz und damit über einen zentralen Handelsplatz.
Andere Broker bieten mehrere Auswahlmöglichkeiten.
Klar ist, wer auf einen schnellen Zeichnungsgewinn am ersten Handelstag spekuliert, der sollte nicht davon ausgehen, seine Aktien auch wirklich sofort zum ersten Kurs verkaufen zu können.
Kurze Zwischenfrage, Kosenamen ja oder nein?
Also so ein Mausi oder Schatzi finde ich schon süß.
Ja, stimmt, kann man machen.
Aber gibt's nicht auch zu süß?
Schnurzelpurzel ist schon grenzwertig.
Und Abschnuckelchen ist für mich Ende.
Schnurzi, Purzi, Kuschel, Herzilein.
Trennungsgrund.
Absoluter Trennungsgrund, ja.
Du, wenn dir so ein Schnurzi Purzel süß ist, habe ich da was weniger Süßes für dich.
Aha.
Fruchtinade von Spreequell.
Die hat weniger Zucker als eine normale Limo, aber dafür viel Fruchtsaft.
Klingt gut.
Schmeckt auch gut.
Die gibt es in den Sorten Orange, Maracuja und Grapefruit, Zitrone.
Probier ich mal.
Die AAA-Idee des Tages.
Sag mal Daniel, wie viele Einzelaktien umfasst ein perfektes Portfolio?
Was glaubst du, Schätzma?
Kommt natürlich etwas darauf an, was du unter Perfekt...
ein Portfolio verstehst.
Ja, okay.
Ich formuliere um.
Du willst dir ein Portfolio bauen, das mit den Chancen eines sehr breiten Aktienindex mithalten kann, aber ohne die extra Volatilität die einzelnen Unternehmen oder Branchen so mit sich bringen.
Boah, du stellst Fragen.
Also echte Diversifizierung, die Chance auf Risiko austarieren, so wie bei Star Wars, wo es darum geht, die helle und die dunkle Seite der Macht zum Ausgleich zu bringen.
Richtig?
Genau.
Na gut.
Lass mich mal tippen.
Ich würde sagen 36 Einzelaktien, drei Dutzend.
Passt das?
Nein, nicht ganz.
Zumindest wenn es nach HQ Trust geht.
Das Family Office hat nämlich mal sehr gründlich ausgewertet, wie viele es wirklich braucht.
Und wie viele Einzelaktien brauche ich also, um die helle und die dunkle Seite der Macht zum Ausgleich zu bringen?
Nicht ganz 36, es sind tatsächlich...
Ein bisschen unter 200 Einzelaktien.
Oh, das ist ja spannend.
Ungefähr so viele Einzelaktien habe ich tatsächlich im Depot.
Ja, die helle und die dunkle Seite der Macht im Eckertschen-Dividendenportfolio.
Schön.
Laut Pascal Kielkopf von H2Trust fällt das Unternehmens spezifische Risiko erst nämlich dann unter 5 Prozent, wenn eben diese 200 Einzelaktien im Portfolio erreicht sind.
Er sagt, viele professionelle Investoren betrachten diese Marke, also die 5 Prozent als Voraussetzung für ein Portfolio mit breiter Marktabdeckung.
Ja, Pascal.
Kielkopf hat eine interessante Rechnung angestellt.
Er hat den MSCI All-Country-World-Index als Vergleichsindex genommen und dann nach und nach Portfolien mit einer jeweils steigenden Zahl von Titeln dagegen gelegt.
Und dann geschaut, wie sich diese Portfolien beim Chance-Risiko-Verhältnis im Vergleich mit dem MSCI All-Country-World geschlagen haben.
Um das mal einzuordnen, der MSCI All Country World umfasst große und mittelgroße Aktien aus 23 Industrieländern und 24 Emerging Markets.
Insgesamt etwas mehr als 2500 Einzeltitel.
Im iShares MSCI ACVI, dem populären ETF auf den Index, sind knapp 1700 Einzeltitel enthalten.
Der ETF muss ja den Index nahezu perfekt abbilden und schafft das mit 800 Aktien weniger.
ETF-Anbieter, die müssen eben dieses unternehmensspezifische Risiko, die nennen das dann auch mal unsystematisches Risiko, ganz niedrig halten.
Aber wenn ihr jetzt denkt, ich kann das besser als der breite Markt, dann solltet ihr immer auch beachten, wie schwer es ist, eben ein ausgewogenes Chance-Risiko-Verhältnis zu erzielen und damit den breiten Markt zu schlagen.
Gehen wir mal von einem anderen Extrem aus.
Wenn ihr nur die größte Aktie des MSCI All Country World haltet, aktuell ist es Nvidia mit knapp 5%, dann habt ihr ein stark konzentriertes Risiko.
Laut HQ Trust sind dann zwei Drittel der Schwankungen titelspezifisch.
Das ist dann etwa die Vola rund um die Nvidia-Quartalszahlen, über die wir hier ja immer berichten.
Ja und die nächsten neun Positionen im MSCI All Country World, die kennt ihr alle.
Das sind dann Apple.
Alphabet in zwei Aktiengattungen allerdings, dann Microsoft, Amazon, Broadcom, TSMC, Meta und Tesla.
Und Kielkopf zufolge fällt das unsystematische Risiko mit diesen zehn Titeln auf etwa 35 Prozent.
Sein Urteil, Zitat, von echter Diversifikation kann jedoch nach wie vor keine Rede sein.
Warum das so ist, wird völlig klar, wenn ihr euch jetzt mal überlegt, dass das nicht nur alles US-Titel sind, sondern auch volkswirtschaftlich bedeutende Branchen einfach komplett fehlen.
Gesundheit, Energie, Finanzen, ja, keine Spur.
Die kommen im Index und entsprechen auch im Indexfonds viel später.
Gilkopf, der weist darauf hin, dass in der akademischen Forschung erst dann von Diversifizierung gesprochen wird, wenn ihr weniger als 10 Prozent unsystematisches Risiko in eurem Depot habt.
Und das wäre dann mit den 90 größten Werten des MSCI World All Country erreicht.
Selbst bei 300 Titeln liegt das unsystematische Risiko laut HQ Trust noch bei 3 Prozent.
Das Niveau für echte Indexreplikationen wird etwas weniger als 2, 2 Prozent erreicht.
Eine so große Titelanzahl im Privat.
Anlegerdepot anzuschreiben, wäre aber unsinnig.
Da könnt ihr dann gleich auch einfach ein EDF kaufen.
Ja, da lege ich dann mit meinen 200 einzelnen Werten gerade noch so im grünen Bereich.
Wobei ihr wisst, bei mir, da geht es ja nicht um das Chance-Risiko-Verhältnis alleine.
Das ist nicht das einzige Kriterium für mich bei der Geldanlage.
Ich möchte ja möglichst auch jeden Tag Dividende kassieren.
Genau, und das darf man auch gar nicht oft genug betonen.
Ein Portfolio kann ja die unterschiedlichsten Ziele verfolgen.
Aber wenn ihr jetzt denkt, ihr könnt mit wenigen Aktien die gleiche Rendite anstreben wie ein Weltindex, gleichzeitig aber ein geringeres Risiko eingehen, dann wisst ihr jetzt, mathematisch gesehen braucht ihr dafür mindestens 200 Einzeltitel.
Ja, nochmal Kehlkopf.
Wer weniger Aktien hält, geht spezifische Risiken ein, für die er marktlangfristig keine verlässliche Mehrrendite, also keine Gegenleistung erhält.
Und umgekehrt gilt dann die alte Erkenntnis der Kapitalmarktforschung.
Die Rendite aus Diversifikation, die ist das Einzige, was es an den Börsen geschenkt gibt.
Konkret bedeutet das, für die meisten von euch wird es das Beste sein, einen breit aufgestellten Welt-ETF zu haben.
Entweder auf den MSCI All Country World oder den FTSE All World.
Und diese beiden ETFs, die stellen wir euch in der thesaurierenden Variante in die Shownotes, natürlich mitsamt WKNs.
Das war alles auf Aktien.
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Pascal hat sich gewundert, warum Holger denn gestern schon wieder am Start war hier.
Als sie schreibt, wollte er nicht eigentlich den Klappstuhl aufstellen?
Ja, das war eigentlich der Plan, aber Holger war so lieb, kurzfristig für den etwas kränkelnden Nando einzuspringen.
Ebenso wie du heute, lieber Daniel.
So gehört sich das doch als Team, als Triple-A-Familie.
So ist es.
Ja, und der Chabitz, der wird heute auch nicht im Klappstuhl.
Oder wenn er im Klappstuhl sitzt, dann zusammen mit dem Defner.
Und da werden sie wahrscheinlich vor lauter innervierter Diskussion dann sogar aus den Klappstühlen rausfällen.
Denn heute geht es, wie kann es anders sein, um den größten Börsengang des Jahrhunderts.
Defner und Schäpitz diskutieren über SpaceX.
Sollte man zeichnen.
Wenn ja, wo und wie und all das, darüber reden sie heute.
Und das wollt ihr nicht verpassen, aber ihr wollt auch unsere kommenden Folgen nicht verpassen.
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