# Strategic CTO Transition: Coaching and Risk

**Podcast:** Becoming CTO Secrets
**Published:** 2026-06-09

## Transcript

Hallo und herzlich willkommen zu Becoming CTO Secrets, dem Podcast von CTOs für CTOs und diejenigen, die es auch noch werden wollen.
Ich bin Philipp Deutscher, externer CTO, CTO-Coach und Gründer der Becoming CTO-Community.
Heute spreche ich mit Daniel Wagner.
Er ist CTO bei DigiAsset und Techie by Heart, der seinen Weg von Hands-on-Expertise hin zu strategischer Verantwortung sehr bewusst gestaltet hat.
Wir sprechen darüber, wie man merkt, dass eine Rolle zur Sackgasse wird und warum der Weg zum CTO auch nicht immer linear verlaufen muss und welche Rolle Coaching dabei spielen kann, berufliches Wachstum zu beschleunigen und so weiter.
Daniel, herzlich willkommen bei Becoming CTO Secrets.
Ja, hi.
Vielen Dank, dass ich hier sein darf.
Sehr schön.
Daniel, wenn du dich mal in so ein, zwei, drei Sätzen...
Vorstell, Max.
Wer bist du?
Was machst du heute als CTO bei DigiAsset und was treibt dich technologisch gesehen an?
Wer bin ich?
Ich komme ursprünglich aus dem schönen Hessen.
Mich hat es mittlerweile nach München verschlagen, nach Bayern schon seit geraumer Zeit.
Mein ganzes Arbeitsleben quasi hier.
Habe ursprünglich Informatik studiert, ganz normal über die Softwareentwickler-Schiene.
Quasi jetzt die letzten schon 15 Jahre dran gearbeitet.
Bei DigiAsset.
geht es hauptsächlich darum, strategisch zu planen, also die Tools zu planen, die wir bauen für die Kunden, wie wir unsere Kunden quasi supporten können bei ihrem Weg zur besseren Digitalisierung von ihrem Produktportfolio.
Des Weiteren arbeiten wir aktuell an einem weiteren Projekt, nämlich einer Community für insbesondere Leuchtenhersteller und auch Systemintegratoren im Bereich Gebäudesanierung.
Und hier ist es ganz klar im Fokus, die Systemintegratoren auch mit Tools zu unterstützen, die in ihrem Alltag eben dazu beitragen können, dass sie halt schneller und besser arbeiten können.
Was mich dabei antreibt, ist vor allen Dingen zu sehen, wie diese Tools genutzt werden, der Zeitersparnis, die dabei rumkommt, wie unsere Kunden quasi dann oder auch die Partner, die wir haben.
mit Feedback, mit weiteren Wünschen zurückkommen, wo sie sagen, hey, das ist cool, das läuft, sowas brauchen wir.
Und genau damit wollen wir arbeiten.
Du hast ja ein paar Stationen schon in deiner Karriere hinter dich gebracht.
Du warst Entwickler, du warst Teamlead bei KUKA, glaube ich, du warst Taglead, du bist heute CTO.
Was hat sich denn auf dem Weg dahin oder über diese ganzen Stationen hinweg, was hat sich denn jeweils in deinem Selbstverständnis verändert?
Ich habe am Anfang einfach auch nur angefangen zu programmieren, wollte einfach nur den ganzen Tag coden.
Habe mir vielleicht wie jeder mal zwischendurch im Entwicklungsalltag gedacht, ich möchte einfach nur coden, möchte meine Ruhe quasi außenrum.
Aber irgendwie hat es sich immer wieder ergeben, dass in vielen Situationen, egal in Meetings, bei Projekten und so weiter, dann doch immer mehr Verantwortung auch übernommen wurde und auch die Leitung.
Und das Ganze sich dann auch immer mehr ausgeweitet hat zu Führung von Leuten.
Egal, ob es Kollegen waren, ob es Externe waren.
Und irgendwie hat sich über die Zeit dann einfach da das Verständnis aufgebaut oder auch das Feedback, was da kam, war, dass das ganz gut funktioniert, was ich da mache.
Und ja, über die Zeit hat sich das dann einfach so aufgebaut, dass ich immer mehr das Gefühl bekomme, okay, das funktioniert.
Ich scheine die richtigen Ideen zu haben.
Ich scheine auch mit den Leuten.
Dazu immer richtig umzugehen.
Immer schafft man eh nicht.
Immer schafft man eh nicht.
Nein, muss man so ehrlich sein.
Und ja, das war dann wirklich so eine Sache aus ausprobiert.
Feedback war gut, immer wieder.
Und dadurch hat sich die Richtung dann immer mehr quasi ergeben, auch vom Entwickeln quasi wegzugehen und auch Leute sowohl technisch als auch disziplinär zu führen.
Gab es da einen bestimmten Punkt oder wie hast du denn gemerkt und wann hast du gemerkt, dass dich nicht nur die Technik selber reizt, sondern auch die Themen drumherum, Führung, Wirkung im Unternehmen und so weiter?
Ich glaube angefangen so richtig hat es damals, als wir bei der KUKA eben gab es verschiedene.
Tracks, auf die man quasi gehen konnte.
Also man konnte sich schon so ein bisschen überlegen, auch quasi, ob man in Richtung quasi dem technischen Track dann quasi weitergehen möchte oder einem Management-Track.
Ich glaube, vor der Entscheidung steht jeder dann mal irgendwann.
Man sagt, okay, ich möchte jetzt eher fachlich oder technisch eben mehr so den Lead übernehmen oder ich möchte wirklich auch Personalführung, Management, Projekte.
Und ja, irgendwie hat sich das dann so ein bisschen auch ergeben, sage ich mal einfach über die Zeit.
Du gehörst damit zu einer Minderheit, falls du das noch nicht wusst.
Es sind nämlich nur 20 Prozent statistisch gesehen der Softwareentwickler, die sich vorstellen können, überhaupt solche Rollen, die ja dann eigentlich nichts mehr mit Hands-on-Entwicklung zu tun haben, auseinanderzusetzen.
Du hast ja diese Rolle Teamlead gehabt zuerst, danach bist du aus der disziplinarischen Führung wieder raus und bist dann in die fachliche Führung rein als Taglead.
Was hat dir da jeweils gefallen in den Rollen und was hat dich dann irgendwann auch begrenzt?
Was waren die Limitierungen für dich, die dich dann wieder angetrieben haben?
Zu sagen, ah nee, das ist es jetzt doch nicht, sondern wieder was anderes.
Gut, ich glaube für mich der größte Unterschied zwischen dem Team Lead und dem Tag Lead war auf jeden Fall, als Tag Lead hatte ich keine disziplinarischen Verantwortung.
Das war manchmal schwierig, ganz klar, weil trotzdem viel zum Thema Feedback gemacht wurde, Feedback Talks, Bewertungen und so weiter.
Ich aber im Endeffekt doch aber nicht das letzte Wort eigentlich hatte zu dem Thema oder halt die Entscheidung am Ende getroffen habe, sondern die lag immer noch woanders.
Und ja, das ist dann natürlich so ein bisschen das Schwierige manchmal auch dran.
Man bewertet, man möchte auch Richtung vorgeben manchmal, ist aber dann gleichzeitig nicht...
in der Situation, dass man das auch komplett umsetzen kann oder weil man eben nicht die volle Befugnis teilweise hat.
War das dann auch so der Punkt, an dem du gemerkt hast, eigentlich möchte ich schon in die Rolle rein und die Verantwortung übernehmen, die ein CTO hat, um dann an der Stelle zu sein und das auch tatsächlich umsetzen zu können?
Ja, im Grunde schon, weil mir auch wichtig dann war, jetzt nochmal mit der Rolle jetzt, Auch bestimmte Prozesse, auch mehr Einfluss zu haben auf diese Prozesse, also wie das Ganze dann läuft, auch wenn wir dann mal so weit sind, von der Firmengröße her mit mehr Subteams, wo man wirklich sagen kann, okay, man hat ja auch wirklich von oben Einfluss darauf, wie diese Teams geleitet werden und geführt werden.
Ja, du hast ja interessanterweise, du hast ja auch im Vorgespräch, und wir kennen uns ja auch schon jetzt eine ganze Weile, du hast ja mal von einer thematischen Sackgasse auch gesprochen.
Wie merkt man denn, dass eine Rolle in einem Unternehmen, dass das wirklich eine Sackgasse ist oder zu einer Sackgasse gerade wird und dass es nicht nur einfach irgendeine anstrengende Phase ist und dass man überreagiert oder etwas überbewertet.
Also bei mir war es jetzt in beiden Fällen, wo ich das bisher hatte, im Endeffekt, zum einen hat die Phase recht lange angehalten.
Also es war jetzt nicht quasi nur mal eine Woche oder sowas.
Ich glaube, das ist auch ganz wichtig, dass man da jetzt nicht aus...
aus dem Bauch raus einfach sich denkt, oh, jetzt hatte ich eine miese Woche, der Job oder die Stelle ist mies.
Ich habe mir dafür immer versucht, Zeit zu lassen und drüber nachzudenken und zu reflektieren, okay, was ist es gerade?
Ist es gerade das Umfeld?
Ist es der Job wirklich?
Sind es andere Themen auf der Arbeit?
Also irgendwas, was temporär vielleicht nur auftritt?
Und meistens oder in beiden Fällen war es dann eben nicht so, dass das nur was Temporäres war, sondern es hat sich halt gezeigt, okay, das ist was Langeanhaltendes.
Und ich glaube, am meisten war dann immer das Thema, dass man das Gefühl hatte, dass man, egal wie viel Aufwand und Arbeit man reinsteckt, der Outcome nicht kommt, wie man ihn gerne hätte oder erwarten würde.
Und ja, weil man vielleicht auch nur bedingt Einfluss nehmen kann in vielerlei Hinsicht.
Und egal wie viel mehr Arbeit man reinsteckt, das ändert nichts daran.
Und das ist dann so ein Gefühl, der...
Ich nenne es jetzt mal Hilflosigkeit auch vielleicht teilweise ab einem gewissen Punkt.
Und man resigniert dann wahrscheinlich auch einfach irgendwann so ein bisschen.
Ja, das ist auch so.
Ich wollte in eine ähnliche Richtung gerade fragen.
Ist das Frustration?
Ist das fehlende Perspektive?
Ist das zu wenig Ownership?
Ich meine, Langeweile ist es wahrscheinlich nicht.
Du hast ja bestimmt genug zu tun gehabt, aber du hast das jetzt gerade als Hilflosigkeit beschrieben.
Ist es das, was es am besten beschreibt?
Ich glaube schon, weil...
Wir alle, glaube ich, finden es gut, wenn wir was tun, wo wir das Gefühl haben, dass dabei auch was umgesetzt wird, dass dabei was rauskommt.
Und wenn das Gefühl, glaube ich, irgendwann nicht mehr da ist, dann hat das schon einen sehr großen Einfluss darauf, dass es eben keinen Spaß gemacht oder sich halt anfühlt wie eine Sackgasse.
Und ich schätze mal, deswegen gibt es auch so viele Leute zum Thema Silent Quitting vielleicht auch, die hier einfach ihre Sackgasse quasi erreichen und dann, in der bleiben.
Manche entscheiden sich dann vielleicht zu wechseln, manche bleiben einfach, weil der Job, weil die Konditionen gut sind oder es andere, wichtigere Themen gibt im Leben.
Die meisten machen aber auch etwas, sie bleiben in der sicheren Spur.
Das heißt, sie wechseln eigentlich, selbst wenn sie im Unternehmen irgendwo in eine Sackgasse geraten, sie wechseln dann und bleiben aber auf der gleichen Ebene oder bleiben in der gleichen Rolle drin.
Du hast jetzt ja was anderes gemacht.
Du bist dann auch aus den Unternehmen raus und hast dann nicht nur, erhältst ja auch zum Beispiel bei ein anderes Unternehmen jetzt suchen können, bei dem du Teamlead sein kannst.
Nein, du hast dich auch dazu entschieden, dann wieder Taglead zu werden.
Und als du Taglead warst, hättest du dich ja auch entscheiden können, in einem anderen Unternehmen wieder Taglead zu werden.
Hast du dich auch nicht dafür entschieden.
Warum hast du denn nochmal quasi die doppelte Herausforderung dann gesucht?
Also nicht nur Jobwechsel, sondern gleich auch noch Rollenwechsel?
Im Endeffekt ist Interesse, das einfach mal auch zu machen, stumpf gesagt natürlich.
Einfach es zu versuchen.
um zu sehen, okay, wie läuft das?
Ich versuche ja für mich immer so dran zu gehen, mit was ist das Schlimmste, was passieren kann.
Und im Endeffekt ist es hier so, ich kann eigentlich nur lernen, egal in welche Richtung.
Und klar, wir sind jetzt keine riesengroße Firma oder so aktuell jetzt da gerade, aber ich lerne trotzdem so viel in dieser Position, weil es einfach andere Themen sind, andere Sichtweisen teilweise schon, die man da ein bisschen mehr beachten muss.
Man muss sich um andere Themen nochmal mehr kümmern.
als vorher.
Entsprechend kann nur mit mehr Wissen rausgehen und danach kann ich immer noch sagen, okay, das war jetzt nichts für mich.
Ich möchte wieder, ich möchte Tech Lead bleiben, ich möchte Team Lead bleiben, ich möchte einfach nur wieder programmieren den ganzen Tag oder Vibe-Coden mittlerweile, je nachdem.
Ja, wir kommen ja gleich noch zur Sprache, auch wir gehen ein bisschen in die Tiefe, was das im Unternehmen gerade, was da bei euch passiert.
Wie viel deiner Entscheidung War am Ende des Tages Bauchgefühl und wie viel war wirklich strategische Karriereplanung?
Also ich versuche Bauchgefühl ja ganz oft auch ein bisschen eigentlich eher rauszulassen.
Ich versuche ja eher rational an Sachen ranzugehen oder logisch.
Aber Bauchgefühl war hier im Endeffekt, ja, dieses einfach mal probieren.
Auch die Richtung, ich habe ja quasi auch die Branche gewechselt jetzt mit der neuen Stelle.
Und das war wahrscheinlich der Bauchgefühlanteil.
dass das funktionieren kann, dass das interessant wird.
Und der Rest war dann schon eher strategisch, weil es passt momentan für mich ganz gut zeitlich, den Versuch zu wagen.
Dementsprechend ist das eigentlich eher die strategische Variante dann.
Was würdest du denn jemandem raten, der an der ähnlichen Stelle gerade steht?
Es ist ja auch in gewisser Weise Komfortzone zu verlassen.
Auf der einen Seite vielleicht eine Wachstumsoption, bestimmt auch mit einem gewissen Risiko behaftet.
Was würdest du denn jemandem raten, der gerade in einer ähnlichen Situation ist?
Ich würde mir, also ich kann jetzt nur von mir sprechen, einfach anschauen, wo befinde ich mich gerade?
Wo möchte ich vielleicht hin, wenn man das schon weiß, vielleicht auch?
Und ja.
Wie gesagt, ich stelle mir die Frage, was das Schlimmste, was passieren kann.
Wenn meine äußeren Gegebenheiten es zulassen, es einfach zu probieren und ich sagen kann, okay, ich probiere das jetzt.
Und selbst wenn es in einem halben Jahr wieder vorbei ist und ich mir dann wieder eine andere Stelle suchen muss, dann einfach probieren, einfach machen.
Ich glaube, wir denken ganz oft viel zu viel, mir, ich ja auch, darüber nach, hätte, wäre, wann, wenn, was passiert alles, was könnte passieren, was könnte schief gehen.
Und meistens ist es am Ende gar nicht so schlimm, was passieren kann.
Also du sagst, ein gewisses Risikobereitschaft muss schon da sein, aber am Ende des Tages ist die Fallhöhe auch nicht so hoch?
Ja, in meinem Fall jetzt.
Also das muss ja natürlich jeder so ein bisschen für sich selber, glaube ich, betrachten.
Ich habe vollstes Verständnis dafür, wenn Leute sagen, sie haben gerade ein Haus gekauft, sie haben Kinder, sie können das nicht einfach so machen.
Oder es ist schwieriger auf jeden Fall.
Es ist deutlich schwieriger.
Klar, da muss man dann mehr drüber nachdenken, muss vielleicht auch überlegen, okay, brauche ich einen finanziellen Puffer oder sowas, um dann wieder ein bisschen Zeit überbrücken zu können, weil es was schief geht.
Das kommt halt auf die individuelle Situation, glaube ich, drauf an.
Das ist auch tatsächlich einer der Hauptgründe, die ich höre, wenn ich mit durchaus ambitionierten Techies spreche, die sich informieren wollen, wie es denn in diese Richtung gehen kann.
Die einen sagen natürlich auch, Ich bin noch nicht technisch genug, will dann noch viel lernen, was natürlich, wie wir diejenigen, die hier den Podcast schon einige Male gehört haben, wissen, dass das nicht unbedingt der Grund ist, der Leute zurückhält, aber die anderen sagen dann irgendwie auch so, ja, Haus gekauft gerade oder diese und gerade Kind bekommen und die sich dann später, aber es muss ja nicht immer ein Abwägen zwischen Familie und Beruf sein, aber dann ist natürlich so die Sicherheit.
die einen fester Job irgendwo bringt, irgendwo vielleicht auch in einem Konzern mit einem guten Paket, was man da irgendwie bekommt.
Das bietet natürlich schon eine ganze Menge Sicherheit und viele möchten die nicht bewusst verlassen, um dann in ein Unternehmen zu gehen, auch wenn es dann in einer sehr guten Rolle ist, in deinem Fall auch in der CTO-Rolle, wo man vielleicht nicht weiß, wie sieht es denn in fünf Jahren aus, wie sieht es in zehn Jahren aus.
Und dieses Risiko ist nicht jeder bereit einzugehen.
Ja, wobei ich vielleicht...
Ich denke mir sehr oft, das Risiko hat man aber auch in seiner aktuellen Firma meistens doch.
Also ich meine, wie viele Insolvenzen werden gerade aktuell teilweise wieder angemeldet oder wie viele Stellenabbau gab es teilweise schon, weil umverlagert wird ins Ausland oder sowas.
Habe ich auch gerade im Freundesbekanntenkreis auch mehrere, wo das ein Thema ist.
Es ist immer, glaube ich, gar nicht teilweise so sicher, wie man vielleicht auch manchmal denkt.
dazu kommen quasi, dass der aktuelle Job dann gar nicht mehr so sicher ist.
Das ist sicher richtig, zumal wir gerade alle nicht wissen, welche Veränderungen, disruptiven Veränderungen im Agentic AI gerade mit sich bringt, wie viele Engineering Jobs tatsächlich noch in der gleichen Ausprägung da sein werden wie früher.
Und in einer solchen Situation ist natürlich auch das Streben nach in eine höhere Rolle, die auch einen strategischeren Charakter hat, ist natürlich auch kann man sagen, die Flucht nach vorne.
Also man entgeht diesem Ganzen, indem man sich für eine Rolle entscheidet, die einen nochmal in eine ganz andere Handlungssituation bringt.
Ja, auf jeden Fall.
Viele stellen sich dann unter der CTO-Rolle sofort große Teams vor, TIC-Roadmaps, Architekturgremien oder Change Advisory Board oder was auch immer.
Wie sieht denn das CTO-Sein für dich in einem sehr früh ins Setup tatsächlich aus.
Ja, also wir haben jetzt ja weder noch, sage ich mal, von den Sachen.
Also klar, wir haben Architektur, wir setzen uns zusammen für Roadmaps, aber aufgrund der Firmengröße ist das halt nicht mal annähernd so wie in deutlich größeren Firmen mit 10, 20, 30, 100 Mitarbeitern.
Ich glaube, deswegen ist es bei uns auch so viel noch.
So ein bisschen übergreifende Arbeit natürlich.
Also umso mehr, sage ich mal, C-Level-Personen man hat, umso mehr man das verteilen kann.
Umso spezialisierter kann vielleicht auch jeder von denen wieder sein.
Bei uns ist es jetzt in dem Fall nicht so.
Wir machen sehr viel Zusatztätigkeiten einfach noch mit, weil es einfach aufgrund der Firmengröße noch relevant ist.
Klar, man versucht es ein bisschen aufzuteilen, aber es gibt einfach Themen, die sind dann nicht typisch CTO.
Oder die man halt mitmachen muss.
Was sind denn so die wichtigsten Aufgaben, die du dann hast?
Klar, Technologie ganz sicher, Produkt wahrscheinlich dann auch.
Was gehört da noch dazu?
Naja, wir hatten jetzt teilweise auch, klar, Meetings mit Kunden, kommt man mit, macht im Endeffekt auch so einen halben Sales-Pitch dann quasi mit, inklusive Präsentationen und versucht natürlich hier auch mit den Kunden nicht nur die technische Lösung durchzugehen, sondern das Ganze eben auch ja, was bringt das den Kunden, wo profitieren sie da quasi davon.
Teilweise auch ein bisschen Marketing mit, wo wir uns zusammensetzen einfach, wo wir sagen, okay, was bräuchten wir für Marketing, irgendwelche Videos, die Tooling erklären oder anderes Tooling, was wir intern benutzen können fürs Marketing zum Beispiel.
LinkedIn.
Alles so ein bisschen mit dabei, was ich jetzt glaube, was wahrscheinlich sonst nicht so typisch wäre für die Rolle.
Du kennst ja jetzt mittlerweile auch den ein oder anderen CTO.
Wo unterscheidet sich denn deine Rolle gerade am stärksten von denen der anderen CTOs?
Oder ist es dann doch in der Gemengen...
Also ich meine, wir sind ja auch in der Becoming CTO-Community ist ja auch ein...
eine große Bandbreite an CTOs von Early-Stage-Startup bis hin zu sehr großen, ausgereiften Unternehmen.
Wie blickst du da drauf?
Wie unterscheidet sich denn deine Rolle da am stärksten von den anderen?
Oder ist es in der Grundkonstellation doch sehr, sehr ähnlich?
Ich muss selber immer ein bisschen schmunzeln, wenn ich jetzt quasi mittlerweile sage, okay, ich habe jetzt quasi diese Stellenbeschreibung CTO.
Wenn ich das natürlich so vergleiche, jeder denkt, das hast du, glaube ich, auch schon mal gesagt, jeder denkt da immer sogar an Riesenunternehmen.
Du hast, keine Ahnung, schon fünf Teams unten drunter, eine ganze Abteilung, wie auch immer.
Das ist natürlich ein Riesenunterschied.
Also ich habe jetzt nicht zig Leute unter mir in irgendeiner Form intern, für die ich disziplinarisch verantwortlich bin.
Wir arbeiten viel mit Freelancern zusammen, als kleines Unternehmen noch.
Hier ist natürlich, das wird man sicher auch in größeren Unternehmen natürlich haben.
Du arbeitest mit externen zusammen.
Das wird sich überschneiden.
Ansonsten, klar, wir müssen auch, wir müssen Roadmap-Planung machen.
Wir müssen schauen, wo wir technologisch hingehen wollen, dass wir technologisch quasi auf Stand bleiben.
Architekturmäßig, gut ist jetzt bei dem Kerngeschäft von DG Asset, ist durch die Projektarbeit vielleicht ein bisschen anders.
Bei der Bustling-Community geht es schon auch darum, hier architekturell natürlich jetzt vorauszuplanen, zu sagen, okay, wie soll das?
Produkt am Ende aussehen, mit welchen Features, wie soll das wachsen?
Sind das auch die Entscheidungen, die dann in diesem Setup eigentlich einen besonders großen Hebel haben, weil sie dann später auch so schwer zu korrigieren sind?
Oder ist es noch was anderes?
Welche Entscheidungen haben in dem Setup wirklich dann den so großen Hebel, dass wenn du sie jetzt triffst und sie falsch triffst, dann sind sie später schwer oder kaum noch zu korrigieren?
Ich glaube, das, was uns jetzt, also das, Ein Thema, wo das glaube ich am meisten zutreffen würde, ist für die Busling-Community eben die Architektur, weil wir hier wahrscheinlich sehr schnell merken werden, dass Interesse ist da, diese zu nutzen, von mehreren Seiten schon verschiedene Richtungen, egal ob Systemintegratoren, Technologiepartner und hier wird man dann ganz schnell sehen, okay, welche Entscheidung jetzt am Anfang gut war, damit das weiter skaliert.
Und welche Entscheidung dann doch irgendwie vielleicht doch mal schnell zu einem Bottleneck wird.
Wie fühlt man dann technologisch in diesen Situationen?
Na gut, musst du viele Entscheidungen dann tatsächlich, wahrscheinlich triffst du viele Entscheidungen selbst.
Besprichst du das mit den Freelancern oder wie genau gehst du vor?
Ja genau, also meistens läuft es so, weil meistens läuft es so, technologisch ist man doch nicht immer ganz 100% drin.
Das heißt, man bespricht das auf jeden Fall mal.
Aber wenn man halt zwischen zwei Entscheidungen steht, dann muss man sich halt für eine Sache entscheiden.
Da versucht man natürlich nach bestem Wissen und Gewissen so ein bisschen, was mit dem jetzigen Wissensstand die beste Entscheidung sein könnte, auch vom Aufwand her natürlich und von der Zeit.
Ich glaube, das ist momentan das vom Ablauf her, wenn man es sagen kann.
Also wir setzen uns zusammen, gehen das Ganze durch technologisch und dann, falls eine Entscheidung noch offen ist, wird die halt von mir dann getroffen.
Ist das dann für dich befriedigender im Vergleich zu vorher?
Also du bist jetzt ja in der Situation, wo du...
auch das Zünglein an der Waage bist und gegebenenfalls auch dann das letzte Wort spricht, wenn es um technologische Entscheidungen geht.
Ist es dann auch das, was dir vorher gefehlt hat?
Ich glaube nicht direkt, weil es war davor schon auch teilweise so.
Sowohl in der Teamleadrolle als auch in der Tagleadrolle, also in der Position dazwischen.
Zumindest für die Sachen, für die ich verantwortlich war.
Nur halt dann oft noch den Punkt natürlich, dass das Ganze revidiert werden konnte oder wurde.
Und ja, mal mit besseren Gründen, mal mit weniger besseren Gründen.
Und ich glaube, das ist jetzt halt nicht mehr der Fall.
Ich bin jetzt halt, klar, ich bin jetzt auch 100% verantwortlich.
Das heißt, wenn ich die Entscheidung treffe, bin ich auch verantwortlich.
Dazu stehe ich.
Und ja.
Das ist ja der Punkt, an dem viele dann doch merken, oh scheiße, die Verantwortung möchte ich ja irgendwie doch nicht haben.
Weil dann bin ich ja dafür verantwortlich.
Also da herrscht dann so eine, oder herrscht eine romantische Vorstellung von Verantwortung, die dann erst mit der Realität konfrontiert ist, wenn man dann tatsächlich anfängt, Verantwortung zu übernehmen.
Dann stellt man fest, dass Verantwortung nicht etwas ist, was man um 17 Uhr abgibt, wenn man nach Hause geht, sondern die lebt dann weiter und die fordert auch weiter.
Erlebst du das ähnlich?
Ja, klar, weil im Endeffekt jede Entscheidung, die man trifft, wo man dann nächste Woche vielleicht drüber stolpert aus irgendeinem Grund und sich denkt, was habe ich denn da entschieden?
Klar, das begleitet deinen dann die ganze Zeit.
Oder ich treffe jetzt eine Entscheidung, was wir implementieren oder welche Features wir einbauen, in welche Reihenfolge und in einem Monat passt das vielleicht nicht mehr so ganz zusammen oder es gibt halt eine Verzögerung oder und klar.
Weißt du, was ich mir richtig schwierig vorstelle?
Also ich kenne es ja auch selber, wie geht man mit Fokus um?
wenn man in einem Setup ist, wo man jetzt nicht Dutzende von Mitarbeiter und vier, fünf Teams hat.
Da muss man ja, wie du hast es ja eben selber gesagt, mehrere Themen parallel angehen.
Es geht um Produkte, es geht um verschiedene, hier auch um verschiedene Plattformen oder so.
Es geht um Kundenbedürfnisse.
Wie geht man dann damit um, wenn jetzt gerade so viele Dinge auf einen einprasseln und nicht alle davon haben mit Technologie zu tun?
Wie behält man hier trotzdem die Klarheit, um zu wissen, was sind jetzt die richtigen Dinge, die ich jetzt als nächstes tun muss.
Also ob die Klarheit jetzt immer so gegeben ist, weiß ich, kann ich jetzt auch nicht sagen.
Also was ich für mich halt entdeckt habe, ist ganz klar Timeboxing.
Also ich versuche für mich das Ganze so, man kennt ja manchmal diese Bilder vom Kalender, wo der Kalender dann komplett vollgepackt ist, teilweise mit zehn kleinen Terminen oder so.
Aber das hilft mir zum Beispiel ganz gut, zumindest für die geplanten Sachen, wenn ich weiß, okay, was steht heute alles an?
mit einem groben Zeitrahmen ungefähr, wie viel ich denke, wie lange das dauern könnte, da dran zu arbeiten.
Und klar, es kommen dann immer wieder mal Themen dazwischen, die sind vielleicht jetzt ungeplant.
Es kommt mal ein Termin dazwischen, der spontan reinkommt, der sich verschiebt, wie auch immer.
Das muss man dann ein bisschen adaptieren.
Und natürlich auch von der Prio her muss man schauen, was, ja, nur weil ich jetzt zehn Sachen vielleicht zu tun habe, sind nicht alle gleich hoch prior, sondern es sind vielleicht halt nur zwei.
Und trotzdem ist es schwierig hier immer noch zu unterscheiden, dass von den zehn Sachen nur zwei wichtig sind.
Auch dafür braucht man ja eine gute Übersicht und die Notwendigkeit auch oder die Fähigkeit, mal zwei Schritte zurückzugehen und sich das große Ganze nochmal anzugucken und dann zu sehen, naja, von den Themen, die ich jetzt da gerade auf dem Schreibtisch habe, sind wirklich nur zwei diejenigen, die wirklich jetzt gemacht werden müssen.
Der Rest kann erstmal warten.
Also auch das, die meisten bleiben ja genau in diesen operativen To-dos stecken.
jetzt noch und denken nur, oh mein Gott, ich habe ja noch zehn To-Dos und fangen einfach irgendwo an und lassen sich dann von den Ereignissen oder von der Menge an To-Dos überrollen.
Also das heißt, wenn du das schaffst, hier genau diese Priorisierung durchzuführen, dann hast du ja schon diese Eigenschaft, genau hier irgendwo den Schritt zurückzugehen und auf das große Ganze zu schauen.
Ja, auf jeden Fall.
Du hast letztes Jahr eine Entscheidung getroffen und zwar hast du dich dazu entschieden, Coaching zu holen als, ich nenne es jetzt mal Wachstumsbeschleuniger.
Wann kam denn der Gedanke bei dir auf, dass du externe Unterstützung holst oder Sparing dazu holst?
Wann war das?
Wie war das?
Das war ja eher so ein, in meinem Fall, ich habe zwar selber in der Vergangenheit auch schon gementort quasi in verschiedene Richtungen, sowohl auf der Arbeit, neben der Arbeit, Richtung Jobsuche, Richtung Technik, aber Ich habe es irgendwie nie so richtig, weiß nicht, es hat nicht so richtig Klick gemacht, das auch für mich selber teilweise mal in Betracht zu ziehen, weil ich auch sonst niemanden so kannte.
Klar, jeder, ich glaube, viele machen heutzutage, egal, nenne es Therapie, nenne es Coaching, nenne es, keine Ahnung.
Man hat das irgendwie so im Bekanntenkreis, aber irgendwie kam das nie so richtig durch.
Und eigentlich war, ja, war dann so der Punkt, genau.
Wir hatten dann unser erstes Gespräch.
Eine Freundin von mir hat dann auch gesagt, hey, mach das doch.
Probier das mal aus, hör dir das mal an.
Und ja, dann irgendwie kam eins zum anderen und dann war das auch so, ich probiere das jetzt einfach mal aus.
Was soll schief gehen?
Und ich kann nur lernen dabei.
Hattest du konkrete Erwartungen an das Coaching?
Ich glaube, so richtig konkret.
tue ich mich wahrscheinlich schwer, weil ich jetzt nicht wusste, in welche Richtung es sich entwickelt.
Das ist ja auch ein bisschen dynamisch einfach.
Natürlich war so ein bisschen natürlich die Idee einfach von der Art des Coachings, was wir jetzt gemacht haben, natürlich zu sehen, okay, wie kann ich mich beruflich weiterentwickeln?
Wo fehlt da vielleicht was?
In welche Richtung kann es noch gehen?
Was könnte ich ändern?
Aber es war jetzt nicht direkt so, boah, in einem...
Ich weiß jetzt genau, wenn ich das Coaching jetzt mache, in sechs Monaten bin ich CTO oder wie auch immer.
Das war jetzt nicht die konkrete Erwartung, sondern einfach zu sehen, für mich klarer zu werden, wo möchte ich hin.
Du wirst dich ja nicht dafür entschieden haben, ohne ein, vielleicht war das Ziel nicht ganz konkret ausgereift, aber es war zumindest ja mal eine Idee da und dass so etwas ja auch möglich sein kann.
Sonst hättest du dich wahrscheinlich nicht dazu entschieden.
Das ist ja auch ein Commitment, das du abgibst.
Sonst hättest du dich wahrscheinlich nicht dazu entschieden.
Gehe ich davon aus.
Ja, das auf jeden Fall.
Das war jetzt vielleicht falsch formuliert.
Aber ich hatte jetzt nicht den Punkt, okay, ich weiß jetzt genau in drei Monaten, habe ich jetzt eine neue Stelle oder so.
Ja, klar.
Also hast du irgendwie auch im Rahmen des Entscheidungsprozesses und so, hast du da auch Unsicherheit gespürt oder Skepsis gehabt?
Wenn ja, was hat dich denn dann dazu bewogen, es trotzdem zu versuchen?
Skepsis, klar, auf jeden Fall.
Ich meine, man kriegt sehr viele Sachen angeboten heutzutage, wo man nie genau weiß, okay, was kommt dabei rum?
Ich glaube, ich bin auch, oder so wie ich aufgewachsen bin, bei mir in der vielen Linie, wir sind da auch eher so ein bisschen skeptischer teilweise bei so Themen.
Kann von Vorteil sein, kann natürlich auch manchmal von Nachteil sein, dass man es vielleicht dann eben nicht macht, weil man zu skeptisch ist.
Erlebst du das häufig bei anderen, dass das Skepsis die Leute limitiert, weil sie zu skeptisch sind?
Ja, ich glaube schon, weil man kann skeptisch sein, man sollte skeptisch sein, man sollte Dinge hinterfragen, aber vielleicht auch trotzdem offen sein.
sich das Ganze neutral anzuschauen.
Also man kann es hinterfragen, aber trotzdem relativ neutral sein.
Wenn ich von vornherein komplett negativ an die ganze Sache rangehe und komplett sage einfach nur, hey, das bringt überhaupt nichts, das ist nur Geldmacherei, das ist keine Ahnung was, dann will ich es ja auch eigentlich gar nicht.
Dann bin ich nicht nur skeptisch, sondern dann bin ich direkt ablehnend.
Und ich glaube, das ist halt dann auch so ein Punkt, wo man halt schauen muss, okay, wie geht man da dran?
Glaubst du, man braucht dafür...
Ist das was für jeden oder brauche ich es dafür gewisse Grundvoraussetzungen, was das Mindset oder die Haltung angeht, um sich auf sowas einzulassen und dann vielleicht aber auch die Wirksamkeit daraus zu erfahren?
Ja, ich denke, wie bei vielen Sachen in die Richtung, dass man eben auch Feedback annehmen kann und auch versuchen will, das umzusetzen.
Also ohne das funktioniert das ja nicht.
kann noch so oft mit dir im Coaching sitzen, wenn du mir sagst, ja, guck mal, wir müssen das und das ändern oder schau dir doch mal das und das an und ich mache das einfach nicht oder ich denke mir, nee, so ein Quatsch, was erzählt der mir da?
Dann bringt mir das halt nichts.
Und wenn ich da so ein bisschen resistent dagegen bin, dann glaube ich, dann wird das Ganze sehr schwierig.
Und das ist dann aber mit, ja, egal, welche Gespräche ich führe, wenn ich komplett resistent gegenüber dann der anderen Meinung bin.
oder dem Feedback bin, dann wird es immer schwierig.
Ja, oder natürlich, was auch passieren kann, ist, dass man das im Kopf ja alles schon durchgespielt hat und ein, ja, aber dann passiert ja das und da, aber dann klappt ja das.
Also, dass man sich selber paralysiert, gar nicht erst in eine Lösung reingeht, auch wenn vielleicht die Schritte erst mal offensichtlich sind.
weil man nicht daran glaubt, dass es funktioniert, das, was man jetzt tut und ganz viele Gründe findet, warum irgendwas nicht funktionieren sollte.
Also Gründe, warum irgendwas nicht funktionieren, finden wir immer alle.
Also ich kann ja jeden Grund nennen, warum ein Apple nicht erfolgreich sein kann.
Ach, guck mal da, sie sind doch erfolgreich geworden.
Ja, ich glaube, so funktioniert es in vielen Situationen auch.
Hat dich trotzdem irgendwas im Coaching-Prozess selber überrascht?
Also ganz sicher nehme ich mal an, dass sich was überrascht hat, aber was war es?
Ich glaube, wie oft wir den Aha-Moment bei mir quasi erzeugt haben, wo das dann doch so ein war, okay, wir haben über irgendwas gesprochen und dann, sagen wir mal, vielleicht ein, zwei Sessions später dann auch wieder sprechen wir über das nächste Thema oder nochmal ein ähnliches Thema und dann schließt sich quasi der Kreis zu dem, was wir vorher besprochen hatten.
Und dann ist das so, Und das ist auch das, was für mich das Interessante daran gemacht hat, dieses quasi nicht Vorgeben von Dingen, die man machen sollte, sondern dieses, okay, jetzt macht es Klick im Kopf und man kommt quasi so halb selber drauf, aber man wird halt geleitet in diese Richtung.
Und ich glaube, das hatte ich sehr oft in den Sessions.
Einfach das Gefühl so, okay, ja, macht Sinn.
Ja, du hast das ja gesagt, das hat dir geholfen, klarer zu werden.
was du willst und das war ja dann irgendwann auch zu sagen, nein, ich möchte schon ganz aktiv den Push versuchen in diese CTO-Rolle und hast natürlich auch deine Bemühungen dann in die Richtung ausgestreckt.
Wie hat sich das dann konkret, also wie hat sich diese Klarheit konkret gezeigt bei dir?
Also du sagst, du hast so Aha-Momente, was ist daraufhin denn passiert?
Ich glaube meistens, dass man die Situation, über die wir dann gesprochen hatten, immer dass man die halt nochmal mit anderen Augen gesehen hat.
Also dass man, man hat manchmal so seine erste Meinung dazu und die hat man vielleicht auch erstmal ein paar Tage und dann redet man darüber und sieht die nochmal aus einem anderen Blickwinkel und dann merkt quasi, wie man da doch so ein bisschen so einen Tunnelblick auch hatte teilweise auf diese Situation.
Welche Entscheidungen wären ohne das Coaching mit Sicherheit auch passiert, aber Vielleicht erst zu einem späteren Zeitpunkt oder auch mit mehr Reibungsverlust.
Oder lässt sich das jetzt irgendwie schwer sagen, schwer spekulieren?
Also beispielsweise der Wunsch, sich Richtung CTO zu entwickeln und auch eine CTO-Rolle zu übernehmen.
Wäre der auch ohne Coaching passiert, aber später, unschärfer?
Vermutlich, sage ich jetzt mal.
Also ich weiß nicht, ob ich mir das so bewusst vorgenommen hätte.
diese Rolle quasi zu gehen, ohne jetzt das Coaching.
Eben auch, wie du gesagt hast, so relativ direkt.
Vielleicht wäre es natürlich irgendwann dazu gekommen, aber mit deutlich mehr Umwegen.
Also ich weiß nicht, was die nächste Stelle geworden wäre, ob das erstmal wieder nur ein, jetzt habe ich nur gesagt, nur in Anführungszeichen, ein Tech-Lead quasi gewesen wäre bei einer anderen Firma, ob es wieder ein Teamleiter geworden wäre, ob es mal ein Abteilungsleiter geworden wäre.
Head of, wie auch immer.
Wäre auf jeden Fall wahrscheinlich erstmal ein Zwischenschritt geworden wieder, ja.
Du bist ja, also ich erlebe dich zumindest als ein sehr rationaler, sehr technisch geprägter Mensch.
Was macht das Coaching gerade für dich besonders wertvoll oder für Menschen wie dich besonders wertvoll?
Ja gut, ich versuche ja für mich Sachen immer relativ logisch eben herzuleiten und auch abzuwägen.
Vielleicht manchmal auch Pro-Contra-Listen zu machen.
Was spricht dafür?
Was spricht dagegen?
Wir alle, ja.
Meistens ist es, glaube ich, nochmal ganz gut.
Das machen wir auch alle viel in unserem Privatleben.
Wir reden mit Leuten drüber.
Wir versuchen, andere Sichtweisen nochmal dazu zu bekommen.
Vielleicht auch von Personen, die eben manchmal vielleicht auch weniger rational drüber nachdenken oder eben bewusst nochmal diesen weniger logischen Punkt reinzubringen.
Zu sagen, okay.
Was hält dich davon ab oder warum machst du es nicht?
Und auch mal die Sachen, die wir uns, die Logik so ein bisschen vielleicht auch zu hinterfragen.
Weil Logik, wir können uns das auch immer alles schön zurechtlegen, wie du vorhin auch gesagt hast.
Man kann sehr viel begründen.
Ich kann sehr viele Gründe auflisten, warum ich etwas tun oder nicht tun sollte.
Ob die Gründe dann immer so halten, wenn man die dann hinterfragt oder so.
Aber wir selber hinterfragen sie halt wahrscheinlich zu selten.
Hattest du eigentlich jemals das Gefühl, dass du dich für Coaching im Allgemeinen rechtfertigen musst?
Oder war das für dich immer, okay, ja, das ist jetzt eine valide Option, die ich ziehe, um Wachstum zu beschleunigen?
Also ich kenne jetzt nicht viele bei mir im Umfeld, die so ein Job oder Jobcoaching in die Richtung machen.
Ich kenne eben sehr viele, die machen das so.
ja quasi privat mit privaten Themen oder so.
Ich glaube, das ist mittlerweile alles viel mehr angekommen, dass das gängig ist.
Mittlerweile kenne ich sehr viele Leute, die nebenbei Coaching machen in irgendeiner Form für verschiedenste Themen.
Deswegen, ich hatte da nie das Gefühl, dass ich das irgendwie rechtfertigen muss.
Sondern die meisten waren eigentlich eher interessiert.
Worum geht es da?
Was besprecht ihr da?
Wie bist du darauf gekommen?
Hast du irgendwie das Gefühl, also, naja, anders gefragt.
Was kann denn Coaching am Ende des Tages nicht leisten in deinen Augen?
Also wo muss man immer anfangen, Selbstverantwortung zu übernehmen?
Das Coaching nimmt mir auf jeden Fall nicht die Entscheidung ab oder die Sachen, die ich machen muss.
So, es kann mir eine Richtung vorgeben.
Aber das Coaching wird nicht sagen, okay, und jetzt heute kündigst du, morgen nimmst du den Job an, übermorgen ziehst du um oder keine Ahnung was.
Sondern das muss ich am Ende immer noch alles selber natürlich machen.
Das Coaching kann mir da die Richtung geben, kann mir nochmal mehr Klarheit mit verschaffen.
Aber das Coaching ist nicht das Doing am Ende.
Du hast selber mal gesagt, Erinnere ich mich noch sehr gut in einem unserer Gespräche, da hast du gesagt, ich mache ja nicht wenig, aber vielleicht nutze ich mein volles Potenzial nicht.
Ist das immer noch so bei dir?
Ich würde sagen, ja.
Es ist natürlich so dieser Zwiespalt aus, man muss aufpassen, dass man hier nicht, ja, muss man sagen, diesem Glauben erlegt, man muss Unmengen an...
Sachen den ganzen Tag machen und weil man sich nicht mit sehr vielen anderen vergleicht, wo man vielleicht immer nur Teilausschnitte aus deren Leben sieht und dann immer denkt, okay, man macht viel zu wenig, man könnte viel besser sein, man könnte den, was weiß ich, schneller laufen, man könnte schneller programmieren, man könnte schneller lesen, wie auch immer, weil halt andere das machen oder zumindest zeigen, dass sie es könnten.
Ja, und trotzdem siehst du ja immer nur den ganz kleinen Ausschnitt aus deren Leben, weil sie irgendwas auf LinkedIn teilen oder sonst irgendwas.
Das ist ja immer nur ein ganz kurzer Augenblick.
Und man sieht ganz viele von diesen Augenblicken nebeneinander von ganz vielen anderen Personen und denkt dann, die sind ja alle das, das und das.
Und das ist ja nicht der Fall.
Genau, genau.
Deswegen ist das immer mit dem Gefühl einher, dass man sich selber überlädt, wenn man zu viel von sich selber möchte.
Aber wie gehst du damit um?
Ja, man muss...
Aufpassen natürlich, an manchen Tagen nimmt man sich mal mehr vor, an manchen Tagen ist es dann vielleicht auch zu viel.
An langen man dann quasi versucht, die Balance zu halten und auch mal ein bisschen wieder in Gang runterfährt oder sich auf andere Tätigkeiten dann quasi fokussiert, glaube ich, kann das ganz gut funktionieren.
Und jeder hat ja auch so ein bisschen so ein Gefühl, okay, jetzt, es ist viel Arbeit, aber es macht trotzdem Spaß und es funktioniert einfach.
Das ist quasi wie, wenn man im Tunnel ist.
beim Arbeiten.
Es läuft einfach.
Du kannst zehn Stunden machen am Tag und das war der entspannteste Tag die ganze Woche und der nächste Tag hat irgendwie sechs Stunden und macht dich komplett kaputt.
Ja, das ist eine interessante Frage, die ich mir auch immer regelmäßig stelle.
Vielleicht hast du da für dich eine Antwort schon gefunden, wie du persönliches Wachstum priorisierst, gerade dann im Zusammenspiel mit so Themen.
An manchen Stellen brauchst du ja auch fachliche Tiefe, dann brauchst du manchmal vielleicht ja, unternehmerischen Impact dann mehr, also wie priorisiert man dieses persönliche Wachstum?
Welchen Weg hast du da gefunden oder wie machst du das?
Ich bin, glaube ich, noch dabei, ihn zu finden.
Ich weiß noch nicht, ob ich jetzt für mich schon einen guten Weg gefunden habe.
Hängt natürlich teilweise davon ab, klar, Priorität, was ist als nächstes, welche Entscheidung steht als nächstes an?
Welche Sachen kann ich mir vielleicht auch extern beschaffen?
Also, dass ich mir das Wissen vielleicht gar nicht mal komplett selber aneignen muss, sondern kann ich mir das irgendwo zusammenfassen lassen.
Kenne ich jemanden, der an dem Thema vielleicht arbeitet oder sowas, wo man drüber reden kann, wo man sagen kann, okay, man muss nicht selber so viel Zeit investieren, wie man vielleicht müsste, wenn man sich selber einarbeitet.
Ja, richtig.
Damit wären wir ja wieder beim Coaching angelangt.
Also, du denkst ja durchaus drüber nach, habe ich gehört, dass du auch...
weitere Formen von Coaching dir nehmen möchtest, auch wieder, um Wachstum zu beschleunigen.
Was reizt dich daran jetzt?
Hast du jetzt die Lust bekommen, das noch weiter zu acceleraten oder was treibt dich an?
Ja, im Grunde genommen auch wieder dieses einfach mal ausprobieren, einfach mal machen, auch in anderen Bereichen.
Für mich ist immer so ein Thema...
Und ich glaube, das geht viel mittlerweile so im Alltag.
Manchmal hat er keine Lust mit dem Sport, mit dem Kochen.
Das Ganze ist vielleicht ein bisschen unkoordiniert.
Man müsste sich mehr drum kümmern oder so.
Auch hier gibt es einfach Leute, die einem helfen, die da das Know-how haben, die einen quasi so ein bisschen führen können und man sagen kann, okay, das hat so einen Impact auf meinen Alltag.
Wege, Ernährung und ja, vielleicht da auch einfach mal noch so.
ein bisschen andere Habits zu finden, die dir das Ganze so ein bisschen einfacher gestalten dann wieder auch, wo ich mir vielleicht jetzt aktuell alleine einfach ein bisschen schwer tue.
Und klar, im Internet kann man irgendwie alles nachlesen und klar, wir haben das komplette Wissen, aber das heißt nicht unbedingt immer viel.
Nur weil ich alles nachlesen kann, treffe ich nicht unbedingt die besten Entscheidungen.
Das ist richtig.
Du hast gerade von Habits gesprochen.
Also hast du Habits oder...
die du dir jetzt andrainiert hast durch das Coaching oder Dinge, die sich durch das Coaching verändert haben bei dir aktuell?
Ich glaube, ich gehe noch mal mehr immer einen Schritt zurück bei manchen Entscheidungen.
Also ich glaube, ich habe in der Vergangenheit schon oft reflektiert über bestimmte Entscheidungen, auch nachträglich, auch später, im späteren Verlauf noch.
Aber jetzt auch im Coaching einfach noch mal ein bisschen eine andere Denkweise teilweise auch.
Eben mit mehr dem Fokus, okay, was ist jetzt für diese Stelle oder für meine jetzige Stelle quasi eigentlich der Fokus, worüber ich mir Gedanken machen muss.
Und ja, der Wechsel ist jetzt dann erstmal da.
Ich muss manchmal ein bisschen umdenken.
Es ist nicht mehr nur, okay, ich arbeite jetzt halt an meinen Tickets, User Stories, wie auch immer man es nennen will.
Muss mir dann vielleicht noch, okay, über den technischen Teil Gedanken machen, aber mehr nicht.
So, und jetzt ist es halt auch, jetzt aber mehr.
Und deswegen muss man das Ganze schon dann aus verschiedenen Blickrichtungen quasi jetzt immer mehr noch betrachten.
Und ich glaube, das ist schon so ein Punkt, der ist beim Coaching auch sehr gut durchgekommen.
Ja, was würdest du denn deinem früheren Ich sagen, bevor es die nächste große Karriereentscheidung trifft?
Mach alles nochmal genauso oder nimm dir den nächsten Coach?
Ich hätte, also ich für mich, wenn wir nur das Thema Coaching natürlich betrachten, hätte es früher machen sollen, einfach.
Ich hätte es für mich schon mal früher in Betracht ziehen sollen, das zu machen.
Und ich glaube, das würde ich ihm mitgeben.
Und das würde ich auch jedem, also jetzt mit jedem, die ich darüber spreche, gebe ich das mit, wo ich sage, hey, denk mal darüber nach, wenn man wirklich in Betracht zieht, was ändern zu wollen und das wirklich will oder sich zumindest mal das anschauen will.
Das ist ja schon mal der erste Schritt.
Macht es einfach.
Einfach machen.
Was ist denn, also bevor wir jetzt gleich zu den geliebten Rapid-Fire-Fragen kommen, was ist denn so dein wichtigstes Learning aus den letzten zwölf Monaten?
Aus den letzten zwölf Monaten?
Dass man, glaube ich, immer mehr kann, als man denkt.
Auf jeden Fall.
Und dass man manche Dinge einfach manchmal probieren sollte.
Sehr gut.
Ich glaube, das könnten einige auch mal probieren.
Sich mehr zutrauen und einfach Dinge auch mal zu probieren.
Denn das kann durchaus zu positiven Effekten führen, wie man gesehen hat.
Sehr schön.
Daniel, wir kommen zu den Rapid-Fire-Fragen.
CTO sein bedeutet mehr Code oder mehr Kontext?
Ich würde sagen mehr Kontext.
Heutzutage immer mehr, auf jeden Fall.
Was ist das größte Missverständnis über Coaching, deiner Meinung nach?
Dass es von alleine alle meine Probleme löst.
Auch sehr gut, gefällt mir.
Wann ist denn Kündigen oder Wechseln die richtige Entscheidung?
Ich glaube, wenn es anfängt, einen starken Einfluss auf die Persönlichkeit oder aufs Privatleben zu haben, wo man merkt, okay, es lässt mich nicht mehr los, auch außerhalb der Arbeit, das Thema.
Und dann ist es nicht mehr nur ein, okay, das ist halt der Job, sondern es hat halt mehr Auswirkungen.
Und ich glaube, dann ist ein großer Punkt gekommen, wo man sagen muss oder überlegen muss.
Jetzt sollte ich vielleicht mal wechseln.
Gut.
Und letzte Frage für heute, Daniel.
Eine Frage, die sich jeder angehende CTO einmal im Monat stellen sollte.
Lustige Antwort, was zur Hölle mache ich hier eigentlich?
Das ist auch eine durchaus valide Antwort.
Die sollte man sich regelmäßig stellen, ja?
Ich glaube, die ehrliche Antwort wäre, wäre ich als mein eigener Angestellter zufrieden mit dem, was ich gerade mache.
Daniel, vielen lieben Dank.
Es hat mir große Freude gemacht, mit dir heute ein bisschen zu reflektieren darüber, was deine Reise anging.
Mal sehen, wo du in einem Jahr von jetzt an stehst.
Du hast in den vergangenen zwölf Monaten einige wichtige Entscheidungen für dich getroffen.
Und wenn du weiterhin auf diesem Wachstum unterwegs bist, wirst du auch in den nächsten zwölf Monaten noch viel mehr wichtige Entscheidungen treffen.
Mal sehen, wo du dann stehst.
Dann kommst du nochmal her und erzählst darüber.
Sehr gerne.
Dann vielen lieben Dank, mach's gut.
Ciao, ciao.
Ich danke dir.
Ciao.
