# Strategic Shifts in Tech Acquisitions, AI Infrastructure, and Banking Consolidation

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-06-09

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Dienstag, der 9.
Juni.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird gesponsert von Scalable Capital, dem Broker, der sogar einen eigenen KI-Chatbot hat, der euch alle möglichen Fragen rund um Aktien und Wirtschaft beantwortet.
Und wir beantworten heute alle Fragen zur neuen Wette vom chinesischen Warren Buffett, dem reichsten Alumni der Uni Darmstadt und einem der spannendsten Börsengänge, der gerade aus Europa kommt.
Und die aktuellen News gibt es natürlich auch noch.
Die allermeisten spannenden Tech-Themen der letzten Jahre sind ja in den USA gestartet oder irgendwo anders, aber nicht in Europa.
Es gibt aber ein paar Ausnahmen und eine davon ist Bending Spoons.
Die sind ursprünglich in Kopenhagen gestartet.
sitzen jetzt aber schon seit ein paar Jahren in Mailand und hatten vor ein paar Jahren einfach das Geschäftsmodell, selbst neue Apps zu entwickeln.
Damit waren sie aber nicht so erfolgreich, weil sie schnell gemerkt haben, dass es extrem schwer ist, eine App von Null groß zu machen und dass es gleichzeitig viele große Apps mit vielen Nutzern gibt, die man verbessern kann oder die sehr ineffizient mit vielen Mitarbeitern oder schlechtem Geschäftsmodell laufen.
Also haben sie in den letzten Jahren über 50 von solchen Apps aufgekauft.
Alleine letztes Jahr gab es Übernahmen für zwei Milliarden Dollar.
Gerade erst haben sie zum Beispiel Tractive aus meiner Heimat Linz für 900 Millionen Dollar gekauft.
Die bauen GPS-Tracker für Haustiere.
Aber sie haben auch ganz andere Dinge gekauft.
2025 die Sport-GPS-App Komoot, 2023 die Notizen-App Evernote, Anfang dieses Jahres die Event-Seite Eventbrite, Ende 2025 Vimeo und Mitte 2024 Retransfer.
Also auch wirklich extrem unterschiedliche Themen.
Insgesamt hat Bandings Boonster mit dem ersten Quartal 600 Millionen Dollar Umsatz gemacht und um die 120 Millionen Dollar operativen Gewinn.
Aufs Jahr hochgerechnet also circa eine halbe Milliarde Gewinn.
Dazu muss man aber auch wissen, dass Spending Spoon seine Deals wie ein klassischer Private Equity Investor sehr stark mit Schulden finanziert.
Und deshalb haben sie auch alleine im letzten Quartal fast 100 Millionen Dollar an Zinsen gezahlt.
Übrigens auch spannend, wenn man diesen Fremdkapitalhebel einrechnet, haben sie an die Übernahmen eine krass hohe Mindestrenditeerwartung von 65 Prozent im Jahr.
Was man neben den Schulden auch noch klassisch von Private Equity Investoren kennt, ist, dass Spending Spoons viele Mitarbeiter entlässt, nachdem sie Firmen gekauft haben.
Konkret schreiben sie, dass sie zum Beispiel im vierten Quartal 2025 und im ersten Quartal 2026 1800 Mitarbeiter durch Übernahmen dazubekommen haben und Ende 2026 sollen davon gerade mal ein paar hundert übrig bleiben.
Übrigens hat Bending Spoons generell eine sehr spezielle Kultur.
Von 800.000 Bewerbungen haben sie letztes Jahr weniger als 300 Leute eingestellt und so gut wie alle Bereiche werden von Leuten in ihren 20ern oder 30ern geführt, die vor Bending Spoons so gut wie keine Berufserfahrung hatten.
Die Bewertung beim Börsengang soll übrigens bei um die 20 Milliarden Dollar liegen.
Ob das Sinn machen kann, schauen wir uns dann nochmal genauer an, wenn es soweit ist.
Neben der Börsengangsmeldung von Bending Spoons war gestern ein bisschen Erholung angesagt, vor allem die Tech-Aktien sind wieder gestiegen und sie sind vor allem gestiegen, nachdem der Iran und Israel ihre gegenseitigen Angriffe wieder gestoppt haben, die ja Sonntagabend gestartet sind.
Geholfen haben der Börse vielleicht auch Aussagen vom Nvidia-Gründer Jensen Wang.
Er meinte, dass man sehr froh darüber sein sollte, was am Freitag am Aktienmarkt passiert ist, weil man jetzt mit Rabatt kaufen kann und das sollte uns alle freuen.
Fairerweise, nachdem der Nasdaq am Freitag nur um die 4% verloren hat und die Börse davor ja sehr, sehr gut gelaufen ist, sind das sehr optimistische Aussagen, aber dafür kennt man ja Jensen Wang.
Neben Jensen Wang gab es im Chip-Bereich noch gute Nachrichten für Intel, die Aktie ist über 10% hoch, weil Nvidia und Google wohl gerade intensive Gespräche mit Intel zur Chip-Produktion führen.
Eigentlich ist es ja so, dass beide ihre Chips bei TSMC produzieren, weil die aber nicht so schnell neue Fabriken bauen können, wie Chips gebraucht werden, wird Intel die realistischere zweite Option und Google hat wohl sogar schon den ersten Chip-Produktionsauftrag vergeben.
Und zum Abschluss gab es noch einen Banking-Deal aus Italien.
Aber keine Sorge, wir reden nicht schon wieder über Unicredit und die Commerzbank, sondern über die zweitwertvollste Bank Italiens in Tessa San Paolo.
Und die älteste Bank der Welt, Monte de Paschi di Siena.
Intesa will MPS nämlich für 31 Milliarden Euro von der Börse kaufen.
Und das ist vor allem spannend, weil BPM, also eine andere italienische Bank, noch am Sonntag ein Fusionsangebot an MPS abgegeben hat.
Insgesamt sieht man also, dass der Trend weitergeht und die großen Banken in Europa versuchen, die ganzen kleineren Banken aufzukaufen.
Die Aktie von MPS hat danach um die 10% zugelegt und über 5% hoch ging es noch beim Glashersteller Corning.
Amazon hat nämlich für mehrere Milliarden Glasfaserkabel für seine neuen Rechenzentren bestellt.
Dieses Jahr hat sich die Aktie von Corning übrigens schon mehr als verdoppelt auf 160 Milliarden Dollar Börsenwert getrieben von der krassen KI-Nachfrage.
Wir haben dieses Jahr ja schon sehr viel über die Nachfolge über Berkshire Hathaway gesprochen.
Wir haben aber schon länger nicht mehr über den Mann gesprochen, der eigentlich mal Nachfolger von Warren Buffett werden sollte.
Und genau zu dem hat heute Timon ein Update dabei und zu seinem neuesten Investment.
Li Lu war in seiner Studienzeit in China einer der Anführer der Tiananmen-Proteste, ist dann in die USA geflohen und hat dort seinen Abschluss an der berühmten Columbia University gemacht, wo auch Buffett studiert hatte.
1997 hat er dann seinen eigenen Fonds Himalaya Capital gegründet und verwaltet heute über 20 Milliarden Dollar in einem konzentrierten Portfolio.
Zwischen 1998 und 2010 hat er so im Schnitt über 26% Rendite pro Jahr gemacht.
Und Charlie Munger war damals so begeistert von ihm, dass er auch einen großen Teil von seinem eigenen Geld bei ihm angelegt hat.
Im Nachhinein hat Munger dann gesagt, dass das Investment eins der besten in seinem Leben war und Li Lu der chinesische Warren Buffett ist.
Für ihn war auch klar, dass Li Lu einer der Top-Investoren bei Berkshire werden wird, wenn Buffett einmal in den Ruhestand geht.
Und auch Buffett war großer Fan von ihm.
Aber Li hat sich dagegen entschieden, vielleicht weil er sich lieber auf seinen eigenen Fonds konzentrieren wollte, den führt er nämlich bis heute noch.
Und im letzten Quartal hat er eine neue Aktie gekauft, die ich vor ein paar Monaten schon mal vorgestellt hatte.
Tencent Music Entertainment ist das Spotify Chinas und hat auch ähnlich viele Nutzer, schafft es aber noch nicht so gut, die zu monetarisieren.
Deshalb macht die Firma auch nicht mal 5 Milliarden Dollar Umsatz, während es bei Spotify fast 20 Milliarden Dollar sind.
Das wollen sie jetzt ändern, schalten deswegen mehr Werbung und versuchen mehr Nutzer zum Premium-Abo zu bringen.
Der Wechsel scheint auch zu klappen, allerdings kündigen durch mehr Werbung auch mehr von den Gratis-Nutzern.
Dadurch schrumpft TMI's Gesamtnutzerzahl und das gefällt Investoren nicht.
Obwohl Umsatz und Gewinn durch die neue Strategie gestiegen sind, ist die Aktie alleine seit letztem September über 60% gefallen.
Dazu kommt, dass das Management sich dazu entschieden hat, bestimmte Nutzerzahlen nicht mehr zu veröffentlichen.
Wie viele Nutzer bezahlen und wie viele im Gratis-Abo sind, soll nicht mehr veröffentlicht werden und auch die Gesamtnutzerzahl wird jetzt nur noch einmal im Jahr reportet, anstatt einmal pro Quartal.
Das Management argumentiert, dass sich TMI in den letzten Jahren so stark gewandelt hat, dass die alten KPIs die neue Strategie nicht mehr richtig darstellen.
Aber gerade in China, wo die Rechte von Investoren eh schon nicht ganz so ideal sind, führt mehr Intransparenz zu viel Unsicherheit.
Außerdem ist das Timing auch schlecht.
Investoren sind ohnehin schon beunruhigt, weil die Musik-Streaming-App Sodom Music von der TikTok-Mutter ByteDance immer mehr Nutzer gewinnt.
Die App ist direkt ins chinesische TikTok Douyin integriert.
TMI hat aber auch einen starken Partner.
Die Mutter Tencent betreibt ja WeChat, also Chinas Super-App mit fast 1,5 Milliarden monatlichen Nutzern und TMI ist eng in die App integriert.
Vor Spotify müssen Investoren übrigens keine Angst haben.
Die haben sich wegen der harten Regulierung lieber dazu entschieden, mit TMI in eine Partnerschaft zu gehen.
bei der beide Firmen fast 10% voneinander gekauft haben.
Wenn man den knapp 5 Milliarden Dollar Anteil, den sie an Spotify und anderen Firmen halten, vom 15 Milliarden Dollar Börsenwert abzieht, kommt man auf eine 10 Milliarden Dollar Firmenbewertung.
Das entspricht nur ca.
dem Achtfachen vom Nachsteuergewinn.
Aber wie gesagt, es gibt Konkurrenz, eine große Umstellung und wie immer müssen einem politische Risiken bei China-Aktien bewusst sein.
Ausnahmsweise habe ich heute mal eine Story dabei, die nicht an der Börse spielt, aber so unfassbar ist, dass ich sie trotzdem mal mitbringen wollte.
Und zwar ist es die Story von John Tu.
Mir ist er aufgefallen, weil sein Vermögen alleine in diesem Jahr um 50 Milliarden Dollar gestiegen ist, also in gerade mal unter sechs Monaten.
Und nach Elon Musk und Michael Dell hatte er damit den drittgrößten Vermögenszuwachs der Welt.
Und das bei einem Typen, der in Darmstadt studiert hat und 1987 in einem Aktiencrash sein komplettes Vermögen verloren hat.
Aber eigentlich startet die Geschichte von John Tu in China.
von wo seine Eltern 1945 nach Taiwan gezogen sind.
Und er selbst ist dann im Alter von 19 Jahren zu einem Onkel gezogen, der ein chinesisches Restaurant in Deutschland hatte.
John Tu hat dann erstmal in einer Schiffswerf gearbeitet und danach Ingenieurswesen in Darmstadt studiert.
Und was macht man dann als Ingenieur in den 1970er Jahren?
Genau, man wandert nach Arizona aus und eröffnet dort einen kleinen Souvenirshop.
Genau das hat John gemacht, ist dann ins Immobilienbusiness eingestiegen und hat nach ein paar Jahren in den USA David Sun kennengelernt.
Die zwei haben dann 1982 entschieden, dass sie zusammen eine Firma im Speicherchipbereich gründen und sie schon 1986 für 6 Millionen Dollar weiterverkauft.
Das war damals natürlich ein gigantischer Deal für eine Firma, die gerade mal vier Jahre alt war.
Das Problem ist, dass sie kurz danach im Black Monday Crash von 1987 alles an der Börse verzockt haben.
Statt als Privatier zu leben, mussten sie also wieder gründen und haben 1987 Kingstone gegründet.
Auch die Firma, auch ein Speicherchip-Hersteller, war in kurzer Zeit sehr erfolgreich und hat nach gerade mal zwei Jahren schon 40 Millionen Dollar Umsatz gemacht.
Und sie haben nach gerade mal neun Jahren 80 Prozent an der Firma an Softbank verkauft für 1,4 Milliarden Dollar.
Damit haben sie auch den perfekten Zeitpunkt erwischt, weil kurz danach die Nachfolge nach ihren Chips eingebrochen ist.
Aber genau das war der entscheidende Punkt.
Sie konnten nämlich dann Kingstone 1999 für gerade mal 450 Millionen Dollar zurückkaufen.
Bis heute gehört ihnen die Firma komplett, macht weit über 10 Milliarden Dollar Umsatz und wird laut Bloomberg wegen dem ganzen Hype um Speicherchips auf ca.
160 Milliarden Dollar geschätzt.
Und damit hat der ehemalige Darmstadt-Student ein Privatvermögen von fast 100 Milliarden Dollar.
Das Jahr in October, das ganze US-Amerikas und US-Stock wirklich krass.
At dem Ende des Tages, wir haben gesagt, David, mein Partner, John, ich bin sorry, ich habe all deine Geld.
All of das ist weg.
Just so wie das.
Das war ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdam bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder unter anderem zu einer Spezialfolge über SpaceX.
Also bleibt gespannt.
Bis dahin, alles Gute.
Adios.
